{"id":7129,"date":"2010-10-19T09:02:00","date_gmt":"2010-10-19T07:02:00","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=7129"},"modified":"2010-10-20T08:52:24","modified_gmt":"2010-10-20T06:52:24","slug":"hinweise-des-tages-1251","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=7129","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Europameister in Produktivit&auml;t; je j&uuml;nger desto prek&auml;rer; wir Banker k&ouml;nnen nicht klagen; Jamie Galbraith beschreibt den Betrug; Verwaltungsrat der BayernLB will klagen; gro&szlig;e Mehrheit h&auml;lt erneuerbare Energien f&uuml;r wichtig; Bahn profitiert von Stuttgart 21; Polizei provoziert Krawall; so voll ist das Boot; Schr&ouml;der w&auml;scht Braune wei&szlig;; Freifrau von und zu Guttenberg; Privatgeheimdienst; Schwellenl&auml;nderrausch; Polens chinesische Autobahnen; Wikileaks &ndash; 400.000 Geheimakten aus dem Irak; Nachrufe auf Herrmann Scheer.  (WL)<br>\n<!--more--><\/p><p>Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante aktuelle Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen. Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"#h01\">Produktivit&auml;t: Deutschland eilt Europa davon<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h02\">Je j&uuml;nger desto prek&auml;rer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h03\">Dieter Wermuth: Danke, wir (Banker) k&ouml;nnen nicht klagen!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h04\">James K. Galbraith at CEP Convention 2010<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h05\">BayernLB-Aff&auml;re: Verwaltungsrat ber&auml;t &uuml;ber Klagen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h06\">86 Prozent der Deutschen: Erneuerbare Energien sind wichtig<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h07\">Bahn profitiert von Projekt Stuttgart 21<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h08\">Polizei provoziert Krawall<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h09\">So voll ist das Boot<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h10\">Schr&ouml;der: Offene Debatte &uuml;ber &ldquo;rassistische Muslime&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h11\">&ldquo;Neue Rechte&ldquo;: Ein Garten voller B&ouml;cke.<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h12\">Lieblinge befehlt, wir folgen euch!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h13\">Privatgeheimdienst: &ldquo;Identifizierung der besonders auff&auml;lligen Blogger, Poster etc.&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h14\">Schweiz wird Deutschlands gr&ouml;&szlig;tes Finanzamt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h15\">Der irre Schwellenl&auml;nderrausch<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h16\">Polens chinesische Autobahn<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h17\">Wikileaks will 400&rsquo;000 Geheimakten &uuml;ber Irak publizieren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h18\">Nachrufe auf Hermann Scheer<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"\/?p=7129&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Produktivit&auml;t: Deutschland eilt Europa davon<\/strong><br>\nVon 2008 auf 2009 habe Deutschland den Vorsprung bei der Produktivit&auml;t von 5,8 auf 8,5 Prozent ausgebaut, 2010 l&auml;ge er bei rund zehn Prozent, schreibt die &ldquo;Frankfurter Allgemeine Zeitung&rdquo; unter Berufung auf eine Studie der Unternehmensberatung McKinsey. Allerdings zeigten andere Wirtschaftskrisen, dass die sich die Wachstumsraten nach der Erholung in hoch entwickelten Industriestaaten auf niedrigerem Niveau einpendelten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.rp-online.de\/wirtschaft\/news\/Deutschland-eilt-Europa-davon_aid_919250.html%20\">Rheinische Post<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Produktivit&auml;t kennzeichnet die Leistungsf&auml;higkeit einer Wirtschaft. Sie bezeichnet das Verh&auml;ltnis zwischen den produzierten G&uuml;tern und den daf&uuml;r ben&ouml;tigten Produktionsfaktoren (also Kapital, Arbeit, Rohstoffe etc.) Eine Volkswirtschaft mit einer hohen Produktivit&auml;t hat gegen&uuml;ber anderen Wettbewerbsvorteile. Die hohe Produktivit&auml;t ist ein Faktor f&uuml;r die Leistungsbilanz&uuml;bersch&uuml;sse gegen&uuml;ber unseren europ&auml;ischen Nachbarn. Man k&ouml;nnte daraus auch ablesen, dass durchaus Luft f&uuml;r eine Erh&ouml;hung der Kosten f&uuml;r den Faktor Arbeit steckt.<br>\nAber wie immer bei solchen Erfolgsmeldungen wird, um falsche Hoffnungen gleich zu zerst&ouml;ren, gleich eine d&uuml;stere Zukunftsaussicht hinzugef&uuml;gt.<br>\nAchten Sie einmal darauf!<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Je j&uuml;nger desto prek&auml;rer<\/strong><br>\n18.10.2010 &Iota; Der Aufschwung geht an den jungen Menschen vorbei. Gerade sie sind von prek&auml;ren Arbeitsverh&auml;ltnissen wie Praktika, Leiharbeit und befristete Jobs besonders betroffen. Das belegt eine Studie von TNS Infratest.<br>\nMehr als ein Viertel der befragten jungen Erwerbst&auml;tigen gab an, im bisherigen Berufsleben nur befristet besch&auml;ftigt gewesen zu sein. Ein F&uuml;nftel der Besch&auml;ftigten unter 35 arbeitet in Teilzeit, obwohl bei der Mehrheit der Wunsch nach einer Vollzeitstelle bestehe. Auch der h&auml;ufig in Aussicht gestellte &ldquo;Klebeeffekt&rdquo;, wonach Leiharbeit zur &Uuml;bernahme f&uuml;hre, bleibt eine Ausnahme und hat sich gegen&uuml;ber dem Vorjahr noch verschlechtert.<br>\nMehr als ein Viertel der unter 35-J&auml;hrigen war bisher ausschlie&szlig;lich befristet besch&auml;ftigt.<br>\nJunge Menschen haben kaum Chancen, aus der Leiharbeit herauszukommen.<br>\nPraktika, Leiharbeit, befristete Besch&auml;ftigung &ndash; die Studie belegt: Prek&auml;re Arbeitsverh&auml;ltnisse betreffen junge Menschen &uuml;berproportional. Mehr als die H&auml;lfte aller Erwerbst&auml;tigen bis 24 Jahre sind befristet oder in Leiharbeit besch&auml;ftigt oder gehen einer ABM\/SAM-Ma&szlig;nahme nach.\n<p>Gegen&uuml;ber 2009 arbeiten zwei Prozent mehr in prek&auml;ren Jobs, die unter 35&nbsp;Jahre alt sind. Ihr Anteil erreichte die 30 Prozent-Marke. Besonders gravierend trifft es die 20- bis 24-J&auml;hrigen: Mit neun Prozent stieg ihr Anteil an den prek&auml;r Besch&auml;ftigten auf 45&nbsp;Prozent und toppte sogar das Krisenjahr 2009. Bei den &uuml;ber 35-J&auml;hrigen blieb der Anteil unver&auml;ndert bei 16&nbsp;Prozent.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"\/upload\/bilder\/101019_je_juenger_desto_prekaerer.png\" alt=\"Je j&uuml;nger desto pr&auml;kerer\"><\/p>\n<p>Gerade Berufseinsteiger machen die bittere Erfahrung: Der ehemals klassische Weg &ldquo;Schule &ndash; Ausbildung\/Studium &ndash; unbefristete Besch&auml;ftigung&rdquo; stellt zunehmend die Ausnahme dar. 36 Prozent der 20- bis 24-J&auml;hrigen haben bisher ausschlie&szlig;lich befristet gearbeitet. Trotz Aufschwung sind aktuell 28&nbsp;Prozent der jungen Erwerbst&auml;tigen, die unter 35 sind, seit ihrem Berufseinstieg befristet besch&auml;ftigt. Ihr Anteil ist seit 2009 noch mal um sechs Prozent gestiegen.<\/p>\n<p>Damit best&auml;tigt die Studie, dass prek&auml;re Arbeit kein vor&uuml;bergehendes Ph&auml;nomen zu Beginn des Berufslebens ist, sondern langfristige Realit&auml;t f&uuml;r viele.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"\/upload\/bilder\/101019_je_juenger_desto_prekaerer_2.png\" alt=\"Je j&uuml;nger desto pr&auml;kerer\"><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.igmetall.de\/cps\/rde\/xchg\/internet\/style.xsl\/studie-zur-beruflichen-situation-der-jungen-generation-2010-5721.htm\">IG Metall<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Dieter Wermuth: Danke, wir k&ouml;nnen nicht klagen!<\/strong><br>\nIm Wall Street Journal gab es am 11. Oktober einen erstaunlichen Bericht mit der &Uuml;berschrift &ldquo;Wall Street Pay: A Record $144 Billion&rdquo; &ndash; dabei handelt es sich um eine Sch&auml;tzung f&uuml;r die drei Dutzend gr&ouml;&szlig;ten Finanzunternehmen. W&auml;hrend die amerikanische Wirtschaft insgesamt immer noch darniederliegt, ist die Wall Street &ldquo;back to normal&rdquo;. Die Einkommen werden 2010 so hoch ausfallen wie zu besten Zeiten. Ich sch&auml;tze mal, dass das Durchschnittseinkommen in diesen Unternehmen, also einschlie&szlig;lich der Einkommen von Pf&ouml;rtnern und Sekret&auml;rinnen, irgendwo zwischen 200.000 und 400.000 Dollar liegen wird &ndash; bei Goldmann Sachs d&uuml;rften vermutlich sogar mehr als eine halbe Million herauskommen. Die Gewinne des Finanzsektors haben schon wieder einen Anteil von mehr als 20% an den Unternehmensgewinnen insgesamt, so wie es in den Jahren von 1990 bis 2008 zur Regel geworden ist. Dabei arbeiten gerade einmal viereinhalb Prozent aller Erwerbst&auml;tigen in der Finanzbranche. Wir haben es mit einer unglaublichen Marktverzerrung zu tun.<br>\nIch frage mich, warum der Markt diese wahnwitzigen Einkommenspr&auml;mien f&uuml;r die Finanzleute hervorbringt. Wo liegt die besondere Leistung, oder wo sind die Innovationen oder der gesellschaftliche Nutzen, der das rechtfertigen k&ouml;nnte? Ich bin nicht der Einzige, der sich da wundert.<br>\nSie kennen vermutlich das folgende Zitat von Paul Volcker, dem fr&uuml;heren Chef der Fed &ndash; ich wiederhole es, weil er nicht verd&auml;chtigt werden d&uuml;rfte, klassenk&auml;mpferische Thesen zu vertreten:<br>\n&ldquo;Ich w&uuml;nschte, jemand w&uuml;rde mir auch nur den geringsten neutralen Beweis f&uuml;r den Zusammenhang zwischen innovativen Finanzprodukten und dem Wachstum der Volkswirtschaft liefern. [&hellip;] Die wichtigste Finanzinnovation, die ich in den vergangenen zwanzig Jahren erlebt habe, ist der Geldautomat, der hilft den Menschen wirklich.&rdquo;<br>\n[&hellip;]<br>\nIch muss zum Schluss noch mal Paul Volcker zitieren: &ldquo;Auf was das Ganze (die Reformen und Rettungsaktionen) hinausl&auml;uft, ist eine unbeabsichtigte und &uuml;berraschende Vergr&ouml;&szlig;erung des Auffangnetzes. [&hellip;] Es besteht eindeutig die Gefahr, dass das Eingehen von Risiken im Laufe der Zeit wieder zum guten Ton geh&ouml;ren wird und Vorsichtsma&szlig;nahmen (prudential restraint) in den Wind geschlagen werden. Letztlich nimmt die Wahrscheinlichkeit neuer und immer gr&ouml;&szlig;erer Krisen zu.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blog.zeit.de\/herdentrieb\/2010\/10\/14\/danke-wir-konnen-nicht-klagen_2387%20\">ZEIT-Blog Herdentrieb<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>James K. Galbraith at CEP Convention 2010<\/strong><br>\nEconomist Dr. James K. Galbraith spoke at the Communications, Energy and Paperworkers&rsquo; 9th convention last month, where he brought delegates a message not often heard from economists &ndash; that there is a progressive response to the economic crisis.<br>\nGalbraith &ndash; the son of famed Canadian economist John Kenneth Galbraith &ndash; regaled delegates with his analysis of the roots of the economic recession that has destroyed jobs, families and communities. He said the crisis wasn&rsquo;t an economic crisis but a fraud perpetrated on innocent victims.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/rabble.ca\/rabbletv\/program-guide\/2010\/10\/features\/dr-james-k-galbraith-cep-convention-2010\">rabble.ca (Video auf amerikanisch)<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>BayernLB-Aff&auml;re: Verwaltungsrat ber&auml;t &uuml;ber Klagen<\/strong><br>\nDie Aff&auml;re bei der BayernLB soll f&uuml;r langj&auml;hrige Vorstandsmitglieder und Kontrolleure, darunter CSU-Politiker, einschneidende Konsequenzen haben. Der von Finanzminister Georg Fahrenschon (CSU) geleitete Verwaltungsrat, der die Bank beaufsichtigt, ber&auml;t bei einer Sondersitzung am Montag &uuml;ber&nbsp;Schadensersatzklagen.<br>\nEin im Auftrag des Landtags erarbeitete Gutachten der Anwaltskanzlei Flick Gocke Schaumburg besagt, dass der alte Vorstand und der fr&uuml;here Verwaltungsrat f&uuml;r horrende Verluste bei Spekulationen mit US-Finanzpapieren haftbar seien. Klagen gegen den Ex-Vorstand um den fr&uuml;heren Chef Werner Schmidt gelten als sicher, sie sollen vorbereitet&nbsp;werden.<br>\nDer Koalitionspartner der CSU, die FDP, dr&auml;ngt dar&uuml;ber hinaus auf Schadensersatzforderungen gegen vormalige Verwaltungsr&auml;te aus den Reihen der CSU, zu denen Erwin Huber, G&uuml;nther Beckstein, Kurt Faltlhauser und Fraktionschef Georg Schmid z&auml;hlen. M&ouml;gliche Anspr&uuml;che m&uuml;ssten &ldquo;ohne Ansehen der Person&rdquo; geltend gemacht werden, hei&szlig;t es in&nbsp;FDP-Kreisen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/bayern\/bayernlb-affaere-verwaltungsrat-beraet-ueber-klagen-1.1012998\">SZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>86 Prozent der Deutschen: Erneuerbare Energien sind wichtig <\/strong><br>\n<strong>Wieviel kostet &Ouml;ko-Strom wirklich?<\/strong><br>\nZur Zeit wird die Produktion von Strom aus erneuerbaren Energien &uuml;ber das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) mit 5,3 Milliarden Euro im Jahr gef&ouml;rdert. Hinzu kommen noch Ausgleichs- und Regelenergie-Kosten in H&ouml;he von 0,36 Milliarden Euro im Jahr und anteilige Netzausbau-Kosten von 0,03 Milliarden Euro im Jahr. Einseitig und entsprechend b&ouml;swillig k&ouml;nnte also allenfalls von einer Strom-Subventionierung der erneuerbaren Energien in H&ouml;he von aktuell 5,7 Milliarden Euro im Jahr die Rede sein. Dem stehen jedoch positive Effekte von j&auml;hrlich insgesamt 17 Milliarden Euro gegen&uuml;ber. Diese setzen sich zusammen aus vermiedenen Umweltsch&auml;den, die sich allein bei der Stromgewinnung aus erneuerbaren Energien auf j&auml;hrlich 5,7 Milliarden belaufen und damit f&uuml;r sich genommen bereits deren &ldquo;Subventionierung&rdquo; Wett machen. Weiter setzen sich die 17 Milliarden Euro zusammen aus 5,5 Milliarden Euro an Wertsch&ouml;pfung, die in den Kommunen durch die Erzeugung von Strom aus erneuerbaren Energien anf&auml;llt, aus rund 4 Milliarden Euro Merit-Order-Effekt und 2,2 Milliarden Euro vermiedene Kosten f&uuml;r Strom-Importe, die ohne die Strom-Einspeisung aus erneuerbaren Energien angefallen w&auml;ren.<br>\nAls Vorwand f&uuml;r die rei&szlig;erischen Schlagzeilen der anderen diente die Nachricht, da&szlig; die EEG-Umlage zum Jahreswechsel von aktuell 2,047 Cent auf 3,53 Cent steigen wird. Das ist tats&auml;chlich ein Plus von rund 70 Prozent &ndash; doch weil die Umlage nur einen kleinen Teil des Strompreises ausmacht, steigt dieser durch die h&ouml;here EEG-Umlage nur um wenige Prozent (je nach Anteil des Grundpreises in der Stromrechnung). F&uuml;r einen durchschnittlichen Haushalt mit monatlich 300 kWh Verbrauch w&uuml;rde dies rund 4,50 Euro im Monat zur Folge haben.<br>\nDoch zu ber&uuml;cksichtigen ist gleichzeitig, da&szlig; Strom aus Wind- und Sonnenenrgie den B&ouml;rsenpreis f&uuml;r Strom dr&uuml;ckt&hellip;Laut einer Studie der Forschungsstelle f&uuml;r Energiewirtschaft in M&uuml;nchen sorgten die erneuerbaren Energien im Jahr 2008 f&uuml;r eine Preisd&auml;mpfung im Volumen von rund 5,4 Milliarden Euro.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/linkszeitung.de\/\">LinksZeitung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Bahn profitiert von Projekt Stuttgart 21<\/strong><br>\nDas umstrittene Riesenprojekt Stuttgart 21 bringt dem Staatskonzern einen Extragewinn von Hunderten Millionen Euro. Das belegt ein Geheimpapier des DB-Vorstands, das der Frankfurter Rundschau vorliegt.<br>\nDie Konzerntochter DB Netz hat im Juni eine hohe Risikovorsorge von 615 Millionen Euro voll gewinnerh&ouml;hend aufgel&ouml;st, wie das Geheimpapier dokumentiert. Die R&uuml;ckstellung stand jahrelang f&uuml;r S21 in der Bahnbilanz &ndash; als gesetzlich vorgeschriebene Absicherung, falls das mindestens gut vier Milliarden schwere Bahnhofsprojekt Projekt scheitert. Denn schon 2002 hatte die Bahn stolze 459 Millionen Euro Steuergeld f&uuml;r S21 kassiert.<br>\nDie Zahlung leistete damals die Stadt Stuttgart, um den damaligen DB-Chef Hartmut Mehdorn zur Neuauflage des bereits eingemotteten Projekts zu bewegen. S21 sieht unter anderem den Teilabriss des denkmalgesch&uuml;tzten Stuttgarter Kopfbahnhofs und den Bau einer Station im Tunnel vor. Auf den bisherigen Gleisgel&auml;nde soll ein neues Stadtviertel entstehen.<br>\nDen gr&ouml;&szlig;ten Teil der erhofften Baugrundst&uuml;cke kaufte die Stuttgarts B&uuml;rgermeister Wolfgang Schuster (CDU) damals schon der DB ab und &uuml;bernahm somit auch das Vermarktungsrisiko. Baustart f&uuml;r S21 soll aber erst 2010 sein, Fertigstellung fr&uuml;hestens 2019. Gr&ouml;&szlig;ere Rechnungen werden erst ab 2015 zu bezahlen sein, erwarten Experten. Somit kann die DB seit Jahren die gezahlten 459 Millionen Euro ohne Zweckbindung f&uuml;r eigene Gesch&auml;fte nutzen.<br>\nFachleute wie Michael Holzhey von der Beratungsfirma KCW veranschlagen den Vorteil f&uuml;r den Konzern auf mehrere 100 Millionen Euro.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/wirtschaft\/bahn-profitiert-von-projekt-stuttgart-21\/-\/1472780\/3210096\/-\/index.html%20\">FR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Der Artikel stammt zwar vom 19.12.2009, aber vielleicht kann ja bei der Schlichtung noch einmal nachgehakt werden. <\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Polizei provoziert Krawall<\/strong><br>\nW&auml;hrend der Focus in seiner aktuellen Ausgabe unter Verweis auf das Bundeskriminalamt (BKA) vor militanten Atomkraftgegnern bei den Protesten gegen den n&auml;chsten Castortransport warnt, packen im Hamburger Abendblatt (Montagausgabe) Polizisten &uuml;ber Gewaltt&auml;ter und Krawallmacher aus, etwa bei den Auseinandersetzungen um das Bahnhofsprojekt &raquo;Stuttgart 21&laquo;: Beamte in Uniform und &raquo;agent provocateurs&laquo; in Zivil. Ein 48j&auml;hriger Polizist, der Ende September, Anfang Oktober mit seiner Hundertschaft im Stuttgarter Schlo&szlig;garten mitten im &raquo;Kampfget&uuml;mmel&laquo; war, berichtet in der Zeitung, der Einsatz von Wasserwerfer, Schlagstock und Pfefferspray gegen &raquo;friedlich demonstrierende B&uuml;rger, Kinder, Rentner und brave Schwaben&laquo; sei ein Schock f&uuml;r ihn gewesen. 400 Demonstranten wurden dabei verletzt. Das Hamburger Abendblatt zitiert den Polizei-Insider mit den Worten: &raquo;Wenn man scharfe Kampfhunde, ich meine die Polizei-Spezialeinheiten, mit zu einer Demonstration nimmt und sie dann auch noch ohne ersichtlichen Grund von der Leine und r&auml;umen l&auml;&szlig;t, dann bei&szlig;en sie ohne Erbarmen zu. Daf&uuml;r wurden sie gedrillt und ausgebildet. Das wu&szlig;ten die, die f&uuml;r den Einsatz verantwortlich waren, ganz genau. Sie mu&szlig;ten das Okay von oben haben. Von ganz oben. Mindestens vom Innenministerium.&laquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2010\/10-19\/056.php\">Junge Welt<\/a><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/728352nd.wordpress.com\/2010\/10\/18\/wir-werden-von-der-politik-verheizt-polizisten-erzahlen\/\">Saufland &ndash; Politikblog<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Und das von einem Springerblatt. Gratuliere, J&ouml;rg Heuer und der Redaktion!<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>So voll ist das Boot<\/strong>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"\/upload\/bilder\/101019_so_voll_ist_das_boot.png\" alt=\"So voll ist das Boot\"><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.ksta.de\/html\/artikel\/1285337980361.shtml%20\">K&ouml;lner Stadt-Anzeiger<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Schr&ouml;der: Offene Debatte &uuml;ber &ldquo;rassistische Muslime&rdquo;<\/strong><br>\nFamilienministerin Kristina Schr&ouml;der (CDU) brachte am Sonntag das Thema Deutschenfeindlichkeit abermals auf den Tisch. Sie forderte eine offene Debatte &uuml;ber rassistische Muslime. In bestimmten islamischen Str&ouml;mungen werde mit Absicht ein &Uuml;berlegenheitsgef&uuml;hl gegen&uuml;ber Nicht-Muslimen vermittelt, sagte sie dem &ldquo;Focus&rdquo;: &ldquo;Das gef&auml;hrdet unser Zusammenleben.&rdquo; Wer auf Integrationsprobleme hinweise, dem werde schnell Ausl&auml;nderfeindlichkeit unterstellt. Wenn man Islamismus anprangere, &ldquo;kommt sofort der Vorwurf, man sei islamfeindlich. Es m&uuml;sse aber erlaubt sein, darauf hinzuweisen.<br>\n&nbsp; Schr&ouml;der hatte vergangene Woche bereits gesagt, der Rassismus gegen Deutsche nehme zu. Auch sie selber sei schon mehrmals als &ldquo;deutsche Schlampe&rdquo; beschimpft worden. Die Debatte war nach der Ver&ouml;ffentlichung eines Berichts der Lehrergewerkschaft GEW entbrannt. Darin beklagten Lehrer, dass Kinder und Jugendliche aus Zuwandererfamilien ihre deutschen Mitsch&uuml;ler beschimpfen und schikanieren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heute.de\/ZDFheute\/inhalt\/4\/0,3672,8120996,00.html\">ZDF heute.de<\/a>\n<p>\t<em><strong>Anmerkung unseres Lesers G.K.:<\/strong> In dem ZDF-Beitrag hei&szlig;t es zur Bundesfamilienministerin Schr&ouml;der:<br>\n&ldquo;Familienministerin Kristina Schr&ouml;der (CDU) brachte am Sonntag das Thema Deutschenfeindlichkeit abermals auf den Tisch. Sie forderte eine offene Debatte &uuml;ber rassistische Muslime. In bestimmten islamischen Str&ouml;mungen werde mit Absicht ein &Uuml;berlegenheitsgef&uuml;hl gegen&uuml;ber Nicht-Muslimen vermittelt, sagte sie dem &ldquo;Focus&rdquo;: &ldquo;Das gef&auml;hrdet unser Zusammenleben.&rdquo; Wer auf Integrationsprobleme hinweise, dem werde schnell Ausl&auml;nderfeindlichkeit unterstellt. Wenn man Islamismus anprangere, &ldquo;kommt sofort der Vorwurf, man sei islamfeindlich. Es m&uuml;sse aber erlaubt sein, darauf hinzuweisen.&rdquo;<br>\nWeder vor der &ldquo;Deutschenfeindlichkeit&rdquo; noch vor der &ldquo;Ausl&auml;nderfeindlichkeit&rdquo; darf unsere Gesellschaft die Augen verschlie&szlig;en. Frau Schr&ouml;ders erneuter Vorsto&szlig; gegen die &ldquo;Deutschenfeindlichkeit&rdquo; mancher muslimischer Sch&uuml;ler w&auml;re wesentlich glaubw&uuml;rdiger, wenn sie die von ihr geforderte H&auml;rte auch f&uuml;r die Ausl&auml;nderfeindlichkeit in der Berichterstattung ihr nahestehender Medien (insbesondere des Springer-Konzerns) einfordern w&uuml;rde. Als prominentem Mitglied des hessischen CDU-Landesverbandes d&uuml;rfte es Frau Schr&ouml;der nicht veborgen geblieben sein, da&szlig; insbesondere die Bildzeitung v.a. in Wahlkampfzeiten mit ausl&auml;nderfeindlicher und rassistischer Stimmungsmache massiv Wahlpropaganda zu Gunsten ihres politischen Ziehvaters Roland Koch betrieben hat. Auch bei Frau Schr&ouml;der scheinen die rechten politischen Weltbilder auf fruchtbaren Boden gefallen zu sein. <\/em><\/p><\/li>\n<p><strong>Siehe dazu den Beitrag <\/strong><\/p>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>&ldquo;Neue Rechte&ldquo;: Ein Garten voller B&ouml;cke.<\/strong><br>\nKristina Schr&ouml;der scheint f&uuml;r die Medienkampagnen der &bdquo;Neuen Rechten&ldquo; eine gewisse Funktion zu haben, n&auml;mlich ,,schmutzige&rdquo; Informationen mit ihrer Reputation wei&szlig; zu waschen. Sie macht rechtsextreme Diskurse Mainstream-tauglich: Die Interviewpartnerin ersetzt als ,,seri&ouml;se&rdquo; Quelle die rechtsradikalen Wurzeln der Aussage.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/antinazi.files.wordpress.com\/2009\/11\/ein-garten-voller-bocke.pdf\">antinazi.files. wordpress [PDF &ndash; 5.9 MB]<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Lieblinge befehlt, wir folgen euch! <\/strong><br>\nHuschhusch aus den Federn! Heute Abend, Frau von und zu, d&uuml;rfen Sie erneut Ihre Eitelkeit zu Markte tragen. Eine weitere Folge von investigativem Aufdeckungsjournalismus steht auf dem Programm; ein Journalismus, der zu Straftaten anstiftet, um diese dann abzulichten. Mittendrin Sie, in einer Mischung aus metallenem Staccatissimo und lallender Monotonie, konfusen Zahlensalat und geprobter Aufgebrachtheit &ndash; so belagern Sie die Wohnzimmer unserer Emp&ouml;rungsrepublik.<br>\n&nbsp;(..)Ihr Engagement w&auml;re ja durchaus lobenswert, wenn es nicht so f&uuml;rchterlich rei&szlig;erisch, so unglaublich plump und voyeuristisch, so uns&auml;glich vorf&uuml;hrend w&auml;re &ndash; und so unfassbar verlogen! Verlogen nicht nur, weil dieses Format in einem Titten- und Bumssender Sendezeit fand; verlogen auch, weil&hellip; drehen Sie sich doch einmal zur Seite, Frau von und zu. Sie ruhen doch an der Seite Ihres Gatten, oder? Falls ja, dann tun Sie, wie Ihnen geraten wurde, drehen Sie sich seitlich hin&uuml;ber. Sehen Sie ins Gesicht Ihres Gemahls! Was sehen Sie? Sicherlich niemanden, der mit den Jammergestalten aus Ihren Sendungen vergleichbar w&auml;re. Kein schwitzendes, beleibtes Scheusal; kein borstiges und unf&ouml;rmiges M&auml;nnergesicht, kein k&ouml;rperliches Ekelpaket. Gut sieht er aus, Ihr Herr Gemahl! Gar nicht wie diese M&auml;nner, die sie am &ndash; oder sagt man: im? &ndash; Tatort Internet aufzugabeln pflegen.<br>\nUnd dennoch, dieser adrette, dieser flotte Herr, er verteidigt qua seines Amtes einen Krieg, der tausende Kinder in den Tod riss &ndash; und noch rei&szlig;en wird. Er windet sich, wenn bei Massakern gegen Zivilisten auch Kinder ums Leben gebracht wurden, die Verantwortung als oberster Dienstherr zu &uuml;bernehmen. Sicher, er ist nie und nimmer mit den Scheusalen vergleichbar, die Sie montags zu Quote verbuchen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/ad-sinistram.blogspot.com\/2010\/10\/lieblinge-befehlt-wir-folgen-euch.html\">ad-sinistram<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Privatgeheimdienst: &ldquo;Identifizierung der besonders auff&auml;lligen Blogger, Poster etc.&rdquo; <\/strong><br>\nDie bis vor kurzem vom Tatort-Internet-Moderator Udo Nagel mit geleitete Prevent AG spionierte als &ldquo;Privatgeheimdienst&rdquo; f&uuml;r den umstrittenen HSH-Bankchef Dirk Jens Nonnenmacher<br>\nNach Informationen des Spiegel f&uuml;hrte die Firma Prevent AG im Auftrag des HSH-Nordbank-Vorstandsvorsitzenden Jens Dirk Nonnenmacher nicht nur &ldquo;verdeckte Besuche von &ouml;ffentlichen Veranstaltungen und geladenen Gesellschaften zum Thema HSH&rdquo; durch&rdquo;, sondern auch eine &ldquo;eingehendere Recherche und Dokumentation, ggfs. auch Identifizierung der besonders auff&auml;lligen Blogger, Poster etc.&rdquo;. Angeblich hatten die Dienstleistungen im Rahmen des Projekts &ldquo;Silence&rdquo;, f&uuml;r die im letzten Jahr &uuml;ber sieben Millionen Euro bezahlt wurden, ein Ausma&szlig;, das es rechtfertigt, von einem &ldquo;Privatgeheimdienst&rdquo; zu sprechen&hellip;<br>\nAm 6. Oktober hatte die Staatsanwaltschaft mehrere Gesch&auml;ftsr&auml;ume des Unternehmens durchsuchen lassen, weil der Verdacht besteht, dass es die Sicherheitsbeh&ouml;rden mit falschen Spuren an der Nase herumf&uuml;hrte, um der HSH zu helfen, ein unbequemes Vorstandsmitglied loszuwerden&hellip;<br>\nDie Prevent AG wurde von 2008 bis vor Kurzem von Udo Nagel mit geleitet, der sich in seinem neuen Arbeitsplatz als Fernsehmoderator ebenfalls strafrechtlich relevanten Vorw&uuml;rfen ausgesetzt sieht. Namhafte Juristen wie Thomas Stadler kritisieren, dass in seiner Sendung Tatort Internet &ldquo;m&ouml;glicherweise auf beiden Seiten der Kamera Straftaten begangen&rdquo; w&uuml;rden. So versto&szlig;en beispielsweise heimliche Aufnahmen nicht &ouml;ffentlich gemachter &Auml;u&szlig;erungen ebenso gegen den Paragrafen 201 StGB wie deren Verwendung. Zudem scheint es, als ob heimlich Gefilmte unter Androhung von Gewalt am Verlassen des Drehorts gehindert und zum Auspacken von Taschen gezwungen sein k&ouml;nnten, was die Tatbest&auml;nde der N&ouml;tigung und der Freiheitsberaubung erf&uuml;llen w&uuml;rde.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/blogs\/6\/148584\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Schweiz wird Deutschlands gr&ouml;&szlig;tes Finanzamt<\/strong><br>\nDeutschen Steuers&uuml;ndern in der Schweiz drohen schon bald erhebliche Nachzahlungen. Seit M&auml;rz verhandeln Berlin und Bern &uuml;ber ein Abkommen zur Doppelbesteuerung &ndash; noch im Oktober soll es stehen. Anfang September hatte Sch&auml;uble bereits erkl&auml;rt, das Abkommen laufe auf eine Mischung aus Abgeltungsteuer und Amtshilfe hinaus. Nach einem Bericht des &ldquo;Focus&rdquo; soll die Einigung so aussehen, dass die Schweiz nicht die Namen der Kontoinhaber &uuml;bermittelt, aber k&uuml;nftig bei neuen Konten eine Abgeltungsteuer von 35 Prozent erhebt und an Deutschland abf&uuml;hrt. Auch Altanleger sollen herangezogen werden: Bei Altverm&ouml;gen sollen f&uuml;r zehn Jahre r&uuml;ckwirkend der Verm&ouml;genszuwachs errechnet werden und ebenfalls die 35 Prozent an Berlin abgef&uuml;hrt werden. Die &ldquo;Basler Zeitung&rdquo; berichtet von einem &auml;hnlichen Konstrukt. Die Steuers&uuml;nder w&uuml;rde das zwar Geld kosten, rechtlich w&uuml;rden sie aber legalisiert &ndash; ihnen droht damit in Deutschland kein Strafverfahren mehr.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/europa\/:streit-um-steuerhinterziehung-schweiz-wird-deutschlands-groesstes-finanzamt\/50183665.html\">FTD<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Der irre Schwellenl&auml;nderrausch<\/strong><br>\nEs gibt kein Kinderspiel, von dem der Kapitalmarkt mehr lernen k&ouml;nnte als von der &ldquo;Reise nach Jerusalem&rdquo;: Weil es immer einen Stuhl weniger als Mitspieler gibt, fliegt am Ende jeder Runde derjenige raus, der nicht sitzt, wenn die Musik ausgeht. Und je mehr mitmachen, desto mehr Spa&szlig; macht es. So was finden nicht nur Kinder toll, sondern auch Investoren am Kapitalmarkt. Derzeit wei&szlig; zum Beispiel jeder, der halbwegs mit den Gesetzen von Angebot und Nachfrage sowie dem typischen Herdenverhalten von Anlegern vertraut ist, dass die grassierende Schwellenl&auml;ndereuphorie in einem Exzess enden wird. Und dass am Ende, wenn die Musik ausgeht, einige wenige Gewinner &uuml;brig bleiben, aber sehr viele keinen Stuhl haben werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/finanzen\/maerkte\/:anlagenotstand-der-irre-schwellenlaenderrausch\/50183843.html\">FTD<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Polens chinesische Autobahn<\/strong><br>\nEin Staatskonzern aus China baut Teile der Trasse zwischen Berlin und Warschau. Es ist das erste Mal, dass ein solches Gro&szlig;projekt in der EU an einen chinesischen Konzern vergeben wurde. Der Ost-Ausschuss der deutschen Wirtschaft hat geradedavor gewarnt, dass China in Osteuropa seine Vormachtstellung ausbaut. Vor Jahresfrist hatte die Bauvergabe f&uuml;r einen Aufruhr in der polnischen, deutschen und europ&auml;ischen Stra&szlig;enbaulobby gesorgt. Die chinesische Staatsfirma Covec hatte in ihrer Offerte die Preisvorgabe des polnischen Stra&szlig;enbauamtes um 60 Prozent unterschritten und damit den Zuschlag f&uuml;r zwei Abschnitte von insgesamt f&uuml;nf bekommen. Die Konkurrenz spricht seitdem von Dumpingpreisen, Qualit&auml;tsm&auml;ngeln, Billigl&ouml;hnen und einer drohenden Flut chinesischer Wanderarbeiter. Doch Covec-Vertreter weisen darauf hin, dass man vor allem mit polnischen Subunternehmern zusammenarbeiten werde und auch die Chinesen den polnischen Mindestl&ouml;hnen unterworfen seien.<br>\nDie Vorarbeiten sind fast beendet. In einem Einfamilienhaus in Zyrardow wartet die Au&szlig;enstelle der Warschauer Covec-Zentrale auf die letzte Baubewilligung. Etwa zwei Dutzend Chinesen sitzen in einem B&uuml;roraum am Laptop. &bdquo;Wir haben nichts zu verbergen&ldquo;, sagt der polnische Vize-Abschnittsleiter Robert Piatek. Im Moment habe er rund hundert Chinesen in seinem Team von Ingenieuren. &bdquo;Es gibt keine Pl&auml;ne, in diesem Stadium chinesische Bauarbeiter einzustellen&ldquo;, sagt er. Covec k&ouml;nne vor allem wegen des chinesischen Kapital&uuml;berschusses g&uuml;nstiger bauen als die Konkurrenz. Teure Zinsen w&uuml;rden so entfallen. &bdquo;Bestimmt wollen auch wir Gewinn machen, wenn auch vielleicht nur einen kleinen&ldquo;, sagt der Manager Tan Honghua.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/polens-chinesische-autobahn\/1960334.html;jsessionid=2D3E6B96C529C06FECDB368B16A84ACF\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Es ist schon seltsam, da recherchiert die Kommission auf das Penibelsten, ob in Europa unerlaubte staatliche Beihilfen im Spiel sind, sobald aber ein 100-prozentiges chinesisches Staatsunternehmen ein f&uuml;r Fachleute nicht mehr nachvollziehbar Angebot vorlegt, spielt die Frage nach staatlichen Beihilfen keine Rolle mehr. Dabei stellt sich bereits generell die Frage, warum die europ&auml;ische Union nicht au&szlig;ereurop&auml;ische Wettbewerber von vornherein ausschlie&szlig;t. Immerhin entfallen ca. 10 % der europ&auml;ischen Wirtschaftsleistung auf die Bauwirtschaft und diese stellt etwa 8 % aller Besch&auml;ftigten. Nachdem China nicht nur die arbeitsintensive Bekleidungsindustrie, sondern auch andere Branchen in Europa bereits aufgerollt hat, erlauben wir der chinesischen Bauwirtschaft mit Dumping-Preisen in Europa Fu&szlig; zu fassen. Der Witz ist dabei, dass der Ausbau der Autobahn mit europ&auml;ischen Steuergeldern finanziert wird. Man darf gespannt sein wie der weitere Ausbau des polnischen Stra&szlig;ennetzes verl&auml;uft. Wegen der Fu&szlig;ballweltmeisterschaft 2012 sind Investitionen von &uuml;ber 27,5 Milliarden  geplant, davon wird ein Drittel &uuml;ber EU-Fonds finanziert.<br>\nZu erkl&auml;ren, ist die Ignoranz der Europ&auml;ischen Kommission nur vor dem Hintergrund der Interessen des europ&auml;ischen Exportkapitals. Diesem ist es vollkommen gleichg&uuml;ltig, inwiefern die chinesische Importkonkurrenz die einheimische Wirtschaft bedr&auml;ngt. Hauptsache die gro&szlig;e Industrie&nbsp; verkauft Atomkraftwerke und andere Investitionsg&uuml;ter nach China. Es ist Aufgabe der Politik daf&uuml;r zu sorgen, dass Freihandel zu gleichen Bedingungen abl&auml;uft, und nicht bei chinesischen Importen beide Augen zugedr&uuml;ckt werden, nur um die Interessen des europ&auml;ischen Exportkapitals zu bedienen. Nur zu gerne m&ouml;chte man Einsicht in die Rechnung f&uuml;r die Materialbeschaffung der chinesischen Baufirma haben, geschweige denn in die Handhabung des polnischen Mindestlohn bei chinesischen Arbeitern.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Wikileaks will 400&rsquo;000 Geheimakten &uuml;ber Irak publizieren<\/strong><br>\nDie Organisation Wikileaks plant die Ver&ouml;ffentlichung von rund 400&rsquo;000 Dokumenten &uuml;ber den Irak-Krieg. Dies berichten verschiedene internationale Medien unter Berufung auf das amerikanische Verteidigungsministerium. Dabei soll es sich um geheime Daten &uuml;ber die gr&ouml;sseren Milit&auml;raktionen handeln, darunter auch Material &uuml;ber Truppenverschiebung und B&uuml;ndnisse mit den wichtigsten lokalen Stammesf&uuml;hrern. Im Pentagon sorgt dies f&uuml;r erh&ouml;hte Nervosit&auml;t. Nun hat das Ministerium eine Task Force aus 120 Personen gebildet. Diese soll die m&ouml;glichen Auswirkungen der Enth&uuml;llungen und das Schadenpotenzial absch&auml;tzen. Verteidigungsminister Robert Gates sch&auml;tzt aber offenbar die Enth&uuml;llungen der 70&rsquo;000 Afghanistan-Dokumente im Juli 2010 als &laquo;nicht kompromittierend&raquo; ein, wie die Nachrichtenagentur Reuters am Wochenende berichtete. Wikileaks habe aber damit das Leben vieler Beteiligten in Gefahr gebracht. Wikileaks will bei der n&auml;chsten Ver&ouml;ffentlichung wieder mit verschiedenen Medien zusammenarbeiten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.nzz.ch\/nachrichten\/international\/wikileaks_irak_1.8048424.html\">NZZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Die bei solchen Meldungen obligatorische, offizielle Sorge um das Leben der Soldaten der Einsatztruppen und der mit ihnen kooperierende Zivilpersonen mutet etwas seltsam an. Haben doch gerade die US-Streitkr&auml;fte gemeldet, dass von Anfang 2004 bis August 2008 fast 77&nbsp;000 Iraker get&ouml;tet wurden. Dabei handele es sich um fast 63 200 Zivilisten und knapp 13 800 Angeh&ouml;rige der irakischen Streitkr&auml;fte. Die <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/irak-zweifelt-an-opferzahlen-der-usa\/1959062.html\">wirklichen Zahlen d&uuml;rften weitaus h&ouml;her liegen.<\/a><br>\nVielleicht tragen solche Ver&ouml;ffentlichungen dazu bei, solche sinnlosen Kriege in frage zustellen. Auf jeden Fall d&uuml;rfte wieder einmal recht konkret aufgezeigt werden, wie wenig oder wieviel das Leben der Beteiligten den Milit&auml;rs wert war bzw. sein kann.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Nachrufe auf Hermann Scheer <\/strong><br>\n<strong>von Christiane Grefe<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zeit.de\/politik\/deutschland\/2010-10\/Hermann-Scheer-Nachruf\">Die Zeit<\/a>\n<p><strong>und von Diether Dehm<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.jungewelt.de\/2010\/10-16\/034.php\">junge Welt<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Europameister in Produktivit&auml;t; je j&uuml;nger desto prek&auml;rer; wir Banker k&ouml;nnen nicht klagen; Jamie Galbraith beschreibt den Betrug; Verwaltungsrat der BayernLB will klagen; gro&szlig;e Mehrheit h&auml;lt erneuerbare Energien f&uuml;r wichtig; Bahn profitiert von Stuttgart 21; Polizei provoziert Krawall; so voll ist das Boot; Schr&ouml;der w&auml;scht Braune wei&szlig;; Freifrau von und<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=7129\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-7129","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/7129","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=7129"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/7129\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":7142,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/7129\/revisions\/7142"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=7129"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=7129"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=7129"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}