{"id":6954,"date":"2010-10-06T09:02:31","date_gmt":"2010-10-06T07:02:31","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=6954"},"modified":"2010-10-06T09:02:31","modified_gmt":"2010-10-06T07:02:31","slug":"hinweise-des-tages-1242","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=6954","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: HRE: die Bad-Bank lagert in neue Bad-Bank aus; S&uuml;ndenbock J&eacute;r&ocirc;me Kerviel; die Schweiz reguliert; Finanzlobby siegt sich zu Tode; Sparkurs d&auml;mpft Konjunktur; Alarmzeichen; armer Wohlfahrtsstaat; Sozialdemokraten m&uuml;ssen mit Schweden ihre letzte Bastion r&auml;umen; Unternehmen fordern Mindestlohn f&uuml;r Leiharbeiter; Niedriglohn mit ersch&uuml;tterndem Ergebnis; wer krank macht soll zahlen; alternative Finanzierung des Gesundheitssystems; Geschichte der Atomenergie; Geheimverhandlungen zu Gorleben; &Auml;rzte wieder wohlauf; Stuttgart 21; Freiheitsentziehungen bei G 8 rechtswidrig; erregte Islam-Debatte; Manipulation durch Umfragen; privater Konsum: Wunsch und Wirklichkeit; wie die Schule Verlierer produziert; neue Hochschulsteuerung; akademische Berufsqualifizierung; Killer-Drohnen; Volker Pispers: Im Rechtsstaat gibt es keinen Widerstand. (MB\/WL)<br>\n<!--more--><\/p><p>Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante aktuelle Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<br>\nHier die &Uuml;bersicht, Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"#h01\">Hypo Real Estate rechnet 2011 mit Gewinn<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h02\">J&eacute;r&ocirc;me Kerviel: Ma&szlig;lose Gier, ma&szlig;loses Urteil<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h03\">Die Schweiz reguliert<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h04\">Finanzlobby siegt sich zu Tode<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h05\">IMK: Sparkurs d&auml;mpft Konjunktur sp&uuml;rbar<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h06\">Alarmzeichen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h07\">Stephan Lessenich: Armer Wohlfahrtssstaat?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h08\">Schweden war das letzte sozialdemokratische Land<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h09\">Unternehmen fordern Mindestlohn f&uuml;r Leiharbeiter<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h10\">&bdquo;Ersch&uuml;tterndes Ergebnis&ldquo;: Gerhard Bosch zu Niedrigl&ouml;hnen und zum Mindestlohn<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h11\">Streitzeit DGB Bayern: Wer krank macht, muss daf&uuml;r zahlen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h12\">Nachhaltige Finanzierung des Gesundheitssystems ohne Kopfpauschalen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h13\">Geschichte der Atomenergie: Aufbruch ins Wunderland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h14\">Geheimverhandlungen zu Gorleben gef&auml;hrden &ouml;ffentliche Sicherheit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h15\">&Auml;rztehonorare wieder wohlauf<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h16\">Stuttgart 21<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h17\">Urteile des Verwaltungsgerichts Schwerin zu rechtswidrigen Freiheitsentziehungen in den G8-K&auml;figen von Rostock<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h18\">Umfrage belegt: Deutschland profitiert von Zuwanderern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h19\">Erregte Islam-Debatte in Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h20\">Manipulation durch Umfragen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h21\">Privater Konsum: Wunsch und Wirklichkeit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h22\">Streitschrift gegen Noten: Wie die Schule Verlierer produziert<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h23\">Neue Steuerung von Hochschulen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h24\">Akademische Berufsqualifizierung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h25\">Regierung: Studienkredite keine Schuldenfalle f&uuml;r Studierende<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h26\">So funktionieren die Killer-Drohnen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h27\">Zu guter Letzt: Volker Pispers, im Rechtsstaat gibt es keinen Widerstand<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"\/?p=6954&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/a><\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Hypo Real Estate rechnet 2011 mit Gewinn<\/strong><br>\nDie Hypo Real Estate (HRE) will nach der Auslagerung ihrer Altlasten in eine Bad Bank im Kerngesch&auml;ft n&auml;chstes Jahr nicht nur wieder Gewinne machen, sondern auch durch Neugesch&auml;ft wachsen&hellip;<br>\nDie in der Finanzkrise mehrfach vor dem Kollaps gerettet HRE hatte am Wochenende Kredite und Wertpapiere im Nominalvolumen von 173 Milliarden Euro auf Deutschlands gr&ouml;&szlig;te Bad Bank &uuml;bertragen. Damit ist die M&uuml;nchner Bank, die einst im Dax gelistet war und in der Krise mit Finanzhilfen von rund 150 Milliarden Euro gest&uuml;tzt werden musste, ihren Giftm&uuml;ll los und kann einen Neuanfang wagen.<br>\nDie HRE pr&auml;zisierte in einer Pr&auml;sentation, 131 Milliarden Euro seien bei der Auslagerung von der irischen Staatsfinanzierungstochter Depfa gekommen, 42 Milliarden von der pbb. Der Depfa-Anteil gliedere sich wiederum in Anleihen in H&ouml;he von 103 Milliarden Euro und Kredite &uuml;ber 28 Milliarden auf. Bei der pbb seien es Immobilienkredite im Volumen von 27 Milliarden Euro gewesen, Staatsanleihen &uuml;ber 13 Milliarden sowie zu einem kleineren Teil Kredite an die &ouml;ffentliche Hand.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/de.reuters.com\/article\/topNews\/idDEBEE6940FB20101005%20\">Reuters<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Nachdem der Bund inzwischen schon knapp 8 Milliarden Euro Kapital zur <a href=\"http:\/\/dip21.bundestag.de\/dip21\/btd\/17\/029\/1702970.pdf\">Rekapitalisierung der HRE eingesetzt hat [PDF &ndash; 873KB]<\/a> und zuletzt mit <a href=\"\/?p=6722\">&uuml;ber 40 Milliarden den staatlichen Garantierahmen<\/a> auf nun 142 Milliarden Euro erh&ouml;ht hat, sollen nun bei der Bank liegende unverk&auml;ufliche Schrottpapiere mit einem &bdquo;kaufm&auml;nnisch korrekten&ldquo; Buchwert in H&ouml;he von 173 Milliarden in eine &bdquo;Bad Bank&ldquo; namens &bdquo;FMS Wertmanagement&ldquo; verschoben werden. Es ist die vermutliche gr&ouml;&szlig;te Finanztransaktion in der deutschen Geschichte.<br>\nDie Kosten f&uuml;r die nunmehr als &bdquo;werthaltig&ldquo; verbuchten Papiere und die Zahlungen an die Gl&auml;ubiger in nicht bekannter H&ouml;he werden damit solange dem Steuerzahler aufs Auge gedr&uuml;ckt, bis sich irgendwann irgendwelche K&auml;ufer auf dem Finanzmarkt finden m&ouml;gen, die f&uuml;r diesen derzeit unverk&auml;uflichen &bdquo;Schrott&ldquo; 173 Milliarden (zuz&uuml;glich Zinsen) bieten.<br>\nDiese Bad Bank ist eine vage Hoffnung auf die Zukunft. D.h., wenn sich die derzeitigen &bdquo;Schrottpapiere&ldquo; in irgendeiner fernen Zukunft nicht erholen sollten, geht das Risiko voll zu Lasten des Steuerzahlers. Die Bad Bank selbst ist nur mit einem Eigenkapital von 3,8 Milliarden Euro ausgestattet. Reicht dieses Kapital nicht aus, so muss der staatliche Bankenrettungsfonds f&uuml;r die Verluste gerade stehen. Mit der Abschiebung der Papiere auf die &bdquo;Abwicklungsanstalt&ldquo; FMS Wertmanagement steigt die Staatsverschuldung im Verh&auml;ltnis zur Wirtschaftsleistung um bis zu 8,5 Punkte auf <a href=\"http:\/\/www.n-tv.de\/wirtschaft\/Was-die-Bad-Bank-bringt-article1634451.html\">83,9 Prozent<\/a>.<br>\nOb die &bdquo;Abwicklung&ldquo; d.h. der Verkauf des Schrotts durch die FMS Wertmanagement irgendeiner demokratischen Kontrolle unterliegt, d.h. ob das Parlament eine M&ouml;glichkeit hat, zu &uuml;berpr&uuml;fen, ob die eingelagerten Papiere irgendwann sogar noch unter Wert verramscht werden, ist v&ouml;llig offen.<br>\nMan muss sich das immer wieder vor Augen halten: Vor dem Ausbruch der Krise, sind die Gelder f&uuml;r diese Papiere bei irgendwem gelandet und jetzt haftet der Steuerzahler daf&uuml;r.<br>\nUnd bei uns streitet man sich dar&uuml;ber, dass der Regelsatz f&uuml;r Hartz IV-Empf&auml;nger um 5 Euro angehoben wird. Man erhitzt sich &uuml;ber das Thema &bdquo;Wie viel Islam Deutschland vertr&auml;gt&ldquo; (Bild) und man verbreitet Ger&uuml;chte &uuml;ber Terroranschl&auml;ge.<br>\nEin Schelm der B&ouml;ses dabei denkt!<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>J&eacute;r&ocirc;me Kerviel: Ma&szlig;lose Gier, ma&szlig;loses Urteil<\/strong><br>\nSicherlich war es nicht Sache der Strafkammer, &uuml;ber das Gesch&auml;ftsgebaren der Soci&eacute;t&eacute; G&eacute;n&eacute;rale oder gar das globale Finanzsystem zu richten. Aber einen der Ma&szlig;losigkeit anheimgefallenen Finanzh&auml;ndler zu verurteilen, ohne sich mit der Ma&szlig;losigkeit der Finanzbranche auseinanderzusetzen, mutet weltfremd an. Das Ergebnis ist ein Urteil, das sich nun seinerseits den Vorwurf der Ma&szlig;losigkeit gefallen lassen muss.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/politik\/meinung\/masslose-gier--massloses-urteil\/-\/1472602\/4715634\/-\/index.html\">FR<\/a><br>\nQuelle: 2: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/wirtschaft\/-idiotisch-verhalten-\/-\/1472780\/4715682\/-\/view\/asFirstTeaser\/-\/index.html\">FR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Was hei&szlig;t hier, die Strafkammer habe nicht &uuml;ber das Gesch&auml;ftsgebaren der Soci&eacute;t&eacute; G&eacute;n&eacute;rale zu urteilen gehabt? Die Verteidigung hat vergeblich versucht, auf die Vernachl&auml;ssigung der Aufsichtspflicht der Bank hinzuweisen. Die Bankenaufsicht hat diese Nachl&auml;ssigkeit immerhin mit einer Strafe von vier Millionen Euro geahndet. Davon, dass laut Gerichtspr&auml;sident die &ldquo;Soci&eacute;t&eacute; G&eacute;n&eacute;rale keine Kenntnis von diesen betr&uuml;gerischen Aktivit&auml;ten und keinen Grund hatte, Verdacht zu sch&ouml;pfen&rdquo;, kann nicht die Rede sein, die Bank wollte gar nicht wissen, wie ihre Trader zu ihren Ergebnissen kamen. Der Witz ist doch der, dass Kerviel zwar gelogen hat, aber die Bank nicht zu seinem eigenen Vorteil &uuml;ber das Ohr hauen wollte, sondern sich f&uuml;r diese verspekuliert hatte. Das Ganze sieht sehr danach aus, dass das System einen S&uuml;ndenbock gesucht und gefunden hat.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Die Schweiz reguliert<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Die Profi-Kapitalisten<\/strong><br>\nDie Schweiz hat begriffen, dass ihre Banken so gro&szlig; sind, dass sie den Staat in die Pleite zwingen k&ouml;nnen. Daher wird nun ordentlich reguliert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/print-archiv\/printressorts\/digi-artikel\/?ressort=me&amp;dig=2010%2F10%2F04%2Fa0091&amp;cHash=a6dc62fd73\">TAZ<\/a><\/li>\n<li><strong>Nehmt die Banken nicht so ernst<\/strong><br>\nMindestens das Ende der Welt h&auml;tten die Bankenverb&auml;nde prophezeit, h&auml;tte man ihnen vor wenigen Monaten die j&uuml;ngsten Schweizer Anforderungen gezeigt. Und was sagen UBS und Credit Suisse jetzt? Passt schon. Eben.<br>\nNa also, geht doch! Warum die ganze Aufregung im Vorfeld? Den Regulierern und staatlichen Entscheidern, der Presse aber auch, sollte diese Episode einmal mehr zeigen, wie sie das Wehklagen des Banksektors im Vorfeld von Regulierungs&auml;nderungen einzuordnen haben. Ohnehin bleibt abzuwarten, wohin die viel bef&uuml;rchtete Regulierungsarbitrage diesmal hinlaufen wird.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/finanzen\/maerkte\/marktberichte\/:das-kapital-nehmt-die-banken-nicht-so-ernst\/50178530.html%20\">FTD<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung B.B.:<\/strong> siehe zu den Ergebnissen der Schweizer Expertenkommision auch schon die <a href=\"\/?p=6942#h05\">Hinweise des Tages vom 05.10.2010<\/a>. Interessanterweise wird bei diesem &ldquo;too-big-to-fail&rdquo;-Problem auch hier nicht die in den USA diskutierte Probleml&ouml;sung eines Zerschlagens der Gro&szlig;banken in Gesch&auml;ftsbanken und Investmentbanken in Erw&auml;gung gezogen &ndash; wie es Paul Volcker, der ehemalige Pr&auml;sident der US-Nationalbank Fed, und der Wirtschaftsnobelpreistr&auml;ger Joseph Stiglitz favorisieren &ndash; in Erw&auml;gung gezogen. Dabei hatte die USA mit dem von Roosevelt 1933 durchgesetzten &ldquo;Glass-Steagall-Act&rdquo; gute Erfahrungen gemacht. Diese Trennung in Gesch&auml;ftsbanken und Investmentbanken wurde &ndash; wohl auf Druck der Wallstreet &ndash; erst 1999 von Pr&auml;sident Clinton aufgehoben. &ndash; Und die Folgen kennen wir inzwischen ausreichend!<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Finanzlobby siegt sich zu Tode<\/strong><br>\nDie Finanzm&auml;rkte der Welt m&uuml;ssen besser &uuml;berwacht werden. Doch bislang bringen die G20-Staaten keine Reform zuwege. An den M&auml;rkten wird weiter gezockt, die Akteure fahren wieder Milliarden-Gewinne ein. &bdquo;Echter Fortschritt ist notwendig. In mehreren Bereichen ist viel gesagt, aber wenig erreicht worden&ldquo;, hei&szlig;t es deshalb auch in der j&uuml;ngsten Stellungnahme des IWF zur Finanzmarktreform. N&ouml;tig sei eine &bdquo;intensivere und aufdringlichere&ldquo; &Uuml;berwachung s&auml;mtlicher Finanzmarktakteure. Bislang konzentrierten sich die Reformen vornehmlich auf die Banken, kritisiert der W&auml;hrungsfonds. Dadurch entstehe die Gefahr, &bdquo;dass riskantere Aktivit&auml;ten und Produkte in die weniger streng oder gar nicht regulierten Segmente des Systems abwandern&ldquo;. Es gebe noch immer &bdquo;schwarze L&ouml;cher im Finanzsystem&ldquo;. Zudem sei eine bessere internationale Koordinierung der verschiedenen Reformans&auml;tze notwendig. Einzig die USA haben es bislang geschafft, eine umfassende Finanzmarktreform zu verabschieden. Allerdings musste der Tiger in den Abstimmungen in Kongress und Senat einige seiner sch&auml;rfsten Z&auml;hne lassen: Anders als geplant d&uuml;rfen die US-Banken auch in Zukunft gro&szlig;e Teile des lukrativen Derivate-Gesch&auml;fts betreiben &ndash; wieder ein Sieg f&uuml;r die Finanzlobby.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/wirtschaft\/finanzlobby-siegt-sich-zu-tode\/-\/1472780\/4715456\/-\/index.html\">FR<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.imf.org\/external\/pubs\/ft\/survey\/so\/2010\/NEW100510A.htm\">IMF<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Stellungnahme im Deutschen Bundestag &ndash; IMK: Sparkurs d&auml;mpft Konjunktur sp&uuml;rbar <\/strong><br>\nDer Sparkurs der Bundesregierung wird im kommenden Jahr die Konjunkturentwicklung in Deutschland sp&uuml;rbar d&auml;mpfen. Budgetk&uuml;rzungen, die Anhebung der Sozialversicherungsbeitr&auml;ge und das Auslaufen der Konjunkturprogramme summieren sich 2011 zu einem negativen fiskalischen Impuls von 0,7 Prozent oder knapp 18 Milliarden Euro. Diese Zahlen nennt das Institut f&uuml;r Makro&ouml;konomie und Konjunkturforschung (IMK) in der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung in einer Stellungnahme zum geplanten Haushaltbegleitgesetz 2011.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/320_109209.html\">B&ouml;ckler<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Alarmzeichen<\/strong><br>\nDie eigentliche Gefahr in diesen Tagen geht von der Politik aus. Aus allen Ecken kommen Alarmzeichen, die auf einen neuen W&auml;hrungs- und Wirtschaftskrieg hindeuten. Jeder versucht, auf Kosten der anderen die Folge der z&auml;hen Krise zu bew&auml;ltigen. Allen voran halten die Chinesen den Wechselkurs ihres Yuan k&uuml;nstlich niedrig, um den Export zu f&ouml;rdern. Aber sie sitzen nicht allein auf der S&uuml;nderbank. Die Japaner und Brasilianer greifen in die Devisenm&auml;rkte ein, um die Aufwertung ihrer W&auml;hrung zu stoppen. Mit ihrer Niedrigzinspolitik schw&auml;chen die USA den Dollar und provozieren die Schwellenl&auml;nder. Das US-Repr&auml;sentantenhaus beschlie&szlig;t Z&ouml;lle auf chinesische Waren, um der Volksrepublik zu drohen. Die Liste lie&szlig;e sich fortsetzen. Auch Deutschland findet dort seinen Platz. Schlie&szlig;lich legt die Bundesregierung ebenfalls alles daran, die heimische Konjunktur auf Kosten des Auslands zu stabilisieren. Dieser moderne Protektionismus taucht in den unterschiedlichsten Formen auf. All diese Manipulationen verbindet ein Motiv: Weil die Weltwirtschaft trotz aller Hoffnungssignale erneut ins Stocken kommt, wollen alle den eigenen Export k&uuml;nstlich ankurbeln, um den Absturz zu vermeiden. Ein einzelnes Land kann mit einer solchen Strategie Erfolg haben, nicht aber alle auf einmal.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/wirtschaft\/alarmzeichen\/-\/1472780\/4715654\/-\/index.html\">FR<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/wirtschaft\/im-abwertungskarussell\/-\/1472780\/4715490\/-\/index.html\">FR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Wie sch&ouml;n, dass unsere Institute wissen, dass wir dieses Jahr ein Wachstum von &uuml;ber 3 Prozent ansteuern.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Stephan Lessenich: Armer Wohlfahrtssstaat?<\/strong><br>\nDer moderne Wohlfahrtsstaat ist mitgefangen im gro&szlig;en gesellschaftlichen Krisengeschehen namens Kapitalismus, aber dabei auch ganz sch&ouml;n eigeninitiativ &ndash; und liegt damit durchaus im Trend der Zeit: Bildungsungleichheiten beklagen, sie zugleich aber fortschreiben und liberalinterventionistische Scheinl&ouml;sungen (wie auf Wohlfahrtsm&auml;rkten einzul&ouml;sende Gutscheine etwa) anbieten; Aktivit&auml;t einfordern, aber die materiellen und immateriellen Grundlagen f&uuml;r deren Aus&uuml;bung systematisch einschr&auml;nken; Solidarit&auml;t beschw&ouml;ren, aber faktisch gutb&uuml;rgerliche Ressentiments und umgekehrten Sozialneid gegen die &bdquo;&uuml;berversorgten &ldquo;Staats-&bdquo;Klienten&ldquo; sch&uuml;ren; den gesellschaftlichen Zusammenhalt einklagen und dabei an b&uuml;rgerschaftliches Engagement, Freiwilligenagenturen, soziale Pflichtjahre und &auml;hnliche mittelschichtsfreundliche Harmonieszenarien denken, nicht aber an die ganz realen desintegrativen Effekte einer rasant wachsenden Einkommens- und einer geradezu absurden Verm&ouml;gensungleichheit (und an m&ouml;gliche Ma&szlig;nahmen einer regulativen Gegensteuerung).<br>\nDer Wohlfahrtsstaat kann durchaus Gesellschaft gestalten &ndash; sicher nicht immer, wie er will, aber doch immer so, dass die Gesellschaft es zu sp&uuml;ren bekommt. In seiner aktuellen Krise hat er, haben die in seinen Institutionen handelnden Personen sich daf&uuml;r entschieden, die sozialen Verh&auml;ltnisse hierzulande ungleicher werden zu lassen: Wer hat, dem soll gegeben werden. In diesem Wohlfahrtsstaat werden Bildungsarme auch in Zukunft massiv reduzierte Lebenschancen haben. Und die Gruppe der Bildungsarmen wird sich nach wie vor zu gro&szlig;en Teilen aus migrantischen Milieus rekrutieren. In diesem Wohlfahrtsstaat werden Langzeitarbeitslose auch in Zukunft unter administrativen Druck gesetzt werden, obwohl doch das gesellschaftliche Problem in einem eklatanten Unterangebot an &bdquo;guter Arbeit&ldquo; besteht. In diesem Wohlfahrtsstaat werden die Menschen in Zukunft selbst ihren sp&auml;ten Renteneintritt noch teuer bezahlen m&uuml;ssen, weil sie eben nur als &bdquo;produktive&ldquo; Kr&auml;fte gesellschaftlich &ndash; und sozial-politisch &ndash; noch etwas z&auml;hlen.<br>\nWas soll man dazu sagen &ndash; armer Wohlfahrtsstaat? Eher wohl: arme Wohlstandsgesellschaft, die sich einen solchen Wohlfahrtsstaat leistet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/pdf\/wsimit_2010_10_kommentar.pdf\">WSI Mitteilungen 10\/2010 [PDF &ndash; 150KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Ich f&uuml;hle mich so sozial<\/strong><br>\nSPD Schweden war das letzte sozialdemokratische Land. Nun existiert die Sozialdemokratie nur noch als Lebensgef&uuml;hl, nicht mehr als soziale Bewegung.<br>\nIn den fr&uuml;hen 70ern dann brach die Phase der Stagnation und der neoliberalen Globalisierung an. Die sozialdemokratischen Parteien entledigten sich sukzessive ihrer Begeisterung f&uuml;r den Wohlfahrtsstaat und wurden zu Anw&auml;lten einer wenn auch sanfteren Version der Vorherrschaft des Marktes. Um nichts anderes ging es bei Blairs &ldquo;New Labour&rdquo;. Schwedens Sozialdemokratie widerstand diesem Trend l&auml;nger als andere, aber auch sie unterwarf sich ihm schlie&szlig;lich.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/print-archiv\/printressorts\/digi-artikel\/?ressort=me&amp;dig=2010%2F10%2F05%2Fa0094&amp;cHash=606793d19b\">TAZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Unternehmen fordern Mindestlohn f&uuml;r Leiharbeiter<\/strong><br>\nArbeitgeber, Gewerkschaften und die Union sind sich einig: In der Zeitarbeitsbranche soll ein gesetzlicher Mindestlohn eingef&uuml;hrt werden. Nun erh&ouml;hen die Unternehmen den Druck auf die FDP &ndash; sie sperrt sich als Einzige dagegen. Dabei drohen ab Mai 2011 Dumpingl&ouml;hne.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/0,1518,721442,00.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Wenn am 1. Mai 2011 die Grenzen f&uuml;r den Zugang von Arbeitskr&auml;ften aus den osteurop&auml;ischen Beitrittsstaaten fallen, dann d&uuml;rfte die Leiharbeitsbranche Konkurrenz durch osteurop&auml;ische &bdquo;Sklavenh&auml;ndler&ldquo; bekommen. Das haben sie offenbar inzwischen begriffen.<br>\nEntscheidend wird sein, wie der Mindestlohn aussehen wird und wie viel Geld davon wiederum die Leiharbeitgeber absch&ouml;pfen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>&bdquo;Ersch&uuml;tterndes Ergebnis&ldquo;: Gerhard Bosch zu Niedrigl&ouml;hnen und zum Mindestlohn<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zdf.de\/ZDFmediathek\/beitrag\/video\/1155884\/Bosch-Erschuetterndes-Ergebnis#\/beitrag\/video\/1155884\/Bosch-Erschuetterndes-Ergebnis%20\">Frontal21<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Streitzeit DGB Bayern: Wer krank macht, muss daf&uuml;r zahlen<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"\/upload\/pdf\/101006_streitzeit15_werkrankmachtmussdafuerzahlen.pdf\">DGB Bayern [PDF &ndash; 431 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Nachhaltige Finanzierung des Gesundheitssystems ohne Kopfpauschalen<\/strong><br>\nWir argumentieren, dass die vorgelegten Regierungspl&auml;ne weder den Anspr&uuml;chen eines solidarischen noch eines l&auml;ngerfristig auf stabiler Finanzierungsgrundlage beruhenden Gesundheitssystems gerecht werden. In einem zweiten Schritt r&uuml;cken wir bislang zu wenig genutzte Stellschrauben der GKV-Finanzierung ins Blickfeld, durch die eine nachhaltige und zugleich solidarische GKV-Finanzierung auch ohne den R&uuml;ckgriff auf Kopfpauschalen zu erreichen w&auml;re&hellip;.<br>\nDenn erstens wird die Beitragsbasis durch die angestrebten Ma&szlig;nahmen kaum erweitert, die Einkommen der Versicherten aus Erwerbsarbeit bleiben die zentrale Finanzierungsquelle. Weitere Finanzierungsma&szlig;nahmen werden nicht diskutiert, wie beispielsweise die Ber&uuml;cksichtigung von Einkommen oberhalb der BBG (Beitragsbemessungsgrenze), die Verbeitragung von Kapitaleinkommen, eine Expansion der Steuermittel oder ein Solidarbeitrag von privat Versicherten. Ein solches Konzept ist angesichts des sinkenden Anteils der Erwerbseinkommen am Bruttoinlandsprodukt keine sichere Finanzierungsbasis&hellip;.<br>\nZweitens werden durch die angestrebten Ma&szlig;nahmen B&uuml;rokratiekosten entstehen. Dies wird der Fall sein, wenn die Pauschalen von den Versicherten nicht bezahlt werden, was sich bereits heute in Krankenkassen mit Zusatzbeitrag abzeichnet und wof&uuml;r auch Erfahrungen in den Niederlanden und der Schweiz sprechen. Dort zeigt sich auch, dass ein S&auml;umniszuschlag nur begrenzt Abhilfe schaffen kann. B&uuml;rokratiekosten entstehen aber auch als Folge des Sozialausgleichs, der durch die Arbeitgeber und die Rentenversicherungstr&auml;ger durchgef&uuml;hrt werden soll&hellip;<br>\nSchlie&szlig;lich soll &ndash; drittens &ndash; mit den Zusatzbeitr&auml;gen der Preiswettbewerb zwischen den Kassen gest&auml;rkt werden. Die Evaluation der niederl&auml;ndischen Krankenversicherungsreform weist jedoch darauf hin, dass eine hohe nominale Pr&auml;mie f&uuml;r die Konkurrenz zwischen Krankenversicherern nicht notwendig ist&hellip;<br>\nKurzfristig ist eine Abschaffung der Zusatzbeitr&auml;ge und R&uuml;ckkehr zum Kassenwettbewerb auf Basis unterschiedlicher Beitragss&auml;tze zu fordern. Kombiniert werden k&ouml;nnte dies mit (zumindest) einer Verstetigung der Steuerfinanzierung und deren Bindung an verl&auml;ssliche Kriterien (z. B. an die GKV-Ausgaben f&uuml;r Kinder und Jugendliche), einer Einbeziehung<br>\nder Privaten Krankenversicherung (PKV) in den Risikostrukturausgleich der GKV, einer Anhebung der BBG und der Versicherungspflichtgrenze sowie einer Verbeitragung von Kapitaleink&uuml;nften.<br>\nAu&szlig;erdem w&auml;re unter verteilungspolitischen Gesichtspunkten eine R&uuml;ckkehr zur parit&auml;tischen Finanzierung anzustreben.<br>\nDie Finanzierungsbasis w&auml;re damit auf eine breite Grundlage gestellt und starke Schultern w&uuml;rden einen angemessenen Anteil an der Finanzierung und den k&uuml;nftig steigenden Gesundheitsausgaben tragen.<br>\nL&auml;ngerfristig w&auml;re die vollst&auml;ndige Integration von PKV und der GKV10 sowie eine Reform der beitragsfreien Mitversicherung von Ehepartnern das Ziel.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/pdf\/wsimit_2010_10_Blank.pdf\">WSI Mitteilungen 10\/2010 [PDF &ndash; 215KB]<\/a>\n<p>Dazu: <\/p>\n<p><strong>Petition: Gesetzliche Krankenversicherung &ndash; Beitr&auml;ge &ndash; Beibehaltung der vollst&auml;ndigen parit&auml;tischen Beitragsfinanzierung in der GKV vom 22.09.2010<\/strong><br>\nDer Deutsche Bundestag m&ouml;ge beschlie&szlig;en, dass der &ldquo;Entwurf eines Gesetzes zur nachhaltigen und sozial ausgewogenen Finanzierung der Gesetzlichen Krankenversicherung&rdquo; der Bundesregierung dahingehend ge&auml;ndert wird, dass die Einf&uuml;hrung einkommensunabh&auml;ngiger Zusatzbeitr&auml;ge (Kopfpauschalen) f&uuml;r GKV-Mitglieder sowie das Einfrieren der Arbeitgeberbeitr&auml;ge ausgeschlossen werden und stattdessen die vollst&auml;ndige parit&auml;tische Beitragsfinanzierung von Arbeitgebern und GKV-Mitgliedern hergestellt wird.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/epetitionen.bundestag.de\/index.php?PHPSESSID=262ffd2fe6a171e04770c1acfa8276aa&amp;action=petition;sa=details;petition=14071\">Deutscher Bundestag<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Geschichte der Atomenergie: Aufbruch ins Wunderland<\/strong><br>\nDeutschlands Stromkonzerne wollten urspr&uuml;nglich gar keine Atomenergie. Doch die Politik dr&auml;ngte &ndash; und zahlte alles.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2010\/40\/Atomenergie-Stromkonzerne?page=all&amp;print=true\">Zeit<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Geheimverhandlungen zu Gorleben gef&auml;hrden &ouml;ffentliche Sicherheit<\/strong><br>\n<strong>Greenpeace: Endlagerkriterien werden f&uuml;r Gorleben passend zurechtgestutzt<\/strong><br>\nIn einer nicht &ouml;ffentlichen Kungelrunde wurden vergangene Woche die Sicherheitskriterien f&uuml;r ein Endlager so ge&auml;ndert, dass sie nun genau auf das umstrittene, geplante Endlager in Gorleben passen. Nach Analyse der &Auml;nderungspunkte kritisiert Greenpeace, dass dadurch die Sicherheitsanforderungen sinken. Wie das Bundesumweltministerium gestern auf seiner Web-Seite bekannt gab, hat sich vergangenen Donnerstag der L&auml;nderausschuss f&uuml;r Atomenergie in einer Sondersitzung unter Ausschluss der &Ouml;ffentlichkeit auf &Auml;nderungen der Regelungen geeinigt. In diesem Ausschuss sitzen nur Vertreter der f&uuml;nf schwarz-gelben Atom-Bundesl&auml;nder, den Vorsitz hat Gerald Hennenh&ouml;fer, Abteilungsleiter f&uuml;r Reaktorsicherheit. Greenpeace fordert, Sicherheitskriterien f&uuml;r Endlager nicht in Geheimverhandlungen zu entscheiden. Die Standards f&uuml;r die Lagerung von Atomm&uuml;ll m&uuml;ssen so hoch wie m&ouml;glich sein und in einem demokratischen Verfahren endlich in Gesetze gegossen werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.radio-utopie.de\/2010\/10\/05\/geheimverhandlungen-zu-gorleben-gefahrden-offentliche-sicherheit\/\">Radio Utopie<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>&Auml;rztehonorare wieder wohlauf<\/strong><br>\nDie &Auml;rzte wollten f&uuml;r 2011 zwei Milliarden Euro mehr Honorar, die Kassen forderten eine Nullrunde. Nun einigen sie sich vorerst auf 500 Millionen Euro. Bezahlen werden das die Kassenmitglieder. &Uuml;ber die Summe gibt es verschiedene Mitteilungen. Dem Vernehmen nach soll es sich um &uuml;ber1 Milliarde Euro handeln. Die KBV allerdings spricht von einer Erh&ouml;hung von &ldquo;nur asymmetrischen&rdquo; 500 Millionen Euro. &ldquo;Asymmetrische Verteilung&rdquo; hei&szlig;t, dass die &Auml;rztehonorare in einzelnen Bundesl&auml;ndern unterschiedlich steigen werden. Ursache hierf&uuml;r ist, dass einige Kassen&auml;rztliche Vereinigungen 2009, als es schon einmal mehr Geld gab, weniger bekamen als andere. Damals war das Honorar der Praxis&auml;rzte im Vergleich zum Vorjahr um 63 Prozent auf 30,8 Milliarden Euro gestiegen. Die &ldquo;regionale L&uuml;cke&rdquo; soll 2011 ausgeglichen werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=in&amp;dig=2010%2F10%2F06%2Fa0096&amp;cHash=9fe14c2f00\">taz<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Die SPD-Experte Karl Lauterbach kritisierte die Einigung als &bdquo;R&uuml;ckschritt&ldquo; und &bdquo;Ohrfeige&ldquo; f&uuml;r alle &Auml;rzte au&szlig;erhalb von Baden-W&uuml;rttemberg und Bayern. &bdquo;Wenn die Honorarerh&ouml;hung genutzt worden w&auml;re, um die einkommensschwachen &Auml;rzte zu unterst&uuml;tzen, w&auml;re sie in Ordnung gegangen&ldquo;, sagte Lauterbach dem Tagesspiegel. So jedoch profitierten wieder vor allem Fach&auml;rzte und Mediziner in S&uuml;ddeutschland. Die Einkommensunterschiede, die man mit der letzten Reform anzugleichen versucht habe, w&uuml;rden wieder gr&ouml;&szlig;er. &bdquo;<a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/kassenaerzte-bekommen-eine-milliarde-mehr-honorar\/1949624.html\">Das zeigt, dass diese Honorarordnung nicht funktioniert und der Gesundheitsminister nichts dagegen tut.<\/a>&ldquo;<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Stuttgart 21<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>&bdquo;Harte Polizeieins&auml;tze sind als Strategie hochriskant&ldquo;<\/strong><br>\nHarte Polizeieins&auml;tze sind als politische Strategie hochriskant. Statt Abschreckung k&ouml;nnen sie auch das Gegenteil bewirken. Dann kommt es zu Emp&ouml;rung und Solidarisierung. Und zwar nicht nur bei Projektgegnern, sondern auch bei der beobachtenden &Ouml;ffentlichkeit. Selbst die ZDF-Nachrichtensprecherin Marietta Slomka war sichtlich erregt, als sie im &bdquo;heute journal&ldquo; den Ministerpr&auml;sidenten von Baden-W&uuml;rttemberg, Stefan Mappus, interviewte.<br>\nDas Problem der Landesregierung ist, dass sie keine &uuml;berzeugende Begr&uuml;ndung f&uuml;r ihr Vorgehen hat. Der Einsatz gegen harmlose Sch&uuml;ler &ndash; nicht etwa vermummte Autonome &ndash; war offensichtlich unverh&auml;ltnism&auml;&szlig;ig und sorgt f&uuml;r breite Emp&ouml;rung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/politik\/-harte-polizeieinsaetze-sind-als-strategie-hochriskant-\/-\/1472596\/4712470\/-\/view\/printVersion\/-\/index.html\">Frankfurter Rundschau<\/a><\/li>\n<li><strong>BaW&uuml;-Minister Goll nennt Demonstranten &ldquo;wohlstandsverw&ouml;hnt&rdquo;<\/strong><br>\nBaden-W&uuml;rttembergs Regierungschef Mappus gibt sich vers&ouml;hnlich &ndash; sein Kabinettskollege Justizminister Goll wettert unverhohlen gegen die Menschen, die gegen &ldquo;Stuttgart 21&rdquo; auf die Stra&szlig;e gehen. Der FDP-Mann unterstellt den Demonstranten Egoismus, sie seien &ldquo;unduldsam und wohlstandsverw&ouml;hnt&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/0,1518,721015,00.html\">Spiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unserer Leserin C.W.:<\/strong> M&uuml;sste ich raten, von wem der Satz &uuml;ber Stuttgarts Demonstranten stammt, ich w&uuml;rde sagen von Pispers oder Priol, weil ich ihn f&uuml;r Satire halten w&uuml;rde. W&uuml;rde mir jemand sagen, der Satz ist von Landesjustizminister Goll, w&uuml;rde ich ungl&auml;ubig den Kopf sch&uuml;tteln und lachen und mich fragen, wie jemand, der offensichtlich in einem Paralleluniversum mit Elfenbeinturm lebt, in unserem Land Justizminister werden kann&hellip;<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Wasserwerfer schie&szlig;t direkt auf davor sitzende Demonstranten <\/strong><br>\nDie Landesregierung behauptete, der Wasserwerfer h&auml;tte nur breitfl&auml;chig und weit geschossen. Hier sieht man: er hat direkt auf davor sitzende Demonstranten geschossen. Zuvor standen l&auml;ngere Zeit mehrere Polizisten vor der Sitzblockade und machten keine Anstalten die Leute wegzutragen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=XKeo-45uDcA\">YouTube<\/a><\/li>\n<li><strong>Horror im Schlossgarten &ndash; Parksch&uuml;tzer Vol.1 Opfer staatlicher Gewalt S21<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=jobSAE3QFCY&amp;NR=1\">YouTube<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung MB:<\/strong> Am Anfang dieses Videos ist offensichtlich der Demonstrant zu sehen, der vom Wasserwerfer an den Augen verletzt wurde. Wir m&ouml;chten Gelegenheit geben, dieses Dokument zu sehen, halten aber die musikalische Untermalung mit nachgesungenen Ray-Charles-Klassikern (Ray Charles war seit dem sechsten Lebensjahr blind) insgesamt f&uuml;r unpassend.<\/em> <\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung WL:<\/strong> Ich kann mir die Strategie der Polizei nur so erkl&auml;ren, dass die F&uuml;hrung auf Seiten der Demonstranten Gegengewalt provozieren wollte, um dann das Protestpotential zu spalten. D.h. dass sich die &bdquo;b&uuml;rgerlichen&ldquo; Demonstranten von den Gewaltt&auml;tigen distanzieren und wom&ouml;glich aufgrund der Gefahr gewaltt&auml;tiger Auseinandersetzungen gar nicht mehr demonstrieren. Diese Funktion hat auch die breit gestreute &bdquo;Morddrohung&ldquo; gegen den Bahnchef Grube. Damit soll vor allem die Presse mit ihrer Berichterstattung &uuml;ber den &bdquo;unverh&auml;ltnism&auml;&szlig;igen&ldquo; Polizeieinsatz zu mehr Zur&uuml;ckhaltung gemahnt werden. Motto: Seht her, das l&ouml;st ihr mit solcher Berichterstattung aus.<br>\nDas Problem f&uuml;r den Widerstand gegen Stuttgart 21 wird sein, dass es wohl nicht m&ouml;glich sein wird, auf Dauer das Protestpotential aufrecht zu erhalten.<br>\nIch vermute einmal, dass die baden-w&uuml;rttembergische Regierung jetzt erst keine neuen Fakten schafft und bis zu den Landtagswahlen Ruhe einkehren lassen will. Ein paar Monate Verz&ouml;gerung bei diesem auf Jahre angelegten Projekt sind dabei unsch&auml;dlich. Bis zum M&auml;rz kann man dann auf die Vergesslichkeit der W&auml;hlerinnen und W&auml;hler setzen. <\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Ma&szlig;regelung von Lehrern<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/twitpic.com\/2up6sj\">Twitpic<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Urteile des Verwaltungsgerichts Schwerin zu rechtswidrigen Freiheitsentziehungen in den G8-K&auml;figen von Rostock<\/strong><br>\n3 Jahre nach dem G8-Gipfel in Heiligendamm best&auml;tigt das Verwaltungsgericht Schwerin in einer Vielzahl anh&auml;ngig gemachten Klagen, dass die Ingewahrsamnahmen und die Haftbedingungen rechtswidrig waren und Betroffenen zu Unrecht Telefonate mit Vertrauenspersonen und Rechtsanw&auml;ltInnen verweigert wurden.<br>\nQuelle: <a href=\"\/upload\/pdf\/101006_urteilezurechtswidrigen_freiheitsentziehungen_g8_in_rostock.pdf\">Republikanischer Anw&auml;ltinnen- und Anw&auml;lteverein e.V. [PDF &ndash; 61KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Umfrage belegt: Deutschland profitiert von Zuwanderern: Mehr als zwei Drittel der Bev&ouml;lkerung bekunden positive pers&ouml;nliche Erfahrungen<\/strong><br>\nWelche Erfahrungen machen die Menschen im Alltag mit Zuwanderern? Welche Vor- und Nachteile erwartet die Bev&ouml;lkerung von den Zuwanderern f&uuml;r Deutschland? Eine repr&auml;sentative Umfrage der Bertelsmann Stiftung belegt: Bei mehr als zwei Dritteln der Befragten &uuml;berwiegen positive pers&ouml;nliche Erfahrungen. Den gr&ouml;&szlig;ten Nutzen f&uuml;r Deutschland sehen die meisten in der &Ouml;ffnung des Landes f&uuml;r andere Kulturen. Nur knapp dahinter liegt die Mehrsprachigkeit als gr&ouml;&szlig;ten Zugewinn durch Zuwanderer.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.themenportal.de\/familie\/umfrage-belegt-deutschland-profitiert-von-zuwanderern-40477\">Themenportal<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Erregte Islam-Debatte in Deutschland<\/strong><br>\nDer deutsche Bundespr&auml;sident Wulff hat f&uuml;r seine Rede zum Tag der deutschen Einheit zun&auml;chst viel Lob erhalten. Vor allem islamische Gruppen freuten sich &uuml;ber sein Pl&auml;doyer f&uuml;r kulturelle Offenheit gegen&uuml;ber Immigranten. Der Vorsitzende des Zentralrats der Muslime in Deutschland, Mazyek, pries Wulffs Rede als Zeichen daf&uuml;r, dass die Muslime keine B&uuml;rger zweiter Klasse seien. Der Staatschef habe klargemacht, dass Vielfalt und unterschiedliche Lebensentw&uuml;rfe erw&uuml;nscht seien. Lob kam auch von der Opposition. Dass irgendeine Formulierung in dieser politisch &uuml;beraus korrekten, wenn auch etwas antiseptisch wirkenden Ansprache Anstoss erregen k&ouml;nnte, schien zun&auml;chst schwer vorstellbar. Nun ist man eines Besseren belehrt. Eine lapidare Feststellung Wulffs &ndash; &laquo;Aber der Islam geh&ouml;rt inzwischen auch zu Deutschland&raquo; &ndash; hat &auml;rgerliche Reaktionen ausgel&ouml;st und wird, wie Umfragen zeigen, von rund zwei Dritteln der B&uuml;rger abgelehnt.<br>\nIm Grunde zeigt bereits diese oberfl&auml;chliche Reaktion die eklatante Schw&auml;che solcher &ouml;ffentlichen &laquo;Debatten&raquo;. Dass der Islam Teil der Lebenswirklichkeit ist, kann ja im Ernst nicht bestritten werden. Vier Millionen Muslime leben in Deutschland; was das bedeutet, kann vor allem in Grossst&auml;dten, aber nicht nur da, Tag f&uuml;r Tag problemlos eingesehen werden. Wenn also &uuml;ber 67 Prozent der Befragten in einer Fernsehumfrage am Dienstag erkl&auml;rten, sie teilten die Auffassung Wulffs nicht, kann man nur vermuten, was da gemeint war. Die einen d&uuml;rften an die Integrationsprobleme im Alltag, andere an das Problem des G&uuml;ltigkeitsbereichs der Scharia gedacht haben. Wieder andere werden mit ihrem Votum schlicht eine nicht zwingend reflektierte Abneigung oder eine Vorliebe ausgedr&uuml;ckt haben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/nachrichten\/international\/erregte_islam-debatte_in_deutschland_1.7843286.html\">NZZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Da hat sich die NZZ sehr vornehm zur&uuml;ckgehalten, indem sie die weitverbreitete Xenophobie der kleinm&uuml;tigen und &auml;ngstlichen Deutschen &ldquo;eine nicht zwingend reflektierte Abneigung&rdquo; nennt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h20\"><\/a><strong>Manipulation durch Umfragen<\/strong><br>\n<em>Am 26. September ver&ouml;ffentlichte Bild am Sonntag eine von diesem Blatt in Auftrag gegebene Emnid-Umfrage mit dem Ergebnis, dass <a href=\"http:\/\/www.bild.de\/BILD\/politik\/2010\/09\/26\/hartz-IV-ministerpraesident-horst-seehofer\/will-erhoehung-stoppen.html\">56 Prozent &bdquo;jede Erh&ouml;hung der Regels&auml;tze&ldquo; ablehne<\/a>. Schon damals hatten wir moniert, dass weder die Fragestellung noch das Sample bekannt gemacht worden sind. Inzwischen wei&szlig; man, dass nur 502 Menschen befragt wurden, die Repr&auml;sentativit&auml;t dieses Meinungsbildes also h&ouml;chst fragw&uuml;rdig ist. Am 1. Oktober berichtet nun das ZDF-Politbarometer, dass 50 Prozent der Befragten eine Anhebung um 5 Euro f&uuml;r <a href=\"http:\/\/wahltool.zdf.de\/Politbarometer\/mediathekflash.shtml?2010_10_01Extra\">zu wenig halten<\/a>. Das Politbarometer ist im Hinblick auf die Anwendung demoskopischer Kriterien als weitaus seri&ouml;ser zu bewerten. Man kann also davon ausgehen, dass Bild am Sonntag einmal mehr mit einer &bdquo;Auftrags&ldquo;-Umfrage Stimmung zu machen versuchte. Das sollte man bei k&uuml;nftigen &bdquo;Auftrags&ldquo;-Umfragen der Bild-Zeitungen im Auge behalten. Emnid selbst hat sich im Hinblick auf seine Glaubw&uuml;rdigkeit gewiss keinen Gefallen getan. Die NachDenkSeiten werden jedenfalls daran erinnern, dass sich Emnid offenbar instrumentalisieren lie&szlig;. (WL)<\/em><\/li>\n<li><a name=\"h21\"><\/a><strong>Privater Konsum: Wunsch und Wirklichkeit<\/strong><br>\n&bdquo;<a href=\"http:\/\/www.handelszeitung.ch\/artikel\/Finanz-AWP_ECONOMICS_DE-GfK-Konsumklima-steigt-auf-Drei-Jahres-Hoch-AF-_790201.html\">Konsumklima steigt auf Drei-Jahres-Hoch<\/a>&ldquo; so oder so &auml;hnlich lauteten vor wenigen Tagen die Schlagzeilen.<br>\n&bdquo;Unter Ber&uuml;cksichtigung von Saison- und Kalendereffekten ist der Umsatz im August 2010 im Vergleich zum Juli 2010 nominal um 0,1% gestiegen und real um 0,2% gesunken&ldquo;, meldet das Statistische Bundesamt.<br>\nAber selbst das Statistische Bundesamt versucht zu besch&ouml;nigen: &bdquo;Einzelhandelsumsatz im August 2010 real um 2,2% gestiegen&ldquo;. Im Sommer 2009 war nun wirklich die zur Wirtschaftskrise umgeschlagene Finanzkrise auf dem H&ouml;hepunkt und die Verbraucher zutiefst verunsichert.<br>\nFazit: Der Konsumklimaindex der GfK, der monatlich Schlagzeilen macht, wird nahezu regelm&auml;&szlig;ig von einer bitteren Wirklichkeit eingeholt, die da lautet: Die Binnennachfrage &uuml;ber den privaten Konsum stagniert.<\/li>\n<li><a name=\"h22\"><\/a><strong>Streitschrift gegen Noten: Wie die Schule Verlierer produziert<\/strong><br>\nDie Grundschullehrerin Sabine Czerny entlarvt die Notenl&uuml;ge: F&uuml;r die Auslese werden Kinder zur Vier gemacht. Dar&uuml;ber hat sie jetzt ein Buch geschrieben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/zukunft\/wissen\/artikel\/1\/wie-die-schule-verlierer-produziert\/\">TAZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h23\"><\/a><strong>Neue Steuerung von Hochschulen: Auswirkungen auf Mitbestimmungs- und Partizipationsm&ouml;glichkeiten<\/strong><br>\nMit der Einf&uuml;hrung des Neuen Steuerungsmodells im Hochschulbereich ver&auml;ndert sich nicht nur die Hochschulorganisation, sondern auch die Ausgestaltung der Mitbestimmungs- und Partizipationskultur an den Hochschulen. Der vorliegende Artikel thematisiert zum einen die sich ver&auml;ndernden Mitwirkungsm&ouml;glichkeiten, die die Hochschulangeh&ouml;rigen durch ihre gew&auml;hlten Interessenvertreter wahrnehmen. Dazu erfolgt eine aktuelle Bestandsaufnahme der Kompetenzen von akademischem Senat, Hochschul- und Personalrat in den einzelnen Bundesl&auml;ndern. Dies verdeutlicht, dass derzeit bundesweit die Tendenz besteht, die institutionalisierten Beteiligungsrechte von Senaten und Personalvertretungen zu schw&auml;chen und dementsprechend die der Hochschulleitungen und der Hochschulr&auml;te auszubauen. Zum anderen zeigt der Artikel m&ouml;gliche Partizipationschancen auf, die sich durch die am Neuen Steuerungsmodell orientierten Reformen er&ouml;ffnet haben. Insgesamt bedarf es einer Verzahnung von institutionalisierter Mitbestimmung und direkter Besch&auml;ftigtenpartizipation.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/119_109178.html%20\">WSI-Mitteilungen 10\/2010, Seiten 515-522<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h24\"><\/a><strong>Akademische Berufsqualifizierung als konzeptionelle Herausforderung an Hochschulen, Politik und Studierendenforschung<\/strong><br>\nMit der Einf&uuml;hrung von Bachelorstudieng&auml;ngen, die innerhalb von drei bis vier Jahren zu einem berufsqualifizierenden Abschluss f&uuml;hren sollen, sind neue Anspr&uuml;che an die akademische Berufsqualifizierung verbunden. Die ersten Erfahrungen mit den neuen Abschl&uuml;ssen zeigen, dass insbesondere f&uuml;r Absolventinnen und Absolventen des universit&auml;ren Bachelors erheblich schlechtere Konditionen auf dem Arbeitsmarkt bestehen als f&uuml;r Absolventinnen und Absolventen der traditionellen Abschl&uuml;sse. Einer Debatte um das Verh&auml;ltnis von Hochschulen und Beruf, um die Ausgestaltung der berufsqualifizierenden Funktion des Studiums und um eine qualifikationsad&auml;quate Besch&auml;ftigung der Absolventen werden sich damit auch die Universit&auml;ten nicht mehr verschlie&szlig;en k&ouml;nnen. Der Beitrag macht zum einen deutlich, dass es bisher noch v&ouml;llig unklar ist, zu welchem fachlichen Wissen und zu welchen &uuml;bergreifenden Kompetenzen ein Bachelorstudium f&uuml;hren soll. Gleiches gilt f&uuml;r die Frage, welche Position der Bachelor im gewachsenen Qualifikationsgef&uuml;ge des Besch&auml;ftigungssystems einnehmen soll. Zum anderen werden m&ouml;gliche Ans&auml;tze f&uuml;r eine konzeptionelle Debatte zur Ausgestaltung der wissenschaftlichen Berufsausbildung jenseits des heute vorherrschenden &ldquo;Employability&rdquo;-Ansatzes aufgezeigt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/119_109179.html\">WSI-Mitteilungen 10\/2010, Seiten 508-514<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h25\"><\/a><strong>Regierung: Studienkredite keine Schuldenfalle f&uuml;r Studierende<\/strong><br>\nAus Sicht der Bundesregierung hat sich &rdquo;die von den Kritikern bef&uuml;rchtete Gefahr einer zunehmenden Ver- und &Uuml;berschuldung von Studierenden als Folge des Studienkreditangebots nicht realisiert&ldquo;. Derzeit liege der Sollzinssatz bei Studienkrediten der Kreditanstalt f&uuml;r Wiederaufbau (KfW) bei 3,29 Prozent, teilt die Regierung in ihrer Antwort (17\/3031) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion B&uuml;ndnis 90\/Die Gr&uuml;nen (17\/2910) mit. Die Zinsobergrenze liege bei sechs Prozent, bezogen auf die Entwicklung des Referenzzinsatzes 6-Monats-Euribor. Ein kurzfristiger Anstieg der Zinss&auml;tze habe nur geringe Auswirkungen auf die Gesamtschuld der Studierenden. Zudem liege die Entscheidung zur Aufnahme eines Studiums und Studienkredits im freien Ermessen des Einzelnen.<br>\nDer Antwort zufolge hat die KfW bis zum 30. April 2010 in insgesamt 478 F&auml;llen den Vertrag aufgrund eines Versto&szlig;es gegen die R&uuml;ckzahlungsverpflichtung gek&uuml;ndigt, derzeitig bef&auml;nden sich 10.430 Darlehen in der R&uuml;ckzahlphase und 23.891 in der Karenzphase w&auml;hrend des Berufseinstiegs. Insgesamt seien seit Beginn des Programms im April 2006 rund 80.000 Zusagen f&uuml;r ein Darlehen erteilt worden, bis zum 31. August 2010 wurden 7.569 Darlehen abgelehnt.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.bundestag.de\/presse\/hib\/2010_10\/2010_317\/05.html\">Deutscher Bundestag<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/dip21.bundestag.de\/dip21\/btd\/17\/030\/1703031.pdf%20\">Antwort der Bundesregierung [PDF &ndash; 122KB]<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Seit Programmstart im April 2006 werden j&auml;hrlich etwa 17 000 Zusagen erteilt, mittlerweile sind dies ca. 80 000 Zusagen insgesamt.<br>\nDie aktuelle 19. Sozialerhebung hat gezeigt, dass im Sommersemester 2009 insgesamt rund 5 Prozent der Studierenden &uuml;berhaupt einen Kredit zur Studienfinanzierung genutzt haben. Ein Erfolgsmodell sieht anders aus.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h26\"><\/a><strong>So funktionieren die Killer-Drohnen<\/strong><br>\nAlleine im September schlugen die &bdquo;Reaper&rdquo; (zu deutsch: &bdquo;Sensenmann&rdquo;) von US Air Force und CIA nach Angaben des pakistanischen Geheimdienstes 21 Mal im Grenzgebiet zu Afghanistan zu &ndash; und t&ouml;teten dabei rund 120 Menschen &ndash; zuletzt angeblich acht deutsche Islamisten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bild.de\/BILD\/politik\/2010\/10\/05\/anti-terror-krieg-so-funktionieren-killer\/drohnen.html%20\">Bild<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Gibt es ein irgendwie legitimiertes Mandat f&uuml;r die USA auch in Pakistan Kriegseins&auml;tze durchzuf&uuml;hren? Was unternimmt die deutsche Bundesregierung, die ja die Interessen deutscher Staatsb&uuml;rger wahrzunehmen hat, gegen die T&ouml;tung Deutscher? Gibt es irgendeinen konkreten Verdacht, dass von den &bdquo;acht deutschen Islamisten&ldquo; eine Gewalt- oder Straftat ausgegangen ist? Und selbst wenn, w&auml;re dann die T&ouml;tung auf einem Territorium gegen&uuml;ber dem kein Mandat f&uuml;r Kampfeins&auml;tze existiert, ein v&ouml;lkerrechtlich erlaubtes Mittel?<br>\nSind Drohnen, also die T&ouml;tung am Joystick, &uuml;berhaupt ein v&ouml;lkerrechtlich zul&auml;ssiges Kriegsmittel?<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu: <\/strong><\/p>\n<p><strong>Deutsche Islamisten: Terror-Business<\/strong><br>\nAlles nur Panikmache? Der islamistische Terror, so scheint es, ist keineswegs schrecklich genug, um nicht noch durch wilde Spekulationen dramatisiert zu werden. Da setzt der US-Fernsehsender Fox News Meldungen in die Welt, wonach Heilige Krieger Attacken in Berlin vorbereiten. Passend dazu warnen die USA und weitere L&auml;nder vor Reisen nach Europa. Doch die deutschen Beh&ouml;rden wissen nichts Konkretes und sprechen von Alarmismus. Kurz darauf verbreiten die ungemein seri&ouml;sen &bdquo;pakistanischen Geheimdienstkreise&ldquo;, bei einem amerikanischen Drohnenangriff seien acht Islamisten aus Deutschland ums Leben gekommen. Passiert ist wohl tats&auml;chlich etwas, aber wann wie viele Dschihadisten deutscher Herkunft ums Leben kamen, bleibt unklar. Was also soll das Gerede? Braucht irgendjemand in den USA Munition f&uuml;r die Kongresswahlen im November? Versuchen Obamas Gegner, in Deutschland Panik zu sch&uuml;ren, um ihn unter Druck zu setzen, mehr gegen den Terror zu unternehmen? Und ist die Drohnenstory die Antwort des Obama-Lagers? Sicher ist nur, dass dieses horrorl&uuml;sterne Gebr&auml;u aus Halbwahrheiten den Angstkrieg von Al Qaida gegen den Westen prima erg&auml;nzt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/meinung\/terror-business\/1950018.html\">Tagesspiegel<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Zuerst waren es 8, dann 5, jetzt sind es 4 deutsche Dschihadisten. Kein Mensch hat sie gesehen, selbst die anonymen pakistanische Quellen nicht.&nbsp; Der Angriff&nbsp; soll in einem Zusammenhang mit den geplanten Anschl&auml;gen von Al-Qaida in Europa stehen. Im Fernsehen darf ein sog. Fachmann behaupten, damit w&uuml;rde die Kommunikation mit den hiesigen Islamisten gest&ouml;rt. Tja, die Krake Al Qaida, die wieder einmal aus dem wilden Hindukusch weltweite Eins&auml;tze lenkt. In der Tat, was soll das? Wollen die USA so die Deutschen bei der Stange halten? Man mag zu Thomas de Maizi&egrave;re, stehen wie man will, immerhin scheint der Innenminister wie angek&uuml;ndigt,&nbsp; zur&uuml;ckhaltender mit Terrorwarnungen umzugehen. Wenn jetzt von deutscher Seite betont wird, dass Gegenrecherchen im islamistischen Umfeld in Deutschland eher Zweifel an den Aussagen des j&uuml;ngst gefangenen Deutsch-Afghanen aufkommen lassen, so wirkt das doch viel vertrauensw&uuml;rdiger, als geile Medien und besch&auml;ftigungslose Terrorexperten zusammenbrauen. Unsere Dienste scheinen das islamistische Jungvolk und seine Anstifter genau zu beobachten.<\/em><\/p><\/li>\n<p><a name=\"h27\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: Volker Pispers, im Rechtsstaat gibt es keinen Widerstand<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wdr.de\/radio\/wdr2\/westzeit\/detail.phtml?id=493439%20\">WDR 2<\/a><\/p>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: HRE: die Bad-Bank lagert in neue Bad-Bank aus; S&uuml;ndenbock J&eacute;r&ocirc;me Kerviel; die Schweiz reguliert; Finanzlobby siegt sich zu Tode; Sparkurs d&auml;mpft Konjunktur; Alarmzeichen; armer Wohlfahrtsstaat; Sozialdemokraten m&uuml;ssen mit Schweden ihre letzte Bastion r&auml;umen; Unternehmen fordern Mindestlohn f&uuml;r Leiharbeiter; Niedriglohn mit ersch&uuml;tterndem Ergebnis; wer krank macht soll zahlen; alternative Finanzierung<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=6954\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-6954","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/6954","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=6954"}],"version-history":[{"count":8,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/6954\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":6964,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/6954\/revisions\/6964"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=6954"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=6954"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=6954"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}