{"id":6972,"date":"2010-10-06T16:13:00","date_gmt":"2010-10-06T14:13:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=6972"},"modified":"2014-02-24T11:36:06","modified_gmt":"2014-02-24T10:36:06","slug":"anregungen-zur-strategie-der-auseinandersetzung-mit-den-befuerwortern-von-stuttgart-21","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=6972","title":{"rendered":"Anregungen zur Strategie der Auseinandersetzung mit den Bef\u00fcrwortern von Stuttgart 21"},"content":{"rendered":"<p>Ein Freund der NachDenkSeiten, der sich vorort gegen das Projekt Stuttgart 21 engagiert hat und von meiner Dokumentation und Analyse des Wahlkampfes 1972 (<a href=\"?p=2381\">&bdquo;Willy w&auml;hlen &rsquo;72. Siege kann man machen&ldquo;<\/a>) den damaligen Wahlkampf kennt, regte an, zu pr&uuml;fen, was man aus dem damaligen Wahlkampf, f&uuml;r dessen Konzeption und Umsetzung ich auf Seiten Willy Brandts verantwortlich war, lernen k&ouml;nne. Viel, denke ich, jedenfalls mehr, als die fast 40 Jahre Abstand vermuten lassen. Albrecht M&uuml;ller<br>\n<!--more--><br>\n<strong>Zu den Parallelen:<\/strong><\/p><p>Damals, beim Streit um die damaligen inneren Reformen und die Ostpolitik, wie heute im Streit um Stuttgart 21 spielt die Meinungsbildung eine wichtige Rolle f&uuml;r die Wahlentscheidung, f&uuml;r die Entscheidung zum Projekt und andere politische Entscheidungen.<br>\nDamals wie heute ist die Zielgruppe breit gestreut.<br>\nDamals wie heute gibt es auf der einen Seite eine gro&szlig;e Bewegung von vielen Menschen und auf der anderen Seite gro&szlig;e wirtschaftliche Interessen.<\/p><p>Damals wie heute kann es zu einer betr&auml;chtlichen Verschiebung des Meinungsbildes kommen &ndash; zu Gunsten und zulasten der Bef&uuml;rworter von Stuttgart 21. 1972 wurde im Wahlkampf durch einzelne Personen wie auch durch die &Ouml;ffentlichkeitsarbeit und die dahinter steckende Strategie viel bewegt. Die Union lag nach Umfragen von Infratest Mitte September 1972 bei rund 51%. Der rechte Teil der SPD-F&uuml;hrung hatte den Wahlkampf schon aufgegeben. Wirtschaftlich potente Gruppen investierten Millionen in den Wahlkampf anonymer Gruppen. Zwei Monate nach der vernichtenden Wahlprognose, erreichte die SPD am 19.11.1972 mit 45,8 Prozent ihr bisher bestes Ergebnis. Die Union landete bei 44,9%.<\/p><p><strong>Je geringer die Mittel um so wichtiger die Strategie zur Meinungsbildung<\/strong><\/p><p>Auch im Kampf um die Stimmung und die Meinung zum Projekt Stuttgart 21 kann es zu gravierenden Verschiebungen des Meinungsbildes kommen. Die Bef&uuml;rworter setzen darauf. Wie bei vielen ihrer Projekte, von der Agenda 2010 &uuml;ber den Afghanistan Krieg bis zur Kernkraft, behaupten sie, die sachlich richtige Linie zu vertreten aber diese schlecht zu verkaufen. Das sei der Grund f&uuml;r die mangelnde Zustimmung. Sie verf&uuml;gen &uuml;ber gro&szlig;e finanzielle und vermutlich zunehmend auch &uuml;ber publizistische Mittel.<br>\nDa die Gegner des Projektes Stuttgart 21 auch nicht ann&auml;hernd &uuml;ber &auml;hnliche finanzielle und publizistische Mittel verf&uuml;gen, kommt es um so mehr darauf an, dass eine gute Strategie gefahren wird. Wenn ich dazu einige Anregungen gebe, dann ist das keinesfalls als Kritik an den Aktiven dieser Bewegung gedacht. Im Gegenteil. Es ist als Unterst&uuml;tzung gedacht.<br>\nIch beschr&auml;nke mich im folgenden auf einige Schwerpunkte; das genaue Studium der damaligen Auseinandersetzung, die in &bdquo;Willy w&auml;hlen &rsquo;72&ldquo; dokumentiert und analysiert ist, kann im einzelnen noch mehr bringen. Die Gr&uuml;nde f&uuml;r die Verschiebung des Meinungsspektrums im Wahlkampf sind in einem eigenen Kapitel zusammengefasst. Von den dort genannten 21 &bdquo;Denkanst&ouml;&szlig;en&ldquo; sind mindestens die H&auml;lfte immer noch aktuell und f&uuml;r die laufende Auseinandersetzung relevant:<\/p><ol>\n<li>Genaue Analyse der Taktik des Gegners<\/li>\n<li>Die eigenen Anh&auml;nger immunisieren gegen die Strategie der andern Seite, vor allem durch Vorhersagen ihrer Strategie.<\/li>\n<li>Notfalls Thematisierung der zu erwartenden Medienbarriere.<\/li>\n<li>Aufbau einer Gegen&ouml;ffentlichkeit vor allem durch Information und Motivation vieler Menschen.<\/li>\n<li>Die Ansprache der Unterst&uuml;tzer breit anlegen, nicht auf einen Kern von Gl&auml;ubigen beschr&auml;nken.<\/li>\n<li>Die hinter dem Projekt steckenden Interessen sichtbar machen.<\/li>\n<li>Meinungsf&uuml;hrung statt Anpassung, offensiv sein, angreifen. Konflikte gut planen und bedenken.<\/li>\n<li>Kommunikation ausl&ouml;sen &ndash; durch Witz und Widerhaken.<\/li>\n<\/ol><p><strong>Nun zu einigen dieser Strategieelemente im einzelnen &ndash; in Stichworten:<\/strong><\/p><ol>\n<li><strong>Genaue Analyse der Taktik des Gegners<\/strong><\/li>\n<li><strong>Die eigenen Anh&auml;nger immunisieren gegen die Strategie der andern Seite, vor allem durch Vorhersagen ihrer Strategie.<\/strong><br>\nDie Analyse der Taktik der Bef&uuml;rworter von Stuttgart 21 ist wichtiger, als manche denken. Diese Analyse und die &ouml;ffentliche Beschreibung der Strategie ist wichtig, um die Sympathisanten des Stopps von Stuttgart 21 gegen die Kampagne der Bef&uuml;rworter zu immunisieren. 1972 haben wir das in einem Vorlauf zum Bundestagswahlkampf mit einer Serie von Anzeigen mit Motiven Tomi Ungerers geschafft. Jetzt im Falle Stuttgarts ist die Lage anders; es gibt kein Geld f&uuml;r Anzeigen. Aber es gibt ebenfalls Menschen, die mit anderen sprechen und argumentieren und f&uuml;r den Stopp werben und die deshalb wissen m&uuml;ssen, was auf sie zukommt: \n<p>Zum Beispiel wird die Bundesrepublik als quasi unregierbar dargestellt. Heute Abend wird dazu vermutlich ein Musterbeispiel an Meinungsmache bei &bdquo;Hart aber fair&ldquo; ablaufen. Ich zitiere aus der Ank&uuml;ndigung der Sendung und nenne den Link: <\/p>\n<blockquote><p>&bdquo;B&uuml;rger gegen Politiker: Wie viel Aufstand vertr&auml;gt die Demokratie?<br>\nWerden wir jetzt zum Land der Bremser, Prozesshanseln und Protestierer?&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/programm.daserste.de\/pages\/programm\/detail.aspx?id=dL3aDOQPYquRCBee9ZoDkQ%3d%3d\">Hart aber fair<\/a><\/p><\/blockquote>\n<p>Man muss diese Kampagne ernst nehmen, sie zielt vor allem auf die Menschen au&szlig;erhalb des Stuttgarter Raumes.<\/p>\n<p>Zum Beispiel ist weiter der Versuch der Kriminalisierung erkennbar. Das ist zu Recht von den Gegnern des Projektes thematisiert worden. Ich erinnere daran, dass die Union von CDU und CSU in den letzten vier Jahrzehnten schon des &Ouml;fteren mit der Kriminalisierung ihrer Gegner Wahlkampf gemacht hat. Ich erinnere mich besonders gut an den nieders&auml;chsischen Landtagswahlkampf 1986, als Ernst Albrecht, der damalige Ministerpr&auml;sident, nahe dran war, abgel&ouml;st zu werden. Dann schaltete sich die wahlkampferprobte Bonner Zentrale unter der F&uuml;hrung des damaligen Generalsekret&auml;rs Gei&szlig;ler ein. In der Schlussphase erschien eine Serie von Werbemitteln mit einem Stopp-Schild-Symbol, dem Slogan Stopp Rot-Gr&uuml;n und Fotos mit Steine werfenden jungen Leuten, &bdquo;Chaoten&ldquo;. Das hat dem Vater von Frau von der Leyen das eine Mandat zum politischen &Uuml;berleben gebracht.<br>\nJetzt wird es &auml;hnlich laufen. CDU und CSU werden nicht auf dieses bew&auml;hrte Mittel der Angstmache und der Kriminalisierung verzichten. Es ist deshalb wichtig, dass die Sympathisanten des Stopps von Stuttgart 21 rechtzeitig und immer wieder auf diese wahrscheinliche Kampagne hingewiesen werden und hinweisen.<br>\nEs ist auch ungemein wichtig, immer wieder die Glaubw&uuml;rdigkeit der Bef&uuml;rworter in Zweifel zu ziehen und zu ersch&uuml;ttern. Siehe auch unten.<\/p><\/li>\n<li><strong>Notfalls Thematisierung der zu erwartenden Medienbarriere.<\/strong><br>\nBisher haben die Gegner des Gro&szlig;projekts durchaus Sympathien bei einigen Medien. Aber man darf sich nicht dar&uuml;ber hinwegt&auml;uschen, dass die Verbindung Merkel\/Springer\/Bertelsmann\/Bunte unter Einschluss der Mehrheit der regionalen Bl&auml;tter und lokalen Bl&auml;tter genauso funktionieren wird wie bei Wahlen. Deshalb scheint mir eine Thematisierung der kommenden Medienbarriere wichtig, allerdings kombiniert mit Sympathie und Respekt f&uuml;r jene Journalistinnen und Journalisten, die verantwortlich informieren und kommentieren und sich nicht zum Werkzeug der kommenden Kampagne machen lassen.<\/li>\n<li><strong>Aufbau einer Gegen&ouml;ffentlichkeit vor allem durch Information und Motivation vieler Menschen.<\/strong><br>\nFrau N&ouml;lle Neumann, die Chefin von Allensbach, hat 1972 festgestellt, dass die Sprachf&auml;higkeit und die Argumentationsbereitschaft der Anh&auml;nger Willy Brandts ma&szlig;geblich waren f&uuml;r den Erfolg. Sie hat dazu eine interessante Befragung zum wahrscheinlichen Verhalten von Menschen in einem Zugabteil benutzt und ausgewertet. Die Rolle von sprachf&auml;higen Sympathisanten sahen wir damaligen Macher genauso. Bei der Auseinandersetzung um Stuttgart 21 scheint mir dies auch wahrscheinlich zu sein.<\/li>\n<li><strong>Die Ansprache der Unterst&uuml;tzer breit anlegen, nicht auf einen Kern von Gl&auml;ubigen beschr&auml;nken.<\/strong><br>\nEs macht wenig Sinn und ist bisher auch nicht so gelaufen, die Argumentation gegen das Projekt auf &ouml;kologische und st&auml;dtebauliche Fragen zu konzentrieren. Um weit hineinzuwirken ins konservative und liberale B&uuml;rgertum muss die finanzielle unsachliche Fragw&uuml;rdigkeit des Projekts immer wieder thematisiert und gut begr&uuml;ndet werden.<br>\nDie Argumente der Bef&uuml;rworter sind so unglaublich d&uuml;nn, dass man sie aus der Klammer ihrer d&uuml;rftigen sachlichen Begr&uuml;ndung keinesfalls entlassen darf. Als der baden-w&uuml;rttembergische Ministerpr&auml;sident am vergangenen Sonntag mit einem Interview in der Welt am Sonntag erschien, hatte ich noch gedacht, dort Argumente f&uuml;r das Projekt zu finden. Aber es war wie zuvor schon bei Frau Merkel. Er meinte, wenn Stuttgart 21 nicht k&auml;me, dann w&uuml;rde das Land im &bdquo;Bereich der Infrastruktur zur&uuml;ckgeworfen&ldquo; und weiter w&ouml;rtlich: &bdquo;Wir w&uuml;rden die einmalige Chance verspielen, Stuttgart ans internationale Hochgeschwindigkeitsnetz anzubinden. Im Norden von Baden-W&uuml;rttemberg w&uuml;rde der Fernverkehr auf die Schnellbahntrassen Erfurt-M&uuml;nchen einschr&auml;nken, wof&uuml;r sich Kollege Seehofer sicher pers&ouml;nlich bei mir bedanken w&uuml;rde, denn er h&auml;tte den Vorteil davon. Und wir h&auml;tten ihn dann eben nicht.&ldquo;<br>\nDas ist ein solcher Stuss. Man k&ouml;nnte politisches Kabarett damit f&uuml;llen. Denn das internationale Hochgeschwindigkeitsnetz ist, wie die Benutzerzahlen dieser Strecken zeigen, eine reine Propagandaformel. Der Hauptverkehr l&auml;uft nicht zwischen Paris, Stuttgart und Bratislava. Hinweise darauf sind absolut unsachlich. Und nicht einmal das Geschw&auml;tz von der umgehenden Anbindung im Norden Baden-W&uuml;rttembergs stimmt. Wo soll das denn sein, Herr Ministerpr&auml;sident? Irgendwo zwischen Odenwald und Bauland? Oder von Paris und Stra&szlig;burg &uuml;ber Frankfurt &uuml;ber Amorbach und Wertheim? Der Mann schw&auml;tzt. Ist es wichtig, den B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger Baden-W&uuml;rttembergs und der Bundesrepublik insgesamt die Unsachlichkeit dieses Projektes sichtbar zu machen.\n<p>Auch der Hinweis auf das Geld, das f&uuml;r Stuttgart und Baden-W&uuml;rttemberg verloren w&uuml;rde, wenn das Projekt nicht kommt, ist absolut unsachlich angesichts der ohnehin gro&szlig;en Beschr&auml;nkung &ouml;ffentlicher Mittel und der dringend notwendigen anderen Aufgaben ist es ziemlich albern so zu tun, als g&auml;be es einen unbegrenzten Topf, der entweder nach Stuttgart oder woandershin flie&szlig;t. Richtiger w&auml;re festzustellen, dass es dieses Geld gar nicht gibt.<\/p>\n<p><strong>Worauf es ankommt:<\/strong><br>\n<strong>Sachlich und &ouml;konomisch<\/strong> spricht nahezu alles gegen dieses Projekt. Um das normale konservative und liberale B&uuml;rgertum zu erreichen, muss diese St&auml;rke der Gegner in den Vordergrund geschoben werden.<\/p><\/li>\n<li><strong>Die hinter dem Projekt steckenden Interessen sichtbar machen.<\/strong><br>\nWenn sachlich so viel gegen das Projekt spricht, dann bleibt die Erkl&auml;rung offen,  warum es trotzdem mit aller Macht und Gewalt verfolgt wird.<br>\nDahinter stecken dicke Interessen. Diese m&uuml;ssen zumindest skizziert wenn nicht konkret benannt werden. Der Wahlkampf 1972 erreichte seine besondere Dynamik dadurch, dass wir immer wieder gefragt haben, was der Gegenkandidat Willy Brandts politisch f&uuml;r die massive Unterst&uuml;tzung gezahlt hat, die im Wahlkampf sichtbar wurde. Am Mittwoch vor der Wahl erschienen sieben anonyme Anzeigen gegen Brandt und die SPD in der Bild-Zeitung. Am gleichen Tag gab es die so genannte Elefantenrunde der Parteivorsitzenden im Fernsehen. Jeder zweite Deutsche schaute sich dies an. Die Rolle des &bdquo;gro&szlig;en Geldes&ldquo; war schon so bekannt gemacht und gelernt, dass es sich Willy Brandt leisten konnte, auf diese Unterst&uuml;tzung seines Konkurrenten durch das gro&szlig;e Geld hinzuweisen.\n<p>Heute sind wir schon ein ganzes St&uuml;ck weiter, um sichtbar zu machen, dass vermutlich bei solchen Gro&szlig;projekten politische Korruption eine gro&szlig;e Rolle spielt: <\/p>\n<ul>\n<li>Wir wissen, dass der Medienmogul Leo Kirch Millionen f&uuml;r die Kommerzialisierung des Fernsehens an Helmut Kohl und seine Kabinettskollegen gezahlt hat;<\/li>\n<li>wir wissen, dass es Spenden von Hotelorganisationen f&uuml;r die FDP gibt, quasi als Dank f&uuml;r eine Steuersenkung;<\/li>\n<li>wir wissen, dass Politiker quer &uuml;ber die Parteien an der Privatisierung von &ouml;ffentlichem Verm&ouml;gen und &ouml;ffentlichen Unternehmen verdienen;<\/li>\n<li>wir wissen, dass ein Bundeskanzler sonderbarer Weise f&uuml;r ein Unternehmen der Gasprom t&auml;tig wurde, dessen &ouml;konomisches Anliegen, der Bau einer Gaspipeline, w&auml;hrend seiner Kanzlerschaft beschlossen wurde;<\/li>\n<li>wir wissen heute, dass ein der CDU angeh&ouml;riges Ehepaar von der Privatisierung der Eisenbahnerwohnungen w&auml;hrend Kohls Regierungszeit profitiert hat;<\/li>\n<li>wir wissen, dass ein Bundeswirtschaftsminister namens Wolfgang Clement die Leiharbeit voran trieb und anschlie&szlig;end f&uuml;r das Institut einer gro&szlig;en Leiharbeitsfirma t&auml;tig wurde. Und so weiter.<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Also fragen wir mit Recht: wer profitiert nach dem Dreht&uuml;reffekt vom Gro&szlig;projekt Stuttgart 21. Ohne politische Korruption l&auml;uft ein solches Projekt heute nicht. Wir wollen wissen, wer davon profitiert.<\/strong><\/p><\/li>\n<li><strong>Meinungsf&uuml;hrung statt Anpassung, offensiv sein, angreifen. Konflikte gut planen und bedenken.<\/strong><br>\nEs ist wichtig, dass die Gegner des Projektes in der Offensive bleiben und dass die Konflikte gut geplant sind. Davon kann man leider nicht sprechen, wenn der Vorsitzende der Gr&uuml;nen &Ouml;zdemir dem baden-w&uuml;rttembergischen Ministerpr&auml;sidenten vorwirft, er wolle Blut sehen, und dies dann zur&uuml;cknimmt, obwohl Blut geflossen ist und brutaler ein Polizeieinsatz mit Wasserwerfern eigentlich nicht sein kann. Wenn die Gegner des Projektes bei einem solchen Konflikt schon zur&uuml;ckzucken, dann steht es schlecht um ihre Durchsetzungschancen. Vielleicht sollte man sich auf Hasenf&uuml;&szlig;e wie &Ouml;zdemir nicht all zu sehr verlassen.<br>\nJede dieser Auseinandersetzungen braucht f&uuml;hrende Personen, die den Buckel hinhalten, die also angreifen und dann auch stehen. Andernfalls geht die Glaubw&uuml;rdigkeit und der gro&szlig;e Vorteil der Offensivit&auml;t und Meinungsf&uuml;hrerschaft verloren.<\/li>\n<\/ol><p>Das waren einige Gedanken und Anregungen zur Auseinandersetzung um Stuttgart 21. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein Freund der NachDenkSeiten, der sich vorort gegen das Projekt Stuttgart 21 engagiert hat und von meiner Dokumentation und Analyse des Wahlkampfes 1972 (<a href=\"?p=2381\">&bdquo;Willy w&auml;hlen &rsquo;72. 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