{"id":7081,"date":"2010-10-15T09:37:22","date_gmt":"2010-10-15T07:37:22","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=7081"},"modified":"2010-10-15T09:37:52","modified_gmt":"2010-10-15T07:37:52","slug":"hinweise-des-tages-1249","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=7081","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Herbstgutachten zur Konjunktur; Strategische Rohstoffe: Deutschland beschw&ouml;rt Gefahr aus China; Der Weltbankenverband schafft sich ab; Reinhard Bispinck: Niedrigl&ouml;hne und der Flickenteppich von (unzureichenden) Mindestl&ouml;hnen in Deutschland; Niedriglohnsektor und strukturelle Arbeitslosigkeit; Zeitarbeit wird zum Massenph&auml;nomen; Ende des Lohndumpings; Diagnose: Salamitaktik; EC-Kartenfirma durchleuchtet 14 Millionen Deutsche; Rechnungshof Baden-W&uuml;rtenberg; Von Horst Seehofer bis Samuel Huntington; Rechtsextremismus-Studie: Fanatismus auf dem Vormarsch; An der Pforte zum Terror; Volker Bouffier: &bdquo;Ich m&ouml;chte keine Massenzuwanderung&ldquo;; Studie zu Rechtsextremismus &ldquo;Westerwelle hat Sarrazin den Weg bereitet&rdquo;; Drei Suizide in NRW-Gef&auml;ngnissen; Schlichtung Gei&szlig;ler; Der Wundermann; Stuttgart21 &ndash; Ist das Ende der Gespr&auml;che gekommen? Friedenspflicht nur f&uuml;r die Gegner!; Das Dilemma der unternehmerischen Universit&auml;t; Stefan K&uuml;hl: Wie der Bologna-Prozess ein B&uuml;rokratie-Monster produzieren konnte; Negativpreis: Lobby-W&auml;chter k&uuml;ren Europas dreisteste Strippenzieher; Bergung der Kumpel in Chile: Der Haken an der Inszenierung; Frank-Markus Barwasser: Kantig, fr&auml;nkisch, gut.<br>\n(MB\/WL)<br>\n<!--more--><\/p><p>Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante aktuelle Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen. Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"#h01\">Herbstgutachten zur Konjunktur<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h02\">Strategische Rohstoffe: Deutschland beschw&ouml;rt Gefahr aus China<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h03\">Der Weltbankenverband schafft sich ab<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h04\">Reinhard Bispinck: Niedrigl&ouml;hne und der Flickenteppich von (unzureichenden) Mindestl&ouml;hnen in Deutschland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h05\">Niedriglohnsektor und strukturelle Arbeitslosigkeit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h06\">Zeitarbeit wird zum Massenph&auml;nomen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h07\">Ende des Lohndumpings<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h08\">Diagnose: Salamitaktik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h09\">EC-Kartenfirma durchleuchtet 14 Millionen Deutsche<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h10\">Rechnungshof Baden-W&uuml;rtenberg<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h11\">Von Horst Seehofer bis Samuel Huntington<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h12\">Rechtsextremismus-Studie: Fanatismus auf dem Vormarsch<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h13\">An der Pforte zum Terror<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h14\">Volker Bouffier: &bdquo;Ich m&ouml;chte keine Massenzuwanderung&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h15\">Studie zu Rechtsextremismus &ldquo;Westerwelle hat Sarrazin den Weg bereitet&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h16\">Drei Suizide in NRW-Gef&auml;ngnissen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h17\">Schlichtung Gei&szlig;ler18<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h18\">Der Wundermann<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h19\">Stuttgart21 &ndash; Ist das Ende der Gespr&auml;che gekommen? Friedenspflicht nur f&uuml;r die Gegner!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h20\">Nochmals Wirtschaftsnobelpreis<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h21\">Das Dilemma der unternehmerischen Universit&auml;t<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h22\">Stefan K&uuml;hl: Wie der Bologna-Prozess ein B&uuml;rokratie-Monster produzieren konnte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h23\">Negativpreis: Lobby-W&auml;chter k&uuml;ren Europas dreisteste Strippenzieher<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h24\">Bergung der Kumpel in Chile: Der Haken an der Inszenierung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h25\">Frank-Markus Barwasser: Kantig, fr&auml;nkisch, gut<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Herbstgutachten zur Konjunktur: Deutsche Wirtschaft im &ldquo;XL-Aufschwung&rdquo;<\/strong><br>\nDeutschlands Wirtschaft bleibt in &uuml;beraus starker Verfassung: Die f&uuml;hrenden Forschungsinstitute rechnen f&uuml;r dieses Jahr mit einem Wachstum von 3,5 Prozent. F&uuml;r 2011 gehen die Forscher in ihrem Herbstgutachten von einem Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 2,0 Prozent aus. Das Gutachten wurde heute in Berlin vorgestellt. Dank der guten Entwicklung der Wirtschaft d&uuml;rfte die Zahl der Arbeitslosen 2010 demnach im Schnitt unter drei Millionen sinken &ndash; und auf den tiefsten Stand seit 1992. (&hellip;) Auch hat der Wirtschaftsminister verk&uuml;ndet, es sei Zeit f&uuml;r kr&auml;ftige Lohnerh&ouml;hungen. Gut m&ouml;glich also, dass auch die Arbeitnehmer vom Aufschwung profitieren. Die Besch&auml;ftigten in der Stahlbranche konnten sich bereits &uuml;ber ein stattliches Lohnplus freuen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stern.de\/wirtschaft\/news\/herbstgutachten-zur-konjunktur-deutsche-wirtschaft-im-xl-aufschwung-1613738.html\">Stern<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers G.K.:<\/strong> Anl&auml;sslich des Herbstgutachtens der wirtschaftsnahen Forschungsinstitute l&auml;sst auch der Stern jegliche kritische Berichterstattung vermissen. W&auml;hrend z.B. tagesschau.de in einer Artikel&uuml;berschrift wahrheitswidrig das &ldquo;St&auml;rkste Wachstum seit Jahrzehnten&rdquo; ausruft (im Jahre 2000 betrug das BIP-Wachstum ebenfalls 3,5%, um Jahre 2006 3,6%), schwelgt der Stern im &ldquo;XL-Aufschwung&rdquo;. Zwar machen die Medien darauf aufmerksam, dass das f&uuml;r 2010 prognostizierte BIP-Wachstum hierzulande mit 3,5% im internationalen Vergleich &uuml;berdurchschnittlich hoch ausf&auml;llt. Es wird von den Medien jedoch zumeist verschwiegen, dass der Wachstumseinbruch in Deutschland im vergangenen Jahr ebenfalls &uuml;berdurchschnittlich hoch ausgefallen war. Der Stern schreibt: &ldquo;Dank der guten Entwicklung der Wirtschaft d&uuml;rfte die Zahl der Arbeitslosen 2010 demnach im Schnitt unter drei Millionen sinken &ndash; und auf den tiefsten Stand seit 1992.&rdquo; Der NachDenkSeiten-Beitrag &ldquo;<a href=\"\/?p=6354#h02\">Statistisches Bundesamt: Rund neun Millionen Menschen w&uuml;nschen sich (mehr) Arbeit<\/a>&rdquo; zeigt, in welch hohem Ma&szlig;e die offiziell ausgewiesenen Arbeitslosendaten die tats&auml;chliche Lage auf dem Arbeitsmarkt verschleiern.<br>\nBez&uuml;glich des l&auml;ngerfristigen Entwicklungstrends bei den Arbeitsmarktdaten und der von den Medien bejubelten Zahl der in den vergangenen Jahren neu geschaffenen Arbeitsstellen schreibt das Neue Deutschland unter der &Uuml;berschrift &ldquo;<a href=\"\/?p=6620#h06\">Dichtung und Wahrheit des Besch&auml;ftigungswunders<\/a>&ldquo;:<br>\n&ldquo;Statistiker entdecken die &raquo;Vollbesch&auml;ftigteneinheit&laquo; als neue Grundlage f&uuml;r die Erwerbslosenzahlen. Die realen Erwerbslosenzahlen sind viel h&ouml;her als es die offizielle Statistik Monat f&uuml;r Monat angibt. Nun hat der Staat eine neue Berechnungsmethode gefunden &ndash; sie &auml;hnelt einer, die schon in der DDR angewendet wurde. Um diese Vielzahl von Erwerbspersonentypen zu b&uuml;ndeln, sei eine Neuberechnung zu &raquo;Vollzeit&auml;quivalenten&laquo; erforderlich. Die verschiedenen Erwerbst&auml;tigengruppen werden dabei nach dem Ma&szlig; ihrer Beteiligung am Erwerbsprozess gewichtet. Das Bild des deutschen Besch&auml;ftigungswunders ver&auml;ndert sich schlagartig, werden die auf diese Art und Weise berechneten Erwerbst&auml;tigenzahlen genutzt. Der bisher ausgewiesene Zuwachs von 1,9 Millionen Arbeitspl&auml;tzen im Zeitraum zwischen 1999 und 2008 schrumpft nach diesen Berechnungen auf etwa ein F&uuml;nftel, n&auml;mlich nur noch auf 382 000 zus&auml;tzliche Vollzeit&auml;quivalente. (&hellip;) Leider liegen aktuellere Daten f&uuml;r 2009 und 2010 nicht vor. Angesichts dieser Zahlen von einem Besch&auml;ftigungswunder zu sprechen, ist pure Heuchelei.&rdquo;<br>\nDie letztverf&uuml;gbaren Daten des Jahres 2008 beziehen sich auf die Zeit, als sich die Wirtschaftskrise noch nicht auf dem Arbeitsmarkt ausgewirkt hatte. Dies ist ein Indiz daf&uuml;r, dass sich die aktuelle Lage auf dem Arbeitsmarkt &auml;hnlich darstellt wie zum damaligen Zeitpunkt. Im &uuml;brigen wird die im ND-Beitrag beschriebene Berechnungsmethodik auch in der Unternehmenspraxis h&auml;ufig zur Ermittlung vergleichbar gerechneter Besch&auml;ftigungsdaten herangezogen. Diese Berechnungsmethodik zeigt, dass die seit 1999 in gro&szlig;em Umfang stattgefundene Umwandlung von Vollzeitarbeitspl&auml;tzen in Teilzeit- und Minijobs sowie die Einf&uuml;hrung der 1-Euro-Jobs zu einer drastischen Aufh&uuml;bschung der Erwerbst&auml;tigen- sowie der Arbeitslosenstatistik gef&uuml;hrt hat. Die Arbeitslosenstatistik &ldquo;profitiert&rdquo; dar&uuml;ber hinaus von sog. &ldquo;statistischen Bereinigungen&rdquo;. Der Terminus &ldquo;statistische Manipulationen&rdquo; umschreibt diesen Sachverhalt jedoch treffender.<br>\nWeiter hei&szlig;t es im Stern-Beitrag: &ldquo;Auch hat der Wirtschaftsminister verk&uuml;ndet, es sei Zeit f&uuml;r kr&auml;ftige Lohnerh&ouml;hungen. Gut m&ouml;glich also, dass auch die Arbeitnehmer vom Aufschwung profitieren.&rdquo; Zu Bundeswirtschaftsminister Br&uuml;derle stellt die Financial Times Deutschland unter der &Uuml;berschrift &ldquo;<a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/deutschland\/:lohnpolitik-bruederle-nichts-als-wohlfeile-rhetorik\/50179951.html\">Br&uuml;derle &ndash; nichts als wohlfeile Rhetorik<\/a>&rdquo; fest:<br>\n&ldquo;Der FDP-Minister hat ein gewaltiges Glaubw&uuml;rdigkeitsproblem, wenn er sich pl&ouml;tzlich im Lichte des Aufschwungs sonnt und sich zum Anwalt der Lohn- und Gehaltsempf&auml;nger macht. Denn jenseits solch wohlfeiler Rhetorik sind es gerade Br&uuml;derle und seine Parteifreunde, die arbeitsmarktpolitische Vorhaben torpedieren. Das gilt zum einen f&uuml;r die Gleichbehandlung von Leiharbeitern, wo die FDP so lange Wartefristen fordert, dass kaum ein Leiharbeiter in den Genuss der Gleichbehandlung k&auml;me. Zum anderen, und das ist ein Fehler, bremst die FDP seit jeher beim Thema Mindestlohn. Eine fl&auml;chendeckende gesetzliche Untergrenze ist mit ihr gleich gar nicht zu machen. Und selbst wenn in einzelnen Branchen wie der Zeitarbeit Gewerkschaften und Arbeitgeber gemeinsam darum bitten, tarifliche Mindestl&ouml;hne f&uuml;r allgemein verbindlich zu erkl&auml;ren, lehnt Br&uuml;derle das ab. Dabei w&auml;re dies immerhin ein Bereich, in dem der Wirtschaftsminister &uuml;ber sch&ouml;ne Worte hinaus tats&auml;chlich etwas f&uuml;r ordentliche L&ouml;hne tun k&ouml;nnte. Doch das scheint ihm nicht so zu liegen.&rdquo;<br>\nZur diesj&auml;hrigen Entwicklung der L&ouml;hne und Geh&auml;lter schreibt der Stern: &ldquo;Die Besch&auml;ftigten in der Stahlbranche konnten sich bereits &uuml;ber ein stattliches Lohnplus freuen.&rdquo; Von diesem Lohnplus in der Stahlbranche sowie generell von den Ergebnissen der Tarifverhandlungen profitieren jedoch nur jene Besch&auml;ftigten, deren Unternehmen tarifgebunden sind oder sich zumindest an Tarifvertr&auml;gen orientieren. Die Tarifbindung der deutschen Unternehmen ist jedoch seit vielen Jahren r&uuml;ckl&auml;ufig. Auch Minijobber und Teilzeitbesch&auml;ftigte profitieren mit h&auml;ufig wohl nur sehr eingeschr&auml;nkt von Tariflohnsteigerungen.<br>\nZudem d&uuml;rften sich auch beim aktuellen Aufw&auml;rtstrend der Wirtschaft die L&ouml;hne und Geh&auml;lter der Gering-, Durchschnitts- und Spitzenverdiener sehr unterschiedlich entwickeln. So hei&szlig;t es in einem Beitrag der Frankfurter Rundschau unter Bezugnahme auf die Entwicklung der realen L&ouml;hne und Geh&auml;lter im 2. Quartal 2010 unter der &Uuml;berschrift &ldquo;<a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/wirtschaft\/bank-boni-als-motor\/-\/1472780\/4667822\/-\/index.html\">Bank-Boni als Motor<\/a>&ldquo;: &ldquo;Der Anstieg verliert allerdings viel von seinem Glanz, wenn man die Ergebnisse genauer unter die Lupe nimmt. (&hellip;) Die Zuw&auml;chse sind ungleich verteilt. 850.000 Besch&auml;ftigte der Versicherungs- und Finanzdienstleister erhalten im Schnitt 7,4 Prozent mehr &ndash; der st&auml;rkste Zuwachs von allen Wirtschaftszweigen. Von dem 7,4-prozentigen Rekord kassierten die rund 100.000 Leitenden Bankangestellten (die sogenannte Leistungsgruppe 1) das meiste. Ihr Einkommen wuchs dank der Boni und Gewinnbeteiligungen um 36 Prozent auf durchschnittlich 9.338 Euro monatlich. Am anderen Ende steht &bdquo;Verkehr und Lagerhaltung&ldquo;, hier sank der Bruttomonatsverdienst um 0,4 Prozent binnen Jahresfrist.&rdquo; Im kommenden Jahr sollen sich die Nettol&ouml;hne und -geh&auml;lter nominal um 2,4 Prozent erh&ouml;hen. Nach Abzug der Teuerung verbliebe ein reales Plus von 1,0 Prozent. Es darf vermutet werden, da&szlig; wegen der wieder steigenden Unternehmensgewinne die F&uuml;hrungskr&auml;fte &uuml;berproportionale Gehaltszuw&auml;chse verzeichnen werden und somit der reale Anstieg der Nettol&ouml;hne und -geh&auml;lter der durchschnittlich und gering verdienenden Arbeitnehmer weniger als 1 Prozent betragen d&uuml;rfte.<br>\nZur Entwicklung der Sozialleistungen in 2011 hei&szlig;t es im Gemeinschaftsgutachten der wirtschaftsnahen Forschungsinstitute: &ldquo;Die monet&auml;ren Sozialleistungen werden sich merklich um 0,7% verringern. Zwar d&uuml;rften die gesetzlichen Altersrenten &ndash; anders als im laufenden Jahr &ndash; zur Jahresmitte wieder etwas angehoben werden. Die an die Arbeitslosigkeit gekoppelten Transferleistungen gehen aber deutlich zur&uuml;ck. Hinzu kommen fiskalische Konsolidierungsma&szlig;nahmen. So werden bei der Arbeitslosenversicherung Pflichtleistungen in Ermessensleistungen umgewandelt. Aufgrund der Streichung der Rentenversicherungsbeitr&auml;ge f&uuml;r die Bezieher von Arbeitslosengeld II werden die Leistungen (&hellip;) sinken.&rdquo;<br>\nInflationsbereinigt hei&szlig;t dies: Die Sozialleistungen werden real um ca. 2 Prozent sinken.<br>\nFAZIT: Nahezu s&auml;mtliche Mainstream-Medien gefallen sich allem Anschein nach in ihrer sch&ouml;nf&auml;rberischen &ldquo;Wirtschaftswunder&rdquo;-Berichterstattung. Diese Medien tragen somit zur Verschleierung der tats&auml;chlichen Lage bei und betreiben absichtlich oder unabsichtlich das Gesch&auml;ft der schwarz-gelben Bundesregierung.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Strategische Rohstoffe: Deutschland beschw&ouml;rt Gefahr aus China <\/strong><br>\nPeking kontrolliere &ldquo;weltweit zunehmend den Zugang zu strategischen Rohstoffvorkommen, was langfristig Versorgungsengp&auml;sse insbesondere bei seltenen Metallen&rdquo; in Europa bef&uuml;rchten lasse, hei&szlig;t es in einem Positionspapier, das der Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft am Mittwoch vorstellte. In Zentralasien sichere Peking mit &ldquo;aggressiven Finanzierungspraktiken&rdquo; die eigene Versorgung. Neben dem Streit &uuml;ber die W&auml;hrungspolitik droht ein weiterer heftiger Wirtschaftskonflikt zwischen China und dem Westen. &ldquo;Sie haben unsere vor&uuml;bergehende Schw&auml;chephase genutzt und sich mit einer subventionierten Finanzierung Marktanteile gesichert&rdquo;, sagte der scheidende Ost-Ausschuss-Vorsitzende Klaus Mangold. China kontrolliert mehr als 90 Prozent mancher seltenen Metalle und hatte die Exportquoten zuletzt verringert.<br>\nAuch bei Eisenerz und Kohle verknappt China als weltweit gr&ouml;&szlig;ter Verbraucher das Angebot und treibt so die Kosten f&uuml;r die Industrie. Der Eisenerzpreis legte in den vergangenen Monaten im Vergleich zum Vorjahr um mehr als 120 Prozent zu. Gro&szlig;e Engp&auml;sse erwarten Stahlhersteller auch bei der Versorgung mit Kohle. &ldquo;In f&uuml;nf bis zehn Jahren wird Kohle in guten Qualit&auml;ten deutlich teurer sein als Eisenerz&rdquo;, hei&szlig;t es in einer Studie von Credit Suisse. Vor allem in Zentralasien bringe China Rohstoffvorkommen offensiv unter seine Kontrolle, klagt der Ost-Ausschuss. Peking nutze dabei die Vorteile einer Staatswirtschaft, sagte Mangold: &ldquo;Die Chinesen zeigen, dass sie als staatlich gelenktes System in der Krise antizyklisch handeln k&ouml;nnen.&rdquo; In Kasachstan oder Usbekistan decke sich China mit strategisch wichtigen Rohstoffen ein und biete daf&uuml;r Kredite &ldquo;quasi zum Nulltarif&rdquo;. F&uuml;r Ver&auml;rgerung sorgt in der deutschen Wirtschaft auch der Eindruck, dass sich China mit politischer R&uuml;ckendeckung Vorteile beim Marktzugang verschafft. Das Papier des Ost-Ausschusses f&uuml;hrt zahlreiche Beispiele in Osteuropa und Zentralasien auf, in denen chinesische Firmen sich mithilfe von Krediten weit unter dem Marktzins Exportgesch&auml;fte oder Infrastrukturauftr&auml;ge gesichert h&auml;tten. Hinzu k&auml;men die &ldquo;niedrigen Lohnkosten f&uuml;r chinesische Arbeitskr&auml;fte&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/deutschland\/:strategische-rohstoffe-deutschland-beschwoert-gefahr-aus-china\/50182245.html?mode=print\">FTD<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Da wachsen den Transformationstheoretikern endlich neue Aufgabenfelder zu, nachdem die Planwirtschaft sowjetischen Typs sich mit den Zusammenbruch der Sowjetunion erledigt hatte. Nur dass dieses Mal die Frage lautet, wieviel Plan, wieviel Staat braucht eine Marktwirtschaft um gegen eine Volkswirtschaft zu bestehen, deren Glaubensbekenntnis eben nicht lautet: &ldquo;Das Aufkaufen von Rohstoffen ist in Deutschland nicht Staatsangelegenheit, sondern Sache der Unternehmen&rdquo;. Wobei sich die zentral gelenkten Strategien Chinas nicht nur auf den Rohstoffaufkauf beschr&auml;nken. Ein neuer dritter Weg zwischen Markt und Plan?<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Der Weltbankenverband schafft sich ab<\/strong><br>\nViele Kabarettisten beschwerten sich zu Helmut Kohls Zeiten, dieser Kanzler mache sie arbeitslos, da er fleischgewordene Realsatire sei. &Auml;hnlich empfinden derzeit Kritiker der heutigen Bankenlandschaft, da das System sein Wesen so offen zur Schau tr&auml;gt, dass es keines investigativen Journalismus mehr bedarf. Die am vergangenen Sonntag vom Weltbankenverband IIF unter Josef Ackermann ver&ouml;ffentlichte Presseerkl&auml;rung ist daf&uuml;r ein zitatreiches Beispiel.<br>\nDer Verband leitet seine Brandschrift in diplomatisch wenig vollendeter Manier mit Aufforderungen und Vorw&uuml;rfen ein. Beim n&auml;chsten G20-Treffen sollten die globalen Regierungs- und Regulierungseliten doch bitte &ldquo;hoch koordinierte und multilaterale Bem&uuml;hungen starten, um die gro&szlig;en &ouml;konomischen, wechselkurstechnischen und finanzregulatorischen Fragen zu kl&auml;ren&rdquo;. Es sei dabei &ldquo;wichtig, dass sie sich der Auswirkungen von Regulierungsreformen auf die wirtschaftliche Erholung und den Arbeitsmarkt vollkommen bewusst seien&rdquo;. Man ist geneigt hinzuzuf&uuml;gen: So wie sich die globalen Banken ja auch der Auswirkungen ihres Tuns auf die Weltwirtschaft bewusst waren. Der r&uuml;hrige Bankenverband pr&auml;zisiert: Die &ldquo;Herausforderung besteht darin, die Erholung zu gew&auml;hrleisten und alle Vorst&ouml;&szlig;e zu verhindern, die nur engen nationalpolitischen Interessen gelten, die globalen Probleme aber versch&auml;rfen&rdquo;&hellip;<br>\nWeiter geht es mit der rhetorischen Volte, sich zun&auml;chst ein wenig in Demut zu &uuml;ben, eigene Fehler anzuerkennen und die Notwendigkeit von Basel III zu bejahen, bevor es abrupt hei&szlig;t: Es gibt keinen Zweifel, dass &ldquo;Reformen die wirtschaftliche Erholung bremsen werden&rdquo;. Aha, und das hei&szlig;t als Schlussfolgerung also keine Reformen mehr? Doch die heuchlerischen H&ouml;hepunkte kommen noch: Die Finanzreformen k&ouml;nnten der Entstehung neuer Arbeitspl&auml;tze im Wege stehen und die Banken daran hindern, kleinen und mittleren Firmen die notwendigen Kredite zu geben. Gro&szlig;es Kino.<br>\nDer Mittelstand, der insbesondere den Investmentbanken so am Herzen liegt, m&uuml;sste also unter den Reformen am meisten leiden. Warum nicht gleich den kleinen Mann auf der Stra&szlig;e bem&uuml;hen, da m&uuml;ssen auch immer alle gleich weinen. Kleiner Tipp: Einfach Boni und Dividenden k&uuml;rzen, schon ist genug Geld f&uuml;r die Bed&uuml;rftigen da. Es folgt der enth&uuml;llendste aller S&auml;tze: Man m&uuml;sse &ldquo;aufpassen, wie die Reformen von den Investoren wahrgenommen werden &ndash; die Kapitalkosten werden sonst steigen&rdquo;. Da hat man keine Fragen mehr, au&szlig;er: Will der IIF eigentlich noch ernst genommen werden?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/finanzen\/maerkte\/marktberichte\/:das-kapital-der-weltbankenverband-schafft-sich-ab\/50181711.html\">FTD<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Wie sehr der Finanzindustrie das Wohl der Gesamtwirtschaft am Herzen liegt, bezeugte auch Josef Ackermann: &bdquo;Wir sehen derzeit viele beunruhigende Entwicklungen bei der Regulierungsreform&rdquo;. Man d&uuml;rfe nicht an einen Punkt kommen, an dem die Anforderungen &bdquo;die F&auml;higkeit der Banken abw&uuml;rgen, in vollem Umfang zum Wirtschaftswachstum beizutragen&ldquo;. Selbst das Thema Boni kam auf der Tagung nicht zu kurz. Es sei zu beobachten, dass Banken die Basissal&auml;re f&uuml;r Manager erh&ouml;hten, weil die Boni reguliert w&uuml;rden, und dass dadurch die fixen Kosten zun&auml;hmen, was aber f&uuml;r die Investoren schlecht sei. Zudem seien die Banken dadurch in Krisenzeiten weniger beweglich als fr&uuml;her.&nbsp; Es fehlte auch nicht der schon lange nicht mehr geh&ouml;rte Schlager, dass die Bankbranche wegen der Kosten der zunehmenden Regulierung&nbsp; in weniger regulierte Teile des Systems, an andere Finanzpl&auml;tze abwandern w&uuml;rde. Viele L&auml;nder in Asien und Lateinamerika seien &ldquo;hungrig&rdquo; darauf,&nbsp; ihre Kapitalm&auml;rkte weiterzuentwickeln. &ndash; Wie sch&ouml;n, nachdem dann die altmodisch regulierten Volkswirtschaften dieselbe Krisenanf&auml;lligkeit aufweisen werden wie wir, herrscht ja wieder Wettbewerbsgleichheit und wir werden gerechterweise alle, ohne Ausnahme, im n&auml;chsten Crash landen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Reinhard Bispinck: Niedrigl&ouml;hne und der Flickenteppich von (unzureichenden) Mindestl&ouml;hnen in Deutschland<\/strong><br>\nDie politische Auseinandersetzung um die Begrenzung des Niedriglohnsektors in Deutschland ist nach wie vor in vollem Gang. Zwar gewinnt die Forderung nach einem einheitlichen gesetzlichen Mindestlohn in der Bev&ouml;lkerung und bei den politischen Parteien immer mehr an Unterst&uuml;tzung, aber durchgesetzt ist sie noch keineswegs.<br>\nBislang konnten die Gewerkschaften lediglich einen eher vorsichtigen Ausbau des vorhandenen Instrumentariums erreichen. Der vorliegende WSI-Report analysiert Reichweite, Niveau und Wirksamkeit des bestehenden Regelwerks zur Festsetzung von Mindestarbeitseinkommen.<br>\nEr informiert au&szlig;erdem &uuml;ber die Regulierungsvorstellungen der Betriebsr&auml;te auf Basis der j&uuml;ngsten WSI-Betriebsr&auml;tebefragung.<br>\nDer Niedriglohnsektor hat sich in Deutschland in den vergangenen 15 Jahren deutlich ausgeweitet. Gemessen an der &uuml;blichen Niedriglohndefinition von zwei Dritteln des mittleren Lohnes (Median) arbeiten derzeit knapp 21 % der abh&auml;ngig Besch&auml;ftigten im Niedriglohnsektor (IAQ 2010). Die Zahl der Niedriglohnbezieher ist von 4,42 Mio. im Jahr 1995 auf 6,55 Mio. im Jahr 2008 gestiegen. Das entspricht einem Anstieg um fast 50 %.\n<p><a href=\"\/upload\/bilder\/101014_niedrigloehne_und_der_flickenteppich.png\"><img decoding=\"async\" src=\"\/upload\/bilder\/101014_niedrigloehne_und_der_flickenteppich_small.png\" alt=\"Niedrigl&ouml;hne und der Flickenteppich\"><\/a><\/p>\n<p>Die Ergebnisse der Analyse lassen sich folgenderma&szlig;en zusammenfassen:<br>\n<strong>Niedrigl&ouml;hne und tarifliche Mindestl&ouml;hne<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Mehr als jede\/r f&uuml;nfte Besch&auml;ftigte liegt mit dem Einkommen unterhalb der Niedriglohnschwelle von zwei Drittel des mittleren Lohnes (Median). 5,83 Mio. Besch&auml;ftigte verdienen weniger als 8,50 &euro; in der Stunde.<\/li>\n<li>Die Untersuchung der Tarifverg&uuml;tungen in 40 Wirtschaftsbereichen ergibt: Jede sechste tarifliche Verg&uuml;tungsgruppe liegt unter der Marke von 8,50 &euro;.<\/li>\n<li>Neben ausgepr&auml;gten Problembranchen gibt es auch Niedriglohngruppen in vielen &bdquo;unverd&auml;chtigen&ldquo; Bereichen mit gemischter Lohnstruktur.<\/li>\n<li>Tarifliche Niedrigl&ouml;hne sind auch, aber nicht nur ein Ost-Problem.<\/li>\n<\/ul>\n<p> <strong>Allgemeinverbindlicherkl&auml;rung und Entsendegesetz<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Die Schutzwirkung der Allgemeinverbindlicherkl&auml;rung (AVE) von Verg&uuml;tungstarifvertr&auml;gen nach dem Tarifvertragsgesetz ist seit Jahren r&uuml;ckl&auml;ufig: Zurzeit sind lediglich die Tarifverg&uuml;tungen in einzelnen regionalen Bereichen von drei Branchen allgemeinverbindlich erkl&auml;rt.<\/li>\n<li>Der Stellenwert des Arbeitnehmerentsendegesetzes (AEntG) hat dagegen zugenommen: Zurzeit bestehen allgemeinverbindliche Mindestl&ouml;hne nach dem AEntG in 9 Branchen. F&uuml;r weitere drei Branchen liegen die Mindestlohn-Tarifvertr&auml;ge vor, es fehlt aber noch die erforderliche Rechtsverordnung des Bundesarbeitsministeriums.<\/li>\n<li>Sowohl die allgemeinverbindlichen Verg&uuml;tungstarifvertr&auml;ge wie auch die Mindestlohntarifvertr&auml;ge nach dem Entsendegesetz enthalten Tarifverg&uuml;tungen, die zum Teil weit unter dem Grenzwert von 8,50 &euro; bzw. 7,50 &euro; liegen.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/pdf\/p_wsi_report_4_10.pdf%20\">WSI Report 04 Oktober 2010 [PDF &ndash; 180 KB]<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Niedriglohnsektor und strukturelle Arbeitslosigkeit<\/strong><br>\nDie Schaffung zus&auml;tzlicher Jobs im Niedriglohnbereich gilt als Instrument zur Senkung von Arbeitslosigkeit, insbesondere in Hinsicht auf gering qualifizierte Arbeitnehmer. Die Ausweitung des Niedriglohnsektors der vergangenen 15 Jahre ist mittlerweile empirisch best&auml;tigt, was auf eine erfolgreiche Umsetzung entsprechender Empfehlungen von Arbeitsmarktexperten hindeutet. Um die Besch&auml;ftigungseffekte eines wachsenden Niedriglohnsektors zu analysieren, wird in dieser Arbeit auf das Konzept der inflationsstabilen Arbeitslosenrate (NAIRU) zur&uuml;ckgegriffen.<br>\nDie Schaffung zus&auml;tzlicher Jobs im Niedriglohnbereich gilt als Instrument zur Senkung von Arbeitslosigkeit. F&uuml;r Deutschland kann diese Hypothese in einem NAIRU-Ansatz empirisch nicht best&auml;tigt werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/pdf\/p_imk_wp_12_2010.pdf\">IMK Working Paper 12\/2010 [PDF &ndash; 643 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Zeitarbeit wird zum Massenph&auml;nomen<\/strong><br>\nDer Boom in der Zeitarbeit ist ungebrochen. Doch selbst Experten sind &uuml;berrascht, wie rasant die Branche w&auml;chst: Schon bald d&uuml;rften in Deutschland etwa eine Million Leiharbeiter besch&auml;ftigt sein.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.focus.de\/finanzen\/karriere\/berufsleben\/arbeitsmarkt-zeitarbeit-wird-zum-massenphaenomen_aid_562243.html\">Focus<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Ende des Lohndumpings<\/strong><br>\nIm Schienenpersonennahverkehr, der von den Bundesl&auml;ndern bestellt wird, herrscht mittlerweile ein reger Wettbewerb. Den Zuschlag, bestimmte Strecken zu bedienen, erhalten dabei oft die Unternehmen, die mehr Leistung f&uuml;r weniger Geld anbieten. Dar&uuml;ber freuen sich nicht nur die Verkehrspolitiker und Umweltsch&uuml;tzer, auch die Kunden und Steuerzahler profitieren davon, dass die Deutsche Bahn ihre langj&auml;hrige Monopolstellung verloren hat. Aber Bahnbesch&auml;ftigte, die bei einem Dumpinganbieter gelandet sind, sehen das anders; denn der Wettbewerb wird auf ihrem R&uuml;cken ausgetragen.<br>\nEine vern&uuml;nftige L&ouml;sung f&uuml;r diesen Konflikt &ndash; g&uuml;nstiges Bahnfahren versus anst&auml;ndige L&ouml;hne &ndash; w&auml;re, f&uuml;r alle Bahner gleiche Arbeits- und Lohnbedingungen zu schaffen. Dies w&uuml;rde gleichzeitig ausschlie&szlig;en, dass der Wettbewerb k&uuml;nftig &uuml;ber Dumpingl&ouml;hne ausgetragen w&uuml;rde; stattdessen w&uuml;rden Service und Zuverl&auml;ssigkeit wichtigere Vergabekriterien, was letztlich auch den Passagieren n&uuml;tzte. Die Chancen f&uuml;r branchenweit geltende Tarifvertr&auml;ge sind trotz angek&uuml;ndigter Streiks nicht schlecht &ndash; und tats&auml;chlich k&auml;me ein neuer Tarifvertrag in der zunehmend von Wettbewerb gepr&auml;gten Branche einer kleinen Revolution gleich.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=me&amp;dig=2010%2F10%2F13%2Fa0097&amp;cHash=73ee3f402c\">taz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Diagnose: Salamitaktik<\/strong><br>\nHerr R&ouml;sler ist ein ehrlicher Mann: &bdquo;Die reine Lehre der FDP sieht so aus, dass wir die heutige Versicherungspflicht abschaffen.&ldquo; Jeder soll dann selbst sehen, wie und wo er sich versichert. Im Gesundheitswesen g&auml;be es einen freien Markt, auf dem sich Kunden und Dienstleister tummeln. Den m&uuml;sse man nur endlich von staatlicher Regulierung befreien. Im Gesundheitswesen wird es aber niemals einen freien Markt geben, keinen freien Verk&auml;ufer, und keinen K&auml;ufer, schon gar keinen freien. Wer im Gesundheitswesen Leistungen in Anspruch nehmen muss, tut das niemals freiwillig, sondern ist durch Krankheit dazu gezwungen &ndash; keine Zeit f&uuml;r Information und Orientierung. Arztpraxen und Krankenh&auml;user stehen nicht in Konkurrenz zueinander, sind keine Anbieter auf Kundenfang. Da gibt es keinen Markt, schon gar keinen freien&hellip;<br>\nKostenerstattung ist das Prinzip der unsolidarischen und unsozialen privaten Krankenversicherung. Mit ihrer scheibchenweisen Einf&uuml;hrung in das Sachleistungsprinzip der solidarischen gesetzlichen Krankenversicherung wird diese ausgeh&ouml;hlt. Solidarische Sozialsysteme sind mit der reinen Lehre des Wirtschaftliberalismus nicht vereinbar. Diese Regierung hat das Solidarsystem der gesetzlichen Krankenkasse zum Abschuss freigegeben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/wissenschaft\/salamitaktik\/-\/1472788\/4729312\/-\/view\/printVersion\/-\/index.html\">Frankfurter Rundschau<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>EC-Kartenfirma durchleuchtet 14 Millionen Deutsche<\/strong><br>\nNeue Vorw&uuml;rfe gegen Easycash: Die EC-Kartenfirma soll die Bankdaten von 14 Millionen Deutschen analysiert und an Handelskonzerne verkauft haben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/finanzen\/verbraucher\/article10277627\/EC-Kartenfirma-durchleuchtet-14-Millionen-Deutsche.html\">Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung eines Nachdenkseiten-Freundes:<\/strong> Deshalb zahle ich bar und besitze KEINE Kundenkarte.<br>\n<strong>Erg&auml;nzende Anmerkung MB:<\/strong> Beim Tanken werde ich jedes mal gefragt, ob ich eine Payback-Karte habe oder m&ouml;chte. Bei manchen Ladenketten werde ich immer nach der Deutschland-Card (von Bertelsmann) gefragt. Die Zusammenh&auml;nge werden  weder der Tankstellenp&auml;chter noch die Kassiererin wissen, aber wenn da nicht eine bewusste Gesch&auml;ftsidee dahinter steckt, hei&szlig;e ich Mohn.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Rechnungshof Baden-W&uuml;rtenberg &ndash; Die &Uuml;bertragung der Aufgaben der Bew&auml;hrungs- und Gerichtshilfe auf einen privaten Auftragnehmer kostet das Land bis 2016 zus&auml;tzlich 46,8 Millionen Euro<\/strong><br>\nDie Justiz zahlt an den Auftragnehmer ein Grundentgelt f&uuml;r &uuml;bertragene Querschnittsaufgaben. Sie muss mindestens 28,7 Millionen Euro einsparen, weil diese Aufgaben beim Land weggefallen In der Kabinettsvorlage vom 15.11.2006 hei&szlig;t es in der Gesamtbewertung: &bdquo;Die &Uuml;bertragung auf einen freien Tr&auml;ger vermag dabei nicht nur die Qualit&auml;t der Bew&auml;hrungs- und Gerichtshilfe in Baden-W&uuml;rttemberg nachhaltig auf dem erforderlichen Niveau zu sichern, sie erlaubt es auch, die Reform ohne zus&auml;tzlichen Ressourceneinsatz durchzuf&uuml;hren und &ndash; mit zunehmender Dauer der &Uuml;bertragung &ndash; nicht unerhebliche Einsparungen f&uuml;r das Land zu generieren.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.rechnungshof.baden-wuerttemberg.de\/fm7\/974\/DS%202010%20-%20Beitrag%2010.pdf\">Rechnungshof Baden-W&uuml;rttemberg [PDF &ndash; 106 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Von Horst Seehofer bis Samuel Huntington<\/strong><br>\nSchon die Nationalsozialisten wussten den &ldquo;Kulturkreis&rdquo; zu sch&auml;tzen. Der Christsoziale Seehofer verhilft diesem &uuml;berholten Konzept im Migrationsdiskurs zu einem Revival.<br>\n&hellip;<br>\nMit &auml;hnlich hegemonialem Anspruch und der Referenz auf agonale &bdquo;Kulturkreise&ldquo; erkl&auml;rte 1993 auch Samuel Huntington in seinem Kampf der Kulturen die Welt: Es g&auml;be da den islamischen, den hinduistischen, den orthodoxen und ein paar heidnische. Nur einen christlichen, den gibt es nicht, den nannte Huntington schlicht &bdquo;westlich&ldquo;, meint: rational, aufgekl&auml;rt, s&auml;kularisiert. Statt &bdquo;Religion&ldquo; sagt man im Westen eben lieber &bdquo;Kultur&ldquo; &ndash; um &uuml;ber die religi&ouml;se Grundierung hinwegzut&auml;uschen, um die imperiale und bestens kapitalisierbare Logik des Christentums zu &uuml;bert&uuml;nchen. So verstanden, bildet der Islam einzig und allein eine Konkurrenz zum Christentum. Nun wird man eben schauen m&uuml;ssen, ob die Deutschen noch lernen, sich als Bewohner einer globalen Welt zu begreifen. Oder ob sie sich lieber in ihrem christlichen &bdquo;Kulturkreis&ldquo; einschlie&szlig;en wollen, den man notfalls auch mit Waffengewalt im ganzen Erdkreis verteidigt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.freitag.de\/datenbank\/freitag\/2010\/41\/kommentar\/print\">Der Freitag<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers G.K.:<\/strong> Die Debatte um den angeblichen &ldquo;Facharbeitermangel&rdquo; wird von Seehofer und Anderen mit der &ldquo;Migrations-&rdquo; und &ldquo;Kulturkreis-&ldquo;Debatte zu einem unsere Gesellschaft zunehmend spaltenden Gebr&auml;u vermischt. M&ouml;chten Seehofer und andere interessierte Kreise die Bev&ouml;lkerung von sonstigen Themen (&ldquo;Rente mit 67&rdquo;, Atompolitik, Klientelpolitik) gezielt ablenken? Und: Was soll man von dem von der Wirtschaft verk&uuml;ndeten und von den Medien kr&auml;ftig hinausposaunten Fachkr&auml;ftemangel halten, wenn zur gleichen Zeit das Statistische Bundesamt ermittelt, das sich fast 9 Millionen Menschen mehr Arbeit w&uuml;nschen und damit der Volkswirtschaft ungenutzte Arbeitskraft in gro&szlig;em Umfang verloren geht? Mehr noch: Was soll man von dieser Debatte halten, wenn die in wachsendem Ma&szlig;e polemisch und ausgrenzerisch gef&uuml;hrte &ldquo;Migrationsdebatte&rdquo; &uuml;berdeutlich aufzeigt, da&szlig; bereits ohne die von Wirtschaft und Medien geforderte Zuwanderung ein erheblicher gesellschaftlicher Z&uuml;ndstoff vorhanden zu sein scheint?<br>\nDie &ldquo;Freitag&rdquo;-Autorin Katrin Schuster zum &ldquo;Kulturkreis&rdquo;-Begriff: &ldquo;Nur einen christlichen, den gibt es nicht, den nannte Huntington schlicht &bdquo;westlich&ldquo;, meint: rational, aufgekl&auml;rt, s&auml;kularisiert. Statt &bdquo;Religion&ldquo; sagt man im Westen eben lieber &bdquo;Kultur&ldquo; &ndash; um &uuml;ber die religi&ouml;se Grundierung hinwegzut&auml;uschen, um die imperiale und bestens kapitalisierbare Logik des Christentums zu &uuml;bert&uuml;nchen.&rdquo;<br>\nDiese von zahlreichen Politikern und Medien eingenommene Position ist eine sch&ouml;nf&auml;rberische Verkl&auml;rung der westlichen Politik der vergangenen Jahrzehnte. Es wird suggeriert, &ldquo;der Westen&rdquo; sei &ldquo;zivilisiert&rdquo;, &ldquo;rational&rdquo; und &ldquo;aufgekl&auml;rt&rdquo;, die &ldquo;Anderen&rdquo; (v.a. muslimische Staaten und muslimisch gepr&auml;gte Menschen) jedoch &ldquo;primitiv&rdquo;, &ldquo;irrational&rdquo; und &ldquo;r&uuml;ckst&auml;ndig&rdquo;. Dieses Schwarz-Weiss-Schema unterschl&auml;gt, da&szlig; der Heiligenschein, den zahlreiche Politiker und Medien &ldquo;dem Westen&rdquo; aufsetzen m&ouml;chten, zahlreiche dunkle Flecken und Kratzer aufweist. Hier einige Beispiele:<\/em><\/p>\n<ul>\n<li>Die westliche Unterst&uuml;tzung nah&ouml;stlicher Regime, die von der dortigen Bev&ouml;lkerung mehrheitlich abgelehnt werden, z.B. das saudische Regime. Beim westlichen Verb&uuml;ndeten Saudi Arabien ist es zudem um die Frauenrechte noch weit schlechter bestellt als im Iran der fundamentalistischen Mullahs. In den hiesigen Mainstreammedien wird dies jedoch nur selten thematisiert. Dies l&auml;&szlig;t vermuten, da&szlig; die Frauenrechte in Bezug auf den Iran h&auml;ufig nur f&uuml;r andere Zwecke instrumentalisiert werden. Zu Saudi Arabien siehe z.B. den gestrigen NachDenkSeiten-Beitrag &ldquo;<a href=\"\/?p=7061#h07\">L&auml;cheln &uuml;ber &ldquo;Stuttgart 21&Prime; in Saudi-Arabien<\/a>&ldquo;.<\/li>\n<li>Der Sturz demokratisch gew&auml;hlter Regierungen und die Einsetzung &ldquo;westlich&rdquo; ausgerichteter Dikatoren. So z.B. im Jahre 1953 im Iran, als die demokratisch gew&auml;hlte Regierung Mohammad Mossadeghs mit Unterst&uuml;tzung der CIA weggeputscht wurde. Der Hintergrund dieses Putsches: Die Erd&ouml;linteressen westlicher &Ouml;lkonzerne. Es wurde die in der iranischen Bev&ouml;lkerung verhasste Schah-Dikatur installiert.<\/li>\n<li>Die seit 1979 anhaltende Gewalt in Afghanistan. Es waren die USA, die nach Angaben des damaligen US-Sicherheitsberaters Brzezinski den sowjetischen Einmarsch in Afghanistan Ende der 70er Jahre durch die verdeckte Unterst&uuml;tzung der Gegner der prosowjetischen afghanischen Regierung ganz bewu&szlig;t provozierten. Siehe hierzu die Anmerkungen zum NachDenkSeiten-Beitrag &ldquo;<a href=\"\/?p=4231#h19\">Ein verlorener Krieg<\/a>&ldquo;. <\/li>\n<li>Die USA r&uuml;steten den Irak zun&auml;chst auf (auch mit Massenvernichtungswaffen) und stifteten ihn dann zu einem Krieg gegen den Iran an. Sp&auml;ter wurde der Irak von den USA in die Reihe der &ldquo;Schurkenstaaten&rdquo; eingeordnet und auf Basis fingierter &ldquo;Beweise&rdquo; mit einem v&ouml;lkerrechtswidrigen Krieg &uuml;berzogen. Zur Erinnerung: Auch Frau Merkel wollte Deutschland seinerzeit an der Seite von Bushs &ldquo;Koalition der Willigen&rdquo; in diesen Krieg hineinf&uuml;hren.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Die hier genannten Beispiele gehen nicht ausschlie&szlig;lich auf das &ldquo;Konto&rdquo; der USA. Denn h&auml;ufig wurde die US-Politik mit aktiver oder zumindest verbaler Untest&uuml;tzung zahlreicher westlicher Staaten exekutiert. Zahlreiche Medien und Politiker vermeiden einen selbstkritischen Blick darauf, wie die &ldquo;westliche&rdquo; Politik von den Menschen mit islamischem Hintergrund (sowohl Migranten als auch den in islamischen Staaten lebenden Menschen) wahrgenommen wird. Die oben genannten Beispiele zeigen: Es gibt keine Rechtfertigungsgr&uuml;nde daf&uuml;r, gegen&uuml;ber den Menschen mit muslimischem Hintergrund von einem hohen moralischen Ross aus &ldquo;westliche&rdquo; Arroganz an den Tag zu legen. Dies auch unter dem Aspekt, da&szlig; auch in westlichen Staaten in wachsendem Ma&szlig;e ein politischer und religi&ouml;ser Fundamentalismus und Dogmatismus um sich greift. Der bis weit in die Republikanische Partei hineinreichende rechte evangelikale Fundamentalismus in den USA bildet hier nur die Spitze des Eisberges.<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Rechtsextremismus-Studie: Fanatismus auf dem Vormarsch<\/strong><br>\nJeder Zehnte w&uuml;nscht sich einen &ldquo;F&uuml;hrer&rdquo;, jeder Dritte will Ausl&auml;nder zur&uuml;ckschicken: Rechtsextreme Ansichten sind einer neuen Studie zufolge tief in der Gesellschaft verwurzelt &ndash; in der Wirtschaftskrise bekamen sie noch einmal Auftrieb. Die Intoleranz gegen&uuml;ber dem Islam ist sogar mehrheitsf&auml;hig.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/0,1518,722751,00.html\">Spiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung B.H.:<\/strong> Eine SPIEGEL-Erkenntnis &ldquo;Immerhin liegt die Zustimmung zur Idee der Demokratie in Ost und West bei &uuml;ber 90 Prozent&rdquo;, die allerdings bald wieder revidiert wird, vom SPIEGEL. Ja? Warum wohl?<\/em><br>\n<em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung MB:<\/strong> Es ist ja wirklich sch&ouml;n, dass hier kein Werbefenster f&uuml;r Sarrazin&acute;s Buch zu sehen ist, mit dessen Vorabdrucken der SPIEGEL seine Auflage gesch&auml;ftst&uuml;chtig steigern konnte.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>An der Pforte zum Terror<\/strong><br>\nDer Moslem an sich, er h&auml;lt nichts von Menschenw&uuml;rde, Gleichberechtigung oder Meinungsfreiheit. Briefgeheimnis, Asylrecht oder der Schutz der Familie sind ihm gleichfalls Fremdworte. Denn der Moslem an sich, so liest man es derzeit &uuml;berall, wolle sich nicht zum Grundgesetz bekennen. Islam und Grundgesetz, so wei&szlig; es der &ouml;ffentliche Konsens in seiner Eigenheit als Nonsens ganz genau, geh&ouml;rten nicht wirklich zusammen. Denn der Islam sei ja an die schari&rsquo;a gekettet &ndash; und die schari&rsquo;a an Unmenschlichkeit.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/ad-sinistram.blogspot.com\/2010\/10\/der-pforte-zum-terror.html\">Ad Sinistram<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Volker Bouffier: &bdquo;Ich m&ouml;chte keine Massenzuwanderung&ldquo;<\/strong><br>\nDer hessische Ministerpr&auml;sident Volker Bouffier verteidigt im Gespr&auml;ch mit der F.A.Z. die &Auml;u&szlig;erungen seines bayerischen Amtskollegen Horst Seehofer &uuml;ber die Integration muslimischer Einwanderer. &bdquo;Ziemlich absurd&ldquo; sei es, den demographischen Wandel durch Einwanderung bew&auml;ltigen zu wollen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/Rub594835B672714A1DB1A121534F010EE1\/Doc~EEBB44C9F6929433497D5384B13EE5132~ATpl~Ecommon~Scontent~Afor~Eprint.html\">Frankfurter Allgemeine<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Studie zu Rechtsextremismus &ldquo;Westerwelle hat Sarrazin den Weg bereitet&rdquo;<\/strong><br>\nIslam- und Fremdenfeindlichkeit greifen um sich, jeder Zehnte w&uuml;nscht sich einen &ldquo;F&uuml;hrer&rdquo;: Mit einer Studie f&uuml;r die Ebert-Stiftung hat Sozialpsychologe Oliver Decker ans Licht gebracht, wie rechtsextreme Ansichten in Deutschland wuchern. Ein Gespr&auml;ch &uuml;ber Thilo Sarrazin, die FDP und unterschwelligen &ldquo;Rassismus&rdquo; bei CSU-Chef Seehofer.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/2.220\/studie-zu-rechtsextremismus-westerwelle-hat-sarrazin-den-weg-bereitet-1.1012001\">S&uuml;ddeutsche<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Drei Suizide in NRW-Gef&auml;ngnissen<\/strong><br>\nUnter der Aufsicht der nordrhein-westf&auml;lischen Justiz sind erneut H&auml;ftlinge ums Leben genommen. In den Justizvollzugsanstalten (JVA) Werl und Remscheid erh&auml;ngten sich am Wochenende zwei Gefangene. Bereits sieben Tage zuvor hatte sich im Essener Gef&auml;ngnis ein H&auml;ftling selbst get&ouml;tet. Auch er starb an einer Strangulation. Damit erh&ouml;ht sich die Zahl der Inhaftierten, die allein in diesem Jahr in NRW Suizid begangen, auf zw&ouml;lf.<br>\nNach den Suiziden steht Nordrhein-Westfalens neuer Justizminister Thomas Kutschaty (SPD) jetzt unter &auml;hnlichem Druck wie seine Vorg&auml;ngerin M&uuml;ller-Piepenk&ouml;tter: Die Christdemokraten, die sich vor dem Regierungswechsel immer sch&uuml;tzend vor ihre Ministerin gestellt hatten, fordern dringend Aufkl&auml;rung: Kutschaty habe &ldquo;seinen Laden nicht im Griff&rdquo;, glaubt der rechtspolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Peter Biesenbach, bereits. Von &ldquo;bedauerlichen Einzelf&auml;llen&rdquo; spricht dagegen die Justizexpertin der Gr&uuml;nen im D&uuml;sseldorfer Landtag, Dagmar Hanses. &ldquo;Wir wollen die Situation verbessern. Das geht nur mit mehr Geld&rdquo;, sagt Hanses aber auch &ndash; schlie&szlig;lich hatte ihre Partei in der Vergangenheit immer wieder die v&ouml;llig unzureichende Personalausstattung der Kn&auml;ste in NRW kritisiert: Noch heute betreuen lediglich 127 Psychologen &uuml;ber 17.000 Gefangene.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=in&amp;dig=2010%2F10%2F13%2Fa0060&amp;cHash=e5fc364b36\">taz<\/a> \n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Die Zust&auml;nde in deutschen Gef&auml;ngnissen sind nat&uuml;rlich viel weniger spannend als das Mobbing &ldquo;deutscher&rdquo; Sch&uuml;ler durch &ldquo;t&uuml;rkische&rdquo; in einigen Schulen Deutschlands. (Mu&szlig; ich jetzt hinzuf&uuml;gen, dass das nat&uuml;rlich schlimm ist?)<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Schlichtung Gei&szlig;ler<\/strong><br>\nDas Gespr&auml;ch am Dienstag mit Heiner Gei&szlig;ler war kein Schlichtungsgespr&auml;ch und schon gar nicht eine Verhandlung. Gei&szlig;ler hat uns seine bisherigen Gespr&auml;chsergebnisse mit Land und Bahn vorgestellt, und wir haben &uuml;bermittelt, was wir wollen:\n<ul>\n<li>Baustopp (inkl. Grundwassermanagement und Entkernung S&uuml;dfl&uuml;gel, Logistikgeb&auml;ude Nordfl&uuml;gel)<\/li>\n<li>Vergabestopp und Ausschreibungsstopp<\/li>\n<li>Verbindliche Zusagen<\/li>\n<\/ul>\n<p>Gei&szlig;ler wird nun damit zur S21-Seite gehen und uns dann wieder konsultieren. Danach gilt es, eine weitere Entscheidung zu treffen. Nur: Ewig kann man und l&auml;sst sich Gei&szlig;ler nicht hin- und herschicken.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.parkschuetzer.de\/wissenswertes\/newsletter\/51\">Parksch&uuml;tzer<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Der Wundermann<\/strong><br>\n<strong>Wie Heiner Gei&szlig;ler den Streit um den Stuttgarter Bahnhof schlichten will.<\/strong><br>\nIn Stuttgart spielt der 80-J&auml;hrige nun noch einmal eine gro&szlig;e Rolle: &raquo;Eine Aufgabe in diesem Sinne, in dem Umfange und der Intensit&auml;t hat es in der Republik vorher noch nicht gegeben&laquo;, beschreibt er selbst sein Vorhaben. Auch wenn er damit recht hat, klingt das nicht eben bescheiden. Dabei ist es eine besondere Pointe, dass nun ausgerechnet Gei&szlig;ler vermitteln soll. Ausgerechnet er, der gewiefte Polemiker und Zuspitzer, der den Pazifismus mal f&uuml;r Auschwitz mitverantwortlich machen wollte und der von Willy Brandt in einem &auml;hnlich unintelligenten Moment als &raquo;schlimmster Hetzer seit Goebbels&laquo; tituliert wurde. In den Schlachten der alten Bundesrepublik war er ein Haudegen und ein Schlaufuchs. Damals schlichtete er gar nichts.<br>\n&hellip;<br>\nEs wird keine Regierung mehr geben, die ein solches Projekt in dieser Weise durchzieht&laquo;, meint Heiner Gei&szlig;ler. &raquo;Die Politik wird gezwungen sein, nicht nur die technologischen und &ouml;konomischen Vorteile zu sehen, sondern auch die Auswirkungen auf die Menschen zu ber&uuml;cksichtigen. Es wird die Chance geben zur B&uuml;ndelung von Intelligenz: kreativer, intuitiver, metaphysischer, &ouml;kologischer Intelligenz, die immer auch andere L&ouml;sungen m&ouml;glich macht.&laquo; Da spricht der Utopist Gei&szlig;ler. Nat&uuml;rlich m&ouml;chte er am liebsten ein Lehrst&uuml;ck aus Stuttgart 21 machen, so viel politische P&auml;dagogik muss sein. Die Alternative, eine Konfrontation bis zu den Wahlen, sieht unerquicklich aus. F&uuml;r die politischen Parteien w&auml;re der Dauerkonflikt eine Katastrophe. Gei&szlig;lers Fazit in der entscheidenden Woche: &raquo;Unabh&auml;ngig davon, ob eine Schlichtung gelingt: Die Welt sieht nach Stuttgart 21 auf jeden Fall anders aus als vorher.&laquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/2010\/42\/Heiner-Geissler-Stuttgart-21?page=all&amp;print=true\">Zeit<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung MB:<\/strong> Das wird ja wohl auch davon abh&auml;ngen, wer in Zukunft bei welchem Projekt wie mitverdienen wird oder m&ouml;chte.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Stuttgart21 &ndash; Ist das Ende der Gespr&auml;che gekommen? Friedenspflicht nur f&uuml;r die Gegner!<\/strong><br>\n<img decoding=\"async\" src=\"\/upload\/bilder\/101015_stuttgart21.jpg\" alt=\"Friedenspflicht nur f&uuml;r Gegner!\"><br>\nAb sofort gelte Friedenspflicht, lie&szlig; Mappus vor ein paar Tagen verlauten. Friedenspflicht bedeute hier, &ldquo;alle sitzen an einem Tisch, alles muss auf den Tisch, alle m&uuml;ssen an den Tisch&rdquo;. Und w&auml;hrend dieser Phase herrsche Frieden. Das bedeute auch, &ldquo;dass sich einer haupts&auml;chlich &auml;u&szlig;ert, und das ist der Schlichter&rdquo;, betonte der Ministerpr&auml;sident. Mappus forderte alle Beteiligten auf, die Arbeit Gei&szlig;lers als Vermittler &ldquo;nachhaltig und umfassend zu unterst&uuml;tzen&rdquo;. Grube meint, dass das Volk, bei einer sogenannten &ldquo;Friendenspflicht&rdquo; auf Demonstrationen verzichten sollten. Die Bagger aber nicht still stehen. Demonstrieren ist ein verbrieftes Grundrecht. Heiner Gei&szlig;ler ist der Vermittler, er wird es nicht stoppen, er soll es nur schmackhaft machen. Die Politik ist dazu gezwungen jemanden vorzuschicken. Herr Gei&szlig;ler soll mit Worten richten, was Wasserwerfer nicht geschafft haben. Das &ldquo;L&uuml;genpack&rdquo; wird nicht einlenkenken, sie sind von ihrem Prestigeobjekt abh&auml;ngig. Es geht nur um die Spaltung der Protestbewegung!<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.giessener-zeitung.de\/giessen\/beitrag\/39556\/stuttgart21-ist-das-ende-der-gespraeche-gekommen-friedenspflicht-nur-fuer-die-gegner\/\">Gie&szlig;ener Zeitung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers D.B.:<\/strong> Kurz: &ldquo;Heiner vermittelt. Live und in Farbe.&rdquo;<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h20\"><\/a><strong>Nochmals Wirtschaftsnobelpreis<\/strong><br>\nAnmerkung unseres Lesers R.M. zum Wirtschafts-&bdquo;Nobel&ldquo;preis: Es erscheint mir wichtig, immer wieder darauf hinzuweisen, dass dieser Preis kein Nobelpreis im Sinne Alfred Nobels ist, der testamentarisch Preise in Disziplinen ausgesetzt hat, die ihm f&ouml;rderungs- und lobenswert<br>\nerschienen, weil sie dem Wohle der Menschheit dienen.<br>\nObwohl Nobel selbst Unternehmer ersten Ranges war, geh&ouml;rte die Disziplin &ldquo;Wirtschaft&rdquo; nicht dazu, auch nicht die sog. &ldquo;Wirtschaftswissenschaft&rdquo;.<br>\nDer sogenannte &ldquo;Wirtschafts-Nobelpreis&rdquo; ist ein Preis, der von einer anderen Organisation, eben der schwedischen Reichsbank, ausgelobt worden ist, nicht zuletzt wohl auch mit dem Ziel, das Ansehen der Wirtschaftswissenschaften zu heben.\n<p>Zitat aus Wikipedia:<\/p>\n<blockquote><p>Auch den Nobelpreis f&uuml;r Wirtschaftswissenschaften gibt es eigentlich nicht, auch wenn der Preis f&uuml;r Wirtschaftswissenschaften der schwedischen Reichsbank in Gedenken an Alfred Nobel meist als solcher bezeichnet wird. Nobel war als Naturwissenschaftler kein Freund der &bdquo;weichen Geisteswissenschaften&ldquo;. Stattdessen konzentrierte er sich mit den Preisen f&uuml;r Medizin, Chemie und Physik auf Fachgebiete, deren Leistungen objektivierbar sind. Seine Abneigung gegen die Wirtschaftswissenschaften zeigt sich in einem Brief, den vier Urenkel seines Bruders Ludvig 2001 ver&ouml;ffentlichten. Darin schreibt er: &bdquo;Ich habe keine Wirtschafts-Ausbildung und hasse sie von Herzen.&ldquo; Entsprechend dr&auml;ngten Nobels Nachfahren die Schwedische Akademie der Wissenschaften, den erst 1968 nachtr&auml;glich von der schwedischen Nationalbank gestifteten &bdquo;Preis der schwedischen Zentralbank f&uuml;r Wirtschaftswissenschaften zum Andenken an Alfred Nobel&ldquo; separat von den Nobelpreisen zu behandeln, bis heute ohne Erfolg.<\/p><\/blockquote>\n<\/li>\n<li><a name=\"h21\"><\/a><strong>Das Dilemma der unternehmerischen Universit&auml;t<\/strong><br>\nIn einer Phase beschleunigter Ver&auml;nderungen ist die unternehmerische Universit&auml;t zu einem zentralen Leitbild hochschulpolitischer Reformen avanciert. Die Steigerung der Innovationsf&auml;higkeit gilt als fragloses Ziel neuer Steuerungskonzepte. Doch wird das Effizienzversprechen marktorientierter Steuerungsmodelle tats&auml;chlich eingel&ouml;st? Die Autoren dieser Studie gelangen zu einem Befund, der skeptisch stimmt. Am Beispiel akademischer Ausgr&uuml;ndungen zeigen sie, dass der &Uuml;bergang zu einem &raquo;akademischen Kapitalismus&laquo; genau jene Freir&auml;ume einschr&auml;nkt, die f&uuml;r kreative Arbeit und damit auch f&uuml;r die Generierung &ouml;konomischer Innovationen unabdingbar sind. Die an die Hochschulen herangetragene Anforderung, wirtschaftlich effektive und f&uuml;r die Region relevante Innovationsprozesse anzusto&szlig;en, verlangt funktionierende Netzwerke von &raquo;sichtbaren Forschern&laquo; und &raquo;unsichtbaren Entrepreneurs&laquo; &ndash; Netzwerke, die per se nicht administrativ geplant und gelenkt werden k&ouml;nnen. Aus diesem Grund pl&auml;dieren D&ouml;rre und Neis f&uuml;r einen Priorit&auml;tenwechsel bei den Steuerungskriterien: Innovationen lassen sich am besten f&ouml;rdern, indem die Bedingungen f&uuml;r kreative Arbeitsprozesse an den Universit&auml;ten verbessert werden. \n<p>D&ouml;rre, Klaus \/ Neis, Matthias<\/p>\n<p><strong>Das Dilemma der unternehmerischen Universit&auml;t<\/strong><br>\n<strong>Hochschulen zwischen Wissensproduktion und Marktzwang. Reihe: Forschung aus der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung, Bd. 116. <\/strong><\/p>\n<p>Berlin:&nbsp; edition sigma&nbsp; 2010, ISBN: 978-3-8360-8716-2. 177 Seiten, Preis: 14,90&nbsp;EUR<\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.boeckler.de\/show_product_ff.html?productfile=HBS-004753.xml%20\">Hans B&ouml;ckler Stiftung<\/a><\/p><\/li>\n<li>\n<a name=\"h22\"><\/a><strong>Stefan K&uuml;hl: Wie der Bologna-Prozess ein B&uuml;rokratie-Monster produzieren konnte<\/strong><br>\n<strong>oder<\/strong><br>\n<strong>Die Mythologie der &bdquo;handwerklichen Fehler&ldquo;<\/strong><br>\nDer Effekt der Bologna-Reform besteht darin, dass die Planung f&uuml;r neue Studieng&auml;nge wesentlich komplizierter geworden ist und eine Lehrplan-Arithmetik inzwischen weitgehend<br>\ndie Debatten &uuml;ber die Ausrichtung von Studieng&auml;ngen &uuml;berlagert hat&hellip;<br>\nAlle inhaltlichen Diskussionen &uuml;ber die Ausrichtung von Studieng&auml;ngen lassen sich jederzeit mit Verweis auf die Leistungspunkte&auml;quivalenz, die notwendige Moduleinbettung von<br>\nVeranstaltungen und die in Betracht zu ziehenden Lehrdeputate ersticken&hellip;<br>\nSo sind durch die Bologna-Reform am Ende Studieng&auml;nge entstanden, die nicht das Ergebnis eines Diskussionsprozesses dar&uuml;ber sind, was Studierende am Ende eines Studiums<br>\nbeherrschen sollen, sondern eher das Ergebnis der Anpassung an starre Berechnungsschemata und des ersch&ouml;pften Abbrechens von Diskussionen. Nicht selten steht am Ende eines solchen Diskussionsprozesses ein Planungsmonster von einem Studiengang, das weder von den Studierenden studierbar ist noch von den Professoren, die an der Erarbeitung dieses Studiengangs mitgearbeitet haben, verstanden wird. Die durch Bologna-Reformen initiierten Studieng&auml;nge erinnern jeden Betroffenen an schlimmste Planungsphantasien des Staatssozialismus oder die Verregelungs- und Kontrollwut kapitalistischer Gro&szlig;unternehmen. Bei den durch die Bologna-Reform initiierten Studieng&auml;ngen handelt es sich nur insofern um eine Vorbereitung f&uuml;r eine au&szlig;eruniversit&auml;re Praxis, als Studierende sehr fr&uuml;h Kontakt mit stark verregelten Organisationen und der sich daraus notwendigerweise ergebenden permanenten Regelabweichung bekommen&hellip;<br>\nGerade die Universit&auml;ten, Fakult&auml;ten und Institute, die fr&uuml;h mit der Einf&uuml;hrung von Bachelorund Masterstudieng&auml;ngen begonnen haben, befinden sich vielfach in einer Art Schockstarre. Jede Anpassung eines Studiengangs, jede Modifikation von Modulen oder jede Initiative zur Gr&uuml;ndung eines neuen Masters wird inzwischen von dem mehr oder minder kollektiven Sto&szlig;seufzer &bdquo;Nicht schon wieder&ldquo; begleitet. Angesichts der Probleme, die die Umstellung auf Bachelor und Master vielfach produziert hat, ist es in den Gremiensitzungen inzwischen en vogue, ein &bdquo;Reformmoratorium&ldquo; zu fordern, weil ja jede Reform nur zu einer immer weiteren B&uuml;rokratisierung f&uuml;hren w&uuml;rde. Die gleichen Personen, die &uuml;ber die Effekte der letzten Bologna-Reformen klagen und den gerade neu konzipierten Studiengang in all seinen Unzul&auml;nglichkeiten gei&szlig;eln, sprechen sich gegen eine Reform der Reform aus, weil es ja alles nur noch schlimmer werden w&uuml;rde. Schlie&szlig;lich handelt es sich bei der gleichzeitigen &bdquo;Klage &uuml;ber den Status quo&ldquo; und die &bdquo;ersch&ouml;pfungsbedingte Ablehnung weiterer Reformen&ldquo; lediglich um ein weiteres gegens&auml;tzliches Sprichwortpaar, das &ndash; dank Bologna &ndash; nach Gutd&uuml;nken von der Professorenschaft mobilisiert werden kann. \n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.uni-bielefeld.de\/soz\/forschung\/orgsoz\/Stefan_Kuehl\/pdf\/Working-Paper-7_2009-Sprichworter-der-Professorenschaft-Sk-011209.pdf%20\">Stephan K&uuml;hl, Universit&auml;t Bielefeld [PDF &ndash; 79 KB]<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h23\"><\/a><strong>Negativpreis: Lobby-W&auml;chter k&uuml;ren Europas dreisteste Strippenzieher<\/strong><br>\nSie k&auml;mpfen gegen Klimaschutz und gegen scharfe Bankenregeln: Jeweils drei Kandidaten aus der Energie- und der Finanzbranche sind f&uuml;r den Titel &ldquo;schlimmste Lobbyisten der EU&rdquo; nominiert. SPIEGEL ONLINE stellt die Anw&auml;rter auf den Negativpreis vor.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/0,1518,druck-722875,00.html\">Spiegel<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h24\"><\/a><strong>Bergung der Kumpel in Chile: Der Haken an der Inszenierung<\/strong><br>\nDieser Mann hat alles richtig gemacht: Mit jedem Geretteten, den Chiles Pr&auml;sident Pi&ntilde;era umarmt, steigt seine eigene Popularit&auml;t. Was z&auml;hlt es da noch, dass die Regierung von den Zust&auml;nden in der Mine wusste?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/2.220\/bergung-der-kumpel-in-chile-der-haken-an-der-inszenierung-1.1011789\">S&uuml;ddeutsche<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h25\"><\/a><strong>Frank-Markus Barwasser: Kantig, fr&auml;nkisch, gut<\/strong><br>\nIn der ARD galt er lange als Geheimtipp. Jetzt wechselt Kabarettist Frank-Markus Barwasser als Erwin Pelzig zum ZDF (DI, 19.10., ZDF, 22.15 Uhr)<br>\nVor rund 20 Jahren setzte sich Frank-Markus Barwasser (50) zum ersten Mal das H&uuml;tchen auf, kn&ouml;pfte den Trachtenjanker &uuml;berm karierten Hemd zu und trat als Erwin Pelzig auf. Mit Erfolg. Im Bayerischen Fernsehen bekam der Franke die Sendung &ldquo;Aufgemerkt! Pelzig unterh&auml;lt sich&rdquo;, die das Erste &uuml;bernahm. Schlagfertig und geschickt verwickelte Barwasser alias Pelzig Politiker und Promis ins Gespr&auml;ch. Nun wird er im ZDF Insasse der &ldquo;Anstalt&rdquo; von Urban Priol und ersetzt dort Georg Schramm. Zudem bekommt Barwasser im Zweiten eine neue Talkshow nach dem Muster der alten im Ersten. Doch dar&uuml;ber mag er (noch) nicht reden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tvspielfilm.de\/news-und-specials\/interviewsundstories\/frank-markus-barwasser-der-neue-aus-der-anstalt,4313425,ApplicationArticle.html?print=on\">TV-Spielfilm<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Herbstgutachten zur Konjunktur; Strategische Rohstoffe: Deutschland beschw&ouml;rt Gefahr aus China; Der Weltbankenverband schafft sich ab; Reinhard Bispinck: Niedrigl&ouml;hne und der Flickenteppich von (unzureichenden) Mindestl&ouml;hnen in Deutschland; Niedriglohnsektor und strukturelle Arbeitslosigkeit; Zeitarbeit wird zum Massenph&auml;nomen; Ende des Lohndumpings; Diagnose: Salamitaktik; EC-Kartenfirma durchleuchtet 14 Millionen Deutsche; Rechnungshof Baden-W&uuml;rtenberg; Von Horst Seehofer<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=7081\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-7081","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/7081","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=7081"}],"version-history":[{"count":11,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/7081\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":7092,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/7081\/revisions\/7092"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=7081"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=7081"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=7081"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}