{"id":70079,"date":"2021-02-23T08:48:04","date_gmt":"2021-02-23T07:48:04","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=70079"},"modified":"2021-02-23T08:48:04","modified_gmt":"2021-02-23T07:48:04","slug":"hinweise-des-tages-3805","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=70079","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=70079#h01\">Bedroht Corona-Politik unsere Grundrechte? Wissenschaftlerin warnt vor &ldquo;schleichendem Prozess&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=70079#h02\">&ldquo;B&ouml;se &Uuml;berraschungen&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=70079#h03\">Berliner Krankenh&auml;user bangen um Existenz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=70079#h04\">Die Corona-Impfung als Solidarit&auml;tstest<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=70079#h05\">Bund pr&uuml;ft Einf&uuml;hrung eines digitalen Impfpasses: Das k&ouml;nnte das &ouml;ffentliche Leben stark ver&auml;ndern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=70079#h06\">Experte zu steigender Inzidenz: &ldquo;Nicht nur neue Varianten sind schuld&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=70079#h07\">Ungerechtigkeit als System<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=70079#h08\">Plattformarbeit: Tarifverhandlungen f&uuml;r bessere Arbeitsbedingungen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=70079#h09\">&ldquo;Das B&uuml;ndnis ist wieder da&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=70079#h10\">Geringe Chancen im Atomkonflikt um Iran<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=70079#h11\">Mobilit&auml;t: Das 30 Milliarden-Problem der Bahn<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=70079#h12\">Texas: Der n&auml;chste System-Kollaps<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=70079#h13\">Good luck, Mario<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=70079#h14\">Ecuador: Linksruck und Putschgefahr<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Verantwortlich f&uuml;r die Richtigkeit der zitierten Texte sind die jeweiligen Quellen und nicht die NachDenkSeiten. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Bedroht Corona-Politik unsere Grundrechte? Wissenschaftlerin warnt vor &ldquo;schleichendem Prozess&rdquo;<\/strong><br>\nSeit fast einem Jahr wird unser Leben durch Verordnungen bestimmt, die der Eind&auml;mmung des Coronavirus dienen. Doch welche Auswirkungen hat das auf unsere Gesellschaft? Ein Gespr&auml;ch mit der Politikwissenschaftlerin Ulrike Gu&eacute;rot, die vor einer schleichenden Gew&ouml;hnung an Grundrechtseinschr&auml;nkungen warnt und daran appelliert, wieder mehr Wissenschaftspluralismus zuzulassen. [&hellip;]<br>\nEine breite Impfung der Bev&ouml;lkerung k&ouml;nnte einen m&ouml;glichen Ausstieg bedeuten.<br>\nGu&eacute;rot: Das kann ich nicht sehen. Die aktuelle Impf-Debatte zeigt in meinen Augen vor allem, dass es inzwischen anscheinend nicht mehr Konsens ist, dass Grundrechte weder verhandel- noch teilbar sind. An dem Tag, an dem Au&szlig;enminister Maas ins Gespr&auml;ch gebracht hat, man m&uuml;sse Geimpften ihre Grundrechte wieder zur&uuml;ckgeben, bin ich wirklich sehr erschrocken. Denn daraufhin ist eine breite Diskussion dar&uuml;ber ausgebrochen, dass der Zeitpunkt noch zu fr&uuml;h sei, und man hat ihm parteipolitische Motive unterstellt. Was nicht passiert ist, ist, dass breite Teile der Gesellschaft entschieden zur&uuml;ckgewiesen haben, dass Grundrechte an Bedingungen gekn&uuml;pft sind. Der Tabubruch hatte in diesem Moment also bereits stattgefunden. [&hellip;]<br>\nDer Staat darf B&uuml;rger in einer Pandemie einschr&auml;nken, um die Volksgesundheit nicht zu gef&auml;hrden. Was er nicht darf, ist Teile der Bev&ouml;lkerung hierf&uuml;r zu sch&auml;digen. Das, was im Moment gemacht wird, ist eine Triage auf einer anderen Ebene. Wir retten Leben auf Kosten derjenigen, die nicht ins Krankenhaus gekommen sind, keine Operation hatten, einen Herzinfarkt erleiden. Auf Kosten derjenigen, deren Krebserkrankungen nicht erkannt werden, auf Kosten von misshandelten Kindern und derjenigen, die Suizid begehen. Der Staat hat aber nicht das Recht, B&uuml;rger zu sch&auml;digen. Er darf nicht entscheiden, welches Leben sch&uuml;tzenswert ist und welches nicht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nordbayern.de\/politik\/bedroht-corona-politik-unsere-grundrechte-wissenschaftlerin-warnt-vor-schleichendem-prozess-1.10850868%20\">Nordbayern<\/a>\n<p><strong>dazu: Staatsrechtler zu Corona-Politik &raquo;Die Gesamtsumme der Beschr&auml;nkungen ist verheerend&laquo;<\/strong><br>\nLockern oder Lockdown? Die Politik d&uuml;rfe den Gesundheitsschutz nicht dauerhaft &uuml;ber andere Grundrechte stellen, warnt Staatsrechtler Hinnerk Wi&szlig;mann. Die geplante &Ouml;ffnung der Friseure h&auml;lt er rechtlich f&uuml;r &raquo;wagemutig&laquo;. [&hellip;]<br>\nSPIEGEL: Immer wieder kippen Gerichte einzelne Ma&szlig;nahmen im Kampf gegen die Corona-Pandemie. Was sagt das &uuml;ber die Politik der Bundesregierung?<br>\nWi&szlig;mann: Die meisten Ma&szlig;nahmen der Bundesregierung und der Landesregierungen haben vor den Gerichten Bestand. Und das ist in der Logik der Gerichte auch nachvollziehbar. Sie beurteilen in der Regel eine einzelne Ma&szlig;nahme f&uuml;r einen einzelnen Antragsteller. Dabei spielt oft eine Rolle, dass das konkrete Verbot wegen einer Befristung zun&auml;chst nur noch kurze Zeit gilt, und viele Tatsachen k&ouml;nnen im Eilrechtsschutz nicht hinreichend ermittelt werden. Allerdings besteht die Gefahr, dass man so den Wald vor lauter B&auml;umen nicht sieht. Das ist letztlich ein Strukturproblem des deutschen Verfassungsstaats: Wir verlassen uns darauf, dass Gerichte die Rechtm&auml;&szlig;igkeit beurteilen. Das funktioniert gut, solange es nur einzelne Einschr&auml;nkungen gibt. Die Gerichte sind aber nicht f&uuml;r eine Gesamtbeurteilung zust&auml;ndig. Das w&auml;re Aufgabe der Regierung und des Bundestags, die ja ebenfalls grundrechtsgebunden sind.<br>\nSPIEGEL: K&ouml;nnen Sie ein Beispiel nennen?<br>\nWi&szlig;mann: Mein Sohn ist 14 Jahre alt und geht seit Monaten nicht mehr in die Schule. Das ist vielleicht gar nicht sein gr&ouml;&szlig;tes Anliegen, auch wenn darum zu Recht viel gestritten wird. Aber er kann auch kein Fu&szlig;ball in seinem Verein spielen. Er kann keine Freunde treffen. Er darf seine Gro&szlig;eltern nicht besuchen. Jedes einzelne Verbot f&uuml;hrt nur zu einem geringen Grundrechtseingriff, den kein Gericht aufhebt. Aber die Summe kostet ihn sein Leben als soziales Wesen, jeden Tag ein wenig mehr, in einer Lebensphase, die nicht einfach aufgeschoben werden kann. Dramatisch ist die Lage etwa f&uuml;r viele Studierende, die vom Campus ausgesperrt sind und ohne Job in kleinen Zimmern ausharren m&uuml;ssen. Nicht jeder kann zur&uuml;ck zu seinen Eltern.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/staatsrechtler-hinnerk-wissmann-zur-corona-politik-die-gesamtsumme-der-beschraenkungen-ist-verheerend-a-7692d443-fd42-44ad-a947-7029bdf0cbfe\">DER SPIEGEL<\/a><\/p>\n<p><strong>dazu auch: &bdquo;Grundrechte gelten nicht nur in sonnigen Zeiten&ldquo;<\/strong><br>\nDer Journalist Heribert Prantl ist ein Verfechter der Grundrechte. Die Lockdown-Politik in der Corona-Krise kritisiert er schon lang. Auch von den Kirchen ist er entt&auml;uscht. Warum, das erkl&auml;rt er im pro-Interview.<br>\npro: Sie haben &ouml;fter kritisiert, dass die Grundrechte im Kampf gegen Corona eingeschr&auml;nkt wurden. Und unsere Politiker argumentieren, dass das notwendig war, um der Pandemie Herr zu werden. H&auml;tte es denn Alternativen gegeben?<br>\nHeribert Prantl: Grundrechte hei&szlig;en so, weil sie auch in Zeiten der Not und der Katastrophe gelten. Wir erleben die gr&ouml;&szlig;ten, heftigsten, tiefgreifendsten Grundrechtseinschr&auml;nkungen seit Beginn der Bundesrepublik. Die Ma&szlig;nahmen gegen Corona &uuml;berschreiten auch das, was nach den Regeln der Notstandsgesetze m&ouml;glich w&auml;re. Das Parlament ist weit weniger eingeschaltet als vorgesehen.<br>\nNat&uuml;rlich gibt es die M&ouml;glichkeit, Grundrechte einzuschr&auml;nken, solange das nicht ihren Wesenskern ber&uuml;hrt. Genau das ist aber bei einigen Ma&szlig;nahmen der Fall: wenn Gesch&auml;fte, Restaurants, Kultureinrichtungen geschlossen werden, wenn Hunderttausenden von Menschen damit die Existenzgrundlage wegbricht. Die generellen, pauschalierenden Eingriffe in die Grundrechte durch Verbote, Ausgangssperren, Schul- und Betriebsschlie&szlig;ungen sind heikel. Sie werden nicht weniger heikel dadurch, dass man sich den Zutritt zu den verschlossenen Grundrechten &ndash; aktuell durch eine Impfung &ndash; wieder erwerben kann.<br>\nEs ist zu wenig danach gefragt worden, wie geeignet, verh&auml;ltnism&auml;&szlig;ig und erforderlich diese Eingriffe waren und sind. Mir geht es darum: Wenn Grundrechte eingeschr&auml;nkt werden, dann bitte weniger generalisierend, sondern weit differenzierter, als es bislang geschieht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.pro-medienmagazin.de\/medien\/journalismus\/2021\/02\/21\/grundrechte-gelten-nicht-nur-in-sonnigen-zeiten\/\">pro<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>&ldquo;B&ouml;se &Uuml;berraschungen&rdquo;<\/strong><br>\nDie partielle Schlie&szlig;ung der deutschen Au&szlig;engrenzen im Kampf gegen die Covid-19-Pandemie f&uuml;hrt zu neuen Konflikten in der EU. Gegen die Ma&szlig;nahmen an den Grenzen, die zur Abweisung von knapp 16.000 Einreisewilligen f&uuml;hrten, wird Protest vor allem in &Ouml;sterreich und in Tschechien laut; w&auml;hrend Wien sich &uuml;ber &ldquo;extrem strenge&rdquo; Grenzvorkehrungen beschwert, hat sich Prag mit der Bitte um Beistand gegen Berlin an die EU gewandt. Paris warnt vor &ldquo;b&ouml;sen &Uuml;berraschungen&rdquo; &ndash; in Erinnerung an die einseitige deutsche Grenzschlie&szlig;ung vor knapp einem Jahr, die der Bev&ouml;lkerung franz&ouml;sischer Grenzgebiete schwere Belastungen brachte. Kritik kommt auch aus der deutschen Industrie, die um ihre Lieferketten etwa nach Tschechien, in die Slowakei und nach Ungarn f&uuml;rchtet, wohin deutsche Konzerne arbeitsintensive Fertigungsschritte im gro&szlig;en Stil ausgelagert haben; der Warenverkehr sei &ldquo;systemrelevant&rdquo;, hei&szlig;t es aus den Wirtschaftsverb&auml;nden. US-Leitmedien spekulieren bereits, die offenen binneneurop&auml;ischen Grenzen k&ouml;nnten der Pandemie g&auml;nzlich zum Opfer fallen; dies k&ouml;nne den Charakter der EU massiv ver&auml;ndern.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/8532\/\">German Foreign Policy <\/a>\n<p><strong>dazu: EU-Kommission setzt Frist &ndash; Deutschland muss Einreiseregeln erkl&auml;ren<\/strong><br>\nAuf Kritik aus Br&uuml;ssel hat Bundesinnenminister Seehofer zuletzt ungehalten reagiert. Angesichts der deutschen Einreisebeschr&auml;nkungen f&uuml;r Tschechien, die Slowakei und Tirol l&auml;sst die EU-Kommission trotzdem nicht locker. Der Ton wird sch&auml;rfer.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/ausland\/article226895639\/Tschechien-Slowakei-und-Tirol-EU-Kommission-setzt-Frist-Deutschland-muss-Einreiseregeln-erklaeren.html\">Welt Online<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Berliner Krankenh&auml;user bangen um Existenz<\/strong><br>\nDie Berliner Kliniken warnen vor einer dramatischen Verschlechterung ihrer finanziellen Lage.<br>\nWenn der Rettungsschirm f&uuml;r die H&auml;user nicht verl&auml;ngert werde, drohten ruin&ouml;se Auswirkungen, hei&szlig;t es in einer Mitteilung der Krankenhausgesellschaft. Die Belegung der Krankenh&auml;user habe im Januar rund ein Viertel unter dem Wert des Vorjahres gelegen, hie&szlig; es. Den Kliniken fehlen dadurch allein im ersten Monat des Jahres Erl&ouml;se von 100 Millionen Euro, so die Krankenhausgesellschaft.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.rbb24.de\/wirtschaft\/thema\/corona\/beitraege\/2021\/02\/berlin-krankenhaeuser-kliniken-finanzielle-not-corona.html\">rbb24<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Die Corona-Impfung als Solidarit&auml;tstest<\/strong><br>\nEin wesentlicher Grund aber f&uuml;r den suboptimalen Impfstart d&uuml;rfte sein, dass die Gesundheits&auml;mter, die fr&uuml;her einmal f&uuml;r das Impfen zust&auml;ndig waren, in den vergangenen 20 Jahren im Zuge einer unverantwortlichen Sparpolitik personell derart ausged&uuml;nnt sind, dass sie nicht einmal mehr die Infektionsverfolgung leisten k&ouml;nnen. Ein Drittel aller Stellen hat der &Ouml;ffentliche Gesundheitsdienst in den vergangenen zwei Jahrzehnten verloren. Die Vorsitzende des Bundesverbandes der &Auml;rztinnen und &Auml;rzte des &Ouml;ffentlichen Gesundheitsdienstes, Ute Teichert, sieht darin einen entscheidenden Grund f&uuml;r die derzeit wenig optimistisch stimmende Impfsituation. Aber selbst wenn der Impfstart gut gelaufen w&auml;re, gehen einige Wissenschaftler*innen nicht davon aus, dass weitr&auml;umiges Impfen die Lage rasch &auml;ndern w&uuml;rde. Der Kieler Infektionsmediziner Helmut Fickenscher beispielsweise war schon Ende Dezember &uuml;berzeugt, dass selbst bei ausreichend vorhandenem Impfstoff keine deutlichen Lockerungen m&ouml;glich w&auml;ren. [&hellip;]<br>\nHierzulande sieht sich die Politik einerseits mit der nicht &uuml;berraschend auftretenden Virusmutation konfrontiert, deren Ausbreitung und Auswirkungen auf die Krankheit noch gar nicht abzusehen sind, zum anderen mit der zur&uuml;ckhaltenden Impfbereitschaft vor allem des medizinischen Personals. F&uuml;r die Impfkampagne ist das keine gute Werbung. Deshalb hat der bayrische Ministerpr&auml;sident Markus S&ouml;der Mitte Januar eine Impfpflicht f&uuml;r Pflegepersonal wieder ins Spiel gebracht, obwohl die politisch Verantwortlichen dies stets von sich gewiesen hatten und es auch jetzt als wenig hilfreich beurteilen: &bdquo;Im Moment &uuml;ber eine Impfpflicht zu spekulieren, verbietet sich&ldquo;, lie&szlig; Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) den Kollegen aus Bayern abblitzen. Wie vieles andere geh&ouml;rt auch dieser Vorsto&szlig; zum Profilierungsrepertoire S&ouml;ders, der sich seit Beginn der Pandemie als &bdquo;eiserne Hand&ldquo; inszeniert. S&ouml;ders Initiative macht aber auch den steigenden Panikpegel unter Politiker*innen deutlich, die nicht mehr nach Gr&uuml;nden &ndash; etwa die Angst vor bisher unbekannten langfristigen Folgen des Impfstoffs &ndash; fragen, sondern immer autorit&auml;rer und auf dem Verordnungswege durchregieren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.blaetter.de\/ausgabe\/2021\/februar\/die-corona-impfung-als-solidaritaetstest\">Bl&auml;tter<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Bund pr&uuml;ft Einf&uuml;hrung eines digitalen Impfpasses: Das k&ouml;nnte das &ouml;ffentliche Leben stark ver&auml;ndern<\/strong><br>\nIn Israel ist es bereits Realit&auml;t: Wer gegen das Coronavirus geimpft ist, bekommt einen digitalen Impfpass (&bdquo;gr&uuml;ner Pass&ldquo;). Mit diesem kehrt ein St&uuml;ck Normalit&auml;t in den Alltag zur&uuml;ck: Dann sind Fitnessstudios, Urlaubsreisen oder Restaurantbesuche schneller oder &uuml;berhaupt erst wieder m&ouml;glich.<br>\nIn Deutschland lehnen sowas Politiker hierzulande ab. Ihr Argument: dadurch w&uuml;rde eine Zwei-Klassen-Gesellschaft entstehen. Das sei mit dem Grundgesetz nicht vereinbar. Doch nach Recherchen von Business Insider ist man hinter den Kulissen schon deutlich weiter. Demnach pr&uuml;fen das Bundesgesundheitsministerium und das Bundesinnenministerium die bundesweite Einf&uuml;hrung eines digitalen Impfpasses.<br>\nDer Plan: Wer eine solche Karte erh&auml;lt, f&uuml;r den gelten die Corona-Regeln zwar weiter. Doch wenn beispielsweise Restaurants oder Fitnessstudios wieder &ouml;ffnen d&uuml;rfen, w&auml;ren Betreiber in der Lage, nur Geimpften Zugang zu gew&auml;hren. Mithilfe eines QR-Codes auf der Karte lie&szlig;e sich der Name des Karteninhabers und das jeweilige Geburtsdatum auslesen. Stimmt beides mit dem Personalausweis &uuml;berein, bekommt man einen Tisch oder darf trainieren. Gleiches gilt f&uuml;r Reiseveranstalter: Das Unternehmen alltours hatte bereits am Wochenende angek&uuml;ndigt, nur Geimpfte in seine Hotels zu lassen. Auch die internationale Flugtransport-Vereinigung arbeitet bereits an einem digitalen Ticket, bei dem hinterlegt wird, ob man geimpft ist oder nicht. Hier h&auml;tten Airlines k&uuml;nftig die M&ouml;glichkeit, Nicht-Geimpften den Flug zu verweigern.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.businessinsider.de\/politik\/deutschland\/bund-prueft-einfuehrung-eines-digitalen-impfpasses-das-koennte-das-oeffentliche-leben-stark-veraendern\/\">Business Insider<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Soso, Betreiber von Fitnessstudios oder Restaurants w&auml;ren in der Lage, lediglich geimpften Personen Zugang zu gew&auml;hren. Und das soll keine Zwei-Klassen-Gesellschaft sein? Vielmehr scheint das Szenario politische Absicht zu sein. Denn wieso erweckt insbesondere die Bundesregierung den Eindruck, dass sie hier macht- und rechtlos sei, w&auml;hrend sie in Kooperation mit den Bundesl&auml;ndern z.B. Maskenpflicht bundesweit und in allen offenen Gesch&auml;ften verordnen kann?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Experte zu steigender Inzidenz: &ldquo;Nicht nur neue Varianten sind schuld&rdquo;<\/strong><br>\n&bdquo;Auf der Wirkseite haben wir das Problem, dass die Lockdown-Ma&szlig;nahmen nicht mehr ganz so gut befolgt werden wie noch am Anfang. Es kommt ja weiterhin darauf an, wie wir unsere Kontakte beschr&auml;nken, Abst&auml;nde einhalten, Masken tragen &ndash; wenn wir da nachl&auml;ssig werden, dann kann das schon daf&uuml;r sorgen, dass die Entwicklung nicht mehr so stringent nach unten geht. Ich w&uuml;rde nicht allein die neuen Varianten daf&uuml;r verantwortlich machen.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/panorama\/Nicht-nur-neue-Varianten-sind-schuld-article22377025.html\">n-tv<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Die passende Illustration zu Albrecht M&uuml;llers Beitrag &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=70016\">Experten best&auml;tigen: Die Erde ist eine Scheibe.<\/a>&ldquo; Der wissenschaftliche Experte liefert genau das was gew&uuml;nscht wird. An den steigenden Inzidenzzahlen sind nat&uuml;rlich wieder die undisziplinierten B&uuml;rger schuld, die sich nicht bedingungslos und unhinterfragt den verh&auml;ngten &bdquo;Ma&szlig;nahmen&ldquo; unterwerfen. Denn die Bundesregierung macht ja alles richtig und die &bdquo;Ma&szlig;nahmen&ldquo;, wie die n&auml;chtlichen Ausgangssperren, wirken nat&uuml;rlich.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Ungerechtigkeit als System<\/strong><br>\nKitas und Schulen &ouml;ffnen teils wieder, doch Kinder stehen schon jetzt als die gro&szlig;en Verlierer der Pandemie und der Corona-Politik fest.<br>\nDie Corona-Ma&szlig;nahmen der Politik belasten Kinder einseitig, sind teilweise unzumutbar, versch&auml;rfen massiv bereits vor Corona bestehende Benachteiligungen und sind insgesamt ungerecht. Diese Kritik am Handeln der Bundesregierung und vieler Verantwortlicher der L&auml;nderregierungen dr&auml;ngt sich auf, wenn man betrachtet, was die Corona-Ma&szlig;nahmen in ihrer Gesamtheit f&uuml;r Kinder bedeuten.<br>\nDabei geht es in erster Linie nicht um bestimmte Ma&szlig;nahmen wie die Schlie&szlig;ung der Schulen und Kitas, die zumindest in der ersten Phase der Pandemie im Fr&uuml;hjahr 2020 wohl unumg&auml;nglich waren. Vielmehr geht es um das aus kinderethischer Sicht schlechte Management, die unzureichenden staatlichen Abfederungen und unterlassenen Hilfen beim Umgang mit den negativen Auswirkungen vieler Ma&szlig;nahmen auch noch ein Jahr nach Pandemieausbruch. Das Coronavirus und die Corona-Ma&szlig;nahmen treffen uns nicht alle gleich.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/zeitung.faz.net\/faz\/feuilleton\/2021-02-23\/046111aab43f3c6d5404921343b3d32f\/?GEPC=s3\">FAZ<\/a>\n<p><strong>dazu: Macht die Schulen nie wieder zu<\/strong><br>\nDie R&uuml;ckkehr zum Pr&auml;senzunterricht war &uuml;berf&auml;llig. Denn die Sch&auml;den der Schlie&szlig;ungen sind zu gravierend [&hellip;]<br>\nEs ist gut und es war &uuml;berf&auml;llig, dass die Schulen der Republik vom 22. Februar an behutsam wieder f&uuml;r Pr&auml;senzunterricht &ouml;ffnen. Denn die Folgen des Lockdowns f&uuml;r Kinder und Jugendliche sind verheerend: ein &bdquo;alarmierendes Bild von verst&auml;rkten &Auml;ngsten, Spannungen im h&auml;uslichen Umfeld, h&auml;uslicher Gewalt, Leistungsabfall und Versagens&auml;ngsten, stark erh&ouml;htem Medienkonsum und Gewichtszunahme&ldquo; ergab eine aktuelle Befragung des Bundesverbands der Vertragspsychotherapeuten mit Blick auf Kinder und Jugendliche. Trennungs&auml;ngste bei Kleinkindern h&auml;tten zugenommen, ebenso Schul&auml;ngste bei frisch Eingeschulten oder Schulwechslern, Essst&ouml;rungen bei den Pubert&auml;ren, den bei allen &Ouml;ffnungspl&auml;nen zuletzt Bedachten, f&uuml;r die zudem keine Notbetreuung greift. Mancherorts ist die Triage l&auml;ngst Realit&auml;t &ndash; aber nicht die der an Covid Erkrankten, sondern die der Kinder und Jugendlichen mit psychosozialem Therapiebedarf.<br>\nAll diese Sch&auml;den haben die Regierenden in Deutschland, anders als etwa in Frankreich, hingenommen, ohne sich daf&uuml;r mit einer belastbaren Grundlage rechtfertigen zu k&ouml;nnen. M&ouml;gen Bef&uuml;rworterinnen der Schulschlie&szlig;ungen noch so laut &bdquo;Treiber der Pandemie!&ldquo; und &bdquo;Omam&ouml;rder!&ldquo; rufen: Die Quintessenz so gut wie aller Untersuchungen zum Thema klingt wie die des European Centre for Disease Prevention and Control: &bdquo;Insgesamt wurden in Deutschland nur wenige und meist kleine Covid-19-Schulausbr&uuml;che gemeldet, was darauf hindeutet, dass die Eind&auml;mmungsma&szlig;nahmen ausreichen, um ein &Uuml;bergreifen auf die Bev&ouml;lkerung zu verhindern.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/sebastianpuschner\/macht-die-schulen-nie-wieder-zu\">der Freitag<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Plattformarbeit: Tarifverhandlungen f&uuml;r bessere Arbeitsbedingungen<\/strong><br>\nAuf europ&auml;ischer Ebene gibt es schon seit einigen Jahren eine &ouml;ffentliche Debatte &uuml;ber die rechtlichen Rahmenbedingungen von Plattformarbeit. Gerade im Zuge der COVID-19-Pandemie, wo sowohl Restaurants als auch gro&szlig;e Teile des station&auml;ren Handels geschlossen sind, haben Online-Plattformen an Bedeutung gewonnen. Zugleich hat die Pandemie auch die vielfach prek&auml;ren Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnisse von Plattformarbeiter*innen sichtbar gemacht. Die Europ&auml;ische Kommission arbeitet derzeit an einer Initiative zur Anpassung des EU-Wettbewerbsrechts. Die Initiative sieht vor, dass k&uuml;nftig Tarifverhandlungen nicht mehr nur f&uuml;r Arbeitnehmer*innen, sondern auch f&uuml;r schutzbed&uuml;rftige Selbstst&auml;ndige m&ouml;glich sein sollen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/awblog.at\/plattformarbeit-tarifverhandlungen-fuer-bessere-arbeitsbedingungen\/\">A&amp;W blog<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>&ldquo;Das B&uuml;ndnis ist wieder da&rdquo;<\/strong><br>\nFortdauernde transatlantische Differenzen &uuml;berschatten die auf der M&uuml;nchner Sicherheitskonferenz zelebrierte vorgebliche Einigkeit zwischen den USA und Westeuropa. US-Pr&auml;sident Joe Biden &auml;u&szlig;erte auf der Konferenz, die am Freitag pandemiebedingt nur in einer Online-Kurzversion stattfinden konnte: &ldquo;Das transatlantische B&uuml;ndnis ist wieder da.&rdquo; Kanzlerin Angela Merkel erkl&auml;rte, Deutschland stehe &ldquo;f&uuml;r ein neues Kapitel der transatlantischen Partnerschaft bereit&rdquo;. W&auml;hrend beide Seiten sich darauf vorbereiten, den Druck auf Russland und China zu intensivieren, hielt Merkel am Freitag fest, die Bundesrepublik w&uuml;nsche auch weiterhin &ldquo;kooperative Angebote&rdquo; an Russland; gemeint ist unter anderem die Erdgaspipeline Nord Stream 2, die die USA auch unter ihrem neuen Pr&auml;sidenten ablehnen. &Auml;hnliche Differenzen zeichnen sich in der Chinapolitik ab: Das Chinagesch&auml;ft gilt als unverzichtbar f&uuml;r zahlreiche deutsche Konzerne. Trotz Dr&auml;ngens der EU hat Washington nicht einmal die Trump&rsquo;schen Strafz&ouml;lle zur&uuml;ckgenommen und versch&auml;rft zum Unmut der Union sogar den &ldquo;Buy American Act&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/8530\/\">German Foreign Policy <\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Geringe Chancen im Atomkonflikt um Iran<\/strong><br>\nDen USA, Europa und Iran bleibt nur wenig Zeit, um die Lage im Nahen Osten zu entsch&auml;rfen &ndash; ein &Uuml;berblick &uuml;ber die Konfliktzone.<br>\nDas Zeitfenster ist eng: Wenn die USA und die am sogenannten Atomabkommen mit Iran beteiligten drei westeurop&auml;ischen L&auml;nder (Deutschland, Frankreich, Grossbritannien) die mittel&ouml;stliche Zeitbombe entsch&auml;rfen wollen, bleiben ihnen f&uuml;r konkrete Schritte knappe vier  Wochen. Denn in Iran soll etwa im Mai ein neuer Staatspr&auml;sident (also der Nachfolger von Hassan Ruhani) gew&auml;hlt werden, und zwischendurch stellt sich das Land rund zwei Wochen lang, w&auml;hrend der traditionellen Nouruuz (Neujahrsfeierlichkeiten), praktisch selbst lahm: Rund um diesen 21. M&auml;rz ist ein normales politisches Leben schlicht nicht m&ouml;glich. Und gleich danach konzentriert sich vieles auf die bevorstehenden Wahlen.<br>\nAlso wieder wenig Chancen, mit Verantwortungstr&auml;gern in Teheran &bdquo;zur Sache&ldquo; zu kommen. Und nachher? Nachher ist alles offen, aber kaum in positivem Sinne. Alles spricht daf&uuml;r, dass Ruhanis Nachfolger entweder selbst ein Hardliner ist oder dass er zumindest &ndash; das muss man als gesichert annehmen &ndash; bedeutend mehr als Ruhani auf die W&uuml;nsche der Hardliner eingehen muss.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/politik\/geringe-chancen-im-atomkonflikt-um-iran\/\">Infosperber<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Mobilit&auml;t: Das 30 Milliarden-Problem der Bahn<\/strong><br>\nJahrelang hat die Bundesregierung mehr Geld in Stra&szlig;en als in die Bahn gesteckt. Nun bekommt sie die Quittung: Viele Br&uuml;cken, Tunnel und Gleise sind &uuml;beraltert. [&hellip;]<br>\nZwar hofft Bahnchef Richard Lutz auf eine R&uuml;ckkehr zur Normalit&auml;t bis Jahresende. Bis dahin k&ouml;nnte eine weit verbreitete Impfung die Z&uuml;ge wieder voller werden lassen. Doch aktuelle Zahlen der Bundesregierung zeigen, dass das Virus auf einen angeschlagenen Patienten trifft. Nicht nur Corona, auch kostspielige Altlasten drohen, den Aufbruch der Bahn in eine neue &Auml;ra zu erschweren. Denn die verschleppte Erneuerung von Infrastruktur, etwa Tunneln oder Gleisen, wird in den n&auml;chsten Jahren teuer.<br>\nDie Dimension des Problems macht eine einzige Zahl klar. Der &ldquo;kritische Nachholbedarf&rdquo; liege bei 29 Milliarden Euro, rechnet Verkehrsstaatssekret&auml;r Enak Ferlemann (CDU) in einem aktuellen Schreiben des Bundesverkehrsministeriums an mehrere Gr&uuml;nen-Bundestagsabgeordnete vor. Ferlemann zufolge geht es um &ldquo;Gleise, Weichen, Eisenbahnbr&uuml;cken, Tunnel, Durchl&auml;sse, Signalanlagen sowie Personenunterf&uuml;hrungen&rdquo;. Und das nicht nur im kleinen Stil. Bei Br&uuml;cken h&auml;tten 21 Prozent ihren &ldquo;optimalen Ersatzzeitpunkt&rdquo; erreicht, bei Gleisen 29 Prozent, bei Weichen und Kreuzungen knapp 20 Prozent.<br>\nEs m&uuml;sste also viel Geld speziell in den Abbau der Altlasten flie&szlig;en, damit die Bahn weiter zuverl&auml;ssig durchs Land fahren kann. Doch f&uuml;r den Zeitraum von 2020 bis 2029 stehen dem Papier zufolge f&uuml;r den Abbau des Nachholbedarfs j&auml;hrlich 451 Millionen Euro zur Verf&uuml;gung, insgesamt also 4,5 Milliarden Euro. Damit lie&szlig;e sich nur ein Teil abarbeiten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/deutsche-bahn-streckennetz-bundesregierung-verkehrspolitik-1.5214486%20\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Eine ganz schlechte Politik &ndash; aber Dobrindt und Scheuer standen halt f&uuml;r &ldquo;Auto &uuml;ber alles&rdquo;. Und dass 30 Milliarden Euro *nicht* f&uuml;r die verrottende Bahninfrastruktur ausgegeben wurden, hat geholfen, die v&ouml;llig absurde Schuldenbremse und die Schwarze Null einzuhalten. Ein toller Erfolg, auf den die Regierung Merkel stolz sein kann.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Texas: Der n&auml;chste System-Kollaps<\/strong><br>\nExtreme K&auml;lte f&uuml;hrt zu Stromausf&auml;llen, das System setzt auf &ldquo;Just in Time&rdquo;-Logistik und versagt im Notfall. Der Markt funktioniert wie bei einer Auktion: Wie sieht es aus mit dem Fortschritt?<br>\n&ldquo;Nasa works&rdquo;, lautete die Fortschrittsbotschaft aus den USA in der vergangenen Woche. Der Mars-Lander Perseverance f&uuml;hrte der Welt vor, wie unglaublich exakt und verl&auml;sslich Berechnungen funktionieren k&ouml;nnen.<br>\nZugleich gab es auf der Erde, auf US-amerikanischen Boden in Texas, ein tagelanges Extremwetter-Ereignis, das die Fortschrittsbotschaft der neuen &ldquo;Marsianer&rdquo; konterkarierte. Die Berechnungen zur Stromversorgung kollabierten im Notfall. Das System war daf&uuml;r nicht gewappnet.<br>\nEs gab Tote in Situationen, die man sich nur in einem Film vorstellen will, zum Beispiel durch die Folgen eines ausgefallenes Beatmungsger&auml;ts im Privathaushalt eines an COPD Erkrankten. Oder der 11-J&auml;hrige, der in seinem Bett erfriert. Eine genaue Bilanz der durch die Auswirkungen des Extremwetters Zu-Tode-Gekommenen steht noch aus, mindestens 30 Tote wurden am Wochenende gemeldet.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Texas-Der-naechste-System-Kollaps-5061839.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Good luck, Mario<\/strong><br>\nDas Potential, das Mario Draghis politische Ambition hat, ist wegen seiner gro&szlig;en Erfahrung und seines Wissens um die entscheidenden Zusammenh&auml;nge enorm. F&uuml;r Italien eine einmalige Chance.<br>\nDer Arme, habe ich im ersten Augenblick gedacht, als ich h&ouml;rte, dass Mario Draghi vom Staatspr&auml;sidenten Italiens das Mandat angenommen hat, eine neue italienische Regierung zu bilden. Doch bei etwas gr&uuml;ndlicherem Nachdenken wurde mir klar, dass Mario, den ich seit mehr als 20 Jahren kenne, aus meiner Sicht &ndash; und vielleicht sogar aus seiner eigenen Sicht &ndash; durchaus der Arme sein mag, f&uuml;r Italien aber vermutlich eine einmalige Chance bedeutet.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/07-2021\/good-luck-mario\/\">Makroskop<\/a>\n<p><strong>dazu auch: Draghi ist kein Heilsbringer<\/strong><br>\nDass Mario Draghi Italiens neuer Premierminister wird, feiern Medien und Politik als gro&szlig;en Coup. Doch warum genau sollte die Inkarnation des Neoliberalismus eine L&ouml;sung f&uuml;r das Land sein?<br>\nWarum sollte jemand, der bereits einen makellosen, &uuml;berlebensgro&szlig;en Ruf genie&szlig;t, noch einmal durch das Tal aus Blut, Schwei&szlig; und Tr&auml;nen des italienischen Politalltags ziehen? Das ist die Frage, die sich viele stellen, w&auml;hrend Mario Draghi, der ehemalige Chef der Europ&auml;ischen Zentralbank, sein neues Kabinett vorstellt, um sich auf seine Rolle als n&auml;chster Premierminister des Landes vorzubereiten. Schlie&szlig;lich musste er nur noch ein Jahr warten, bis er den Sitz des neuen Pr&auml;sidenten der Republik einnehmen durfte.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/07-2021\/mario-draghi-ist-kein-heilsbringer\/\">Makroskop<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Ecuador: Linksruck und Putschgefahr<\/strong><br>\nEines hat die Pr&auml;sidentschaftswahl in Ecuador am 7. Februar in aller Klarheit gezeigt: Nach dem Rechtsschwenk der Regierung von Lenin Moreno ist die &uuml;berw&auml;ltigende Mehrheit der Menschen in dem Andenstaat des Neoliberalismus &uuml;berdr&uuml;ssig. Etwa 70 Prozent gaben Parteien und Kandidaten mit linken und anti-neoliberalen Programmen ihre Stimme. Ecuador setzt damit einen Trend fort, der zuletzt in Argentinien, Chile und Bolivien das Pendel wieder nach links ausschlagen lie&szlig;. Doch mit allen Mitteln versucht die ecuadorianische Rechte, einen Sieg von Andr&eacute;s Arauz zu verhindern, der den ersten Wahlgang mit rund 33 Prozent deutlich gewonnen hat.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/diefreiheitsliebe.de\/politik\/ecuador-linksruck-und-putschgefahr\/\">die Freiheitsliebe<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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