{"id":71029,"date":"2021-03-25T08:23:01","date_gmt":"2021-03-25T07:23:01","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=71029"},"modified":"2021-03-25T08:23:01","modified_gmt":"2021-03-25T07:23:01","slug":"hinweise-des-tages-3827","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=71029","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=71029#h01\">MPK &ndash; das Ministerpr&auml;sidenten-Komplettversagen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=71029#h02\">Politisch insolvent<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=71029#h03\">Bundesregierung pr&uuml;ft Unterbindung von Urlaubsreisen ins Ausland<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=71029#h04\">Ein Jahr Lockdown und der autorit&auml;re Turn in der Linken<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=71029#h05\">Studie: Prekarisierung im deutschen Journalismus nimmt zu<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=71029#h06\">West-Ost-Br&uuml;ckenbauer, abgedr&auml;ngt an die R&auml;nder &ndash; ein Lehrst&uuml;ck<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=71029#h07\">Zum Weltwassertag 2021: Wasserhandel an der Wall Street aussetzen &ndash; Wasser als Menschenrecht sch&uuml;tzen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=71029#h08\">&Auml;rztInnen im Impfzentrum &ndash; Die Kasse klingelt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=71029#h09\">Der Amazonas kippt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=71029#h10\">9999 Euro f&uuml;r Dinner mit Gesundheitsminister &ndash; Spahn will Namen der Spender nicht nennen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=71029#h11\">&ldquo;Ziviler Hafen&rdquo;: Volksinitiative in Hamburg will R&uuml;stungsexporte verbieten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=71029#h12\">NATO muss ihr Scheitern in Afghanistan anerkennen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=71029#h13\">EUGMR zum Massaker am Kundus-Fluss 2009<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=71029#h14\">R&uuml;stung trotz Pandemie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=71029#h15\">Wegen illegaler Pushbacks &ndash; EU-Parlament verweigert Best&auml;tigung des Budgets von Frontex<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=71029#h16\">Zwei-Feinde-Strategie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=71029#h17\">Sch&uuml;ler ohne Corona-Test d&uuml;rfen Schulen nicht betreten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=71029#h18\">zu guter Letzt: Erleichterung auf der MS Germania<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>MPK &ndash; das Ministerpr&auml;sidenten-Komplettversagen<\/strong><br>\n[&hellip;] Dennoch muss man davon ausgehen d&uuml;rfen, dass &ldquo;die Politik&rdquo; &ndash; als ob es sich um ein nicht greif- oder adressierbares Gebilde handeln w&uuml;rde &ndash; ihren Kernaufgaben ein Jahr nach Eintreten dieser Krisensituation endlich gerecht wird: die Gesundheit der Menschen sch&uuml;tzen, die Grundrechte wahren, Rechtssicherheit herstellen.<br>\nNichts davon hat der Beschluss der letzten Bund-L&auml;nder-Konferenz geleistet. Ganz im Gegenteil verstricken sich die Regierungen im Bund und den Bundesl&auml;ndern immer weiter in Willk&uuml;r bei den Ma&szlig;nahmen, Inkompetenz bei deren Begr&uuml;ndung und Ignoranz mit Blick auf die immer deutlicher zutage tretenden Lockdownfolgen im Privaten, dem gesellschaftlichen Miteinander und der Wirtschaft. [&hellip;]<br>\nffektiv w&auml;re eine zus&auml;tzliche &ldquo;Osterruhe&rdquo; eh nicht gewesen. Eine Schlie&szlig;ung des Handels h&auml;tte bedeutet, dass sich am Mittwoch und Samstag Menschenmassen vor und in den betroffenen L&auml;nden gestaut h&auml;tten. Auch wenn der entsprechende Beschluss &ldquo;mit bester Absicht&rdquo;, so Merkel, gefasst wurde, zeigt er, wie schlecht das Krisenmanagement nach wie vor ist. [&hellip;]<br>\nAll das zeigt &ndash; und das ganz unabh&auml;ngig von vielen anderen offenen Fragen zu Mortalit&auml;t, dem Schutz vulnerabler Gruppen oder dem Impfdesaster &ndash; unsere gro&szlig;e Schw&auml;che in dieser Jahrhunderpandemie: die Regierungen und ihr Unverm&ouml;gen, ad&auml;quate und vermittelbare Antworten zu geben. Das ist Politikversagen in natura. (<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/MPK-das-Ministerpraesidenten-Komplettversagen-5997433.html\">Harald Neuber auf Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Politisch insolvent<\/strong><br>\n[&hellip;] Klar, nach der Empfehlung von Virologen, Epidemiologen und Intensivmedizinern w&auml;re es am sichersten, jetzt das ganze Land ins k&uuml;nstliche Koma zu versetzen. Aber diese Experten blenden die materiellen, sozialen oder psychischen Kosten eben aus. Politiker hingegen m&uuml;ssen auch in Kategorien wie Versorgungssicherheit, Lieferketten, Arbeitspl&auml;tze denken und die Verh&auml;ltnism&auml;&szlig;igkeit beim Eingriff in Grundrechte abw&auml;gen. Doch erst der Aufschrei der Wirtschaft f&uuml;hrte nun zur Einsicht, dass man komplexe Produktionsverfahren oder logistische Prozesse nicht vollbremsen kann.<br>\nDie These sei gewagt, dass bei einer ordentlichen parlamentarischen Beratung nicht so ein Murks herausgekommen w&auml;re wie bei der &uuml;bern&auml;chtigten Runde von 17 Regierungschefs. Einen Fehler pers&ouml;nlich einzur&auml;umen, um ihre potenziellen Nachfolger in diesem Kreis zu entlasten, ist ein allzu durchsichtiges Man&ouml;ver der Machtpolitikerin Merkel. Es reicht nicht, um ihre politische Insolvenz zu verschleiern.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.e-pages.dk\/weserkurier\/162112\/article\/1323444\/1\/10\/render\/?token=5b9a6eb11d4fa9c79d29b1f230a821fb&amp;vl_platform=ios&amp;vl_app_id=com.newscope.weserkurier.PDFReader&amp;vl_app_version=4.2.0\">Weser-Kurier<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Bundesregierung pr&uuml;ft Unterbindung von Urlaubsreisen ins Ausland<\/strong><br>\nDie Bundesregierung pr&uuml;ft, ob Reisen in beliebte Urlaubsgebiete im Ausland wegen der Corona-Pandemie vor&uuml;bergehend unterbunden werden k&ouml;nnen. &bdquo;Das wird jetzt von den zust&auml;ndigen Ressorts &uuml;berpr&uuml;ft&ldquo;, sagte die stellvertretende Regierungssprecherin Ulrike Demmer am Mittwoch in Berlin.<br>\nHintergrund ist der vor&uuml;bergehende Buchungsboom f&uuml;r Mallorca nach der Streichung der Lieblingsinsel der Deutschen von der Liste der Corona-Risikogebiete am 14. M&auml;rz. Damit wurde auch die Reisewarnung des Ausw&auml;rtigen Amts aufgehoben. Der Schritt erfolgte, weil die Zahl der Neuinfektionen dort unter 50 pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gesunken war.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article229061329\/Reisen-in-beliebte-Urlaubsgebiete-Bundesregierung-prueft-Unterbindung.html\">welt.de<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Die Balearen weisen zur Zeit eine Inzidenz von 31 auf. Es gibt in Deutschland nur vier Landkreise, die unter diesem Wert liegen. Warum will die Regierung Reisen auf die Balearen &bdquo;unterbinden&ldquo;? Das ist Populismus in Reinkultur. Man pickt sich die Balearen raus, da dies Schlagzeilen generiert und gut ins Image passt &ndash; schlie&szlig;lich gilt Mallorca ja als &bdquo;Party-Insel&ldquo; und alles was irgendwie mit Spa&szlig; und Freude zu tun hat, ist ja in der neuen Normalit&auml;t verp&ouml;nt. <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Ein Jahr Lockdown und der autorit&auml;re Turn in der Linken<\/strong><br>\nAktuell scheint es, als w&uuml;rden die Debatten vom letzten Jahr noch einmal gef&uuml;hrt. Dabei war es auch ein Jahr Diskussionsverweigerung [&hellip;]<br>\nJeder, der sich in den letzten zw&ouml;lf Monaten auch zu Corona nicht verbieten lassen wollte, kritische Fragen zu stellen, konnte erfahren, was Velten Sch&auml;fer hier beschreibt. Daf&uuml;r finden sich viele Beispiele. Ein aktuelles ist das Titelthema der M&auml;rz-Ausgabe der Monatszeitung konkret unter der &Uuml;berschrift &ldquo;Von Null auf Zero &ndash; Die Linke in der Pandemie&rdquo;, die es vom Autor Thomas Ebermann auch als H&ouml;rst&uuml;ck gibt.<br>\nAuffallend ist, dass Ebermann da wieder zu den autorit&auml;ren Methoden einer 1970er-Jahre-Linken zur&uuml;ckkehrt, als die Vorst&auml;nde kommunistischer Kleingruppen sich anma&szlig;ten zu entscheiden, welche B&uuml;cher f&uuml;r die Parteimitglieder verderblich sind, ohne sich mit den inkriminierten Beitr&auml;gen auch nur inhaltlich auseinanderzusetzen. Nur spielen eben heute diese Kleinstparteien keine Rolle mehr, so dass auch Ebermann keine Ausschlussverfahren mehr in Gang setzen kann.<br>\nDoch der autorit&auml;re Geist ist geblieben. So fordert er, dass mit Autoren bestimmter ihn missfallenden Wortmeldungen zu Corona und den Folgen gebrochen werden m&uuml;sse. Das ist ein Ausdruck eines autorit&auml;re Turn in der Corona-Debatte. Da hilft es sicher nichts, wenn Velten Sch&auml;fer mit Verweis auf die griechische Polis eine allgemeine Amnesie vorschl&auml;gt. Er konkretisiert den Vorschlag, dass alle Wortmeldungen zu Corona und den Folgen aus dem letzten Jahr vergessen werden sollten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Ein-Jahr-Lockdown-und-der-autoritaere-Turn-in-der-Linken-5996448.html\">Peter Nowak auf Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Studie: Prekarisierung im deutschen Journalismus nimmt zu<\/strong><br>\nDrei F&uuml;nftel der Befragten empfinden ihre Arbeitssituation als unsicher, eine gr&ouml;ssere Ausgabe k&ouml;nnten die meisten nicht stemmen.<br>\nZu beobachten, was Medien in anderen deutschsprachigen L&auml;ndern umtreibt, lohnt sich nicht nur inhaltlich. Schon deshalb, weil sich Entwicklungen in der Schweiz oft mit ein paar Jahren Verz&ouml;gerung wiederholen.<br>\nFalls das so ist, sieht die Zukunft der Medienbranche nicht rosig aus, das zeigt eine Umfrage der Ludwig-Maximilians-Universit&auml;t in M&uuml;nchen (LMU). Demnach prekarisieren sich die Arbeitsbedingungen im deutschen Journalismus zunehmend.  Nur die H&auml;lfte von mehr als 1000 befragten deutschen Journalistinnen und Journalisten verf&uuml;gt &uuml;ber ein Einkommen, mit dem sie ihren Lebensunterhalt sicher finanzieren k&ouml;nnen.<br>\nDie meisten bezeichnen ihre Arbeitsverh&auml;ltnisse als unsicher und f&uuml;r den journalistischen Nachwuchs sind die immer schlechter werdenden Arbeitsbedingungen alles andere als attraktiv. An der Umfrage teilgenommen haben festangestellte und freischaffende Journalistinnen und Journalisten aus allen Mediengattungen, darunter auch &laquo;feste Freie&raquo; und 7 Prozent nebenberufliche Journalisten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/medien\/studie-prekarisierung-im-deutschen-journalismus-nimmt-zu\/\">Infosperber<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>West-Ost-Br&uuml;ckenbauer, abgedr&auml;ngt an die R&auml;nder &ndash; ein Lehrst&uuml;ck<\/strong><br>\nWie geht es einem Menschen, dessen Lebensthema die Verst&auml;ndigung zwischen Ost und West ist, in der heutigen Zeit am Rande eines neuen Kalten Krieges? Wie kann er sein Anliegen der Deeskalation in der vielf&auml;ltigen deutschen Medienlandschaft kommunizieren, wenn er auch noch die Position vertritt, dass Russland nicht immer an allem schuld ist? &ndash; Ein Lehrst&uuml;ck, aufgezeichnet von einem involvierten Konfliktforscher. [&hellip;]<br>\nMein Problem: Mit all meinen Texten, die sich in einer Welt neuen und alten Lagerdenkens um einen Zugang zum Thema &bdquo;Deeskalation&ldquo; jenseits der etablierten Narrative &ndash; sprich: jenseits der falschen Alternativen, die mir von allen Seiten um die Ohren gehauen werden &ndash; bem&uuml;hen, m&ouml;chte ich die politische Mitte der Gesellschaft erreichen, jene 80 Prozent der Bev&ouml;lkerung, die sich seit Jahren f&uuml;r ein besseres Verh&auml;ltnis zu Russland aussprechen und ohne die sich nichts &auml;ndern wird. Die Mehrzahl dieser Bev&ouml;lkerungsmehrheit liest aber nicht RT Deutsch. Die Leit- und anderen Medien, die die Mitte der Gesellschaft bedienen, akzeptieren umgekehrt keine Artikel, die die Russlandpolitik des Westens grundlegend kritisieren &ndash; und schon gar nicht von einem Autor, der bereits &uuml;ber hundertmal bei RT Deutsch ver&ouml;ffentlicht hat. (Was er dort geschrieben hat, ist &uuml;brigens egal &ndash; es reicht, dass er dort publiziert hat, um ihn f&uuml;r die Leitmedien in eine pu&shy;blizistische Leiche zu verwandeln.) Anders gesagt, ich befinde mich in der klassischen &sbquo;Loriot-Situation&lsquo;: Die Leitmedien werfen mir vor, mich genau in der Ecke zu befinden, in die sie mich jahrelang gedr&auml;ngt haben. (Aber was soll eigentlich der Indikativ? Meine Texte werden von diesen Medien ja noch nicht mal ignoriert.)<br>\nMit einem Wort: Ich f&uuml;hle mich als &bdquo;Gorbatschowianer&ldquo; an die R&auml;nder abgedr&auml;ngt, wo ich mich nach eigenem Empfinden niemals verorten w&uuml;rde (1). Ich sitze, wie ich die letzte Folge einer achtteiligen biographischen Essay-Serie mal &uuml;berschrieben habe &ndash; und die RT Deutsch, wie alle meine Texte, unzensiert ver&ouml;ffentlichte &ndash; &bdquo;Zwischen allen St&uuml;hlen&ldquo;. Ich bin sicher, dass ich nicht der Einzige bin, dem es mit diesem oder einem anderen Thema so geht &ndash; sehe mich daher als &bdquo;Fall&ldquo;.<br>\nEs ist heute immer viel von &bdquo;Haltung&ldquo; die Rede, die Publizisten an den Tag legen sollten. Was auch immer es damit auf sich haben mag &ndash; genau das tue ich! Nur halt nicht im fast &uuml;berall erw&uuml;nschten Sinne. Aber wenn gut begr&uuml;ndete Positionen, die allerdings der in den Leitmedien fast ausschlie&szlig;lich kommunizierten Sicht der Dinge widersprechen, auf Dauer an die R&auml;nder der Gesellschaft abgedr&auml;ngt werden, dann ist mit unserer Meinungsfreiheit etwas grunds&auml;tzlich nicht in Ordnung.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/medien\/trends\/__trashed-274__trashed\/\">Leo Ensel auf Infosperber<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Zum Weltwassertag 2021: Wasserhandel an der Wall Street aussetzen &ndash; Wasser als Menschenrecht sch&uuml;tzen<\/strong><br>\nVon Berliner Wassertisch<br>\nZum Weltwassertag am 22. M&auml;rz 2021 erinnert der Berliner Wassertisch: Weltweit leiden unz&auml;hlige Menschen unter Wasserknappheit und mangelnder Sanit&auml;rversorgung. Doch der Verteilungskampf k&ouml;nnte sich in naher Zukunft noch versch&auml;rfen. Die CME Group (Chicago Mercantile Exchange), eine der weltgr&ouml;&szlig;ten Optionsb&ouml;rsen, machte Ende 2020 vor, was auf uns zukommt. Sie er&ouml;ffnete die Spekulation auf Wasser. Wie bei Gold oder &Ouml;l k&ouml;nnen Anleger nun mit sogen. &ldquo;Futures&rdquo; (Terminabsprachen f&uuml;r Verk&auml;ufe an einem bestimmten Tag zu einem festgelegten Preis) auf das Wasser wetten.<br>\nDie &Ouml;konomin und MdL a.D. Gerlinde Schermer positioniert sich f&uuml;r den Berliner Wassertisch: &ldquo;Die weltweit erste Terminb&ouml;rse f&uuml;r Wasser stellt Wasser als fundamentales Menschenrechte in Frage. Die dem Wassertisch verbundenen Wasseraktivistinnen Maude Barlow und Vandana Shiva forderten in einer gemeinsamen Pressemitteilung schon im Januar 2020, die Vermarktung von Wasser und seinen Verkauf auf dem freien Markt abzulehnen und Wasser als ein &ouml;ffentliches Gut und Menschenrecht anzuerkennen. Private Unternehmen und Investoren haben Wasser bereits durch die Privatisierung von Wasserdienstleistungen, die Mineralwasserindustrie, Land- und Wasserraub und Wasserrechte f&uuml;r die Rohstoffindustrien zur Ware gemacht&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/scharf-links.de\/47.0.html?&amp;tx_ttnews[tt_news]=76874&amp;tx_ttnews[backPid]=56&amp;cHash=7b20d2d3ca\">Scharf Links<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>&Auml;rztInnen im Impfzentrum &ndash; Die Kasse klingelt<\/strong><br>\nCorona kann auch ein Geldquell sein. Nicht nur f&uuml;r Pharmakonzerne, Apotheken, Unionsabgeordnete, sondern auch f&uuml;r &Auml;rztinnen und &Auml;rzte. Zum Beispiel f&uuml;r jene, die im Impfzentrum ein Mehrfaches dessen verdienen, was eine Krankenschwester erh&auml;lt. Dar&uuml;ber wundern sich sogar Beg&uuml;nstigte.<br>\nZu Beginn des Jahres war die Aufregung gro&szlig;. 130 Euro in der Stunde f&uuml;r Impf&auml;rztInnen (plus Fahrtkosten), 30 bis 50 Euro f&uuml;r die Pflegefachkraft (ohne Fahrtkosten). Angesichts des Beifalls auf den Balkonen erschien das ungerecht, aber nur kurz, weil immer neue Nachrichten die alten &uuml;berlagerten. Meist schlechte, wie jene von inoffiziellen und offiziellen Maskenschiebern, die derart h&auml;ufig in der Union auftauchten, dass man meinen k&ouml;nnte, CDU und CSU seien das neue Amazon f&uuml;r Virenabwehrprodukte. So erfreute Gesundheitsminister Jens Spahn die Apotheken mit gro&szlig;z&uuml;gigst subventionierten FFP2-Masken, die das Steuervolk gesch&auml;tzt zwei Milliarden kosteten. Sie h&auml;tten sich &ldquo;dumm und d&auml;mlich verdient&rdquo;, meinte ein Vertreter dieses Berufsstands in Berlin. Was also sind 130 Euro?<br>\nDas fragt sich offenbar auch die Kassen&auml;rztliche Vereinigung Baden-W&uuml;rttemberg (KVBW), die mit den Impf&auml;rztInnen abrechnet. F&uuml;r ihren Sprecher Kai Sonntag geht diese Verg&uuml;tung in Ordnung, zumal sie auch noch schlechter ist als in Sachsen und Th&uuml;ringen, wo 175 Euro die Stunde bezahlt werden. (Damit k&ouml;nne ein Bruttoarbeitslohn von 28.000 Euro pro Monat erzielt werden, l&auml;sst der Mitteldeutsche Rundfunk einen Doktor erz&auml;hlen, was dem dreifachen Gehalt eines Oberarztes entspreche.) Und damit keine Missverst&auml;ndnisse entstehen, betont der Sprecher, dass das Land die Honorars&auml;tze festgelegt habe.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/gesellschaft\/521\/die-kasse-klingelt-7394.html\">Kontext:Wochenzeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Der Amazonas kippt<\/strong><br>\nGeografisch ist der Amazonas sehr weit entfernt. Und doch hat der Zustand des weltgr&ouml;&szlig;ten Regenwaldes unmittelbare Auswirkungen auf unsere Zukunft. Denn der Amazonas ist eines jener Kippelemente im Klimasystem, die sich bei einer bestimmten Temperaturschwelle unumkehrbar ver&auml;ndern &ndash; und den Klimawandel verselbstst&auml;ndigen k&ouml;nnten, ohne dass der Mensch dann noch etwas dagegen unternehmen kann. Noch sind in den B&auml;umen und kohlenstoffreichen B&ouml;den das &Auml;quivalent von vier oder f&uuml;nf Jahren der vom Menschen verursachten Kohlenstoffemissionen gespeichert &ndash; bis zu 200 Gigatonnen Kohlendioxid.<br>\nWegen der starken Sonnenintensit&auml;t am &Auml;quator und der Feuchtigkeit des Waldes verdunstet dort sehr viel Wasser, und es bilden sich Wolken. &ldquo;Diese regnen dann im Flachland und an den H&auml;ngen der Anden wieder ab und versorgen den Regenwald mit neuem Wasser&rdquo;, sagt Christopher Reyer, Waldexperte am Potsdam-Institut f&uuml;r Klimafolgenforschung. Eigentlich ein sich selbst erhaltendes System, eine Art Umw&auml;lzpumpe, angetrieben von der Sonnenenergie. Steigt aber die mittlere weltweite Temperatur um mehr als zwei Grad, ger&auml;t der Amazonaswald in Hitzestress, was seine F&auml;higkeit zur Wasserverdunstung einschr&auml;nkt. Weniger Verdunstung bedeutet weniger Regen, bedeutet weniger Wasser zur Versorgung des Systems Amazonas: Trockenstress ist die Folge, ein Teufelskreis, der schlie&szlig;lich dazu f&uuml;hrt, dass der Regenwald stirbt und den gespeicherten Kohlenstoff wieder freigibt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.piqd.de\/klimawandel\/der-amazonas-kippt\">piqd<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>9999 Euro f&uuml;r Dinner mit Gesundheitsminister &ndash; Spahn will Namen der Spender nicht nennen<\/strong><br>\nNach einem Dinner mit Unternehmern flossen Spenden an den Kreisverband von Gesundheitsminister Spahn. Die Namen der Spender will der CDU-Politiker nicht nennen.<br>\nEs war ein Abendessen am 20. Oktober 2020 in Leipzig, das Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) noch bis heute Bauchschmerzen verursachen d&uuml;rfte. Am Men&uuml; &ndash; laut &bdquo;Bild&ldquo;-Zeitung Rindfleischfilets und Rotwein &ndash; d&uuml;rfte es aber kaum liegen. Vielmehr bleibt ein politisches Geschm&auml;ckle zur&uuml;ck.<br>\nDenn der Gesundheitsminister, der am n&auml;chsten Tag seine Covid-Infektion &ouml;ffentlich machte, nahm an diesem Abend nicht nur die eigenen Hygiene-Anspr&uuml;che in der Pandemie etwas lockerer. Im Nachgang des Abendessens mit rund einem Dutzend Teilnehmern, &uuml;ber das zuerst der Spiegel berichtete, flossen auch Spenden an Spahns Kreisverband Borken. Nach Informationen der &bdquo;Bild&ldquo;-Zeitung 9999 Euro &ndash; genau einen Euro unter der Grenze zur Ver&ouml;ffentlichungspflicht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/9999-euro-fuer-dinner-mit-gesundheitsminister-spahn-will-namen-der-spender-nicht-nennen\/27033118.html\">tagesspiegel<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>&ldquo;Ziviler Hafen&rdquo;: Volksinitiative in Hamburg will R&uuml;stungsexporte verbieten<\/strong><br>\nEin &ldquo;Sicherer Hafen&rdquo; ist Hamburg laut einem B&uuml;rgerschaftsbeschluss schon seit rund zweieinhalb Jahren &ndash; es geh&ouml;rt zu dem Netzwerk der St&auml;dte, die sich bereiterkl&auml;rt haben, mehr gefl&uuml;chtete Menschen aufzunehmen, als sie nach dem jeweiligen Verteilungsschl&uuml;ssel von Bund und L&auml;ndern m&uuml;ssten.<br>\nErst vor wenigen Tagen wurde eine Kampagne f&uuml;r eine Volksinitiative gestartet, damit der Hamburger Hafen auch ein ziviler Hafen wird, der nicht als logistisches Drehkreuz zur Fluchtursache Krieg beitr&auml;gt.<br>\n&ldquo;Senat und B&uuml;rgerschaft schaffen innerhalb eines Jahres eine Rechtsgrundlage, die den Transport und Umschlag von R&uuml;stungsg&uuml;tern &uuml;ber den Hamburger Hafen verbietet und unternehmen alle notwendigen und zul&auml;ssigen Schritte, um dieses Verbot unverz&uuml;glich umzusetzen.&rdquo;<br>\nSo lautet der Text, &uuml;ber den die Volksinitiative in Hamburg zur Abstimmung stellen will. Im ersten Schritt werden die Unterschriften von 10.000 Wahlberechtigten aus der Hansestadt ben&ouml;tigt, damit auf Antrag ein Volksbegehren m&ouml;glich wird, falls die Hamburgische B&uuml;rgerschaft den eingereichten Gesetzentwurf nicht beschlie&szlig;t&hellip;<br>\nVerfassungsanspruch und Wirklichkeit<br>\n&ldquo;Internationalit&auml;t, Frieden und V&ouml;lkerverst&auml;ndigung sind Werte, die Hamburg als Konsequenz aus Faschismus und zwei Weltkriegen in die Verfassung &uuml;bernommen hat&rdquo;, hei&szlig;t es zur Begr&uuml;ndung auf den Unterschriftenlisten. &ldquo;Doch in und um Hamburg produzieren momentan mehr als 93 Unternehmen R&uuml;stungsg&uuml;ter. &Uuml;ber den Hafen werden pro Jahr 1.000 Container mit Munition verschifft.&rdquo;<br>\nDie Initiatoren der Kampagne, zu denen auch der ehemalige B&uuml;rgerschaftsabgeordnete Martin Dolzer (Die Linke) z&auml;hlt, berufen sich darauf, dass die Welthafenstadt laut ihrer Verfassung &ldquo;im Geiste des Friedens Mittlerin zwischen allen Erdteilen und V&ouml;lkern der Welt&rdquo; sein will.<br>\nHinter der Volksinitiative steht ein B&uuml;ndnis aus Friedens- und Umweltgruppen, Gewerkschaftsgliederungen, Dachverb&auml;nden t&uuml;rkischer und kurdischer Migrantenorganisationen, Fl&uuml;chtlingsinitiativen sowie hochschulpolitischen Gruppen und Arbeitskreisen der Partei Die Linke und der DKP.<br>\nAls vorbildhaft betrachten sie nicht zuletzt die Weigerung franz&ouml;sischer Hafenarbeiter und ihrer italienischen Kollegen im Mai 2019, saudische Schiffe mit Waffen f&uuml;r den Jemen-Krieg zu beladen&hellip;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Ziviler-Hafen-Volksinitiative-in-Hamburg-will-Ruestungsexporte-verbieten-5995217.html\">Claudia Wangerin auf Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>NATO muss ihr Scheitern in Afghanistan anerkennen<\/strong><br>\nPressemitteilung von Andrej Hunko<br>\n&bdquo;Auch ohne Trump bleibt korrekt, was Macron Ende 2019 festgestellt hat: Die NATO ist hirntot. Dies zeigt sich eindr&uuml;cklich an der Realit&auml;tsverweigerung bez&uuml;glich Afghanistan. Nach 20 Jahren sinnloser Milit&auml;rintervention muss die NATO endlich das Scheitern dieser Politik anerkennen. Das Land liegt am Boden, die Sicherheitslage ist katastrophal, und keines der vorgeblichen Ziele des Krieges wurde erreicht. Anstatt den Milit&auml;reinsatz noch weiter zu verl&auml;ngern, m&uuml;ssen die Truppen endlich abgezogen werden&ldquo;, erkl&auml;rt Andrej Hunko, stellvertretender Vorsitzender und europapolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE, anl&auml;sslich der Tagung der NATO-Au&szlig;enminister. Hunko weiter:<br>\n&bdquo;Die Mission des neuen US-Au&szlig;enministers Antony Blinken scheint es zu sein, das Kriegsb&uuml;ndnis wieder gegen Russland und China zu richten. Es ist bezeichnend f&uuml;r den Zustand der NATO, dass die USA sie zu nutzen versuchen, um Einfluss auf die europ&auml;ische Energiepolitik zu nehmen. Die dazu verwendeten Sanktionen und Sanktionsdrohungen sind v&ouml;llig inakzeptabel und erfordern Gegenreaktionen. Die Warnung vor der Abh&auml;ngigkeit von russischem Gas durch Nord Stream 2 kaschiert jedoch nur unbeholfen, worum es den USA geht: die EU-Staaten stattdessen von US-amerikanischem Fracking-Gas abh&auml;ngig zu machen.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.linksfraktion.de\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/nato-muss-ihr-scheitern-in-afghanistan-anerkennen\/\">Die Linke<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>EUGMR zum Massaker am Kundus-Fluss 2009<\/strong><br>\nKeine Entsch&auml;digung f&uuml;r die Opfer: Es fehlt ein eindeutiger Kodex zur Entsch&auml;digung von Kriegsunrecht.<br>\nAm 16. Februar 2021 beendete der Europ&auml;ische Gerichtshof f&uuml;r Menschenrechte (EUGMR) den Klageweg eines Vaters von zwei toten Kindern, die am 4. September 2009 Opfer zweier 500-Pfund- Bomben aus US-Kampfjets in Afghanistan geworden waren. Der EUGMR wies die Klage ab und lies den Vater Abdul Hanan ohne Entsch&auml;digung f&uuml;r den Verlust seiner S&ouml;hne zur&uuml;ck (Hanan v. Germany, application no. 48717769).<br>\nDie Bomben hatten die US-Piloten auf Anforderung des deutschen Kommandanten des Bundeswehrst&uuml;tzpunktes in Kundus, Oberst Georg Klein, abgeworfen. Klein hatte bef&uuml;rchtet, dass das Ziel des Angriffs, zwei von den Taliban gestohlene Tanklastwagen, als rollende Bomben gegen den St&uuml;tzpunkt eingesetzt werden k&ouml;nnten. Die Lastwagen fuhren jedoch in die entgegengesetzte Richtung vom St&uuml;tzpunkt weg, der einige Kilometer entfernt war, und staken auf einer Sandbank im Kundus-Fluss fest.<br>\nDie US-Piloten hatten Klein vorgeschlagen, zun&auml;chst &uuml;ber die Lastwagen hinwegzufliegen, um die Menschen, die sich inzwischen zahlreich versammelt hatten, zu warnen und zu vertreiben. Doch Klein beharrte auf dem sofortigen Angriff. Er vermutete, dass sich dort &uuml;berwiegend Taliban bef&auml;nden, wie ihm ein afghanischer Gew&auml;hrsmann berichtet hatte.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/EUGMR-zum-Massaker-am-Kundus-Fluss-2009-5996526.html\">Norman Paech auf Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>R&uuml;stung trotz Pandemie<\/strong><br>\nVer&ouml;ffentlichung der Eckwerte des Bundeshaushaltes (&hellip;)<br>\nAuf was es bei all dem wohl &uuml;berhaupt nicht ankommt, sind die realen Zahlen, denen zufolge der Milit&auml;rhaushalt von 24,3 Milliarden Euro (2000) &uuml;ber 32,5 (2014) und 38,5 (2018) auf 46,9 Milliarden Euro in diesem Jahr ohnehin bereits regelrecht durch die Decke geschossen ist. Doch das gen&uuml;gt der Bundeswehr anscheinend immer noch nicht, wie der milit&auml;rnahe Blog &raquo;Augen geradeaus&laquo; schreibt, dem die Finanzbedarfsanalyse wohl ebenfalls vorliegt: &raquo;Das Verteidigungsministerium hatte deshalb auch einen deutlich h&ouml;heren Finanzbedarf angemeldet &ndash; von 53,1 Milliarden Euro f&uuml;r das kommende Jahr &uuml;ber 55,4 Milliarden in 2023, 59,3 Milliarden in 2024 und 61,5 Milliarden Euro im Jahr 2025.&laquo;<br>\nVor diesem Hintergrund soll wohl der Eindruck erweckt werden, man sei mit den diesmaligen Eckwerten glimpflich davongekommen: F&uuml;r das kommende Jahr ist darin eine nochmalige saftige Erh&ouml;hung des Milit&auml;rbudgets auf 49,3 Milliarden Euro vorgesehen, danach soll der Haushalt aber gesenkt werden (2023: 46,33 Mrd. Euro; 2024: 46,15 Mrd. Euro; 2025: 45,73 Mrd. Euro). Doch dieses Vorgehen ist schon von den Eckwerten der Vorjahre bekannt. So wurde f&uuml;r den Haushalt 2020 etwa eine Erh&ouml;hung auf 45,1 Milliarden Euro vorgesehen, um f&uuml;r die Folgejahre (2021: 44,26 Mrd. Euro; 2022: 44,29 Mrd. Euro; 2023: 44,16 Mrd. Euro) K&uuml;rzungen anzuvisieren.<br>\nEntscheidend ist bei den Eckwerten aber immer nur das kommende Jahr, und f&uuml;r das wurden verl&auml;sslich deutliche Steigerungen eingepreist &ndash; die f&uuml;r die sp&auml;teren Jahre angek&uuml;ndigten K&uuml;rzungen d&uuml;rften dann ebenso zuverl&auml;ssig wie bisher wieder einkassiert werden. Zwar f&auml;llt der endg&uuml;ltige Beschluss &uuml;ber den Haushalt 2022 in die Verantwortung der n&auml;chsten Bundesregierung, sie d&uuml;rfte sich aber an den Vorgaben der Eckwerte orientieren. Dass sie unterschritten werden, ist jedenfalls &ndash; Pandemie hin oder her &ndash; wohl leider nicht zu erwarten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.imi-online.de\/2021\/03\/24\/ruestung-trotz-pandemie\/\">Informationsstelle Militarisierung e.V.<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Wegen illegaler Pushbacks &ndash; EU-Parlament verweigert Best&auml;tigung des Budgets von Frontex<\/strong><br>\nEuropas Grenzschutzagentur Frontex ist in illegale Pushbacks von Fl&uuml;chtlingen verwickelt &ndash; und kl&auml;rt die Verfehlungen bisher kaum auf. Nun erh&ouml;hen Europaabgeordnete den Druck. [&hellip;]<br>\nAbgeordnete des Europaparlaments verweisen auf mehrere Verst&ouml;&szlig;e von Frontex gegen die Menschenrechte &ndash; und auf das Vers&auml;umnis, diesbez&uuml;glich rechtzeitig 40 Grundrechtsbeobachter einzustellen. &raquo;Die Transparenz in der Agentur l&auml;sst zu w&uuml;nschen &uuml;brig&laquo;, hei&szlig;t es in der Mitteilung des Europaparlaments. &raquo;Frontex muss viel aufarbeiten, um Vertrauen wieder herzustellen&laquo;, sagte der gr&uuml;ne Europaabgeordnete Bas Eickhout aus den Niederlanden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/eu-parlament-verweigert-bestaetigung-des-budgets-von-frontex-a-5cd2e9bd-7dea-45f9-a9b2-5259ede702c4\">SPIEGEL<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Zwei-Feinde-Strategie<\/strong><br>\nZweckpessimismus geh&ouml;rt zum Ritual von NATO-Konferenzen. Es muss stets der Eindruck erweckt und aufrechterhalten werden, die gegenw&auml;rtig als Gegner ausersehenen L&auml;nder oder Kr&auml;fte bedrohten das westliche Kriegsb&uuml;ndnis, das doch nur in aller Unschuld an einer &raquo;regelbasierten Ordnung&laquo; festhalten wolle &ndash; deren Regeln es freilich selbst festzulegen beansprucht. China hat dies den USA vor ein paar Tagen erstmals mit &auml;hnlicher Deutlichkeit als Hegemoniestreben um die Ohren gehauen, wie Wladimir Putin das schon 2007 in M&uuml;nchen getan hat. (&hellip;)<br>\nDabei sieht es f&uuml;r die NATO aktuell milit&auml;risch trotz der kumuliert h&ouml;chsten Milit&auml;rausgaben der Welt nicht besonders gut aus. Aktuell besch&auml;ftigt die Au&szlig;enminister die Frage, wie es in Afghanistan weitergehen soll. Anders als 2001 erhofft, hat sich die westliche Invasion des zentralasiatischen Landes nicht als Blitzkrieg durchziehen lassen. Trotz erdr&uuml;ckender materieller &Uuml;berlegenheit ist es den NATO-Truppen nicht gelungen, den Widerstand lokaler Gruppen zu zerschlagen. Insbesondere die Taliban haben sich als &raquo;&uuml;berlebensf&auml;hig&laquo; gegen&uuml;ber der westlichen Milit&auml;rmaschinerie erwiesen.<br>\nDer fr&uuml;here US-Pr&auml;sident Donald Trump wollte hieraus die Konsequenz ziehen und hatte mit den Taliban ein R&uuml;ckzugabkommen ausgehandelt. Sein Nachfolger Joseph Biden hat diese Entscheidung revidiert, und damit steht f&uuml;r die Politiker NATO-Europas, die den USA die Hilfstruppen stellen, die Frage an, wie sie auf die angesagte Verl&auml;ngerung des Krieges reagieren. (&hellip;)<br>\nDerweil sieht sich die NATO neben Russland nach eigener Wahrnehmung nun einem zweiten ernstzunehmenden Gegner gegen&uuml;ber: der Volksrepublik China. Ein Anfang M&auml;rz an Die Welt durchgestochenes internes Planungsdokument der Bundeswehr-Spitze nimmt keine ausdr&uuml;ckliche Gewichtung vor, welcher der beiden potentiellen Gegner der gef&auml;hrlichere sei. Aber es notiert, China verf&uuml;ge nicht nur &uuml;ber zwei Millionen Soldaten, rund 6.850 Kampfpanzer und 1.600 Jagdflugzeuge, sondern auch &uuml;ber die &raquo;weltweit gr&ouml;&szlig;ten konventionellen Raketenpotentiale&laquo;, wozu auch die extrem gef&auml;hrlichen Hyperschallraketen mit gro&szlig;er Reichweite von bis zu 2.500 Kilometern geh&ouml;rten. Diese k&ouml;nnten unter anderem den US-Marinest&uuml;tzpunkt auf der Insel Guam im westlichen Pazifik erreichen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/399220.kriegsallianz-nato-zwei-feinde-strategie.html\">Reinhard Lauterbach in junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Sch&uuml;ler ohne Corona-Test d&uuml;rfen Schulen nicht betreten<\/strong><br>\nMehrere Jugendliche hatten Eilantr&auml;ge gestellt, um diese Bestimmungen au&szlig;er Vollzug zu setzen. Sie hatten damit argumentiert, dass in die allgemeine Handlungsfreiheit sowie in ihre Pers&ouml;nlichkeitsrechte eingegriffen werde.<br>\nDem folgte das Oberverwaltungsgericht in seiner Entscheidung nicht. Es gebe in den Schulen Selbsttests mit Abstrichen im vorderen Nasenbereich, &raquo;die nicht mit beachtlichen Schmerzen einhergehen&laquo;, erkl&auml;rte das Gericht. Daher ber&uuml;hre die Vorschrift zum Testen auch nicht den Schutzbereich des Grundrechts auf k&ouml;rperliche Unversehrtheit. (Aktenzeichen 3 B 81\/21)<br>\nDer Beschluss ist unanfechtbar.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/panorama\/bildung\/sachsen-schueler-ohne-corona-test-duerfen-schulen-nicht-betreten-a-64d1d302-fca4-484f-be78-3d542bbdd1f6\">Spiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> K&uuml;rzlich hatte Tobias Riegel &uuml;ber einen gebilligten Entwurf u.a. geschrieben, &ldquo;demzufolge es im Grundgesetz k&uuml;nftig hei&szlig;en soll, dass das Kindeswohl stets angemessen ber&uuml;cksichtigt werden m&uuml;sse, <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=69032\">wie Medien berichten<\/a>.&rdquo; Das hat sich wohl inzwischen erledigt, denn laut diesem OVG d&uuml;rfen Kindern und Jugendlichen &ldquo;nicht beachtliche Schmerzen&rdquo; zugef&uuml;gt werden &ndash; offenbar sogar t&auml;glich, damit sie die Schulen betreten d&uuml;rfen. Was sagen eigentlich Familiengerichte dazu? Welche Schmerzen sind &ldquo;beachtlich&rdquo;? Und wer genau bestimmt, welche Schmerzen &ldquo;beachtlich&rdquo; sind?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>zu guter Letzt: Erleichterung auf der MS Germania<\/strong><br>\n<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/210325_germania.jpg\" alt=\"\" title=\"\"><br>\nQuelle: Netzfundst&uuml;ck<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JB)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-71029","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/71029","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=71029"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/71029\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":71032,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/71029\/revisions\/71032"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=71029"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=71029"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=71029"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}