{"id":69970,"date":"2021-02-21T11:45:56","date_gmt":"2021-02-21T10:45:56","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=69970"},"modified":"2021-02-21T12:11:57","modified_gmt":"2021-02-21T11:11:57","slug":"leserbriefe-zu-alternativmedien-im-visier-der-medienanstalten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=69970","title":{"rendered":"Leserbriefe zu \u201eAlternativmedien im Visier der Medienanstalten\u201c"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=69883\">In diesem Artikel<\/a> thematisiert Tobias Riegel den neuen Medienstaatsvertrag der Bundesl&auml;nder, der zum Ziel hat, &bdquo;Desinformation&ldquo; zu verhindern und &bdquo;journalistische Sorgfalt&ldquo; sicherzustellen. Die Landes-Medienanstalten gehen auf dieser Basis aktuell gegen eine Reihe von Alternativmedien vor. Danke f&uuml;r die interessanten Leserbriefe. Es folgt eine Auswahl der E-Mails. Zusammengestellt von <strong>Christian Reimann<\/strong>.<br>\n<!--more--><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>1. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr Riegel,<\/p><p>ich hatte gerade die ersten Meldungen gelesen, dass man KenFm abmahnen wolle, weil dort rechte Tendenzen erkennbar sind, als ich in die Nachdenkseiten wechselte.<\/p><p>Meldungen dieser Art lassen meine Wut &uuml;ber unsere verlogene Politik und deren<br>\nMedienschergen bis Oberkante Oberlippe steigen.<\/p><p>Wenn ich einmal versehentlich in die Nachrichten gerade der &ouml;ffentlich rechtlichen Medien schalte, darf schon seit langem kein schwererer werfbarer Gegenstand in meiner N&auml;he liegen. Dort wird gelogen das sich die Balken biegen, so da&szlig; ein Holzhausbewohner den Einsturz seine H&uuml;tte f&uuml;rchten mu&szlig;.<\/p><p>Das was jetzt bei den alternativen Medien u.a. bem&auml;ngelt wird, das fehlen von Quellenangaben,<br>\nwird hier tats&auml;chlich ins Gegenteil verkehrt. Gerade die alternativen Medien wie die<br>\nNachdenkseiten, KenFm oder Rubikon geben ihre Quellen an. Und gerade bei den&nbsp; &ouml;ffentlich<br>\nrechtlichen Medien und bei Spiegel und Co. fehlen sie.<\/p><p>Nur wenn man Frau Merkel, Herrn S&ouml;der und Ihre Hausmedien gaaanz links verortet, blitzt vielleicht bei einigen alternativen Medien ein bischen rechts auf. Und die die es wirklich sind, werden wohl auch noch vom Verfassungsschutz geh&auml;tschelt.<\/p><p>Geht man einmal auf die Internetseiten von ARD, ZDF usw. werden dort Meldungen in die Welt gesetzt, vor denen sich M&uuml;nchhausen gesch&uuml;ttelt h&auml;tte. Vorsorglich verzichtet man jetzt auf Kommentarspalten. Dort wo noch Kommentare m&ouml;glich sind, da mu&szlig; ich einmal die Welt loben, hageln bei vielen Artikeln, gerade bei Lobeshymnen auf die tolle Corona- Politik, wirklich heftigste Kritiken auf die Verantwortlichen ein.<\/p><p>Die Frage ist, was kann man gegen dieses kaputte korrupte System tun?<\/p><p>Wenn denn die n&auml;chsten Wahlen tats&auml;chlich stattfinden, wen soll ich w&auml;hlen?<\/p><p>Bleibt tats&auml;chlich nur noch die Alternative als Alternative wenn das alte Links jetzt rechter ist als das neue Rechts?<\/p><p>Halten Sie durch und lassen Sie sich nicht vergrellen.<\/p><p>Gr&uuml;&szlig;e Volker Abel<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>2. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Hallo und guten Tag an Alle in der Redaktion und auch au&szlig;erhalb, die die Nachdenkseiten m&ouml;glich machen.<\/p><p>Wen dieser Bericht und die ihm zugrundeliegenden &Uuml;berlegungen nicht als lautestes Alarmzeichen gilt, muss sich in Zukunft nicht dar&uuml;ber beschweren, wie das in Richtung &bdquo;1984&ldquo; l&auml;uft. Und so, wie der Tenor hier zu verstehen ist, l&auml;uft es geradewegs darauf zu . Denn angefangen hat es ja schon. Es bedarf nur der sukzessiven Erweiterung gewisser Parameter und die Sache bekommt den drive, der n&ouml;tig ist, um das Ding zu einem unumkehrbaren Selbstl&auml;ufer werden zu lassen, so er es noch jetzt nicht schon ist.<\/p><p>Dies w&auml;re dann ein weiterer Baustein zum Bau eines Mausoleums f&uuml;r unsere Demokratie. Und zu einer Ver&auml;nderung in der Gesellschaft, die ein verantwortungsbewusster Mensch niemals gut hei&szlig;en kann. Sollten sich die Rauchzeichen am Horizont bewahrheiten, sehe ich da schweres Ungemach auf uns zukommen, auf uns alle.<\/p><p>Die Unverantwortlichen sollten sich jedoch gewiss sein:&nbsp; Revolutionen haben sehr viel Sexappeal, aber auch viel Leid und Tod f&uuml;r meist die im Gep&auml;ck, die eigentlich mit den origin&auml;ren Dingen nur wenig bis nichts zu tun haben. Auch 1789 war so ein Termin. Damals war es der Adel. Heute k&ouml;nnten es Leute sein, die ihre Positionen in Staat und Gesellschaft auf unredliche Art benutzt, ausgenutzt haben.<\/p><p>Man wird Fragen an diese Leute richten und sie m&uuml;ssen Antworten wissen, schl&uuml;ssige Antworten.&nbsp; Das kann sehr schwer sein wenn man nicht wei&szlig; wo man anfangen soll, bei den Antworten.<\/p><p>Da merken einige Leute nicht, dass sie munter beim Schaufeln sind, an ihrem eigenen Grab. Wir werden sehen.<\/p><p>Mit ganz herzlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nW.Schuckmann<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>3. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebes Nachdenkseitenteam,<br>\nzur Stellungnahme von Tobias Riegel h&auml;tte ich folgende Anmerkung:<\/p><p>Unter der Voraussetzung der Gleichbehandlung aller Medien g&auml;be es meinerseits immer noch eine Ablehnung dieser &ldquo;Hetzjagd auf die Kleinen&rdquo;: Die ohnehin klare Benachteiligung durch &gt;Gr&ouml;&szlig;e&lt; und &gt;Verbreitung&lt; brauch keine weitere Er&ouml;rterung. Es geht den Protagonisten inzwischen eindeutig um ZENSUR. Und meine Messlatte &ldquo;Zensur&rdquo; ist hierbei &auml;u&szlig;erst hoch angelegt. Der Medienstaatsvertrag war schon in der Formulierung und in der vorhergehenden Diskussion so ausgerichtet, dass &ldquo;unliebsame Medien&rdquo; behindert, wenn nicht verboten werden sollen. Schon in der j&uuml;ngeren Vergangenheit gab es mehrere Beispiele der Zensur und Verbots. Hier&uuml;ber berichteten auch die Nachdenkseiten.<\/p><p>Nun geht es zwar immer noch nicht ums &ldquo;Eingemachte&rdquo;, aber die Maxime von Voltaire (Etwa: Ich bin nicht einverstanden mit dem, was Sie sagen, aber ich w&uuml;rde bis zum &Auml;u&szlig;ersten daf&uuml;r k&auml;mpfen, dass sie es sagen d&uuml;rfen.) gilt f&uuml;r diesen Rechtsstaat nicht, bzw. nicht mehr. Die Ungeheuerlichkeit der Unterdr&uuml;ckung von Informationen hatte f&uuml;r die &ldquo;Herrschenden&rdquo; seit der Erfindung der Flugbl&auml;tter immer schon oberste Priorit&auml;t.<\/p><p>Mit dem &ldquo;Kalten Krieg&rdquo; und den &ldquo;Berufsverboten&rdquo;, mit dem Verbot der KPD und dem Ende der DDR wurden die Eckpunkte des Meinungskorridors neu verlegt (die IGM hat dies schon vor 30 Jahren bekundet).<\/p><p>Mit dem &ldquo;Koronakrieg&rdquo;, dem &ldquo;war of terror&rdquo; aber vor allem der &ldquo;Erm&auml;chtigung der Exekutive&rdquo; durch die Abwesenheit einer Opposition, wird die Kaiserliche Zensurbeh&ouml;rde reanimiert.<\/p><p>Absolut niemand im Volk wei&szlig;, warum diese PANIKERZEUGUNG in den Medien l&auml;uft. Ich h&auml;tte hierzu ein paar Verschw&ouml;rungstheorien &ndash; aber die Verschw&ouml;rung gegen einen immer breiter werdenden Bev&ouml;lkerungswiderstand ist inzwischen offensichtlich.<\/p><p>In ein paar Jahren werden wir wissen, warum diese &gt;Staatlichen Fake News&lt; gelaufen sind. Hoffentlich gibt es dann noch ein GG. Und zum Schluss folgender Punkt: <\/p><p>Wer soll den Driss bezahlen, wenn man bedenkt, welch unfassbare Reicht&uuml;mer in Deutschland vererbt werden und kaum jemand diese asozialen Tatsachen (von den Herrschenden) korrigieren will &ndash; die Multimillard&auml;re sicherlich nicht!<\/p><p>Mit solidarischen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nReiner Lerche<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>4. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr Riegel,<\/p><p>ich erkenne in Ihrem Artikel ein Verst&auml;ndnis f&uuml;r einen Staatsvertrag, der die &ldquo;ganz B&ouml;sen&rdquo; von der B&uuml;hne der Internetinformationen abschneidet und somit den B&uuml;rger davor sch&uuml;tzt, Verf&uuml;hrungen anheim zu fallen&hellip;<\/p><p>Nein, das kann ich so nicht stehen lassen!!!<\/p><p>Dieser Staatsvertrag ist alleine darauf ausgerichtet alles zu blockieren, was nicht Staatsmeinung ist.<\/p><p>Ihre Meinung &ldquo;Zensur ist b&ouml;se&rdquo; wenn sie die ausblendet, die Ihrer Meinung sind, aber doch tolerierbar, wenn sie die trifft, die nicht auf Ihrer Wellenl&auml;nge sind, ist fatal. Damit liegen Sie genau auf der Linie des Staates, inden Sie eine &uuml;bergeordnete Zensur letztendlich bef&uuml;rworten. Was dieses in aller Konsequenz hei&szlig;t, kennen Sie doch aus unserer Vergangenheit.<\/p><p>Wann setzt sich denn einmal -auch bei Ihnen- der Gedanke durch, da&szlig; JEDE Meinung ge&auml;u&szlig;ert werden darf und man sich selbst mit d&uuml;mmsten Ansichten auseinanderzusetzen hat. Der Idiot qualifiziert sich doch von alleine. oder? Und dann mu&szlig; ich doch Lauterbach neben Jebsen oder CDU neben AfD akzeptieren&hellip;aber meine eigenen Schl&uuml;sse daraus ziehen&hellip;..OHNE staatsvertragliche &ldquo;Unterst&uuml;tzung&rdquo;.<\/p><p>Ich hoffe wirklich, da&szlig; nicht eines Tages auch die NDS als staatsvertraglich unangemessen eingestuft werden.<\/p><p>Mit besten Gr&uuml;&szlig;en, H. Gattineau<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>5. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Hallo liebe Nachdenkseiten,<\/p><p>das auf EU-Recht aufbauende Antidiskriminierungsrecht, AGG, beinhaltet explizit auch das Verbot der Diskriminierung von Weltanschauungen (&sect;1 AGG). Inklusive dem Zugang zu &ouml;ffentlich angebotenen G&uuml;tern und Dienstleistungen (&sect;2 Abs. 1 Punkt 8 AGG), also Internetplattformen, YouTube, Facebook, aber auch Foren und die&nbsp;Anmietung von Veranstaltungsr&auml;umen, um mal ein paar klassische Orte der Diskriminierung von Weltanschauungen zu benennen.<\/p><p>Es darf hierbei auch keine Ungleichbehandlung stattfinden (&sect;3 AGG). Ein genaueres Studium ist hilfreich. Insofern die Konzernmedien der jounalistischen Sorgfaltspflicht wohl schwerlich besser nachkommen als die Alternativmedien, erg&auml;be&nbsp;sich beispielsweise eine solche Ungleichbehandlung, w&uuml;rde man dies lediglich den Alternativmedien vorwerfen.<\/p><p>Hier liegt also das Instrument vor, das auch geeignet w&auml;re, einer diskriminierenden Anwendung des Mediensaatsvertrages zu begegnen. Die Instanz, die geeignet ist, die Gleichbehandlung durchzusetzen und&nbsp;im Artikel als fehlend betrachtet wird, ist die Justiz. Der Rechtsweg steht dabei bis zur EU offen. Das EU-Recht ist hierbei sogar noch st&auml;rker als dessen Deutsche Umsetzung.<\/p><p>Im Weiteren ist die Schaffung eines von Einsch&uuml;chterungen, Anfeindungen, Erniedrigungen, Entw&uuml;rdigungen oder Beleidigungen gekennzeichneten Umfelds nicht zul&auml;ssig (&sect; 3 Abs. 3 AGG). Das beinhaltet nicht nur die Verwendung von Begrifflichkeiten wie &ldquo;Covidiot&rdquo;, sondern auch &ldquo;Verschw&ouml;rungstheorie&rdquo; darf nicht in einem solchen Sinne verwendet werden. Auch ist damit eine unbegr&uuml;ndete Zuordnung in ein rechtextremes Umfeld nicht zul&auml;ssig, um so mehr, als dass dies ganz besonders in Deutschland ein sehr schwerer Vorwurf ist. Dies w&uuml;rde eine mittels Anfeindung herbeigef&uuml;hrte Diskriminierung einer Weltanschauung bedeuten, w&auml;re diese nicht tats&auml;chlich rechtsextrem.<\/p><p>Das Gesetz sieht f&uuml;r eine Weltanschauung auch keinen Ausschluss vor. Diese muss nicht durch einen vermeintlich wissenschaftlichen Beweis, den es sowieso nicht gibt, erh&auml;rtet sein. Sie darf v&ouml;lliger Bl&ouml;dsinn sein. Sie darf auch sehr wohl strittig sein. Ohne jetzt den Medienstaatsvertrag zu kennen kann ich mir auch schwerlich vorstellen, dass dieser Kriterien enth&auml;lt, die dem entgegen stehen. Gut, Desinformation ist wahrscheinlich enthalten. Aber auch die erleben wir ja in den Konzernmedien und dem &Ouml;R regelm&auml;&szlig;g und die Frage ist, wer definiert, was Desinformation ist. Abseits des G&uuml;ltigkeitsbereiches des Medienstaatsvertrages hingen spielt das definitiv keine Rolle mehr.<\/p><p>Dies ist zus&auml;tzlich verst&auml;rkend mit den diversen Urteilen des Verfassungsgerichtes zu der Aufgabe der Medien, Meinungsvielfalt abzubilden, zu sehen. Meinungsvielfalt wird dort als konstituieren f&uuml;r Demokratie bezeichnet und soll auch regierungsfern sein. Die Anwendung des Medienstaatsvertrages darf dazu nicht im Widerspruch stehen.<\/p><p>Nebenbei: Das Diskriminierungsverbot im EU-Recht, welches auch in nationales Recht umgewandelt werden muss, behandelt verschiedene Diskriminierungsarten. Diese wurden so weit auch in Deutsches Recht umgewandelt. Bis auf eine: die Klassendiskriminierung. Weder die angebliche Partei des kleinen (blauen) Mannes und leider auch nicht die Linken&nbsp;bringen das&nbsp;als Gesetzesentwurf in den Bundestag ein. So weit ich das &uuml;bersehe, muss das n&auml;mlich umgesetzt werden. Naja, gut, dass die SPD das nicht macht, ist nicht wirklich anders zu erwarten. Und leider auch bei den Gr&uuml;nen nicht. Die anderen brauche ich da erst recht nicht zu nennen. Die Klassendiskriminierung scheint bei allen Parteien sehr beliebt.<\/p><p>MfG<br>\nSascha Schneider<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>6. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr Riegel,<\/p><p>ich stimme dem Tenor Ihres Artikels grunds&auml;tzlich zu, empfinde aber einen blinden Fleck in der Wahrnehmung.<\/p><p>Sie thematisieren zwar die im neuen Medienstaatsvertrag verankerte &raquo;Strukturelle Gewalt&laquo;: Wer legt fest? Wer w&auml;hlt aus? Wer entscheidet? Wer sanktioniert? etc., &uuml;bersehen dabei aber die eigentliche Crux. Jeder Versuch, die Freiheit der Meinungs&auml;u&szlig;erung und -bildung einzuschr&auml;nken ist abzulehnen. Die einzige akzeptable Grenze sind die Gesetze, die sich wiederum in dem Rahmen bewegen m&uuml;ssen, der durch die Grundrechte aufgespannt ist. Da finde ist es unangebracht, sich indirekt von einzelnen Artikeln in den Alternativmedien zu distanzieren, ohne dass diesen durch ein rechtsg&uuml;ltiges Urteil ihre Rechtswidrigkeit bescheinigt worden ist.<\/p><p>Gerade wer selbst journalistisch t&auml;tig ist, sollte sich nicht derma&szlig;en leimen lassen, sollte den neuen Medienstaatsvertrag nicht relativieren und dadurch erst salonf&auml;hig machen. Insofern haben Sie den angeschlossenen Medienanstalten mit Ihrem Artikel in die Karten gespielt.<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nRuben Schattevoy<\/p><p><em><strong>Antwort Tobias Riegel:<\/strong> Sehr geehrter Herr Schattevoy,<\/em><\/p><p><em>Ich danke Ihnen f&uuml;r Ihren Brief. Ich lehne aber doch in dem Artikel Zensur prinzipiell ab. Gleichzeitig gab es unter den betroffenen Medien aber solche, von denen man sich inhaltlich distanzieren sollte (zB &bdquo;FlinkFeed&ldquo;) &ndash; das bedeutet aber doch keine Duldung meinerseits, &bdquo;FlinkFeed&ldquo; zu zensieren: Ich distanziere mich zwar von den Inhalten, aber trete gleichzeitig gegen ihre L&ouml;schung ein. &nbsp;Ich denke, man kann die Zensur eines Mediums kritisieren, ohne sich mit allen Inhalten zu identifizieren. Durch die Distanzierung von den Inhalten bezeichne ich die Medien auch nicht als &bdquo;rechtswidrig&ldquo;. Darum denke ich nicht, dass ich den Medienanstalten in die Karten gespielt habe.<\/em><\/p><p><em>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en, Tobias Riegel<\/em><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>7. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebe NDS,<\/p><p>Ich habe nicht erwartet, dass es nur ein Jahr braucht, bis sich unser Politsystem zur Kenntlichkeit entlarvt. Ich habe immer gedacht, dass die Mainstreammedien zwar in einem erb&auml;rmlichen Zustand sind, dass aber zum Gl&uuml;ck eine Alternative existiert, die den Totalausfall auch der sog. &ouml;ffentlich-rechtlichen Medien (von privaten schweige ich) ausgleicht und die Situation ertr&auml;glicher macht. Aber ich habe mich get&auml;uscht. Offenbar sind die grossen Medien (zusammen mit der Politik) zu allem bereit und greifen diese Alternative frontal und offen an. Es darf nicht sein, dass Begriffe wie &laquo;Desinformation&raquo;, &laquo;Verschw&ouml;rungstheorie&raquo; etc. als Einsch&uuml;chterung gebraucht werden, um Journalisten wie KenFM mundtot zu machen. Es kann nicht sein, dass angesichts des offensichtlichen Versagens der Medien und vieler Journalisten sich nicht die noch existierenden redlichen Medienschaffenden zusammentun und gegen die Inhaftierung Assanges oder gegen die Zensur im Netz protestieren. Es darf nicht sein, dass vor laufender Kamera die Medien, die nur noch durch Faktenverdrehung und Kampagnenjournalismus auffallen, zur offenen Zensur &uuml;bergehen und dass sog. Demokraten aller Parteien da einfach zusehen. Eine letzte Hoffnung bleibt noch, die Hoffnung in eine unabh&auml;ngige Justiz. Aber ehrlich gesagt, ich weiss nicht mehr, ob das nicht doch bloss Pfeifen im Wald ist.<\/p><p>Auf jeden Fall: Ohne NDS, ohne KenFM und all die anderen w&auml;re die jetzige Situation f&uuml;r mich endg&uuml;ltig unertr&auml;glich. Wir m&uuml;ssen mit allen Mitteln einen bio-digitalen Totalitarismus verhindern. Vielleicht haben wir die Chance noch.<\/p><p>Dani Sch&ouml;nmann<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>Anmerkung zur Korrespondenz mit den NachDenkSeiten<\/strong><\/p><p>Die NachDenkSeiten freuen sich &uuml;ber Ihre Zuschriften, am besten in einer angemessenen L&auml;nge und mit einem eindeutigen Betreff.<\/p><p>Es gibt die folgenden Emailadressen:<\/p><ul>\n<li><a href=\"mailto:leserbriefe@nachdenkseiten.de\">leserbriefe(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r Kommentare zum Inhalt von Beitr&auml;gen.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:hinweise@nachdenkseiten.de\">hinweise(at)nachdenkseiten.de<\/a> wenn Sie Links zu Beitr&auml;gen in anderen Medien haben.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:videohinweise@nachdenkseiten.de\">videohinweise(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r die Verlinkung von interessanten Videos.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:redaktion@nachdenkseiten.de\">redaktion(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r Organisatorisches und Fragen an die Redaktion.<\/li>\n<\/ul><p>Weitere Details zu diesem Thema finden Sie in unserer &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?page_id=47939\">Gebrauchsanleitung<\/a>&ldquo;.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=69883\">In diesem Artikel<\/a> thematisiert Tobias Riegel den neuen Medienstaatsvertrag der Bundesl&auml;nder, der zum Ziel hat, &bdquo;Desinformation&ldquo; zu verhindern und &bdquo;journalistische Sorgfalt&ldquo; sicherzustellen. 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