{"id":70159,"date":"2021-02-25T09:06:59","date_gmt":"2021-02-25T08:06:59","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=70159"},"modified":"2021-02-25T10:00:47","modified_gmt":"2021-02-25T09:00:47","slug":"sind-oekonomen-die-neuen-hohepriester","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=70159","title":{"rendered":"Sind \u00d6konomen die neuen Hohepriester?"},"content":{"rendered":"<p>Heute akzeptieren wir bereitwillig, dass alles vermarktet werden kann. Die Ursache daf&uuml;r ist, dass &Ouml;konomen mit ihren Theorien zu einer Art Ersatzreligion geworden sind, die unser Denken korrumpiert und uns dazu bringt, uns egoistisch und destruktiv zu verhalten. Diese These vertritt der britische &Ouml;konom Jonathan Aldred[<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=70159#foot_1\" name=\"note_1\">*<\/a>] in seinem Buch &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.buchkomplizen.de\/index.php?cl=details&amp;libriid=A38606705\">Der korrumpierte Mensch. Die ethischen Folgen wirtschaftlichen Denkens<\/a>&ldquo;. <strong>Udo Brandes<\/strong> hat es f&uuml;r die NachDenkSeiten gelesen.<br>\n<!--more--><br>\nAldred ist der Auffassung, dass die Verhaltensweisen der Menschen in neoliberalen, kapitalistischen Gesellschaften ganz wesentlich durch die Theorien und Menschenbilder der Wissenschaft von der &Ouml;konomie gepr&auml;gt sind. Allerdings von Theorien und Menschenbildern, die in vielen F&auml;llen einer empirischen &Uuml;berpr&uuml;fung nicht standhalten w&uuml;rden &ndash; aber trotzdem als politische Handlungsgrundlage dienten. Dazu hat er auch einen sch&ouml;nes Bonmot parat:<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Vielleicht kennen Sie diesen Witz: Ein &Ouml;konom ist jemand, der fragt: &sbquo;Das ist ja in der Praxis alles ganz sch&ouml;n und gut, aber wie funktioniert es in der Theorie?&rsquo; (S. 27)&ldquo;.\n<\/p><\/blockquote><p>Nach Aldred h&auml;lt sich die Wissenschaft von der &Ouml;konomie (im Folgenden nach Aldreds Terminologie &bdquo;&Ouml;konomik&ldquo; genannt) f&uuml;r eine exakte Wissenschaft wie die Physik, Chemie oder Mathematik. Sie sei aber keine, sondern eine Ansammlung von Glaubenss&auml;tzen und Theorien, die die Wirklichkeit ignorierten:<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Eine weitere Folge des zwanghaften Drangs von &Ouml;konomen, sich selbst als Wissenschaftler zu sehen &ndash; und gesehen zu werden &ndash; ist ihre Verdr&auml;ngung der Tatsache, dass die &Ouml;konomik von politischen und moralischen Ideen durchdrungen ist&ldquo; (S.386).\n<\/p><\/blockquote><p>So w&uuml;rde zum Beispiel die orthodoxe (= &bdquo;rechtgl&auml;ubige&ldquo;) &Ouml;konomik, also die vorherrschende, neoliberale Fraktion in der &Ouml;konomik, dem Markt moralische F&auml;higkeiten zuschreiben. Auf dem Markt k&auml;men nach dieser Auffassung nur Transaktionen zustande, die beiden Parteien eines Gesch&auml;fts n&uuml;tzen w&uuml;rden &ndash; und deshalb gerecht seien. Denn:<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Das Argument, dass beide Parteien einer freiwilligen Transaktion durch sie bessergestellt werden m&uuml;ssten, da sie sonst nicht stattfinden w&uuml;rde, wird herangezogen, um jede Sorge um Gerechtigkeit, Fairness, Verantwortung, Ausbeutung und so weiter fortzuwaschen&ldquo; (S. 387).\n<\/p><\/blockquote><p>Mit anderen Worten: Weil Niedriglohnbezieher &bdquo;freiwillig&ldquo; den Arbeitsvertrag unterschrieben haben, werden sie auch gerecht entlohnt. Denn sonst h&auml;tten sie ja nicht unterschrieben. Dass aber z. B. rum&auml;nische Arbeiter in der Fleischindustrie so einen Vertrag nur unterschrieben haben, weil die Verh&auml;ltnisse sie dazu zwingen, sie also keine Wahl haben, wird in diesen Theorien ignoriert. Nichtsdestotrotz, so die zentrale These von Aldred, haben solche &ouml;konomischen Theorien, die so offensichtlich ein ideologisches Zerrbild der Wirklichkeit darstellen, massiven Einfluss auf Gesellschaft und Politik und korrumpieren das Denken und Verhalten von uns allen.<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Nat&uuml;rlich sind wir heute von Haus aus nicht weniger rechtschaffen als fr&uuml;here Generationen. (&hellip;) Vielmehr geht es darum, dass wir in dem Glauben best&auml;rkt wurden, bestimmte Verhaltensweisen seien akzeptabel, nat&uuml;rlich, rational eingewoben in die Eigenlogik der Dinge &ndash; obwohl sie noch vor wenigen Generationen f&uuml;r dumm, befremdlich, sch&auml;dlich oder einfach niedertr&auml;chtig gehalten wurden. Es hat sich ein Wandel vollzogen in unserem Verst&auml;ndnis vieler Ideen und Wertvorstellungen, an denen wir unser Leben ausrichten: Ideen &uuml;ber Vertrauen, Gerechtigkeit, Fairness, Entscheidungsfreiheit und soziale Verantwortung &ndash; Ideen, die unsere Gesellschaft zutiefst pr&auml;gen. Obwohl diese Entwicklungen relativ neu sind, haben sie sich inzwischen in unserem Alltag derma&szlig;en ausgebreitet und so tief verwurzelt, dass sie uns kaum noch bewusst sind&ldquo; (S. 9).\n<\/p><\/blockquote><p><strong>&bdquo;Der Markt gibt das her&ldquo;<\/strong><\/p><p>Mir f&auml;llt bei diesem Zitat eine Szene ein, die ich vor Jahren auf dem H&ouml;hepunkt der neoliberalen Ideologie auf einem Geburtstag erlebte. Ein Ladenbesitzer erz&auml;hlte stolz, dass er jetzt stundenweise eine Putzfrau besch&auml;ftige &ndash; zum Lohn von 5,- DM pro Stunde. Er sagte das wirklich regelrecht stolz und offensichtlich ohne die geringsten Gewissensbisse. Seine Begr&uuml;ndung: &bdquo;Der Markt gibt das her.&ldquo; Angesichts solchen Verhaltens muss man tats&auml;chlich sagen: Aldred hat recht. Und er f&uuml;hrt viele Beispiele auf, die seine These untermauern. <\/p><p>Eines davon betrifft die Unternehmenskultur. Diese ist nach Aldred ganz massiv durch den neoliberalen Chicagoer &Ouml;konomen Milton Friedman ver&auml;ndert worden. Friedman ver&ouml;ffentlichte 1970 in der New York Times einen Artikel mit dem Titel &bdquo;Die gesellschaftliche Verantwortung eines Unternehmens besteht darin, seine Gewinne zu steigern&ldquo;. Aldred erl&auml;utert dazu: <\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Um Missverst&auml;ndnissen vorzubeugen: Friedman vertrat die Auffassung, dass Profit die <strong>einzige<\/strong> Verantwortung eines Unternehmens sei&ldquo; (S.11).\n<\/p><\/blockquote><p>Dieser Artikel habe einen gro&szlig;en Einfluss auf das Denken in der Wirtschaft gehabt und  erkl&auml;re zumindest teilweise, dass ein Unternehmen wie VW, der weltgr&ouml;&szlig;te Autokonzern, mit ausgekl&uuml;gelter Raffinesse eine zynische und breit angelegte T&auml;uschung seiner Kunden ins Werk gesetzt habe. <\/p><p><strong>Wetterberichte k&ouml;nnen das Wetter nicht &auml;ndern &ndash; aber &ouml;konomische Voraussagen die realen Verh&auml;ltnisse<\/strong><\/p><p>Solche Beispiele zeigten, dass der gro&szlig;e Einfluss der orthodoxen &Ouml;konomik sehr gef&auml;hrlich sei. Ein Wetterbericht k&ouml;nne das Wetter nicht ver&auml;ndern. Aber die Voraussagen der &Ouml;konomen k&ouml;nnten sehr wohl das Denken, Verhalten und die Werte der Menschen ver&auml;ndern:<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Manche &ouml;konomischen Ideen bewahrheiten sich selbst, zumindest teilweise. Wenn man sie glaubt, hat man sie schon weitgehend wahr gemacht. Wenn jeder davon ausgeht, dass alle anderen egoistisch sind, werden alle egoistischer (J&uuml;ngstes Beispiel: Die Hamsterk&auml;ufe im ersten Corona-Lockdown; UB). Wenn alle K&auml;ufer und Verk&auml;ufer auf einem bestimmten Markt annehmen, dass eine bestimmte &ouml;konomische Theorie diesen Markt zutreffend beschreibt, verhalten sie sich in h&ouml;herem Ma&szlig;e gem&auml;&szlig; dieser Theorie, und so tendiert das Marktverhalten dann eher zu dem in der Theorie beschriebenen Verhalten&ldquo; (S.26).\n<\/p><\/blockquote><p>&Ouml;konomische Theorien seien dabei auch so etwas wie eine Ersatzreligion mit allen negativen Folgen einer die Gesellschaft beherrschenden Religion: <\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Es ist keine &Uuml;bertreibung zu sagen, dass die moderne &Ouml;konomik zum Teil die L&uuml;cke f&uuml;llt, die in modernen Gesellschaften durch den Niedergang der Religion entstanden ist. Im 21. Jahrhundert ist unsere Sicht der Welt unbewusst durch &ouml;konomische Konzepte und Werte konditioniert. Die Sprache der &Ouml;konomik schr&auml;nkt ganz erheblich die Menge der politischen und moralischen Fragen ein, die gestellt werden k&ouml;nnen. Mit der modernen &Ouml;konomik als Orientierung sehen wir die anderen Fragen einfach nicht mehr. Um unsere Gesellschaft zu ver&auml;ndern (&hellip;) m&uuml;ssen wir verstehen, wie eingeschr&auml;nkt unser Denken geworden ist&ldquo; (S. 31).\n<\/p><\/blockquote><p><strong>Die Theorie des Trittbrettfahrens und ihre Auswirkung<\/strong><\/p><p>Aldred nimmt in seinem Buch die Leser mit auf eine Reise durch die &ouml;konomischen Theorien und deren Vertreter bzw. Erfinder in der &Ouml;konomik. Eine dieser Theorien ist die Theorie vom Trittbrettfahren, f&uuml;r die insbesondere der geb&uuml;rtige Norweger Mancur Olsen stehe. Diese sollte beweisen, dass der Wettbewerb (und nicht die Kooperation) rational und nat&uuml;rlich sei:<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Nehmen wir an, der Inhaber eines kleinen Gesch&auml;fts hat sich bereit erkl&auml;rt, weniger Ware zu verkaufen, um seinen Teil dazu beizutragen, eine Preisabsprache aufrechtzuerhalten. Er wird bald erkennen, dass er mehr Profit machen kann, wenn er diese Vereinbarung stillschweigend ignoriert und wieder mehr verkauft. Die Preisabsprache wird nicht sofort platzen, weil die dar&uuml;ber hinausgehenden Verk&auml;ufe eines einzigen kleinen Gesch&auml;ftes sich kaum auf den Marktpreis auswirken werden. (&hellip;) Also kann er in seinem Gesch&auml;ft so viel verkaufen, wie er will, und als Trittbrettfahrer von dem h&ouml;heren Preis profitieren, der nur durch die Verkaufszur&uuml;ckhaltung der anderen Gesch&auml;fte erm&ouml;glicht wird. Der Haken an der Sache ist freilich, dass die Preisabsprache bald platzen wird, da alle Gesch&auml;ftsinhaber in diesem Markt so denken &ndash; oder dass sie gar nicht erst greifen wird, da alle Beteiligten sofort ihr Scheitern erwarten&ldquo; (S. 160).\n<\/p><\/blockquote><p>Es habe sich gezeigt, dass diese obskure technische Argumentation &uuml;ber Preisabsprachen, die in den 1930er-Jahren entwickelt wurde, enorme Auswirkungen auf das moderne Leben entfaltet habe. Denn sie sei der Ursprung all jener heutzutage g&auml;ngigen Argumente f&uuml;r Trittbrettfahren, die letzten Endes besagen, dass Kooperation nutzlos sei. Und in der Tat: Ob es darum geht, Steuern zu zahlen, sich politisch oder gewerkschaftlich zu engagieren, oder um etwas zu unternehmen, das den Klimawandel aufh&auml;lt: Die Trittbrettfahrertheorie legitimiert egoistisches bzw. &ouml;kologisch sch&auml;dliches Verhalten. So konnte man zum Beispiel in den Diskussionen &uuml;ber Ma&szlig;nahmen gegen den Klimawandel immer wieder das Argument h&ouml;ren, Deutschland trage ohnehin nur 2% zum Klimawandel bei. Das sei so wenig, dass sich Verbesserungen wie das Ersetzen von Kohlekraftwerken durch erneuerbare Energie ohnehin nicht auswirkten und sinnlos seien. Mit anderen Worten. Wir brauchen nichts tun. Es ist ohnehin sinnlos. Aldred nennt konkret folgende Beispiele:<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Gro&szlig;e Organisationen wie Ryanair oder der UK National Health Service haben wiederholt qualifizierte Mitarbeiter von anderen Unternehmen abgeworben, die dort f&uuml;r viel Geld ausgebildet worden waren. Solches Trittbrettfahren wird generell f&uuml;r akzeptabel gehalten. Und Trittbrettfahren ist so normal. Heutzutage ist es ganz allt&auml;glich, Musik und andere Inhalte umsonst aus dem Netz zu ziehen&ldquo; (S.166).\n<\/p><\/blockquote><p>Ja, und auch deutsche Politiker halten das Trittbrettfahren f&uuml;r normal und legitim. Zum Beispiel Gesundheitsminister Jens Spahn, der eine Kampagne zur Abwerbung von Pflegekr&auml;ften aus anderen L&auml;ndern ins Leben gerufen hat, anstatt alles zu tun, um die Arbeitsbedingungen in deutschen Krankenh&auml;usern und Altenpflegeeinrichtungen deutlich zu verbessern. <\/p><p><strong>Aldred hat recht, aber&hellip;.<\/strong><\/p><p>Ich denke, an diesen Beispielen erkennt man: Aldred hat recht mit seiner These, dass die von ihm &bdquo;orthodox&ldquo; genannte &Ouml;konomik enormen Einfluss auf unser Denken und Handeln und unsere Wertvorstellungen hat. In einem Punkt kann ich ihn aber nicht nachvollziehen: Obwohl er sehr genau und sorgf&auml;ltig die Anf&auml;nge der neoliberalen Ideologie nachzeichnet, von der Schrift &bdquo;Der Weg zur Knechtschaft&ldquo; des &ouml;sterreichischen &Ouml;konomen Friedrich August von Hayek und der Geschichte der Mont P&egrave;lerin Society und deren systematischer ideologischer Lobbyarbeit, und nat&uuml;rlich auch den Einfluss der Profiteure in den Blick nimmt, mag er nicht von Neoliberalismus sprechen (&bdquo;Ich meide dieses Wort, weil kaum jemand es verwendet und alle anderen sich nicht auf seine Bedeutung einigen k&ouml;nnen&ldquo;; Anmerkung S. 12). <\/p><p>Au&szlig;erdem glaubt er nicht daran, dass die neoliberalen Theorien sich vor allem aufgrund des Einflusses der Reichen und M&auml;chtigen und ihrer Lobbyarbeit durchgesetzt h&auml;tten. An dieser Stelle w&uuml;rden Verschw&ouml;rungstheorien beginnen. Vielmehr sei es so, dass der Kapitalismus durch die Ideen gro&szlig;er &Ouml;konomen geformt werde, und seinerseits das Denken der &Ouml;konomen pr&auml;ge. An diesem Punkt bin ich anderer Meinung. Ich sehe die Politik bzw. die politische Klasse ma&szlig;geblich in der Verantwortung. Diese hat gr&ouml;&szlig;tenteils ja sogar freiwillig das Primat der Politik aufgegeben. Aber es ist kein Naturgesetz, dass unsere Innenst&auml;dte ver&ouml;den, weil Amazon es so will. Es gibt die M&ouml;glichkeit, Gesetze zu erlassen, die daf&uuml;r sorgen, dass Amazons T&auml;tigkeit reguliert wird und dass dieser Konzern z. B. deutlich mehr Steuern zahlen muss. Oder grunds&auml;tzlich Versandgeb&uuml;hren und R&uuml;cksendegeb&uuml;hren erheben muss. Allein diese kleine Ma&szlig;nahme mit den Versandgeb&uuml;hren k&ouml;nnte das Einkaufen in der Innenstadt wieder attraktiver machen. Aber daf&uuml;r bedarf es des politischen Willens. Und dieser fehlt ganz offensichtlich. Denn sonst w&auml;ren Konzerne wie Amazon schon l&auml;ngst reguliert worden. Und hier spielt das ideologische Dogma vom &bdquo;nat&uuml;rlichen&ldquo; Markt, in den nicht eingegriffen werden darf, eine gro&szlig;e Rolle. Dabei ist der nichtregulierte, freie Markt ebenfalls eine Regulierung. Nur eben im Interesse der gro&szlig;en Player am Markt, die ihre wirtschaftliche Macht so voll ausspielen k&ouml;nnen &ndash; ohne R&uuml;cksucht auf die gesellschaftlichen Folgen. <\/p><p>F&uuml;r wen ist das Buch von Aldred was? Grunds&auml;tzlich f&uuml;r jeden politisch Interessierten. Man kann vieles &uuml;ber die &Ouml;konomie aus dem Buch lernen und bekommt einen &Uuml;berblick &uuml;ber die wichtigsten &ouml;konomischen Theorien. Mir pers&ouml;nlich allerdings ging Aldred in seinem Werk zu sehr ins Detail. Aber das ist letztlich Geschmackssache. <\/p><p><strong>Jonathan Aldred: Der korrumpierte Mensch. Die ethischen Folgen wirtschaftlichen Denkens, Klett-Cotta 2021, Geb. Ausgabe, 448 Seiten, 25,00 Euro.<\/strong><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><div class=\"footnote\">\n<p>[<a href=\"#note_1\" name=\"foot_1\">&laquo;*<\/a>] Jonathan Aldred ist &bdquo;Director of Studies&ldquo; in &Ouml;konomie am Emmanuel College sowie am Department of Land Economy (beide Einrichtungen geh&ouml;ren zur University of Cambridge).<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute akzeptieren wir bereitwillig, dass alles vermarktet werden kann. Die Ursache daf&uuml;r ist, dass &Ouml;konomen mit ihren Theorien zu einer Art Ersatzreligion geworden sind, die unser Denken korrumpiert und uns dazu bringt, uns egoistisch und destruktiv zu verhalten. Diese These vertritt der britische &Ouml;konom Jonathan Aldred[<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=70159#foot_1\" name=\"note_1\">*<\/a>] in seinem Buch &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.buchkomplizen.de\/index.php?cl=details&amp;libriid=A38606705\">Der korrumpierte Mensch.<\/a><\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=70159\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":70160,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[131,205,208,161],"tags":[373,1504,1033,909,1185],"class_list":["post-70159","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-oekonomie","category-neoliberalismus-und-monetarismus","category-rezensionen","category-wertedebatte","tag-oekonomisierung","tag-egoismus","tag-friedman-milton","tag-kapitalismus","tag-marktkonforme-demokratie"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/210225_titel.jpg","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/70159","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=70159"}],"version-history":[{"count":7,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/70159\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":70167,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/70159\/revisions\/70167"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/70160"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=70159"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=70159"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=70159"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}