{"id":69562,"date":"2021-02-06T14:00:02","date_gmt":"2021-02-06T13:00:02","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=69562"},"modified":"2021-02-06T17:54:54","modified_gmt":"2021-02-06T16:54:54","slug":"leserbriefe-und-hinweise-zum-artikel-kuenstler-und-corona-kritik-wo-seid-ihr-alle-hin","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=69562","title":{"rendered":"Leserbriefe und Hinweise zum Artikel \u201eK\u00fcnstler und Corona-Kritik: Wo seid ihr alle hin?\u201c"},"content":{"rendered":"<p>In <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=69497\">diesem Beitrag<\/a> hat Tobias Riegel gefragt, warum sich manche prominente deutsche K&uuml;nstler, die sich sonst gerne zur Weltlage &auml;u&szlig;ern, seit Corona sehr bedeckt halten. Die Frage war mit dem Aufruf verbunden, uns Hinweise auf K&uuml;nstler-Beitr&auml;ge zu schicken, die sich kritisch mit der Corona-Politik auseinandersetzen. Viele Leser sind dem nachgekommen und wir ver&ouml;ffentlichen hier eine Auswahl der Briefe und der Hinweise. Vorl&auml;ufiges Fazit: Auch in Zeiten der scharfen Diffamierung Andersdenkender gibt es sie noch, die kritische Kunst. Von <strong>Redaktion<\/strong>.<br>\n<!--more--><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><em>Anmerkung der Redaktion: Zun&auml;chst kommen Leser-Mails mit Links und Hinweisen, weiter unten folgen Briefe, die n&auml;her auf den Inhalt des Artikels eingehen. <\/em><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>1. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Hallo Redaktion,<br>\nmir fallen gleich mehrere K&uuml;nstler ein, die sich kritisch-satirisch mit Corona in die &Ouml;ffentlichkeit gewagt haben: Hans S&ouml;llner, Mathias Riechling, Nina Proll sowie als Musikergruppe dicht&amp;ergreifend (alle damit auf YouTube zu finden). Die verdienen Respekt und Unterst&uuml;tzung als auch Erw&auml;hnung, damit andere sehen: Es gibt sie noch, die lauten und unbequemen K&uuml;nstler.<br>\nViele Gr&uuml;&szlig;e<br>\nBernd Kessinger<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>2. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Tobias Riegel,<br>\nes gibt sehr wohl hervorragende K&uuml;nstler*innen, die heftige Corona-Kritik &uuml;ben!<br>\nZ.B. Lisa Fitz! s. folgende Links!<\/p><p><a href=\"https:\/\/www.freidenker.org\/?p=9365\">freidenker.org\/?p=9365<\/a><\/p><p><a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=0tCNhdUqZJo\">youtube.com\/watch?v=0tCNhdUqZJo<\/a><\/p><p>Beste Gr&uuml;&szlig;e<br>\nSiegfried Sp&auml;th<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>3. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Herr Riegel,<br>\nvielen Dank f&uuml;r Ihren ebenso zutreffenden wie einf&uuml;hlsamen Beitrag.<br>\nIch stimme Ihnen auch darin zu, dass sich das politische Kabarett in den vergangenen Monaten mehr oder weniger zur belanglosen &ldquo;Comedy&rdquo; zur&uuml;ckentwickelt hat &ndash; K&uuml;nstler\/Innen wie Lisa Fitz und Roland D&uuml;ringer ausdr&uuml;cklich ausgenommen.<\/p><p>Ich denke, dass der hierarchische Druck&nbsp; in den &ouml;.r. TV-Anstalten noch st&auml;rker wirkt als in den Printmedien, da es dort einfach um &ldquo;fettere&rdquo; Pfr&uuml;nde geht.<\/p><p>Aber bei Welke &amp; Co hat ja das Anpassertum an den natokonformen Regierungskurs schon lange vor &ldquo;Corona&rdquo; begonnen.<\/p><p>Trotzdem m&ouml;chte ich Sie gerne auf eine Ausnahme hinweisen. Schon im Fr&uuml;hjahr des vergangenen Jahres rief die Stadt F&uuml;rth(!) ihre K&uuml;nstler zu dem Plakatwettbewerb <em><strong>#kunstvscorona<\/strong><\/em> auf. K&uuml;nstlerischer Blickwinkel und Ausdruck waren frei. <\/p><p>Mit den 25 ausgelobten Geldpreisen von jeweils 300 Euro wollte die Stadt auch einen Teil des Einnahmenverlusts der K&uuml;nstler ausgleichen, dazu kamen Erl&ouml;se aus Postkarten und Kalender-Lizenzen, die ebenfalls abzugs- und zensurfrei(!) an die beteiligten bzw. ausgew&auml;hlten K&uuml;nstler ausgesch&uuml;ttet wurden. <\/p><p>So befinden sich z.B. in dem daraus entstandenen, mehr als 3000 mal verkauften &ldquo;ART CALENDAR&rdquo; einige gro&szlig;artige Beispiele k&uuml;nstlerisch-kritischer Statements.<\/p><p><a href=\"https:\/\/www.nordbayern.de\/region\/fuerth\/kunstvscorona-welches-plakat-soll-demnachst-in-furth-hangen-1.10101590?offset=23#ancTitle\">Hier ist der Link zu den 25 Gewinnermotiven<\/a>.<\/p><p>Mit herzlichem Gru&szlig;<br>\nReinhard Schl&uuml;ter<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>4. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebe Nachdenkseiten,<\/p><p>Pigor wird viel zu wenig geh&ouml;rt:<\/p><ul>\n<li><a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=0_hjNxdkkA0\">youtube.com\/watch?v=0_hjNxdkkA0<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=E3e1-lDbjeQ\">youtube.com\/watch?v=E3e1-lDbjeQ<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=rOXFLRUlHxo\">youtube.com\/watch?v=rOXFLRUlHxo<\/a><\/li>\n<\/ul><p>Zu nennen w&auml;ren auch die Anarchonauten:<br>\n<a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=rstFjecltg4\">youtube.com\/watch?v=rstFjecltg4<\/a><\/p><p>Vielen Dank f&uuml;r Eure Arbeit,<\/p><p>Gr&uuml;&szlig;e<br>\nDetlef Sellenriek<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>5. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Ein klares Bekenntnis von NENA<br>\n<a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/NENAofficial\/videos\/273677924189798\/\">facebook.com\/NENAofficial\/videos\/273677924189798\/<\/a><\/p><p>S.N.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>6. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrte Damen und Herren,<br>\ndie im Artikel von Tobias Riegel beschrieben Beobachtungen mache ich zunehmend ebenfalls in vermehrten Ma&szlig;e.<\/p><p>Zum Gl&uuml;ck gibt es noch ein paar (wenige), die sich dem Mainstream widersetzen und entgegenstellen.<\/p><p>So wie der bayerische Kabarettist Helmut Schleich.<\/p><p>Sein aktuelles Programm &bdquo;Kauf du Sau&ldquo; hat er um einen Corona-Teil erweitert\/aktualisiert.<\/p><p><a href=\"https:\/\/www1.wdr.de\/radio\/wdr5\/sendungen\/unterhaltung-am-wochenende\/helmut-schleich-solo-100.html\">Zu finden ist der Audio-Beitrag hier<\/a>.<br>\n&nbsp;<br>\n&nbsp;<br>\nIn Sachen Corona ist vor allem die erste halbe Stunde interessant.<\/p><p>In diesen Zeiten eigentlich schon erstaunlich, dass der WDR den Beitrag (noch) auf seiner Seite belassen hat.<br>\nHelmut Schleich hat &uuml;brigens auch gegen die FFP2 Maskenpflicht im Einzelhandel in Bayern geklagt und wie nicht anders zu erwarten wurde der Eilantrag vom Bayerischen Verwaltungsgerichtshof abgelehnt.<\/p><p>Siehe hierzu auch:<br>\n&nbsp;<br>\n<a href=\"https:\/\/boegelein-axmann.com\/kabarettist-helmut-schleich-klagt-mit-boegelein-dr-axmann-rae-gegen-ffp2-maskenpflicht-im-einzelhandel\/\">boegelein-axmann.com\/kabarettist-helmut-schleich-klagt-mit-boegelein-dr-axmann-rae-gegen-ffp2-maskenpflicht-im-einzelhandel\/<\/a><br>\n&nbsp;<br>\nund<br>\n&nbsp;<br>\n<a href=\"https:\/\/boegelein-axmann.com\/bayvgh-lehnt-eilantrag-zu-ffp2-maskenpflicht-ohne-nachvollziehbare-begruendung-ab\/\">boegelein-axmann.com\/bayvgh-lehnt-eilantrag-zu-ffp2-maskenpflicht-ohne-nachvollziehbare-begruendung-ab\/<\/a><br>\n&nbsp;<br>\nMal schauen wie lange er seine Sendung Schleich Fernsehen im Bayerischen Rundfunk noch behalten darf.<br>\nNicht unerw&auml;hnt lassen m&ouml;chte ich auch Urban Priol, der seinen Jahresr&uuml;ckblick Tilt 2020 ganz im Zeichen von Corona gestaltet hat.<br>\n<a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=vKrVJckWg-w\">Zu finden hier.<\/a><br>\n&nbsp;<br>\nDeshalb danke Helmut, danke Urban, dass noch ein paar wenige kritische Geister geblieben sind.<br>\nAber wahrscheinlich wurde Euch auch schon l&auml;ngst das Label als Coronaleugner, Aluhuttr&auml;ger und Verschw&ouml;rungstheoretiker angeheftet.<br>\n&nbsp;<br>\nMein Aufruf deshalb macht weiter, bleibt mutig und lasst Euch nicht unterkriegen.<\/p><p>Zu Urban Priol noch folgender Nachtrag:<br>\n&nbsp;<br>\n<a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=sYtzpSL0RXY\">youtube.com\/watch?v=sYtzpSL0RXY<\/a><br>\n&nbsp;<br>\nIn diesem Sinne<br>\nMit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nBernd Leitel<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>7. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Hallo,<br>\nein kleiner Kommentar zum Text &ldquo;K&uuml;nstler und Corona-Kritik&rdquo; von Tobias Riegel. Inhaltlich v&ouml;llig richtig, und ich war auch &uuml;berrascht, wie wenig von &ldquo;den K&uuml;nstlern&rdquo; als Gruppe hier kommt, eher im Gegenteil. Man sollte meinen, dass eine derartige gesellschaftliche Situation zur k&uuml;nstlerischen Verarbeitung herausfordert, in allen Genres.<\/p><p>Ich h&auml;tte es allerdings besser gefunden, wenn der Autor l&auml;nger nach Positivbeispielen gesucht h&auml;tte, die es nat&uuml;rlich gibt. Neben der exzellenten Kunst von Hatzius sind mir noch begegnet:<\/p><p><a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=TVVYi1IR2uM\">Schwarze Gr&uuml;tze: &ldquo;Virusland&rdquo; (Juni 2020), 1:50<\/a><\/p><p><a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=_3XeiOxxpmk\">Dieter Hallervorden: &ldquo;Corona Song&rdquo; (September), 3:03<\/a><\/p><p>Beide Texte immer noch aktuell. Es ist gut m&ouml;glich, dass beide Beitr&auml;ge in den NDS-Linklisten vorkam! Darum mein Wunsch nach einer l&auml;ngeren Positivliste.<\/p><p>Ich habe auch Corona-kritische Beitr&auml;ge von Operns&auml;ngern gesehen, aber da kann ich keine Links beisteuern.<\/p><p>Man kann auch versuchen, das Ganze positiv zu wenden: Im Gegensatz zu vielen anderen Krisen (Klima, Ausbeutung, Armut im eigenen Land) erzwingen die Corona-Ma&szlig;nahmen eine Positionierung jedes Menschen, das Leben ist also politischer geworden. (Ich komme aus der DDR und habe dort gelernt, damit umzugehen.) Das gilt insbesondere f&uuml;r K&uuml;nstler und wir d&uuml;rfen zusehen, wie sich auch dort die Spreu vom Weizen trennt.<\/p><p>Vielen Dank f&uuml;r die gro&szlig;artige Arbeit,<br>\nDavid Ploog<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>8. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr Riegel, sehr geehrte Damen und Herren der Nachdenkseiten,<\/p><p>ich habe gerade Ihren Artikel gelesen und m&ouml;chte Sie angesichts des von Ihnen &ndash; zurecht &ndash; beklagten Umstands, dass sich kaum prominente Kabarettisten kritisch satirisch zu den Coronama&szlig;nahmen &auml;u&szlig;ern, auf den Autor und Kabarettisten Gerd Normann aufmerksam machen. Er ist zwar kein &ldquo;Promi&rdquo; der Szene, jedoch ein kritischer Geist, der seit Oktober regelm&auml;&szlig;ig einen &ldquo;Notwehrblog&rdquo; zu den aktuellen Geschehnissen schreibt, &ndash; <a href=\"http:\/\/www.gerdnormann.de\/wp\/2020\/12\/05\/kultur-aushalten\/\">hier der Link auf seine Artikel<\/a>.<\/p><p>Au&szlig;erdem hat er am 13.11.20 (Premiere) als einer der wenigen K&uuml;nstler trotz damaligem Lockdown-Light ein tolles B&uuml;hnenprojekt f&uuml;r K&uuml;nstler ins Leben gerufen &ndash; das Entenfu&szlig;-SHOWFENSTER (K&uuml;nstler spielen im Schaufenster eines Berliner Gesch&auml;ftes f&uuml;r Passanten als Publikum), w&auml;hrend viele andere K&uuml;nstler schon l&auml;ngst verstummt waren. <a href=\"https:\/\/www.entenfuss-kultur.de\/die-show\">Hier der Link zur Webseite<\/a>.&nbsp; Vielleicht haben Sie ja Lust, ihn in einem Ihrer n&auml;chsten Artikel zu erw&auml;hnen. Das w&uuml;rde mich sehr freuen..&nbsp;<\/p><p>Vielen Dank!&nbsp;<\/p><p>Sch&ouml;ne Gr&uuml;&szlig;e,<br>\nLina L&auml;rche&nbsp;<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>9. Leserbrief<\/strong><\/p><p>liebe redaktion, sehr geehrter herr m&uuml;ller,<br>\n&nbsp;<br>\nvielen dank f&uuml;r den beitrag von tobias riegel. ich habe ihn weitergeschickt an den bremer berufsverband bildender k&uuml;nstler und an den verband der schriftstellerinnen und schriftsteller.<br>\n&nbsp;<br>\nTobias Riegel schreibt: Es gibt vermutlich viele weitere Gegenbeispiele, bei denen sich K&uuml;nstler in den vergangenen denkw&uuml;rdigen Monaten mutig ge&auml;u&szlig;ert haben. M&ouml;glicherweise werden diese &Auml;u&szlig;erungen aber ebenso unterdr&uuml;ckt wie zum Teil jene von kritischen Wissenschaftlern. Diese K&uuml;nstler sollen hier nicht verschwiegen werden. Darum hier der Aufruf an die Leser: Wenn Sie auf kritische &Auml;u&szlig;erungen von K&uuml;nstlerinnen oder K&uuml;nstlern sto&szlig;en, oder auf Werke, die sich der aktuellen Entwicklung in kreativer, aber auch seri&ouml;ser Weise entgegenstellen, dann schicken Sie uns doch einen Hinweis.<br>\n&nbsp;<br>\nriegels vorschlag entsprechend sende ich Ihnen folgende hinweise:<\/p><ul>\n<li><a href=\"https:\/\/weltnetz.tv\/video\/2335-das-virus\">Das Corona-Poem, Lesung auf WeltNetz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.instagram.com\/bauerrudolph\/\">Bildmontagen zur Corona-Thematik<\/a><\/li>\n<\/ul><p>mit freundllichen gr&uuml;&szlig;en,<br>\nrudolph bauer<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>10. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Hallo zusammen,<br>\n&nbsp;<br>\nnur eine Anmerkung.<\/p><p>Zur Recht wurden in dem Artikel zwei von mir fr&uuml;her einmal mehr (extra3)&nbsp; oder weniger (heute show) gesch&auml;tzten kritisiert &ndash; sobald in beiden das Thema Corona oder auch Ru&szlig;land auftaucht wird es grottig &ndash; und dann als positive Beistpiele &ldquo;die Anstalt&rdquo; (gute unterhaltsame Sendung am Dienstag) wie auch Michael Hatzius erw&auml;hnt.&nbsp; Meiner Ansicht nach sollte hier auch Sebastian Puffpaff f&uuml;r &ldquo;noch nicht Schicht&rdquo; ebenfalls aufgef&uuml;hrt werden.<\/p><p>viele Gr&uuml;&szlig;e<br>\nUlrich Drinkmann<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>11. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Hallo Nachdenkseiten,<\/p><p>Zu kritischen K&uuml;nstlern hier ein Tipp&nbsp;<\/p><p>M&auml;nnels Lutziges Puppentheater mit Horst und Berta oder auch dem Wolf Wolfard<\/p><p>Ist in oberlausitzer Mundart, aber man kann es auch als &ldquo;Ausw&auml;rtscher&rdquo; verstehen.<\/p><p>Liebe Gr&uuml;&szlig;e und vielen Dank f&uuml;r Eure gute Arbeit<br>\nElke<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>12. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebe Nachdenkseiten, ihr fragtet nach K&uuml;nstlern, die sich zur Koronakrise &auml;u&szlig;ern. Ich h&auml;tte da sofort drei:<br>\nTino Eisbrenner&nbsp; &nbsp;( S&auml;nger, Mitinitiator der Petition Kultur ins Grundgesetz) :&nbsp; &nbsp;<br>\n<a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/Tino.Eisbrenner.weltweit\">facebook.com\/Tino.Eisbrenner.weltweit<\/a><\/p><p>Hans Eckhardt Wenzel&nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp;(Dichter, Liedermacher, Mitinitiator der Petition Kultur ins Grundgesetz) :&nbsp;&nbsp;<br>\n<a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/wenzelimnetz\">facebook.com\/wenzelimnetz<\/a><\/p><p>Tobias Morgenstern (Theater am Rand)<br>\n<a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/profile.php?id=100012506535860\">facebook.com\/profile.php?id=100012506535860<\/a><\/p><p>Auf die Initiative Kultur ins Grundgesetz habe ich euch bereits hingewiesen:<br>\nKathrin Sch&uuml;lein (Leiterin &ldquo;Theater Adlershof&rdquo; Einreicher*in):<\/p><ul>\n<li><a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/profile.php?id=100009969002110\">facebook.com\/profile.php?id=100009969002110<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.kulturinsgrundgesetz.de\/\">kulturinsgrundgesetz.de\/<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.openpetition.de\/petition\/online\/kultur-ins-grundgesetz\">Kultur Ins Grundgesetz &ndash; Online-Petition<\/a><\/li>\n<\/ul><p>Liebe Nachdenkseiten, ich w&uuml;rde mich sehr freuen, wenn ihr &uuml;ber die Initiative etwas schreiben w&uuml;rdet und die Petition mit verlinkt, denn wir brauchen noch sehr viele Unterst&uuml;tzer.<\/p><p>Liebe Gr&uuml;&szlig;e<br>\nAndre Jahr<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>13. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Guten Tag Herr Riegel,<\/p><p>endlich greift einmal jemand das thema Kunst und Coronakritik auf. Ich muss aber schon sagen: zur&uuml;ckhaltend agieren eigentlich blo&szlig; die prominentesten K&uuml;nstler, die anderen sagen und zeigen ihre Meinung schon:<\/p><p><a href=\"https:\/\/reitschuster.de\/post\/karl-lauterbach-als-bilderstuermer\/\">Karl Lauterbach als Bilderst&uuml;rmer? &ndash; reitschuster.de<\/a><\/p><p><a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=PNxpVmj0Xlc\">youtube.com\/watch?v=PNxpVmj0Xlc<\/a><\/p><p><a href=\"https:\/\/www.e-stories.de\/gedichte-lesen.phtml?250715\">Gedicht Der Doktor von Loreen Xibalba bei e-Stories.de (Corona \/ Coronavirus (SARS-CoV-2))<\/a><\/p><p><a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=gLtXT7jAhk4\">youtube.com\/watch?v=gLtXT7jAhk4<\/a><\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nMichael Freuding<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>14. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Hallo Herr Riegel,<br>\n&nbsp;<br>\nSie baten um Beispiele der Kritik von K&uuml;nstlern bzw. aus dem Kulturbereich, mir fallen spontan zwei ein:<br>\n&nbsp;<\/p><ol>\n<li>Der Sender <strong>Rockland Radio<\/strong> spielt t&auml;glich das Lied &bdquo;Deine Schuld&ldquo; von den &Auml;rzten. In den regul&auml;ren Sendern h&ouml;rt man das Lied gar nicht, obwohl es schon &auml;lter ist. Wohl zu zersetzend in der heutigen Situation?<br>\nHier der Link zum Text, bei dem man den Cookies &uuml;brigens widersprechen kann:<br>\n<a href=\"https:\/\/genius.com\/Die-arzte-deine-schuld-lyrics\">genius.com\/Die-arzte-deine-schuld-lyrics<\/a><\/li>\n<li>Und der <strong>Dirigent Noam Zur<\/strong>, der u.a. zu Petitionen aufgerufen hat und fr&uuml;hzeitig im Magazin &bdquo;Aspekte&ldquo; auf den gro&szlig;en Kulturbereich und die indirekt ausgesprochenen Berufsverbote hingewiesen hat.<\/li>\n<\/ol><p>Kritik wird dahin geschoben, wo sie nur ein zahlenm&auml;&szlig;ig geringes Publikum wahrnimmt.<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nAmeli Ganz<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>15. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Geschaetzter Herr Riegel!<\/p><p>Sie fordern in Ihrem Artikel, <em>K&uuml;nstler und Corona-Kritik: Wo seid ihr alle hin?<\/em> die Leser zu Hinweisen auf, Kuenstler zu nennen, die sich dem aktuell herrschenden Narrativ, dass die Einschraenkungen der Grundrechte notwendig sind, weil das dem Volkswohl dient, nicht anschliessen und auch oeffentlich Stellung beziehen.<\/p><p>Ich kann Ihnen das Video einer Diskussionrunde von oesterreichischen Kuenstlern nennen. Daran haben u.a. die Schauspielerin Nina Proll, der Opernsaenger G&uuml;nther Groissb&ouml;ck und der&nbsp; (Ex)Kabarettist Roland D&uuml;ringer teilgenommen. Das Gespraech wurde von der oesterr. Platform &ldquo;<a href=\"https:\/\/respekt.plus\/\">Respekt<\/a>&ldquo;, organisiert. Es stammt vom 23. Dezember. <\/p><p>Hier der link: <a href=\"https:\/\/respekt.plus\/videos\/\">respekt.plus\/videos\/<\/a> oder <a href=\"https:\/\/odysee.com\/@plattform-respekt:7\/d-ringer-proll-groissb-ck-gross-k-2:3\">odysee.com\/@plattform-respekt:7\/d-ringer-proll-groissb-ck-gross-k-2:3<\/a><\/p><p>Schoenen Gruss aus dem Sueden Oesterreichs<br>\nJosef Pleschiutschnig<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>16. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Hallo,<br>\nhabe soeben den Artikel gelesen, in dem auch die Eventim erw&auml;hnt wird mit ihrem wahnwitzigen Vorschlag: Konzerte nur f&uuml;r Geimpfte<br>\nVielleicht erkl&auml;rt nachfolgender Link diese Ansage<br>\n&nbsp;<br>\n<a href=\"https:\/\/www.ndr.de\/nachrichten\/schleswig-holstein\/Corona-In-SH-vergibt-Eventim-Impftermine,impfen286.html%C2%A0\">ndr.de\/nachrichten\/schleswig-holstein\/Corona-In-SH-vergibt-Eventim-Impftermine,impfen286.html<\/a><br>\n&nbsp;<br>\nViele Gr&uuml;&szlig;e und ein<br>\nMacht weiter so<br>\n&nbsp;<br>\nAnna<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>17. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Hans S&ouml;llner, Netter Song von ihm: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/watch\/?v=2855911388068152\">facebook.com\/watch\/?v=2855911388068152<\/a><\/p><p>Hab ihn leider nur auf Facebook gefunden.<\/p><p>Liebe Gr&uuml;&szlig;e<br>\nCandid<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>18. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr Riegel !<\/p><p>Keinerlei Kritik am Artikel &ndash; wollte Sie nur an Matthias Richling erinnern, denn der ist auch bisher &lsquo;Unverbogen&rsquo; ! Seine letzte Sendung zu Corona war wieder sprachlich au&szlig;erordentlich Spitz und hintersinnig.<\/p><p>Lob zu NDS, fast meine Tageszeitung !!<\/p><p>Herzliche Gr&uuml;&szlig;e<br>\nKlaus Gundacker<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>19. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebes Team der Nachdenkseiten,<\/p><p>vielen Dank f&uuml;r eure unerm&uuml;dliche Arbeit &ndash; ich w&uuml;sste nicht, was ich ohne euch als Quelle zu so vielen Themen machen sollte Vielen Dank!<\/p><p>Gerne komme ich eurer Aufforderung nach, K&uuml;nstler zu nennen, die sich kritisch zu Corona &auml;u&szlig;ern. Die Schauspielerin Christina Hecke, bekannt aus dem Film und Fernsehen, hat sich auf Ihrer Facebookseite am 15. Oktober ge&auml;u&szlig;ert und ein Video von Dr. Reiner F&uuml;llmich geteilt. Erstaunlicherweise gab es nicht sofort Gegenwind, blieb aber auch recht unerkannt: <a href=\"https:\/\/de-de.facebook.com\/christina.hecke.offiziell\/\">de-de.facebook.com\/christina.hecke.offiziell\/<\/a><\/p><p>Viele Gr&uuml;&szlig;e<br>\nKatharina Staab<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>20. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr Riegel,<\/p><p>Doch, es gibt ihn noch, wenn auch selten, den Protest, sogar aus erlesenem Mund:<\/p><p>Van Morrison und Eric Clapton haben Ende 2020 mehrere Protestsongs ver&ouml;ffentlich, nat&uuml;rlich nicht ohne &bdquo;offizielle&ldquo; Begleitmusik der Medien.<\/p><p>Eric Clapton and Van Morrison Release Anti-Lockdown Song &lsquo;Stand and Deliver&rsquo;<\/p><p>Freundliche Gr&uuml;&szlig;e ,<br>\nG.Kern<\/p><p><strong>Anmerkung der Redaktion:<\/strong><\/p><p><em>Hier ist der Link zum Song &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=d0cCJMrNZa8\">Stand an Deliver<\/a>&ldquo;.<\/em><br>\n<em>Eric Clapton und Van Morrison wurden daf&uuml;r prompt kr&auml;ftig gegrillt. Die Maschinerie macht auch vor den Gro&szlig;en nicht Halt. Beispiele:<\/em><\/p><ul>\n<li><em><a href=\"https:\/\/www.laut.de\/News\/Van-Morrison-Verschwoerungssong-mit-Eric-Clapton-23-12-2020-17615\">laut.de\/News\/Van-Morrison-Verschwoerungssong-mit-Eric-Clapton-23-12-2020-17615<\/a><\/em><\/li>\n<li><em><a href=\"https:\/\/www.rnd.de\/kultur\/ein-lied-fur-corona-leugner-neuer-eric-clapton-song-lost-kritik-aus-OY5OU5HRAFADDNBF7RUSBKAGIQ.html\">rnd.de\/kultur\/ein-lied-fur-corona-leugner-neuer-eric-clapton-song-lost-kritik-aus-OY5OU5HRAFADDNBF7RUSBKAGIQ.html<\/a><\/em><\/li>\n<li><em><a href=\"https:\/\/www.rollingstone.com\/music\/music-news\/van-morrison-coronavirus-robin-swann-1063900\/\">rollingstone.com\/music\/music-news\/van-morrison-coronavirus-robin-swann-1063900\/<\/a><\/em><\/li>\n<\/ul><p><em>Weitere Links zu kritischen K&uuml;nstler-Beitr&auml;gen mit Corona-Bezug finden Sie auch bei den <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/playlist?list=PLpNi0Wmi7L80UMjx1-JbgN9CIINT_4j_7\">Videohinweisen 2020<\/a> und unter <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/playlist?list=PLpNi0Wmi7L81GVn0vhQdWF25vgSU4Gij-\">Musik trifft Politik<\/a><\/em><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><em>Hier folgen nun Leserbriefe, die sich n&auml;her mit dem Inhalt des Artikels befassen:<\/em><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>21. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Hier gibt es eine gute Chance &uuml;ber unsere &lsquo;Kultur&rsquo; nachzudenken. Der Kapitalismus hat auch vor ihr nicht halt gemacht. Deshalb ist es nicht verwunderlich, dass sie dem Mainstream folgen muss.<\/p><p>Was allerdings nicht sch&ouml;n ist, dass sich aufgrund der Kontaktsperre keine Alternativ-Kultur bilden kann. Wenn es wirklich um Kultur geht, braucht es eigentlich keine Prominenz.<\/p><p>Gr&uuml;&szlig;e A.Hellmann<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>22. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebe NDS,<\/p><p>Vielleicht sollte es Euch doch mal zu denken geben, da&szlig; Ihr zum Thema Corona eine extreme Au&szlig;enseiter-Position bezogen habt.<\/p><p>Nat&uuml;rlich kann man durchaus eine erkleckliche Anzahl von fundamentalen Kritikern der aktuellen Politik finden, aber ich finde, Ihr habt Euch in eine unreflektierte Total- Opposition verrant.<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nWolfram Tuchscheerer<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>23. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Guten Tag, Herr Riegel.<\/p><p>Ich unterstreiche Ihren Artikel in jeder Beziehung doppelt und m&ouml;chte noch einige erg&auml;nzende Gedanken beisteuern.<\/p><p>Grunds&auml;tzlich sind nat&uuml;rlich K&uuml;nster (auch Jornalisten!) wie alle anderen Menschen, die in unserer Fassaden-Demokratie mehr schlecht wie recht vor sich hinwursteln, Opfer einer jahrzehntew&auml;hrenden intensiven neo-liberalen Propaganda.<\/p><p>Jedoch bestehen mehrere Unterschiede zur &lsquo;normalen&rsquo; arbeitenden Bev&ouml;lkerung. Einer der wichtigsten ist: es ist der Job, die eigentliche Aufgabe von K&uuml;nstlern, den kritischen Blick zu schulen, kreative R&auml;ume zu schaffen und gegen staatliche Interventionen zu sch&uuml;tzen.<\/p><p>Hier liegt eine grunds&auml;tzliche Verantwortung, die K&uuml;nstler aller Sparten haben und diese Verantwortung w&auml;chst selbstverst&auml;ndlich mit der Zunahme an Popularit&auml;t. Dass sich der Gro&szlig;teil der K&uuml;nstler-Prominenz aus dieser Verantwortung zur&uuml;ckgezogen hat, ist eine Schande. Die geht sogar soweit, dass viele in das regierungs-konforme Horn tuten und Menschen, die berechtigte Fragen stellen, diffamieren und der L&auml;cherlichkeit preisgeben.<\/p><p>Warum ist das so? Eine m&ouml;gliche Erkl&auml;rung ist (wie so h&auml;ufig): &ldquo;follow the money&ldquo;. Sinkt meine Popularit&auml;t rapide, wenn ich Fragen stelle? Werde ich wieder engagiert im &Ouml;ffentlich-Rechtlich\/Privaten Fernsehen? Sollte ich nicht zun&auml;chst mal an die Sicherung meiner Existenz denken? Usw. Ok. Das trifft f&uuml;r viele K&uuml;nstler eventuell zu, ganz sich aber nicht f&uuml;r die Spitzen-Prominenz. Ob Jauch oder Iris Berben, ob Campino oder Lindenberg, Jan B&ouml;hmermann oder Helene Fischer, Konstantin Wecker oder Richard David Precht und Dieter Nuhr: allesamt sind selbst Million&auml;re, meist zigfache. Das heisst, sie sind Teil des neo-liberalen Konzeptes, wenn nicht sogar (im Verbund mit den Mainstream-Medien) ihre sch&auml;rfste Waffe. Und das sie mitspielen d&uuml;rfen im Spiel der Gro&szlig;en aus Wirtschaft und Politik, hat zur Voraussetzung, dass sie jeden Gedanken, jede kritische &Auml;u&szlig;erung zur herrschenden Agenda an der Garderobe abgeben m&uuml;ssen. Dass sie damit ihre W&uuml;rde und ihre k&uuml;nstlerische Kraft gleichzeitig mit abgeben, bemerken sie h&ouml;chstwahrscheinlich nicht einmal (weil selbst indoktriniert, s. o.).<\/p><p>Dasselbe ekelhafte Spiel  k&ouml;nnen wir beobachten, wenn zB bei Anne Will eine Runde von Million&auml;ren zusammensitzt und &uuml;ber die Rechtfertigung von Hartz-4 schwadroniert.<\/p><p>Weil sie nach &lsquo;Ausnahme-K&uuml;nstlern&rsquo; fragen: Lisa Fitz h&auml;lt sich sehr tapfer und zeigt allen etablierten Kabarett-Menschen, dass man durchaus den Mund aufmachen kann. Die &lsquo;Echse&rsquo; ist toll! Didi Hallervorden hat sich mal zu Wort gemeldet. Marco Rima aus der<br>\nSchweiz ist mutig. <\/p><p>Sie nennen die &lsquo;Anstalt&rsquo; als Hoffnungsschimmer. Da muss ich sehr widersprechen. Es gab eine sehr gute Sendung zum Thema &lsquo;Julian Assange&rsquo; (wo bleibt eigentlich der Emp&ouml;rungssturm aller Journalisten zu diesem Thema?), aber auch unterirdische Sendungen zum Klimawandel. Die negative Spitzenleistung war in einer der letzten Sendungen, in der sie sich ganz und gar nicht kabarettistisch sondern devot zu der &Auml;u&szlig;erung hinreissen liessen, dass Kanzlerin Merkel mit ihrer Corona-Politik von Anfang an recht hatte.<\/p><p>Zum Schluss noch zu mir, damit sie mich besser einordnen k&ouml;nnen: ich habe mehr als 35 politisches Kabarett gemacht &ndash; jetzt nur noch ab und zu mal einen Solo-Abend, bzw. Lesungen. Seit  8 Monaten mache ich einen Video-Blog &ldquo;Total von der Rolle &ndash; Wahnsinn, Krisen &amp; Satire&ldquo;, darin &auml;u&szlig;ere ich mich so kritisch, wie ich es vermag.<\/p><p>Fazit: ich habe gut reden &ndash; denn ich bin durch meine Arbeit k e i n Million&auml;r geworden. :-))<\/p><p>Danke f&uuml;r Ihre gute Arbeit &amp; herzliche Gr&uuml;&szlig;e<br>\nBengt Kiene<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>24. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr Riegel,<br>\nLiebe NachDenkSeiten!<br>\n&nbsp;<br>\nBeim Blick auf den Kunst- und Kulturbetrieb, der ohnehin weitgehend zur Unterhaltungsindustrie degeneriert ist bzw. als Werbe-Industrie firmiert, f&auml;llt schon seit zwanzig Jahren das &uuml;beraus vornehme Schweigen auf, wenn es um seine Rolle als Spiegel (und auch als Archiv) gesellschaftlicher Entwicklungen geht.<br>\n&nbsp;<br>\nKaum ein Roman, B&uuml;hnenst&uuml;ck, Popsong oder Internet-Video, kaum ein Gem&auml;lde oder eine Installation (zumal im &ouml;ffentlichen Raum), das die brutalstm&ouml;gliche Entsolidarisierung der Gesellschaft(en) in der rot-gr&uuml;nen (ff.) neoliberalen &Auml;ra kritisiert h&auml;tte!<br>\n&nbsp;<br>\nDa mal ein Song &uuml;ber Fl&uuml;chtlinge (&bdquo;Aller Herren L&auml;nder &ndash; Heinz Rudolf Kunze), da mal ein Roman &uuml;ber die Folgen der Vereinigungs-Verbrechen (&bdquo;Unterleuten&ldquo; &ndash; Juli Zeh), hin und wieder ein bi&szlig;chen Ekel-Rap (Nihilismus kritisiert zuf&auml;llig halt auch das Richtige) sowie nat&uuml;rlich Hochhuth (Wer spielt den noch?) und ein bi&szlig;chen Kabarett. Das war es dann auch schon. Ansonsten nur selbstgef&auml;lliges Wertschmerzgejaule oder gar, wie im Feuilleton, Atlantizismus unverd&uuml;nnt. Gegen Manche (X.Naidoo) wird auch gleich die zur Unperson erkl&auml;rende Nazi-Keule ausgepackt.<br>\n&nbsp;<br>\nWer hat sich den Verbrechen der Agenda 2010 entgegengestemmt? Sie auch nur zu benennen gewagt? Wer hat sich den massenhaften Privatisierungen, Prekarisierungen und Eingriffen in den Kulturbetrieb entgegengestemmt? Wer hat etwas getan, als pl&ouml;tzlich die &bdquo;Hochschulautonomie&ldquo; daf&uuml;r herhalten mu&szlig;te, da&szlig; besessene puritanische Kulturrevolution&auml;re &ouml;ffentliche Kunst vernichteten? Nichts dergleichen! Die Hofnarren waren (anders als fr&uuml;her zu Index-Zeiten &ndash; sowohl in der DDR als auch im Westen) servile Claqueure der von Rot-Gr&uuml;n und den Atlantizisten angef&uuml;hrten Aufbr&uuml;che ins transhumanistische entsolidarisierte 21.Jahrhundert.<br>\n&nbsp;<br>\nAls es gegen &bdquo;Florida Rolf&ldquo; und die &bdquo;faulen Griechen&ldquo; ging, waren Kunst &amp; Kultur vorne mit dabei. Oder man hielt sich &bdquo;unpolitisch&ldquo; raus und unterzeichnete weiter Vertr&auml;ge mit Werbe-Firmen. Als die demokratischen Debattenr&auml;ume 2014 geschlossen wurden und Zensur und Gesinnungsterror Einzug hielten, zeigte sich bis auf die &bdquo;Anstalt&ldquo; und ein paar Emeriti (V.Pispers) niemand daf&uuml;r sensibel. Auch heute geriert sich der Kulturbetrieb ganz im Sinne der von R.Schwanitz (&bdquo;Der Campus&ldquo;) vorhergesehenen Mi&szlig;br&auml;uche eher als Triebfeder denn als Korrektiv des Cancel-Culture-Terrors und der Vernichtung von Kollegen im Zeichen des &bdquo;antirassistischen Kampfes&ldquo;.<br>\n&nbsp;<br>\nUnd heute stehen die alle da und veranstalten einen Red-Light-Day nach dem anderen, jammern nach &bdquo;Solidarit&auml;t&ldquo;. Dabei w&auml;re es die Aufgabe des Kulturbetriebs gewesen, die Fehlentwicklungen zu kennzeichnen! Und zwar sowohl im Bereich des Intellektuellen als auch des Massengeschmacks.<br>\n&nbsp;<br>\nMich erinnert das in so fataler Weise an Niem&ouml;llers Gedicht:<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Als sie die Juden holten, habe ich geschwiegen. Ich war ja kein Jude.<br>\nAls sie die Kommunisten holten, habe ich geschwiegen, ich war ja kein Kommunist. Als sie die Sozen holten, habe ich geschwiegen&hellip;&ldquo;\n<\/p><\/blockquote><p>&nbsp;<br>\nEs f&auml;llt mir schwer, mit Jenen zu leiden, die sich jahrzehntelang allzu breitwillig als Propheten der Spa&szlig;gesellschaft und des &bdquo;Wenn jeder an sich denkt, ist an alle gedacht&ldquo;-Randismus aufgef&uuml;hrt haben.<br>\n&nbsp;<br>\nKunst und Kultur sind immer auch gesamtgesellschaftliche Ph&auml;nomene. Wer sie nur als ideales Sprungbrett der Selbstverwirklichung und des totalit&auml;ren Individualismus begreift, gef&auml;hrdet sie und raubt der Gesellschaft ihr Immunsystem und ihr Ged&auml;chtnis!<br>\n&nbsp;<br>\nHerzlichst,<br>\nIhr Matthias Jehsert<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>25. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr Riegel,<\/p><p>Ihr Artikel trifft ins Schwarze.<\/p><p>Ich selbst bin in der klassischen Musikszene beheimatet, befinde mich aber in der luxuri&ouml;sen Position, den Gro&szlig;teil meines Einkommens aus einer Festanstellung zu beziehen. Damit geh&ouml;re ich zu den Gl&uuml;cklichen, denen bislang aus dem Lockdown kaum finanzielle Sch&auml;den entstanden sind. Wie es diesbez&uuml;glich unter einigen meiner K&uuml;nstlerkollegen aussehen mag, will ich mir gar nicht vorstellen.<\/p><p>Im Fr&uuml;hjahr beobachtete ich, dass so gut wie alle meine Kollegen die Corona-Politik der Regierung nicht nur guthie&szlig;en, sondern im Zuge der grassierenden Diskriminierungswelle auch diejenigen verurteilten, die wie ich den Lockdown fundamental kritisierten. Als im Herbst erneut &ndash; hochgradig unsinnigerweise und ohne jeden wissenschaftlichen Beleg &ndash; die Konzerth&auml;user geschlossen wurden, begehrten dieselben Kollegen emp&ouml;rt auf, unterzeichneten Petitionen, bef&uuml;rchteten das Ende der Kulturszene und forderten die sofortige &Ouml;ffnung der Kulturst&auml;tten &ndash; all dies v&ouml;llig zurecht. Gleichzeitig wurde aber von denselben Personen immer wieder betont, dass der Lockdown gut und richtig sei und man sich in jedem Falle von den sogenannten Corona-Leugnern (bis heute kenne ich niemanden, der &ldquo;Corona leugnet&rdquo;) abgrenzen wolle. Man war also durchaus bereit, f&uuml;r den eigenen Bereich Lockerungen zu fordern, fand es aber unterst&uuml;tzenswert, dass Restaurants, Fitnessstudios und Gesch&auml;fte geschlossen blieben. Eine solche Einstellung ist egoistisch und unsolidarisch. Was erwarten die Kollegen denn? Sie unterst&uuml;tzen ein System, in dem &ndash; wie denn anders! &ndash; die Kulturszene ans Ende der Nahrungskette verbannt wird (Kultur ist nicht essbar), monieren aber zugleich, dass sie selber dabei Schaden nehmen. Ein solches Verhalten ist mir unverst&auml;ndlich und ich lehne es aus diesem Grund auch ab, mich f&uuml;r Lockerungen in der Kulturbranche stark zu machen. Die Corona-Politik der Regierung ist nach meiner Ansicht grunds&auml;tzlich falsch. Wer kritisiert, der sollte allm&auml;hlich anfangen, das System zu hinterfragen, statt sich nur f&uuml;r den Bereich einzusetzen, der einen auch betrifft.<\/p><p>Was Ihre Feststellung angeht, nicht wenige K&uuml;nstler unterst&uuml;tzten sogar die sogenannte Zero-Covid-Bewegung, so kann ich meinen Erfahrungen zufolge auch das best&auml;tigen. Im &Uuml;brigen handelt es sich dabei meist um Personen, die bezeichnender Weise finanziell ohnehin abgesichert sind, durch diesen Unfug also weitgehend unbehelligt bleiben w&uuml;rden. <\/p><p>Um nicht missverstanden zu werden: Auch ich w&uuml;nsche mir eine schnellstm&ouml;gliche Wiederaufnahme des Kulturbetriebs; was man hier zerst&ouml;rt und bereits zerst&ouml;rt hat, l&auml;sst sich kaum in Worte fassen. Ich finde es aber falsch, ein System zwar einerseits grunds&auml;tzlich zu unterst&uuml;tzen und diejenigen, die es kritisieren, zu diskriminieren, sich andererseits aber zu emp&ouml;ren, wenn dieses System einem selbst an den Kragen geht.<\/p><p>Abschlie&szlig;end zu Ihrer Frage nach k&uuml;nstlerischen Beitr&auml;gen, die sich kritisch mit der gegenw&auml;rtigen Lage auseinandersetzen: Ich habe lange &uuml;berlegt, aber mir ist nichts eingefallen. Das ist vermutlich kein gutes Zeichen. <\/p><p>In diesem Sinne vielen Dank f&uuml;r Ihren wichtigen Artikel. Machen Sie und die Nachdenkseiten weiter so.<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nE.R.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>26. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrte Damen und Herren,<br>\nLiebe Redaktion,<br>\nZun&auml;chst m&ouml;chte ich die Gelegenheit nutzen, Ihnen f&uuml;r Ihre gute und interessante Arbeit zu danken. Die Nachdenkseiten (wie auch die damit verbundenen weiteren Medien) geh&ouml;ren zu meiner t&auml;glichen Lekt&uuml;re.<\/p><p>Mit gro&szlig;em Interesse verfolge ich die Debatte um das aktuelle Thema, ob in absehbarer Zeit nur geimpfte Personen die Erlaubnis erhalten sollen, etwa Kulturveranstaltungen zu besuchen.<br>\nIch bin Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer eines Kulturvereins und zusammen mit einer Mitarbeiterin verantwortlich sowohl f&uuml;r Planung, Organisation und Durchf&uuml;hrung aller Veranstaltungen. Unser Kulturprogramm mit etwa 120 Veranstaltungen im Jahr beinhaltet die Sparten klassischer Kammermusik, Jazz, Kabarett, Lesungen und Vortr&auml;ge.<br>\nDas Haus ist mit knapp 100 Pl&auml;tzen &uuml;berschaubar, die famili&auml;re Atmosph&auml;re mit unserer (der meiner Mitarbeiterin und meiner) pers&ouml;nlichen Pr&auml;senz an der Kasse, in der Pause und im Ausklang nach den Veranstaltungen zusammen mit den K&uuml;nstlern wird vom Publikum sehr gesch&auml;tzt. Viele der Stammg&auml;ste kennen wir pers&ouml;nlich.<\/p><p>In der o.g. Debatte wird nun immer nur &uuml;ber eine Sichtweise geredet, n&auml;mlich &uuml;ber die des Publikums mit den dann neuen Freiheiten (ich w&uuml;rde lieber die alten haben wollen &ndash; aber das ist ein anderes Thema). Die neue Freiheit des Publikums ist also der Zugang zu Veranstaltungen nur mit Impfnachweis (wohl dem, der es irgendwie geschafft hat!), die des Veranstalters, sein Hausrecht in Anspruch nehmen zu k&ouml;nnen, nach sorgf&auml;ltiger Kontrolle Personen ohne g&uuml;ltige Impfnachweis nicht einzulassen.<br>\nMich treiben aber ganz andere Frage um: <\/p><ul>\n<li>was passiert, wenn ich mich als verantwortlicher Hausherr nicht impfen lassen m&ouml;chte oder ich mich weigere, Impfp&auml;sse zu kontrollieren? Bleibt das Haus dann geschlossen?<\/li>\n<li>Muss ich mich also impfen lassen, besteht somit zur Aus&uuml;bung meines Berufes eine Impfpflicht (= Impfzwang) entgegen meiner pers&ouml;nlichen Entscheidung? Kann also der Vorstand des Vereins auf eine Impfung bestehen?<\/li>\n<li>Selbst wenn ich selbst geimpft w&auml;re: wie sieht die rechtliche Lage aus, wenn ich mir von meinen G&auml;sten keinen Impfausweis zeigen lassen m&ouml;chte, ich ihnen also vertraue, dass sie geimpft (= rechtens) in meinem Haus sind?<\/li>\n<li>Was passiert, wenn sich dann m&ouml;glicherweise G&auml;ste beschweren, dass ich nicht kontrolliere? K&ouml;nnte ich auf mein Hausrecht bestehen, eine Kontrolle abzulehnen oder durchzuf&uuml;hren?<\/li>\n<li>Oder muss ich auf jeden Fall kontrollieren? Dann w&auml;re es ja kein Hausrecht mehr sondern gesetzliche Vorgabe!<\/li>\n<\/ul><p>Und eine Bef&uuml;rchtung treibt mich besonders um: letztlich w&auml;re der wirtschaftliche Erfolg des Hauses abh&auml;ngig von der Beschaffung des Impfstoffs und der nachfolgenden Verteilung. So, wie das bislang gelaufen ist, sehe ich da lange kein Licht am Ende des Tunnels!<\/p><p>Will das wirklich jeder Verantwortliche in der Kultur-, Sport- Gastronomiebranche mitmachen?<\/p><p>Auf diese Diskussion bin ich gespannt! <\/p><p>Herzliche Gr&uuml;&szlig;e<br>\nCarsten Linck<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>27. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Hallo Nachdenkseiten,<\/p><p>zu eurem Artikel &bdquo;K&uuml;nstler und Corona-Kritik: Wo seid ihr alle hin?&ldquo; w&uuml;rde ich u.a. einen Blick auf die Bildenden K&uuml;nste werfen. Da zeigen sich mir Jahrhunderte &uuml;ber Jahrhunderte, in denen die Kunst nie etwas anderes war, als ein weiteres Werkzeug der Machterhaltung der Herrschenden, bis endlich als beinahe erster und einziger Lichtblick Goya in seinen Grafiken zu einer Kritik der herrschenden Verh&auml;ltnisse gefunden hat. Auch sein &bdquo;Saturn frisst seine Kinder&ldquo; k&ouml;nnte uns heute dazu dienen, die Verh&auml;ltnisse im aktuellen Kapitalismus zu beschreiben. So hat es seit Goya immer auch &ndash; neben allen anderen &ndash; K&uuml;nstler gegeben, die sich als kritisch verstanden, sei es nun K&auml;the Kollwitz oder Otto Dix.<br>\nNun gab es aber insbesondere in der deutschen Kunst den Bruch von 1933, der in allen Bereichen der Kunst das Ende aller Kritik bedeutet hat und diese ein f&uuml;r alle Mal vernichtet hat.<br>\nDiese Endg&uuml;ltigkeit hat sich, meine ich, nach 1945 fortgesetzt und man sieht statt Kunst fast durchweg nur noch ein &bdquo;Kunstgehampel&ldquo; &ndash; und nicht nur in den Bildenden K&uuml;nsten &ndash; das sich zu keiner echten Kritik mehr aufschwingen konnte und allenfalls in Skandalisierungen (Nackt auf der B&uuml;hne, lautes Geschrei etc.) kritisch zu sein vorgab, ohne es zu sein. Vielleicht kann man einzelne Ausnahmen finden, doch viel ist das nicht.<br>\nKurz: Von der Vernichtung besonders der kritischen Kultur &ndash; die in den zwanziger Jahren noch in voller Bl&uuml;te stand &ndash; hat sich die deutsche Kultur nie erholt und es kann einem vorkommen, als habe man sich bis heute mit Formen von Pseudo-Kultur zufrieden gegeben, insbesondere wenn Subventionen abgefangen werden konnten oder der Beifall der Herrschenden eingefangen werden konnte.<br>\nDann ist es zwar deprimierend, aber keineswegs &uuml;berraschend, wenn in der Corona-Krise als prim&auml;r eine Krise der Herrschenden, Schweigen im Walde zu beobachten ist, abwechselnd mit einem Getr&ouml;te im Sinne des herrschenden Narrativs. Auch hier richten sich die schielenden Augen st&auml;ndig auf Subventionen, die gegenw&auml;rtig oder auch zuk&uuml;nftig abgegriffen werden k&ouml;nnen.<br>\nIn diesem Sinne am&uuml;siert (?) es mich auch, wenn aus rechten Kreisen der Erhalt der deutschen Kultur &ndash; ich will mir gar nicht vorstellen, was die darunter verstehen &ndash; immer wieder beschworen wird, einer Kultur, die lang schon vernichtet wurde. Der Wiederaufbau Deutschlands nach 1945 hat uns viele sch&ouml;ne Betonbauten beschert und eine &bdquo;Kultur&ldquo;, die deren &bdquo;Qualit&auml;t&ldquo; nicht im geringsten nachsteht. Und damit beantwortet sich die Frage: &bdquo;K&uuml;nstler und Corona-Kritik: Wo seid ihr alle hin?&ldquo; wie von allein.<\/p><p>Johannes Kiessling<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>28. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebes NDS-Team,<\/p><p>vielleicht geben sich die mehr oder weniger prominenten K&uuml;nstler damit zufrieden:<br>\n20.06.20 &ndash; <a href=\"https:\/\/www.gegen-hartz.de\/news\/fuenfstellige-ausgaben-sichern-wenn-promis-hartz-iv-beantragen\">gegen-hartz.de\/news\/fuenfstellige-ausgaben-sichern-wenn-promis-hartz-iv-beantragen<\/a><\/p><p>Die nicht prominenten K&uuml;nstler, die nicht von ihrer Kunst leben k&ouml;nnen, die bekommen keine Beachtung oder sie werden von den autorit&auml;tskonformen Phrasen der finanziell abgesicherten K&uuml;nstler (&Auml;rzte, Toten Hosen, Gr&ouml;nemeyer usw.) &uuml;berlagert.<\/p><p>Dann gibt es noch K&uuml;nstler, die sich mit Begeisterung der Regierung aufdr&auml;ngen und sich den autorit&auml;ren Ma&szlig;nahmen unterwerfen wie z.B. Joko &amp; Klaas, die hinter der Regierungscoronakampagne (-propaganda) &rdquo;Besondere Helden&rdquo; stecken.<\/p><ol>\n<li>Wir wollen den Krieg nicht.<\/li>\n<li>Das gegnerische Lager tr&auml;gt die Verantwortung.<\/li>\n<li>Der F&uuml;hrer des Gegners ist ein Teufel.<\/li>\n<li>Wir k&auml;mpfen f&uuml;r eine gute Sache.<\/li>\n<li>Der Gegner k&auml;mpft mit unerlaubten Waffen.<\/li>\n<li>Der Gegner begeht mit Absicht Grausamkeiten, wir nur versehentlich.<\/li>\n<li>Unsere Verluste sind gering, die des Gegners enorm.<\/li>\n<li>K&uuml;nstler und Intellektuelle unterst&uuml;tzen unsere Sache.<\/li>\n<li>Unsere Mission ist heilig.<\/li>\n<li>Wer unsere Berichterstattung in Zweifel zieht, ist ein Verr&auml;ter.<\/li>\n<\/ol><p>Die Strukturgesetze der Kriegspropaganda, die einst nach dem 1. Weltkrieg von Arthur Ponsonby formuliert wurden sind 1zu1 auf die Coronazeit &uuml;bertragbar.<\/p><p>24.07.14 &ndash; <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Luege-in-Kriegszeiten-3366598.html\">heise.de\/tp\/features\/Luege-in-Kriegszeiten-3366598.html<\/a><\/p><p>Beste Gr&uuml;&szlig;e<br>\nE<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>29. Leserbrief<\/strong><\/p><p>K&uuml;nstler und Hofnarren haben viele Gemeinsamkeiten und &ndash; wenn ich mich nicht irre &ndash; gemeinsame Wurzeln. Manche werden Tagesshow-Sprecher und manche Tagesschau-Sprecher.<\/p><p>Aber Sie haben Recht: Von &lsquo;Freiheit ist die einzige, die fehlt&rsquo; habe ich seit M&auml;rz 2020 nichts mehr geh&ouml;rt und es ist verdammt lang her, da&szlig; Alex mal vorbeikam. Tja, so ist das eben, wenn Angela und Bill gegen den Rest der Welt&hellip; :-)na, lassen wir das. Unsere Pantoffelhelden sind uns abhanden gekommen und das ganze Schauspiel l&auml;sst sich &ndash; leider &ndash; nur noch mit Sarkasmus &ndash; ertragen.<\/p><p>Julius Schmitt<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>30. Leserbrief<\/strong><br>\nSehr geehrter Herr Riegel,<\/p><p>Sie haben meine volle Zustimmung! Ich bin fassungslos, wie unger&uuml;hrt viele meiner Kollegen im Bereich der klassischen Musik dieser brutalstm&ouml;glichen Kultur- und Bildungsvernichtung seit dem Holocaust zusehen und oft genug auf die simpelste Propaganda hereinfallen &agrave; la &ldquo;Ihr seid doch K&uuml;nstler! Krise als Chance! Seid kreativ! Neue Ufer! Streamiiing!! Digitaaaaal!!!&rdquo;<\/p><p>Anbei mein Leserbrief an die Neue Musikzeitung, in dem ich der grotesken Verharmlosung der Lage im Leitartikel&nbsp; eines vermutlich wohlsituierten Kompositionsprofessors wiederspreche. In der aktuellen Ausgabe jetzt, zwei Monate sp&auml;ter wurden gar keine Leserkommentare dazu ver&ouml;ffentlicht.<\/p><p>Mit Dank f&uuml;r Ihre Arbeit und freundlichen Gr&uuml;&szlig;en,<br>\nFerenc K&ouml;lcze<\/p><p><em>Leserbrief zu <a href=\"https:\/\/www.nmz.de\/artikel\/kunst-und-kultur-ein-sonderfall\">&ldquo;Kunst und Kultur &ndash; ein Sonderfall?&rdquo;&nbsp; in der NMZ Ausgabe Dezember\/2020<\/a><\/em><\/p><p>Genauso wenig wie das Coronavirus untersch&auml;tzt werden darf, sollten die verheerenden Auswirkungen mancher Gegenma&szlig;namen auf unser Kulturleben verharmlost werden, wie es Moritz Eggert in der <a href=\"https:\/\/www.nmz.de\/artikel\/kunst-und-kultur-ein-sonderfall\">Neuen Musikzeitung<\/a> tut. Mal angenommen Covid19 w&auml;re wirklich so t&ouml;dlich wie die spanische Grippe, was die willk&uuml;rlich zusammengestellten Zahlen suggerieren &ndash; wie lange w&auml;hrten die Theater- und Konzerthausschlie&szlig;ungen damals tats&auml;chlich? Waren sie auch fl&auml;chendeckend? Wurden damals &uuml;berhaupt Branchen unterst&uuml;tzt, so wie heute die Luftfahrtindustrie, respektive vernachl&auml;ssigt, wie der Kulturbetrieb? Man erf&auml;hrt es nicht beim Lesen von Eggerts &ldquo;historisch begr&uuml;ndeten Gedanken&rdquo;. Danach sei ja die Kultur geradezu aufgebl&uuml;ht, macht er uns Mut und vergisst auch den obligatorischen Hinweis auf die Verschw&ouml;rungstheoretiker damals wie heute nicht.<\/p><p>Doch den entscheidenden Unterschied &uuml;bersieht der Kompositionsprofessor aus M&uuml;nchen. Fr&uuml;here Epidemien f&uuml;hrten anders als heute zwar meist zu bedeutenden Investitionen in die &ouml;ffentliche Daseinsvorsorge, doch von der Bev&ouml;lkerung wurden sie schnell vergessen und die Menschen widmeten sich wieder (wie alle S&auml;ugetiere seit Jahrmillionen) dem permanenten Austausch von N&auml;he und &ndash; von Viren. Mit diesen sind wir auf ewig symbiotisch verbunden und das nicht nur durch das st&auml;ndige Training unseres Immunsystems. Dieser lebensnotwendige und durch den Mechanismus der Herdenimmunit&auml;t sogar lebensrettende doppelte Austausch ist unabdingbar f&uuml;r die k&ouml;rperliche und psychische Gesundheit, f&uuml;r den Gl&uuml;ckspegel einer Gesellschaft. Das hei&szlig;t: Niemand kam &bdquo;vor Corona&rdquo; &ndash; und Bill Gates orakelt ja schon von der n&auml;chsten Pandemie &ndash; auf die Idee, von einer &bdquo;neuen Normalit&auml;t&ldquo; zu reden.<\/p><p>Diese wahrlich nagelneue Normalit&auml;t bedeutet im Kern aber nichts anderes als Digitalisierung und Distanz und steht somit dem Wesen der Musik diametral entgegen. Sie trifft den Beruf &ndash; die Berufung &ndash; des Musikers ins Mark. B&uuml;hnenauftritte sind in Zeiten von YouTube und Spotify f&uuml;r unz&auml;hlige Musiker die einzige M&ouml;glichkeit, mit etwas Gl&uuml;ck und sehr viel Flei&szlig; einigerma&szlig;en anst&auml;ndig Geld zu verdienen. Das Gesch&auml;ftsmodell ist, in m&ouml;glichst ausverkauften R&auml;umen die Menschen unmittelbar zu begeistern und im direkten Austausch aller Anwesenden Musik gemeinsam zu erleben. Wenn&lsquo;s gut l&auml;uft, gemeinsam gl&uuml;cklich zu sein, wie schon in grauer Vorzeit am Lagerfeuer der Urmenschen, wenn einer seine Knochenfl&ouml;te hervorholte und die anderen verstummten, um scheinbar sinnfrei zu lauschen. Analog und distanzlos. Das kann pure Magie sein &ndash; es ist jedenfalls eines der &auml;ltesten Menschheitsrituale &uuml;berhaupt.<\/p><p>Gerade in unserer k&auml;lter werdenden Welt kann die Heilwirkung unserer Musik- und Kulturtradition nicht hoch genug eingesch&auml;tzt werden. Dieses unendlich kostbare Erbe stirbt, wenn es nicht gelebt wird, denn es beruht auf komplexen und sensiblen, &uuml;ber Jahrhunderte gewachsenen &ndash; und speziell in Deutschland auf weltweit einzigartigen &ndash; Strukturen, die seit dem M&auml;rz 2020 mit jedem weiteren Tag des De-facto-Berufsverbots f&uuml;r Musiker noch mehr besch&auml;digt werden. Denn selbst wenn die Impfstrategie der Regierung ein voller Erfolg sein sollte und die Konzerts&auml;le ab Herbst 2021 wieder uneingeschr&auml;nkt ge&ouml;ffnet w&auml;ren, ist es ausgeschlossen, da&szlig; der Kulturbetrieb dann einfach wieder anspringt wie eine Jukebox. Hunderte kleine oder mittlere Veranstalter werden bis dahin vermutlich aufgegeben haben. Zigtausende Kinder werden mangels Motivation und F&ouml;rderung durch Jugendorchester oder Kinderch&ouml;re den Einstieg in die Welt des aktiven Musizierens verpasst und sich an das t&auml;gliche Daddeln am Bildschirm gew&ouml;hnt haben, so wie ihre Eltern an das Zuhausebleiben und Netflix-Gucken. Hunderte von Laienorchestern und -ch&ouml;ren wird es dann nicht mehr geben, um nur einige Beispiele zu nennen.<\/p><p>Diese Probleme waren zwar teilweise schon &bdquo;vor Corona&ldquo; virulent, doch das liegt nicht am Wert oder an der zeitlosen G&uuml;ltigkeit von anspruchsvoller Musik an sich. Auch jenseits einer eurozentrischen Perspektive auf die Kultur sind Werke wie die Erbarme-Dich-Arie aus der Matth&auml;uspassion wichtige Botschaften an die Menschheit. Diese Musik ist heute genauso aktuell wie an dem Tag, als sie das erstemal erklang und ein ebenso essentieller Teil unserer kulturellen (und letztlich menschlichen) DNA wie so mancher Beatles-Song und unz&auml;hlige andere Werke, die auf diesem Erbe fu&szlig;en. Um sie verstehen zu k&ouml;nnen, braucht es aber genau die &Uuml;bung, die heute verunm&ouml;glicht wird. Daher ist es besorgniserregend, wenn Politiker dieses t&auml;gliche &Uuml;ben &ndash; unser Kulturleben &ndash; mit Fitnessstudios, Bordellen und sonstigem Zeitvertreib in einen Topf werfen. Ein Staat, welcher sich bei offiziellen Gelegenheiten gerne als Kulturnation inszeniert und in dem die Kunst &ndash; explizit in Bayern &ndash; Verfassungsrang hat, darf die K&uuml;nstler in der Krise nicht einfach vergessen. So war das von <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=uohOnYX3ZaM\">Till Br&ouml;nner<\/a> und anderen Kritikern der aktuellen Kulturpolitik wohl gemeint und das hat nichts mit elit&auml;rem Denken zu tun. Bezeichnenderweise bringt Professor Eggert, wenn er von Kunst redet, die meisten Beispiele aus der Literatur oder der bildenden Kunst. Maler k&ouml;nnen aber in Corononazeiten mit etwas Online-Geschick gute Gesch&auml;fte machen, von der Muse werden sie nicht auf der B&uuml;hne gek&uuml;sst, genauso wenig &uuml;brigens wie staatlich abgesicherte Kompositionsprofessoren.<\/p><p>Nat&uuml;rlich wird es klassische Musik auch in der &bdquo;neuen Normalit&auml;t&ldquo; geben. Philantropische Milliard&auml;re werden, wie schon zu Mozarts Zeiten, trotz h&auml;rtester Auslese h&uuml;bsch gebliebene Geigerinnen in ihre Privatpal&auml;ste einfliegen und vor handverlesenem Publikum aufspielen lassen. Klassik wird noch elit&auml;rer als heute sein, Schubert wird sich im Grabe umdrehen. Das zu verhindern ist unsere Verantwortung, denn dieses Menschheitsfeuer darf nicht verl&ouml;schen, die durch die Verfassung garantierte Freiheit der Kunst muss jetzt wiederhergestellt werden!<\/p><p>Es ist sehr erfreulich, da&szlig; mit den Musikern um Christian Gerhaher und Hans-J&ouml;rg Albrecht jetzt endlich K&uuml;nstlerInnen von Weltrang dieser Forderung mit der <a href=\"https:\/\/www.aufstehenfuerdiekunst.de\/\">Aufstehen-f&uuml;r-die-Kunst!<\/a>-Initiative juristisch Nachdruck verleihen wollen. Auf der online abrufbaren Pressekonferenz wird man zudem ausf&uuml;hrlich und aus erster Hand &uuml;ber die durchweg ermutigenden Ergebnisse des Pilotprojekts der Bayerischen Staatsoper informiert, bei der j&uuml;ngst die Infektionsgefahr im Zuschauerraum intensiv erforscht wurde. Es w&auml;re sicher hilfreich, wenn der Tonk&uuml;nstlerverband, der deutsche Musikrat, die NMZ und viele renommierte Kunstschaffende diese wichtige Initiative unterst&uuml;tzen.<\/p><p>FK<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>Anmerkung zur Korrespondenz mit den NachDenkSeiten<\/strong><\/p><p>Die NachDenkSeiten freuen sich &uuml;ber Ihre Zuschriften, am besten in einer angemessenen L&auml;nge und mit einem eindeutigen Betreff.<\/p><p>Es gibt die folgenden Emailadressen:<\/p><ul>\n<li><a href=\"mailto:leserbriefe@nachdenkseiten.de\">leserbriefe(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r Kommentare zum Inhalt von Beitr&auml;gen.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:hinweise@nachdenkseiten.de\">hinweise(at)nachdenkseiten.de<\/a> wenn Sie Links zu Beitr&auml;gen in anderen Medien haben.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:videohinweise@nachdenkseiten.de\">videohinweise(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r die Verlinkung von interessanten Videos.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:redaktion@nachdenkseiten.de\">redaktion(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r Organisatorisches und Fragen an die Redaktion.<\/li>\n<\/ul><p>Weitere Details zu diesem Thema finden Sie in unserer &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?page_id=47939\">Gebrauchsanleitung<\/a>&ldquo;.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=69497\">diesem Beitrag<\/a> hat Tobias Riegel gefragt, warum sich manche prominente deutsche K&uuml;nstler, die sich sonst gerne zur Weltlage &auml;u&szlig;ern, seit Corona sehr bedeckt halten. 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