{"id":70378,"date":"2021-03-04T08:49:37","date_gmt":"2021-03-04T07:49:37","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=70378"},"modified":"2021-03-04T08:49:37","modified_gmt":"2021-03-04T07:49:37","slug":"hinweise-des-tages-3812","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=70378","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=70378#h01\">Lockdown dauert nicht nur l&auml;nger, sondern wird auch komplizierter<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=70378#h02\">Veranstaltungsbranche und Corona: &bdquo;Wir verlieren etwa einen Jahresertrag pro Monat&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=70378#h03\">Verloren zwischen Paragrafen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=70378#h04\">Grundrechte in Zahlen: Karlsruhe legt Statistik vor<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=70378#h05\">Familien unter Druck: 49 Prozent der Erwerbspersonen mit Kindern sch&auml;tzen ihre Situation als stark belastend ein<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=70378#h06\">Bundeswehr: Zahl traumatisierter Soldaten steigt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=70378#h07\">Bundeswehr aus Irak abziehen und Syrien-Sanktionen aufheben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=70378#h08\">Pr&auml;senz im Indo-Pazifik: Deutschland entsendet Fregatte in ostasiatische Gew&auml;sser<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=70378#h09\">Die Welt k&ouml;nnte etwas weniger irre werden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=70378#h10\">Greensill Bank:Und pl&ouml;tzlich ist das Geld weg<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=70378#h11\">Wirecard: &bdquo;Erst die Spitze des Eisbergs&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=70378#h12\">Das sind die gr&ouml;&szlig;ten Dividendenzahler &ndash; weltweit und in Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=70378#h13\">CETA-Urteil ist bedauerliches Signal f&uuml;r die Parlamentsbeteiligung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=70378#h14\">Regierung fordert Nutzerverifizierung bei Messengern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=70378#h15\">Die Union in Unruhe: Der Fall N&uuml;&szlig;lein<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=70378#h16\">Lobbying auf EU-Ebene: Auf wen h&ouml;rt die Europ&auml;ische Kommission?<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Lockdown dauert nicht nur l&auml;nger, sondern wird auch komplizierter<\/strong><br>\nDer bereits im letzten Jahr begonnene Lockdown wird bis mindestens 28. M&auml;rz weiter verl&auml;ngert. Ab dem 8. M&auml;rz sollen aber alle B&uuml;rger einen Anspruch auf einen einmal w&ouml;chentlichen kostenlosen Schnelltest &ldquo;in einem von der jeweiligen Kommune betriebenen Testzentrum&rdquo; haben. Bevor sie sich diesen Aufwand antun, werden viele B&uuml;rger wahrscheinlich lieber Selbsttests kaufen, die es inzwischen bei Aldi und zahlreichen anderen Super- und Drogeriem&auml;rkten gibt. Bei bestimmten Gelegenheiten, zu denen sich die Teilnehmer der Konferenz gestern Nacht eher verwirrend &auml;u&szlig;erten, sie k&uuml;nftig verpflichtend verlangt werden.<br>\nEbenfalls ab dem 8. M&auml;rz sollen L&auml;den in Regionen mit einem &ldquo;stabilen&rdquo; Inzidenzwert unter 50 &ouml;ffnen d&uuml;rfen. L&auml;den in Regionen mit einem Inzidenzwert &uuml;ber 50 d&uuml;rfen lediglich &ldquo;Click-and-Meet&rdquo;-Termine mit Kunden vereinbaren. Josef Sanktjohanser, der Pr&auml;sident des Handelsverband Deutschland (HDE), und sein Hauptgesch&auml;ftsf&uuml;hrer Stefan Genth gaben sich davon entt&auml;uscht. Sie kritisierten, dass &ldquo;die urspr&uuml;nglich f&uuml;r den 10. Februar und dann f&uuml;r den 3. M&auml;rz fest zugesagte, sichere und gerechte &Ouml;ffnungsstrategie [&hellip;] immer noch nicht vor[liegt]&rdquo;.<br>\nDas Gastgewerbe darf in Regionen mit einer stabilen Inzidenz unter 50 ab dem 22. M&auml;rz &ouml;ffnen. Dann d&uuml;rfen die G&auml;ste aber noch nicht ins Lokal, sondern erst einmal nur drau&szlig;en sitzen. &Uuml;ber weitere &Ouml;ffnungsschritte soll am 5. und am 22. April entschieden werden. Steigen die Inzidenzwerte bis dahin wieder deutlich &ndash; was auch an vermehrten Schnelltests liegen k&ouml;nnte &ndash; soll eine &ldquo;Notbremse&rdquo; greifen und den Verbotsstand auf dem vom 8. M&auml;rz zur&uuml;cksetzen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Lockdown-dauert-nicht-nur-laenger-sondern-wird-auch-komplizierter-5071460.html\">Telepolis<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Dieser Gipfel war eine Katastrophe. So kam heraus, dass Jens Spahn, der vollmundig Tests f&uuml;r alle schon zum 1. M&auml;rz ank&uuml;ndigte, noch gar keine Bestellungen vorgenommen hat. Zur Belohnung oder auch zur Strafe, so klar ist das nicht, soll er jetzt mit seinem Ministerkollegen Andreas Scheuer eine Taskforce Testlogistik leiten. Da wurden die beiden besten aus Merkels Gruselkabinett verpflichtet. Au&szlig;erdem muss eine Testinfrastruktur erst noch aufgebaut werden. Auch hier ist man, wie schon so oft, &uuml;berhaupt nicht vorbereitet und schiebt die Verantwortung vorerst an die Kommunen weiter. Eine Reihe von Protokollerkl&auml;rungen einzelner L&auml;nder deutet zudem darauf hin, dass die Beschl&uuml;sse nicht lange halten werden. Der Stufenplan, den Merkel verk&uuml;ndete, versteht ohnehin niemand. Tragikomisch ist in diesem Zusammenhang die &bdquo;Notbremse&ldquo;, &uuml;ber die die Bundeskanzlerin sagte, dass sie &bdquo;akkurat eingehalten werden&ldquo; m&uuml;sse. Wer nimmt das &uuml;berhaupt noch ernst, nachdem diese Bundesregierung so ziemlich jede Zusage und Vorgabe gebrochen, damit Vertrauen und Glaubw&uuml;rdigkeit verspielt hat, aber dennoch behauptet, dass alles im Gro&szlig;en und Ganzen ganz gut gelaufen sei? <\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: S&auml;tze zum Ausflippen<\/strong><br>\nDer amerikanische Schriftsteller Edward Estlin Cummings hat einen gloriosen Spruch gepr&auml;gt: &raquo;There is some shit I will not eat&laquo;. Ich glaube, bei mir war dieser Punkt sp&auml;testens erreicht, als ich h&ouml;rte, was Angela Merkel diese Woche in der Unionsfraktion gesagt hat: &raquo;Wir brauchen sicherlich den Monat M&auml;rz, um eine umfassende Teststrategie aufzubauen.&laquo; Es gab und gibt im Verlauf dieser Pandemie immer wieder S&auml;tze zum Ausflippen, Flipps&auml;tze. Ein Jahr nach Beginn der Pandemie, f&uuml;nf Monate nach Beginn der zweiten Welle, in dem Land, wo der weltweit erste Corona-Test entwickelt wurde, ist Merkels betulicher Satz mehr als eine Zumutung, mehr als eine Unversch&auml;mtheit, mehr als nur eine Katastrophe.<br>\nNicht im M&auml;rz 2020, sondern im M&auml;rz 2021 eine &raquo;umfassende Teststrategie aufzubauen&laquo; &ndash; das ist in meinen Augen nicht weniger als ein Ausweis von Staatsversagen. Mir ist inzwischen egal, ob eigentlich der kleinkleine F&ouml;deralismus, die bockige Ministerpr&auml;sidentenkonferenz, die bizarre B&uuml;rokratie, die kaputtgesparte Infrastruktur, die st&auml;ndige Angst vor dem Geschrei Rechter und Rechtsextremer, die v&ouml;llige Fehleinsch&auml;tzung des Pandemieverlaufs, das parteipolitische Get&ouml;se zum allerfalschesten Zeitpunkt, der kreischende Schuldenbremsengeiz der GroKo oder das jahrzehntelange deutsche Digitalisierungsdebakel hinter diesem pandemischen Staatsversagen steckt. Es ist wahrscheinlich eine Mischung aus allem, erg&auml;nzt durch ein paar &Uuml;berraschungsunf&auml;higkeiten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/netzwelt\/netzpolitik\/corona-staatsversagen-in-der-pandemie-saetze-zum-ausflippen-kolumne-a-7f9519ca-1994-48c5-81eb-607efce16cf5\">Sascha Lobo in DER SPIEGEL<\/a><\/p>\n<p><strong>dazu auch: Lockdown: Deutschland w&auml;hlt die Mittel des Mittelalters<\/strong><br>\nDie Lockdown-Verl&auml;ngerung offenbart das Scheitern eines in B&uuml;rokratie und Selbstgerechtigkeit erstarrten Landes. Der Staat doktert an Lockdown-Feinheiten herum und setzt auf Verbote, statt die Chancen zu nutzen. Mehr Macht f&uuml;r die Landr&auml;te und Regionen und viele Probleme w&auml;ren keine Probleme mehr, meint Christian Erhardt.<br>\nIn der aktuellen Lockdown Diskussion haben Deutschlands Ministerpr&auml;sidenten allen Ernstes Debatten dar&uuml;ber gef&uuml;hrt, ob Gartenst&uuml;hle eigentlich M&ouml;belst&uuml;cke sind und ob Nagelmodellage zu k&ouml;rpernahen Dienstleistungen geh&ouml;rt. Allein die Vorstellung treibt einem die Schamesr&ouml;te ins Gesicht angesichts eines Landes, das sich selbst derma&szlig;en unter Wert verwaltet. Ich empfinde es als unfassbare Selbstgerechtigkeit, &uuml;ber solche Details ernsthaft zu diskutieren, statt Perspektiven zu &uuml;berlegen. Es sind die Methoden l&auml;ngst vergangener Jahrhunderte, die gew&auml;hlt werden. Angst verbreiten und wegsperren! Chancen und Perspektiven? Die Diskussion wird vehement abgew&uuml;rgt. Und warum? Weil wir unseren Mitmenschen offenbar nicht zutrauen, sich vern&uuml;nftig ein Testst&auml;bchen selbst in die Nase zu f&uuml;hren und sich zu testen. Das Land der Dichter und Denker h&auml;lt sich f&uuml;r unf&auml;hig zum Selbstabstrich.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/kommunal.de\/lockdown-mittelalter-kommentar\">Kommunal<\/a><\/p>\n<p><strong>und: Oster-Lockerung gestrichen: Die &ldquo;Notbremse&rdquo; liegt k&uuml;nftig bei 100<\/strong><br>\nSpezielle Lockerungen f&uuml;r die Osterfeiertage sind im j&uuml;ngsten Entwurf f&uuml;r den heutigen Corona-Beschluss von Bund und L&auml;ndern vom Tisch. Neu dazugekommen ist ein f&uuml;nfter &Ouml;ffnungsschritt. Schnelltests sollen nur &ldquo;mindestens&rdquo; einmal pro Woche angeboten werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/politik\/Die-Notbremse-liegt-kuenftig-bei-100-article22398536.html\">n-tv<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Auch dies ist <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=70363\">&bdquo;Im Namen des Wahnsinns&ldquo;<\/a>, wie Jens Berger formuliert hat. Eine v&ouml;llig irre Sammlung an weiteren Repressionsregeln. Das &bdquo;&Ouml;ffnungskonzept&ldquo; ist im Grunde die reine Augenwischerei, um den B&uuml;rgern vorgeblich m&ouml;gliche Lockerungen in Aussicht zu stellen. Dazu muss man sich nur die Regelung f&uuml;r die &Ouml;ffnung der Gastronomie und der Kultureinrichtung ansehen. Demnach ist dies erst m&ouml;glich, wenn die Inzidenz in einer Region 14 Tage stabil bei oder unter 35 liegt. Das ist absurd, das kann, wenn &uuml;berhaupt, fl&auml;chendeckend erst im Mai oder Juni erreicht werden. Es geht also darum, den Lockdown so lange wie m&ouml;glich in die L&auml;nge zu ziehen. Und es zeigt sich darin die v&ouml;llige Geringsch&auml;tzung der Kultureinrichtungen durch die politische Elite, die damit weiter keinerlei Perspektive haben, einen geregelten Betrieb wieder aufnehmen zu k&ouml;nnen. <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Veranstaltungsbranche und Corona: &bdquo;Wir verlieren etwa einen Jahresertrag pro Monat&ldquo;<\/strong><br>\nDer Mitinitiator des B&uuml;ndnisses &bdquo;Alarmstufe Rot&ldquo;, Christian Eichenberger, hat von der Bundesregierung ein klareres &Ouml;ffnungskonzept f&uuml;r Veranstaltungen wie Konzerte und Messen gefordert. Er warnte davor, eine Inzidenz von 35 als Richtwert f&uuml;r &Ouml;ffnungen zu etablieren. Das w&auml;re f&uuml;r die Branche &bdquo;eine Katastrophe&ldquo;, so Eichenberger.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/veranstaltungsbranche-und-corona-wir-verlieren-etwa-einen.694.de.html?dram:article_id=493449\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Verloren zwischen Paragrafen<\/strong><br>\nViele Unternehmen haben eine Corona-Sonderregelung falsch verstanden und ihre Pleite verborgen. Das wird sich r&auml;chen.<br>\nMan k&ouml;nnte fast meinen, Horst Seehofer habe seine H&auml;nde im Spiel gehabt. Der Bundesinnenminister hatte in einer Rede vor knapp zwei Jahren ausgeplaudert, wie er umstrittene Gesetze durch den Bundestag schleust, ohne dass die Abgeordneten deren Sprengkraft erkennen und mit Nachfragen nerven: &ldquo;Man muss Gesetze kompliziert machen.&rdquo; Dann lachte er selbstzufrieden und erg&auml;nzte: &ldquo;Dann f&auml;llt es nicht so auf.&rdquo;<br>\nDas Covid-19-Insolvenzaussetzungsgesetz, kurz COVInsAG, ist ein so kompliziertes Gesetz, dass es fast schon Seehofer-verd&auml;chtig ist. Es soll von der Pandemie bedrohte Unternehmen vor der Pleite sch&uuml;tzen, weshalb es hilfreich gewesen w&auml;re, wenn Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer oder Chefinnen ebenjener Unternehmen in der Lage w&auml;ren, die gerade einmal sieben Paragrafen auch zu verstehen. Doch das COVInsAG wimmelt von komplexen Formulierungen, Querverweisen auf andere Gesetze, doppelten Verneinungen und Ausnahmen von den Ausnahmeregeln, die im einen oder anderen Zeitraum gelten und dann auch wieder nur unter gewissen Umst&auml;nden. Das Gesetz ist die H&ouml;lle sogar f&uuml;r rechtswissenschaftlich vorgebildete Menschen &ndash; auch wenn dahinter wohl keine politische Trickserei steckt, sondern schlicht die Unf&auml;higkeit vieler Juristen, einfach zu schreiben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/coronavirus-insolvenzrecht-pleitewelle-1.5222686\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Grundrechte in Zahlen: Karlsruhe legt Statistik vor<\/strong><br>\nAus dem Bericht f&uuml;r das vergangene Jahr geht hervor, dass mehr als 880 Verfahren, die dort eingingen, Ma&szlig;nahmen zur Eind&auml;mmung der Pandemie betrafen. Diese Zahl umfasst s&auml;mtliche Schreiben, also Verfassungsbeschwerden oder Eilantr&auml;ge, aber auch Kommentare zur Corona-Politik oder Fragen zu laufenden Verfahren. Ber&uuml;cksichtigt man nur das Verfahrensregister, also allein Verfassungsbeschwerden und andere Antr&auml;ge, die nicht offensichtlich aussichtslos waren, betrafen 240 Beschwerden Corona-Fragen, 170 waren mit einem Eilantrag verbunden. Hinzu kamen 72 reine Eilantr&auml;ge. In nur drei F&auml;llen gaben die Verfassungsrichter den Antragstellern recht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/zeitung.faz.net\/faz\/politik\/2021-03-04\/8bf3b4c4b79e4b68ba2a2c954aecbcb3\/?GEPC=s3\">FAZ<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Familien unter Druck: 49 Prozent der Erwerbspersonen mit Kindern sch&auml;tzen ihre Situation als stark belastend ein<\/strong><br>\n40 Prozent der Erwerbspersonen in Deutschland f&uuml;hlen sich w&auml;hrend des zweiten Lockdowns stark oder sogar &auml;u&szlig;erst belastet. Wenn Kinder im Haushalt leben, sagen das 49 Prozent. Damit haben fast genauso viele Besch&auml;ftigte, Selbst&auml;ndige und Arbeitslose ihre Gesamtsituation Ende Januar 2021 als stark oder &auml;u&szlig;erst belastend wahrgenommen wie im ersten Lockdown vom April 2020. Bei Erwerbspersonen mit Kindern im Haushalt lag das allgemeine Belastungsempfinden noch geringf&uuml;gig h&ouml;her als im April. Vor allem die Einsch&auml;tzung der eigenen famili&auml;ren Situation hat sich in den Wintermonaten mit geschlossenen Kitas, Schulen und Freizeiteinrichtungen sp&uuml;rbar verschlechtert. Besonders angespannt ist die Lage bei Alleinerziehenden und generell in vielen Familien mit niedrigeren Einkommen: In diesen Gruppen empfinden rund 60 Prozent ihre Gesamtsituation als stark oder &auml;u&szlig;erst belastend. Das ergibt eine neue Studie der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung, die die Erwerbspersonenbefragung der Stiftung auswertet.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.boeckler.de\/de\/pressemitteilungen-2675-familien-unter-druck-31127.htm\">Hans B&ouml;ckler Stiftung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Bundeswehr: Zahl traumatisierter Soldaten steigt<\/strong><br>\nImmer mehr Soldatinnen und Soldaten erkranken laut Bundeswehr an einer posttraumatischen Belastungsst&ouml;rung. Vor allem die Folgen des Afghanistan-Einsatzes wirkten nach.<br>\nDie Zahl der Soldatinnen und Soldaten, die an einer einsatzbedingten posttraumatischen Belastungsst&ouml;rung (PTBS) erkranken, ist im vergangenen Jahr trotz sinkender Einsatzzahlen im Ausland gestiegen. 2020 registrierte die Bundeswehr 213 Neuerkrankte &ndash; im Jahr davor waren es 183.<br>\nMomentan sind rund 3.000 Kr&auml;fte im Auslandseinsatz. Die Bundeswehr geht davon aus, dass drei Prozent aller Soldatinnen und Soldaten im Einsatz eine PTBS erleiden. Allerdings bleibe die H&auml;lfte unerkannt, hie&szlig; es.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/gesellschaft\/zeitgeschehen\/2021-03\/bundeswehr-posttraumatische-belastungsstoerung-ptbs-soldaten-ausland-einsatz\">Zeit Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Bundeswehr aus Irak abziehen und Syrien-Sanktionen aufheben<\/strong><br>\n&bdquo;Die Bundesregierung sollte endlich die Forderung von Papst Franziskus nach einem Ende der illegalen Wirtschaftssanktionen gegen Syrien beherzigen und die Bundeswehr aus dem Irak abziehen, statt weiter den milit&auml;rischen Schulterschluss mit den USA zu proben bis hin zu einem neuen Krieg. Das ist die wichtigste Lehre aus dem neuerlichen Raketenbeschuss auf Milit&auml;reinrichtungen ausl&auml;ndischer Truppen im Irak, die in der Bev&ouml;lkerung als Besatzer und nicht als Sicherheitsfaktor wahrgenommen werden&ldquo;, erkl&auml;rt Sevim Dagdelen, Obfrau der Fraktion DIE LINKE im Ausw&auml;rtigen Ausschuss. Dagdelen weiter:<br>\n&bdquo;Die massiven Angriffe auf den von NATO-Truppen genutzten Milit&auml;rflughafen Ain al-Assad im Westen des Irak erfolgten in Reaktion auf die von US-Pr&auml;sident Joe Biden befohlenen v&ouml;lkerrechtswidrigen Bombardements von Zielen in Syrien, die ihrerseits als Antwort auf Attacken auf US-Milit&auml;reinrichtungen in Erbil ausgegeben worden war. Mit drohenden US-Angriffen und der gerade beschlossenen Ausweitung des NATO-Einsatzes droht nun eine neue milit&auml;rische Eskalation im Irak wie auch in Syrien.<br>\nBomben schaffen keinen Frieden. DIE LINKE fordert den Abzug der Bundeswehr aus dem Irak und, wie auch vom Vatikan im Vorfeld der historischen Irak-Reise von Papst Franziskus bekr&auml;ftigt, die Aufhebung der Wirtschaftssanktionen gegen Syrien, die den Wiederaufbau des Landes blockieren und der Bev&ouml;lkerung jede Perspektive auf ein Leben in sozialer Sicherheit nehmen.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/bundeswehr-aus-irak-abziehen-und-syrien-sanktionen-aufheben\/\">DIE LINKE. im Bundestag <\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Pr&auml;senz im Indo-Pazifik: Deutschland entsendet Fregatte in ostasiatische Gew&auml;sser<\/strong><br>\nDie deutsche Marine entsendet eine Fregatte in den indo-pazifischen Raum. Das Kriegsschiff soll Berlins verst&auml;rktes Engagement in der Region verdeutlichen &ndash; aber auch ein Zeichen gegen chinesische Hoheitsanspr&uuml;che setzen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/politik\/inland\/deutschland-entsendet-fregatte-in-indo-pazifik-raum-17224589.html\">FAZ<\/a>\n<p><strong>dazu: Indo-Pazifik: Flagge zeigen!<\/strong><br>\nBereits letztes Jahr hatte Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer die Entsendung einer Fregatte in den Indo-Pazifik angek&uuml;ndigt, um, so w&ouml;rtlich, &bdquo;Flagge zeigen&ldquo; zu wollen. Conrabedingt musste die Reise verschoben werden, soll nun aber nachgeholt werden. Augengeradeaus hat erstmals das genaue Datum f&uuml;r die geplante Fahrt: &bdquo;Von hohen Beamten aus Ausw&auml;rtigem Amt und Verteidigungsministerium hie&szlig; es am (heutigen) Dienstag, inzwischen sei die Planung f&uuml;r diese Schifffahrt konkreter geworden: Eine Fregatte der Deutschen Marine soll Anfang August auslaufen und bis Ende Februar kommenden Jahres durch das Mittelmeer in den Indischen Ozean, nach Australien und dann nach Ostasien fahren.&ldquo; UPDATE: Wie die Botschaft der Fregattenentsendung in der Sicherheitscommunity beschrieben wird, zeigt der Titel eines Artikels in der Europ&auml;ischen Sicherheit und Technik zum Thema: &bdquo;Deutschland macht als global agierende Handelsnation ernst: eine Fregatte nimmt Kurs in den Indo-Pazifik&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.imi-online.de\/2021\/03\/03\/indo-pazifik-flagge-zeigen\/\">Informationsstelle Militarisierung e.V.<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Auf diese Absichten der Verteidigungsministerin Kramp-Karrenbauer haben die NachDenkSeiten mehrfach hingewiesen. Bitte lesen Sie dazu u.a.:<\/em><\/p>\n<ol type=\"a\">\n<li><em><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=56241#h02\">Die Waffengret will nicht am Rande stehen<\/a><\/em><\/li>\n<li><em><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=69712#h15\">Trotz Warnung aus Peking: Zwei US-Flugzeugtr&auml;ger patrouillieren im S&uuml;dchinesischen Meer<\/a> mit einer Anmerkung.<\/em><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Die Welt k&ouml;nnte etwas weniger irre werden<\/strong><br>\nWelch eine irre Welt! Da hat die Corona-Pandemie bis Sonntag 113,777 Millionen Menschen infiziert, 2,524 Millionen hat Covid-19 dahingerafft. Die Seuche hat weltweit den bisher gr&ouml;&szlig;ten Einbruch der Wirtschaft ausgel&ouml;st, um 4,4 Prozent ging das globale Sozialprodukt im Jahr 2020 zur&uuml;ck. Die meisten L&auml;nder k&auml;mpfen mit einer Rezession, nur China erzielte ein Wachstum von 2,3 Prozent. &Uuml;berall ist die Arbeitslosigkeit gestiegen, sind die Schuldenst&auml;nde in die H&ouml;he geschossen, die Gesundheitssysteme unter Druck geraten. Ein Drittel der Menschheit sitzt in einer Form von Lockdown. Eine drohende Insolvenzwelle st&uuml;rzt viele in Hoffnungslosigkeit und Verzweiflung. Die Weltbank beklagt, dass die Pandemie den Fortschritt eines Jahrzehnts koste, und stellt sich auf eine Dekade &ouml;konomischer Entt&auml;uschungen ein. Was aber tut die Staatengemeinschaft? Es ist heller Wahnsinn: Sie r&uuml;stet auf.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2021-03\/militaerausgaben-corona-usa-china-russland-europa-verteidigung-weltpolitik-5vor8\">Zeit Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Einmal ein herzliches Danke an die ZEIT f&uuml;r diese wohltuende Vernunft in einem Meer der Verr&uuml;cktheit.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Greensill Bank:Und pl&ouml;tzlich ist das Geld weg<\/strong><br>\n&Uuml;ber ein vermeintlich harmloses Geldhaus in Bremen zapfte ein internationales Finanzkonglomerat jahrelang Kleinsparer an. Nun wird die Bank vorerst geschlossen &ndash; und es greifen Notfallregeln. [&hellip;]<br>\nDer Fall ist nicht nur eine Blamage f&uuml;r die internationale Hochfinanz und m&ouml;glicherweise Ausdruck einer Blase an den Kreditm&auml;rkten, sondern auch ein &Auml;rgernis f&uuml;r die hiesigen Privatbanken. Denn sie sichern die Einlagen der deutschen Privatkunden ab und m&uuml;ssen nun mit einem Schaden von bis zu drei Milliarden Euro rechnen. Kommt es zu einem so genannten Sicherungsfall, werden Privatanleger aus einem gemeinsamen Topf der Privatbanken entsch&auml;digt. So war es zuletzt bei Kunden von Lehman Brothers oder der Maple Bank. Die &uuml;brigen Institute m&uuml;ssen dann versuchen, sich das Geld im Insolvenzverfahren zur&uuml;ckzuholen. Die Schieflage von Greensill wird f&uuml;r die hiesige Einlagensicherung zur wohl gr&ouml;&szlig;ten Herausforderung seit dem Zusammenbruch von Lehman Brothers und seiner deutschen Tochter 2008. Dabei stellt sich auch die Frage, wie gut die Privatbanken ihrem Mitglied Greensill auf die Finger geschaut haben. Zu den Gesch&auml;digten geh&ouml;ren dem Vernehmen nach auch rund 50 Kommunen, die insgesamt wohl einen dreistelligen Millionenbetrag bei der Bank angelegt hatten, obwohl Kommunen seit 2017 eigentlich nicht mehr von der Einlagensicherung gesch&uuml;tzt werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/greensill-bank-involvent-1.5224087\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Wirecard: &bdquo;Erst die Spitze des Eisbergs&ldquo;<\/strong><br>\nDie US-Shortsellerin Fahmi Quadir berichtet, dass in den USA offenbar umfangreiche Ermittlungen gegen das Wirecard-Geflecht laufen.<br>\nDie New Yorker Hedge Fonds-Managerin Fahmi Quadir erwartet, dass es im Zuge der Wirecard-Aufkl&auml;rung noch zahlreiche Anklagen und Verurteilungen geben wird. Die Shortsellerin, Gr&uuml;nderin von Safkhet Capital, die den betr&uuml;gerischen Machenschaften seit Jahren auf der Spur ist, sagte der Berliner Zeitung: &bdquo;Es laufen zahlreiche Ermittlungen der US-Beh&ouml;rden. Die US-Justiz arbeitet mit Insidern zusammen, die als Kronzeugen mitwirken. Einige Leute sitzen schon im Gef&auml;ngnis, ohne dass dies &ouml;ffentlich bekanntgemacht wurde. Die US-Justiz h&auml;lt die Ermittlungen geheim, um den T&auml;tern keine Anhaltspunkte zu geben.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/wirtschaft-verantwortung\/wirecard\/wirecard-erst-die-spitze-des-eisbergs-li.143848\">Berliner Zeitung<\/a>\n<p><strong>dazu auch: Wirecard-Aff&auml;re: Finanzaufsicht zweifelt an Eignung von EY als Bilanzpr&uuml;fer<\/strong><br>\nDie Bafin nimmt im Wirecard-Skandal die Pr&uuml;fungsgesellschaft EY ins Visier. Die Aufseher ermitteln, ob die Berater die Jahresabschl&uuml;sse diverser Finanzkonzerne pr&uuml;fen d&uuml;rfen.<br>\nEs l&auml;uft derzeit nicht bei Ernst &amp; Young (EY). Die EU-Kommission erw&auml;gt, Wirtschaftspr&uuml;fer wegen des Wirecard-Skandals st&auml;rker haften zu lassen. Nun pr&uuml;ft auch noch die deutsche Finanzaufsicht Bafin nach dem milliardenschweren Bilanzskandal, ob EY &uuml;berhaupt uneingeschr&auml;nkt als Abschlusspr&uuml;fer geeignet ist.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/wirecard-skandal-finanzaufsicht-zweifelt-an-eignung-von-ey-als-bilanzpruefer-a-caa4154c-a1be-47f2-b5f6-6b6a99ed5696\">DER SPIEGEL<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Das sind die gr&ouml;&szlig;ten Dividendenzahler &ndash; weltweit und in Deutschland<\/strong><br>\nWir haben f&uuml;r sie die deutschen und weltweiten Unternehmen mit den gr&ouml;&szlig;ten Dividendenaussch&uuml;ttungen zusammengestellt. Die Angaben basieren auf den Zahlen von Janus Henderson Investors. (&hellip;)<br>\nAm meisten Dividende im Jahr 2020 hat in Deutschland ein Versicherungskonzern ausgesch&uuml;ttet. Die Rede ist nat&uuml;rlich von der Allianz. Die hat 4,3 Milliarden US-Dollar an ihre Aktion&auml;re weitergegeben. Weltweit reicht das immerhin zu einem beachtlichen 51. Rang.<br>\nAber welche Unternehmen haben weltweit die meisten Rendite ausgesch&uuml;ttet? Dieser Frage widmen wir uns im zweiten Teil unserer Fotostory: (&hellip;)<br>\n&Uuml;ber 15,8 Milliarden US-Dollar hat Microsoft im letzten Jahr an seine Aktion&auml;re ausgesch&uuml;ttet. Top-Wert in unserer Liste. Die Dividendenrendite* liegt jedoch &bdquo;nur&ldquo; bei 0,94%. Das Unternehmen, das 1975 von Bill Gates und Paul Allen gegr&uuml;ndet wurde, z&auml;hlt auch heute noch zu den wertvollsten Marken und Unternehmen der Welt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.merkur.de\/wirtschaft\/dividenden-rendite-auszahlung-weltweit-deutschland-apple-microsoft-vw-zr-90225756.html\">Merkur<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>CETA-Urteil ist bedauerliches Signal f&uuml;r die Parlamentsbeteiligung<\/strong><br>\n&bdquo;Es ist bedauerlich, dass das Bundesverfassungsgericht der vorl&auml;ufigen Anwendung von CETA trotz mangelnder demokratischer Legitimation keinen Riegel vorschiebt&ldquo;, erkl&auml;rt Andrej Hunko, stellvertretender Vorsitzender und europapolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE, zum heutigen Urteil des Bundesverfassungsgerichts zu den Mitwirkungsrechten des Bundestags bei der Inkraftsetzung des EU-Freihandelsabkommens mit Kanada. Hunko weiter:<br>\n&bdquo;Obwohl es kein vom Bundestag beschlossenes Gesetz gibt, findet das CETA-Abkommen seit drei Jahren vorl&auml;ufige Anwendung. Das halten wir f&uuml;r verfassungswidrig und fordern deshalb zumindest ein nachtr&auml;gliches Mandatsgesetz. Es ist inakzeptabel, dass die Regierungskoalition, die damals etwa 80 Prozent der Sitze im Bundestag innehatte, derartig die parlamentarischen Rechte verletzt und der Bundesregierung einen Blankoscheck ausstellt.<br>\nNicht nur der Ratifizierungsprozess, auch die Inhalte von CETA sind ein Problem. Hier bleibt die Hoffnung, dass die zahlreichen offenen Klagen noch dazu f&uuml;hren werden, das Freihandelsabkommen zu kippen. Denn es stellt eine ernstzunehmende Gefahr f&uuml;r Sozial-, Arbeits- und Umweltstandards dar. Statt neoliberalem Freihandel brauchen wir fairen Handel und Abkommen, die den Bed&uuml;rfnissen der Menschen statt den Profiten der Konzerne oberste Priorit&auml;t einr&auml;umen.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.andrej-hunko.de\/presse\/pressemitteilungen\/5158-ceta-urteil-ist-bedauerliches-signal-fuer-die-parlamentsbeteiligung\">Andrej Hunko<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Regierung fordert Nutzerverifizierung bei Messengern<\/strong><br>\nEbenfalls auf der Wunschliste des Innenministeriums: Provider sollen f&uuml;r Staatstrojaner Datenstr&ouml;me umleiten und Ermittlern Zugang zu Servern erlauben.<br>\nDas Bundesinnenministerium will bei der Reform des Telekommunikationsgesetzes (TKG) offenbar noch weitreichende sicherheitspolitische Ma&szlig;nahmen durchsetzen. Das geht aus einem Forderungskatalog hervor (PDF), den der E-Mail-Provider Posteo am Dienstag ver&ouml;ffentlichte. Demnach sollen Betreiber sogenannter nummernunabh&auml;ngiger Telekommunikationsdienste wie Messengern oder E-Mail dazu verpflichtet werden, &ldquo;Identifizierungsmerkmale zu erheben, zu verifizieren und im Einzelfall den Sicherheitsbeh&ouml;rden zur Verf&uuml;gung stellen&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.golem.de\/news\/whatsapp-signal-telegram-regierung-fordert-nutzerverifizierung-bei-messengern-2103-154629.html\">golem.de<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Die Union in Unruhe: Der Fall N&uuml;&szlig;lein<\/strong><br>\nDie Unionsfraktion verlangt Klarheit von Georg N&uuml;&szlig;lein. Der schw&auml;bische CSU-Abgeordnete steht unter Korruptionsverdacht. Vor knapp einer Woche hatte der Bundestag seine Immunit&auml;t aufgehoben und die Polizei B&uuml;ros und Wohnungen durchsucht. [&hellip;]<br>\nAuf die Unschuldsvermutung weisen viele Abgeordnete von CDU und CSU hin. Wenn keine Mikrofone in der N&auml;he sind, lassen sie ihrem Frust aber freien Lauf. Sie sehen sich durch N&uuml;&szlig;lein in Misskredit gebracht. Fast Jede und Jeder hat im vergangenen Fr&uuml;hjahr Hinweise auf Maskenhersteller an Ministerien weitergeleitet. Um zu helfen, wie alle betonen. Und nicht, um daran zu verdienen.<br>\nVergangenen Donnerstag hatte der Bundestag die Immunit&auml;t N&uuml;&szlig;leins aufgehoben. Ermittler durchsuchten unter anderem sein Bundestagsb&uuml;ro. Die Generalstaatsanwaltschaft M&uuml;nchen ermittelt wegen des Anfangsverdachts der Bestechung und Bestechlichkeit. Sie f&uuml;hrt in dem Verfahren zwei Beschuldigte. Nach Informationen des ARD-Hauptstadtstudios handelt es sich zum einen um CSU-Mann N&uuml;&szlig;lein und zum anderen um den Industriemanager Thomas Limberger.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.br.de\/nachrichten\/bayern\/die-union-in-unruhe-der-fall-nuesslein,SQWUx7l\">BR 24<\/a>\n<p><strong>dazu: Einigung auf zahnloses Lobbyregister ist kein Grund zum Feiern<\/strong><br>\nDass sich die Koalition nach den nicht enden wollenden Skandalen von Unionsabgeordneten nur auf ein zahnloses &sbquo;Lobbyregister-light&lsquo; geeinigt hat, ist entt&auml;uschend und bezeichnend zugleich. In fast allen Lobbyskandalen der letzten Jahre spielte die Union eine Rolle, und immer, wenn es um Transparenz und Korruptionsbek&auml;mpfung geht, steht sie auf der Bremse. Angesichts des schwindenden Vertrauens in die Demokratie w&auml;re jetzt ein gro&szlig;er Wurf n&ouml;tig, der auch bezahlte Lobbyjobs von Abgeordneten verbietet. Stattdessen setzen die Konservativen weiter auf Blockade und Geheimniskr&auml;merei, und die SPD kann sich noch nicht einmal dann durchsetzen, wenn durch die Aff&auml;ren um Amthor und N&uuml;&szlig;lein die H&uuml;tte brennt&rdquo;, erkl&auml;rt Jan Korte, Erster Parlamentarischer Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer der Fraktion DIE LINKE. Korte weiter:<br>\n&bdquo;Pseudo-Transparenz hilft keinem wirklich weiter. Schon einmal hat die Koalition sich daf&uuml;r feiern lassen, die Bundesregierung in das geplante verpflichtende Lobbyregister einzubeziehen. Wir feiern erst, wenn auch der legislative Fu&szlig;abdruck kommt. Bev&ouml;lkerung und Abgeordnete haben ein Recht zu wissen, welche Lobbyisten auf welche Regelungen in den Regierungsentw&uuml;rfen Einfluss genommen haben.<br>\nDie Einigung beim Lobbyregister kann nicht dar&uuml;ber hinwegt&auml;uschen, dass die CDU\/CSU-Fraktion offenbar ein massives Lobbyismus-Problem hat. Es muss Schluss sein damit, dass Abgeordnete ihr Mandat f&uuml;r bezahlte Lobbyismus-T&auml;tigkeit gegen&uuml;ber der Bundesregierung einsetzen. Au&szlig;erdem brauchen wir Transparenz bei Nebeneink&uuml;nften. Eink&uuml;nfte aus Unternehmensbeteiligungen und Aktienoptionen geh&ouml;ren ans Licht der &Ouml;ffentlichkeit. Alle Eink&uuml;nfte von Abgeordneten m&uuml;ssen auf Euro und Cent ver&ouml;ffentlicht werden, damit die W&auml;hlerinnen und W&auml;hler wissen, was Sache ist. DIE LINKE hat zu allen diesen Punkten Gesetzesvorschl&auml;ge vorgelegt.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/einigung-auf-zahnloses-lobbyregister-ist-kein-grund-zum-feiern\/\">DIE LINKE. im Bundestag <\/a><\/p>\n<p><strong>dazu auch: Lobbyismus: &ldquo;Sp&uuml;rt er nicht, dass das nicht geht?&rdquo;<\/strong><br>\nDie Unionsfraktion im Bundestag &auml;rgert sich &uuml;ber die Aff&auml;ren ihrer Parteikollegen &ndash; und sperrt sich nicht mehr gegen ein Lobbyregister.<br>\nNervosit&auml;t macht sich breit in der Spitze der Unionsfraktion. Mehrfach wird CSU-Landesgruppenchef und Fraktionsvize Alexander Dobrindt am Dienstag bei einem Pressefr&uuml;hst&uuml;ck gefragt, wie lange man denn noch warten wolle, bis aus einem finsteren Verdacht ernsthafte Konsequenzen gezogen w&uuml;rden: Kein Hinterb&auml;nkler, sondern der stellvertretende Fraktionsvorsitzende und CSU-Abgeordnete Georg N&uuml;&szlig;lein, 51, steht im Verdacht, Maskenherstellern Zugang zu Ministerien verschafft, daf&uuml;r 660.000 Euro als Provision bekommen und auch noch keine Umsatzsteuer gezahlt zu haben. Es ist m&ouml;glich, dass er die Panik und Not der Pandemie ausgenutzt und den politischen Schaden f&uuml;r alle billigend in Kauf genommen hat.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/2021\/10\/lobbyismus-register-cdu-csu-jens-spahn-georg-nuesslein\">Zeit Online<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Lobbying auf EU-Ebene: Auf wen h&ouml;rt die Europ&auml;ische Kommission?<\/strong><br>\nLange Zeit war auf EU-Ebene festzustellen, dass sich Politiker*innen h&auml;ufig an den Interessen von Konzernvertreter*innen orientieren, w&auml;hrend Nichtregierungsorganisationen und Arbeitnehmer*innenvertretungen das Nachsehen haben. Erstmals seit vielen Jahren ist hier jedoch eine &Auml;nderung zu beobachten. Zusammenh&auml;ngen k&ouml;nnte dies mit den zahlreichen Krisen, die die EU in den letzten Jahren erlebte, die nun in einer Pandemie und einer veritablen Klimakrise gipfelt. (&hellip;)<br>\nEin aktueller Beitrag von Marcel Hanegraaff und Arlo Poletti von den Universit&auml;ten Amsterdam und Trentino zeigt, wie stark sich die Orientierung der Europ&auml;ischen Kommission seit 2008 in Richtung gro&szlig;er Konzerne verlagert hat. Waren zwischen 2008 und 2010 ein Viertel der Termine Gespr&auml;che von Kommissionsbeamt*innen mit Unternehmensvertreter*innen, so hat sich dieser Anteil zwischen 2014 und 2019 auf mehr als 40 Prozent erh&ouml;ht. Bei den h&ouml;chsten Vertreter*innen in der Kommission fallen diese Zahlen noch um einiges eindeutiger aus: Transparency International erfasst bereits seit Ende 2014 systematisch alle Treffen der Spitzenbeamt*innen und Kommissar*innen und kommt auf dieser h&ouml;chsten Entscheidungsebene zwischen Ende 2014 und 2019 auf einen Anteil von mehr als 71 Prozent. Das macht deutlich, welchen Anliegen die Europ&auml;ische Kommission in diesem Zeitraum den Vorzug gegeben hat. (&hellip;)<br>\nNicht nur bei den Lobbyingterminen, sondern auch bei den politischen Aktivit&auml;ten setzt die Europ&auml;ische Kommission aus gesellschaftspolitischer Sicht positive Akzente. So betreibt die Kommission mit einem eigenen Konjunkturpaket erstmals eine aktive Fiskalpolitik, um gegen die pandemiebedingte Rezession vorzugehen, und macht Vorschl&auml;ge f&uuml;r eine gerechtere Besteuerung. Insbesondere bei den Ma&szlig;nahmen gegen die Klimakrise zeigen die Kommissionsvertreter*innen mit dem gr&uuml;nen Deal au&szlig;ergew&ouml;hnliches Engagement. (&hellip;)<br>\nDie Industrievertreter*innen, h&auml;ufig aus dem Erd&ouml;l- und Erdgas-Sektor, k&ouml;nnen sich dadurch mit ihren Inhalten durchsetzen. So l&auml;uft der Green Deal Gefahr, zu einem Grey Deal zu werden, wie auch die Nichtregierungsorganisation Corporate Europe Observatory in einem Gastbeitrag zum EU-Infobrief hervorhebt. Die Zivilgesellschaft hat keine Chance, sich entsprechend in die Gespr&auml;che einzubringen, weil sie in diesen Gremien kaum bis gar nicht repr&auml;sentiert ist.<br>\nBei den Expert*innengruppen muss die Europ&auml;ische Kommission also noch drastisch nachbessern und Arbeitnehmer*innenvertretungen sowie Nichtregierungsorganisationen gleichberechtigt einbinden, damit es zum n&ouml;tigen Paradigmenwechsel Richtung Erreichung der Klimaziele kommt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/awblog.at\/lobbying-auf-eu-ebene\/\">A&amp;W blog<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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