{"id":70730,"date":"2021-03-15T08:36:32","date_gmt":"2021-03-15T07:36:32","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=70730"},"modified":"2021-03-15T08:36:32","modified_gmt":"2021-03-15T07:36:32","slug":"hinweise-des-tages-3819","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=70730","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=70730#h01\">Gr&uuml;ner H&ouml;henflug bei niedriger Wahlbeteiligung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=70730#h02\">&ldquo;Es reicht!&rdquo; &ndash; Corona-Demos in M&uuml;nchen aufgel&ouml;st<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=70730#h03\">Todesf&auml;lle nach Impfungen in Italien: AstraZeneca-Charge wird konfisziert<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=70730#h04\">Eigenkapitalr&uuml;ckgang bremst Transformation im Aufschwungsjahr 2021<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=70730#h05\">&bdquo;Das erinnert an die Finanzkrise&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=70730#h06\">Parlamentarische Demokratie war gestern &ndash; morgen kommt CETA<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=70730#h07\">Strompreise runter!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=70730#h08\">60+ auf dem deutschen Arbeitsmarkt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=70730#h09\">Richterin am Amtsgericht Ludwigsburg zerpfl&uuml;ckt Corona-Verordnung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=70730#h10\">Wenn F&uuml;rsorge in Entm&uuml;ndigung kippt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=70730#h11\">Klare Kante gegen Lobby-Skandale: Gesetze versch&auml;rfen!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=70730#h12\">Weit weg, unsicher, komplex?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=70730#h13\">Der Klimawandel ver&auml;ndert die Jahreszeiten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=70730#h14\">&raquo;Not in my Backyard&laquo;: Wohin mit dem Atomm&uuml;ll?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=70730#h15\">Erinnerung an eine Zukunft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=70730#h16\">Der Krieg geht weiter: Erneute Eskalation in der Ostukraine<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=70730#h17\">R&uuml;ckkehr der Lichtgestalt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=70730#h18\">&ldquo;Das war ein Staatsverbrechen&rdquo;: So geht es Gustl Mollath heute<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Gr&uuml;ner H&ouml;henflug bei niedriger Wahlbeteiligung<\/strong><br>\nRelative Mehrheit f&uuml;r &ldquo;Weiter so&rdquo; in Baden-W&uuml;rttemberg: &ldquo;System Kretschmann&rdquo; kann sich Koalitionspartner aussuchen. In Rheinland-Pfalz bleibt die SPD st&auml;rkste Kraft<br>\nBei den Landtagswahlen in Baden-W&uuml;rttemberg und Rheinland-Pfalz hat sich an diesem Sonntag zumindest unter den Wahlberechtigten, die ihre Stimme abgehen wollten, eine relative Mehrheit f&uuml;r ein &ldquo;Weiter so&rdquo; ergeben.<br>\nNach zehn Jahren im Amt hat Baden-W&uuml;rttembergs Ministerpr&auml;sident Winfried Kretschmann den Gr&uuml;nen erneut einen Wahlsieg beschert: Nach ersten Prognosen von ARD und ZDF haben sie bei der Landtagswahl an diesem Sonntag mit gro&szlig;em Abstand das beste Ergebnis eingefahren und k&ouml;nnen sich nun ihre Koalitionspartner aussuchen.<br>\nMit 31 bis 31,5 Prozent d&uuml;rften sie ihr 2016 erreichtes Resultat von 30,3 Prozent &uuml;berbieten, berichteten ARD und ZDF unter Berufung auf Infratest dimap und die Forschungsgruppe Wahlen. Nicht wenige Stimmen d&uuml;rften die Gr&uuml;nen bei ihrem Koalitionspartner, der CDU abgegraben haben: Die C-Partei mit Spitzenkandidatin Susanne Eisenmann kommt demnach nur auf 23 Prozent und verliert damit vier Prozentpunkte im Vergleich zu vor f&uuml;nf Jahren.<br>\nAllerdings sank nach ersten Sch&auml;tzungen auch die Wahlbeteiligung von 70,4 auf 62,5 Prozent. Demnach liegt die tats&auml;chliche Zustimmung f&uuml;r das &ldquo;System Kretschmann&rdquo;, das in manchen Medien schon als &ldquo;Evergreen&rdquo; bezeichnet wird, bei knapp unter 20 Prozent.<br>\nDer dritte Platz schien zun&auml;chst hart umk&auml;mpft: Die AfD kann auf 11,5 bis 12,5 Prozent hoffen, verfehlt aber die starken 15,1 Prozent von 2016 klar. Die SPD liegt bei 10,5 bis 12 Prozent, das w&auml;re noch schlechter als die ohnehin schon schwachen 12,7 Prozent bei der Wahl 2016. Die FDP steigert sich und kann mit 11 bis 11,5 Prozent rechnen. 2016 hatte sie nur 8,3 Prozent erreicht. Die Partei Die Linke verfehlt mit 3,5 Prozent erneut den Einzug in den Landtag.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Gruener-Hoehenflug-bei-niedriger-Wahlbeteiligung-5987612.html\">Telepolis<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Die Ergebnisse wirken so, als h&auml;tte es Corona nie gegeben. Aber was soll der W&auml;hler machen? Die FDP oder gar die AfD w&auml;hlen, nur weil diese Parteien die einzige wahrnehmbare Kritik an der Corona-Politik der Bundesregierung vorbringen? <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>&ldquo;Es reicht!&rdquo; &ndash; Corona-Demos in M&uuml;nchen aufgel&ouml;st<\/strong><br>\nUnter dem Motto &ldquo;Es reicht!&rdquo; haben rund 2.500 Menschen in M&uuml;nchen gegen die Corona-Politik demonstriert. Gereicht hat&rsquo;s auch der Polizei. Weil nur 500 Teilnehmer zugelassen waren, hat sie die Demo aufgel&ouml;st. Doch der Protest war damit nicht vorbei.<br>\nRund 2.500 Demonstrantinnen und Demonstranten haben sich nach Angaben der Polizei am Nachmittag auf der M&uuml;nchner Maximilianstra&szlig;e versammelt, um gegen die Corona-Politik der Regierung zu protestieren &ndash; etwa f&uuml;nfmal so viele wie erlaubt. Zugelassen waren nur 500 Teilnehmer.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.br.de\/nachrichten\/bayern\/es-reicht-corona-demo-in-muenchen-aufgeloest,SRXmF7e%20\">BR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung J.K.:<\/strong> Das alte Spiel. Mit dem Vorwurf gegen &bdquo;Hygieneauflagen&ldquo; zu versto&szlig;en kann aktuell grunds&auml;tzlich jede Demonstration aufgel&ouml;st werden. Dabei ist klar, dass sich bei einer Demonstration immer eine Situation finden l&auml;sst, in der Abstandsregeln nicht eingehalten werden. Auch die Beschr&auml;nkung der Teilnehmerzahl macht das Versammlungsrecht zur Farce. Die Wucht einer kollektiven &ouml;ffentlichen Meinungs&auml;u&szlig;erung entfaltet sich ja gerade erst durch eine hohe Zahl an Teilnehmern.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Todesf&auml;lle nach Impfungen in Italien: AstraZeneca-Charge wird konfisziert<\/strong><br>\nNachdem zwei Milit&auml;rangeh&ouml;rige und ein Polizist in Sizilien nach der Impfung mit dem AstaraZeneca-Impfstoff starben, ermittelt nun die Staatsanwaltschaft wegen Verdachts auf Fahrl&auml;ssigkeit. Die betreffende Impfstoff-Charge wird nun von der Polizei konfisziert. (&hellip;)<br>\nBei den Gesundheitsbeh&ouml;rden stehen unterdessen die Telefone nicht mehr still: Zahlreiche Milit&auml;rangeh&ouml;rige und Lehrpersonal zeigten sich besorgt. Die Beh&ouml;rden bef&uuml;rchten, dass viele Impfungen nun abgesagt werden. In Italien haben sechs Millionen Menschen mindestens eine Impfdosis erhalten.<br>\nDen neuen Premierminister Mario Draghi, der erst vor wenigen Tagen eine Beschleunigung der Massenimpfungen angek&uuml;ndigt hatte, d&uuml;rften die Todesf&auml;lle in Sizilien nun unter Druck setzen. Am Donnerstagnachmittag sprach er telefonisch mit EU-Kommissionspr&auml;sidentin Ursula von der Leyen &uuml;ber die j&uuml;ngsten Entwicklungen. Der italienische Gesundheitsminister Robert Speranza versuchte, Bedenken der Bev&ouml;lkerung auszur&auml;umen, und erkl&auml;rte, dass die Regierung &ldquo;sehr auf die Sicherheit der Impfstoffe achtet&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/de.rt.com\/europa\/114312-todesfaelle-nach-impfungen-in-italien-astrazeneca-chargen-konfisziert\/%20\">RT DE<\/a>\n<p><strong>Dazu: Irland: Impfkommission r&auml;t zum vorl&auml;ufigen Stopp von AstraZeneca-Impfungen<\/strong><br>\nDie Impfkommission in Irland hat sich f&uuml;r einen vor&uuml;bergehenden Stopp der Impfungen mit dem Pr&auml;parat von AstraZeneca ausgesprochen. In den vergangenen Tagen hatten mehrere EU-L&auml;nder den Einsatz des Impfstoffes vorl&auml;ufig ausgesetzt. Grund waren F&auml;lle von Blutgerinnseln.<br>\nDer Corona-Impfstoff des britisch-schwedischen Unternehmens AstraZeneca soll in Irland vorerst nicht verabreicht werden. Die Impfkommission im Land hat sich f&uuml;r einen vor&uuml;bergehenden Stopp ausgesprochen.<br>\nGrund seien neue Berichte der norwegischen Arzneimittelbeh&ouml;rde &uuml;ber vier F&auml;lle von schweren Blutgerinnseln nach Verabreichung des Mittels, hie&szlig; es in einer Mitteilung, die am Sonntag auch via Kurznachrichtendienst Twitter ver&ouml;ffentlicht wurde. Darin hei&szlig;t es, dass nicht gefolgert werde, dass es irgendeinen Zusammenhang zwischen dem AstraZeneca-Impfstoff und diesen F&auml;llen gebe. Als Vorsichtsma&szlig;nahme werde aber dennoch vor&uuml;bergehend von der Verabreichung des Pr&auml;parats abgeraten, bis weitere Informationen verf&uuml;gbar seien.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/de.rt.com\/europa\/114339-irland-impfkomission-rat-zum-vorlaufigen\/%20\">RT DE<\/a><\/p>\n<p><strong>Und: Schwere F&auml;lle von Blutgerinnseln: D&auml;nemark setzt Impfungen mit AstraZeneca f&uuml;r 14 Tage aus<\/strong><br>\nNach D&auml;nemarks AstraZeneca-Impfstopp reagierten inzwischen auch weitere EU-L&auml;nder. Auch Norwegen setzte den Einsatz des Impfstoffes des schwedisch-britischen Konzerns vorl&auml;ufig aus, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Dies sei eine &ldquo;Vorsichtsma&szlig;nahme&rdquo;, erkl&auml;rt der Abteilungsleiter f&uuml;r Infektionskrankheiten am norwegischen Institut f&uuml;r &ouml;ffentliche Gesundheit, Geir Bukholm.<br>\nIn Italien etwa k&uuml;ndigte die italienische Medizin-Aufsichtsbeh&ouml;rde AIFA an, die Verwendung bestimmter Chargen des AstraZeneca-Vakzins zu verbieten. Bei der Partie mit der Kennung ABV 2856 habe es einige ernst zu nehmende negative Auswirkungen gegeben. Es handele sich um eine Vorsichtsma&szlig;nahme, da noch kein Zusammenhang zwischen den Vorkommnissen und den Impfungen festgestellt werden konnte, zitiert Reuters die Beh&ouml;rde.<br>\nIn Deutschland empfahl die St&auml;ndige Impfkommission des Robert Koch-Instituts (STIKO) vor wenigen Tagen die Verabreichung des Vakzins auch f&uuml;r Menschen ab 65 Jahren. Ein Sprecher des Bundesgesundheitsministeriums &auml;u&szlig;ert sich nun zur&uuml;ckhaltend zur Entscheidung D&auml;nemarks, Impfungen mit dem Vakzin des britisch-schwedischen Pharmakonzerns zu stoppen. &ldquo;Nach jetzigem Stand gibt es noch keine Hinweise darauf, dass der Todesfall in D&auml;nemark mit einer Corona-Impfung urs&auml;chlich in Verbindung steht.&rdquo; Aktuell untersuchten die europ&auml;ischen Arzneimittelbeh&ouml;rden den Fall.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/de.rt.com\/europa\/114226-schwere-faelle-von-blutgerinnseln-daenemark-setzt-astrazeneca-fuer-14-tage-aus\/%20\">RT DE<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Auff&auml;llig und gut zu beobachten ist erneut, dass Beh&ouml;rden und Medien &bdquo;peinlich bem&uuml;ht (sind; C.R.), auf den Unterschied zwischen einem Todesfall &bdquo;mit der Impfung&ldquo; und &bdquo;durch die Impfung&ldquo; hinzuweisen. Geht es jedoch um Corona-Tote, <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=70084\">gilt dies nicht<\/a>&ldquo;.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Eigenkapitalr&uuml;ckgang bremst Transformation im Aufschwungsjahr 2021<\/strong><br>\nKonjunkturumfrage zeigt bedrohlichen Trend f&uuml;r digitalen und gr&uuml;nen Wandel (&hellip;)<br>\nMit Blick auf die negativen finanziellen Auswirkungen der Corona-Pandemie nennen in der j&uuml;ngsten Erhebung unter mehr als 30.000 Unternehmen 27 Prozent der Befragten als Hauptproblem den Eigenkapitalr&uuml;ckgang &ndash; damit rangiert dieser Effekt noch deutlich vor Liquidit&auml;tsengp&auml;ssen (20 Prozent). (&hellip;)<br>\nEin genauerer Blick auf die einzelnen Industriebranchen tr&uuml;bt die Hoffnung auf unternehmerische Investitionen in eine digitale und gr&uuml;ne Transformation auf breiter Front eher weiter ein. Dies gilt insbesondere f&uuml;r den Fahrzeugbau samt Zulieferindustrien, die nicht nur erheblich zur Wertsch&ouml;pfung in Deutschland beitragen, sondern auch als eine der ersten Branchen die Transformation stemmen.<br>\nVon den branchen&uuml;bergreifend 27 Prozent der Unternehmen, die einen Eigenkapitalr&uuml;ckgang als das dr&auml;ngendste Finanzierungsproblem nennen, heben sich Zulieferindustrien wie etwa der hochwertige Maschinenbau (31 Prozent), die Hersteller von KfZ-Teilen und Zubeh&ouml;r (32 Prozent) sowie der Werkzeugmaschinenbau (42 Prozent) deutlich ab.<br>\nIm Gr&ouml;&szlig;envergleich zeigt sich zudem, dass in Zulieferbetrieben des Fahrzeugbaus mit weniger als 20 Besch&auml;ftigten die Kapitaldecke nochmals merklich st&auml;rker schmilzt. So klagen beispielsweise 36 Prozent der kleineren Betriebe des hochwertigen Maschinenbaus oder 30 Prozent der Hersteller von Datenverarbeitungsger&auml;ten (in der Elektrotechnik sind es &uuml;ber alle Gr&ouml;&szlig;enklassen hinweg 23 Prozent) &uuml;ber schwindendes Eigenkapital als gro&szlig;es finanzielles Problem.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.dihk.de\/de\/aktuelles-und-presse\/aktuelle-informationen\/eigenkapitalrueckgang-bremst-transformation-im-aufschwungsjahr-2021-37508%20\">DIHK<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>&bdquo;Das erinnert an die Finanzkrise&ldquo;<\/strong><br>\nRudolf Hickel ist einer der profiliertesten deutschen Volkswirte. Ein Gespr&auml;ch zum Fall Greensill, der f&uuml;r viele Kommunen zum Debakel wird. (&hellip;)<br>\nDie Einlagen der Sparer*innen sind durch die Einlagensicherung 100 Prozent gesch&uuml;tzt. Was ist denn da so gef&auml;hrlich an Greensill?<br>\nDeren globales Gesch&auml;ftsmodell l&ouml;st gro&szlig;e Sch&auml;den aus. So &uuml;bernimmt Greensill Forderungen aus Lieferungen an Unternehmen. Diese erworbenen Forderungen werden dann zu weltweit handelbaren Investmentpapieren verpackt. Solche Lieferketten-Finanzierungs-Fonds sind toxisch. Und sie erinnern an die Finanzkrise, die im Jahr 2007 durch &auml;hnliche Wertpapiere auf Immobilien ausgel&ouml;st worden war. Offenbar haben viele Banken und Versicherungen in aller Welt in Greensill-Lieferketten-Fonds investiert. So meldete die Schweizer Gro&szlig;bank Credit Suisse, dass sie nun vier Investmentfonds von Greensill schlie&szlig;t und verantwortliche Manager entl&auml;sst. Es geht allein hier um etwa 10 Milliarden Euro.<br>\nGie&szlig;en, Monheim, Osnabr&uuml;ck, Nordenham: Die Liste der Kommunen, die bei Greensill Geld versenkt haben, wird immer l&auml;nger.<br>\nDie Liste der &ouml;ffentlichen Anleger ist spannend. Auch &ouml;ffentlich-rechtliche Anstalten der ARD wie der NDR und der SR sind dabei. &Uuml;ber 50 Kommunen sollen betroffen sein. Allein die Stadt Osnabr&uuml;ck ist nach Angaben ihres Stadtk&auml;mmerers mit 14 Millionen Euro im Insolvenzrisiko. Da haben die Stadtk&auml;mmer*innen ihre vor&uuml;bergehenden Liquidit&auml;ts&uuml;bersch&uuml;sse der Greensill Bank anvertraut. Und f&uuml;r diese Gelder wollten sie ein wenig Zinsen kassieren beziehungsweise Minuszinsen bei anderen Banken vermeiden. Im Gegensatz zu privaten Sparguthaben sind Einlagen von Gebietsk&ouml;rperschaften seit 2017 nicht durch die Einlagensicherung gesch&uuml;tzt. Ein Google-Klick h&auml;tte gereicht, diese Risiken in Erfahrung zu bringen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/taz.de\/Finanzexperte-ueber-Greensill-Bank\/!5757743\/%20\">taz<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Parlamentarische Demokratie war gestern &ndash; morgen kommt CETA<\/strong><br>\nUm es ganz klar zu sagen: CETA ist ein Angriff auf die Demokratie, den ich, obwohl ich mich intensiv mit TTIP besch&auml;ftigt habe, niemals f&uuml;r m&ouml;glich gehalten h&auml;tte. (&hellip;)<br>\nWarum? CETA, ein sogenanntes &bdquo;modernes&ldquo; Handelsabkommen, entscheidet nicht nur &uuml;ber Zollsenkungen &bdquo;an der Grenze&ldquo;, es beseitigt auch sogenannte &bdquo;unn&ouml;tige Handelshemmnisse&ldquo; im Verbraucher- und Gesundheitsschutz, also  gesetzliche Regeln, die innerhalb der L&auml;nder wirken. Dazu geh&ouml;ren etwa Sicherheitsbestimmungen f&uuml;r Pestizide, Hygiene-Kontrollen und Produktwarnungen. Also alles Themen, die unser t&auml;gliches Leben ganz direkt betreffen. Aber: Nicht demokratisch gew&auml;hlte Abgeordnete entscheiden &uuml;ber diese Bestimmungen, sondern B&uuml;rokraten aus Kanada und der EU-Kommission in sogenannten &bdquo;Vertragskomitees&ldquo;.<br>\nUnsere Recherchen belegen schon jetzt, dass die Qualit&auml;t von Hygiene-Kontrollen beim Import von Fleisch oder die Sicherheitsstandards von Pestiziden, also wichtige Regulierungen f&uuml;r den Gesundheitsschutz, von diesen CETA-Komitees abgesenkt werden k&ouml;nnen. Und niemand wei&szlig;,  welche gesetzlichen Regelungen die geheimen Handelsb&uuml;rokraten in Zukunft noch beschlie&szlig;en werden.<br>\nOhne demokratische Kontrolle, denn:\n<ul>\n<li>Das EU-Parlament wird nicht beteiligt <\/li>\n<li>Die Beratungen sind nicht &ouml;ffentlich <\/li>\n<li>Die detaillierten Protokolle der Beratungen sind vertraulich <\/li>\n<li>Beschlossene Regelungen kann die EU nicht einseitig aufheben ohne internationales Recht zu brechen <\/li>\n<\/ul>\n<p>Wir wollen diese undemokratische Praxis  verhindern. Bitte helfen Sie uns dabei. (&hellip;)<br>\nSie werden sich fragen: Warum gibt es eigentlich keinen riesigen Proteststurm gegen diese demokratiefeindliche Praxis? Ehrlich gesagt, wir verstehen es auch nicht. Mit unserem Protest stehen wir ziemlich allein auf weiter Flur da. Medien, Wissenschaft? Fehlanzeige! Aber noch haben nicht alle Mitgliedstaaten CETA ratifiziert, auch Deutschland nicht. Sagt ein einziger Mitgliedsstaat &bdquo;nein&ldquo;, ist CETA vom Tisch.<br>\nKonzerne und starke Wirtschaftsinteressen jedoch haben die Handelsvertr&auml;ge als Mittel entdeckt, sich unter dem Vorwand des Freihandels  die l&auml;stigen B&uuml;rger und ihre Parlamente vom Leib zu halten. Wir m&uuml;ssen die Parlamentarier &uuml;berzeugen, dass sie sich mit der Bef&uuml;rwortung von CETA selbst entmachten, und damit auch uns, das Volk! Internationaler Handel geht auch mit Demokratie!<br>\nMit CETA und den sogenannten modernen Handelsvertr&auml;gen erreicht der Konzern-Lobbyismus eine v&ouml;llig neue Stufe: CETA ist das wahre Paradies f&uuml;r Lobbyisten. Man versucht erst gar nicht, die Parlamente zu beeinflussen &ndash; man braucht sie gar nicht mehr.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.foodwatch.org\/index.php?id=48390&amp;no_cache=1&amp;utm_source=CleverReach&amp;utm_medium=email&amp;utm_campaign=11-03-2021+2021-03-12_Marketing+NL_Ceta_fett&amp;utm_content=Mailing_13843171%20\">foodwatch<\/a><\/p>\n<p><strong>Dazu: Rechtsgutachten &uuml;bt scharfe Kritik am CETA-Freihandelsabkommen<\/strong><br>\nDie Verbraucherorganisation foodwatch, die beim Bundesverfassungsgericht gegen das Freihandelsabkommen CETA der EU mit Kanada klagt, hat ein Rechtsgutachten ver&ouml;ffentlicht. Danach weist das Abkommen schwere demokratische Defizite auf und k&ouml;nnte den Gesundheits- und Verbraucherschutz in Europa aush&ouml;hlen.<br>\nDas Abkommen hat zwar noch nicht die notwendige Ratifizierung durch die nationalen Parlamente durchlaufen, wird aber bereits seit 2017 vorl&auml;ufig angewendet. Nur die besonders umstrittenen Sondergerichte f&uuml;r Investorenklagen gegen Staaten sind davon ausgenommen.<br>\nAufgrund des Abkommens wurden verschiedene Aussch&uuml;sse eingerichtet, in denen Vertreterinnen der EU-Kommission und der kanadischen Regierung weitreichende Entscheidungen treffen k&ouml;nnen, etwa &uuml;ber Hygienekontrollen beim Import von Fleisch oder die Anerkennung der Gleichwertigkeit von Sicherheitsstandards f&uuml;r Pestizide. Eine demokratische Kontrolle durch das EU-Parlament oder die nationalen Parlamente der Mitgliedstaaten gibt es dabei nicht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/norberthaering.de\/news\/foodwatch-ceta\/\">Norbert H&auml;ring<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Strompreise runter!<\/strong><br>\nDie Reaktor-Katastrophe von Fukushima (Japan) vor zehn Jahren hat in Deutschland auch dem Letzten die unkalkulierbaren Risiken der Kernenergie vor Augen gef&uuml;hrt. Die Energiewende ist f&uuml;r viele B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger allerdings vor allem zu einer Preiswende geworden.<br>\nDie Strompreise in Deutschland sind inzwischen Weltspitze. Kaum irgendwo sonst sind sie h&ouml;her. Daran hat die schlecht umgesetzte und fast ausschlie&szlig;lich von B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rgern finanzierte Energiewende gro&szlig;en Anteil. F&uuml;r eine Familie sind die Stromkosten seit Fukushima um fast 30 Prozent gestiegen. Aber nicht, weil die Strompreise sich sehr verteuert h&auml;tten, sondern weil der Staat vielfach als Preistreiber agiert. Ohne Steuern und Abgaben w&auml;re der Strompreis in zehn Jahren lediglich um drei Prozent gestiegen. Das ist ein verheerendes Ergebnis der Energiepolitik in Deutschland.<br>\nDie Strom- und Energiepreise sind inakzeptabel hoch. Drei Millionen Menschen heizen im Winter nicht ausreichend, weil sie sich das nicht leisten k&ouml;nnen. Die Stromkosten gehen durch die Decke. Die Pandemie wird f&uuml;r viele zu drastischen Rechnungen f&uuml;hren, weil viel Zeit in den eigenen vier W&auml;nden verbracht werden musste. Um die Geldb&ouml;rse zu schonen, sollte die Stromsteuer f&uuml;r Privathaushalte abgeschafft und die EEG-Umlage grundlegend reformiert werden. Au&szlig;erdem braucht es ein besonders g&uuml;nstiges Grundkontingent. Strom und Energie d&uuml;rfen in einem der reichsten L&auml;nder kein Luxusgut werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.dietmar-bartsch.de\/2021\/03\/12\/strompreise-runter\/?fbclid=IwAR2kMWHokbt-qD5cVxo9Nvy-n0heu9SExMyTRI_yu8nh1zO7yu9wmTtll-g%20\">Dietmar Bartsch<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>60+ auf dem deutschen Arbeitsmarkt: Drei Millionen sozialversicherungspflichtig Besch&auml;ftigte sind es schon. Und es werden noch sehr viel mehr werden (m&uuml;ssen)<\/strong><br>\nEs gibt Entwicklungen, die schon lange, bevor die Corona-Krise &uuml;ber uns gekommen ist, Thema waren &ndash; und die nicht verschwinden werden wie (hoffentlich) die Pandemie. Entwicklungen, die fundamentale Verschiebungen widerspiegeln und die wir nicht wegdiskutieren, sondern im g&uuml;nstigsten Fall gestalten k&ouml;nnen.<br>\nDazu geh&ouml;rt die aus demografischen Gr&uuml;nden seit l&auml;ngerem beobachtbare massive Verschiebung der Altersstruktur der (sozialversicherungspflichtig) Besch&auml;ftigten in unserem Land. &Auml;ltere Semester werden sich noch erinnern: In den 1980er Jahren entstanden zahlreiche Initiativen mit unterschiedlichen Angeboten, die etwas gegen die damals grassierende Jugendarbeitslosigkeit machen wollten. Und es gab damals aus den Reihen der geburtenstarken Jahrg&auml;nge (Mitte der 1950 bis Mitte der 1960er Jahre) zahlreiche junge Menschen, die auch mit einem Hochschulstudium in der Arbeitslosigkeit landeten oder mit viel Aufwand an den Arbeitsmarkt &bdquo;angepasst&ldquo; werden mussten. Aber die damals Jungen sind inzwischen &auml;lter geworden und sie schieben sich als die quantitativ au&szlig;ergew&ouml;hnlich gro&szlig;e Generation auf der Zeitachse nach rechts:<br>\nUnd so ver&auml;ndern sich die Angebots-Nachfrage-Relationen auf den Arbeitsm&auml;rkten erheblich. Man muss nachvollziehen, dass die hohe Jugendarbeitslosigkeit und die zahlreichen Fr&uuml;hverrentungsprogramme der 1980er bis in die 1990er Jahre hinein als zwei Seiten einer Medaille auch die Tatsache reflektiert haben, dass sich die Unternehmen bei einer Vielzahl an j&uuml;ngeren Arbeitnehmern bedienen konnten, weil es gen&uuml;gend von ihnen gab (zugleich konnte man sich durch eine Sozialisierung der &bdquo;Freisetzungskosten&ldquo; g&uuml;nstig von den &auml;lteren Arbeitnehmern trennen). Das hat sich zwischenzeitlich &ndash; wenn auch nicht f&uuml;r alle Branchen und Unternehmen, so aber doch f&uuml;r viele &ndash; grundlegend gewandelt, was man beispielhaft an der seit einigen Jahren anschwellenden Debatte &uuml;ber zunehmende Mismatch-Probleme auf dem &bdquo;Ausbildungsmarkt&ldquo; ablesen kann. Und an der Tatsache, dass die fr&uuml;her zu einer eigenen Normalit&auml;t gewordene faktische Altersgrenze von 60 Jahren f&uuml;r den &Uuml;bertritt in den Ruhestand auch aufgrund der zwischenzeitlich vorgenommenen &bdquo;Rentenreformen&ldquo;, die im Kern mehrere Rentenk&uuml;rzungen waren, vorbei ist, denn die meisten Arbeitnehmer k&ouml;nnen sich vorzeitige &Uuml;berg&auml;nge in die Rente aufgrund der damit verbundenen lebenslangen Abschl&auml;gen bei sowieso &uuml;berschaubaren Altersrenten gar nicht leisten, sie sind gezwungen, so lange wir m&ouml;glich auf ihren Arbeitspl&auml;tzen &bdquo;durchzuhalten&ldquo;, um dann sp&auml;ter &uuml;ber die Runden kommen zu k&ouml;nnen. An diesem grundlegenden Trend &auml;ndern auch tempor&auml;re Ausnahmen wie die sogenannte &bdquo;Rente mit 63&ldquo; (f&uuml;r nur einige wenige Jahrg&auml;nge) nichts.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/aktuelle-sozialpolitik.de\/2021\/03\/13\/60-plus-auf-dem-deutschen-arbeitsmarkt\/%20\">Aktuelle Sozialpolitik<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Richterin am Amtsgericht Ludwigsburg zerpfl&uuml;ckt Corona-Verordnung<\/strong><br>\nIn einem spektakul&auml;ren Urteil hat eine Richterin des Ludwigsburger Amtsgerichts die Corona-Verordnung von Baden-W&uuml;rttemberg f&uuml;r verfassungswidrig erkl&auml;rt. Der Angeklagte, der gegen die Abstandsregel versto&szlig;en haben soll, wurde freigesprochen.<br>\nDer Fall klingt zun&auml;chst unspektakul&auml;r: Ende Januar ist vor dem Ludwigsburger Amtsgericht ein Mann angeklagt, weil er im vergangenen Mai gegen die Corona-Verordnung des Landes versto&szlig;en haben soll. Anstatt nur mit einer Person, die nicht aus dem eigenen Haushalt stammt &ndash; was damals erlaubt war &ndash;, soll er mit zwei in der Ludwigsburger Innenstadt unterwegs gewesen sein sollen. Au&szlig;erdem soll er dabei nicht auf die Sicherheitsabst&auml;nde geachtet haben.<br>\nSo banal und allt&auml;glich der Fall, so ungew&ouml;hnlich ist das Urteil, das jetzt bekannt geworden ist. Die Richterin hat den Mann nicht nur freigesprochen, sondern die Urteilsbegr&uuml;ndung auch f&uuml;r eine Art Generalabrechnung mit der Corona-Verordnung des Landes genutzt. Diese sei verfassungswidrig. Die Richterin z&auml;hlt gleich eine ganze Palette an Problemen auf, die sie in der Verordnung, die mehrfach ver&auml;ndert wurde, sieht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.lkz.de\/lokales\/stadt-ludwigsburg_artikel,-richterin-am-amtsgericht-ludwigsburg-zerpflueckt-corona-verordnung-_arid,628632.html\">Ludwigsburger Kreiszeitung<\/a>\n<p><strong>passend dazu: Berliner Richter reicht Verfassungsbeschwerde in Karlsruhe gegen deutsche Pandemie-Politik ein<\/strong><br>\nIn erster Linie geht es ihm um die angeordnete Aussetzung der Grundrechte. Schleiter meint dazu:<br>\n&ldquo;Durch die Pandemiebek&auml;mpfung sind &uuml;ber 80 Prozent aller Grundrechte betroffen. Die m&uuml;ssen alle abgewogen werden, und diese Abw&auml;gung sehe ich nicht.&rdquo;<br>\nEng damit verkn&uuml;pft ist die De-facto-Ausschaltung der Parlamente einerseits und das Machtmonopol der Exekutive andererseits:<br>\n&ldquo;Wenn man den grundgesetzlichen Ma&szlig;stab des Parlamentsvorbehalts anwendet, dann ist v&ouml;llig klar, dass das, was wir gegenw&auml;rtig erleben, verfassungswidrig ist. [&hellip;] Die Eingriffe sind so fl&auml;chendeckend und tiefgreifend, dass das nicht einfach der Verordnungsgeber regeln darf, also die Exekutive. Der ganze Prozess der Rechtsetzung ist darauf angelegt, pluralistisch zu sein. Daf&uuml;r steht die Diskussion im Parlament, daf&uuml;r stehen die Lesungen. Da gibt es Kritik, da gibt es Vorschl&auml;ge, und dann gibt es einen Referentenentwurf. Das gefundene Gesetz ist so h&auml;ufig ein Kompromiss, ein Ausgleich zwischen berechtigten Interessen. Der findet momentan gar nicht statt.&rdquo;<br>\nBei der Beschreibung des aktuellen Ist-Zustandes nimmt Schleiter kein Blatt vor dem Mund:<br>\n&ldquo;Was gerade in Deutschland stattfindet, hat eine Dimension, die man sich eigentlich nur in einer Notstandsverfassung vorstellen kann. [&hellip;] Die Rechtswirklichkeit &auml;hnelt der einer Notstandsverfassung, aber unter Unterlaufen des gesetzlichen Gef&uuml;ges.&rdquo;<br>\nBesonders kritisch sieht er die De-facto-Ausschaltung des F&ouml;deralismus, der nicht zuletzt aus der historischen Erfahrung des Faschismus und dem damit verbundenen Leid resultiert:<br>\n&ldquo;Das F&ouml;deralismusprinzip will auch sicherstellen, dass Grundrechtseingriffe nur dort stattfinden, wo es n&ouml;tig ist. Wir haben eben keinen zentralistischen Staat &ndash; aus gutem Grund, wie das Dritte Reich zeigt. Jetzt erlassen zwar formal die L&auml;nder ihre Verordnungen &ndash; aber nach einem Abstimmungsprozess in einem Gremium, das im Grundgesetz nicht vorgesehen ist. [&hellip;] Es geht nicht, dass die Bundeskanzlerin da einen Entwurf vorlegt und den auch durchzuboxen versucht, und dann hei&szlig;t es in den Nachrichten: Die Kanzlerin hat sich durchgesetzt. Sie darf gar nicht derart Einfluss nehmen.&rdquo; (&hellip;)<br>\nWas er sich von den Verfassungsw&auml;chtern w&uuml;nsche?<br>\n&ldquo;Karlsruhe k&ouml;nnte sagen: Ja, die Sachverhaltsaufkl&auml;rung weist durchgreifende M&auml;ngel auf, der Parlamentsvorbehalt wurde missachtet, die Bund-L&auml;nder-Konferenz ist in dieser Form verfassungswidrig, und der Verh&auml;ltnism&auml;&szlig;igkeitsgrundsatz wurde verletzt &ndash; wir m&uuml;ssen nachbessern. Wir auferlegen den Beteiligten &ndash; das w&auml;ren dann Bund und L&auml;nder &ndash; bis zum Soundsovielten, die Rechtslage entsprechend unserer Entscheidung anzupassen.&rdquo;<br>\nNicht zuletzt stellt er sich die f&uuml;r alle Bewohner des Landes entscheidende Frage:<br>\n&ldquo;In welcher Gesellschaft wollen wir leben? In einem Sicherheitsstaat, um es euphemistisch zu formulieren? Oder in einem freiheitlichen Staat, wo ein differenziertes Ausbalancieren zwischen den einzelnen Grundrechten gegeben ist &ndash; und wo die Freiheit eine erhebliche Betonung hat? Ich pers&ouml;nlich m&ouml;chte lieber in dem zweiten Staat leben.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/de.rt.com\/inland\/114299-berliner-richter-reicht-verfassungsbeschwerde-in-karlsruhe-ein\/%20\">RT DE<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Wenn F&uuml;rsorge in Entm&uuml;ndigung kippt<\/strong><br>\nWird eine Sp&auml;tfolge der Corona-Pandemie der R&uuml;ckbau von demokratischen Prozessen und B&uuml;rgerrechten sein? Diese Frage treibt nicht nur selbst ernannte Querdenker oder rechte Verschw&ouml;rungsschwurbler um. L&auml;ngst &auml;u&szlig;erten sich ernsthafte Linksliberale wie Jakob Augstein, Heribert Prantl oder Julian Nida-R&uuml;melin besorgt. Und da gab es den Begriff &ldquo;Verweilverbot&rdquo; noch gar nicht. Damit untersagt man Bewohnern einer Stadt, sich nach Belieben im &ouml;ffentlichen Raum aufzuhalten &ndash; aus reiner F&uuml;rsorglichkeit, versteht sich. (&hellip;)<br>\nDas &ldquo;Durchregieren&rdquo; ohne l&auml;stige Debatten und Kompromisse ist akzeptabel geworden. Ganz ernsthaft wird unter Akademikern und Intellektuellen diskutiert, ob das nicht die L&ouml;sung vieler Probleme und ein legitimer Weg zu vielen Zielen sei. Auch hier werden gerne Vernunft und Wissenschaft bem&uuml;ht, um die schlimme heutige und die sch&ouml;ne neue Welt zu skizzieren: Klimawandel, Verkehrswende, Zersiedelung, Gesundheitsschutz, Tierwohl (&hellip;)<br>\nWie wir seit George Orwells Roman &ldquo;1984&rdquo; wissen, beginnt die schleichende Freiheitsberaubung damit, Worten und Begriffen eine neue Bedeutung zu geben. So wird nun die Wiedergew&auml;hrung von Grundrechten &ndash; etwa f&uuml;r Geimpfte &ndash; als &ldquo;Privileg&rdquo; diffamiert. Wer aber schon Rechtsg&uuml;ter wie Versammlungs- und Bewegungsfreiheit f&uuml;r Privilegien h&auml;lt, ist auch nicht zimperlich, die freie Wahl von Verkehrsmitteln, Nahrung, Behausung oder Reisezielen einzuschr&auml;nken. Im Spannungsfeld zwischen Selbstbestimmung und mutma&szlig;lichem Gemeinwohl zeigt sich, wie gesund unsere Demokratie noch ist.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.e-pages.dk\/weserkurier\/161985\/article\/1316286\/2\/5\/render\/?token=5764e1c42963908f5b17eaeb5519a4d6&amp;vl_platform=ios&amp;vl_app_id=com.newscope.weserkurier.PDFReader&amp;vl_app_version=4.2.0%20\">Weser-Kurier<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Klare Kante gegen Lobby-Skandale: Gesetze versch&auml;rfen!<\/strong><br>\nBei CDU und CSU reihen sich Lobby-Skandale am laufenden Band: Masken-Deals, bestechliche Abgeordnete, geheime Parteispenden f&uuml;r ein Dinner mit Minister Spahn&hellip; Zugleich verhindert die Union schon seit Jahren, dass sch&auml;rfere Gesetze solchen Ausw&uuml;chsen einen Riegel vorschieben.<br>\nJetzt im beginnenden Wahlkampf versprechen die Unions-Chefs, intern &bdquo;aufzur&auml;umen&ldquo; &ndash; doch das reicht nicht. Wir brauchen strengere Regeln f&uuml;r Abgeordnete, abschreckende Strafen f&uuml;r Verst&ouml;&szlig;e, Begrenzung von Parteispenden und umfassende Transparenz per Gesetz! (&hellip;)<br>\nDer Reformstau bei der Lobbyregulierung und Korruptionsverh&uuml;tung ist riesig. Laschet und S&ouml;der m&uuml;ssen die &Auml;rmel weit hochkrempeln:<br>\nIm ersten Schritt muss die Union die erheblichen L&uuml;cken beim Lobbyregister schlie&szlig;en und f&uuml;r eine saubere Umsetzung des Regelwerks sorgen. Dazu geh&ouml;rt auch ein Lobby-Fu&szlig;abdruck, der sichtbar macht, welche Lobbytermine in Gesetzgebungsprozessen stattfinden. Bisher will die Union das auf die lange Bank schieben &ndash; nicht mit uns!<br>\nF&uuml;r saubere Politik brauchen wir au&szlig;erdem strengere, verbindliche Regeln f&uuml;r alle Abgeordneten: Bezahlte Lobby-Nebent&auml;tigkeiten sind strikt zu verbieten &ndash; mit empfindlichen Strafen bei Verst&ouml;&szlig;en. Einnahmen aus anderen Nebent&auml;tigkeiten sind mit genauem Betrag offenzulegen, ebenso wie Unternehmensbeteiligungen und Aktienoptionen, die im Fall Amthor eine Rolle spielten.<br>\nAuch dubiose Geldfl&uuml;sse an Parteien m&uuml;ssen endlich ein Ende haben. Zuletzt versuchte ein CDU-Lobbyist, Zahlungen f&uuml;r ein Spenden-Dinner mit Minister Spahn gezielt geheim zu halten: Die Spender sollten jeweils 9.999 Euro spenden, haarscharf unterhalb der Meldepflicht. Wir verlangen, Parteispenden und -sponsoring umfassend offenzulegen und gesetzlich zu begrenzen.<br>\nUnd weil die sch&ouml;nsten Regeln unn&uuml;tz sind, wenn niemand sie durchsetzt, sagen wir auch: Deutschland braucht eine unabh&auml;ngige Beh&ouml;rde, die die Einhaltung der Lobby-Regeln kontrolliert und Verst&ouml;&szlig;e strikt ahndet. Die Bundestagsverwaltung, die dem CDU-Politiker Wolfgang Sch&auml;uble untersteht, kann das nicht mit der gebotenen Neutralit&auml;t leisten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.lobbycontrol.de\/2021\/03\/klare-kante-gesetze-verschaerfen\/%20\">LobbyControl<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Weit weg, unsicher, komplex?<\/strong><br>\nDennoch scheint die Klimakrise f&uuml;r viele Menschen hier zu Lande weit weg zu sein. Wie psychologische Forschung zeigt, tr&auml;gt nicht zuletzt eine verfehlte Kommunikation zu dieser paradoxen Situation bei. So, wie Politiker, Experten und Journalisten aktuell &uuml;ber die Klimakrise sprechen, holen sie viele Menschen nach wie vor nicht ab. Diese sehen den Klimawandel &ndash; trotz all der verf&uuml;gbaren Informationen dar&uuml;ber, welche gravierenden Auswirkungen er haben wird &ndash; nicht als dringendes Problem an und widmen sich stattdessen lieber anderen Themen. Dahinter stecken psychologische Mechanismen, die uns davon abhalten, das zu tun, was aus rationaler Sicht notwendig w&auml;re. Die gute Nachricht: Mit Hilfe der wissenschaftlichen Erkenntnisse l&auml;sst sich lernen, so &uuml;ber die Auswirkungen des Klimawandels zu sprechen, dass es ein Umdenken ansto&szlig;en kann.<br>\nVielleicht sind Sie bei pers&ouml;nlichen Gespr&auml;chen &uuml;ber die Klimakrise in Ihrem Umfeld bereits auf Menschen gesto&szlig;en, mit denen eine solche Unterhaltung schwerf&auml;llt. So habe ich etwa einen Bekannten, nennen wir ihn Thomas. Er ist Mitte 40, zweifacher Vater und Lehrer, singt im Kirchenchor seiner Gemeinde, g&auml;rtnert leidenschaftlich und unternimmt gern Tagesausfl&uuml;ge mit dem Auto. Er ist ein offener Mensch und findet Klimaschutz prinzipiell richtig. Aber er ist der Meinung, dass die Klimabewegung &uuml;bertreibt und die bisherigen politischen Ma&szlig;nahmen das Problem schon l&ouml;sen werden. (&hellip;)<br>\nDass Auftreten und Ausma&szlig; des Klimawandels als unsicher empfunden werden, h&auml;ngt auch mit der akademischen Sprache zusammen. Ein Team um David Budescu machte 2009 deutlich: Laien verstehen die Wahrscheinlichkeitsangaben in Berichten des Weltklimarats (IPCC) ganz anders, als die Forscher beabsichtigen. F&uuml;r Letztere ist wissenschaftliche Unsicherheit normal; es geh&ouml;rt zum guten Ton, aufzuz&auml;hlen, was in einer Untersuchung noch nicht ber&uuml;cksichtigt und fraglich ist. Im Alltag hat der Begriff Unsicherheit eine andere Bedeutung. Dadurch kann der Eindruck entstehen, man k&ouml;nne den Ergebnissen nicht trauen. Eine linguistische Analyse offenbarte 2015, dass die Berichte des Weltklimarats sogar kryptischer sind als andere Fachpublikationen. Dabei haben sie den Anspruch, publikumsgerecht und politikrelevant, aber nicht politikvorschreibend zu sein. Die Kommunikation muss verst&auml;ndlicher werden, fordern daher Psychologen der Universit&auml;t Heidelberg um Dorothee Amelung. Daf&uuml;r sei es wichtig, die Menge an Informationen auf ein kognitiv handhabbares Ma&szlig; zu reduzieren und gleichzeitig sicherzustellen, dass alles Wesentliche enthalten ist.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spektrum.de\/news\/klimakrise-weit-weg-unsicher-komplex\/1839031%20\">Spektrum.de<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Der Klimawandel ver&auml;ndert die Jahreszeiten<\/strong><br>\nDie &ldquo;Ph&auml;nologie&rdquo; ist die &ldquo;Lehre von den Erscheinungen&rdquo;: Es geht um den j&auml;hrlichen Wachstumszyklus von Pflanzen und Tieren: Ph&auml;nologen interessieren sich beispielsweise f&uuml;r den Beginn der Blattentfaltung, f&uuml;r den Beginn der Bl&uuml;te, f&uuml;r den Beginn der Blattverf&auml;rbung, das Ende des Laubfalls.<br>\nDie &auml;lteste ph&auml;nologische Beobachtungsreihe ist mehr als 1.300 Jahre alt: Seit dem Jahr 705 wird in Japan von Gelehrten des kaiserlichen Hofes &ldquo;Sakura&rdquo; dokumentiert, der Tag, an dem die Kirschbl&uuml;te beginnt. Um einzelne Extremjahre auszugleichen, werden in der Ph&auml;nologie wie in der Klimaforschung Durchschnittswerte &uuml;ber l&auml;ngere Zeitr&auml;ume gebildet &ndash; wie auch in der Klimaforschung. Seit etwa 1800 begann die durchschnittliche Bl&uuml;te in Kyoto immer am 106. Tag. Doch Mitte des 20. Jahrhunderts bricht die Kurve Linie pl&ouml;tzlich ein: Die Kirschbl&uuml;te beginnt immer &ouml;fter immer fr&uuml;her, im Jahr 2019 entfalteten die Knospen ihre rosa Farbe in der Kaiserstadt bereits am 86. Tag des Jahres. Japans Wetteragentur legte in ihrem &ldquo;Climate Chance Monitoring Report&rdquo; 2017 dar, dass die Kirschen in den letzten sechs Jahrzehnten jedes Jahr fr&uuml;her bl&uuml;hten, mit einem Trend von einem Tag fr&uuml;her pro Jahrzehnt. (&hellip;)<br>\nUm die Dramatik mal am Kuckuck zu illustrieren: 9.000 Flugkilometer legt der Vogel aus seinem Winterquartier in Afrika zur&uuml;ck, um p&uuml;nktlich Anfang Mai Deutschland, seine Kinderstube, zu erreichen &ndash; jedes Jahr. Weil der Fr&uuml;hling aber immer eher beginnt, sind seine &ldquo;Wirtsv&ouml;gel&rdquo; &ndash; Teichrohrs&auml;nger, Grasm&uuml;cken, Bachstelzen &ndash; da l&auml;ngst hier und br&uuml;ten. Denn diese Teilzieher fliegen im Winter weniger weit gen S&uuml;den, sind viel eher zur&uuml;ck, ihr Brutbeginn richtet sich nach Temperatur, Nahrungsangebot, nach ph&auml;nologischem Fr&uuml;hlingsbeginn. Vielerorts sind sie l&auml;ngst Eltern, wenn der fernreisende Kuckuck bei uns eintrifft, er findet dann niemanden mehr, dem er seine Eier unterschieben kann. In Deutschland steht der Kuckuck mittlerweile mit einer Vorwarnung auf der &ldquo;Roten Liste&rdquo; der bedrohten Arten. Weniger als 69.000 Paare soll es hierzulande noch geben, Tendenz abnehmend.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.piqd.de\/klimawandel\/der-klimawandel-verandert-die-jahreszeiten%20\">piqd<\/a>\n<p><strong>Dazu: Verschlimmert der Amazonas-Regenwald heute schon die Klimakrise?<\/strong><br>\nDer Regenwald am Amazonas k&ouml;nnte bereits jetzt mehr klimasch&auml;dliche Gase in die Atmosph&auml;re entlassen, als er aufnimmt. Das ist das Ergebnis einer Studie, &uuml;ber die National Geographic gerade berichtet (eigentlich wollte ich nicht mehr so viel auf Englisch piqen, aber in deutschen Medien habe ich dar&uuml;ber [noch] nichts gefunden).<br>\nF&uuml;r das Klima w&auml;re das ziemlich dramatisch, denn die tropischen W&auml;lder, so wie der am Amazonas, sind global wichtige Kohlenstoffsenken. Hei&szlig;t: Sie bremsen die Erderw&auml;rmung, indem sie sehr viel Kohlendioxid aufnehmen und speichern. Zumindest dachte man das bislang. Wenn das am Amazonas tats&auml;chlich nicht mehr der Fall w&auml;re, verl&ouml;re die Erde einen ihrer wichtigsten Klima-Puffer.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.piqd.de\/klimawandel\/verschlimmert-der-amazonas-regenwald-heute-schon-die-klimakrise\">piqd<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>&raquo;Not in my Backyard&laquo;: Wohin mit dem Atomm&uuml;ll?<\/strong><br>\nJahrzehntelang k&auml;mpften die Bewohner des Wendlandes gegen den Bau eines Atomm&uuml;llendlagers in Gorleben. Ende September vergangenen Jahres konnten sie endlich aufatmen: Bei der neu begonnenen Suche nach einem geeigneten Standort wurde der Salzstock, der 1977 ohne wissenschaftliche Grundlage auf Dr&auml;ngen der sozialdemokratischen Bundesregierung unter Helmut Schmidt durch den nieders&auml;chsischen Ministerpr&auml;sidenten Ernst Albrecht per &bdquo;Fingerzeig&ldquo; ausgew&auml;hlt worden war,[1] anhand umfangreicher wissenschaftlicher Kriterien von der Bundesgesellschaft f&uuml;r Endlagerung (BGE) bereits im ersten Schritt als ungeeignet aussortiert. Im Gegenzug wies die BGE zahlreiche Fl&auml;chen in ganz Deutschland als potentiell m&ouml;gliche Endlagerstandorte aus.<br>\nDie Freude in Gorleben ist gro&szlig;, das Problem der Atomm&uuml;llentsorgung aber bleibt &ndash; und sorgt f&uuml;r neuen Streit. Denn Gorleben liegt nun tats&auml;chlich fast &bdquo;&uuml;berall&ldquo; und der Geist des Widerstands k&ouml;nnte wiedererwachen.[2] Heftige ablehnende Reaktionen auf den BGE-Bericht folgten umgehend in jenen beiden Bundesl&auml;ndern, die von der Endlagersuche in diesem fr&uuml;hen Stadium besonders stark betroffen sind: Bayern und Niedersachsen. Doch auch in Nordrhein-Westfalen und im Osten Deutschlands widersprachen zahlreiche Politiker dem BGE-Bericht fundamental.[3]<br>\nDie Endlagersuche k&ouml;nnte daher in diesem &bdquo;Superwahljahr&ldquo; ein hei&szlig;es Wahlkampfthema werden. L&auml;nder- wie Parteienegoismen w&auml;ren allerdings Gift f&uuml;r einen offenen, wissenschaftsbasierten Suchprozess.[4] Ob sich B&uuml;rgerinitiativen, die Lokalpolitik oder sogar Bundesl&auml;nder auf eine NIMBY-Haltung (&bdquo;Not in my Backyard&ldquo;) zur&uuml;ckziehen oder ob das neue Suchverfahren mit den Partizipationsangeboten &uuml;berzeugt, das h&auml;ngt von einer Reihe von Faktoren ab. Ein besonders wichtiger Aspekt ist neben der Wissenschaftlichkeit und der Abwehr politischer Einflussnahme die absolute Transparenz der Abw&auml;gungsprozesse. Im Hinblick auf den gesuchten &bdquo;Standort mit der bestm&ouml;glichen Sicherheit&ldquo; muss die am Ende betroffene Bev&ouml;lkerung die Suche einerseits als fair und wissenschaftsbasiert (statt politisch gesetzt) bewerten und den letztendlichen Standort andererseits als den unter den gegebenen Umst&auml;nden bestm&ouml;glichen ansehen. &bdquo;Sonst wird dieser Standort aller Voraussicht nach am Widerstand der dortigen Bev&ouml;lkerung scheitern&ldquo;, warnt der Bundesverband Mediation.[5]<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.blaetter.de\/ausgabe\/2021\/maerz\/not-in-my-backyard-wohin-mit-dem-atommuell%20\">Bl&auml;tter<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Erinnerung an eine Zukunft<\/strong><br>\nGehen wir doch mal umgekehrt 25 Jahre zur&uuml;ck &ndash; in den November 1995. Gab es da eine positive politische Vision &ndash; vielleicht bis in den November 2020 hineinreichend?<br>\nWir schreiben den 15. November 1995. In Mannheim regnet es. Ein SPD-Parteitag findet statt, an den keine gr&ouml;&szlig;eren Erwartungen gekn&uuml;pft werden. Rudolf Scharping will als Parteivorsitzender wiedergew&auml;hlt werden, um in drei Jahren ein zweites Mal als Kanzlerkandidat gegen Kohl anzutreten &ndash; und wahrscheinlich wieder zu verlieren. Das Internet gibt es schon; sehr pr&auml;sent ist es im Parteitagssaal aber noch nicht. Auch Handys sieht man kaum; nur Exoten haben schon eins. Aber es soll ein Leitantrag verabschiedet werden &ndash; ein politisches Konzept f&uuml;r die Zukunft.<br>\nDer Vorsitzende der Antragskommission geht ans Rednerpult: Oskar Lafontaine, als guter Redner bekannt. Gleichwohl pr&auml;gt zun&auml;chst noch Gemurmel den Saal. Langsam wird es ruhiger. Nach einem Rededesaster von Rudolf Scharping am Vortag hoffen die Delegierten auf Besseres.<br>\nDer Redner k&uuml;ndigt an, zur Wirtschafts- und Besch&auml;ftigungspolitik, zur geplanten Europ&auml;ischen W&auml;hrungsunion sowie zur Au&szlig;enpolitik zu reden. Er spricht sich f&uuml;r eine nachfrageorientierte Politik und f&uuml;r Arbeitszeitverk&uuml;rzung aus, was zun&auml;chst wenig &uuml;berraschend, aber ein klares Gegenkonzept zur dominierenden angebotsorientierten Sichtweise ist. Rasch wird deutlich, dass &uuml;ber die klassischen sozialdemokratischen Grundsatzforderungen hinaus im Zentrum der Rede alternative Konzepte stehen.<br>\n25 Jahre sp&auml;ter muss man sagen: Die zentralen Vorschl&auml;ge, die der Parteitag bejubelte, wurden sp&auml;ter nicht umgesetzt, obwohl es Gelegenheit dazu gegeben h&auml;tte. Wie s&auml;he die Welt heute aus, h&auml;tte man das Konzept der Mannheimer Rede reale Politik werden lassen? (&hellip;)<br>\nAber trotzdem: Was w&auml;re, wenn die Worte der Mannheimer Rede Fleisch geworden w&auml;ren? Sechs exemplarische Punkte:<br>\nErstens: Das heutige Deutschland st&auml;nde an vorderster Stelle f&uuml;r den solaren Umbau; dadurch w&auml;re die Energiewende in Europa ungleich st&auml;rker vorangekommen.<br>\nZweitens: Dem Land und zum gro&szlig;en Teil auch dem Kontinent w&auml;re viel an neoliberaler Politik erspart geblieben. Es ginge &ouml;konomisch vern&uuml;nftiger und sozial gerechter zu: Statt durch einen Niedriglohnsektor w&auml;re das Gemeinwesen heute durch nachfrageorientierte Politik und eine gerechte Verteilung der Arbeit gepr&auml;gt. Die Gesellschaft w&auml;re weniger gespalten.<br>\nDrittens: Europa w&auml;re stabiler, der Euro in einer besseren Verfassung, das Vertrauen innerhalb Europas zu Deutschland gr&ouml;&szlig;er, der Zusammenhalt innerhalb der EU st&auml;rker. Wahrscheinlich w&auml;re es auf dieser Basis m&ouml;glich geworden, zu einer gemeinsamen humanit&auml;ren Fl&uuml;chtlingspolitik zu kommen.<br>\nViertens: Das Verh&auml;ltnis des Westens zu Russland w&auml;re ein besseres; es h&auml;tte entscheidende Schritte hin zu einer gesamteurop&auml;ischen Friedensordnung unter Einschluss des Gro&szlig;staates gegeben.<br>\nF&uuml;nftens: Dem Kontinent w&auml;ren sinnlose Milit&auml;reins&auml;tze mit deutscher Beteiligung erspart geblieben. Deutschland w&auml;re stattdessen Friedensmacht und ein starker Faktor gegen globale Militarisierung.<br>\nSechstens: Das Parteiensystem w&auml;re &uuml;bersichtlicher: gepr&auml;gt durch eine starke Sozialdemokratie und einen stabilen konservativ-demokratischen Block; die AfD g&auml;be es vermutlich nicht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/archiv.ossietzky.net\/22-2020&amp;textfile=5326\">Ossietzky<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Der Krieg geht weiter: Erneute Eskalation in der Ostukraine<\/strong><br>\nIn der Ostukraine geht der Krieg offensichtlich weiter. Bereits Ende Februar kam es zu neuen Auseinandersetzungen. Nun berichten Donezk und Lugansk &uuml;ber weiteren Beschuss durch die ukrainische Armee. Die ukrainische Seite best&auml;tigt die Meldungen teilweise. (&hellip;)<br>\nZu den Kampfhandlungen kam es trotz des im Juli 2020 zus&auml;tzlich in Kraft getretenen Waffenstillstandsabkommen. Am 12. Februar r&auml;umte der Sprecher der ukrainischen Delegation bei der Trilateralen Kontaktgruppe Aleksei Arestowitsch ein, dass die ukrainische Armee trotz des Waffenstillstands das Feuer im Donbass er&ouml;ffnet hatte.<br>\nDer Bruch des Waffenstillstandes sorgt im Nachbarland Russland f&uuml;r Beunruhigung. Dmitri Peskow, Pressesprecher des russischen Pr&auml;sidenten, kommentierte die Situation wie folgt:<br>\n&ldquo;Eine Zunahme der Spannung an einem solchen Brennpunkt ist nat&uuml;rlich m&ouml;glicherweise eine Provokation. Angesichts der aggressiven Position der ukrainischen Streitkr&auml;fte sind wir nat&uuml;rlich besorgt.&rdquo;<br>\nZuvor hatte der ukrainische Pr&auml;sident Wladimir Selenskij erkl&auml;rt, weiterhin zu pers&ouml;nlichen Treffen mit Teilnehmern des Normandie-Quartetts zur Beilegung des Konflikts bereit zu sein, falls die Verhandlungen im Rahmen der Kontaktgruppe erneut aufgeschoben werden.&Uuml;berdies k&uuml;ndigte das ukrainische Pr&auml;sidialamt einen Friedensplan f&uuml;r die Beilegung des Konflikts im Donbass an, der von Berlin und Paris eingereicht worden sein soll. Das russische Au&szlig;enministerium dementierte dies jedoch und erkl&auml;rte, hier&uuml;ber sei nichts bekannt. (&hellip;)<br>\nDie selbst ernannten Republiken vermuten, dass Kiew eine gro&szlig; angelegte Offensive vorbereitet. Hierf&uuml;r sollen neue Kr&auml;fte an die Kontaktlinie gebracht werden. Die ukrainische Hauptstadt best&auml;tigt diese Information zum Teil. Am 22. Februar erkl&auml;rte Ruslan Homtschak, Oberbefehlshaber der Streitkr&auml;fte der Ukraine, dass die Armee an einem Angriffsszenario in st&auml;dtischen Umgebungen arbeite.<br>\nIn den vergangenen Tagen wurden Videos, in denen Milit&auml;rtransporte aus verschiedenen ukrainischen Regionen zu sehen sind, in sozialen Netzwerken ver&ouml;ffentlicht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/de.rt.com\/europa\/114257-krieg-geht-weiter-erneute-bewaffnete\/%20\">RT DE<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>R&uuml;ckkehr der Lichtgestalt<\/strong><br>\nLula da Silva ist wieder da. Nach der Annullierung der Urteile gegen ihn k&ouml;nnte nun alles auf das Gigantenduell Lula gegen Bolsonaro hinauslaufen. (&hellip;)<br>\nDie Polarisierung eines solchen Walkampfes w&auml;re enorm: Lula und Bolsonaro sind die Antipoden der brasilianischen Politik.<br>\nIn seiner ersten Rede am Mittwoch schlug Lula einen staatsm&auml;nnischen und vers&ouml;hnlichen Ton an, auch wenn er die aktuelle Regierung scharf kritisierte. Dabei g&auml;be es f&uuml;r Lula durchaus Gr&uuml;nde, w&uuml;tend zu sein: auf eine einseitige Berichterstattung der stark konzentrierten Medienlandschaft in Brasilien, die statt gr&uuml;ndlich zu recherchieren den Mythos des korrupten Ex-Pr&auml;sidenten und seiner Partei verbreitete. Auf eine Justiz, die trotz aller vorliegenden Beweise erst Jahre sp&auml;ter &ouml;ffentlich die Verfahrensfehler anerkennt und die Befangenheit des Richters diskutiert. Auf konservative Parteien, die in den Anti-Petismus (Bewegung, die sich gegen die Arbeiterpartei PT richtet) einstimmten und Bolsonaro unterst&uuml;tzten. Und auf eine Politik, die zu einer Katastrophe im Gesundheits- und Umweltbereich, zu einem Abbau sozialer Rechte, zur Verabschiedung vom Multilateralismus und zu einem R&uuml;ckbau der Demokratie gef&uuml;hrt hat. Die Liste lie&szlig;e sich fortsetzen.<br>\nDie Arbeiterpartei PT (Partido dos Trabalhadores) und Lula wurden zum Symbol f&uuml;r alles Negative, ungeachtet offensichtlicher Erfolge in der Sozial- und Wirtschaftspolitik, die Millionen aus der Armut half, der Anti-Rassismus-Politik, einer Verbesserung des Gesundheits- und Bildungssystems, und obwohl Brasilien zu einem geachteten und gefragten Partner auf der Weltb&uuml;hne wurde.<br>\nAllerdings &auml;nderte sich auch in den wirtschaftlich starken Jahren mit steigenden Einkommen, einer Verringerung der Armut und dem Sinken des Gini-Index die strukturelle Ungleichheit nur langsam. Als dann in den Jahren der Rezession ab 2014 viele Brasilianer &ouml;konomisch wieder abrutschten und Korruptionsskandale die politische Elite ersch&uuml;tterten, wurde die PT zum S&uuml;ndenbock abgestempelt. Die hierdurch entstandene extreme Polarisierung h&auml;lt bis heute an.<br>\nDie Rede Lulas zeigt: Er wird die Politik der Bolsonaro-Regierung  kritisieren, aber zeigt sich auch offen f&uuml;r Gespr&auml;che au&szlig;erhalb des eigenen Lagers und als jemand, der das Land einen will. Das zeigt sich auch an aufgeschlossenen Worten Richtung Wirtschaft, Milit&auml;r oder konservativen Kr&auml;ften. Ob ihm das gelingen wird, ist eine andere Frage. Zwar ist Lula mit Abstand der aussichtsreichste Herausforderer von Bolsonaro, aber zugleich lehnt ihn ein gro&szlig;er Teil der Bev&ouml;lkerung ab. Ein erster Schritt w&auml;re die Einheit der linken und progressiven Kr&auml;fte.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.ipg-journal.de\/regionen\/lateinamerika\/artikel\/rueckkehr-der-lichtgestalt-5041\/%20\">Christoph Heuser in IPG<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>&ldquo;Das war ein Staatsverbrechen&rdquo;: So geht es Gustl Mollath heute<\/strong><br>\nVor zehn Jahren erschien in den N&uuml;rnberger Nachrichten der erste Beitrag &uuml;ber den Psychiatrie-Fall des N&uuml;rnbergers Gustl Mollath. Daraus entwickelte sich einer der gr&ouml;&szlig;ten Justiz-Skandale der Bundesrepublik. Einer der engagiertesten Unterst&uuml;tzer des heute 64-J&auml;hrigen, Wilhelm Schl&ouml;tterer, hat jetzt ein Buch &uuml;ber die Ereignisse ver&ouml;ffentlicht. (&hellip;)<br>\nWo und wie leben Sie heute?<br>\nMollath: Ich war die vergangenen Jahre immer unterwegs bei Bekannten und habe mir &uuml;berlegt: Wo macht es Sinn, Fu&szlig; zu fassen? Finnland soll ja ein ganz lebenswertes und interessantes Land sein. Das will ich mir jetzt mal genauer anschauen. In meinem fr&uuml;heren Beruf in der Fahrzeugrestaurierung k&ouml;nnte ich dort sicher arbeiten. (&hellip;)<br>\nIn Ihre Heimatstadt N&uuml;rnberg zieht es Sie nicht zur&uuml;ck?<br>\nMollath: Ich bin mit meinem Geburtsort und der Region schon sehr verwurzelt, aber so, wie sich die politische Situation im Land entwickelt, bin ich sehr skeptisch.<br>\nWie das?<br>\nMollath: Ich gehe davon aus, dass ein gewisser Markus S&ouml;der Kanzler wird. Dann muss man davon ausgehen, dass ein Florian Herrmann, der gegenw&auml;rtige Chef der bayerischen Staatskanzlei, Ministerpr&auml;sident wird. Der leitete damals den Untersuchungsausschuss im Landtag in meinem Fall und hat dort das Verhalten der Justiz und der Politik rundherum gerechtfertigt. Was da in Zukunft zu erwarten ist, das will ich nicht direkt miterleben m&uuml;ssen. Die negative Entwicklung im Staat werden die beiden weiter befeuern.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nordbayern.de\/region\/das-war-ein-staatsverbrechen-so-geht-es-gustl-mollath-heute-1.10860240%20\">nordbayern<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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