{"id":71254,"date":"2021-04-04T09:00:01","date_gmt":"2021-04-04T07:00:01","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=71254"},"modified":"2021-04-01T09:47:42","modified_gmt":"2021-04-01T07:47:42","slug":"hinweise-der-woche-201","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=71254","title":{"rendered":"Hinweise der Woche"},"content":{"rendered":"<p>Am Wochenende pr&auml;sentieren wir Ihnen einen &Uuml;berblick &uuml;ber die lesenswertesten Beitr&auml;ge, die wir im Laufe der vergangenen Woche in unseren Hinweisen des Tages f&uuml;r Sie gesammelt haben. Nehmen Sie sich ruhig auch die Zeit, unsere werkt&auml;gliche Auswahl der <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?cat=19\">Hinweise des Tages<\/a> anzuschauen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CW)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=71254#h01\">Corona<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=71254#h02\">Ab in die Pr&auml;sidialrepublik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=71254#h03\">Strategischer Schritt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=71254#h04\">Italien aufgepasst! Ministerpr&auml;sident Draghi hat einen Leitfaden verfasst, wie man eine Wirtschaft auspl&uuml;ndert<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=71254#h05\">Der n&auml;chste Hedge-Fund-Unfall kommt bestimmt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=71254#h06\">&bdquo;Zahnloser Scho&szlig;hund&rdquo;: Briten verspotten deutsche Finanzaufsicht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=71254#h07\">Rechnungshof r&uuml;gt Energiewende<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=71254#h08\">Ausbeutung am Feld: &bdquo;Made in Austria&ldquo; ist kein Garant f&uuml;r faire Arbeitsbedingungen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=71254#h09\">CDU &hellip;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=71254#h10\">Krieg ist Frieden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=71254#h11\">Alle Infos zu den Osterm&auml;rschen 2021 der Friedensbewegung<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Urspr&uuml;nglich hatten wir geplant, in unserer Wochen&uuml;bersicht auch auf die lohnendsten redaktionellen Beitr&auml;ge der NachDenkSeiten zu verweisen. Wir haben jedoch schnell festgestellt, dass eine daf&uuml;r n&ouml;tige Vorauswahl immer damit verbunden ist, Ihnen wichtige Beitr&auml;ge vorzuenthalten. Daher m&ouml;chten wir Ihnen raten, am Wochenende doch einfach die Zeit zu nutzen, um sich unsere Beitr&auml;ge der letzten Wochen (noch einmal) anzuschauen. Vielleicht finden Sie dabei ja noch den einen oder anderen Artikel, den es sich zu lesen lohnt. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Corona<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Rechtfertigungsorgien aus dem Kanzleramt und konzertierte Hilfestellung von der ARD<\/strong><br>\nEs sind Offenbarungseide im halben Dutzend, die man in diesen Tagen in Deutschland erlebt. Politische Offenbarungseide, kommunikative Offenbarungseide.<br>\nDas &ldquo;Oster-Ruhe&rdquo;-Desaster der vergangenen Woche war ein politisches und ein kommunikatives Desaster f&uuml;r die Regierenden und ihre Corona-Politik. F&uuml;r eines aber k&ouml;nnten sie gut sein: Die Fehler liegen offen zutage &ndash; Gelegenheit f&uuml;r politische Beobachter, endlich mit der Regierung abzurechnen. Stattdessen erlebt man aber allerorten Schongang.<br>\nDie gr&ouml;&szlig;te Bl&ouml;&szlig;e geben sich in diesen Tagen die Medien, besonders die &ouml;ffentlich-rechtlichen Sender. Wer den vergangenen Sonntagabend erlebte, der konnte nicht anders, als an eine konzertierte Aktion der ARD zur Unterst&uuml;tzung der Corona-Politik der Bundesregierung zu glauben.<br>\nZuerst ein Staatsakt: Angela Merkel bei Anne Will. Merkel sagte nicht viel, au&szlig;er dass sie &ldquo;nicht gl&uuml;cklich&rdquo; sei mit den Ministerpr&auml;sidenten, den b&ouml;sen, den unartigen und mit ihren Beschl&uuml;ssen, den falschen. Sie sagt: &ldquo;Das erf&uuml;llt mich nicht mit Freude&rdquo; &ndash; und meinte Armin Laschet, als ob der daf&uuml;r da w&auml;re, ihr Freude zu bereiten. Vor einem Jahr hatte die Kanzlerin von &ldquo;&Ouml;ffnungs- und Lockerungsorgien&rdquo; gesprochen. Was man heute von ihr h&ouml;rt, sind Rechtfertigungsorgien.<br>\nSie sagte nicht viel, aber die Moderatorin fragte noch weniger. Wie eine Deb&uuml;tantin auf dem Abi-Ball mit der Lehrerin, so sprach die Frau, die seit 14 Jahren mit vier Jahren Unterbrechung die Sonntagabend-Talkshow der ARD moderiert, mit der Politikerin. Es gab keine Nachfragen. Schon gar nicht nach Gr&uuml;nden f&uuml;r Merkels Politik oder nach Fakten der Pandemie: Ist der Inzidenzwert &uuml;berhaupt geeignet, um das Risikopotenzial einer Epidemie einzusch&auml;tzen? Warum ber&uuml;cksichtigt die Kanzlerin nicht, dass ihre eigenen Experten ein Infektionsrisiko im Freien als praktisch nicht vorhanden charakterisieren?<br>\nStattdessen R&uuml;cksichtnahme mit der &ldquo;rhetorischen Wanderd&uuml;ne&rdquo; Merkel (Die Welt).<br>\nAm Tag danach nannte Die Welt das Gespr&auml;ch eine &ldquo;journalistische Kapitulationserkl&auml;rung&rdquo;, eine &ldquo;Osteransprache mit &Uuml;berl&auml;nge und in Interviewform. Diese sollte den Zuschauern nicht die Meinungsbildung erm&ouml;glichen, sondern den Autorit&auml;tsverlust der Kanzlerin bei den B&uuml;rgern stoppen&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Rechtfertigungsorgien-aus-dem-Kanzleramt-und-konzertierte-Hilfestellung-von-der-ARD-6002685.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><strong>&bdquo;Auch Kinder sind systemrelevant&ldquo;<\/strong><br>\nPsychotherapeuten, Psychiater und &Auml;rzte warnen vor den Folgen des Lockdowns f&uuml;r junge Menschen. In einem B&uuml;ndnis fordern sie Ma&szlig;nahmen der Politik f&uuml;r Kinder und Jugendliche.<br>\nAngst- und Schlafst&ouml;rungen, Depressionen, Zwangs- und Essst&ouml;rungen, selbstverletzendes Verhalten, Suizidalit&auml;t: diese St&ouml;rungen beobachten &Auml;rzte und Therapeuten seit dem zweiten Corona-Lockdown verst&auml;rkt bei Kindern und Jugendlichen. Deshalb haben sich nun f&uuml;nf Verb&auml;nde von Kinder- und Jugend-Psychotherapeuten, -Psychiatern und -&Auml;rzten, die 60000 Berufsangeh&ouml;rige repr&auml;sentieren, zu einem B&uuml;ndnis zusammengeschlossen. Unter dem Motto &bdquo;Kinder brauchen mehr\/Jugend braucht mehr&ldquo; und unterst&uuml;tzt von weiteren 23 psychotherapeutischen Berufs- und Fachverb&auml;nden, fordern sie von der Politik, dem Leiden von jungen Menschen in der Corona-Krise mit einem Ma&szlig;nahmenpaket zu begegnen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/gesellschaft\/gesundheit\/coronavirus\/folgen-der-corona-pandemie-auch-kinder-sind-systemrelevant-17265356.html\">FAZ<\/a><\/li>\n<li><strong>Floridas Gouverneur im Gespr&auml;ch mit Epidemiologen: Lockdowns sind der gr&ouml;&szlig;te Fehler<\/strong><br>\nIn den USA haben mittlerweile 17 Staaten die Einschr&auml;nkungen zur Eind&auml;mmung von COVID-19 weitestgehend aufgehoben. Einer der Vorreiter war der US-Bundesstaat Florida, in dem es nie eine Maskenpflicht und kaum Einschr&auml;nkungen gab. Auch die Schulen sind in Florida bereits seit September wieder ge&ouml;ffnet. Die Mainstream-Medien prophezeiten dem Bundesstaat bekannterma&szlig;en eine Katastrophe und zahlreiche Todesf&auml;lle im Zusammenhang mit COVID-19. Auch US-Pr&auml;sident Joe Biden sprach von einer &ldquo;Neandertaler&rdquo;-Entscheidung. Doch nun zeigte sich, dass die Zahl der Personen, die mit oder an COVID-19 starben, niedriger ist als in US-Durchschnitt &ndash; auch f&uuml;r Staaten, die einen harten Lockdown verh&auml;ngten. Einer der Gr&uuml;nde daf&uuml;r mag auch das schw&uuml;l-warme Klima in Florida sein. Floridas republikanischer Gouverneur, Ron DeSantis, sieht sich in seiner Strategie jedenfalls best&auml;tigt:<br>\n&ldquo;Was sind die linken Medien &uuml;ber uns hergezogen und haben gel&auml;stert, was wollten uns die Demokraten unter Druck setzen. Aber jetzt stellt sich heraus: Ich hatte recht.&rdquo;<br>\nDeSantis lie&szlig; sich bei seiner Corona-Strategie im September von verschiedenen Wissenschaftlern wie Michael Levitt und Jay Bhattacharya von der Stanford University sowie Martin Kulldorf von der Harvard Medical Schoool beraten. Bekannt wurden Kulldorf und Bhattacharya vor allem als Initiatoren der Great Barrington Declaration, in denen sich zahlreiche Mediziner sowie Epidemiologen gegen Lockdowns und stattdessen f&uuml;r einen gezielten Schutz der Risikogruppen einsetzten.<br>\nZusammen mit den Wissenschaftlern sowie der Epidemiologin Sunetra Gupta von der University of Oxford und Scott Atlas vom Medical Center der Stanford University zog Floridas Gouverneur in einer vom American Institute of Economic Research initiierten Gespr&auml;chsrunde nun Bilanz &uuml;ber Floridas Abschneiden in der Corona-Krise. In der Sitzung best&auml;tigte Kulldorf, dass mittlerweile offensichtlich sei, dass Lockdowns in der Corona-Krise weitgehend wirkungslos seien. Neben dem Lockdown seien auch die Kontaktnachverfolgung und die Maskenpflicht nicht geeignet, um die vulnerablen Gruppen zu sch&uuml;tzen. Auch Bhattacharya best&auml;tigte:<br>\n&ldquo;Ich denke, Lockdowns sind der gr&ouml;&szlig;te Fehler der &ouml;ffentlichen Gesundheit in der Geschichte. Ich denke, Lockdowns haben, wie Martin sagte, versagt, die Schwachen zu sch&uuml;tzen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/de.rt.com\/nordamerika\/115197-floridas-gouverneur-im-gesprach-mit\/\">RT DE<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Die ge&auml;u&szlig;erte Kritik am Lockdown und seinen Bef&uuml;rwortern k&ouml;nnte auch auf die Situation hierzulande &uuml;bertragen werden. Die Exekutive in Bund, L&auml;ndern und Kommunen setzt <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60021\">engstirnig<\/a> &ndash; unterst&uuml;tzt durch einen kleinen Beraterkreis und &ldquo;Mainstream-Medien&rdquo; &ndash; auf restriktive Ma&szlig;nahmen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Die Corona-Krise und die Privatisierung des Gesundheitssystems<\/strong><br>\nInterview mit Werner R&uuml;gemer &uuml;ber die Logik des Systems: &ldquo;Um die Gesundheit der Bev&ouml;lkerung geht es dabei am Wenigsten&rdquo;<br>\n(&hellip;) Werner R&uuml;gemer: Ich sehe das Agieren der Bundesregierung nicht als &ldquo;ungl&uuml;cklich&rdquo;, sondern als systemisch bedingtes Management. Es beruht auf Vorentscheidungen, n&auml;mlich verschiedener Privatisierungen, die zudem im gr&ouml;&szlig;eren Kontext stehen: Die Interessen gro&szlig;er Kapitalorganisatoren gehen vor, private Berater entscheiden immer mehr mit.<br>\nAus dieser Logik kommen die Bundes- und Landesregierungen und das parlamentarische System selbst nicht mehr heraus. Um die Gesundheit der Bev&ouml;lkerung &ndash; Gesundheit nach der WHO verstanden als &ldquo;umfassendes k&ouml;rperliches, seelisches und geistiges Wohlbefinden&rdquo; &ndash; geht es dabei zum Wenigsten&hellip;<br>\nPrivate Investoren kaufen &ouml;ffentliche Krankenh&auml;user und fassen sie zu Konzernen mit Dutzenden von Einrichtungen zusammen&rdquo;<br>\nSeit wann wird diese Privatisierungs-Politik betrieben? Welche Interessen werden dabei von wem verfolgt?<br>\nWerner R&uuml;gemer: Nach dem Zusammenbruch der DDR beschloss die Kohl-Regierung, von McKinsey beraten, 1993 das Gesundheitsstruktur-Gesetz. Damit wurde das bisherige Kostendeckungsprinzip abgel&ouml;st durch die &ldquo;leistungsgerechte Verg&uuml;tung&rdquo;. Die Kosten im Krankenhaus werden seitdem nicht mehr nach Behandlungstagen und tagesgleichen Pfleges&auml;tzen berechnet, sondern nach dem technischen, finanziellen und personellen Aufwand f&uuml;r jeden einzelnen Fall&hellip;<br>\nPrivate Investoren kaufen seitdem &ouml;ffentliche Krankenh&auml;user und fassen sie zu Konzernen mit Dutzenden von Einrichtungen zusammen&hellip;<br>\n&ldquo;F&uuml;r das Management der Pandemie hat die Bundesregierung so viele private Berater engagiert wie noch nie&rdquo;<br>\n&hellip;Zudem sa&szlig;en die Privatisierer schon im Parlament: Abgeordnete der Regierungsparteien CDU und CSU &ndash; im Bundestag, in Landtagen, im EU-Parlament &ndash; sind gleichzeitig Unternehmer und private Berater, vertreten also nicht nur ihre W&auml;hler, sondern sowohl sich selbst als Unternehmer wie auch andere Unternehmen, sind als hochbezahlte private Vermittler aktiv.<br>\nGesundheitsminister Jens Spahn ist selbst ein Privatisierungs- und Digitalisierungs-Fundamentalist. Wegen seiner Verbindung zum privaten und digitalen Medikamenten-Versand DocMorris (Niederlande\/Schweiz) bezeichnete ihn das &Auml;rzteblatt als &ldquo;DocMorris-Aktivist&rdquo;. Er richtete im Ministerium eine Abteilung f&uuml;r Digitalisierung ein, und zwar mit Personal der privatisierten Bundeswehr-Informationstechnik GmbH (BWI)&hellip;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Die-Corona-Krise-und-die-Privatisierung-des-Gesundheitssystems-6000417.html?seite=all\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><strong>Auch die Dividenden m&uuml;ssen in den Lockdown<\/strong><br>\nTrotz globaler Wirtschaftskrise herrscht an den B&ouml;rsen Goldgr&auml;berstimmung und zahlreiche Konzerne planen, in der anlaufenden Dividendensaison hohe Summen an ihre Aktion&auml;re auszusch&uuml;tten &ndash; obwohl viele von ihnen direkt oder indirekt von Staatshilfen profitieren.<br>\nIm Fr&uuml;hjahr 2020 mussten rund um den Globus wegen der Corona-Pandemie unz&auml;hlige Betriebe die Produktion einstellen, die Arbeitslosigkeit stieg binnen k&uuml;rzester Zeit dramatisch an. Auch die B&ouml;rsenkurse kollabierten zun&auml;chst. Doch im Verlauf des letzten Jahres haben sich Real- und Finanzwirtschaft entkoppelt. Obwohl weiterhin hunderttausende Menschen allein in Deutschland in Kurzarbeit sind und ganze Branchen sich kaum &uuml;ber Wasser halten k&ouml;nnen, stellen die B&ouml;rsen immer neue Rekorde auf und machen Finanzakteure enorme Profite&hellip;<br>\nDie weltweite Wirtschaftskrise scheint also an den Kapitalm&auml;rkten unbeschadet vor&uuml;berzuziehen, es herrscht sogar eine neue Goldgr&auml;berstimmung an den B&ouml;rsen&hellip;<br>\nWie Aktion&auml;re von den Staatshilfen profitieren.<br>\nNeben diesen Stabilit&auml;tsfragen ber&uuml;hren die momentanen Entwicklungen auf den Finanzm&auml;rkten auch elementare Gerechtigkeitsaspekte. Auch in der Realwirtschaft gibt es einige Unternehmen, die gemessen an ihren Gewinnen offenbar sehr gut durch die Krise kommen &ndash; nicht zuletzt deshalb, weil ihnen der Staat kr&auml;ftig unter Arme die gegriffen hat. Im April und Mai geht die sogenannte Dividendensaison in die hei&szlig;e Phase. Insgesamt planen die 100 gr&ouml;&szlig;ten deutschen Aktiengesellschaften f&uuml;r das Gesch&auml;ftsjahr 2020 knapp 40 Milliarden Euro an Gewinnen auszusch&uuml;tten. Dabei profitierten viele dieser Unternehmen 2020 direkt oder indirekt von Staatshilfen, und tun dies zum Teil immer noch&hellip;<br>\nW&auml;hrend die Hilfen &uuml;ber den WSF und die KfW schnell an die Konditionen gekn&uuml;pft wurden, dass f&uuml;r die Laufzeit der Hilfen keine Gewinne ausgesch&uuml;ttet, keine Boni gezahlt und keine Aktienr&uuml;ckk&auml;ufe get&auml;tigt werden d&uuml;rfen, bleibt das Kurzarbeitergeld bis heute ohne Auflagen. Wenn Unternehmen jetzt planen, Milliardengewinne an ihre Eigent&uuml;mer auszusch&uuml;tten, ist dies teils nur m&ouml;glich, weil ihnen zuvor mit Steuergeldern geholfen wurde. Es w&auml;re nur fair, zun&auml;chst die Hilfen zur&uuml;ckzuzahlen und dann Gewinne auszusch&uuml;tten. Zudem ist dies in vielen F&auml;llen auch aus betriebswirtschaftlicher Sicht geboten, denn die Corona-Pandemie und die damit einhergehenden wirtschaftlichen Probleme sind noch nicht vorbei, und die Unternehmen sollten das Geld zusammenhalten, um weitere Hilfszahlungen zu vermeiden.<br>\nDoch w&auml;hrend Millionen Besch&auml;ftigte erhebliche Einbu&szlig;en beim Gehalt hinnehmen mussten und m&uuml;ssen, sehen die jeweiligen Unternehmen offenbar kein Problem darin, Milliarden an Gro&szlig;investoren und Aktion&auml;re auszuzahlen. Es wird so getan, als w&auml;re Kurzarbeit eine gew&ouml;hnliche Versicherungsleistung. Dabei kostet sie den Steuerzahler Milliarden&hellip;<br>\nDer Staat bezahlt, die Aktion&auml;re kassieren<br>\nDer urspr&uuml;ngliche Gedanke hinter der Kurzarbeit, zum Vorteil f&uuml;r Unternehmen wie Besch&auml;ftigten in der Krise einen Stellenausbau zu verhindern, wird dadurch ausgeh&ouml;hlt. Denn es ist grotesk, dass der Staat die Belegschaft bezahlt und Aktion&auml;re und Eigent&uuml;mer sich Millionenbetr&auml;ge auszahlen lassen&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makronom.de\/auch-die-dividenden-muessen-in-den-lockdown-38833\">Makronom<\/a>\n<p><strong>dazu: Sozialhilfe f&uuml;r Daimler-Aktion&auml;re<\/strong><br>\nDaimler kassiert durch Kurzarbeit viel Geld vom Staat, um durch die Krise zu kommen &ndash; und zahlt seinen Aktion&auml;ren noch mehr Geld als Gewinnbeteiligung aus. In den Niederlanden ist das nach Protesten der Bev&ouml;lkerung verboten worden. [&hellip;]<br>\nDerweil verk&uuml;ndet Daimler-Chef Ola K&auml;llenius vor der Aktion&auml;rsversammlung an diesem Mittwoch frohe Botschaften. So sei es trotz Krise gelungen, die Erwartungen f&uuml;r das Gesch&auml;ftsjahr 2020 &ldquo;deutlich zu &uuml;bertreffen&rdquo;. Und, wie das &ldquo;Handelsblatt&rdquo; berichtet, sekundiert der Aufsichtsratsvorsitzende: Den Stresstest Corona-Krise, sagt Manfred Bischoff, habe der Konzern &ldquo;mit Bravour bestanden&rdquo;, das Unternehmen sei &ldquo;f&uuml;r die Zukunft hervorragend aufgestellt&rdquo;. In Zahlen bedeutet das: Die AnteilseignerInnen sollen mit 1,44 Milliarden Euro am Gewinn im Krisenjahr beteiligt werden, fast 50 Prozent mehr als beim letzten Mal. Auch die Aktien stehen hoch im Kurs. W&auml;hrend sie im Dezember 2019 &ndash; bevor Corona kam &ndash; noch mit knapp 50 Euro pro St&uuml;ck bewertet wurden, sind sie aktuell auf fast 75 Euro geklettert.<br>\nWie gelingen solche Kunstst&uuml;cke in Krisenzeiten? Etwas Unterst&uuml;tzung scheint jedenfalls nicht abtr&auml;glich. So hatte K&auml;llenius zwar im M&auml;rz 2020 betont, dass Daimler keine Staatshilfe ben&ouml;tige. Doch wenig sp&auml;ter schickte der Konzern zehntausende Mitarbeiter in Kurzarbeit, wobei die Agentur f&uuml;r Arbeit 700 Millionen Euro zur Finanzierung beisteuerte. Statt das Krisengeld an die Steuergemeinschaft zur&uuml;ckzuzahlen, wird es nun &uuml;ber Umwege an Investoren durchgereicht, von denen die gr&ouml;&szlig;ten derzeit aus China und Kuwait kommen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.kontextwochenzeitung.de\/wirtschaft\/522\/sozialhilfe-fuer-daimler-aktionaere-7402.html\">Kontext: Wochenzeitung<\/a><\/p>\n<p><strong>und: Dividenden trotz Staatshilfen: Daimler k&ouml;nnte Hilfe &ldquo;locker zur&uuml;ckzahlen&rdquo;<\/strong><br>\nIn der Krise erst Hilfe vom Staat in Millionenh&ouml;he annehmen und dann f&uuml;r denselben Zeitraum hohe Dividenden an die Aktion&auml;re aussch&uuml;tten: Das ist nach Ansicht der Organisation Finanzwende nicht nur moralisch verwerflich. Kampagnen-Chefin Lena Blanken erkl&auml;rt, warum sie das auch f&uuml;r betriebswirtschaftlich falsch h&auml;lt.<br>\nntv.de: Sie wollen heute anl&auml;sslich der Hauptversammlung bei Daimler dagegen demonstrieren, dass der Konzern, der in der Corona-Krise unter anderem in der Form von Kurzarbeitergeld von staatlicher Hilfe profitierte, eine Dividende aussch&uuml;ttet. Ist das ein generelles Ph&auml;nomen, dass Staatshilfe indirekt an die Aktion&auml;re flie&szlig;t, oder ist Daimler ein Einzelfall?<br>\nLena Blanken: Daimler ist ein eindr&uuml;cklicher Fall, unter anderem weil Konzernchef Ola K&auml;llenius selbst vorgerechnet hat, dass das Kurzarbeitergeld dem Unternehmen Einsparungen von 700 Millionen Euro gebracht hat. Au&szlig;erdem war Daimler sehr aktiv dabei, nach immer mehr Hilfe etwa in Form von Kaufpr&auml;mien zu rufen. Am Ende haben sie dann eine Lkw-Kaufpr&auml;mie und eine erh&ouml;hte Pr&auml;mie f&uuml;r E-Autos bekommen. Und jetzt sollen 1,4 Milliarden Euro an die Aktion&auml;re ausgesch&uuml;ttet werden, deutlich mehr als im letzten Jahr. Das passt f&uuml;r uns nicht zusammen. Aber es gibt viele weitere F&auml;lle: Auch BMW, VW oder Adidas und viele mehr planen, Dividenden zu zahlen, obwohl sie im vergangenen Jahr Steuerzahlergeld angenommen haben. Weil das so weit verbreitet ist, appellieren wir ja auch nicht nur an die Unternehmen, sondern fordern mit einer Unterschriftenaktion von den zust&auml;ndigen Ministern Olaf Scholz und Peter Altmaier, das generell zu unterbinden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/wirtschaft\/Daimler-koennte-Hilfe-locker-zurueckzahlen-article22461957.html\">n-tv<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Finanzinvestoren sehen im Corona-Jahr 2021 in Deutschland das Jahr der &Uuml;bernahmen<\/strong><br>\nPrivate-Equity-Firmen &uuml;bernehmen nach einer Roland-Berger-Studie mehr und mehr deutsche Firmen, die nat&uuml;rlich auch unter den Folgen der Pandemie leiden. Besonders chinesische Firmen haben sich in Deutschland stark ausgebreitet und kaufen weiter zu. (&hellip;)<br>\nEtwas mehr als die H&auml;lfte der Finanzinvestoren sieht Mehrheitsbeteiligungen an Familienunternehmen als attraktivstes Investment. Rund jeder dritte Beteiligungsmanager rechnet sich Chancen bei insolventen oder notleidenden Firmen aus. Ulrike Hinrichs, Vorstandsmitglied beim Branchenverband BVK, sagt dem Handelsblatt:<br>\n&ldquo;Die Pandemie hatte das Gesch&auml;ft seit dem ersten Lockdown belastet. Trotzdem kamen die Investitionen anders als in der Finanzkrise nicht zum Erliegen. Auf Verk&auml;uferseite stehen wie im Vorjahr weiterhin oft Familien und Unternehmen. Beteiligungskapital bleibt f&uuml;r mittelst&auml;ndische Unternehmer gerade auch in schwierigen Zeiten eine wichtige Finanzierungss&auml;ule und ein Stabilit&auml;tsanker.&rdquo;<br>\nZu den Transaktionen mit Beteiligung von Private-Equity-H&auml;usern geh&ouml;rten in den vergangenen Monaten laut BVK das Pharmaunternehmen Neuraxpharm, der Antriebssysteme-Spezialist Flender sowie Sch&uuml;lke &amp; Mayr (Hygiene und Infektionspr&auml;vention).<br>\nAuch Investoren aus China haben es auf den deutschen Mittelstand abgesehen: Immer mehr chinesische Unternehmen sind auf der Suche nach Innovationen und Technologien aus Deutschland. Ziel: die &ldquo;Hidden Champions&rdquo;, jene Firmen, die zwar wenig bekannt, aber Weltmarktf&uuml;hrer auf ihrem Gebiet sind. (&hellip;)<br>\nOb Logistikunternehmen, Handelsh&auml;user oder Edelboutiquen &ndash; deutsche Unternehmensbeteiligungen scheinen immer beliebter bei den Asiaten zu sein. Das Handelshaus Li &amp; Fung Limited aus Guangzhou beliefert beispielsweise Unternehmen wie Toys R Us, die Bekleidungskonzerne Esprit, Abercrombie &amp; Fitch und Marks &amp; Spencer sowie die Handelsunternehmen Metro, Walmart oder Carrefour. Der R&uuml;stungs- und Flugzeugkonzern Aviation Industry of China (AVIC) ist einer der gr&ouml;&szlig;ten chinesischen Mischkonzerne und gr&ouml;&szlig;ter Anteilseigner des deutschen Zementspezialisten KHD. Ende 2010 stieg AVIC mit 20 Prozent bei KHD ein, das Transaktionsvolumen betrug rund 45 Millionen Euro.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/de.rt.com\/wirtschaft\/114996-finanzinvestoren-sehen-im-corona-jahr-2021-das-jahr-der-uebernahmen\/\">RT DE<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Ab in die Pr&auml;sidialrepublik<\/strong><br>\nDer geplante Erweiterungsbau des Kanzleramts in Berlin steht f&uuml;r ein neues deutsches Regierungssystem.<br>\n(&hellip;) Jenseits der Spree, im Regierungsviertel, soll ein bogenf&ouml;rmiger Neubau entstehen. Prompt monierten Bundesrechnungshof und Hauptstadtpresse die drohenden Kosten von 600 Millionen Euro. V&ouml;llig unbeachtet blieb dar&uuml;ber jedoch die politische Dimension des Plans: Mit seinem st&auml;ndigen Mitarbeiterwachstum verschiebt das Bundeskanzleramt die fein austarierten Gewichte des parlamentarischen Regierungssystems &ndash; und erobert sich eine Stellung, die man sonst nur von Pr&auml;sidialregierungen kennt&hellip;<br>\nStatt Regierung und Parlament enger aneinanderzubinden, f&uuml;hrt sein rapides Beamtenwachstum dazu, die Position des Kanzlers unabh&auml;ngiger zu machen. Er soll auf immer mehr Politikfeldern handeln k&ouml;nnen, ohne auf seine Minister angewiesen zu sein. Ein markantes Beispiel f&uuml;r diese Entwicklung ist die Europapolitik. Aufgrund der vielen Dauerkrisen und der st&auml;ndigen supranationalen R&uuml;cksprache hat sie Angela Merkel wie schon ihre Amtsvorg&auml;nger immer st&auml;rker zur Chefsache erkl&auml;rt und dem Ausw&auml;rtigen Amt entzogen&hellip;<br>\nIst das noch parlamentarisches Regieren? Wenn die inhaltlichen Abl&auml;ufe im aufgebl&auml;hten Kanzleramt selbst den eigenen Parlamentariern wie eine Blackbox vorkommen, muss man diese Frage entschieden verneinen. Das deutsche System beginnt anderen Modellen zu &auml;hneln, dem Pr&auml;sidialsystem der Vereinigten Staaten etwa oder einer parlamentarisch-pr&auml;sidentiellen Mischform wie in Frankreich. Dort sind Exekutive und Legislative voneinander entkoppelt und auf wechselseitige Kontrolle eingestellt. Das Kanzleramt h&auml;tte in einem solchen System &ndash; &auml;hnlich dem Wei&szlig;en Haus &ndash; die Rolle einer schlagkr&auml;ftigen und eigenst&auml;ndigen B&uuml;rokratie zu spielen. Dass es daf&uuml;r nun auch die baulichen Bedingungen schafft, ist da nur konsequent&hellip;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/2021\/13\/kanzleramt-erweiterung-ausbau-berlin-bundesregierung-macht-parlament\">Zeit<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Marco Wenzel:<\/strong> Dazu auch: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=71194\">Merkel, Medien und die Angriffe auf den F&ouml;deralismus<\/a>, NDS 30. M&auml;rz.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Strategischer Schritt<\/strong><br>\nEs hat das Potential, die Kr&auml;fteverh&auml;ltnisse im Nahen und Mittleren Osten sp&uuml;rbar zu verschieben: das auf 25 Jahre angelegte Kooperationsabkommen, das der chinesische Au&szlig;enminister Wang Yi und sein iranischer Amtskollege Mohammad Dschawad Sarif am Sonnabend in Teheran unterzeichnet haben. Es sieht eine dichte Zusammenarbeit zwischen den zwei Staaten auf zahlreichen wichtigen Feldern vor &ndash; beim Ausbau der Verkehrsinfrastruktur und der Telekommunikation, im Finanzwesen und in der Informationstechnologie etwa. Die Volksrepublik wird immense Summen &ndash; wie es hei&szlig;t, bis zu 400 Milliarden US-Dollar &ndash; in Iran investieren und damit in einem Land, das ein tragendes Teilst&uuml;ck ihrer Neuen Seidenstra&szlig;e werden kann. Umgekehrt bekommt Beijing von Teheran verg&uuml;nstigtes &Ouml;l. Ob es stimmt, dass auch gemeinsame Man&ouml;ver vorgesehen sind, ist noch unklar. Wirklich neu w&auml;re das allerdings nicht: Bereits Ende 2019 &uuml;bten die Marinen Irans, Chinas und Russlands gemeinsam die Abwehr von Piraten sowie Rettungsma&szlig;nahmen auf hoher See.<br>\nDabei sichert das Abkommen der Volksrepublik nicht nur langfristig Einfluss am Persischen Golf, in einer Region also, die bekanntlich seit Jahrzehnten von den Vereinigten Staaten dominiert wird. Es hat dar&uuml;ber hinaus das Potential, die US-Dominanz schon kurzfristig zu schw&auml;chen &ndash; denn es ignoriert demonstrativ die Sanktionen, die auch die Biden-Administration weiterhin aufrechterh&auml;lt, um Teheran zu m&ouml;glichst weitreichenden politischen Zugest&auml;ndnissen zu zwingen. Ohnehin hat China Anfang des Jahres begonnen, iranisches &Ouml;l in rasch zunehmenden Mengen zu importieren &ndash; ein Beleg daf&uuml;r, dass Beijing und Teheran Mittel und Wege gefunden haben, die US-Sanktionen zumindest punktuell auszuhebeln. Der wachsende &Ouml;lhandel und das 25-Jahre-Abkommen er&ouml;ffnen Teheran &ouml;konomische Perspektiven, die den US-Sanktionsdruck zumindest ein wenig lindern. Washington wird m&ouml;glicherweise &uuml;berlegen m&uuml;ssen, wie lange es seine R&uuml;ckkehr zum Atomabkommen noch von iranischen Zugest&auml;ndnissen abh&auml;ngig machen kann.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/399539.strategischer-schritt.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Italien aufgepasst! Ministerpr&auml;sident Draghi hat einen Leitfaden verfasst, wie man eine Wirtschaft auspl&uuml;ndert<\/strong><br>\nHaben sie Draghis j&uuml;ngsten Leitfaden zur &ldquo;Wiederbelebung und Restrukturierung des Unternehmenssektors&rdquo; gelesen? Er l&auml;uft darauf hinaus, die Kleinen untergehen zu lassen, Heuschrecken die Mittelst&auml;ndler ausschlachten und die Konzerne den Rest &uuml;bernehmen zu lassen.<br>\nAbgesehen davon, dass er an der Spitze der italienischen Regierung installiert wurde, ist Draghi seit kurzem ein Senior Mitglied der G30, einer von der Rockefeller Foundation gegr&uuml;ndeten Gruppe. Sie bringt hochrangige Vertreter globaler Finanzkonzerne, Zentralbanker, Wissenschaftler und Inhaber anderer &ouml;ffentlicher &Auml;mter zusammen. Erst 2018 entschied der EU-Ombudsmann, dass es f&uuml;r den Pr&auml;sidenten der Europ&auml;ischen Zentralbank, damals Mario Draghi, unangemessen sei, Mitglied einer solchen gemischten Gruppe zu sein, die hinter verschlossenen T&uuml;ren &uuml;ber Fragen der &ouml;ffentlichen Politik diskutiert.<br>\nDraghi weigerte sich damals, die Gruppe zu verlassen, verlie&szlig; sie aber, sobald er sich von der Spitze der EZB verabschiedete. Seine Nachfolgerin, Christine Lagarde, wurde nicht Mitglied. Aber jetzt, als Chef einer technokratischen italienischen Regierung, scheint er es wieder in Ordnung zu finden, in dieser Gruppe mitzumachen, die Lobby-Papiere herausgibt, die sich als unparteiische Politikberatung tarnen.<br>\nSein j&uuml;ngstes Meisterst&uuml;ck, das ihn f&uuml;r die Bef&ouml;rderung zum Senior-Mitglied qualifiziert zu haben scheint, war die Ko-Leitung einer Arbeitsgruppe der G30, die das Strategiepapier &ldquo;Reviving and Restructuring the Corporate Sector Post-Covid. Designing Public Policy Interventions&rdquo; verfasste.<br>\nDa Draghi genau daf&uuml;r eingesetzt wurde, die Verwendung der Corona-Rettungsgelder zu &uuml;berwachen, ist es von besonderem Interesse, zu welchen Empfehlungen seine Arbeitsgruppe gekommen ist.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/norberthaering.de\/die-regenten-der-welt\/italien-draghi\/\">Norbert H&auml;ring<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Zu bef&uuml;rchten ist, dass dieses <a href=\"https:\/\/group30.org\/images\/uploads\/publications\/G30_Reviving_and_Restructuring_the_Corporate_Sector_Post-Covid.pdf\">Konzept der G30<\/a> auch in Deutschland durch die hiesige Entscheidungstr&auml;gerschaft zur Anwendung kommt. Dann w&auml;ren insbesondere die Worte von Bundeskanzlerin Merkel sowie ihrer Minister Altmaier (Bundesminister f&uuml;r Wirtschaft und Energie), Heil (Bundesminister f&uuml;r Arbeit und Soziales) und Scholz (Bundesfinanzminister) an Heuchelei kaum noch zu &uuml;berbieten. Auff&auml;llig ist jedenfalls, dass auch hierzulande vor allem kleine und mittlere Unternehmen durch die politischen Corona-Ma&szlig;nahmen von einer Schlie&szlig;ung bedroht sind.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Der n&auml;chste Hedge-Fund-Unfall kommt bestimmt<\/strong><br>\nGrossbanken sind die wichtigsten Geldgeber der Hedge-Fund-Branche und entsprechend exponiert. Die seit der Finanzkrise aufgebauten Eigenkapitalpolster helfen bis jetzt, Verluste zu absorbieren. Dennoch w&auml;re mehr Vorsicht angebracht.<br>\nDen j&uuml;ngsten Finanzskandalen ist eines gemeinsam: An ihrem Ursprung stehen Finanzintermedi&auml;re, die nicht als Banken aufgestellt sind und auch nicht als solche reguliert und beaufsichtigt werden. Sie heissen Greensill oder Archegos und z&auml;hlen zum Universum der Schattenbanken, das sich in den vergangenen Jahren weiter ausgedehnt hat.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nzz.ch\/wirtschaft\/archegos-und-hedge-funds-die-naechste-pleite-kommt-bestimmt-ld.1609331\">NZZ<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>&bdquo;Zahnloser Scho&szlig;hund&rdquo;: Briten verspotten deutsche Finanzaufsicht<\/strong><br>\nWie unterschiedlich Wahrnehmungen sein k&ouml;nnen: F&uuml;r den scheidenden Bafin-Chef geh&ouml;rt seine Beh&ouml;rde auch nach dem Wirecard-Desaster zu den besten der Welt. Die renommierte &ldquo;Financial Times&rdquo; wirft ihr dagegen grenzenlose Inkompetenz vor und vergleicht sie mit einem Zwergspitz.<br>\nIm Skandal um die Wirecard-Pleite hat sich die Bundesanstalt f&uuml;r Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) wahrlich nicht mit Ruhm bekleckert &ndash; und muss deshalb viel Kritik einstecken. Die &ldquo;Financial Times&rdquo; (FT) legt heute nach: &ldquo;Deutschlands Finanzaufsichtsbeh&ouml;rde gleicht eher einem gealterten Zwergspitz als einem dynamischen Rottweiler&rdquo;, hei&szlig;t es in einem Kommentar. &ldquo;Der riesige Wirecard-Betrug hat die Bafin als zahnlosen Scho&szlig;hund entlarvt. Ihre Inkompetenz hallt &uuml;ber Deutschlands Grenzen hinaus nach.&rdquo; Nicht viel besser sei es ihr im Skandal um Greensill Capital und deren Bremer Bank gegangen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/wirtschaft\/Briten-verspotten-deutsche-Finanzaufsicht-article22463090.html\">n-tv<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Rechnungshof r&uuml;gt Energiewende<\/strong><br>\nAltmaier kassiert verheerendes Zeugnis<br>\nHohe Verbraucherkosten, nicht nachvollziehbare Kalkulationen, Gef&auml;hrdung des Bev&ouml;lkerungszuspruchs und eine unsichere Stromversorgung: Schlimmer k&ouml;nnte das Zeugnis f&uuml;r die Energiewende kaum ausfallen. Der Bundesrechnungshof geht mit dem Bundeswirtschaftsministerium hart ins Gericht.<br>\nDer Bundesrechnungshof hat kurz vor Ende der Wahlperiode Wirtschafts- und Energieminister Peter Altmaier ein schlechtes Zeugnis ausgestellt. Die Strompreise f&uuml;r Privathaushalte seien die h&ouml;chsten in Europa, die Energiewende teuer und die &ldquo;Blackout&rdquo;-Gefahr untersch&auml;tzt, kritisieren die Pr&uuml;fer im Berichtsentwurf zur &ldquo;Umsetzung der Energiewende&rdquo;&hellip;<br>\nVersorgungssicherheit: &ldquo;unplausibel&rdquo;<br>\nDie Preise f&uuml;r Gro&szlig;verbraucher der Industrie seien moderat, die f&uuml;r Privathaushalte und kleinere Betriebe l&auml;gen aber teils um &uuml;ber 40 Prozent h&ouml;her als im EU-Durchschnitt. Das Ministerium definiere nicht genau, was es mit &ldquo;preisg&uuml;nstiger Versorgung&rdquo; meine.<br>\nDas Wirtschaftsministerium rechtfertigt sich laut Rechnungshof beim Thema Bezahlbarkeit mit dem Hinweis, man k&ouml;nne diese nicht an einem Indikator festmachen. Es geh&ouml;rten etwa auch Inflationsrate oder Einkommensentwicklung dazu. Die Pr&uuml;fer akzeptieren dies nur teilweise und verlangen eine sch&auml;rfere Definition von Bezahlbarkeit.<br>\nFerner sieht der Bundesrechnungshof auch die Gefahr von Stromausf&auml;llen nicht gebannt. Es entstehe im Zuge der Abschaltung von Kohle- und Atomkraftwerken eine Versorgungsl&uuml;cke von &uuml;ber f&uuml;nf Gigawatt Leistung. Dies entspricht etwa zehn gro&szlig;en Kohlekraftwerken. &ldquo;Im &Uuml;brigen sind die Annahmen des BMWI zur Versorgungssicherheit bei Elektrizit&auml;t teils zu optimistisch und teils unplausibel&rdquo;, hei&szlig;t es. Es fehle die Untersuchung eines &ldquo;Worst Case Szenarios&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/politik\/Altmaier-kassiert-verheerendes-Zeugnis-article22460335.html\">n-tv<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Ausbeutung am Feld: &bdquo;Made in Austria&ldquo; ist kein Garant f&uuml;r faire Arbeitsbedingungen<\/strong><br>\nDie Arbeitsbedingungen f&uuml;r Erntehelferinnen und Erntehelfer sind miserabel. Eine EU- Initiative will die Milliarden an Agrarf&ouml;rderungen an Arbeitsrechte koppeln, um die Situation f&uuml;r LandarbeiterInnen zu verbessern. &Ouml;sterreichs Landwirtschaftsministerin Elisabeth K&ouml;stinger will das verhindern. Maria Burgstaller, die Agrarwirtschafts-Expertin der Arbeiterkammer Wien erkl&auml;rt im Kontrast-Gespr&auml;ch, warum das fatal ist und dass die Herkunft aus &Ouml;sterreich nicht vor Ausbeutung am Feld sch&uuml;tzt&hellip;<br>\nDie Arbeitsbedingungen auf Europas Feldern sind nicht nur hart, sie grenzen teilweise an sklaven&auml;hnliche Verh&auml;ltnisse. Hungerl&ouml;hne, keine Anmeldung oder Versicherung, miserable Unterk&uuml;nfte. Br&uuml;ssel wollte den Gesetzesbr&uuml;chen in europ&auml;ischen Agrarbetrieben den Riegel vorschieben: Portugal hat im Zuge seiner EU-Ratspr&auml;sidentschaft vorgeschlagen, EU-F&ouml;rdergelder an faire Arbeitsbedingungen f&uuml;r Erntehelferinnen und Erntehelfer zu kn&uuml;pfen. Zw&ouml;lf L&auml;nder stellen sich quer, &Ouml;sterreich an der Spitze. Dabei sind auch die Zust&auml;nde in &Ouml;sterreich alles andere als &bdquo;fair trade&ldquo;.<br>\n(&hellip;) Was w&uuml;rde die vorgeschlagene EU-Regel zur Bek&auml;mpfung der Ausbeutung bedeuten?<br>\nBurgstaller: Viel, und das f&uuml;r fast alle Beteiligten! EU-weit m&uuml;ssten die Kontrollen ausgebaut werden und &ndash; besonders wichtig: Die EU-Kontrollbeh&ouml;rden h&auml;tten einen Einblick und Einfluss auf die miserablen Zust&auml;nde, indem sie ebenfalls Kontrollen durchf&uuml;hren k&ouml;nnten. Davor f&uuml;rchten sich bestimmte Gruppen&hellip;.<br>\nEinzig und allein schlecht w&auml;re es f&uuml;r jene Betriebe, die sich nicht an Sozialstandards und Arbeitsrechte halten, denn die w&uuml;rden nicht mehr vom Betrug profitieren&hellip;<br>\nWarum ist &Ouml;sterreichs Landwirtschaftsministerin K&ouml;stinger dagegen?<br>\nBurgstaller: Ehrlich gesagt, das ist schwer nachvollziehbar. Denn die Mehrheit der Menschen in &Ouml;sterreich ist sicherlich f&uuml;r diese Ma&szlig;nahme. K&ouml;stinger beklagt zwar hohe &ouml;sterreichische und schlechte ausl&auml;ndische Standards &ndash; in welchen L&auml;ndern die Standards besser oder schlechter sind, erz&auml;hlt sie uns jedoch nicht. Wenn zu wenig kontrolliert wird, sind Standards ohnehin zahnlos. Wesentlich ist: Mit ihrer Ablehnung verhindert sie EU-weit bessere und effektivere Kontrollen und Konsequenzen bei Verst&ouml;&szlig;en. Tatsache ist: Wer sich gegen verbesserte EU-weite Kontrollen ausspricht, f&ouml;rdert indirekt Betrug und Ausbeutung&hellip;<br>\nStatt wirksame Ma&szlig;nahmen fordert K&ouml;stinger mehr Beratung &ndash; das ist ein Affront gegen die unerm&uuml;dlichen Aktivit&auml;ten der Beratungs-NGO Sezonieri und Gewerkschaften, die sich seit Jahren mit enormem Einsatz engagieren und die ErntearbeiterInnen beraten. Das ist einerseits eine Geringsch&auml;tzung dieser wertvollen Arbeit, andererseits will sie uns wei&szlig; machen, dass es ein Problem der fehlenden Beratung w&auml;re &ndash; und nicht einer bewussten Unterbezahlung.<br>\n&Ouml;sterreichs Klein- und Bergbauern sind im Unterschied zum Bauernbund f&uuml;r die Koppelung der Gelder an Arbeitsrechte. Was w&uuml;rde das den Betrieben bringen? Warum sind da die Interessenslagen verschieden?<br>\nBurgstaller: Kleinbauern und Bergb&auml;uerinnen haben in der Regel keine Besch&auml;ftigten. Sie stehen auch in Konkurrenz zu den in &Ouml;sterreich mit billigen Arbeitskr&auml;ften produzierten Produkten. Lohndumping und schlechte Arbeitsbedingungen f&uuml;hren zu Wettbewerbsverzerrungen zwischen den Betrieben sowohl innerhalb &Ouml;sterreichs als auch dar&uuml;ber hinaus.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/kontrast.at\/erntehelfer-jobs-erfahrungsberichte\/\">kontrast.at<\/a>\n<p><strong>dazu: Bittere Ernte &ndash; Bauernverband will prek&auml;re Besch&auml;ftigung f&uuml;r Saisonarbeiter ausweiten<\/strong><br>\nDie deutschen Landwirtschaftsbetriebe heuern j&auml;hrlich rund 300.000 Saisonkr&auml;fte an. Nur im vergangenen Jahr waren es aufgrund der Corona-Pandemie deutlich weniger. Der Deutsche Bauernverband geht davon aus, dass in diesem Jahr wieder &bdquo;Normalit&auml;t&ldquo; einkehrt. Das bedeutet f&uuml;r die Saisonarbeiter: Schwere k&ouml;rperliche Arbeit unter miserablen Bedingungen f&uuml;r Billiglohn&hellip;.<br>\nBei der kurzfristigen Besch&auml;ftigung gibt es keine monatlichen Einkommensgrenzen, wie im Falle der ebenfalls sozialversicherungsfreien 450-Euro-Jobs. Damit eine Besch&auml;ftigung als kurzfristig eingestuft wird, gelten allerdings zwei andere Voraussetzungen: Sie darf erstens nicht &bdquo;berufsm&auml;&szlig;ig&ldquo; ausge&uuml;bt werden. Das hei&szlig;t, der Job muss f&uuml;r den Besch&auml;ftigten von untergeordneter wirtschaftlicher Bedeutung sein und nicht zur Sicherung des Lebensunterhaltes dienen. Zweitens darf sie nur f&uuml;r maximal 70 Tage im Kalenderjahr ausge&uuml;bt werden. Bis 2014 betrug diese Obergrenze noch 50 Tage. Dann wurde sie auf Druck der Landwirtschaftslobby im Rahmen des &bdquo;Tarifautonomiest&auml;rkungsgesetzes&ldquo; auf 70 Kalendertage angehoben.<br>\nAls die Bundesregierung die Landwirtschaft zu Beginn der Corona-Pandemie als &bdquo;systemrelevant&ldquo; einstufte, wurde nicht nur eine Ausweitung der Arbeitszeit erm&ouml;glicht, sondern auch die kurzfristige Besch&auml;ftigung von M&auml;rz bis Oktober 2020 auf 115 Tage erh&ouml;ht. Geht es nach der Landwirtschaftslobby, wird diese Anhebung in der Erntesaison 2021 reaktiviert.<br>\nAus Sicht der Kapitalseite macht das Sinn. Die meist aus Osteuropa stammenden Saisonarbeiter sind besonders billige Arbeitskr&auml;fte. Sie m&uuml;ssen ihre Arbeitskraft oft unter miserablen Bedingungen auf den Spargel- und Erdbeerfeldern verkaufen. Trotz schwerer k&ouml;rperlicher Arbeit ist eine Krankenversicherung die Ausnahme, Rentenanspr&uuml;che werden nicht erworben. Die Unterbringung erfolgt h&auml;ufig in menschenunw&uuml;rdigen Massenunterk&uuml;nften, die sich durch &Uuml;berbelegung, schlechten baulichen Zustand und zu wenig Sanit&auml;reinrichtungen auszeichnen&hellip;<br>\nMit der Corona-Pandemie haben sich die Rahmenbedingungen der Erntehelfer noch einmal verschlechtert. Durch die Infektionsschutz- und Quarant&auml;nebestimmungen sowie die besonderen Ein- und Ausreiseregelungen hat deren Abh&auml;ngigkeit von ihren &bdquo;Arbeitgebern&ldquo; erheblich zugenommen. Die L&ouml;hne werden h&auml;ufig in bar am Ende der Saison und ohne transparente Abrechnung ausgezahlt. Sie sind vielfach geringer als der gesetzliche Mindestlohn. Durch Akkordlohnvereinbarungen &uuml;ber Mengen, die pro Tag geerntet werden m&uuml;ssen, werden die L&ouml;hne weiter gesenkt. Arbeitszeitaufzeichnungen werden h&auml;ndisch durch Vorarbeiter get&auml;tigt und von den Besch&auml;ftigten unterzeichnet, auch wenn sie die tats&auml;chlich geleistete Arbeitszeit unterschreiten. Andernfalls droht die K&uuml;ndigung.<br>\nEin erster Schritt, diese katastrophalen Bedingungen zu verbessern, w&auml;re eine Erleichterung der Zutrittsregelungen f&uuml;r Gewerkschafter und Berater der Initiative &bdquo;Faire Landarbeit&ldquo; zu den Erntehelfern. Nur so k&ouml;nnen sie &uuml;ber ihre Rechte aufgekl&auml;rt werden, um im n&auml;chsten Schritt gewerkschaftliche Solidarit&auml;t zu organisieren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.unsere-zeit.de\/bittere-ernte-143866\/\">Unsere Zeit<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>CDU &hellip;<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Politisches Kapital: Wie Jens Spahn mit Politik Millionen machte<\/strong><br>\nDas Verm&ouml;gen des Gesundheitsministers ist kein Zufall. Recherchen von t-online zeigen: Spahn verkn&uuml;pfte von Beginn an seine Karriere mit Investments. Es ist sein System des Aufstiegs.<br>\nHartz IV bedeutet noch lange keine Armut. Eine Rentenerh&ouml;hung ist in erster Linie ein Wahlgeschenk f&uuml;r Senioren. Wer f&uuml;rs Alter vorsorgt, darf nicht der Gekniffene sein.<br>\nDas sagt nicht irgendwer, sondern Jens Spahn. Ein Mann, der noch nie einen Hehl daraus gemacht hat, dass er sich den Job des Kanzlers zutraut. Wenn es um Fragen der sozialen Gerechtigkeit geht, war der heutige Gesundheitsminister noch nie um scharfe Worte verlegen. &ldquo;Vorpreschen&rdquo;, nennt das einer seiner &auml;ltesten Vertrauten. Spahn sei schon immer &ldquo;sehr ehrgeizig&rdquo; gewesen.<br>\nSpahn, der mit seinen 40 Jahren bereits fast die H&auml;lfte seines Lebens im Bundestag verbracht hat, beherrscht die Mechanismen der politischen Eigenvermarktung wie nur wenige andere. Hauptsache, die Lautst&auml;rke stimmt &ndash; und das, was beim Publikum h&auml;ngen bleibt. Trotz vieler Zweifler hat er immer wieder politisch davon profitiert. Spahn kann Lautsprecher, Spahn kann Kampfkandidatur &ndash; und eines Tages m&ouml;glicherweise auch Kanzler.<br>\nDas ist die eine Seite des Gesundheitsministers, die &ouml;ffentliche, die politische. Die Seite, die es notwendig macht, auch die andere Seite des Jens Spahn zu erz&auml;hlen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.t-online.de\/nachrichten\/id_89687398\/politisches-kapital-wie-jens-spahn-mit-politik-millionen-machte.html\">T-Online<\/a><\/li>\n<li><strong>Mehr als elf Millionen Euro f&uuml;r Gauweiler<\/strong><br>\nDer Rechtsanwalt und CSU-Politiker Peter Gauweiler hat w&auml;hrend seiner Zeit im Bundestag als Anwalt Beraterhonorare in H&ouml;he von mehr als elf Millionen Euro beim Milliard&auml;r August von Finck abgerechnet. Gauweiler schickte von 2008 bis 2015 regelm&auml;&szlig;ig Rechnungen &uuml;ber ein &ldquo;vereinbartes Pauschalhonorar&rdquo; an Finck. Die letzten Abrechnungen erfolgten nach seinem Ausscheiden aus dem Bundestag. Insgesamt waren es mehr als zw&ouml;lf Millionen Euro.<br>\nGauweiler hat bei Finck auch die Kosten f&uuml;r Gutachten prominenter Professoren abgerechnet, mit deren Hilfe der CSU-Politiker beim Bundesverfassungsgericht gegen die Rettungsschirme f&uuml;r Griechenland und f&uuml;r den Euro vorging. So hatte der Rechtsanwalt und damalige CSU-Abgeordnete sich im Jahr 2012 f&uuml;r seine Klage die Unterst&uuml;tzung des Wirtschaftswissenschaftlers Hans-Werner Sinn gesichert. Am 14. M&auml;rz 2012 schickte Gauweiler Finck eine Rechnung in H&ouml;he von 59 500 Euro f&uuml;r ein Gutachten von Sinn. Dieses Gutachten hatte Gauweilers damalige Kanzlei zuvor bezahlt. Gauweiler lie&szlig; sich die Kosten von Finck erstatten. Das geschah auch in anderen F&auml;llen so.<br>\nDie Millionen-Zahlungen f&uuml;r Gauweiler d&uuml;rften nach den Maskenaff&auml;ren bei CDU und CSU die Debatte &uuml;ber eine Offenlegung der Nebeneink&uuml;nfte von Abgeordneten weiter anheizen. Fincks Vorgehen wirft die Frage auf, ob der Milliard&auml;r mit den hohen Honoraren Gauweilers Anti-Europa-Kurs sowohl in der CSU wie auch im Bundestag unterst&uuml;tzen wollte. Finck lie&szlig; einen Fragenkatalog der SZ zun&auml;chst unbeantwortet. Gauweiler lie&szlig; mitteilen, sowohl das Bestehen eines Mandatsverh&auml;ltnisses wie auch s&auml;mtliche Details eines Mandatsverh&auml;ltnisses unterl&auml;gen der &ldquo;strikten, gesetzlich geregelten Vertraulichkeit&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/gauweiler-nebeneinkuenfte-csu-finck-1.5247091\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Wie muss das wohl auf Menschen wirken, die bei schon magerem Ausgangsgehalt in Kurzarbeit sind oder ihren Job in der Corona-Krise ganz verloren haben bzw. als Selbst&auml;ndige, Kulturschaffende oder Gastronomen vor den Tr&uuml;mmern ihrer Existenz stehen? Was nur schwer ertr&auml;glich ist, ist die dabei ans Tageslicht tretende absolute Skrupellosigkeit und Gier, wobei es nur darum geht sich auf schamloseste Weise selbst zu bereichern.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Skandale in der Union: Fossile Verbindungen<\/strong><br>\nDie sogenannte Maskenaff&auml;re ist f&uuml;r die Union sehr peinlich, aber sie verdeckt ein weit gr&ouml;&szlig;eres Problem: Nebent&auml;tigkeiten von Unionsklimapolitikern. Eine Hauptrolle spielt der &Ouml;lstaat Aserbaidschan.<br>\nIm September 2019 sa&szlig; der CDU-Bundestagsabgeordnete Axel Fischer im Studio des Berliner Lokalsenders TV.Berlin und sprach &uuml;ber Klimapolitik. Er l&auml;sterte ein bisschen &uuml;ber angeblich heuchlerische Fridays-for-Future-Proteste: &raquo;Man l&auml;sst sich von seinen Eltern zur Demonstration fahren.&laquo; &raquo;Mit dem SUV!&laquo;, sekundierte sein Gespr&auml;chspartner Peter Brinkmann. Man war sich einig, so ist das bei Brinkmann oft.<br>\nFischer wiederholte einige der &uuml;blichen haltlosen Behauptungen all jener, die nicht von fossilen Brennstoffen lassen wollen. Es m&uuml;sse aber eben sein, so Fischer: &raquo;Die Bundesregierung hat sich zu CO2-Zielen verpflichtet, ob das sinnvoll ist oder nicht, sei dahingestellt.&laquo; Es war nicht schwer zu erraten, wie er selbst das sieht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wissenschaft\/mensch\/strenz-loebel-lintner-pfeiffer-nuesslein-fossile-verbindungen-von-cdu-und-csu-kolumne-a-c5610e21-b2c8-44ea-aa81-fa5f4918f966\">DER SPIEGEL<\/a><\/li>\n<li><strong>Korruptionvorw&uuml;rfe &ndash; Kritik an Karlsruher CDU-Abgeordneten w&auml;chst<\/strong><br>\nAuch der CDU-Bundestagsabgeordnete des Wahlkreises Bruchsal-Schwetzingen Olav Gutting hatte gute Kontakte nach Aserbaidschan. Gegen seinen Parteikollegen Axel Fischer wird wegen Korruption ermittelt.<br>\nDie beiden verbindet einiges. Olav Gutting sitzt f&uuml;r den Nachbarwahlkreis von Axel Fischer im Bundestag. Beide sind in Karlsruhe geboren und im Landkreis aufgewachsen. Beide kennen sich gut und arbeiten seit Jahren zusammen. Und beide haben Verbindungen nach Aserbaidschan. Wie gut Olav Guttings Verbindungen dorthin waren &ndash; hier gehen die Meinungen derzeit auseinander.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.swr.de\/swraktuell\/baden-wuerttemberg\/karlsruhe\/kritik-an-gutting-wegen-aserbaidschankontakten-100.html\">SWR<\/a><\/li>\n<li><strong>CDU-Politiker K&uuml;hne: Lobbyist in eigener Sache<\/strong><br>\nDer CDU-Bundestagsabgeordnete Roy K&uuml;hne setzt im vergangenen Jahr einen millionenschweren Rettungsschirm f&uuml;r Physiotherapeuten durch &ndash; und profitiert mit seinem Unternehmen selbst davon.<br>\nAls Roy K&uuml;hne 2013 in den deutschen Bundestag gew&auml;hlt werden will, stellt er ein Wahlkampfvideo ins Internet. Man sieht Menschen aus seinem Wahlkreis, die sehr angestrengt nette Dinge &uuml;ber ihn sagen. Dazu werden Schriftz&uuml;ge eingeblendet: &ldquo;Der Verl&auml;ssliche&rdquo; und &ldquo;Der Bodenst&auml;ndige&rdquo;. Im Bundestag, sagt K&uuml;hne schlie&szlig;lich in die Kamera, werde er sich f&uuml;r die Menschen in der Region einsetzen. Aus heutiger Sicht muss man annehmen, dass er damit auch sich selbst gemeint hat.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/kuehne-cdu-interessenskonflikt-rettungsschirm-1.5250760\">S&uuml;ddeutsche<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Krieg ist Frieden<\/strong><br>\nEU-Friedensfazilit&auml;t als Anreizsystem f&uuml;r Milit&auml;reins&auml;tze und Waffenlieferungen<br>\nAm 22. M&auml;rz 2021 beschloss die EU die Regelungen f&uuml;r eine Europ&auml;ische Friedensfazilit&auml;t &ndash; klingt ja eigentlich nicht schlecht, k&ouml;nnte man meinen. Bei n&auml;herer Betrachtung entpuppt sich die Bezeichnung allerdings als grob irref&uuml;hrend, geht es dabei doch darum, EU-Milit&auml;reins&auml;tze und Waffenlieferungen an Drittstaaten k&uuml;nftig &bdquo;besser&ldquo; als mit den bisherigen Instrumenten finanzieren zu k&ouml;nnen. Zu allem &Uuml;berfluss wurde die mit &uuml;ber 5 Mrd. Euro ausgestattete Fazilit&auml;t auch noch als Schattenhaushalt (&bdquo;haushaltsexternes Instrument&ldquo;) in einer rechtlichen Grauzone au&szlig;erhalb des EU-Haushaltes angesiedelt. Dies hat unter anderem den &bdquo;Vorteil&ldquo;, dass das Treiben des Finanzinstrumentes der Kontrolle durch das Europ&auml;ische Parlament entzogen ist. Damit hat sich die EU eine gut best&uuml;ckte und unkontrollierbare Kriegskasse zugelegt, um ihre Interessen im Globalen S&uuml;den entweder selbst oder &uuml;ber Stellvertreter &bdquo;effektiver&ldquo; durchzusetzen. (&hellip;)<br>\nVon den 5,7 Mrd. Euro, die &uuml;ber die Friedensfazilit&auml;t zwischen 2021 und 2027 ausgesch&uuml;ttet werden sollen, werden auf dieses Jahr 420 Millionen entfallen &ndash; der deutsche Anteil davon wird 100 Mio. Euro betragen. Davon sollen 28 Mio. Euro f&uuml;r die Finanzierung von Milit&auml;reins&auml;tzen verwendet werden, die dem Einzelplan 14 (&bdquo;Verteidigungshaushalt&ldquo;) entnommen werden. Der Rest &ndash; also 72 Prozent der Gelder &ndash; flie&szlig;t in die Unterst&uuml;tzungsma&szlig;nahmen f&uuml;r Drittstaaten und damit wohl nicht zuletzt in die Subventionierung von R&uuml;stungsexporten.[20]<br>\nEin letzter Skandal rund um die EFF ist dabei die Verortung der Gelder zur &bdquo;Unterst&uuml;tzung&ldquo; der Aufr&uuml;stungsbem&uuml;hungen im Globalen S&uuml;den: Sie werden dem Allgemeinen Haushalt (Einzelplan 60) entnommen und fallen damit nicht dem Milit&auml;rhaushalt &bdquo;zur Last&ldquo;, wo sie aber &ndash; wenn schon &uuml;berhaupt &ndash; hingeh&ouml;ren w&uuml;rden. Viel sinnvoller w&auml;re es aber noch, die Friedensfazilit&auml;t in ihrer aktuellen Form sofort aufzul&ouml;sen und durch ein Instrument zu ersetzen, das diesen Namen auch tats&auml;chlich verdient.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.imi-online.de\/2021\/03\/31\/krieg-ist-frieden\/\">Informationsstelle Militarisierung e.V.<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Alle Infos zu den Osterm&auml;rschen 2021 der Friedensbewegung<\/strong><br>\nDie Osterm&auml;rsche finden in diesem Jahr vom 1. bis zum 5. April statt. Auf der folgenden Seite findest du alle wichtigen Informationen und Termine. Es werden dieses Jahr wieder viele Osterm&auml;rsche stattfinden. Aufgrund der aktuellen Corona-Situation bieten Veranstalter*innen auch alternative Aktionsformen an.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.friedenskooperative.de\/ostermarsch-2021\">Netzwerk Friedenkooperative<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am Wochenende pr&auml;sentieren wir Ihnen einen &Uuml;berblick &uuml;ber die lesenswertesten Beitr&auml;ge, die wir im Laufe der vergangenen Woche in unseren Hinweisen des Tages f&uuml;r Sie gesammelt haben. Nehmen Sie sich ruhig auch die Zeit, unsere werkt&auml;gliche Auswahl der <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?cat=19\">Hinweise des Tages<\/a> anzuschauen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=71254\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-71254","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/71254","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=71254"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/71254\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":71257,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/71254\/revisions\/71257"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=71254"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=71254"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=71254"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}