{"id":7113,"date":"2010-10-18T09:21:37","date_gmt":"2010-10-18T07:21:37","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=7113"},"modified":"2010-10-18T09:21:37","modified_gmt":"2010-10-18T07:21:37","slug":"hinweise-des-tages-1250","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=7113","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Meuterei gegen &bdquo;Bildungspaket&ldquo;; in Karlsruhe gewonnen, in Berlin zerronnen; falsche Prognose; Aufsicht &uuml;ber Finanzbranche ein Schlag ins Wasser; Wirtschaftspr&uuml;fer im Visier der EU-Kommission; teure Weizenm&auml;rkte; neuer Personalausweis; Fakten zur Migration; die Des-Integrationsdebatte; acht Nato-Soldaten in Afghanistan get&ouml;tet; Kindersch&uuml;tzer distanzieren sich von &bdquo;Tatort Internet&ldquo;; privater Geheimdienst f&uuml;r HSH-Chef; die Rote Verfassungsschutz-Fraktion; Stipendien lassen auf sich warten; Lehrer in Leiharbeit; Nivellierung der Anspr&uuml;che; Griechenland in der Kreditkartenklemme; Frankreichs neue Br&uuml;derlichkeit; Berliner Wassertisch braucht noch Unterschriften. (WL)<br>\n<!--more--><\/p><p>Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante aktuelle Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen. Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"#h01\">Meuterei gegen von der Leyens &bdquo;Bildungspaket&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h02\">Hartz IV-Reform: In Karlsruhe gewonnen, in Berlin zerronnen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h03\">Falsche Prognose<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h04\">Lucas Zeise: Aufsicht &uuml;ber die Finanzbranche ein Schlag ins Wasser<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h05\">Wirtschaftspr&uuml;fer im Visier der EU-Kommission<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h06\">Teure Weizenm&auml;rkte: Eine Anlage unter vielen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h07\">Bei Widerstand h&ouml;here Strafen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h08\">Neuer Personalausweis: Ich bin&rsquo;s<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h09\">Grafiken zur Migration in Deutschland: Wer kommt, wer geht &ndash; der Faktencheck<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h10\">Die Des-Integrationsdebatte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h11\">Acht Nato-Soldaten in Afghanistan get&ouml;tet<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h12\">Kinderschutz-Organisationen distanzieren sich von &ldquo;Tatort Internet&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h13\">Privater Geheimdienst f&uuml;r HSH-Chef Nonnenmacher?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h14\">Rote Verfassungsschutz-Fraktion ?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h15\">Die Stipendien lassen auf sich warten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h16\">Lehrer in Leiharbeit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h17\">Neue Didaktik: Nivellierung der Anspr&uuml;che<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h18\">Stuttgart 21<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h19\">Die Tea Party begann im Kaffeehaus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h20\">Ferngesteuerte Experten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h21\">Griechenland steckt in der Kreditkartenklemme<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h22\">Frankreich: Gleichheit und Br&uuml;derlichkeit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h23\">Berliner Wassertisch: Schon 155.000 Unterschriften gesammelt<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"\/?p=7113&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/a><\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Meuterei gegen von der Leyens &bdquo;Bildungspaket&ldquo;<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Hartz-IV-Reform: Fachleute meutern gegen von der Leyens Bildungspaket <\/strong><br>\n&ldquo;Das Paket kann weder der H&ouml;he noch der Intention nach das einl&ouml;sen, was es verspricht&rdquo;, kritisierte der Vorsitzende des Deutschen Jugendinstituts (DJI), Thomas Rauschenbach. &ldquo;Es wird nicht einmal im Ansatz die biografischen Weichenstellungen in Sachen Bildung bei den betroffenen Kindern ausl&ouml;sen k&ouml;nnen, die notwendig w&auml;ren.&rdquo; Bislang gab es vor allem Kritik von der Opposition &ndash; nun melden sich Experten zu Wort. Das DJI ist nach eigenen Angaben das gr&ouml;&szlig;te sozialwissenschaftliche Institut, das sich mit Jugendforschung besch&auml;ftigt. Es wird gr&ouml;&szlig;tenteils vom Familienministerium finanziert.<br>\nDer Impuls, Kindern gezielt zu helfen, sei zwar richtig, sagte Rauschenbach. Eine individuelle F&ouml;rderung in H&ouml;he von 10 bis 15 Euro pro Monat f&uuml;r Musikunterricht oder andere Angebote w&uuml;rden aber daf&uuml;r nicht reichen. &ldquo;Das widerspricht allen Erkenntnissen der heutigen Bildungsforschung&rdquo;, r&uuml;gte der Wissenschaftler. Bei den &auml;rmsten Familien m&uuml;sse deutlich mehr Geld investiert werden als bei Kindern aus Durchschnittsfamilien. Alles andere f&uuml;hre nur &ldquo;zu einer Verstetigung ihrer Misere&rdquo;, so Rauschenbach. So, wie das Paket derzeit aufgestellt sei, sei es m&ouml;glich, dass die Organisation &ldquo;mehr kosten k&ouml;nnte, als bei den Kindern letztlich ankommt&rdquo;. Rauschenbach stimmte auch der Kritik von St&auml;dten und Gemeinden zu, die Verwaltung nicht der Bundesagentur und den Jobcentern aufzub&uuml;rden. &ldquo;Es macht wenig Sinn, &uuml;ber die Bundesagentur so etwas wie eine zweite Jugendamtsstruktur aufzubauen. Dies &uuml;berfordert auch die Agenturen. Die kommunalen Jugend&auml;mter sind f&uuml;r die Belange von Kindern und Jugendlichen vor Ort gesetzlich zust&auml;ndig. Sie wissen am besten, was hilfreich ist und funktioniert.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/deutschland\/:hartz-iv-reform-fachleute-meutern-gegen-von-der-leyens-bildungspaket\/50182272.html\">FTD<\/a><\/li>\n<li><strong>Meuterei gegen von der Leyen<\/strong><br>\nDie Bundesagentur f&uuml;r Arbeit (BA) hat massive Bedenken gegen das von Arbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) vorgeschlagene Bildungspaket f&uuml;r Kinder von Hartz-IV- Empf&auml;ngern. Die geplanten Gutscheine, etwa f&uuml;r Essen oder Schulausfl&uuml;ge, h&auml;lt die Beh&ouml;rde f&uuml;r zu aufwendig. Zudem w&uuml;rde die Betreuung der Arbeitslosen darunter leiden. Die Bundesagentur in N&uuml;rnberg spielt bei der Einf&uuml;hrung des Bildungspakets f&uuml;r die etwa 1,8 Millionen Kinder und Jugendlichen aus Familien, die auf die staatliche Grundsicherung (Hartz IV) angewiesen sind, die entscheidende Rolle. Sie muss &uuml;ber ihre Jobcenter die einzelnen Leistungen bewilligen und abrechnen. So sieht es das Arbeitsministerium in seinem Gesetzesentwurf f&uuml;r die Reform von Hartz IV vor. Die BA h&auml;lt davon aber gar nichts. Dies geht aus der internen Stellungnahme der Bundesagentur an das Ministerium hervor, die der S&uuml;ddeutschen Zeitung vorliegt.\n<p>In dem 67 Seiten starken Papier warnt die BA vor &ldquo;erheblichen Mehraufw&auml;nden&rdquo; in den Jobcentern: Werde kein zus&auml;tzliches Personal zur Verf&uuml;gung gestellt, w&auml;ren f&uuml;r die Langzeitarbeitslosen weniger Mitarbeiter da, &ldquo;was zu einer faktischen Verschlechterung der Betreuung f&uuml;hrt&rdquo;. Die BA schl&auml;gt vor, die Verwaltung des Bildungspakets den Kommunen und Landkreisen zu &uuml;berlassen. Diese h&auml;tten mehr Erfahrung im Umgang mit hilfebed&uuml;rftigen Kindern und k&ouml;nnten &ldquo;diese Dienstleistung effizienter und kosteng&uuml;nstiger erbringen&rdquo;. Unterst&uuml;tzung erh&auml;lt die Bundesagentur von den Kommunen. In einem Schreiben des Deutschen St&auml;dtetags und des Deutschen St&auml;dte- und Gemeindebunds an das Arbeitsministerium hei&szlig;t es: Die Vorschl&auml;ge aus dem Hause von der Leyen seien &ldquo;in weiten Teilen b&uuml;rokratisch und verwaltungsaufwendig&rdquo;. Dies gelte besonders f&uuml;r die Gutscheine. &ldquo;Momentan ist uns v&ouml;llig unklar, wie die bisherigen freiwilligen Angebote der St&auml;dte und Gemeinden mit den neuen Leistungen verzahnt werden sollen.&rdquo; Auch die kommunalen Spitzenverb&auml;nden raten zu einer besseren Kooperation mit den St&auml;dten und warnen vor einem &ldquo;Aufbau von Parallelstrukturen&rdquo;. Der Deutsche Landkreistag spricht sich in seiner Stellungnahme an das Ministerium ebenfalls daf&uuml;r aus, dass die kommunalen Tr&auml;ger das Bildungspaket umsetzen sollten: &ldquo;Ein T&auml;tigwerden der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit in diesem Bereich wird mit Nachdruck zur&uuml;ckgewiesen.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/hartz-iv-jobcenter-meuterei-gegen-von-der-leyen-1.1011316\">SZ<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Die Kommune k&uuml;mmert sich<\/strong><br>\nIn Mannheim h&auml;lt man wenig von der Bildungschipkarte. Die Stadt unterst&uuml;tzt sozial benachteiligte Kinder anders, etwa mit 10.000 zus&auml;tzlichen Schulstunden an Brennpunktschulen und Lehrern in Kitas. Davon profitieren nicht nur Kinder, deren Eltern Hartz IV beziehen. Dass eine Stadt wie Mannheim Bildungspolitik betreibt, ist nicht vorgesehen. Qua Grundgesetz haben die L&auml;nder die Hoheit &uuml;ber die Bildungspolitik. Das hei&szlig;t, das Land Baden-W&uuml;rttemberg gibt die Linie vor und bezahlt die Lehrer. Die Stadt Mannheim stellt den Hausmeister ein und ist f&uuml;r das Schulgeb&auml;ude zust&auml;ndig. Doch wo die hoheitliche Bildungspolitik versagt, muss die Kommune einspringen: So stieg der Etat f&uuml;r Erziehungshilfen in diesem Jahr auf 50 Millionen Euro. Die Schulabbrecherquote in Mannheim liegt bei 8,5 Prozent, fast doppelt so hoch wie in ganz Baden-W&uuml;rttemberg. Um Kinder vor dem fr&uuml;hzeitigen Fall zu bewahren, will die Stadt daher l&uuml;ckenlose Bildungsketten vom Krei&szlig;saal bis zum Schulabschluss schaffen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=in&amp;dig=2010%2F10%2F15%2Fa0033&amp;cHash=1cb30262d0\">taz<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Hartz IV-Reform: In Karlsruhe gewonnen, in Berlin zerronnen<\/strong><br>\nDie Hartz IV-Bezieher hatten keine Chance, mit Hilfe des Verfassungsgerichts ihre Lebenslage zu verbessern &ndash; weil die Politik dessen Vorgaben zur Makulatur werden lie&szlig;.<br>\nMartin Reucher, 55, vertrat vor dem Bundesverfassungsgericht eine der Familien, die gegen Hartz IV klagte. Der Bochumer Anwalt leitete fr&uuml;her Sozialbeh&ouml;rden in Erfurt und Wuppertal.<br>\nEin fr&uuml;her Hartz-IV-Bescheid aus dem Jahr 2004, der mir als Rechtsanwalt von einer Dortmunder Familie zur Pr&uuml;fung vorgelegt wurde, warf die Frage auf, wie der Gesetzgeber eigentlich die Regels&auml;tze f&uuml;r Kinder ermittelt hatte. Die Recherche ergab: &uuml;berhaupt&nbsp;nicht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/hartz-iv-reform-in-karlsruhe-gewonnen-in-berlin-zerronnen-1.1012683\">SZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Falsche Prognose<\/strong><br>\nDie Umfragen zeigen, die Regierung Angela Merkel (CDU) steht schlecht da. Da st&ouml;ren Demonstrationen mehr als sonst. Das Aufschwung-Brimborium mit der Herbstprognose der f&uuml;hrenden Wirtschaftsforschungsinstitute soll helfen. Sicherlich wird das Wirtschaftwachstum in diesem Jahr rund drei Prozent betragen, aber wie geht es weiter? Die Ausfuhren werden sinken, weil unsere Haupthandelspartner, die EU-L&auml;nder, im kommenden Jahr nur um ein Prozent wachsen. Damit sieht es f&uuml;r die Besch&auml;ftigung in den kommenden Jahren mau aus. Die Parole der Regierung aber hei&szlig;t dennoch: Bleibt zu Hause! Und Merkel und andere Politikaster prophezeien, dass die Arbeitslosigkeit im kommenden Jahr unter drei Millionen sinken wird. Was ist aber tats&auml;chlich los auf dem Arbeitsmarkt? Die Zahl der von den Besch&auml;ftigten abgeleisteten Arbeitsstunden ist von 52 (1991) auf 48 Milliarden Stunden (2008, dem Jahr vor dem Abschwung) gesunken. Das ist ein R&uuml;ckgang von 7,7 Prozent. In derselben Zeit ist die Zahl der Besch&auml;ftigten von 35,1 auf 35,9 Millionen, das hei&szlig;t um zwei Prozent, gestiegen. Das wirkt sich g&uuml;nstig auf die Statistik aus. Wie kann es kommen, da&szlig; weniger Arbeitsstunden geleistet werden, die Besch&auml;ftigungsquote aber dennoch steigt?<br>\nDie durchschnittliche Arbeitszeit je Besch&auml;ftigten ist wegen der Teilzeitjobs, vielfach erzwungen durch HartzIV, abgesunken und zwar, im rechnerischen Durchschnitt, von 28,5 Stunden je Woche im Jahr 1991 auf 25,7 Stunden je Woche im Jahr 2008. Schlie&szlig;lich gilt: Wer wenigstens 15 Stunden in der Woche arbeitet, der ist offiziell nicht arbeitslos. Also suchen nur 3,188 Millionen Menschen eine Arbeit (Stand der registrierten Arbeitslosigkeit im August) und demn&auml;chst noch weniger? Wenn man richtig rechnet, sind es nicht 3,188, sondern 4,330 Millionen. Diese Differenz von rund 1,1 Millionen setzt sich zusammen aus denen, die arbeitslos, &auml;lter als 58 sind und ALGI beziehen (0,35 Millionen), aus den Ein-Euro-Jobbern (0,32 Millionen), den Menschen in beruflicher Weiterbildung (0,19 Millionen) und denen in Eingliederungsma&szlig;nahmen (0,2 Millionen).<br>\nAber das ist noch nicht alles. Im vergangenen Juni teilt das Statistische Amt mit, da&szlig; 8,6 Millionen Menschen eine Arbeit suchen. 3,2 Millionen sind registrierte Erwerbslose, 1,2 Millionen geh&ouml;ren zur &raquo;Stillen Reserve&laquo; (die sind nirgendwo gelistet, suchen aber dennoch eine Stelle). Weitere 4,2 Millionen haben eine Arbeit, die aber nicht zum Leben reicht. Der gr&ouml;&szlig;te Teil davon ist teilzeitbesch&auml;ftigt, ein anderer Teil ist zwar vollzeitbesch&auml;ftigt, aber das Einkommen reicht nicht aus. Sie alle suchen eine zus&auml;tzliche Besch&auml;ftigung. Nicht eingerechnet in diese Zahl von 8,6 Millionen sind all diejenigen, die aus der registrierten Arbeitslosigkeit herausgerechnet wurden, also die Differenz zwischen 4,330 und 3,118 Millionen. Das macht weitere 1,1 Millionen Leute.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2010\/10-18\/034.php\">Junge Welt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Herbert Schui ist Mitglied des Bundestages f&uuml;r Die Linke. Er war davor Professor f&uuml;r Volkswirtschaftslehre an der Hochschule f&uuml;r Wirtschaft und Politik in Hamburg. Er ist Mitbegr&uuml;nder der Arbeitsgruppe Alternative Wirtschaftspolitik<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Lucas Zeise: Aufsicht &uuml;ber die Finanzbranche ein Schlag ins Wasser<\/strong><br>\nObwohl Banken, Versicherungen, B&ouml;rsen, Fonds etc. &uuml;berall in der EU t&auml;tig werden d&uuml;rfen und das auch munter tun, ist die Aufsicht &uuml;ber die Finanzbranche bisher allein nationalen Beh&ouml;rden vorbehalten. Das ist ein skandal&ouml;ser Zustand, der nach Beendigung verlangt. Besonders &uuml;bel ist dabei, dass beispielsweise eine irische Bank, selbst wenn sie &uuml;berwiegend in Frankreich t&auml;tig ist, von der irischen, nicht aber von der franz&ouml;sischen Aufsicht kontrolliert wird. Auf den ersten Blick k&ouml;nnte es so scheinen, als w&uuml;rden die vom EU- Parlament beschlossenen Gremien diesem Zustand ein Ende machen. Leider ist das nicht der Fall. Es wurde vielmehr mit gro&szlig;em Bedacht eine Scheinl&ouml;sung konzipiert. Rat, Parlament und Kommission haben zwar drei neue Institutionen geschaffen, die die Banken, die Versicherungen und den Wertpapierhandel EU-weit angeblich zu kontrollieren haben. Das klingt gut. Es bleibt aber dabei, dass diese Finanzakteure von eingefahrenen nationalen Beh&ouml;rden &uuml;berwacht werden sollen, und zwar wie bisher nach dem Herkunftsprinzip. Die neuen EU-Institutionen haben lediglich bei Konflikten zu koordinieren. In diesen Gremien sitzen denn auch die Abgesandten der 26 nationalen Aufsichtsbeh&ouml;rden, die sich beim Entstehen der letzten Spekulationsparty ja schon gl&auml;nzend bew&auml;hrt haben, plus einiger weniger Zusatzbeamter, und bereden F&auml;lle von gemeinsamem Interesse. Die Begeisterung der EU-Parlamentarier richtet sich nun darauf, dass in ganz eng begrenzten Ausnahmef&auml;llen und wenn der EU-Rat einstimmig eine Krise festgestellt hat, eine solche EU-Oberaufsicht eine nationale zu bestimmten Ma&szlig;nahmen verdonnern kann. Ein Tiger mit Z&auml;hnen sieht anders aus.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2010\/10-16\/049.php\">junge Welt<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Wirtschaftspr&uuml;fer im Visier der EU-Kommission<\/strong><br>\nWenn ein b&ouml;rsenotiertes Unternehmen einen Wirtschaftspr&uuml;fer sucht, hat es fast keine Wahl: Ernst &amp; Young, PriceWaterhouseCoopers, Deloitte und KPMG teilen sich 70 Prozent des europ&auml;ischen Marktes auf. Die Kommission versucht nun erneut, dieses Oligopol aufzubrechen. Am Mittwoch stellte Binnenmarktkommissar Michel Barnier ein Gr&uuml;nbuch samt Einladung zur Konsultation vor, das die Sto&szlig;richtung seiner &Uuml;berlegungen zusammenfasst. Dabei nimmt er konkrete wettbewerbsfeindliche Praktiken des laut seinen Worten &bdquo;Oligopols&ldquo; aufs Korn, allen voran die &bdquo;Big-Four-Klauseln&ldquo;. Das sind Vertragsbestimmungen, mit denen Unternehmen festhalten, dass sie nur dann mit jemandem in eine Gesch&auml;ftsbeziehung treten, wenn er sich von einer der &bdquo;Gro&szlig;en Vier&ldquo; pr&uuml;fen l&auml;sst. Zweitens will er, dass kein Partner in einer Pr&uuml;ferfirma zu lange dieselben Kunden betreut. Er unternimmt also einen neuen Anlauf, die verpflichtende interne Rotation einzuf&uuml;hren, gegen die sich die Pr&uuml;ferfirmen bisher erfolgreich gewehrt haben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/diepresse.com\/home\/wirtschaft\/international\/601942\/index.do?_vl_backlink=\/home\/wirtschaft\/international\/index.do\">die Presse.com<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Teure Weizenm&auml;rkte: Eine Anlage unter vielen<\/strong><br>\nSpekulanten und Fonds treiben zwei Jahre nach der Weltern&auml;hrungskrise wieder die Preise auf den Weizenm&auml;rkten. Nur zwei Prozent aller Warentermingesch&auml;fte enden mit einer Auslieferung der G&uuml;ter. Zwar vermuten Wirtschaftswissenschaftler, dass diese Investoren mit zus&auml;tzlicher Liquidit&auml;t langfristig f&uuml;r stabilere Preise sorgen. Kurzfristig sind aber meist &Uuml;bertreibungen die Folge. Wie 2007 und 2008, als die Spekulanten Hunger und politische Unruhen mitverursachten. Ein generelles Spekulationsverbot f&uuml;r Nahrungsmittel w&auml;re nicht nur schwer umzusetzen, sondern h&auml;tte auch negative Auswirkungen auf viele Produzenten und Abnehmer, die ein berechtigtes Interesse daran haben, sich gegen Preisschwankungen abzusichern. Besser sind kluge Regulierungsschritte, etwa finanzielle Obergrenzen f&uuml;r Warentermingesch&auml;fte, wie sie in den USA k&uuml;rzlich eingef&uuml;hrt wurden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/wirtschaft\/eine-anlage-unter-vielen\/-\/1472780\/4748414\/-\/index.html\">FR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Bei Widerstand h&ouml;here Strafen<\/strong><br>\nWer gegen Polizisten Widerstand leistet und sich etwa bei einer Festnahme aus dem Griff des Beamten losrei&szlig;t, ohne ihn zu verletzen, soll k&uuml;nftig h&auml;rter bestraft werden. Das sieht der Gesetzentwurf vor, den das Bundeskabinett am Mittwoch verabschiedet hat. Der Strafrahmen f&uuml;r einfachen Widerstand soll von zwei auf drei Jahre Haft erh&ouml;ht werden. Au&szlig;erdem soll bei Widerstandshandlungen nicht nur das Mitf&uuml;hren einer Waffe mit bis zu f&uuml;nf Jahren Haft bestraft werden, sondern auch das Mitf&uuml;hren von gef&auml;hrlichen Gegenst&auml;nden. Die Gesetze sollen auch f&uuml;r Feuerwehrleute und Rettungskr&auml;fte gelten. Bundesweit waren zuletzt pro Jahr gut 5000 Menschen wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte verurteilt worden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/bei-widerstand-hoehere-strafen\/1956652.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Angesichts des Stuttgarteinsatzes f&auml;llt einem nur noch Georg Kreisler ein: <\/em><\/p>\n<p>Sch&uuml;tzen wir die Polizei<br>\nvor Verdru&szlig; und Schererei!<br>\nWenn ein R&auml;uber &uuml;berrascht wird und das Weglaufen vergi&szlig;t,<br>\nja, wer sch&uuml;tzt den Polizist? Ja, wer sch&uuml;tzt den Polizist?<br>\nOder sag&rsquo;n wir: Ein Student<br>\ngeht spaziern vorm Parlament.<br>\nJa, was denkt sich der dabei?<br>\nSch&uuml;tzen wir die Polizei!<\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=evIhyiEv7Rw\">Youtube<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Neuer Personalausweis: Ich bin&rsquo;s<\/strong><br>\nMit dem neuen Personalausweis kommt die Online-Identit&auml;t. Eigentlich hatte alles so gut begonnen. Verbraucher- und Datensch&uuml;tzer r&uuml;hmten das &bdquo;hohe Sicherheitsniveau&ldquo; des neuen Personalausweises, sogar der sonst so kritische Chaos Computer Club (CCC) lobte die Technik, mit der die Daten verschl&uuml;sselt sind. Doch das war einmal. &bdquo;Der Ausweis ist mitnichten ein hundertprozentig sicheres System. Der Besitzer sollte sich nicht von den bunten Marketing-Brosch&uuml;ren beeindrucken lassen&ldquo;, sagt Constanze Kurz vom CCC heute. Ihr Rat: Bevor am 1. November der neue Personalausweis kommt, sich noch den alten besorgen. Der sei sicherer. &bdquo;Die Technologien, die die Daten auf dem neuen Personalausweis sch&uuml;tzen, sind auf dem allerh&ouml;chsten Niveau&ldquo;, sagt Philipp Spauschus vom Bundesinnenministerium. Ja, sagen auch Kritiker, doch fraglich sei, wie das in zehn Jahren ist. So lange ist der Ausweis g&uuml;ltig.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/wirtschaft\/ich-bins\/1959738.html\">Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Grafiken zur Migration in Deutschland: Wer kommt, wer geht &ndash; der Faktencheck<\/strong><br>\nWenn &uuml;ber Einwanderung gestritten wird, werden Fakten zur Nebensache. Wie viele Einwanderer kommen denn wirklich, woher, und wer verl&auml;sst Deutschland wieder? SPIEGEL ONLINE macht den Faktencheck zur Debatte.<br>\nKlar ist auf den ersten Blick, dass sich zum Beispiel die These von einer drohenden Massenzuwanderung aus der T&uuml;rkei nicht halten l&auml;sst. In die Bundesrepublik wanderten im vergangenen Jahr 29.500 T&uuml;rken ein. Gleichzeitig verlie&szlig;en 39.600 Menschen die Bundesrepublik in das Land. Unterm Strich hat es Deutschland hier also mit Aus- statt Zuwanderung zu tun. Und von einer Massenbewegung kann bei den eher kleinen Zahlen schon gar nicht die Rede sein &ndash; sie existiert h&ouml;chstens in den Vorstellungen mancher Politiker.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/0,1518,723208,00.html\">Spiegel Online<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Die Des-Integrationsdebatte<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Studie der Friedrich-Ebert-Stiftung: Ausl&auml;nder- und Islamfeindlichkeit nimmt stark zu<\/strong><br>\nBei der Ausl&auml;nderfeindlichkeit fielen unterschiedliche Werte f&uuml;r Ost- und Westdeutschland ins Auge: Im Osten stimmte fast jeder dritte Befragte ausl&auml;nderfeindlichen Aussagen zu, im Westen etwa jeder Vierte. 34 Prozent der Deutschen meinen demnach, Ausl&auml;nder k&auml;men nur in die Bundesrepublik, um abzukassieren. Angesichts der Strategie von Rechtspopulisten, die &Auml;ngste der Menschen in Krisenzeiten mit dem Schaffen von Feindbildern f&uuml;r sich zu nutzen, haben die Wissenschaftler auch nach Islamfeindlichkeit gefragt. Die Zustimmung zur Aussage &ldquo;Araber sind mir unangenehm&rdquo; mache die breite Akzeptanz dieses Ressentiments in der deutschen Bev&ouml;lkerung sichtbar, sagte Decker, denn mehr als 55 Prozent der Befragten stimmten dieser Aussage zu. Das Grundrecht auf freie Religionsaus&uuml;bung scheint vielen B&uuml;rgern zudem wenig Wert zu sein, denn mehr als 58 Prozent wollen diese f&uuml;r Muslime &ldquo;erheblich einschr&auml;nken&rdquo;. In Ostdeutschland liege der Wert sogar bei 75,7 Prozent, so Decker. Hinsichtlich der aktuellen Debatte meinte er, es sei davon auszugehen, dass die islamfeindlichen Werte noch weiter steigen w&uuml;rden.<br>\nDecker verwies zudem auf das hohe antidemokratische Potenzial in der Bev&ouml;lkerung. Es w&auml;re aber zu einfach, nur den Parteien die Schuld zu geben, denn mehr als 90 Prozent der Bev&ouml;lkerung komme gar nicht auf die Idee, sich politisch einzubringen. Die einzig wahrgenommene Partizipationsm&ouml;glichkeit bestehe in den Wahlen &ndash; und diese w&uuml;rden von den Befragten auch noch &ldquo;entwertet&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/studierechtsextremeeinstellungen100.html\">Tagesschau<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Die NDS hatten bereits auf <a href=\"http:\/\/library.fes.de\/pdf-files\/do\/07504.pdf\">die Studie der Friedrich-Ebert-Stiftung hingewiesen [PDF &ndash; 597 KB]<\/a>. Die Website der Tagesschau bietet ein kurze Zusammenfassung, Schaubilder und Ausz&uuml;ge aus dem Interview mit Oliver Decker, einem der an der Studie beteiligten Wissenschaftler. So empfehlenswert die Studie ist, einige Aussagen Deckers sind zumindest diskussionsw&uuml;rdig. Sicherlich ist es richtig, dass das demokratische System vor allem dann akzeptiert wird, wenn die wirtschaftlichen Daten stimmen, andererseits ist sowohl historisch wie auch in anderen Regionen der Welt zu beobachten, dass auch andere Herrschaftssysteme akzeptiert werden, wenn ein bestimmtes Wohlstandsniveau garantiert ist &ndash; z.B. <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/politik\/china-debattiert-den-wandel\/-\/1472596\/4751294\/-\/index.html\">in China<\/a>.<br>\nDass in Krisenzeiten die Zustimmungswerte sinken,&nbsp; d&uuml;rfte wohl f&uuml;r jede Herrschaftsformen gelten, nur dass in autorit&auml;ren Systemen &uuml;ber polizeistaatliche Methoden die Artikulation dieser Unzufriedenheit unterdr&uuml;ckt werden kann. Wichtig ist der Hinweis, dass die Demokratie in Deutschland, wie auch in anderen Staaten, durch die &ouml;konomische Rationalit&auml;t dominiert wird und durch diese Unterordnung demokratische Politik wesentlich behindert wird. Wenn im Zeichen des Neoliberalismus dem Markt sogar die F&auml;higkeit einger&auml;umt wird, Verteilungsgerechtigkeit herzustellen (Euken), steht konsequenterweise irgendwann das Staatsziel Sozialstaat unter Finanzierungsvorbehalt.<br>\nIrritierend ist aber Beckers Aussage, dass es zu einfach sei, nur den Parteien die Schuld zu geben, denn die Mehrheit wolle sich nicht politisch einbringen. Selbst die verbleibende Partizipationsm&ouml;glichkeit, die Wahlen, w&uuml;rde von den Befragten &ldquo;entwertet&rdquo;. Aber wer hat denn die &Ouml;konomisierung der Politik im Geiste eines vulg&auml;ren Wirtschaftsliberalismus vorangetrieben, wenn nicht die Regierungsparteien? Zudem liefert Decker selbst das entscheidende Argument. Es gebe die weit verbreitete Ansicht, wonach &ldquo;die da oben&rdquo; sowieso machten, was sie wollen. Nehmen wir den Regierungswechsel von Kohl zu Schr&ouml;der. Selten zuvor d&uuml;rften die Hoffnungen der W&auml;hler auf einen generellen Wandel so entt&auml;uscht worden sein, stattdessen machten Schr&ouml;der &amp;Co den Neoliberalismus erst hoff&auml;hig. In der Tat machten &bdquo;die da oben&ldquo;, was sie wollen &ndash; selbst gegen den Willen der eigenen Parteibasis, also derjenigen, die sich die Forderung Deckers, sich aktiv in die Politik einzubringen, zu Herzen genommen hatten.<br>\nIn einer Studie von Wilhelm Heitmeyer wird das aus diesen Erfahrungen resultierende Verhalten &ldquo;hoffnungslose Unzufriedenheit&rdquo; genannt. Selbst in den oberen sozialen Schichten meinen 57 Prozent der Befragten: &ldquo;Leute wie ich haben sowieso keinen Einfluss darauf, was die Regierung tut.&rdquo; In der unteren Soziallage der Gesellschaft sehen das fast 75 Prozent der Befragten so. Heitmeyer und seine Mitarbeiter sehen in dieser politischen Apathie&ldquo; Ankn&uuml;pfungsm&ouml;glichkeiten f&uuml;r rechtspopulistische Mobilisierer&rdquo; &ndash; wie es sie in manchen Nachbarl&auml;ndern l&auml;ngst gibt. Und: &ldquo;wer politische Partizipationsm&ouml;glichkeiten nicht wahrnimmt, wendet seine Unzufriedenheit eher gegen schwache Gruppen.&rdquo; Dabei bestehe die Gefahr, &ldquo;dass feindselige Mentalit&auml;ten den tr&uuml;gerischen sozialen Frieden von innen zersetzen&rdquo;. Geradezu hellsichtig in Bezug auf die heutige Situation wiesen die Wissenschaftler im Dezember 2009 daraufhin, dass die Krise dann in die entscheidende Phase treten w&uuml;rde, wenn die Krise ihr drittes Stadium erreicht habe und die Fiskalkrise hinzuk&auml;me, wenn wegen fehlender &ouml;ffentlicher Mittel staatliche Leistungen gek&uuml;rzt werden m&uuml;ssen. &ndash; Durch die Verteilung dieser Mittel an die &bdquo;Gehobene Soziallage&ldquo; wird die von Heitmeyer bef&uuml;rchtete &bdquo;Aufk&uuml;ndigung der Gleichwertigkeit&ldquo; noch zus&auml;tzlich bef&ouml;rdert. &bdquo;Eine Ausweitung zur Gesellschaftskrise steht dann zu bef&uuml;rchten, wenn Desintegrationsrisiken anwachsen und die Konkurrenz um knappe G&uuml;ter und Leistungen erheblich steigt. Dann k&ouml;nnen sie sich zu <a href=\"http:\/\/www.uni-bielefeld.de\/ikg\/download\/pressehandout_gmf_2009.pdf\">sozialen Krisen ausweiten [PDF &ndash; 1.5 MB]<\/a>, die dann auch das Verh&auml;ltnis der B&uuml;rger untereinander betreffen.&ldquo;<br>\nDass auch das Verh&auml;ltnis der B&uuml;rger untereinander ganz wesentlich durch die Politik und nicht nur durch der Bev&ouml;lkerung innewohnende latente Ressentiments bestimmt wird, hat Oliver Decker gerade in einem Interview mit der SZ best&auml;tigt: &bdquo;Westerwelles &Auml;u&szlig;erungen sind sozusagen Vorfeldbemerkungen, die das politische Klima verschieben. Solche Formulierungen ermuntern andere, sich zu Wort zu melden, noch drastischere Dinge zu sagen &ndash; und den vorhandenen Resonanzraum richtig zum Schwingen zu bringen. &hellip; Man muss das klar benennen: Westerwelle hat Sarrazin ein St&uuml;ck weit den Weg bereitet. In dem Moment, in dem sich Vertreter demokratischer Parteien entweder aus Neigung oder politischem Kalk&uuml;l solcher ressentimentgeladener Reden bedienen, <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/studie-zu-rechtsextremismus-westerwelle-hat-sarrazin-den-weg-bereitet-1.1012001\">heizen sie diese Diskurse an.<\/a>&ldquo;<br>\nIm &uuml;brigen ist die Studie von Decker u.a. auch deshalb empfehlenswert, da sie den analytischen Rahmen, d.h. die Theorieans&auml;tze aufzeigt, &uuml;ber die man sich dem Begriff Rechtsextremismus n&auml;hern kann.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Die Sehnsucht nach Homogenit&auml;t<\/strong><br>\nZwischen dem Mord an Theo van Gogh und der Wirtschaftskrise hat sich der integrationspolitische Fr&uuml;hling verfl&uuml;chtigt. Die heutige Diskussion erinnert an jene in den sp&auml;ten achtziger Jahren &ndash; und an viel &auml;ltere. Der Islamstreit erlaubt, all die rassistischen Emotionen ungehindert auszuleben, denen beim Antisemitismus und Rechtsextremismus inzwischen recht enge Grenzen gesetzt werden. Soziales und &ouml;konomisches Krisenmanagement auf Kosten von Minderheiten ist ein altes und bis heute bew&auml;hrtes Mittel des Erwerbs und des Erhalts politischer Macht. Diesmal, so legen es die Umfragen und die Entwicklungen bei den j&uuml;ngsten Wahlen in den westeurop&auml;ischen Nachbarl&auml;ndern nahe, &uuml;bernehmen die Muslime die Rolle des S&uuml;ndenbocks. Wenn die Annahme stimmt, dass dem offenen Ausbruch eines Konflikts eine Zeit der Entfremdung vorausgeht, in der das Misstrauen w&auml;chst, dann stehen den Muslimen turbulente und gef&auml;hrliche Zeiten bevor.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=sw&amp;dig=2010%2F10%2F15%2Fa0064&amp;cHash=d72677b6e8\">taz<\/a><\/li>\n<li><strong>FDP-Generalsekret&auml;r Lindner f&uuml;r Deutschpflicht: Man spricht deutsch auf dem Pausenhof <\/strong><br>\nDer Mann ist jung, will vielleicht einmal Parteichef Guido Westerwelle beerben und braucht Profil. Klingt ja auch logisch, genau wie: Es hilft der Integration, wenn alle Sch&uuml;ler zu Hause mit ihren Eltern deutsch sprechen. Oder wenn Unternehmen Bewerbern mit Migrationshintergrund stets ohne Vorurteile begegnen. Ja, wenn&hellip; Vielerorts w&auml;re es schon ein Erfolg, wenn tats&auml;chlich im Unterricht nur deutsch gesprochen w&uuml;rde. Auf dem deutschen Pausenhof sieht das Ganze nochmal anders aus. Was ist, wenn sich ein t&uuml;rkischer Siebtkl&auml;ssler mit seinem Bruder in eine Ecke verzieht und dort auf T&uuml;rkisch &uuml;ber einen Klassenkameraden l&auml;stert? Ob das &uuml;berhaupt jemand merkt, ist die erste Frage. Um eine umfassende Einhaltung der Vorschrift zu gew&auml;hrleisten, m&uuml;sste der Schulhof geradezu verwanzt werden &ndash; noch besser w&auml;ren nat&uuml;rlich &Uuml;berwachungskameras, damit der fremde Zungenschlag auch eindeutig zugeordnet werden kann.<br>\nNeu ist die Diskussion jedenfalls nicht. Schon 2006 sorgte der stadtbekannte Hamburger CDU-Politiker Robert Heinemann mit dem Vorschlag f&uuml;r Aufruhr, Sch&uuml;ler, die nicht deutsch sprechen, sollten dazu verpflichtet werden, den Pausenhof zu fegen. Dass sich die Regelung seitdem nicht bundesweit durchsetzen konnte, h&auml;tte FDP-Mann Lindner zu denken geben m&uuml;ssen. Eine aufgew&auml;rmte Idee bringt selten den gro&szlig;en Durchbruch. In Zeiten, in denen Meldungen &uuml;ber Deutschfeindlichkeit an deutschen Schulen die &Auml;ngste besorgter Eltern sch&uuml;ren, wird der Vorsto&szlig; der FDP aller Absurdit&auml;t zum Trotz wohl dennoch auf offene Ohren sto&szlig;en. Eine Partei, die mitten im Umfagetief steckt, kann ein bisschen Zustimmung aus der Bev&ouml;lkerung gebrauchen. Und daf&uuml;r ist scheinbar jedes Mittel recht,&nbsp; das machte die CSU unl&auml;ngst vor.&nbsp; Ein bisschen Populismus kann auch der FDP nicht schaden &ndash; bitter nur, dass er auf dem R&uuml;cken von Schulkindern ausgetragen wird.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/karriere\/fdp-lindner-fuer-deutschpflicht-man-spricht-deutsch-im-pausenhof-1.1011477\">SZ<\/a><\/li>\n<li><strong>Multikulti mit Merkel<\/strong><br>\nBei Horst Seehofer ist gar nichts multi, sondern alles einfach. Multikulti ist &bdquo;tot&ldquo;, und Zuwanderer aus &bdquo;fremden Kulturkreisen&ldquo; haben hier nichts zu suchen. Das Protokoll vermerkt Jubel bei der Jungen Union, und fertig. Mit der Wirklichkeit k&ouml;nnen sich andere besch&auml;ftigen. Zum Beispiel Angela Merkel. Ihr Auftritt beim Unions-Nachwuchs war, um es freundlich zu sagen, seinerseits multikulturell: ein bisschen Populismus &agrave; la Seehofer f&uuml;r die Schlagzeile, ein Qu&auml;ntchen Nachdenklichkeit &agrave; la Wulff f&uuml;rs Kleingedruckte. In der Summe: zynisch. Die Kanzlerin wei&szlig;, dass die multikulturelle Gesellschaft keine Erfindung gr&uuml;ner Tr&auml;umer ist, sondern real, ein Ergebnis der Arbeitskr&auml;fte-Beschaffung und der Globalisierung. Sollte sich also die Verh&ouml;hnung von &bdquo;Multikulti&ldquo; auf diese Tatsachen beziehen, bel&uuml;gt die Kanzlerin die Leute. Wahrscheinlicher ist, dass Merkel das Wort &bdquo;Multikulti&ldquo; anders meinte, n&auml;mlich als gegen seine Erfinder gewendeten Kampfbegriff. Das ist die alte Methode, jede Haltung, die toleranter ist als die eigene, ins Reich naiver Tr&auml;ume zu verweisen. Merkel verzichtet zugunsten des parteipolitischen Kampfes auf jede Befassung mit den konkreten Problemen. Damit setzt sie eine lange Tradition leider fort: Schlagwort-Politik ersetzt politisches Handeln. Wenn sich dann die sozialen Folgen zeigen, kann man ja wieder den Ausl&auml;ndern die Schuld geben. Oder ihren Freunden, den gr&uuml;nen Tr&auml;umern.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/politik\/meinung\/multikulti-mit-merkel\/-\/1472602\/4751530\/-\/index.html\">FR-online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Dass Politiker auf bestimmten Veranstaltungen versuchen, es allen recht zu machen, ist nicht neu. Insofern ist das Wort zynisch doch etwas naiv. Zumal die Auffassung Angela Merkels zu Multikulti absolut nicht neu ist, was auch immer sie darunter verstehen mag. Bedenklicher ist eher, dass die Presse damit aufmacht, als ob dies ihre Reaktion auf Seehofer w&auml;re. Der war wohl eher gemeint, als sie meinte, es gebe jetzt ziemlich viele, die die Probleme der Eingliederung anspr&auml;chen, aber: &ldquo;Wir haben aber die Aufgabe, sie zu l&ouml;sen.&rdquo; Man h&auml;tte auch mit einem anderen Teil ihrer Rede aufmachen k&ouml;nnen, n&auml;mlich mit ihrer Anmerkung zur Rede des Bundespr&auml;sidenten: &ldquo;Das Christentum geh&ouml;rt zu uns, das Judentum geh&ouml;rt zu uns. Aber er hat auch gesagt: Der Islam ist auch Teil Deutschlands. Er ist Teil Deutschlands!&rdquo; Bedenklich war eher der absolut sp&auml;rliche Applaus des Jungvolkes der CDU f&uuml;r diese Worte. Man sollte doch meinen, dass j&uuml;ngere Menschen noch etwas aufgeschlossener w&auml;ren als die Altvorderen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>L&auml;nder ver&auml;ndern sich<\/strong><br>\nDass der Islam heute zu Deutschland geh&ouml;rt, ist eine banale Tatsachenfeststellung, weiter nichts. Wenn jemand &bdquo;dazugeh&ouml;rt&ldquo;, kann dieser Jemand &uuml;brigens durchaus Probleme bereiten. Auch die Insassen der Strafanstalten, jedweder Konfession, geh&ouml;ren zu Deutschland, die Junkies geh&ouml;ren zu Deutschland, die Bettler, die Buddhisten, die Million&auml;re und die Stripperinnen. Angela Merkel ist auch die Kanzlerin der Alkoholiker, der Exhibitionisten und der Bettn&auml;sser, oder wollen wir die alle ausb&uuml;rgern? Will allen Ernstes irgendwer Leute mit deutschem Pass zu Deutschen zweiter Klasse erkl&auml;ren, nur, weil sie die falsche Religion haben?<br>\nEs stimmt: Vor 100 Jahren gab es in Deutschland wenige Muslime, der Islam geh&ouml;rte damals nicht zu Deutschland. Es ist erstaunlich, aber wahr: L&auml;nder ver&auml;ndern sich. Auf Mallorca sitzen Deutsche im Parlament, in den Vereinigten Staaten wird Spanisch zur zweiten Landessprache, und bevor man damit anfangen kann, Probleme zu l&ouml;sen, muss man, erster Schritt, die Tatsachen akzeptieren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/meinung\/laender-veraendern-sich\/1959378.html;jsessionid=A0EBFD29E3C307B98988EC988C199A13\">Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<li><strong>Hauptsache Religion<\/strong><br>\nDie n&auml;chste Runde der Integrationsdebatte ist er&ouml;ffnet: Der Bundespr&auml;sident bemerkt, dass der Islam zu Deutschland geh&ouml;rt, die Familienministerin entdeckt die &raquo;Deutschenfeindlichkeit&laquo; unter Muslimen, Horst Seehofer fordert das Ende der Zuwanderung aus der T&uuml;rkei und arabischen L&auml;ndern. Die Diskussion zeigt vor allem, dass Aufkl&auml;rung und Universalismus hierzulande noch immer randst&auml;ndig sind.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/jungle-world.com\/artikel\/2010\/41\/41858.html\">Jungle World<\/a><\/li>\n<li><strong>Wir sollten das Grundgesetz nicht taufen <\/strong><br>\nFriedrich Wilhelm Graf, evangelischer Theologe und einer der profilierten Religionsdeuter unserer Zeit nimmt Stellung zur Debatte &uuml;ber Muslime und der deutschen Werteordnung.<br>\nKopftuchm&auml;dchen, Thilo Sarrazins Aussagen zu verschiedenen Einwanderergruppen, unerw&uuml;nschte Menschen aus fremden Kulturkreisen &ndash; in der erhitzten gegenw&auml;rtigen Diskussion braucht es Sortierung. Dazu geh&ouml;rt die Kl&auml;rung der Begriffe: Wenn der Bundespr&auml;sident sagt, der Islam geh&ouml;re zu Deutschland, und wenn jetzt mit der &lsquo;christlich-j&uuml;dischen&rsquo; Ordnung des Landes gekontert wird &ndash; was bedeutet das eigentlich? Friedrich Wilhelm Graf, evangelischer Theologe in M&uuml;nchen und einer der profilierten Religionsdeuter unserer Zeit, hat zuletzt das Buch &lsquo;Missbrauchte G&ouml;tter&rsquo; vorgelegt (2009). Im Gespr&auml;ch mit der SZ nimmt er zur Debatte &uuml;ber Muslime und die deutsche Werteordnung Stellung &ndash; und erkl&auml;rt, warum man den neutralen, liberalen Verfassungsstaat gerade zur Anerkennung religi&ouml;ser Besonderheiten verteidigen muss.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/jetzt.sueddeutsche.de\/texte\/anzeigen\/512648\">SZ<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Acht Nato-Soldaten in Afghanistan get&ouml;tet<\/strong><br>\nBei Bombenanschl&auml;gen in verschiedenen Teilen Afghanistans sind am Donnerstag acht ausl&auml;ndische Isaf-Soldaten get&ouml;tet worden. Die Angeh&ouml;rigen der Nato-gef&uuml;hrten Truppe seien bei Angriffen und Anschl&auml;gen ums Leben gekommen. Seit Anfang des Monats sind mindestens 40 Soldaten der Nato in Afghanistan ums Leben gekommen. Seit Beginn des Afghanistan-Kriegs im Jahr 2001 fielen mehr als 2.000 Soldaten der Allianz der Gewalt in dem Land zum Opfer.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/nachrichten\/international\/nato-soldaten_afghanistan_1.8001032.html\">NZZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Es ist nicht zu erwarten, dass die n&auml;chste Wahl der Bundesregierung am Hindukusch entschieden wird. Allerdings ist der Krieg in Afghanistan ein gutes Beispiel daf&uuml;r, wie die Regierung an den B&uuml;rgern vorbei regiert. Der B&uuml;rger hat schon l&auml;ngst begriffen, dass die Befriedung Afghanistans eine &lsquo;mission impossible ist&rsquo;. Und er sieht, dass die Regierung den Zeitpunkt verpasst hat, mit guten Argumenten auszusteigen, weil sie es nie gewagt hat, eigene Strategien zu entwickeln, andere zu kritisieren und eigene Abw&auml;gungen im Interesse Deutschlands zu treffen. Und der B&uuml;rger begreift, dass die Regierung hofft, indem sie mit den Verb&uuml;ndeten abzieht, das Gesicht zu wahren. Und er sieht, dass die Regierung deswegen bereit ist, Soldatenleben zu riskieren &ndash; bis es denn endlich der Regierung Obama gelungen ist, eine <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/politik\/abziehen-ohne-gesichtsverlust\/-\/1472596\/4751298\/-\/index.html%20\">gesichtswahrende L&ouml;sung zu finden.<\/a><br>\nLeider wird diese Erkenntnis nicht wahlentscheidend sein, denn f&uuml;r den B&uuml;rger ist die Frage wichtiger, ob die Regierungspolitik seinen Job riskiert, sein Auskommen riskiert. Hier baut allerdings die politische Klasse schon einen Popanz nach dem anderen auf: Gestern der arbeitsunwillige Hartz-IV-Bezieher, heute die integrationsunwilligen T&uuml;rken oder der Ausl&auml;nder schlechthin, dann vielleicht das Ausland, der Grieche, der Ami, der Chinese usw. Leider muss man sagen, die politische Klasse, weder die gr&uuml;ne noch die sozialdemokratische Opposition, wagt den gro&szlig;en Schnitt, der auch die eigene Vergangenheit schneidet. In leichter Abwandlung kann man sagen, dass leichter anzunehmen ist, dass ein Kamel durch ein Nadel&ouml;hr gehe, als dass ein Politiker fundamentale Fehler eingesteht. <\/em><\/p>\n<p><strong>Siehe dazu auch<\/strong><br>\n&ldquo;Deutschland im Krieg &ndash; Raus aus Afghanistan?&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.phoenix.de\/sixcms\/detail.php?id=235522&amp;template=d_ph_videostream_popup&amp;format=4&amp;transfer=2\">Ph&ouml;nix<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Kinderschutz-Organisationen distanzieren sich von &ldquo;Tatort Internet&rdquo;<\/strong><br>\nAngeblich wurden Mitarbeiter unter Vorspiegelung falscher Tatsachen vor die Kameras gelockt.<br>\nDie Deutsche Gesellschaft f&uuml;r Pr&auml;vention und Intervention bei Kindesmisshandlung und -vernachl&auml;ssigung (DGfPI) hat sich zusammen mit den Vereinen Dunkelziffer und Kies von der RTL-2-Sendung Tatort Internet &ldquo;in aller Deutlichkeit&rdquo; distanziert. In einer gemeinsamen Stellungnahme kritisieren sie die Sendung als so &ldquo;rei&szlig;erisch und vorurteilsst&auml;rkend&rdquo;, dass sie nicht dem Schutz von Kindern diene: &ldquo;Insbesondere der Umgang mit dem Thema sexualisierte Gewalt erfordert einen sensiblen, respektvollen und transparenten Umgang auf allen Ebenen. [&hellip;] Wir bedauern sehr, dass gerade zu diesem Thema mit diesen h&ouml;chst fragw&uuml;rdigen journalistischen Methoden gearbeitet wird.&rdquo;<br>\nJuristen wie Thomas Stadler hatten angemerkt, dass in Tatort Internet &ldquo;m&ouml;glicherweise auf beiden Seiten der Kamera Straftaten begangen&rdquo; werden. So versto&szlig;en beispielsweise heimliche Aufnahmen nicht &ouml;ffentlich gemachter &Auml;u&szlig;erungen ebenso gegen den Paragrafen 201 StGB wie deren Verwendung. Zudem scheint es, als ob heimlich Gefilmte unter Androhung von Gewalt am Verlassen des Drehorts gehindert und zum Auspacken von Taschen gezwungen worden sein k&ouml;nnten, was die Tatbest&auml;nde der N&ouml;tigung und der Freiheitsberaubung erf&uuml;llen w&uuml;rde.<br>\nHintergrund sind neben der Machart der Sendung aber auch Vorw&uuml;rfe, dass Mitarbeiter der betroffenen Vereine unter falschen Angaben f&uuml;r Stellungnahmen vor die Kamera gelockt und &ldquo;manipuliert&rdquo; wurden. Daf&uuml;r spricht, dass &ndash; wie Recherchen von Telepolis ergaben &ndash; offenbar auch die Fernsehzeitschriften von RTL 2 mit Material gef&uuml;ttert wurden, das eine v&ouml;llig andere Sendung beschreibt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/blogs\/6\/148580\">Telepolis <\/a>\n<p><strong>Dazu auch:<\/strong> <\/p>\n<p><strong>RTL2 und Stephanie zu Guttenberg: Verpixelte Penisse<\/strong><br>\nRTL2 und Stephanie zu Guttenbergf&uuml;hren einen dubiosen Feldzug gegen p&auml;dophile Kriminalit&auml;t. Wer am Donnerstag voriger Woche auf die Doku &raquo;Grenzenlos geil &ndash; Deutschlands Sexs&uuml;chtigste packen aus&laquo; wartete, hatte Pech. RTL2 hatte sich n&auml;mlich v&ouml;llig &uuml;berraschend zum Qualit&auml;tssender entwickelt und statt lockerem Talk &uuml;ber Spontanficks und Dauergeilheit ein Magazin zum Thema sexuelle Bel&auml;stigung von Minderj&auml;hrigen, pr&auml;sentiert von einer leibhaftigen Ministergattin, ins Programm genommen. Titel: &raquo;Tatort Internet&laquo;. Was man eigentlich von einer Aufkl&auml;rungssendung, die sich dem Schutz vor Triebt&auml;tern im Internet widmet, erwarten w&uuml;rde &ndash; Interviews mit Experten, Tipps f&uuml;r Eltern, Ratschl&auml;ge f&uuml;r sicheres Surfen &ndash;, hatte mit dem, was der Sender an diesem Abend pr&auml;sentierte, dann aber doch nur so viel zu tun wie Stuttgarter Kastanien mit Molotowcocktails, n&auml;mlich nichts.<br>\nWie wenig interessiert man bei &raquo;Tatort Internet&laquo; an denen ist, die man mit viel hysterischem Tamtam zu sch&uuml;tzen vorgibt, zeigt &uuml;brigens der vierte sogenannte Fall der Sendung, der von dem Opfer und seiner Mutter vor der Kamera, unterbrochen durch das &uuml;bliche hektische Krawallged&ouml;ns aus Chat-Fetzen und faktoiden Behauptungen, nacherz&auml;hlt wird. Solche Geschichten zu erz&auml;hlen und damit andere Teenies zu warnen, ist unzweifelhaft wichtig. Und so h&auml;tte dieser Fall auch dazu f&uuml;hren k&ouml;nnen, dass man &raquo;Tatort Internet&laquo; vielleicht doch noch als wenigstens mittelseri&ouml;se Sendung bezeichnen k&ouml;nnte, wenn die Macher nicht gleichzeitig demonstriert h&auml;tten, wie wenig es sie interessiert, was aus ihrer minderj&auml;hrigen Protagonistin nach der Ausstrahlung wird. Das ausgiebig interviewte, mittlerweile 13 Jahre alte M&auml;dchen war die einzige Protagonistin, die nicht unkenntlich gemacht wurde &ndash; dass keiner der selbst ernannten Experten auf die Idee kam, das Kind nur verfremdet zu zeigen, zeugt von bemerkenswerter Unkenntnis der Welt da drau&szlig;en. In der es eben nicht nur Sexualstraft&auml;ter gibt, sondern auch jede Menge gleichaltriger Mobber, die alles daf&uuml;r tun werden, dass die 13j&auml;hrige ihren Auftritt im Fernsehen bereuen wird.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/jungle-world.com\/artikel\/2010\/41\/41885.html\">Jungle World<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Privater Geheimdienst f&uuml;r HSH-Chef Nonnenmacher?<\/strong><br>\nDazu z&auml;hlten &ldquo;verdeckte Besuche von &ouml;ffentlichen Veranstaltungen und geladenen Gesellschaften zum Thema HSH&rdquo;. Auch &ldquo;ein Monitoring aller relevanten Diskussionsforen&rdquo; schien den Detektiven zum Schutze ihres Klienten erforderlich zu sein &ndash; plus &ldquo;eingehenderer Recherche und Dokumentation, ggfs. auch Identifizierung der besonders auff&auml;lligen Blogger, Poster etc&rdquo;. Ein HSHSprecher rechtfertigt die &Uuml;berwachungsauftr&auml;ge damit, dass &ldquo;mit Beginn des Jahres 2009 die Bank und ihre Mitarbeiter zunehmend massiv bedroht&rdquo; worden seien. Deshalb habe sich &ldquo;die Bank entschieden, ein Projekt zum Personen- und Objektschutz aufzusetzen&rdquo;, in dessen Rahmen &ldquo;kontinuierliche Analysen der Sicherheits- und Gef&auml;hrdungslage f&uuml;r die Bank sowie deren Vertreter vorgenommen&rdquo; wurden. Punkt 14 der T&auml;tigkeitsfelder des Projekts Silence klingt, als sei er aus einem Jahresplan der Stasi abgeschrieben: &ldquo;Ausweitung, Pflege und F&uuml;hrung des Quellennetzwerkes.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/spiegel\/vorab\/0,1518,723486,00.html\">Spiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkungen L.F.:<\/strong> Ob sich der privatwirtschaftliche Geheimdienst &ldquo;Prevent AG&rdquo; bei der Identifizierung von &ldquo;besonders auff&auml;lligen Postern&rdquo; an die geltenden Gesetze gehalten hat, wage ich zu bezweifeln. Weiterhin ist wohl davon auszugehen, dass dies nicht eine Ausnahmeerscheinung ist, sondern dass privatwirtschaftliche Geheimdienste &ndash; unabh&auml;ngig von der Causa HSH &ndash; in gr&ouml;&szlig;erem Rahmen aktiv sind.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Rote Verfassungsschutz-Fraktion ?<\/strong><br>\nDie Untersuchung von staatlich geduldeten, gesponserten oder inszenierten Terroranschl&auml;gen ist nicht erst seit 9\/11 von h&ouml;chster zeithistorischer Relevanz &ndash; und die Grenzen der Definition sind hier genauso&nbsp; flie&szlig;end wie die Unterscheidung zwischen Informant, V-Mann, Agent Provocateur oder Mitt&auml;ter. Klarheit k&ouml;nnen nur die Akten verschaffen, die die T&auml;tigkeit von Informanten und Agenten dokumentieren, doch diese Akten bleiben aus Gr&uuml;nden der &ldquo;nationalen Sicherheit&rdquo; in der Regel f&uuml;r Jahrzehnte unter Verschluss&hellip;<br>\nDass es mindestens so lange dauern wird, k&ouml;nnen wir derzeit an dem Verfahren gegen die ehemalige RAF-Terroristin Verena Becker wegen der Ermordung des Generalbundesanwalts Siegfried Buback 1977 beobachten&hellip;<br>\nZwar hat Elmar Kraushaar in seiner gerade erschienen Studie Verena Becker und der Verfassungsschutz keine definitiven Beweise daf&uuml;r gefunden, dass Becker schon vor 1977&nbsp; f&uuml;r den Verfassungsschutz gearbeitet hat. Doch die Belege, Ungereimtheiten, Merkw&uuml;rdigkeiten und offenen Fragen, auf die der Historiker bei seinen Recherchen stie&szlig;, lassen kaum einen anderen Schluss zu, als dass Verena Becker die Topquelle der Verfassungssch&uuml;tzer in der Spitze der RAF war.<br>\nWelchen Grund aber k&ouml;nnte es gegeben haben, einen von der RAF geplanten (und von der Informantin Becker gemeldeten) Anschlag auf den Generalbundesanwalt zu dulden? Die Autorin Regine Igel ist bei ihren Recherchen zum staatlich inszenierten Terror in Italien auf eine m&ouml;gliche Erkl&auml;rung gesto&szlig;en: die Tatsache, dass die CIA, und damit m&ouml;glicherweise auch ihre deutschen Partner vom BND, schon lange vor seiner Enttarnung 1974 von dem Spion im Kanzleramt Willy Brandts, G&uuml;nther Guilllaume, wussten &ndash; diese Information aber f&uuml;r sich behielten, um selbst den Zeitpunkt von Brandts R&uuml;cktritt zu bestimmen. Mit der Anklage und der Untersuchung des Falls Guillaume war Siegfried Buback befasst &ndash; und stie&szlig; dabei m&ouml;glicherweise auf die unr&uuml;hmliche Rolle des BND. &ldquo;Falls jemand ein Verbrechen in diesem Bereich verbergen wollte, k&ouml;nnte er meines Vaters Unabh&auml;ngigkeit und Geradlinigkeit durchaus als Bedrohung empfunden haben&ldquo;, schrieb der Sohn des Ermordeten, Michael Buback, in seinem Buch &ndash; doch ernsthaft vorstellen mochte er sich diesen Verdacht, &uuml;ber den ihn Regine Igel 2007 informiert hatte, dann doch nicht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.broeckers.com\/Wordpress\/\">Mathias Broeckers<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Die Stipendien lassen auf sich warten<\/strong><br>\nDie Bundesregierung will mehr Studenten als bisher mit Stipendien f&ouml;rdern. An den Hochschulen st&ouml;&szlig;t der Plan nicht nur auf Begeisterung.<br>\nEs ist m&uuml;hsam, die Mittel einzutreiben und zu verteilen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/Rub1A09F6EF89FE4FD19B3755342A3F509A\/Doc~E90496CD8F1754F00B883BF29342B9255~ATpl~Ecommon~Scontent.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung J.A.:<\/strong> Steuern vern&uuml;nftig und effizient einzutreiben, w&auml;re bedeutend einfacher&hellip; aber wenn die Steuern dann z. B. als Baf&ouml;g-Erh&ouml;hung bei allen Studenten landen, ist das ja sozialistische Umverteilung!<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Lehrer in Leiharbeit<\/strong><br>\nAn hessischen Schulen sollen k&uuml;nftig auch als Leiharbeiter angestellte Lehrer eingesetzt werden. Diese M&ouml;glichkeit will Kultusministerin Dorothea Henzler (FDP) mit ihrem neuen Schulgesetz schaffen, dessen Entwurf hr-online vorliegt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.hr-online.de\/website\/rubriken\/nachrichten\/indexhessen34938.jsp?rubrik=34954&amp;key=standard_document_39981063%20\">HR Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Warum schafft eigentlich das Land Hessen nicht selbst einen Personalpool, um L&uuml;cken zu schlie&szlig;en? Warum muss dazu eine &bdquo;Anbieter von Personaldienstleistungen&ldquo; seinen Reibach machen?<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Neue Didaktik: Nivellierung der Anspr&uuml;che<\/strong><br>\nDie geforderte Neuausrichtung der schulischen Didaktik besteht in einer St&auml;rkung der Methodenorientierung und einer Schw&auml;chung der Bedeutung der Inhalte der F&auml;cher. Das in den Schulen vielfach implementierte &ldquo;Methodentraining&rdquo; des Heinz Klippert oder der Siegeszug des Pr&auml;sentierens als Methode sind typische Beispiele f&uuml;r den bereits ver&auml;nderten Unterricht. Das Lernen von Methoden geschieht weitgehend abgekoppelt von den spezifischen Fachmethoden, auf denen die jeweiligen Wissensbest&auml;nde in den F&auml;chern aufbauen und die beachtet werden m&uuml;ssen, will man denn &uuml;berhaupt verstehen, was Wissen zum Wissen macht. Nicht also die Methoden werden gelehrt und angeeignet, die zum Verstehen der Inhalte f&uuml;hren, sondern &uuml;bergreifende Bearbeitungsweisen vorgegebener Wissensbest&auml;nde einge&uuml;bt. &ldquo;Pr&auml;sentationen&rdquo; von Sch&uuml;lern sind dann gut, wenn multimedial ansprechend Informationen vorgestellt werden, w&auml;hrend die Qualit&auml;t der Information und die Sachkompetenz des Pr&auml;sentierenden in den Hintergrund treten.<br>\nDie damit einhergehende Entfernung des Unterrichts von soliden Fachkenntnissen hat inzwischen in den Schulen als auch in der Wissenschaft eine Gegenreaktion ausgel&ouml;st. Inzwischen wird bef&uuml;rchtet, Kompetenzorientierung f&uuml;hre dazu, dass Sch&uuml;ler immer weniger wissen, dabei aber immer souver&auml;ner beliebige Inhalte und sich selbst darstellen. Ihren H&ouml;hepunkt findet die so umgeformte Leistungsf&auml;higkeit in der Abiturpr&uuml;fung. Die neuesten Aufgabenformate im Zentralabitur zeigen, wohin Kompetenzorientierung f&uuml;hren kann. Die Aufgaben enthalten mit ihren vielf&auml;ltigen Materialien informierend bereits alles, was man wissen muss, um die Bearbeitungsaufgaben l&ouml;sen zu k&ouml;nnen. Textbearbeitung und Textverarbeitung werden zum Ersatz f&uuml;r solides fachliches Wissen. Musste ein Sch&uuml;ler im Abitur bisher zeigen, was er fachlich gelernt hatte, so geht es nun vor allem darum, den Texten die Sachverhalte zu entnehmen, nach denen die Bearbeitungsaufgaben fragen.<br>\nQuelle 1: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/IN\/INtemplates\/faznet\/default.asp?tpl=common\/zwischenseite.asp&amp;dx1={37A32099-4CC2-F463-BF67-6A59F81299E7}&amp;rub={87017A2E-8048-4531-9BF4-584D6E716B25}\">FAZ<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"http:\/\/www.bildung-wissen.eu\/beitraege\/artikel_kompetenzorientierung_sicher.pdf%20\">Die Studie von Hans Peter Klein [PDF &ndash; 287 KB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Stuttgart 21<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Untersuchungsausschuss &ndash; Die sch&auml;rfste Waffe<\/strong><br>\nDie Basis der S&uuml;dwest-SPD hat ihrer Parteispitze am Samstag eine Schlappe zugef&uuml;gt. Auf dem Landesparteitag in Ulm sprach sich die Mehrheit daf&uuml;r aus, einen parlamentarischen Untersuchungsausschuss zum massiven Polizeieinsatz im Schlossgarten vor knapp drei Wochen einzusetzen. Dem war ein entsprechender Antrag der Jusos vorausgegangen.<br>\nZwar hatte auch die Partei- und Fraktionsspitze einen Untersuchungsausschuss des Landtags nicht ausgeschlossen, wollte aber zun&auml;chst versuchen, die noch offenen Fragen nach dem Strategiewechsel der Polizei und einem m&ouml;glichen Einfluss der Landesregierung mit parlamentarischen Anfragen zu kl&auml;ren. Dies sei, so die offizielle Begr&uuml;ndung, der schnellere Weg. Die Delegierten jedoch votierten mit 132 zu 130 Stimmen f&uuml;r einen Untersuchungsausschuss. &ldquo;Wir wollten nach au&szlig;en hin ein Zeichen setzen, dass dieser Polizeieinsatz nicht nur eine Lappalie war&rdquo;, sagte der stellvertretende Landesvorsitzende der Jusos, Dejan Perc, der taz. In so einem Fall m&uuml;sse das Parlament die &ldquo;sch&auml;rfste Waffe&rdquo; benutzen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/zukunft\/schwerpunkt-stuttgart-21\/artikel\/1\/die-schaerfste-waffe\/%20\">taz<\/a><\/li>\n<li><strong>&ldquo;Zeit der Basta-Entscheidungen ist vorbei&rdquo;<\/strong><br>\nDer Schlichter im Streit um das Bahnprojekt &ldquo;Stuttgart21&rdquo; kritisiert das Vorgehen der Politik: Man h&auml;tte die B&uuml;rger schon vorher einbeziehen sollen, fordert Gei&szlig;ler. Die CSU reagiert mit Zustimmung. Die FDP weist die Vorw&uuml;rfe zur&uuml;ck.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/politik\/-zeit-der-basta-entscheidungen-ist-vorbei-\/-\/1472596\/4750882\/-\/index.html%20\">FR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Ich bin gespannt, wann Gei&szlig;ler sein Basta gegen&uuml;ber den Stuttgart 21-Kritikern sagen wird. Es geht ja nicht um das &bdquo;Einbeziehen&ldquo; der B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger sondern um das Mitentscheiden.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Parksch&uuml;tzer: &ldquo;Wir empfinden das als Dem&uuml;tigung&rdquo; <\/strong><br>\nEs gibt keinen wirklichen Baustopp. Auf dem Gleisvorfeld wird massiv weiter gebaut und die Bahn will auch die Arbeiten im Schlossgarten fortsetzen. In den n&auml;chsten Wochen stehen dort gro&szlig;e Erdarbeiten an. Deshalb sind wir &ldquo;Parksch&uuml;tzer&rdquo; jetzt aus den Gespr&auml;chen ausgestiegen. Es ist gro&szlig;en Teilen des Widerstands gegen Stuttgart 21 und vor allem den Verletzten vom 30. September nicht vermittelbar, dass auf dieser Fl&auml;che &ndash; die gerichtlich best&auml;tigt illegal gerodet wurde &ndash; auch noch weitere Fakten geschaffen werden. Wir empfinden das als Dem&uuml;tigung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stern.de\/panorama\/stuttgart-21-wir-empfinden-das-als-demuetigung-1614356.html%20\">stern Online<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Die Tea Party begann im Kaffeehaus<\/strong><br>\nDie FAZ macht einen Spaziergang durch die liberale &Ouml;konomie.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/RubB8DFB31915A443D98590B0D538FC0BEC\/Doc~EC72B1D0E4EB84F5EB5C762B260B9F670~ATpl~Ecommon~Scontent~Afor~Eprint.html%20\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Vielleicht interessant, f&uuml;r alle diejenigen, die sich f&uuml;r Leben und Wirken liberaler &Ouml;konomen interessieren. <\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h20\"><\/a><strong>Ferngesteuerte Experten<\/strong><br>\nOb Gesundheitspolitik, Finanzkrise oder Afghanistankrieg &ndash; im US-Privatfernsehen d&uuml;rfen bezahlte Lobbyisten den Zuschauern die Probleme erkl&auml;ren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.monde-diplomatique.de\/pm\/2010\/08\/13.mondeText.artikel,a0049.idx,16%20\">Le Monde diplomatique<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Ein interessanter Einblick in die US-amerikanische Medienwelt. Leider gibt es diese &bdquo;ferngesteuerten Experten&ldquo; bei uns auch schon l&auml;ngst.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h21\"><\/a><strong>Griechenland steckt in der Kreditkartenklemme<\/strong><br>\nAnders als die in Deutschland &uuml;blichen Karten, sind die griechischen echte Kreditkarten: Die Rechnung wird nicht monatlich abgebucht, sondern man hat einen bestimmten Verf&uuml;gungsrahmen, der als Kredit gew&auml;hrt wird. Der Kunde braucht monatlich nur die Zinsen und einen Tilgungsanteil von etwa 0,5 Prozent zu zahlen. Viele Griechen finanzierten deshalb Anschaffungen nicht &uuml;ber Konsumentenkredite, sondern mit der Karte. F&uuml;r die Banken war das bisher ein gutes Gesch&auml;ft, denn sie berechnen f&uuml;r die Kreditkartendarlehen Zinsen von 16 bis 20 Prozent. Nach der Bonit&auml;t der Kunden wurde nicht gefragt. Sie wurden mit null Euro Jahresgeb&uuml;hr und Verf&uuml;gungsrahmen von bis zu 10 000 Euro umworben.<br>\nJetzt w&uuml;rden die Banken die Karten am liebsten wieder einsammeln. Waren Ende 2009 bereits 13,4 Prozent der Kreditkarten-Darlehen notleidend, hat der Anteil bei einigen Banken inzwischen 25 Prozent erreicht. Das hei&szlig;t: Die Kunden sind seit mehr als drei Monaten in Verzug. Die Au&szlig;enst&auml;nde aller griechischen Kreditkarten belaufen sich aktuell auf rund neun Milliarden Euro. Davon werden die Banken voraussichtlich mindestens zwei Milliarden Euro abschreiben m&uuml;ssen, hei&szlig;t es in Athener Finanzkreisen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/wirtschaft\/griechenland-steckt-in-der-kreditkartenklemme-\/1958572.html\">Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h22\"><\/a><strong>Frankreich: Gleichheit und Br&uuml;derlichkeit<\/strong><br>\nDie Streiks in Frankreich weiten sich aus. Mit der Rentenreform allein sind sie nicht zu erkl&auml;ren. Das Volk f&uuml;hlt sich grunds&auml;tzlich von der politischen Elite ungerecht behandelt. Es geht bei diesen Protesten schon auch ums Prinzip. Was die Menschen zu Millionen auf die Stra&szlig;e treibt, ist neben einer in Teilen ungerechten Rentenreform eben auch die Ungerechtigkeit schlechthin. Der tief sitzende Argwohn, dass &bdquo;die da oben&ldquo; dem Volk Opfer zumuten und selbst aber in Saus und Braus leben, hat in der Amtszeit des Pr&auml;sidenten Nicolas Sarkozy neue Nahrung erhalten. Dass Arbeitsminister Eric Woerth, der die W&auml;hler f&uuml;r die Rentenreform gewinnen soll, im Haus der steuerfl&uuml;chtigen Milliard&auml;rin Liliane Bettencourt Spenden f&uuml;r die regierende Partei UMP kassiert hat, war nur die letzte Episode einer unr&uuml;hmlichen Fortsetzungsgeschichte. Und so nehmen sich die Franzosen die Freiheit heraus, lautstark Gleichheit und Br&uuml;derlichkeit einzufordern, wie sie es im Geiste der Revolution von 1789 schon so oft getan haben. Wer sollte der Gleichheit, der Br&uuml;derlichkeit denn auch zum Sieg verhelfen, wenn nicht das Volk?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/politik\/meinung\/gleichheit-und-bruederlichkeit\/-\/1472602\/4748404\/-\/index.html\">FR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h23\"><\/a><strong>Berliner Wassertisch: Schon 155.000 Unterschriften gesammelt <\/strong><br>\nNach Abgabe weiterer Unterschriftenlisten durch Aktivisten des Berliner Wassertischs am Freitag, 15. Oktober 2010, sind der Landeswahlleiterin insgesamt &uuml;ber 155.000 Unterschriften zur &Uuml;berpr&uuml;fung abgegeben worden. Zu einem erfolgreichen Abschluss des Volksbegehrens sind 172.000 g&uuml;ltige Unterschriften erforderlich. Erfahrungsgem&auml;&szlig; werden rund 9 Prozent der eingereichten Unterschriften als ung&uuml;ltig zur&uuml;ckgewiesen, so dass noch mindestens 35.000 Unterschriften ben&ouml;tigt werden. Alle Unterst&uuml;tzer des Volksbegehrens sind aufgerufen, in den verbleibenden Tagen ihre Anstrengungen fortzusetzen, um einen Erfolg zu erreichen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/berliner-wassertisch.net\/\">Berliner Wassertisch<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Meuterei gegen &bdquo;Bildungspaket&ldquo;; in Karlsruhe gewonnen, in Berlin zerronnen; falsche Prognose; Aufsicht &uuml;ber Finanzbranche ein Schlag ins Wasser; Wirtschaftspr&uuml;fer im Visier der EU-Kommission; teure Weizenm&auml;rkte; neuer Personalausweis; Fakten zur Migration; die Des-Integrationsdebatte; acht Nato-Soldaten in Afghanistan get&ouml;tet; Kindersch&uuml;tzer distanzieren sich von &bdquo;Tatort Internet&ldquo;; privater Geheimdienst f&uuml;r HSH-Chef; die Rote<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=7113\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-7113","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/7113","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=7113"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/7113\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":7118,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/7113\/revisions\/7118"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=7113"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=7113"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=7113"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}