{"id":6988,"date":"2010-10-08T09:04:45","date_gmt":"2010-10-08T07:04:45","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=6988"},"modified":"2010-10-08T09:04:45","modified_gmt":"2010-10-08T07:04:45","slug":"hinweise-des-tages-1244","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=6988","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Regierung plant Steuerentlastung f&uuml;r Versicherer; Erste &ldquo;Bad Bank&rdquo; startet mit Milliardenverlust; den Banken ist beim Risiko nicht zu trauen; Angst vor der Pest des Protektionismus; &raquo;Zunehmende Sozialdemokratisierung&laquo; der CDU; neofeudaler Elited&uuml;nkel; durchschnittliche Besch&auml;ftigungsdauer; bei Vorkasse bleibt der Patient auf den meisten Kosten sitzen; t&ouml;dliche Falle; Stephanie zu Guttenberg sucht nach Fakten; man wird nie Deutscher; direkter Lobbyismus; Lila-Lula-Land; Seitenwechsel von EU-Kommissaren; Stuttgart 21; Visualisierung der Parteispenden; &uuml;berarbeitet und gestresst &ndash; oder unterfordert und faul; Bachelor nicht so gut wie gedacht; China boykottiert weiterhin japanische Firmen. (KR\/WL)<br>\n<!--more--><\/p><p>Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante aktuelle Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen.<br>\nHier die &Uuml;bersicht, Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"#h01\">Regierung plant Steuerentlastung f&uuml;r Versicherer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h02\">Erste &ldquo;Bad Bank&rdquo; startet mit Milliardenverlust<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h03\">Zur Too big to fail-Kommission in der Schweiz: Den Banken ist beim Risiko nicht zu trauen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h04\">Angst vor der Pest des Protektionismus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h05\">&raquo;Zunehmende Sozialdemokratisierung&laquo; der CDU<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h06\">Neofeudaler Elited&uuml;nkel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h07\">Durchschnittliche Besch&auml;ftigungsdauer liegt unver&auml;ndert bei zehn Jahren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h08\">Bei Vorkasse bleibt der Patient auf den meisten Kosten sitzen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h09\">Afghanistan: T&ouml;dliche Falle<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h10\">Stephanie zu Guttenberg: ein K&ouml;nigreich f&uuml;r ein paar Fakten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h11\">Man wird nie Deutscher<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h12\">Direkter Lobbyismus: Interview mit Kim Otto &uuml;ber das Wirken von &ldquo;Leihbeamten&rdquo; in deutschen Ministerien und der EU<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h13\">Bericht aus dem neoliberalen Lila-Lula-Land<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h14\">Seitenwechsel von EU-Kommissaren: EU-Parlament blockt Teile des Haushalts<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h15\">Stuttgart 21<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h16\">Visualisierung der Parteispenden &uuml;ber 50.000 &euro;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h17\">Studierende: &Uuml;berarbeitet und gestresst &ndash; oder unterfordert und faul?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h18\">Bachelor nicht so gut wie gedacht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h19\">China boykottiert weiterhin japanische Firmen<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"\/?p=6988&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/a><\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Regierung plant Steuerentlastung f&uuml;r Versicherer<\/strong><br>\nErst die Hotels, jetzt die Versicherungen: Die Bundesregierung will eine weitere Branche mit Steuererleichterungen begl&uuml;cken.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/finanzen\/versicherungen\/article10114633\/Regierung-plant-Steuerentlastung-fuer-Versicherer.html\">WELT<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung KR:<\/strong> Erst hat man das Vertrauen in die gesetzliche Rente zerst&ouml;rt und die Leute in die private Altersvorsorge getrieben; nun l&auml;sst sich nicht l&auml;nger verbergen, dass die Finanzdienstleister die gemachten Versprechungen ohne staatliche Hilfe nicht einhalten k&ouml;nnen. Das w&auml;re ohne Weltwirtschaftskrise nur etwas sp&auml;ter geschehen, weil f&uuml;r langfristige Sparanlagen gleich welcher Art grunds&auml;tzlich keine h&ouml;heren Renditen garantiert werden k&ouml;nnen (und auch in der Vergangenheit nicht erzielt werden konnten). An diesem Schwindel hat eine Generation von Versicherungsvertretern und Politikberatern gut verdient.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Erste &ldquo;Bad Bank&rdquo; startet mit Milliardenverlust<\/strong><br>\nDeutschlands erste &ldquo;Bad Bank&rdquo; startet mit einem Milliardenverlust. Die&nbsp;f&uuml;r die&nbsp;Abwicklung ausfallgef&auml;hrdeter und vom Kerngesch&auml;ft ausgegliederter Wertpapiere der WestLB gegr&uuml;ndete Erste Abwicklungsanstalt wies in ihrem am Donnerstag (07.10.10) ver&ouml;ffentlichten Jahresabschluss einen Verlust von 1,05 Milliarden Euro aus.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wdr.de\/themen\/_config_\/kurznach\/index.jhtml?knid=39042\">WDR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Zur Too big to fail-Kommission in der Schweiz: Den Banken ist beim Risiko nicht zu trauen<\/strong><br>\nDie Schweizer Beh&ouml;rden wollen strengere Auflagen f&uuml;r die Banken. Aber die neuen Regeln zielen am Kern der Sache vorbei. Eine Systemreform wird nicht angepackt.&nbsp; Die neuen Regeln ziehen die Bremsen zwar ein wenig an, aber das H&ouml;llengef&auml;hrt rast weiter.<br>\nDie beste Medizin n&uuml;tzt nichts, wenn die Diagnose falsch ist. Die Expertenkommission hat es nicht geschafft, die ideologischen Scheuklappen abzulegen und aus den g&auml;ngigen Denkmustern auszubrechen. Von Systemreform kann keine Rede sein. In den Debatten zur Bankenregulierung sind Begriffe wie Transaktionssteuer und Klumpenrisiko oder die Idee, das Bankengesch&auml;ft als eine Art Service public zu verstehen, fast vollst&auml;ndig verschwunden. Radikale L&ouml;sungen, etwa ein Trennbankensystem, wo systemrelevante Gesch&auml;fte wie der Zahlungsverkehr vom Eigenhandel an den Finanzm&auml;rkten abgekoppelt w&auml;ren, wischt die Kommission mit der Bemerkung weg, dass es sich dabei um &laquo;erhebliche Eingriffe in die Wirtschaftsfreiheit&raquo; handle. Vor allem aber legt die Expertenkommission keine verbindlichen Richtlinien vor, wie das Too-big-to-fail-Problem gel&ouml;st werden soll, wie man k&uuml;nftig also verhindern will, dass der Staat eine Bank retten muss, statt sie kontrolliert Konkurs gehen zu lassen. Die Notfallpl&auml;ne daf&uuml;r, so der Wunsch der Kommission, sollen die Banken selber gestalten d&uuml;rfen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.woz.ch\/artikel\/2010\/nr40\/wirtschaft\/19874.html\">Wochenzeitung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Angst vor der Pest des Protektionismus<\/strong><br>\nKritik hagelt es nicht nur an Chinas W&auml;hrungsmanipulation und seiner Staatswirtschaft insgesamt. Auch die USA werden von liberalen Beobachtern angeprangert. Schliesslich war das Land der angeblich grenzenlosen Freiheit j&uuml;ngst angesichts von Banken-Bail-outs sowie der staatlichen &Uuml;bernahme von Autofirmen und eines Grossteils des Immobilienmarktes kein leuchtendes Vorbild in Sachen Kapitalismus. Manche Experten meinen zudem, der Streit gehe am eigentlichen Thema vorbei. Laut American Enterprise Institute w&auml;re der Einfluss einer &Auml;nderung der chinesischen Wechselkurspolitik auf die amerikanische Wirtschaft so gering, dass er vermutlich kaum messbar w&auml;re. &Auml;hnlich argumentierte das Development Center der OECD bereits im April. Es sei alles andere als sicher, dass eine Aufwertung des Yuan die amerikanische Leistungsbilanz stark beeinflussen w&uuml;rde. Zudem seien bilaterale Ungleichgewichte zwischen zwei Staaten nicht so wichtig, sondern das Gesamtgef&uuml;ge. Ferner wird von Kritikern zu Recht argumentiert, wenn die USA weniger Produkte aus China importierten, kauften sie diese als Ersatz nicht automatisch in den USA, sondern vermutlich in anderen asiatischen oder europ&auml;ischen L&auml;ndern. Zudem machten Z&ouml;lle auf Importe von Textilien, Spielzeugen, M&ouml;beln und zusammengebauten Computern &ndash; das sind die &uuml;berwiegenden Importe der USA aus China &ndash; die heimische Industrie in diesen Branchen nicht automatisch wettbewerbsf&auml;higer. Mit Strafz&ouml;llen k&ouml;nnen die USA ohnehin kaum etwaige chinesische Verluste in eigene Gewinne umm&uuml;nzen. Und nicht zuletzt gibt es f&uuml;r etliche Importe gar keine heimische Alternative.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/finanzen\/nachrichten\/angst_vor_der_pest_des_protektionismus_1.7870439.html\">NZZ.ch<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Das Argument, dass andere Staaten an die Stelle Chinas treten w&uuml;rden, ist nicht so stark, wie man zun&auml;chst denkt. Denn ein Ziel w&auml;re erreicht: Chinas Exportwirtschaft w&uuml;rde ein wichtiger Markt wegbrechen. Und ist es so undenkbar, dass die USA in bestimmten Branchen eine Reindustrialisierung betreiben k&ouml;nnte und dabei genauso wie China selbst im Aufholprozess gegen&uuml;ber dem Westen seine &lsquo;infant industry&rsquo; protegieren w&uuml;rde?<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>&raquo;Zunehmende Sozialdemokratisierung&laquo; der CDU<\/strong><br>\nDas Prinzip der self-fulfilling prophecy ist nicht nur in esoterischen Kreisen recht popul&auml;r. Auch der Wirtschaftsrat (WR) der CDU nutzte jetzt diese Kommunikationstechnik. Die Thesen der neoliberalen Gralsh&uuml;ter innerhalb der CDU wurden nun durch das Ergebnis der &raquo;gr&ouml;&szlig;ten und repr&auml;sentativsten Umfrage in der deutschen Wirtschaft, die es je gab&laquo; untermauert, wie es WR-Pr&auml;sident Kurt J. Lauk am Mittwoch in Berlin formulierte. Beteiligt haben sich demnach knapp 3000 der 12000 Mitglieder des WR, durchgef&uuml;hrt und ausgewertet wurde die Umfrage von Emnid. Als Konsequenz hat der WR jetzt einen &raquo;12-Punkte-Plan f&uuml;r Deutschland wider die Resignation&laquo; entwickelt, der zun&auml;chst die innerparteiliche Debatte um die Ausrichtung der CDU im Hinblick auf den n&auml;chsten Bundesparteitag befeuern soll, der Mitte November in Karlsruhe stattfinden wird. Denn die gro&szlig;e Mehrheit der Befragten habe die &raquo;zunehmende Sozialdemokratisierung&laquo; der Partei beklagt und eine &raquo;Sch&auml;rfung des wirtschaftspolitischen Profils&laquo; verlangt.<br>\nQuelle1: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2010\/10-08\/011.php\">Jungwelt<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.presseportal.de\/pm\/42899\/1583789\/der_wirtschaftsrat_der_cdu\">Presseportal<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Sparpaket, Steuerentlastung f&uuml;r Hoteliers, 5-Euro mehr f&uuml;r Hartz IV-Regelsatz, Einf&uuml;hrung der Kopfpauschale bei der Krankenversicherung und Deckelung des Beitrags f&uuml;r die Unternehmen, Umstieg auf die kapitalgedeckte private Pflegeversicherung und und und, all das h&auml;lt der Wirtschaftsfl&uuml;gel der CDU f&uuml;r eine &bdquo;zunehmende Sozialdemokratisierung&ldquo;. <\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Neofeudaler Elited&uuml;nkel<\/strong><br>\nBrauchen Arbeitslose nur den richtigen Anreiz, um arbeiten zu gehen? Dieser Glaube beruht auf einem zutiefst antiaufkl&auml;rerischen Menschenbild.<br>\nWenn wie jetzt &uuml;ber die H&ouml;he der Unterst&uuml;tzung f&uuml;r erwerbslose Menschen gestritten wird, hat sich seit der von Gerhard Schr&ouml;der verk&uuml;ndeten &ldquo;Agenda 2010&rdquo; ein Glaubensdogma etabliert: Arbeitslose brauchten Anreize, so hei&szlig;t es, damit sie wieder eine Arbeit ann&auml;hmen.<br>\nDieses Glaubendogma geht davon aus, dass Arbeitspl&auml;tze im Prinzip angeblich gen&uuml;gend vorhanden w&auml;ren, das eigentliche Problem sei vielmehr die Lustlosigkeit der Arbeitssuchenden. Von sich heraus habe der Mensch, so die Unterstellung, auf gar nichts Lust &ndash; au&szlig;er regungslos auf dem Sofa zu liegen. Erst wenn ein finanziell messbarer Anreiz vorliege, w&uuml;rden Gehirnzellen und Gliedma&szlig;e in Bewegung gesetzt.<br>\nDas Menschenbild, das hinter diesem Glaubensdogma steckt, ist mit dem emanzipatorischen Teil unserer europ&auml;ischen Werte absolut unvereinbar: Gemeint sind die W&uuml;rde des Menschen, die Freiheit der Person und Werte wie Verantwortung, Selbstverwirklichung, M&uuml;ndigkeit und demokratische Gemeinschaft. Nichts von alldem ist denkbar, wenn man den Menschen auf einen rein mechanischen Reiz-Reaktions-Organismus reduziert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/debatte\/kommentar\/artikel\/1\/neofeudaler-eliteduenkel\/%20\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Durchschnittliche Besch&auml;ftigungsdauer liegt unver&auml;ndert bei zehn Jahren <\/strong><br>\nWeder in Deutschland noch in anderen europ&auml;ischen L&auml;ndern sind die Erwerbskarrieren generell instabiler geworden. So betr&auml;gt die durchschnittliche Dauer der Betriebszugeh&ouml;rigkeit von Arbeitnehmern in Deutschland 10,8 Jahre, berichtet das Institut f&uuml;r Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB). 1992 lag sie bei 10,3 Jahren. Ein allgemeiner Abw&auml;rtstrend sei also nicht erkennbar, betont der IAB-Arbeitsmarktforscher Thomas Rhein.<br>\nAb 1993 sank zwar die durchschnittliche Besch&auml;ftigungsdauer infolge der Arbeitsmarktkrise in den neuen Bundesl&auml;ndern vor&uuml;bergehend knapp unter zehn Jahre, seit 2001 liegt sie aber wieder &uuml;ber zehn Jahren.<br>\nAuch bei der gesamtwirtschaftlichen Arbeitskr&auml;ftefluktuation zeichne sich in&nbsp; Deutschland und den meisten anderen L&auml;ndern keine Beschleunigung ab, zeigt Thomas Rhein: &bdquo;Von einem allgemeinen Trend hin zum Turbo-Arbeitsmarkt kann demnach nicht gesprochen werden&ldquo;.<br>\nEs gebe jedoch Anzeichen, dass die subjektiv empfundene Besch&auml;ftigungssicherheit in den letzten zehn Jahren abgenommen habe, so die IAB-Studie. &bdquo;Eine m&ouml;gliche Erkl&auml;rung daf&uuml;r ist, dass die Besch&auml;ftigten durch die Arbeitsmarktreformen verunsichert wurden. Aber auch der Anstieg der Befristungsquote k&ouml;nnte dabei eine Rolle spielen&ldquo;, schreibt IAB-Forscher Rhein. Der Anteil der befristet Besch&auml;ftigten hat sich seit 1992 mehr als verdoppelt, er liegt heute bei knapp zehn Prozent.<br>\nDie IAB-Studie analysiert auch die Entwicklung in anderen europ&auml;ischen L&auml;ndern, darunter Gro&szlig;britannien, D&auml;nemark, Frankreich und Italien. Mit Ausnahme D&auml;nemarks ist nirgendwo ein Abw&auml;rtstrend bei der Besch&auml;ftigungsdauer zu erkennen. In den beiden L&auml;ndern mit stark dereguliertem Arbeitsmarkt Gro&szlig;britannien und D&auml;nemark liegt sie mit 8,2 bzw. 7,3 Jahren aber deutlich niedriger als in Deutschland, in Frankreich und Italien mit 11,5 und 11,2 Jahren dagegen h&ouml;her.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/doku.iab.de\/kurzber\/2010\/kb1910.pdf\">IAB [PDF &ndash; 517KB]<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> So ist es eben mit einem Durchschnittswert, der eine ist 20 Jahre besch&auml;ftigt, der Leiharbeiter noch nicht einmal ein Jahr, gibt im Durchschnitt eben 10 Jahre.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Bei Vorkasse bleibt der Patient auf den meisten Kosten sitzen<\/strong><br>\nKassenpatienten, die sich f&uuml;r einen Kostenerstattungstarif entschieden haben, bleiben auf einem Gro&szlig;teil ihrer Arztkosten sitzen. Dies best&auml;tigten die beiden Branchenf&uuml;hrer Barmer GEK und Techniker-Krankenkasse (TK) dem Tagesspiegel. Von den privat eingereichten Rechnungen erstattet die Barmer GEK im Schnitt rund ein Drittel der Kosten, bei der TK sind es etwa 36 Prozent. &bdquo;Wenn &Auml;rzte bei Kassenpatienten mit Kostenerstattung den 2,3-fachen Satz abrechnen, k&ouml;nnen wir das nat&uuml;rlich nicht eins zu eins erstatten&ldquo;, sagte Barmer-GEKSprecher Kai Behrens. Au&szlig;erdem m&uuml;sse f&uuml;r den h&ouml;heren Aufwand eine Verwaltungskostenpauschale einbehalten werden. Bei der TK betr&auml;gt diese derzeit zehn, bei der Barmer GEK 7,5 Prozent.<br>\nQuelle1: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/zeitung\/bei-vorkasse-bleibt-der-patient-auf-den-meisten-kosten-sitzen\/1951850.html;jsessionid=9195D1C42C1466C356B5DE44DA72E05A\">Tagesspiegel<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/risikofaktor-vorkasse\/1951706.html;jsessionid=9195D1C42C1466C356B5DE44DA72E05A\">Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Afghanistan: T&ouml;dliche Falle<\/strong><br>\nNach dem Attentat auf die Bundeswehr in Afghanistan spricht Merkel von einem &bdquo;feigen Anschlag&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/toedliche-falle\/1951944.html;jsessionid=9195D1C42C1466C356B5DE44DA72E05A\">Tagesspiegel<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Seltsamerweise finden Politiker, immer wenn ein Soldatentod in Afghanistan zu beklagen ist, f&uuml;r den Gegner Worte wie barbarisch, hinterh&auml;ltig, heimt&uuml;ckisch oder eben feige. Die Soldaten vor Ort wissen sicherlich genau, dass ein Guerillakrieg keine offene Feldschlacht ist. Ein Historiker w&uuml;rde vielleicht darauf hinweisen, dass auch eine Drohne keine ritterliche Waffe ist. Bereits der chinesische General und Milit&auml;rstratege Sunzi 500 v. Chr. hat sich in seinem Buch &bdquo;&Uuml;ber die Kriegskunst&ldquo; dar&uuml;ber Gedanken gemacht, wie man mit unterlegenen Mitteln den Feind empfindlich treffen kann. Terroristische Anschl&auml;ge bilden eine extreme Variante asymmetrischer Kriegf&uuml;hrung gegen einen &uuml;berlegenen Gegner. &ndash; Nein, feige sind unsere Politiker, die diesem nicht zu gewinnenden Krieg weiterhin unsere Soldaten opfern, um sich irgendwie gesichtswahrend zur&uuml;ckziehen zu k&ouml;nnen. Feige war es und ist es, nicht mit unseren B&uuml;ndnispartner Tacheles zu reden und vor einem zweiten Vietnam zu warnen. Aber wir m&uuml;ssen ja unsere Verantwortung in der Welt wahrnehmen:<br>\n&bdquo;Schritt f&uuml;r Schritt hat Deutschland international Verantwortung gemeinsam mit unseren Verb&uuml;ndeten in der NATO, in der europ&auml;ischen Sicherheitspolitik und im Auftrag der Vereinten Nationen auch au&szlig;erhalb des B&uuml;ndnisgebietes &uuml;bernommen &hellip; Zum Einsatz der Bundeswehr im multilateralen Rahmen wie den Vereinten Nationen, der Europ&auml;ischen Union und der Nato sind wir bereit, wenn er dem Schutz unserer Bev&ouml;lkerung oder dem unserer Verb&uuml;ndeten dient. Wer deshalb heute den sofortigen, wom&ouml;glich sogar alleinigen R&uuml;ckzug Deutschlands unabh&auml;ngig von seinen B&uuml;ndnispartnern aus Afghanistan fordert, der handelt unverantwortlich. Nicht nur w&uuml;rde Afghanistan in Chaos und Anarchie versinken, auch die Folgen f&uuml;r die internationale Gemeinschaft und ihre B&uuml;ndnisse, in denen wir Verantwortung &uuml;bernommen haben, und f&uuml;r unsere eigene Sicherheit w&auml;ren unabsehbar. Die internationale Gemeinschaft ist gemeinsam hineingegangen; die internationale Gemeinschaft wird auch gemeinsam hinausgehen. Handelte sie anders, w&auml;ren die Folgen &ndash; das ist meine &Uuml;berzeugung &ndash; weit verheerender als die Folgen der Anschl&auml;ge vom 11. September 2001&ldquo; (<a href=\"http:\/\/www.bundesregierung.de\/Content\/DE\/Regierungserklaerung\/2010\/2010-04-22-merkel-erklaerung-afghanistan.html\">Regierungserkl&auml;rung von Bundeskanzlerin Merkel zum Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan, Do, 22.04.2010<\/a>)<br>\nSeltsam, eben noch sprach Angela Merkel davon, dass Afghanistan in Chaos und Anarchie vers&auml;nke, wenn wir abz&ouml;gen, und jetzt gehen wir pl&ouml;tzlich hinaus, nat&uuml;rlich gemeinsam. Dabei pfeift es jeder Spatz von den D&auml;chern, dass Barak Obama bis zu den Pr&auml;sidentschaftswahlen rausgegangen sein will &ndash; wie im Irak, wo heute Chaos und Anarchie herrschen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Stephanie zu Guttenberg: ein K&ouml;nigreich f&uuml;r ein paar Fakten<\/strong><br>\nWenn die Frau doch einen Minirock tr&auml;gt, dann ist sie halt selber Schuld. Nat&uuml;rlich meint zu Guttenberg das nicht so, sie denkt halt einfach nicht besonders scharf. Oder lassen Sie es mich freundlicher formulieren: Sie ist erstaunlich unsortiert. H&auml;tte Stephanie zu Guttenberg recht, g&auml;be es also einen Zusammenhang zwischen Lady Gaga und Kindesmissbrauch, g&auml;be es eine boomende Kinderpornoindustrie, die zehn Mal so gro&szlig; w&auml;re wie die gesamte deutsche Filmwirtschaft, dann m&uuml;ssten folgerichtig auch die&nbsp; Fallzahlen von sexuellem Missbrauch steigen, denn das ist schlie&szlig;lich die Botschaft: Wir leben in einer so schlechten Zeit, die Kinder m&uuml;ssen an unser aller &Uuml;bersexualisierung leiden. Aber die Zahl der Missbr&auml;uche sinkt&nbsp; bei gleichzeitig gr&ouml;&szlig;er werdendem Hellfeld (die Anzeigebereitschaft der Kinder ist gestiegen).<br>\n&hellip;<br>\nStephanie zu Guttenberg, die Frau frei von Fakten, h&auml;tte genug daran zu tun, in der Partei ihres Mannes f&uuml;r eine gewaltfreie Kindererziehung zu werben. Hinter den Kulissen, ohne Talkshowauftritte. Und ohne ein Buch, das die Welt nicht braucht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/faz-community.faz.net\/blogs\/deus\/archive\/2010\/10\/04\/stephanie-zu-guttenberg-ein-koenigreich-fuer-ein-paar-fakten.aspx\">FAZ Blogs<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Man wird nie Deutscher<\/strong><br>\n&bdquo;Sag mal, Ozan&ldquo;, schnitt der Kanzler das Thema an. &bdquo;Warum haben deine Landsleute eigentlich diesen Erdogan gew&auml;hlt?&ldquo;<br>\nDer Schock jenes Augenblicks sitzt ihm noch immer in der Seele, seine Gedanken in jenen Sekunden blitzartiger Erkenntnis sind ihm wie in Zeitlupe ins Ged&auml;chtnis eingebrannt. Warum haben deine Landsleute eigentlich diesen Erdogan gew&auml;hlt? Sollte er Duzgenosse &bdquo;Gerd&ldquo; wirklich dar&uuml;ber aufkl&auml;ren, dass er gar kein T&uuml;rke sei und von t&uuml;rkischer Innenpolitik ebenso wenig verstehe wie er? Sollte er ihm vorhalten, dass er sich f&uuml;r seine Unterst&uuml;tzung bedankt und ihn gleich wieder ausgegrenzt hatte? &bdquo;Und dann habe ich eine Entscheidung getroffen, ich habe gedacht: nein!&ldquo;, erz&auml;hlt Ceyhun. Tausendmal h&auml;tte er dem Kanzler wie schon so vielen vor ihm erkl&auml;ren k&ouml;nnen, dass nicht Erdogan-W&auml;hler seine Landsleute seien, doch es brachte nichts. &bdquo;Ich habe mir gedacht: Sieh es doch einfach ein, akzeptiere es endlich: Man wird nie Deutscher.&ldquo;<br>\nObwohl Familie Ceyhun weiterhin in R&uuml;sselsheim lebt, sitzt Ozan Ceyhun nicht mehr in der Landesverwaltung von Hessen. Er sitzt an der Bosporusk&uuml;ste und sein Smartphone piepst und klingelt pausenlos. Den t&uuml;rkischen Europa-Minister Egemen Bagis ber&auml;t er und den nordzyprischen Pr&auml;sidenten Dervis Eroglu. Das Parlament seiner Geburtsstadt Adana hat ihn zum Berater f&uuml;r Europa- Angelegenheiten ernannt. Selbst dem B&uuml;rgermeister des Istanbuler Bezirks, in dem Emirgan liegt, wei&szlig; Ceyhun ehrenamtlich zu helfen, und dem B&uuml;rgermeister des n&auml;chsten Stadtbezirks noch dazu. Sie alle sch&auml;tzen die Erfahrungen und Kontakte, die er aus fast 25-j&auml;hriger politischer Praxis mitbringt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/zeitung\/man-wird-nie-deutscher\/1951616.html;jsessionid=9195D1C42C1466C356B5DE44DA72E05A\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Eine sch&ouml;ne Geschichte und solche hat sie eine sch&ouml;ne Moral: Auch ein t&uuml;rkischst&auml;mmiger Deutscher ist als Deutscher zu behandeln. Allerdings stellen sich mir auch Fragen. Wann&nbsp; hat Ozan Ceyhun die Kanzlerworte realisiert? Immerhin war er Abgeordneter des Europ&auml;ischen Parlaments vom November 1998 bis Juni 2004, Mitglied des Kreistages des Landkreises Gro&szlig;-Gerau (Hessen) von 2003-2009 und 2008 hat er sich f&uuml;r die Wahl des Europ&auml;ischen Parlamentes als Kandidat <a href=\"http:\/\/www.michaelreuter.de\/index.php?nr=4860&amp;menu=7\">der Hessischen SPD zur Verf&uuml;gung gestellt<\/a>. Der Artikel suggeriert, dass die Einsicht, als t&uuml;rkischst&auml;mmiger Deutscher nicht ernst genommen zu werden, durch den Kanzler ausgel&ouml;st wurde. Sein Engagement in der deutschen Politik legt nahe, dass seine Entscheidung, eventuell in die t&uuml;rkische Politik zu gehen, neueren Datums ist.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Direkter Lobbyismus: Interview mit Kim Otto &uuml;ber das Wirken von &ldquo;Leihbeamten&rdquo; in deutschen Ministerien und der EU<\/strong><br>\nDie Selbstentmachtung des deutschen Parlamentarismus zugunsten der Wirtschaft hat seit der rotgr&uuml;nen Bundesregierung nahezu kolumbianische Qualit&auml;ten angenommen. Seit dem &ldquo;Austauschprogramm Seitenwechsel&rdquo; ist es n&auml;mlich offiziell erlaubt, dass sich Lobbyisten als &ldquo;Leihbeamte&rdquo; direkt in den Bundesministerien einquartieren. Dies ist aber &ouml;ffentlich wenig bekannt. Sascha Adamek und Kim Otto haben in ihrem Buch &ldquo;Der gekaufte Staat&rdquo; mehrere brisante F&auml;lle recherchiert, in denen Vertreter der deutschen Gro&szlig;industrie als &ldquo;Experten&rdquo; an wichtige Gesetzes&auml;nderungen ma&szlig;geblich mitgewirkt und die Interessen ihrer Arbeitgeber in die Beschl&uuml;sse und Gesetzesvorlagen diktiert haben. Im Zuge der Recherchen der beiden investigativen Journalisten sah sich der Bundesrechnungshof veranlasst, die Ministerien dahingehend zu &uuml;berpr&uuml;fen. Telepolis sprach mit Kim Otto.<br>\n&hellip;<br>\nDas in Deutschland bis dato verbotene Angebot von Hedgefonds sollte auch in Deutschland legalisiert werden. Hier wurde ein Damm gebrochen, den Deutschland wohlweislich gegen die Hedgefonds mit ihren gef&auml;hrlichen Gesch&auml;ftsmodellen errichtet hatte &ndash; auch angesichts der hochproblematischen Erfahrungen, die man in den USA schon seit Jahrzehnten mit diesem Finanzinstrument gemacht hatte. Das Gesetz wurde schlie&szlig;lich von einer Angestellten des Bundesverband Investment und Asset Management e.V mitformuliert worden. Die Dame hatte &ndash; just w&auml;hrend der hei&szlig;en Phase der Gesetzesformulierung, von Januar bis August 2003 &ndash; einen eigenen Schreibtisch im Ministerium, und zwar in der Abteilung &ldquo;Nationale und Internationale Finanzmarkt- und W&auml;hrungspolitik&rdquo;. Die &ldquo;Leihbeamtin&rdquo; wurde weiterhin vom BVI bezahlt. Das Finanzministerium &uuml;bernahm nur Kosten, die ihr Einsatz zus&auml;tzlich mit sich brachte: etwa 2000 Euro insgesamt. Die Lobbyarbeit hat sich gelohnt: Die ausl&auml;ndischen Hedgefonds haben sich in Deutschland rasant ausgebreitet, mittlerweile sind sie an rund 1000 deutschen Firmen beteiligt. Das hat vor allem einen Grund: Wenn Anleger ihre Anteile verkaufen, dann m&uuml;ssen sie in Deutschland keine Steuern zahlen &ndash; dank der Lobbyistin im Bundesfinanzministerium. Dadurch entgehen dem deutschen Staat Milliarden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/bin\/tp\/issue\/r4\/dl-artikel2.cgi?artikelnr=33366&amp;mode=print\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Bericht aus dem neoliberalen Lila-Lula-Land<\/strong><br>\nWer kennt sie nicht, die Geschichten aus 1001 Privatisierung? Jene Geschichten, die uns in verkrusteten b&uuml;rokratischen Strukturen erstarrten Deutschen zeigen, wie das dynamische Volk der Amerikaner es mit life, liberty and pursuit of hapiness immer wieder schafft, ohne K&uuml;ndigungsschutz den homo oeconomicus zum Vorschein zu bringen? Eine Glanzgeschichte aus dieser Gegend liegt nun aus dem US-Bundesstaat Tennessee vor, wo ein Haus Opfer der Flammen wurde, nachdem der anwesende Enkel M&uuml;ll verbrannt hat. Gut, m&ouml;chte man sagen, solcher Mist passiert eben; daf&uuml;r gibt es ja eine Versicherung und die Feuerwehr. Tja, nicht in dieser Ecke von Tennessee.&nbsp;<br>\nIn dieser Gemeinde fehlt n&auml;mlich seit 20 Jahren das Geld f&uuml;r eine Feuerwehr. Deswegen muss jeder Haushalt j&auml;hrlich 75$ abdr&uuml;cken, wenn er bei Brand das Haus gel&ouml;scht bekommen will. Um es in den Worten des &ouml;rtlichen B&uuml;rgermeisters zu sagen: &ldquo;If you don&rsquo;t pay, you&rsquo;re out of luck.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/oeffingerfreidenker.blogspot.com\/2010\/10\/bericht-aus-dem-neoliberalen-lila-lula.html%20\">Oeffinger Freidenker<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Seitenwechsel von EU-Kommissaren: EU-Parlament blockt Teile des Haushalts<\/strong><br>\nIn die Debatte um sechs Ex-EU-Kommissarinnen und &ndash;Kommissare, die nach ihrem Abschied aus der Kommission im Februar lukrative Beratungst&auml;tigkeiten in der Privatwirtschaft aufgenommen haben, kommt neue Bewegung: Der Haushaltsausschuss des Europ&auml;ischen Parlaments hat am vergangenen Mittwoch (28.9.) beschlossen, Teile des Haushalts f&uuml;r die EU-Kommission &ndash; &uuml;ber den das Parlament die Kontrolle hat &ndash; mit einem Vorbehalt zu belegen. Es handelt sich dabei um ein Zentel der Kommissargeh&auml;lter (460.000 Euro). Dies soll so lange der Fall sein, bis die Kommission ihren Verhaltenskodex &uuml;berarbeitet hat. Konkret forderten die Ausschussmitglieder eine mindestens zweij&auml;hrige Abk&uuml;hlphase f&uuml;r Ex-Kommissarinnen und &ndash;Kommissare.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.lobbycontrol.de\/blog\/index.php\/2010\/10\/seitenwechsel-von-eu-kommissaren-eu-parlament-blockt-teile-des-haushalts\/\">LobbyControl<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Stuttgart 21<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Mappus und Grube stoppen Gei&szlig;lers Baustopp<\/strong><br>\nDas Chaos um Stuttgart 21 ist komplett. Erst verk&uuml;ndet Schlichter Heiner Gei&szlig;ler, er habe mit Bahn-Chef Grube und Ministerpr&auml;sident Mappus einen vorl&auml;ufigen Baustopp ausgehandelt &ndash; danach dementieren die beiden: Davon k&ouml;nne keine Rede sein. Nun laviert Gei&szlig;ler herum.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/0,1518,721944,00.html\">Spiegel Online<\/a><\/li>\n<li><strong>Medien und Stuttgart 21: Fahrt auf schw&auml;bischem Filz <\/strong><br>\nWo wird im L&auml;ndle Politik gemacht? Im Landtag? Wichtiger ist das &ldquo;Weinbergh&auml;uschen&rdquo;. Die Treffen dort erkl&auml;ren, warum s&uuml;ddeutsche Medien so lange so freundlich &uuml;ber Stuttgart 21 berichteten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stern.de\/politik\/deutschland\/medien-und-stuttgart-21-fahrt-auf-schwaebischem-filz-1611232.html%20\">stern<\/a><\/li>\n<li><strong>Die Verbindungen der Pro-Stuttgart 21-Initiativen<\/strong><br>\nVorfeld-Organisationen, Kunstrasen-Initiativen oder alles echte Graswurzeln? In den letzten Tagen wird hei&szlig; dar&uuml;ber diskutiert, welche Verbindungen die Pro-Stuttgart 21-Initiativen zur Bahn oder anderen Projekttr&auml;gern haben. Ausl&ouml;ser war ein Beitrag des Metronaut-Blogs. Die S&uuml;ddeutsche Zeitung online hat gestern einen l&auml;ngeren Artikel dazu ver&ouml;ffentlicht &ndash; und es gibt weitere interessante Informationen zu den Verbindungen der Pro-Stuttgart 21-Initiativen.<br>\nWenig beachtet wurde unseres Wissens nach folgende Passage von der Webseite der Intiative &ldquo;B&uuml;rger f&uuml;r Stuttgart 21&Prime;.<br>\nDer erste Teil zeigt zun&auml;chst die guten Kontakte zur Politik und zur Bahn, im zweiten Teil geht es noch weiter: das dort skizzierte Treffen deutet darauf hin, dass die Pro Stuttgart 21-Initiativen in eine gemeinsame Koordination mit der Politik, der Bahn und weiteren Unterst&uuml;tzern aus der Wirtschaft eingebunden sind. Christian List ist Vertreter der Initiative &ldquo;Laufen f&uuml;r Stuttgart&rdquo;, Johannes Br&auml;uchle von &ldquo;proSIT 21&Prime;. Mit der IG &ldquo;B&uuml;rger f&uuml;r Stuttgart 21&Prime; haben sie sich neuerdings zum B&uuml;ndnis &ldquo;Wir sind Stuttgart21&Prime; zusammengeschlossen (weitere Details insbesondere zu Christian List siehe <a href=\"http:\/\/sueddeutsche.de\/politik\/streit-um-stuttgart-astroturfing-geheimkampf-um-botschaften-im-netz-1.1008550\">den Artikel in der S&uuml;ddeutschen Zeitung<\/a>).<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.lobbycontrol.de\/blog\/index.php\/2010\/10\/die-verbindungen-der-pro-stuttgart-21-initiativen\/%20\">LobbyControl<\/a><\/li>\n<li><strong>Gesucht: Fachfrau\/-mann &Ouml;ffentlichkeitsarbeit St&auml;dtebau<\/strong><br>\nLeser T.B. schrieb uns: &bdquo;Die Stadt Stuttgart sucht &uuml;ber eine Stellenanzeige f&uuml;r ihr verkorkstes Projekt mittlerweile einen PR-Profi, der die &ldquo;F&auml;higkeit, auch schwierige Sachverhalte zielgruppenorientiert und leicht verst&auml;ndlich aufzubereiten&rdquo; mitbringt. Die n-tv.de-Redaktion antwortet mit einer satirischen Bewerbung:&nbsp;<br>\n&ldquo;Wir sind in der Lage, auch schwierigste Sachverhalte zielgruppenorientiert, leicht verst&auml;ndlich und &uuml;berzeugend aufzubereiten. Dazu geh&ouml;rt es, mit modernen Kommunikationsstrategien pr&uuml;gelnde Polizisten in gesteinigte Opfer oder unschuldige Demonstranten in aufm&uuml;pfige Randalierer zu verwandeln.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.n-tv.de\/politik\/Wir-bewerben-uns-article1664036.html\">n-tv<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Visualisierung der Parteispenden &uuml;ber 50.000 &euro; von Juli 2002 bis September 2010<\/strong><br>\n&hellip;. die wir unseren Lesern zur Benutzung empfehlen: Man kann Parteien und Spender ausw&auml;hlen und sich Detailinformationen anzeigen lassen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/labs.vis4.net\/parteispenden\/\">Gregor Aisch<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Studierende: &Uuml;berarbeitet und gestresst &ndash; oder unterfordert und faul?<\/strong><br>\nDie Studierendenproteste der letzten Jahre waren immer auch mit Kritik am neuen Bachelor-Master-Studiensystem verbunden. Vor allem sei die Belastung durch die neuen gestuften Studieng&auml;nge so hoch, dass hier dringender Reformbedarf best&uuml;nde. Die Mediendarstellung erster Ergebnisse eines Forschungsprojektes behauptet nun jedoch das Gegenteil: Wenn Studierende gestre&szlig;t w&auml;ren, k&ouml;nnten sie es eigentlich nur aufgrund der eigenen Faulheit sein. Was steckt dahinter? Von Jens Wernicke.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.studis-online.de\/Studieren\/art-1106-studentische-zeitbelastung.php\">Studis online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Bachelor nicht so gut wie gedacht<\/strong><br>\nEine Jubel-Studie kann einen Erfolg des neuen Bachelor-Abschlusses nicht schl&uuml;ssig belegen. Anstatt sie sch&ouml;nzureden, sollten die neuen Studieng&auml;nge lieber weiter verbessert werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/wissenschaft\/bachelor-nicht-so-gut--wie-gedacht\/-\/1472788\/4726464\/-\/view\/asFirstTeaser\/-\/index.html\">FR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung KR:<\/strong> Wir erinnern au&szlig;erdem an &bdquo;<a href=\"\/?p=4717\">Bachelor sch&ouml;ngeschrieben?<\/a>&ldquo;<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>China boykottiert weiterhin japanische Firmen<\/strong><br>\nChinesische Sanktionen gegen japanische Unternehmen im Zusammenhang mit dem Zwischenfall um die Senkaku-Inseln halten an. Vor allem der Export der Seltenen Erden wird behindert. Laut einer Umfrage des Wirtschafts- und Handelsministeriums (Meti) leiden alle 31 japanischen Unternehmen, die f&uuml;r ihre Produkte aus China sogenannte Seltene Erden importieren, unter Behinderungen der chinesischen Beh&ouml;rden, die den Export dieser Rohstoffe nach Japan erschweren. Seltene Erden sind Minerale mit seltenen Metallen, die f&uuml;r die Produktion vieler High-Tech-Erzeugnisse ben&ouml;tigt werden. Die Lage habe sich nicht grundlegend verbessert, sagte Handelsminister Akihiro Ohata. Das Meti hatte mit der Umfrage japanische Unternehmen gefragt, wie weit sie von Handelshindernissen Chinas infolge des Konflikts um die Senkaku-Insel betroffen seien. Von den insgesamt 424 Firmen, die die Fragen des Ministeriums beantworteten, erkl&auml;rten 124, sie seien bei der Einfuhr japanischer Waren nach China behindert worden. Vor allem &uuml;ber die Zollbeh&ouml;rden in Schanghai h&auml;uften sich die Beschwerden. Bisher kontrolliert die Volksrepublik China etwa 97% der weltweiten Produktion der Seltenerdmetalle. Japans High-Tech-Konzerne importieren etwa die H&auml;lfte davon.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/nachrichten\/wirtschaft\/aktuell\/china_boykottiert_weiterhin_japanische_firmen_1.7866223.html\">NZZ.ch<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Ein gef&auml;hrliches Spiel, das China da treibt. Die alten Industrienationen werden sehr aufmerksam beobachten, dass China bereit ist, mit Boykottma&szlig;nahmen politischen Streitigkeiten zu begegnen. Das ist Wasser auf die M&uuml;hlen amerikanischer Protektionisten. Auch in Europa h&auml;ufen sich Beschwerden von Firmen, dass neben dem mangelnden Schutz geistigen Eigentums immer noch hohe H&uuml;rden beim Marktzugang in China best&uuml;nden. China muss aufpassen, sein Wachstum ist immer noch in der Hauptsache vom Export getrieben und andererseits selbst abh&auml;ngig von weit entfernten Rohstofflieferanten.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Regierung plant Steuerentlastung f&uuml;r Versicherer; Erste &ldquo;Bad Bank&rdquo; startet mit Milliardenverlust; den Banken ist beim Risiko nicht zu trauen; Angst vor der Pest des Protektionismus; &raquo;Zunehmende Sozialdemokratisierung&laquo; der CDU; neofeudaler Elited&uuml;nkel; durchschnittliche Besch&auml;ftigungsdauer; bei Vorkasse bleibt der Patient auf den meisten Kosten sitzen; t&ouml;dliche Falle; Stephanie zu Guttenberg sucht<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=6988\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-6988","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/6988","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=6988"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/6988\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":6992,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/6988\/revisions\/6992"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=6988"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=6988"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=6988"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}