{"id":70862,"date":"2021-03-18T11:57:48","date_gmt":"2021-03-18T10:57:48","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=70862"},"modified":"2021-04-01T09:52:52","modified_gmt":"2021-04-01T07:52:52","slug":"corona-die-panikmache-der-medien-ist-das-groesste-problem","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=70862","title":{"rendered":"Corona: Die Panikmache der Medien ist das gr\u00f6\u00dfte Problem"},"content":{"rendered":"<p>Viele gro&szlig;e deutsche Medien sch&uuml;ren weiterhin Panik, Paranoia und Spaltungen: Auf Basis aussageloser und absoluter Zahlen werden die sozialen Aspekte eiskalt ignoriert. Gegen diese Stimmungsmache der Presse kommen auch wohlmeinende Politiker nicht an. Ohne ein Ende der Medienkampagnen wird es keinen Ausweg aus dem Lockdown-Irrsinn geben. Von <strong>Tobias Riegel<\/strong>.<\/p><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_2035\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-70862-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/210318_Corona_Die_Panikmache_der_Medien_ist_das_groesste_Problem_NDS.mp3?_=1\"><\/source><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/210318_Corona_Die_Panikmache_der_Medien_ist_das_groesste_Problem_NDS.mp3\">https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/210318_Corona_Die_Panikmache_der_Medien_ist_das_groesste_Problem_NDS.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/210318_Corona_Die_Panikmache_der_Medien_ist_das_groesste_Problem_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=70862-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/210318_Corona_Die_Panikmache_der_Medien_ist_das_groesste_Problem_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"210318_Corona_Die_Panikmache_der_Medien_ist_das_groesste_Problem_NDS.mp3\">Download<\/a><\/p><p>Wie kommt die Gesellschaft aus der irrationalen Corona-Sackgasse wieder heraus, in die sie vor allem von gro&szlig;en Medien getrieben wurde? Auf weite Teile der Politik ist dabei nicht zu z&auml;hlen: Sich als Politiker &ouml;ffentlich gegen die dominanten aktuellen Panik-Kampagnen der Medien zu stellen, k&auml;me in vielen F&auml;llen einem politischen Suizid gleich. Das soll die handelnden Politiker nicht pauschal entlasten: Viele von ihnen profitieren von der Angstmache und f&ouml;rdern sie aktiv. Andererseits kommen aber auch wohlmeinende Politiker nicht gegen die Medienkampagnen an, sie haben keine Chance. F&uuml;r eine realistische Perspektive eines Endes der unhaltbaren Corona-Politik ist diese Betrachtung der Kr&auml;fteverh&auml;ltnisse zwischen Politikern und Medien wichtig. <\/p><p><strong>Medien bleibt nur noch die Vorw&auml;rtsverteidigung<\/strong><\/p><p>Wegen des Zustands einer auch von Medien getriebenen Politik ist f&uuml;r eine langfristige Erl&ouml;sung von der Lockdown-Politik eine andere, vorgelagerte Frage wichtig: Wie kommen zun&auml;chst diese Medien aus der Virus-Sackgasse wieder heraus? Das wird ein schwieriges Unterfangen: Den in der Panikmache besonders engagierten Medien und Redakteuren bleibt fast nur noch die Vorw&auml;rtsverteidigung in Form von noch mehr Panikmache &ndash; um rationale Analysen der Lockdown-Politik zu verhindern. Denn w&uuml;rden solche Analysen zugelassen, w&uuml;rden sie die bisherige Verantwortungslosigkeit der bestimmenden Personen und die Verletzungen der Verh&auml;lnism&auml;&szlig;igkeiten durch die Lockdowns sofort offenbaren. <\/p><p>Dieses Ph&auml;nomen der medialen Vorw&auml;rtsverteidigung zur Vernebelung der eigenen Mitverantwortung kennt man bereits von der (Vor-)Berichterstattung zu den illegalen Kriegen des Westens, etwa gegen Syrien: Um die Mitverantwortung an der publizistischen Vorbereitung des Blutvergie&szlig;ens m&ouml;glichst lange zu kaschieren, wurde die Propaganda um den &bdquo;demokratischen Widerstand&ldquo; der syrischen AlKaida-Krieger in immer neue und absurdere H&ouml;hen getrieben &ndash; und das &uuml;ber zehn Jahre lang. Man kann nur inst&auml;ndig hoffen, dass die Kampagnen zu Corona fr&uuml;her zusammenbrechen. <\/p><p><strong>Zahlenkolonnen, &bdquo;Mutanten&ldquo;-Horror, Diffamierungen<\/strong><\/p><p>Die bisherigen Medien-Standpunkte zu Corona beruhen weitgehend auf aus dem Zusammenhang gerissenen absoluten Zahlen, die ungeeignet sind, das Gefahrenpotenzial des Virus rational abzubilden. Zus&auml;tzlich beruhen die Presse-Kampagnen auf groben Auslassungen, etwa was die tats&auml;chlich &bdquo;an Corona&ldquo; Verstorbenen betrifft oder die nicht dramatischen Situationen auf den deutschen Intensivstationen. Diese extrem selektiven Medienstandpunkte, die uns aktuell in den n&auml;chsten Lockdown treiben sollen, sind nur zu halten, wenn die aufkommenden Zweifel weiterhin durch gesch&uuml;rte &Auml;ngste unterdr&uuml;ckt werden: Ein Teufelskreis aus fragw&uuml;rdigen Zahlenkolonnen, wichtigen Auslassungen, &bdquo;Mutanten&ldquo;-Horror und giftigen Diffamierungen gegen Andersdenkende ist so bereits entstanden. <\/p><p>Zu diesen Auslassungen geh&ouml;ren nicht nur ins Verh&auml;ltnis gesetzte(!) Todes-, Test- und Inzidenz-Zahlen oder die tats&auml;chlichen Belegungen der Intensivbetten &ndash; dazu geh&ouml;rt auch eine eiskalte Ignoranz vieler gro&szlig;er Medien gegen&uuml;ber den psychischen und sozialen Folgen f&uuml;r Benachteiligte unserer Gesellschaft. Der skrupellose Umgang mit den Kindern und Jugendlichen ist nur die Spitze eines Berges an radikalen Verwerfungen, deren Langzeitfolgen gar nicht abzusch&auml;tzen sind. <\/p><p>Dass man mit der Frage nach den Verh&auml;lnism&auml;&szlig;igkeiten nicht die Existenz von Corona &bdquo;leugnet&ldquo;, ist selbstverst&auml;ndlich &ndash; f&uuml;r die Kollegen von den &bdquo;Faktenchecks&ldquo; sei es hier vorsichtshalber nochmals betont. Auch sei betont, dass es Situationen geben kann, in denen zugunsten der Gesellschaft auf individuelle Freiheiten verzichtet werden muss. Die destruktiven Folgen der Corona-Ma&szlig;nahmen sind aber nach vorliegenden Erkenntnissen nicht durch das reale Gefahrenpotenzial gerechtfertigt. <\/p><p><strong>Moralische Anklage umdrehen: Panikmache ist ist ein Vergehen<\/strong><\/p><p>Wer &uuml;bernimmt dann irgendwann die Verantwortung f&uuml;r die Langzeitsch&auml;den an der Gesellschaft? Die jetzt die Menschen einsch&uuml;chternden Journalisten werden es wahrscheinlich nicht sein. Auch dieses Ph&auml;nomen kennt man von einigen Medien, wenn sie die mitverursachten Leiden anschlie&szlig;end so beschreiben, als seien sie eine Naturgewalt: Demnach ist auch der &bdquo;B&uuml;rgerkrieg&ldquo; in Syrien einfach so &bdquo;ausgebrochen&ldquo;.<\/p><p>Die Lockdown-Ideologie nutzt au&szlig;erdem einen radikalen und irrationalen Tunnelblick, der in nie dagewesener Weise das gesamte gesellschaftliche Leben einem einzigen Kriterium unterwerfen m&ouml;chte. Auch aus diesem Grund ist der hoch-moralische Corona-Standpunkt einiger gro&szlig;er Medien l&auml;ngst nicht mehr haltbar. Im Gegenteil: Angesichts der unfassbaren globalen Folgen der Lockdown-Politik (nicht der Folgen des Virus!) m&uuml;sste die moralische Anklage umdreht werden: Wer diese Politik weiter m&ouml;glich macht &ndash; etwa durch Angst-Propaganda &ndash; der macht sich schuldig. Panikmache ist keine Petitesse. Panikmache ist ein schweres Vergehen am sozialen Zusammenhalt einer Gesellschaft. <\/p><p><strong>Mutige Gegenbeispiele gehen unter<\/strong><\/p><p>Es gibt einzelne Gegenbeispiele unter den Autoren und Redakteuren gro&szlig;er deutscher Medien. Diese Kollegen beweisen dadurch umso gr&ouml;&szlig;eren Mut. Doch diese wichtigen Gegenstandpunkte gehen unter im Meer der Panikmeldungen, die t&auml;glich aufs Neue abgespielt werden, wie von einem fantastisch eingespielten Panikorchester, das <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/medien\/russ-mohl-gastbeitrag-corona-panikorchester-1.5075025\">in diesem Artikel<\/a>  beschrieben wird:<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Nicht die Regierenden haben die Medien vor sich hergetrieben, wie das Verschw&ouml;rungstheoretiker so gerne behaupten. Vielmehr haben die Medien mit ihrem grotesken &Uuml;bersoll an Berichterstattung Handlungsdruck in Richtung Lockdown erzeugt, dem sich die Regierungen in Demokratien kaum entziehen&nbsp;konnten.&ldquo;\n<\/p><\/blockquote><p>Dieser Absatz bringt den Aspekt einer von entschlossenen Medien getriebenen Politik auf den Punkt. Und es ist erstaunlich, dass der Beitrag in der &bdquo;S&uuml;ddeutschen Zeitung&ldquo; erschienen ist. Damit belegt der Artikel zweierlei: Zum einen gibt es sie, die mutigen Autoren und Redakteure, im Gegensatz zu der gro&szlig;en Mehrheit der angepassten Journalisten. Zum anderen werden kritische Beitr&auml;ge aber selbst in den Zeitungen, die sie ver&ouml;ffentlichen, durch die schiere Masse an Pro-Lockdown-Artikeln &bdquo;ertr&auml;nkt&ldquo;: Sie verschwinden ohne nennenswerte Wirkung und sind darum kaum mehr als Feigenbl&auml;tter f&uuml;r eine &uuml;berw&auml;ltigende Lockdown-Propaganda.  <\/p><p><strong>Medienkritik an der Lockdown-Umsetzung &ndash; nicht am Prinzip<\/strong><\/p><p>Inzwischen &ndash; besser sp&auml;t als nie &ndash; ist auch in gro&szlig;en Medien zunehmend harsche Kritik an Teilen des Regierungshandelns zu verzeichnen. Diese Kritik ist aber fast nie eine prinzipielle Infragestellung des Lockdown-Prinzips. Statt dessen werden Details oder &bdquo;Fehler&ldquo; in der Umsetzung dieses fatalen Prinzips diskutiert. Diese Art der &bdquo;Kritik&ldquo; nimmt das Lockdown-Prinzip eher noch in Schutz, als es anzugreifen.<\/p><p>Das alles sind offensichtliche und auch keine neuen Beobachtungen. Aber offenbar muss man immer wieder darauf hinweisen: Auch wohlmeinende Politiker k&auml;men im Moment kaum gegen die Wucht der Corona-Berichterstattung an. Und es ist h&ouml;chste Zeit: Selbst wenn sich die Macher der gro&szlig;en deutschen Medien noch heute ihrer Verantwortung bewusst w&uuml;rden und umsteuern w&uuml;rden, weg vom skrupellosen Sch&uuml;ren von &Auml;ngsten: Es w&uuml;rde trotzdem noch viel Zeit brauchen, um die gesellschaftlichen Folgen der Corona-Episode wieder zu heilen und den B&uuml;rgern wieder einen angstfreien Umgang miteinander zu vermitteln. Es ist auch ein Charakterzug der aktuellen, radikalen und spaltenden Politik, dass deren Langzeitfolgen nicht abzusch&auml;tzen sind und diese auch gar nicht in den Blick genommen werden: in einem Akt der kollektiven Verantwortungslosigkeit. Das ist aber ein Grund mehr, die mediale Panikmache umgehend einzustellen. <\/p><p>Titelbild: Tero Vesalainen \/ Shutterstock<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Viele gro&szlig;e deutsche Medien sch&uuml;ren weiterhin Panik, Paranoia und Spaltungen: Auf Basis aussageloser und absoluter Zahlen werden die sozialen Aspekte eiskalt ignoriert. Gegen diese Stimmungsmache der Presse kommen auch wohlmeinende Politiker nicht an. Ohne ein Ende der Medienkampagnen wird es keinen Ausweg aus dem Lockdown-Irrsinn geben. 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