{"id":69537,"date":"2021-02-05T11:09:43","date_gmt":"2021-02-05T10:09:43","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=69537"},"modified":"2021-02-06T17:26:08","modified_gmt":"2021-02-06T16:26:08","slug":"corona-in-irland-vom-musterknaben-zum-menetekel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=69537","title":{"rendered":"Corona in Irland: Vom Musterknaben zum Menetekel?"},"content":{"rendered":"<p>Irland wurde in den letzten Monaten des &Ouml;fteren als Beispiel in Sachen Corona herangezogen. Anfang Dezember wurden nach einem vierw&ouml;chigen Lockdown auf modifizierter h&ouml;chster Stufe einige Regionen in Irland vom Robert Koch-Institut nicht mehr als Risikogebiet eingestuft. Die Inzidenzen lagen dort unterhalb des Grenzwertes. Nach Lockerungen im Dezember z&auml;hlten die Inzidenzwerte zu den &bdquo;h&ouml;chsten der Welt&ldquo; und deutsche Medien zeigen mit dem Finger auf Irland. Im t&auml;glichen Leben ist man viel in den eigenen vier W&auml;nden oder Hecken und von diesen Extremen ist nicht so viel zu versp&uuml;ren. Ein pers&ouml;nlicher Eindruck aus Irland von <strong>Moritz M&uuml;ller<\/strong>.<\/p><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_780\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-69537-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/210205_Corona_in_Irland_Vom_Musterknaben_zum_Menetekel_NDS.mp3?_=1\"><\/source><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/210205_Corona_in_Irland_Vom_Musterknaben_zum_Menetekel_NDS.mp3\">https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/210205_Corona_in_Irland_Vom_Musterknaben_zum_Menetekel_NDS.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/210205_Corona_in_Irland_Vom_Musterknaben_zum_Menetekel_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=69537-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/210205_Corona_in_Irland_Vom_Musterknaben_zum_Menetekel_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"210205_Corona_in_Irland_Vom_Musterknaben_zum_Menetekel_NDS.mp3\">Download<\/a><\/p><p>Am irischen Nationalfeiertag St. Patricks Day am 17. M&auml;rz letzten Jahres hielt der damalige irische Taoiseoch (H&auml;uptling=Premierminister) Leo Varadkar im Radio und Fernsehen eine Rede, die mich damals sehr bewegte. Er bereitete uns auf schwere Zeiten in der aufkommenden Seuche vor. Das Volk m&uuml;sse zusammenstehen und wir w&uuml;rden bald alle Tote und Kranke kennen. Die j&auml;hrlichen Paraden waren an diesem Tag abgesagt gewesen, Kneipen und Restaurants geschlossen und alle Schulen hatten ihre Sch&uuml;ler schon nach Hause geschickt. Der Unterricht ging dann erst Ende August\/Anfang September weiter.<\/p><p>Einige Zeit sp&auml;ter legten auch die Bauarbeiter ihre Werkzeuge nieder, alle nicht-essentiellen Gesch&auml;fte schlossen und es legte sich f&uuml;r einige Wochen eine gespenstische Stille &uuml;ber das Land. Aber es war auch eine Ruhe und der Himmel verlor seine Kondensstreifen. T&auml;glich gab es alarmierende Nachrichten aus Krankenh&auml;usern und Seniorenheimen, aber es kam nicht zum Kollaps des gesamten Gesundheitswesens.<\/p><p>In diesen Monaten setzte auch der bargeldlose Zahlungsverkehr zu immer neuen H&ouml;henfl&uuml;gen an. Es gab aber auch schnell vergleichsweise ordentliche finanzielle Unterst&uuml;tzung. Jeder, der irgendwie nachweisen konnte, am Stichtag in ordentlicher Besch&auml;ftigung gestanden zu haben, bekam entweder 200 oder 350 Euro die Woche. Vor ein paar Tagen h&ouml;rte ich im Radio, dass von den f&uuml;nf Millionen Einwohnern Irlands 375.000 Menschen diese Zahlungen beziehen. Da kommt bei vielen erst einmal keine existenzielle Panik auf.<\/p><p>In den ersten Monaten starben in Irland im Zusammenhang mit Corona, wie es hier mittlerweile genannt wird, ca. 1.600 Menschen, w&auml;hrend die <a href=\"https:\/\/www.thejournal.ie\/excess-deaths-covid-19-ireland-5252481-Nov2020\/\">&Uuml;bersterblichkeit<\/a> von M&auml;rz bis September auf zwischen 876 und 1.192 Todesf&auml;lle gesch&auml;tzt wird. Im Mai und Juni nahm dann auch die Zahl der positiven Tests rapide ab, was aber auch daran lag, dass weniger Tests vorgenommen wurden, wie damals nebenbei bemerkt wurde. <\/p><p>Daraufhin machten dann Schritt f&uuml;r Schritt, und auf einmal sehr schnell, die Gesch&auml;fte wieder auf. Fris&ouml;re durften ihrem Handwerk wieder nachgehen, und &bdquo;Elite Sports&ldquo; durften hinter verschlossenen T&uuml;ren stattfinden. Auf Deutsch nennt man das wohl Leistungssport, und hier in Irland umfasst das Sportveranstaltungen, die f&uuml;r das Fernsehen von Interesse sind. Zurzeit hat das die kuriose Auswirkung, dass Pferderennen ohne Zuschauer, aber mit der ganzen n&ouml;tigen <a href=\"https:\/\/www.goracing.ie\/\">Organisation<\/a> stattfinden d&uuml;rfen, w&auml;hrend Begr&auml;bnisse auf zehn Trauernde begrenzt sind. Ein Freund sagte mir, dass bei professionellen Pferderennen Hygienema&szlig;nahmen leichter durchzusetzen sind als bei privaten Trauerfeiern mit Amateuren. Das stimmt wahrscheinlich, aber trotzdem steht hier wohl viel unbew&auml;ltigte Trauer ins Haus.  <\/p><p>In den Pub durfte man ab sofort nur gehen, wenn man gleichzeitig wenigstens eine Mahlzeit f&uuml;r mindestens neun Euro zu sich nahm und nach 90 Minuten (dann verl&auml;ngert auf 105 Minuten, weil der Gesetzgeber die 15-min&uuml;tige Halbzeitpause bei den &bdquo;Elitesportarten&ldquo; wohl vergessen hatte) wieder von seinem Sitzplatz verschwand. Ich habe damals von diesem Angebot keinen Gebrauch gemacht. <\/p><p>Masken in Gesch&auml;ften und &ouml;ffentlichen Transportmitteln wurden am 10. August gesetzlich vorgeschrieben, obwohl man schon einige Wochen vorher den Eindruck bekam, dass dies ohnehin bereits so sei. &Auml;hnlich verh&auml;lt es sich mit der 14-t&auml;gigen Quarant&auml;ne, die f&uuml;r Einreisende aus allen L&auml;ndern galt\/gilt, die sich nicht auf einer &bdquo;gr&uuml;nen Liste&ldquo; befinden. Deutschland befand sich f&uuml;r 10 Tage im September auf dieser mittlerweile abgeschafften Liste. Wirklich gesetzlich verpflichtend ist diese Quarant&auml;ne auch erst seit Mitte Januar und die Polizei hat gerade erst bem&auml;ngelt, dass es unklar ist, wie dies zu durchzusetzen sei.  <\/p><p>Ab September nahm die Zahl der positiv Getesteten dann wieder zu, was Ende Oktober zu einem Lockdown auf der h&ouml;chsten Stufe 5 f&uuml;hrte. Allerdings gab es einige Abmilderungen und die Schulen blieben bis Weihnachten ge&ouml;ffnet. Man durfte sich ohne &bdquo;triftigen&ldquo; Grund nicht weiter als f&uuml;nf Kilometer von seinem Domizil entfernen. Die Polizei kontrollierte das alles recht behutsam und oft mit Augenma&szlig;. Aber auch hier werden bei Regelverst&ouml;&szlig;en mittlerweile hohe Bu&szlig;gelder verh&auml;ngt. <\/p><p>Ab Dezember durften wir dann innerhalb unserer Grafschaft verreisen und ab dem 18. Dezember waren auch weitere Reisen erlaubt, um ein &bdquo;sinnerf&uuml;lltes Weihnachtsfest&ldquo; zu erm&ouml;glichen. Gleichzeit waren die Inzidenzen auf Werte gesunken, die das Robert Koch-Institut dazu veranlassten, die meisten Regionen Irlands nicht mehr als Risikogebiet einzustufen. Auch Restaurants und alle Gesch&auml;fte f&uuml;r den weihnachtlichen Konsum waren in dieser Zeit wieder ge&ouml;ffnet und es kamen Iren aus der Diaspora ins Land, wenngleich die Zahlen nur einen Bruchteil des langj&auml;hrigen Durchschnitts ausmachten. Auch die direkte Einreise aus Gro&szlig;britannien wurde am 20. Dezember wegen der dortigen neuen Corona-Variante komplett gestoppt. Es ist allerdings Teil der irischen Staatsr&auml;son, dass die Landgrenze nach Nordirland offenbleibt. Vor Weihnachten waren viele der F&auml;hren von Liverpool und Schottland nach Nordirland ausgebucht. <\/p><p>&Uuml;ber Weihnachten waren auch Treffen mehrerer Haushalte erlaubt. Im Moment darf man, wie schon im November, zu Hause gar keinen Besuch bekommen. Auch wenn man das Gl&uuml;ck hat, einen Garten zu besitzen, sind auch dort Besucher tabu. Wahrscheinlich f&uuml;hren diese Verbote direkter Kommunikation zu einer Zunahme der Telekommunikation, welche dann oft die Einbahnstra&szlig;e zum Fernseher ist, wo dann weitere alarmierende Nachrichten konsumiert werden. Ich bin froh, dass ich schon seit Jahrzehnten keinen Fernseher besitze und ich kann das ohnehin nur empfehlen. Auch das Radio kann man tags&uuml;ber eigentlich nicht anschalten, denn es werden t&auml;glich die gleichen Botschaften wiederholt, ohne dass wirklich die Faktenlage hinterfragt wird. Seit Beginn der Corona-Krise vor fast einem Jahr wird von den hiesigen Politikern und Experten wiederholt, dass wahlweise die n&auml;chsten zehn Tage oder zwei Wochen alles entscheidend seien. Vielleicht w&auml;re eine etwas l&auml;ngerfristige Ausrichtung doch &uuml;berzeugender f&uuml;r die B&uuml;rger. Abschalten ist oftmals meine Praxis der Medienkompetenz.  <\/p><p>Kurz vor Weihnachten nahm die Zahl der positiven PCR-Tests dann wieder zu und erreichte Mitte Januar ihren H&ouml;hepunkt, weit &uuml;ber den Fallzahlen von M&auml;rz\/April, was sicher auch mit mehr Tests zu tun hat. Aber auch die Todesf&auml;lle im Zusammenhang mit Corona schnellten in die H&ouml;he und es gab in Irland im Januar &uuml;ber 1.000 Todesf&auml;lle im Zusammenhang mit Corona. Am 24. Januar wurden z. B. 24 <a href=\"https:\/\/www.rte.ie\/news\/coronavirus\/2021\/0124\/1191685-coronavirus-cases-vaccine\/\">Todesf&auml;lle<\/a> gemeldet &ndash; im Alter von 61 bis 99 Jahren. Das Durchschnittsalter wurde mit 84 Jahren angegeben.<\/p><p>Es kursieren hier in der Republik Irland mittlerweile auch Vorstellungen, dass eine &bdquo;Zero-Covid-Politik&ldquo; machbar sein k&ouml;nne. Man will dazu die Nordiren &uuml;berzeugen, ihre innerbritischen Reiseverbindungen so zu kontrollieren, als ob es sich um eine internationale Grenze handele. Was die probritischen Unionisten, die im Zuge des Brexit schon zugestimmt haben, dass Nordirland in der Zollunion mit der EU verbleibt, davon halten, scheint bei diesen &Uuml;berlegungen eine untergeordnete Rolle zu spielen. In den letzten Tagen haben sich die Zollkontrollen, die in den H&auml;fen Nordirlands mit Hilfe von EU-Beamten durchgef&uuml;hrt werden, zu einem Zankapfel entwickelt. Dazu vielleicht mehr an anderer Stelle. Nat&uuml;rlich w&auml;re es logischer, auf einer relativ kleinen Insel wie Irland keine Grenze zu haben und diese, wenn &uuml;berhaupt, auf dem Meer zu positionieren. Aber es gibt historische Realit&auml;ten, die sich nicht kurzfristig &auml;ndern werden. Bis zum Brexit hat man auch nicht viel von der Grenze zwischen Irland und dem UK gesp&uuml;rt.<\/p><p>Auch die Frage, ob es f&uuml;r eine Volkswirtschaft, deren Tourismusbranche zu 70% von ausl&auml;ndischen Touristen lebt, verh&auml;ltnism&auml;&szlig;ig ist, das Ziel &bdquo;Zero-Covid&ldquo; anzupeilen, wenn dies mit Quarant&auml;neregeln, einer Testpflicht und anderen weitreichenden Regeln einhergeht, muss gestellt werden. Das mag f&uuml;r einen Inselstaat am anderen Ende der Welt praktikabel sein, aber vielleicht nicht f&uuml;r ein Land, welches ein aktiver und lebendiger Teil von Europa ist. Zwei Drittel der Inhaber irischer P&auml;sse leben im Ausland. Meine Einstellung zu dieser Idee hat nat&uuml;rlich auch damit zu tun, dass viele meiner Verwandten und Freunde auf der anderen Seite des Meeres wohnen. Aber wie schon gesagt, das ist auch kein Einzelfall. <\/p><p>&Uuml;berhaupt ist die Diskussion &uuml;ber &bdquo;Zero Irgendwas&ldquo; immer eine Frage der Verh&auml;ltnism&auml;&szlig;igkeit. Auch &bdquo;null Verkehrstote&ldquo; w&auml;ren machbar, wenn man jeglichen Verkehr unterbinden w&uuml;rde oder wenn man ein generelles 20-km\/h-Limit einf&uuml;hren w&uuml;rde und Fu&szlig;g&auml;nger d&uuml;rften dann bei Glatteis oder bei Heuschnupfengefahr nicht mehr auf die Stra&szlig;e. Jedem ist wohl klar, dass man &uuml;ber Jahrzehnte die Zahl der Verkehrsopfer recht erfolgreich gesenkt hat und jetzt an einem Punkt ist, wo man einen Kompromiss gemacht hat aus Vorsicht, notwendigem Verkehr und &bdquo;Freie Fahrt f&uuml;r freie B&uuml;rger&ldquo;. Man k&ouml;nnte auch &bdquo;null Krebs&ldquo; anpeilen, aber viele akzeptieren Krebs heute als Zivilisationskrankheit und Krebs ist bei seiner Behandlung wahrscheinlich auch profitabel, wie so vieles im heutigen Gesundheitswesen profitabel sein muss, wenn man die Krankenh&auml;user an Investoren verkauft, die auf ihren Profit achten m&uuml;ssen. Beim Thema Krebs w&auml;re in der Vorbeugung sicher noch viel Luft drin. Stattdessen genehmigen und benutzen wir Menschen immer neue Technologien, ohne vorher wirklich zu bedenken, was die langfristigen Folgen, nicht nur f&uuml;r die Gesundheit, sind. Oder wir finden f&uuml;r ein Problem eine L&ouml;sung und am Ende wirft diese L&ouml;sung vielleicht noch mehr Probleme auf.<\/p><p>Ich hoffe, dass die derzeit in Rekordzeit produzierten, getesteten und eingesetzten Corona-Impfstoffe auch auf lange Sicht funktionieren und sich zumindest keine sp&auml;ter erscheinenden Nebenwirkungen einstellen. Wie wohl die Bef&uuml;rworter von &bdquo;Zero-Covid&ldquo; zu &bdquo;Zero-Nebenwirkungen&ldquo; stehen w&uuml;rden? Denn &bdquo;Zero&ldquo; w&uuml;rde hier bedeuten, dass man selbst seltene Einzelf&auml;lle schwerer Nebenwirkungen nicht akzeptiert. <\/p><p>Ich bin kein Naturwissenschaftler, aber trotzdem &ndash; oder vielleicht genau deshalb &ndash; kann ich nicht verstehen, wie man klinische Untersuchungen, welche man &uuml;ber einige Monate an einigen Zehntausend Probanden auf Millionen oder Milliarden Menschen f&uuml;r Jahrzehnte hochrechnen kann oder will. Um ein Sofa zu testen, kann man eine Maschine bauen, die tausendfaches Hinsetzen und Aufstehen in kurzer Zeit simuliert. Bei dem komplexen S&auml;ugetier Mensch, das nach althergebrachter Vorstellung auch noch mit einer Seele ausgestattet ist, finde ich das vermessen oder zumindest leichtsinnig. Nat&uuml;rlich kann man argumentieren, dass bei Corona Gefahr im Verzug ist und man nicht lange testen konnte. Auch hier muss man abw&auml;gen, und es steht zu hoffen, dass wir diese Abw&auml;gung noch selber treffen d&uuml;rfen. <\/p><p>Aber wie gesagt, ich hoffe, dass es nicht zu schweren Problemen kommt. Was nat&uuml;rlich auch sein kann, ist, dass man &auml;hnlich wie bei der Grippe merkt, dass man jedes Jahr einen neuen Impfstoff braucht. Gestern las ich, dass die Firma Biontech erkl&auml;rt hat, nur sechs Wochen zu brauchen, um eine neue Variante ihres Impfstoffes zu produzieren. Als vor knapp zwei Monaten die ersten Berichte &uuml;ber die &bdquo;englische Mutation&ldquo; eintrafen, hie&szlig; es von offizieller Seite noch, dass man annehme, dass der Biontech\/Pfizer-Impfstoff bei den Varianten &auml;hnlich wirksam sei, wie in der Studie getestet. Das ist nun vielleicht doch nicht so, wie man <a href=\"https:\/\/www.hna.de\/verbraucher\/corona-covid-19-mutation-impfstoff-biontech-pfizer-moderna-astrazeneca-forschung-kassel-hna-zr-90183593.html\">hier<\/a> lesen kann. Ein j&auml;hrlich neu zu produzierender Impfstoff ist sicher auch gut f&uuml;r die Gewinnmaximierung. Manchmal komme ich mir vor wie ein Versuchskaninchen in einem riesigen Experiment. Das waren einige Spekulationen, wie es weitergehen k&ouml;nnte, und darum zur&uuml;ck zur Lage in Irland.<\/p><p>Bei Gespr&auml;chen mit hier in Irland im Gesundheitswesen besch&auml;ftigten Personen (ab hier GbP) ergab sich in manchen Punkten ein &auml;hnliches Bild, bei manchen auch sehr verschiedene Einsch&auml;tzungen. Einig waren sich meine Gespr&auml;chspartner, dass es in der ersten Januarh&auml;lfte in den jeweiligen Krankenh&auml;usern zu krisenhaften Zust&auml;nden gekommen sei. &bdquo;Die Kollegen in der Covid-Station hatten eine Horror-Zeit&ldquo;. Sofort erw&auml;hnt wurde von allen auch die Tatsache, dass die Patienten isoliert und ohne Angeh&ouml;rige sterben. Hier herrschte Ratlosigkeit bei den GbP. Interessant war, dass die jetzige sogenannte dritte Welle von einer Person als &bdquo;erste Welle&ldquo; bezeichnet wurde, weil es in deren Krankenhaus im Januar ungleich heftiger zugehe als im letzten M&auml;rz\/April.<\/p><p>Alle waren sich auch einig, dass Personalprobleme die Situation versch&auml;rfen. Viele &Auml;rzte und Pfleger waren und sind in Quarant&auml;ne, weil sie testpositiv waren oder mit Erkrankten oder positiv Getesteten in engem Kontakt standen. Ich h&ouml;rte von einer Station, wo &uuml;ber Weihnachten eine ganze Schicht in Quarant&auml;ne war. Eine andere Person sagte, dass 20% des Personals in Quarant&auml;ne seien, eine andere 50 bis 60%. Eine GbP erz&auml;hlte, sie sei im Mai an Covid erkrankt und bei ihr habe sich das Virus in Herzrhythmusst&ouml;rungen bemerkbar gemacht und es habe eine ganze Weile gedauert, bis sich das gelegt habe. In ihrem Krankenhaus mit &uuml;ber zweihundert Angestellten sei kein Personal im Zusammenhang mit Corona gestorben. Mit einer anderen GbP kam ich auch auf die Personaldecke im Allgemeinen zu sprechen und der Pflegeberuf scheint hier in Irland nicht gerade attraktiv gemacht zu werden. Die Gewerkschaften sind nicht sehr einflussreich, auch weil l&auml;ngst nicht alle Besch&auml;ftigten dort organisiert sind und weil bedingt durch die Art der T&auml;tigkeit im Heilberuf Streiken auch nur sehr eingeschr&auml;nkt m&ouml;glich ist.<\/p><p>Beim letzten Arbeitskampf vor einigen Jahren war eine zentrale Forderung, dass nach der Finanzkrise vor mittlerweile zw&ouml;lf Jahren eingestelltes Personal endlich die gleiche Bezahlung bekommt wie die davor Besch&auml;ftigten. Die in der Ausbildung befindlichen Krankenpfleger wurden zu Beginn von Corona als Pflegehilfskr&auml;fte rekrutiert und als solche bezahlt. Diese Regelung gibt es nun nicht mehr. Eine GbP erz&auml;hlte mir, dass die Ausbildung im Moment ausgesetzt sei und die angehenden Pflegekr&auml;fte in den letzten Wochen und Monaten unglaublich harte Arbeit geleistet h&auml;tten, aber daf&uuml;r nicht bezahlt w&uuml;rden. Im September hatte es im Parlament den Vorschlag gegeben, dass dieser Personenkreis mit 14 Euro pro Stunde entlohnt werden solle, solange die Pandemie andauert. Aber die zwei konservativen Parteien Fianna Fail und Fine Gael und die Gr&uuml;nen, die zusammen regieren, lehnten dies ab, was zu Protesten an der Basis der Letztgenannten f&uuml;hrte. Wahrscheinlich wird nach dieser Legislaturperiode nicht mehr sehr viel von den Gr&uuml;nen &uuml;brigbleiben, denn sie haben sich auch hier zur Partei des &bdquo;Establishments auf Fahrr&auml;dern&ldquo; gewandelt, wie ein Freund von mir letztens anmerkte.<\/p><p>Eine GbP sagte, dass es in ihrem Krankenhaus auch wieder Patienten gegeben habe, die die Nacht auf Rollbetten auf den G&auml;ngen verbringen mussten. Dies kennt man aus vergangenen Wintern. Aber da viele andere Behandlungen im Moment ausgesetzt sind, um Bettenkapazit&auml;ten f&uuml;r Covid-Patienten zu haben, ist auch dies eine alarmierende Tatsache.<\/p><p>Es gab in meinen Gespr&auml;chen verschiedene Auffassungen &uuml;ber die Frage, wie die Covid-Toten genau gez&auml;hlt werden. Manche GbP meinten, man solle die offiziellen Zahlen mit Skepsis genie&szlig;en, bzw. dass manches sehr r&auml;tselhaft sei. Das trifft auch auf den Verlauf der Krankheit zu, der sich nicht immer an der Definition der Risikogruppen orientiert. Da g&auml;be es z.B. einen 34-J&auml;hrigen ohne bekannte Vorerkrankungen, der auf der Intensivstation beatmet werden m&uuml;sse, w&auml;hrend ein 65-j&auml;hriger Raucher und Trinker mit recht milden Symptomen im Krankenhaus sei. Diese GbP &auml;u&szlig;erte Zweifel, ob wirklich jeder positive PCR-Test wirklich eine Covid-Erkrankung bedeute und was bei manchen an Covid Erkrankten wirklich genau als Todesursache zu z&auml;hlen sei.<\/p><p>Dies wies ein anderer Gespr&auml;chspartner zur&uuml;ck und sagte, dass viele alte Leute, auch wenn vielleicht vorerkrankt oder altersbedingt anf&auml;lliger, noch einige Jahre vor sich gehabt h&auml;tten und hier Corona wirklich das war, was den Ausl&ouml;ser zum jetzigen Ableben gab. Diese Person war es auch, die sinnierte, wie wir wohl im R&uuml;ckblick die jetzige Zeit betrachten werden. Ich fing dann an, von abgeh&auml;ngten Sch&uuml;lern zu sprechen, w&auml;hrend die Person das Sterben in ihrem Krankenhaus als Zeichen einer ausgel&ouml;schten Generation wertete. <\/p><p>Hierzu f&auml;llt mir dieser Artikel mit dem Titel &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.ipg-journal.de\/regionen\/global\/artikel\/die-generationenkrise-4932\/\">Die Generationenkrise<\/a>&ldquo; ein, der am 25. Januar  erschien. Auch diese Person hatte schon die Pfizer\/Biontech-Impfung erhalten und war auch der Meinung, dass die Impfung auch davor sch&uuml;tze, andere anzustecken, auch wenn man selber keine Symptome habe. Nach ihrer Ansicht gebe es keine Alternative zu den jetzigen Lockdowns, auch weil die steigenden Zahlen nach Weihnachten eindeutig mit den Lockerungen zusammenhingen. Auch Zero-Covid sei eine &Uuml;berlegung wert. Nach einer langfristigen Prognose gefragt, wurde die Hoffnung ge&auml;u&szlig;ert, dass die strikte Lockdown-Politik und die Corona-Impfungen zu einer Entlastung des Gesundheitswesens f&uuml;hren werden. Das Gespr&auml;ch endete mit einem Zitat des irischen Nobelpreistr&auml;gers Seamus Heaney: &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.seamusheaney.com\/news-and-events\/2020\/4\/10\/if-we-winter-this-one-out-we-can-summer-anywhere\">If we winter this one out, we can summer anywhere.<\/a>&rdquo; (Wenn wir dies &uuml;berwintern, k&ouml;nnen wir den Sommer &uuml;berall verbringen.)<\/p><p>Die GbP, die im Mai an Covid erkrankt war, erz&auml;hlte mir, dass sie sich trotzdem habe impfen lassen &ndash; haupts&auml;chlich in der Hoffnung, dann vielleicht endlich wieder Freunde in England besuchen zu k&ouml;nnen. Hier war der Optimismus auch eher ged&auml;mpft, was die medizinische Forschung anbelangt, und die gesamte Situation wurde als &bdquo;Muddle&ldquo; (Durcheinander) bezeichnet. Dieses &bdquo;Muddle&ldquo; gibt auch irgendwie mein diffuses Gef&uuml;hl in der jetzigen Situation wieder und hat sich auch im vorliegenden Artikel niedergeschlagen und die Leser m&ouml;gen dies bitte entschuldigen. Ich finde die derzeitige Lage einfach sehr un&uuml;bersichtlich und &bdquo;Wissende&ldquo; jedweder Richtung stimmen mich eher  misstrauisch. Nix gwiss woas ma net.  Interessanterweise brachte diese im Krankenhaus angestellte Person auch den Begriff &bdquo;Herdenimmunit&auml;t&ldquo; bei gleichzeitigem, verst&auml;rktem Schutz der Risikogruppen ins Spiel. Ich fand das beachtlich angesichts der Tatsache, dass diese Strategie auch in Schweden jetzt nicht mehr konsequent angewendet wird.  Auf die Frage, ob sie &bdquo;Zero-Covid&ldquo; f&uuml;r realistisch halte, stellte sie mir dies als Gegenfrage.<\/p><p>Nun h&ouml;rt man in unserer &uuml;berschaubaren Gegend auch von Covid-F&auml;llen. Der Besitzer eines Restaurants in seinen F&uuml;nfzigern &uuml;berstand Covid auf der Intensivstation und ist jetzt gl&uuml;cklicherweise wieder zu Hause. Seine Mutter war im April an einem Herzleiden gestorben. Er erz&auml;hlte mir damals, sie habe wegen Covid das Krankenhaus gemieden. Ein &auml;lterer Second-Hand-Shop-Betreiber starb an Covid. Der Besitzer des Geb&auml;udes, von dem ich vor Monaten geh&ouml;rt hatte, dass er unheilbaren Krebs habe, starb auch mit Covid. Das ist alles nicht sehr empirisch, aber reflektiert doch irgendwie die Schilderungen aus den Krankenh&auml;usern.<\/p><p>Manchmal muss ich bei der Betrachtung der Lage an den sch&ouml;nen Buchtitel: &bdquo;<a href=\"https:\/\/dieschreibmaschine.net\/2020\/08\/17\/schmoeker-wann-wird-es-endlich-wieder-so-wie-es-nie-war-von-joachim-meyerhoff\/\">Wann wird es endlich wieder so, wie es nie war<\/a>&ldquo;  denken. Einerseits werden wir wohl  h&ouml;chstwahrscheinlich nicht zu dem gleichen Zustand zur&uuml;ckkehren, den wir vor der Krise und den dann eingeschlagenen Ma&szlig;nahmen hatten. Es gab auch damals schon genug Krisen, die uns allen mittelfristig das Leben ziemlich schwer bis unm&ouml;glich machen k&ouml;nnten. <\/p><p>Dass man vielleicht in der Zukunft weniger Flugzeuge benutzen wird, ist ja vielleicht keine schlechte Entwicklung, wenn man die von dieser Branche abh&auml;ngigen Personen irgendwie sozial vertr&auml;glich unterbringen kann. Insgesamt w&auml;re es sch&ouml;n, und auch unabdingbar, dass die Menschheit viele ihrer Aktivit&auml;ten auf ihren Sinn und ihre Folgen abklopft. Die jetzige Krise k&ouml;nnte also durchaus eine Chance sein. Den jetzigen Zustand mit den eingeschr&auml;nkten menschlichen Kontakten als neue Normalit&auml;t zu bezeichnen, finde ich allerdings unertr&auml;glich.  <\/p><p>Hier in Irland geh&ouml;ren zu den mittelfristig n&ouml;tigen Ma&szlig;nahmen sicher auch mehr Investitionen im Gesundheitswesen, eine effektivere Anwendung der Gelder, und dass die Politiker und Beamten, die diese Dinge planen, sich dann auch wirklich verantwortlich f&uuml;r ihre Politik f&uuml;hlen. Andererseits merkte die GbP, die Seamus Heaney zitierte, auch an, dass in richtigen Notf&auml;llen die Gesundheitsbeh&ouml;rde HSE doch funktioniert und es dort sehr f&auml;hige und gute Leute g&auml;be. Das ist auch meine Erfahrung, aber ich habe auch schon viel erlebt und geh&ouml;rt, was sehr fragw&uuml;rdig war.<\/p><p>Wenn das Gesundheitssystem besser ausgestattet w&auml;re, k&ouml;nnte man Bedrohungsszenarien auch entspannter betrachten. Hier ein Vergleich der <a href=\"https:\/\/de.statista.com\/statistik\/daten\/studie\/1111057\/umfrage\/intensivbetten-je-einwohner-in-ausgewaehlten-laendern\/\">Intensivbetten\/100.000 Einwohner<\/a> in ausgew&auml;hlten L&auml;ndern Europas. Deutschland f&uuml;hrt in dieser Tabelle mit 33 Intensivbetten pro 100.000 Einwohner, w&auml;hrend Irland mit 5 Betten das Schlusslicht ist, aber auch nur knapp hinter D&auml;nemark. Wenn man diese Zahlen, die sicher interpretierungsbed&uuml;rftig sind, sieht, grenzt es eigentlich an ein Wunder, dass das Gesundheitswesen hier noch nicht kollabiert ist, und man fragt sich, warum in Deutschland ein &auml;hnlicher Alarmzustand herrscht wie hier in Irland.<\/p><p>Ich bin auch mal gespannt, wie es hier bei uns in Irland weitergeht und in welche Richtung wir treiben oder getrieben werden oder uns treiben lassen. Von den Kollateralsch&auml;den habe ich bis jetzt ziemlich wenig geschrieben. Hier seien die geschlossenen Schulen erw&auml;hnt. Das ist f&uuml;r viele Sch&uuml;ler und Eltern, besonders bei Sch&uuml;lern mit besonderen Bed&uuml;rfnissen, eine Katastrophe, obwohl ich auch schon geh&ouml;rt habe, dass sich Geschwister w&auml;hrend des Lockdowns besser vertragen als je zuvor. Vielleicht gibt es ja irgendwann mal ein Modell, wo Schule optional ist und dank ihre Anziehungskraft funktioniert.<\/p><p>Wie die lebhafte Musikszene mit den vielen kleinen Bands die jetzige Situation &uuml;bersteht, bleibt auch abzuwarten. Dass Kneipen als Treffpunkte f&uuml;r direkte Kommunikation weggefallen sind, ist auch eine unsch&ouml;ne Entwicklung, auch wenn ein verminderter Alkoholkonsum vielen Menschen sicher guttut. Allerdings w&auml;re es besser, dies w&uuml;rde aus freien St&uuml;cken geschehen, und die Verlagerung des Alkoholkonsums in private und manchmal einsame Gefilde hat auch ihre Schattenseiten. <\/p><p>Es gibt noch endlos viele Beispiele, wie z.B. die Verteilung von Verm&ouml;gen nicht nur seit Beginn der Corona-Krise und Entwicklungen wie Ausnahmezustand und mangelnde Kontrolle der Legislative oder mehr &Uuml;berwachungsm&ouml;glichkeiten aufgrund sprunghaft gestiegener Telekommunikation, die es an anderer Stelle zu beobachten und zu beschreiben gilt.<\/p><p>Insgesamt kann man sagen, dass sich die Situation hier in Irland zeitweise schon sehr bleiern angef&uuml;hlt hat, aber dass wir versuchen, unseren (Galgen-)Humor zu behalten, und Irland im Krisenmodus irgendwie immer ganz gut funktioniert. Das war auch w&auml;hrend der Finanzkrise zu beobachten. Verglichen mit den meisten Gegenden der Welt geht es hier im Moment noch richtig gut, was nat&uuml;rlich keine generelle Negierung des Vorgenannten sein soll.<\/p><p>Ob wir in einem halben Jahr mehr &Uuml;berblick haben?   <\/p><p>Titelbild: Der verwaiste Cork International Airport am 1. Februar 2021 &ndash; &copy; Moritz M&uuml;ller<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Irland wurde in den letzten Monaten des &Ouml;fteren als Beispiel in Sachen Corona herangezogen. Anfang Dezember wurden nach einem vierw&ouml;chigen Lockdown auf modifizierter h&ouml;chster Stufe einige Regionen in Irland vom Robert Koch-Institut nicht mehr als Risikogebiet eingestuft. Die Inzidenzen lagen dort unterhalb des Grenzwertes. Nach Lockerungen im Dezember z&auml;hlten die Inzidenzwerte zu den &bdquo;h&ouml;chsten der<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=69537\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":69538,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[107,149,20],"tags":[2880,691,2857,2878,2853,2453,2848,2844,748,2834,3012],"class_list":["post-69537","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-audio-podcast","category-gesundheitspolitik","category-landerberichte","tag-impfungen","tag-irland","tag-lockdown","tag-maskenpflicht","tag-medizinische-ausruestung","tag-mortalitaet","tag-personalausstattung","tag-quarantaene","tag-rettungsschirm","tag-virenerkrankung","tag-zerocovid"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/DSC6935.jpg","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/69537","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=69537"}],"version-history":[{"count":12,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/69537\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":69581,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/69537\/revisions\/69581"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/69538"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=69537"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=69537"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=69537"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}