{"id":70653,"date":"2021-03-14T09:00:58","date_gmt":"2021-03-14T08:00:58","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=70653"},"modified":"2021-03-12T08:40:43","modified_gmt":"2021-03-12T07:40:43","slug":"hinweise-der-woche-198","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=70653","title":{"rendered":"Hinweise der Woche"},"content":{"rendered":"<p>Am Wochenende pr&auml;sentieren wir Ihnen einen &Uuml;berblick &uuml;ber die lesenswertesten Beitr&auml;ge, die wir im Laufe der vergangenen Woche in unseren Hinweisen des Tages f&uuml;r Sie gesammelt haben. Nehmen Sie sich ruhig auch die Zeit, unsere werkt&auml;gliche Auswahl der <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?cat=19\">Hinweise des Tages<\/a> anzuschauen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CW)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=70653#h01\">Corona<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=70653#h02\">Zerschlagt den parlamentarisch-kommerziellen Komplex!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=70653#h03\">Setze dich an die Spitze der Bewegung, um sie zu untergraben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=70653#h04\">Zeugnisse einer gespaltenen Gesellschaft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=70653#h05\">So wollen Heil und Scholz den Mindestlohn hochtreiben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=70653#h06\">Ein einfaches Gesetz kann verhindern, dass Konzerne Menschen und Umwelt ausbeuten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=70653#h07\">Ranking der sch&auml;dlichsten Unternehmenssteuerw&uuml;sten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=70653#h08\">Niemand verdient es, zu ertrinken<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=70653#h09\">Zero Hunger, Zero Heuchelei!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=70653#h10\">&ldquo;Nichts als Angst und Not&rdquo;<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Urspr&uuml;nglich hatten wir geplant, in unserer Wochen&uuml;bersicht auch auf die lohnendsten redaktionellen Beitr&auml;ge der NachDenkSeiten zu verweisen. Wir haben jedoch schnell festgestellt, dass eine daf&uuml;r n&ouml;tige Vorauswahl immer damit verbunden ist, Ihnen wichtige Beitr&auml;ge vorzuenthalten. Daher m&ouml;chten wir Ihnen raten, am Wochenende doch einfach die Zeit zu nutzen, um sich unsere Beitr&auml;ge der letzten Wochen (noch einmal) anzuschauen. Vielleicht finden Sie dabei ja noch den einen oder anderen Artikel, den es sich zu lesen lohnt. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Corona<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Finnland hatte vor 10 Monaten einen patentfreien Impfstoff &ndash; aber entschied sich dagegen<\/strong><br>\nSchon im Mai 2020 hatte ein finnisches Team einen Corona-Impfstoff entwickelt, mit dem man die ganze Menschheit h&auml;tte versorgen k&ouml;nnen. Doch die Zulassung scheiterte, weil das Produkt nicht profitabel ist.<br>\nWir f&uuml;hlten uns dazu verpflichtet, mit der Entwicklung einer solchen Alternative zu beginnen&laquo;, sagt Professor Kalle Saksela, Vorsitzender der Abteilung f&uuml;r Virologie an der Universit&auml;t von Helsinki. &raquo;Im Fr&uuml;hling letzten Jahres dachte ich noch, dass sich sicher irgendeine &ouml;ffentliche Einrichtung einschalten und das Vorhaben vorantreiben w&uuml;rde. Doch anscheinend ist keine Situation dringlich genug, um den Staat dazu zu bewegen, sich einer solchen Sache anzunehmen.&laquo;<br>\nSaksela und sein Team hatten bereits im Mai 2020 einen patentfreien Covid-19-Impfstoff entwickelt, den sie in Anspielung auf das ber&uuml;hmte finnische Open-Source-Betriebssystem als &raquo;das Linux unter den Impfstoffen&laquo; bezeichneten. Ihre Arbeit basiert auf &ouml;ffentlich zug&auml;nglichen Forschungsdaten und auf dem Prinzip, alle neuen Erkenntnisse in Fachzeitschriften zu ver&ouml;ffentlichen.<br>\nZum Forschungsteam geh&ouml;ren einige der wissenschaftlichen Schwergewichte Finnlands, wie Professor Seppo Yl&auml;-Herttuala vom A. I. Virtanen Institut, ehemaliger Pr&auml;sident der Europ&auml;ischen Gesellschaft f&uuml;r Gen- und Zelltherapie, und Kari Alitalo, ein assoziiertes Mitglied der Nationalen Akademie der Wissenschaften der USA. Aufbauend auf bew&auml;hrtem Know-how und zuverl&auml;ssiger Technologie haben sie ein Nasenspray entwickelt, dass sie als sicher und hochwirksam einstufen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/jacobin.de\/artikel\/corona-impfstoff-patentfrei-finnland-moderna-pfizer-astrazeneca-impfstrategie-pharmakonzerne-kalle-saksela-seppo-yla-herttuala-kari-alitalo-biontech\/\">Jacobin<\/a>\n<p><strong>dazu: WTO-Verhandlungen: Freigabe von Impfstoffpatenten gefordert<\/strong><br>\nProtestaktion vor Wirtschaftsministerium: &ldquo;Jeder ist in Gefahr, solange nicht alle sicher sind&rdquo;. Warnung vor Corona-Mutationen in benachteiligten L&auml;ndern<br>\nBei allen belastenden Ma&szlig;nahmen zur Eind&auml;mmung der Corona-Pandemie geht es nach Aussage der Regierenden um Menschenleben und das Recht der Schw&auml;cheren, die durch das Virus am meisten gef&auml;hrdet sind. Nur gilt das offenbar nicht weltweit f&uuml;r Menschen aller Einkommensklassen, denn bei den Impfstoffpatenten der Pharmakonzerne h&ouml;rt bisher der Spa&szlig; auf.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/WTO-Verhandlungen-Freigabe-von-Impfstoffpatenten-gefordert-5077084.html\">Telepolis<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Europa zuerst<\/strong><br>\nNach ihrem ersten Exportstopp f&uuml;r Covid-19-Impfstoffe verhindern die EU-Staaten inklusive Deutschland unver&auml;ndert eine globale Ausweitung der Vakzinproduktion durch die zeitweilige Freigabe der Patente. Die Patentfreigabe, die es erm&ouml;glichen w&uuml;rde, Vakzine weltweit in erheblich mehr Produktionsst&auml;tten herzustellen als bisher, soll diese Woche bei einer Zusammenkunft des zust&auml;ndigen WTO-Ausschusses (&ldquo;TRIPS Council&rdquo;) diskutiert werden. Berlin und Br&uuml;ssel sperren sich weiter dagegen. Stattdessen ist die EU-Kommission vergangene Woche dazu &uuml;bergegangen, in einer globalen Premiere die Ausfuhr von 250.000 AstraZeneca-Dosen aus Italien nach Australien zu verbieten; wie es hei&szlig;t, ben&ouml;tige die Union den Impfstoff selbst. Die Ma&szlig;nahme ist, wie bereits die Einf&uuml;hrung von Exportkontrollen Ende Januar, weltweit auf massiven Protest gesto&szlig;en. Beobachter urteilen, Br&uuml;ssels rigider Kurs gehe auf die Pr&auml;sidentin der EU-Kommission, Ursula von der Leyen, sowie &ldquo;ihre deutsche Entourage&rdquo; zur&uuml;ck. Von der Leyen wiederum handle unter starkem Druck aus Berlin.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/8544\/\">German Foreign Policy<\/a><\/li>\n<li><strong>Die polarisierende Pandemie<\/strong><br>\nDie Bundesregierung r&uuml;hmt sich, die sozialen H&auml;rten der Coronakrise politisch aufgefangen zu haben. Zu Unrecht, argumentiert der Armutsforscher Christoph Butterwegge: W&auml;hrend der Pandemie sind die Reichen reicher geworden und die Armen &auml;rmer.<br>\nIn der Covid-19-Pandemie hat sich die soziale Ungleichheit auf der ganzen Welt zum Teil drastisch versch&auml;rft.[1] Daf&uuml;r ist allerdings nicht prim&auml;r SARS-CoV-2 verantwortlich, denn vor diesem Virus sind, was seine Infektiosit&auml;t betrifft, alle Menschen gleich. Doch weil sich deren Gesundheitszustand, Arbeits- und Lebensbedingungen sowie Einkommens-, Verm&ouml;gens- und Wohnverh&auml;ltnisse stark voneinander unterscheiden, sind auch die Infektionsrisiken sehr ungleich auf einzelne Gruppen verteilt.<br>\nUngerecht ist nicht das Virus an sich, sondern die Klassengesellschaft, auf deren Mitglieder es trifft. Die kapitalistischen Produktionsverh&auml;ltnisse, Machtstrukturen und Verteilungsmechanismen bewirken, dass Covid-19 den Trend zur sozio&ouml;konomischen Polarisierung verst&auml;rkt. Die Pandemie erzeugt schwere wirtschaftliche Verwerfungen und macht so das Kardinalproblem der Bundesrepublik, die wachsende Ungleichheit,[2] nicht blo&szlig; wie unter einem Brennglas sichtbar, sondern wirkt auch als Katalysator, wodurch sich die Ungleichheit weiter versch&auml;rft. Die Pandemie wirkt polarisierend &ndash; &ouml;konomisch, sozial und politisch.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.blaetter.de\/ausgabe\/2021\/maerz\/die-polarisierende-pandemie\">Christoph Butterwegge in Bl&auml;tter<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Bitte lesen Sie dazu z.B. auch Butterwegge &uuml;ber Corona-Hilfen: &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=68082\">Die Armen werden bewusst nicht bedacht<\/a>&ldquo;.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu auch: Am besten jetzt gleicher<\/strong><br>\nNeue Daten belegen: Die Pandemie trifft die Armen am st&auml;rksten. Die Seuche wird enden, die Ungleichheit bleibt. Sie sollte das gr&ouml;&szlig;ere Thema im Superwahljahr sein.<br>\nVor dem Virus sind wir alle gleich: Vielleicht war dieser Satz von Anfang eher eine Durchhalteparole als eine Beschreibung der Realit&auml;t. Konsens in der Politik, Solidarit&auml;t in der Gesellschaft &ndash; das half, zumindest anfangs. Wenn wir schon nichts tun konnten au&szlig;er zu Hause bleiben, wussten wir uns wenigstens darin einander gleich.<br>\nAber mit der Zeit wurde, vielleicht aus Ersch&ouml;pfung, aus diesem Wir wieder ein Ich. Und nun tritt deutlicher noch als zuvor zutage, wie unterschiedlich die Pandemie Einzelne trifft und woran man erkennen kann, wer besonders gef&auml;hrdet ist: an der Armut. Die &Auml;rmsten leiden am meisten unter der Pandemie. Das zeigt nun ein Datenreport zur sozialen Ungleichheit, unter anderem vom Wissenschaftszentrum Berlin f&uuml;r Sozialforschung, mit eindr&uuml;cklichen Zahlen.<br>\nMenschen in schlechter bezahlten Jobs sind st&auml;rker von Kurzarbeit bedroht. Minijobber verlieren h&auml;ufiger ihre Arbeit. Wer schon vorher gemessen am Einkommen zu den unteren 20 Prozent der Gesellschaft geh&ouml;rte, ger&auml;t &uuml;berdurchschnittlich oft in finanzielle Notlagen. Dazu kommen die Kosten: Im Hartz-IV-Regelsatz sind monatlich 4,70 Euro f&uuml;r Hygieneartikel vorgesehen, das reicht f&uuml;r zwei FFP2-Masken &ndash; sofern man die &uuml;brige Hygiene wegl&auml;sst. Die Bundesregierung diskutiert seit dem vergangenen Sommer ergebnislos &uuml;ber eine L&ouml;sung.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/gesellschaft\/zeitgeschehen\/2021-03\/coronavirus-pandemie-armut-daten-report-bundestag-wahlkampf\">Zeit Online<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Saarl&auml;ndisches Gericht hebt Beschr&auml;nkung im Einzelhandel auf &ndash; HDE gibt weiteren Klagen gute Chancen<\/strong><br>\nDer HDE bietet den Unternehmen in den 16 Bundesl&auml;ndern rechtlichen Beistand an. Genth meint:<br>\n&ldquo;Die Landesverb&auml;nde des HDE stehen ihren Mitgliedsunternehmen vor Ort f&uuml;r juristische Beratung zur Verf&uuml;gung. Da die Lage bei vielen H&auml;ndlern nach wie vor sehr schwierig ist, rechnen wir mit einer gro&szlig;en Zahl an Klagen.&rdquo;<br>\nAndere Klagen von verzweifelten H&auml;ndlern f&uuml;hrten ebenfalls zum Erfolg: So hat das Oberverwaltungsgericht des Saarlandes eine wesentliche Vorschrift zur Beschr&auml;nkung des Einzelhandels am Mittwoch vorl&auml;ufig au&szlig;er Vollzug gesetzt.<br>\nDabei geht es um die Pflicht zur vorherigen Terminbuchung und die Beschr&auml;nkung auf einen Kunden pro 40 Quadratmeter Verkaufsfl&auml;che. Sie sei eine Ungleichbehandlung gegen&uuml;ber &ldquo;privilegierten Gesch&auml;ftslokalen&rdquo; wie Buchhandlungen und Blumenl&auml;den, in denen eine Person pro 15 Quadratmeter als &ldquo;infektionsschutzrechtlich unbedenklich&rdquo; angesehen werde, teilte das OVG mit (Az. 2 B 58\/21).<br>\nDie gegenw&auml;rtige Regelung verletze auch das Grundrecht der Berufsaus&uuml;bungsfreiheit und die Eigentumsgarantie. Zudem best&uuml;nden &ldquo;erhebliche Zweifel an der Verh&auml;ltnism&auml;&szlig;igkeit der Betriebseinschr&auml;nkungen&rdquo; &ndash; angesichts der derzeitigen Infektionslage.<br>\nIm Eilverfahren hatte die Betreiberin eines Computerladens gegen die Corona-Verordnung des Saarlandes geklagt. Sie durfte nur im sogenannten Termin-Shopping einen Kunden und eine weitere Person aus dessen Hausstand pro 40 Quadratmeter bedienen. Blumenl&auml;den und Buchhandlungen d&uuml;rfen dagegen einen Kunden pro 15 Quadratmeter.<br>\nEs fehle die Rechtfertigung, warum manche der Gesch&auml;fte, die nicht immer zur Sicherstellung der Versorgung der Bev&ouml;lkerung erforderlich seien, &ldquo;deutlich strenger&rdquo; behandelt w&uuml;rden als andere, teilte das OVG mit. Die Einhaltung der Hygieneregeln liege &ldquo;im ureigenen Interesse der Gesch&auml;ftsbetreibenden&rdquo;.<br>\nBei vielen Einzelhandelsgesch&auml;ften droht bei Fortdauer der &Ouml;ffnungsbeschr&auml;nkung existenzieller Schaden. Der Richter sieht es dahingestellt, ob die Wiederer&ouml;ffnung dieser Gesch&auml;fte mit strengen Hygienevorgaben nicht sogar eher zu einer Entspannung des Einkaufsgeschehens und weniger Kundenansammlungen in gro&szlig;en M&auml;rkten und Vollsortimentern beitragen w&uuml;rden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/de.rt.com\/inland\/114209-saarlaendisches-gericht-hebt-beschraenkung-im-einzelhandel-auf\/\">RT Deutsch<\/a><\/li>\n<li><strong>Betr&uuml;ger erschlichen sich Millionen &ndash; Bundesregierung stoppt fast alle Corona-Hilfen<\/strong><br>\nDie Bundesregierung hat Zahlungen aus Corona-Hilfen vorerst bundesweit gestoppt. Offenbar nutzten Unbekannte ein Schlupfloch in den staatlichen Hilfsprogrammen und erschlichen sich Gelder mit falschen Identit&auml;ten&hellip;.<br>\n(&hellip;) Als der Betrug im Wirtschaftsministerium vorigen Donnerstag auffiel, schaltete das Haus von Peter Altmaier (CDU) noch am Freitag nicht nur die Ermittlungsbeh&ouml;rden ein, sondern legte auch die Corona-Hilfen auf Eis. Das hei&szlig;t: Aktuell gibt es f&uuml;r kein Unternehmen, das November- und Dezemberhilfen sowie &Uuml;berbr&uuml;ckungshilfen beantragt hat, die oft so dringend ben&ouml;tigten Abschlagszahlungen vom Bund. Vom Restaurant &uuml;ber Hotels bis zum Einzelh&auml;ndler &ndash; alle Not leidenden Firmen sind demnach betroffen.<br>\nGrund f&uuml;r das drastische Vorgehen ist die Betrugsmasche. Dazu muss man wissen, dass Corona-Hilfen nur durch sogenannte &bdquo;pr&uuml;fende Dritte&ldquo; &ndash; etwa Steuerberater &ndash; beantragt werden k&ouml;nnen. Nach Informationen von &bdquo;Business Insider&ldquo; haben sich Unbekannte demnach mit falschen Identit&auml;ten beim Wirtschaftsministerium als pr&uuml;fende Dritte registriert und dann f&uuml;r echte Unternehmen Hilfen beantragt. Das Geld floss jedoch nicht dorthin, sondern auf Konten der Betr&uuml;ger. Offenbar fiel die Masche bis vorige Woche weder dem Bund noch den L&auml;ndern auf, die die Antr&auml;ge eigentlich regul&auml;r pr&uuml;fen sollen&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article227915909\/Falsche-Identitaeten-Bundesregierung-stoppt-fast-alle-Corona-Hilfen.html?fbclid=IwAR2maUKnQWPjjEmFplvBoB0dEbcYdLgHug79NVM9xFLUPoaXu6qpMUP-p2c&amp;wtrid=socialmedia.socialflow....socialflow_twitter\">Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Unglaublich. Weil die Beh&ouml;rden offenbar lange Zeit im Tiefschlaf verbracht haben, wird jetzt mit Aktionismus reagiert und die Mehrzahl der ehrlichen Unternehmen, die das Geld dringend ben&ouml;tigen, um zu &uuml;berleben, m&uuml;ssen den Preis daf&uuml;r zahlen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Theorien sind nicht Fakten<\/strong><br>\n(&hellip;) Man kann das Virus rein als naturwissenschaftliches Problem betrachten. Allerdings w&auml;re das bereits mit Blick auf die sozialen &Uuml;bertragungswege naiv. Und was wissen Naturwissenschaften &uuml;ber die N&ouml;te des Homeschooling, &uuml;ber den Alltag in Pflegeheimen, &uuml;ber drohende Insolvenz, Suizidgefahren, Arbeitslosigkeit oder Obdachlosigkeit? Hier sind andere Disziplinen gefragt, etwa die fr&uuml;hkindliche P&auml;dagogik, die Soziologie, Psychologie oder Sozialarbeitswissenschaft. Die aber werden noch immer kaum geh&ouml;rt, weil ihre Kritik dem szientistischen Mainstream als &bdquo;unwissenschaftlich&ldquo; gilt. Der Wissenschaftsjournalist Ranga Yogeshwar behauptete j&uuml;ngst: &bdquo;Virologen haben keine Meinung, die haben Fakten.&ldquo; Tats&auml;chlich aber haben auch die Naturwissenschaften keine &bdquo;Fakten&ldquo;. Sie m&ouml;gen Tonnen an Daten sammeln, kommen aber auch nur zu Theorien &uuml;ber jene Fakten, die mit anderen Theorien konkurrieren&hellip;<br>\nTraditionell sollen die Wissenschaften von der Angst vor Naturgewalten befreien. Nun aber kommen heftige Panikimpulse direkt aus diesen Disziplinen. Das ist nicht unbeabsichtigt: Angst ist aus epidemiologischen oder auch &ouml;kologischen Gr&uuml;nden n&uuml;tzlich, wenn harte Ma&szlig;nahmen durchzusetzen sind&hellip;<br>\nWie sehr den gefeierten Disziplinen die politische Umarmung schmeichelt, zeigt sich, wo sie sich an die Regierung regelrecht heranschmei&szlig;en. Etwa bei der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina oder beim Ethikrat, der zuletzt, wie von der Regierung bestellt, &bdquo;Sonderrechte&ldquo; f&uuml;r Geimpfte ablehnte. Zwar h&ouml;rt man aus den Expertenkreisen jetzt immer &ouml;fter, dass am Ende immer die Politik entscheide. Was aber, wenn diese &uuml;berfordert, ja h&ouml;rig ist? Niemand kann bezweifeln, dass die Politik sich Rat holen und die Wissenschaft diesen auch geben sollte. Doch mahnt der Schmusekurs von Regierung und Wissenschaft zur Vorsicht. Die Politik will Zeit gewinnen und unpopul&auml;re Entscheidungen als alternativlos markieren. Da sollte sich Wissenschaft nicht zum Zwecke der ideologischen Akzeptanzbeschaffung funktionalisieren lassen.<br>\nSchon Habermas prognostizierte eine expertokratische &bdquo;Verwissenschaftlichung der Politik&ldquo;, die eine &bdquo;Entpolitisierung der Masse&ldquo; bewirke. Die Demokratie schlittert in eine Routine institutionalisierter Kompetenz&uuml;berschreitung, wenn Politik und Beratung am Parlament vorbei per Notverordnung regieren. In parlamentarischen Verfahren stecken immer grundlegende Wertentscheidungen, die laut Habermas stets an das wertbehaftete Selbstverst&auml;ndnis der Bev&ouml;lkerung zur&uuml;ckzubinden sind. Nehmen wir die schwerwiegende Frage nach der Impfreihenfolge: Wurde diese vor ihrer Festlegung ernsthaft diskutiert?<br>\nAn die Stelle demokratischer Deliberation der politischen Frage, wie wir gemeinsam leben oder auch sterben wollen, darf nicht l&auml;nger die Unterwerfung der Exekutive unter das szientistische Diktat weniger, machtpolitisch unreflektierter Naturwissenschaften treten. Umgekehrt sollten sich die gefeierten Disziplinen wieder etwas Abstand zur Macht g&ouml;nnen &ndash; auch um den kritischen Wissenschaften etwas Platz zu machen, die derzeit &bdquo;gesilenced&ldquo; werden. Oder will man die Kritik weiter der Querdenkerei &uuml;berlassen? Es geht bei Corona nicht nur um &bdquo;Naturforschung&ldquo;, sondern um das Zusammenleben. Auch in dieser Hinsicht w&auml;re es ermutigend, wenn sich die derzeit gehypten Wissenschaften als lernf&auml;hig erweisen w&uuml;rden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/der-freitag\/theorien-sind-nicht-fakten\">Der Freitag<\/a><\/li>\n<li><strong>Appell zum Widerstand: Richter ruft B&uuml;rger auf, sich gegen Corona-Bu&szlig;gelder zu wehren<\/strong><br>\nLegen Betroffene gegen den Bu&szlig;geldbescheid Einspruch ein, landet die Sache vor Gericht. In den vergangenen Monaten haben sich bundesweit zahlreiche Amtsgerichte mit &bdquo;Corona-Verfahren&ldquo; befasst &ndash; Tendenz stark steigend. Offenbar sind immer mehr B&uuml;rger bereit, sich gegen die ihrer Meinung nach fragw&uuml;rdigen Sanktionen des Staates juristisch zu wehren. (&hellip;)<br>\nDer 41-j&auml;hrige Jurist betont, es sei beachtlich, mit welcher Ruhe die B&uuml;rger w&auml;hrend der Pandemie &bdquo;die vielen und gro&szlig;en Verfehlungen aller drei Staatsgewalten ertragen, die der Regierung und der Parlamente ebenso wie die der Gerichte.&ldquo; Schleif: &bdquo;Viele scheinen vergessen zu haben, dass der B&uuml;rger der alleinige Souver&auml;n dieses Landes ist. Regierung, Gesetzgebung und Rechtsprechung sind nur die Diener dieses Souver&auml;ns.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.focus.de\/politik\/vorschriften-unverstaendlich-und-dilettantisch-appell-zum-widerstand-richter-ruft-buerger-auf-sich-gegen-corona-bussgelder-zu-wehren_id_13050863.html\">Focus Online<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Zerschlagt den parlamentarisch-kommerziellen Komplex!<\/strong><br>\nDie Gesch&auml;fte von zwei Unionsabgeordneten sind nicht das Problem, sondern die strukturelle N&auml;he von Parlament und Wirtschaft. Ein Zwischenruf<br>\nDer Eiertanz von Unionspolitikern in der Maskenaff&auml;re ist beachtlich. Abgeordnete der Christdemokraten und -sozialen versuchen derzeit mit allen Regeln der Rhetorik, Konsequenzen aus der Gesch&auml;ftemacherei zweier inzwischen ehemaliger Fraktionskollegen zu versprechen, ohne die Regeln des Spiels &auml;ndern zu m&uuml;ssen.<br>\nDabei w&auml;re die L&ouml;sung einfach: Die Annahme eines Mandats f&uuml;r den Deutschen Bundestag m&uuml;sste an die Bedingung gekn&uuml;pft sein, sich nur dieser Aufgabe zu widmen. Diese eine Aufgabe gen&uuml;gt ja auch, nimmt man sie denn ernst.<br>\nDass bei 10.000 Euro Abgeordnetendi&auml;ten monatlich &uuml;berhaupt dar&uuml;ber diskutiert wird, ist absurd genug. Ebenso der Einwand, bei einem Verbot von Nebent&auml;tigkeiten sei kein f&auml;higes Personal mehr zu finden. Ohne polemisieren zu wollen: F&uuml;r die Gesundheitspolitik zumindest mag man das nach einem Jahr Pandemiepolitik nicht mehr gelten lassen. [&hellip;]<br>\nDoch eben darauf zielen die Reaktionen aus der CDU\/CSU ab: Freiwilligkeit. &ldquo;Wir werden uns als Fraktion einen Verhaltenskodex geben, der &uuml;ber das, was rein rechtlich von Mitgliedern des Deutschen Bundestags erwartet wird, deutlich hinausgeht&rdquo;, hei&szlig;t es in einem Schreiben von Fraktionschef Ralph Brinkhaus und CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt an die Abgeordneten der Union im Bundestag. CDU-Chef Armin Laschet k&uuml;ndigte an, &ldquo;reinen Tisch&rdquo; zu machen.<br>\n&Uuml;bersetzt hei&szlig;t das: Es wird vielleicht ein paar Bauernopfer geben. &Auml;ndern wird sich f&uuml;r den parlamentarisch-kommerziellen Komplex aber nichts. Es geht nur darum, den Schaden vor den bevorstehenden Landtagswahlen und der Bundestagswahl zu begrenzen.Wie sinnfrei Forderungen nach einer Selbstkontrolle von Parlamentsfraktionen ist, zeigt auch schon das Unverm&ouml;gen bei allt&auml;glicheren Herausforderungen. Im Arbeitsrecht etwa.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Zerschlagt-den-parlamentarisch-kommerziellen-Komplex-5076198.html\">Harald Neuber auf Telepolis<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Marco Wenzel:<\/strong> Passend dazu der Beitrag von Jens Berger: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=70575\">Maskenaff&auml;re &ndash; was soll die k&uuml;nstliche Emp&ouml;rung?<\/a><\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Setze dich an die Spitze der Bewegung, um sie zu untergraben<\/strong><br>\nIm vergangenen Monat erschien ein Forschungsbericht der Weltbank mit dem Titel &ldquo;F&uuml;hrt die Unabh&auml;ngigkeit der Zentralbank zu mehr Ungleichheit bei der Einkommensverteilung?&ldquo; Das Spannende an diesem Bericht ist, dass er &uuml;berhaupt erschienen ist, denn der Inhalt ist altbekannt.<br>\nDie Antwort auf die rhetorische Frage der Weltbank lautet schlicht ja, und zwar in dreifacher Hinsicht. &bdquo;Unabh&auml;ngige&rdquo; Zentralbanken dr&auml;ngen stets darauf, die Staatsausgaben zu begrenzen, die Finanzm&auml;rkte zu deregulieren und die Verhandlungsmacht der Arbeitnehmer zu untergraben. Schlie&szlig;lich ist das Lohnwachstum der entscheidende Faktor f&uuml;r Preissteigerungen. Die EZB spielte eine f&uuml;hrende Rolle beim Zusammenbruch der Tarifverhandlungen in Griechenland, und der ehemalige EZB-Pr&auml;sident Mario Draghi setzte sich hartn&auml;ckig f&uuml;r flexiblere Arbeitsm&auml;rkte in Frankreich ein.<br>\nDas bedeutet, dass eine solche &raquo;politisch unabh&auml;ngige&laquo; Zentralbank eben doch nicht politisch neutral ist. Nur dem Namen nach k&uuml;mmert sie sich um die Inflation, aber in der Zwischenzeit agiert sie arbeiternehmerfeindlich und kapitalfreundlich. Die Angst, die Politiker k&ouml;nnten ihre Finger an die Notenpresse bekommen, f&uuml;hrte praktisch zur Kontrolle der Staatsfinanzen und Arbeitsm&auml;rkte durch die Zentralbanken. Wird die Notenpresse doch angeworfen &ndash; dann f&uuml;r die Banken und multinationalen Konzerne.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/10-2021\/setze-dich-an-die-spitze-der-bewegung-um-sie-zu-untergraben\/\">Makroskop<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Zeugnisse einer gespaltenen Gesellschaft<\/strong><br>\nSeit 2001 ver&ouml;ffentlicht die Bundesregierung, einem Auftrag des Bundestages folgend, in jeder Legislaturperiode einen Armuts- und Reichtumsbericht (ARB). Die Einf&uuml;hrung dieser Berichterstattung war eine Z&auml;sur, denn dadurch wurde implizit zugestanden, dass Armut in Deutschland Realit&auml;t ist&hellip;<br>\nEtwaige Konflikte, die sich durch einen Vergleich der Ursprungsentw&uuml;rfe der ministerialen Fachleute mit der sp&auml;ter &raquo;bereinigten&laquo; und beschlossenen Fassung nachvollziehen lassen, wurden in der Regel zu Lasten der Analyse aufgel&ouml;st. Umso wertvoller ist es, dass der Ursprungsentwurf f&uuml;r den neuen, sechsten Armuts- und Reichtumsbericht, der zuerst im Medienbereich kursierte, inzwischen durch den Parit&auml;tischen Wohlfahrtsverband &ouml;ffentlich gemacht wurde&hellip;<br>\nZu den zentralen Befunden des Berichtsentwurfes z&auml;hlen die unver&auml;ndert dramatische Ungleichverteilung der Einkommen und Verm&ouml;gen&hellip;<br>\nDie Verm&ouml;gen sind sogar noch ungleicher verteilt: &raquo;Haushalte in der oberen H&auml;lfte der Verteilung besa&szlig;en etwa 97,5%, Personen etwa 99,5% des Gesamtverm&ouml;gens&laquo; (S. 45)&hellip;<br>\nDie Pandemie verst&auml;rkt die Ungleichheit noch. Diese Befunde k&ouml;nnen kaum &uuml;berraschen, haben doch zum Beispiel die Menschen, die zuvor schon in der Grundsicherung waren, bislang auf zus&auml;tzliche auf ihre Bedarfe zugeschnittenen Hilfen warten m&uuml;ssen. Die geplante Einmalzahlung von 150 Euro, die auch erst im Mai ausgezahlt wird, geht weit an den Mehrbelastungen der Menschen in der Pandemie vorbei und kann schon gar kein Beitrag dazu sein, die sich verfestigende Ungleichheit zu korrigieren.<br>\nDeutlich wird insgesamt, dass auch in der Corona-Pandemie die Einkommensrisiken ungleich verteilt sind: Wer ohnehin ein geringes Einkommen hat, ist st&auml;rker von zus&auml;tzlichen Einkommensverlusten gef&auml;hrdet. Auch der ARB fasst zusammen: Die Einkommensrisiken haben zugenommen und diese sind &raquo;in den unteren Einkommensbereichen gr&ouml;&szlig;er&laquo; (S. 44). Der Bericht rechnet die Gesamtzahl der von Einkommensr&uuml;ckg&auml;ngen betroffenen Haushalte f&uuml;r den Stand August 2020 auf 15,5 Mio. hoch (S. 304).<br>\nEine Kernaussage des Berichts ist, dass es zu einer fortschreitenden Polarisierung der sozialen Lagen kommt: &raquo;Sowohl die unterste soziale Lage &rsaquo;Armut&lsaquo; als auch die oberste Lage &rsaquo;Wohlhabenheit&lsaquo; sind von Anteilswerten von jeweils 4% auf 11 bzw. 9,1% gestiegen, m.a.W.: Haben die Pole der Verteilung Mitte der 1980er Jahre noch 8% der Bev&ouml;lkerung umfasst, fanden sich dort im letzten Beobachtungszeitraum 20%.&laquo; (S. 130). Die Gesellschaft wird ungleicher, und das stetig.<br>\nGleichzeitig verst&auml;rken sich die Verharrungstendenzen: Wer arm ist, kommt kaum &ndash; und im zeitlichen Verlauf: seltener als fr&uuml;her &ndash; aus Armut heraus: die Mobilit&auml;t sinkt. Diese Verfestigung von Armut ist in dem Bericht gut dokumentiert, ebenso wie die von Reichtum&hellip;<br>\nIm Bundestagswahljahr 2021 zeigt der Bericht, dass es eines grundlegenden Politikwechsels bedarf, will man die &uuml;ber Jahre hinweg gewachsene Polarisierung zwischen Oben und Unten tats&auml;chlich vermindern und &uuml;berwinden. Das geht nicht &uuml;ber kosmetische Reformen am System der sozialen Leistungen, dies geht nur &uuml;ber eine handfeste Umverteilung, die erhebliche &Auml;nderungen im Steuer- und Abgabensystem erfordert.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sozialismus.de\/kommentare_analysen\/detail\/artikel\/zeugnisse-einer-gespaltenen-gesellschaft\/\">Sozialismus.de<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>So wollen Heil und Scholz den Mindestlohn hochtreiben<\/strong><br>\nDie beiden SPD-Minister wollen den Mindestlohn auf zw&ouml;lf Euro anheben. In einem gemeinsamen Eckpunktepapier k&uuml;ndigen sie zudem ein Bundestariftreuegesetz an.<br>\nArbeitsminister Hubertus Heil will mit Finanzminister Olaf Scholz (SPD) die Voraussetzungen daf&uuml;r schaffen, dass der Mindestlohn schneller steigt. &bdquo;K&uuml;nftig soll die Mindestlohnkommission im Rahmen des Pr&uuml;fkriteriums ,angemessener Mindestschutz der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer&lsquo; auch den Gesichtspunkt der Armutsgef&auml;hrdung ma&szlig;geblich ber&uuml;cksichtigen&ldquo;, hei&szlig;t es in einem Eckpunktepapier der beiden Ministerien &bdquo;zur Weiterentwicklung des Mindestlohns und St&auml;rkung der Tarifbindung&ldquo;. Von einer Armutsgef&auml;hrdung soll demnach &bdquo;regelm&auml;&szlig;ig&ldquo; bei einem auf Vollzeitbasis erzielten Arbeitsentgelt unterhalb der Schwelle von 60 Prozent des Medianlohns ausgegangen werden.<br>\nDas Medianeinkommen ist der Lohn, der die Gesellschaft genau in die H&auml;lfte teilt, der eine Teil verdient weniger, der andere mehr. Der Medianlohn betr&auml;gt nach Angaben aus Regierungskreisen aktuell etwa 12 Euro. Der Mindestlohn steigt bis Mitte 2022 in mehreren Schritten auf 10,45 Euro. Die beiden SPD-Politiker werben schon l&auml;nger f&uuml;r eine weitere Anhebung auf 12 Euro. Scholz ist seit vergangenen Sommer nicht nur Finanzminister, sondern auch Kanzlerkandidat seiner Partei.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/eckpunkte-papier-so-wollen-heil-und-scholz-den-mindestlohn-hochtreiben-17232532.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Mit dem Wort &ldquo;hochtreiben&rdquo; will die FAZ wohl ausdr&uuml;cken, dass der unterirdisch niedrige deutsche Mindestlohn eigentlich schon auf dem richtigen Niveau liegt. Dazu passt der (bewusst oder unbewusst gemachte) Fehler im Artikel: &ldquo;Der Medianlohn betr&auml;gt nach Angaben aus Regierungskreisen aktuell etwa 12 Euro.&rdquo; &ndash; Das stimmt nat&uuml;rlich nicht; bspw. <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/deutsche-bruttoeinkommen-steigen-um-drei-prozent-a-1278459.html\">der SPIEGEL<\/a> gibt den monatlichen Medianlohn mit ca. 3.300 Euro an, was etwa 20 Euro Stundenlohn entspricht, sodass &ndash; ganz logisch &ndash; 12 Euro etwa 60% des Medianstundenlohns darstellen. *Inhaltlich* kann man nur den Kopf sch&uuml;tteln, dass ausgerechnet zwei SPD-Seeheimer (angeblich) den Mindestlohn auf einen halbwegs akzeptablen Wert erh&ouml;hen wollen, die die Agenda 2010 und Hartz IV immer bef&uuml;rwortet haben und bisher z. B. keine Probleme damit hatten, dass a) Langzeitarbeitlose und b) Minderj&auml;hrige mit noch weniger als dem k&uuml;mmerlichen Mindetlohn abgespeist wurden. Und wie kann es sein, dass Feiertagszuschl&auml;ge, Schmutz- und Erschwerniszulagen, die schon vom Wort her (&ldquo;Zulage&rdquo;) ein Mehr obendrauf bedeuten, *in* den Mindestlohn eingerechnet werden konnten\/k&ouml;nnen? W&auml;re ja wirklich sch&ouml;n, wie die beiden Minister das ernst meinten, aber wer soll es ihnen glauben? Mit der Union ist eine solche Erh&ouml;hung definitiv nicht zu machen; GRR ist (wenigstens zurzeit) arithmetisch nicht m&ouml;glich; und nach der BTW am wahrscheinlichsten ist eine Schwarz-Gr&uuml;ne Regierung. Die Forderungen von Scholz und Heil sehen wie ein Schaufensterantrag aus.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Offenbar l&auml;utet die SPD ihr traditionelles linkes Halbjahr vor der Bundestagswahl ein. Vor einer Woche &bdquo;forderte&ldquo; Olaf Scholz sogar <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/steuern-olaf-scholz-will-erhoehungen-fuer-besserverdiener-und-vermoegende-a-59d53344-9799-4b5a-afed-230cae3b38bc\">eine Steuererh&ouml;hung f&uuml;r Besserverdiener und Verm&ouml;gende<\/a> &ndash; freilich erst nach der Wahl.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Mindestlohn: Union sch&auml;big und volkswirtschaftlich kurzsichtig<\/strong><br>\nDer Vorsto&szlig; von Arbeitsminister Hubertus Heil und Finanzminister Olaf Scholz, den Mindestlohn im Jahr 2022 auf 12 Euro anzuheben, sorgt f&uuml;r Krach in der Regierungskoalition. Aus der Union wird der Vorschlag als &bdquo;wenig glaubw&uuml;rdig&ldquo; zur&uuml;ckgewiesen und auf die Zust&auml;ndigkeit der unabh&auml;ngigen Mindestlohn-Kommission gepocht.<br>\n&bdquo;Wenn der Mindestlohn 2022 kein Armutslohn mehr sein soll, werden selbst 12 Euro nicht reichen. Dass die Union hart arbeitenden Menschen selbst diesen Betrag vorenthalten will, ist sch&auml;big und angesichts der drohenden Inflation auch volkswirtschaftlich kurzsichtig&ldquo;, kommentiert Dietmar Bartsch den Koalitionsstreit.<br>\nDer Mindestlohn in Deutschland betr&auml;gt derzeit 9,50 Euro pro Stunde. Die derzeitige Empfehlung der Mindestlohn-Kommission sieht vor, den Satz zum 1. Juli auf 9,60 Euro und im Jahr 2022 auf 10,45 Euro anzuheben. Damit liegt der deutsche Mindestlohn weiter unter der offiziell anerkannten Armutsrisikoschwelle.<br>\n&bdquo;Eine Anhebung des Mindestlohns ist &uuml;berf&auml;llig&ldquo;, fordert Susanne Ferschl: &bdquo;Mit ihrer Blockadehaltung beweisen CDU\/CSU erneut ihre wirtschaftspolitische Inkompetenz. Wer die Nachfrage und die Konjunktur ankurbeln will, kommt an einer Anhebung der Lohnuntergrenze nicht vorbei. Der deutsche Mindestlohn ist seit seiner Einf&uuml;hrung ein Niedriglohn und wird es ohne politische Anhebung auch bleiben. Die Union wei&szlig; das und sollte ihre politische Zielrichtung, am deutschen auf Lohndumping basierenden Exportmodell festzuhalten, auch so benennen und sich nicht hinter der Tarifautonomie verstecken.&ldquo;<br>\nDie Linksfraktion hatte bereits im Sommer 2020 beantragt, den Mindestlohn in einem einmaligen Schritt auf 12 Euro anzuheben [PDF]. Dies w&uuml;rde in erheblichem Ausma&szlig; zur schnellen und nachhaltigen Erholung von Wachstum und Besch&auml;ftigung beitragen, weil aus den unteren Einkommen, die die Anhebung des Mindestlohns betrifft, bezogen auf ihr Einkommen besonders stark konsumiert wird.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.susanne-ferschl.de\/2021\/03\/09\/mindestlohn-union-schaebig-und-volkswirtschaftlich-kurzsichtig\/?fbclid=IwAR00RZvV9zUwfXEp4XFVGGMwzt_4yhKPtedrYvgIRummdejuDSDzEnV6aAQ\">Die Linke<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Ein einfaches Gesetz kann verhindern, dass Konzerne Menschen und Umwelt ausbeuten<\/strong><br>\nBis ein T-Shirt in einem Gesch&auml;ft in &Ouml;sterreich landet, hat es tausende Kilometer zur&uuml;ckgelegt, von der Baumwollproduktion &uuml;ber das N&auml;hen und Einf&auml;rben bis zur Veredelung. Doch wer ist daf&uuml;r verantwortlich, dass auf diesem Weg Menschenrechte und Umweltstandards eingehalten werden? Derzeit niemand. Freiwillig sch&uuml;tzen Konzerne weder Menschen- noch Arbeitsrechte. Ein Lieferkettengesetz kann das &auml;ndern!<br>\nF&uuml;r Teppiche, Brotaufstriche, T-Shirts und Zigaretten werden Menschen ausgebeutet<br>\nIndische Buben, j&uuml;nger als 6 Jahre, die Teppiche kn&uuml;pfen &ndash; und dabei t&auml;glich Wollreste einatmen. M&auml;dchen, die Zigaretten rollen. Indonesische ArbeiterInnen, die Felder mit &Ouml;lpalmen bewirtschaften und Herbizide einatmen &ndash; damit wir Palm&ouml;l in Keksen und Brotaufstrichen essen. Viel zu oft werden global gehandelte G&uuml;ter unter menschenunw&uuml;rdigen Bedingungen produziert.<br>\n&bdquo;Wir importieren Menschenrechtsverletzungen mit den Produkten, die es in unseren Regalen zu kaufen gibt&ldquo;, kritisiert SP&Ouml;-Abgeordnete Petra Bayr. Wir konsumieren, was unter Ausbeutung hergestellt wurde. M&uuml;ssen wir dann einfach anderes konsumieren? Die Verantwortung nur auf den Endverbraucher umzuw&auml;lzen, greift zu kurz &ndash; vielmehr m&uuml;ssen Konzerne in Produktion und Vertrieb ihrer Pflicht nachkommen. Denn sie entscheiden, wen sie womit beauftragen. Sie suchen Billigstanbieter und nehmen in Kauf, dass Menschen und Umwelt Schaden nehmen. Jeder Zulieferbetrieb ist Glied einer Kette &ndash; und genau hier setzen Initiativen f&uuml;r ein Lieferkettengesetz in &Ouml;sterreich an&hellip;<br>\nSelbstverpflichtung von Unternehmen reicht nicht<br>\nF&uuml;r die billige und schnelle Produktion stark nachgefragter G&uuml;ter wird auch der Umweltschutz ignoriert. Ein bekanntes Beispiel ist die Abholzung des Regenwaldes f&uuml;r Rindfleischimporte&hellip;<br>\nAuch beim Abbau von Lithium, einem Leichtmetall, das in Handys und Elektroautos verbaut ist, entstehen in der Umwelt schwere Sch&auml;den. Diesen Rohstoff ben&ouml;tigen wir vor dem Hintergrund der Digitalisierung in Zukunft wohl in noch gr&ouml;&szlig;erem Ausma&szlig;. Es gibt zwar bereits umweltfreundlichere Abbaum&ouml;glichkeiten, doch Konzerne greifen lieber auf die billigere, extrem wasserintensive Variante zur&uuml;ck.<br>\nDas zeigt, dass profitorientierte Konzerne nicht von selbst auf das Wohl von Menschen und Umwelt achten. Auf freiwilliges Engagement zu hoffen, wird Ausbeutung nicht beenden. Ein Lieferkettengesetz nimmt Konzerne in die Pflicht, weil sie aus Eigeninitiative nichts &auml;ndern werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/kontrast.at\/lieferkettengesetz-oesterreich\/\">kontrast at<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Ranking der sch&auml;dlichsten Unternehmenssteuerw&uuml;sten<\/strong><br>\nOECD-L&auml;nder sorgen f&uuml;r ein l&ouml;cheriges System, auch Deutschland verschleppt Ma&szlig;nahmen im Kampf gegen Unternehmenssteuermissbrauch<br>\nAm 9. M&auml;rz ver&ouml;ffentlicht das Tax Justice Network zum zweiten Mal das Ranking der sch&auml;dlichsten Unternehmenssteuerw&uuml;sten (engl. Corporate Tax Havens Index). Weltweit verlieren Staaten demnach jedes Jahr mindestens 245 Milliarden Dollar durch Gewinnverschiebung und Steuervermeidung gro&szlig;er Konzerne. Die OECD-L&auml;nder und die EU Mitgliedsstaaten schreiben die Regeln und erstellen schwarze Listen, aber sie selbst und die von ihnen abh&auml;ngige Gebiete sind f&uuml;r 68 Prozent des Problems verantwortlich und belegen die ersten 6 Pl&auml;tze des Rankings.<br>\nDeutschland &bdquo;nur&ldquo; auf Platz 23, Ma&szlig;nahmen gegen Steuervermeidung verschleppt<br>\nDeutschland rangiert weiterhin auf einem Mittelfeldplatz (Platz 23, 2019: Platz 22) und geh&ouml;rt gleichzeitig zu den gr&ouml;&szlig;ten Verlierern. Das Tax Justice Network sch&auml;tzt den j&auml;hrlichen Verlust auf 24 Milliarden US-Dollar. Trotzdem setzt Deutschland Ma&szlig;nahmen der OECD und der Europ&auml;ischen Union gegen Steuervermeidung nur z&ouml;gerlich um. Seit mehr als einem Jahr blockiert das CDU-gef&uuml;hrte Wirtschaftsministerium die Umsetzung der Anti-Steuervermeidungsrichtlinie der EU. Jetzt drohen sogar Strafzahlungen&hellip;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.netzwerk-steuergerechtigkeit.de\/infothek\/ranking-unternehmenssteuerwuesten-2021\/\">Netzwerk Steuergerechtigkeit<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Niemand verdient es, zu ertrinken<\/strong><br>\nEs ist eigentlich unfassbar: Mehr als 20.000 Menschen auf der Flucht sind seit 2014 im Mittelmeer ertrunken. Zehntausende sitzen an den Grenzen der EU und in griechischen Elendslagern fest. Die Seebr&uuml;cke macht vor der Wahl Druck, um zumindest einigen eine Zukunft in Deutschland zu geben.<br>\nThomas Nuding hat das Schlauchboot mitgebracht. Aus dem Wasser gefischt irgendwo vor Malta. W&auml;ren die Menschen darin gerettet worden, w&uuml;rde dieses Boot das aufgespr&uuml;hte Zeichen einer Seenotrettungs-Mission zieren, tut es aber nicht. Die Menschen seien wahrscheinlich von der lybischen K&uuml;stenwache nach Lybien zur&uuml;ckgebracht worden, &ldquo;in Folterlager&rdquo;, sagt Nuding, seit mehreren Jahren Kapit&auml;n diverser Seenotrettungsschiffe wie der Lifeline oder der Sea-Eye. &ldquo;Dort wird das letzte Geld aus ihnen herausgepresst, die Menschen werden versklavt und verkauft.&rdquo; Dieses Boot, schwarz-grauer Gummi, war Hoffnung auf ein neues Leben.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/gesellschaft\/519\/niemand-verdient-es-zu-ertrinken-7370.html\">Kontext: Wochenzeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Zero Hunger, Zero Heuchelei!<\/strong><br>\nDurch die restriktiven Coronama&szlig;nahmen der Regierungen, die zu einer Verschmelzung von Staats- und Konzernmacht f&uuml;hren, breitet sich das t&ouml;dliche Hungervirus nun extrem schnell auf dem gesamten Planeten aus und st&uuml;rzt Millionen Menschen in die Armut.<br>\nDie autorit&auml;ren Restriktionen versto&szlig;en gegen die Grund- und Menschenrechte: Sie verst&auml;rken das Systemleiden und l&ouml;schen zahlreiche Menschenleben sowie wirtschaftliche Existenzen aus. Angesichts solcher Verw&uuml;stungen nun dieses sch&auml;dliche Handeln noch mit &bdquo;ZeroCovid-Parolen&ldquo; (1) auf die Spitze zu treiben, ist in h&ouml;chstem Ma&szlig;e verantwortungslos und w&uuml;rde den Lockdown bis in alle Ewigkeit verl&auml;ngern. Das Motto sollte vielmehr lauten: ZeroHunger, ZeroHeuchelei!<br>\nDas System ist gescheitert! Es hat das Leben von Milliarden Menschen schon lange dauerhaft eingeschr&auml;nkt und sorgt jedes Jahr, jeden Monat, jede Woche, jeden Tag und jede Stunde f&uuml;r Massen an Hungertoten. Deswegen brauchen wir einen echten Systemwechsel und kein durch Corona-Restriktionen versch&auml;rftes Weiterlaufen in die v&ouml;llig falsche Richtung. Das Ziel darf auch nicht in nur wenigen Hungertoten bestehen &ndash; es muss NULL lauten.<br>\nWir brauchen sofort eine gemeinsame globale Strategie, um die fortgesetzte Menschenrechtsverachtung wirksam zu bek&auml;mpfen. Mit der Zahlung von Entwicklungs- (wie viel kommt davon wo an?) und Hilfsgeldern &ndash; in den Rachen der m&auml;chtigen Pharmakonzerne &ndash; in einem Gebilde aus Korruption, Wachstumsgier, Repression, Propaganda und Angriffskriegen ist der Wettlauf gegen das von der Coronapolitik angefeuerte Hungervirus jedenfalls nicht zu gewinnen.<br>\nNeben einer konsequenten Friedenspolitik und einem globalen Lockdown f&uuml;r die Produktionsfirmen von Patronen und Kanonen fordere ich deshalb, die weltweite Armut sofort so entschlossen und zielf&uuml;hrend zu bek&auml;mpfen, dass jeder Hungertote unverz&uuml;glich vermieden wird. Denn: Dieses Ziel dient ausschlie&szlig;lich dem Wohl und der Gesundheit der Menschen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/neue-debatte.com\/2021\/03\/05\/zero-hunger-zero-heuchelei\/\">Neue Debatte<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>&ldquo;Nichts als Angst und Not&rdquo;<\/strong><br>\nSyrien: Politische Sackgassen und sechs Millionen Kinder, die auf Hilfe angewiesen sind<br>\nEs fehlen etwa 5 Milliarden US-Dollar und &ldquo;wenn das Geld nicht da ist, werden Essensrationen gek&uuml;rzt, dann gibt es auch keine Impfungen&rdquo;, sagte der deutsche Bundesentwicklungsminister Gerd M&uuml;ller (CSU) zur Lage der syrischen Kinder. Die ist katastrophal.<br>\nAuch aufmerksamkeits&ouml;konomisch: Ist die Zahl der Besucher der heutigen Online-Pressekonferenz der Unicef auf Twitter daf&uuml;r ein Indiz, so ist das &ouml;ffentliche Interesse kl&auml;glich. F&uuml;nf Besucher, dann acht, dann wieder f&uuml;nf zeigte die Leiste unter dem Video an, am Ende waren es in der Summe 195 Zuschauer (noch etwas sp&auml;ter wurden 242 gez&auml;hlt).<br>\nDas steht in einem traurigen Verh&auml;ltnis zur Dimension der Not, die der deutsche Minister M&uuml;ller, der Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer der UN-Organisation in Deutschland, Christian Schneider, und Ted Chaiban, der Leiter des Unicef-Regionalb&uuml;ros Naher Osten und Nordafrika, versuchten, der &Ouml;ffentlichkeit via Pressekonferenz nahe zu bringen. Man muss hoffen, dass die gro&szlig;en Medien mit ihren Top News &ndash; z.B. Lage von Kindern in Syrien schlimmer als je zuvor &ndash; Hilfswillige aufr&uuml;tteln.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Nichts-als-Angst-und-Not-5077181.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am Wochenende pr&auml;sentieren wir Ihnen einen &Uuml;berblick &uuml;ber die lesenswertesten Beitr&auml;ge, die wir im Laufe der vergangenen Woche in unseren Hinweisen des Tages f&uuml;r Sie gesammelt haben. Nehmen Sie sich ruhig auch die Zeit, unsere werkt&auml;gliche Auswahl der <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?cat=19\">Hinweise des Tages<\/a> anzuschauen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=70653\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-70653","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/70653","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=70653"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/70653\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":70656,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/70653\/revisions\/70656"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=70653"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=70653"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=70653"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}