{"id":69832,"date":"2021-02-16T08:05:04","date_gmt":"2021-02-16T07:05:04","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=69832"},"modified":"2021-02-16T07:36:21","modified_gmt":"2021-02-16T06:36:21","slug":"hinweise-des-tages-3800","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=69832","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JK\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=69832#h01\">Kanzlerin leidet unter Kuba-Syndrom &ndash; sie l&auml;sst nur noch eine Meinung zu<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=69832#h02\">#ZeroCovid und der autorit&auml;re Corona-Staat<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=69832#h03\">Menschen droht &ldquo;Lawine der Altersarmut&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=69832#h04\">Eine Verm&ouml;genssteuer als Antwort auf extreme Ungleichheit in &Ouml;sterreich<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=69832#h05\">Versagen in allen Bereichen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=69832#h06\">20 Jahre Zerst&ouml;rung der gesetzlichen Rente<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=69832#h07\">Hartz IV: Anspruch auf 20 FFP2-Masken pro Woche<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=69832#h08\">The Modelling-paper Mafiosi<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=69832#h09\">Virologe: &laquo;Ich habe keine grosse Angst vor einer dritten Welle&raquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=69832#h10\">Einschr&auml;nkungen ohne Ma&szlig; und Ziel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=69832#h11\">Was sich hinter der &ldquo;No-Covid&rdquo;-Strategie verbirgt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=69832#h12\">Es w&uuml;rde kein gr&ouml;&szlig;erer Schaden entstehen, wenn man diese Treffen beenden w&uuml;rde<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=69832#h13\">Wie EU und USA die Interessen der Pharmariesen sch&uuml;tzen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=69832#h14\">Ehrgeiz in der Sicherheitspolitik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=69832#h15\">Angriff auf das &ouml;ffentliche Bildungssystem<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=69832#h16\">&Ouml;sterreich schafft Quasi-Berufsverbote an Hochschulen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=69832#h17\">Propagandakrieger bei Facebook?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=69832#h18\">Klasse durchdringt alles<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Kanzlerin leidet unter Kuba-Syndrom &ndash; sie l&auml;sst nur noch eine Meinung zu<\/strong><br>\nSeit dem Fr&uuml;hjahr 2020 argumentiert Matthias Schrappe gegen den Lockdown als einzige Corona-Bremse. Stattdessen fordert der K&ouml;lner Medizin-Professor und ehemalige Berater des Bundes in Gesundheitsfragen einen besseren Schutz der besonders gef&auml;hrdeten alten Menschen &ndash; als Kern eines Strategiewechsels der Corona-Politik. Vorschl&auml;ge daf&uuml;r haben er und seine Arbeitsgruppe aus Gesundheitsexperten in umfassenden Thesenpapieren formuliert.<br>\nMatthias Schrappe geh&ouml;rt neben bekannten Gesichtern wie den Virologen Jonas Schmidt-Chanasit oder Klaus St&ouml;hr auch einer Gruppe von Wissenschaftlern an, die sich unter der Plattform &bdquo;CoronaStrategie&ldquo; zusammengefunden haben. Sie richten das Augenmerk nicht nur auf die medizinischen, sondern auch auf die gesellschaftlichen Sch&auml;den der Pandemie. FOCUS Online hat mit dem streitbaren Experten gesprochen.<br>\nFOCUS Online: Hat Sie das Ergebnis vom letzten Bund-L&auml;nder-Treffen im Kanzleramt &uuml;berrascht?<br>\nMatthias Schrappe: Nein, eine Verl&auml;ngerung des Lockdown war ja leider zu erwarten. Die Problematik beim Lockdown ist, dass man damit die Zahlen zwar sch&ouml;nen kann. Aber was macht man, wenn man wieder aufh&ouml;ren will? Die Logik dieses Instruments ist, dass man es immer weiter anwenden muss. Denn sonst werden die Zahlen ja wieder schlechter. Ich f&uuml;rchte daher, es wird zu einer Betonierung dieses inadequaten Instruments &bdquo;Lockdown&ldquo; kommen.<br>\nSind nicht die angepeilten Inzidenzen von 50 oder auch 35 eine praktikable Basis f&uuml;r Lockerungen?<br>\nSchrappe: Der Begriff Inzidenz ist schon unzul&auml;ssig und falsch. Die Melderaten, die sehr unzuverl&auml;ssig sind, werden da einfach hochgerechnet. Wenn sie viel testen, sind die Zahlen hoch, testen sie wenig, sind sie niedrig. Es ist ein Skandal, dass mit diesen Zahlen gesteuert werden soll.<br>\nSehen Sie, die Sterblichkeit der alten Leute nimmt relativ und absolut weiter zu. Und jetzt werden solche Ziele gesetzt und mit einem Instrument gearbeitet, das dagegen gar nicht hilft. Dabei wette ich, dass, wenn die 50 oder 35 erreicht sind, man sich etwas Neues ausdenken wird. Es ist eine haltlose, hoffnungslose und sinnlose Strategie, die da gefahren wird.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.focus.de\/gesundheit\/news\/massive-kritik-am-merkel-kurs-mediziner-kanzlerin-leidet-unter-kuba-syndrom-sie-laesst-nur-noch-eine-meinung-zu_id_12971235.html\">Focus<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>#ZeroCovid und der autorit&auml;re Corona-Staat<\/strong><br>\n[&hellip;] H&auml;tte die Initiative &ldquo;Senkt die Infektionszahlen massiv&rdquo; gelautet, w&auml;re sie kaum beachtet worden. Es ist die Orientierung auf die v&ouml;llige Ausrottung des Virus, die der Initiative jene offenbar faszinierende Aura beschert. Die Vorstellung, alles soziale und gesellschaftliche Leben so lange stillzulegen, bis die Infektionsrate absolut null betr&auml;gt, hat etwas Religi&ouml;ses an sich. Denn es ist ebenso irrwitzig zu meinen, eine Welt ohne Schnupfen und Husten sei m&ouml;glich, wie eine Welt ohne Viren. Andere glauben an die Macht der Gebete, diese Initiative an die wunderbare Wirksamkeit von Zero-Covid-Ma&szlig;nahmen. [&hellip;]<br>\nVon einem differenzierten Blick auf die Dynamik der kapitalistischen &Ouml;konomie angesichts der Covid-19-Ma&szlig;nahmen ist aber keine Spur. Die M&ouml;glichkeiten f&uuml;r das Avantgardekapital, die sozialtechnische Umw&auml;lzungen weiter voranzutreiben, werden nicht erkannt und nicht verstanden.<br>\nDiese holzschnittartige Fehlanalyse begr&uuml;ndet das illusion&auml;re Ziel von null Ansteckungen. Die geforderten Ma&szlig;nahmen, die zum Ziel von #ZeroCovid f&uuml;hren sollen, sind vage und ungekl&auml;rt. Was bedeutet die Stilllegung der &ldquo;nicht dringend erforderlichen Bereiche der Wirtschaft&rdquo; tats&auml;chlich?<br>\nIch habe am 18. Januar den Initiatoren via E-Mail mehrere Fragen gestellt, unter anderem auch folgende: &ldquo;Was bedeutet das konkret? Werden Lebensmittelgesch&auml;fte geschlossen, die Lebensmittelproduktion stillgelegt? Werden die Post, die Zustelldienste, die M&uuml;llabfuhr, die &ouml;ffentlichen Verkehrsmittel, die Taxis, stillgelegt?&rdquo; Eine Antwort kam prompt, ohne auf meine Fragen nur im geringsten einzugehen. Was also die Stilllegung tats&auml;chlich bedeutet, welches Ausma&szlig; sie annehmen muss, bleibt der Phantasie jeder einzelnen &uuml;berlassen. [&hellip;]<br>\nDem Vertrauen, gerade jetzt w&uuml;rden die Massen sich mit Begeisterung dem totalen Shutdown anschlie&szlig;en, ja ihn mit Nachdruck fordern, liegt eine weitere naive, blau&auml;ugige Unterstellung zugrunde. #ZeroCovid kann nur der Staat mit repressiven Mitteln durchsetzen, keine Betriebsversammlung und kein B&uuml;rgerInnenkomitee kann dies.<br>\nIm Grunde wird dies auch eingestanden. &ldquo;#ZeroCovid nimmt den Staat in die Pflicht, das Wohl des Menschen vor das Wohl der Wirtschaft zu stellen &ndash; und den Staat in den Dienst der Menschen, nicht der Wirtschaft. Das ist am Ende linke Politik&rdquo;, formuliert der Erstunterzeichner Malte G&ouml;bel. Wenn der letzte Funken realpolitischen Verstandes nicht erloschen ist, dann ist klar, dann muss klar sein: #ZeroCovid k&ouml;nnte nur mit einem gnadenlosen Polizeistaat durchgesetzt werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/ZeroCovid-und-der-autoritaere-Corona-Staat-5055823.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Menschen droht &ldquo;Lawine der Altersarmut&rdquo;<\/strong><br>\nAuch nach 45 Jahren Vollbesch&auml;ftigung droht einem Bericht zufolge fast drei Millionen Menschen eine Rente auf Grundsicherungsniveau. Im Jahr 2019 gab es insgesamt rund 2,9 Millionen sozialversicherungspflichtig Vollzeitbesch&auml;ftigte mit einem Entgelt unterhalb des Schwellenwertes von monatlich 2050 Euro, wie eine Regierungsantwort auf eine Linken-Anfrage ergab, &uuml;ber die das ZDF-Hauptstadtstudio berichtete. Das sei &ldquo;nahezu jeder siebente&rdquo;, sagte Linksfraktionschef Dietmar Bartsch. Die Zahlen seien &ldquo;skandal&ouml;s.&rdquo;<br>\nAm st&auml;rksten betroffen seien Besch&auml;ftigte in den Branchen Verkehr und Logistik, Einzelhandel, Gastronomie und Baugewerbe, hie&szlig; es in der Antwort des Bundesarbeitsministeriums unter Berufung auf die Bundesagentur f&uuml;r Arbeit.<br>\n&ldquo;Es kann nicht sein, dass diejenigen, die ein Leben lang arbeiten, am Ende in Grundsicherung landen&rdquo;, sagte Bartsch, der die Anfrage gestellt hatte. &ldquo;Und wenn es gerade diejenigen sind, die vielfach in den letzten Monaten beklatscht worden sind, dann ist der Skandal besonders sichtbar.&rdquo;<br>\nDer Anstieg des gesetzlichen Mindestlohns von 9,35 Euro auf 9,50 Euro je Stunde sei &ldquo;viel zu wenig&rdquo;, sagte der Linken-Politiker. Er kritisierte, &ldquo;dass wir auf der einen Seite in Deutschland eine Wahnsinnsentwicklung bei den Verm&ouml;gen haben und auf der anderen Seite Menschen, die hart arbeiten, die systemrelevant sind &ndash; und abgespeist werden mit einem Hungerlohn.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/politik\/Menschen-droht-Lawine-der-Altersarmut-article22360500.html\">n-tv<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Eine Verm&ouml;genssteuer als Antwort auf extreme Ungleichheit in &Ouml;sterreich<\/strong><br>\n&Ouml;sterreich ist ein reiches Land. Dieser Reichtum ist aber sehr ungleich verteilt. Mithilfe neuer Daten l&auml;sst sich detailliert untersuchen, wer wie viel besitzt. Weil Superreiche hier jedoch fehlen, m&uuml;ssen diese f&uuml;r ein realistischeres Bild der Verm&ouml;gensverteilung hinzugesch&auml;tzt werden. Diese Sch&auml;tzung zeigt, dass das durchschnittliche Verm&ouml;gen des reichsten 1 Prozent aller Haushalte in &Ouml;sterreich (12,5 Millionen Euro) rund 150-mal h&ouml;her ist als jenes des Medianhaushalts (83.000 Euro). Diese hohe Ungleichheit bedeutet im Umkehrschluss, dass bei Einf&uuml;hrung einer Verm&ouml;genssteuer mit substanziellen Aufkommen zu rechnen w&auml;re. (&hellip;)<br>\nDie Berechnungen zur Verm&ouml;gensungleichheit in &Ouml;sterreich beruhen auf Daten der neuesten Welle des von der Oesterreichischen Nationalbank herausgegebenen Household Finance and Consumption Survey (HFCS). Mithilfe des HFCS wurde die hohe Verm&ouml;genskonzentration in &Ouml;sterreich bereits in der Vergangenheit dokumentiert. Obwohl der HFCS eine f&uuml;r &Ouml;sterreich einzigartige Quelle f&uuml;r private Verm&ouml;gensdaten ist, untersch&auml;tzt er mit hoher Wahrscheinlichkeit die tats&auml;chliche Ungleichheit der &ouml;sterreichischen Verm&ouml;gensverteilung. Die Untersch&auml;tzung ergibt sich unter anderem dadurch, dass verm&ouml;gende Haushalte weniger bereit sind, an derartigen Umfragen teilzunehmen. Um im &ouml;sterreichischen Fall dieses unterschiedliche Teilnahmeverhalten zu kompensieren und der tats&auml;chlichen Verm&ouml;gensverteilung n&auml;herzukommen, wurde eine sogenannte Pareto-Verteilung verwendet, womit das Verm&ouml;gen der reichsten Haushalte gesch&auml;tzt und daraus die &ouml;sterreichische Verm&ouml;gensverteilung berechnet wurde. (&hellip;)<br>\nZusammenfassend kann festgehalten werden, dass private Verm&ouml;gen in &Ouml;sterreich sehr ungleich verteilt sind. Das Ausma&szlig; der Ungleichheit ist dabei auch im internationalen Vergleich hoch und erreicht, gemessen am Anteil des reichsten Prozents, sogar ein h&ouml;heres Niveau als in den USA (Top-1-Prozent-Anteil von 35 Prozent in den USA und 39 Prozent in &Ouml;sterreich). Diese starke Konzentration an der Verm&ouml;gensspitze f&uuml;hrt dazu, dass die Besteuerung privater Verm&ouml;gen selbst bei Modellen mit hohen Freibetr&auml;gen von 1 Million Euro ein betr&auml;chtliches Steueraufkommen generieren w&uuml;rde.<br>\nVerm&ouml;genssteuern dienen somit nicht nur zur Verlangsamung bzw. Reduktion der Verm&ouml;genskonzentration, sondern k&ouml;nnen auch den finanziellen Spielraum der &ouml;ffentlichen Hand erh&ouml;hen und zur Bereitstellung wichtiger Zukunftsinvestitionen &ndash; wie u. a. die Bek&auml;mpfung der Corona- als auch der Klimakrise &ndash; beitragen. Die Frage ist also nicht, ob wir uns den Kampf gegen diese Krisen leisten k&ouml;nnen, sondern wie wir sicherstellen, dass alle mithelfen. Denn &Ouml;sterreich ist ein reiches Land, in dem auch die besonders Reichen einen Beitrag leisten k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/awblog.at\/vermoegenssteuer-als-antwort-auf-extreme-ungleichheit\/\">A&amp;W blog<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> &Auml;hnlich d&uuml;rfte die Situation auch Deutschland sein. Bitte lesen Sie dazu auch bzw. erneut <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=68438#h10\">Staatsverschuldung in der Coronakrise: Deutschland braucht eine Abgabe f&uuml;r Superreiche<\/a>. Erinnert sei au&szlig;erdem an diesen NachDenkSeiten-Beitrag aus dem Jahr 2009: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=4084\">Bei so genannten Wirtschaftsexperten f&auml;llt der Groschen &ndash; DIW f&uuml;r Wiedereinf&uuml;hrung der Verm&ouml;genssteuer<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Versagen in allen Bereichen<\/strong><br>\nBundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) ruft immer wieder auf zum energischen Kampf gegen die Finanzkriminalit&auml;t. &ldquo;Geldw&auml;sche und Steuerbetrug sind illegal. Wir schaden uns allen und werden uns niemals damit abfinden&rdquo;, sagt der Kanzlerkandidat und unterstreicht, dass daf&uuml;r die deutschen Beh&ouml;rden stark und die Gesetze scharf genug sein m&uuml;ssten. Sind sie das? Im M&auml;rz sollte dazu eigentlich eine &Uuml;berpr&uuml;fung beginnen, ausgef&uuml;hrt vom Team des obersten internationalen Anti-Geldw&auml;sche-Gremiums Financial Action Task Force (FATF). Doch wegen der Pandemie hat das Gremium seine Vorort-Besuche in Deutschland um unbestimmte Zeit verschoben.<br>\nScholz k&ouml;nnte dadurch in diesem Bundestagswahljahr einer Blamage entgehen, denn auch die FATF-Experten d&uuml;rften die beiden aktuellen Berichte des Bundesrechnungshofs zur Qualit&auml;t der deutschen Geldw&auml;schebek&auml;mpfung gelesen haben. Die Rechnungspr&uuml;fer untersuchten zun&auml;chst die Arbeit der Zoll-Beh&ouml;rde Financial Intelligence Unit (FIU). Dort laufen alle Geldw&auml;scheverdachtsmeldungen zur Pr&uuml;fung ein. Der Bundesrechnungshof stellte unverbl&uuml;mt fest: &ldquo;Die FIU kann die in sie gesetzten Erwartungen nur unzureichend erf&uuml;llen.&rdquo; Der Beh&ouml;rde fehle der vollst&auml;ndige elektronische Zugriff auf die relevanten Polizei- und Steuerdaten der Beh&ouml;rden. &ldquo;Daher kann die FIU Verdachtsmeldungen und sonstige Informationen qualitativ nicht zuverl&auml;ssig bewerten.&rdquo; Der Bundesrechnungshof untermauert damit die seit Jahren anhaltend scharfe Kritik an der FIU. Inzwischen ermittelt dort sogar die Staatsanwaltschaft Osnabr&uuml;ck wegen Strafvereitelung im Amt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/finanzkriminalitaet-versagen-in-allen-bereichen-1.5205811\">SZ<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>20 Jahre Zerst&ouml;rung der gesetzlichen Rente<\/strong><br>\nAuch in Corona-Zeiten sollte man wichtige Jahrestage nicht vergessen. Dazu geh&ouml;rt auch die Erinnerung daran, dass am 1. Januar 2001 &ndash; also vor gut 20 Jahren &ndash; mit der Inkraftsetzung des &ldquo;Gesetzes zur Reform der Renten wegen verminderter Erwerbsf&auml;higkeit&rdquo; die Zerst&ouml;rung der gesetzlichen Rente begann und damit der Abbau des Sozialstaats in Deutschland beschleunigt wurde. &hellip;<br>\nBis Ende 2000 gab es f&uuml;r erwerbsgeminderte Angeh&ouml;rige der Gesetzlichen Rentenversicherung eine Rente wegen Erwerbsunf&auml;higkeit und eine Rente wegen Berufsunf&auml;higkeit. Eine Berufsunf&auml;higkeitsrente in H&ouml;he von zwei Drittel der Vollrente stand denen zu, die ihren erlernten Beruf nicht mehr aus&uuml;ben konnten, wenn eine Verweisung auf eine andere zumutbare T&auml;tigkeit nicht mehr in Betracht kam.<br>\nMit dem oben schon genannten &ldquo;Gesetz zur Reform der Renten wegen verminderter Erwerbsf&auml;higkeit&rdquo; aus dem Jahre 2001 erfolgte eine gro&szlig;angelegte Enteignung der Versicherten. Die Begriffe Erwerbsunf&auml;higkeit und Berufsunf&auml;higkeit wurden gestrichen. Weggefallen ist auch der bisherige Berufsschutz. An deren Stelle sind eine Rente wegen teilweiser und\/oder vollst&auml;ndiger Erwerbsminderung und eine Rente wegen teilweiser Erwerbsminderung bei Berufsunf&auml;higkeit getreten. &hellip;<br>\nIm Gegensatz zu den bis Ende 2000 g&uuml;ltigen gesetzlichen Bestimmungen stellen die seit 2001 geltenden neuen Bestimmungen h&ouml;here Anforderungen an die erforderliche Minderung des beruflichen Leistungsverm&ouml;gens f&uuml;r die Gew&auml;hrung von Erwerbsminderungsrenten.<br>\nDie Anforderung an die t&auml;gliche Arbeitszeit bei voller Leistungsf&auml;higkeit lag fr&uuml;her bei mindestens acht Stunden t&auml;glich und wurde auf sechs Stunden herabgestuft, so dass ein zeitlich eingeschr&auml;nktes Leistungsverm&ouml;gen schwieriger von den begutachtenden &Auml;rztinnen und &Auml;rzten zu konstatieren ist.<br>\nDie wichtigste Verschlechterung, die die neue Gesetzgebung f&uuml;r die Versicherten mit sich gebracht hat, betrifft diejenigen mit einem erlernten Beruf. Bis dahin konnte ein Versicherter, der in seinem erlernten Beruf nicht mehr leistungsf&auml;hig war, eine Berufsunf&auml;higkeitsrente in H&ouml;he von zwei Drittel der Vollrente erhalten. Eine Berufsunf&auml;higkeit lag dann vor, wenn der Versicherte nicht mehr im Stande war, die erlernte Berufst&auml;tigkeit oder eine zumutbare Verweisungst&auml;tigkeit auszuf&uuml;hren.<br>\nSeit 2001 kann dagegen ein Antragsteller auf jede T&auml;tigkeit des allgemeinen Arbeitsmarktes verwiesen werden, wobei ein sozialer Abstieg im Gegensatz zu der fr&uuml;heren Regelung irrelevant ist und in Kauf genommen werden muss.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/20-Jahre-Zerstoerung-der-gesetzlichen-Rente-5054612.html?seite=all\">Klaus-Dieter Kolenda auf Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Hartz IV: Anspruch auf 20 FFP2-Masken pro Woche<\/strong><br>\nHartz-IV-Empf&auml;nger haben laut einem Urteil des Sozialgerichts (SG) Karlsruhe Anspruch auf w&ouml;chentlich 20 FFP2-Masken &ndash; als Sachleistung durch das Jobcenter oder als Geldleistung in Form eines um 129 Euro erh&ouml;hten monatlichen Regelsatzes durch die Beh&ouml;rde. Das Gericht gab damit dem Eilantrag eines Arbeitsuchenden auf Gew&auml;hrung eines im Epidemie-bedingten Einzelfall unabweisbaren Hygienebedarfs an FFP2-Masken bis zum Sommeranfang am 21. Juni 2021 statt (Az.: S 12 AS 213\/21 ER).<br>\nLaut Urteil hatte der Kl&auml;ger einen besonderen Mehrbedarf an w&ouml;chentlich 20 FFP2-Masken glaubhaft gemacht. Ohne Mund-Nasen-Bedeckungen dieses Standards seien Empf&auml;nger von Grundsicherungsleistungen in ihrem Grundrecht auf soziale Teilhabe in unverh&auml;ltnism&auml;&szlig;iger Weise beschr&auml;nkt. Nach drei Monaten Lockdown m&uuml;ssten Arbeitsuchende wieder am Gemeinschaftsleben in einer dem sozialen Existenzminimum entsprechenden Art und Weise teilnehmen k&ouml;nnen, befand das SG.<br>\nAuf Alltagsmasken oder OP-Masken m&uuml;ssten sie sich nicht verweisen lassen. Diese seien f&uuml;r den Infektionsschutz vor Sars-Cov-2-haltigen Aerosolen etwa in der Stra&szlig;enbahn, im Supermarkt, im Treppenhaus, im Wartezimmer &ndash; auch angesichts der Virusvarianten &ndash; nicht gut genug geeignet. Wer bei der Verrichtung allt&auml;glicher Erledigungen trotzdem lediglich eine OP-Maske gebrauche und einen Mitmenschen mit dem lebensgef&auml;hrlichen Virus anstecke, sch&auml;dige eine andere Person an der Gesundheit und versto&szlig;e gegen das gesetzliche Verbot gef&auml;hrlicher K&ouml;rperverletzungen. Dieses verbotswidrige Verhalten sei auch nicht allein deswegen au&szlig;erhalb von Krankenh&auml;usern oder Pflegeheimen erlaubt, weil die Corona-Verordnung FFP2-Masken lediglich dort vorschreibe und andernorts OP-Masken gen&uuml;gen lasse.<br>\nZudem diene die Anerkennung individueller Mehrbedarfe an FFP2-Masken nicht nur der Befriedigung privater Bed&uuml;rfnisse, befand das Gericht. Sie bezwecke den Infektionsschutz der Allgemeinheit vor einer weiteren Verbreitung des Virus. Zur effektiven Abwehr dieser gesteigerten Ansteckungsgefahr m&uuml;sse die Mehrbedarfsgew&auml;hrung w&ouml;chentlich 20 FFP2-Masken umfassen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/ratgeber\/Hartz-IV-Anspruch-auf-20-FFP2-Masken-pro-Woche-article22362962.html\">n-tv<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>The Modelling-paper Mafiosi<\/strong><br>\nJohn Edmunds is on top of the world. He&rsquo;s one of the modelling-paper mafiosi.<br>\nThe London, U.K., professor is a key government advisor on COVID-19-related policies. Edmunds also was a co-author of one of the primary modelling papers that have been used to convince the masses that vigilance against Variant of Concern (VOC) B.1.1.7 should be their top priority.<br>\nAnd Edmunds co-wrote an influential January 21, 2021 report that concluded, &ldquo;There is a realistic possibility that VOC B.1.1.7 is associated with an increased risk of death compared to non-VOC viruses.&rdquo;<br>\nIn addition, he speaks often to reporters about the deadliness of the new variant. Edmunds tells them, for example, that a &ldquo;disaster&rdquo; would ensue if lockdowns are eased too soon, because what first must be done is to &ldquo;vaccinate much, much, much more widely than the elderly.&rdquo; (&hellip;)<br>\nAnd a remarkable February 8, 2021, investigative report in the German news outlet Welt Am Sonntag (which translates to World on Sunday) reveals another impetus for the wildly inaccurate modelling governments use to keep populations in a state of fear and control. The German article shows that in March 2020 government officials enlisted &ldquo;leading scientists from several research institutes and universities. Together, they were to produce a [mathematical-modelling] paper that would serve as legitimization for further tough political measures.&rdquo; These scientists obediently wrote a modelling paper tailored to the government&rsquo;s instructions. The then-secret paper asserted that if lockdown measures were lifted immediately, up to one million Germans would die from COVID-19, some &ldquo;agonizingly at home, gasping for breath,&rdquo; after being turned away from overflowing hospitals. (&hellip;)<br>\nThese ties bind Edmunds, Ferguson and Hopkins &ndash; along with the rest of the modelling-paper mafiosi &mdash; to the bidding of governments, Big Pharma, Bill Gates and other powerful players.<br>\nThey present an image of being fully devoted to the public good, while in fact actively helping to destroy it.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.rosemaryfrei.ca\/the-modelling-paper-mafiosi\/\">Rosemary Frei<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Virologe: &laquo;Ich habe keine grosse Angst vor einer dritten Welle&raquo;<\/strong><br>\nIn Genf werden fast nur noch neue Infektionen mit Coronavirus-Mutationen registriert. Im Gegensatz zur Warnung der Taskforce des Bundes sorgt sich der Virologe Manuel Schibler am Universit&auml;tsspital Genf nicht: Mit den geltenden Vorsichtsmassnahmen k&ouml;nne die Situation unter Kontrolle gehalten werden.<br>\nSRF News: Muss man beunruhigt sein &uuml;ber die dominierenden mutierten Virusvarianten in Genf?<br>\nManuel Schibler: Nein. Es ist ein nat&uuml;rlicher Prozess, wenn eine Virusvariante einen Vorteil zu einem Vorg&auml;nger entwickelt. Man muss nicht beunruhigt sein, dass sich deren Anteil laufend erh&ouml;ht wie wir das gerade sehen. Diese Varianten haben zwar einen h&ouml;heren Ansteckungsgrad, was die Entwicklung der Epidemie potenziell beschleunigen kann. Dennoch ist mit den geltenden Vorsichtsmassnahmen die Situation unter Kontrolle trotz des &Uuml;berhangs der mutierten Virusvarianten.<br>\nK&ouml;nnte man unter diesen Bedingungen die Massnahmen lockern?<br>\nNein, noch nicht. Man muss weiterhin beachten, dass die Zahl der entdeckten Infektionsf&auml;lle pro Tag wichtig bleibt. Wir sprechen von der Zahl der entdeckten F&auml;lle, denn man weiss, dass die Leute sich weniger testen lassen und kennt darum die aktuelle Situation nicht so genau. Das Reservoir f&uuml;r das Virus und seine Zirkulation ist leider im Moment noch zu stark, um Lockerungen vorzunehmen.<br>\nDrei Viertel der Covid-19-F&auml;lle in Genf sind bereits Virusmutationen. Haben Sie Angst vor einer dritten Welle?<br>\nPers&ouml;nlich habe ich keine grosse Angst. Es ist schwierig zu sagen, ob es eine dritte Welle geben wird. Das h&auml;ngt davon ab, wie die Hygienemassnahmen eingehalten werden, damit wir die Situation im Griff halten k&ouml;nnen trotz des erh&ouml;hten Anteils der mutierten Varianten. Wenn wir in dieser Situation bleiben und parallel laufend impfen k&ouml;nnen, kann man optimistisch sein, dass es keine dritte Welle geben wird.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.srf.ch\/news\/schweiz\/mutierte-coronaviren-virologe-ich-habe-keine-grosse-angst-vor-einer-dritten-welle\">SRF<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Dies sollte man im Hinterkopf behalten bez&uuml;glich der Panikkampagne die in den deutschen Medien hinsichtlich der Mutationen und einer &bdquo;dritten Welle&ldquo; schon wieder angefahren wird.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Einschr&auml;nkungen ohne Ma&szlig; und Ziel<\/strong><br>\nMit den neuen Grenzkontrollen, die ein Beitrag im Kampf gegen die Corona-Pandemie sein sollen, hat sich die deutsche Regierung nicht nur Freunde gemacht. Vor allem im &ouml;sterreichischen Bundesland Tirol hat der Schritt Verstimmungen ausgel&ouml;st. Aus &ouml;sterreichischer Sicht fehlen den Einschr&auml;nkungen &bdquo;Ma&szlig; und Ziel&ldquo;, kritisierte Au&szlig;enminister Alexander Schallenberg in Wien. Dabei geht es zum einen um den Transitverkehr zwischen Deutschland und Italien &ndash; es wird bef&uuml;rchtet, dass dieser sich infolge der Kontrollen in Tirol aufstaut. Zum anderen ist der Transit von Tirol nach Salzburg &uuml;ber deutsche Autobahnen beziehungsweise Bundesstra&szlig;en betroffen, im &ouml;sterreichischen Sprachgebrauch also das &bdquo;gro&szlig;e&ldquo; und &bdquo;kleine deutsche Eck&ldquo;.<br>\n&Ouml;sterreich kontrolliert selbst die Binnengrenzen zu seinem Bundesland Tirol, aus dem nur ausreisen darf, wer einen negativen Corona-Test mit sich f&uuml;hrt. Grund sowohl f&uuml;r die inner&ouml;sterreichischen, als auch die deutschen Ma&szlig;nahmen ist die H&auml;ufung von Infektionen mit der sogenannten S&uuml;dafrika-Variante des Coronavirus in Tirol. Interessenvertreter von Speditionsunternehmen in beiden L&auml;ndern warnen davor, dass lange Staus, Umgehungsverkehr, aber auch gest&ouml;rte Lieferketten mit erheblichen Folgewirkungen f&uuml;r die Produktion und Versorgung auch in Deutschland drohten. Deutschland verlangt von Lastwagenfahrern im G&uuml;terverkehr einen negativen Coronatest und eine Online-Anmeldung. Am Montagmorgen wurden allerdings noch keine erheblichen Verkehrsst&ouml;rungen gemeldet.<br>\nAu&szlig;enminister Schallenberg warnte gleichwohl vor &bdquo;&uuml;berschie&szlig;enden Schritten, die mehr schaden als n&uuml;tzen&ldquo;. Innenminister Karl Nehammer kritisierte, die de-facto-Sperre des gro&szlig;en und kleinen deutschen Ecks f&uuml;r &Ouml;sterreicher sei &bdquo;absolut inakzeptabel&ldquo;. Diese Ma&szlig;nahme von Bayern sei ferner &bdquo;unausgegoren und l&ouml;st nur Chaos aus&ldquo;. Es sei eine Provokation, dass &bdquo;mit dem Finger&ldquo; auf Tirol gezeigt werde. Dass die Versorgungssicherheit in weiten Teilen Europas in Gefahr sei, werde vom bayrischen Ministerpr&auml;sidenten Markus S&ouml;der (CSU) &bdquo;wohl bewusst negiert&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/inland\/wegen-corona-mutation-grenzkontrollen-in-tirol-sorgen-fuer-kritik-17198729.html\">FAZ<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Was sich hinter der &ldquo;No-Covid&rdquo;-Strategie verbirgt<\/strong><br>\nZentrales Element ist das Einrichten von Zonen. Es gibt gr&uuml;ne und rote. In gr&uuml;nen Zonen k&ouml;nnen Einschr&auml;nkungen zur&uuml;ckgenommen werden, in den roten bleiben sie. Festlegen kann man sie sehr flexibel, um Kommunen, Landkreise oder auch um einzelne Wohnbl&ouml;cke.<br>\nUm zur gr&uuml;nen Zone zu werden, darf es 14 Tage lang keine Neuinfektion unbekannten Ursprungs geben. Zudem muss die wichtige 7-Tage-Inzidenz unter zehn liegen. Intensives Testen und schnelle Reaktionen auf wieder steigende Infektionen sollen helfen, den niedrigen Wert zu halten. &ldquo;Das hat man im Sommer vers&auml;umt&rdquo;, betonte Fuest.<br>\nGr&uuml;ne Zonen sollen au&szlig;erdem durch Reisebeschr&auml;nkungen stark gesch&uuml;tzt werden. Menschen aus roten Bereichen d&uuml;rfen sie nicht besuchen. B&uuml;rger sollen durch Aussicht, in einer gr&uuml;nen Zone zu leben, motiviert werden, sich an die Regeln zu halten. Pendler zwischen den Zonen und deren Arbeitgeber sollen besonderen Kontrollen und Auflagen unterliegen.<br>\nDie Wissenschaftler glauben, dass so aus einem rot-gr&uuml;nen Flickenteppich ein immer gr&uuml;nerer, nachhaltig coronafreier Teppich wird. das Konzept bedeutet aber eine Zweiteilung, in ein Gebiet, in dem das Leben wieder bl&uuml;ht, und in eines, in dem die Menschen weiter eingeschr&auml;nkt leben m&uuml;ssen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nordbayern.de\/politik\/was-sich-hinter-der-no-covid-strategie-verbirgt-1.10836335%20\">Nordbayern<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Es w&uuml;rde kein gr&ouml;&szlig;erer Schaden entstehen, wenn man diese Treffen beenden w&uuml;rde<\/strong><br>\nWELT AM SONNTAG: Bei dem j&uuml;ngsten Corona-Gipfel wurde eine neue Inzidenzmarke ausgerufen, die jetzt f&uuml;r &Ouml;ffnungen bei 35 liegt. Wie kommt Ihnen das vor?<br>\nStefan Aust: Das ist wie im Sport, wenn die Messlatte immer h&ouml;her gelegt wird und man sich immer mehr anstrengen muss. Fast k&ouml;nnte man glauben, dass die Politik eine heimliche Freude an diesem Lockdown entwickelt hat. Tats&auml;chlich ist es aber wohl so, dass es sehr viel einfacher ist, &uuml;ber Verordnungen und Richtlinien zu regieren als &uuml;ber das praktische Handeln, mit dem zum Beispiel bestimmte Altersgruppen zwar nicht vollst&auml;ndig, aber doch sehr viel besser h&auml;tten gesch&uuml;tzt werden k&ouml;nnen.<br>\nWELT AM SONNTAG: Schon am Tag nach dem Gipfel scherten die Bundesl&auml;nder auseinander und fanden viele eigene Regelungen. Wof&uuml;r ist das ein Zeichen?<br>\nAust: Das ist einmal ein Zeichen daf&uuml;r, dass der F&ouml;deralismus gut funktioniert, denn die Landeschefs sehen doch sehr viel besser, wie die Lage vor Ort ist. Und sie sp&uuml;ren auch sehr viel direkter, welche wirtschaftlichen Folgen diese monatelangen Schlie&szlig;ungen haben. Nach der neuerlichen Verl&auml;ngerung und dem Ausrufen der neuen Messlatte geben viele Unternehmer auf, die sich bisher noch gerade so &uuml;ber Wasser gehalten hatten. Die Landespolitiker m&uuml;ssen deswegen jetzt durchsetzen, was sie f&uuml;r richtig halten, und das beliebte Spiel des Delegierens von Verantwortung nach oben, wie wir es auch beim Impfen erlebt haben, stoppen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/regionales\/hamburg\/article226276321\/Stefan-Aust-Kein-groesserer-Schaden-wenn-man-diese-Treffen-beenden-wuerde.html\">Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Wie EU und USA die Interessen der Pharmariesen sch&uuml;tzen<\/strong><br>\nDemnach haben die einkommensstarken L&auml;nder der OECD mit gerade mal 17 Prozent der Weltbev&ouml;lkerung bis Mitte Januar 60 Prozent der bis dahin verf&uuml;gbaren j&auml;hrlichen Impfstoffproduktion in 2021 f&uuml;r sich reserviert.<br>\nSo wurde die Entwicklung der Covid-19-Impfstoffe fast vollst&auml;ndig vom Steuerzahler bezahlt. &bdquo;Marktbasiert&ldquo; ist da gar nichts. Allein die deutsche Firma Biontech, deren Impfstoff vom Pharmariesen Pfizer weltweit vertrieben wird, erhielt rund eine halbe Milliarde Euro an Subventionen und Staatskrediten.<br>\nBei Astrazeneca waren es nach Angaben der Organisation &bdquo;&Auml;rzte ohne Grenzen&ldquo; anderthalb Milliarden Euro, das US-Unternehmen Moderna kassierte sogar mehr als zwei Milliarden. Niemand kann rechtfertigen, dass diese staatlichen Investitionen nun mittels Patenten der privaten Gewinnerzielung dienen sollen und daf&uuml;r Hundertausende sterben m&uuml;ssen, weil sie den Impfstoff nicht bezahlen k&ouml;nnen.<br>\nErst recht absurd ist die Behauptung, die L&auml;nder des S&uuml;dens w&uuml;rden die Herstellung nicht rechtzeitig hinkriegen. In Brasilien, S&uuml;dafrika und vielen weiteren L&auml;ndern gibt es l&auml;ngst Impfstoffherstellung, die nur umger&uuml;stet werden m&uuml;sste.<br>\nAllein Indien ist schon bisher Standort f&uuml;r 60 Prozent der weltweiten Impfstoffproduktion. Die dortige Firma Serum Institute erwarb auch bei Astrazenaca die Lizenz zur Herstellung von einer Milliarde Dosen. Aber die kosten jetzt mehr als f&uuml;nf Dollar im Export, f&uuml;r die meisten armen L&auml;nder viel zu viel.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/corona-und-die-toedlichen-patente-wie-eu-und-usa-die-interessen-der-pharmariesen-schuetzen\/26913168.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Ehrgeiz in der Sicherheitspolitik<\/strong><br>\nDer Konflikt mit Russland gewinnt in den milit&auml;rischen Planungen Berlins gegen&uuml;ber den bisherigen Auslandseins&auml;tzen im globalen S&uuml;den an Gewicht. Dies geht aus einem Positionspapier (&ldquo;Gedanken zur Zukunft der Bundeswehr&rdquo;) hervor, das Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer und Bundeswehr-Generalinspekteur Eberhard Zorn vergangene Woche ver&ouml;ffentlicht haben. Hatte die Bundesregierung das F&auml;higkeitsprofil der Bundeswehr seit den 1990er Jahren zun&auml;chst vor allem auf Auslandseins&auml;tze vorrangig in Nah- und Mittelost und in Afrika ausgerichtet, so orientiert sie seit 2014 verst&auml;rkt auf die strategischen Anforderungen der Gro&szlig;machtkonflikte mit Russland und China. Dabei habe sich die Lage inzwischen noch weiter &ldquo;zugespitzt&rdquo;, hei&szlig;t es in dem Positionspapier. Es gelte daher etwa, die Rolle der Bundesrepublik als strategische milit&auml;rlogistische &ldquo;Drehscheibe&rdquo; in Richtung Osten auszubauen. Das aktuelle Positionspapier soll bei der st&auml;rkeren Fokussierung der Bundeswehr insbesondere auf den Machtkampf gegen Russland nur ein erster Ansto&szlig; sein; im Laufe der n&auml;chsten Monate sollen weitere Schritte folgen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/8523\/\">German Foreign Policy<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Angriff auf das &ouml;ffentliche Bildungssystem<\/strong><br>\nGriechenland: Neues Gesetz soll Universit&auml;ten zum Nachteil der Studierenden umgestalten. Ein Gespr&auml;ch mit Gregor Kritidis<br>\nDie konservative Regierung von Kyriakos Mitsotakis will in Griechenland eine spezielle Universit&auml;tspolizei einf&uuml;hren. Was ist der Hintergrund?<br>\nMit der Universit&auml;tspolizei soll ein aus Sicht der Regierung chronisches Problem gel&ouml;st werden: Die Hochschulen als Ort sozialer Unruhe sollen autorit&auml;r befriedet werden. Der Gesetzentwurf steht im unmittelbaren Zusammenhang mit den Ver&auml;nderungen im Bildungssektor, die in den vergangenen Jahren von verschiedenen Regierungen vorangetrieben wurden. Insbesondere ist der Zugang zur Hochschulbildung erschwert worden. Das hat immer wieder zu Auseinandersetzungen gef&uuml;hrt.<br>\nWie sollen die Hochschulen in Zukunft aussehen?<br>\nGeplant ist eine Versch&auml;rfung der Zugangsbeschr&auml;nkungen, ein Disziplinar- und &Uuml;berwachungssystem, das kulturelle und politische Aktivit&auml;ten von Studierenden stark beschr&auml;nkt, und die Zwangsexmatrikulation derjenigen, die die Regelstudienzeit &uuml;berschreiten. Das trifft vor allem Studierende aus &auml;rmeren Familien, die unter ohnehin prek&auml;ren Bedingungen ihren Lebensunterhalt selbst verdienen m&uuml;ssen. Zudem sollen die privaten Kollegs den &ouml;ffentlichen Hochschulen gleichgestellt werden. Es handelt sich um einen Generalangriff auf das &ouml;ffentliche Bildungssystem.<br>\nGibt es Widerstand dagegen?<br>\nJa. Neben Sch&uuml;lern und Studierenden beteiligen sich auch Gewerkschaften, linke Parteien und zahlreiche Professoren am Widerstand gegen die Regierungsvorlage. Selbst die Hochschulleitungen sind dagegen. Allerdings ist die Gelegenheit zur Durchsetzung einschneidender Ma&szlig;nahmen unter einer Ausgangssperre ideal. Die Hochschulen sind seit gut einem Jahr geschlossen. F&uuml;r die Studierenden war es in dieser Situation &auml;u&szlig;erst schwierig, &uuml;berhaupt Widerstand zu leisten. Demonstrationen z&auml;hlen nicht zu den triftigen Gr&uuml;nden, um das Haus verlassen zu d&uuml;rfen.<br>\nDa sie dennoch f&uuml;r ihre Rechte auf die Stra&szlig;e gingen, wurden gegen Hunderte von ihnen Bu&szlig;gelder in H&ouml;he von 300 Euro verh&auml;ngt. Angesichts der dramatischen sozialen Lage ist diese Strafgeb&uuml;hr f&uuml;r die meisten eine existentielle Bedrohung. Mittlerweile gibt es eine breite Solidarit&auml;tsbewegung, die f&uuml;r eine R&uuml;cknahme der Bu&szlig;geldbescheide k&auml;mpft.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/396552.repression-gegen-studierende-angriff-auf-das-%C3%B6ffentliche-bildungssystem.html\">junge welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>&Ouml;sterreich schafft Quasi-Berufsverbote an Hochschulen<\/strong><br>\nW&auml;hrend in der deutschen universit&auml;ren Welt das ber&uuml;chtigte Wissenschaftszeitvertragsgesetz heftig diskutiert wird, steht in &Ouml;sterreich eine &auml;hnliche Regelung erst bevor: Mittels einer Neuerung des Universit&auml;tsgesetzes beabsichtigt die seit einem Jahr amtierende konservativ-gr&uuml;ne Regierung die Dauer befristeter Besch&auml;ftigungen f&uuml;r Lehrende und Forschende nach dem Doktorat auf insgesamt sechs beziehungsweise acht Jahre zu beschr&auml;nken. Danach droht an der jeweiligen Institution &ndash; sofern diese keinen unbefristeten Vertrag ausstellt &ndash; ein Arbeitsverbot, so die berechtigte Bef&uuml;rchtung.<br>\nAuch weitere geplante Ma&szlig;nahmen der Reform stehen in Kritik: Die Studienbedingungen, die sich seit dem Bologna-Prozess bereits drastisch verschlechtert haben, sollen nochmals versch&auml;rft werden. Wer in vier Semestern nicht eine bestimmte Anzahl von ECTS-Punkten absolviert hat, soll fortan f&uuml;r zehn Jahre vom gew&auml;hlten Studiengang ausgeschlossen werden. Au&szlig;erdem soll das ohnehin schon stark eingeschr&auml;nkte Mitbestimmungsrecht der wenigen verbliebenen demokratisch besetzten Organe an den Universit&auml;ten noch weiter beschnitten werden.<br>\nEine Trendwende, die Universit&auml;ten zu Bildungseinrichtungen macht, an denen freies Denken und eine kritische Forschung erm&ouml;glicht und bef&ouml;rdert wird, ist damit nicht in Sicht. Das f&uuml;r manche einzig &Uuml;berraschende ist, dass die beabsichtigten Verschlechterungen nun auch von Angeh&ouml;rigen der Gr&uuml;nen Partei verantwortet werden, die bislang f&uuml;r das Gegenteil dessen eintraten, was nun nochmals versch&auml;rft werden soll.<br>\nGanze 37 Prozent der Akademikerinnen und Akademiker w&auml;hlten bei den Nationalratswahlen 2019 gr&uuml;n, so eine Wahlanalyse des SORA Institut. Vor diesem Hintergrund mag man sich fragen, warum die &ouml;sterreichischen Gr&uuml;nen nicht einmal f&auml;hig sind, die Interessen ihrer eigenen Klientel durchzusetzen. Eine Antwort darauf lieferte Marcel Andreu von der Jungen Linken &ndash; der Nachfolgeorganisation der Jungen Gr&uuml;nen, die 2017 von ihrer eigenen Partei hinausgeworfen wurden, und deren Engagement es zu verdanken ist, dass sich 2016 der gr&uuml;ne Pr&auml;sidentschaftskandidat Alexander van der Bellen knapp gegen den rechtsextremen Bewerber von der FP&Ouml; durchsetzte. Die Jungen Linken kennen somit die gr&uuml;ne Partei aus einer Innenperspektive; laut Andreu handle es sich bei dieser um eine &raquo;weitgehend interesselose Partei&laquo; von NGO-Angeh&ouml;rigen und Staatsdienern mit einem idealistischen Politikverst&auml;ndnis, das im Gegensatz zu Konservativen und zur Sozialdemokratie die staatlichen Institutionen nicht als Werkzeug zur Durchsetzung eigener Forderungen betrachte, sondern als Zweck an sich zur Erzielung vern&uuml;nftiger L&ouml;sungen. Die materiellen Interessen ihrer W&auml;hlerinnen und W&auml;hler m&uuml;ssten demgegen&uuml;ber hintanstehen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/jacobin.de\/artikel\/ig-lektorinnen-universitaetsgesetz-oesterreich-ugnovelle-befristung-entfristung-paragraph-109-bildung-brennt\/\">Jacobin<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Propagandakrieger bei Facebook?<\/strong><br>\nDer Desinformationsexperte Ben Nimmo soll sich beim Social-Network-Riesen um feindliche &ldquo;Einfluss-Operationen&rdquo; k&uuml;mmern. Kritiker warnen wegen dessen Verbindung zur Nato und zum Think Tank Atlantic Council vor einer politischen Agenda<br>\nIn Zeiten einer gesch&auml;rften Aufmerksamkeit daf&uuml;r, wie mit Informationen Politik gemacht wird, wer die Deutungshoheit hat, dar&uuml;ber zu entscheiden, was fake news ist oder Propaganda &ndash; und damit von der Meinungsfreiheit nicht mehr unbedingt gesch&uuml;tzt &ndash; oder was im Angebot der erlaubten Nachrichten und Kommentare bleiben darf, ist die Personalie Ben Nimmo interessant. [&hellip;]<br>\nF&uuml;r den Autoren des Artikels wie auch f&uuml;r den Journalisten und Gr&uuml;nder von The Grayzone, Max Blumenthal sind damit schon wichtige Vorzeichen f&uuml;r die Art der Arbeit gegeben, die Ben Nimmo bei Facebook machen wird: Es werde mehr Zensur geben, twitterte Blumenthal. Er verweist auch auf eine Vorgeschichte, bei der der fr&uuml;here Labour-Chef Jeremy Corbyn in Misskredit gebracht wurde. Just als dieser Pl&auml;ne der Torys zur Privatisierung der nationalen Gesundheitsbeh&ouml;rde enth&uuml;llte, wurde er in Zusammenhang mit russischer Desinformation ger&uuml;ckt wurde. Nimmo spielte bei den Vorg&auml;ngen eine wichtige Rolle.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Propagandakrieger-bei-Facebook-5055228.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Klasse durchdringt alles<\/strong><br>\nAnke Stelling, 49, aufgewachsen in Stuttgart, lebt in Berlin-Prenzlauer Berg. Das liest sich wie ein Klischee und dar&uuml;ber wollen wir sprechen. Stelling hat in ihren Romanen die Menschen dieses Bezirks beschrieben: Sie sind alternativ, tolerant, distinktionsbewusst &ndash; und haben von ihren Eltern viel Geld geerbt und ein schlechtes Gewissen deswegen. Stelling hat w&uuml;tend und komisch &uuml;ber die Selbstwiderspr&uuml;che des gr&uuml;nen B&uuml;rgertums geschrieben und sich damit viele Feinde gemacht.<br>\nZEIT ONLINE: Sie schreiben &uuml;ber den Prenzlauer Berg, der weit &uuml;ber Berlin hinaus f&uuml;r sein gr&uuml;nb&uuml;rgerliches, linksliberales Milieu bekannt ist. Warum ignorieren ausgerechnet diese Leute die Klassenfrage?<br>\nStelling: Es ist das Prinzip des Neoliberalismus, die Klassenfrage zu leugnen und zu behaupten: Jeder kann es schaffen! Und diese Vorstellung hat ja auch einen gro&szlig;en Reiz. Es ist einfach sch&ouml;n, kein Opfer zu sein. Die Erz&auml;hlung des American Dream ist toll! Und sie ist au&szlig;erdem eine Entlastung f&uuml;r diejenigen, die reich geboren sind. Weil dann n&auml;mlich alle, die wenig haben und es nicht schaffen, ja auch selbst daran schuld sind. Und diese Entlastung ist praktisch, wenn man Geld hat. Deswegen glauben viele Leute im Prenzlauer Berg an diese Geschichte. &hellip;<br>\nZEIT ONLINE: Also, in diesem Milieu gibt es einen Wunsch nach Gleichheit &hellip;<br>\nStelling: &hellip; und nach Toleranz. Toleranz ist extrem wichtig. Aber sie hat ihre Grenzen! Ein Migrant soll m&ouml;glichst so sein wie man selber, nur halt Migrant. Dass der wirklich woanders herkommt und deshalb auch was anderes mitbringt, dass sein Freiraum meinen vielleicht ber&uuml;hrt oder sogar beschneidet &ndash; das ist schwierig zu ertragen, wirklich. Denn dann geht es ja nicht mehr um mich und mein Bild von Diversit&auml;t, sondern um den anderen und dessen Ideen. Da ist dann echte Toleranz gefragt, und die ist hart. Die kostet.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/kultur\/literatur\/2021-02\/mittelschicht-anke-stelling-schaefchen-im-trockenen\/komplettansicht\">Zeit<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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