{"id":70482,"date":"2021-03-05T15:47:16","date_gmt":"2021-03-05T14:47:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=70482"},"modified":"2021-03-05T16:30:16","modified_gmt":"2021-03-05T15:30:16","slug":"leserbriefe-zu-feindbild-aufbau-des-spiegel-das-wird-noch-schlimmer-enden-als-beispielsweise-am-1-maerz-1945-in-bruchsal","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=70482","title":{"rendered":"Leserbriefe zu \u201eFeindbild-Aufbau des \u201eSpiegel\u201c \u2013 das wird noch schlimmer enden als beispielsweise am 1. M\u00e4rz 1945 in Bruchsal\u201c"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=70325\">In diesem Beitrag<\/a> verkn&uuml;pft Albrecht M&uuml;ller zwei aktuelle Medienartikel &ndash; einen <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/rt-deutsch-so-paktiert-putins-propagandasender-mit-linkspartei-und-afd-a-e4884aed-0002-0001-0000-000175912889\">aus dem Spiegel<\/a> und einen <a href=\"https:\/\/bnn.de\/kraichgau\/bruchsal\/bombenangriff-auf-bruchsal-vor-76-jahren-fotosammlung-dokumentiert-die-ruinenstadt\">aus den Badischen Neuesten Nachrichten<\/a> &ndash; mit eigenen Erinnerungen. Er weist darauf hin, dass Spiegel bei der Konfrontation gegen Russland und der zunehmenden Aufhetzung unseres Volk hilft. Danke f&uuml;r die interessanten Leserbriefe. Es folgt eine Auswahl. Zusammengestellt von <strong>Christian Reimann<\/strong>.<br>\n<!--more--><br>\n<strong>1. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Albrecht M&uuml;ller, NDS Redaktion,<\/p><p>so sehr ich dem Inhalt ihres o.a. Artikels folge und f&uuml;r notwendig betrachte; seien sie versichert die Redaktion RT DE hat<\/p><p>dem&nbsp;&bdquo;Spiegel&ldquo;, den Spiegel mit der Antwort:&nbsp;Wir sagen von ganzem Herzen: Danke, Spiegel!&nbsp;vom 01.03.2021&nbsp;vor das Gesicht gehalten.<\/p><p>Beste Gr&uuml;&szlig;e, bleiben sie aufrecht,<br>\ndenn &ldquo;gerade, klare Menschen sind ein sch&ouml;nes Ziel; Leute ohne R&uuml;ckgrat haben wir schon&nbsp;zu viel&ldquo;.<br>\nRainer Mrochen<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>2. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Vielen Dank f&uuml;r diesen wichtigen Artikel, Herr M&uuml;ller! <\/p><p>Es ist unfassbar, wie das Relotius-Zentralorgan, dessen traurige F&auml;lschungs-DNS zu entschl&uuml;sseln den Whistleblower aus der Redaktion neben einer Riesenenergie fast seinen Job gekostet h&auml;tte, mit unglaublicher Chuzpe daherkommen und sich wie der Praeceptor Germaniae &uuml;ber Journalisten hermachen kann, die eine andere Ansicht vertreten und begr&uuml;nden. Den Masochismus f&uuml;r eine regelm&auml;&szlig;ige Lekt&uuml;re dieses Haltungsorganes bringe ich schon seit vielen Jahren nicht mehr auf. &ldquo;Schreiben, was ist&rdquo; behauptet man an der Hamburger Erregungsspitze Nr.1 und merkt nicht, dass man Augsteins Spruch nur noch &ldquo;persyphliert&rdquo; . <\/p><p>Sch&ouml;ne Gr&uuml;&szlig;e !<br>\nAlexander G. Roklum<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>3. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Albrecht M&uuml;ller,<br>\n&nbsp;<br>\nder Artikel spricht mir aus dem Herzen -Danke!<br>\n&nbsp;<br>\nAuch ich erlebe als Ostdeutscher diese Entwicklung die ich mir 1990 in der Euphorie der Entspannung und Vereinigung nicht h&auml;tte vorstellen k&ouml;nnen, mit gro&szlig;er Sorge.<\/p><p>Ich z&auml;hle mit meinen fast 72 Jahren, der damit aufwuchs, St&auml;dte wie Plauen und Dresden in Tr&uuml;mmern zu sehen, zu der Generation, die noch Erinnerungen daran hat, was Krieg bedeutet und er auch sehr schnell ganz nahe sein kann. Mein Vater nahm mich als 5 oder 6-j&auml;hrigen mit auf einer Dienstfahrt mit nach Dresden und zeigte mir mit den Worten &bdquo;Das war einmal der Zwinger&ldquo; einen Tr&uuml;mmerberg. &Auml;hnliche Bilder sah ich im herrlich wiederhergestellten Palast in Zarskoje Selo bei St. Petersburg, was mich tief bewegte.<br>\n&nbsp;<br>\nSchritt f&uuml;r Schritt wurden die von Willi Wimmer aufgezeigten Vorgaben der Konferenz von Bratislava 2000 umgesetzt, ja man geht weit &uuml;ber die Abgrenzung &nbsp;hinaus uns sucht medial und politisch die Konfrontation.<\/p><p>Der Weckpunkt war f&uuml;r mich die verzerrte mediale Darstellung des Konflikts um die Ukraine und die Krim 2014. Meinen umfangreichen Artikel dazu &nbsp;haben die Nachdenkseiten 2017 ver&ouml;ffentlicht.<\/p><p>Seit dem engagiere ich mich in der lokalen Friedensbewegung und auch in Friedensgruppen in der Sammlungsbewegung Aufstehen.<\/p><p>Es ist schwer &uuml;ber die geringe Teilnahme und Desinteresse &nbsp;unserer jungen Leute dabei nicht entt&auml;uscht zu sein und trotzdem immer wieder Anlauf zu nehmen! &Uuml;berall nur graue Haare&hellip;.<br>\n&nbsp;<br>\nEin Blick in die Schulb&uuml;cher meiner Enkel zeigt mir einen Teil der Ursachen, wenn der Zusammenhang von W&auml;hrungsreform und Berlinblockade nicht hergestellt wird und die DDR nur aus 53er Volksaufstand, Mauer, Schie&szlig;befehl und Stasi besteht. Und die Medien tuen das ihre f&uuml;r eine v&ouml;llig einseitige Information und Feindbildaufbau gegen&uuml;ber Russland.<br>\n&nbsp;<br>\nEin Gl&uuml;ck, dass es die Nachdenkseiten, KenFM und andere und ja, auch RT und den Antispiegel gibt!<br>\n&nbsp;<br>\nMit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nUlrich Leonhardt<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>4. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr M&uuml;ller, <\/p><p>Ihr Artikel spricht mir aus dem Herzen. Danke! Zumal ich noch die Worte meiner Gro&szlig;mutter im Ohr habe &uuml;ber ihre damals im Februar 45 in der Dresdner Bombennacht im &bdquo;sicheren&ldquo; Keller ersticke Mutter und die Schwester. Sp&auml;ter wurden dann die Leichen auf dem Altmarkt verbrannt; und obwohl meine Gro&szlig;mutter und ihr Bruder sie gern im Familiengrab beerdigt h&auml;tten, haben die Verantwortlichen das abgelehnt &hellip; <\/p><p>Man kann &uuml;ber die DDR sagen, was man will, aber ich bin mit dem Satz gro&szlig; geworden: Nie wieder Krieg! Und ich habe diesen Satz auch in meiner Schulzeit oft geh&ouml;rt. Offensichtlich gibt es aber heutzutage ma&szlig;gebliche Leute, die wieder von &bdquo;Heldentaten&ldquo; und Tapferkeitsmedaillen tr&auml;umen. <\/p><p>Woher diese Geschichtsvergessenheit kommt? &ndash; Vielleicht, weil der Kapitalismus wieder mal in einer Krise ist? Denn Krisen l&ouml;st man nicht erst seit dem 11. 9. 2001 gern in Kriegen. Einen &auml;u&szlig;eren Feind aufbauen, lenkt zuverl&auml;ssig von den inneren Spannungen ab. <\/p><p>Das Problem ist nur: Der n&auml;chste Krieg hier in Europa wird wahrscheinlich den 2. Weltkrieg wie ein Sandkastengepl&auml;nkel aussehen lassen. K&ouml;nnte sein, dass es hinterher nicht einmal mehr jemand gibt, der dr&uuml;ber schreiben kann &hellip; <\/p><p>Auf unserer Internetseite: <a href=\"http:\/\/www.lieder-defensive.de\">lieder-defensive.de<\/a> gibt es auf der Startseite unten Zitate und Spr&uuml;che, die nach einiger Zeit auch wechseln. Einer davon lautet: &bdquo;Krieg braucht Kapital &ndash; Kapital braucht Krieg!&ldquo; Ich wei&szlig; nicht, wer ihn gepr&auml;gt hat, aber er passt zu Marx&rsquo; Erkenntnis: &bdquo;Mit entsprechendem Profit wird Kapital k&uuml;hn. 10 Prozent sicher, und man kann es &uuml;berall anwenden; 20 Prozent, es wird lebhaft; 50 Prozent, positiv waghalsig; f&uuml;r 100 Prozent stampft es alle menschlichen Gesetze unter seinen Fu&szlig;; 300 Prozent und es existiert kein Verbrechen, das es nicht riskiert, selbst auf die Gefahr des Galgens.&ldquo; <\/p><p>Herr M&uuml;ller, ich w&uuml;nsche Ihnen weiterhin viel Kraft f&uuml;r ihren unerm&uuml;dlichen journalistischen Einsatz f&uuml;r Frieden und Verst&auml;ndigung! Um unserer Kinder und Enkel Willen. <\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nIhr Rainer Baumg&auml;rtel <\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>5. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Mein Name ist Carmen H&uuml;bner. <\/p><p>Auch ich finde es erschreckend, wie leichtfertig die Menschen heute wieder mit dem Frieden umgehen. Ich wurde 1975 geboren, also drei&szlig;ig Jahre nach Kriegsende. Auch meine Eltern haben den Krieg nicht bewusst erlebt, denn sie wurden in den letzten beiden Kriegsjahren geboren. Aber trotzdem waren die Folgen allgegenw&auml;rtig, und zwar in Form eines unausgesprochenen Tabus. Meine Gro&szlig;eltern sprachen &uuml;ber ihre Kindheit und die verlorene Heimat Schlesien, aber nie &uuml;ber die Zeit des Nationalsozialismus. Und wie das bei Tabus so ist, sp&uuml;rte ich instinktiv, dass ich nicht fragen darf. <\/p><p>Als erwachsene Frau stie&szlig; ich auf die B&uuml;cher der Journalistin Sabine Bohde, die zu den Folgen des Krieges bei der Kinder- und Enkelgeneration forschte. Auch ich f&uuml;hlte mich angesprochen, hatte ich doch als Kind immer Angst vor Bombardements oder den Feueralarmsirenen. Erst dadurch wurde mir bewusst, dass das &uuml;bertragene &Auml;ngste sind. Ich erinnere mich auch, dass vor allem die &auml;lteren M&auml;nner meiner Familie viel tranken. Um ihre Erinnerungen zu verdr&auml;ngen? Das nehme ich an. <\/p><p>Allein das reicht f&uuml;r mich aus, um zu wissen, wie verheerend sich Kriege auswirken. Es mag nat&uuml;rlich sein, dass die j&uuml;ngeren Menschen, die der Kriegsurenkelgeneration angeh&ouml;ren, diese kollektiven Traumata nicht sp&uuml;ren, wie ich es tue. Aber auch meine Vorstellungen wurden durch eine Reihe von Medien gepr&auml;gt, die auch den J&uuml;ngeren zur Verf&uuml;gung stehen. Damit meine ich Antikriegsfilme wie Full Metal Jacket oder Der Soldat James Ryan. Auch Romane wie Die Zwillinge von Tessa de Loo oder Klassiker wie Krieg und Frieden haben mich gepr&auml;gt. Au&szlig;erdem finden sich jede Menge Dokumentationen bei YouTube oder den verschiedenen Mediatheken, die sich mit den verschiedensten Kriegen, ihren Gr&auml;ueln und den Folgen f&uuml;r Soldaten und die Zivilbev&ouml;lkerung besch&auml;ftigen. <\/p><p>Da frage ich mich auch, wie ignorant man diesem Thema gegen&uuml;ber sein kann. Oder w&auml;chst da eine neue &raquo;Schlafwandler&laquo;-Generation heran? Eine Generation, f&uuml;r die die M&ouml;glichkeit eines Krieges in Europa so abstrakt ist, dass sie dar&uuml;ber vergisst, wie zerbrechlich Frieden sein kann? Leider hat die Geschichte oft genug bewiesen, dass es in Zeiten gegenseitiger Provokationen irgendwann nur noch eines Funkens bedarf. Und ehe man sich versieht, ist der Krieg da und niemand wei&szlig; so genau, wie es eigentlich dazu kam. <\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>6. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Herr M&uuml;ller,<br>\nLiebes Nachdenkseiten-Team,<\/p><p>wenn es nach Mausfeld (Das Schweigen der L&auml;mmer) noch einer Erkl&auml;rung des sonderbaren Gleichklangs aller etablierten Medien bedurfte, so findet man diese in der hervorragenden &Uuml;bersicht von Swiss Policy Research: <a href=\"https:\/\/swprs.org\/die-propaganda-matrix\">swprs.org\/die-propaganda-matrix<\/a>.<\/p><p>Danke f&uuml;r Ihre tolle Arbeit!<br>\nStefan Meyer<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>7. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrter Herr M&uuml;ller,<\/p><p>mit gro&szlig;em Interesse habe ich Ihren Artikel &ldquo;Feindbild-Aufbau des &bdquo;Spiegel&ldquo; &ndash; das wird noch schlimmer enden als beispielsweise am 1. M&auml;rz 1945 in Bruchsal&ldquo; gelesen und finde Ihren Einsatz f&uuml;r V&ouml;lkerverst&auml;ndigung sehr bemerkenswert.<\/p><p>Sie schreiben in dem Artikel, dass die Weisung von ganz oben, n&auml;mlich von Bertelsmann gekommen ist, den Artikel &uuml;ber RT Deutsch im Spiegel zu schreiben. Sie schreiben, dass der Spiegel weitgehend Bertelsmann geh&ouml;rt. Dies ist nicht der Fall. Der Spiegel geh&ouml;rt zu 50% der Kommanditgesellschaft Beteiligungsgesellschaft f&uuml;r Spiegel Mitarbeiter, 25,25 % zu Gruner und Jahr (da steckt Bertelsmann dahinter), zu 23,75% der Erbengemeinschaft Augstein und zu 1% der Rudolf Augstein GmbH.<\/p><p>Auf Betreiben des Spiegel Gr&uuml;nders Rudolf Augstein erwarb die Mitarbeiter KG die H&auml;lfte der Anteile, eben um journalistisch unabh&auml;ngig zu bleiben! Man kann nicht auf der einen Seite kritisieren, dass die Leitmedien nicht unabh&auml;ngig sind und auf Weisung handeln, auf der anderen Seite dies aber bei RT Deutsch guthei&szlig;en. F&uuml;r unabh&auml;ngigen Journalismus einzutreten hei&szlig;t jeglichen Einflu&szlig;, sei es von Politikern oder von Unternehmen jeder Seite, zu kritisieren.<\/p><p>Freundliche Gr&uuml;&szlig;e<br>\nS.P.<\/p><p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Danke vielmals f&uuml;r diese berechtigte Korrektur. Aber der Anteil von Bertelsmann reicht f&uuml;r einen gravierenden Einfluss, den ich vor allem in der Personalpolitik und in der total auf die Atlantiker und die USA ausgerichteten Linie sehe. <\/em><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>8. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Albrecht M&uuml;ller,<\/p><p>als mittlerwile 81-J&auml;hriger unterst&uuml;tze ich ganz und gar Ihren Artikel. (Durch Pforzheim bin ich im Herbst 45 bei Glatteis zum Bahnhof getappt, irgendeine Bahnbr&uuml;cke im Nagoldtal war gesprengt oder zerbommt.) <\/p><p>Ich erg&auml;nze, dass der Spiegel auch in fr&uuml;heren Zeiten nicht so recherchefreudig war, wie Sie es darstellen, und gerne Feindbilder aufbaute. Ich hab die Jahrg&auml;nge 1960 bis 64. Anl&auml;sslich 9\/11 hatte ich darin geschm&ouml;kert, um nochmal zu sehen, war damals Terrorist war. Ich fand vieles weitere, z.B. dass Lumumba und viele andere aus Afrika &ldquo;Neger&rdquo; waren. Die Berichte zur DDR standen in der Rubrik &ldquo;Ostzone&rdquo;. Ich kann jetzt aus der Erinnerung nur auf diese 2 Aspekte verweisen. Makaber im Nachgang war ein Artikel zum geplanten WTC, 1964; vom Architekten als das &ldquo;erste Bauwerk des 21. Jahrhunderts&rdquo; gepriesen &ndash; und ein Foto vom ungebauten WTC &ndash; als Holzmodell.<\/p><p>Das was im Artikel &ldquo;Wenn westlicher Qualit&auml;tsjournalismus &hellip;&rdquo; (Jens Berger) aufgezeigt wird, d&uuml;rfte f&uuml;r die BRD gleicherma&szlig;en gelten. <\/p><p>Zun&auml;chst eine Anekdote: In den sp&auml;ten 1950ern h&ouml;rte ich im Radio verschiedentlich Bundestagsdebatten. Da kam einmal der Vorwurf, die Regierung habe einen Reptilienfonds, was sie zur&uuml;ck wies. Die Debatte erschien mir komisch, weshalb dieses Wort in meinem Kopf h&auml;ngen blieb. <\/p><p>Sp&auml;ter lernte ich, dass es in der Bismarck-Zeit Journalisten gab, die Oppositionelle fertig machten, &ldquo;zerrissen&rdquo;. F&uuml;r diese Journalisten wurde der Begriff &ldquo;Reptil&rdquo; gepr&auml;gt. Und irgendwann best&auml;tigte sich die Vermutung, dass Bismarck einen geheimen Fonds zur Finanzierung dieser &ldquo;Reptilien&rdquo; hatte, den Reptilienfonds.<\/p><p>Sp&auml;ter fand ich in einem Zeitungsbericht, dass Gehlen oder Wessel &ndash; ich wei&szlig; nicht mehr wer &ndash; in seinen Memoiren angab, dass etwa 200 Journalisten in der BRD auf der Payroll des Dienstes standen, darunter auch ein sehr bekannter Chefredakteur. Seitdem beobachte ich sehr, inwieweit Kommentare und Berichte aus der Ferne ganz im Duktus der offiziellen Regierungspolitik sind. Interessanterweise verschwand der ein oder andere Name, wenn die Sache zB. Zerst&ouml;rung Jugoslawiens ganz im Sinne von Genscher, Kinkel, BND, Siemens ua. erledigt war. Bei vielen Kommentaren hab ich den Eindruck, dass sie auf Handreichungen des BND fu&szlig;en, bzw. dass sie ganz im Sinne solcher Handreichungen verfasst werden, so nach dem Motto: Es wird schon etwas h&auml;ngen bleiben &ndash; an Schlechtem.<\/p><p>Viele Gr&uuml;&szlig;e<br>\nWolf G&ouml;hring<\/p><p><em><strong>Anmerkung Albrecht M&uuml;ller:<\/strong> Lieber Wolf G&ouml;hring,<\/em><\/p><p><em>Das sind wichtige zus&auml;tzliche, zum Teil widersprechende Informationen. Es stimmt, dass ich das Bild vom Spiegel insgesamt zu positiv gezeichnet habe. Es ist halt gepr&auml;gt von meiner unmittelbaren Erfahrung zwischen 1968 1974 und den von mir auch mit Namen genannten Journalisten des Spiegel in der Bonner Redaktion und Guenther Gau&szlig; als Chefredakteur in Hamburg. Dieses Bild, und da haben Sie recht, ist aber nicht repr&auml;sentativ f&uuml;r den Spiegel insgesamt. Und ihr Hinweis auf den Reptilienfond ist in der Tat treffend.<\/em><\/p><p><em>Herzliche Gr&uuml;&szlig;e<\/em><br>\n<em>Albrecht M&uuml;ller<\/em><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>Anmerkung zur Korrespondenz mit den NachDenkSeiten<\/strong><\/p><p>Die NachDenkSeiten freuen sich &uuml;ber Ihre Zuschriften, am besten in einer angemessenen L&auml;nge und mit einem eindeutigen Betreff.<\/p><p>Es gibt die folgenden Emailadressen:<\/p><ul>\n<li><a href=\"mailto:leserbriefe@nachdenkseiten.de\">leserbriefe(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r Kommentare zum Inhalt von Beitr&auml;gen.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:hinweise@nachdenkseiten.de\">hinweise(at)nachdenkseiten.de<\/a> wenn Sie Links zu Beitr&auml;gen in anderen Medien haben.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:videohinweise@nachdenkseiten.de\">videohinweise(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r die Verlinkung von interessanten Videos.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:redaktion@nachdenkseiten.de\">redaktion(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r Organisatorisches und Fragen an die Redaktion.<\/li>\n<\/ul><p>Weitere Details zu diesem Thema finden Sie in unserer &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?page_id=47939\">Gebrauchsanleitung<\/a>&ldquo;.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=70325\">In diesem Beitrag<\/a> verkn&uuml;pft Albrecht M&uuml;ller zwei aktuelle Medienartikel &ndash; einen <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/rt-deutsch-so-paktiert-putins-propagandasender-mit-linkspartei-und-afd-a-e4884aed-0002-0001-0000-000175912889\">aus dem Spiegel<\/a> und einen <a href=\"https:\/\/bnn.de\/kraichgau\/bruchsal\/bombenangriff-auf-bruchsal-vor-76-jahren-fotosammlung-dokumentiert-die-ruinenstadt\">aus den Badischen Neuesten Nachrichten<\/a> &ndash; mit eigenen Erinnerungen. Er weist darauf hin, dass Spiegel bei der Konfrontation gegen Russland und der zunehmenden Aufhetzung unseres Volk hilft. Danke f&uuml;r die interessanten Leserbriefe. Es folgt eine Auswahl.<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=70482\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[103],"tags":[],"class_list":["post-70482","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-leserbriefe"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/70482","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=70482"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/70482\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":70485,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/70482\/revisions\/70485"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=70482"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=70482"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=70482"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}