{"id":70625,"date":"2021-03-11T08:41:16","date_gmt":"2021-03-11T07:41:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=70625"},"modified":"2021-03-11T08:41:16","modified_gmt":"2021-03-11T07:41:16","slug":"hinweise-des-tages-3817","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=70625","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=70625#h01\">Impfstart in Arztpraxen offenbar erst Mitte April<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=70625#h02\">Europ&auml;isches Roulette<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=70625#h03\">Finnland hatte vor 10 Monaten einen patentfreien Impfstoff &ndash; aber entschied sich dagegen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=70625#h04\">Mitten in der Pandemie: Deutschland verliert Tausende Pflegekr&auml;fte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=70625#h05\">Kostenlos und mangelhaft &ndash; Corona-Masken bringen Gesundheitsministerium in Bredouille<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=70625#h06\">&bdquo;Verhaltenskodex&ldquo; der Union: Unsinnig und frech<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=70625#h07\">160 Millionen f&uuml;r Nix: Regierung l&auml;sst BAf&ouml;G-Mittel verfallen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=70625#h08\">Gender Pay Gap: Wie in einem Land vor unserer Zeit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=70625#h09\">Inflation: Kein Grund f&uuml;r &uuml;berzogene &Auml;ngste &ndash; Wirtschaft braucht weiterhin Impulse von EZB und Fiskalpolitik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=70625#h10\">Setze dich an die Spitze der Bewegung, um sie zu untergraben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=70625#h11\">Wirecard-Ausschuss: &raquo;Kollektivversagen bei Beh&ouml;rden und Aufsichtsorganen&laquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=70625#h12\">IBM soll deutschen Impfpass entwickeln<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=70625#h13\">Niemand verdient es, zu ertrinken<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=70625#h14\">&ldquo;Nichts als Angst und Not&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=70625#h15\">Landtagswahl und S 21: Kein Thema<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=70625#h16\">Energiewirtschaft\/Energiewende<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Verantwortlich f&uuml;r die Richtigkeit der zitierten Texte sind die jeweiligen Quellen und nicht die NachDenkSeiten. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Impfstart in Arztpraxen offenbar erst Mitte April<\/strong><br>\nDie Corona-Impfungen in Hausarztpraxen werden voraussichtlich erst Mitte April beginnen. Auf eine entsprechende Empfehlung einigten sich die Gesundheitsminister von Bund und L&auml;ndern nach Beratungen. Urspr&uuml;nglich war angepeilt worden, schon Anfang April mit den Impfungen durch die niedergelassenen &Auml;rzte zu beginnen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/corona-pandemie-impfstart-in-arztpraxen-offenbar-erst-mitte.1939.de.html?drn:news_id=1236377\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Die Gesundheitsminister, die eigentlich einen Starttermin auf Anfang April festlegen sollten, haben nun lediglich eine Empfehlung f&uuml;r Mitte April mit zus&auml;tzlicher Ausstiegsklausel (Opt-out) f&uuml;r einzelne L&auml;nder zu Stande gebracht, &uuml;ber die wiederum die Ministerpr&auml;sidentenkonferenz am 22. M&auml;rz entscheiden soll. Man nimmt sich also weiterhin viel Zeit beim Wettlauf mit dem mutierenden Virus. Da kann man doch nicht wirklich davon sprechen, dass die politisch Handelnden, die st&auml;ndig besorgt und warnend in der &Ouml;ffentlichkeit auftreten, die Pandemie noch sonderlich ernst nehmen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Europ&auml;isches Roulette<\/strong><br>\nMit neuen Attacken gegen den Covid-19-Impfstoff Sputnik V setzen Politiker und Beh&ouml;rden aus der EU den Machtkampf gegen Russland fort &ndash; auf Kosten von Menschenleben. Eine Notfallzulassung des Vakzins sei &ldquo;russisches Roulette&rdquo;, erkl&auml;rt eine Mitarbeiterin der EU-Zulassungsbeh&ouml;rde EMA. Der Impfstoff d&uuml;rfe nicht genutzt werden, weil er ein &ldquo;Instrument des hybriden Krieges&rdquo; sei, den Russland gegen den Westen f&uuml;hre, behauptet der Au&szlig;enminister der Slowakei. Ob der Antrag einer Firma aus der Schweiz genehmigt wird, das russische Vakzin in einem ihrer Werke in Norditalien in Lizenz zu produzieren, ist noch ungewiss: Der Machtkampf der EU gegen Russland steht einer Ausweitung der Impfungen mit Hilfe von Sputnik V immer noch im Weg, auch wenn sie zahlreiche Menschenleben retten k&ouml;nnte. Gleichzeitig mit dem Streit um das russische Vakzin heizt die EU den Konflikt mit Gro&szlig;britannien um Impfstofflieferungen an und verhandelt mit dem bisher einzigen Land neben ihr, das Exporte von Vakzinen und deren Bestandteilen verhindert: mit den Vereinigten Staaten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/8548\/\">German Foreign Policy<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Finnland hatte vor 10 Monaten einen patentfreien Impfstoff &ndash; aber entschied sich dagegen<\/strong><br>\nSchon im Mai 2020 hatte ein finnisches Team einen Corona-Impfstoff entwickelt, mit dem man die ganze Menschheit h&auml;tte versorgen k&ouml;nnen. Doch die Zulassung scheiterte, weil das Produkt nicht profitabel ist.<br>\nWir f&uuml;hlten uns dazu verpflichtet, mit der Entwicklung einer solchen Alternative zu beginnen&laquo;, sagt Professor Kalle Saksela, Vorsitzender der Abteilung f&uuml;r Virologie an der Universit&auml;t von Helsinki. &raquo;Im Fr&uuml;hling letzten Jahres dachte ich noch, dass sich sicher irgendeine &ouml;ffentliche Einrichtung einschalten und das Vorhaben vorantreiben w&uuml;rde. Doch anscheinend ist keine Situation dringlich genug, um den Staat dazu zu bewegen, sich einer solchen Sache anzunehmen.&laquo;<br>\nSaksela und sein Team hatten bereits im Mai 2020 einen patentfreien Covid-19-Impfstoff entwickelt, den sie in Anspielung auf das ber&uuml;hmte finnische Open-Source-Betriebssystem als &raquo;das Linux unter den Impfstoffen&laquo; bezeichneten. Ihre Arbeit basiert auf &ouml;ffentlich zug&auml;nglichen Forschungsdaten und auf dem Prinzip, alle neuen Erkenntnisse in Fachzeitschriften zu ver&ouml;ffentlichen.<br>\nZum Forschungsteam geh&ouml;ren einige der wissenschaftlichen Schwergewichte Finnlands, wie Professor Seppo Yl&auml;-Herttuala vom A. I. Virtanen Institut, ehemaliger Pr&auml;sident der Europ&auml;ischen Gesellschaft f&uuml;r Gen- und Zelltherapie, und Kari Alitalo, ein assoziiertes Mitglied der Nationalen Akademie der Wissenschaften der USA. Aufbauend auf bew&auml;hrtem Know-how und zuverl&auml;ssiger Technologie haben sie ein Nasenspray entwickelt, dass sie als sicher und hochwirksam einstufen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/jacobin.de\/artikel\/corona-impfstoff-patentfrei-finnland-moderna-pfizer-astrazeneca-impfstrategie-pharmakonzerne-kalle-saksela-seppo-yla-herttuala-kari-alitalo-biontech\/\">Jacobin<\/a>\n<p><strong>dazu auch: WTO-Verhandlungen: Freigabe von Impfstoffpatenten gefordert<\/strong><br>\nProtestaktion vor Wirtschaftsministerium: &ldquo;Jeder ist in Gefahr, solange nicht alle sicher sind&rdquo;. Warnung vor Corona-Mutationen in benachteiligten L&auml;ndern<br>\nBei allen belastenden Ma&szlig;nahmen zur Eind&auml;mmung der Corona-Pandemie geht es nach Aussage der Regierenden um Menschenleben und das Recht der Schw&auml;cheren, die durch das Virus am meisten gef&auml;hrdet sind. Nur gilt das offenbar nicht weltweit f&uuml;r Menschen aller Einkommensklassen, denn bei den Impfstoffpatenten der Pharmakonzerne h&ouml;rt bisher der Spa&szlig; auf.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/WTO-Verhandlungen-Freigabe-von-Impfstoffpatenten-gefordert-5077084.html\">Telepolis<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Mitten in der Pandemie: Deutschland verliert Tausende Pflegekr&auml;fte<\/strong><br>\nVor der Corona-Krise steigt in der Pflegebranche die Zahl der Besch&auml;ftigten. Doch die Pandemie scheint den Trend ins Gegenteil gekehrt zu haben. Laut der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit ist der neue Personalr&uuml;ckgang besonders im klinischen Bereich sp&uuml;rbar.<br>\nSeit Beginn der Corona-Pandemie hat Deutschland einem Medienbericht zufolge Tausende Pflegekr&auml;fte verloren. Der R&uuml;ckgang betreffe Krankenh&auml;user ebenso wie die Altenpflege, berichteten die Zeitungen der Funke Mediengruppe unter Berufung auf bislang unver&ouml;ffentlichte Zahlen der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit (BA), die die Linken-Bundestagsfraktion anfragte.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/panorama\/Deutschland-verliert-Tausende-Pflegekraefte-article22410889.html\">n-tv<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Kostenlos und mangelhaft &ndash; Corona-Masken bringen Gesundheitsministerium in Bredouille<\/strong><br>\nDas Bundesgesundheitsministerium gab mitten in der zweiten Corona-Welle massenhafte Maskenlieferungen frei. Offenbar waren diese unzureichend gepr&uuml;ft &ndash; und boten kaum Schutz vor dem Coronavirus.\n<ul>\n<li>Eine Massenlieferung von Corona-Masken* sorgt f&uuml;r Kritik.<\/li>\n<li>Das Gesundheitsministerium von Minister Jens Spahn* war daf&uuml;r verantwortlich.<\/li>\n<li>Die Beteiligten sind sichtlich ver&auml;rgert &ndash; oder fl&uuml;chten sich in EU-Richtlinien.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Hamburg\/Berlin &ndash; Eine Corona-Maskenlieferung des Bundesgesundheitsministeriums wirft offenbar Fragen auf. Im Dezember 2020 und im Januar 2021 wurden zahlreiche Mund-Nase-Bedeckungen des Fabrikats &bdquo;KN95&ldquo; im Rahmen eines Maskenhilfspaketes verschenkt &ndash; ohne ausf&uuml;hrliche Pr&uuml;fung der Masken.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.fr.de\/wissen\/corona-masken-gesundheitsministerium-jens-spahn-hamburg-awo-coronavirus-mundschutz-kritik-news-zr-90235440.html\">FR Online<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>&bdquo;Verhaltenskodex&ldquo; der Union: Unsinnig und frech<\/strong><br>\nDie neuesten Man&ouml;ver der Union sind eine Frechheit. Wieder wird versucht, die W&auml;hlerInnen zu t&auml;uschen, statt f&uuml;r Transparenz beim Lobbyismus zu sorgen. Die Trickser sind diesmal Ralph Brinkhaus und CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt. In einem Schreiben an ihre Abgeordneten k&uuml;ndigen sie an, man werde einen &bdquo;Verhaltenskodex&ldquo; zum Thema Nebent&auml;tigkeiten erarbeiten, der &bdquo;deutlich&ldquo; &uuml;ber das hinausgehen w&uuml;rde, was &bdquo;rein rechtlich&ldquo; erwartet w&uuml;rde.<br>\nDas klingt gut, ist aber Unfug. Brinkhaus und Dobrindt tun so, als w&auml;re die Unionsfraktion eine normale Firma, die jetzt im Kundeninteresse so freundlich ist, besonders gesetzestreu zu agieren. Bekanntlich macht jedoch der Bundestag die Gesetze. Die Union k&ouml;nnte also m&uuml;helos versch&auml;rfen, was &bdquo;rein rechtlich&ldquo; an Nebent&auml;tigkeiten bei Abgeordneten erlaubt ist. Aber nein. Lieber basteln Brinkhaus und Dobrindt einen &bdquo;Verhaltenskodex&ldquo;. Das ist kein Zufall. Der Kodex w&auml;re rechtlich nicht bindend, k&ouml;nnte windelweich formuliert werden, und echte Kontrolle g&auml;be es auch nicht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/taz.de\/Verhaltenskodex-der-Union\/!5752572\/\">taz<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>160 Millionen f&uuml;r Nix: Regierung l&auml;sst BAf&ouml;G-Mittel verfallen<\/strong><br>\nAnja Karliczek &bdquo;feiert&ldquo; 50 Jahre Bundesausbildungsf&ouml;rderung und rei&szlig;t die Sozialleistung als personifizierte Abrissbirne nieder. Sie r&uuml;hmt sich f&uuml;r Corona-Nothilfen, die sie aus ungenutzten BAf&ouml;G-Best&auml;nden abzweigt, deren Rest der Finanzminister einsackt. Sie amtiert als sogenannte Bildungsministerin und sollte das lieber bleiben lassen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.bafoeg-rechner.de\/Hintergrund\/art-2497-bafoeg-mittel-verfallen.php\">Studis Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Gender Pay Gap: Wie in einem Land vor unserer Zeit<\/strong><br>\nSeit einem Jahr gibt Corona den Takt vor. Besonders stressig war und ist es f&uuml;r Eltern. Geschlossene Kitas und Schulen haben ihre Tagesabl&auml;ufe v&ouml;llig auf den Kopf gestellt. Die Lasten sind allerdings ungleich verteilt. Frage: An wem h&auml;ngt die Kinderbetreuung &uuml;berwiegend? Trommelwirbel: Richtig, Frauen! Bis heute haben sie pandemiebedingt f&uuml;r den Nachwuchs eher ihre Erwerbsarbeit reduziert. Eine durchaus rationale Entscheidung. Oft beziehen Frauen ein geringeres Einkommen als ihr Partner. Dessen Verzicht h&auml;tte also ein gr&ouml;&szlig;eres Loch in die Haushaltskasse gerissen.<br>\nUnd genau das ist der Punkt: Die Lohnl&uuml;cke zwischen Frauen und M&auml;nnern ist enorm. Statistisch haben weibliche Besch&auml;ftigte bis zum 10. M&auml;rz diesen Jahres &ndash; dem Equal Pay Day &ndash; umsonst gearbeitet. Das sind 69 Tage oder 1.656 Stunden oder 99.360 Minuten. Zwar ist der nieders&auml;chsische Gender Pay Gap mit nun 19 Prozent leicht r&uuml;ckl&auml;ufig. Jedoch wurde durch die Krise die Entgeltentwicklung von M&auml;nnern durch Kurzarbeit st&auml;rker ausgebremst. Der Abstand zwischen den Geschlechtern bleibt im 21. Jahrhundert ein Armutszeugnis. Man kommt sich vor wie in einem Land vor unserer Zeit!<br>\nZurzeit verdienen Frauen in Niedersachsen im Schnitt &uuml;ber 4 Euro brutto pro Stunde weniger. Von einer gro&szlig;en Aufholjagd kann in den letzten Jahren keine Rede sein (siehe Grafik). Die Verdienststrukturerhebung 2018 zeigt, dass sich das Lohngef&auml;lle trotz erheblicher Spannbreiten quer durch alle Berufe zieht. Vom medizinischen Bereich, &uuml;ber die Steuerberatung und den Vertrieb bis hin zu den Gastst&auml;tten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/niedersachsen.dgb.de\/themen\/++co++2f1ecea2-8178-11eb-8c94-001a4a160123\">DGB Niedersachsen #schlaglicht<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Inflation: Kein Grund f&uuml;r &uuml;berzogene &Auml;ngste &ndash; Wirtschaft braucht weiterhin Impulse von EZB und Fiskalpolitik<\/strong><br>\nErstmals seit mehreren Jahren sind die Verbraucherpreise kr&auml;ftig gestiegen &ndash; und sie d&uuml;rften in den kommenden Monaten weiter zulegen. Doch das ist kein Grund f&uuml;r &uuml;berzogene Inflationssorgen, zeigt eine neue Studie des Instituts f&uuml;r Makro&ouml;konomie und Konjunkturforschung (IMK) der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung. Denn die aktuelle Preissteigerung beruht gr&ouml;&szlig;tenteils auf Sondereffekten aufgrund der Coronakrise und h&ouml;herer &Ouml;lpreise. Um das Inflationsziel der Europ&auml;ischen Zentralbank (EZB) zu erreichen und die Wirtschaft in den Eurol&auml;ndern in der Coronakrise zu unterst&uuml;tzen, m&uuml;ssen Geld- und Fiskalpolitik im Gegenteil noch l&auml;nger deutlich expansiv wirken. Zu diesem Schluss kommen Dr. Silke Tober und Dr. Thomas Theobald vom IMK in ihrer Analyse der &bdquo;Geldpolitischen Herausforderungen 2021&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.boeckler.de\/de\/pressemitteilungen-2675-inflation-kein-grund-fur-uberzogene-angste-wirtschaft-braucht-weiterhin-impulse-31331.htm\">Hans B&ouml;ckler Stiftung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Setze dich an die Spitze der Bewegung, um sie zu untergraben<\/strong><br>\nIm vergangenen Monat erschien ein Forschungsbericht der Weltbank mit dem Titel &ldquo;F&uuml;hrt die Unabh&auml;ngigkeit der Zentralbank zu mehr Ungleichheit bei der Einkommensverteilung?&ldquo; Das Spannende an diesem Bericht ist, dass er &uuml;berhaupt erschienen ist, denn der Inhalt ist altbekannt.<br>\nDie Antwort auf die rhetorische Frage der Weltbank lautet schlicht ja, und zwar in dreifacher Hinsicht. &bdquo;Unabh&auml;ngige&rdquo; Zentralbanken dr&auml;ngen stets darauf, die Staatsausgaben zu begrenzen, die Finanzm&auml;rkte zu deregulieren und die Verhandlungsmacht der Arbeitnehmer zu untergraben. Schlie&szlig;lich ist das Lohnwachstum der entscheidende Faktor f&uuml;r Preissteigerungen. Die EZB spielte eine f&uuml;hrende Rolle beim Zusammenbruch der Tarifverhandlungen in Griechenland, und der ehemalige EZB-Pr&auml;sident Mario Draghi setzte sich hartn&auml;ckig f&uuml;r flexiblere Arbeitsm&auml;rkte in Frankreich ein.<br>\nDas bedeutet, dass eine solche &raquo;politisch unabh&auml;ngige&laquo; Zentralbank eben doch nicht politisch neutral ist. Nur dem Namen nach k&uuml;mmert sie sich um die Inflation, aber in der Zwischenzeit agiert sie arbeiternehmerfeindlich und kapitalfreundlich. Die Angst, die Politiker k&ouml;nnten ihre Finger an die Notenpresse bekommen, f&uuml;hrte praktisch zur Kontrolle der Staatsfinanzen und Arbeitsm&auml;rkte durch die Zentralbanken. Wird die Notenpresse doch angeworfen &ndash; dann f&uuml;r die Banken und multinationalen Konzerne.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/10-2021\/setze-dich-an-die-spitze-der-bewegung-um-sie-zu-untergraben\/\">Makroskop<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Wirecard-Ausschuss: &raquo;Kollektivversagen bei Beh&ouml;rden und Aufsichtsorganen&laquo;<\/strong><br>\nDie Zwischenbilanz mehrerer Fraktionen zum Wirecard-Untersuchungsausschuss f&auml;llt vernichtend aus: Bei Aufsichtsbeh&ouml;rden und Regierung habe es eine &raquo;eklatante Kultur des Wegsehens&laquo; gegeben.<br>\nScharfe Fragen bis sp&auml;t in die Nacht, Dutzende Zeugen bis hin zur Kanzlerin und Hunderte Gigabyte Daten: Im Bundestag versucht ein Untersuchungsausschuss den wohl gr&ouml;&szlig;ten Betrugsfall der Nachkriegsgeschichte aufzukl&auml;ren. Es geht um ein Milliarden-Bilanzloch, massive Sch&auml;den f&uuml;r Anlegerinnen und Anleger und den beispiellosen Absturz eines B&ouml;rsenstars. Die Zwischenbilanz mehrerer Fraktionen fiel vernichtend aus. Der Skandal um Wirecard gehe nicht allein auf hohe kriminelle Energie Einzelner zur&uuml;ck, sondern auch auf gravierende Fehler von Aufsichtsbeh&ouml;rden und Bundesregierung.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/unternehmen\/wirecard-untersuchungsausschuss-kollektivversagen-bei-behoerden-und-aufsichtsorganen-a-6839c6bb-b10d-4276-b4ab-24bd20164a65\">DER SPIEGEL<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>IBM soll deutschen Impfpass entwickeln<\/strong><br>\nDas Bundesgesundheitsministerium will z&uuml;gig einen digitalen Impfnachweis entwickeln lassen. Dabei soll der US-Konzern IBM die Federf&uuml;hrung haben. Der Pass soll &uuml;ber eine Smartphone-App Daten speichern. (&hellip;)<br>\nBedenken gegen eine digitalen Impfpass, wie ihn die EU nun plant, gibt es auch von der Weltgesundheitsorganisation WHO. Auch ein Impfstoff k&ouml;nne die Ansteckung anderer Menschen nicht unbedingt verhindern, hatte vor wenigen Tagen etwa Hans Kluge, WHO-Regionaldirektor f&uuml;r Europa, gesagt. Die WHO gebe keine Empfehlung f&uuml;r einen Impfnachweis in der geplanten Form.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/verbraucher\/impfpass-gesundheitsministerium-ibm-101.html\">Tagesschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Dank eines transatlantisch orientierten <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42606\">Pharmalobbyisten<\/a> im Bundesministerium f&uuml;r Gesundheit funktioniert das Prinzip &ldquo;America First&rdquo; mit einem US-Pr&auml;sidenten Biden offensichtlich ziemlich gut in Deutschland.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Niemand verdient es, zu ertrinken<\/strong><br>\nEs ist eigentlich unfassbar: Mehr als 20.000 Menschen auf der Flucht sind seit 2014 im Mittelmeer ertrunken. Zehntausende sitzen an den Grenzen der EU und in griechischen Elendslagern fest. Die Seebr&uuml;cke macht vor der Wahl Druck, um zumindest einigen eine Zukunft in Deutschland zu geben.<br>\nThomas Nuding hat das Schlauchboot mitgebracht. Aus dem Wasser gefischt irgendwo vor Malta. W&auml;ren die Menschen darin gerettet worden, w&uuml;rde dieses Boot das aufgespr&uuml;hte Zeichen einer Seenotrettungs-Mission zieren, tut es aber nicht. Die Menschen seien wahrscheinlich von der lybischen K&uuml;stenwache nach Lybien zur&uuml;ckgebracht worden, &ldquo;in Folterlager&rdquo;, sagt Nuding, seit mehreren Jahren Kapit&auml;n diverser Seenotrettungsschiffe wie der Lifeline oder der Sea-Eye. &ldquo;Dort wird das letzte Geld aus ihnen herausgepresst, die Menschen werden versklavt und verkauft.&rdquo; Dieses Boot, schwarz-grauer Gummi, war Hoffnung auf ein neues Leben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/gesellschaft\/519\/niemand-verdient-es-zu-ertrinken-7370.html\">Kontext: Wochenzeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>&ldquo;Nichts als Angst und Not&rdquo;<\/strong><br>\nSyrien: Politische Sackgassen und sechs Millionen Kinder, die auf Hilfe angewiesen sind<br>\nEs fehlen etwa 5 Milliarden US-Dollar und &ldquo;wenn das Geld nicht da ist, werden Essensrationen gek&uuml;rzt, dann gibt es auch keine Impfungen&rdquo;, sagte der deutsche Bundesentwicklungsminister Gerd M&uuml;ller (CSU) zur Lage der syrischen Kinder. Die ist katastrophal.<br>\nAuch aufmerksamkeits&ouml;konomisch: Ist die Zahl der Besucher der heutigen Online-Pressekonferenz der Unicef auf Twitter daf&uuml;r ein Indiz, so ist das &ouml;ffentliche Interesse kl&auml;glich. F&uuml;nf Besucher, dann acht, dann wieder f&uuml;nf zeigte die Leiste unter dem Video an, am Ende waren es in der Summe 195 Zuschauer (noch etwas sp&auml;ter wurden 242 gez&auml;hlt).<br>\nDas steht in einem traurigen Verh&auml;ltnis zur Dimension der Not, die der deutsche Minister M&uuml;ller, der Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer der UN-Organisation in Deutschland, Christian Schneider, und Ted Chaiban, der Leiter des Unicef-Regionalb&uuml;ros Naher Osten und Nordafrika, versuchten, der &Ouml;ffentlichkeit via Pressekonferenz nahe zu bringen. Man muss hoffen, dass die gro&szlig;en Medien mit ihren Top News &ndash; z.B. Lage von Kindern in Syrien schlimmer als je zuvor &ndash; Hilfswillige aufr&uuml;tteln.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Nichts-als-Angst-und-Not-5077181.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Landtagswahl und S 21: Kein Thema<\/strong><br>\n2011 war Stuttgart 21 noch eines der entscheidenden Themen bei der Landtagswahl, im aktuellen Wahlkampf spielt es praktisch keine Rolle. Und das, obwohl sich die M&auml;ngel des Projekts immer deutlicher zeigen und fragw&uuml;rdige Erg&auml;nzungsl&ouml;sungen in der Diskussion sind, &uuml;ber die eine Landesregierung mitentscheiden m&uuml;sste.<br>\nAm 22. Februar stellte das Aktionsb&uuml;ndnis gegen Stuttgart 21 eine Studie vor, die sich mit vier momentan diskutierten Erg&auml;nzungsprojekten im Zusammenhang mit Stuttgart 21 befasste, darunter einem G&auml;ubahntunnel auf den Fildern (Kontext berichtete). In der Studie von Karlheinz R&ouml;&szlig;ler ging es nicht nur um eine Grobabsch&auml;tzung der Kosten dieser Projekte, die mit rund 5,5 Milliarden Euro so teuer werden k&ouml;nnten, dass es fast einem neuen S 21 gleichk&auml;me, sondern auch um die zus&auml;tzlichen durch den Bau verursachten Treibhausgase. Deren Menge w&auml;re beachtlich: Rund 730.000 Tonnen, etwa drei Viertel dessen, was alle in Stuttgart zugelassenen PKW pro Jahr verursachen.<br>\nDies w&auml;re eigentlich eine Steilvorlage f&uuml;r die neu gegr&uuml;ndete Klimaliste gewesen, ein geeigneter Zeitpunkt, das Thema Stuttgart 21 aufzugreifen, ber&uuml;hrt die prognostizierte Klimasch&auml;dlichkeit doch einen zentralen Punkt ihres Programms. Doch es tat sich &ndash; nichts. Zumindest nicht nach au&szlig;en wahrnehmbar. Und auch im Wahlprogramm der Klimaliste findet sich nichts zu dem Projekt.<br>\nFremdeln die Klimasch&uuml;tzer mit dem Thema?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/politik\/519\/kein-thema-7365.html\">Kontext: Wochenzeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Energiewirtschaft\/Energiewende<\/strong><br>\nWer sich f&uuml;r das Thema Energiewirtschaft und die Energiewende interessiert, dem sei das Buch &bdquo;Vom Stromkartell zur Energiewende. Aufstieg und Krise der deutschen Stromkonzerne&ldquo; empfohlen. Autor ist der Rechtsanwalt Peter Becker. Er ist auf Energierecht spezialisiert.<br>\nDas Buch stellt die Geschichte der deutschen Strom- und Energiewirtschaft als auch der dazugeh&ouml;rigen Gesetzgebung umfassend dar &ndash; von den Anf&auml;ngen in der Weimarer Zeit &uuml;ber das Entstehen der Stromkonzerne nach dem Zweiten Weltkrieg bis hin zur Energiewende und dem aktuellen Stand von heute (z. B. Klimaschutzvertrag, Kohleausstieg, Emissionshandel usw.). Das Buch ist f&uuml;r jeden Journalisten, Historiker oder politisch in diesem Feld Engagierten eine Fundgrube und exzellente Quelle.<br>\nPeter Becker: Vom Stromkartell zur Energiewende. Aufstieg und Kriese der deutschen Stromkonzerne, Frankfurt a. M. 2021, 570 Seiten, 34,- Euro<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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