{"id":69615,"date":"2021-02-08T12:00:16","date_gmt":"2021-02-08T11:00:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=69615"},"modified":"2021-02-08T16:57:03","modified_gmt":"2021-02-08T15:57:03","slug":"weitere-leserbriefe-zum-artikel-kuenstler-und-corona-kritik-wo-seid-ihr-alle-hin","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=69615","title":{"rendered":"Weitere Leserbriefe zum Artikel \u201eK\u00fcnstler und Corona-Kritik: Wo seid ihr alle hin?\u201c"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=69497\">In diesem Beitrag<\/a> hat Tobias Riegel gefragt, warum sich manche prominente deutsche K&uuml;nstler, die sich sonst gerne zur Weltlage &auml;u&szlig;ern, seit Corona sehr bedeckt halten. Die Frage war mit dem Aufruf verbunden, uns Hinweise auf K&uuml;nstler-Beitr&auml;ge zu schicken, die sich kritisch mit der Corona-Politik auseinandersetzen. <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=69562\">In diesem Beitrag<\/a> haben wir bereits zahlreiche Leserbriefe und Hinweise zum Thema ver&ouml;ffentlicht. Hier folgen nun weitere Briefe zu dem Artikel. Von <strong>Redaktion<\/strong>.<br>\n<!--more--><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>1. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebe Nachdenkseiten-Gestalter,<\/p><p>herzlichen Dank f&uuml;r Ihre harte Arbeit und M&uuml;hen der t&auml;glichen Recherche nach passenden Beitr&auml;gen und deren kritische Kommentierung. Super!<\/p><p>Bezgl. Ihres Aufrufs zu kritischen K&uuml;nstlern; w&uuml;rde Ihnen den&nbsp;Gedichtband&nbsp;von Monika Witsch &bdquo;Das Schweigen des Sokrates oder warum der Mensch vom Affen nicht kommt&ldquo; empfehlen. Es sind sehr sch&ouml;ne und auch w&uuml;tende Gedichte dabei, die sich mit der&nbsp;aktuellen politischen Situation auseinandersetzen.&nbsp;<\/p><p>Wie die Autorin auf der R&uuml;ckseite ihres sch&ouml;n gestalten Buches schreibt: &bdquo;Der Gedichtband ist eine Sammlung von Gedanken in Sprache und Bild. Die Malerei &uuml;bernimmt dort, wo die Worte fehlen, wo es einem die Sprache verschl&auml;gt. Sie ist Farbe und Form der Sprachlosigkeit und zusammen mit den Versen der Versuch, dem Unsagbaren eine Darstellung zu geben. Zusammen wollen Sprache und Bild anregen, sich mal wieder aufzuregen.&ldquo;<\/p><p><a href=\"https:\/\/tredition.de\/autoren\/monika-witsch-35764\/das-schweigen-des-sokrates-oder-warum-der-mensch-vom-affen-nicht-kommt-paperback-148168\/\">tredition.de\/autoren\/monika-witsch-35764\/das-schweigen-des-sokrates-oder-warum-der-mensch-vom-affen-nicht-kommt-paperback-148168\/<\/a><\/p><p>Viele Gr&uuml;&szlig;e<br>\nRainer Lenz<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>2. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr Riegel,<\/p><p>was ist denn das f&uuml;r ein Beitrag? Ich kann mich ja Ihrer Meinung durchaus anschlie&szlig;en, dass Kulturschaffende in der Tat nicht wirklich das Maul aufreissen. Aber hier in K&ouml;ln w&uuml;rde ich zu Ihnen sagen: Sch&auml;tzelein, Kulturschaffende, die sich in der Zero-Covid-Initiative engagieren und in der &Ouml;ffentlichkeit diese Initiative unterst&uuml;tzen, schweigen eben NICHT zu den aktuellen Vorg&auml;ngen bez&uuml;glich der gegenw&auml;rtigen Regierungspolitik zur Eind&auml;mmung der SARS-CoV-2 Infektion.<\/p><p>Ganz im Gegenteil, sie &auml;u&szlig;ern und bekennen sich GEGEN die seit Monaten andauernden nervenzehrenden, unsere Grundrechte einschr&auml;nkenden, destruktiven, psychische und wirtschaftliche Sch&auml;den verursachenden Ma&szlig;nahmen. Das IST die von Ihnen vermisste, &ouml;ffentliche Positionierung, wegen der man, wie man auch hier in Ihrem Beitrag erleben darf, diffamiert wird und zu der es deshalb tats&auml;chlich einiges an Mut bedarf.<\/p><p>Wenn Sie eine andere Meinung als diese Kulturschaffenden haben und Zero-Covid, im &uuml;brigen genauso wie Regierungsvertreter, f&uuml;r einen Irrweg halten, ist das doch v&ouml;llig in Ordnung, aber deshalb m&uuml;ssen diese Kulturschaffenden doch nicht IHRE Meinung teilen und mit Pauken und Trompeten durch die Stra&szlig;en ziehen.<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en,<br>\nDavid Gerlach<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>3. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrte Damen und Herren, sehr geehrter Herr Riegel,<\/p><p>leider kann ich Ihrem Artikel nur vollumf&auml;nglich beipflichten. <\/p><p>Die in diesem Artikel beschrieben Beobachtungen mache ich selbst in zunehmendem und vermehrtem Ma&szlig;e. <\/p><p>W&auml;hrend das Kabarett in Vor-Corona-Zeiten wie ganz selbstverst&auml;ndlich noch eine au&szlig;erparlamentarische Opposition darstellte, so ist es in dieser Form leider h&auml;ufig nur noch als Spurelement aufzust&ouml;bern. <\/p><p>Dieses ist umso mehr betr&uuml;blich, da es gerade jetzt nicht mal mehr eine parlamentarische Opposition gibt. Lediglich eine die das nur als Namen tr&auml;gt. <\/p><p>Wo sind die Zeiten geblieben, in denen Volksvertreter im Stile eines Herbert Wehner nochmal ordentlich auf den Tisch gehauen und massiv interveniert haben und solche Fragen in die Runde geworfen haben, ob man noch ganz bei Trost und Verstand sei im Hinblick auf solche Entscheidungen. <\/p><p>Aber was will man machen? &bdquo;Unsere&ldquo; gew&auml;hlten Abgeordneten sind schon seit langem keine Volksvertreter im klassischen Sinn mehr, sondern lediglich nur noch politische Karrieristen. <\/p><p>Um politische Ziele um des Volkes Willen geht es schon lange nicht mehr. <\/p><p>Oder wie erkl&auml;rt es sich sonst, dass sich die Gr&uuml;nen mit Markus S&ouml;der ins Bett legen wollen oder die SPD keinerlei sozialen Ziele mehr verfolgt. <\/p><p>L&auml;stig dabei ist nur, dass man sich zum Ende jeder Legislaturperiode immer beim P&ouml;bel auf der Stra&szlig;e blicken lassen muss, sonst k&ouml;nnte die eigene sch&ouml;ne politische Karriere vielleicht ganz abrupt enden. <\/p><p>Sehr traurig kommt die Tatsache hinzu, dass sich in Sachen Corona-Politik gerade die AfD sehr oft richtig und vern&uuml;nftig &auml;u&szlig;ert. Jedoch ist dies mit &auml;u&szlig;erster Vorsicht zu genie&szlig;en, bedenkt man aus welcher Motivation heraus sie das tut. <\/p><p>Aber zur&uuml;ck zu den K&uuml;nstlern. In j&uuml;ngster Zeit hat sich die au&szlig;erparlamentarische Opposition in der Kunst- und Kulturszene leider immer mehr hin zu den Main- streamern und Ja-Sagern entwickelt. <\/p><p>Wollte man die ganze Sache wohlwollend betrachten, k&ouml;nnte man viele von denen vielleicht sogar noch verstehen. <\/p><p>Wenn ihnen durch die Corona-Ma&szlig;nahmen s&auml;mtliche Eink&uuml;nfte weggebrochen sind und man vielleicht eine 4-k&ouml;pfige Familie zu ern&auml;hren hat und einem durch Auftritte in den &ouml;ffentlich-rechtlichen Medien diese Tantiemen als einzige Einnahmequelle bleiben, dann ist der ein oder andere bestimmt gerne dazu bereit das kritische Hinterfragen hinten anzustellen und stattdessen den Mainstream zu befeuern. <\/p><p>Bei all diesem m&ouml;glicherweisen Verst&auml;ndnis fehlt jedoch die entscheidende Kernkompetenz &ndash; n&auml;mlich Haltung &ndash; Haltung zu haben, diese zu zeigen und hinter ihr stehen. <\/p><p>Haltung bedeutet Werte und Ziele zu vertreten &ndash; mit aller Konsequenz. <\/p><p>Auch wenn diese Konsequenz vielleicht den Gang zum Jobcenter und Arbeitslosen- geld II (Hartz IV) bedeutet. <\/p><p>Durch &Uuml;berzeugung und Haltung besteht man auch solche sicherlich schwierigen Situationen, dessen bin ich mir sicher. <\/p><p>Haltung zeigen oder sich anbiedern? &ndash; Der tagt&auml;gliche morgendliche Blick in den Spiegel sollte hoffentlich die richtige Antwort liefern. <\/p><p>Die kritischen Stimmen in der Kulturszene sind leider deutlich weniger geworden. <\/p><p>Ja es gibt sie noch, wie z.B. die in ihrem Artikel erw&auml;hnte Anstalt. Auch hier w&uuml;rde ich mir manchmal etwas mehr Mut w&uuml;nschen. <\/p><p>Ein Volker Pispers oder Georg Schramm haben sich leider vor geraumer Zeit schon zur&uuml;ckgezogen. Ihre Stimmen w&auml;ren gerade jetzt so wichtig. <\/p><p>Aber auch aktive kritische Stimmen sind noch vorhanden, auch wenn sie nicht mehr so unmittelbar pr&auml;sent auftauchen und man gegebenenfalls etwas genauer nach ihnen suchen muss. <\/p><p>Beispielhaft m&ouml;chte ich an dieser Stelle nur die Kabarettisten Helmut Schleich und und Urban Priol erw&auml;hnen. <\/p><p>Viele ihrer Kolleginnen und Kollegen haben diese Berufsbezeichnung meiner Meinung nach nicht mehr verdient. Deren Performance ist voll am Ziel vorbei &ndash; Thema verfehlt, setzen 6. <\/p><p>Trefflicher w&auml;re sie als Staatsschauspieler und Hofnarren zu titulieren. <\/p><p>Die echten wahren kritischen Stimmen sind f&uuml;r sie inzwischen wahrscheinlich auch nur noch Corona-Leugner, Aluhut-Tr&auml;ger und Verschw&ouml;rungstheoretiker. <\/p><p>Deshalb an all die kritischen Stimmen.<\/p><p>Macht weiter, bleibt mutig und lasst Euch nicht unterkriegen. <\/p><p>Bernd Leitel <\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>4. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebe Leute, erst einmal 1000 Dank f&uuml;r eure Seiten, ein echter Halt.<\/p><p>Bitte sch&ouml;n, unten im Brieffu&szlig; meine eigentliche &ldquo;Berufung&rdquo;, von doch recht hoher Qualit&auml;t&hellip;<\/p><p>politisch und wahrheitsfreundlich war ich aber schon immer, und besonders seit der Ukraine-Geschichte.<\/p><p>Hier sind meine Beitr&auml;ge zum Covid-Hoax, der link zu meinem alter ego und mein bester Song:<\/p><p><a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=xldV4ebP9P8\">youtube.com\/watch?v=xldV4ebP9P8<\/a><\/p><p>K&ouml;nnten ruhig mal paar Leute mehr sehen. Zeitlos. Leider heut genau so aktuell und n&auml;chstes Jahr wohl auch&hellip;..<\/p><p>Die Satiren, besonders 21.12., sind ja mittlerweile von der Realit&auml;t &uuml;bertroffen worden&hellip;<\/p><p>Tja, die Kollegen, wie lange m&ouml;chten die denn Geld f&uuml;r nix?<\/p><p>Das 5000 Jahre menschliche Kultur abgebaut werden sah man doch schon im letzten April.<\/p><p>Alles was mit Freude, Singen, N&auml;he, Versammlung , Austausch zu tun hat ist unbegrenzt abgeschafft.<\/p><p>Wird auch nicht wieder kommen wenn alle das Spiel mitspielen&hellip;.<\/p><p>&hellip;doch paar Wenige sehen das recht klar.<\/p><p>Und die anderen k&ouml;nnen gern Amazon-Ameisen werden, wenn es ihnen so egal ist &ndash; oder sie nur an ihrer Professur h&auml;ngen die dann auch obsolet ist.<\/p><p>Wer wird denn Musik studieren, Restaurants aufmachen wenn jede N&auml;he  als Gefahr implementiert wird?<\/p><p>Neues ARD-Wort: &ldquo;coronakompatibel&rdquo;  <\/p><p>So soll die Welt sein, neudeutsch f&uuml;r UNMENSCHLICH.<\/p><p>Get up, stand up. And resist.<br>\nCheers!<\/p><p>Lothar Theissmann<br>\n<a href=\"http:\/\/www.lotheis.de\">lotheis.de<\/a><br>\n<a href=\"http:\/\/www.youTube.com\/lotheisguitar\">YouTube.com\/lotheisguitar<\/a><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>5. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Danke an die Macher der Nachdenkseiten zum Beitrag &uuml;ber die dr&ouml;hnende Sprachlosigkeit  des etablierten Kulturbetriebes. Gleichzeitig haben Sie aber einen guten Beitrag f&uuml;r die Zukunft vergessen, der implizit schon enthalten war. W&uuml;rde es die M&ouml;glichkeiten der Nachdenkseiten sprengen, mit Hilfe der Leser, eine Liste dieser K&uuml;nstler und Intellektuellen zu erstellen, die sich dieser unertr&auml;glichen Ausgrenzung und medialen Hinrichtung andersdenkender Stimmen entgegenstellen. Es w&auml;re sicher eine Hilfe f&uuml;r alle, welche Personen oder Veranstaltungen man in Zukunft unterst&uuml;tzen kann. Als Beispiel verweise ich auf Denis Schenk, der in seiner B&uuml;chersendung im ZDF, in &uuml;belster zynischer Art, ohne inhaltliche Begr&uuml;ndung, Daniele Gansers Buch:  &ldquo;Imperium USA&rdquo; als verschw&ouml;rungstheoretisches Pamphlet im Papierkorb verschwinden lie&szlig;. Damit waren seine Sendung und seine Empfehlungen f&uuml;r mich erledigt.  Drehen wir den Spie&szlig; um und beginnen mit einer positiven Diskriminierung<\/p><p>Mit Dank f&uuml;r Ihre Arbeit<br>\nHeinz Steireif<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>6. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Hallo Redaktion der Nachdenkseiten,<\/p><p>Ich kann verstehen, dass Ihr wie die meisten kritischen Nachrichtenportale im Moment die Frage stellt, wo denn die kritischen K&uuml;nstler hin sind.<\/p><p>Auf der anderen Seite w&uuml;rde ich mir w&uuml;nschen, dass die kritischen K&uuml;nstler auch von Euch medial verst&auml;rkt werden, gerade wenn Sie keinen hohen Bekanntheitsgrad haben.&nbsp;<\/p><p>Ich bin Musiker \/ S&auml;nger und Songschreiber und habe mich seit Ende M&auml;rz wiederholt 2020 in Schrift und Ton sehr kritisch ge&auml;ussert:&nbsp;<a href=\"http:\/\/www.christianschantz.de\/5-0-ist.html\">christianschantz.de\/5-0-ist.html<\/a><\/p><p>Mich w&uuml;rde es sehr freuen, wenn Ihr auf meine Seite hinweist oder eins meiner Videos verlinkt.&nbsp;<\/p><p>Mit sch&ouml;nen Gr&uuml;&szlig;en aus dem M&uuml;nchner Osten<\/p><p>Christian Schantz<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>7. Leserbrief<\/strong><\/p><p><em>Dieser Leserbrief wurde wieder herausgenommen, da einer der Links auf eine Seite f&uuml;hrte, die wir nicht unterst&uuml;tzen m&ouml;chten.<\/em><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>8. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Ich fand ein treffendes Zitat zum Thema &ldquo;Kultur in Zeiten von Corona&rdquo; von Vaclav Havel in seinem Vorwort zum Buch von Tomas Sedlacek &rdquo; Die &Ouml;konomie von Gut und B&ouml;se &ldquo;:<\/p><p>2012 , Goldmann Verlag:<br>\n&nbsp;<\/p><blockquote><p>\n&ldquo;Die Mehrheit unserer politischen Parteien handelt aus einem engen materialistischen Blickwinkel heraus. In ihren Programmen pr&auml;sentieren sie zuerst die &Ouml;konomie und das Finanzwesen; die Kultur finden wir irgenwo am Schluss, als Anh&auml;ngsel, als Trankopfer f&uuml;r ein paar Verr&uuml;ckte. Ob sie nun rechts oder links stehen &ndash; die meisten von ihnen akzeptieren und verbreiten bewusst oder unbewusst die marxistische These von der &ouml;konomischen Basis und dem spirituellen Oberbau.<br>\nVielleicht h&auml;ngt all das damit zusammen, dass die &Ouml;konomie als wissenschaftliche Disziplin oft irrt&uuml;mlicherweise als blo&szlig;e Buchf&uuml;hrung betrachtet wird. Aber was n&uuml;tzt die Buchf&uuml;hrung, wenn sich doch vieles von dem, was unser Leben beeinflusst, schwer oder gar nicht berechnen l&auml;sst? Ich frage mich, was &Ouml;konomen dieses Schlags tun w&uuml;rden, wenn man ihnen die Aufgabe &uuml;bertragen w&uuml;rde, die Arbeit eines Sinfonieorchesters zu optimieren. Wahrscheinlich w&uuml;rden sie alle Pausen in Beethovens Konzerten streichen &ndash; sie sind ja schlie&szlig;lich zu nichts gut, sie halten nur den Lauf der Dinge auf, und die Mitglieder des Orchesters k&ouml;nnen doch nicht daf&uuml;r bezahlt werden, dass sie nicht spielen&hellip;&rdquo;\n<\/p><\/blockquote><p>&nbsp;<br>\nMit freundlichem Gru&szlig;<br>\nKlaus Kenke<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>9. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Leserbrief zu Tobias Riegel<\/p><p>K&uuml;nstler und Corona-Kritik. Wo seid ihr alle hin? (4.2.2021)<br>\n&nbsp;<br>\nUnter dem Deckmantel der Solidarit&auml;t l&auml;sst sich heute alles verkaufen. Die Pflicht und Aufgabe zum Schutz vor Corona reiht sich im Zeitalter der political correctness linientreu hinter die Umweltpolitik, die dem B&uuml;rger die Schuld f&uuml;r steigende CO2 Werte in die Schuhe schiebt. Die Corona-Pandemie ist nicht das erste Thema, das von den weitgehend linksorientierten Kunst- und Kulturschaffenden stillschweigend hingenommen, oder gar mit moralisch hoch erhobenem Zeigefinger verteidigt wird.<\/p><p>Ich m&ouml;chte in meinem Leserbrief meine Erfahrungen als Musikerin schildern. Ich war und bin nicht bereit, mich der Meinung des Mainstreams anzuschlie&szlig;en. Die Konsequenzen, die ich daf&uuml;r erleben musste, sind ersch&uuml;tternd. Daher m&ouml;chte ich diesen Leserbrief auch anonym ver&ouml;ffentlichen.<\/p><p>Ich bin seit einigen Jahren selbstst&auml;ndig als Musikerin und Gesangslehrerin. Meine Erfahrungen mit der Corona-Pandemie, dem Verhalten meiner Mitmenschen zu meiner Kritik an den Ma&szlig;nahmen und last but not least der Schule, an die ich mich nach dem Zusammenbruch meiner Selbstst&auml;ndigkeit gerettet hatte, waren und sind bedr&uuml;ckend.<\/p><p><em>Wo seid ihr alle hin?<\/em><\/p><p>Mit dieser Frage begann im M&auml;rz die Demontage meiner Existenz. Bezeichnend, dass vor allem die &Auml;rzte, Rechtsanw&auml;lte, kurz die Wohlhabenden aus meiner Gesangsklasse unter Missachtung der K&uuml;ndigungsfrist ihrer Unterrichtsvertr&auml;ge abtauchten. Offene Rechnungen blieben unbezahlt, nicht zu reden von all den Monaten, die offiziell h&auml;tten bezahlt werden m&uuml;ssen.<\/p><p>Konzerte wurden ersatzlos abgesagt, kleiner Engagements bei Geburtstagen und Hochzeiten entfielen. Innerhalb von wenigen Wochen war mein Sch&uuml;lerstamm massiv geschrumpft und s&auml;mtliche Engagements gestrichen. Meine m&uuml;hsam &uuml;ber Jahre aufgebauten Gesangsensembles durften nicht mehr proben. Verunsicherte Leute k&uuml;ndigten auch hier die Mitgliedschaft, so dass von meiner jahrelangen Arbeit im Sommer nicht mehr viel &uuml;brig war.<\/p><p>Je mehr sich mir die Sinnlosigkeit der Ma&szlig;nahmen und die Mutwilligkeit der Zerst&ouml;rung meiner Existenz abzeichnete, desto lauter wurde meine Kritik. Oft wurde ich auf die rettenden Corona-Hilfen hingewiesen. Als ob Finanzhilfen an einer ruinierten Existenz etwas anderes leisten k&ouml;nnten als Aufschub. Was jahrelang wachsen musste, kann nicht durch Geld gepuffert werden. Zumal, wenn nichts nachkommt.<\/p><p><em>Konzerte und Engagements, wo seid ihr alle hin?<\/em><\/p><p>Mein ganzes Konzertleben entstand nach dem Motto sehen und gesehen werden. Wo man nicht gesehen wird, folgen auch keine Engagements. Wo keine Geburtstage und Hochzeiten gefeiert werden, gibt es keine Gigs. Woran wird man ankn&uuml;pfen k&ouml;nnen? Wird man &uuml;berhaupt irgendwo ankn&uuml;pfen k&ouml;nnen?<\/p><p>Mein Sch&uuml;lerkonzert im August erntete massive Kritik, weil ich nicht angemeldete Eltern und Familienmitglieder trotzdem in dem Raum lies und es dort eng wurde. Nachdem ich mich f&uuml;r den gut gemeinten Versuch, ein sch&ouml;nes kulturelles Ereignis zu organisieren rechtfertigen musste, habe ich f&uuml;r mich beschlossen, dass das mein vorerst letzter Versuch war. Hinterher war ich bang, ob mich irgendwer verpfeifen w&uuml;rde. Dem war nicht so. Ein Gl&uuml;ck.<\/p><p>Kaum hatte ich im Herbst wieder mit dem kleinen Rest meiner Gesangsensembles das Proben aufgenommen, wurde das gemeinsame Singen wieder verboten. Die n&auml;chsten K&uuml;ndigungen kamen.<\/p><p>&Uuml;ber meinen Konzertverteiler hatte ich einen kritischen Text zu den Eingriffen in unser Grundrecht verschickt. Zur&uuml;ck kam Emp&ouml;rung, dass ich &bdquo;rechten Spinnern&ldquo; auf den Leim gegangen w&auml;re, man aus dem Verteiler genommen werden wolle und wir schlie&szlig;lich &bdquo;die beste Regierung der Welt&ldquo; h&auml;tte. Es folgten weitere K&uuml;ndigungen.<\/p><p>Zum neuen Schuljahr hatte ich zur Rettung meiner Existenz eine T&auml;tigkeit an einer Schule aufgenommen. Ich sollte dort Erziehern beibringen, wie man im Elementarbereich mit Kindern musiziert. Zun&auml;chst ohne Maske und im Dauerdurchzug w&auml;hrend st&auml;ndig ge&ouml;ffneter Fenster und T&uuml;ren. (&bdquo;Hygienekonzept&ldquo;) Dann mit Singverbot und Maske und st&auml;ndigem Durchzug. Dann mit Bewegungsverbot, Verbot der Gruppenarbeit und Trinkverbot im Unterricht (daf&uuml;r m&uuml;sse man ja die Maske abnehmen), halbst&uuml;ndigem Sto&szlig;l&uuml;ften und v&ouml;llig ausgetrockneter Heizungsluft. Mein Versuch mit den Sch&uuml;lern in eine kritische Auseinandersetzung zu treten hatte zur Folge, dass ich von den Sch&uuml;lern als Corona-Skeptikerin bei den Kollegen und der Schulleitung angeschw&auml;rzt wurde. Mein Versuch mich gegen diese Art der Denunziation zu wehren wurde mit der Ansage quittiert, dass es Worte wie &bdquo;Denunziation&ldquo; und &bdquo;Diffamierung&ldquo; an der Schule noch nie gegeben h&auml;tte und man sich diesen Tonfall verbitten w&uuml;rde. Die Sch&uuml;ler h&auml;tten sich lediglich zu meinem Verhalten &bdquo;informiert&ldquo;.<\/p><p>Als ich die Schulleitung dann darauf hinwies, dass ich ein Maskenattest besitze und vor allem aus Systemkonformit&auml;t dennoch mit Maske unterrichte, ich aber aus Gr&uuml;nden meines Gesundheitsschutzes kurze Maskenpausen hinter der Plexiglasscheibe in meinem Klassenzimmer mache, oder mal die Nase rausschauen lasse, um atmen zu k&ouml;nnen (auch daf&uuml;r wurde ich angeschw&auml;rzt), wurde mir die Erlaubnis entzogen, abends nach Schulschlie&szlig;ung in meinem Musikraum zu &uuml;ben. Es folgten weitere Schikanen, deren Ausf&uuml;hrung ich mir an dieser Stelle spare.<\/p><p>Ma&szlig;geblich an der Situation beteiligt waren die Sch&uuml;ler, denen man offensichtlich erfolgreich eingetrichtert hatte, dass man Covidioten sofort melden muss.<\/p><p><em>Kritisch denkende Jugendliche, wo seid ihr alle hin?<\/em><\/p><p>Meine K&uuml;ndigung dort wird all die Sch&uuml;ler treffen, die sich mit mir in Dialog begeben haben. Die sich auf den Musikunterricht gefreut hatten und von einer haltlosen Politik um ein Jahr Musikausbildung gebracht worden sind.<\/p><p>Sie fragen in ihrem Artikel nach mutigen K&uuml;nstlern, die den Mund aufmachen. Ich habe mir erlaubt hier kurz meine Geschichte zu skizzieren. Ich werde weiter den Mund aufmachen und an die Bande mit den Menschen glauben, die bereit sind, dass man in einen gemeinsamen Austausch tritt.<\/p><p>Abschlie&szlig;end m&ouml;chte ich auf die kritische und mutige Musikproduktion Maske auf meines Kollegen <em>Aywin<\/em> hinweisen. Noch ist sie auf Youtube verf&uuml;gbar. Mal sehen wie lange noch.<br>\n<a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=e5qf-xpg0B8&amp;ab_channel=AywinMusik\">youtube.com\/watch?v=e5qf-xpg0B8&amp;ab_channel=AywinMusik<\/a><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>Anmerkung zur Korrespondenz mit den NachDenkSeiten<\/strong><\/p><p>Die NachDenkSeiten freuen sich &uuml;ber Ihre Zuschriften, am besten in einer angemessenen L&auml;nge und mit einem eindeutigen Betreff.<\/p><p>Es gibt die folgenden Emailadressen:<\/p><ul>\n<li><a href=\"mailto:leserbriefe@nachdenkseiten.de\">leserbriefe(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r Kommentare zum Inhalt von Beitr&auml;gen.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:hinweise@nachdenkseiten.de\">hinweise(at)nachdenkseiten.de<\/a> wenn Sie Links zu Beitr&auml;gen in anderen Medien haben.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:videohinweise@nachdenkseiten.de\">videohinweise(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r die Verlinkung von interessanten Videos.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:redaktion@nachdenkseiten.de\">redaktion(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r Organisatorisches und Fragen an die Redaktion.<\/li>\n<\/ul><p>Weitere Details zu diesem Thema finden Sie in unserer &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?page_id=47939\">Gebrauchsanleitung<\/a>&ldquo;.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=69497\">In diesem Beitrag<\/a> hat Tobias Riegel gefragt, warum sich manche prominente deutsche K&uuml;nstler, die sich sonst gerne zur Weltlage &auml;u&szlig;ern, seit Corona sehr bedeckt halten. Die Frage war mit dem Aufruf verbunden, uns Hinweise auf K&uuml;nstler-Beitr&auml;ge zu schicken, die sich kritisch mit der Corona-Politik auseinandersetzen. <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=69562\">In diesem Beitrag<\/a> haben wir bereits zahlreiche Leserbriefe<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=69615\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[103],"tags":[],"class_list":["post-69615","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-leserbriefe"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/69615","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=69615"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/69615\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":69632,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/69615\/revisions\/69632"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=69615"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=69615"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=69615"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}