{"id":70012,"date":"2021-02-22T08:30:17","date_gmt":"2021-02-22T07:30:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=70012"},"modified":"2021-02-22T08:22:18","modified_gmt":"2021-02-22T07:22:18","slug":"hinweise-des-tages-3804","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=70012","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=70012#h01\">Biden trommelt gegen China &ndash; und st&uuml;rzt EUropa in ein Dilemma<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=70012#h02\">Biontech &amp; Co. &ndash; Danke, liebe Reiche<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=70012#h03\">Blick hinter die Kulissen: Ein Ex-Bank-Filialleiter packt aus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=70012#h04\">Autoindustrie und Corona-Krise &ndash; war da was?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=70012#h05\">Katharina Pistor: Digitalplattformen machen den Nationalstaaten die Macht streitig<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=70012#h06\">Ausbeutung auf Gem&uuml;seh&ouml;fen &ndash; Erntehelfer sollen selber zahlen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=70012#h07\">Corona-Todesf&auml;lle: Die M&auml;r von den zehn verlorenen Lebensjahren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=70012#h08\">Berliner Amts&auml;rzte fordern Abkehr von Lockerungen nach Inzidenzwert<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=70012#h09\">Ma&szlig;nahmen in der Pandemie: &bdquo;Das Grundgesetz gilt immer&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=70012#h10\">Anw&auml;ltin: &bdquo;Es ist unglaublich, was wir da erleben&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=70012#h11\">Die dritte Welle rollt auf Deutschland zu &ndash; die mediale Vorbereitung l&auml;uft bereits<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=70012#h12\">Junkfluencer: So k&ouml;dern McDonald&rsquo;s, Coca-Cola &amp; Co. Kinder in sozialen Medien<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=70012#h13\">K&uuml;nftige Linkenchefin strikt gegen Auslandseins&auml;tze<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=70012#h14\">Klarheit statt Vernebelung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=70012#h15\">Wieso ist es Aufgabe der Landesmedienanstalten zu &uuml;berpr&uuml;fen, ob ein Anbieter richtig zitiert, die Quellen ausweist und die Recherchepflichten erf&uuml;llt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=70012#h16\">Medien in der Pandemie: Gesinnung? Wir brauchen Aufkl&auml;rung!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=70012#h17\">Journalistische Recherchen sind zeitlich aufwendig<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=70012#h18\">Cancel Culture &ndash; da, wo der Liberalismus stirbt<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Biden trommelt gegen China &ndash; und st&uuml;rzt EUropa in ein Dilemma<\/strong><br>\nEr will keinen Kalten Krieg, redet aber genau so: Bei der Sicherheitskonferenz hat US-Pr&auml;sident Biden f&uuml;r einen Schulterschlu&szlig; gegen China und Russland geworben. Uno-Generalsekret&auml;r Guterres warnte vor neuer Rivalit&auml;t.<br>\nEr wolle keine &ldquo;Blockwelt wie im Kalten Krieg&rdquo;, sagte US-Pr&auml;sident Biden. Dennoch sei es nun Zeit f&uuml;r einen transatlatischen Schulterschlu&szlig; gegen China und Russland.<br>\nDer Wettstreit mit China werde intensiv werden, so Biden. Gleichzeitig gab er sich optimistisch: &ldquo;Wir k&ouml;nnen dieses Rennen um die Zukunft gewinnen.&rdquo;<br>\nWie dies gelingen soll, verriet er nicht. Sein Amtsvorg&auml;nger Trump hatte einen Handelskrieg gegen China entfesselt und eine Abkoppelung des Westens von Peking gefordert.<br>\nVage blieben auch Bidens Erkl&auml;rungen zu Russland. &ldquo;Der Kreml greift unsere Demokratien und Institutionen an&rdquo;, sagte er. Dagegen werde man sich gemeinsam mit Europa zur Wehr setzen.<br>\nOb dies transatlantisch abgestimmte Sanktionen bedeutet, blieb offen. F&uuml;r diesen Fall hat Au&szlig;enminister Lawrow bereits mit einem Bruch mit dem Westen gedroht.<br>\nUno-Generalsekret&auml;r Guterres warnte vor einer zunehmenden Rivalit&auml;t zwischen den USA und China. &ldquo;Wir k&ouml;nnen uns keine Zukunft leisten, in der die beiden gr&ouml;&szlig;ten Volkswirtschaften die Welt in zwei gegnerische Lager aufspalten&rdquo;, sagte er.<br>\nChina war im vergangenen Jahr zum wichtigsten Handelspartner der EU aufgestiegen &ndash; noch vor den USA. Die Coronakrise hat die Abh&auml;ngigkeit Europas weiter erh&ouml;ht.<br>\nAuch das neue Investitionsabkommen bindet die EU an China. Bidens Ank&uuml;ndigungen st&uuml;rzen die EUrop&auml;er nun in ein Dilemma&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/lostineu.eu\/biden-trommelt-gegen-china-und-russland\/%20\">Lost in Europe<\/a>\n<p><strong>Dazu: Der richtige Weg zur &Uuml;berwindung der &bdquo;Westlessness&rdquo;<\/strong><br>\nZwei Jahre in Folge stand das wichtigste Treffen der Welt zur internationalen Sicherheitspolitik &ndash; die M&uuml;nchner Sicherheitskonferenz &ndash; unter dem Motto &bdquo;Westlessness&ldquo;, was als &bdquo;Westlosigkeit&ldquo; frei &uuml;bersetzt werden kann. Auf der Website beschreiben es die Organisatoren der Konferenz selbst als &bdquo;ein weit verbreitetes Gef&uuml;hl des Unbehagens und der Rastlosigkeit angesichts wachsender Unsicherheit &uuml;ber die Zukunft und Bestimmung des Westens.&ldquo; Die Unruhe, die hinter diesem Gef&uuml;hl der Unzul&auml;nglichkeit des Westens steht, schien am Freitag endlich beendet werden zu k&ouml;nnen, als f&uuml;hrende Vertreter wichtiger westlicher L&auml;nder, wie US-Pr&auml;sident Joe Biden, Bundeskanzlerin Angela Merkel, sowie f&uuml;hrende Vertreter der NATO und anderer internationaler Organisationen in einer Live-&Uuml;bertragung im Internet ihre Ansichten &uuml;ber &bdquo;Beyond Westlessness&rdquo; teilten. Das Thema der diesj&auml;hrigen Veranstaltung legt nahe, dass diese &bdquo;Westlosigkeit&ldquo; nun &uuml;berwunden werden k&ouml;nnte.<br>\nAnalysten sagen, dass die Konferenz am Freitag eine Art &bdquo;Aufw&auml;rm-Party&rdquo; zur Erneuerung der transatlantischen Zusammenarbeit inmitten eines subtilen Gezeitenwechsels &uuml;ber den Atlantik darstellte. Die europ&auml;ischen Staats- und Regierungschefs zeigten sich auf der Konferenz erleichtert, dass der neue US-Pr&auml;sident versicherte, &bdquo;eng&rdquo; mit Europa zusammenzuarbeiten. Sie applaudierten Washingtons Entscheidungen, dem Pariser Abkommen wieder beizutreten und den R&uuml;ckzug aus der Weltgesundheitsorganisation (WHO) r&uuml;ckg&auml;ngig zu machen.<br>\nTrotz all des Optimismus gibt es aber weiterhin auch viele Meinungsverschiedenheiten zwischen den westlichen Verb&uuml;ndeten, wie zum Beispiel in der Energiepolitik in Bezug auf das Gaspipeline-Projekt Nord Stream 2 sowie den j&uuml;ngsten Streit um die Lieferung von medizinischer Ausr&uuml;stung und die Verteilung derCorona-Impfstoffe.<br>\nGleichzeitig k&ouml;nnen eine Reihe globaler und dringender Herausforderungen wie die Coronavirus-Krise, die wirtschaftliche Rezession, der Klimawandel und die Armut nicht allein vom &bdquo;Westen&rdquo; ohne den Rest der Welt gel&ouml;st werden &ndash; ganz egal wie &bdquo;westlich&rdquo; der Westen die Welt auch sieht. Ungl&uuml;cklicherweise zeigten die Redner auf der M&uuml;nchner Sicherheitskonferenz jedoch immer noch eine anhaltende Mentalit&auml;t des Kalten Krieges, die zwischen &bdquo;wir&rdquo; und &bdquo;sie&rdquo; unterscheidet.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/german.china.org.cn\/txt\/2021-02\/21\/content_77233569.htm\">German.China.org.cn<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Biontech &amp; Co. &ndash; Danke, liebe Reiche<\/strong><br>\nEin Gl&uuml;ck, dass die Linke die Milliard&auml;re noch nicht enteignet hat. Es g&auml;be keinen Impfstoff aus Deutschland.<br>\nDer Welt fehlt es an Corona-Impfstoff? Da hat Bernd Riexinger eine bew&auml;hrte Idee: Wir nehmen&rsquo;s von den Reichen. Am Mittwoch postierte sich der Linkenchef vor dem Biontech-Werkstor in Marburg, um den Besitzern des Impfstoffherstellers einzuheizen. &raquo;Menschen vor Profite!&laquo;, lautete seine Forderung: Biontech solle gef&auml;lligst seine Impfstofflizenzen freigeben. Nun w&uuml;rde niemand bestreiten, dass in der Pandemie kreative L&ouml;sungen gefragt sind. Wie etwa bei Biontech, allerdings schon lange bevor Riexinger auf der Matte stand.<br>\nBereits vergangenes Jahr ging die Firma eine Kooperation mit dem amerikanischen Pharmariesen Pfizer ein. Dann kaufte sie die Fertigungsst&auml;tte in Marburg, die fr&uuml;her einmal dem schweizerischen Konzern Novartis geh&ouml;rt hatte. Und vermutlich ab Sommer wird auch der franz&ouml;sische Hersteller Sanofi mehr als 125 Millionen Impfdosen f&uuml;r Biontech abf&uuml;llen. Man kann gewiss davon ausgehen, dass alle Beteiligten dabei auf ihre Kosten kommen. Doch dass Biontechs Eigent&uuml;mer auf ihrer Geheimrezeptur sitzen und niemandem davon abgeben, l&auml;sst sich nun wirklich nicht behaupten.<br>\nF&uuml;r Linke wie Riexinger m&uuml;sste es eine irritierende Erfahrung sein. W&auml;hrend staatliche Stellen in der Coronakrise reihenweise versagen, Schulserver kollabieren, Gesundheits&auml;mter per Fax kommunizieren, hat sich die profitgetriebene Privatwirtschaft als erstaunlich zuverl&auml;ssig erwiesen. Die Lieferketten der Wirtschaft sind weitgehend intakt, die Fabriken laufen, die Supermarktregale sind voll. Lidl verkauft FFP2-Masken f&uuml;r weniger als einen Euro. Sogar die Anbieter von Klopapier haben ihr Angebot der gestiegenen Nachfrage blitzschnell angepasst, ohne dass die Linke mit der Vergesellschaftung von Zellulosefabriken drohen musste. [&hellip;]<br>\nWas w&uuml;rde passieren, wenn sich Riexinger mit der Forderung nach einer weltweiten Lizenzfreigabe durchsetzte? Ich f&uuml;rchte, die Sache ginge schlecht aus. Die Linke mag vom Sozialismus tr&auml;umen. Aber im Kampf gegen das Virus auf eine staatliche Pharmaindustrie von Venezuela zu setzen kommt mir riskant vor. Auch auf den Impfstoff aus Kuba, der derzeit angeblich in Iran getestet wird, sollten wir nicht warten.<br>\nIch sehe es so: Wenn einige reich damit werden, dass bald alle geimpft sind, soll es mir recht sein.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/biontech-und-co-ein-glueck-dass-die-linke-die-milliardaere-noch-nicht-enteignet-hat-kolumne-a-00000000-0002-0001-0000-000175447337\">SPIEGEL<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Der SPIEGEL at its worst. Die Trickle-down-Theorie, die hier gepredigt wird, hei&szlig;t also, dass wir den Reichen nicht nur f&uuml;r die Arbeitspl&auml;tze dankbar sein sollen, die sie in ihrer grenzenlosen G&uuml;te schaffen, sondern auch noch f&uuml;r die Impfstoffe, an denen sie Milliarden verdienen. Dass die BioNTech-Forscher einerseits nat&uuml;rlich eine tolle Arbeit geleistet hat, die Impfstoffentwicklung andererseits u. a. direkt vom Staat <a href=\"https:\/\/investors.biontech.de\/de\/news-releases\/news-release-details\/biontech-erhaelt-bmbf-foerderung-von-bis-zu-375-millionen-euro\">mit 375 Millionen Euro unterst&uuml;tzt worden ist<\/a> und nicht von den Milliard&auml;rsgeschwistern, abgesehen (nat&uuml;rlich) von der staatlichen Abnahmegarantie und den unendlich vielen Voraussetzungen, die der Staat erst mal geschaffen hat &ndash; Grundlagenforschung, verl&auml;ssliches Rechtssystem, funktionierende Infrastruktur, Ausbildung\/Studium f&uuml;r die Mitarbeiter &ndash; l&auml;sst der Autor mal eben unter den Tisch fallen. Das ist ein R&uuml;ckfall in die schlimmsten Agenda-2010-&ldquo;kranker-Mann-Deutschland&rdquo;-Zeiten, die der SPIEGEL in Wirklichkeit nie hinter sich gelassen hat. Und nat&uuml;rlich stimmt es, staatliche Stellen versagen, Schulserver kollabieren, Gesundheits&auml;mter funktionieren schlecht; aber daran ist nicht &ldquo;der Staat&rdquo; schuld, sondern eine uns&auml;gliche Regierung unter Angela Merkel, die seit 15 Jahren auf die dilettantischste Art und Weise die Funktionsf&auml;higkeit unseres Gemeinwesens mit voller Absicht vor die Wand f&auml;hrt. Denn nat&uuml;rlich gibt es woanders (z. B. in Gro&szlig;britannien) sehr gut funktionierende staatliche Impfprogramme oder hervorragende Internetverbindungen (Rum&auml;nien); in Deutschland sind solche Erfolge in einer jahrzehntelangen Mischung aus Inkompetenz und Korruption aktiv verhindert. Das war aber nicht &ldquo;der Staat&rdquo;, das waren Kohl, Schr&ouml;der und Merkel.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Blick hinter die Kulissen: Ein Ex-Bank-Filialleiter packt aus<\/strong><br>\nNikolaus Braun hat Geschichte studiert und schrieb seine Dissertation &uuml;ber den irischen B&uuml;rgerkrieg. Doch dann landete er bei einer Gro&szlig;bank, aus Geldnot, wie er in einem Interview mit der &bdquo;S&uuml;ddeutschen Zeitung&ldquo; berichtet. Heute ber&auml;t Braun Verm&ouml;gende gegen Honorar bei der Geldanlage. Er absolvierte ein Trainee-Programm und wurde sogar zum Filialeiter.<br>\nEr habe allerdings schnell gemerkt, dass das Bankgesch&auml;ft mit einem enormen Verkaufsdruck verbunden ist, sagte Brauner der &bdquo;SZ&ldquo;. So sei in den Vertriebsrunden nur Thema gewesen, wer wie viel verkauft hat &mdash; und nicht, was die Kundin oder der Kunde wirklich braucht. (&hellip;)<br>\n&bdquo;Eine Bank ist eine Grillstation&ldquo;, sagte Braun. &bdquo;Einmal sagte ein Kollege einer Nachbarfiliale: Wir drehen das Depot der Kunden so lange hin und her, bis das letzte Fleisch herunterf&auml;llt. Wir brutzeln die so lange.&ldquo;<br>\nDer Verkaufsdruck sei durch die Vorgesetzten verst&auml;rkt worden. So habe es vor allem kritische R&uuml;ckmeldungen gegeben, die nicht gerade freundlich formuliert worden seien. &bdquo;Eine Beraterin musste mal nach 30 Minuten Einzelgespr&auml;ch raus und sich &uuml;bergeben&ldquo;, erinnert sich Braun.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.businessinsider.de\/wirtschaft\/finanzen\/blick-hinter-die-kulissen-ein-ex-bank-filialleiter-packt-aus-c\/%20\">Business Insider<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers H.M.:<\/strong> Das volle Interview in der SZ vom 12. Febr. 2021. <\/em><\/p>\n<p><em>Mein Hausarzt erz&auml;hlte mir vor einiger Zeit, zu ihm kommen Patienten, die als Bankmitarbeiter auf Grund des t&auml;glichen Drucks, den Kunden etwas aufschw&auml;tzen zu m&uuml;ssen, was nur der Bank nutzt, mit den Nerven v&ouml;llig am Ende seien. <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Autoindustrie und Corona-Krise &ndash; war da was?<\/strong><br>\nDaimler legt gute Zahlen vor, trotz der Corona-Seuche. Die Jahresbilanz des Autobauers offenbart drei Gr&uuml;nde, warum die gesamte Branche &uuml;berraschend stark durch die Krise kommt.<br>\nDer Vorstandschef von Daimler tut gar nicht lange rum. &ldquo;Einige der gro&szlig;en Player sind gut durch die Krise gekommen&rdquo;, sagt Ola K&auml;llenius, als er am Telefon die Zahlen des vergangenen Jahres kommentiert. &ldquo;Wir auch.&rdquo; Das stimmt wohl: 2020 verbuchte Daimler einen operativen Gewinn von 6,6 Milliarden Euro, ein Plus von 50 Prozent, bei einem Umsatz von 154 Milliarden Euro. Die Dividende soll auf 1,35 Euro je Aktie steigen, nach 90 Cent im Jahr zuvor.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/autoindustrie-daimler-kaellenius-corona-1.5210768%20\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers T.B.:<\/strong> Daimler hat letztes Jahr 700 Mio. &not;  durch Kurzarbeit gespart, erzielt jetzt einen Gewinn von 4 Mrd. &not;  (Nach Abz&uuml;gen) und zahlt 1,4 Mrd. an die Aktion&auml;re aus. Direkter kann Steuergeld nicht in die Kassen der Aktion&auml;re flie&szlig;en. Was aber das Traurigste daran ist, es passiert direkt vor unserer Nase, wird sogar von der Tagesschau erw&auml;hnt und niemanden sch<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Katharina Pistor: Digitalplattformen machen den Nationalstaaten die Macht streitig<\/strong><br>\nDigitalisierung schafft vielschichtige Machtverh&auml;ltnisse jenseits nationaler Grenzen. Daraus k&ouml;nnte sich eine neue Form der Staatlichkeit entwickeln, mit Kunden statt B&uuml;rgern, analysiert Columbia-Rechtsprofessorin Katharina Pistor in diesem Gastbeitrag. (&hellip;)<br>\nDigitale Staatlichkeit hat ihre Wurzeln nicht in der Gewalt &uuml;ber ein Territorium und seine Bewohner, sondern in der Gewalt &uuml;ber Daten. Die digitale Erfassung des Verhaltens Einzelner kann doppelt genutzt werden: als Quelle materiellen Reichtums, die Steuern und Abgaben &uuml;berfl&uuml;ssig macht, und als &Uuml;berwachungssystem f&uuml;r politische und soziale Steuerung.<br>\nDie Datenerfassung wird derzeit noch durch konventionelle Ordnungssysteme wie vertragliche Vereinbarungen oder staatliche Verbote, etwa von Datenerhebung ohne Einwilligung, gesteuert. Doch hat die Zustimmung per Mausklick zu Vertr&auml;gen, die niemand zu lesen die Zeit hat, mit einer wirklichen Willenserkl&auml;rung nicht mehr viel zu tun.<br>\nAllianz zwischen Altstaaten und Big Tech<br>\nAnders als die staatliche erstreckt sich digitale Herrschaft global auf alle, die eine bestimmte digitale Plattform betreten oder von Kameras und Sensoren erfasst werden, die in Telefone, Computer, Autos und Haushaltsger&auml;te eingebaut werden. &Uuml;ber die Zwecke, f&uuml;r die die Daten genutzt werden, entscheiden die Datenerfasser und deren Kunden.<br>\nEine Verantwortlichkeit gegen&uuml;ber den Datenproduzenten gibt es nicht. In dieser Letztentscheidungsgewalt, die keiner effektiven Kontrolle unterliegt, findet sich der Kern einer neuen Souver&auml;nit&auml;t.<br>\nAllerdings sind die digitalen Machthaber nicht ganz unabh&auml;ngig von territorialer Gewalt, denn ihr gro&szlig;er Energiebedarf muss gedeckt werden, und Datenfarmen m&uuml;ssen irgendwo auf der Welt ihren Platz haben. Die Frage ist nur, ob diese Abh&auml;ngigkeit sie gegen&uuml;ber Territorialstaaten rechenschaftspflichtig macht oder ob sie stattdessen Altstaaten zu Vasallen ihrer Interessen machen.<br>\nDenkbar w&auml;re auch eine Allianz zwischen Altstaaten und Big Tech. Letzteres w&uuml;rde Einzelpersonen wenig Spielraum lassen, sich einer vollst&auml;ndigen &Uuml;berwachung zu widersetzen. Wenn sich die Staatlichkeit im digitalen Zeitalter dieser Hypothese zumindest ann&auml;hert, wird sie eine andere Art von Staat und einen neuen Typus von Souver&auml;n repr&auml;sentieren: den Daten-Souver&auml;n.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/norberthaering.de\/die-regenten-der-welt\/pistor-digitalplattformen\/%20\">Norbert H&auml;ring<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Ausbeutung auf Gem&uuml;seh&ouml;fen &ndash; Erntehelfer sollen selber zahlen<\/strong><br>\nSaisonkr&auml;fte aus Osteuropa sollen auch dieses Jahr bis zu f&uuml;nf Monate sozialversicherungsfrei arbeiten d&uuml;rfen. Das fordern Agrarverb&auml;nde.<br>\nDeutsche Landwirte wollen in diesem Jahr ausl&auml;ndische Saisonkr&auml;fte wieder f&uuml;nf Monate oder 115 Arbeitstage ohne gesetzliche Krankenversicherung etwa zur Spargelernte besch&auml;ftigen. Der Bauernverband und andere Branchenorganisationen forderten vor Kurzem die Bundesregierung auf, &bdquo;auch 2021 eine versicherungsfreie Besch&auml;ftigung f&uuml;r bis zu 115 Tage zuzulassen&ldquo;.<br>\nAuf diesem Weg angestellte Ost&shy;eu&shy;ro&shy;p&auml;e&shy;r*in&shy;nen etwa m&uuml;ssen beispielsweise bei einer Corona-Erkrankung laut der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) die Behandlungskosten mitunter selbst zahlen. Zudem w&uuml;rden der deutschen Sozialversicherung hohe Summen an Beitr&auml;gen verloren gehen. 62 Prozent der Ende Juni 2019 registrierten rund 100.000 ausl&auml;ndischen Aushilfskr&auml;fte hatten nur eine Besch&auml;ftigung ohne regul&auml;re Sozialversicherung, wie eine statistische Auswertung zeigt, die die Bundesagentur f&uuml;r Arbeit auf taz-Anfrage erstellt hat.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/taz.de\/Ausbeutung-auf-Gemuesehoefen\/!5750133\/\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Endlich einmal werden diese Arbeitsverh&auml;ltnisse nicht als &ldquo;Arbeitsmigration&rdquo; verniedlicht, sondern mit dem richtigen Namen, &ldquo;Ausbeutung&rdquo;, bezeichnet. Keine Sozialversicherungsabgaben (= radikale Lohnk&uuml;rzung), und oft wird nicht einmal der mickrige deutsche Mindestlohn gezahlt. Uns&auml;glich, aber die Bauern und Agrarministerin Kl&ouml;ckner werden sich wohl wieder einmal durchsetzen, obwohl als einzige Gefahr droht, dass &ldquo;Deutschland mehr Gem&uuml;se importieren&rdquo; m&uuml;sste. Nein, selbst beim Gem&uuml;se will Deutschland Exportrekorde aufstellen oder zumindest autark sein, und auch beim Spargel ist Lohndumping das oberste Gebot.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Corona-Todesf&auml;lle: Die M&auml;r von den zehn verlorenen Lebensjahren<\/strong><br>\nWie eine Studie des RKI die &Ouml;ffentlichkeit in die Irre f&uuml;hrt [&hellip;]<br>\nVom Robert Koch-Institut wurde diesbez&uuml;glich k&uuml;rzlich eine Studie im Deutschen &Auml;rzteblatt ver&ouml;ffentlicht, die zu errechnen versuchte, wie viele Jahre eine Person noch zu leben gehabt h&auml;tte, welche laut diagnostizierter Todesursache an Covid-19 verstorben ist. Im Ergebnisteil der Studie hei&szlig;t es:<br>\nInsgesamt gingen im Jahr 2020 durch Covid-19-Todesf&auml;lle in Deutschland 303 608 Lebensjahre verloren. Auf Frauen entfielen 121 114 (39,9 Prozent) und auf M&auml;nner 182 494 YLL [Years Life Lost] (60,1 Prozent). Durchschnittlich verlor jede verstorbene Person 9,6 Lebensjahre.<br>\nDieses Ergebnis wurde von zahlreichen Medien unkritisch aufgegriffen. So titelte die Tageszeitung Die Welt:<br>\nCorona-Opfer verloren laut RKI-Analyse im Schnitt 9,6 Jahre Lebenszeit. [&hellip;]<br>\nAuf den ersten Blick sind das sehr besorgniserregende Zahlen, welche die Angst vor dem Coronavirus sch&uuml;ren. Sobald man aber anf&auml;ngt den Fachartikel des RKI genauer zu lesen, stellen sich fundamentale Fragen. Um die durchschnittliche Anzahl an Jahren zu bestimmen, welche eine laut Diagnose an Covid-19 verstorbene Person noch zu leben gehabt h&auml;tte, wurde vom RKI einfach nur die jeweils statistische Restlebenserwartung einer verstorbenen Person bestimmt, ohne die bei Covid-19-Verstorbenen vorhandenen Vorerkrankungen einzuberechnen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Corona-Todesfaelle-Die-Maer-von-den-zehn-verlorenen-Lebensjahren-5060636.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Berliner Amts&auml;rzte fordern Abkehr von Lockerungen nach Inzidenzwert<\/strong><br>\nIn einem Schreiben an den Berliner Senat haben alle zw&ouml;lf Amts&auml;rzte eine ver&auml;nderte Lockerungsstrategie gefordert. Sie kritisieren &bdquo;NoCovid&ldquo;-Konzepte scharf.<br>\nDas Papier wurde am Wochenende an die Senatskanzlei geschickt. Dort wird in Vorbereitung auf die Ministerpr&auml;sidentenkonferenz am 3. M&auml;rz gerade an &Ouml;ffnungsszenarien gearbeitet. &bdquo;Diese Inzidenzen bilden nicht das wirkliche Infektionsgeschehen ab&ldquo;, schreiben die Amts&auml;rzte. Sie seien von Testkapazit&auml;ten und dem Testwillen der Menschen abh&auml;ngig. &bdquo;Dadurch kommt es zu Schwankungen, die nicht die infektiologische Lage widerspiegeln.&ldquo;<br>\nEs sei ein Unterschied, ob Inzidenzen durch Cluster-Ausbr&uuml;che oder breite Durchseuchung zustande k&auml;men und auch, welche Altersgruppen infiziert seien, argumentieren die Mediziner. Stattdessen schlagen sie vor, Ma&szlig;nahmen nach den m&ouml;glichen Konsequenzen einer Erkrankung auszurichten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/berlin\/20-35-oder-50-nicht-zielfuehrend-berliner-amtsaerzte-fordern-abkehr-von-lockerungen-nach-inzidenzwert\/26937634.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Ma&szlig;nahmen in der Pandemie: &bdquo;Das Grundgesetz gilt immer&ldquo;<\/strong><br>\nDer Regensburger Rechtsprofessor Thorsten Kingreen &uuml;ber die Notwendigkeit, die Corona-Ma&szlig;nahmen auf eine rechtlich solide Basis zu stellen.<br>\nHerr Kingreen, die aktuelle Corona-Politik k&ouml;nnte den Eindruck erzeugen, dass wir in einem Notstand leben. Sehen Sie das auch so?<br>\nEs gibt keinen Notstand. Das Grundgesetz kennt die Unterscheidung zwischen einem Normal- und einem Ausnahmezustand aus wohlerwogenen historischen Gr&uuml;nden nicht. Es gilt immer.<br>\nIst also alles ganz normal?<br>\nDas nun auch wieder nicht. Der Bundestag hat auf der Grundlage von &sect; 5 Absatz 1 des Infektionsschutzgesetzes eine sogenannte epidemische Lage von nationaler Tragweite festgestellt. Das f&uuml;hrt aber nur dazu, dass der Exekutive, das hei&szlig;t vor allem dem Bundesministerium f&uuml;r Gesundheit und den Landesregierungen, besondere Befugnisse einger&auml;umt werden. Aber die Grundrechte bleiben f&uuml;r alles der Ma&szlig;stab. Weil das so ist, m&uuml;ssen wir auch dar&uuml;ber diskutieren, ob die gesetzlichen Grenzen f&uuml;r die exekutiven Schutzverordnungen im Rahmen des sog. Lockdowns nicht viel zu weit sind. Die entsprechenden Erm&auml;chtigungsgrundlagen (die &sect;&sect; 28, 28a und 32 des Infektionsschutzgesetzes) sind ziemlich unbestimmt. Sie lassen eigentlich alles zu, wenn man nur irgendwie begr&uuml;ndet, dass zuk&uuml;nftig irgendetwas geschehen k&ouml;nnte. Damit ist ihr Potenzial, die Freiheitsrechte zu sch&uuml;tzen, ziemlich gering. Gro&szlig; ist hingegen der Spielraum der Exekutive hinsichtlich der Ausgangs-, Kontakt- und Berufsbeschr&auml;nkungen. Daher erleben wir derzeit in Wochenabst&auml;nden ein verfassungsrechtlich gar nicht vorgesehenes Ritual von Bund-L&auml;nder-Konferenzen, deren altv&auml;terliche Rhetorik eher an die R&uuml;ckgabe von schlechten Mathe-Klausuren zu Schulzeiten erinnert: &bdquo;Thorsten, es reicht noch immer nicht!&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/politik-gesellschaft\/das-grundgesetz-gilt-immer-li.141142%20\">Berliner Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Anw&auml;ltin: &bdquo;Es ist unglaublich, was wir da erleben&ldquo;<\/strong><br>\nFrau Hamed, f&uuml;r privilegierte und gut situierte Leute sind die Einschr&auml;nkungen durch die Corona-Ma&szlig;nahmen zwar l&auml;stig, aber im Grunde verkraftbar. Doch es gibt gro&szlig;e Gruppen, f&uuml;r die der Verlust der Grundrechte existentielle Folgen hat. Sie vertreten als Anw&auml;ltin auch die sozial Schwachen. Von welchen Gruppen sprechen wir hier?<br>\nIch vertrete zum Beispiel Kinder und Jugendliche, Behinderte und chronisch Kranke, alte Menschen, Gefl&uuml;chtete und Menschen in sozial prek&auml;ren Situationen. Dazu geh&ouml;ren auch Anfragen von Bezieherinnen von Arbeitslosengeld II. Diese Menschen leben auf beengtem Wohnraum, eine verh&auml;ngte Quarant&auml;ne beispielsweise ist katastrophal. Sie sind in einer v&ouml;llig anderen Situation als eine Familie mit zwei Kindern in einem Einfamilienhaus mit Garten. Auch abseits einer Quarant&auml;ne: Sie haben keine Zerstreuungsm&ouml;glichkeiten. Auch Aggressionen k&ouml;nnen nicht mehr, etwa im Fitnessstudio, abgebaut werden. Die Zunahme an h&auml;uslicher Gewalt ist deutlich &ndash; &uuml;brigens nicht nur in dieser Gruppe. (&hellip;)<br>\nWir erleben seit Monaten einen Strategiewechsel, der nun immer sichtbarer wird: Zun&auml;chst hie&szlig; es, dass eine &Uuml;berlastung des Gesundheitssystems verhindert werden soll. Jetzt hei&szlig;t es, das Ziel sei, so gut wie gar keine Infektionen mehr zu haben. Das ist zum einen nicht realistisch und macht zum anderen verfassungsrechtlich einen erheblichen Unterschied. (&hellip;)<br>\nFast jede Gerichtsentscheidung zitiert das RKI als letzte, unanfechtbare fachliche Instanz. Grunds&auml;tzlich ist das auch in Ordnung, denn dem RKI wird im Infektionsschutzgesetz diese Rolle zugedacht. Doch es kann nicht sein, dass Mandanten aufgrund der Berufung der Gerichte auf das RKI faktisch rechtschutzlos gestellt werden. Nachdem keines der Gerichte bereit war, sich mit unserer Kritik an den Ausf&uuml;hrungen des RKI auseinanderzusetzen, habe ich f&uuml;r eine Mandantin &ndash; leider erfolglos &ndash; ein Verfahren gegen das RKI gef&uuml;hrt.<br>\nEs geht dabei nicht darum, das RKI grunds&auml;tzlich infrage zu stellen. Was aber nicht sein kann, ist, dass das RKI politisch instrumentalisiert wird. Und das ist geschehen, wie wir seit dem Bekanntwerden der Papiere aus dem Innenministerium wissen. Der Bev&ouml;lkerung sollte mit den Zahlen Angst gemacht werden. Das ist unethisch; es verletzt die Menschenw&uuml;rde und ist damit als Methode unzul&auml;ssig.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/politik-gesellschaft\/anwaeltin-es-ist-unglaublich-was-wir-da-erleben-li.141093%20\">Berliner Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Die dritte Welle rollt auf Deutschland zu &ndash; die mediale Vorbereitung l&auml;uft bereits<\/strong><br>\nDie dritte Corona-Welle wird bereits angek&uuml;ndigt und medial vorbereitet &ndash; in zahlreichen Varianten, Wiederholungen und querbeet durch den deutschen Mediengarten. Bei der Tagesschau verk&uuml;ndet der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach: &ldquo;Wir sind am Beginn der dritten Welle&rdquo;. Im MDR wird gewarnt: &ldquo;Beginn der dritten Corona-Welle steht bevor&rdquo; und bei der Deutschen Welle wird gefragt: &ldquo;Rollt die dritte Corona-Welle auf Deutschland zu?&rdquo;. Der Tagesspiegel sieht bereits &ldquo;Anzeichen f&uuml;r die dritte Welle&rdquo;. Die FAZ fragt: &ldquo;Baut sich langsam die dritte Welle auf?&rdquo;. Im Bayerischen Rundfunk wird nicht nur von einer m&ouml;glichen &ldquo;dritten Corona-Welle&rdquo; berichtet, sondern direkt von einer bef&uuml;rchteten &ldquo;vierten oder f&uuml;nften Welle&rdquo;. (&hellip;)<br>\nZur Absicherung der angek&uuml;ndigten dritten Welle werden von den verschiedenen Medienakteuren diverse Experten herangezogen &ndash; angefangen bei dem Charit&eacute;-Virologen Christian Drosten, der dem Spiegel bereits Ende Januar von seinen &ldquo;schlimmen Bef&uuml;rchtungen&rdquo; bez&uuml;glich des Fr&uuml;hjahrs und des Sommers berichtete, die nun von der Schweriner Volkszeitung aufgegriffen wurden als Drostens &ldquo;d&uuml;stere Corona-Prognose f&uuml;r den Sommer&rdquo;.<br>\n&ldquo;Wenn die alten Menschen und vielleicht auch ein Teil der Risikogruppen geimpft sein werden, wird ein riesiger wirtschaftlicher, gesellschaftlicher, politischer und vielleicht auch rechtlicher Druck entstehen, die Corona-Ma&szlig;nahmen zu beenden. Und dann werden sich innerhalb kurzer Zeit noch viel mehr Leute infizieren, als wir uns das jetzt &uuml;berhaupt vorstellen k&ouml;nnen. Dann haben wir Fallzahlen nicht mehr von 20.000 oder 30.000, sondern im schlimmsten Fall von 100.000 pro Tag.&rdquo; (&hellip;)<br>\nAm 18. November 2020 titelte der Deutschlandfunk Nova in Bezug auf neurowissenschaftliche Forschungen: &ldquo;Wiederholungen lassen uns falsche Aussagen glauben&rdquo;. Das sei zur&uuml;ckzuf&uuml;hren auf den sogenannten &ldquo;Wahrheitseffekt&rdquo;.<br>\n&ldquo;Je &ouml;fter wir Aussagen h&ouml;ren, desto eher neigen wir, sie zu glauben &ndash; daf&uuml;r sorgt unser Gehirn. Das macht uns manipulierbar. Aber wir k&ouml;nnen uns sch&uuml;tzen.&rdquo; (&hellip;)<br>\nDer Neurowissenschaftler Henning Beck erkl&auml;rt, dass Unsicherheit Menschen anf&auml;lliger f&uuml;r den Wahrheitseffekt macht &ndash; sie werden &ldquo;verf&uuml;hrbar&rdquo;. Entscheidend sei dabei die H&auml;ufigkeit einer Aussage. Wenn das Gehirn viele &auml;hnliche Informationen erhalte, m&uuml;sse es sich in einem Moment der Unsicherheit Klarheit bieten. H&auml;ufigkeit und Wiederholungen w&uuml;rden dann als Wichtigkeit interpretiert, andere Informationen zunehmend ausgeblendet. Schutz vor der Manipulation bietet laut Beck lediglich eine solide Allgemeinbildung: &ldquo;Allgemeinbildung, Grundwissen macht Menschen weniger verf&uuml;hrbar&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/de.rt.com\/meinung\/113465-dritte-welle-rollt-auf-deutschland-zu\/%20%20\">Mark Hadyniak in RT Deutsch<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Junkfluencer: So k&ouml;dern McDonald&rsquo;s, Coca-Cola &amp; Co. Kinder in sozialen Medien<\/strong><br>\nEin foodwatch-Report deckt auf, wie die Lebensmittelindustrie &uuml;ber bekannte Social-Media-Stars Zuckerbomben und fettige Snacks gezielt an Kinder vermarktet.<br>\nSie haben Millionen Fans und genie&szlig;en bei Kindern und Jugendlichen hohes Vertrauen: Social-Media-Influencer*innen. Lebensmittelkonzerne wie McDonald&rsquo;s und Coca-Cola, aber auch deutsche Familienunternehmen wie Coppenrath &amp; Wiese und Haribo haben das Potenzial erkannt: Sie beauftragen die Internet-Stars, auf Youtube, Instagram und Tiktok f&uuml;r  zuckrige Getr&auml;nke, fettige Snacks und S&uuml;&szlig;waren Werbung zu machen. Die Werbung landet an der elterlichen Kontrolle vorbei direkt auf den Handys der Kinder. (&hellip;)<br>\nDie Industrie f&ouml;rdert mit dieser perfiden Marketingstrategie Fehlern&auml;hrung und Fettleibigkeit bei Kindern und Jugendlichen. Diese essen im Schnitt nicht einmal halb so viel Obst und Gem&uuml;se, aber mehr als doppelt so viele S&uuml;&szlig;waren oder Snacks wie empfohlen. Aktuell gelten etwa 15 Prozent der Kinder und Jugendlichen als &uuml;bergewichtig und sechs Prozent sogar als fettleibig &ndash; ihnen drohen im sp&auml;teren Lebensverlauf Krankheiten wie Typ-2-Diabetes, Gelenkprobleme, Bluthochdruck und Herzerkrankungen. Mittlerweile geht jeder f&uuml;nfte Todesfall in Deutschland auf ungesunde Ern&auml;hrung zur&uuml;ck.<br>\nF&uuml;r den Report &bdquo;Junkfluencer &ndash; Wie McDonald`s, Coca-Cola &amp; Co. in sozialen Medien Kinder mit Junkfood k&ouml;dern&ldquo; hat foodwatch im Jahr 2020 &uuml;ber einen Zeitraum von mehreren Wochen tausende Posts, Stories und Videos bekannter Social-Media-Stars untersucht und zahlreiche Belege f&uuml;r Produkt-Werbung dokumentiert.<br>\nInfluencer sind f&uuml;r Kinder und Jugendliche heutzutage die gr&ouml;&szlig;ten Idole und zugleich die besten Freunde, genie&szlig;en hohe Glaubw&uuml;rdigkeit und haben einen gro&szlig;en Einfluss auf deren Kaufentscheidungen. Eine Studie der Marktforschungsagentur M-Science kommt etwa zu dem Ergebnis, dass sich 11- bis 15-J&auml;hrige ihren Online-Stars &bdquo;bedingungslos hingeben&ldquo; und deren Aussagen &bdquo;vollstes Vertrauen&ldquo; entgegenbringen. Lebensmittelunternehmen machen sich diesen Einfluss zunutze und beauftragen die Social-Media-Stars, Werbung f&uuml;r ihre ungesunden Lebensmittel zu machen. (&hellip;)<br>\nProf. Dr. Berthold Koletzko, Vorsitzender der Stiftung Kindergesundheit an der Kinderklinik der Universit&auml;t M&uuml;nchen, warnt davor, dass Kinder und Jugendliche  schon fr&uuml;h Ern&auml;hrungsgewohnheiten entwickeln, die ihre Gesundheit lebenslang beeinflussen. Zusammen mit Kinder- und Jugend&auml;rzten setzt er sich seit langem daf&uuml;r ein, die an Kinder und Jugendliche gerichtete Werbung zu beschr&auml;nken. Auch der Wissenschaftliche Beirat des Bundesern&auml;hrungsministeriums empfiehlt in seinem Gutachten vom Juni 2020 ein &bdquo;Verbot von an Kinder gerichtete Werbung f&uuml;r Produkte mit hohem Zuckeranteil&ldquo;. Selbstverpflichtungen seien nicht geeignet, um den Verzehr von Junkfood zu verringern.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.foodwatch.org\/de\/aktuelle-nachrichten\/2021\/junkfluencer-so-koedern-mcdonalds-coca-cola-co-kinder-in-sozialen-medien\/%20\">foodwatch<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> W&auml;hrend ihrer gesamten Amtszeit hat sich Frau Kl&ouml;ckner als Bundesministerin stets dadurch ausgezeichnet, Politik zugunsten von Konzernen zu betreiben. Weitere Beispiele k&ouml;nnen Sie z.B. dem Hinweis <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=64987#h14\">Bundesrat verabschiedet Kl&ouml;ckner-Reform: Weniger Lebensmittelkontrollen in Risiko-Betrieben<\/a> und der angef&uuml;gten Anmerkung entnehmen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>K&uuml;nftige Linkenchefin strikt gegen Auslandseins&auml;tze<\/strong><br>\n&raquo;Ich sehe bei Bundeswehreins&auml;tzen, anders als bei anderen Fragen, gar keine M&ouml;glichkeit f&uuml;r Kompromisse&laquo;, sagte die hessische Linksfraktionschefin und derzeitige stellvertretende Parteivorsitzende dem &raquo;Tagesspiegel&laquo; (Sonntags-Ausgabe). &raquo;Ein bisschen Krieg gibt es nicht.&laquo; Die Linke werde keiner Regierung beitreten, die Auslandseins&auml;tze beschlie&szlig;e.<br>\nWissler &auml;u&szlig;erte sich im Doppelinterview mit ihrer voraussichtlichen k&uuml;nftigen Co-Vorsitzenden, der Th&uuml;ringer Linkenchefin Susanne Hennig-Wellsow. Diese zeigte sich offen f&uuml;r friedenserhaltende Missionen unter dem Dach der Vereinten Nationen. &raquo;Ich kann mir bestimmte klassische Blauhelm-Eins&auml;tze vorstellen, wie in Zypern beispielsweise&laquo;. Solche Eins&auml;tze m&uuml;sse man sich &raquo;im Einzelfall anschauen&laquo;. Zugleich warb Hennig-Wellsow daf&uuml;r, dass die Linke das Regieren als Chance betrachtet. &raquo;Die Linke muss ein klares Bekenntnis zur Verantwortung abgeben.&laquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/janine-wissler-kuenftige-linken-chefin-strikt-gegen-auslandseinsaetze-a-e1367386-0a50-4ef5-9333-eba88c570377?utm_source=dlvr.it&amp;utm_medium=[facebook]&amp;utm_campaign=[spontop]&amp;fbclid=IwAR0Nt7TVkgACAtrvRbXRGzdVIV4oUc8ltIGzaV28TCJrmhUKeQCIMrDQxRw#ref=rss%20\">Spiegel<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Klarheit statt Vernebelung<\/strong><br>\nDie Verteidigung des Wahlprogrammentwurfs der beiden scheidenden Vorsitzenden der Partei Die Linke durch Bernd Riexinger in der jungen Welt vom 15. Februar ist besser als der Entwurf. Anlass zur Kritik an diesem Entwurf gibt es reichlich, und die Formulierung dieser Kritik sollte nicht als Falschbehauptung und Geltungsdrang abgetan werden. Dazu ist der Anlass auch viel zu ernst.<br>\nWir fragen uns dabei, warum die beiden Parteivorsitzenden mit ihrem Entwurf an die &Ouml;ffentlichkeit vorgeprescht sind, ohne die inhaltliche Expertise der Mitglieder der Bundesarbeitsgemeinschaften abgefragt oder den Text mit dem Parteivorstand vorher auch nur beraten zu haben. Und wer den Beitrag von Bernd Riexinger in der jW liest, mag kaum glauben, dass er und Katja Kipping den von ihnen verantworteten, 137 Seiten umfassenden Entwurf bis ins Detail studiert haben. &raquo;Wir sind gegen jegliche Auslandseins&auml;tze der Bundeswehr, und wir werden uns an keiner Regierung beteiligen, die aufr&uuml;stet und auf Militarisierung setzt&laquo;, bekr&auml;ftigte der Kovorsitzende in der jW ausdr&uuml;cklich. Doch im Entwurf des Wahlprogramms findet sich diese klare Positionierung leider nicht. Und w&auml;hrend Riexinger dem Antiimperialismus in der jW das Wort redet, taucht im Entwurf zum Wahlprogramm noch nicht einmal der Begriff &raquo;Imperialismus&laquo; auf. Weltweite soziale Gerechtigkeit sei durchzusetzen, indem man den &raquo;entfesselten Raubtierkapitalismus (&hellip;) endlich an die Leine&laquo; nehmen wolle.<br>\nH&auml;tte Riexinger einiges von dem, was er in der jW geschrieben hat, schon in den Programmentwurf genommen, dann g&auml;be es in der Tat weniger Anlass zur Widerrede. Allein, uns bleibt jetzt nur die konkrete Kritik am Wahlprogrammentwurf der Vorsitzenden, auch weil f&auml;lschlicherweise der Eindruck entstanden ist, es handele sich um ein Dokument der Partei Die Linke.<br>\nDie Verteidigung des Entwurfs nach dem Muster, es st&uuml;nde doch viel Gutes und Richtiges drin, ist nicht haltbar, da sich an zentralen Stellen widerspr&uuml;chliche Formulierungen finden. Zentrale und nach wie vor aktuelle Forderungen aus unserem Wahlprogramm 2017 tauchen daf&uuml;r nun nicht mehr auf.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/397015.parteidiskussion-die-linke-klarheit-statt-vernebelung.html?fbclid=IwAR1B0BfWjaFmCGYw1DmLJUOajKlTFqu4oBq7mT18v5bO1bvYQCseiML91dU\">Sevim Dagdelen, Ulla Jelpke, Ellen Brombacher, Lydia Kr&uuml;ger, Steffen Niese, Isabelle Casel, Andrej Hunko, Justo Cruz in junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Wieso ist es Aufgabe der Landesmedienanstalten zu &uuml;berpr&uuml;fen, ob ein Anbieter richtig zitiert, die Quellen ausweist und die Recherchepflichten erf&uuml;llt<\/strong><br>\nDieser Tage haben die Medienanstalten mehrerer deutscher Bundesl&auml;nder Briefe an 13 Online-Medien verschickt. Es handelt sich um sogenannte Hinweisschreiben. Darin geht es um Verst&ouml;sse gegen journalistische Grunds&auml;tze. Im Visier der staatlichen W&auml;chter sind unter anderen &laquo;KenFM&raquo;, der &laquo;Deutschland-Kurier&raquo; sowie &laquo;Flinkfeed&raquo; &ndash; die beiden letztgenannten Organe stehen der AfD nahe. Dies meldete der &laquo;Deutschland-Funk&raquo; am Dienstag. Die Medienanstalten wollten dem Sender nicht bekanntgeben, an wen sie die Briefe verschickt haben. &hellip; Bis vor kurzem waren die Medienanstalten nur f&uuml;r die privaten Radio- und Fernsehsender zust&auml;ndig. Doch Ende 2020 wurde der Medienstaatsvertrag erneuert. Seit dem 7. November d&uuml;rfen die W&auml;chter nun auch Youtuber, Blogger und Influencer darauf hin kontrollieren, ob sie die journalistischen Sorgfaltspflichten beachten. In einem Meinungsbeitrag f&uuml;r die &laquo;FAZ&raquo; schrieb am Dienstag Anja Zimmer, Direktorin der Medienanstalt Berlin-Brandenburg (MABB), dies: &laquo;Zum Journalismus geh&ouml;rt eben auch die sorgf&auml;ltige Recherche und Quellenauswahl, die Einholung von Stellungnahmen und Vorsicht bei der Verdachtsberichterstattung. Das darf man jedem zumuten, der regelm&auml;ssig Nachrichten oder politische Informationen ver&ouml;ffentlicht. Das ist das, was Nutzerinnen und Nutzer von einem journalistischen Angebot erwarten und auch erwarten d&uuml;rfen.&raquo;<br>\nHinsichtlich der Relevanz dieser journalistischen Grunds&auml;tze kann man der Direktorin nicht widersprechen. Dass indessen eine staatliche Stelle &uuml;berpr&uuml;ft, ob ein Anbieter richtig zitiert, die Quellen ausweist und die Recherchepflichten erf&uuml;llt, ist bemerkenswert und zeigt, dass der Staat seinen Handlungsraum angesichts der Digitalisierung &uuml;ber die Radio- und Fernsehsender hinaus ausweitet. Mit den nun publik gewordenen F&auml;llen wird das medienpolitisch heikle Thema konkret. &hellip;. F&uuml;r die Presse galt bisher das Prinzip der Selbstregulierung, gem&auml;ss den Richtlinien des Presserats, welche die einschl&auml;gigen Handwerksregeln der Presseerzeugnisse reflektieren. Dar&uuml;ber hinaus gelten die rechtlichen Normen, insbesondere das Pers&ouml;nlichkeitsrecht. Daf&uuml;r braucht es jedoch einen Kl&auml;ger. Auch der Presserat reagiert in der Regel nur dann, wenn Beschwerden eingehen. Die Landesmedienanstalten sind hingegen befugt, von sich aus t&auml;tig zu werden und etwa die Entfernung eines Inhalts zu verlangen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/medien\/staat-nimmt-online-medien-ins-visier\/\">Infosperber<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Medien in der Pandemie: Gesinnung? Wir brauchen Aufkl&auml;rung!<\/strong><br>\nWie ein Virus grassiert unter Journalisten der Irrtum, sie m&uuml;ssten f&uuml;r die Berliner Corona-Politik Partei ergreifen. [&hellip;]<br>\nAuch nach einem Jahr wird niemand bestreiten, dass die Corona-Pandemie ein komplexes, kaum durchschautes Geschehen darstellt. Erfassen kann es nur, wer es aus verschiedenen Richtungen in den Blick nimmt. Zu den gro&szlig;en, anspruchsvollen Aufgaben der Journalisten z&auml;hlt, diese Komplexit&auml;t in Augenschein zu nehmen und ihrem Publikum auch widerspr&uuml;chliche Positionen in verst&auml;ndlicher Form darzulegen. Dies unterscheidet den Journalismus seit eh und je von der PR, die allein die enge Sicht ihres Auftraggebers kritiklos vermitteln soll. [&hellip;] Das Meinungsspektrum weitet sich derzeit. Wir finden jetzt h&auml;ufiger Recherchen und Analysen, die mit der aktuellen Pandemiebek&auml;mpfung kritisch umgehen und abweichende Positionen aufzeigen. Doch diese Differenzierung trat erst ein, als in der Adventszeit die Widerspr&uuml;che der Lockdown-Politik offensichtlich und der Unmut in der Bev&ouml;lkerung un&uuml;berh&ouml;rbar wurden.<br>\nIch sehe hier eine Parallele zur Fl&uuml;chtlingskrise.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/gesellschaft\/medien\/medien-in-der-pandemie-gesinnung-wir-brauchen-aufklaerung\/26935626.html?newsletter=true\">Tagesspiegel<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Journalistische Recherchen sind zeitlich aufwendig<\/strong><br>\nIm &laquo;Fall Nawalny&raquo; berichten viele Medien zu simpel &ndash; ein gutes Beispiel, was es braucht, um an mehr Informationen zu kommen.<br>\nDer f&uuml;r Russland zust&auml;ndige Auslandredaktor der NZZ, Andreas R&uuml;esch, hat am Samstag, 13. Februar 2021, als Aufmacher auf der NZZ-Frontseite einen Leitartikel zu Russland publiziert. Das Thema war Nawalny und Putins Zukunft. In seinem Text kommen die W&ouml;rter &laquo;Opposition&raquo; und &laquo;Oppositionelle&raquo; zwar etliche Male vor, aber R&uuml;esch hat &ndash; absichtlich oder fahrl&auml;ssig &ndash; darauf verzichtet, zu sagen, wie denn diese Opposition in Russland &uuml;berhaupt aussieht.<br>\nDass Nawalny gegen Putin Opposition macht, wissen wir ja nun alle. Aber wof&uuml;r steht Nawalny? Was ist das politische Programm dieses Putin-Kritikers, der mitten in der Covid-19-Pandemie und trotz aller Corona-bedingten Versammlungsverbote zu Demonstrationen aufrief? Und wer steht hinter Nawalny? Ist er der richtige Mann, von den westlichen L&auml;ndern zum Freiheitshelden hochstilisiert zu werden?<br>\nAm 20. August 2020 wurde, wie vermutet wird, Nawalny vergiftet. Seither sind sechs Monate vergangen. Und noch immer wird er behandelt, als ob er &laquo;die&raquo; Opposition in Russland vertrete. Selbst das &laquo;Echo der Zeit&raquo; von Schweizer Radio SRF, etwas vom Besten, was man in puncto internationaler Information &laquo;konsumieren&raquo; kann, hat erst k&uuml;rzlich, am 16. Februar, in einem kurzen Bericht aus der russischen Provinz zum ersten Mal durchblicken lassen, dass Nawalny nicht einfach &laquo;der&raquo; Repr&auml;sentant der Opposition ist, sondern, im Gegenteil, von gewissen Gruppierungen der Opposition sogar klar abgelehnt wird &ndash; mit gutem Grund. (&hellip;)<br>\nDen westlichen NATO-freundlichen Medien ist es gelungen, in der breiten Bev&ouml;lkerung die Behauptung, in den russischen Medien g&auml;be es nur eine, vom Kreml diktierte Ansicht, in ein &ndash; vermeintliches &ndash;&laquo;Allgemeinwissen&raquo; zu verwandeln. Informationen aus Russland werden deshalb a priori als Propaganda und als falsch abgetan. Wer Russisch versteht und spricht, weiss nat&uuml;rlich, dass dies nicht der Realit&auml;t entspricht. Nichtsdestotrotz gelten Infos aus Russland generell als unglaubw&uuml;rdig und k&ouml;nnen deshalb f&uuml;r Recherchen westlicher Journalisten kaum gebraucht werden. Wo also zus&auml;tzliche Informationen holen?<br>\nInfosperber hat am 30. Januar darauf aufmerksam gemacht, dass Mark Episkopos, ein Mitarbeiter des (konservativen) US-amerikanischen Polit-Magazins &laquo;The National Interest&raquo; etwas genauer hingeschaut und darauf hingewiesen hat, dass Nawalny nicht in jeder Hinsicht derjenige Oppositionelle ist, der vom Westen unterst&uuml;tzt werden sollte, weil er in den vergangenen Jahren auch politische Gruppen unterst&uuml;tzt hat, die mitnichten westliche Werte vertreten. Gerade auch, weil Mark Episkopos kein Russland-Freund ist, sind seine Beobachtungen beachtenswert. (&hellip;)<br>\nAuch in deutscher Sprache gibt es zus&auml;tzliche Infos &uuml;ber Nawalny, wenn man sie sucht. Auf der Website Anti-Spiegel etwa k&auml;mpft der deutsche Thomas R&ouml;per, der seit langem in Russland lebt, zwar vor allem gegen die v&ouml;llig einseitigen Darstellungen des Nachrichten-Magazins &laquo;Der Spiegel&raquo;, aber oft tut R&ouml;per das eben, indem er berichtet, wie es wirklich war oder wie es ist. Und da kann man dann auch &uuml;ber Nawalny Dinge erfahren, die man sonst in den deutschsprachigen Medien kaum lesen kann. Etwa wie sich Nawalny vor Gericht verteidigte, nachdem er von einem 94-j&auml;hrigen Veteranen wegen Verleumdung eingeklagt worden war. Nawalny hatte ihn in einem Video als &laquo;Verr&auml;ter&raquo; und &laquo;Arschkriecher&raquo; bezeichnet. Ein ebenfalls lesenswerter Artikel.<br>\nLesenswert sind auch immer die t&auml;glichen Analysen der deutschen Plattform &laquo;German-Foreign-Policy&raquo;, zu Nawalny und zur Opposition in Russland zum Beispiel hier.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/medien\/medienkritik\/journalistische-recherchen-sind-zeitlich-aufwendig\/\">Infosperber<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Cancel Culture &ndash; da, wo der Liberalismus stirbt<\/strong><br>\nSie sind die neuen Jakobiner: Eliten und ihre journalistischen H&ouml;flinge, die ihre &ldquo;moralische &Uuml;berlegenheit&rdquo; herausstellen, indem sie diejenigen verdammen und zum Schweigen bringen, die sich nicht der &ldquo;politisch korrekten Sprache&rdquo; anpassen. Ein Kommentar von Chris Hedges. [&hellip;]<br>\nZu verstehen hei&szlig;t nicht, zu verzeihen. Aber wenn die herrschenden Eliten und ihre H&ouml;flinge, die sich als Journalisten ausgeben, damit fortfahren, diese Menschen gen&uuml;sslich aus der Medienlandschaft auszul&ouml;schen, sie als weniger wertvolle Menschen anzugreifen oder, wie Hillary Clinton sie &ldquo;deplorables&rdquo; (&ldquo;erb&auml;rmlich&rdquo;) zu nennen, und sich gleichzeitig weigern, die groteske soziale Ungleichheit anzusprechen, die die &ldquo;Erb&auml;rmlichen&rdquo; verletzlich und ver&auml;ngstigt gemacht hat, dann wird das lediglich ein immer gr&ouml;&szlig;eres Ma&szlig; an Extremismus, staatlicher Repression und Zensur sch&uuml;ren.<br>\nDie Cancel Culture, eine Hexenjagd durch selbsternannte moralische &ldquo;Schiedsrichter der Rede&rdquo;, ist zum Boutique-Aktivismus einer liberalen Klasse geworden, der der Mut und die organisatorischen F&auml;higkeiten fehlen, um die tats&auml;chlichen Machtzentren herauszufordern &ndash; den milit&auml;risch-industriellen Komplex, die t&ouml;dlich militarisierte Polizei, das Gef&auml;ngnissystem, die Wall Street, das Silicon Valley, die Geheimdienste, die uns zur am meisten bespitzelten, beobachteten, fotografierten und &uuml;berwachten Bev&ouml;lkerung in der Geschichte der Menschheit machen, die fossile Brennstoffindustrie und ein politisches und wirtschaftliches System, das von der oligarchischen Macht erfasst wird.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/de.rt.com\/meinung\/113283-cancel-culture-da-wo-der-liberalismus-stirbt\/%20\">RT Deutsch<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers B.M.:<\/strong> Niemand hat mir bisher besser begr&uuml;ndet, warum der &ldquo;Kampf gegen Rechts&rdquo; auch bei uns in die falsche Richtung zeigt. <\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-70012","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/70012","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=70012"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/70012\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":70015,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/70012\/revisions\/70015"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=70012"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=70012"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=70012"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}