{"id":70193,"date":"2021-02-26T08:17:08","date_gmt":"2021-02-26T07:17:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=70193"},"modified":"2021-02-26T08:17:08","modified_gmt":"2021-02-26T07:17:08","slug":"hinweise-des-tages-3808","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=70193","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=70193#h01\">Berliner Virologe: &bdquo;Die Kinder bringen die gr&ouml;&szlig;ten Opfer&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=70193#h02\">Gr&uuml;nde f&uuml;r Kultur ohne Lockdown<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=70193#h03\">&ldquo;Wir vergraulen unseren Nachwuchs&rdquo;: Pflege-Azubis f&uuml;hlen sich in der Corona-Krise h&auml;ufig alleingelassen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=70193#h04\">Her mit dem Leben!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=70193#h05\">Nach Impfdebakel: Die EU will den Bock zum G&auml;rtner machen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=70193#h06\">Die Welt impfen (II)<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=70193#h07\">Methode Jens Spahn: Ank&uuml;ndigen und vergessen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=70193#h08\">Treppauf, treppab, Stra&szlig;e f&uuml;r Stra&szlig;e<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=70193#h09\">Die politische &Ouml;konomie der E-Mobilit&auml;t k&ouml;nnte den gr&uuml;nen Wandel ins Wanken bringen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=70193#h10\">Energiewende: Windkraftausbau geht die Puste aus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=70193#h11\">Schuldenbremse oder: Die Abkehr von einem Dogma?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=70193#h12\">Strengere Auflagen f&uuml;r gro&szlig;e Unternehmen: EU-L&auml;nder unterst&uuml;tzen Vorsto&szlig; f&uuml;r mehr Steuertransparenz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=70193#h13\">K&uuml;rzung von Landwirtschaftssubventionen: Gr&uuml;ne k&auml;mpfen f&uuml;r Gro&szlig;agrarier<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=70193#h14\">Menschen lassen sich coronagerecht dressieren<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Verantwortlich f&uuml;r die Richtigkeit der zitierten Texte sind die jeweiligen Quellen und nicht die NachDenkSeiten. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Berliner Virologe: &bdquo;Die Kinder bringen die gr&ouml;&szlig;ten Opfer&ldquo;<\/strong><br>\nDer Virologe Detlev Kr&uuml;ger, an der Charit&eacute; Vorg&auml;nger von Christian Drosten, ist f&uuml;r eine &Ouml;ffnung der Schulen. [&hellip;]<br>\nEs gibt ja einen erbitterten Streit dar&uuml;ber, ob Schulen ein Treiber in der Pandemie sind. Was sagen Sie?<br>\nMan muss bei allen Anti-Corona-Ma&szlig;nahmen die Verh&auml;ltnism&auml;&szlig;igkeit sehen. Das ist eine Abw&auml;gung zwischen: Was ist wirklich eine effiziente Ma&szlig;nahme, um Covid-Opfer zu vermeiden, und was nehme ich daf&uuml;r in Kauf. Es gibt nicht Schwarz und Wei&szlig;, es gibt auch nicht den v&ouml;llig richtigen und v&ouml;llig falschen Weg &ndash; sondern es gibt eine st&auml;ndige &Uuml;berlegung: Was ist der beste Weg durch die Krise? Diese Lagerbildung, die da eingesetzt hat, zwischen denen, die alle Corona-Ma&szlig;nahmen ablehnen, und denen, die am liebsten alles in der Gesellschaft dichtmachen m&ouml;chten, kann ich &uuml;berhaupt nicht verstehen. Wir m&uuml;ssen doch versuchen, den Mittelweg zu finden, um uns durch diese Krise zu bringen. Und alle sind sich ja einig, dass wir mit den Schulschlie&szlig;ungen Riesenprobleme in Kauf nehmen. Nicht nur f&uuml;r die Bildung der Kinder, sondern auch f&uuml;r deren psychische und physische Gesundheit. All das leidet ja. [&hellip;]<br>\nAber ist nicht eine Variante wie B.1.1.7 viel ansteckender?<br>\nWenn man sich die Infektionszahlen in den L&auml;ndern anschaut, wo sich die Variante massiv durchgesetzt hat &ndash; in Gro&szlig;britannien, Irland, auch D&auml;nemark &ndash;, dort sind die Zahlen seit Jahresanfang trotzdem im freien Fall. Und die englische Gesundheitsbeh&ouml;rde Public Health England sagt zudem, dass Kinder auch nur die H&auml;lfte der Wahrscheinlichkeit von Erwachsenen haben, diese Virusvariante weiterzugeben.<br>\nAlso auch die Mutante ist kein Grund, die Schulen nicht zu &ouml;ffnen &ndash; vorausgesetzt, die Hygieneregeln werden eingehalten&hellip;<br>\nIch denke, dass bei all diesen Ma&szlig;nahmen die Kinder, die wirklich als Bev&ouml;lkerungsgruppe am wenigsten gef&auml;hrdet sind, durch die Schulschlie&szlig;ungen die gr&ouml;&szlig;ten Opfer f&uuml;r die Gesellschaft bringen m&uuml;ssen. Die Bildungsl&uuml;cken werden gr&ouml;&szlig;er, aber es kommt auch zu sozialen, psychischen und physischen Problemen. Wenn kein Sportunterricht mehr ist, wenn sie in engen Wohnungen hocken. Fragt man Kinder- und Jugendpsychiater, dann erz&auml;hlen sie, dass inzwischen ihre Kliniken &uuml;berbelegt sind. Das sollte man auch zur Kenntnis nehmen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.morgenpost.de\/berlin\/article231649859\/Berliner-Virologe-Die-Kinder-bringen-die-groessten-Opfer.html\">Berliner Morgenpost<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Gr&uuml;nde f&uuml;r Kultur ohne Lockdown<\/strong><br>\nDass ich als Mitspieler in meinem neuesten Sketch einen der prominentesten deutschen Friseure, Shan Rahimkhan, eingeladen habe, zeigt, dass es da keinerlei Neid gibt auf Friseure wegen deren Wiederer&ouml;ffnung zum 1. M&auml;rz. Mir geht aber die Begr&uuml;ndung von Markus S&ouml;der, die Frisur h&auml;tte mit Menschenw&uuml;rde zu tun, w&auml;hrend die Kultur stillgelegt bleibt, gewaltig auf den Zeiger.<br>\nIch bin nun wahrlich kein Corona-Leugner. Ich bin geimpft, arbeite vor und hinter der Kamera nur mit Getesteten und habe meine beiden Berliner Theater &ndash; am Schlosspark und die W&uuml;hlm&auml;use &ndash; auf eigene Kosten mit vorbildlicher Hygiene ausgestattet. Ich lehne auch H&auml;rten in der Pandemiebek&auml;mpfung nicht generell ab. Aber die Dosis macht&rsquo;s!<br>\nZumal die Gesundheits&auml;mter seit 20 Jahren derart runtergewirtschaftet sind, dass sie weder die Infektionsketten nachverfolgen, noch einzelne Kultureinrichtungen bewerten k&ouml;nnen. Und dann hat die Regierung sogar noch den letzten Sommer verschlafen.<br>\nSo blieb nur noch ein Lockdown ohne Augenma&szlig;. Heute werden allenfalls noch Parteiveranstaltungen von Gesundheits&auml;mtern genehmigt. Aber hat Kultur nicht endlich im Grundgesetz dasselbe Privileg verdient wie Parteien?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Gruende-fuer-Kultur-ohne-Lockdown-5066067.html\">Dieter Hallervorden auf Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>&ldquo;Wir vergraulen unseren Nachwuchs&rdquo;: Pflege-Azubis f&uuml;hlen sich in der Corona-Krise h&auml;ufig alleingelassen<\/strong><br>\nBeim Umbau der Lehrinhalte f&uuml;r die neue generalistische Pflegeausbildung blieb kein Stein auf dem anderen. Eine Kraftanstrengung f&uuml;r die Schulen. Als es nach z&auml;her Vorbereitung endlich losgehen sollte, kam Corona. Das bleibt nicht ohne Folgen.<br>\nAls die Bundesminister Jens Spahn (CDU) und Franziska Giffey (SPD) j&uuml;ngst vorschlugen, wegen akuter Personalnot Pflege-Azubis f&uuml;r Corona-Schnelltests in Heimen heranzuziehen, reagierte die Branche mit Entsetzen: Ausbildung habe Vorrang vor Hilfsarbeiten in Heimen. Und es gab deutliche Hinweisen auf ein arg erschwertes Lernumfeld in Pandemie-Zeiten.<br>\n&ldquo;Seit Beginn der Pandemie haben sich die Bedingungen in der generalistischen Pflegeausbildung per se erschwert. Der theoretische Unterricht findet digital statt, die Inhalte sind umfassender und die Praxisanleitung hat nicht den Rahmen, den sie haben m&uuml;sste&rdquo;, sagt Franz Wagner, Pr&auml;sident des Deutschen Pflegerates. Azubis h&auml;tten keine Zeit f&uuml;r Aushilfsjobs in Heimen:<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sonntagsblatt.de\/artikel\/bedingungen-pflege-ausbildung-azubis\">Sonntagsblatt<\/a>\n<p><strong>dazu auch: Caritas stimmt nicht zu &ndash; Altenpflege-Tarifvertrag vorerst gescheitert<\/strong><br>\nBessere L&ouml;hne f&uuml;r Altenpfleger &ndash; das sollte ein Branchentarif garantieren. Aber die Caritas hat den Antrag auf Allgemeinverbindlichkeit abgelehnt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zdf.de\/nachrichten\/politik\/altenpflege-tarifvertrag-gescheiert-100.html\">ZDF heute<\/a><\/p>\n<p><strong>und: Tarifvertrag f&uuml;r Pflegende scheitert: Ausgerechnet die Caritas<\/strong><br>\nEin allgemeiner Tarifvertrag f&uuml;r die Altenpflege schien greifbar &ndash; doch jetzt hat sich die Caritas quergestellt. Pflegekr&auml;fte sind entsetzt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/taz.de\/Tarifvertrag-fuer-Pflegende-scheitert\/!5754058\/\">taz<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Her mit dem Leben!<\/strong><br>\nDie Schlie&szlig;ung von Schulen und Kitas &uuml;berfordert viele Eltern. Vor allem Frauen werden wieder nur: M&uuml;tter [&hellip;]<br>\nStatistisch betrachtet ist es so: Die psychische Belastung durch die Corona-Pandemie ist besonders hoch bei berufst&auml;tigen Frauen (wie mir), die Kinder im Kita-Alter haben (wie ich), und vor allem dann, wenn die Kinder nicht in einer Einrichtung betreut werden (seit Weihnachten). Das ist seit dem ersten Lockdown bekannt. Unbekannt sind die vielen einzelnen Geschichten, die hinter diesen Wahrheiten stecken.<br>\nM&uuml;tter sind nicht nur M&uuml;tter. M&uuml;tter sitzen an der Supermarktkasse und scannen den Wocheneinkauf von anderen M&uuml;ttern ein, M&uuml;tter schlie&szlig;en Covid-19-Kranke an die Beatmungsger&auml;te an, M&uuml;tter haben ein Nagelstudio, in das keine Kundinnen mehr kommen, M&uuml;tter erfinden Impfstoffe und unterrichten halbe Klassen und putzen das B&uuml;ro und schreiben f&uuml;r die Zeitung. Aber sie sind eben immer auch: M&uuml;tter.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/der-freitag\/her-mit-dem-leben\">der Freitag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Nach Impfdebakel: Die EU will den Bock zum G&auml;rtner machen<\/strong><br>\nDemnach soll Kommissionschefin Ursula von der Leyen bis Juni einen Bericht &uuml;ber m&ouml;gliche Lehren aus der Coronakrise vorlegen. Dabei war von der Leyen war wegen des &bdquo;Impfdebakels&ldquo; selbst in die Schusslinie geraten. Sie hat die verungl&uuml;ckte Impfstrategie gemeinsam mit Kanzlerin Merkel ausgeheckt &ndash; massive R&uuml;ckst&auml;nde sind die Folge. Doch bis heute leugnet sie eigene Fehler.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/lostineu.eu\/nach-impfdebakel-die-eu-will-den-bock-zum-gaertner-machen\/\">Lost in Europe<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Die Welt impfen (II)<\/strong><br>\nMit ungewissen Ank&uuml;ndigungen f&uuml;r die Covid-19-Impfkampagnen und der Aussicht auf einen etwaigen Exportstopp f&uuml;r Vakzine ist gestern der erste Tag des aktuellen EU-Gipfels zu Ende gegangen. W&auml;hrend Zweifel daran bestehen, dass im Lauf des Sommers tats&auml;chlich 70 Prozent aller erwachsenen EU-B&uuml;rger ein Impfangebot erhalten werden &ndash; die Absicht bekr&auml;ftigten die Staats- und Regierungschefs gestern -, zieht die EU zum Erreichen dieses Ziels auf Druck aus Berlin offenbar die Einbehaltung s&auml;mtlicher in der Union produzierten Impfstoffe in Betracht. Dabei kommt bereits jetzt der &uuml;berwiegende Teil aller in Asien, Afrika und Lateinamerika injizierten Impfstoffe aus China, Russland oder Indien, wo das Serum Institute of India das an der Universit&auml;t Oxford entwickelte sowie von AstraZeneca industriell produzierte Vakzin in Lizenz herstellt. W&auml;hrend nicht klar ist, ob das Serum Institute of India in n&auml;chster Zeit weiter f&uuml;r alle Welt produzieren kann oder Indien priorisieren muss, weitet vor allem China seine Vakzinlieferungen aus. Deutschland und die EU sind bei der Versorgung &auml;rmerer L&auml;nder kaum pr&auml;sent.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/8536\/\">German Foreign Policy <\/a>\n<p><strong>dazu: EU-Kommission soll &ldquo;Gateway&rdquo; f&uuml;r digitale Impfp&auml;sse entwickeln<\/strong><br>\nGestern gerieten die Staats- und Regierungschefs der 27 EU-Mitgliedsl&auml;nder auf einem Sondergipfels &uuml;ber weitere Ma&szlig;nahmen im Umgang mit der Corona-Pandemie. Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel vermied in einer anschlie&szlig;enden Pressekonferenz jede Kritik an der Impfstoffbeschaffung durch die EU-Kommission, deren Pr&auml;sidentin Ursula von der Leyen den Staats- und Regierungschefs ihren Worten nach berichtete, was von den Impfstoffproduzenten &ldquo;zugesagt wurde&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/EU-Kommission-soll-Gateway-fuer-digitale-Impfpaesse-entwickeln-5066093.html\">Telepolis<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Methode Jens Spahn: Ank&uuml;ndigen und vergessen<\/strong><br>\nIm vergangenen Jahr galt der Gesundheitsminister noch als m&ouml;glicher Nachfolger von Angela Merkel. Nun muss er sich von der Kanzlerin zurechtweisen lassen. [&hellip;]<br>\nOffenbar ist Spahn mit seiner Teststrategie vorgeprescht, ohne mit den Betroffenen &uuml;ber Organisationsfragen zu sprechen. So hatte er in der vergangenen Woche angek&uuml;ndigt, dass ab M&auml;rz Gratis-Schnelltests in gro&szlig;er Zahl zur Verf&uuml;gung st&uuml;nden. Sie sollen an Haus&auml;rzte, Apotheken und &ouml;ffentliche Testzentren gehen und von geschultem Personal durchgef&uuml;hrt werden. Kostenlose Schnelltests f&uuml;r alle, die sie wollen, hie&szlig; die Devise. Doch in den Kommunen st&ouml;hnte man auf. Dort hat man schon genug damit zu tun, die Impfungen zu organisieren, jetzt droht die n&auml;chste Mammutaufgabe. Entsprechend skeptisch waren die Reaktionen. &Auml;rztevertreter und Kommunen warnten umgehend vor &uuml;bertriebenen Erwartungen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/politik-gesellschaft\/der-ankuendigungsminister-printversion-li.142218\">Berliner Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Treppauf, treppab, Stra&szlig;e f&uuml;r Stra&szlig;e<\/strong><br>\nW&auml;hrend Deutschland im Homeoffice arbeitet, schultern die Lieferanten so viel wie sonst nur vor Weihnachten. Ist es solidarisch, nicht zu bestellen? [&hellip;]<br>\nDer Arbeitsdruck f&uuml;r Paketboten ist seit Pandemiebeginn enorm, der Gesundheitsschutz hingegen nicht. Daniel* liefert f&uuml;r DHL P&auml;ckchen aus; seinen echten Namen will er nicht ver&ouml;ffentlicht sehen. &bdquo;Es ist seit April 2020 jeden Tag wie sonst nur kurz vor Weihnachten&ldquo;, sagt er. &bdquo;Wir arbeiten ohne Verschnaufpause.&ldquo; 15 Prozent mehr Pakete habe DHL im vergangenen Corona-Jahr ausgeliefert. Das bedeutet eine Profitsteigerung f&uuml;r das Unternehmen, von der Daniel aber nichts merkt. Im Gegenteil: In seinem Arbeitsvertrag sind 38,5 Stunden pro Woche vereinbart. &bdquo;Ich arbeite fast jede Woche eher 60 Stunden&ldquo;, sagt er. Eigentlich m&uuml;ssten &Uuml;berstunden ausgezahlt werden. Daniel sagt: &bdquo;Unsere Vorgesetzten zweifeln an, dass wir &Uuml;berstunden machen. Wir bekommen die nicht ausgezahlt.&ldquo; Und: &bdquo;Wer versucht, sich dagegen zu wehren, muss mit Sanktionen rechnen.&ldquo; Abmahnungen. Oder K&uuml;ndigungen. Wie sieht es mit Streik aus? &bdquo;Schwierig. Unsere Betriebsr&auml;te unterst&uuml;tzen uns nicht.&ldquo; Und mit Hygienema&szlig;nahmen? &bdquo;Mein Schutz sind ein Wasserkanister und Seife im Auto. Das war&rsquo;s.&ldquo; Die gr&ouml;&szlig;te Angst machen Daniel die Schichtwechsel: &bdquo;Unsere Vorgesetzten haben versucht, das zu entzerren, aber beim Beladen der Lkws treffen wir trotzdem alle aufeinander.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/der-freitag\/treppauf-treppab-strasse-fuer-strasse\">der Freitag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Die politische &Ouml;konomie der E-Mobilit&auml;t k&ouml;nnte den gr&uuml;nen Wandel ins Wanken bringen<\/strong><br>\nWenn wir den gr&uuml;nen Wandel wirklich ernst nehmen, wird sich unsere Beziehung zum Verkehr erheblich ver&auml;ndern m&uuml;ssen: weniger Personenkilometer, aber auch die Elektrifizierung privater Verkehrsmittel. Der Gro&szlig;teil des Denkens und Handelns in diesem Bereich war bis dato darauf gerichtet, wie man KonsumentInnen &uuml;berzeugen kann, von Autos mit Verbrennungsmotoren zu batteriebetriebenen Fahrzeugen (kurz gesagt: Elektroautos) zu wechseln. Reichweitenangst &ndash; kann ich mit dem Auto lange Strecken zur&uuml;cklegen, ohne dass mir der Saft ausgeht? &ndash; hat die Debatte bisher weitgehend dominiert. Das erkl&auml;rt auch, warum bisher viel von unserem kollektiven wirtschaftlichen und politischen Denken in die Batterie- und Ladenetzwerkentwicklung geflossen ist.<br>\nDiese fast ausschlie&szlig;liche Aufmerksamkeit f&uuml;r die KonsumentInnenseite kehrt jedoch ganz andere, ebenso wichtige &Uuml;berlegungen unter den Teppich: Elektroautos m&uuml;ssen hergestellt werden, und das Produktdesign sowie die Herstellungsprozesse unterscheiden sich grundlegend von Standardautos, wie wir sie heute kennen. ArbeitnehmerInnen (und Unternehmen), die tief in traditionellen Automobiltechnologien verwurzelt sind, laufen Gefahr, ihren Arbeitsplatz und ihre &Uuml;berlebensgrundlagen zu verlieren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/awblog.at\/die-politische-oekonomie-der-e-mobilitaet\/\">A&amp;W blog<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Energiewende: Windkraftausbau geht die Puste aus<\/strong><br>\nNiedersachsen hat die besten Voraussetzungen, um Windkraftland Nr. 1 zu sein. Doch der Windenergieausbau ist innerhalb von drei Jahren um 90 Prozent eingebrochen. Die Zeche daf&uuml;r zahlen die Besch&auml;ftigten und das Klima gleicherma&szlig;en. Was sich &auml;ndern muss, erl&auml;utert #schlaglicht 07\/2021 aus Niedersachsen. [&hellip;]<br>\nDie Pl&auml;ne des Bundeswirtschaftsministeriums haben bisher wenig bewirkt. N&ouml;tig sind ambitionierte Mindestausbauziele f&uuml;r die Windkraft sowie eine z&uuml;gige und rechtssichere Ausweisung von Nutzungsfl&auml;chen. Damit die Betriebe innovativ und zukunftsf&auml;hig bleiben, braucht es eine industriepolitische Flankierung des Landes durch Strukturfonds, Hilfen f&uuml;r Zulieferbetriebe oder &ndash; sofern erforderlich &ndash; B&uuml;rgschaften. Parallel m&uuml;ssen die Hersteller viel mehr auf gute Arbeit setzen. Dies w&uuml;rde den CO2-Aussto&szlig; reduzieren sowie Wertsch&ouml;pfung und Besch&auml;ftigung st&auml;rken. Also jetzt die Frischluft nutzen!<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/niedersachsen.dgb.de\/themen\/++co++faccaa9e-7744-11eb-a663-001a4a160123\">DGB Niedersachsen #schlaglicht<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Schuldenbremse oder: Die Abkehr von einem Dogma?<\/strong><br>\nEin Dogma ger&auml;t ins Wanken: die Schuldenbremse. In den vergangenen Wochen hat die Debatte um eine strikte Begrenzung staatlicher Haushaltsdefizite &uuml;berraschend an Fahrt gewonnen. Selbst in der gro&szlig;en Koalition w&auml;chst offenkundig die Zahl derer, die zunehmend an dem im Grundgesetz verankerten Haushaltsinstrument zweifeln.<br>\nAusgel&ouml;st hatte die Diskussion ausgerechnet Kanzleramtschef Helge Braun. Ende Januar pl&auml;dierte der Vertraute Angela Merkels &ouml;ffentlich f&uuml;r eine Reform der Schuldenbremse. Konkret schlug Braun vor, das Grundgesetz zu &auml;ndern, um in den kommenden Jahren eine h&ouml;here Neuverschuldung des Bundes zu erm&ouml;glichen. Nur so lie&szlig;en sich im Gegenzug auch Steuern und Sozialabgaben auf dem aktuellen Niveau halten. Bislang hatten CDU- und CSU-Politiker ein Ende der pandemiebedingten Ausnahmeregelung und damit eine R&uuml;ckkehr zur Regelgrenze der Schuldenbremse schon f&uuml;r das kommende Jahr gefordert.<br>\nDie h&ouml;chst kontroversen Reaktionen aus Wirtschaft und Politik lie&szlig;en nicht lange auf sich warten &ndash; und sie zeigen eines allzu deutlich: Das Kanzleramt hat eine &uuml;beraus wichtige Reformdebatte angesto&szlig;en. Denn zum einen drohen ohne eine flexiblere Handhabung der Schuldenbremse tats&auml;chlich schon sehr bald Ausgabenk&uuml;rzungen oder Steuererh&ouml;hungen. Das aber w&uuml;rde nicht nur den erhofften Wirtschaftsaufschwung nach der Pandemie gewaltig bremsen, sondern die Bundesrepublik bei Zukunftsprojekten wie der &ouml;kologischen Transformation und der Digitalisierung weiter zur&uuml;ckwerfen und ganz generell die Handlungsf&auml;higkeit des Staates schw&auml;chen. Zum anderen wei&szlig; auch die Bundesregierung nat&uuml;rlich, dass sie sich derzeit zu nominalen Negativzinsen &ndash; und damit so g&uuml;nstig wie kaum zuvor &ndash; Geld leihen kann.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.blaetter.de\/ausgabe\/2021\/maerz\/schuldenbremse-oder-die-abkehr-von-einem-dogma\">Achim Truger in Bl&auml;tter<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Strengere Auflagen f&uuml;r gro&szlig;e Unternehmen: EU-L&auml;nder unterst&uuml;tzen Vorsto&szlig; f&uuml;r mehr Steuertransparenz<\/strong><br>\nDie EU-Wirtschaftsminister wollen Firmen zwingen, ihre Gewinne und Abgaben in einzelnen Staaten &ouml;ffentlich zu machen. So w&auml;re f&uuml;r jeden ersichtlich, wer Profite in L&auml;nder mit niedrigen Steuers&auml;tzen verschiebt.<br>\nEine Regelung, die umsatzstarke Unternehmen in der EU zu mehr Steuertransparenz zwingen soll, hat eine entscheidende H&uuml;rde genommen. Die EU-Staaten haben sich nach jahrelangen Verhandlungen f&uuml;r ein sogenanntes Country-by-Country-Reporting f&uuml;r Konzerne mit einem Umsatz von mehr als 750 Millionen Euro pro Jahr ausgesprochen. Im Rat f&uuml;r Wettbewerbsf&auml;higkeit gibt es daf&uuml;r nun eine ausreichende Mehrheit.<br>\nGro&szlig;e Unternehmen sollen demnach im Internet ver&ouml;ffentlichen, wie viel Umsatz und Gewinn sie in jedem einzelnen Mitgliedstaat der EU erzielen &ndash; und wie viele Steuern sie daf&uuml;r zahlen. Zus&auml;tzlich sollen die Konzerne dieselben Daten f&uuml;r jene L&auml;nder publizieren, die auf der schwarzen Liste der EU f&uuml;r sogenannte Steueroasen stehen &ndash; also f&uuml;r L&auml;nder, die Firmenkapital mit absichtlich niedrigen Steuers&auml;tzen anzulocken versuchen. Zu diesen z&auml;hlt unter anderem Panama.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/steueroasen-eu-laender-genehmigen-internet-pranger-gegen-steuerflucht-a-a55fafca-a06d-46a1-9648-845a481c84bc\">DER SPIEGEL<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>K&uuml;rzung von Landwirtschaftssubventionen: Gr&uuml;ne k&auml;mpfen f&uuml;r Gro&szlig;agrarier<\/strong><br>\nLandwirtschaftsminister der Partei fordern eine fast wirkungslose K&uuml;rzung der Agrarsubventionen f&uuml;r Gro&szlig;betriebe. Kleinbauern sind entsetzt.<br>\nEinflussreiche gr&uuml;ne Agrar&shy;mi&shy;nis&shy;te&shy;r*in&shy;nen wollen die wichtigste Subventionsart f&uuml;r sehr gro&szlig;e Landwirtschaftsunternehmen kaum begrenzen. Das geht aus aktuellen Antworten der Ministerien von Brandenburg, Sachsen und Sachsen-Anhalt auf Anfragen der taz hervor. &Auml;hnlich hatten sich auch die anderen Agrarminister der Gr&uuml;nen im vergangenen Jahr in einem Brief an die EU-Kommission positioniert.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/taz.de\/Kuerzung-von-Landwirtschaftssubventionen\/!5753585\/\">taz<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Menschen lassen sich coronagerecht dressieren<\/strong><br>\nNicht nur Sittiche, Hunde und Leguane &ndash; auch Menschen lassen sich dressieren: Benehmt euch seuchensicher, dann gibt&rsquo;s Leckerli! [&hellip;]<br>\nDer Knackfrosch ist die Inzidenzzahl. Die K&ouml;lner Oberb&uuml;rgermeisterin Henriette Reker h&auml;lt &bdquo;ein Belohnungssystem&ldquo; f&uuml;r &bdquo;besonders geeignet&ldquo;. Wenn &bdquo;eine niedrige Inzidenz automatisch Lockerungen bedeutet und eine steigende Inzidenz ebenso automatisch zu harten Einschr&auml;nkungen f&uuml;hrt&ldquo;, sei &bdquo;f&uuml;r jeden verst&auml;ndlich, warum es lohnenswert ist, sich an bestimmte Ma&szlig;nahmen zu halten&ldquo;. Die Frau kennt sich aus mit Risikominimierung und Kontaktfolgenabsch&auml;tzung. Nach einer Silvesterparty entwickelte sie, lange vor Corona, die legend&auml;re &bdquo;Eine-Arml&auml;nge&ldquo;-Abstandsregel. &ndash; Halt, bevor der Text weitergeht, kurz zum Tierschutz: Den P&uuml;rierstab ausschalten! Zudem verbietet es sich, Wellensittiche mit &bdquo;harten Einschr&auml;nkungen&ldquo; zu schurigeln, etwa durch K&auml;figarrest.<br>\nDie Politik erzieht B&uuml;rger, indem sie ihnen Grundrechte verabreicht oder entzieht, und das anhand einer extrem suspekten Kennziffer. Das hat was, gerade f&uuml;r jemanden, der sich eher f&uuml;r m&uuml;ndig h&auml;lt denn f&uuml;r einen, bei aller Sympathie, Ziervogel. Somit wird ein Kneipenbesuch zum, auf Managerdeutsch, Inzidenz-Incentive. Das Volk kann ihn sich verdienen. Es braucht sich nur seuchensicher zu benehmen. Dann gibt&rsquo;s Leckerli. Der Mensch hat n&auml;mlich, wenn er sich anstrengt, die Natur im Griff. Aber so was von. Sollte das Virus grassieren, kann das nur am Schlendrian liegen. Da muss Vater Vorsorgestaat streng sein.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/politik-gesellschaft\/bubi-soll-lernen-li.141853\">Berliner Zeitung<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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