{"id":69712,"date":"2021-02-11T08:36:59","date_gmt":"2021-02-11T07:36:59","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=69712"},"modified":"2021-02-11T08:36:59","modified_gmt":"2021-02-11T07:36:59","slug":"hinweise-des-tages-3797","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=69712","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=69712#h01\">Gesch&auml;fte d&uuml;rfen erst ab Inzidenz von 35 &ouml;ffnen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=69712#h02\">Viele Lockerungsvorschl&auml;ge und kaum Hoffnung: Im Streit um die deutsche Corona-Politik bleiben die b&uuml;rgerlichen Freiheiten in weiter Ferne<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=69712#h03\">Publizist Prantl zu Corona-Ma&szlig;nahmen: &bdquo;Nicht die Beschr&auml;nkung ist der Normalzustand&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=69712#h04\">Staatsrechtler zur Corona-Verordnung Hufen: &ldquo;Jede dieser Ma&szlig;nahmen ist ein Eingriff in die Grundrechte&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=69712#h05\">Streeck: &bdquo;Shutdown ist wie ein Medikament &ndash; wir m&uuml;ssen auch auf die Nebenwirkungen schauen&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=69712#h06\">Frau von der Leyen und ihr Berater-Dilemma<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=69712#h07\">Klage aus Rache<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=69712#h08\">Renten-Experten werfen Scholz &bdquo;arglistige T&auml;uschung&ldquo; bei Doppelbesteuerung vor<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=69712#h09\">Proteste gegen Lehramtsreform in NRW: Bundesbank macht Schule<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=69712#h10\">Kartellversto&szlig;: Vorl&auml;ufiges Aus f&uuml;r Gesundheitsportal von Bund und Google<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=69712#h11\">Schweigem&auml;rsche: So sieht Versammlungsfreiheit in Deutschland aus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=69712#h12\">Machtk&auml;mpfe um Ost- und S&uuml;dosteuropa<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=69712#h13\">Ende der Straflosigkeit in Israel und Pal&auml;stina?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=69712#h14\">Der Globale S&uuml;den braucht keine leere Repr&auml;sentation, sondern Macht und Ressourcen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=69712#h15\">Trotz Warnung aus Peking: Zwei US-Flugzeugtr&auml;ger patrouillieren im S&uuml;dchinesischen Meer<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Verantwortlich f&uuml;r die Richtigkeit der zitierten Texte sind die jeweiligen Quellen und nicht die NachDenkSeiten. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Gesch&auml;fte d&uuml;rfen erst ab Inzidenz von 35 &ouml;ffnen<\/strong><br>\nDer bisher bis Mitte Februar befristete Lockdown zur Bek&auml;mpfung der Corona-Pandemie soll weitgehend bis zum 7. M&auml;rz verl&auml;ngert werden. Das haben Bundeskanzlerin Angela Merkel und die L&auml;nderregierungschefs bei ihrer Videokonferenz vereinbart, wie aus ihrem Beschlusspapier hervorgeht. Eine Ausnahme soll es f&uuml;r Friseure geben. Beim Thema Schulen und Kitas gibt es keine Einigung &ndash; die L&auml;nder k&ouml;nnen hier selbst entscheiden. Die wichtigsten Punkte im &Uuml;berblick:<br>\nHandel und Gastronomie: Der n&auml;chste Schritt zur &Ouml;ffnung, etwa f&uuml;r den Handel und die Gastronomie, kann laut dem Beschluss von den L&auml;ndern bei einer stabilen Sieben-Tage-Inzidenz von h&ouml;chstens 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner gegangen werden. Dieser Schritt w&auml;re die &Ouml;ffnung des Einzelhandels mit einer Begrenzung der Zahl der Kunden auf einen pro 20 Quadratmeter und die &Ouml;ffnung von Museen, Galerien und k&ouml;rpernahen Dienstleistungsbetrieben. Das Thema &Ouml;ffnungsstrategie werde bei der n&auml;chsten Beratungsrunde am 3. M&auml;rz wieder aufgegriffen, k&uuml;ndigte Merkel an.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/politik\/Geschaefte-duerfen-erst-ab-Inzidenz-von-35-oeffnen-article22352607.html\">n-tv<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Doch Dauerausnahmezustand durch die Hintert&uuml;r, ein Inzidenzwert von 35 d&uuml;rfte vor Ende M&auml;rz nicht erreicht werden, und ein Beleg f&uuml;r die absolute Willk&uuml;rlichkeit des 7-Tage-Inzidenzwertes, der offensichtlich so festgelegt wird, wie ihn die Politik braucht. Das beste Beispiel ist Baden-W&uuml;rttemberg, dort hat der Verwaltungsgerichtshof die landesweite n&auml;chtliche Ausgangssperre gekippt, da der dazu festgelegte Inzidenzwert von 200 in keiner Gemeinde und in keinem Landkreis mehr erreicht wurde. Was die gr&uuml;ne Landesregierung aber nicht interessiert und so hat man flugs festgelegt, dass lokale Ausgangssperren nun ab einem Inzidenzwert von 50 verh&auml;ngt werden k&ouml;nnen.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Ideenlose Corona-Politik: Lockdown long<\/strong><br>\nAuch der dritte Corona-Krisengipfel in diesem Jahr &ndash; das &bdquo;Impfstoffgespr&auml;ch&ldquo; nicht eingerechnet &ndash; hat wieder viele Stunden getagt, um zu dem inzwischen so vertrauten Ergebnis zu f&uuml;hren: Der Lockdown wird verl&auml;ngert, das neue Mindesthaltbarkeitsdatum ist der 7. M&auml;rz. Und weil das urspr&uuml;ngliche Ziel von weniger als 50 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche aus Sicht des Kanzleramts bedrohlich nahekommt, wird kurzerhand ein neuer Wert ausgerufen: Weniger als 35 m&uuml;ssen es jetzt sein, bevor der Einzelhandel wieder &ouml;ffnen darf.<br>\nNur f&uuml;r Friseure wird das faktische Berufsverbot schon etwas fr&uuml;her aufgehoben. Gastronomen, Hoteliers, Kinobetreiber und viele andere mehr m&uuml;ssen dagegen weiter warten. Auf den Fr&uuml;hling, auf Ostern, vielleicht auch auf den Sommer, wer wei&szlig; das schon. F&uuml;r die Freizeit- und Kulturbranche hat auch diese Ministerpr&auml;sidentenkonferenz keine Perspektive gebracht. Es bleibt beim Stand aus dem Januar: Es gibt den Plan, irgendwann einen &Ouml;ffnungsplan zu pr&auml;sentieren, mehr nicht. [&hellip;]<br>\nAuch sonst wirkt es manchmal so, als seien ordnungsgem&auml;&szlig;e Verwaltungsabl&auml;ufe wichtiger als eine effektive Pandemiebek&auml;mpfung. Da wurden mit viel Aufwand f&auml;lschungssichere Gutscheine f&uuml;r FFP2-Masken entwickelt, von der Bundesdruckerei gedruckt, an die Krankenkassen geschickt, die sie wiederum an ihre Risikopatienten schickten. Statt einfach jedem Haushalt einen Packung in den Briefkasten zu werfen, wie Mecklenburg-Vorpommern das gerade macht.<br>\nEs werden Briefe mit Links zu Internetseiten verschickt, auf denen einige wenige mit viel Geduld und Gl&uuml;ck einen Termin f&uuml;r eine Impfung bekommen. Es werden Detailregeln von zweifelhafter Relevanz erarbeitet wie jene in Berlin, die das Tragen von Masken in Autos vorschreibt, aber nur f&uuml;r haushalts&uuml;bergreifende Fahrgemeinschaften. Eltern, die f&uuml;r die Schule ihrer Kinder Luftfilter anschaffen wollen, werden ausgebremst, weil unklar ist, wer daf&uuml;r die Genehmigung erteilen soll.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/kommentar-zur-ideenlosen-corona-politik-lockdown-long-17191925.html\">FAZ<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Viele Lockerungsvorschl&auml;ge und kaum Hoffnung: Im Streit um die deutsche Corona-Politik bleiben die b&uuml;rgerlichen Freiheiten in weiter Ferne<\/strong><br>\nWelche Lehren halten also die Exit-Strategien bereit? Der nieders&auml;chsische Stufenplan mit seinen sechs Schritten wirkt letztlich zu detailverliebt, um praktikabel zu sein. Er setzt mehr neue Grenzen, als dass er alte Freiheiten gezielt und z&uuml;gig zur&uuml;ckbr&auml;chte. Es mangelt ihm wie auch seinen leichter fasslichen Pendants aus Schleswig-Holstein und Th&uuml;ringen an jenem Geist der Freiheit, ohne den keine Ordnung funktionieren kann. Die Pl&auml;ne wirken wie der tastende Versuch, sich in Drohungen einzurichten, indem man sie portioniert. Es sind Versprechen, keine Zusagen. Die schlimmsten Pleiten liessen sich damit abfedern. Zuversicht und Mut gedeihen so kaum. Unbeantwortet bleibt &uuml;berall die Frage: Wie k&auml;me man bei einer Trendumkehr aus einem zaghaften Exit zur&uuml;ck in einen harten Lockdown? Soll jede Perspektive ein Ablaufdatum von 14 Tagen haben? Bis wieder die grosse Messung ansetzt und die Ministerpr&auml;sidenten sich treffen? Die Fixierung auf den Inzidenzwert sorgt nur scheinbar f&uuml;r Berechenbarkeit. Schon oft in dieser Pandemie wurden f&uuml;r absolut erkl&auml;rte Grenzen auf einer Pressekonferenz im Handumdrehen kassiert.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nzz.ch\/international\/vor-dem-corona-gipfel-ruecken-die-alten-freiheiten-in-weite-ferne-ld.1600858%20\">NZZ<\/a>\n<p><strong>dazu: Gegen die Wand<\/strong><br>\nBund-L&auml;nder-Treffen macht Konzeptlosigkeit in Corona-Krise deutlich. Doch endlos lassen sich Grundrechtseinschr&auml;nkungen nicht aufrechterhalten. [&hellip;]<br>\nKritikw&uuml;rdig ist vor allem die Konzeptlosigkeit und das Unverm&ouml;gen, die Pandemie auf eine Weise in den Griff zu bekommen, die absehbare soziale Folgen nicht ins Unermessliche steigen l&auml;sst. Mit der andauernd erzwungenen Schlie&szlig;ung von Handel, Bildungs- und Kultureinrichtungen w&auml;chst auch daher der Unmut &uuml;ber das st&auml;ndige Weiter-so. Es ist die Konzeptlosigkeit, die den &Auml;rger in der Bev&ouml;lkerung sch&uuml;rt. Mitte Januar schon haben knapp die H&auml;lfte der Bundesb&uuml;rger die Einschr&auml;nkungen der Grund- und Freiheitsrechte als starke bis sehr starke Belastung wahrgenommen. Es ist zu erwarten, dass sich mehr und mehr B&uuml;rger diesem Urteil anschlie&szlig;en.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Gegen-die-Wand-5051221.html\">Telepolis<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Publizist Prantl zu Corona-Ma&szlig;nahmen: &bdquo;Nicht die Beschr&auml;nkung ist der Normalzustand&ldquo;<\/strong><br>\nDer Bundestag komme in der Pandemie viel zu kurz, kritisierte der Publizist und Jurist Heribert Prantl im Dlf. Die Grundrechte m&uuml;ssten auch in Notzeiten Leuchtt&uuml;rme bleiben. Er sorge sich, dass man sich daran gew&ouml;hne, dass die Beschr&auml;nkungen &bdquo;zum probaten Mittel&ldquo; in weiteren Krisen werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/publizist-prantl-zu-corona-massnahmen-nicht-die.694.de.html?dram:article_id=492285\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Staatsrechtler zur Corona-Verordnung Hufen: &ldquo;Jede dieser Ma&szlig;nahmen ist ein Eingriff in die Grundrechte&rdquo;<\/strong><br>\nAktuell gilt in Rheinland-Pfalz die 15. Corona-Bek&auml;mpfungsverordnung. Seit Beginn der Pandemie besch&auml;ftigen sich Gerichte mit den Vorgaben aus den Verordnungen. Ein Interview mit Staatsrechtler Friedhelm Hufen zur juristischen Einordnung:<br>\nSWR Aktuell: Wie bewerten sie aus staatsrechtlicher Sicht die aktuelle Corona-Verordnung des Landes Rheinland-Pfalz?<br>\nFriedhelm Hufen: Sie war zu Beginn der Pandemie eher unbestimmt und hatte auch gro&szlig;e L&uuml;cken. Das ist dann nach und nach korrigiert worden. Das Grundproblem dieser Verordnung besteht aber immer noch darin, dass sie das durchaus fragw&uuml;rdige Konzept eines allgemeinen und undifferenzierten &ldquo;Lockdown&rdquo; umsetzt und damit gravierende Probleme der Verh&auml;ltnism&auml;&szlig;igkeit und der Einzelfallgerechtigkeit aufwirft.<br>\nDa m&uuml;ssen dann die Verwaltungsgerichte korrigierend eingreifen, wie die Beispiele Ausgangssperre, Alkoholverbot, 15-Kilometer-Regel, Versammlungsverbote, Besuchssperren in Pflegeheimen zeigen. Jede dieser Ma&szlig;nahmen ist ein Eingriff in die Grundrechte, und allgemeine Gr&uuml;nde des Gesundheitsschutzes reichen da in der Regel nicht aus. Zudem passt das bisher stets angef&uuml;hrte Argument eines drohenden Zusammenbruchs des Gesundheitssystems nicht mehr. Deshalb verlangen die Gerichte zu Recht immer mehr konkrete Gr&uuml;nde. [&hellip;]<br>\nSWR Aktuell: Wieso ist es in Rheinland-Pfalz nicht m&ouml;glich, vor dem Oberverwaltungsgericht gegen die Corona-Verordnung vorzugehen?<br>\nHufen: In Rheinland-Pfalz &ndash; wie sonst nur noch in den Stadtstaaten Hamburg und Berlin &ndash; k&ouml;nnen Verordnungen der Landesregierung und der Minister nicht direkt &uuml;ber die sogenannte Normenkontrolle beim Oberverwaltungsgericht angefochten werden. Das ist eine rechtsstaatlich bedenkliche L&uuml;cke, wie sich gerade am Beispiel der &ldquo;Corona-Verordnungen&rdquo; zeigt. Es w&auml;re gerade von Vorteil, wenn das Oberverwaltungsgericht Zweifelsfragen landesweit und f&uuml;r alle B&uuml;rger kl&auml;ren k&ouml;nnte. Stattdessen m&uuml;ssen sich hier die Betroffenen im Einzelfall an die &ouml;rtlichen Verwaltungsgerichte wenden, wenn sie konkrete Ma&szlig;nahmen aufgrund der Verordnung f&uuml;r rechtswidrig halten oder vorl&auml;ufig aussetzen lassen wollen, bis es zur Entscheidung in der Hauptsache. Die Verordnung als Ganzes bleibt aber g&uuml;ltig.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.swr.de\/swraktuell\/rheinland-pfalz\/interview-hufen-100.html%20\">SWR<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Streeck: &bdquo;Shutdown ist wie ein Medikament &ndash; wir m&uuml;ssen auch auf die Nebenwirkungen schauen&ldquo;<\/strong><br>\nIn der Lockdown-Debatte wird nicht genug diskutiert, sagt Hendrik Streeck &ndash; zumindest nicht mit den richtigen Menschen. Im Gespr&auml;ch mit FOCUS Online erkl&auml;rt der Virologe, wieso es an relevanten Stimmen fehlt und wieso wir uns mit dem Gedanken anfreunden m&uuml;ssen, langfristig mit Corona zu leben. [&hellip;]<br>\nVirologe Hendrik Streeck sieht den inzwischen mehr als drei Monate andauernden Lockdown allerdings skeptisch. &bdquo;Nat&uuml;rlich ist es wichtig, die Infektionszahlen zu dr&uuml;cken&ldquo;, sagt er kurz vor dem entscheidenden Bund-L&auml;nder-Gipfel im Gespr&auml;ch mit FOCUS Online.<br>\n&bdquo;Aber es fehlt die Perspektive und der Ausblick f&uuml;r eine Langzeitstrategie. Auch haben wir in Deutschland zu wenig geforscht. Wir wissen nicht, wer sich wo ansteckt. Daher bleibt uns derzeit keine andere Methode als mit dem Hammer zu arbeiten.&ldquo;<br>\nUm das zu verhindern, spricht sich Streeck f&uuml;r ein differenzierteres Vorgehen aus: &bdquo;Wir m&uuml;ssen verstehen, wer sich wo infiziert, damit wir endlich anfangen k&ouml;nnen, auch mit dem Skalpell arbeiten k&ouml;nnen&ldquo;, so seine Forderung.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.focus.de\/gesundheit\/news\/hendrik-streeck-im-gespraech-virologe-richtet-appell-an-bundesregierung-holt-kinderaerzte-und-psychologen-in-eure-gremien_id_12958550.html\">Focus Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Frau von der Leyen und ihr Berater-Dilemma<\/strong><br>\nDie ganze Welt blickt in die USA. Doch was passiert eigentlich in Br&uuml;ssel? Frau von der Leyen hat einen Berater. Mal wieder. Der k&ouml;nnte f&uuml;r einen Skandal sorgen. Mal wieder. Eine satirische Kolumne von Martin Sonneborn. [&hellip;]<br>\nDa Frau von der Leyen ihren privaten Coach &ndash; und pers&ouml;nlichen Freund &ndash; mangels Qualifikation also nicht in einer der verf&uuml;gbaren Positionen installieren konnte, tat sie Folgendes: Sie erfand einfach eine neue. Damit wir uns richtig verstehen: Die Kommissionspr&auml;sidentin erfindet eine Position, die es in der streng hierarchisierten Kommissionsb&uuml;rokratie gar nicht gibt, nur um einen Gefolgsmann, der die allgemeinen Einstellungsvoraussetzungen nicht erf&uuml;llt, auf EU-Kosten besch&auml;ftigen zu k&ouml;nnen.<br>\nDie f&uuml;r Flosdorff geschaffene Stelle tr&auml;gt die verbl&uuml;ffend unverschleierte Bezeichnung &ldquo;BERATER f&uuml;r Kommunikation des Kabinetts&rdquo; (&ldquo;conseiller en communication de son cabinet&rdquo;). Und weist dem in allen europ&auml;ischen Belangen v&ouml;llig unbeschlagenen PR-Coach &ndash; der Einfachheit halber &ndash; als einzige Aufgabe zu, zu tun, was er immer getan hat: Seine Chefin gut aussehen zu lassen. (Man fragt sich unwillk&uuml;rlich, ob eine Vorratspackung Drei Wetter Taft nicht noch billiger gewesen w&auml;re.)<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.t-online.de\/nachrichten\/ausland\/eu\/id_88906396\/martin-sonneborn-ursula-von-der-leyen-und-ihr-berater-die-naechste-affaere-.html\">Martin Sonneborn auf T-Online<\/a>\n<p><strong>dazu: Von der Leyen schiebt &ldquo;Industrie&rdquo; Verantwortung f&uuml;r Impfprobleme zu<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Von-der-Leyen-schiebt-Industrie-Verantwortung-fuer-Impfprobleme-zu-5051451.html\">Telepolis<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Klage aus Rache<\/strong><br>\nMehr Geld f&uuml;r AltenpflegerInnen. Das k&ouml;nnte bald kommen. Es braucht nur noch die Hilfe der Kirchen und von Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD). Doch es gibt Arbeitgeber, die das verhindern wollen.<br>\nVerdi und der vor anderthalb Jahren gegr&uuml;ndete Arbeitgeberverband BVAP (Bundesvereinigung in der Pflegebranche) haben sich auf einen Tarifvertrag f&uuml;r die Altenpflege geeinigt. Wenn die kirchlichen Wohlfahrtsverb&auml;nde Caritas (katholisch) und Diakonie (evangelisch) zustimmen, k&ouml;nnte Heil pr&uuml;fen, ob es im &ldquo;&ouml;ffentlichen Interesse&rdquo; ist, diesen Tarifvertrag f&uuml;r allgemeinverbindlich zu erkl&auml;ren. Dann m&uuml;ssten alle Altenpflegeeinrichtungen mindestens die dort vereinbarten L&ouml;hne zahlen. Angesichts der seit Jahren laufenden Diskussionen &uuml;ber schlechte Arbeitsbedingungen in der Pflege und dem Pflegekr&auml;ftemangel d&uuml;rfte dagegen eigentlich niemand etwas einzuwenden haben.<br>\nDoch. Und zwar der Arbeitgeber-Dachverband BdA (Bundesvereinigung der Arbeitgeberverb&auml;nde), in dem der BVAP nicht Mitglied ist. Der BdA wirft dem SPD-Minister vor, &ldquo;die Arbeitsbedingungen in einer Branche staatlich regeln&rdquo; zu wollen. Teufelszeug also. Jetzt kommt der n&auml;chste Arbeitgeberverband in der Pflege ins Spiel, der AGVP (Arbeitgeberverband Pflege). Der hat angek&uuml;ndigt, das Teufelszeug Tarifvertrag wegklagen zu wollen. Weil Verdi in der Branche kaum Mitglieder habe, k&ouml;nne die Dienstleistungsgewerkschaft gar keinen Tarifvertrag aushandeln, behauptet der AGVP und will Verdi gerichtlich f&uuml;r tarifunf&auml;hig erkl&auml;ren lassen. Unterst&uuml;tzt wird er dabei von der Evangelischen Heimstiftung W&uuml;rttemberg.<br>\nEs ist etwas verwirrend. In der Altenpflege gibt es drei Arbeitgeberverb&auml;nde: den 2019 gegr&uuml;ndeten BVAP, der unter anderem von der AWO, der Volkssolidarit&auml;t und dem Arbeitersamariterbund getragen wird. Dann gibt es den BPA Arbeitgeberverband e.V. (Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste) mit Rainer Br&uuml;derle als Vorsitzendem. Dieser Verband hat nach eigenen Angaben 4500 Mitglieder mit rund 190.000 Besch&auml;ftigten und ist Mitglied im BdA.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/wirtschaft\/515\/klage-aus-rache-7301.html\">Kontext: Wochenzeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Renten-Experten werfen Scholz &bdquo;arglistige T&auml;uschung&ldquo; bei Doppelbesteuerung vor<\/strong><br>\nDie Doppelbesteuerung der Rente wurde von einem Finanzmathematiker nachgewiesen. Ein Steuerberater hat Bundesfinanzminister Olaf Scholz verklagt. Ein Interview.\n<ul>\n<li>Das Renten-System in Deutschland k&ouml;nnte sich ver&auml;ndern.<\/li>\n<li>Die Altersvorsorge wird laut Experten n&auml;mlich doppelt besteuert. <\/li>\n<li>Finanz&auml;mter versuchen laut Heinrich Braun systematisch, Senioren:innen aus den Einspruchsverfahren zu dr&auml;ngen.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Die Doppelbesteuerung der Rente erhitzt weiterhin die Gem&uuml;ter &ndash; und verunsichert Rentenbeziehende. Heinrich Braun, Steuerberater aus Mannheim, hat sich darauf spezialisiert, die Frage der Doppelbesteuerung der Altersvorsorge zu analysieren und gerichtlich dagegen vorzugehen. Gemeinsam mit Finanzmathematiker Klaus Schindler setzt er sich f&uuml;r Senior:innen ein. Schindler, der fr&uuml;her an der Universit&auml;t Saarbr&uuml;cken lehrte, hat eine Formel entwickelt, die zeigt, welcher Belastung Menschen im Ruhestand durch die Doppelbesteuerung ihrer Rente ausgesetzt sind. Im Interview mit fr.de zeigen Braun und Schindler auf, wie die Finanz&auml;mter versuchen, Rentenbeziehende zu t&auml;uschen und um ihr Recht zu bringen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.fr.de\/wirtschaft\/rente-doppelbesteuerung-altersvorsorge-olaf-scholz-finanzministerium-absprache-heinrich-braun-klaus-schindler-90198804.html\">FR Online<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Proteste gegen Lehramtsreform in NRW: Bundesbank macht Schule<\/strong><br>\nAufruhr bei Sch&uuml;lern, Studierenden und Lehrern in Nordrhein-Westfalen. Nach Einf&uuml;hrung eines Schulfachs &bdquo;Wirtschaft&ldquo; will die Landesregierung nun auch das Lehramt &bdquo;Sozialwissenschaften&ldquo; aus dem Verkehr ziehen. Gegner warnen vor der Abwicklung politischer Bildung und einer &Uuml;bermacht des &Ouml;konomischen. Die Wissenschaft belegt den Trend. [&hellip;]<br>\nDie Schule ist ein zentraler Ort, an dem Kinder und Jugendliche lernen, sich mit gesellschaftlichen, politischen, sozialen und wirtschaftlichen Themen, die &uuml;ber die unmittelbare pers&ouml;nliche Erlebniswelt hinausgehen, auseinanderzusetzen. In Nordrhein-Westfalen (NRW) geschah dies bald 50 Jahre lang im Unterrichtsfach &bdquo;Sozialwissenschaften&ldquo;. Aber neuerdings ist Schluss damit. Zu Beginn des laufenden Schuljahrs wurde an den weiterf&uuml;hrenden Schulen an Rhein und Ruhr fl&auml;chendeckend das Schulfach &bdquo;Wirtschaft\/Politik&ldquo; eingef&uuml;hrt, wobei die namentliche Reihenfolge kein Zufall ist. Inhaltlich hat &bdquo;Wirtschaft&ldquo; eindeutig Vorrang vor &bdquo;Politik&ldquo;. Und das nicht nur in den entsprechenden Konzeptpapieren, sondern l&auml;ngst auch in der Praxis.<br>\nDas Bildungsministerium streitet das gar nicht ab. Das neue Fach ber&uuml;cksichtige auch weiterhin die drei Teildisziplinen Wirtschaft, Politik und Soziologie, die &bdquo;Schwerpunktsetzung&ldquo; sei aber eine andere. Das kommt nicht von ungef&auml;hr. Seit vielen Jahren treiben Unternehmer- und Handwerksverb&auml;nde, arbeitgebernahe Wirtschaftsinstitute, Vertreter von Banken und Versicherungen viel Aufwand, um &bdquo;Wirtschaft&ldquo; als ein eigenst&auml;ndiges Schulfach zu etablieren.<br>\nUnd sie haben zunehmend Erfolg damit, nicht nur in NRW, auch in Bayern und Niedersachsen ist &bdquo;Wirtschaft&ldquo; namentlicher Bestandteil der Lehrpl&auml;ne.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.studis-online.de\/hochschulpolitik\/art-2494-nrw-lehramtsreform2021.php\">Studis Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Kartellversto&szlig;: Vorl&auml;ufiges Aus f&uuml;r Gesundheitsportal von Bund und Google<\/strong><br>\nDas Landgericht M&uuml;nchen hat eine Kooperation zwischen dem Bund und dem Internetkonzern Google zu einem Gesundheitsportal vorl&auml;ufig untersagt. Die Richter gaben am Mittwoch zwei Antr&auml;gen auf einstweilige Verf&uuml;gungen gegen die Bundesrepublik, vertreten durch das Bundesgesundheitsministerium, und den US-Konzern im Wesentlichen statt, wie das Gericht mitteilte. Die Urteile sind noch nicht rechtskr&auml;ftig.<br>\nDas Gericht wertete die Zusammenarbeit als Kartellversto&szlig;. Die Vereinbarung bewirke eine Beschr&auml;nkung des Wettbewerbs auf dem Markt f&uuml;r Gesundheitsportale. Der Medienkonzern Hubert Burda Media hatte &uuml;ber eine Tochterfirma, das Gesundheitsportal netdoktor.de, geklagt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.rnd.de\/digital\/kartellverstoss-vorlaufiges-aus-fur-gesundheitsportal-von-bund-und-google-3RMJCSDWIKZ4OK7TYPB3UF6MCA.html\">RND<\/a>\n<p><strong>dazu: &bdquo;Netdoktor gegen BRD und Google: Vereinbarung &uuml;ber Knowledge Panels kartellrechtswidrig&ldquo;<\/strong><br>\nHeute hat die auf Kartellrecht spezialisierte 37. Zivilkammer des Landgerichts M&uuml;nchen I zwei Antr&auml;gen der NetDoktor.de GmbH in einstweiligen Verf&uuml;gungsverfahren gegen die Bundesrepublik Deutschland (37 O 15721\/20), vertreten durch das Bundesministerium f&uuml;r Gesundheit, und gegen die Google Ireland Ltd. (37 O 17520\/20) im Wesentlichen stattgegeben.<br>\nDie Kammer hat dem Bundesministerium f&uuml;r Gesundheit (BMG) und Google vorl&auml;ufig eine Zusammenarbeit untersagt, die darauf gerichtet ist, bei der Google-Suche nach Krankheiten prominent hervorgehobene Infoboxen (sog. Knowledge Panels) mit Gesundheitsinformationen anzuzeigen, die aus den Inhalten des Nationalen Gesundheitsportals des Bundesministeriums f&uuml;r Gesundheit (gesund.bund.de) gespeist und mit einem Link zu diesem Portal versehen sind. Die Kammer bewertete dies als Kartellversto&szlig;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.justiz.bayern.de\/gerichte-und-behoerden\/landgericht\/muenchen-1\/presse\/2021\/6.php\">Landgerichts M&uuml;nchen I<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Schweigem&auml;rsche: So sieht Versammlungsfreiheit in Deutschland aus<\/strong><br>\n&ldquo;Im Gegensatz zur russischen Diktatur herrscht in Deutschland Demonstrationsfreiheit. Wenn man sich an die Hygienevorschriften mit Maskenpflicht und Abstand h&auml;lt, wird es beispielsweise in der Stadt K&ouml;ln erlaubt, am 20.2.2021 einen STEHENDEN SchweigeMARSCH am Heumarkt mit 10 Menschen durchzuf&uuml;hren. Die Stadt K&ouml;ln zeigt damit deutlich auf, wie gro&szlig; die Unterschiede zwischen Deutschland und den Schurkenstaaten Russland, Wei&szlig;russland, China oder Nordkorea sind.&rdquo; So beginnt eine Pressemitteilung der Initiatoren der Schweigem&auml;rsche.<br>\nIch beziehe hier keine Stellung f&uuml;r oder gegen die Proteste gegen die Corona-Ma&szlig;nahmen. Es geht mir zun&auml;chst einmal darum, zu dokumentieren, wie weit wir schon sind. Wenn wir in der Tagesschau Bilder vom Vorgehen von Polizisten in Myanmar, Russland und anderen mehr oder weniger autorit&auml;r regierten Staaten gegen Teilnehmer nicht genehmigter Demonstrationen sehen, gruseln wir uns im heimischen Fernsehsessel und sind froh, dass wir in einer Demokratie leben, wo das Recht, zu demonstrieren und die Regierung zu kritisieren, selbstverst&auml;ndlich ist und geachtet wird, wo man nicht &ouml;ffentlich zum gef&auml;hrlichen Sch&auml;dling gestempelt wird, wenn man anderer Meinung ist. Pustekuchen.<br>\nWenn man gegen die repressiven Ma&szlig;nahmen der Regierung zur Eind&auml;mmung von Corona ist, dann hat man das Demonstrationsrecht weitgehend verwirkt. Will man einen Schweigemarsch mit Masken und Einhaltung der Hygienevorschriften mit bis zu 100 Teilnehmern organisieren, bekommt man Bescheide wie den folgenden vom 4. Februar. Sie legen einem nahe im Hinblick auf den Eindruck in der &Ouml;ffentlichkeit zu verzichten. (&hellip;)<br>\nWenn Sie mit Leuten ins Gespr&auml;ch kommen, die sie kennen, oder denen Sie begegnen, scheuen Sie sich nicht das Gespr&auml;ch alltagsbezogen auf Politik zu bringen, auf die beobachtbaren Auswirkungen dessen, was gerade vorgeht. Wenn Sie Sorge haben, dass das zu unangenehmen und unproduktiven Auseinandersetzungen f&uuml;hren k&ouml;nnte, m&uuml;ssen Sie das Gespr&auml;ch ja nicht gleich mit starken Aussagen er&ouml;ffnen. Wenn Sie zart durchscheinen lassen, dass Sie Zweifel haben, ob das alles richtig ist, wird die Reaktion des Gegen&uuml;ber ihnen zeigen, wie gro&szlig; die Gefahr eines Streits ist. Dann k&ouml;nnen Sie das Thema immer noch fallen lassen, wenn es zu heikel scheint. Streit dient in solchen emotional aufgeladenen Fragen erfahrungsgem&auml;&szlig; keiner Seite. Manchmal ist es aber immerhin m&ouml;glich, auf innere Widerspr&uuml;che in der Corona-Politik hinzuweisen, die einen st&ouml;ren, um wenigstens die Saat des Zweifels zu s&auml;hen. Ist ihr Gegen&uuml;ber aber Zweiflerin oder Kritikerin wie Sie, tut es Ihnen und ihrem Gegen&uuml;ber gut, das festzustellen und sie k&ouml;nnen sich unbefangen austauschen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/norberthaering.de\/die-regenten-der-welt\/demonstrationsfreiheit\/\">Norbert H&auml;ring<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Machtk&auml;mpfe um Ost- und S&uuml;dosteuropa<\/strong><br>\nMit Blick auf das Impfdesaster der EU bietet China nach Serbien und Ungarn nun auch weiteren Staaten Ost- und S&uuml;dosteuropas Covid-19-Impfstoffe an. Dies ist ein Ergebnis des gestrigen &ldquo;17+1&rdquo;-Gipfels, zu dem per Videokonferenz Vertreter von 17 ost- und s&uuml;dosteurop&auml;ischen L&auml;ndern mit dem chinesischen Staatspr&auml;sidenten Xi Jinping zusammentrafen. Im &ldquo;17+1&rdquo;-Format baut Beijing seit mittlerweile fast neun Jahren seine Beziehungen in die Region aus; im vergangenen Jahr stieg der Handel mit den beteiligten Staaten trotz der Coronakrise um 8,4 Prozent auf ein Volumen von &uuml;ber 103 Milliarden US-Dollar, und auch die chinesischen Investitionen dort nahmen erneut zu &ndash; dies, obwohl Br&uuml;ssel, aber auch Washington massiven Druck aus&uuml;ben, die Kooperation mit China zumindest einzuschr&auml;nken. Wie es in einer aktuellen Untersuchung des European Council on Foreign Relations (ECFR) hei&szlig;t, ist die Volksrepublik in den Nicht-EU-Staaten S&uuml;dosteuropas, darunter Serbien, inzwischen &ldquo;der bedeutendste Drittstaat geworden&rdquo;. Dabei k&auml;mpft Berlin in der Region auch gegen US-amerikanische Einflussarbeit an.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/8519\/\">German Foreign Policy<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Ende der Straflosigkeit in Israel und Pal&auml;stina?<\/strong><br>\nSeit dem 6-Tage-Krieg 1967 kommt es in Israel und den von Israel besetzten Gebieten zu Kriegsverbrechen &ndash; ohne Strafverfahren.<br>\nDer Internationale Strafgerichtshof  (IStGH) in Den Haag ist mit seiner am letzten Freitagabend ver&ouml;ffentlichten Entscheidung, Verfahren zu mutmasslichen Verbrechen in den seit 1967 von Israel besetzten pal&auml;stinensischen Gebieten zu er&ouml;ffnen, auf sehr widerspr&uuml;chliche Reaktionen gestossen. &laquo;Diese Entscheidung &ouml;ffnet einen seit langem erwarteten Weg zur Gerechtigkeit f&uuml;r israelische und pal&auml;stinensische Opfer schwerer Verbrechen&raquo;, begr&uuml;sste die internationale Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch (HRW) den IStGH-Beschluss. Die Pal&auml;stinensische Autonomiebeh&ouml;rde erkl&auml;rte, die Entscheidung &ouml;ffne &laquo;eine T&uuml;r f&uuml;r die strafrechtliche Verfolgung schwerer Verbrechen, die seit langem gegen das pal&auml;stinensische Volk begangen werden&raquo;.  Hingegen erkl&auml;rte der israelische Aussenminister Gabi Ashkenazi , die Entscheidung verdrehe das V&ouml;lkerrecht und mache &laquo;den Strafgerichtshof zum Handwerkszeug von israelfeindlicher Propaganda&raquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/freiheit-recht\/menschenrechte-2\/ende-der-straflosigkeit-in-israel-und-palaestina\/\">Infosperber<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Der Globale S&uuml;den braucht keine leere Repr&auml;sentation, sondern Macht und Ressourcen<\/strong><br>\nDie Nigerianerin Ngozi Okonjo-Iweala wird die erste Pr&auml;sidentin der Welthandelsorganisation. Aber eine afrikanische Frau an der Spitze bedeutet nichts, solange die WTO ihre Politik gegen B&auml;uerinnen und Arbeiter fortsetzt.<br>\nNgozi Okonjo-Iweala, die ehemalige Finanz- und Au&szlig;enministerin von Nigeria, wird aller Voraussicht nach die n&auml;chste Pr&auml;sidentin der Welthandelsorganisation (WTO) werden. Im Jahr 2012 war Okonjo-Iweala bereits eine Kandidatin im Rennen um den Vorsitz der Weltbank, bevor der damalige US-Pr&auml;sident Barack Obama den Amerikaner Jim Yong Kim f&uuml;r den Posten erw&auml;hlte. Damals wie heute wurde in den Medien betont, wie bedeutsam die Ernennung einer Schwarzen Frau aus Afrika zur Pr&auml;sidentin einer gro&szlig;en internationalen Finanzinstitution sei &ndash; was sich hier abzeichnen w&uuml;rde, sei nichts weniger als &raquo;ein entscheidender Moment f&uuml;r Afrika, das lange Zeit unter dem Stiefel ausl&auml;ndischer M&auml;chte und Finanzinstitutionen gestanden hat&laquo;.<br>\nEine Politik der Repr&auml;sentation um der Repr&auml;sentation willen ist jedoch nicht im Sinne der panafrikanischen Linken: Wenn sie darauf hinausl&auml;uft, dass eine Schwarze Frau aus Afrika die gleiche neoliberale Politik vertritt, die die wirtschaftliche Entwicklung des Kontinents in den letzten Jahrzehnten behindert hat, dann ist diese Form der Repr&auml;sentation sogar kontraproduktiv.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/jacobin.de\/artikel\/wto-ngozi-okonjo-iweala-weltbank-iwf-gatt-afcfta-occupy-nigeria-seun-kuti\/\">Jacobin<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Trotz Warnung aus Peking: Zwei US-Flugzeugtr&auml;ger patrouillieren im S&uuml;dchinesischen Meer<\/strong><br>\nDie beiden Einsatzverb&auml;nde, angef&uuml;hrt von den Flugzeugtr&auml;gern USS Theodore Roosevelt und USS Nimitz, hatten am Dienstag im S&uuml;dchinesischen Meer &Uuml;bungen durchgef&uuml;hrt, teilte die US-Marine in einer Erkl&auml;rung mit. Die gemeinsame &Uuml;bung in diesem &ldquo;stark frequentierten Gebiet&rdquo; solle &ldquo;die F&auml;higkeit der US-Marine demonstrieren, in herausfordernden Umgebungen zu operieren&rdquo;. Der Kommandeur der Tr&auml;gergruppe der USS Theodore Roosevelt, Konteradmiral Doug Verissimo, erkl&auml;rte:<br>\n&ldquo;Durch Operationen wie diese stellen wir sicher, dass wir taktisch kompetent sind, um die Herausforderung der Aufrechterhaltung des Friedens zu erf&uuml;llen, und wir sind in der Lage, weiterhin unseren Partnern und Verb&uuml;ndeten in der Region zu zeigen, dass wir zur F&ouml;rderung eines freien und offenen Indopazifik verpflichtet sind.&rdquo;<br>\nDie gro&szlig; angelegte &Uuml;bung folgt nur wenige Tage darauf, dass ein US-Zerst&ouml;rer, die USS John S. McCain, an den chinesisch kontrollierten Paracel-Inseln vorbeiman&ouml;vrierte. Es war die ersten sogenannte &ldquo;Freiheit-der-Schifffahrt-Operation&rdquo; seit dem Amtsantritt des neuen US-Pr&auml;sidenten Joe Biden. Die Fahrt des Zerst&ouml;rers wurde von Peking als feindselig verurteilt. Das chinesische Au&szlig;enministerium forderte Bidens Regierung auf, eine konstruktive Rolle f&uuml;r den regionalen Frieden und die Stabilit&auml;t&rdquo; zu spielen, anstatt die Spannungen zu sch&uuml;ren. Ein Ministeriumssprecher erkl&auml;rte:<br>\n&ldquo;China wird weiterhin jederzeit ein hohes Ma&szlig; an Alarmbereitschaft aufrechterhalten, auf alle Drohungen und Provokationen jederzeit reagieren und die nationale Souver&auml;nit&auml;t und territoriale Integrit&auml;t entschlossen verteidigen.&rdquo; (&hellip;)<br>\nDie ressourcenreiche und strategisch wichtige Region des S&uuml;dchinesischen Meeres ist Gegenstand sich &uuml;berschneidender territorialer und maritimer Anspr&uuml;che mehrerer Nationen, darunter China, Vietnam, die Philippinen, Malaysia, Indonesien und Brunei. Zudem ist das S&uuml;dchinesische Meer auch eine wichtige internationale Wasserstra&szlig;e, durch die jedes Jahr Seeverkehr im Wert von Billionen von Dollar flie&szlig;t.<br>\nZuletzt sprach sich auch die Bundesregierung daf&uuml;r aus, ihre Pr&auml;senz im Pazifik zu erh&ouml;hen, wobei der deutsche Einsatz vorl&auml;ufig auf die eher symbolische Entsendung einer Fregatte beschr&auml;nkt bleiben soll.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/de.rt.com\/asien\/112949-trotz-chinesischer-warnungen-zwei-us-flugzeugtraeger-im-suedchinesischen-meer\/\">RT Deutsch<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Die NachDenkSeiten haben auf die Absichten der Bundesregierung in dieser Region hingewiesen &ndash; u.a. hier: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=68821#h12\">Indo-Pazifik: Luftwaffe?<\/a> mit einer Anmerkung.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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