{"id":7013,"date":"2010-10-11T16:30:48","date_gmt":"2010-10-11T14:30:48","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=7013"},"modified":"2014-02-19T12:20:55","modified_gmt":"2014-02-19T11:20:55","slug":"rechtssicherheit-fuer-betrug-korruption-und-lobby","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=7013","title":{"rendered":"Rechtssicherheit f\u00fcr Betrug, Korruption und Lobby?"},"content":{"rendered":"<p>Als Kritiker des Projektes Stuttgart 21 sollte man sich keine Illusionen machen. Die Argumente der Bef&uuml;rworter sind zwar sachlich schwach, aber dahinter steckt eine gut geschmierte Publicrelations-Maschinerie und die PR-Strategen arbeiten einigerma&szlig;en professionell. Das konnte ich am Wochenende in Gespr&auml;chen mit Menschen aus dem so genannten Bildungsb&uuml;rgertum feststellen. Dort verfangen einige der ausgedachten und gestreuten Botschaften: es gehe um Zukunftsf&auml;higkeit, es gehe um Zuverl&auml;ssigkeit demokratisch gewonnener politischer Entscheidungen, um Rechtssicherheit und Verl&auml;sslichkeit &hellip; . Besonders der Hinweis auf die notwendige Rechtssicherheit bei demokratisch zu Stande gekommenen Entscheidungen verf&auml;ngt in diesen Kreisen. Dieses Argument soll im folgenden durchgepr&uuml;ft werden. Albrecht M&uuml;ller<br>\n<!--more--><br>\nIch liste zun&auml;chst in einem Teil I vier Botschaften der Strategen Pro Stuttgart 21 zusammen mit einigen neueren Belegen auf, kommentiere die Botschaften 1, 3 und 4 nur kurz und pr&uuml;fe dann in Teil II vor allem die Botschaft 2, es gehe um Zuverl&auml;ssigkeit und Rechtssicherheit.<\/p><p><strong>Teil I: Die Strategie von Pro Stuttgart 21<\/strong><\/p><p>Die gestreuten Botschaften sind vermutlich gut geplant und zur Wiederholung auf verschiedene Absender aufgeteilt. Ich zitiere nur jeweils zwei Quellen. Sie werden die zitierten Botschaften aber st&auml;ndig wieder finden. Und es wird Ihnen wie schon bei diesen wenigen Belegen auffallen, dass sie st&auml;ndig und in Variation wiederholt werden.<\/p><p><strong>Botschaft 1: Einbindung in das Hochgeschwindigkeitsnetz &ndash; von Paris &uuml;ber Stuttgart nach Bratislava\/Budapest<\/strong><\/p><blockquote><p>&bdquo;Die neue Trasse Wendlingen-Ulm soll Bestandteil der Strecke Paris-Bratislava werden.&ldquo;<br>\n(BILD.de v. 10.10.2010)<\/p><\/blockquote><blockquote><p>&bdquo;Wir w&uuml;rden die einmalige Chance verspielen, Stuttgart ans internationale Hochgeschwindigkeitsnetz anzubinden.&ldquo;<br>\n(MP <strong>Mappus<\/strong>, Welt am Sonntag 3.10.2010)<\/p><\/blockquote><p><strong>Kurzkommentar:<\/strong> Dazu haben wir in anderem Zusammenhang in den NachDenkSeiten schon das n&ouml;tige gesagt. Es ist eine Fiktion, dass der Stuttgarter Hauptbahnhof wie auch alle anderen wichtigen Bahnh&ouml;fe in Deutschland ihre Bedeutung und Funktion aus ihrer Rolle im internationalen Hochgeschwindigkeitsnetz gew&ouml;nnen. Reisende von Paris &uuml;ber Stuttgart nach Bratislava, nach Budapest, nach Zagreb, Belgrad oder Athen wird es wenige geben. &Uuml;brigens trotz k&uuml;rzerer Reisezeiten auch viel weniger als noch vor 40 oder 50 Jahren. Die Armseligkeit dieses Argumentes liegt auf der Hand. Bemerkenswert ist, dass der erwachsene Ministerpr&auml;sident eines gro&szlig;en Landes wie Baden-W&uuml;rttemberg mit einem solch armseligen Argument hausieren gehen muss.<\/p><p><strong>Botschaft 2: Es geht um Zuverl&auml;ssigkeit und Rechtssicherheit<\/strong><\/p><blockquote><p>Die &bdquo;Zuverl&auml;ssigkeit des Rechtsstaates&ldquo; sei &bdquo;ein genauso wichtiges Rechtsgut wie das Demonstrationsrecht&ldquo;.<br>\n(Westerwelle gegen&uuml;ber der FAZ am 11.10.2010)<\/p><\/blockquote><blockquote><p>PRO Stuttgart 21:&nbsp;<br>\n&hellip; &bdquo;Es geht aber auch um Demokratie und Rechtssicherheit.&ldquo;<br>\n&hellip;<br>\n&bdquo;Bei Stuttgart 21 geht es um mehr als um die Eisenbahn f&uuml;r das neue Jahrtausend. Es geht genauso um die Verl&auml;sslichkeit und Rechtssicherheit demokratisch legitimierter politischer Entscheidungen. Sie sind die unabdingbare Voraussetzung f&uuml;r unternehmerische wie private Investitionen.&ldquo;<br>\n(Arbeitgeberpr&auml;sident Dieter <strong>Hundt<\/strong> im Handelsblatt vom 4.10.2010)<\/p><\/blockquote><p><strong>Botschaft 3: Es geht um die Zukunftsf&auml;higkeit<\/strong><\/p><blockquote><p>Zukunftsf&auml;higkeit beweisen<br>\nDeutschland braucht das Projekt f&uuml;r seine Verkehrsanbindung. &hellip;<br>\nDie Neuordnung des Bahnknotens Stuttgart mit dem Durchgangsbahnhof, die Anbindung von Flughafen und Messe sowie die Hochgeschwindigkeitstrasse nach Ulm sind ganz entscheidend f&uuml;r die Zukunftsf&auml;higkeit Baden-W&uuml;rttembergs. Die hiesige Wirtschaft ist wie kaum eine andere abh&auml;ngig vom Export. Um diese Top-Position unter den Regionen Europas auch k&uuml;nftig zu sichern, ist eine wettbewerbsf&auml;hige Verkehrsinfrastruktur unabdingbar. Viele Investitionsentscheidungen im Land h&auml;ngen von der Anbindung an europ&auml;ische Verkehrswege ab. Wir k&ouml;nnen es uns nicht leisten, dass die Verkehrsstr&ouml;me der Zukunft einen Bogen um Baden-W&uuml;rttemberg machen.<br>\n(Arbeitgeberpr&auml;sident Dieter <strong>Hundt<\/strong> im Handelsblatt vom 4.10.2010)<\/p><\/blockquote><blockquote><p><strong>Ohne Zukunftsprojekte<\/strong> wie dieses k&ouml;nne Deutschland weltweit nicht mithalten.<br>\n(<strong>Westerwelle<\/strong> 11.10.2010) <\/p><\/blockquote><blockquote><p>Es muss darum gehen, unser Land und unsere Landeshauptstadt <strong>zukunftsf&auml;hig<\/strong> weiterzuentwickeln.<br>\n(Offener Brief von Ministerpr&auml;sident Stefan <strong>Mappus<\/strong> zu Stuttgart 21 vom 9.10.2010)<\/p><\/blockquote><p><strong>Kurzkommentar:<\/strong> Wenn es wirklich um Zukunftsf&auml;higkeit ginge, wenn es wirklich darum ginge, den Stuttgarter Raum mit seiner engen Verbindung an internationale Handelsstr&ouml;me auch in Zukunft gut anzubinden, dann m&uuml;sste man sehr viel eher in den internationalen G&uuml;terverkehr investieren als in ein Bauwerk unter der Erde, dessen Leistungsf&auml;higkeit m&ouml;glicherweise geringer ist als die Kapazit&auml;t des bisherigen Bahnhofs. Mit dem G&uuml;terverkehr und damit mit Export und Import hat das Projekt Stuttgart 21 im positiven Sinne ohnehin nichts zu tun.<br>\nDass der Arbeitgeberpr&auml;sident Hundt dennoch damit zu argumentieren versucht, zeigt, wie d&uuml;rftig in diesen Kreisen gedacht wird, oder es zeigt, wie man in diesen Kreisen uns &ndash; oder im konkreten Fall die Leser des Handelsblatts &ndash; einsch&auml;tzt: als ziemlich gedankenlos, unkritisch und leicht manipulierbar.<br>\nWie unsachlich diese Herrschaften sind, k&ouml;nnen Sie auch an der Behauptung erkennen, die Verkehrsstr&ouml;me w&uuml;rden &bdquo;einen Bogen um Baden-W&uuml;rttemberg machen&ldquo;, wenn Stuttgart 21 nicht gebaut wird. Das ist so unterbelichtet, dass es schon eine Beleidigung f&uuml;r das Publikum und die Leserschaft des Handelsblattes darstellt. Weder mit dem alten Kopfbahnhof noch mit einem renovierten Kopfbahnhof w&uuml;rde die Gefahr bestehen, dass Baden-W&uuml;rttemberg umfahren wird.<\/p><p><strong>Botschaft 4: Protest gegen Stuttgart 21 ist Ausdruck von Bequemlichkeit und Verw&ouml;hntsein <\/strong><\/p><blockquote><p><strong>Tillich unterstellt Westdeutschen Bequemlichkeit<\/strong><br>\nLaut dem s&auml;chsischen Regierungschef sind viele Westdeutsche zu bequem f&uuml;r Ver&auml;nderung. Das zeige der Protest gegen Stuttgart 21.<br>\n&hellip;<br>\n<a href=\"http:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article10194397\/Tillich-unterstellt-Westdeutschen-Bequemlichkeit.html\">Weltonline 10.10.2010<\/a><\/p><\/blockquote><blockquote><p><strong>Goll kritisiert S21-Gegner als verw&ouml;hnt<\/strong><br>\nBaden-W&uuml;rttembergs Justizminister Ulrich Goll (FDP) hat den Stuttgart-21-Gegnern &ldquo;Bequemlichkeit&rdquo; vorgeworfen. Das Land habe sich zu weit von den Werten des Wirtschaftswunders entfernt. Die Menschen seien unduldsam und wohlstandsverw&ouml;hnt sagte Goll der &ldquo;Financial Times Deutschland&rdquo;.<br>\n4.10.2010<\/p><\/blockquote><p><strong>Kurzkommentar:<\/strong> Diese Botschaft 4 ist der typische Versuch, mit einem Angriff und mithilfe einer Botschaft B (&bdquo;die Leute sind verw&ouml;hnt&ldquo;) die Botschaft A (Stuttgart 21 ist sachlich begr&uuml;ndet und notwendig) zu transportieren. Siehe dazu auch die Methoden der Meinungsmache in <a href=\"?page_id=4138#l03\">Ziffer 3 der Leseproben von &bdquo;Meinungsmache&ldquo;<\/a>.<\/p><p><strong>Teil II: Muss es Rechtssicherheit und Rechtsschutz f&uuml;r politische Entscheidungen geben, die mit Betrug und Korruption, mit Manipulation und massiver Lobby zu Stande gekommen sind?<\/strong><\/p><p>Es gehe um Zuverl&auml;ssigkeit demokratisch zu Stande gekommener politischen Entscheidungen und damit um Rechtssicherheit, behaupten die Bef&uuml;rworter von Stuttgart 21. Zuverl&auml;ssigkeit und Rechtssicherheit sind durchaus berechtigte Anliegen. Ich finde auch, dass es eine &ouml;ffentliche Aufgabe ist, daf&uuml;r zu sorgen, dass einmal getroffene politische Entscheidungen gelten und die davon Betroffenen sich darauf verlassen k&ouml;nnen. Deshalb hat die Argumentation der Bef&uuml;rworter von Stuttgart 21 zun&auml;chst einmal auch eine Menge f&uuml;r sich.<\/p><p>Aber gilt diese berechtigte Zustimmung zum Gebot der Verl&auml;sslichkeit und Rechtssicherheit auch dann, wenn die Entscheidungen auf merkw&uuml;rdige Weise zu Stande gekommen sind?<\/p><p><strong>Das Gebot der Verl&auml;sslichkeit gilt nicht einmal dann, wenn die Entscheidung sauber zustande gekommen. Es k&ouml;nnen sich n&auml;mlich nach der Entscheidung die sachlichen Umst&auml;nde und Entscheidungsgrundlagen so ver&auml;ndern, dass die Entscheidung einer Revision unterzogen werden muss.<\/strong><br>\nSo m&uuml;sste zum Beispiel die Entscheidung bisheriger Bundesregierungen, die Flugzeugindustrie und den Flugverkehr finanziell zu f&ouml;rdern, angesichts der hohen Energiekosten und des Klimawandels schon lange revidiert worden sein.<\/p><p>Noch viel mehr gilt das, wenn Entscheidungen durch Betrug zu Stande gekommen sind, dadurch dass den Entscheidenden wichtige Fakten vorenthalten wurden oder sie willentlich falsch unterrichtet worden sind. Bei vielen Gro&szlig;projekten, auch in der Vergangenheit, wurden die Chancen systematisch &uuml;bersch&auml;tzt und die Kosten untersch&auml;tzt: Das galt zum Beispiel f&uuml;r den Schnellen Br&uuml;ter von Kalkar, es galt f&uuml;r die Concorde, es galt f&uuml;r Wackersdorf und f&uuml;r die Kernenergie insgesamt. Vielleicht hat man am Anfang nicht viel dar&uuml;ber nachgedacht, dass das Entsorgungsproblem nicht gel&ouml;st ist und dass deshalb die Kostenberechnungen f&uuml;r die Kernenergie gewaltig hinken &ndash; der gr&ouml;&szlig;te Posten ist nahezu nicht eingerechnet. In einem solchen Fall auf Rechtssicherheit und Vertragstreue der &ouml;ffentlichen Hand zu pochen, ist dreist.<br>\nZum Betrug durch Untersch&auml;tzung der Kosten siehe auch <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/spiegel\/0,1518,druck-722375,00.html\">hier<\/a>: <\/p><blockquote><p>11. Oktober 2010, 00:00&nbsp;Uhr<br>\n<strong>Stuttgart 21<br>\nEnde der Mogelei<\/strong><br>\nZwei Drittel der Baden-W&uuml;rttemberger sind f&uuml;r eine Volksbefragung &uuml;ber das umstrittene Bahnprojekt. Interne Papiere belegen, dass die Kostenplanung sch&ouml;ngerechnet ist. &hellip;<\/p><\/blockquote><p><strong>Viele Entscheidungen f&uuml;r gro&szlig;e und gr&ouml;&szlig;ere Projekte sind nur dank massiver Lobbyarbeit und politischer Korruption zu Stande gekommen. Sollen Entscheidungen, die auf bewusst undemokratische Weise bewirkt worden sind, Rechtsschutz erhalten?<\/strong><\/p><p>Das Handelsblatt, also nicht irgendein radikales Blatt, <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/deutschland\/moeglicher-interessenkonflikt-mappus-s-21-und-die-spaetzle-connection;2670355;0\">meldet heute<\/a>:<\/p><blockquote><p><strong>M&ouml;glicher Interessenkonflikt:&nbsp;Mappus, S-21 und die &bdquo;Sp&auml;tzle-Connection&ldquo;<\/strong><br>\nIn der Debatte um das umstrittene Bahnprojekt Stuttgart 21 droht der Landesregierung neues Ungemach. Nach Informationen von Handelsblatt Online ist die Landesumweltministerin f&uuml;r die Stiftung eines Shoppingcenter-Betreibers t&auml;tig, der in ein gigantisches Einkaufszentrum auf dem S-21-Gel&auml;nde investieren will. Die Gr&uuml;nen wittern einen Skandal. ..<\/p><\/blockquote><p>Wollen wir in einem solchen Fall die Spezies und ihrer Machenschaften sch&uuml;tzen? Eher w&auml;re es doch richtig, die Mitglieder der &bdquo;Sp&auml;tzle-Connection&ldquo; zur Begleichung der Kosten heranzuziehen, die bei einem Stopp des Projektes entstehen.<\/p><p>Es sind in Deutschland in den letzten Jahren und Jahrzehnten eine F&uuml;lle von politischen Entscheidungen durch massive Intervention der Lobby, durch Propaganda und politische Korruption getroffen worden. Zum Beispiel:<\/p><ol>\n<li>Die Einf&uuml;hrung und die massive staatliche F&ouml;rderung der Riester-Rente und der R&uuml;rup-Rente und damit die Umlenkung von Mitteln und Beitr&auml;gen f&uuml;r die Altersvorsorge auf die Privatvorsorge sind durch einen Mix von Lobbyarbeit, massiver Publicrelations Arbeit und politischer Korruption von Politikern, Wissenschaftlern und Medien zu Stande gekommen. Rechtssicherheit sollte man in den konkreten F&auml;llen den betroffenen B&uuml;rgern bieten, nicht aber den Maschmeyers, den Versicherungskonzernen und Banken, die diesen Coup zulasten der Allgemeinheit gelandet haben.<\/li>\n<li>Die hunderte-milliardenschweren Entscheidungen f&uuml;r den Bankenrettungsschirm und insbesondere f&uuml;r die Rettung der IKB, der HRE, der Commerzbank und anderer Banken sind von der Lobby und durch Vorspiegelung falscher Tatsachen &uuml;ber die Ursachen der Finanzkrise und die Folgen der Rettung und durch Geheimnistuerei zu Stande gekommen. Haben die geretteten Spekulanten und Spieler im Finanzcasino ein Recht auf Rechtssicherheit? Haben die beteiligten Politikerinnen und Politiker, die Staatssekret&auml;re und Minister und Bundesbanker ein Recht auf Schutz? Dieser Irrglaube wird uns noch teuer zu stehen kommen.<\/li>\n<li>Helmut Kohl und sein Kabinett haben mit massiver &ouml;ffentlicher Subvention von weit &uuml;ber 10 Milliarden DM die technischen Voraussetzungen f&uuml;r die Vermehrung der Fernsehprogramme und ihre Kommerzialisierung geschaffen. 13 Jahre sp&auml;ter wurde ruchbar, dass einer der beiden Hauptprofiteure, Leo Kirch, Beratungsvertr&auml;ge mit Kohl und dem halben Kabinett abgeschlossen hat, &uuml;ber viermal 800.000 bis 300.000 DM &ndash; je nach Bedeutung. Soll es f&uuml;r diese Entscheidungen Rechtsschutz geben? Die richtige Antwort w&auml;re ein Untersuchungsausschuss.<\/li>\n<li>Wie kam es zur Entscheidung f&uuml;r die Ausweitung des Niedriglohnsektors und der Leiharbeit und wer profitiert davon?<\/li>\n<li>Wie kam es zur Entscheidung f&uuml;r die Ostsee-Pipeline und wer profitiert davon?<\/li>\n<li>Wie kam es zur Entscheidung f&uuml;r das &Ouml;PP-Beschleunigungsgesetz und wer profitiert davon?<\/li>\n<li>Wie sind all die vielen Entscheidungen zur Privatisierung kommunaler Unternehmen und Einrichtungen zu Stande gekommen und wer profitiert davon? Wie kamen die Entscheidungen f&uuml;r CrossBorderLeasing zu Stande und wer hat in den jeweiligen Kommunen davon profitiert?<\/li>\n<\/ol><p>In den meisten dieser F&auml;lle verstellt die Forderung nach Rechtssicherheit die notwendige Untersuchung der Verletzung demokratischer Entscheidungsabl&auml;ufe. Bei vielen dieser Vorg&auml;nge f&auml;llt auf, dass wichtige Unterlagen geheim gehalten werden.<\/p><p>Unser Land bewegt sich weg von rechtsstaatlichen und demokratischen Verh&auml;ltnissen. Es ist angesichts dieser Entwicklung &auml;u&szlig;erst befremdend, wenn genau aus den Kreisen, die die rechtsstaatlichen Verh&auml;ltnisse der Erosion preisgeben, die Forderung nach Rechtssicherheit f&uuml;r ihre Machenschaften erhoben wird.<\/p><p><strong>Eine Bitte und Empfehlung:<\/strong><\/p><p><strong>Widersprechen Sie, wenn Ihnen das Argument Rechtssicherheit und Verl&auml;sslichkeit vorgehalten wird. Dieses Argument zieht nicht.<br>\nWenn Sie die hier vorgetragenen Argumente einleuchtend finden, dann geben Sie den Text doch bitte weiter &ndash; per Mail an Ihren Verteiler oder per Ausdruck und Kopie.<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Als Kritiker des Projektes Stuttgart 21 sollte man sich keine Illusionen machen. 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