{"id":71261,"date":"2021-04-05T11:45:33","date_gmt":"2021-04-05T09:45:33","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=71261"},"modified":"2021-08-11T12:33:13","modified_gmt":"2021-08-11T10:33:13","slug":"wie-der-mainstream-gegen-alternative-medien-kaempft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=71261","title":{"rendered":"Wie der Mainstream gegen alternative Medien k\u00e4mpft"},"content":{"rendered":"<p>In den letzten Wochen haben sich die Angriffe deutscher Medien gegen die russische Regierung nochmals zugespitzt &ndash; Stichworte: Nawalny oder die Verhinderung von Nord-Stream-2. Wie erkl&auml;rt man ausl&auml;ndischen Studenten die fragw&uuml;rdigen Mechanismen der deutschen Medienlandschaft? Unser Autor <strong>Ulrich Heyden<\/strong> hat das in einem Vortrag an der Universit&auml;t Woronesch in Russland getan. Dabei zeichnet er auch die Entwicklung seit 2014 nach &ndash; einer Zeit, in der sich viele gro&szlig;e deutsche Medien unter anderem gegen Russland radikalisiert haben. Immerhin alternative Medien w&uuml;rden aber Kritik an den Corona-Ma&szlig;nahmen und an der D&auml;monisierung Russlands &uuml;ben. Wir geben den Vortrag hier wieder. Von Redaktion.<br>\n<!--more--><br>\nWie weit das offizielle Deutschland sich seit der Ukraine-Krise 2014 gegen Russland in Stellung gebracht hat, l&auml;sst sich leicht am Aufruf &bdquo;Wieder Krieg in Europa? Nicht in unserem Namen!&ldquo;[<a href=\"#foot_1\" name=\"note_1\">1<\/a>] nachpr&uuml;fen, der im Dezember 2014 vom ehemaligen Bundespr&auml;sidenten Roman Herzog, dem ehemaligen Bundeskanzler Gerhard Schr&ouml;der, dem Film-Regisseur Wim Wenders und 60 anderen Personen des &ouml;ffentlichen Lebens unterschrieben wurde.<\/p><p>Wer sich den Aufruf &bdquo;Wieder Krieg in Europa?&ldquo; heute durchliest, hat das Gef&uuml;hl, er stammt aus einer anderen Welt. In dem Aufruf wird noch das &bdquo;Sicherheitsbed&uuml;rfnis Russlands&ldquo; anerkannt. Und das, obwohl die Krim damals schon seit neun Monaten mit Russland vereinigt war und es in der Ost-Ukraine schon seit acht Monaten Krieg gab.<\/p><p><strong>Russland als Bedrohung<\/strong><\/p><p>Seit dem Staatsstreich in der Ukraine wird Russland von den gro&szlig;en deutschen Medien in einer Weise d&auml;monisiert, wie es das seit dem Beginn der Entspannungspolitik Ende der 1960er Jahre nicht mehr gab. <\/p><p>Als am 17. Juli 2014 die malaysische Passagiermaschine MH 17 &uuml;ber dem Gebiet Donezk abgeschossen wurde, herrschte in Deutschland schlagartig Kriegsangst, das erste Mal seit der Kuba-Krise 1962. Der Kriegstreiber war nach Meinung der gro&szlig;en deutschen Medien Russland. &bdquo;Stoppt Putin jetzt!&ldquo; stand auf der Titelseite des &bdquo;Spiegel&ldquo;. Au&szlig;erdem sah man auf dem Titelblatt Fotos der bei dem Abschuss get&ouml;teten Passagiere. <\/p><p>Von Russland unterst&uuml;tzte Separatisten h&auml;tten das Flugzeug abgeschossen, so die Behauptung in gro&szlig;en deutschen Medien. Die Recherche-Gruppe Bellingcat hat versucht, mit aus dem Internet gesammelten Fotos nachzuweisen, dass das Flugzeug von einer aus Russland herangefahrenen Buk-Rakete abgeschossen wurde. Doch diese Foto-&bdquo;Recherche&ldquo; reichte nicht aus, um eine juristisch wasserfeste Anklage gegen Russland zu starten. Warum die Ukraine das Kriegsgebiet &uuml;ber Donezk nicht f&uuml;r den Luftverkehr gesperrt hatte, wurde von den deutschen Medien nicht thematisiert. <\/p><p>Um Russland als Bedrohung zu darzustellen, wurden von den Medien seit 2014 immer wieder Themen in Skandal-Wellen hochgepuscht. Russische Geheimdienste seien Schuld an der Vergiftung des ehemaligen KGB-Agenten Sergej Skripal und seiner Tochter Julia in England. Russische Agenten h&auml;tten den Oppositionspolitiker Aleksej Navalny vergiftet und im Berliner Tiergarten einen Georgier, der mit Tschetschenen gegen Russland k&auml;mpfte, umgebracht.  Doch statt Beweisen wurden nur Vermutungen f&uuml;r Russlands Schuld vorgebracht. <\/p><p><strong>Sieben Jahre Trommelfeuer<\/strong><\/p><p>&bdquo;Das Sicherheitsbed&uuml;rfnis der Russen ist so legitim und ausgepr&auml;gt wie das der Deutschen, der Polen, der Balten und der Ukrainer&ldquo;, hei&szlig;t es in dem Aufruf von 2014. Weiter hei&szlig;t es:<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Leitartikler und Kommentatoren d&auml;monisieren ganze V&ouml;lker, ohne deren Geschichte ausreichend zu w&uuml;rdigen. Jeder au&szlig;enpolitisch versierte Journalist wird die Furcht der Russen verstehen, seit NATO-Mitglieder 2008 Georgien und die Ukraine einluden, Mitglieder im B&uuml;ndnis zu werden.&ldquo;\n<\/p><\/blockquote><p>Sieben Jahre Verd&auml;chtigungen und mediales Trommelfeuer gegen Russland haben ihre Wirkung nicht verfehlt. &Uuml;ber ein &bdquo;Sicherheitsbed&uuml;rfnis&ldquo; von Russland wagt heute kaum noch ein Journalist oder Politiker zu sprechen. Fast alle Gegenstimmen wurden ins au&szlig;erparlamentarische Abseits gedr&auml;ngt. <\/p><p>Dass sich seit 2014 vermehrt alternative Medien gr&uuml;ndeten und Friedensaktionen gestartet wurden <em>(Anmerkung der Redaktion: Die ersten Beitr&auml;ge auf den NachDenkSeiten sind bereits 2003 erschienen)<\/em>, sah die politische Elite in Deutschland als Bedrohung ihrer Macht. Die Kritiker wurden als Bedrohung f&uuml;r die Demokratie hingestellt. Seit 2015 erscheinen j&auml;hrlich Studien von staatlichen sowie von Parteien finanzierten Stiftungen, welche versuchen, die alternativen Medien in die Ecke von Rechtsextremisten, Antisemiten und Spinnern zu r&uuml;cken. <\/p><p>Den Anfang machte 2015 die gewerkschaftsnahe Otto-Brenner-Stiftung mit ihrer &bdquo;Querfront&ldquo;-Studie[<a href=\"#foot_2\" name=\"note_2\">2<\/a>]. In der von dem ehemaligen Chefredakteur der Frankfurter Rundschau, Wolfgang Storz, herausgegebenen Studie wird vor einer &bdquo;Querfront&ldquo; von Friedensaktivisten und anti-liberalen rechten Kr&auml;ften gewarnt. Es wurde behauptet, in dem sich neu herausbildenden alternativen Spektrum fehlten &bdquo;positive Bekenntnisse zur demokratisch-repr&auml;sentativen Gesellschaftsordnung und den ihr zugrunde liegenden Werten&ldquo;. Nach einem au&szlig;ergerichtlichen rechtlichen Streit zwischen Video-Blogger Ken Jebsen und der Otto Brenner Stiftung, in dem Jebsen der Stiftung unzul&auml;ssige Verallgemeinerungen vorwarf, &uuml;berarbeitete Storz die Studie[<a href=\"#foot_3\" name=\"note_3\">3<\/a>]. <\/p><p><strong>Zentralisierung im Medienmarkt<\/strong><\/p><p>Um zu verstehen, warum es der politischen Elite in Deutschland gelang, die Medien auf einen aggressiv antirussischen Kurs zu trimmen, muss man sich die wirtschaftliche und politische Entwicklung der letzten zehn Jahre noch einmal vor Augen f&uuml;hren. <\/p><p>Das alte Modell eines Parteien-Systems mit zwei f&uuml;hrenden gro&szlig;en Volksparteien &ndash; der CDU\/CSU und der SPD &ndash; ist zerbrochen. Die Gr&uuml;nen wurden zur neuen Volkspartei. Die Rechtspopulisten von der AfD erreichten bei den letzten Bundestagswahlen 16,5 Prozent der Stimmen. <\/p><p>Der Graben zwischen einer kleinen Schicht sehr reicher Menschen und einer gro&szlig;en Zahl von Menschen, die am Rand des Existenzminimums leben, wird immer gr&ouml;&szlig;er. 20 Prozent der Kinder in Deutschland leben heute in armen Familien. Sie k&ouml;nnen sich keinen Urlaub leisten und haben Probleme, sich neue Kleidung zu kaufen. <\/p><p>Es ist verr&uuml;ckt. W&auml;hrend die Zahl ungel&ouml;ster sozialer und politischer Fragen in Deutschland rasant zunimmt, bricht ein wichtiger Teil der Medienwelt, deren Aufgabe es ist, Probleme in der Gesellschaft zu beleuchten, weg. Die Tageszeitungen in Deutschland erleben ihre gr&ouml;&szlig;te Krise seit 1945. Seit zehn Jahren schon sinken die Auflagen auch f&uuml;hrender Medien wie Bild und Spiegel. Die Medien haben massiv an Vertrauen verloren. Sie geben keine Antworten auf die brennenden Fragen der Zeit.<\/p><p>In den Zeitungsredaktionen gibt es immer neue Entlassungswellen. Die Redaktionen der Regionalzeitungen schreiben ihre Berichte &uuml;ber Bundespolitik und Wirtschaft oft nicht mehr selbst, sondern beziehen Texte zu diesen Themen vom &bdquo;Redaktionsnetzwerk Deutschland&ldquo; in Berlin, das 50 Regionalzeitungen beliefert.[<a href=\"#foot_4\" name=\"note_4\">4<\/a>] <\/p><p>Wenn man fr&uuml;her in deutschen Bahnhofskiosken an die Zeitungsst&auml;nde ging, fand man Regionalzeitungen mit unterschiedlichen Themen und &Uuml;berschriften. Heute sieht man oft nur noch die gleichen Themen und fast gleiche &Uuml;berschriften. Diese Entwicklung erinnert an die Sowjetunion, wo die Prawda von sich behauptete, sie &ndash; und niemand sonst &ndash; verbreite die Wahrheit.<\/p><p><strong>&bdquo;Effektivierung&ldquo; in allen Bereichen<\/strong><\/p><p>In Deutschland war man bisher der Meinung, dass man in einer voll entwickelten Demokratie lebt. Doch wie kann eine Demokratie funktionieren, wenn viele Zeitungen das Gleiche berichten? Wenn es keine Reportagen mehr aus sozialen Brennpunkten und anderen L&auml;ndern gibt?<\/p><p>Alles, was man in Deutschland zentralisieren und effektivieren kann, wurde einer gnadenlosen &bdquo;Modernisierung&ldquo; unterworfen. Krankenh&auml;user wurden privatisiert, die Ausgaben f&uuml;r Bildung gek&uuml;rzt, Zeitungsredaktionen ausged&uuml;nnt oder ganz entlassen.<\/p><p>Fr&uuml;her gab es in Deutschland dicke Zeitungen, wie die Wochenzeitung &bdquo;Zeit&ldquo; und die Frankfurter Rundschau. Der gut ausgebildete Teil der Bev&ouml;lkerung, wie &Auml;rzte, Juristen und Wissenschaftler, die eine sechsj&auml;hrige Ausbildung durchlaufen hatten, haben diese dicken Zeitungen gelesen und f&uuml;hlten sich als Tr&auml;ger ziviler Werte. Man glaubte an die Philosophie der Aufkl&auml;rung, wo die Wahrheit nicht mehr von der Kirchenkanzel verk&uuml;ndet wird, sondern wo der B&uuml;rger selbst die Fakten analysiert und seine eigenen Schl&uuml;sse zieht. Das war das Ideal des aufgekl&auml;rten B&uuml;rgers.<\/p><p>Heute leben wir in einer Zeit des Populismus. Selbst gro&szlig;e Teile einer Mittelschicht, die sich f&uuml;r aufgekl&auml;rt halten, wechselten auf die Seite der Populisten, welche die Welt mit einfachen Schwarz-Wei&szlig;-Bildern, in Imperien der &bdquo;b&ouml;sen&ldquo; und der &bdquo;guten&ldquo; L&auml;nder aufteilte.   <\/p><p>Das wohlhabende Bildungsb&uuml;rgertum als stabiler Faktor und Werte-Tr&auml;ger schmilzt ab. Die Mittelschicht in Deutschland verarmt. Die Auflagen selbst angesehener Zeitungen und Magazine sinken. Nur noch die Wochenzeitung &bdquo;Die Zeit&ldquo; und die FAZ k&ouml;nnen ein umfangreiches intellektuelles Angebot liefern und sich Auslandskorrespondenten leisten. Der Berliner &bdquo;Tagesspiegel&ldquo; leistet sich nur noch einen einzigen Auslandskorrespondenten und der sitzt in Washington. Auslandskorrespondenten sind zum Luxus geworden, den sich nur noch wenige Zeitungen leisten k&ouml;nnen. <\/p><p>So ist im Zeitungsmarkt eine intellektuelle W&uuml;ste entstanden, in der es nur noch wenige Oasen gibt. Linke Zeitungen mit analytischem Anspruch, wie die taz und das Neue Deutschland, passen sich an den Mainstream an. <\/p><p>Das Neue Deutschland, das jahrzehntelang ausf&uuml;hrlich und konstruktiv-kritisch &uuml;ber Russland berichtete, vermeidet heute &auml;ngstlich alles, was man als Putin-nah auslegen k&ouml;nnte. So berichtete das ND mit keinem Wort &uuml;ber die K&uuml;ndigung der Konten von RT deutsch durch die Commerzbank. Was soll man von diesem Schweigen halten? Sind die Mitarbeiter von RT deutsch keine Kollegen? Denkt man in der Redaktion des ND jetzt schon so wie der Mainstream, der immer wieder verk&uuml;ndet, die Mitarbeiter von RT deutsch seien &bdquo;keine Journalisten&ldquo;, sondern &bdquo;Kreml-Propagandisten&ldquo;?<\/p><p>Weil sich die brennenden Fragen der Menschen in den Zeitungen immer weniger widerspiegelten, bekamen ab 2014 alternative Medien, wie die NachDenkSeiten, Rubikon, Ken FM, RT deutsch und viele andere enormen zus&auml;tzlichen Zulauf, und das, obwohl sie von den gro&szlig;en Medien als Verschw&ouml;rungstheoretiker und Antisemiten verteufelt wurden.<\/p><p><strong>Sperrfeuer gegen RT deutsch<\/strong><\/p><p>Merkw&uuml;rdig. Wie schon 2015 &uuml;bernahm es nochmals eine Gewerkschaft, gegen die &bdquo;neue Gefahr&ldquo; vorzugehen. Im Januar 2019 forderte der Bundesvorsitzende des Deutschen Journalisten-Verbandes (DJV), Frank &Uuml;berall, die Landesmedienanstalten auf, dem Kanal Russia Today f&uuml;r seine Website RT deutsch keine Rundfunklizenz zu erteilen. &Uuml;berall erkl&auml;rte, &bdquo;Russia today ist f&uuml;r uns kein Informationsmedium, sondern ein Propagandainstrument des Kreml&ldquo;. &bdquo;Russland Today hat in der Vergangenheit immer wieder Geschichten erfunden oder tats&auml;chliche Ereignisse einseitig dargestellt.&ldquo; <\/p><p>Seit dem Vorsto&szlig; des DJV-Vorsitzenden gibt es f&uuml;r RT deutsch keine Ruhe. Im Oktober 2020 erschien eine Studie der Naumann-Stiftung, in welcher der sch&auml;dliche Einfluss russischer Medien auf Deutschland beschrieben[<a href=\"#foot_5\" name=\"note_5\">5<\/a>] wird. <\/p><p>Ende Februar 2021 erkl&auml;rte die Commerzbank, man werde die Konten von RT deutsch Ende Mai schlie&szlig;en. Eine Suche nach einer anderen Bank, bei der RT deutsch Konten er&ouml;ffnen kann, blieb ohne Erfolg. <\/p><p>Als Reaktion auf die finanzielle Abschn&uuml;rung von RT deutsch k&uuml;ndigte das russische Au&szlig;enministerium, vertreten durch Maria Sacharowa, Ma&szlig;nahmen gegen deutsche Korrespondenten in Russland an.[<a href=\"#foot_6\" name=\"note_6\">6<\/a>] <\/p><p>Daraufhin drehte der deutsche Au&szlig;enminister Heiko Maas, der sich bisher nicht zu der Kontensperrung gegen RT deutsch ge&auml;u&szlig;ert hatte, den Spie&szlig; um. Er forderte von Russland, dass deutsche Korrespondenten in ihrer Arbeit nicht behindert werden d&uuml;rfen.<\/p><p>Maas bestreitet, dass die Konto-K&uuml;ndigungen f&uuml;r RT deutsch von deutschen Beh&ouml;rden durchgesetzt wurden. Gegen&uuml;ber der Deutschen Welle erkl&auml;rte der Au&szlig;enminister:<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;Wir halten uns an die Regeln der Pressefreiheit. Unabh&auml;ngig davon, ob die Organe, die hier journalistisch t&auml;tig sind, Nachrichten produzieren, die uns gefallen oder nicht.&ldquo;\n<\/p><\/blockquote><p>Das ist nat&uuml;rlich Heuchelei. Erstens h&auml;lt der Bund 15 Prozent der Aktien bei der Commerzbank und zweitens kann es kein Zufall sein, dass 20 Banken, bei denen RT deutsch wegen der Er&ouml;ffnung eines neuen Kontos anfragte, entweder nicht antworteten oder das Gesuch ablehnten. <\/p><p>Wie gro&szlig; die Angst vor alternativen Medien ist, zeigte auch eine Intervention von Redakteuren der S&uuml;ddeutschen Zeitung. In dem Beitrag &bdquo;St&ouml;rsender&ldquo;[<a href=\"#foot_7\" name=\"note_7\">7<\/a>] dachten sie laut dar&uuml;ber nach, ob man nicht St&ouml;renfriede, welche die Bundespressekonferenz als &bdquo;B&uuml;hne f&uuml;r Verschw&ouml;rungsmythen und Fake News nutzen&ldquo;, von der Veranstaltung ausschlie&szlig;en k&ouml;nne.[<a href=\"#foot_8\" name=\"note_8\">8<\/a>] Namentlich genannt wurden die Journalisten Florian Warweg von RT deutsch und Boris Reitschuster. Die beiden Journalisten unterwerfen sich den Anpassungs- und Schweige-Ritualen der Hauptstadt-Journalisten nicht und stellen immer wieder kritische und f&uuml;r die Bundesregierung &auml;u&szlig;erst unangenehme Fragen. <\/p><p><strong>Seit der Corona-Krise weht f&uuml;r die Alternativen ein scharfer Wind<\/strong><\/p><p>Neben den &bdquo;Russland-Verstehern&ldquo; und RT deutsch wurde von den Medien noch eine weitere Gruppe ins Visier genommen, die sogenannten Verschw&ouml;rungstheoretiker. Diese Leute sammeln sich nach Meinung der Mainstream-Medien etwa um den Video-Kanal von Ken Jebsen. Der inzwischen abgeschaltete Kanal bei YouTube hatte eine halbe Million Abonnenten.<\/p><p>Als Verschw&ouml;rungstheoretiker werden (unter anderem) die bezeichnet, welche vermuten, dass die Politiker mit den Anti-Corona-Ma&szlig;nahmen nicht die Bev&ouml;lkerung sch&uuml;tzen, sondern eine Herrschaft &uuml;ber die Bev&ouml;lkerung aus&uuml;ben wollen. Die sogenannten Verschw&ouml;rungstheoretiker treten demnach auf gegen Impfzwang, die Aushebelung von Grundrechten und die totale Kontrolle des Individuums.<\/p><p>Google und seine YouTube-Tochter gingen in die Offensive. Am 27. Oktober 2020 war auf dem YouTube-Kanal des popul&auml;ren Video-Bloggers Ken Jebsen kein Video mehr zu sehen. Jebsen hatte alle Videos vom Kanal genommen, weil er eine zweite Verwarnung von YouTube bekommen hatte. Anlass war ein Interview mit dem Rechtsanwalt der Bewegung Querdenken-711, Markus Haintz. Einen dritten Strike &ndash; also die endg&uuml;ltige Abschaltung des Kanals &ndash; wollte Jebsen nicht abwarten. Doch YouTube reichte dieser Teilr&uuml;ckzug nicht. Man l&ouml;schte den Kanal. <\/p><p>Das n&auml;chste Opfer von YouTube war das Portal Rubikon. Das 2017 gegr&uuml;ndete Internetportal wurde 2020 zu einer popul&auml;ren Diskussionsplattform f&uuml;r Kritiker der Corona-Ma&szlig;nahmen. Am 13. November 2020 wurde der Kanal ohne Begr&uuml;ndung von YouTube abgeschaltet.<\/p><p>So viel ist sicher: Wir gehen interessanten Zeiten entgegen. Die Nachfrage nach alternativen Medien ist gro&szlig;. Viele Menschen haben erkannt, dass man f&uuml;r alternative Medien seine freie Zeit und auch Geld spenden muss, will man sich nicht von den gro&szlig;en Medien und der Regierungspropaganda einwickeln lassen. <\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><em>Dieser Text ist eine &uuml;berarbeitete Fassung <a href=\"https:\/\/youtu.be\/4gWrRUsnPsk\">eines Vortrags<\/a>, den der Autor am 24. M&auml;rz 2021 vor Studenten der romanisch-deutschen philologischen Fakult&auml;t der Universit&auml;t Woronesch hielt. Die Stadt liegt 500 Kilometer s&uuml;dlich von Moskau. <\/em><\/p><p>Ttielbild: lonndubh \/ Shutterstock<\/p><div class=\"moreLikeThis\">\n<strong>Mehr zum Thema<\/strong>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=70608\">Gegen Russland und RT: Feindbild-Aufbau und EU-Propaganda<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=70046\">Reitschuster, RT und die Grabes-Ruhe der Bundespressekonferenz<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=70862\">Corona: Die Panikmache der Medien ist das gr&ouml;&szlig;te Problem<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=69883%20\">Alternativmedien im Visier der Medienanstalten<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=69807\">Kriegstreiber gegen Russland: Das &bdquo;Spiel mit dem Feuer&ldquo; wird ernst!<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=69417\">Nawalny, Proteste und die Doppelstandards der Medien<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=68867\">Nord Stream 2: &bdquo;Putins Pipeline&ldquo; und die Verteidiger der US-Sanktionen<\/a>\n<\/p><\/div><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><div class=\"footnote\">\n<p>[<a href=\"#note_1\" name=\"foot_1\">&laquo;1<\/a>] <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/2014-12\/aufruf-russland-dialog\">zeit.de\/politik\/2014-12\/aufruf-russland-dialog<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_2\" name=\"foot_2\">&laquo;2<\/a>] <a href=\"https:\/\/www.otto-brenner-stiftung.de\/wissenschaftsportal\/informationsseiten-zu-studien\/studien-2015\/querfront\/\">otto-brenner-stiftung.de\/wissenschaftsportal\/informationsseiten-zu-studien\/studien-2015\/querfront\/<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_3\" name=\"foot_3\">&laquo;3<\/a>] <a href=\"https:\/\/www.otto-brenner-stiftung.de\/fileadmin\/user_data\/stiftung\/02_Wissenschaftsportal\/02_Infoseiten\/AP18\/2015_10_19_ErklaerungOBS.pdf\">Otto Brenner Stiftung<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_4\" name=\"foot_4\">&laquo;4<\/a>] <a href=\"https:\/\/www.neues-deutschland.de\/artikel\/1149765.zeitungskrise-stirbt-die-zeitung-aus.html\">neues-deutschland.de\/artikel\/1149765.zeitungskrise-stirbt-die-zeitung-aus.html<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_5\" name=\"foot_5\">&laquo;5<\/a>] <a href=\"https:\/\/shop.freiheit.org\/#!\/Publikation\/941\">shop.freiheit.org\/#!\/Publikation\/941<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_6\" name=\"foot_6\">&laquo;6<\/a>] <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=70819\">nachdenkseiten.de\/?p=70819<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_7\" name=\"foot_7\">&laquo;7<\/a>] <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/medien\/bundespressekonferenz-verschwoerungsmythen-1.5209919?reduced=true\">sueddeutsche.de\/medien\/bundespressekonferenz-verschwoerungsmythen-1.5209919?reduced=true<\/a><\/p>\n<p>[<a href=\"#note_8\" name=\"foot_8\">&laquo;8<\/a>] <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=70046\">nachdenkseiten.de\/?p=70046<\/a><\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In den letzten Wochen haben sich die Angriffe deutscher Medien gegen die russische Regierung nochmals zugespitzt &ndash; Stichworte: Nawalny oder die Verhinderung von Nord-Stream-2. 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