{"id":70321,"date":"2021-03-02T08:27:27","date_gmt":"2021-03-02T07:27:27","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=70321"},"modified":"2021-03-02T08:27:27","modified_gmt":"2021-03-02T07:27:27","slug":"hinweise-des-tages-3810","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=70321","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=70321#h01\">Korruptionsaff&auml;re: Unionsfraktions-Vize N&uuml;&szlig;lein dr&auml;ngte Ministerium zu Millionen-Zahlung bei Maskengesch&auml;ft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=70321#h02\">Groko-Partei verspricht Respekt und Fortschritt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=70321#h03\">IG Metall startet Warnstreiks trotz Coronakrise<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=70321#h04\">Corona und Gleichstellung: Neue Studie beleuchtet Wirkung auf Gender Pay Gap, Arbeitszeiten und Aufteilung von Sorgearbeit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=70321#h05\">Friedens- und Sicherheitspolitik ohne Schablonen und Denkverbote &ndash; Gastbeitrag von Rolf M&uuml;tzenich<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=70321#h06\">Die Militarisierung der Welt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=70321#h07\">Vor Verhandlungen zwischen den USA und Iran werden die Eins&auml;tze erh&ouml;ht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=70321#h08\">Nawalny &ndash; F&uuml;hrer der russischen Opposition?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=70321#h09\">Junge Bankerin sah schon 2016 den Wirecard-Betrug &ndash; und wurde als &bdquo;kleine Maus&ldquo; verlacht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=70321#h10\">Cum-Ex-Skandal: Das Millionenr&auml;tsel um Peter Tschentscher<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=70321#h11\">Faire und nachhaltige EU-Handelsstrategie: Ist auch drin, was draufsteht?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=70321#h12\">Tiertransporte auf dem Mittelmeer: K&auml;lber auf t&ouml;dlicher Irrfahrt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=70321#h13\">Nevada will lokale Regierungsmacht an Tech-Firmen abtreten &ndash; samt Gericht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=70321#h14\">Die Kanzlerin wird zunehmend isoliert: Merkels No-Covid-Strategie ist beerdigt<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Verantwortlich f&uuml;r die Richtigkeit der zitierten Texte sind die jeweiligen Quellen und nicht die NachDenkSeiten. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Korruptionsaff&auml;re: Unionsfraktions-Vize N&uuml;&szlig;lein dr&auml;ngte Ministerium zu Millionen-Zahlung bei Maskengesch&auml;ft<\/strong><br>\nDie Korruptionsaff&auml;re um den CSU-Politiker Georg N&uuml;&szlig;lein weitet sich aus. Denn die Rolle des Unions-Fraktionsvize beim dubiosen Maskendeal mit der hessischen Firma L. ist offenbar gr&ouml;&szlig;er als bisher bekannt: Nach Recherchen von Business Insider &uuml;bte N&uuml;&szlig;lein Druck auf leitende Beamte des Bundesgesundheitsministeriums aus, Rechnungen von L. in H&ouml;he von insgesamt rund 15 Millionen Euro zu bezahlen. Das geht aus internen Dokumenten hervor, die Business Insider vorliegen.<br>\nDemnach versendete N&uuml;&szlig;lein am 25. Mai 2020 &uuml;ber eine Fraktions-Mitarbeiterin ein Schreiben an den f&uuml;r Maskenbeschaffung zust&auml;ndigen Abteilungsleiter im Gesundheitsministerium. Das Schreiben tr&auml;gt den offiziellen Briefkopf der CDU\/CSU-Fraktion und weist N&uuml;&szlig;lein als stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden aus. Sich als Politiker so detailliert in die Zahlungsangelegenheiten einer Firma einzuschalten und dazu auch noch Ressourcen aus politischen &Auml;mtern zu nutzen gilt im Politikbetrieb als No-Go.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.businessinsider.de\/politik\/deutschland\/korruptionsaffaere-unionsfraktions-vize-nuesslein-draengte-ministerium-zu-millionen-zahlung-bei-maskengeschaeft\/\">Business Insider<\/a>\n<p><strong>dazu: Aff&auml;re um Corona-Masken &ndash; Fall N&uuml;&szlig;lein: Unternehmer unter Verdacht<\/strong><br>\nIn der Causa N&uuml;&szlig;lein gibt es einen zweiten Beschuldigten: Der Unternehmer Limberger soll den CSU-Politiker bestochen haben, um Vertr&auml;ge zu Corona-Schutzmasken einzuf&auml;deln.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zdf.de\/nachrichten\/politik\/nuesslein-limberger-korruption-corona-schutzmasken-100.html\">ZDF<\/a><\/p>\n<p><strong>dazu auch: Amthor-Aff&auml;re: Augustus Intelligence klagt gegen Herausgabe von Lobby-Briefen<\/strong><br>\nLobbyismus auf Bundestagspapier f&uuml;r ein windiges Startup: Vergangenes Jahr geriet Phillip Amthor durch seine T&auml;tigkeiten f&uuml;r Augustus Intelligence unter Druck. Bis heute will das Unternehmen verhindern, dass &ouml;ffentlich wird, wie der Bundestagsabgeordnete lobbyierte. Deswegen hat Augustus jetzt Klage eingereicht.<br>\nDer Bundestagsabgeordnete Phillip Amthor, Ex-Geheimdienstchef Hans-Georg Maa&szlig;en, Ex-Wirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg &ndash; die Liste der prominenten Unterst&uuml;tzer des windigen Startups Augustus Intelligence ist lang.<br>\nIm Zuge der Amthor-Aff&auml;re wurde im vergangenen Jahr bekannt, dass der CDU-Abgeordnete Amthor auf Briefpapier des Bundestags f&uuml;r das Unternehmen warb, w&auml;hrend er gleichzeitig Aktienoptionen von Augustus hielt, die er dem Parlament gegen&uuml;ber verschwiegen hatte. So lobbyierte Amthor unter anderem bei Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier f&uuml;r Augustus Intelligence.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/fragdenstaat.de\/blog\/2021\/03\/01\/augustus-intelligence-amthor-lobbyismus-klage\/\">Frag den Staat<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Groko-Partei verspricht Respekt und Fortschritt<\/strong><br>\nSPD stellt Entwurf f&uuml;r Bundestagswahlprogramm vor. Olaf Scholz ist trotz bescheidener Umfragewerte &uuml;berzeugt, Kanzler werden zu k&ouml;nnen<br>\nDas Internet-Satiremagazin Der Postillon hat der SPD schon mehrfach nachgesagt, ein &ldquo;traditionelles linkes Halbjahr vor wichtigen Wahlen&rdquo; einzul&auml;uten. Das wollte die Partei offenbar nicht auf sich sitzen lassen, denn dieses Mal ist sie rund einen Monat fr&uuml;her dran. Knapp sieben Monate vor der Bundestagswahl am 26. September hat die SPD-Spitze einen Wahlprogrammentwurf vorgestellt, mit dem sie sich zumindest auf dem Papier links von ihrer realen Politik der letzten 20 Jahre positioniert.<br>\nDass sie davon insgesamt 16 Jahre Regierungsverantwortung auf Bundesebene hatte und diese auch aktuell als Juniorpartner der Unionsparteien tr&auml;gt, hinderte weder die Parteivorsitzenden Saskia Esken und Norbert Walter-Borjans noch den SPD-Kanzlerkandidaten Olaf Scholz, der momentan Vizekanzler und Bundesfinanzminister ist, an sozialen Versprechungen.<br>\nSo sollen laut Programmentwurf wesentliche Teile der &ldquo;Arbeitsmarkt- und Sozialreformen&rdquo; der Agenda 2010, die in den Nullerjahren eine &ldquo;rot-gr&uuml;ne&rdquo; Bundesregierung durchgepeitscht hatte, zur&uuml;ckgenommen oder wenigstens modifiziert werden. Das Arbeitslosengeld II soll durch ein &ldquo;B&uuml;rgergeld&rdquo; ersetzt werden, die Regels&auml;tze sollen &ldquo;zum Leben ausreichen und zur gesellschaftlichen Teilhabe bef&auml;higen&rdquo; und sicherstellen, dass &ldquo;eine kaputte Waschmaschine oder eine neue Winterjacke nicht zur untragbaren Last&rdquo; werden. &ldquo;Die Kriterien zur Regelsatzermittlung werden wir weiterentwickeln und hierbei die Erfahrungen von Betroffenen und Sozialverb&auml;nden mit einbeziehen&rdquo;, verspricht die SPD-Programmkommission.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Groko-Partei-verspricht-Respekt-und-Fortschritt-5068716.html\">Telepolis<\/a>\n<p><strong>dazu: Ein k&uuml;hnes Unterfangen<\/strong><br>\nKanzlerkandidat Olaf Scholz ist entschlossen, einen sogenannten &ldquo;Respekt-Wahlkampf&rdquo; zu f&uuml;hren. Kann das gutgehen? Ambivalenter als an seiner Person l&auml;sst sich in der SPD die Frage nach Respekt kaum festmachen. [&hellip;]<br>\nAnfang der Nullerjahre geh&ouml;rte er als SPD-Generalsekret&auml;r zu den treuesten Vollstreckern der &ldquo;Agenda 2010&rdquo;-Reformen unter Gerhard Schr&ouml;der, die gerade eines nicht kannten: Respekt. Aus dem Motto &ldquo;F&ouml;rdern und Fordern&rdquo; auf dem Arbeitsmarkt und in der Sozialpolitik wurde schnell ein pures Druck- und Angstmachen. Die SPD hatte damals die Saat f&uuml;r Abstiegs&auml;ngste in ihrer Anh&auml;ngerschaft gelegt, prek&auml;ren Arbeitsverh&auml;ltnissen erst so richtig T&uuml;r und Tor ge&ouml;ffnet und letztlich ihren eigenen Niedergang eingeleitet.<br>\nDen klaren Bruch mit der Agenda 2010 hat er bis heute nicht vollzogen<br>\nSo gesehen gleicht Scholz&rsquo; Man&ouml;ver einem geradezu k&uuml;hnen Unterfangen. Wenn Scholz von Respekt spricht, hat er heute die Leute an der Supermarktkasse oder Lagerarbeiter vor Augen. Jene, die einerseits einen solchen Umgang der Politik mit ihnen vermissen, aber andererseits klar zu adressieren wissen, wer daf&uuml;r bis heute eine Hauptverantwortung tr&auml;gt: die SPD.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/meinung\/olaf-scholz-spd-wahlkampf-1.5221067\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>IG Metall startet Warnstreiks trotz Coronakrise<\/strong><br>\nIn der Nacht will die IG Metall trotz Pandemie bundesweite Warnstreiks in der Metall- und Elektroindustrie beginnen. Die Arbeitgeber warnten vor einer Gefahr f&uuml;r die sich gerade etwas erholende Industrie.<br>\nIn der Nacht l&auml;uft die Friedenspflicht in der Metall- und Elektroindustrie mit ihren rund 3,8 Millionen Besch&auml;ftigten aus. Und die IG Metall hat sich im Tarifstreit mit den Arbeitgebern mit Aktionen in Hunderten Betrieben bereits f&uuml;r Warnstreiks warmgelaufen.<br>\nGeplant sind n&auml;chtliche Arbeitsniederlegungen unter anderem im Bremer Daimler-Werk, in Hamburg bei Airbus Operations oder in Regensburg bei Mahle-Behr. Sie sollen unmittelbar nach Ende der Friedenspflicht in der Nacht beginnen, wie der Gewerkschaftsvorstand ank&uuml;ndigte. Vergangenen M&auml;rz hatten sich die Tarifpartner in der Metallindustrie noch auf eine Nullrunde geeinigt, damit die Unternehmen gut durch die Coronakrise kommen. [&hellip;]<br>\nArbeitgeber kritisieren Warnstreiks als &raquo;nicht sinnvoll&laquo;<br>\nDie Arbeitgeber hatten die angek&uuml;ndigten Warnstreiks in der vergangenen Woche als &raquo;nicht sinnvoll&laquo; kritisiert. &raquo;Manche IG-Metaller-Seelen brauchen wohl ein bisschen Geklapper, aber sinnvoll ist das angesichts der nach wie vor schwierigen wirtschaftlichen Lage unserer Industrie nicht&laquo;, sagte Gesamtmetall-Pr&auml;sident Stefan Wolf dem &raquo;Handelsblatt&laquo;. Es gebe in der aktuellen wirtschaftlichen Situation nichts zu verteilen. &raquo;Wir sollten die leichte Erholung der Industrie, die wir zum Gl&uuml;ck sehen, jetzt nicht durch Warnstreiks gef&auml;hrden.&laquo; [&hellip;]<br>\nDie Gewerkschaft fordert f&uuml;r die Besch&auml;ftigten vier Prozent mehr Lohn &ndash; wo es in einem Betrieb schlecht l&auml;uft, in Form von Lohnausgleich bei einer auf vier Tage abgesenkten Arbeitszeit. Die Arbeitgeber haben bislang Lohnerh&ouml;hungen fr&uuml;hestens f&uuml;r das Jahr 2022 in Aussicht gestellt und wollen automatische Abweichungen vom Tarifniveau f&uuml;r schw&auml;chere Betriebe.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/tarifstreit-in-coronakrise-ig-metall-startet-warnstreiks-a-9b415648-ac1e-4e9e-bcd3-d2295d49a058%20\">DER SPIEGEL <\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Was f&uuml;r eine &Uuml;berschrift pr&auml;sentiert uns denn der SPIEGEL schon wieder? Nat&uuml;rlich streiken die Gewerkschaften &ldquo;trotz Coronakrise&rdquo; f&uuml;r h&ouml;here L&ouml;hne; ein Arbeitskampf ohne Streik w&auml;re kollektive Bettelei und f&uuml;hrt zu nichts. Derweil die Begriffe &ldquo;Krise&rdquo; und &ldquo;wirtschaftliche Erholung&rdquo; von SPIEGEL und Arbeitgeberverband sehr kreativ ausgelegt werden. Die &ldquo;Krise&rdquo; ist so schlimm, dass z. B. Daimler im Jahr 2020 4 Milliarden Euro Gewinn gemacht hat und jetzt 50% h&ouml;here Dividenden auszahlt; Volkswagen immer noch 8,8 Milliarden Euro (Krise!), 4,86 Euro <a href=\"https:\/\/www.deraktionaer.de\/artikel\/mobilitaet-oel-energie\/volkswagen-dividende-ueber-den-erwartungen-aktie-extrem-stark-20226506.html\">Dividende<\/a>; BMW immer noch fast zwei Milliarden Euro <a href=\"https:\/\/www.it-times.de\/news\/bmw-aktie-automobilkonzern-kann-umsatzeinbruch-stoppen-und-gewinn-ausweisen-136959\/#:~:text=%C3%9Cbrig%20blieb%20im%20dritten%20Quartal,Euro\">Gewinn<\/a>. Und das alles nat&uuml;rlich nach einem Jahrzehnt von H&ouml;chstgewinnen und auch mithilfe von intensiver Nutzung von Kurzarbeit und kombiniert mit der Ank&uuml;ndigung von Stellenabbau. Wenn die Aktion&auml;re nicht darben m&uuml;ssen und hofiert werden, warum sollten die Arbeitnehmer dann noch mehr leiden? Leider hat die IG Metall in den vergangenen Jahren nur viel zu niedrige Lohnsteigerungen ausgehandelt und 2020 sogar eine Nullrunde akzeptiert; es ist eine Schande.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Tarifrunde IG Metall: Strukturwandel l&auml;sst sich nicht gegen die Besch&auml;ftigten durchsetzen<\/strong><br>\n&bdquo;Wir erleben gegenw&auml;rtig einen epochalen Umbruch der Arbeitswelt, von dem die Metall- und Elektroindustrie in besonderer Weise betroffen ist. Einer Besch&auml;ftigtenumfrage der IG Metall zufolge haben bereits 52,5 Prozent der Betriebe damit begonnen, Arbeitspl&auml;tze abzubauen. Die Tarifrunde ist also vor allem eine Auseinandersetzung um die Ausgestaltung des aktuellen Strukturwandels&ldquo;, erkl&auml;rt Susanne Ferschl, stellvertretende Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE, mit Blick auf die Tarifrunde der IG Metall und die f&uuml;r morgen geplanten Warnstreiks. Am 1. M&auml;rz endet um 24 Uhr die Friedenspflicht in der Metall- und Elektroindustrie. Die IG Metall hat die Gestaltung des Strukturwandels in den Mittelpunkt der Tarifrunde ger&uuml;ckt und will daf&uuml;r wichtige Weichen stellen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/tarifrunde-ig-metall-strukturwandel-laesst-sich-nicht-gegen-die-beschaeftigten-durchsetzen\/\">DIE LINKE. im Bundestag<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Corona und Gleichstellung: Neue Studie beleuchtet Wirkung auf Gender Pay Gap, Arbeitszeiten und Aufteilung von Sorgearbeit<\/strong><br>\nDie Corona-Krise stellt erwerbst&auml;tige Frauen und M&auml;nner zum Teil vor die gleichen Herausforderungen, teilweise sind sie aber auch unterschiedlich von den Folgen der Pandemie betroffen. Dadurch d&uuml;rften sich bei der Datenlage zur Gleichstellung auf dem Arbeitsmarkt in Deutschland f&uuml;r das Corona-Jahr 2020 ambivalente Muster ergeben: Scheinbare kurzfristige Fortschritte beim Gender Pay Gap treffen auf m&ouml;glicherweise dauerhafte Verschlechterungen der Arbeitszeit-Situation von erwerbst&auml;tigen Frauen. In einigen Familien verfestigt sich die traditionelle Verteilung der unbezahlten Kinderbetreuung, in anderen er&ouml;ffnen sich aber auch neue Chancen f&uuml;r eine fairere Aufteilung. Das ergibt eine neue Studie des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung. Im Vorfeld des Internationalen Frauentags am 8. M&auml;rz beleuchtet sie neueste geschlechtsspezifische Trends bei Einkommen, Erwerbsarbeitszeiten und dem Anteil an unbezahlter Sorgearbeit.<br>\nSo finden die WSI-Forscherinnen Dr. Yvonne Lott und Dr. Aline Zucco erste Indizien daf&uuml;r, dass der Gender Pay Gap, also der Verdienstabstand zwischen M&auml;nnern und Frauen, durch die Krise etwas kleiner geworden sein k&ouml;nnte. Das hat allerdings wenig mit Verbesserungen bei den Fraueneinkommen zu tun, sondern damit, dass in der ersten Welle der Pandemie mehr M&auml;nner als Frauen arbeitslos geworden sind und in Kurzarbeit arbeiten mussten, weshalb M&auml;nner-Einkommen im Mittel st&auml;rker unter Druck geraten sind.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.boeckler.de\/de\/pressemitteilungen-2675-corona-und-gleichstellung-31078.htm\">Hans B&ouml;ckler Stiftung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Friedens- und Sicherheitspolitik ohne Schablonen und Denkverbote &ndash; Gastbeitrag von Rolf M&uuml;tzenich<\/strong><br>\nKontroversen &uuml;ber grundlegende Fragen der Au&szlig;en- und Sicherheitspolitik haben die Geschichte der Bundesrepublik von Beginn an gepr&auml;gt.  Die Entscheidungen zur Wiederbewaffnung, zur Westbindung, zur neuen Ost- und Entspannungspolitik, zur Nachr&uuml;stung oder zur Frage der Auslandseins&auml;tze der Bundeswehr waren stets begleitet von kontroversen und in der Sache durchaus hart, aber zumeist fair gef&uuml;hrten Debatten &ndash; die denunziatorische Verleumdung Willy Brandts durch Teile der CDU\/CSU wegen seiner Politik des &bdquo;Wandel durch Ann&auml;herung&ldquo; einmal ausgenommen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.blog-der-republik.de\/friedens-und-sicherheitspolitik-ohne-schablonen-und-denkverbote-gastbeitrag-von-rolf-muetzenich\/\">Blog der Republik<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Der Text zu Russland und zur russischen Au&szlig;enpolitik ist unglaublich und damit Anlass f&uuml;r eine tiefe Entt&auml;uschung &uuml;ber Rolf M&uuml;tzenich.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu auch: Auch wir haben Instrumente, die Putin wehtun k&ouml;nnen<\/strong><br>\nDie Morde und Mordversuche des Kreml sind Teil von Putins Strategie, dem Westen zu schaden. Aber auch durch informationelle Kriegsf&uuml;hrung stabilisiert er sein Regime. Europa kann und muss viel mehr gegen die Propagandal&uuml;gen tun.<br>\nDer Westen und besonders die europ&auml;ische F&uuml;hrungsmacht Deutschland hat in den vergangenen Jahren im Umgang mit Moskau viel Geduld gezeigt. Doch die Vergiftung des prominenten russischen Oppositionspolitikers Alexej Nawalny scheint das Fass zum &Uuml;berlaufen zu bringen. Auch unter Deutschlands Politikern breitet sich nun die Erkenntnis aus, dass Russlands zahlreiche und eklatante Regelverletzungen der vergangenen Jahre nicht jeweils Ausnahmen waren, sondern der neue Normalzustand sind. Pr&auml;sident Wladimir Putin hat Russland zu einem Schurkenstaat gemacht, der mehrfache Einsatz des international gebannten Nervengases Nowitschok gegen Regimekritiker im In- und Ausland ist nur eines der schockierenden Symptome daf&uuml;r. [&hellip;]<br>\nGerade im Bereich des Infokriegs muss Europa proaktiver werden und seinerseits zum Angriff &uuml;bergehen. Denn auch wir haben Instrumente, die Putin wehtun und sein Regime destabilisieren k&ouml;nnen. Wie w&auml;re es etwa mit der Aufstellung freiheitlicher Trollarmeen, die ihrerseits in die russischen sozialen Medien hineinwirken?<br>\nNat&uuml;rlich tun sich Demokratien, die der Idee der Aufkl&auml;rung verpflichtet sind, schwer ihrerseits Propagandal&uuml;gen zu verbreiten. Das ist im Falle Moskaus aber auch nicht unbedingt n&ouml;tig. Die Wahrheit &uuml;ber die Putinsche Kleptokratie unters Volk zu bringen w&uuml;rde schon reichen. Es ist jedenfalls anzunehmen, dass westliche Geheimdienste eine Menge wissen &uuml;ber das System Putin, wie er und seine G&uuml;nstlinge Milliarden scheffeln und wo die weltweit geparkt sind. Einiges davon an die &Ouml;ffentlichkeit zu leaken &ndash; etwa im Stile der Panama Papers &ndash; und massiv im russischen Netz zu verbreiten, w&uuml;rde Putin und seine G&uuml;nstlinge und Kumpels in geh&ouml;rige Verlegenheit bringen. [&hellip;]<br>\nDer Westen hat sein Potenzial nicht einmal ann&auml;hernd ausgesch&ouml;pft, um dem Putinschen Schurkenregime zu begegnen. Es braucht vor allem eins: Mehr Fantasie bei der Verteidigung der Freiheit.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/debatte\/kommentare\/article216558402\/Infokrieg-Auch-wir-haben-Instrumente-die-Putin-wehtun-koennen.html%20\">Clemens Wergin auf welt.de<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Beachten Sie bitte, welche Stufe der Konfrontation wir inzwischen erreicht haben: im letzten Absatz ist vom &bdquo;Putinschen Schurkenregime&ldquo; die Rede. Danach ist es nicht mehr weit zur Kriegserkl&auml;rung.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Die Militarisierung der Welt<\/strong><br>\nDer Westen steht f&uuml;r zwei Drittel aller Milit&auml;rausgaben und R&uuml;stungsexporte weltweit. Deutschland steigert beides &uuml;berdurchschnittlich.<br>\nEuropa kann in diesem Jahr mit Hilfe milliardenschwerer deutscher und franz&ouml;sischer R&uuml;stungsprojekte zum globalen Aufr&uuml;stungszentrum werden. Dies schreibt das International Institute for Security Studies (IISS, London) in seinem aktuellen R&uuml;stungsbericht. Laut IISS-Angaben belaufen sich die Aufwendungen der Staaten Europas ohne Russland f&uuml;r das Milit&auml;r in diesem Jahr auf 17,5 Prozent aller Milit&auml;rausgaben weltweit; das ist weniger als der Anteil der Vereinigten Staaten (40,3 Prozent), aber viel mehr als der Anteil Chinas (10,6 Prozent) oder gar Russlands (3,3 Prozent). Zusammen mit Kanada und wichtigen Verb&uuml;ndeten wie etwa Australien, Japan und S&uuml;dkorea kommt der Westen auf einen Anteil von gut zwei Dritteln an den globalen Milit&auml;rausgaben. Steigert Berlin die Aufwendungen f&uuml;r die Streitkr&auml;fte st&auml;rker als der weltweite Durchschnitt, so konnten deutsche Waffenschmieden auch bei ihren R&uuml;stungsexporten ein &uuml;berdurchschnittliches Wachstum erzielen. F&uuml;r den Fall, dass teure R&uuml;stungsprojekte in der Coronakrise unter Druck geraten, haben B&uuml;ndnis 90\/Die Gr&uuml;nen einen Ausweg skizziert.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/8537\/\">German Foreign Policy<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Vor Verhandlungen zwischen den USA und Iran werden die Eins&auml;tze erh&ouml;ht<\/strong><br>\nDie Ursache f&uuml;r die Explosion auf einem israelischen Frachtschiff im Golf von Oman am Freitag ist vermutlich ein iranischer Raketenangriff. Es ist wohl ein weiterer Nadelstich, mit dem Teheran den USA und ihren Verb&uuml;ndeten in der Region seine Macht demonstrieren will.<br>\nAuf dem Weg von Saudiarabien nach Singapur hatte die &laquo;Helios Ray&raquo; in der Nacht von Donnerstag auf Freitag die Meerenge von Hormuz bereits passiert, als sie im Golf von Oman pl&ouml;tzlich von einer Explosion ersch&uuml;ttert wurde. Das Frachtschiff, im Besitz einer israelischen Firma, musste umdrehen und in Dubai anlegen, wo seine auf beiden Seiten durchl&ouml;cherte Bordwand repariert werden soll. Am Samstag flogen israelische Sicherheitsbeamte in die Vereinigten Arabischen Emirate, um in der Sache zu ermitteln.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nzz.ch\/international\/steht-iran-hinter-angriff-auf-ein-israelisches-schiff-im-golf-ld.1604192\">NZZ<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Nawalny &ndash; F&uuml;hrer der russischen Opposition?<\/strong><br>\nRusslands f&uuml;hrende Liberale distanzieren sich von Nawalny. Das sollte im Westen nicht &uuml;bersehen werden. &ndash; Ein Gastbeitrag.<br>\nBemerkenswertes offenbart sich am Fall Nawalny. W&auml;hrend westliche Medien Nawalny zum F&uuml;hrer der demokratischen Opposition Russlands stilisieren, distanzierte sich der Gr&uuml;nder und langj&auml;hrige Vorsitzende der russischen Partei der Liberalen,  &laquo;Jabloko&raquo;, Grigori Jawlinski, &ouml;ffentlich von Nawalnys &laquo;Populismus&raquo; als  &laquo;sinnlos&raquo;, &laquo;antidemokratisch&raquo; und &laquo;national-bolschewistisch&raquo;. Sergei Iwanenko, ehemaliger Stellvertreter Jawlinskis, betonte eine &laquo;maximale Distanz&raquo; der Liberalen von dem &laquo;Nietzscheaner&raquo; und &laquo;Militanten&raquo; Nawalny.<br>\nBemerkenswert ist die Kritik Jawlinskis, weil sie von einem Mann vorgebracht wird, der seit den Tagen des Machtantritts Wladimir Putins zu dessen sch&auml;rfsten Kritikern geh&ouml;rt. Auch jetzt erkl&auml;rte er unmissverst&auml;ndlich, der &laquo;Vergiftungsversuch&raquo; an Nawalny sei ein Verbrechen, das vor einem internationalen Tribunal gekl&auml;rt werden m&uuml;sse. Er geht sogar noch einen Schritt weiter, indem er erkl&auml;rt, bei der Vergiftung handle es sich nicht nur um ein Verbrechen, &laquo;es k&ouml;nnte auch ein Beweis f&uuml;r die Existenz von staatlich sanktionierten Todesschwadronen in Russland sein&raquo;.  Jawlinski steht also mit Sicherheit nicht in Verdacht, Putin gegen Kritik abschirmen zu wollen &ndash; auch wenn er ihn nicht pers&ouml;nlich zum M&ouml;rder und Dieb erkl&auml;rt wie Alexej Nawalny, sondern ihn politisch anklagt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/freiheit-recht\/buergerrechte\/nawalny-fuehrer-der-russischen-opposition\/\">Infosperber<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Junge Bankerin sah schon 2016 den Wirecard-Betrug &ndash; und wurde als &bdquo;kleine Maus&ldquo; verlacht<\/strong><br>\nScheinfirmen in Asien und Milliardenbetr&auml;ge, die nie existierten: Das System Wirecard sei unm&ouml;glich zu durchschauen gewesen, behaupteten f&uuml;hrende Mitarbeiter der Finanzaufsicht immer wieder. Doch schon 2016 kam eine junge Bundesbank-Mitarbeiterin dem Betrug auf die Schliche &ndash; ihre Vorgesetzten nahmen sie nicht ernst.<br>\nEine junge Mitarbeiterin der Bundesbank hatte schon im Februar 2016 in einer vertraulichen Analyse das Betrugssystem des Finanzdienstleisters Wirecard durchschaut und ihre Vorgesetzten informiert &ndash; die ignorierten sie jedoch. Das ist eines der Resultate aus der Sitzung des parlamentarischen Wirecard-Untersuchungsausschusses vom Donnerstag, in dem die Mitarbeiterin namens Franziska Folter als Zeugin vorgeladen war.<br>\nDie damals 26-J&auml;hrige hatte ein siebenseitiges Papier verfasst, das sich auf die Berichterstattung der Finanzzeitung &bdquo;Financial Times&ldquo; st&uuml;tzte. In dem Dokument warf Folter bereits vier Jahre vor dem Zusammenbruch von Wirecard kritische Fragen auf.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.focus.de\/finanzen\/news\/von-den-chefs-ignoriert-junge-bankerin-sah-schon-2016-wirecard-betrug-und-wurde-als-kleine-maus-verlacht_id_13028885.html\">Focus Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Cum-Ex-Skandal: Das Millionenr&auml;tsel um Peter Tschentscher<\/strong><br>\nEin Untersuchungsausschuss soll in Hamburg kl&auml;ren, warum das Finanzamt 47 Millionen Euro Steuern nicht zur&uuml;ckforderte, die die Privatbank Warburg mit Cum-Ex-Gesch&auml;ften ergaunert haben soll. Neue Akten zeigen nun: Der heutige B&uuml;rgermeister Peter Tschentscher (SPD) war tief in den Fall eingebunden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.manager-magazin.de\/politik\/cum-ex-skandal-um-warburg-bank-was-wusste-hamburgs-buergermeister-peter-tschentscher-a-8181ffe0-6b4b-4caa-a444-1e14cde612ee\">manager magazin<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Faire und nachhaltige EU-Handelsstrategie: Ist auch drin, was draufsteht?<\/strong><br>\nDie EU-Kommission hat eine neue Handelsstrategie vorgestellt. Klimakrise und soziale Folgen der Globalisierung sind dabei st&auml;rker als bisher verankert. Doch bei all dem rhetorischen Geschick bleibt der substanzielle Kurswechsel in der EU-Handelspolitik auf der Strecke. (&hellip;)<br>\nDie EU-Handelspolitik zu begr&uuml;nen und sozial tragf&auml;hig zu gestalten, bleibt mit der vorliegenden Mitteilung eine blo&szlig;e Absichtserkl&auml;rung der EU-Kommission. Sie ruft nach der derzeit kaum handlungsf&auml;higen WTO, um einen klimaneutralen, umweltfreundlichen und sozial gerechten Welthandel voranzutreiben. Die relevanten Stellschrauben auf EU-Ebene l&auml;sst sie gekonnt unerw&auml;hnt und umschifft Widerspr&uuml;che und Konflikte, die eine konsequente Ausrichtung an sozialen und klimapolitischen Interessen hervorbringen w&uuml;rde. Damit l&auml;sst sie die noch halbwegs zeitgerechte Chance verstreichen, Handelsbeziehungen an den Notwendigkeiten einer klimagerechten Kooperation auszurichten und menschenverachtende Arbeitsbedingungen an Produktionsstandorten f&uuml;r Exportg&uuml;ter in die EU abzustellen. Letztlich verhaftet sie damit in der bekannten Handelslogik, die auf dem Nachhaltigkeitsauge blind ist.<br>\nEine nachhaltige EU-Handelspolitik, die nicht nur aus sch&ouml;nen &Uuml;berschriften besteht, m&uuml;sste sich in einem ersten Schritt mit den Widerspr&uuml;chen internationaler Handelst&auml;tigkeit im Hinblick auf Klimaneutralit&auml;t und Lebens- und Arbeitsbedingungen konfrontieren. Erst dieser erste Schritt der Bestandsaufnahme erm&ouml;glicht im zweiten Schritt zielgerichtete Ma&szlig;nahmen, die einen Kurswechsel in der EU-Handelspolitik einl&auml;uten. Eine solche kritische Auseinandersetzung bedeutet dabei keinesfalls das Ende des Welthandels, internationaler Kooperation oder gar Isolation, wie Bef&uuml;rworter*innen der neoliberalen Globalisierung gerne als Totschlagargument ins Treffen f&uuml;hren. Das hei&szlig;t vielmehr, dass die Handelspolitik vom Kopf auf die F&uuml;&szlig;e und in den Dienst des Planeten und seiner Bev&ouml;lkerung gestellt wird.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/awblog.at\/faire-und-nachhaltige-eu-handelsstrategie\/\">A&amp;W blog<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Tiertransporte auf dem Mittelmeer: K&auml;lber auf t&ouml;dlicher Irrfahrt<\/strong><br>\nZwei Schiffe mit &uuml;ber 2.500 St&uuml;ck Vieh irren seit zwei Monaten &uuml;bers Mittelmeer. Die Tierqu&auml;lerei ist Folge eines Kompetenzwirrwarrs.<br>\ns ist das traurige Ende von &uuml;ber zwei Monaten Odyssee auf hoher See. 895 K&auml;lber, die sich auf dem Transportschiff &bdquo;Karim Allah&ldquo; befinden, werden am Dienstag im spanischen Mittelmeerhafen Cartagena an Land gehen &ndash; und dort sofort per Injektionen get&ouml;tet werden. Die qualvolle Seereise ist die Folge eines Kompetenzwirrwarrs, in das mehrere L&auml;nder verwickelt sind. Auch verantwortlich: eine Norm der Europ&auml;ischen Union (EU).<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/taz.de\/Tiertransporte-auf-dem-Mittelmeer\/!5749567\/\">taz<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Nevada will lokale Regierungsmacht an Tech-Firmen abtreten &ndash; samt Gericht<\/strong><br>\nNevadas Gouverneur will Tech-Firmen erlauben, neue St&auml;dte zu bauen. Die Firmen w&auml;ren dort Regierung, Schulbeh&ouml;rde, Polizei und Justiz in einem.<br>\nJeffrey Berns m&ouml;chte in Nevada eine Blockchain-Stadt aus dem Boden stampfen, in der er selbst das Sagen hat: Steuern, Schulen, Polizei, Feuerwehr, lokale Vorschriften, und sollen von seiner Firma Blockchains, LLC, bestimmt werden &ndash; sogar das &ouml;rtliche Gericht. 270 Quadratkilometer Land hat Berns bereits gekauft, wie auch eine Bank in Las Vegas. Sie soll das Projekt finanzieren. Auch die Unterst&uuml;tzung der Politik hat sich Berns gesichert.<br>\nNevadas Gouverneur Steve Sisolak von der Partei der Demokraten hat die Einf&uuml;hrung von &ldquo;Innovationszonen&rdquo; angek&uuml;ndigt, in denen jeweils ein Unternehmen jene Macht aus&uuml;ben soll, die sonst Countys innehaben. Sisolak hat auch schon einen entsprechenden Gesetzesentwurf ausarbeiten lassen. Die Zeitung Las Vegas Review-Journal hat den noch nicht &ouml;ffentlichen Entwurf gelesen.<br>\nDemnach h&auml;lt Sisolak &ldquo;alternative Formen lokaler Gebietsk&ouml;rperschaften&rdquo; f&uuml;r notwendig, um die wirtschaftliche Entwicklung Nevadas zu unterst&uuml;tzen. Das gegenw&auml;rtige System sei &ldquo;f&uuml;r sich alleine inad&auml;quat, um jene Flexibilit&auml;t und Ressourcen bereitzustellen, die dem Staat (Nevada) helfen w&uuml;rden, f&uuml;hrend bei Anwerbung und Bindung neuer Formen und Arten von Unternehmen zu werden&rdquo;.<br>\nDeshalb sollen bald Unternehmen, die in Blockchains, autonome Systeme, das Internet der Dinge (IoT), Roboter, K&uuml;nstliche Intelligenz, Funktechnik, Biometrie und erneuerbare Ressourcen investieren, selbst Gebietsk&ouml;rperschaften gr&uuml;nden und betreiben d&uuml;rfen. Im Gegenzug sollen sie eine branchenspezifische Steuer zahlen. Und Nevada h&auml;tte eine Alternative zu Subventionen und Steuernachl&auml;ssen sowie unternehmerfreundlichen Haftungsregeln, um Investoren anzulocken.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Nevada-will-lokale-Regierungsmacht-an-Tech-Firmen-abtreten-samt-Gericht-5048204.html\">Heise Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Die Kanzlerin wird zunehmend isoliert: Merkels No-Covid-Strategie ist beerdigt<\/strong><br>\nImmer mehr Politiker wenden sich von Merkels bisher strikter Lockdown-Politik ab. Ihr Kurswechsel kommt nun m&ouml;glicherweise zu sp&auml;t. [&hellip;]<br>\nEigentlich will die Kanzlerin nicht &ouml;ffnen, r&uuml;ckt deshalb nur z&ouml;gernd von ihrer 35 ab, mit der sie die Ministerpr&auml;sidentinnen und Ministerpr&auml;sidenten zur Verl&auml;ngerung des Lockdowns zwingen wollte. Aber die wenden sich von Merkels bisher striktem Lockdown-Kurs ab. Sie wird isoliert. Merkel droht das Momentum zu verlieren. Volker Bouffier, Hessens Ministerpr&auml;sident und eine Art Moderator im Sinne der CDU, sagt schon: Wir k&ouml;nnen so nicht weitermachen. Inzidenzwerte entscheiden nicht allein. &Ouml;ffnungen m&uuml;ssen her. W&ouml;rtlich: Die Leute haben die Schnauze voll. Bis Mai, das geht nicht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/die-kanzlerin-wird-zunehmend-isoliert-merkels-no-covid-strategie-ist-beerdigt\/26959026.html\">Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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