{"id":70459,"date":"2021-03-07T10:00:30","date_gmt":"2021-03-07T09:00:30","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=70459"},"modified":"2021-03-07T11:45:05","modified_gmt":"2021-03-07T10:45:05","slug":"gewinn-und-machterhoehung-durch-gesundheitsschaedigende-politik-was-wir-aus-dem-opiumkrieg-lernen-koennen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=70459","title":{"rendered":"Gewinn- und Machterh\u00f6hung durch gesundheitssch\u00e4digende Politik. Was wir aus dem Opiumkrieg lernen k\u00f6nnen"},"content":{"rendered":"<p>Wenn man die aktuelle politische Debatte verfolgt, k&ouml;nnte man beinahe den Eindruck bekommen, die Gesundheit sei ein &bdquo;Super-Grundrecht&ldquo; und Ziel jeden staatlichen Handelns. Doch es gibt einen klaren Zielkonflikt zwischen der Volksgesundheit und &ouml;konomischen Interessen. Der &Ouml;konom <strong>Christian Krei&szlig;<\/strong> blickt f&uuml;r die NachDenkSeiten in die Vergangenheit, zeigt am Beispiel des Opium-Kriegs, wie schnell die Gesundheit keine Rolle mehr spielt, wenn sie Gewinn- und Machtinteressen im Wege steht, und zieht Parallelen zur Gegenwart.<br>\n<!--more--><br>\n<strong>Fragestellung<\/strong><\/p><p>Unter dem Vorwand, f&uuml;r den Freihandel einzutreten, wurden im 19. Jahrhundert Millionen von Menschen bewusst und sehenden Auges in gesundheitlichen Ruin und einen elenden Tod geschickt. Dadurch schlugen die Drahtzieher zwei Fliegen mit einer Klappe. Zum einen gab es riesige Unternehmensgewinne. Zum anderen wurde die &ouml;konomische und soziale Basis des Opfer-Landes nachhaltig ruiniert und insbesondere dessen Elite &uuml;ber Generationen schwach und willenlos gemacht. Damit wurde das Land leicht regierbar und konnte vergleichsweise einfach als Kolonie ausgebeutet werden. <\/p><p>Was k&ouml;nnen wir daraus lernen? Gesundheit bewusst zu ruinieren, kann ein sehr erfolgreiches Konzept sein. Man kann damit zum einen riesige Gewinne schaufeln und ungeheuer reich werden. Zweitens kann man dadurch seine politische Macht erh&ouml;hen. Wir k&ouml;nnen drittens daraus lernen, dass man andere, edlere Gr&uuml;nde f&uuml;r sein Vorhaben vorschieben und von den eigentlichen Absichten tunlichst ablenken sollte. Und viertens: Man muss vor allem die f&uuml;hrenden gegnerischen K&ouml;pfe ausschalten, von denen der Hauptwiderstand kommen k&ouml;nnte. Dieses bew&auml;hrte Erfolgskonzept l&auml;sst sich auch heute gut anwenden.<\/p><p><strong>Der Opiumkrieg zwischen Gro&szlig;britannien und China 1840-1842<\/strong><\/p><p>In der ersten H&auml;lfte des 19. Jahrhunderts wurde Opium das wichtigste Exportgut Gro&szlig;britanniens nach China. In der britischen Kolonie Indien wurde Mohn angebaut und zu Opium verarbeitet. Dann wurde es durch britische Kaufleute mit &bdquo;fabelhaften Gewinnen&ldquo; nach China verkauft. Obwohl der Opiumkonsum in China offiziell verboten war, sorgten Schmugglernetze f&uuml;r dramatisch steigenden Absatz. &bdquo;Im Zusammenspiel mit Tabak wurden die &bdquo;schnapsartigen D&auml;mpfe&ldquo; zum viel zitierten &bdquo;Allheilmittel f&uuml;r alles menschliche Leid&ldquo;&ldquo; schreibt der Journalist Berthold Seewald in seinem lesenswerten Artikel &bdquo;So stieg England zum weltgr&ouml;&szlig;ten Drogendealer auf&ldquo; 2018 in der &bdquo;Welt&ldquo;.[<a href=\"#foot_1\" name=\"note_1\">1<\/a>] Von 1800 bis 1834 verzehnfachte sich der Opiumimport nach China auf etwa zweieinhalb Millionen Kilo reinem Rauschgift.[<a href=\"#foot_2\" name=\"note_2\">2<\/a>] Um 1800 hatte China etwa 300 bis 400 Millionen Einwohner, was etwa einem Drittel der Weltbev&ouml;lkerung entsprach.[<a href=\"#foot_3\" name=\"note_3\">3<\/a>]<\/p><p>Da Opium eine stark abh&auml;ngig machende, gesundheitssch&auml;digende Droge ist, beschloss der chinesische Kaiser 1839, das Opiumverbot durchzusetzen. Unter anderem wurden &uuml;ber 20.000 Kisten Opium, das entsprach etwa der H&auml;lfte der Importe eines ganzen Jahres, von chinesischer Seite beschlagnahmt und &ouml;ffentlich verbrannt.[<a href=\"#foot_4\" name=\"note_4\">4<\/a>] Mit der Begr&uuml;ndung, den Freihandel zu sch&uuml;tzen und die Ehre Englands wiederherzustellen, begann Gro&szlig;britannien im Herbst 1840 einen Krieg gegen China. Im Wissen um die hohe milit&auml;rische &Uuml;berlegenheit wurden zwischenzeitlich vorgebrachte Friedensverhandlungen seitens China von England ausgeschlagen, bis der endg&uuml;ltige Sieg erreicht war. Aufgrund der turmhoch &uuml;berlegenen Milit&auml;rtechnik gewann Gro&szlig;britannien den Krieg ohne nennenswerte Verluste.[<a href=\"#foot_5\" name=\"note_5\">5<\/a>] <\/p><p><strong>Auswirkungen<\/strong><\/p><p>Durch die &bdquo;Ungleichen Vertr&auml;ge&ldquo; von 1842 wurde der Opiumhandel de facto auf Generationen legalisiert[<a href=\"#foot_6\" name=\"note_6\">6<\/a>], China musste enorme Reparationsleistungen zahlen und Hongkong wurde zur britischen Kronkolonie. Daraufhin nahm der chinesische Opiumimport bis 1850 um weitere etwa 25 Prozent zu. Um 1900 waren ungef&auml;hr 10 Prozent der chinesischen Bev&ouml;lkerung Opiumraucher, drei bis f&uuml;nf Prozent der Chinesen exzessiv. Dutzende Millionen von Menschen wurden langsam ausgezehrt und in den Tod getrieben.[<a href=\"#foot_7\" name=\"note_7\">7<\/a>] &bdquo;Der Erste Opiumkrieg leitete den Niedergang Chinas von der einst unumschr&auml;nkten <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Hegemonie\">Hegemonialmacht<\/a> Asiens zu einer informellen Kolonie&ldquo; ein, lesen wir bei Wikipedia.[<a href=\"#foot_8\" name=\"note_8\">8<\/a>] China versank nach diesem Krieg in Lethargie, Korruption, Inflation, Hunger, Unsicherheit und Not. Auch viele Armeeeinheiten waren wegen Opiumkonsums nicht mehr in der Lage, ihren Dienst zu versehen.[<a href=\"#foot_9\" name=\"note_9\">9<\/a>] Das Land war auf Generationen hinaus schachmatt gesetzt.<\/p><p><strong>Wie wurde f&uuml;r den Krieg argumentiert?<\/strong><\/p><p>Interessanterweise ging der Vertrag von 1842 mit keinem Wort auf den Opiumschmuggel ein, eine offizielle Legalisierung des Opiumhandels wurde aus innenpolitischen Gr&uuml;nden von der britischen Regierung vermieden und die britischen Spitzenpolitiker taten im Nachgang alles, nicht mit dem Begriff &bdquo;Opium&ldquo; in Verbindung gebracht zu werden. Das Wort &bdquo;Opium&ldquo; kommt in dem ganzen Vertrag nur ein einziges Mal vor, und zwar als es um die Reparationszahlungen wegen der Opiumverbrennung durch die Chinesen ging.[<a href=\"#foot_10\" name=\"note_10\">10<\/a>]<\/p><p>Dies bringt uns zu der Frage: Warum hat das britische Parlament einem Krieg zugestimmt, dessen Hauptzweck, wie praktisch alle wussten, war, eine schlimme Droge zu verbreiten? Denn die f&uuml;hrenden Kreise in England und die Parlamentarier waren sich der abh&auml;ngig machenden, sch&auml;dlichen Wirkungen von Opium durchaus bewusst.[<a href=\"#foot_11\" name=\"note_11\">11<\/a>] Die milit&auml;rische Lage war eindeutig. Durch die hohe technische &Uuml;berlegenheit war klar, dass Gro&szlig;britannien den Krieg gewinnen w&uuml;rde.[<a href=\"#foot_12\" name=\"note_12\">12<\/a>] Doch wie sollte man ein solch moralisch fragw&uuml;rdiges Unternehmen politisch und &ouml;ffentlich begr&uuml;nden? Immerhin bezeichnete der renommierte US-amerikanische Historiker und Sinologe John K. Fairbank 150 Jahre sp&auml;ter die erzwungenen britischen Opiumlieferungen an China als &bdquo;das am l&auml;ngsten dauernde und systematische internationale Verbrechen der Neuzeit&ldquo;.[<a href=\"#foot_13\" name=\"note_13\">13<\/a>]<\/p><p>Letztlich wurde in der &ouml;ffentlichen Meinung sowie in der Parlamentsdiskussion geschickt von der menschlichen, moralischen bzw. gesundheitsruinierenden Frage abgelenkt. Es wurde hervorgehoben, dass die Chinesen britisches Eigentum vernichtet (&uuml;ber 20.000 Kisten Opium &ouml;ffentlich verbrannt) und damit die britische Krone beleidigt hatten, dass sie die Briten als &bdquo;Barbaren&ldquo; bezeichneten und dass der Handel mit China ohne &bdquo;Ma&szlig;nahmen der St&auml;rke und Energie [&hellip;] nicht l&auml;nger mit Sicherheit f&uuml;r Leben und Eigentum&ldquo;[<a href=\"#foot_14\" name=\"note_14\">14<\/a>] stattfinden k&ouml;nne. Es wurde argumentiert, dass auch China von einer &Ouml;ffnung seiner M&auml;rkte und der Integration in die Weltwirtschaft profitieren w&uuml;rde.[<a href=\"#foot_15\" name=\"note_15\">15<\/a>] <\/p><p>Der britische Au&szlig;enminister Palmerston, auf dessen Betreiben der Krieg gef&uuml;hrt worden war, schrieb kurz nach Kriegsende gar, der Krieg habe &bdquo;befriedigende Ergebnisse&ldquo; gebracht, &bdquo;zweifellos wird dieses Ereignis eine Epoche im Fortschritt der Zivilisation der menschlichen Rassen darstellen&ldquo;.[<a href=\"#foot_16\" name=\"note_16\">16<\/a>] Kurz gesagt: Man schob gut klingende Argumente als Vorwand vor und lie&szlig; die unmenschlichen, gesundheitszerst&ouml;renden Auswirkungen geschickt unter den Tisch fallen.<\/p><p><strong>Wie wurde der Krieg eingef&auml;delt?<\/strong><\/p><p>Doch wie wurde das erreicht? Es gab einen ma&szlig;geblichen Drahtzieher, heute w&uuml;rde man sagen, einen Lobbyisten, der enormes Interesse an einem Krieg gegen China hatte: William Jardine, ein Opiumh&auml;ndler, der durch diese Gesch&auml;fte ungeheuer reich wurde und zuletzt sogar einen Sitz im britischen Parlament bekam.[<a href=\"#foot_17\" name=\"note_17\">17<\/a>] Jardine f&auml;delte zusammen mit seinem Gesch&auml;ftspartner Matheson die Argumentation brillant und systematisch ein. Als reichem, einflussreichem H&auml;ndler gelang es ihm zun&auml;chst, das Ohr des Au&szlig;enministers f&uuml;r seine Ideen zu gewinnen. Dann wandte er sich systematisch an die &Ouml;ffentlichkeit. Von den beiden Opiumh&auml;ndlern wurde detailliert geplant, sich die Zustimmung der f&uuml;hrenden Zeitungen zu sichern und &bdquo;literary men&ldquo;, Schriftsteller zu gewinnen, die den Krieg voranbringen sollten. <\/p><p>Beides gelang mit Bravour. Viele Zeitungen berichteten innerhalb kurzer Zeit im Sinne der Kriegspartei. Ein Bestseller-Autor wurde beauftragt, ein Buch zu schreiben, das p&uuml;nktlich Anfang 1840, also einige Monate vor Kriegsbeginn, erschien. In dem Buch wurden die chinesischen Verantwortlichen beschimpft und nach Vergeltung zur Rettung der nationalen Ehre aufgerufen.[<a href=\"#foot_18\" name=\"note_18\">18<\/a>] Es war also alles andere als Zufall, dass die &ouml;ffentliche Meinung in Gro&szlig;britannien bzw. dem britischen Parlament drehte. Die Parlamentsabstimmung war schlie&szlig;lich mit 271 zu 262 Stimmen &auml;u&szlig;erst knapp. Sehr reiche, nicht allzu moralische Kaufleute hatten wohl letztlich den Ausschlag gegeben.[<a href=\"#foot_19\" name=\"note_19\">19<\/a>]<\/p><p><strong>Hintergr&uuml;nde<\/strong><\/p><p>Was jedoch in praktisch allen historischen Darstellungen fehlt, ist Folgendes. Opium ist im Wesentlichen eine Droge f&uuml;r wohlhabende Menschen, denn es ist nicht wirklich billig, vor allem, wenn man mitber&uuml;cksichtigt, dass man durch vermehrten Opiumkonsum auf Dauer arbeitsunf&auml;hig wird. Opium ist eine Droge f&uuml;r die Eliten. Auch zeitgen&ouml;ssische Statistiken best&auml;tigen das.[<a href=\"#foot_20\" name=\"note_20\">20<\/a>] Dadurch k&ouml;nnen die leitenden Kreise eines Volkes auf Generationen schwach, krank und apathisch bzw. willenlos gemacht werden. Unter machtpolitischen Gesichtspunkten ist es also ein genialer Schachzug, die Eliten eines anderen Volkes auszuschalten. Dadurch macht man ein Land langfristig wehrlos, gef&uuml;gig und unterdr&uuml;ckbar. <\/p><p>Die Strategie der Elitenvernichtung ist in der Kriegsf&uuml;hrung seit langem bekannt und wird seit Jahrtausenden bis heute sehr erfolgreich eingesetzt. Auch wenn dieses Argument in der mir bekannten offiziellen historischen Literatur zu den Opiumkriegen nie erw&auml;hnt wird, d&uuml;rfte es meiner Einsch&auml;tzung nach bei den eigentlichen Drahtziehern &ndash; damit meine ich nicht die Kaufleute Jardine und Matheson &ndash; sehr wohl bekannt gewesen sein und d&uuml;rfte der wichtigste oder der eigentliche Grund f&uuml;r den Krieg gewesen sein. Tats&auml;chlich hat das &Uuml;berfluten Chinas mit Opium das Land f&uuml;r etwa vier Generationen, bis Mao, zu einem Helotenvolk gemacht.<\/p><p><strong>Lehren aus der Geschichte<\/strong><\/p><p>Was k&ouml;nnen wir aus der Geschichte lernen? Wir k&ouml;nnen uns aktuell, bezogen auf unseren Umgang mit Corona, folgende Fragen stellen:<\/p><p>Wer sind die heutigen Lobbyisten? Wer hat heute welche finanziellen oder machtpolitischen Interessen? K&ouml;nnte jemand Interesse an gesundheitsschw&auml;chenden Ma&szlig;nahmen haben? K&ouml;nnten heute Interessengruppen von einem Niedergang der Wirtschaft, insbesondere von kleinen und mittelst&auml;ndischen Unternehmen profitieren? Wer nimmt heute welchen Einfluss auf unsere Medien? Wie ausgewogen wird heute in Medien und der &ouml;ffentlichen Meinung argumentiert? Gibt es stark gef&ouml;rderte Bestseller-Autoren, die gezielte Interessenpositionen vertreten, beispielsweise eine neue Wirtschaftsordnung propagieren? Welche wohlklingenden Argumente werden in den Vordergrund ger&uuml;ckt und welche Argumente l&auml;sst man unter den Tisch fallen? Wie geht man im &ouml;ffentlichen Diskurs mit Andersdenkenden um, insbesondere mit den f&uuml;hrenden K&ouml;pfen, die der herrschenden Meinung gef&auml;hrlich werden k&ouml;nnten?<\/p><p>Ich denke, wir k&ouml;nnen einiges aus der Geschichte lernen.<\/p><p>Zum Autor: <strong>Prof. Dr. Christian Krei&szlig;<\/strong>, Jahrgang 1962: Promotion in Wirtschaftsgeschichte, Studium in Volkswirtschaftslehre und Wirtschaftsgeschichte an der LMU M&uuml;nchen. Neun Jahre Berufst&auml;tigkeit als Bankier, davon sieben Jahre als Investment Banker. Seit 2002 Professor an der Hochschule Aalen f&uuml;r Finanzierung und Volkswirtschaftslehre. Autor von sieben B&uuml;chern: Gekaufte Wissenschaft (2020); Das Mephisto-Prinzip in unserer Wirtschaft (2019); BWL Blenden Wuchern Lamentieren (2019, zusammen mit Heinz Siebenbrock); Werbung nein danke (2016); Gekaufte Forschung (2015); Geplanter Verschlei&szlig; (2014); Profitwahn (2013). Drei Einladungen in den Deutschen Bundestag als unabh&auml;ngiger Experte (Gr&uuml;ne, Linke, SPD), Gewerkschaftsmitglied bei ver.di. Zahlreiche Fernseh-, Rundfunk- und Zeitschriften-Interviews, &ouml;ffentliche Vortr&auml;ge und Ver&ouml;ffentlichungen. Homepage www.menschengerechtewirtschaft.de<\/p><p>Titelbild: Marzolino\/shutterstock.com<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><div class=\"footnote\">\n<p>[<a href=\"#note_1\" name=\"foot_1\">&laquo;1<\/a>] Welt.de 20.1.2018: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/geschichte\/article172647940\/Erster-Opiumkrieg-Als-England-weltgroesster-Drogendealer-wurde.html%20\">welt.de\/geschichte\/article172647940\/Erster-Opiumkrieg-Als-England-weltgroesster-Drogendealer-wurde.html<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_2\" name=\"foot_2\">&laquo;2<\/a>] Welt.de 20.1.2018<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_3\" name=\"foot_3\">&laquo;3<\/a>] <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Erster_Opiumkrieg\">de.wikipedia.org\/wiki\/Erster_Opiumkrieg<\/a> Stand 1.3.2021<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_4\" name=\"foot_4\">&laquo;4<\/a>] <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Erster_Opiumkrieg\">https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Erster_Opiumkrieg<\/a> Stand 1.3.2021<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_5\" name=\"foot_5\">&laquo;5<\/a>] &bdquo;Die britische Seite verzeichnete bis zum Kriegsende 530 Mann Verluste, davon 69 im Gefecht Get&ouml;tete. &Uuml;ber die chinesischen Verluste liegen keine genauen Zahlen vor. Sch&auml;tzungen belaufen sich auf 18.000 bis 20.000 Tote und Verwundete.&ldquo; <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Erster_Opiumkrieg\">de.wikipedia.org\/wiki\/Erster_Opiumkrieg<\/a> Stand 1.3.2021<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_6\" name=\"foot_6\">&laquo;6<\/a>] Vgl. Rowntree, Joshua, The Opium Habit in the East. A study oft he Evidence given to the Royal Commission on Opium 1893, Westminster 1895: <a href=\"https:\/\/core.ac.uk\/download\/pdf\/77119797.pdf\">core.ac.uk\/download\/pdf\/77119797.pdf<\/a>, S.85: &bdquo;Kwo Sung-tao was disappointed on finding that Professor Legge held that the English took higher views of virtue than the Chinese, and retorted, &ldquo;You say that England, looked at from a moral standpoint, is better than China; Why then, let me ask you, has England tried to force upon China her opium, and still continues to do so?&ldquo;<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_7\" name=\"foot_7\">&laquo;7<\/a>] Welt.de 20.1.2018<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_8\" name=\"foot_8\">&laquo;8<\/a>] <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Erster_Opiumkrieg\">de.wikipedia.org\/wiki\/Erster_Opiumkrieg<\/a> Stand 1.3.2021<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_9\" name=\"foot_9\">&laquo;9<\/a>] Welt.de 20.1.2018<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_10\" name=\"foot_10\">&laquo;10<\/a>] &bdquo;Der Vertrag ging auf die Problematik des Opiumschmuggels selbst nicht ein. Das Wort &bdquo;Opium&ldquo; kam nur einmal bei der Festlegung der Reparationszahlungen vor. Beide britische Regierungen scheuten aus innenpolitischen Erw&auml;gungen, eine Legalisierung des Opiumhandels zu fordern. Die Opiumh&auml;ndler selbst stellten diese Forderung auch nicht, da die etablierten Kantonh&auml;ndler durch eine Fortf&uuml;hrung des Schmuggels weniger Konkurrenz zu erwarten hatten&ldquo;. <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Erster_Opiumkrieg\">de.wikipedia.org\/wiki\/Erster_Opiumkrieg<\/a> Stand 1.3.2021<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_11\" name=\"foot_11\">&laquo;11<\/a>] P.E. Caquet, Notions of Addiction in the time oft he first Opium War, published online by Cambridge University Press:&nbsp;29 October 2015: <a href=\"https:\/\/www.cambridge.org\/core\/journals\/historical-journal\/article\/abs\/notions-of-addiction-in-the-time-of-the-first-opium-war\/A6D45CFB75A811B464E14CC525FB76AB\">cambridge.org\/core\/journals\/historical-journal\/article\/abs\/notions-of-addiction-in-the-time-of-the-first-opium-war\/A6D45CFB75A811B464E14CC525FB76AB <\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_12\" name=\"foot_12\">&laquo;12<\/a>] &bdquo;Es war ein ungleicher Krieg, in dem die Chinesen mit h&ouml;lzernen Sampans gegen gepanzerte Kanonenboote k&auml;mpften, mit Lanzen und Schwertern gegen moderne Artillerie, mit Bauernmilizen gegen Berufssoldaten&ldquo; zitiert welt.de, 20.1.2018, den Historiker Kai Vogelsang.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_13\" name=\"foot_13\">&laquo;13<\/a>] Zitiert von Cassan, Benjamin, William Jardine: Architect of the First Opium War,  Benjamin Cassan, Historia, Department of History at Eastern Illinois University Volume 14 2005, p106-117: <a href=\"https:\/\/www.eiu.edu\/historia\/Cassan.pdf\">eiu.edu\/historia\/Cassan.pdf<\/a>: &ldquo;the most long-continued and systematic international crime of modern times.&rdquo;<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_14\" name=\"foot_14\">&laquo;14<\/a>] Cassan a.a.O.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_15\" name=\"foot_15\">&laquo;15<\/a>] <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Erster_Opiumkrieg\">de.wikipedia.org\/wiki\/Erster_Opiumkrieg<\/a> 1.3.2021: &bdquo;Ebenso wurde die Ansicht vertreten, dass die erzwungenen Vertr&auml;ge der chinesischen Bev&ouml;lkerung eine wirtschaftliche Verbesserung bringen w&uuml;rden.&ldquo;<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_16\" name=\"foot_16\">&laquo;16<\/a>] Cassan a.a.O.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_17\" name=\"foot_17\">&laquo;17<\/a>] <a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Erster_Opiumkrieg\">de.wikipedia.org\/wiki\/Erster_Opiumkrieg<\/a> Stand 1.3.2021: &bdquo;W&auml;hrend des Krieges stiegen einflussreiche Opiumh&auml;ndler wie William Jardine und James Matheson in f&uuml;hrende Gesellschaftskreise auf und erreichten Parlamentssitze&ldquo;<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_18\" name=\"foot_18\">&laquo;18<\/a>] Cassan a.a.O.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_19\" name=\"foot_19\">&laquo;19<\/a>] Cassan a.a.O.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_20\" name=\"foot_20\">&laquo;20<\/a>] Vgl. Rowntree a.a.O, S.91f.<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wenn man die aktuelle politische Debatte verfolgt, k&ouml;nnte man beinahe den Eindruck bekommen, die Gesundheit sei ein &bdquo;Super-Grundrecht&ldquo; und Ziel jeden staatlichen Handelns. Doch es gibt einen klaren Zielkonflikt zwischen der Volksgesundheit und &ouml;konomischen Interessen. Der &Ouml;konom <strong>Christian Krei&szlig;<\/strong> blickt f&uuml;r die NachDenkSeiten in die Vergangenheit, zeigt am Beispiel des Opium-Kriegs, wie schnell die Gesundheit<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=70459\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":70460,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[149,127,171],"tags":[379,1092,469,2175,1792],"class_list":["post-70459","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-gesundheitspolitik","category-lobbyismus-und-politische-korruption","category-militaereinsaetzekriege","tag-china","tag-drogen","tag-grossbritannien","tag-interventionspolitik","tag-kolonialismus"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/shutterstock_81821878.jpg","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/70459","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=70459"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/70459\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":70503,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/70459\/revisions\/70503"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/70460"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=70459"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=70459"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=70459"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}