{"id":71125,"date":"2021-03-28T09:00:26","date_gmt":"2021-03-28T07:00:26","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=71125"},"modified":"2021-03-26T16:31:01","modified_gmt":"2021-03-26T15:31:01","slug":"hinweise-der-woche-200","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=71125","title":{"rendered":"Hinweise der Woche"},"content":{"rendered":"<p>Am Wochenende pr&auml;sentieren wir Ihnen einen &Uuml;berblick &uuml;ber die lohnenswertesten Beitr&auml;ge, die wir im Laufe der vergangenen Woche in unseren Hinweisen des Tages f&uuml;r Sie gesammelt haben. Nehmen Sie sich ruhig auch die Zeit, unsere werkt&auml;gliche Auswahl der <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?cat=19\">Hinweise des Tages<\/a> anzuschauen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=71125#h01\">Gef&auml;hrliches Vakuum droht &ndash; Osterruhe: Debatte sch&uuml;rt Politikverdrossenheit&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=71125#h02\">Politisch insolvent<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=71125#h03\">&Auml;rztInnen im Impfzentrum &ndash; Die Kasse klingelt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=71125#h04\">Coronama&szlig;nahmen &ndash; Die Risiken und Kosten werden ignoriert<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=71125#h05\">Who Are the 10 Biggest Pandemic Profiteers?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=71125#h06\">Iran: Maas spielt mit dem Feuer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=71125#h07\">Auf zu den Vereinigten Staaten von Europa?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=71125#h08\">Lieferkettengesetz: Mehr Menschenrechte ins Gesch&auml;ft<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=71125#h09\">Trotz Lockdown: US-Gro&szlig;man&ouml;ver &ldquo;Defender-Europe 21&rdquo; beginnt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=71125#h10\">Studie: Prekarisierung im deutschen Journalismus nimmt zu<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Urspr&uuml;nglich hatten wir geplant, in unserer Wochen&uuml;bersicht auch auf die lohnenswertesten redaktionellen Beitr&auml;ge der NachDenkSeiten zu verweisen. Wir haben jedoch schnell festgestellt, dass eine daf&uuml;r n&ouml;tige Vorauswahl immer damit verbunden ist, Ihnen wichtige Beitr&auml;ge vorzuenthalten. Daher m&ouml;chten wir Ihnen raten, am Wochenende doch einfach die Zeit zu nutzen, um sich unsere Beitr&auml;ge der letzten Wochen (noch einmal) anzuschauen. Vielleicht finden Sie dabei ja noch den einen oder anderen Artikel, den es sich zu lesen lohnt. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Gef&auml;hrliches Vakuum droht &ndash; Osterruhe: Debatte sch&uuml;rt Politikverdrossenheit&rdquo;<\/strong><br>\nAngela Merkel betritt kurz vor Ende ihrer Kanzlerschaft Neuland: Eine &ouml;ffentliche Entschuldigung kam der Kanzlerin w&auml;hrend ihrer 15-j&auml;hrigen Amtszeit noch nie &uuml;ber die Lippen. Man kann dies als Gr&ouml;&szlig;e werten oder als Eingest&auml;ndnis der eigenen Unf&auml;higkeit. Letzteres kommt der Wahrheit n&auml;her. Dennn Merkel und die L&auml;nderchefs haben sich mit ihrer k&uuml;hnen Idee einer Osterruhe schlicht verzockt &ndash; die Zusatzfeiertage waren rechtlich nicht haltbar, in der K&uuml;rze der Zeit nicht umsetzbar und zudem weder den Menschen noch den Unternehmern im Land zumutbar. Einmal mehr zeigen solche Entscheidungen, wie gro&szlig; die Distanz zwischen den N&ouml;ten der meisten Menschen und den Regierenden in Pandemiezeiten geworden ist. Es mangelt an Empathie, es mangelt an Alltagstauglichkeit und es mangelt leider auch an Professionalit&auml;t &ndash; das politische Spitzenpersonal Deutschlands hat kollektiv versagt. Das &uuml;ber Monate sich hinziehende Impfdesaster, die uns&auml;glichen Testpannen und die teils chaotischen Zust&auml;nde im Schulleben kulminieren nun in der von Hektik gepr&auml;gten Oster-Kehrtwende.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nordbayern.de\/1.10946690\">nordbayern.de (N&uuml;rnberger Nachrichten)<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Politisch insolvent<\/strong><br>\n[&hellip;] Klar, nach der Empfehlung von Virologen, Epidemiologen und Intensivmedizinern w&auml;re es am sichersten, jetzt das ganze Land ins k&uuml;nstliche Koma zu versetzen. Aber diese Experten blenden die materiellen, sozialen oder psychischen Kosten eben aus. Politiker hingegen m&uuml;ssen auch in Kategorien wie Versorgungssicherheit, Lieferketten, Arbeitspl&auml;tze denken und die Verh&auml;ltnism&auml;&szlig;igkeit beim Eingriff in Grundrechte abw&auml;gen. Doch erst der Aufschrei der Wirtschaft f&uuml;hrte nun zur Einsicht, dass man komplexe Produktionsverfahren oder logistische Prozesse nicht vollbremsen kann.<br>\nDie These sei gewagt, dass bei einer ordentlichen parlamentarischen Beratung nicht so ein Murks herausgekommen w&auml;re wie bei der &uuml;bern&auml;chtigten Runde von 17 Regierungschefs. Einen Fehler pers&ouml;nlich einzur&auml;umen, um ihre potenziellen Nachfolger in diesem Kreis zu entlasten, ist ein allzu durchsichtiges Man&ouml;ver der Machtpolitikerin Merkel. Es reicht nicht, um ihre politische Insolvenz zu verschleiern.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.e-pages.dk\/weserkurier\/162112\/article\/1323444\/1\/10\/render\/?token=5b9a6eb11d4fa9c79d29b1f230a821fb&amp;vl_platform=ios&amp;vl_app_id=com.newscope.weserkurier.PDFReader&amp;vl_app_version=4.2.0\">Weser-Kurier<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>&Auml;rztInnen im Impfzentrum &ndash; Die Kasse klingelt<\/strong><br>\nCorona kann auch ein Geldquell sein. Nicht nur f&uuml;r Pharmakonzerne, Apotheken, Unionsabgeordnete, sondern auch f&uuml;r &Auml;rztinnen und &Auml;rzte. Zum Beispiel f&uuml;r jene, die im Impfzentrum ein Mehrfaches dessen verdienen, was eine Krankenschwester erh&auml;lt. Dar&uuml;ber wundern sich sogar Beg&uuml;nstigte.<br>\nZu Beginn des Jahres war die Aufregung gro&szlig;. 130 Euro in der Stunde f&uuml;r Impf&auml;rztInnen (plus Fahrtkosten), 30 bis 50 Euro f&uuml;r die Pflegefachkraft (ohne Fahrtkosten). Angesichts des Beifalls auf den Balkonen erschien das ungerecht, aber nur kurz, weil immer neue Nachrichten die alten &uuml;berlagerten. Meist schlechte, wie jene von inoffiziellen und offiziellen Maskenschiebern, die derart h&auml;ufig in der Union auftauchten, dass man meinen k&ouml;nnte, CDU und CSU seien das neue Amazon f&uuml;r Virenabwehrprodukte. So erfreute Gesundheitsminister Jens Spahn die Apotheken mit gro&szlig;z&uuml;gigst subventionierten FFP2-Masken, die das Steuervolk gesch&auml;tzt zwei Milliarden kosteten. Sie h&auml;tten sich &ldquo;dumm und d&auml;mlich verdient&rdquo;, meinte ein Vertreter dieses Berufsstands in Berlin. Was also sind 130 Euro?<br>\nDas fragt sich offenbar auch die Kassen&auml;rztliche Vereinigung Baden-W&uuml;rttemberg (KVBW), die mit den Impf&auml;rztInnen abrechnet. F&uuml;r ihren Sprecher Kai Sonntag geht diese Verg&uuml;tung in Ordnung, zumal sie auch noch schlechter ist als in Sachsen und Th&uuml;ringen, wo 175 Euro die Stunde bezahlt werden. (Damit k&ouml;nne ein Bruttoarbeitslohn von 28.000 Euro pro Monat erzielt werden, l&auml;sst der Mitteldeutsche Rundfunk einen Doktor erz&auml;hlen, was dem dreifachen Gehalt eines Oberarztes entspreche.) Und damit keine Missverst&auml;ndnisse entstehen, betont der Sprecher, dass das Land die Honorars&auml;tze festgelegt habe.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/gesellschaft\/521\/die-kasse-klingelt-7394.html\">Kontext:Wochenzeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Coronama&szlig;nahmen &ndash; Die Risiken und Kosten werden ignoriert<\/strong><br>\nCorona kann auch ein Geldquell sein. Nicht nur f&uuml;r Pharmakonzerne, Apotheken, Unionsabgeordnete, sondern auch f&uuml;r &Auml;rztinnen und &Auml;rzte. Zum Beispiel f&uuml;r jene, die im Impfzentrum ein Mehrfaches dessen verdienen, was eine Krankenschwester erh&auml;lt. Dar&uuml;ber wundern sich sogar Beg&uuml;nstigte.<br>\nZu Beginn des Jahres war die Aufregung gro&szlig;. 130 Euro in der Stunde f&uuml;r Impf&auml;rztInnen (plus Fahrtkosten), 30 bis 50 Euro f&uuml;r die Pflegefachkraft (ohne Fahrtkosten). Angesichts des Beifalls auf den Balkonen erschien das ungerecht, aber nur kurz, weil immer neue Nachrichten die alten &uuml;berlagerten. Meist schlechte, wie jene von inoffiziellen und offiziellen Maskenschiebern, die derart h&auml;ufig in der Union auftauchten, dass man meinen k&ouml;nnte, CDU und CSU seien das neue Amazon f&uuml;r Virenabwehrprodukte. So erfreute Gesundheitsminister Jens Spahn die Apotheken mit gro&szlig;z&uuml;gigst subventionierten FFP2-Masken, die das Steuervolk gesch&auml;tzt zwei Milliarden kosteten. Sie h&auml;tten sich &ldquo;dumm und d&auml;mlich verdient&rdquo;, meinte ein Vertreter dieses Berufsstands in Berlin. Was also sind 130 Euro?<br>\nDas fragt sich offenbar auch die Kassen&auml;rztliche Vereinigung Baden-W&uuml;rttemberg (KVBW), die mit den Impf&auml;rztInnen abrechnet. F&uuml;r ihren Sprecher Kai Sonntag geht diese Verg&uuml;tung in Ordnung, zumal sie auch noch schlechter ist als in Sachsen und Th&uuml;ringen, wo 175 Euro die Stunde bezahlt werden. (Damit k&ouml;nne ein Bruttoarbeitslohn von 28.000 Euro pro Monat erzielt werden, l&auml;sst der Mitteldeutsche Rundfunk einen Doktor erz&auml;hlen, was dem dreifachen Gehalt eines Oberarztes entspreche.) Und damit keine Missverst&auml;ndnisse entstehen, betont der Sprecher, dass das Land die Honorars&auml;tze festgelegt habe.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/gesellschaft\/521\/die-kasse-klingelt-7394.html\">Kontext:Wochenzeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Who Are the 10 Biggest Pandemic Profiteers?<\/strong><br>\nOne year after the Covid-19 pandemic began, U.S. billionaires have made out like gangbusters at the expense of workers.<br>\nA year ago, the Institute for Policy Studies published &ldquo;Billionaire Bonanza 2020: Wealth  Windfalls, Tumbling Taxes and Pandemic Profiteers,&rdquo;  and began tracking billionaire wealth gains as unemployment surged.  We teamed up with Americans for Tax Fairness (ATF) to track the wealth growth of America&rsquo;s billionaires over the last year.  This report summarizes the extraordinary growth in wealth of those now 657 billionaires based on real-time data from Forbes on March 18, 2021.<br>\nHere are highlights from the last 12 months of billionaire wealth growth:\n<ul>\n<li>The combined wealth of the nation&rsquo;s 657 billionaires increased more than $1.3 trillion, or 44.6 percent, since the pandemic lockdowns began. [See Master Table] Over those same 12 months, more than 29 million Americans contracted the virus and more than 535,000 died from it. As billionaire wealth soared over, almost 80 million lost work between March 21, 2020, and Feb. 20, 2021, and 18 million were collecting unemployment on Feb. 27, 2021<\/li>\n<li>There are 43 newly minted billionaires since the beginning of the pandemic, when there were 614. A number of new billionaires joined the list after initial public offerings (IPOs) of stock in companies such as Airbnb, DoorDash, and Snowflake.<\/li>\n<li>The increase in the combined wealth of the 15 billionaires with the greatest growth in absolute wealth was $563 billion or 82 percent. [See table 1] The wealth growth of just these 15 represents over 40 percent of the wealth growth among all billionaires. Topping the list are Elon Musk ($137.5 billion richer, 559 percent), Jeff Bezos ($65 billion, 58 percent) and Mark Zuckerberg ($47 billion, 86 percent).<\/li>\n<\/ul>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/inequality.org\/great-divide\/10-biggest-pandemic-profiteers\/\">Inequality.org<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Eine &auml;hnliche Entwicklung ist auch in Deutschland zu beobachten. Die NachDenkSeiten haben darauf hingewiesen: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=65577#h03\">Krise macht Superreiche noch reicher<\/a>. Erinnert sei in diesem Zusammenhang auch an diesen Beitrag von Jens Berger: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59569\">Die Gewinner der Krise &ndash; BlackRock und Co. kassieren gleich doppelt<\/a>. Aber anstatt der &ouml;konomischen Umverteilung von unten nach oben entgegenzuwirken werden andere Themen in den Vordergrund ger&uuml;ckt &ndash; und das sogar in einem Superwahljahr. Bitte lesen Sie dazu z.B. &ldquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=70940#h16\">Die CDU sperrt sich seit Jahren gegen jede Form der Transparenz<\/a>&rdquo; mit einer Anmerkung.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Iran: Maas spielt mit dem Feuer<\/strong><br>\nIm Juli 2015 vereinbarten die USA, die EU, Gro&szlig;britannien, Frankreich, Russland, China und Deutschland mit dem Iran, dass dieser alles Nuklearmaterial im Land ausschlie&szlig;lich zu friedlichen Zwecken verwenden sollte. Im Gegenzug dazu sollten die Sanktionen gegen den Iran schrittweise aufgehoben werden. International galt der &bdquo;Joint Comprehensive Plan of Action&ldquo; (JCPoA) als gro&szlig;er Erfolg.<br>\nDie Internationale Atomenergie-Organisation (IAEO) &uuml;berpr&uuml;fte die Einhaltung der Vereinbarungen regelm&auml;&szlig;ig mit dem &bdquo;weltweit robustesten Monitoring-Regime&ldquo; und best&auml;tigte bis Ende 2018 in zw&ouml;lf Berichten, dass sich der Iran an seine Verpflichtungen hielt.<br>\nDann stieg die Trump-Regierung aus dem JCPoA aus und verk&uuml;ndete die &bdquo;Politik des maximalen Drucks&ldquo;. Die Eskalationsspirale nahm Fahrt auf. Auf Angriffe gegen saudi-arabische &Ouml;lanlagen, Tanker im Persischen Golf und westliche Milit&auml;rst&uuml;tzpunkte im Irak, die dem Iran zugerechnet wurden, folgten US-Luftangriffe auf Stellungen der pro-iranischen Milizen und im Januar 2020 der Mord an dem iranischen General Soleimani durch eine US-Drohne. Im November 2020 wurde bekannt, dass Trump sogar beabsichtigt hatte, eine iranische Atomanlage zu bombardieren; Berater hatten ihn zuletzt davon abbringen k&ouml;nnen. Viele Beobachter*innen f&uuml;rchteten, dass Trump als Wahlkampfclou noch einen Krieg gegen den Iran beginnen k&ouml;nnte. Zum Gl&uuml;ck kam es nicht dazu.<br>\nDie Versch&auml;rfung der US-amerikanischen Sanktionen hatte allerdings da bereits zu Verwerfungen gef&uuml;hrt: Der &Ouml;lmarkt brach ein, die W&auml;hrung verfiel, Wasserknappheit, Stromausf&auml;lle, steigende Lebensmittelpreise, ein drastischer Mangel an Medikamenten und wachsende Korruption ersch&uuml;tterten den Iran. Rund 60 Millionen Iraner*innen sind inzwischen auf staatliche Hilfen angewiesen. Bei sozialen Unruhen 2019 starben &uuml;ber 300 Menschen. Inzwischen ist die Zahl der gegen&uuml;ber dem Iran verh&auml;ngten US-Sanktionen auf &uuml;ber 1.500 gestiegen, der iranische Pr&auml;sident Rohani sch&auml;tzt den dadurch verursachten Schaden f&uuml;r sein Land auf 200 Milliarden US-Dollar. Im M&auml;rz 2020 kam die Covid-19-Pandemie dazu: Die Johns-Hopkins-Universit&auml;t hat inzwischen mehr als 60.000 Todesf&auml;lle im Iran gez&auml;hlt, die iranischen Beh&ouml;rden melden t&auml;glich 7.000 Neuinfektionen, Tendenz steigend.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/diefreiheitsliebe.de\/politik\/meinungsstark-politik\/iran-maas-spielt-mit-dem-feuer\/\">Die Freiheitsliebe<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Auf zu den Vereinigten Staaten von Europa?<\/strong><br>\nDie Europ&auml;ische Union soll klimafreundlicher, digitaler und sozialer werden. Dies hat die Europ&auml;ische Kommission in Br&uuml;ssel versprochen &ndash; und mit ihrem Programm &bdquo;Next Generation EU&ldquo; auch beachtliche Finanzmittel von den Mitgliedsstaaten aufgetrieben. Alles in allem sollen 750 Milliarden Euro in den Wiederaufbau nach der Corona-Pandemie flie&szlig;en.<br>\nDies weckt gro&szlig;e Erwartungen und Hoffnungen, auch bei den Gewerkschaften. &bdquo;F&uuml;hrt uns eine immer engere Union in der Wirtschaftspolitik in das soziale Europa?&ldquo;, fragte die Hans-B&ouml;ckler-Stiftung zum Auftakt einer Seminarreihe &uuml;ber die EU-Wirtschaftspolitik. Die Online-Veranstaltung war als Streitgespr&auml;ch angek&uuml;ndigt &ndash; und das war es auch.<br>\nSolidarisch im Ton, aber hart in der Sache stritten Martin H&ouml;pner (Max-Planck-Institut f&uuml;r Gesellschaftsforschung), Sophie Pornschlegel (European Policy Centre) und Gesine Schwan (Humboldt Viadrina Governance Platform) &uuml;ber den Aufbaufonds und die Sozialpolitik.<br>\nEiniges ist zuletzt in Bewegung geraten. Die EU hatte zwar bislang im engeren Sinn in der Sozialpolitik wenig zu melden, bis vor wenigen Jahren begn&uuml;gte sie sich mit unverbindlichen Konsultationen der Sozialpartner. Die 2017 eingezogene &bdquo;S&auml;ule sozialer Rechte&ldquo; beruht mehr auf Prinzipien als auf Taten &ndash; und der Aufbaufonds ist neu und erst ab Sommer einsatzbereit.<br>\nStefan K&ouml;rzell vom DGB-Vorstand lobte ihn dennoch als &bdquo;Meilenstein, mit dem wir als Gewerkschaften nicht gerechnet haben&ldquo;. Das Programm &bdquo;Next Generation EU&ldquo; erinnere an den Marschallplan, mit dem der DGB vor neun Jahren aus der Finanzkrise kommen wollte. Nun gehe es &bdquo;auf zu den Vereinigten Staaten von Europa&ldquo;, so K&ouml;rzell.<br>\nWeniger euphorisch stieg Bettina Kohlrausch in die Debatte ein. Die Wissenschaftliche Direktorin des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) mahnte, dass ohne eine aktive und partizipative Sozialpolitik, der Wandel nach Corona nicht gelingen werde.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.boeckler.de\/de\/tagungsberichte-18029-Streitgespraech-zu-eu-sozialpolitik-wsi-31637.htm\">Eric Bonse in Hans-B&ouml;ckler-Stiftung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Lieferkettengesetz: Mehr Menschenrechte ins Gesch&auml;ft<\/strong><br>\nWie der Staat versucht, Bedingungen f&uuml;r die Nutzung von Mensch und Natur in der ganzen Welt zu schaffen<br>\nEnde Februar hat Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) nach der Einigung in der Koalition den Referentenentwurf f&uuml;r ein Lieferkettengesetz vorgelegt. Mit dem Namen &rdquo; Gesetz &uuml;ber die unternehmerischen Sorgfaltspflichten in Lieferketten&rdquo; oder &ldquo;Sorgfaltspflichtengesetz&rdquo; haben sich die ministerialen Beamten einen besonders moralisch klingenden Namen ausgedacht.<br>\nDas Gesetz, das bislang nur als ein Referentenentwurf existiert, der noch vom Parlament gebilligt werden muss, wird voraussichtlich noch einige Ver&auml;nderungen erfahren. Die Sorgfalt, die mittels dieses Gesetzes den Unternehmen auferlegt werden soll, gilt der Beachtung der Menschenrechte in der gesamten Lieferkette. Diese Sorgfalt ergibt sich aus der weltweiten Verantwortung, die sich die Bundesregierung ziemlich unbescheiden zuschreibt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Lieferkettengesetz-Mehr-Menschenrechte-ins-Geschaeft-5990090.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Trotz Lockdown: US-Gro&szlig;man&ouml;ver &ldquo;Defender-Europe 21&rdquo; beginnt<\/strong><br>\nDeutschland als Drehscheibe<br>\nAb M&auml;rz werden wieder vermehrt US-Truppen in Deutschland unterwegs sein. Das Gro&szlig;man&ouml;ver wurde von der US Army als DEFENDER-Europe 21 angek&uuml;ndigt und dauert bis in den Juni. Die Zahlen sind eindrucksvoll: Unter US-F&uuml;hrung werden 28.000 multinationale Streitkr&auml;fte aus 27 Nationen mobilisiert, um nahezu zeitgleiche Operationen in mehr als 30 &Uuml;bungsgebieten in 12 L&auml;ndern durchzuf&uuml;hren.<br>\nDer eigentliche Zweck der &Uuml;bung: viele Truppen vom Westen in den Osten zu verlegen. Laut US-Army soll sich Defender-Europe 21 &ldquo;auf den Aufbau von Einsatzbereitschaft und Interoperabilit&auml;t mit einer gr&ouml;&szlig;eren Anzahl von NATO-Verb&uuml;ndeten und Partnern in einem breiteren Einsatzgebiet&rdquo; konzentrieren. Als Fortf&uuml;hrung von Kalter-Krieg-Szenarien sei die &Uuml;bung explizit nicht gedacht, sondern sie sei &ldquo;defensiv ausgerichtet und konzentriert sich darauf, im Bedarfsfall auf Krisen zu reagieren.&rdquo;<br>\nDas strapazierte Verh&auml;ltnis zwischen den USA und ihren europ&auml;ischen Verb&uuml;ndeten solle durch die &Uuml;bungen wieder gekittet werden. Das Man&ouml;ver solle zeigen, &ldquo;dass das Bekenntnis der USA zur NATO unersch&uuml;tterlich ist&rdquo;.<br>\nDie deutsche Bundeswehr will sich in diesem Jahr mit 430 Soldaten beteiligen. Daf&uuml;r wurden 2,9 Millionen Euro im Bundeshaushalt eingeplant&hellip;<br>\nDefender-Europe 20 machte vor allem Schlagzeilen, weil es die gr&ouml;&szlig;te NATO-&Uuml;bung seit 25 Jahren war. Kritik gab es im Deutschen Bundestag nur von der Partei Die Linke. Die Bundesregierung bezahle 22 Millionen Euro f&uuml;r US-Soldaten, erkl&auml;rte Kathrin Vogler, Friedenspolitische Sprecherin der Linken-Bundestagsfraktion. Besonders in Dortmund und Bremerhaven wurde &ouml;ffentlich gegen die Transporte von US-Truppen demonstriert.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/de.rt.com\/europa\/114758-unerschutterliches-bekenntnis-zur-nato-defender-beginnt\/\">RT<\/a>\n<p><strong>Dazu Andrej Konstantin Hunko<\/strong><br>\nW&auml;hrend die Bev&ouml;lkerung in den Oster-Lockdown geschickt werden soll, planen USA und NATO eines der gr&ouml;&szlig;ten Milit&auml;r&uuml;bungen der letzten Jahre: Defender 21 (Foto).<br>\n28.000 Soldaten aus 26 L&auml;ndern sollen zeitgleich in mehr als 30 Trainingsgebieten Krieg gegen Russland &uuml;ben<br>\nZweck der &ldquo;Defender&rdquo;-&Uuml;bungen ist insbesondere auch die schnelle Verlegbarkeit von schwerem milit&auml;rischem Ger&auml;t an die russische Grenze.<br>\nIch fordere die Bundesregierung auf, die Beteiligung an Defender 21 einzustellen. Die Kriegs&uuml;bungen gegen Russland sind v&ouml;llig fehl am Platz, mitten in der Pandemie sind sie besonders bizarr.<br>\nLockdown f&uuml;r Defender21, macht stattdessen die Osterm&auml;rsche stark!<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/permalink.php?story_fbid=2888759494739694&amp;id=100008170146837\">Andrej Hunko<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Studie: Prekarisierung im deutschen Journalismus nimmt zu<\/strong><br>\nDrei F&uuml;nftel der Befragten empfinden ihre Arbeitssituation als unsicher, eine gr&ouml;ssere Ausgabe k&ouml;nnten die meisten nicht stemmen.<br>\nZu beobachten, was Medien in anderen deutschsprachigen L&auml;ndern umtreibt, lohnt sich nicht nur inhaltlich. Schon deshalb, weil sich Entwicklungen in der Schweiz oft mit ein paar Jahren Verz&ouml;gerung wiederholen.<br>\nFalls das so ist, sieht die Zukunft der Medienbranche nicht rosig aus, das zeigt eine Umfrage der Ludwig-Maximilians-Universit&auml;t in M&uuml;nchen (LMU). Demnach prekarisieren sich die Arbeitsbedingungen im deutschen Journalismus zunehmend. Nur die H&auml;lfte von mehr als 1000 befragten deutschen Journalistinnen und Journalisten verf&uuml;gt &uuml;ber ein Einkommen, mit dem sie ihren Lebensunterhalt sicher finanzieren k&ouml;nnen.<br>\nDie meisten bezeichnen ihre Arbeitsverh&auml;ltnisse als unsicher und f&uuml;r den journalistischen Nachwuchs sind die immer schlechter werdenden Arbeitsbedingungen alles andere als attraktiv. An der Umfrage teilgenommen haben festangestellte und freischaffende Journalistinnen und Journalisten aus allen Mediengattungen, darunter auch &laquo;feste Freie&raquo; und 7 Prozent nebenberufliche Journalisten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/medien\/studie-prekarisierung-im-deutschen-journalismus-nimmt-zu\/\">Infosperber<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am Wochenende pr&auml;sentieren wir Ihnen einen &Uuml;berblick &uuml;ber die lohnenswertesten Beitr&auml;ge, die wir im Laufe der vergangenen Woche in unseren Hinweisen des Tages f&uuml;r Sie gesammelt haben. Nehmen Sie sich ruhig auch die Zeit, unsere werkt&auml;gliche Auswahl der <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?cat=19\">Hinweise des Tages<\/a> anzuschauen. 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