{"id":70513,"date":"2021-03-08T08:31:17","date_gmt":"2021-03-08T07:31:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=70513"},"modified":"2021-03-08T08:31:17","modified_gmt":"2021-03-08T07:31:17","slug":"hinweise-des-tages-3814","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=70513","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=70513#h01\">Aff&auml;re um Schutzmasken weitet sich aus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=70513#h02\">Digitaler Euro: Spannende Online-Diskussion und Vorschlag f&uuml;r eine anonyme Variante<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=70513#h03\">&ldquo;Das ist bitter, das muss man selbstkritisch einr&auml;umen&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=70513#h04\">So wollen Heil und Scholz den Mindestlohn hochtreiben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=70513#h05\">&ldquo;Da geh&ouml;rt ein Deckel drauf&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=70513#h06\">Pflegekr&auml;fte zur&uuml;ckgewinnen &ndash; mit besseren Arbeitsbedingungen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=70513#h07\">Armut als Programm<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=70513#h08\">&bdquo;Sanktionen sind destruktiv&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=70513#h09\">Rente k&uuml;rzen, hoffen und die Probleme in die Zukunft verschieben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=70513#h10\">Zero Hunger, Zero Heuchelei!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=70513#h11\">Appell zum Widerstand: Richter ruft B&uuml;rger auf, sich gegen Corona-Bu&szlig;gelder zu wehren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=70513#h12\">Klimapolitik im Konjunktiv, Garanten des Gestrigen und der alte Autotraum<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=70513#h13\">Hongkong: Snowdens Rechtsanwalt droht Entzug der Zulassung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=70513#h14\">Keine weiteren Fragen, Herr Gates<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=70513#h15\">Die Lesbarkeit von Gesetzentw&uuml;rfen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=70513#h16\">Altmaiers fragw&uuml;rdiges 220-Millionen-Euro-Geschenk<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=70513#h17\">Soziologin Ackermann beklagt linksliberale Diskursdominanz in den Medien beim Thema Identit&auml;tspolitik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=70513#h18\">&bdquo;Uns war klar, dass ein derart brisantes Buch nicht allen Protagonisten gefallen wird&ldquo;<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Aff&auml;re um Schutzmasken weitet sich aus<\/strong><br>\nNach dem CSU-Politiker Georg N&uuml;&szlig;lein hat auch der Mannheimer CDU-Abgeordnete Nikolaus L&ouml;bel Konsequenzen aus der Aff&auml;re im Zusammenhang mit Vertr&auml;gen &uuml;ber Corona-Schutzmasken gezogen. L&ouml;bel gab seinen Sitz im Ausw&auml;rtigen Ausschuss des Bundestages auf, nachdem das Magazin &ldquo;Der Spiegel&rdquo; &uuml;ber Provisionszahlungen in H&ouml;he von 250.000 Euro berichtet hatte.<br>\nDer Politiker hatte zuvor die Zahlung von Provisionen f&uuml;r die Vermittlung von Kaufvertr&auml;gen &uuml;ber Masken an seine Firma, die Projektmanagement-GmbH, einger&auml;umt. L&ouml;bel bezeichnete die Summen als &ldquo;nach dem Markt&uuml;blichen bemessene Verg&uuml;tung&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/union-maskenaffaere-nuesslein-loebel-101.html%20\">tagesschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers H.M.:<\/strong> Jetzt werden Krokodilstr&auml;nen vergossen. Dass insbesondere in der CDU\/CDU\/CSU und FDP-Fraktion viele verkappte Lobbyisten sitzen und einige von ihnen sogar frech ist ein offenes Geheimnis bzw. verwundert nicht. Gerade die CDU\/CSU hat sich lange gegen ein Lobbyregister gestr&auml;ubt. Jetzt soll mit Emp&ouml;rung und Kritik die Aff&auml;re gemeistert werden. Danach wird es vermutlich weiter gehen wie bisher. <\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu: Das profitable Amigo-Netzwerk des Georg N&uuml;&szlig;lein<\/strong><br>\nDer CSU-Abgeordnete verdiente nicht nur an Masken, die dank seiner Hilfe an Gesundheitsministerien geliefert wurden. Er lie&szlig; sich seine politischen Kontakte auch von anderen Firmen bezahlen. Sein R&uuml;ckzug aus der Politik war zwangsl&auml;ufig. (&hellip;)<br>\nN&uuml;&szlig;lein sitzt auch in vielen Gremien, in denen er seine politischen Kontakte gewinnbringend nutzen kann. Zum Beispiel ist der gelernte Wirtschafts- und Sozialwissenschaftler und viel besch&auml;ftigte Berufspolitiker nebenbei Aufsichtsrat bei der M&uuml;nchener Sfirion AG, einem inhabergef&uuml;hrten Ingenieurb&uuml;ro, das sich auf Projektmanagement im Baugesch&auml;ft spezialisiert hat. Einer der Kunden ist die Deutsche Bahn AG. Seitdem N&uuml;sslein im Aufsichtsrat der Sfirion AG sitzt, hat sich das Gesch&auml;ft mit dem Staatskonzern besonders gut entwickelt, vor allem, seit 2009 das Bundesverkehrsministerium nach Jahren der sozialdemokratischen F&uuml;hrerschaft wieder an die CSU zur&uuml;ckfiel.<br>\nOb die Verkehrsminister nun Peter Ramsauer, Alexander Dobrindt, Christian Schmidt oder Andreas Scheuer hie&szlig;en &ndash; alle sind jahrelange CSU-Parteifreunde von N&uuml;&szlig;lein und alle waren von Amts wegen f&uuml;r die Bahn zust&auml;ndig.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.wiwo.de\/politik\/deutschland\/affaeren-das-profitable-amigo-netzwerk-des-georg-nuesslein\/26981212.html%20\">WirtschaftsWoche<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> So lange korrupte Politiker ihre Schmiergelder behalten d&uuml;rfen, f&uuml;hrt die ganze Aufregung ohnehin zu nichts. F&uuml;r N&uuml;&szlig;lein, L&ouml;bel und Co. wird es schon eine lukrative Anschlussverwendung in der Wirtschaft geben, bei der sie ihre Kontakte in die Politik versilbern k&ouml;nnen. <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Digitaler Euro: Spannende Online-Diskussion und Vorschlag f&uuml;r eine anonyme Variante<\/strong><br>\nAm Freitag 12. M&auml;rz ab 18 Uhr diskutieren online EZB-Generaldirektor Ulrich Bindseil, Fabio De Masi, Alfred Eibl von Attac und Joseph Huber von der Monetative &uuml;ber digitales Zentralbankgeld. Au&szlig;erdem m&ouml;chte ich auf einen sehr interessanten Vorschlag aus der Schweiz f&uuml;r ein anonym nutzbares digitales Zentralbankgeld hinweisen.<br>\nMit dabei sind au&szlig;erdem Eibls Ko-Autor in Sachen Bargeld, der ehemalige  Jurist bei der Europ&auml;ischen Zentralbank (EZB), Johannes Priesemann, und als Moderator Markus Zydra von der S&uuml;ddeutschen Zeitung.<br>\nDie Europ&auml;ische Zentralbank hat k&uuml;rzlich ihre Analyse und Pl&auml;ne rund um einen &ldquo;digitalen Euro&rdquo; vorgelegt. Die Monetative e.V. votiert f&uuml;r &ldquo;Vollgeld&rdquo;. Attac fordert Euro-Konten. Facebooks DIEM-Projekt zielt auf ein privates Weltgeld. Bitcoin verspricht anonymes Bezahlen und eine sichere, knappe, infinit teilbare W&auml;hrung. Wie soll das alles funktionieren? Wer soll es regulieren? Wie passt es zusammen? Wem nutzt es? Wie wollen wir W&auml;hrung und Geld &ldquo;steuern&rdquo;?<br>\nDie Diskussion dazu ist ohne Anmeldung per Facebook- und Youtube-Livestream zu verfolgen.<br>\n&ldquo;Geld &ndash; Welches Geld?&rdquo;: Informationsseite der Veranstalter (&hellip;)<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/norberthaering.de\/kryptowaehrungen\/veransaltungshinweis-n-digitaler-euro\/%20\">Norbert H&auml;ring<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>&ldquo;Das ist bitter, das muss man selbstkritisch einr&auml;umen&rdquo;<\/strong><br>\nMit niedrigen Steuern hat die Stadt Monheim Firmen angelockt und so Reichtum angeh&auml;uft &ndash; und verzockt Millionen bei der Krisenbank Greensill. Der B&uuml;rgermeister rechnet mit H&auml;me statt mit Mitleid. (&hellip;)<br>\nDas Rechnungspr&uuml;fungsamt und ein Wirtschaftspr&uuml;fer untersuchen nun, wer all das beschlossen hat: die Stadtkasse? Die K&auml;mmerin? &ldquo;Da verliert sich gerade die Spur&rdquo;, sagt Zimmermann. &ldquo;Ich selbst habe nicht den einzelnen Festgeldvertrag unterschrieben&rdquo;, sagt der B&uuml;rgermeister. Er m&ouml;chte aber wissen, ob die Zust&auml;ndigen wider besseren Wissens gehandelt haben &ldquo;oder im Glauben gelassen wurden, dass das schon sicher w&auml;re&rdquo;.<br>\nEin Fall von Falschberatung also? Oder hat die Stadt nicht nach der Sicherung gefragt? &ldquo;Mich interessiert auch, welche Rolle die Bafin gespielt hat&rdquo;, sagt Zimmermann: Wusste die Beh&ouml;rde nicht schon l&auml;nger von Unregelm&auml;&szlig;igkeiten bei Greensill? Auch er werde sich der Verantwortung stellen, sagt der B&uuml;rgermeister. Bis hin zum R&uuml;cktritt? &ldquo;Am Ende werde ich sicher bewerten m&uuml;ssen, welche Konsequenzen ich daraus ziehe. Aber das sehe ich zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/greensill-bank-monheim-einlagensicherung-1.5226467%20\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers H.M.:<\/strong> Die Frage von Daniel Zimmermann nach der Verantwortung der Bafin ist mehr als berechtigt. Waren dort wieder Schlaftabletten am Werk? Doch leider verfolgt der  OB von Monheim mit der Absenkung der Gewerbesteuer eine mehr als fragw&uuml;rdige Politik, die zwar Monheim nutzt, aber auf Kosten anderer Gemeinde. Ein Wettbewerb um m&ouml;glichst niedrige Gewerbesteuers&auml;tze ist unter dem Strich sch&auml;dlich. <\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Die Stadt Monheim ist selbst Tr&auml;ger der dortigen Sparkasse und &bdquo;parkt&ldquo; ihr Geld bei einem dubiosen Institut in Bremen? Nur um ein paar Euro Zinsen zu erzielen? Das muss man nicht verstehen. <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>So wollen Heil und Scholz den Mindestlohn hochtreiben<\/strong><br>\nDie beiden SPD-Minister wollen den Mindestlohn auf zw&ouml;lf Euro anheben. In einem gemeinsamen Eckpunktepapier k&uuml;ndigen sie zudem ein Bundestariftreuegesetz an.<br>\nArbeitsminister Hubertus Heil will mit Finanzminister Olaf Scholz (SPD) die Voraussetzungen daf&uuml;r schaffen, dass der Mindestlohn schneller steigt. &bdquo;K&uuml;nftig soll die Mindestlohnkommission im Rahmen des Pr&uuml;fkriteriums ,angemessener Mindestschutz der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer&lsquo; auch den Gesichtspunkt der Armutsgef&auml;hrdung ma&szlig;geblich ber&uuml;cksichtigen&ldquo;, hei&szlig;t es in einem Eckpunktepapier der beiden Ministerien &bdquo;zur Weiterentwicklung des Mindestlohns und St&auml;rkung der Tarifbindung&ldquo;. Von einer Armutsgef&auml;hrdung soll demnach &bdquo;regelm&auml;&szlig;ig&ldquo; bei einem auf Vollzeitbasis erzielten Arbeitsentgelt unterhalb der Schwelle von 60 Prozent des Medianlohns ausgegangen werden.<br>\nDas Medianeinkommen ist der Lohn, der die Gesellschaft genau in die H&auml;lfte teilt, der eine Teil verdient weniger, der andere mehr. Der Medianlohn betr&auml;gt nach Angaben aus Regierungskreisen aktuell etwa 12 Euro. Der Mindestlohn steigt bis Mitte 2022 in mehreren Schritten auf 10,45 Euro. Die beiden SPD-Politiker werben schon l&auml;nger f&uuml;r eine weitere Anhebung auf 12 Euro. Scholz ist seit vergangenen Sommer nicht nur Finanzminister, sondern auch Kanzlerkandidat seiner Partei.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/eckpunkte-papier-so-wollen-heil-und-scholz-den-mindestlohn-hochtreiben-17232532.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Mit dem Wort &ldquo;hochtreiben&rdquo; will die FAZ wohl ausdr&uuml;cken, dass der unterirdisch niedrige deutsche Mindestlohn eigentlich schon auf dem richtigen Niveau liegt. Dazu passt der (bewusst oder unbewusst gemachte) Fehler im Artikel: &ldquo;Der Medianlohn betr&auml;gt nach Angaben aus Regierungskreisen aktuell etwa 12 Euro.&rdquo; &ndash; Das stimmt nat&uuml;rlich nicht; bspw. <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/deutsche-bruttoeinkommen-steigen-um-drei-prozent-a-1278459.html\">der SPIEGEL<\/a> gibt den monatlichen Medianlohn mit ca. 3.300 Euro an, was etwa 20 Euro Stundenlohn entspricht, sodass &ndash; ganz logisch &ndash; 12 Euro etwa 60% des Medianstundenlohns darstellen. *Inhaltlich* kann man nur den Kopf sch&uuml;tteln, dass ausgerechnet zwei SPD-Seeheimer (angeblich) den Mindestlohn auf einen halbwegs akzeptablen Wert erh&ouml;hen wollen, die die Agenda 2010 und Hartz IV immer bef&uuml;rwortet haben und bisher z. B. keine Probleme damit hatten, dass a) Langzeitarbeitlose und b) Minderj&auml;hrige mit noch weniger als dem k&uuml;mmerlichen Mindetlohn abgespeist wurden. Und wie kann es sein, dass Feiertagszuschl&auml;ge, Schmutz- und Erschwerniszulagen, die schon vom Wort her (&ldquo;Zulage&rdquo;) ein Mehr obendrauf bedeuten, *in* den Mindestlohn eingerechnet werden konnten\/k&ouml;nnen? W&auml;re ja wirklich sch&ouml;n, wie die beiden Minister das ernst meinten, aber wer soll es ihnen glauben? Mit der Union ist eine solche Erh&ouml;hung definitiv nicht zu machen; GRR ist (wenigstens zurzeit) arithmetisch nicht m&ouml;glich; und nach der BTW am wahrscheinlichsten ist eine Schwarz-Gr&uuml;ne Regierung. Die Forderungen von Scholz und Heil sehen wie ein Schaufensterantrag aus.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Offenbar l&auml;utet die SPD ihr traditionelles linkes Halbjahr vor der Bundestagswahl ein. Vor einer Woche &bdquo;forderte&ldquo; Olaf Scholz sogar <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/steuern-olaf-scholz-will-erhoehungen-fuer-besserverdiener-und-vermoegende-a-59d53344-9799-4b5a-afed-230cae3b38bc\">eine Steuererh&ouml;hung f&uuml;r Besserverdiener und Verm&ouml;gende<\/a> &ndash; freilich erst nach der Wahl. <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>&ldquo;Da geh&ouml;rt ein Deckel drauf&rdquo;<\/strong><br>\nHans-Jochem Witzke &auml;rgern die Zahlen nur noch. Dass der Wohnungskonzern Vonovia Jahr f&uuml;r Jahr steigende Mieten meldet, die Aktion&auml;re abermals eine h&ouml;here Dividende erhalten sollen: Der Chef des Deutschen Mieterbundes in Nordrhein-Westfalen findet das unerh&ouml;rt. &ldquo;Das fortzuf&uuml;hren, trotz Corona und Krise zeigt: Da geh&ouml;rt ein Deckel drauf&rdquo;, sagt Witzke. Damit ist der Mietersch&uuml;tzer nicht allein.<br>\nVonovia hat am Donnerstag eine Rekordbilanz vorgelegt. Das Unternehmen vermietet gut 415 000 Wohnungen in Deutschland, &Ouml;sterreich und Schweden; viele waren einst als Werks- oder Sozialwohnung entstanden. Im Schnitt verlangt Vonovia eine Kaltmiete von 7,16 Euro je Quadratmeter. Das sind drei Prozent mehr als vor einem Jahr. Zwar habe man angesichts der Pandemie &ldquo;monatelang auf Mieterh&ouml;hungen verzichtet&rdquo;, sagt Vorstandschef Rolf Buch, die Mieten in bestehenden Vertr&auml;gen im Schnitt nur um 0,6 Prozent angehoben. Hinzu kommt freilich, dass der Konzern Mieten erh&ouml;hen darf, wenn er Wohnungen modernisiert. Die Durchschnittsmiete steigt auch, wenn Vonovia teurer vermietete Wohnungen baut oder zukauft.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/vonovia-aktie-mietendeckel-dividende-1.5224405%20\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers H.M.:<\/strong> Ein weiteres Beispiel daf&uuml;r, wie notwendig ein bundesweiter Mietendeckel ist. <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Pflegekr&auml;fte zur&uuml;ckgewinnen &ndash; mit besseren Arbeitsbedingungen<\/strong><br>\nDie Pflegebranche sucht h&auml;nderingend Personal, und das nicht erst seit Ausbruch der Corona-Pandemie. Eine aktuelle Studie der Arbeitnehmerkammer zeigt: Viele Pflegekr&auml;fte, die in Teilzeit arbeiten oder komplett aus ihrem Beruf ausgestiegen sind, k&ouml;nnten sich eine Aufstockung der Stundenzahl beziehungsweise eine R&uuml;ckkehr in die Pflege vorstellen &ndash; wenn die Arbeitsbedingungen besser w&auml;ren. (&hellip;)<br>\n&bdquo;Das Potenzial ist viel gr&ouml;&szlig;er, als wir erwartet h&auml;tten&ldquo;, berichtet Jennie Auffenberg, Co-Autorin der Studie und Referentin f&uuml;r Gesundheits- und Pflegepolitik bei der Arbeitnehmerkammer. Aus den Antworten geht hervor, dass es vor allem in vier Bereichen Ver&auml;nderungen geben m&uuml;sste, um das brachliegende Fachkr&auml;fte-Potenzial zu heben: Die Teilnehmenden beklagen eine zu geringe Wertsch&auml;tzung ihrer Arbeit durch die Vorgesetzten. Sie halten mehr Zeit f&uuml;r qualitativ hochwertige Pflege und menschliche Zuwendung f&uuml;r unbedingt erforderlich. Sie fordern eine angemessene Bezahlung &ndash; die f&uuml;r sie wichtigste Form der Anerkennung. Und nicht zuletzt w&uuml;nschen sie sich mehr Elemente der kollektiven Interessenvertretung in Form von Tarifbindung, Betriebsr&auml;ten und mehr Mitsprache bei betrieblichen Abl&auml;ufen. (&hellip;)<br>\nEs brauche jetzt dringend glaubhafte Verbesserungen, macht Auffenberg deutlich &ndash; und glaubhaft ansetzen lasse sich im Wesentlichen bei der Bezahlung und bei einer bedarfsorientierten Personalbemessung. &bdquo;Wir brauchen mehr Personal, um zus&auml;tzliches Personal zu finden&ldquo;, sagt sie. Denn Viele w&auml;ren bereit, (mehr) in der Pflege zu arbeiten &ndash; aber erst, wenn mehr Personal da ist. Denn nur dann ist gute Pflege m&ouml;glich und die Pflegekr&auml;fte selbst bleiben gesund. &bdquo;Das ist der entscheidende Punkt und zugleich die Schwierigkeit.&ldquo;Die Studie belege nun eindrucksvoll, dass diese Schwierigkeit nicht unl&ouml;sbar sei: &bdquo;Lie&szlig;en sich ausgestiegene und Teilzeit-Pflegekr&auml;fte davon &uuml;berzeugen, in ihre Berufe zur&uuml;ckzukehren beziehungsweise ihre Stundenzahl wieder zu erh&ouml;hen, k&ouml;nnte das mit Blick auf den Pflegenotstand deutliche Abhilfe schaffen.&ldquo; Interessant ist in dem Zusammenhang die Feststellung, dass die Covid-19-Pandemie die entsprechende Bereitschaft bei den Befragten erkennbar verringert hat. Dar&uuml;ber hinaus gehen nur vier Prozent von ihnen davon aus, dass sich durch Corona die Arbeitsbedingungen in der Pflege verbessern werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/arbeitnehmerkammer.de\/service\/bam\/ausgaben\/ausgabe-maerzapril-2021\/pflegekraefte-zurueckgewinnen.html\">Arbeitnehmerkammer Bremen<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Armut als Programm<\/strong><br>\nBericht der Bundesregierung: Geringverdiener m&uuml;ssen Krisenlasten schultern. DGB und Sozialforscher kritisieren mangelnde Hilfe vom Staat (&hellip;)<br>\nF&uuml;r Reiche ist die Krise hingegen ein Fest. Laut Regierungsbericht entfielen auf die Haushalte in der unteren H&auml;lfte der Verteilung rund ein Prozent des gesamten Nettoverm&ouml;gens, w&auml;hrend die verm&ouml;gensst&auml;rksten zehn Prozent der Haushalte mehr als die H&auml;lfte des gesamten Nettoverm&ouml;gens auf sich vereinten. Der DGB fordert deshalb, es sei an der &raquo;Zeit f&uuml;r eine Verm&ouml;genssteuer, eine wirkungsvolle Erbschaftssteuer sowie die st&auml;rkere Besteuerung von Kapitalertr&auml;gen&laquo;, sagte Piel zu jW.<br>\nDar&uuml;ber hinaus haben Lohneinbu&szlig;en auch politische Folgen: &raquo;Die Wahlbeteiligung ist in allen Bev&ouml;lkerungsschichten in den vergangenen Jahrzehnten in Deutschland wie in den meisten Industriel&auml;ndern gesunken&laquo;, berichtet die Bundesregierung. Bei den Wahlberechtigten mit geringem Einkommen sei der R&uuml;ckgang aber &uuml;berdurchschnittlich stark gewesen. &raquo;Dadurch verst&auml;rken sich Risiken des Ausgeschlossenseins von politischen und gesellschaftlichen Willensbildungsprozessen.&laquo;<br>\nF&uuml;r Armutsforscher Christoph Butterwegge sind die Befunde &raquo;wenig &uuml;berraschend&laquo;. Gegen&uuml;ber jW sagte er am Freitag: &raquo;Dass die Covid-19-Pandemie &ouml;konomisch und sozial polarisierend gewirkt hat, war vorhersehbar. Schlie&szlig;lich hat die Bundesregierung dazu selbst beigetragen, indem sie ihre milliardenschweren Finanzhilfen auf Wirtschaftsunternehmen konzentrierte, w&auml;hrend die finanzschw&auml;chsten Bev&ouml;lkerungsgruppen weitgehend leer ausgingen.&laquo; Ein vielsagendes Beispiel: &raquo;Erst im Mai 2021 bekommen Sozialleistungsbezieher einen Coronabonus in H&ouml;he von 150 Euro, obwohl Obdachlose, Hartz-IV-Bezieher und Kleinst&shy;rentner im Grundsicherungsbezug seit M&auml;rz 2020 mit h&ouml;heren Lebenshaltungskosten konfrontiert sind&laquo;, so Butterwegge weiter. Die sogenannten Coronahilfspakete wiesen eine &raquo;verteilungspolitische Schieflage&laquo; auf, die nicht verhindere, dass w&auml;hrend der Pandemie manche Reiche noch reicher und die Armen zahlreicher geworden seien.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/397829.opfer-der-pandemie-armut-als-programm.html%20\">junge Welt<\/a>\n<p><strong>Dazu: Die polarisierende Pandemie<\/strong><br>\nDie Bundesregierung r&uuml;hmt sich, die sozialen H&auml;rten der Coronakrise politisch aufgefangen zu haben. Zu Unrecht, argumentiert der Armutsforscher Christoph Butterwegge: W&auml;hrend der Pandemie sind die Reichen reicher geworden und die Armen &auml;rmer.<br>\nIn der Covid-19-Pandemie hat sich die soziale Ungleichheit auf der ganzen Welt zum Teil drastisch versch&auml;rft.[1] Daf&uuml;r ist allerdings nicht prim&auml;r SARS-CoV-2 verantwortlich, denn vor diesem Virus sind, was seine Infektiosit&auml;t betrifft, alle Menschen gleich. Doch weil sich deren Gesundheitszustand, Arbeits- und Lebensbedingungen sowie Einkommens-, Verm&ouml;gens- und Wohnverh&auml;ltnisse stark voneinander unterscheiden, sind auch die Infektionsrisiken sehr ungleich auf einzelne Gruppen verteilt.<br>\nUngerecht ist nicht das Virus an sich, sondern die Klassengesellschaft, auf deren Mitglieder es trifft. Die kapitalistischen Produktionsverh&auml;ltnisse, Machtstrukturen und Verteilungsmechanismen bewirken, dass Covid-19 den Trend zur sozio&ouml;konomischen Polarisierung verst&auml;rkt. Die Pandemie erzeugt schwere wirtschaftliche Verwerfungen und macht so das Kardinalproblem der Bundesrepublik, die wachsende Ungleichheit,[2] nicht blo&szlig; wie unter einem Brennglas sichtbar, sondern wirkt auch als Katalysator, wodurch sich die Ungleichheit weiter versch&auml;rft. Die Pandemie wirkt polarisierend &ndash; &ouml;konomisch, sozial und politisch.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.blaetter.de\/ausgabe\/2021\/maerz\/die-polarisierende-pandemie%20\">Christoph Butterwegge in Bl&auml;tter<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Bitte lesen Sie dazu z.B. auch Butterwegge &uuml;ber Corona-Hilfen: &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=68082\">Die Armen werden bewusst nicht bedacht<\/a>&ldquo;.<\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu auch: Debatte um Ungleichheit und Umverteilung<\/strong><br>\nDie Problematik der sich zunehmend &ouml;ffnenden Schere zwischen Reich und Arm ist seit &uuml;ber 20 Jahren der sog. &ldquo;neoliberalen&rdquo; Politik Gegenstand heftiger und kontroverser Debatten. Neuen Aufschwung bekam sie durch die Art und Weise der Krisenbew&auml;ltigungen einerseits und durch Thomas Piketty andererseits bekommen, der mit seinem viel diskutierten Buch &bdquo;Capital in the Twenty-First Century&ldquo; die langfristige Entwicklung von Einkommen und Verm&ouml;gen in mehreren westlichen L&auml;ndern untersucht hat. Diese Debatte um Ungleichheit und Umverteilung umfasst mehrere Bereiche: wirtschaftspolitische Debatte im Sinne einer zumindest tendenziellen Kapitalismuskritik, aber auch konkreter die sozialpolitische Dimension der Armut sowie steuerpolitische Ursachen wie Gegenma&szlig;nahmen. Siehe die Beitr&auml;ge hierzu:<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.labournet.de\/politik\/wipo\/finanzmaerkte\/steuerpolitik\/debatte-um-ungleichheit-und-umverteilung\/%20\">LabourNet Germany<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>&bdquo;Sanktionen sind destruktiv&ldquo;<\/strong><br>\nHerbert Sternitzke arbeitete 15 Jahre im Jobcenter Bielefeld, hat Tausende Menschen beraten. Er pl&auml;diert f&uuml;r eine Abschaffung der Sanktionen. (&hellip;)<br>\nWas soll besser werden ohne Sanktionen?<br>\nSanktionen sind eine destruktive Form der Motivationserzeugung, wir brauchen aber eine konstruktive Form der Motivationsentwicklung. Viele der Leute haben keine Berufsqualifikation. Eine Arbeitsaufnahme ist viel nachhaltiger, wenn man eine Qualifikation hat, und sei es nur eine Teilqualifikation, auf der man dann aufbauen kann, mit einer qualifizierteren Arbeit und besserer Bezahlung. Das ist dann eine Arbeit, wo die Leute eher dabei bleiben. Daran m&uuml;ssen wir arbeiten, diese Selbstwirksamkeit, auch dieses Selbstvertrauen zu schaffen. Dem steht ein Drohpotenzial durch Sanktionen aber entgegen.<br>\nK&ouml;nnen Sie dazu ein Beispiel nennen?<br>\nDa f&auml;llt mir ein Mann ein, der keine Berufsausbildung hatte, der immer wieder &uuml;ber Zeitarbeitsfirmen im Gartenlandschaftsbau gearbeitet hatte, aber nach kurzer Zeit wieder die Arbeit verlor und wieder im vollen Leistungsbezug landete. Da muss man mit ihm &uuml;berlegen, welche Qualifikation der Mann erwerben k&ouml;nnte, die seinen Neigungen entspricht, um vielleicht in einen Umweltbetrieb hineinzurutschen. Das kann ein Kurs in der Nutzung von Motors&auml;gen sein oder eine Weiterbildung &uuml;ber die T&auml;tigkeit in Baumschulen. Mit einer solchen Teil&ndash;qualifikation w&auml;re bei seiner n&auml;chsten T&auml;tigkeit der Lohn h&ouml;her und damit auch die Motivation h&ouml;her, in der Arbeit auf Dauer zu bleiben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/taz.de\/Ehemaliger-Fallmanager-ueber-Hartz-IV\/!5751788\/\">taz<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Rente k&uuml;rzen, hoffen und die Probleme in die Zukunft verschieben<\/strong><br>\nDer FDP Vorschlag senkt den Arbeitgeberbeitrag mittelfristig um rund 10 Prozent. Die Besch&auml;ftigten m&uuml;ssen auf 6,5 Prozent Rendite hoffen, um die gerissenen L&uuml;cken wenigsten bei Altersrenten bei Rentenbeginn in einem h&ouml;heren Alter auszugleichen. Bei Erwerbsminderung, Witwen-\/Witwerrenten, Kindererziehung und anderen F&auml;llen, soll es keinen Ausgleich f&uuml;r die Rentenk&uuml;rzungen geben.<br>\nAuch in der FDP ist nun scheinbar die Erkenntnis gereift, dass private Rentenversicherungen nicht halten, was sich die Politik vor 20 Jahren von ihnen versprach. Dabei spricht es B&auml;nde, wenn die Partei des orthodoxen Glaubens an den Markt nun auf eine staatliche L&ouml;sung setzt.<br>\nDie Ziele der FDP hingegen sind wenig &uuml;berraschend: die Arbeitgeber sollen massiv entlasten werden. Dazu soll die gesetzliche Rente massiv gek&uuml;rzt werden; rund 20 Prozent st&auml;rker als ohnehin schon vorgesehen. Konkret:<br>\nDas Rentenalter soll faktisch eins zu eins mit der Lebenserwartung steigen &ndash; technisch versteckt in der Rentenberechnung.<br>\nDer vorzeitige abschlagsfreie Rentenbeginn bei 45 Jahren Arbeit und Kindererziehung soll gestrichen werden.<br>\nDas Rentenniveau soll doppelt so schnell sinken wie bisher und dazu die Haltelinien abgeschafft und der Nachholfaktor reaktiviert werden, um das Rentenniveau schon ab 2022 wieder zu senken.<br>\nSogar die &bdquo;M&uuml;tterrente&ldquo; zu streichen wird erwogen. (&hellip;)<br>\nAls Anschubfinanzierung f&uuml;r ihre Aktienrente schl&auml;gt die FDP schuldenfinanzierte Hebelgesch&auml;fte mit Wetten auf Zinsdifferenzen vor. Der Staat soll weit &uuml;ber 100 Mrd. Euro an zus&auml;tzlichen Schulden aufnehmen. Das Geld soll dann spekulativ in Aktien angelegt werden, in der Hoffnung, dass die Rendite auf die Aktien h&ouml;her ist als die Zinszahlungen des Staates. Ob diese Wette auf Zinsdifferenzen &uuml;ber die kommenden 15 bis 20 Jahre auf geht, wird sich zeigen. Wenn nein, zahlen die k&uuml;nftigen Generationen die Rechnung.<br>\nUnd nat&uuml;rlich ist der Traum von praktisch sicheren 6,5 Prozent Rendite der Traum nach dem kapitalistischen Paradies: Wohlstand f&uuml;r alle ohne Arbeit. Es braucht nur ein wenig Menschenverstand, um zu verstehen: weniger Beitrag und trotzdem mehr Rente, das kann nicht aufgehen, denn irgendwer muss das Geld ja erarbeiten. Denn, wie Friedrich Merz so treffend formulierte: &bdquo;Wir m&uuml;ssen ein bisschen aufpassen, dass wir uns nicht alle daran gew&ouml;hnen, dass wir ohne Arbeit leben k&ouml;nnen&ldquo;.<br>\nIn der Summe bleibt also au&szlig;er einer garantierten Leistungsk&uuml;rzung nur die Hoffnung, dass der Kapitalmarkt genug abwirft. Gelingt dies wieder nicht, dann bleiben wie bisher auch, die Versicherten und insbesondere die k&uuml;nftigen Generationen auf den Kosten und Problemen sitzen. Verl&auml;sslichkeit sieht anders aus.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.dgb.de\/++co++9868e8a8-7cd6-11eb-a8b5-001a4a160123\">DGB<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Zero Hunger, Zero Heuchelei!<\/strong><br>\nDurch die restriktiven Coronama&szlig;nahmen der Regierungen, die zu einer Verschmelzung von Staats- und Konzernmacht f&uuml;hren, breitet sich das t&ouml;dliche Hungervirus nun extrem schnell auf dem gesamten Planeten aus und st&uuml;rzt Millionen Menschen in die Armut.<br>\nDie autorit&auml;ren Restriktionen versto&szlig;en gegen die Grund- und Menschenrechte: Sie verst&auml;rken das Systemleiden und l&ouml;schen zahlreiche Menschenleben sowie wirtschaftliche Existenzen aus. Angesichts solcher Verw&uuml;stungen nun dieses sch&auml;dliche Handeln noch mit &bdquo;ZeroCovid-Parolen&ldquo; (1) auf die Spitze zu treiben, ist in h&ouml;chstem Ma&szlig;e verantwortungslos und w&uuml;rde den Lockdown bis in alle Ewigkeit verl&auml;ngern. Das Motto sollte vielmehr lauten: ZeroHunger, ZeroHeuchelei!<br>\nDas System ist gescheitert! Es hat das Leben von Milliarden Menschen schon lange dauerhaft eingeschr&auml;nkt und sorgt jedes Jahr, jeden Monat, jede Woche, jeden Tag und jede Stunde f&uuml;r Massen an Hungertoten. Deswegen brauchen wir einen echten Systemwechsel und kein durch Corona-Restriktionen versch&auml;rftes Weiterlaufen in die v&ouml;llig falsche Richtung. Das Ziel darf auch nicht in nur wenigen Hungertoten bestehen &ndash; es muss NULL lauten.<br>\nWir brauchen sofort eine gemeinsame globale Strategie, um die fortgesetzte Menschenrechtsverachtung wirksam zu bek&auml;mpfen. Mit der Zahlung von Entwicklungs- (wie viel kommt davon wo an?) und Hilfsgeldern &ndash; in den Rachen der m&auml;chtigen Pharmakonzerne &ndash; in einem Gebilde aus Korruption, Wachstumsgier, Repression, Propaganda und Angriffskriegen ist der Wettlauf gegen das von der Coronapolitik angefeuerte Hungervirus jedenfalls nicht zu gewinnen.<br>\nNeben einer konsequenten Friedenspolitik und einem globalen Lockdown f&uuml;r die Produktionsfirmen von Patronen und Kanonen fordere ich deshalb, die weltweite Armut sofort so entschlossen und zielf&uuml;hrend zu bek&auml;mpfen, dass jeder Hungertote unverz&uuml;glich vermieden wird. Denn: Dieses Ziel dient ausschlie&szlig;lich dem Wohl und der Gesundheit der Menschen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/neue-debatte.com\/2021\/03\/05\/zero-hunger-zero-heuchelei\/%20\">Neue Debatte<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Appell zum Widerstand: Richter ruft B&uuml;rger auf, sich gegen Corona-Bu&szlig;gelder zu wehren<\/strong><br>\nLegen Betroffene gegen den Bu&szlig;geldbescheid Einspruch ein, landet die Sache vor Gericht. In den vergangenen Monaten haben sich bundesweit zahlreiche Amtsgerichte mit &bdquo;Corona-Verfahren&ldquo; befasst &ndash; Tendenz stark steigend. Offenbar sind immer mehr B&uuml;rger bereit, sich gegen die ihrer Meinung nach fragw&uuml;rdigen Sanktionen des Staates juristisch zu wehren. (&hellip;)<br>\nDer 41-j&auml;hrige Jurist betont, es sei beachtlich, mit welcher Ruhe die B&uuml;rger w&auml;hrend der Pandemie &bdquo;die vielen und gro&szlig;en Verfehlungen aller drei Staatsgewalten ertragen, die der Regierung und der Parlamente ebenso wie die der Gerichte.&ldquo; Schleif: &bdquo;Viele scheinen vergessen zu haben, dass der B&uuml;rger der alleinige Souver&auml;n dieses Landes ist. Regierung, Gesetzgebung und Rechtsprechung sind nur die Diener dieses Souver&auml;ns.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.focus.de\/politik\/vorschriften-unverstaendlich-und-dilettantisch-appell-zum-widerstand-richter-ruft-buerger-auf-sich-gegen-corona-bussgelder-zu-wehren_id_13050863.html%20\">Focus Online<\/a>\n<\/li><li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Klimapolitik im Konjunktiv, Garanten des Gestrigen und der alte Autotraum<\/strong><br>\nKalenderwoche 9: W&uuml;rde die deutsche Autoindustrie tats&auml;chlich Elektroautos verkaufen wollen, h&auml;tten wir l&auml;ngst ein ordentliches Ladenetz, meint Andreas Knie, Sozialwissenschaftler, Mobilit&auml;tsforscher und Mitglied des Herausgeberrats von Klimareporter&deg;. Doch Autobauer und Stromwirtschaft sorgen f&uuml;r ein Verharren im Gestrigen.<br>\nImmer wieder sonntags: Die Mitglieder unseres Herausgeberrats erz&auml;hlen im Wechsel, was in der vergangenen Woche wichtig f&uuml;r sie war. Heute: Professor Andreas Knie, Sozialwissenschaftler mit den Schwerpunkten Wissenschaftsforschung, Technikforschung und Mobilit&auml;tsforschung. Sein Steckenpferd ist das Verkehrswesen von morgen.<br>\nKlimareporter&deg;: Herr Knie, trotz Corona-Effekt und Paris-Abkommen gehen die globalen Treibhausgasemissionen nicht entscheidend zur&uuml;ck &ndash; im Gegenteil, sie waren Ende 2020 schon wieder h&ouml;her als vor den Lockdowns.<br>\nNun warnt die Internationale Energieagentur: Die Welt darf die Chance zum Umbau des Energiesystems nicht verpassen. Ist die Chance nicht eigentlich schon vorbei?<br>\nAndreas Knie: Es fehlt am Umsetzungswillen. In Deutschland wird heute noch Braunkohle f&uuml;r die Stromproduktion abgebaggert, wertvolle Fl&auml;chen und traditionsreiche Kulturg&uuml;ter werden vernichtet. Bis 2038 soll das noch so weitergehen.<br>\nIn Berlin wird die Autobahn A 100 mitten durch Berlin getrieben und der Berliner Senat denkt tats&auml;chlich dar&uuml;ber nach, den n&auml;chsten Bauabschnitt zu genehmigen.<br>\nKlimapolitik ist Deutschland ist Sonntagspolitik im Konjunktiv: Man m&uuml;sste eigentlich, man k&ouml;nnte ja &ndash; nur umsetzen, das funktioniert eben nicht. Es geht bei der Klimapolitik letztlich auch immer um Machtpolitik, und die Bek&auml;mpfung des Klimawandels hat in Deutschland immer noch keine Macht. Das sollten wir uns alle mal eingestehen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.klimareporter.de\/verkehr\/klimapolitik-im-konjunktiv-garanten-des-gestrigen-und-der-alte-autotraum%20\">klimareporter<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Hongkong: Snowdens Rechtsanwalt droht Entzug der Zulassung<\/strong><br>\nSeit Jahren k&auml;mpft Robert Tibbo in Hongkong f&uuml;r die Fl&uuml;chtlinge, die Edward Snowden versteckt haben. Doch nun droht ihm der Entzug seiner Lizenz.<br>\nDem kanadischen Menschenrechtsanwalt Robert Tibbo soll in einem Disziplinarverfahren der Anwaltskammer in Hongkong die Zulassung als Rechtsanwalt entzogen werden. Dazu fand am Dienstag eine 30-min&uuml;tige Anh&ouml;rung statt. Tibbo will von seinem britischen Kollegen Geoffrey Robertson verteidigt werden, der unter anderem den Wikileaks-Gr&uuml;nder Julian Assange vertreten hat. Dies hat das Justizministerium abgelehnt.<br>\nDie Entscheidung, ob Robertson als Verteidiger pro bono zugelassen wird, hat die Anwaltskammer nun auf den 16. Juni vertagt, erkl&auml;rte Tibbo gegen&uuml;ber heise online. &bdquo;Das Justizministerium hat jetzt drei Wochen Zeit, um zu &uuml;berdenken, ob es Robertsons Zulassungsantrag weiterhin ablehnt&ldquo;, so Tibbo. Er vermutet, dass die Ablehnung auf Anordnung der Hongkonger Regierung erfolgt. Der Anwalt kommuniziert nur &uuml;ber den Messenger Signal und den Schweizer E-Mail-Dienst Protonmail mit Journalisten. (&hellip;)<br>\nTibbo wird in seinem Verfahren vor der Anwaltskammer unter anderem &ldquo;unprofessionelles Verhalten&rdquo; vorgeworfen. Nach der Flucht Edward Snowdens aus Hongkong hatte es eine Reihe anonymer Anschuldigungen gegen den Anwalt gegeben. Daraufhin hatte die Anwaltskammer ein Disziplinarverfahren gegen ihn eingeleitet. Die Vertretung durch den britischen Anwalt Robertson hat die Kammer wegen geringer Bedeutung des Verfahrens abgelehnt, erkl&auml;rte Tibbo. Ihm wird weiter &ldquo;respektloses Verhalten gegen einen Justizbeamten&rdquo; vorgeworfen, der zuungunsten Tibbos Mandanten geurteilt hatte. Tibbo kritisiert, dass seine Beschuldiger anonym bleiben d&uuml;rfen und sogar Richter in dem Prozess gegen ihn sein k&ouml;nnten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/news\/Hongkong-Snowdens-Rechtsanwalt-droht-Entzug-der-Zulassung-5069431.html%20\">heise online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Keine weiteren Fragen, Herr Gates<\/strong><br>\nBill Gates kann sich absolut nicht erkl&auml;ren, warum es zu seiner Person Verschw&ouml;rungstheorien gibt. Eine kleine Ged&auml;chtnisst&uuml;tze.<br>\nEnde Februar bot die Sendung Maischberger einem der reichsten M&auml;nner der Welt, Bill Gates, die Gelegenheit f&uuml;r ein 45-min&uuml;tiges Interview. Hintergrund ist, dass Bill Gates nun auch ein Buch zum Klimawandel geschrieben hat, welches Mitte Februar erschienen ist. Er war sozusagen auf Buch-Werbetour. Nach Corona ist nun das Klima an der Reihe.<br>\nSandra Maischberger sprach Bill Gates auch auf seine Rolle bei den Impfstoffen an. Konkret fragte Sie nach Ger&uuml;chten, dass Menschen in Nigeria nach Polio-Impfungen unfruchtbar geworden seien und dass manche f&uuml;rchteten, er wolle Menschen per Nanochips in den Impfstoffen &ldquo;besser &uuml;berwachen&rdquo;. Und &uuml;berhaupt: Sei da denn da gar nichts dran, dass er vom Impfstoffverkauf profitiere?<br>\nStellen wir uns jetzt kurz vor, wir befinden uns in John Carpenter&acute;s Filmklassiker &bdquo;They live&ldquo;, in welcher der Protagonist durch das Aufsetzen einer besonderen Sonnenbrille&hellip;<br>\n&hellip;pl&ouml;tzlich die echten Botschaften hinter der Werbung und das wahre Gesicht mancher Menschen erkennt.<br>\nSetzen wir also diese Brille auf und lauschen wir der (fiktiven), ehrlichen Antwort von Bill Gates:<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/miloszmatuschek.substack.com\/p\/billgates\">Milosz Matuschek<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Die Lesbarkeit von Gesetzentw&uuml;rfen<\/strong><br>\n&Uuml;ber unverst&auml;ndliche &Auml;nderungsbefehle, zweckm&auml;&szlig;ige Synopsen und verfassungsrechtliche Anforderungen<br>\nDie Verbesserung der Lesbarkeit von Gesetzentw&uuml;rfen ist in Zeiten zunehmender Politikverdrossenheit und der Verbreitung von Falschbehauptungen und Verschw&ouml;rungstheorien ein dringendes Anliegen. Ein Vorschlag der Linksfraktion im Bundestag, Entw&uuml;rfen von &Auml;nderungsgesetzen eine Synopse beizuf&uuml;gen, ist ein richtiger Schritt in diese Richtung. Doch das allein gen&uuml;gt nicht: das verfassungsrechtliche Demokratieprinzip gebietet weitere Ma&szlig;nahmen, mit denen die Lesbarkeit von Gesetzentw&uuml;rfen verbessert wird. Statt den Vorschlag der Linksfraktion zu kritisieren sollten ihn Politik und auch die Rechtswissenschaft zum Anlass nehmen, weitere M&ouml;glichkeiten zur Verbesserung der Lesbarkeit zu erarbeiten. (&hellip;)<br>\nEine Demokratie lebt nicht nur von Wahlen und Abstimmungen, die Art. 20 Abs. 2 GG ausdr&uuml;cklich vorsieht. Vielmehr ist auch eine informierte und engagierte &Ouml;ffentlichkeit Funktionsbedingung jeder Demokratie. Die Kontrolle der Regierungspolitik zwischen den Wahlen ist nicht allein Aufgabe der parlamentarischen Opposition. Davon geht auch das Bundesverfassungsgericht aus: &bdquo;&Ouml;ffentliches Verhandeln von Argument und Gegenargument, &ouml;ffentliche Debatte und &ouml;ffentliche Diskussion sind wesentliche Elemente des demokratischen Parlamentarismus&ldquo; (BVerfGE 70, 324, Rn. 131). &bdquo;Das im parlamentarischen Verfahren gew&auml;hrleistete Ma&szlig; an &Ouml;ffentlichkeit der Auseinandersetzung und Entscheidungssuche er&ouml;ffnet M&ouml;glichkeiten eines Ausgleichs widerstreitender Interessen und schafft die Voraussetzungen der Kontrolle durch die B&uuml;rger&ldquo; (BVerfGE 130, 318, Rn. 108). Der Austausch zwischen Parlament und B&uuml;rger*innen ist f&uuml;r die Demokratie somit wesentlich und alle Verantwortungstr&auml;ger*innen sind verpflichtet, ihn zu beg&uuml;nstigen. (&hellip;)<br>\nDieser Aufruf an Politik und Rechtswissenschaft hat in einer Zeit umso mehr Gewicht, die von zunehmender Skepsis gegen&uuml;ber politischen Verantwortungstr&auml;ger*innen gepr&auml;gt ist. Manche, die das 3. Bev&ouml;lkerungsschutzgesetz mit den nationalsozialistischen Erm&auml;chtigungsgesetzen von 1933 gleichsetzten, h&auml;tte auch eine Synopse wahrscheinlich nicht zu einer anderen Auffassung gebracht. Anderen aber h&auml;tte eine Synopse geholfen, solchen Irrt&uuml;mern informiert entgegenzutreten. Verpflichtende Synopsen sind ein zweckm&auml;&szlig;iger Beitrag zu mehr Transparenz und Nachvollziehbarkeit und k&ouml;nnen Debatten &uuml;ber Gesetzentw&uuml;rfe rationalisieren. Wenn andere Fraktionen dem Vorschlag der LINKEN gegen&uuml;ber ablehnend bleiben, sollten sie dringend zweckm&auml;&szlig;ige Alternativen vorschlagen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/verfassungsblog.de\/die-lesbarkeit-von-gesetzentwurfen\/%20\">Verfassungsblog<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> So, so. Die Linksfraktion setzt sich f&uuml;r verst&auml;ndlichere Gesetzesentw&uuml;rfe ein. So vielleicht?<\/em><\/p>\n<p><em>&bdquo;Im Fall einer ungeplanten Schwangerschaft stellt sich f&uuml;r viele Frauen und weitere geb&auml;rf&auml;hige Personen die Frage, ob sie schwanger bleiben und ein Kind geb&auml;ren oder  diese  Schwangerschaft  abbrechen  wollen. [&hellip;] Eine solche angenommene Austragungspflicht macht geb&auml;rf&auml;hige K&ouml;rper, in der &uuml;berwiegenden  Mehrzahl  Frauenk&ouml;rper,  zum  Objekt  dieser  Austragungspflicht.&ldquo;<\/em><\/p>\n<p><em>Ganz ehrlich, ich verstehe das nicht. Welche &bdquo;Nicht-Frauen&ldquo; sollen den schwanger werden? Dieser Gesetzesantrag stammt &uuml;brigens <a href=\"https:\/\/dip21.bundestag.de\/dip21\/btd\/19\/269\/1926980.pdf\">von zahlreichen Abgeordneten der Linksfraktion<\/a>. <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Altmaiers fragw&uuml;rdiges 220-Millionen-Euro-Geschenk<\/strong><br>\nNach einem Bericht des Branchenmagazins &ldquo;Horizont&rdquo;, sollen Projekte zur &ldquo;digitalen Markterschlie&szlig;ung, Technologien zur Verbreitung der Inhalte sowie der Verkauf digitaler Anzeigen&rdquo; gef&ouml;rdert werden. Bis zu 45 Prozent der Kosten f&uuml;r solche Projekte will der Staat den Medien erstatten. Allen Medien? Nein. Ausgerechnet rein digitale Medien, wie beispielsweise t-online, sind von der F&ouml;rderung ausgeschlossen. Anzeigenbl&auml;tter k&ouml;nnen indes mit einer F&ouml;rderung von rund 57 Millionen Euro rechnen. Auf sie sollen nach dem F&ouml;rderkonzept des Bundeswirtschaftsministeriums 30 Prozent der Gesamtf&ouml;rdersumme entfallen.<br>\nDas f&uuml;hrt ein ohnehin fragw&uuml;rdiges F&ouml;rderprogramm v&ouml;llig ab absurdum. Denn die Regierung schlie&szlig;t innovative digitale Medien-Start-Ups nicht nur von ihrem F&ouml;rderprogramm aus, sie st&auml;rkt auch die Konkurrenz der jungen Unternehmen: die Zeitungs- und Magazinverlage, von denen manche die Digitalisierung jahrelang verschlafen haben.<br>\nStatt Innovationen auf breiter Front zu erleichtern, etwa durch bessere Abschreibungsbedingungen f&uuml;r digitale Investitionen, behindert der Staat mit dieser Politik ausgerechnet die Entwicklungschancen aufstrebender junger digitaler Angebote wie die &ldquo;Prenzlauer Berg Nachrichten&rdquo;, die sich mit viel Leidenschaft nach Jahren in den roten Zahlen inzwischen an die schwarze Null herangerobbt haben. &amp; .<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.t-online.de\/nachrichten\/deutschland\/innenpolitik\/id_89588482\/pressefreiheit-in-gefahr-peter-altmaiers-fragwuerdiges-220-millionen-euro-geschenk.html\">T-Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Soziologin Ackermann beklagt linksliberale Diskursdominanz in den Medien beim Thema Identit&auml;tspolitik<\/strong><br>\nEs bestehe eine Diskursdominanz in den Medien, die eine linksliberale Idee von Diversit&auml;t, Gendergerechtigkeit und Rassismuskritik propagiere. Die sei aber nicht identisch mit der Wahrnehmung der Mehrheit. Es gebe eine Kluft zwischen der Bev&ouml;lkerung und politisch kulturellen Eliten. Zugleich sei die Identit&auml;tspolitik von rechts problematisch, die auf ein ethnisch homogenes Land abziele und alles, was fremd sei, wegdr&auml;ngen wolle. Identit&auml;tspolitik sowohl von links als auch von rechts verst&auml;rke die Spaltung der Gesellschaft.<br>\nFatal wirke sich die Moralisierung in den Debatten aus, die vornehmlich von linker oder rechter Identit&auml;tspolitik ausgehe.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/thierse-debatte-soziologin-ackermann-beklagt-linksliberale.2849.de.html?drn:news_id=1234414\">Deutschlandfunk<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>&bdquo;Uns war klar, dass ein derart brisantes Buch nicht allen Protagonisten gefallen wird&ldquo;<\/strong><br>\nWie die FAZ am Freitag berichtet, &bdquo;haben nahezu alle gro&szlig;en Buchh&auml;ndler aufgrund eines sogenannten Presserechtlichen Informationsschreibens&ldquo; das Buch Bad Company (Penguin) von J&ouml;rn Leogrande aus dem Vertrieb genommen. Rainer Dresen, Justiziar bei Penguin Random House, stellt klar: &bdquo;Gegen das Buch gibt es zwar Verbotsbem&uuml;hungen interessierter Kreise, aber bislang noch kein Verbot, und gegen den Handel nichts au&szlig;er Informationsschreiben des Inhalts, dass der Verlag abgemahnt wurde und man doch schon deshalb den Vertrieb einstellen soll.&ldquo;<br>\nWir haben mit ihm dar&uuml;ber gesprochen, was es mit dem Schreiben auf sich hat, wie der Verlag mit den Vorw&uuml;rfen umgeht und wie der Handel sich rechtssicher verh&auml;lt.<br>\nBuchMarkt: Herr Dresen, heute berichtet die FAZ , dass es gegen &bdquo;Bad Company &ndash; Meine denkw&uuml;rdige Karriere bei der Wirecard AG&ldquo; von J&ouml;rn Leogrande, erschienen bei Penguin, zwar noch keine gerichtlichen Verbote gibt, aber etliche H&auml;ndler haben dennoch den Titel aus dem Vertrieb genommen, nachdem die Anwaltskanzlei eines im Buch genannten Wirecard-Mitarbeiters sogenannte presserechtliche Informationsschreiben verschickt hat. Was ist da los?<br>\nRainer Dresen: Uns war klar, dass ein derart brisantes Buch nicht allen Protagonisten gefallen wird, von denen derzeit nicht wenige aus guten Gr&uuml;nden auch Staatsanw&auml;lten Rede und Antwort stehen m&uuml;ssen. Aber dass es dann einzelne gro&szlig;e H&auml;ndler selbst sind, die das Buch in vorauseilendem Gehorsam vom Markt nehmen, das hat uns dann doch &uuml;berrascht. Wir haben das Buch deshalb besonders sorgf&auml;ltig gepr&uuml;ft, wohlwissend, dass es trotzdem Versuche geben wird, das Buch zu stoppen. Da gab es etwa den ehemaligen Wirecard-Mitarbeiter der schon vor Publikation einen Anwalt mit der etwas naiven Bitte vorschickte, ein &bdquo;Leseexemplar&ldquo; zu erhalten, garniert mit der Ank&uuml;ndigung, dass nur so &bdquo;Weiterungen&ldquo; vermieden werden k&ouml;nnen. Andere drohten eher allgemein rechtliche Schritte an, wenn wir die &bdquo;Unschuldsvermutung&ldquo; ihrer honorigen Mandanten nicht beachteten, wieder andere monierten vermeintliche Ungenauigkeiten der zeitlichen Abl&auml;ufe. Eine Anwaltskanzlei schickte uns Mittwoch letzter Woche eine konkrete Unterlassungsaufforderung. Wir lehnten auch in jenem Fall eine &Auml;nderungsverpflichtung ab, boten aber zur Streitvermeidung eine freiwillige &Auml;nderung f&uuml;r k&uuml;nftige Auflagen an. Das wiederum lehnten die Anw&auml;lte ab, was wir durch Einlegung einer sogenannten Schutzschrift bei Gericht erwiderten. Seitdem sind knapp zehn Tag vergangen und wir haben nichts von den Gerichten geh&ouml;rt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/buchmarkt.de\/meldungen\/uns-war-klar-dass-ein-derart-brisantes-buch-nicht-allen-protagonisten-gefallen-wird\/?utm_source=mailpoet&amp;utm_medium=email&amp;utm_campaign=buchmarkt-news-am-morgen_29351%20\">BuchMarkt<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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