{"id":71033,"date":"2021-03-25T08:54:05","date_gmt":"2021-03-25T07:54:05","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=71033"},"modified":"2021-03-25T14:45:34","modified_gmt":"2021-03-25T13:45:34","slug":"e-learning-zu-risiken-und-nebenwirkungen-fragen-sie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=71033","title":{"rendered":"E-Learning: Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie&#8230;?!?"},"content":{"rendered":"<p><b>Studie zeigt: Sch&uuml;ler:innen leiden stark unter dem Homeschooling im Lockdown. <\/b>Die erneut erfolgte und fortgesetzte Schulschlie&szlig;ung im Zuge der Bek&auml;mpfung der SARS-CoViD-2-Pandemie, die jetzt schon drei Monate andauert, war f&uuml;r uns Anlass, eine Studie &uuml;ber das E-Learning w&auml;hrend des Schul-Lockdowns zu initiieren. Laut UNICEF stehen wir inmitten der gr&ouml;&szlig;ten Bildungskrise der Neuzeit. 95% der Sch&uuml;lerinnen und Sch&uuml;ler sind weltweit, so UNICEF, seit einem Jahr von Schulschlie&szlig;ungen betroffen. 168 Millionen Kindern wurde dadurch laut des Anfang M&auml;rz ver&ouml;ffentlichten UNICEF-Reports das Recht auf Bildung ganz genommen, 234 Millionen Kinder h&auml;tten drei Viertel oder mehr des Unterrichts verpasst. Von <b>Finn Jagow und Bernd Schoepe<\/b>.<br>\n<!--more--><br>\nWenn die Lage (UNICEF verf&uuml;gte zum Zeitpunkt seiner Erkl&auml;rung &uuml;ber keine Daten aus Deutschland und Europa!) auch in Deutschland gerade im Vergleich zwischen erstem und zweitem Lockdown zum Gl&uuml;ck nicht von dieser Dramatik ist, so gelten doch auch hier &ndash; nach allem, was wir bislang &uuml;ber die Auswirkungen des fortdauernden Homeschoolings bzw. digitalen Fernunterrichts wissen &ndash; die Aussagen der UNICEF-Exekutivdirektorin Henrietta Fore:<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Mit jedem Tag, der vergeht, bleiben Kinder, die keinen direkten Zugang zu direktem Unterricht haben, weiter zur&uuml;ck und die am meisten benachteiligten Kinder zahlen den h&ouml;chsten Preis.&ldquo;[<a href=\"#foot_1\" name=\"note_1\">1<\/a>]\n<\/p><\/blockquote><p>Dies m&uuml;sste unserer Auffassung nach eigentlich Grund genug sein, den besonderen Lebens- und Lernbedingungen, denen unsere Sch&uuml;ler:innen schon zum zweiten Mal ausgesetzt sind, auf den Grund gehen zu wollen. Leider ist dahingehend bislang in der deutschen &Ouml;ffentlichkeit wenig Interesse zu bemerken. Auch die Medien nehmen sich nur langsam dieses Themas an und m&uuml;ssen sich dabei oft auf Untersuchungen aus dem europ&auml;ischen Ausland beziehen, da Deutschland hier erheblich nachhinkt. Wir hoffen, dass sich dies nun rasch &auml;ndert, damit das Problem gesamtgesellschaftlich endlich &bdquo;auf den Schirm kommt&ldquo;. Jedenfalls haben wir uns, als kleiner Beitrag daf&uuml;r konzipiert, im Februar anhand von zw&ouml;lf Fragen bem&uuml;ht, etwas tiefere Einblicke in die aktuelle Erfahrungs- und Empfindungswelt unserer Sch&uuml;ler:innen zu erhalten. Diese Fragen gaben wir an insgesamt drei Klassen des 11. Jahrgangs der beiden Schulen aus, die wir &ndash; der eine als Klassen-, der andere als Fachlehrer &ndash; unterrichten. Wir ermunterten sie, m&ouml;glichst ausf&uuml;hrlich zu antworten, um so ein m&ouml;glichst differenziertes Bild der Lage, ihrer h&auml;uslichen Situation und ihres psychischen Zustandes gewinnen zu k&ouml;nnen.<\/p><p>Neben den Frageaspekten, auf denen dieser Text im Weiteren n&auml;her eingehen wird, wurden die Sch&uuml;ler:innen auch zur h&auml;uslichen Unterst&uuml;tzung, der R&uuml;cksichtnahme bzw. dem Support durch die Schule und Lehrkr&auml;fte, der eigenen Motivations- und Leistungseinsch&auml;tzung vor und nach dem Lockdown sowie den Vor- und Nachteilen der Distanzlernsituation befragt.<\/p><p>Viele Antworten, um es gleich zu sagen, &uuml;bertrafen unsere schlimmsten Erwartungen. Insgesamt kommen wir nicht umhin, festzustellen, dass die Auswirkungen des digitalen Fernunterrichts auf unsere Sch&uuml;ler:innen ein noch desolateres Bild zeichnen, als wir es vorab f&uuml;r m&ouml;glich oder gar f&uuml;r wahrscheinlich gehalten haben. Und um m&ouml;glichen Fehlinterpretationen gleich vorzubeugen: Dies hat urs&auml;chlich nur wenig damit zu tun, dass die <i>Digitalisierung als Technik<\/i> immer noch nicht gut funktioniert. Denn bei allen N&ouml;ten, Problemen und Kritik der Sch&uuml;ler:innen spielten technische Gr&uuml;nde, also Anwendungsprobleme hinsichtlich der Soft- oder Bedienprobleme bei der Hardware &ndash; auch in Bezug auf die Lehrer:innen &ndash; nur eine sehr untergeordnete Rolle. Dies mag damit zusammenh&auml;ngen, dass die Stichproben dieser <b>qualitativen, nicht-repr&auml;sentativen<\/b> Untersuchung an zwei Schulen erhoben worden sind, denen es &uuml;berdurchschnittlich gut und mit hohem Einsatz der Kolleginnen und Kollegen gelungen ist, in der Zeit zwischen erstem und zweitem Schul-Lockdown die digitale Infrastruktur und den Zugang zum E-Learning f&uuml;r die Sch&uuml;ler:innen signifikant so gut zu verbessern, dass inzwischen eine ann&auml;hernd 100-prozentige Versorgung mit dem Digitalunterricht durch die Schulen sichergestellt werden konnte.[<a href=\"#foot_2\" name=\"note_2\">2<\/a>]<\/p><p><i><b>&Uuml;ber 90% der Sch&uuml;lerinnen und Sch&uuml;ler nehmen die E-Learning-Situation als belastend oder sehr belastend wahr<\/b><\/i><\/p><p>In den 29 R&uuml;ckl&auml;ufer-Frageb&ouml;gen &ndash; auf die R&uuml;ckl&auml;uferquote von 39% kommen wir am Ende noch zur&uuml;ck &ndash; sch&auml;tzen nur zwei Interviewte ihre derzeitige Lern- und Lebenssituation im Homeschooling im Vergleich zum normalen Schulalltag &uuml;berwiegend als positiv ein. Die beiden Befragten hoben die Punkte hervor, die bei allen anderen immer wieder als fehlend benannt oder als nicht leist- bzw. erreichbar beklagt und im Kontext von Negativerfahrungen behandelt wurden: Freiheit und Selbstst&auml;ndigkeit, sich den Tag selbst strukturieren zu k&ouml;nnen, Gelegenheit, ein eigenes &bdquo;Lernsystem&ldquo; zu entwickeln und sich individuelle Lerntechniken in Ruhe beibringen zu k&ouml;nnen, die man im Klassenunterricht nicht oder nicht so gut &bdquo;trainieren&ldquo; kann. Au&szlig;erdem wurde als Chance thematisiert, sich eine sinnvolle Tagesstruktur zu geben, so dass man sich dadurch st&auml;rker auf schulische Aufgaben konzentrieren kann, als einem das im Schulregelsystem mit seinem streng getakteten Korsett bislang m&ouml;glich schien. Ein Sch&uuml;ler stellte bei sich sogar eine Zunahme des Selbstvertrauens fest, den er als einen Effekt des h&auml;uslichen E-Learnings herausstrich.<\/p><p>Sehr verschieden dazu fielen die Antworten der restlichen 27 Sch&uuml;lerinnen und Sch&uuml;ler bei ihren Vergleichen zwischen regul&auml;rem Schulleben <i>vor den<\/i> Lockdowns und den Erfahrungen mit dem Fernunterricht <i>in den<\/i> Lockdowns aus. Die Reihenfolge in der Aufz&auml;hlung wurde von uns der H&auml;ufigkeit nach, mit der die jeweiligen Probleme angesprochen wurden, geordnet:<\/p><ul>\n<li><b>Probleme der Rhythmisierung:<\/b> Die Arbeitsaufgaben werden als &bdquo;Entgrenzung der Arbeit&ldquo; erfahren, Tag-Nacht-Rhythmus scheint bei vielen Sch&uuml;lerinnen und Sch&uuml;lern gest&ouml;rt zu sein, andererseits wird &bdquo;Schlafen&ldquo; oft positiv bewertet. Manchmal scheint es so, als w&uuml;rden einige Sch&uuml;lerinnen und Sch&uuml;ler am liebsten so lange schlafen, bis die Corona-Zeit vorbei ist. Offenbar steht der Wunsch nach Schlaf in einer sinnlogischen Beziehung zu den gro&szlig;en Problemen, mit der Corona-Krisensituation fertig zu werden. <\/li>\n<li><b>Probleme der Orts- und Zeitdiffusion<\/b>. Hierzu O-T&ouml;ne der Befragten: &bdquo;Ich f&uuml;hle mich zu Hause nicht wie in der Schule.&ldquo; &ndash; &bdquo;Ich schlafe da, wo ich lerne.&ldquo; &ndash; &bdquo;Ich habe das Problem, dass ich au&szlig;erhalb der Stunden (des E-Learnings) nur in meinem Bett liege.&ldquo; &ndash; &bdquo;Ich nehme den Unterricht beim homeschooling nicht so ernst, weil ich mich da nicht wie beim Lernen f&uuml;hle.&ldquo; &ndash; &bdquo;Jetzt, wo ich zuhause lernen muss, kann ich mir &uuml;berhaupt nicht die Zeit gut einteilen. Ich finde nachts kein Ende, weil ich ganz genau wei&szlig;, dass ich nirgends hin muss (&hellip;)&ldquo;[<a href=\"#foot_3\" name=\"note_3\">3<\/a>]<\/li>\n<li><b>Probleme der Motivation:<\/b> Diese werden von 90% der Sch&uuml;ler:innen genannt. Die &auml;u&szlig;ere Form des Fernunterrichtes und alle Bem&uuml;hungen der Lehrer:innen verm&ouml;gen es nicht bzw. nur sehr bedingt, die Sch&uuml;ler:innen zu Mitarbeit und eigenen Lernleistungen, vergleichbar jenen im Pr&auml;senzunterricht, zu motivieren.<\/li>\n<li><b>Probleme der Konzentration:<\/b> Das h&auml;usliche Umfeld beeintr&auml;chtigt das Lernen durch zahlreiche St&ouml;rungen und Ablenkungen. Auch die vielen von schulischer Seite auf die Sch&uuml;ler:innen einprasselnden Anweisungen, Aufgaben, Regeln, Deadlines &ndash; die von Lehrer zu Lehrer auch noch individuell h&ouml;chst verschieden gehandhabt werden &ndash; erschweren die aktive Teilnahme am Unterricht, zumal die Sch&uuml;ler:innen jetzt den ganzen Tag vor den Computern sitzen.<\/li>\n<li><b>Problem der Monotonie:<\/b> Es wird wiederholt beklagt, dass jeder Tag wie der n&auml;chste sei, alles sich erm&uuml;dend gleiche. In dem Zusammenhang wird auch von &bdquo;null Produktivit&auml;t&ldquo; gesprochen, einige Sch&uuml;lerinnen und Sch&uuml;ler scheinen bez&uuml;glich der vielen Anforderungen an sie zuhause auch in den Modus des Prokrastinierens zu fallen, weil sie in ihr h&auml;usliches Leben und Lernen einfach keine Ordnung hineinzubringen verm&ouml;gen, d.h. sich gegen&uuml;ber diesen ihnen auferlegten Koordinierungsaufgaben hoffnungslos &uuml;berfordert f&uuml;hlen. Dies wird als zunehmend belastend empfunden.<\/li>\n<li><b>Problem der Isolation:<\/b> Die Lernweise wird als defizit&auml;r empfunden und erlebt, man f&uuml;hlt sich immer wieder auf sich selbst zur&uuml;ckgeworfen (Zitat: &bdquo;Was man aber im Homeschooling findet ist nur sich selbst&ldquo;); die Trennung von den Mitsch&uuml;ler:innen und den Lehrer:innen wird als schmerzhaft wahrgenommen. Dar&uuml;ber hinaus scheinen die Freizeitaktivit&auml;ten (z.B. Sport) bei den Sch&uuml;ler:innen gegen Null zur&uuml;ckgefahren worden zu sein.<\/li>\n<li><b>Problem der nicht-nat&uuml;rlichen Kommunikation<\/b>: Man k&ouml;nnte dieses Problem auch als &bdquo;Entfremdungsproblem durch das technische Setting des Distanzunterrichts&ldquo; bezeichnen, das Sch&uuml;ler:innen verwirrt und entmutigt. Zitate: &bdquo;In der Schule kann man schnell die Lehrer fragen hier jetzt E-Mail und das dauert! Warten!&ldquo; &ndash; &bdquo;(&hellip;) wenn ich nach Hilfe suche kann ich mich bei den Lehrern nicht immer melden weil sie selbst viel zu tun haben.&ldquo; (sic!)<\/li>\n<\/ul><p><b>Dass Probleme der Rhythmisierung und der Orts- und Zeitdiffusion die gr&ouml;&szlig;te Rolle spielen, interpretieren wir so, dass die psychische Gesundheit unserer Sch&uuml;ler:innen im Homeschooling angegriffen wird.<\/b><\/p><p><b>Als Ergebnis der Sichtung aller, teilweise recht ausf&uuml;hrlichen Texte ergab sich, dass der Schule (dem regul&auml;ren Unterricht und normalen Schulalltag) die Attribute &bdquo;Ordnung, Struktur, Verl&auml;sslichkeit, normale Reaktionserwartung, Stabilit&auml;t, Hilfe, Verst&auml;ndnis&ldquo; zugeordnet werden. Homeschooling steht dagegen bei 90% der Sch&uuml;ler:innen f&uuml;r Strukturanomie, Entgrenzung, Verlust von Halt und Orientierung, Desozialisation und Frustrationserfahrungen &ndash; bis hin zur Depression.<\/b><\/p><p><b>Die Rolle der &Auml;ngste im und durch den Lockdown<\/b><\/p><p>Welche Rolle spielen &Auml;ngste in der Corona-Krise f&uuml;r unsere Jugendlichen? Worin haben sie ihre Ursachen und worauf richten sie sich?<\/p><p>Mit der Erfragung dieser Zusammenh&auml;nge wollten wir uns klarer vor Augen f&uuml;hren, inwieweit unsere Sch&uuml;ler:innen durch &Auml;ngste belastet sind oder sich in ihrer Wahrnehmung und ihrem Verhalten dadurch beeintr&auml;chtigt f&uuml;hlen. Stehen diese &Auml;ngste mehr unter dem Eindruck der Corona-Pandemie oder den Schulschlie&szlig;ungen oder lassen sich beide &Auml;ngste gar nicht s&auml;uberlich voneinander trennen, da sie zumeist amalgamiert in Erscheinung treten? <\/p><p>Tats&auml;chlich weist die Studie diesbez&uuml;glich interessante Ergebnisse auf:<\/p><p>Nur 16% kreuzten bei der Frage: &bdquo;Macht dir die Corona-Situation Angst oder viel Angst \/ etwas oder wenig Angst \/ keine Angst&ldquo; an, dass sie &bdquo;viel Angst&ldquo; h&auml;tten. 44% gaben an, &bdquo;etwas Angst&ldquo; zu haben und immerhin 38% haben laut eigener Auskunft &bdquo;keine Angst&ldquo; vor der &bdquo;Corona-Situation&ldquo;. F&uuml;r uns ist dies ein erster deutlicher Hinweis darauf, dass die &Auml;ngste nach <i>Ursachen<\/i> oder <i>Folgen<\/i> des Lockdowns deutlich unterschieden werden m&uuml;ssen, da unsere Frage ja bewusst und relativ unspezifisch auf die &bdquo;Corona-Situation&ldquo; abstellte.<\/p><p>Schaut man sich die genannten <b>Gr&uuml;nde<\/b><i><b> <\/b><\/i>f&uuml;r die Angst der Sch&uuml;ler:innen n&auml;her an, ergibt sich folgendes Bild: Insgesamt wird acht Mal Angst vor Corona als Infektions-Krankheit genannt, wobei sich diese &Auml;ngste &uuml;berwiegend auf Familienangeh&ouml;rige oder Freunde beziehen, d.h. die Befragten sich selbst aufgrund ihrer Jugend und ihres Gesundheitszustandes eher wenig gef&auml;hrdet sehen. Hier f&auml;llt ein Unterschied zwischen den Ergebnissen in den beiden Schulen auf: In der einen Schule wurde Angst vor Corona von nur 11% der Befragten als Grund genannt, in der zweiten Schule aber von 66%. Unsere Deutungshypothese erkl&auml;rt diese auff&auml;llige Diskrepanz gerade bez&uuml;glich dieses Wertes mit der unterschiedlichen sozialstrukturellen Zusammensetzung der Sch&uuml;lerschaft an beiden Schulen. Die erste Schule kann als Schule mit &bdquo;klassischem&ldquo; Unterprivilegierten-Klientel (&uuml;berdurchschnittlich hohe Anzahl von Sch&uuml;ler:innen mit Migrationshintergrund, viele Sch&uuml;ler:innen in bzw. aus internationalen Vorbereitungsklassen) bezeichnet werden, wohingegen die Sozialindikatoren der zweiten Schule typische Merkmale der unteren bis mittleren Mittelschicht aufweisen. Dass die Sch&uuml;ler:innen an der dem Sozialstatus nach h&ouml;hergestellten Schule mehr Angst direkt in Bezug auf die SARS-CoViD-2-Infektionskrankheit entwickeln bzw. &auml;u&szlig;ern, deckt sich mit der Beobachtung, dass das vorherrschende Corona-Narrativ hier in ungleich st&auml;rkerem Ma&szlig;e reproduziert wird, was wir auch als schichtspezifische Determinante interpretieren, die das Antwortverhalten beeinflusst hat.[<a href=\"#foot_4\" name=\"note_4\">4<\/a>]<\/p><p>Allgemeine Zukunftsangst kommt in sieben &Auml;u&szlig;erungen zum Tragen. Zum Beispiel: &bdquo;Ich habe Angst davor, dass wir nie mehr ins normale Leben zur&uuml;ckkommen werden.&ldquo; &ndash; oder: &bdquo;die ganze Situation macht mir Angst, da ich nicht wei&szlig;, wie das ganze weitergehen soll [&hellip;]&ldquo; &ndash; und: &bdquo;Ich habe Angst, weil ich nicht wei&szlig;, wann alles mal wieder halbwegs normal sein wird.&ldquo; Dies wird h&auml;ufig im Zusammenhang mit einer zweiten Angst genannt: der Angst vor dem Versagen in der Schule. Diese Angst wird bezeichnender Weise so aber nur an der Schule mit dem deutlich niedrigeren Sozialindex artikuliert, was wir so interpretieren, dass sich die Sch&uuml;ler:innen dort sehr wohl ihrer besonderen Betroffenheit durch ihre prek&auml;re und bez&uuml;glich der &bdquo;Kollateralsch&auml;den&ldquo; der SARS-CoViD-2- Eind&auml;mmungsma&szlig;nahmen exponierten (am wenigsten gesch&uuml;tzten) Lage bewusst sind, was mit der eingangs zitierten &Auml;u&szlig;erung von UNICEF-Exekutivdirektorin Henrietta Fore korrespondiert, dass &bdquo;die am meisten benachteiligten Kinder [den] h&ouml;chsten Preis&ldquo; f&uuml;r die Corona-Pandemie zahlen. <\/p><p>Lediglich ein Mal wurde die Bef&uuml;rchtung ge&auml;u&szlig;ert, dass im Rahmen der Corona-Ma&szlig;nahmen Freiheitsrechte eingeschr&auml;nkt bleiben k&ouml;nnten. Zitat: &bdquo;Ich f&uuml;hle mich in meiner Freiheit eingeschr&auml;nkt, was nicht gerade ein sch&ouml;nes Gef&uuml;hl ist. Zudem finde ich, dass es weitaus bessere L&ouml;sungen gibt, die man auch gut h&auml;tte treffen k&ouml;nnen.&ldquo; Das zeigt nachdr&uuml;cklich, wie sehr die Situation unseren Sch&uuml;lerinnen und Sch&uuml;lern als lebenspraktisches Problem durch das Homeschooling buchst&auml;blich auf den Leib ger&uuml;ckt ist. Abstraktere und allgemeinere, gesellschaftlich vermittelte Deutungen, die immer auch Z&uuml;ge eines handlungsentlasteten Nachdenkens &uuml;ber die Corona-Krise und ihre (politischen) Folgen tragen, treten sonst &ndash; bei dieser einen Ausnahme &ndash; gar nicht in das Blickfeld der Sch&uuml;ler:innen. Vielmehr kommt es dazu, was als ein typisches Anzeichen der Krise zu werten ist, dass nahezu die ganze Energie der Jugendlichen sich einzig und allein in den Versuchen, die Krise f&uuml;r sich selbst zu stabilisieren (von &bdquo;Bew&auml;ltigung&ldquo; wollen wir angesichts der ersch&uuml;tternden Ergebnisse gar nicht sprechen), verbraucht bzw. absorbiert wird. Da kann es dann auch kaum mehr verwundern, dass f&uuml;r das Lernen nur noch wenig oder keine Kraft und Ausdauer &uuml;brigbleiben. Hinzu kommt eine in zahlreichen F&auml;llen durch die Auswirkungen der Corona-Pandemie angespannte famili&auml;re Situation. Besonders die Probleme, mit denen sich finanziell schw&auml;chere Familien oder Alleinerziehende durch die ganzt&auml;gige Kinderbetreuung und die zus&auml;tzlichen Anforderungen des E-Learnings innerhalb beengter wohnlicher Verh&auml;ltnisse und mit Geschwistern konfrontiert sehen, stellen eine gro&szlig;e Herausforderung dar und werden zunehmend als sehr belastend empfunden.<\/p><p>Betrachtet man nun die Ergebnisse, nach denen 82% aller Befragten wenig oder keine Angst vor der Corona-Situation haben und die angegebenen Gr&uuml;nde f&uuml;r die &Auml;ngste, welche die Sch&uuml;ler:innen derzeit empfinden, nur zu einem geringen Teil (27%) auf eine Ansteckung mit SARS-CoViD-2 zur&uuml;ckgehen, so muss man zu dem Schluss kommen, dass ein Gro&szlig;teil der &Auml;ngste <b>urs&auml;chlich in Verbindung zu den Ma&szlig;nahmen<\/b>, die zur Eind&auml;mmung der Infektionen getroffen wurden, <b>genauer den Schulschlie&szlig;ungen, stehen<\/b>. Die &Auml;ngste sind also eindeutig nicht aus einer entsprechenden Einstellung gegen&uuml;ber SARS-CoViD-2 entstanden (hier scheinen die Jugendlichen vielmehr einer realistischen Gefahreneinsch&auml;tzung zu folgen, die sich durch wissenschaftliche Untersuchungen im Laufe der Pandemie immer st&auml;rker erh&auml;rtet, politisch aber immer noch nicht durchgesetzt hat[<a href=\"#foot_5\" name=\"note_5\">5<\/a>] ), sondern n&auml;hren sich aus den Ungewissheiten und Bef&uuml;rchtungen, die durch die Schulschlie&szlig;ungen induziert worden sind. Insbesondere die Frage, wie lange die Schulschlie&szlig;ungen noch andauern werden, besch&auml;ftigt die Sch&uuml;ler:innen am meisten[<a href=\"#foot_6\" name=\"note_6\">6<\/a>]. Inwiefern sich dieses Problem f&uuml;r die Sch&uuml;ler:innen als besonders virulent und relevant f&uuml;r die Kennzeichnung ihres psychosozialen Zustandes darstellt, in dem sie sich derzeit befinden, <span style=\"color: #000000;\">werden wir am Schluss noch einmal etwas tiefergehend thematisieren.<\/span><\/p><p><b>Immer mehr Warnungen aus der Medizin, Kinder- und Jugendtherapie, Psychiatrie und P&auml;dagogik<\/b><\/p><p>Die Tatsache, dass die Schulschlie&szlig;ungen die Jugendlichen den ganzen Tag lang vor den Touch-Screens und Bildschirmen festhalten, kann nicht allein vom Standpunkt der Konzentrations- und Motivationsprobleme, die daraus f&uuml;r das Online-Lernen resultieren, kritisch betrachtet werden. Dies zeigt auch unsere Untersuchung sehr deutlich. Vielmehr muss <i>uns allen<\/i> klar werden, dass wir dabei sind, die Gesundheit einer ganzen Generation aufs Spiel zu setzen. Bereits Ende Januar forderten die Kassen&auml;rzte die Politik auf, die Schulen wieder zu &ouml;ffnen. Seitdem der Chef der Kassen&auml;rztlichen Bundesvereinigung (KBV), Andreas Gassen, von der &bdquo;Vernichtung von Bildungschancen&ldquo; im Zusammenhang mit anhaltenden Schulschlie&szlig;ungen sprach, sind sechs weitere Wochen vergangen. Gassen f&uuml;hrt dazu aus:<\/p><p>&bdquo;Schon jetzt berichten Kinder&auml;rzte und Jugendtherapeuten &uuml;ber eine massive Zunahme von Kindern, die verhaltensauff&auml;llig sind. Kein Wunder, wenn sie &uuml;ber Wochen keine anderen Kinder zum Spielen und keine strukturierten Tage mehr haben.&ldquo;[<a href=\"#foot_7\" name=\"note_7\">7<\/a>]<\/p><p>Am 7. Februar wandten sich &uuml;ber 300 Psycholog:innen, Kinder- und Jugendtherapeut:innen und Kinder- und Jugendpsychiater:innen in einem Offenen Brief an &Ouml;ffentlichkeit und Politik[<a href=\"#foot_8\" name=\"note_8\">8<\/a>]:<\/p><p>&bdquo;In unserem beruflichen Alltag beobachten wir seit Pandemiebeginn einen Anstieg psychischer Belastung bei Kindern und Jugendlichen und Schwierigkeiten in der Versorgung:<\/p><p>Bundesland&uuml;bergreifend zeigen sich in der kinder- und jugendpsychiatrischen und -psychotherapeutischen Versorgung vermehrt Angstst&ouml;rungen, Depressionen, Schlafst&ouml;rungen, Essst&ouml;rungen und Substanzmissbrauch. Zudem wird ein Anstieg von Patient:innen berichtet, die aufgrund von akuter Suizidalit&auml;t\/Krisen oder nach h&auml;uslicher Eskalation kinder- und jugendpsychiatrisch versorgt werden m&uuml;ssen. Eine aktuelle Befragung des Bundesverbands der Vertragspsychotherapeuten e.V. zeigt bei Betrachtung von gesch&auml;tzt mehr als 10.000 Kindern und Jugendlichen ein alarmierendes Bild von verst&auml;rkten &Auml;ngsten, Spannungen im h&auml;uslichen Umfeld, h&auml;uslicher Gewalt, Leistungsabfall und Versagens&auml;ngsten, stark erh&ouml;htem Medienkonsum und Gewichtszunahme. Zugleich fallen gesundheitsrelevante Ressourcen wie Sozialkontakte zu Gleichaltrigen, Musik oder Sport im Verein, aber auch Angebote der Jugendhilfe weg, was zu massiven psychosozialen Beeintr&auml;chtigungen bis hin zu psychischen St&ouml;rungen f&uuml;hrt.&ldquo;<\/p><p>Und Armin Bernhard, Professor f&uuml;r Allgemeine P&auml;dagogik an der Universit&auml;t Duisburg-Essen, wies vor kurzem als Beitrag f&uuml;r die &bdquo;Gesellschaft f&uuml;r Wissen und Bildung&ldquo; auf die folgenden gesundheitssch&auml;dlichen Belastungen hin, denen die betroffene Gruppe von &uuml;ber acht Millionen (!) Sch&uuml;ler:innen ausgesetzt ist:<\/p><ul>\n<li>&bdquo;Die Beziehungen zwischen Kindern und Eltern sind einer permanenten Belastungsprobe unterworfen;<\/li>\n<li>Die Kontaktbeschr&auml;nkungen f&uuml;hren zu Beeintr&auml;chtigungen der Sozialentwicklung und bei der Herausbildung sozialer F&auml;higkeiten;<\/li>\n<li>Kinder aus &auml;rmeren Gesellschaftsschichten werden noch st&auml;rker benachteiligt als vor der Krise, die Gefahr der Desintegration w&auml;chst;<\/li>\n<li>Interkultureller Kontakt und Austausch zwischen Kindern werden erheblich erschwert;<\/li>\n<li>Es ist mit erheblichen Lernr&uuml;ckst&auml;nden zu rechnen; durch Reduzierung des Grundschulunterrichts wird eine Zunahme des Analphabetismus erwartet<\/li>\n<li>Die F&ouml;rderung von Kindern mit sonderp&auml;dagogischem F&ouml;rderbedarf kann nicht mehr oder nur h&ouml;chst unzureichend gew&auml;hrleistet werden.&ldquo;[<a href=\"#foot_9\" name=\"note_9\">9<\/a>]<\/li>\n<\/ul><p>Angesichts dieses dramatischen Bildes und der psychisch extrem angespannten Lage sowie dem Leiden unserer eigenen Sch&uuml;ler:innen daran sind wir entt&auml;uscht dar&uuml;ber, dass offenbar noch immer viel zu wenige P&auml;dagog:innen sich der Dimension dieser Gef&auml;hrdung unserer Kinder und Jugendlichen gewahr werden, denn sonst h&auml;tten sie und ihre Verb&auml;nde doch schon l&auml;ngst Alarm schlagen m&uuml;ssen. Stattdessen nehmen wir weiter eine unvollst&auml;ndige und einseitige Risikoabsch&auml;tzung durch die Lehrerverb&auml;nde wahr (die sich immer noch an den zur Beurteilung der Schwere der Pandemie wenig bis gar nicht aussagekr&auml;ftigen &bdquo;Inzidenzwerten&ldquo; orientieren) und sich gr&ouml;&szlig;tenteils in Lobby-Politik f&uuml;r die Mitglieder ersch&ouml;pft, die wir angesichts der Infektionslage und gerade in Bezug auf Schulen inzwischen f&uuml;r &auml;u&szlig;erst fragw&uuml;rdig halten.[<a href=\"#foot_10\" name=\"note_10\">10<\/a>] Dies verneint selbstverst&auml;ndlich weder die Notwendigkeit der Einhaltung der Hygiene- und Abstandsregeln an Schulen wie besondere Schutzma&szlig;nahmen, die f&uuml;r Angeh&ouml;rige von Risikogruppen in der Lehrerschaft getroffen werden m&uuml;ssen.<\/p><p><b>Dauer t&auml;glicher Mediennutzung im zweiten Lockdown erneut angestiegen<\/b><\/p><p>Im &Uuml;brigen gab es bereits nach dem ersten Lockdown massive Anzeichen eines Anstiegs von Erkrankungen in der vulnerablen Gruppe der Kinder und Jugendlichen, so dass die Verantwortlichen eigentlich vorgewarnt waren. Laut einer DAK-Studie, an der unter anderen auch das Kinder- und Jugendsuchtzentrum des UKE Hamburg-Eppendorf beteiligt war, hat sich w&auml;hrend des ersten Lockdowns die t&auml;gliche Zeit der Mediennutzung bei Jugendlichen weiter von durchschnittlich sechs auf acht Stunden erh&ouml;ht. Die DAK[<a href=\"#foot_11\" name=\"note_11\">11<\/a>] spricht in ihrem aktuellen Report (2020) von alarmierenden Zahlen. Bei fast 700.000 Kindern (von etwa acht Millionen Kindern im schulpflichtigen Alter in Deutschland insgesamt) ist Gaming (exzessives Computerspiel) riskant oder bereits pathologisch. Im Lockdown von M&auml;rz bis Ende April\/Mai 2020 hat sich die Spielzeit der Kinder und Jugendlichen fast verdoppelt, ebenfalls erh&ouml;hte sich die Nutzung von Social-Media von durchschnittlich 116 auf 193 Minuten pro Werktag.<\/p><p>Auf die Frage unserer Studie: &bdquo;Wie viele Stunden verbringst du w&auml;hrend des Lockdowns insgesamt vor elektronischen Ger&auml;ten?&ldquo; ermittelten wir eine <i><b>durchschnittliche Mediennutzungszeit von 10 Stunden<\/b><\/i>. Bei der Schule mit den sozial stark benachteiligten Sch&uuml;ler:innen sind es <i><b>durchschnittlich sogar 11 Stunden<\/b><\/i>. In den konkreten Angaben dazu reicht das bei den Sch&uuml;ler:innen von &bdquo;mindestens f&uuml;nf Stunden&ldquo; bis zu &bdquo;Ganz genau kann ich jetzt nicht sagen aber ich w&uuml;rde sagen 20 Std pro Tag. Ich habe online Unterricht, ich mache online aufgaben und ich kommuniziere online&ldquo; und &bdquo;Fast den ganzen Tag wenn ich nicht gerade schlafe.&ldquo;<\/p><p>Der von dem Sch&uuml;ler hergestellte Nexus zwischen 20-st&uuml;ndiger Mediennutzung und Schlafen (wof&uuml;r hier <i>summa summarum<\/i> &uuml;berhaupt nur vier Stunden &uuml;brigblieben) findet sich so &auml;hnlich auch in mehreren anderen &Auml;u&szlig;erungen wieder. Aus diesen Ausk&uuml;nften <i>muss <\/i>der Eindruck gewonnen werden, dass das Leben dieser jungen Menschen tats&auml;chlich seit drei Monaten weitgehend nur noch auf das Schlafen (bzw. einen Zustand fast vollst&auml;ndiger Passivit&auml;t, ja Apathie) und dem Sitzen oder Liegen vor elektronischen Ger&auml;ten (teils zu schulischen, teils zu tendenziell entgegengesetzten Zwecken) zusammengezurrt ist. Was dies f&uuml;r das pers&ouml;nliche Wohl und die Gesundheit unserer Sch&uuml;ler:innen bedeutet, l&auml;sst sich schon anhand der Zahlen unschwer erahnen. Die Mediennutzung scheint dabei oft nicht einmal w&auml;hrend der Phasen der Nahrungsaufnahme unterbrochen zu werden. Dazu passt, dass Familien- und Freizeitaktivit&auml;ten, die dieses &bdquo;Komaglotzen&ldquo; unterbrechen w&uuml;rden, kaum Erw&auml;hnung finden[<a href=\"#foot_12\" name=\"note_12\">12<\/a>]. Offenbar werden den Jugendlichen auch von den Lehrkr&auml;ften keine interessanten (im Sinne von aktivierenden) Aufgaben gegeben, die sie auch einmal dazu veranlassen w&uuml;rden, ihr Zimmer, ihre Wohnung, ihr Bett oder ihren Schreibtisch zu verlassen. Wie dicht bzw. &uuml;bergangslos die Schlaf- oder Ausruhephasen (die nicht mit Erholungsphasen gleichgesetzt werden k&ouml;nnen, da &ndash; wie bereits erw&auml;hnt &ndash; oft &uuml;ber Schlafst&ouml;rungen geklagt wird &ndash; Zitat &bdquo;mein schlafrhyhtmus ist komplett im m&uuml;ll&ldquo;) an den Onlineunterricht-Phasen liegen, zeigt, dass diese als eine Art &bdquo;flie&szlig;endes Kontinuum&ldquo; wahrgenommen werden. Das wird beispielsweise an diesem Satz deutlich: &bdquo;Das beste an homeschooling ist, dass man w&auml;hrend dem Unterricht alles machen kann, zb im Bett liegen, aber das ist wiederum auch das schlimmste&ldquo;. Auch folgende &Auml;u&szlig;erung offenbart das Problem einer Entgrenzung bei gleichzeitiger Isolation, auf die psychosomatisch mit L&auml;hmung und innerem R&uuml;ckzug reagiert wird: &bdquo;Ich glaube ich bin etwas gef&auml;hrdet in Bezug auf meine Gesundheit und Bildung, weil ich mich durch den ganzen lockdown schlecht ern&auml;hre und immer nur im Bett liege.&ldquo; <\/p><p>Dechiffriert man tiefenpsychologisch &bdquo;Schlaf&ldquo;, &bdquo;schlafen&ldquo;, &bdquo;Schlafst&ouml;rung&ldquo;, &bdquo;M&uuml;digkeit&ldquo; und &bdquo;Ersch&ouml;pfung&ldquo; als Metaphern, die auf eine latente Sinnstruktur verweisen, die den &Auml;u&szlig;erungen der Sch&uuml;ler:innen inh&auml;rent sind und deren Bedeutung grundieren, beginnt man unwillk&uuml;rlich an eine ins phantastisch-dystopisch gesteigerte Form des <i>Cocooning <\/i>zu<i> <\/i>denken. Es scheint gleichsam so, als wollten die Sch&uuml;ler:innen sich am liebsten verpuppen und zwar solange, bis das ersehnte Ende dieses Traumas namens &bdquo;Corona-Pandemie&ldquo; gekommen ist, wo der sie vor aller Unbill sch&uuml;tzende Chininpanzer dann einfach aufbricht und sie vollkommen heil und unbeschadet zur&uuml;ck in ihr altes Leben entl&auml;sst. Wenn dann der Schrecken vorbei ist, wird diese sie sch&uuml;tzende Verpuppung es vermocht haben, das Erlebte wie einen Alptraum abzusch&uuml;tteln. Dann k&ouml;nnten sie mit Druck auf die &bdquo;Reset-Taste&ldquo; an dem Punkt ihr Leben wieder starten, vor dem &bdquo;Corona&ldquo; alles in Unordnung gebracht hat.<\/p><p><i><b>Wie lange soll es noch mit dem Schul-Lockdown weitergehen?<\/b><\/i>[<a href=\"#foot_13\" name=\"note_13\">13<\/a>]<\/p><p>Um die von uns festgestellte starke Tendenz, den Zustand des Homeschoolings m&ouml;glichst bald zu beenden, noch einmal anzusprechen: Fraglich ist, wie stark sich in diesem Wunsch das Verlangen nach schulischer Normalit&auml;t ausdr&uuml;ckt. Wenn, dann ist dies nicht unbedingt selbstverst&auml;ndlich, da die Schule insbesondere von sozial benachteiligten und &bdquo;leistungsschwachen&ldquo; Sch&uuml;ler:innen viel zu oft als ein Ort des Versagens, der Besch&auml;mung und eines unmenschlichen Leistungsdrucks wahrgenommen wird. &bdquo;Normale Schule&ldquo; ist also f&uuml;r viele Sch&uuml;ler:innen kein &bdquo;verlorenes Paradies&ldquo;, aus dem sie durch den Schullockdown vertrieben worden sind. Umso erstaunlicher mutet der Wert von 90% der Befragten an, der <i>dennoch<\/i> den Pr&auml;senzunterricht der jetzt herrschenden Situation vorzieht. Zum einen f&auml;llt dabei auf, dass mit dem Lockdown ganz offensichtlich der Leistungsdruck f&uuml;r die meisten Sch&uuml;ler:innen keinesfalls nachgelassen hat, sondern sich auf &auml;u&szlig;erst problematische Weise in ihre psychischen Systeme als eine nicht ad&auml;quat bearbeitbare Anforderung zwischen Selbst- und Fremdsteuerung (beziehungsweise der Notwendigkeit ihrer &Auml;quilibrierung, an der sie zumeist scheitern m&uuml;ssen) verschoben und umso tiefer eingeschrieben hat. <\/p><p>Statt dass Schule daf&uuml;r Sorge tr&auml;gt, dass Leistungsdruck in dieser gr&ouml;&szlig;ten und singul&auml;ren Bildungskrise der Neuzeit von den Subjekten, die ihn erleiden m&uuml;ssen, genommen wird, &uuml;bt ein selbst offenbar hochgradig fremdgesteuertes, nur auf Leistung und Leistungserf&uuml;llung getrimmtes Schulsystem noch zus&auml;tzlichen Druck auf bereits durch die Lockdown-Situation &bdquo;abgetauchte&ldquo;, zutiefst verunsicherte Sch&uuml;lerinnen und Sch&uuml;ler aus, der droht, zu dauerhaften Verletzungen der psychischischen Gesundheit der Sch&uuml;ler:innen zu f&uuml;hren. Der Schullockdown hat &bdquo;neuartige psychische und geistige Belastungen erzeugt, die sich langfristig auf die Lebensstimmung und Zukunftshoffnung in der heranwachsenden Generation niederschlagen. Dar&uuml;ber hinaus wurden anthropologisch ausgewiesene Grundeigenschaften &sbquo;mal einfach so&rsquo; au&szlig;er Kraft gesetzt. Das Bed&uuml;rfnis nach zwischenmenschlicher Kommunikation, nach haptisch-taktiler Erschlie&szlig;ung der unmittelbaren Umwelt, nach dem Verstehen der mimischen Ausdrucksweisen, nach Empathie und tats&auml;chlicher Solidarit&auml;t&ldquo; [<a href=\"#foot_14\" name=\"note_14\">14<\/a>].<\/p><p>Ber&uuml;cksichtigt man, dass wir, wie eingangs bereits erw&auml;hnt, mit der Untersuchung nur 39% unserer Sch&uuml;lerinnen und Sch&uuml;ler erreicht haben &ndash; obwohl der Kontakt zu unseren Lerngruppen w&auml;hrend des Lockdowns bislang gut war &ndash; m&uuml;ssen wir davon ausgehen, dass nur die oberen Schichten des &bdquo;Problem-Eisberges&ldquo; erfasst und in dieser Studie abgebildet werden konnten. Daraus schlie&szlig;en wir, dass eher die Sch&uuml;ler:innen, denen es noch &uuml;berdurchschnittlich gut gelingt, Kontakt zur Schule zu halten und im E-Learning mitzukommen, sich an der Studie beteiligt haben, w&auml;hrend unter den 61% der Nicht-Teilnehmer:innen sich eine gr&ouml;&szlig;ere Dunkelziffer an Sch&uuml;ler:innen verbergen d&uuml;rfte, die stark von einer einigerma&szlig;en erfolgreichen Teilnahme am digitalen Fernunterricht abgeh&auml;ngt wurden oder noch st&auml;rker &uuml;berfordert sind. Es ist evident, dass Sch&uuml;ler:innen, die bereits die Anforderungen des Online-Unterrichts kaum erf&uuml;llen k&ouml;nnen, umso weniger subjektiv motiviert, bzw. objektiv in der Lage sind, l&auml;ngere Frageb&ouml;gen zum E-Learning auszuf&uuml;llen, in denen sie eine Situation, der sie kaum oder gar nicht gewachsen sind, reflektieren sollen.<\/p><p>Daraus ergibt sich f&uuml;r unsere Untersuchungsergebnisse zwingend die Annahme, dass die Situation &bdquo;unter der Oberfl&auml;che&ldquo; noch dramatischer ist als das Bild, das unsere Interviewten von ihr gezeichnet haben. Und auch dieses Bild ist schon aufgrund der Komplexit&auml;t und unserer qua Ausnahmezustand begrenzten Analysemethoden gleichsam dazu verurteilt, nur die Untiefen der Oberfl&auml;che zu streifen. Umso dringlicher erscheint vor diesem Hintergrund die Forderung, wissenschaftlich breit angelegte Studien zu erstellen und auch von staatlicher Seite aus in Auftrag zu geben. Hier sind uns andere L&auml;nder weit voraus, z.B. die Niederlande oder &Ouml;sterreich.[<a href=\"#foot_15\" name=\"note_15\">15<\/a>] Ein Armutszeugnis stellt sich die in Deutschland besonders hofierte &bdquo;Empirische Bildungsforschung&ldquo; selber aus. Ihre Reaktion &ndash; in Form einer Interview&auml;u&szlig;erung von Cordula Artelt, Professorin f&uuml;r Bildungsforschung an der Universit&auml;t Bamberg &ndash; zu der Frage: &bdquo;Wann gibt es verl&auml;ssliche Erkenntnisse &uuml;ber Lernr&uuml;ckst&auml;nde und Kompetenzverluste durch den Distanzunterricht?&ldquo; &ndash; nach einem Jahr Pandemie mit wiederholten Schulunterbrechungen, h&ouml;rt sich so an: <\/p><blockquote><p>&bdquo;Die empirische Bildungsforschung kann nicht einfach Schulen den Fu&szlig; in die T&uuml;r setzen und sagen: Hier sind wir. Die Bildungsforschung ist auf Partner angewiesen, die kooperieren &ndash; L&auml;nder und Schulen, die sagen: Wir haben die Aufgabe oder den Wunsch, festzustellen, wie stark beispielsweise die Leistungsr&uuml;ckst&auml;nde ausgepr&auml;gt sind. Die Bildungsforschung braucht au&szlig;erdem Instrumente, die f&uuml;r diese Zwecke aussagekr&auml;ftig sind.&ldquo; [<a href=\"#foot_16\" name=\"note_16\">16<\/a>]<\/p><\/blockquote><p>Wir schlie&szlig;en daraus, dass die &bdquo;Empirische Bildungsforschung&ldquo; &uuml;ber solche &bdquo;Instrumente&ldquo; nicht verf&uuml;gt. Das verwundert uns wenig, da dieser neopositivistische Ansatz von der behavioristischen Idee besessen ist, Lernen und Bildung messen zu k&ouml;nnen. So f&auml;llt ihr im Angesicht dieser gr&ouml;&szlig;ten Bildungskrise der Neuzeit lediglich ein, neue Leistungstests (!) nach altem, unausgegorenem &bdquo;Schema F&ldquo; aufzulegen, sobald ihr die Sch&uuml;ler als Testobjekte wieder zur Verf&uuml;gung stehen: &bdquo;2021 sollen Viertkl&auml;ssler kurz vor den Sommerferien in Deutsch und Mathematik getestet werden. Das wird endlich empirische Erkenntnisse &uuml;ber die konkreten Auswirkungen des Lernens unter Pandemiebedingungen zulassen.&ldquo;[<a href=\"#foot_17\" name=\"note_17\">17<\/a>]<\/p><p>Die bundesweiten Untersuchungen sollten hingegen mit besonderem Augenmerk auf p&auml;dagogische, psychologische und kinder- und jugendmedizinische Untersuchungskategorien die Folgen des Bildungsentzuges durch den Schullockdown nach seinen mittel- und l&auml;ngerfristigen negativen Effekten differenziert aufarbeiten. Dies erscheint als Desiderat der Jugend- und Bildungsforschung so eminent wichtig, da &hellip;<\/p><blockquote><p>&bdquo;(d)er Faktor Zeit in jungen Lebensjahren eine zentrale Rolle spielt. Ein Jahr im Alltag von jungen Menschen hat eine andere soziale, qualifikatorische, k&ouml;rperliche und pers&ouml;nliche Entwicklungsdynamik als im Erwachsenenalter. Die Folgen der Einschr&auml;nkungen in der Kindheit und Jugend schreiben sich in den biographischen Verlauf nachhaltig ein.&ldquo;[<a href=\"#foot_18\" name=\"note_18\">18<\/a>]<\/p><\/blockquote><p>Kritikw&uuml;rdig erscheint uns in dem Zusammenhang der von Schirp unterstrichenen Wichtigkeit einer Ber&uuml;cksichtigung der zeitlichen Eigenlogik ontogenetischer Prozesse, da dieser eine au&szlig;erordentliche Tragweite f&uuml;r eine gesunde Individualentwicklung zukommt, die Auffassung des Gesundheitsschutzes in der Corona-Pandemie, welche gewisserma&szlig;en zur Staatsdoktrin erhoben und leitend f&uuml;r die Ma&szlig;nahmenpolitik wurde.<\/p><p>Die &bdquo;Hegemonie der Virologen&ldquo; (Norman Paech), deren Gesundheitsdefinition den Diskurs um einen angemessenen Begriff &ouml;ffentlicher Gesundheit unter den Bedingungen der Corona-Pandemie und ihrer Bek&auml;mpfung dominiert, f&uuml;hrt unseres Erachtens zu einer reduktionistischen und einseitigen Betrachtung der Gesundheit und der &ndash; daraus abgeleiteten &ndash; dem Staat obliegenden Pr&auml;ventions- und Gesundheitsgefahren-Abwehrpolitik. Wie der Politikwissenschaftler, Staatsrechtler und ehemalige Bundestagsabgeordnete Norman Paech es am 14.03.2021 in einem Artikel f&uuml;r &bdquo;Telepolis&ldquo;[<a href=\"#foot_19\" name=\"note_19\">19<\/a>] n&auml;her ausgef&uuml;hrt hat, ist &hellip;<\/p><blockquote><p>&bdquo;(&hellip;) der Inzidenzwert (&hellip;) bei den t&auml;glichen Infektionszahlen (&hellip;) zum Ma&szlig;stab der &sbquo;&ouml;ffentlichen Gesundheit&rsquo; geworden.&ldquo; Jedoch, so Paech, geben die Zahlen &bdquo;(&hellip;) keine Auskunft &uuml;ber Wirkung und Folgen der Infektion oder dar&uuml;ber, welche Faktoren bei positiv getesteten Patienten mit schweren Vorerkrankungen tats&auml;chlich zum Tod gef&uuml;hrt haben.&ldquo;[<a href=\"#foot_20\" name=\"note_20\">20<\/a>]<\/p><\/blockquote><p>Daraufhin geht Paech auf die Gesetzeslage ein: &bdquo;Der Inzidenzwert wird mit der &sbquo;Gefahr f&uuml;r die &ouml;ffentliche Gesundheit&rsquo; identifiziert und spiegelt damit einen unantastbaren Entscheidungsma&szlig;stab vor. Der aber ist schon nach den Vorgaben des &sect; 28a IfSG falsch. Denn dieser Paragraph verlangt in Absatz 6, dass bei Entscheidungen &uuml;ber Schutzma&szlig;nahmen &ldquo;soziale, gesellschaftliche und wirtschaftliche Auswirkungen auf den Einzelnen einzubeziehen und zu ber&uuml;cksichtigen (sind), soweit dies mit dem Ziel einer wirksamen Verhinderung der Verbreitung der Coronavirus-Krankheit-2019 (Covid-19) vereinbar ist&rdquo;.[<a href=\"#foot_21\" name=\"note_21\">21<\/a>]<\/p><p>Wann also werden neben Virolog:innen und Epidemiolog:innen wirklich Gesundheitssachverst&auml;ndige anderer Fachrichtungen und Disziplinen von den Politikern <i>vor <\/i>ihren Beschlussfassungen und <i>vor<\/i> neuen Verordnungen geh&ouml;rt? Wann bringen P&auml;dagog:innen, die doch eigentlich Anw&auml;lte der Kinder und Jugendlichen sind (oder zumindest sein sollten) und prim&auml;r das Kinder- und Jugendwohl vor Augen haben (oder haben sollten), die Bed&uuml;rfnisse und Perspektiven der im Lockdown fast immer isoliert und still vor sich hin leidenden, im Hamsterrad digitalen Lernstresses hilflos gefangenen und einer allgemeinen psychosozialen &Uuml;berforderungssituation ausgelieferten Sch&uuml;lerinnen und Sch&uuml;ler laut und deutlich zu Geh&ouml;r? Wenn es noch eines solchen Negativbeweises bedurft h&auml;tte: Die Kinder und Jugendlichen haben in der &bdquo;<i>Lobbyrepublik Deutschland&ldquo;<\/i> keine Lobby!<\/p><p>Wir wollen daher zum Schluss unseren Sch&uuml;ler:innen das Wort geben. &bdquo;Wenn du entscheiden k&ouml;nntest, wie lange sollte das Homeschooling noch weitergehen?&ldquo;, lautete die letzte unserer Fragen.[<a href=\"#foot_22\" name=\"note_22\">22<\/a>] Hier ein paar O-T&ouml;ne:<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Kein einziger Tag&ldquo;.\n<\/p><\/blockquote><blockquote><p>\n&bdquo;Garnicht.&ldquo;\n<\/p><\/blockquote><blockquote><p>\n&bdquo;Garnicht. Schule soll wieder &ouml;ffnen.&ldquo;\n<\/p><\/blockquote><blockquote><p>\n&bdquo;Am besten nicht mehr. N&auml;chste Woche zu einem normalen Schultag (ohne Masken) zu gehen, ist besser.&ldquo;\n<\/p><\/blockquote><p>Res&uuml;mee: Das &bdquo;gro&szlig;e Experiment&ldquo; des E-Learnings, das pandemiebedingt vor einem Jahr begann und inzwischen, nachdem sich erst viel &bdquo;zurechtruckeln&ldquo; musste, den oft beklagten R&uuml;ckstand Deutschlands in digitalen Lernmethoden, -formaten und digitaler Kompetenz geringer werden lie&szlig;, haben wir nun monatelang an den Sch&uuml;ler:innen im &bdquo;versch&auml;rften&ldquo; Realit&auml;tstest ausprobiert. Auch wenn dieses Experiment vom Gesichtspunkt der Versorgung mit digitalen Ger&auml;ten und Technik aus betrachtet sowie auch hinsichtlich des mit viel Engagement erreichten Ziels, eine funktionst&uuml;chtige digitale Infrastruktur zu schaffen, f&uuml;r unsere Schulen als ein Erfolg angesehen werden k&ouml;nnen, k&ouml;nnen uns die Ergebnisse unserer Studie sowohl vom P&auml;dagogischen und der Lernentwicklung her als auch bez&uuml;glich des Bildungspotentials f&uuml;r unsere Sch&uuml;ler:innen nicht zufriedenstellen. Stattdessen zeigt der Schul-Lockdown uns &uuml;berdeutlich: Digitaler Fernunterricht kann kein ad&auml;quater Ersatz f&uuml;rs analoge Schulemachen sein.<\/p><p>Nach Abw&auml;gung aller Parameter zur Beurteilung der E-Learning-Situation, die wir zum einen aus der Studie gewonnen haben und die sich zum anderen aus einer Abw&auml;gung der objektiven Gefahrenlage durch SARS-CoViD-2 und einer Kritik des &ouml;ffentlichen Gesundheitsbegriffs, wie er durch die Corona-Krise in problematischer Weise bedeutungsverschoben wurde, ergibt[<a href=\"#foot_23\" name=\"note_23\">23<\/a>], stimmen wir daher der Wortmeldung von UNICEF-Exekutivdirektorin Henrietta Fore zu, mit dessen ersten Teil wir unseren Artikel bereits einleiteten und die anl&auml;sslich des Jahrestages der SARS-CoViD-2-Pandemie wie folgt Stellung bezog: <\/p><p>&bdquo;<b>Wir k&ouml;nnen es uns nicht leisten, in das zweite Jahr zu gehen, in dem diese Kinder nur eingeschr&auml;nkt oder gar nicht in der Schule lernen k&ouml;nnen. Wir d&uuml;rfen nichts unversucht lassen, um die Schulen offenzuhalten oder ihrer raschen Wieder&ouml;ffnung Priorit&auml;t einzur&auml;umen.&ldquo;<\/b>[<a href=\"#foot_24\" name=\"note_24\">24<\/a>]<\/p><p>Titelbild: Juliya Shangarey\/shutterstock.com<\/p><p><i><b>&Uuml;ber die Autoren:<\/b><\/i><\/p><p>Finn Jagow (geb.1966) und Bernd Schoepe (geb. 1965), freie Autoren, die zu bildungspolitischen und bildungssoziologischen Themen schreiben, sind Kollegen und Freunde, die sich seit Studientagen kennen und damals schon viel Engagement und Freude beim gemeinsamen Verfassen soziologischer Hausarbeiten (&bdquo;Das Verschwinden der Kindheit&ldquo;) entwickelt haben. Bernd Schoepe ist auch langj&auml;hriges aktives GEW-Betriebsgruppen-Mitglied, ehem. Vertrauensmann und Mitglied der Hamburger Lehrerkammer. Hauptberuflich unterrichten beide Autoren Politik, Deutsch und Philosophie an Hamburger Stadtteilschulen. <\/p><p>Kontakt: <a href=\"mailto:berndschoepe@gmx.de\">berndschoepe@gmx.de<\/a><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><div class=\"footnote\">\n<p>[<a href=\"#note_1\" name=\"foot_1\">&laquo;1<\/a>] <a href=\"https:\/\/www.unicef.de\/informieren\/aktuelles\/presse\/2021\/unicef-bericht-schulschliessungen\/236974\">unicef.de\/informieren\/aktuelles\/presse\/2021\/unicef-bericht-schulschliessungen\/236974<\/a> vom 03.03.2021<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_2\" name=\"foot_2\">&laquo;2<\/a>] Zum genaueren Design der Studie verweisen wir auf die Langfassung unseres Textes, der in K&uuml;rze erscheint. Zur besseren &Uuml;bersichtlichkeit und in der Absicht, wichtige Ergebnisse unserer Studie pointiert darzustellen, haben wir uns in der vorliegenden Version auf Ausz&uuml;ge unseres Fragenkataloges, bzw. besonders interessante Aspekte f&uuml;r die aktuelle Diskussion um die Schulschlie&szlig;ungen beschr&auml;nkt.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_3\" name=\"foot_3\">&laquo;3<\/a>] Diese und alle weiteren Sch&uuml;ler:innenzitate geben wir in der Originalschreibweise wieder.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_4\" name=\"foot_4\">&laquo;4<\/a>] Vergl.: Lengfeld, Holger &amp; Ordemann, Jessica. (2020). <a href=\"https:\/\/www.researchgate.net\/publication\/344859391_Geschrumpft_und_veraengstigt_Die_Lage_der_Mittelschicht_in_Deutschland\/citation\/download\">Geschrumpft und ver&auml;ngstigt? Die Lage der Mittelschicht in Deutschland<\/a>.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_5\" name=\"foot_5\">&laquo;5<\/a>] Dass Kinder und Jugendliche weder &bdquo;Treiber&ldquo; des Infektionsgeschehens sind noch in nennenswerter Anzahl zu den Opfern von SARS-CoViD-2 geh&ouml;ren, konnte durch zahlreiche wissenschaftliche Studien in den letzten Monaten erh&auml;rtet werden. Wir verweisen beispielhaft auf folgende Darstellungen aus den Medien: <a href=\"https:\/\/www.br.de\/nachrichten\/bayern\/kein-erhoehtes-infektionsrisiko-durch-grundschulen-und-kitas,SNvn4na\">br.de\/nachrichten\/bayern\/kein-erhoehtes-infektionsrisiko-durch-grundschulen-und-kitas,SNvn4na<\/a> vom 03.02.2021; <a href=\"https:\/\/www.aerztezeitung.de\/Nachrichten\/Kinderaerzte-Schulen-und-Kitas-umgehend-oeffnen-417526.html\">aerztezeitung.de\/Nachrichten\/Kinderaerzte-Schulen-und-Kitas-umgehend-oeffnen-417526.html<\/a> vom 28.02.2021; <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/gesellschaft\/schule\/2021-02\/kinder-corona-krise-bildung-schule-jugendliche-lockdown-lockerungen?utm_referrer=https:\/\/www.google.com\">zeit.de\/gesellschaft\/schule\/2021-02\/kinder-corona-krise-bildung-schule-jugendliche-lockdown-lockerungen?utm_referrer=https:\/\/www.google.com<\/a> vom 08.02.2021. Die beiden Mediziner Manfred Lotze und Ekkehard Basten fassen aktuell die Infektionsgefahr durch SARS-CoViD-2 so zusammen: &bdquo;Wer aber ist von &sbquo;Corona&rsquo; tats&auml;chlich am meisten bedroht? Die Gef&auml;hrdeten sind weit &uuml;berwiegend &uuml;ber 80 Jahre alt. J&uuml;ngere sind weniger, Junge nur ganz selten gef&auml;hrdet. Von den unter 70j&auml;hrigen Infizierten sterben maximal f&uuml;nf von 10.000. Infizierten, also 0,05 Prozent. (&hellip;) Das Institut f&uuml;r Rechtsmedizin des Universit&auml;tsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) best&auml;tigte k&uuml;rzlich, dass 99 Prozent der untersuchten &sbquo;Covid-Sterbef&auml;lle&rsquo; an Vorerkrankungen litten und nicht &sbquo;an&rsquo;, sondern allenfalls &sbquo;mit&rsquo; Corona gestorben sind und im Schnitt 83 Jahre alt waren.&ldquo; Ekkehard Basten, Manfred Lotze, <a href=\"https:\/\/www.ossietzky.net\/artikel\/corona-wann-wird-man-je-verstehn\">ossietzky.net\/artikel\/corona-wann-wird-man-je-verstehn<\/a>, zugegriffen am 17.03.2021. <\/p>\n<p>[<a href=\"#note_6\" name=\"foot_6\">&laquo;6<\/a>] In unserer Untersuchung haben 56% der Befragten den expliziten Wunsch ge&auml;u&szlig;ert, dass der Lockdown so schnell wie m&ouml;glich beendet werden soll, 24% k&ouml;nnen sich vorstellen, sofern sie Wahlm&ouml;glichkeiten haben, auch teils weiter Online &ndash; Unterricht zu haben und 20% machen die Entscheidung abh&auml;ngig von der H&ouml;he der Inzidenz bzw. allgemein von der Entscheidung durch die Politik.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_7\" name=\"foot_7\">&laquo;7<\/a>] <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/politik\/Kassenaerzte-fordern-Schulen-wieder-oeffnen-article22327192.html\">n-tv.de\/politik\/Kassenaerzte-fordern-Schulen-wieder-oeffnen-article22327192.html<\/a> vom 30.01.2021.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_8\" name=\"foot_8\">&laquo;8<\/a>] <a href=\"https:\/\/offener-brief-kiju.de\">offener-brief-kiju.de<\/a> vom 16.03.2021<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_9\" name=\"foot_9\">&laquo;9<\/a>] Armin Bernhard, Kinder &ndash; die gro&szlig;en Verliererinnen und Verlierer der Corona-Krisenpolitik. Ein Zwischenbericht. Stand 10.02.2021. <a href=\"https:\/\/bildung-wissen.eu\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/Kinder-in-der-Krise.pdf\">bildung-wissen.eu\/wp-content\/uploads\/2021\/02\/kinder-in-der-krise.pdf<\/a>. Bernhard kritisiert, dass die &bdquo;mittel-bis l&auml;ngerfristigen Folgewirkungen f&uuml;r die psychosoziale Pers&ouml;nlichkeitsverfassung von Kindern im Rahmen dieser autorit&auml;r verordneten Ma&szlig;nahmen fahrl&auml;ssig ignoriert wurden&ldquo;. Ebd., S.2.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_10\" name=\"foot_10\">&laquo;10<\/a>] Zum Beispiel hier: <a href=\"https:\/\/www.morgenpost.de\/berlin\/article231806687\/Corona-in-Berlin-GEW-sieht-weitere-Schuloeffnungen-total-kritisch.html\">morgenpost.de\/berlin\/article231806687\/Corona-in-Berlin-GEW-sieht-weitere-Schuloeffnungen-total-kritisch.html<\/a> vom 16.03.2021 oder hier: <a href=\"https:\/\/www.mdr.de\/nachrichten\/thueringen\/corona-kindergarten-grundschulen-oeffnung-lehrerverband-kritik-100.html\">mdr.de\/nachrichten\/thueringen\/corona-kindergarten-grundschulen-oeffnung-lehrerverband-kritik-100.html<\/a> vom 16.02.2021 <\/p>\n<p>[<a href=\"#note_11\" name=\"foot_11\">&laquo;11<\/a>] <a href=\"https:\/\/www.dak.de\/bundesthemen\/kinder%E2%80%94und-jugendgesundheit-2091020.html#\/\">dak.de\/bundesthemen\/kinder&mdash;und-jugendgesundheit-2091020.html#\/<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_12\" name=\"foot_12\">&laquo;12<\/a>] In nur 10 % der &Auml;u&szlig;erungen der Befragten spielt die Familie &uuml;berhaupt eine Rolle.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_13\" name=\"foot_13\">&laquo;13<\/a>] Dazu ist anzumerken, dass in Hamburg nach den Fr&uuml;hjahrsferien am 15.03. nur die Abschlussklassen im Hybridunterricht an die Schulen zur&uuml;ckkehrten. Alle anderen Jahrg&auml;nge &ndash; somit auch unsere 11. Klassen &ndash; sollen laut Anweisung der Schulbeh&ouml;rde bis auf weiteres per digitalen Distanzunterricht beschult werden.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_14\" name=\"foot_14\">&laquo;14<\/a>] Armin Bernhard, Kinder &ndash; die gro&szlig;en Verliererinnen und Verlierer der Corona-Krisenpolitik. A.a.O.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_15\" name=\"foot_15\">&laquo;15<\/a>] Siehe zu den Niederlanden: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/panorama\/bildung\/studie-zu-corona-schulschliessungen-kinder-haben-wenig-oder-nichts-gelernt-a-88d91b2c-840c-4e79-b7c3-3fb98adbdac9\">spiegel.de\/panorama\/bildung\/studie-zu-corona-schulschliessungen-kinder-haben-wenig-oder-nichts-gelernt-a-88d91b2c-840c-4e79-b7c3-3fb98adbdac9<\/a>. Zu &Ouml;sterreich: &bdquo;Alarmierende&ldquo; Studie: Lockdown setzt Sch&uuml;lern stark zu, <a href=\"https:\/\/www.orf.at\">orf.at<\/a>.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_16\" name=\"foot_16\">&laquo;16<\/a>] Endlich untersuchen, wie Distanzunterricht das Leben ver&auml;ndert, <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\">tagesspiegel.de<\/a>, vom 18.02.2021, zugegriffen am 17.03.2021. &ndash; Zu dem Vortrag von Cordula Artelt ist zu sagen, dass die &bdquo;Empirische Bildungsforschung&ldquo; nicht, wie hier suggeriert werden soll, bei den Schulen erst antichambrieren muss, damit sie vorgelassen wird. Vielmehr bestimmt die &bdquo;Menschenmesser-Ideologie&ldquo; (Wolfram Meyerh&ouml;fer) den neoliberalen Umbau des Schulsystems zu &bdquo;Humankapital-Verwertungsanstalten&ldquo; seit dem inszenierten PISA-Schock und ist f&uuml;r die &bdquo;De-Humanisierung von Schule&ldquo; (Ralf Lankau) eine der Hauptverantwortlichen.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_17\" name=\"foot_17\">&laquo;17<\/a>] Ebd.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_18\" name=\"foot_18\">&laquo;18<\/a>] Jochem Schirp, Kinder und Jugendliche und die Corona-Pandemie &ndash; ein Zwischenruf, online bei GBW: <a href=\"https:\/\/www.bildung-wissen.eu\/fachbeitraege\/schule-und-corona-kinder-und-jugendliche-in-der-krise.html\">bildung-wissen.eu\/fachbeitraege\/schule-und-corona-kinder-und-jugendliche-in-der-krise.html<\/a> vom 15.02.2021<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_19\" name=\"foot_19\">&laquo;19<\/a>] Norman Paech, Der unendliche Ausnahmezustand. Hegemonie der Virologen, <a href=\"https:\/\/www.heise.de\">heise.de<\/a>, vom 14.03.2021, zugegriffen am 17.03.2021<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_20\" name=\"foot_20\">&laquo;20<\/a>] Dass der Inzidenzwert selbst auf der gesetzlichen Grundlage, die die bundesdeutsche Legislative und Exekutive &ndash; unter den problematischen Umst&auml;nden der De-facto-Selbstentmachtung des Bundestages &ndash; mit einem Infektionsschutzgesetz und zwei seiner Novellierungen, die es gegeben hat, seitdem der Bundestag am 25.03.2020 die &bdquo;Epidemische Lage von nationaler Tragweite&ldquo; ausgerufen hat, nicht als Ma&szlig;stab f&uuml;r die Entscheidungen der Pandemiebek&auml;mpfung geeignet ist, zeigen, wie Paech in seinem Aufsatz &bdquo;Der unendliche Ausnahmezustand&ldquo; darlegt, schon die Vorgaben des &sect; 28a IfSG, wie oben im Zitat n&auml;her ausgef&uuml;hrt.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_21\" name=\"foot_21\">&laquo;21<\/a>] Ebd.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_22\" name=\"foot_22\">&laquo;22<\/a>] Zur Gesamtauswertung der Antworten zu dieser Frage siehe Fu&szlig;note 6.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_23\" name=\"foot_23\">&laquo;23<\/a>] Dadurch ist dieser Gesundheitsbegriff, wie wir mit Rekurs auf Jochem Schirp, Armin Bernhard, und Norman Paech zeigen wollten, unseres Erachtens selbst Teil des Problems geworden ist, das wir in dem Ansatz f&uuml;r die Ma&szlig;nahmenpolitik erkennen m&uuml;ssen. Wir legen dieser Ma&szlig;nahmenpolitik zur Last, dass ihre &bdquo;Kollateralsch&auml;den&ldquo; gr&ouml;&szlig;er sind als die Sch&auml;den, die das Virus anrichtet. Dies gilt insbesondere im Bezug auf die vulnerable Gruppe der Kinder und Jugendlichen sowie der Gruppe von armen, sozial benachteiligten Menschen. Letztere werden mit doppelter Wucht getroffen, da sie auch als Opfer krankmachender Umst&auml;nde &uuml;berdurchschnittlich stark betroffen sind.<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_24\" name=\"foot_24\">&laquo;24<\/a>] <a href=\"https:\/\/www.unicef.de\/informieren\/aktuelles\/presse\/2021\/unicef-bericht-schulschliessungen\/236974\">unicef.de\/informieren\/aktuelles\/presse\/2021\/unicef-bericht-schulschliessungen\/236974<\/a> vom 03.03.2021.<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>Studie zeigt: Sch&uuml;ler:innen leiden stark unter dem Homeschooling im Lockdown. <\/b>Die erneut erfolgte und fortgesetzte Schulschlie&szlig;ung im Zuge der Bek&auml;mpfung der SARS-CoViD-2-Pandemie, die jetzt schon drei Monate andauert, war f&uuml;r uns Anlass, eine Studie &uuml;ber das E-Learning w&auml;hrend des Schul-Lockdowns zu initiieren. Laut UNICEF stehen wir inmitten der gr&ouml;&szlig;ten Bildungskrise der Neuzeit. 95% der Sch&uuml;lerinnen<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=71033\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":71034,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[151,149],"tags":[409,2094,1183,2625,2911,2373,2857,2798,2834,2037],"class_list":["post-71033","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-bildungspolitik","category-gesundheitspolitik","tag-bildungschancen","tag-digitalisierung","tag-exklusion","tag-home-office","tag-kinderrechte","tag-leistungsdruck","tag-lockdown","tag-psychoanalyse","tag-virenerkrankung","tag-zukunftsangst"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/shutterstock_1678820161.jpg","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/71033","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=71033"}],"version-history":[{"count":10,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/71033\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":71056,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/71033\/revisions\/71056"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/71034"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=71033"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=71033"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=71033"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}