{"id":71289,"date":"2021-04-04T11:45:17","date_gmt":"2021-04-04T09:45:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=71289"},"modified":"2021-04-05T12:27:37","modified_gmt":"2021-04-05T10:27:37","slug":"der-us-alliierte-krieg-gegen-den-irak-ein-gerechter-krieg-feiert-seinen-30-geburtstag","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=71289","title":{"rendered":"Der US-alliierte Krieg gegen den Irak. Ein \u201egerechter Krieg\u201c feiert seinen 30. Geburtstag"},"content":{"rendered":"<p><b>Ein Masterplan f&uuml;r einen Krieg aus edlen und selbstlosen Gr&uuml;nden, die nicht nur f&uuml;r alte Militaristen gut sind.<\/b> Es liegt nun 30 Jahre zur&uuml;ck, als US-alliierte Truppen in den Irak einmarschiert waren. Es lohnt sich, Bilanz zu ziehen. Denn heute lassen sich viel sicherer Versprechen, Propaganda und Wirklichkeiten auseinanderhalten. Und es gibt noch einen sehr aktuellen Anlass, auf diesen &sbquo;Zweiten Golfkrieg&lsquo; zur&uuml;ckzublicken. Damals taten jene, die dem &bdquo;Realofl&uuml;gel&ldquo; der GR&Uuml;NEN nahestanden, alles, um den Pazifismus &uuml;ber Bord zu werfen. Heute machen sich Teile der Partei DIE LINKE dieselben Gedanken. Wie kann man sich als Koalitionspartner anbieten und gleichzeitig ein wesentliches Erkennungszeichen der LINKEN, keinen Kriegseins&auml;tzen zuzustimmen, aushebeln? Von <b>Wolf Wetzel<\/b>.<\/p><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_8088\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-71289-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/210401_Der_US_alliierte_Krieg_gegen_den_Irak_Ein_gerechter_Krieg_feiert_seinen_30_Geburtstag_NDS.mp3?_=1\"><\/source><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/210401_Der_US_alliierte_Krieg_gegen_den_Irak_Ein_gerechter_Krieg_feiert_seinen_30_Geburtstag_NDS.mp3\">https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/210401_Der_US_alliierte_Krieg_gegen_den_Irak_Ein_gerechter_Krieg_feiert_seinen_30_Geburtstag_NDS.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/210401_Der_US_alliierte_Krieg_gegen_den_Irak_Ein_gerechter_Krieg_feiert_seinen_30_Geburtstag_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=71289-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/210401_Der_US_alliierte_Krieg_gegen_den_Irak_Ein_gerechter_Krieg_feiert_seinen_30_Geburtstag_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"210401_Der_US_alliierte_Krieg_gegen_den_Irak_Ein_gerechter_Krieg_feiert_seinen_30_Geburtstag_NDS.mp3\">Download<\/a><\/p><p><i>Lesen Sie zum Thema auf den NachDenkSeiten auch: Jakob Reimann &ndash; <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=70630\">&bdquo;Seit 30 Jahren bombardieren die USA den Irak&ldquo;<\/a><\/i><\/p><p>Man wird nicht f&uuml;r die totale &Uuml;berraschung sorgen, wenn man feststellt, dass die &sbquo;guten&lsquo; Gr&uuml;nde, die heute daf&uuml;r angef&uuml;hrt werden, dieselben sind, die man vor 30 Jahren aus dem Hut gezaubert hatte.<\/p><p>Dieser Beitrag wird sich also der Beantwortung der Fragen widmen, die heute so brisant sind wie vor 30 Jahren:<\/p><ul>\n<li><i>Halten die Gr&uuml;nde, die man damals f&uuml;r einen Krieg anf&uuml;hrte, einer &Uuml;berpr&uuml;fung stand?<\/i><\/li>\n<li><i>Waren die Gr&uuml;nde vorgeschoben, um ganz andere Kriegsziele damit zu verschleiern?<\/i><\/li>\n<li><i>Gibt es so etwas wie einen &bdquo;gerechten&ldquo; Krieg, den imperiale Staaten vorgeben zu f&uuml;hren?<\/i><\/li>\n<li><i>Wer hat tats&auml;chlich von diesem Krieg profitiert? Die Bev&ouml;lkerung, die Unterdr&uuml;ckten oder jene, f&uuml;r die sich ein Krieg auszahlen muss?<\/i><\/li>\n<\/ul><p>Am 2.8.1990 marschierten irakische Truppen in den Kuwait ein. Was anfangs wie ein regionaler, inner-arabischer Konflikt aussah, entwickelte sich in den folgenden Monaten zum ersten US-alliierten Krieg in der Golfregion nach dem Zweiten Weltkrieg.<\/p><p>Die Gr&uuml;nde f&uuml;r die offenen Kriegsdrohungen der USA gegen den Irak variierten, je nach Zielgruppe und Geschmack: Mal war es die Besetzung des Kuwaits, ein anderes Mal die Behauptung, der Irak st&uuml;nde kurz vor dem Besitz einsatzf&auml;higer Atomwaffen. Dazwischen waren auch weniger edle Kriegsgr&uuml;nde, schlicht &ouml;konomische und strategische Interessen der USA, vernehmbar. Diese bekamen die Soldaten in Saudi-Arabien zu h&ouml;ren, denen der damalige US-Pr&auml;sident Georg Bush im November 1990 einen Besuch abstattete: Die &bdquo;<i>wirtschaftliche Lebensader der Welt<\/i>&ldquo;[<a href=\"#foot_1\" name=\"note_1\">1<\/a>] sei bedroht. Von diesen sehr schn&ouml;den Gr&uuml;nden eines selbsternannten &bdquo;Weltpolizisten&ldquo; h&ouml;rten die Soldaten in der W&uuml;ste, im Westen ganz wenige.<\/p><p>Was im Westen als &uuml;bermenschliche Zur&uuml;ckhaltung und gr&ouml;&szlig;tm&ouml;glichste Geduld verkauft wurde, war alleine dem Umstand geschuldet, dass die USA und ihre Alliierten diese Zeit ben&ouml;tigten, um den gr&ouml;&szlig;ten Truppenaufmarsch in der Golfregion nach dem Zweiten Weltkrieg abzuschlie&szlig;en: &bdquo;<i>Bis Ende 1990 wurde eine aus 676.000 Soldaten, 3.600 Panzern, 1.740 Kampfflugzeugen und 150 Kriegsschiffen bestehende Streitmacht f&uuml;r die R&uuml;ckeroberung Kuwaits stationiert. Die USA stellten etwa zwei Drittel der Truppen<\/i>.&ldquo;[<a href=\"#foot_2\" name=\"note_2\">2<\/a>]<\/p><p>Parallel dazu hatten westliche Regierungen alle H&auml;nde voll zu tun, den einstigen Freund und Verb&uuml;ndeten, Saddam Hussein, in einen &bdquo;Schl&auml;chter&ldquo; und &bdquo;Diktator&ldquo; umzur&uuml;sten, um so die innere Anti-Kriegs-Opposition auf ihrem eigenen Terrain schlagen zu k&ouml;nnen. Erstaunlicherweise verfingen all die Kriegsl&uuml;gen am Anfang kaum. Zu durchsichtig waren die milit&auml;rischen, imperialen und &ouml;konomischen Interessen der US-Alliierten in der Golf-Region, in der billiges &Ouml;l und diktatorische Regime auf das Vortrefflichste die Interessen des Westens bedienten.<\/p><p><b>Operation W&uuml;stensturm<\/b><\/p><p>Am 17. Januar 1991 begannen die US-Alliierten mit der &sbquo;Operation W&uuml;stensturm&lsquo; die Bombardierung des Iraks. Noch am selben Abend kam es in vielen St&auml;dten und an vielen Orten in der BRD zu Demonstrationen und Kundgebungen. In Frankfurt beteiligten sich &uuml;ber 4.000 KriegsgegnerInnen an einer spontanen Demonstration. Das Spektrum, das sich in den folgenden Wochen zum Teil t&auml;glich zu Demonstrationen und Kundgebungen versammelte, war breit, heterogen und widerspr&uuml;chlich: Es reichte von Friedensbewegten, den GR&Uuml;NEN, gewerkschaftlich Organisierten, SPD-Mitgliedern und Funktion&auml;ren bis hin zu Anti-Kriegsgruppen und autonomen Gruppierungen.<\/p><p>Um einiges schemenhafter war die Kriegsberichterstattung. Bilder wie aus einem OP-Kreissaal: gr&uuml;nes, flackerndes Licht, schemenhafte Umrisse des &sbquo;B&ouml;sen&lsquo;, ein Fadenkreuz, ein Ziel, ein chirurgischer Eingriff, eine Rauchwolke. Tag und Nacht bombardierten die US-Alliierten &sbquo;legitime Ziele&lsquo; im Irak und wie durch ein (Fernseh-)Wunder kam dabei niemand &ndash; medial &ndash; um. Keine Toten, keine Verletzten, keine Verw&uuml;stungen.<\/p><p>&sbquo;<i>Kein Blut f&uuml;r &Ouml;l<\/i>&lsquo; &ndash; zumindest die Bilder des Krieges kamen diesem Wunsch auf verlogene Weise entgegen.<\/p><p>Der US-alliierte Bombenkrieg gegen den Irak wurde mit &uuml;ber 2.000 Luftangriffen tagt&auml;glich fortgesetzt, die &Auml;sthetisierung des Krieges auch. Ein Krieg, der sich in der medialen Aufl&ouml;sung als Computerspiel anbot. Die schlichte Tatsache, dass in diesem Krieg bereits Tausende ums Leben gekommen waren, mutierte zum antiamerikanischen Ressentiment.<\/p><p><b>Opfer, die sich sehen lassen k&ouml;nnen<\/b><\/p><p>Am 18.1.1991 feuerte das irakische Milit&auml;r acht Scud-Raketen auf Israel. F&uuml;nf weitere Raketenangriffe folgten. Schlagartig &auml;nderte sich die Kriegsberichterstattung. Der Krieg bekam nun Opfer, die sich sehen lassen konnten. Im US-alliierten Krieg gegen den Irak l&ouml;sten sich die Opfer in der Abstraktion des Sichtbargemachten, d.h. in Wohlgefallen auf. In Israel wurde der Zusammenhang zwischen einem milit&auml;rischen Angriff und den gewollten Zerst&ouml;rungen wiederhergestellt. T&auml;glich waren Bilder von zerst&ouml;rten H&auml;usern, von Verletzten, von Raketenkratern zu sehen, die ihr Ziel verfehlten. Menschen wurden sichtbar, die Angst hatten, die sich furchtsam erinnerten, die sich vor neuen Angriffen zu sch&uuml;tzen suchten. Eine perfekte mediale Inszenierung, die psychologisch als Verschiebung beschrieben werden kann: Die Opfer des US-alliierten Krieges gegen den Irak wurden in Israel betrauert.<\/p><p>Die Scud-Raketen verfolgten vor allem ein politisches Ziel. Die irakische Regierung wollte mit dem gemeinsamen Feind &bdquo;Israel&ldquo; in der arabischen Welt um politischen und milit&auml;rischen Beistand werben.<\/p><p>Unter milit&auml;rischen Gesichtspunkten waren die Scud-Raketen ein gefundenes Fressen &ndash; f&uuml;r ihre Gegner: &bdquo;<i>Zwar hatten wir Dutzende von Raketeneinschl&auml;gen [&hellip;] Trotz Angst und Stress und beinahe t&auml;glicher [&hellip;] Alarme ist dieser Krieg f&uuml;r uns ein &sbquo;Krieg de luxe&lsquo;, so der ehemalige Verteidigungsminister Jizchak Rabin<\/i>.&ldquo;[<a href=\"#foot_3\" name=\"note_3\">3<\/a>]<\/p><p>Auch politisch verfehlten die Scud-Raketen ihr Ziel fast g&auml;nzlich. Das Kalk&uuml;l, die &sbquo;arabischen Br&uuml;derv&ouml;lker&lsquo; an die Seite des Iraks zu bomben, den Israel\/Pal&auml;stina-Konflikt zu instrumentalisieren, ging nicht auf.<\/p><p>Die Scud-Raketen schlugen auch in Deutschland ein, mitten in eine ehemalige, au&szlig;erparlamentarische Linke, die sich im Wesentlichen in und um die Gr&uuml;nen sammelte. Noch pr&auml;sentierten sich die Gr&uuml;nen als Oppositionspartei, die sich programmatisch als pazifistisch verortete und jede deutsche Beteiligung an Kriegseins&auml;tzen kategorisch ablehnte. Realpolitisch stand aber auch fest, dass alle Weichen auf Regierungsbeteiligung gestellt wurden. Damit war klar, dass der Pazifismus geopfert werden musste. Denn eine Regierungsbeteiligung schloss mehr denn je ein, endlich auch bei Kriegseins&auml;tzen dabei zu sein und die bis dahin g&uuml;ltige Maxime &bdquo;<i>Nie wieder Auschwitz &ndash; Nie wieder Krieg<\/i>&ldquo; auf den M&uuml;llhaufen der Geschichte zu werfen.<\/p><p>Die Scud-Raketen auf Israel waren die ideale Gelegenheit, die Maxime sogar umzukehren: Um ein zweites &sbquo;Auschwitz&lsquo; zu verhindern, muss man Krieg f&uuml;hren!<\/p><p><strong>Unser Hundesohn<\/strong><\/p><p>&Uuml;ber 25 Jahre war das irakische Regime, war Saddam Hussein &bdquo;unser Mann im Orient&ldquo;. Das irakische Regime war einer der wenigen s&auml;kularisierten Staaten in dieser Region. Kein Koran, kein Islam und vor allem kein religi&ouml;ser Fundamentalismus bestimmten die politischen Maxime der irakischen Diktatur, sondern &ndash; ganz im Sinne westlicher Lehren &ndash; pragmatische &Uuml;berlegungen. Auch ideologisch war das Regime nicht festgelegt. Man machte mit allen Gesch&auml;fte und Politik, sei&rsquo;s mit der UdSSR oder dem Westen. Hauptsache war, dass es dem eigenen Regime n&uuml;tzlich und vorteilhaft erschien. Kurzum, das Regime war ganz von westlicher Rationalit&auml;t gepr&auml;gt. Es unterdr&uuml;ckte die islamische wie kommunistische Opposition im eigenen Land, verbot die Kommunistische Partei und lie&szlig; deren Anh&auml;nger hinrichten. Der Kampf der KurdInnen um Autonomie wurde mit allen Mitteln eines modernen, aufgekl&auml;rten Staates verfolgt (im eigenen Land), missbraucht (im Krieg gegen den Iran) und hintertrieben (mit Hilfe von nie eingel&ouml;sten Zugest&auml;ndnissen wie dem Autonomiestatus aus dem Jahre 1970) &ndash; ganz und gar nicht besonders orientalisch oder &sbquo;uns&lsquo; gar fremd. <\/p><p>Der Nahost-Experte im Pentagon, Howard Teicher, brachte es auf den Punkt: Saddam Hussein mochte &bdquo;<i>ein Hundesohn sein, aber er war unser Hundesohn<\/i>&ldquo;[<a href=\"#foot_4\" name=\"note_4\">4<\/a>].<\/p><p>All diese ganz normalen, &uuml;blichen Verbrechen dieses irakischen Regimes waren weder f&uuml;r sich, noch zusammengenommen jemals ein Grund f&uuml;r den Westen, das Regime fallenzulassen. Im Gegenteil: Sie waren Bedingung f&uuml;r wirtschaftliche, politische und milit&auml;rische Zusammenarbeit mit der &sbquo;freien Welt&lsquo;. Eine geradezu grandiose Karriere als Mann des Westens machte das Milit&auml;rregime Saddam Hussein, als das irakische Milit&auml;r 1980 den Iran &uuml;berfiel. Das Blut floss, die Kredite flossen, das &Ouml;l floss und der &sbquo;freie Westen&lsquo; verdiente an allem blendend und reichlich. Alles war in bester Ordnung. In dem acht Jahre dauernden Krieg verlor der &sbquo;freie Westen&lsquo; weder ein Wort &uuml;ber ein UN-Ultimatum, ein Wirtschafts- oder Waffenembargo oder gar eine Drohung, milit&auml;risch zu intervenieren, um dieses eine Million Menschenleben kostende Massaker zu beenden. &bdquo;<i>Zynisch und skrupellos wurden Iraner und Iraker dabei gegeneinander ausgespielt; Traumergebnis f&uuml;r die USA war ein Patt der beiden verfeindeten Staaten im Golfkrieg<\/i>&ldquo;[<a href=\"#foot_5\" name=\"note_5\">5<\/a>].<\/p><p><strong>Im Namen des V&ouml;lkerrechts<\/strong><\/p><p>Um einen Krieg zu f&uuml;hren, ist es unklug zu sagen, dass man es gewohnt ist, die Welt zu beherrschen &ndash; erst recht, wenn der Kolonialismus in seiner alten Form zu kostspielig geworden ist.<\/p><p>Es m&uuml;ssen also edle, uneigenn&uuml;tzige Gr&uuml;nde sein, f&uuml;r die man in den Krieg ziehen kann und soll. Zu diesem selbstlosen Gr&uuml;nden z&auml;hlt ganz oben die <i>Verletzung (also Verteidigung) des V&ouml;lkerrechts<\/i>, ein V&ouml;lkerrecht, das in seiner materiellen Substanz tats&auml;chlich eine Errungenschaft darstellt.<\/p><p>Im Allgemeinen scherten sich die US-F&uuml;hrungen recht wenig um das V&ouml;lkerrecht. Doch die politische Koalition dieses Kriegsb&uuml;ndnisses verlangte nach einer edlen Begr&uuml;ndung &ndash; gerade auch aufseiten der GR&Uuml;NEN, die an der Schwelle zur Regierungspartei standen.<\/p><p><b>Gibt es also so etwas wie eine &sbquo;linke&lsquo; Kriegsbegr&uuml;ndung?<\/b><\/p><p>Lassen wir einmal bei der Suche nach einer Antwort beiseite, dass es diesen linken Exekuteuren des V&ouml;lkerrechts nicht einmal mehr der Erw&auml;hnung wert ist, dass in der UNO keine V&ouml;lker vertreten sind, sondern eine ganz gew&ouml;hnliche Mischung aus (gew&auml;hlten) Regierungen, Diktaturen und Marionetten-Regimes. Doch selbst diese circa 150 Staatsregierungen haben wenig bis nichts zu sagen. Denn das entscheidende Gremium, der Weltsicherheitsrat, besteht aus einem illegitimen, sich selbst ernannten Haufen aus Ex-Kolonialm&auml;chten (England, Frankreich) und den drei Hegemonial- und Weltm&auml;chten (China, USA, UdSSR). Ihr Vetorecht gilt &ndash; selbst wenn sich die ganze Welt auf den Kopf stellt, d.h. in diesem Fall ca. 150 UN-Staaten. Bleibt die UN-Charta und das darin festgeschriebene weltweite &bdquo;System kollektiver Sicherheit&ldquo;[<a href=\"#foot_6\" name=\"note_6\">6<\/a>]. Dann w&auml;re zumindest gerechtigkeitshalber die Frage zu stellen, warum dieselben Kriegsbef&uuml;rworter nicht schon lange bzw. sp&auml;testens jetzt einen UN-Milit&auml;reinsatz gegen den NATO-Partner T&uuml;rkei fordern, der seit Jahren einen Teil Zyperns besetzt h&auml;lt, oder gegen das US-alliierte K&ouml;nigreich Marokko, das die Westsahara okkupiert hatte, oder gegen Israel, das seit 1967 &auml;gyptisches, syrisches und jordanisches Land besetzt bzw. annektiert hat.<\/p><p>Oder, nochmal anders gefragt: Was unterscheidet v&ouml;lkerrechtlich die Besetzung Kuwaits von der US-Invasion in Panama oder Grenada (um nicht die insgesamt ca. 200 US-Interventionen im 20. Jahrhundert aufzuz&auml;hlen), von der Bombardierung libyscher St&auml;dte durch amerikanische Kampfbomber (1984) oder von der Verminung nicaraguanischer H&auml;fen (1984) im Rahmen des nicht-erkl&auml;rten Krieges der USA gegen das sandinistische Nicaragua?<\/p><p>Was macht v&ouml;lkerrechtlich den Unterschied zwischen einem Saddam Hussein und einem K&ouml;nig Hassan aus, einem Ministerpr&auml;sidenten &Ouml;zal, einem Ministerpr&auml;sidenten Begin oder einem R. Reagan (ohne die vielen Pinochets, Marcos&rsquo; und Francos zu erw&auml;hnen)? Wie schaffen es diese Menschenrechtskrieger, Saddam Hussein als &bdquo;Feind des Menschengeschlechts&ldquo;, als &bdquo;orientalischen Despoten&ldquo; den Krieg zu erkl&auml;ren, w&auml;hrend sie mit anderen V&ouml;lkerrechtsverbrechern zusammen das V&ouml;lkerrecht &sbquo;verteidigen&lsquo;?<\/p><p>W&auml;hrend die meisten von ihnen wortreich ihre Kriegsbef&uuml;rwortung gegen den Irak begr&uuml;nden, bef&auml;llt sie bei diesen Fragen eine auff&auml;llig akute (Taub-)Stummheit. Man kann es als Verdienst Hans Magnus Enzensbergers ansehen, als er in seiner viel beachteten und dankbar entgegengenommenen Kriegsrede (&bdquo;<i>Hitlers Wiederg&auml;nger<\/i>&ldquo; Der SPIEGEL vom 4.02.1991) deutlich gemacht hat, worauf es ankommt. <\/p><blockquote><p>\n&bdquo;<i>Im Unterschied zu Figuren wie Franco, Batista, Marcos, Pinochet und einem halben hundert ihresgleichen [&hellip;] hat es Saddam Hussein nicht nur darauf abgesehen, ein Volk zu unterdr&uuml;cken, zu beherrschen, auszubeuten [&hellip;] Alleinherrscher dieser Sorte geh&ouml;ren zum Repertoire der Geschichte, ja man ist versucht zu sagen, zur Normalit&auml;t der Staatenwelt [&hellip;] Ihr Vorgehen (gehorcht) einem Interessenskalk&uuml;l und das macht sie ihrerseits kalkulierbar<\/i>.&ldquo;[<a href=\"#foot_7\" name=\"note_7\">7<\/a>]\n<\/p><\/blockquote><p>Man kann kaum treffender aussprechen, womit sich Enzensberger und viele andere linke Kriegsbef&uuml;rworter l&auml;ngst abgefunden haben. Herrschaft, Unterdr&uuml;ckung, Ausbeutung sind keine Kriegserkl&auml;rung gegen die Menschheit &ndash; sie geh&ouml;ren zur &bdquo;Normalit&auml;t der Staatenwelt&ldquo;, zu ihrer eigenen Normalit&auml;t. Diese Opfer z&auml;hlen nicht, solange das &bdquo;Interessenskalk&uuml;l [&hellip;] kalkulierbar&ldquo;, sprich ein gemeinsames ist. Angst macht ihnen nicht (l&auml;nger) diese imperiale Weltordnung, sondern die Vorstellung, diese k&ouml;nne unkontrollierbar werden und sich gegen die Architekten und Privilegierten selbst wenden. <\/p><p><strong>Das bellizistische Schweigen nach dem Krieg<\/strong><\/p><p>Nicht nur die US-Alliierten, sondern gerade auch die &bdquo;Querfront&ldquo; der Bellizisten in Deutschland bedienten sich in hohem Ma&szlig;e der Kriegspropaganda: Sie sprachen von einem &bdquo;gerechten Krieg&ldquo; gegen einen &bdquo;Diktator&ldquo;, der gegen internationale Rechtsgarantien versto&szlig;e, seine eigene Bev&ouml;lkerung grausam unterdr&uuml;cke und &ndash; summa summarum &ndash; eine Gefahr f&uuml;r den Weltfrieden darstelle. Ein &bdquo;Schl&auml;chter&ldquo;, dessen Beseitigung nur noch mit dem letzten Mittel Krieg m&ouml;glich sei, um noch Schlimmeres zu verhindern. Die Kritik aus den Reihen der Antikriegsbewegung, die US-Alliierten f&uuml;hren keinen &bdquo;gerechten&ldquo;, sondern einen ganz gew&ouml;hnlich imperialistischen Krieg, erreichte die linken Kriegsbef&uuml;rworterInnen nicht. Auch der Einwand, dass es in diesem Krieg nicht um die Beseitigung eines Diktators gehe, sondern um die Wiederherstellung der imperialen Ordnung, unter der milit&auml;rischen Hegemonie der USA, verpuffte im Nichts. <\/p><p>Dem Widerspruch, die US-Alliierten f&uuml;hren keinen &bdquo;chirurgischen&ldquo; Krieg, um die Zivilbev&ouml;lkerung zu schonen, wurden die Bilder eines sauberen Krieges entgegengehalten, die die Kriegszensur ihnen zur Verf&uuml;gung stellte.<\/p><p>Was mit der Kapitulation des Iraks ans Tageslicht kam, &uuml;bertraf alle Mutma&szlig;ungen und Bef&uuml;rchtungen. St&uuml;ck f&uuml;r St&uuml;ck kam die Dimension einer Kriegsf&uuml;hrungsstrategie zum Vorschein, die sich mit dem m&ouml;rderischen Krieg der USA in Vietnam vergleichen l&auml;sst.<\/p><p><strong>Vom War game zum &bdquo;Truthahnschie&szlig;en&ldquo;<\/strong><\/p><p>&Uuml;ber 90 Prozent des Krieges bestand aus einem grauenhaften Gemetzel: &bdquo;<i>Wenn sie aus ihren Gr&auml;ben rauskommen, um zu k&auml;mpfen, wird unsere Infanterie sie niederm&auml;hen. Wenn sie in ihren Gr&auml;ben bleiben, werden wir &uuml;ber sie hinwegpfl&uuml;gen und sie lebendig begraben<\/i>.&ldquo;[<a href=\"#foot_8\" name=\"note_8\">8<\/a>]<\/p><p>Die meisten Waffen, die Mehrzahl der Bomben, die daf&uuml;r zum Einsatz kamen, hatten ein Ziel: auf einer m&ouml;glichst gro&szlig;en Fl&auml;che, zu einem m&ouml;glichst g&uuml;nstigen Preis so viele Feinde wie m&ouml;glich umzubringen. <\/p><p>Passend zu dieser Milit&auml;rstrategie wurden Gebiete in &bdquo;killing boxes&ldquo; (Todeszonen) eingeteilt, die so lange und so oft bombardiert wurden, bis sich dort nichts mehr r&uuml;hrte: &bdquo;<i>Die irakische Armee [&hellip;] wird abgeschlachtet. Und da gibt es niemanden, der ihr dabei raushelfen kann au&szlig;er Saddam Hussein.<\/i>&ldquo;[<a href=\"#foot_9\" name=\"note_9\">9<\/a>]<\/p><p>Selbst den R&uuml;ckzug der irakischen Armee aus dem besetzten Kuwait, das vorgebliche Ziel der US-Alliierten, verwandelten sie in ein Massaker. Die R&uuml;ckzugswege wurden abgeschnitten, die Br&uuml;cken gesprengt: &bdquo;Es war wie beim Truthahnschie&szlig;en.&ldquo;[<a href=\"#foot_10\" name=\"note_10\">10<\/a>]<\/p><p><strong>Ein Frieden mit mehr Toten als im Krieg<\/strong><\/p><p>Die US-Alliierten und ihre Kriegsbef&uuml;rworterInnen erkl&auml;rten immer wieder, dass sich dieser Krieg nicht gegen die Zivilbev&ouml;lkerung richte. Im Schutz der Kriegszensur wiederholten sie unentwegt diese L&uuml;ge. Wie kaum ein anderer Krieg nach dem Zweiten Weltkrieg steht dieser im Namen westlicher Werte gef&uuml;hrte Krieg f&uuml;r die systematische Zerst&ouml;rung der zivilen Infrastruktur eines Landes. Ein Krieg, der die Zivilbev&ouml;lkerung nicht versehentlich, sondern absichtlich zur Geisel einer Kriegspolitik machte, die nicht alleine den Krieg gewinnen, sondern vor allem den Frieden diktieren wollte. Ein &sbquo;Frieden&lsquo;, den es in den meisten Regionen dieser Welt nur gibt, wenn die Interessen des Westens aufs Vorz&uuml;glichste ber&uuml;cksichtigt sind.<\/p><p>Ramsey Clark, ehemaliger US-Justizminister, war w&auml;hrend des US-alliierten Krieges gegen den Irak mit einem Kamerateam im Irak unterwegs. Anschlie&szlig;end gr&uuml;ndete er ein internationales Komitee, das die dort begangenen Kriegsverbrechen &ouml;ffentlich machte. In seinem 1993 in Deutschland erschienenen Buch &bdquo;<i>W&uuml;stensturm &ndash; US-Kriegsverbrechen am Golf<\/i>&ldquo; listet er die Zerst&ouml;rung f&uuml;r legitim erkl&auml;rter, ziviler Kriegsziele auf: <\/p><blockquote><p>\n&bdquo;In den ersten Stunden des Krieges fiel die irakische Stromversorgung zu mehr als 90 Prozent aus [&hellip;] Die US-Luftwaffe zerst&ouml;rte die elf wichtigsten Stromkraftwerke sowie 119 kleinere Kraftwerke. [&hellip;] Iraks acht wichtigste Staud&auml;mme wurden wiederholt unter Beschuss genommen und schwer besch&auml;digt [&hellip;] Vier der sieben wichtigsten Pumpstationen wurden zerst&ouml;rt. Bomben und Raketen schlugen in 31 st&auml;dtische Frischwasseraufbereitungs- und Kl&auml;ranlagen ein &ndash; allein in Bagdad waren es 20. [&hellip;] Auch das irakische Telefonnetz wurde in den ersten Kriegstagen funktionsunt&uuml;chtig gebombt. [&hellip;] 400.000 der 900.000 Leitungen zerst&ouml;rt. [&hellip;] Vierzehn Fernmelde&auml;mter wurden irreparabel besch&auml;digt, dreizehn weitere fielen auf unbestimmte Zeit aus. [&hellip;] In dem von zwei gro&szlig;en Str&ouml;men zerteilten Land wurden 139 Br&uuml;cken entweder besch&auml;digt oder zerst&ouml;rt. [&hellip;] Direkten und systematischen Angriffen war die irakische Landwirtschaft, waren die Lebensmittelproduktion, -lagerung und &ndash;verteilung ausgesetzt. Die H&auml;lfte aller Agrarprodukte wurde auf bew&auml;sserten Fl&auml;chen erzeugt; angegriffen wurden alle daf&uuml;r genutzten Wasserwirtschaftssysteme, darunter Talsperren, Staustufen, Pumpstationen und Entw&auml;sserungsanlagen &hellip; 28 zivile Krankenh&auml;user und 52 Gesundheitszentren wurden von Bomben getroffen. [&hellip;] Zahlreiche Produktionsanlagen wurden bombardiert: Sieben Textilfabriken wurden besch&auml;digt, ebenso f&uuml;nf Maschinenbau-Werke, f&uuml;nf Bauunternehmen, vier Fahrzeug-Montagewerke. [&hellip;] Angriffsziel mit hoher Priorit&auml;t war auch die irakische &Ouml;lindustrie. US-Flugzeuge beschossen elf &Ouml;lraffinerien, f&uuml;nf Pipelines und Produktionsanlagen sowie zahlreiche &Ouml;ltanker. Drei Tanker wurden versenkt, drei weitere in Brand geschossen.&ldquo;[<a href=\"#foot_11\" name=\"note_11\">11<\/a>]\n<\/p><\/blockquote><p>Es ging nicht darum, den Krieg zu gewinnen, sondern den &bdquo;Frieden&ldquo; zu diktieren. Ramsey Clark zitierte daf&uuml;r einen Oberst John A. Warden III, der die gezielte Deindustrialisierung Iraks als klares US-alliiertes Kriegsziel auswies: &bdquo;Die Stromversorgung kann Saddam Hussein nicht allein wiederherstellen. Er braucht Hilfe. Wenn die UN-Koalition schon politische Ziele verfolgt, dann kann sie sagen: &sbquo;Saddam, wenn ihr all dem zustimmt, werden wir zulassen, dass unsere Fachleute eure Stromversorgung wieder in Ordnung bringen.&lsquo; Auf lange Sicht ist das ein gutes Druckmittel.&ldquo;[<a href=\"#foot_12\" name=\"note_12\">12<\/a>]<\/p><p>Zu einem &auml;hnlichen Ergebnis kommt Professor Noam Chomsky:<\/p><blockquote><p>\n&bdquo;<i>Es war ein Angriff auf die Wasser- und Energieversorgungssysteme und andere Infrastruktureinrichtungen, der genau den Effekt biologischer Kriegsf&uuml;hrung hatte. Diese Angriffsspitze hatte nichts zu tun mit dem Krieg, nichts. [&hellip;] Der Zweck der biologischen Kriegsf&uuml;hrung und des Angriffs auf die Infrastruktur bestand darin, die Bev&ouml;lkerung f&uuml;r die Zeit nach dem Krieg als Geisel zu nehmen, damit die USA ihre politischen Ziele in der Region erreichen konnten. Das ist internationaler Terrorismus kolossalen Ausma&szlig;es.<\/i>&ldquo;[<a href=\"#foot_13\" name=\"note_13\">13<\/a>]\n<\/p><\/blockquote><p>Dass dieser Krieg nicht nur auf die milit&auml;rische Schw&auml;chung eines Feindes zielte, sondern auch auf die Zivilbev&ouml;lkerung selbst; dass man mit Frieden mehr Menschen t&ouml;ten kann als durch den Krieg selbst, belegen die Zahlen von UN-Organisationen: &bdquo;Die FAO sprach 1995 von einer Million Toten, die Weltgesundheitsorganisation WHO stellte 1996 fest, dass sich die Kindersterblichkeit versechsfacht hat und die Mehrheit der Bev&ouml;lkerung unterern&auml;hrt ist.&ldquo;[<a href=\"#foot_14\" name=\"note_14\">14<\/a>]<\/p><p><strong>In Frieden weiter Krieg f&uuml;hren<\/strong><\/p><p>Das Regime Saddam Hussein kehrte als &bdquo;Hundesohn des Westens&ldquo; nicht zu seinen Herren zur&uuml;ck. Das f&uuml;hrte zum n&auml;chsten Krieg 2003, zum Sturz, zum Regime Change und zur De-facto-Annexion, also Akquisition der &Ouml;lquellen zugunsten der US-Alliierten.<\/p><p>Seitdem ist der Irak eine Tr&uuml;mmerlandschaft. Die &Ouml;leinnahmen, die &uuml;ber 90 Prozent des Staatseinkommens ausmachen, flie&szlig;en wie immer und jeher in die H&auml;nde Weniger. Die Lebensbedingungen sind schlechter als unter der Regierung Saddam Husseins. Das Gesundheitssystem, das zu den besten in der Region geh&ouml;rte, ist zusammengebrochen. Wasser, Strom, Leben, Zukunft gibt es nur stundenweise.<\/p><p>Im Irak kann man sich vor Augen f&uuml;hren, wohin &bdquo;gerechte&ldquo; Kriege f&uuml;hren. Man sollte dies zu einem Pflichtprogramm f&uuml;r alle Bellizisten machen &ndash; ohne Polizeischutz.<\/p><p>Titelbild: zef art\/shutterstock.com<\/p><p><i>Krieg ist Frieden. &Uuml;ber Bagdad, Srebrenica, Genua, Kabul nach &hellip;<\/i>, Wolf Wetzel, Unrast Verlag 2002<\/p><p>Quellen und Hinweise:<\/p><p>&ldquo;<i><a href=\"https:\/\/wolfwetzel.de\/index.php\/2007\/08\/01\/ohne-gott-und-adorno-neuordnung-des-nahen-und-mittleren-ostens\/\">Ohne Gott und Adorno&rdquo; &ndash; Die Neuordnung des Nahen und Mittleren Ostens<\/a><\/i><\/p><p><i><a href=\"https:\/\/www.zdf.de\/dokumentation\/zdfinfo-doku\/die-grossen-luegen-der-geschichte--propaganda-auf-der-saeuglingsstation-100.html\">Die gro&szlig;en L&uuml;gen der Geschichte. Propaganda auf der S&auml;uglingsstation<\/a><\/i>, Folge 8, Frankreich 2018. &bdquo;Eine Propagandal&uuml;ge, detailgenau konstruiert, mit schwerwiegenden Folgen: In Kuwait sollen 1990 irakische Soldaten Brutk&auml;sten gestohlen und die Fr&uuml;hgeborenen hilflos zur&uuml;ckgelassen haben.&ldquo;<\/p><p><i>Ehrbarer Antisemitismus? Die Resistenz gegen den zweiten Golfkrieg und die falsche Alternative &bdquo;Frieden oder Rettet Israel!&ldquo;<\/i>, Markus Mohr:<\/p><p>Teil I: <a href=\"https:\/\/wolfwetzel.de\/index.php\/2021\/02\/23\/ehrbarer-antisemitismus-die-resistenz-gegen-den-zweiten-golfkrieg-und-die-falsche-alternative-frieden-oder-rettet-israel-von-markus-mohr\/\">wolfwetzel.de\/index.php\/2021\/02\/23\/ehrbarer-antisemitismus-die-resistenz-gegen-den-zweiten-golfkrieg-und-die-falsche-alternative-frieden-oder-rettet-israel-von-markus-mohr\/<\/a><br>\nTeil II: <a href=\"https:\/\/wolfwetzel.de\/index.php\/2021\/02\/27\/ehrbarer-antisemitismus-von-markus-mohr-teil-ii\/\">wolfwetzel.de\/index.php\/2021\/02\/27\/ehrbarer-antisemitismus-von-markus-mohr-teil-ii\/<\/a><br>\nTeil III: <a href=\"https:\/\/wolfwetzel.de\/index.php\/2021\/03\/10\/wahnsinn\">wolfwetzel.de\/index.php\/2021\/03\/10\/wahnsinn<\/a><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><div class=\"footnote\">\n<p>[<a href=\"#note_1\" name=\"foot_1\">&laquo;1<\/a>] FR vom 23.11.1990<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_2\" name=\"foot_2\">&laquo;2<\/a>] Jungle World vom 2.8.2000<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_3\" name=\"foot_3\">&laquo;3<\/a>] Uri Avnery, Spiegel 9\/1991<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_4\" name=\"foot_4\">&laquo;4<\/a>] Spiegel, 8\/1991, S.140<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_5\" name=\"foot_5\">&laquo;5<\/a>] Spiegel, 8\/1991, S.140<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_6\" name=\"foot_6\">&laquo;6<\/a>] D. Senghaas, FR vom 5.2.1991<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_7\" name=\"foot_7\">&laquo;7<\/a>] Spiegel 6\/1991, S.26<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_8\" name=\"foot_8\">&laquo;8<\/a>] US-Oberleutnant Richard Semiola, FR vom 2.3.1991<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_9\" name=\"foot_9\">&laquo;9<\/a>] Ein US-Milit&auml;r zur neuen Strategie, FR vom 14.2.1991<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_10\" name=\"foot_10\">&laquo;10<\/a>] Kompaniechef Jess Fairington, taz vom 21.2.1991<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_11\" name=\"foot_11\">&laquo;11<\/a>] FR vom 16.9.1993<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_12\" name=\"foot_12\">&laquo;12<\/a>] FR vom 16.9.1993<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_13\" name=\"foot_13\">&laquo;13<\/a>] FR vom 30.1.1992<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_14\" name=\"foot_14\">&laquo;14<\/a>] Jungle World vom 2.8.2000<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p><b>Ein Masterplan f&uuml;r einen Krieg aus edlen und selbstlosen Gr&uuml;nden, die nicht nur f&uuml;r alte Militaristen gut sind.<\/b> Es liegt nun 30 Jahre zur&uuml;ck, als US-alliierte Truppen in den Irak einmarschiert waren. Es lohnt sich, Bilanz zu ziehen. Denn heute lassen sich viel sicherer Versprechen, Propaganda und Wirklichkeiten auseinanderhalten. Und es gibt noch einen sehr<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=71289\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":71290,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[107,212,123,171],"tags":[1334,3043,2175,641,951,1557,1611,2104,304,2229,1257,639,1556,1703],"class_list":["post-71289","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-audio-podcast","category-gedenktagejahrestage","category-kampagnentarnworteneusprech","category-militaereinsaetzekriege","tag-erdoel","tag-hussein-saddam","tag-interventionspolitik","tag-irak","tag-iran","tag-israel","tag-kriegsluegen","tag-kriegsopfer","tag-kriegsverbrechen","tag-kuwait","tag-pazifismus","tag-uno","tag-usa","tag-voelkerrecht"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/shutterstock_703935547.jpg","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/71289","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=71289"}],"version-history":[{"count":9,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/71289\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":71328,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/71289\/revisions\/71328"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/71290"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=71289"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=71289"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=71289"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}