{"id":69835,"date":"2021-02-16T08:30:11","date_gmt":"2021-02-16T07:30:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=69835"},"modified":"2021-02-16T10:32:55","modified_gmt":"2021-02-16T09:32:55","slug":"christoph-kollmannsperger-oder-die-wahrheit-ueber-christobal-colon","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=69835","title":{"rendered":"Christoph Kollmannsperger oder die Wahrheit \u00fcber Christ\u00f3bal Col\u00f3n"},"content":{"rendered":"<p>Im Anschluss an mehrere Artikel &uuml;ber Deep State und die Machenschaften der Geheimdienste weist unser M&uuml;nchner Autor Dr. <strong>Hans Bleibinhaus<\/strong> darauf hin, dass das, was heute und in den letzten Jahrzehnten seit Gr&uuml;ndung der Gestapo, der Stasi und des CIA geschehen ist, lauter alte H&uuml;te sind. Dies sei schon zu Zeiten von Christoph Kolumbus alias Christ&oacute;bal Col&oacute;n alias Christoph Kollmannsperger aus Regensburg so gewesen, meint unser Fachmann in einer eigens dem Faschingsdienstag gewidmeten Betrachtung. Unser Autor muss es wissen, denn er kommt auch aus Regensburg und auch wichtige Fakten des Beitrags stimmen. Der 7. Mai 1486 war tats&auml;chlich ein Samstag und es war Vollmond und der in der Geschichte erw&auml;hnte Stadtk&auml;mmerer und Vater der Columbus-Geliebten Maria Magdalena war tats&auml;chlich Ratsvorsitzender. So viel vorweg zur Einleitung in den Bericht &uuml;ber Deep State im 15. Jahrhundert. <strong>Albrecht M&uuml;ller<\/strong>.<br>\n<!--more--><br>\n<strong>Christoph Kollmannsperger oder die Wahrheit &uuml;ber Christ&oacute;bal Col&oacute;n<\/strong><\/p><p><strong>Vorgeschichte<\/strong><\/p><p>Christoph Kollmannsperger wurde 1451 in Regensburg als Sohn eines Donaufischers geboren. Schon als Kind half er seinem Vater, die Karpfen, Brachsen, Barben und Nerflinge aus dem Netz zu klauben, die kleineren Fische in einen Eimer zu tun, um damit ins Haus zur Mutter zu laufen. Die sie noch einmal sortierte, um die einen zu braten und die anderen mit Zwiebeln und altem Brot zur Suppe zu verkochen. Als er gr&ouml;&szlig;er wurde und schon gut schwimmen konnte, durfte er mit dem Kahn hinausfahren, beim Netzflicken helfen und mit der Mutter auf den Fischmarkt unterhalb des Haidplatzes gehen. Christoph wuchs heran und alles war darauf angelegt, dass er einmal in die Fu&szlig;stapfen des Vaters trete.<\/p><p>Als 16-J&auml;hriger begleitete er seinen Vater ins Rathaus, wo beim K&auml;mmerer die j&auml;hrliche Abgabe f&uuml;r die Erlaubnis zum Fischen in der Donau zu leisten war. Es war wohl ein Zufall, dass er bei dieser Gelegenheit das T&ouml;chterlein des K&auml;mmerers antraf, der zu dieser Zeit anstatt eines B&uuml;rgermeisters an der Spitze des Regensburger Rates stand. Ihr Anblick lie&szlig; ihn nicht los und Christoph trachtete danach, sie wiederzusehen.<\/p><p>Am 7. Mai 1468 war es soweit. Christoph schw&auml;rmte von der Sch&ouml;nheit einer Vollmondnacht auf der Donau und Maria Magdalena, die Tochter des K&auml;mmerers schmolz dahin. Es war Samstagnachts, als er still und heimlich den Fischerkahn losmachte und zu einer ruhigen Stelle zwischen zwei Donauinseln dirigierte. Die jungen Leute verga&szlig;en so sehr alles um sich herum, dass sie ineinander verschlungen lagen, bis die Uhr &uuml;ber dem Tor zur Steinernen Br&uuml;cke Mitternacht schlug. <\/p><p>Es kam, wie es kommen musste. Zwar hatten die jungen Menschen insofern Gl&uuml;ck, als Maria nicht schwanger wurde, aber die Geschichte mit der n&auml;chtlichen Kahnfahrt blieb den Eltern nicht verborgen und bald sprach auch die halbe Stadt davon.<\/p><p>Eine Heirat der beiden war wegen des Standesunterschiedes zwischen der Familie eines armen Donaufischers und der eines Vorsitzenden des Rates der Freien Reichsstadt Regensburg v&ouml;llig ausgeschlossen. Maria Magdalena aber galt als entehrt und nach damaligem Brauch musste der Vater des M&auml;dchens mit einer hohen Geldsumme daf&uuml;r entsch&auml;digt werden, dass die Aussichten, seine Tochter reich zu verheiraten, gemindert waren. <\/p><p>Vater Kollmannsperger aber hatte statt Geld nur ein paar Fische zu bieten. <\/p><p>So beschloss das Stadtgericht, den 18-j&auml;hrigen Christoph als Ruderer an einen Genueser Galeerenbesitzer zu verkaufen und den Erl&ouml;s dem K&auml;mmerer als Schadensersatz zukommen zu lassen.<\/p><p><strong>8 Jahre Piraterie und Auferstehung in Lissabon<\/strong><\/p><p>Der Genueser Reeder, der Christoph kaufte, hielt sich nicht lange mit Handelsgesch&auml;ften auf, sondern verpachtete die Galeere als Piratenschiff an den Grafen der Provence, einem Anjou, der es auf die Schiffe Ferdinands von Aragonien abgesehen hatte. Acht Jahre ging das gut mit der Seer&auml;uberei, bis die Galeere am 13. August 1476 vor dem portugiesischen Kap St. Vincent in eine Seeschlacht geriet und sank. Christoph war einer der wenigen, die schwimmen konnten. Mit letzter Kraft erreichte er das portugiesische Ufer und versuchte fortan sein Gl&uuml;ck in Lissabon. <\/p><p>Da niemand in der neuen Heimat den Namen Christoph Kollmannsperger aussprechen konnte, nannte er sich jetzt kurzerhand Christ&oacute;vao Colombo. Durch die nautischen Kenntnisse, die sich der wissbegierige junge Mann w&auml;hrend seiner Freizeitstunden auf der Galeere angeeignet hatte, fand er bald eine Besch&auml;ftigung als Zeichner bei einem angesehenen Kartografen. Dieser war ein entschiedener Anh&auml;nger der Lehre von der Kugelgestalt der Erde, die sp&auml;testens seit der Anerkennung durch den Papst im Jahr 1460 auch in Portugal nicht mehr verp&ouml;nt war.<\/p><p><strong>Reiche Heirat und nautische Fortbildung <\/strong><\/p><p>1479 gelang es Christ&oacute;vao, die Aufmerksamkeit von Dona Filipa de Perestrelo e Mon&iacute;z, der Tochter eines portugiesischen Adeligen und Gouverneurs der Insel Porto Santo bei Madeira zu erringen und sie zu heiraten. Auf Porto Santo widmete er sich einige Jahre lang den Seekarten, Logb&uuml;chern und Aufzeichnungen seines Schwiegervaters und begann, sich ernsthaft f&uuml;r den Weg nach Westen &uuml;ber den Atlantik hinweg zu interessieren. Auf einer dieser Seekarten, die er sp&auml;ter immer wieder vorzeigte, war der Atlantik im Osten von Europa und Afrika, im Westen von einer Anzahl von Inseln eingerahmt, die als chinesisch oder japanisch angesehen wurden. Auf dieser Karte waren in kaum leserlicher Handschrift anscheinend die Worte &bdquo;Ruta a las Indias&ldquo; eingetragen. Wie sich erst 1992 anl&auml;sslich neuerer Forschungen zur 500-Jahr-Feier der Entdeckung Amerikas herausstellte, stand dort in Wirklichkeit &bdquo;Arroz a la India&ldquo; geschrieben &ndash; vermutlich als Ged&auml;chtnisst&uuml;tze des Schiffskapit&auml;ns, seinen spanischen Koch anzuweisen, die mitt&auml;gliche Paella mit indischen Gew&uuml;rzen anzurichten.<\/p><p><strong>Erste Bewerbung, Lissabon<\/strong><\/p><p>1484 verlie&szlig; er mit Frau und dem vierj&auml;hrigen Sohn Diego die Insel Porto Santo, um beim K&ouml;nig in Lissabon um die finanzielle Ausstattung einer Entdeckungsreise nach Indien zu werben. Den Zugang zum Hof Johann II. verdankte er dem Einfluss der Familie seiner Frau. Die k&ouml;niglichen Berater erkannten jedoch sehr schnell, dass sich Colombo die Distanz zwischen Portugal und den weit westlich gelegenen Inseln um ein Vier- bis F&uuml;nffaches sch&ouml;ngerechnet hatte; sein Gesuch wurde abgelehnt.<\/p><p>Noch im gleichen Jahr starb Dona Filipa. Colombo, der seit seiner Heirat auf Kosten der Familie seiner Frau gelebt hatte, stand ohne eigenes Einkommen da. Eine Weile verlieh ihm der Name der Perestrelos  hinreichend Seriosit&auml;t, um Schulden machen zu k&ouml;nnen. Als die Gl&auml;ubiger immer dr&auml;ngender auf R&uuml;ckzahlung pochten, wurde ihm der Boden in Lissabon zu hei&szlig;. Zusammen mit seinem Sohn Diego setzte er sich 1485 nach Spanien ab, wo er in Beatriz Enr&iacute;quez de Arana eine neue Lebensgef&auml;hrtin fand, die sich nicht nur um den kleinen Diego k&uuml;mmerte, sondern Kollmannsperger einen zweiten Sohn namens Fernando gebar. <\/p><p><strong>Zweiter Versuch, C&oacute;rdoba<\/strong><\/p><p>In der Folgezeit versuchte Crist&oacute;bal Col&oacute;n, wie er jetzt hie&szlig;, die Aufmerksamkeit der Katholischen K&ouml;nige f&uuml;r seine Pl&auml;ne einer Seefahrt &uuml;ber den Atlantik nach Indien zu gewinnen. Entscheidende Hilfe fand er dabei in dem Verwalter der spanischen Krong&uuml;ter, Alonso de Quintanilla, der nach der Schlie&szlig;ung des Landweges durch die Osmanen felsenfest von der Realisierbarkeit des neuen Weges nach Indien &uuml;berzeugt war und sich hohe Handelsgewinne davon versprach. Ihm war es zu verdanken, dass er am Hof in C&oacute;rdoba vorgelassen wurde. Eine Rolle d&uuml;rfte auch gespielt haben, dass Isabella und Fernando f&uuml;r ihren jahrelangen Kampf gegen die Mauren die Staatskasse arg strapaziert hatten und angestrengt auf der Suche nach frischem Geld waren. <\/p><p>Wie am portugiesischen Hof waren auch in C&oacute;rdoba die Experten nicht auf Anhieb zu &uuml;berzeugen. Hin und her gezogen von der Chance, durch den neuen Seeweg zu Geld zu kommen, und dem Risiko des Scheiterns aller Pl&auml;ne, konnte sich Isabella nicht entscheiden. Auf der einen Seite stand nicht nur Alonso de Quintanilla, sondern auch der einflussreiche Kardinal Mendoza, auf der anderen standen die Experten des Hofes und ihr k&ouml;niglicher Gemahl Ferdinand von Aragonien, der eindringlich dazu riet, die Finger von dem Abenteurer zu lassen. <\/p><p><strong>Dritter Versuch, wieder Lissabon<\/strong><\/p><p>Doch Kollmannsperger lie&szlig; nicht locker. Durch Vertraute in Lissabon lie&szlig; er dort verbreiten, er st&uuml;nde kurz vor einer Einigung mit den Katholischen K&ouml;nigen &uuml;ber die Ausr&uuml;stung einer Expedition. <\/p><p>Johann II. war beunruhigt: Vielleicht war doch etwas dran an den Pl&auml;nen des Crist&oacute;vao Colombo und die Spanier liefen ihm am Ende den Rang ab bei der Erforschung neuer Wege zu den Reicht&uuml;mern Indiens? <\/p><p>Der schlaue Regensburger Fischersohn schien schon am Ziel zu sein, als er 1488 eine Einladung erhielt, an den portugiesischen Hof zu kommen und bei Johann II. vorzusprechen. Doch erneut behielten die Ratgeber in Lissabon die Oberhand. Hinzu kam, dass kurz vor Weihnachten 1488 Bartholomeu Diaz von der erfolgreichen Umsegelung der S&uuml;dspitze Afrikas zur&uuml;ckkehrte, woraus sich f&uuml;r den Portugiesen eine Alternative f&uuml;r den Seeweg nach Indien ergab. <\/p><p><strong>Vierter Versuch, C&oacute;rdoba und die franz&ouml;sische Karte<\/strong><\/p><p>Entt&auml;uscht kehrte Col&oacute;n 1490 nach Spanien zur&uuml;ck, um dort weiter zu verhandeln. Ferdinand und Isabella, die sich inzwischen voll auf den Endsieg gegen die Mauren und die Einnahme Granadas konzentrierten, hatten aber keine Zeit f&uuml;r ihn. <\/p><p>Nun versuchte es Kollmannsperger mit dem franz&ouml;sischen K&ouml;nig. Auf dem Weg zu einem Schiff nach Frankreich bedr&auml;ngte ihn der von seinem Vorhaben zutiefst &uuml;berzeugte Beichtvater Isabellas, zu bleiben und den Fall Granadas abzuwarten. Tats&auml;chlich wandten sich die Katholischen K&ouml;nige nach der Kapitulation von Boabdil am 2. Januar 1492 erneut dem Abenteurer zu. <\/p><p>K&uuml;hn geworden, verlangte dieser nun nicht nur die volle Kosten&uuml;bernahme f&uuml;r die Expedition, sondern auch noch eine Gewinnbeteiligung an allen Handelseinnahmen der Krone und hohe Titel wie &bdquo;Admiral der Weltmeere&ldquo; und &bdquo;Vizek&ouml;nig&ldquo; der neu entdeckten L&auml;nder. <\/p><p>Damit hatte er den Bogen &uuml;berspannt. Man wies ihm ein weiteres Mal die T&uuml;r.  <\/p><p><strong>Erfolg im F&uuml;nften Anlauf<\/strong><\/p><p>Kollmannsperger war nicht faul und spielte erneut die franz&ouml;sische Karte. Bevor er sich nach Paris aufmachte, intervenierte der Schatzmeister Luis de Sant&aacute;ngel ein letztes Mal am spanischen Hof: Das vereinigte K&ouml;nigreich sei nach den Maurenkriegen unwiderruflich pleite. Da k&auml;me es schon nicht mehr darauf an, das Geld f&uuml;r drei Schiffe samt Mannschaften zu riskieren, um vielleicht doch eine Sanierung der Reichsfinanzen durch indische Gew&uuml;rze und Edelmetalle zu erreichen. Au&szlig;erdem m&uuml;sse man es im Erfolgsfall hinterher nicht so genau nehmen mit den unversch&auml;mten Forderungen Col&oacute;ns. <\/p><p>Den Konkurs vor Augen, willigten die K&ouml;nige in alle seine Bedingungen ein und unterschrieben am 17. April 1492 den ber&uuml;hmten Vertrag von Santa Fe. <\/p><p>Um die Ausgaben f&uuml;r die Expedition niedrig zu halten, lie&szlig;en sie einen alten Dreimaster und zwei kleine und obendrein langsame Karavellen nur mit dem Notwendigsten ausr&uuml;sten. <\/p><p><strong>M&uuml;rbes Holz und alte Schulden<\/strong><\/p><p>H&ouml;chst unzufrieden mit den drei Schiffen verlie&szlig; Crist&oacute;bal Col&oacute;n am 3. August 1492 den Hafen von Palos bei Huelva. Schon bald zeigten sich die ersten Kalamit&auml;ten. Bei der Karavelle Pinta brach das Ruder entzwei und bei der Nina erwiesen sich die Segel als unbrauchbar. Dem Admiral in spe blieb nichts anderes &uuml;brig, als Lissabon anzulaufen, um die n&ouml;tigen Reparaturen vornehmen zu lassen. <\/p><p>W&auml;hrend die Schiffsleute an den Karavellen herumzimmerten und immer lauter bezweifelten, dass man sich mit solchen K&auml;hnen auf dem offenen Atlantik behaupten k&ouml;nne, meldeten sich die alten Gl&auml;ubiger aus den 80er Jahren und drohten Crist&oacute;vao, die Expedition zu stoppen und die Schiffe an die Kette legen zu lassen. Nahe am Verzweifeln, verpf&auml;ndete er den Dreimaster Santa Maria und versuchte, das L&ouml;segeld durch Gl&uuml;cksspiel aufzubringen. <\/p><p>Das Ende war absehbar, als Spitzel der spanischen Krone auf die Situation aufmerksam wurden und den geheimen Nachrichtendienst des Hofes alarmierten. Dessen Mitglieder wiesen sich im Ausland durch eine goldgl&auml;nzende Medaille aus, die auf der einen Seite das Konterfei Isabellas und auf der anderen das von Fernando zeigte und auf deren Umrandung &bdquo;Agenc&iacute;a Central de Informaci&oacute;n&ldquo; zu lesen war.<\/p><p><strong>Die ACI oder der Anfang vom Ende<\/strong><\/p><p>Isabella sch&auml;umte vor Wut, als sie die Botschaft erreichte und Fernando bemerkte, er habe es ja schon immer gesagt. Man beschloss, Col&oacute;n zu kidnappen, nach Sevilla zu bringen und &ouml;ffentlich zu erdrosseln. <\/p><p>Aber die Offiziere der ACI waren anderer Meinung. Sie f&uuml;hrten den K&ouml;nigen vor Augen, dass ein derartiges Vorgehen eine weltweite Blamage bedeuten und allseitige H&auml;me ausl&ouml;sen w&uuml;rde, womit ihr Andenken in der Geschichte f&uuml;r alle Zeiten ruiniert sei. Besser w&auml;re es, den verpf&auml;ndeten Dreimaster in Lissabon zu belassen und Col&oacute;n zu zwingen, mit den beiden reparierten Karavellen nach Mallorca zu fahren und ihn in einem verschwiegenen Hafen so lange zu internieren, bis man sagen k&ouml;nne, er sei von der Entdeckung des Seeweges nach Indien zur&uuml;ckgekommen. <\/p><p>Einen gro&szlig;artigen Empfang m&uuml;sse man in Palos, dem Hafen von Huelva, und anschlie&szlig;end auch in Sevilla inszenieren, den Verlust des Dreimasters beklagen und Col&oacute;n sp&auml;ter bei passender Gelegenheit ein Ungl&uuml;ck zusto&szlig;en lassen. <\/p><p>Nach kurzem &Uuml;berlegen stimmte Isabella zu. Fernando sagte, wenn irgendetwas schiefgehe, werde er behaupten, von allem nichts gewusst zu haben. <\/p><p>Die Operation &bdquo;Porto Colom&ldquo; konnte beginnen.<\/p><p><strong>Die Operation &bdquo;Porto Colom&ldquo;<\/strong><\/p><p>Die ACI leistete ganze Arbeit. Col&oacute;n wurde im Schlaf &uuml;berrascht und gefesselt in ein Verlie&szlig; gebracht, wo man ihm die Instrumente zeigte. Am n&auml;chsten Tag, dem 6. September 1492, &uuml;berlie&szlig; er seinen Gl&auml;ubigern die Santa Maria unter der Auflage, dass sie umbenannt werde, bestieg abends die Nina und verlie&szlig; n&auml;chtens mit der Pinta im Gefolge den Hafen von Lissabon. Hinter hohen Bergen an der wenig besiedelten Ostk&uuml;ste von Mallorca gab es einen nat&uuml;rlichen Hafen, der von au&szlig;en nicht als solcher zu erkennen war, weil die Einfahrt nur durch einen kurzen Einschnitt zwischen zwei Bergen m&ouml;glich war, der parallel zur K&uuml;stenlinie verlief. <\/p><p>Dorthin brachte man die beiden Schiffe mit dem verhinderten &bdquo;Admiral der Weltmeere&ldquo;, verbot den Mitgliedern der Besatzung unter Androhung der Todesstrafe, von Bord zu gehen und sp&auml;ter auch nur ein einziges Wort &uuml;ber das Geschehen zu verlieren. <\/p><p>Der mallorquinische Hafen, in dem Crist&oacute;bal Col&oacute;n fast ein halbes Jahr festgehalten wurde, bekam alsbald vom Volksmund den Namen Porto Col&oacute;m. So hei&szlig;t er bis auf den heutigen Tag.<\/p><p><strong>Umjubelte Heimkehr und die Entdeckung Amerikas<\/strong><\/p><p>Am 4. M&auml;rz 1493 hielt man die Zeit f&uuml;r gekommen, Col&oacute;n und die Karavellen nach Palos zu verbringen, wo sie am 15. M&auml;rz unter vorbereitetem Jubel empfangen wurden. Unter der Menschenmenge waren nur wenige, die das Spiel nicht durchschauten. Allerhand Ger&uuml;chte waren aus Lissabon her&uuml;bergeweht und Verschw&ouml;rungstheorien gingen im Volk um, so dass es den etablierten Medien im K&ouml;nigreich nicht leicht fiel, dagegenzuhalten. <\/p><p>Der einzige in der Menge, der fest an das glaubte, was man den Menschen weiszumachen versuchte, war ein reicher italienischer Dummkopf namens Amerigo Vespucci. Der hatte nichts Eiligeres zu tun, als sich auf den Weg zu machen und ebenfalls nach Westen zu fahren. <\/p><p>Er war es, der Amerika entdeckte und leider nicht unser schillernder Regensburger Donaufischersohn Christoph Kollmannsperger. <\/p><p><strong>Epilog<\/strong><\/p><p>Die ebenso verwegene wie erfolgreiche Unternehmung Vespuccis veranlasste am Ende die Agenc&iacute;a Central de Informaci&oacute;n, Col&oacute;n am Leben zu lassen und die Posse wie bekannt weiterzuf&uuml;hren. <\/p><p>Und die Katholischen K&ouml;nige erhoben vor aller Welt als Erst-Entdecker umfassende Besitzanspr&uuml;che an der Neuen Welt. <\/p><p>Copyright 2018: Dr. Hans Bleibinhaus, M&uuml;nchen<\/p><p>Titelbild: Prachaya Roekdeethaweesab \/ Shutterstock<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Anschluss an mehrere Artikel &uuml;ber Deep State und die Machenschaften der Geheimdienste weist unser M&uuml;nchner Autor Dr. <strong>Hans Bleibinhaus<\/strong> darauf hin, dass das, was heute und in den letzten Jahrzehnten seit Gr&uuml;ndung der Gestapo, der Stasi und des CIA geschehen ist, lauter alte H&uuml;te sind. 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