{"id":71298,"date":"2021-04-02T14:00:02","date_gmt":"2021-04-02T12:00:02","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=71298"},"modified":"2021-04-02T15:03:34","modified_gmt":"2021-04-02T13:03:34","slug":"leserbriefe-zu-ein-jahr-lockdown-was-sind-ihre-erfahrungen-teill-ii","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=71298","title":{"rendered":"Leserbriefe zu \u201eEin Jahr Lockdown. Was sind Ihre Erfahrungen?\u201c &#8211; Teill II"},"content":{"rendered":"<p>Jens Berger hat <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=70951\">in diesem Beitrag<\/a> an den Jahrestag der Lockdown-Politik und <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=69649\">an den Appell f&uuml;r eine &Ouml;ffnung<\/a> erinnert. Zugleich ist die Leserschaft der NachDenkSeiten gebeten worden, &uuml;ber ihre Erfahrungen zu berichten. Danke f&uuml;r die vielen E-Mails mit sehr verschiedenen Erlebnissen, es d&uuml;rfte genug Lekt&uuml;re f&uuml;r die Osterfeiertage sein. Den ersten Teil der Leserbriefe hatten wir bereits <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=71040\">am 25. M&auml;rz ver&ouml;ffentlicht<\/a>. Es folgt der zweite Teil: eine Auswahl der Leserbriefe, zusammengestellt von <strong>Ala Goldbrunner<\/strong>.<br>\n<!--more--><\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>1. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrte Damen und Herren,<\/p><p>gerne nehme ich Ihren Aufruf an und schildere Ihnen meine Erfahrungen, Eindr&uuml;cke und momentane Befindlichkeit. Meinen Namen d&uuml;rfen sie ruhig nennen. Ich stehe zu meinen Aussagen.<\/p><p>Als hauptberuflicher Mitarbeiter, seit 1995 im Rettungsdienst, w&uuml;rden meine Erfahrungen zur aktuellen Pandemie mittlerweile ein dickes Buch f&uuml;llen. Der Schwachsinn der verzapft wird, ist wie aus dem Drehbuch eines Irrenhauses. Ich darf mir erlauben zu erw&auml;hnen, dass ich &uuml;ber sehr viel Erfahrung im Infektionsschutz verf&uuml;ge. Bis heute d&uuml;rfte ich auf mehrere tausend Eins&auml;tze kommen, die als Infektionstransporte von mir begleitet, durchgef&uuml;hrt wurden. Diese Eins&auml;tze sind im Prinzip nichts au&szlig;ergew&ouml;hnliches, sie dauern l&auml;nger, sind k&ouml;rperlich anstrengender, ben&ouml;tigen eine l&auml;ngere Vor &ndash; und Nachbereitungszeit und m&uuml;ssen entsprechend den Richtlinien durchgef&uuml;hrt werden. Dabei ist es egal, ob Grippe, Noro, ORSA, MRSA, 3MRGN, 4 MRGN, Clostridien oder SARS &ndash; CoV 2. Der Rettungsdienst ist diesbez&uuml;glich sehr erfahren und konnte bis heute, in meinem Bereich der Stadtrettung, alle Patienten die Hilfe ben&ouml;tigten, gut &ndash; und zeitgerecht versorgen. Zu keinem Zeitpunkt gab es in meinem T&auml;tigkeitsbereich Ausf&auml;lle durch eine &bdquo;Corona &ndash; &Uuml;berlastung&ldquo;. Zwar waren Fahrzeuge manchmal l&auml;nger gebunden, was aber nicht zu einer generellen Unterversorgung f&uuml;hrte. Das nur mal vorweg.<\/p><p>Laut RKI sind die Grippeinfektionen im Jahr 2020 signifikant gesunken. Begr&uuml;ndet wird das mit den bundesweit durchgef&uuml;hrten Schutzma&szlig;nahmen. Die Masken wirken also. Das SARS CoV 2 Virus, so gef&auml;hrlich es auch ist, bei&szlig;t sich nun mal nicht durch die Schutzmasken, sondern sch&uuml;tzt den Tr&auml;ger und auch andere, wenn dieser sie fachgerecht tr&auml;gt. Das Ganze scheint so wirksam zu sein, das die Krankenh&auml;user es mittlerweile unterlassen k&ouml;nnen, bei grippalen Infektzeichen auf Influenza (Grippe) abzustreichen. Es wird nur noch auf SARS CoV 2 untersucht. So wird manipuliert. Das eine l&auml;sst man weg, das andere wird getestet auf Teufel komm raus. Wer mehr testet, findet auch mehr. Vergleichbarkeit ade.<\/p><p>Wer im Rettungsdienst arbeitet, wei&szlig; das viele Eins&auml;tze unn&ouml;tig sind und in den Behandlungsbereich der Haus&auml;rzte geh&ouml;ren. Es gilt nicht f&uuml;r alle Patienten, aber die Erfahrung zeigt, dass etliche Patienten mit einer grippalen Infekt &ndash; Symptomatik ver&auml;ngstigt den Rettungsdienst rufen und nach eingehender Erstuntersuchung zu Hause genesen k&ouml;nnen. Ausgenommen hiervon sind gef&auml;hrdete Patienten (&Auml;ltere, chronisch Kranke) und Patienten mit einer kritischen Symptomatik. Es muss ein Umdenken erfolgen und die vulnerablen Patienten\/ &ndash; Personengruppen und Alten &ndash; und Pflegeheime konsequent gesch&uuml;tzt werden. Ein Umstand den etliche Einrichtungen noch bis zum Sommer 2020 nicht begriffen hatten. Ich unterstelle, das der Lockdown sofort beendet werden kann, wenn alle Personen beim Einkaufen, wie bisher und ordnungsgem&auml;&szlig; einen Mund-Nasen Schutz, respektiv eine FFP II &ndash; Maske tragen. Dazu eine gute H&auml;ndehygiene und etwas Abstand. Mehr braucht es nicht. Man braucht kein Land in den wirtschaftlichen Ruin zu st&uuml;rzen. Es gibt kein erh&ouml;htes Infektionsgeschehen in Baum&auml;rkten, Einkaufszentren etc.. &Uuml;berf&uuml;llte Stadtbahnen gibt es &uuml;brigens auch noch und das st&ouml;rt niemanden der Verantwortlichen. Alles einfach nur noch sinnlos, zumindest der Versuch, es noch mit normalem Menschenverstand zu begreifen.<\/p><p>Nach zweiw&ouml;chiger krankheitsbedingter Abwesenheit fiel mir die Stimmung auf unserer Rettungswache besonders auf. Viele sind gereizt und haben ein erhebliches Verst&auml;ndnisproblem, was die neuen und fortgef&uuml;hrten Lockdown &ndash; Ma&szlig;nahmen angeht. F&uuml;r viel Unmut sorgt in meinem T&auml;tigkeitsbereich auch immer noch, die uneinheitliche Verfahrensweise in den Notaufnahmen unserer Landeshauptstadt. Jedes Krankenhaus macht es anders. In einer Woche habe ich in einem Krankenhaus 3 (!) verschiedene Verfahrensweisen bei Patienten mit dem Verdacht auf eine SARS CoV 2 Infektion erlebt. Als mir der Kragen platzte, war nur zu h&ouml;ren, das ist halt teamabh&auml;ngig (!). &Uuml;berstunden, ein medial gehypter Impfdruck, eingeschr&auml;nkte Freizeit &ndash; und Sportm&ouml;glichkeiten tun ihr &uuml;briges und nagen an der Substanz. Dazu kommt in unserem Land eine noch nie dagewesene Demokratiefeindlichkeit, Stigmatisierung Andersdenkender und eine Presse die auf &uuml;belste Weise hetzt. Ich bin Jahrgang 71 und habe viele gesellschaftliche Krisen miterleben d&uuml;rfen; m&uuml;ssen. Die jetzige erscheint mir die Gr&ouml;&szlig;te zu sein. Auch habe ich ein D&eacute;ja-vu. Ich erinnere mich an die 1980er Jahre. Damals titelte die Springerpresse, allen voran die Bild Zeitung &bdquo; neue Todesseuche bedroht Europa &ndash; m&uuml;ssen wir jetzt alle sterben?&ldquo;. Gemeint war HIV. Eine bis dato unbekannte Infektionskrankheit. Bei mir als Teenager l&ouml;ste das massive &Auml;ngste aus. Die anderen Boulevardbl&auml;tter titelten &auml;hnlich, ver&ouml;ffentlichte Bilder sch&uuml;rten weitere &Auml;ngste. Die Angstmache steckt scheinbar in den Genen der bekannten Bl&auml;tter. Ein Unterschied zu heute: Damals gab es die sozialen digitalen Netzwerke nicht. Eine weitere neue Waffe dieser Bl&auml;tter und mittlerweile auch der politische Kaste. <\/p><p>Ein weiteres D&eacute;ja-vu: Als vor Jahren die Demonstrationen gegen das Freihandelsabkommen TTIP stattfanden, berichtete der Spiegel &uuml;ber die Berliner Demonstranten; &bdquo;da laufen sie wieder,die Rechten&ldquo;. Ein Begriff der aktuell auch sehr inflation&auml;r gebraucht wird. Eine Frechheit hoch drei. Da setzt man sich als Demokrat vehement f&uuml;r Freiheit, Demokratie und gegen eine Verschlechterung der b&uuml;rgerliche Rechte ein und wird vom Spiegel &ouml;ffentlich als Rechter beschimpft. Seit dem ist der Spiegel f&uuml;r mich ein &bdquo;no-go&ldquo;.<\/p><p>Was kann man machen. Ich rede viel, tausche mich aus und lasse mir den Mund nicht verbieten. Der CDU in Niedersachsen habe ich einen saftigen Brief geschrieben und mir Luft gemacht. Bis heute bleibt eine Antwort aus. Respekt vor mir als B&uuml;rger, Fehlanzeige. Ich handele nach der Devise, erst reden wir, dann schreiben wir, dann demonstrieren wir. F&uuml;r Einigkeit, Recht und Freiheit. Frau Merkel ist f&uuml;r mich nur noch der linkssozialistische Wolf im CDU &ndash; Schafpelz. Meine Geduld ist am Ende. Wir sehen uns auf der Stra&szlig;e.<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nHein Bradhering<br>\nNotfallsanit&auml;ter<br>\n&ndash; Hannover &ndash;<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>2. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebes Team der Nachdenkseiten!<\/p><p>Als treue Leserin eurer Seite seit 2014 schreibe ich hier das erste Mal (&uuml;berhaupt im Leben) einen Leserbrief.<\/p><p>Nach einem Jahr Lockdown schwanke ich meistens zwischen Frust, depressiver Verstimmung, Resignation und vor allem dem Gef&uuml;hl der Machlosigkeit gegen&uuml;ber all dieser Ma&szlig;nahmen und die weiteren Folgen die jetzt schon absehbar sind! Ich habe das Gef&uuml;hl nur noch in die Arbeit zu fahren und der w&ouml;chentliche Supermarkt-Einkauf ist das Highlight der Woche! Keine privaten Treffen, kein Sport, kein Urlaub -alles private ist gestrichen! Ich bin mittlerweile etwas dicker, unbeweglicher und tr&auml;ger geworden. Aber Hauptsache ich funktioniere in meinem Job! Schlie&szlig;lich bin ich ja Systemrelevant!<\/p><p>F&uuml;r mich erschloss sich bereits im M&auml;rz 2020 &ndash; nachdem ich viele Informationen zum Thema C verschlungen hatte &ndash; die Gef&auml;hrlichkeit dieses Virus und der angeblichen &ldquo;Pandemie&rdquo; nicht! Fassungslos erlebte ich den ersten Lockdown und schon damals diskutierten mein Mann und ich &uuml;ber die m&ouml;glichen Folgen f&uuml;r Gesellschaft und Wirtschaft. Leider muss ich sagen das alles genauso bzw. noch schlimmer gekommen ist als gedacht &ndash; &uuml;ber die Folgen wurde ja hier bei den Nachdenkseiten schon genug geschrieben.<\/p><p>Meine gr&ouml;&szlig;te Belastung aber ist mein Job bzw. mein t&auml;gliches Jobumfeld! Dort werde ich jeden einzelnen Tag mit dem Thema C ; Meinungen dazu und auch den direkten Auswirkungen mancher Regeln und Verordnungen konfrontiert! Ich arbeite als Fachkrankenschwester in der An&auml;sthesie (also im OP) in einer gr&ouml;&szlig;eren Klinik. Ich liebe meinen Job! Ich mache ihn seit &uuml;ber 20 Jahren -aber seit diesem Winter denke ich dar&uuml;ber nach aufzuh&ouml;ren! <\/p><p>Letztes Jahr Mitte M&auml;rz reduzierten wir von einen Tag auf den anderen unser OP-Programm auf ca. 20% Auslastung. Es wurden Kollegen auf die &ldquo;vergr&ouml;&szlig;erte und erweiterte&rdquo; Intensivstation &ldquo;ausgeliehen&rdquo; um auf den gro&szlig;en &ldquo;Ansturm&rdquo; der prophezeiten Patienten zu bew&auml;ltigen. Fazit: bis auf ein paar einzelne Covid-Patienten blieb unsere Intensivstation, der OP und das restliche Haus quasi bis Mitte Mai leer! Die meisten von uns hatten diese 2 Monate der ersten Welle sehr wenig zu tun! So erging es ja vielen Kliniken. <\/p><p>Seit Ende April wird jeder Patient einem PCR Test unterzogen. Und alle Mitarbeiter und Patienten m&uuml;ssen die ganze Zeit einen Mund-Nasen-Schutz tragen. Seit Anfang November -p&uuml;nktlich zur zweiten Welle- wurden wieder Kollegen auf die Intensiv &ldquo;ausgeliehen&rdquo;, alle m&uuml;ssen jetzt die komplette Schicht eine FFP-2 Maske tragen (es gibt eine Maske\/Tag!!!) -nur in den Pausen darf die Maske abgenommen werden! Seitdem klagen wir fast alle t&auml;glich &uuml;ber Kopfschmerzen, M&uuml;digkeit und Abgeschlagenheit. Ich leide sehr darunter! Erst seit Mitte Dezember gibt es w&ouml;chentliche Schnelltests f&uuml;r Mitarbeiter &ndash; freiwillig, aber es wird schon etwas Druck ausge&uuml;bt sich daran auch zu beteiligen. <\/p><p>Ich hinterfrage PCR-Tests, Schnelltests, FFP-Masken-Pflicht, Kontaktverbote,Schulschlie&szlig;ungen etc. Ich mache mir Gedanken was die Zukunft bringt z.B. Impfpass, elektronische Verfolgung. Leere Kliniken, keine &Uuml;bersterblichkeit, das Verschwinden der Grippe etc -all das darf man nicht mehr laut aussprechen! Ich spreche es auch nicht laut aus, au&szlig;er bei den wenigen Kollegen die genauso denken. Eine Diskussion findet zwischen den zwei Lagern nicht statt. Man ist entweder f&uuml;r die Ma&szlig;nahmen, oder dagegen!<\/p><p>Bei vielen, den meisten meiner Kollegen sto&szlig;e ich auf Unverst&auml;ndnis, werde als &ldquo;asozial&rdquo; beschimpft weil ich mich nicht habe impfen lassen. Die Ma&szlig;nahmen d&uuml;rfen doch nicht hinterfragt werden und meine Kollegen sinnieren &uuml;ber &ldquo;Privilegien&rdquo; f&uuml;r Geimpfte &ndash; haben aber v&ouml;llig vergessen das das mal Grundrechte waren!<\/p><p>Privat z&auml;hle ich meinen Mann (beide Mitte 40) und mich zu den privilegierten Menschen in dieser Krise. Wir wohnen zusammen in einer gro&szlig;en Wohnung am Rande einer Gro&szlig;stadt in Bayern, beide haben wir immer noch unsere Jobs (mein Mann war letztes Jahr insgesamt 3 Monate in Kurzarbeit -was zwar ein Einkommensverlust bedeutete, aber uns in keine finanzielle N&ouml;te brachte), die auch immer noch genauso stressig sind wie davor. Er macht halt jetzt mehr Homeoffice!<\/p><p>Private Treffen finden kaum statt -alle sind von den Mainstream-Medien in Angst und Schrecken versetzt. Sogar Junge, gesunde Freunde bem&uuml;hen sich krampfhaft um Impftermine -man will ja schlie&szlig;lich wieder Reisen, ins Kino gehen, etc.<\/p><p>Unsere beider Eltern (alle um die 70 Jahre alt) sind die einzigen, die wir in den letzten 12 Monaten regelm&auml;&szlig;ig sehen und treffen. Alle vier sind &ndash; Gott sei Dank -wie wir beide, entspannt, haben keine Angst vor dem Virus, versuchen ihr Immunsystem fit zu halten und haben alle unabh&auml;ngig voneinander beschlossen sich nicht impfen zu lassen.<\/p><p>Meine Hoffnung, die ich letztes Jahr noch hegte, das irgendwann die Fakten die Politik zum Kursumschwung zwingen w&uuml;rden, schwinden mit jeden Monat. Trotzdem versuche ich mich nicht unterkriegen zu lassen! Man hat mir fast alles genommen, was das Leben au&szlig;erhalb der Verpflichtungen lebenswert macht &ndash; aber das uns (meinen Mann und meine Familie) &ndash; das kann man mir nicht nehmen! Und deswegen erfreue ich mich an Kleinigkeiten im Alltag.<\/p><p>In diesem Sinne, vielen, vielen Dank an das Team der Nachdenseiten! Ich bin immer noch hoffnungsvoll, und eure Seite macht mir meinen Alltag ertr&auml;glicher, da ich wei&szlig;, das ich nicht alleine bin&hellip;<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en,<br>\nH.I.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>3. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Dieses Corona-Jahr war in jeder Hinsicht irre. Beruflich, politisch, pers&ouml;nlich.<\/p><p>1. Beruflich: Dass hier etwas nicht stimmt, merkte ich das erste Mal kurz nach der Ausrufung des 1. Lockdown: <\/p><p>a) Ich bekam &ndash; als vom Gericht bestellter Berufsbetreuer &ndash;<\/p><p>Anrufe von Schwerbehinderten: Hilfe! Hunger! Der ambulante Pflegedienst kauft nicht mehr f&uuml;r mich ein!  Tats&auml;chlich hatten die Pflegedienste ihre Dienste sofort auf das Notwendigste reduziert, und sie hatten mich nicht einmal informiert !&hellip; <\/p><p>Ein Betreuter kam  2 x in der Notaufnahme nicht dran, wegen &bdquo;Umstellung auf Corona&ldquo;. Als er kollabierte, stellte sich heraus: Tumor. Nach kurzer Behandlung wurde er entlassen, er solle erst in 10 Tagen wieder zur Palliativ-Bestrahlung (!) im Krankenhaus erscheinen. Er starb davor&hellip;&nbsp;<\/p><p>Dann las ich von der besonderen  Gefahr f&uuml;r Risikogruppen. Ein  Gutteil meiner Betreuten geh&ouml;ren zur Risikogruppe,  da sie chronisch krank sind. Also bestellte ich  ffp 2 Schutzmasken f&uuml;r sie und  beantragte beim  Sozialamt der Stadt Regensburg die Kosten&uuml;bernahme. Die Kosten&uuml;bernahme  wurde von der Stadt und von der Regierung der Oberpfalz als Widerspruchbeh&ouml;rde abgelehnt. Ich zitiere aus dem Widerspruchsbescheid der Regierung: &bdquo;Die derzeit zum Schutz vor Neuinfizierungen mit dem Coronavirus vorgeschriebenen Gesichtsbedeckungen sind aus dem SGB II- Regelbedarf zu finanzieren , da sie als Bestandteil der Kleidung angesehen werden k&ouml;nnen.&ldquo; &hellip;<\/p><p>Fortlaufend bemerkte ich, dass der Schutz der Risikogruppen nur unter ferner liefen l&auml;uft.<\/p><p>Im Winter begann im Landkreis Regensburg das Covid 19-Sterben relativ&nbsp; vieler Altenheim-Bewohner . Ich erkundigte mich zu den Schutzma&szlig;nahmen und bemerkte: Es wird auch weiterhin nicht einmal das Notwendige getan. Es finden viel  zu wenig Tests bei Personal, Besuchern und  u Bewohnern statt. Und es wird weiterhin nichts f&uuml;r die St&auml;rkung des Immunsystems getan. Die alten Menschen  bekommen unver&auml;ndert das gleiche schlechte Essen. Oder aber die Altenheime isolierten &ndash; ohne zu fragen &ndash; die alten Menschen und raubten ihnen so den  Rest Lebensfreude durch Angeh&ouml;rigenkontakte. Einige sind dann quasi an Einsamkeit gestorben&hellip;<\/p><p>b) Als Rechtsanwalt vor allem im Sozialrecht, der ich auch bin, habe ich seit &uuml;ber 1 Jahr keinen einzigen Termin mehr am Sozialgericht Regensburg bekommen, &bdquo;wegen Corona&ldquo;. Auch sonst ist es mit der Rechtsstaatlichkeit nicht mehr weit her: Bei der Vertretung einer Minderj&auml;hrigen wegen &bdquo;Teilnahme an einer Corona-Party&ldquo;  im Freien entnahm ich das Beh&ouml;rdenakte: Die Stadt Regensburg hat pauschal einfach alle von der Polizei an einem Ort eingefangenen Jugendliche mit Bu&szlig;geldbescheiden &uuml;ber 300 EUR &bdquo;wegen Versto&szlig; gegen das Kontakt- und Feierverbot&ldquo; bestraft . Ohne irgendeinen Einzelschuld-Beweis gegen die Jugendlichen .  Wer sich nicht wehrte, hatte &bdquo;Pech gehabt&ldquo; !<\/p><p>2. Politisch: Ich schrieb  4 Jahre lang pro bono regelm&auml;&szlig;ig an einem regionalen kritischen  Blog mit.<\/p><p>Nach dem ersten Protest gegen den Lockdown vor Ort erschien auf dem Blog der erste einer inzwischen gro&szlig;en Zahl  pauschaler Diffamierungsartikel, wonach die Protestierer irgendwie alle rechts seien. Ich hatte mir den Protest ebenfalls angesehen , und wollte daraufhin einen differenzierenden Gegen-Artikel &bdquo;Die Verschw&ouml;rungstheoretiker-Keule: Ohne mich !&ldquo; ver&ouml;ffentlichen. Abgelehnt ! Stattdessen wurde ich binnen kurzem selbst aus dem Blog &bdquo;entfernt&ldquo;.   Wie ich inzwischen lese, bin ich nun selbst ein &bdquo;Verschw&ouml;rungstheoretiker&ldquo; ; dazu eine   erheiternde Anekdote : Ich nahm damals in Regensburg an  einer &bdquo;Meditation f&uuml;r Freiheit und Liebe&ldquo; teil und trug ein T-Shirt , auf dem vorne &bdquo;Ich bin ein Verschw&ouml;rungstheoretiker&hellip;&ldquo; und  auf der R&uuml;ckseite &bdquo;&hellip;denn ich glaube an die Macht der Liebe !&ldquo; mit einem Regenbogensymbol stand. Seitdem steht  auf den Hetzseiten der  anonym agierenden &bdquo;Antifa&ldquo; neben diversen Beschimpfungen und Verleumdungen gegen mich : &bdquo;Der Rechtsanwalt Otmar Spirk trug bei der Kundgebung ein T-Shirt mit der Aufschrift &bdquo;Ich bin Verschw&ouml;rungstheoretiker&ldquo;&ldquo;&hellip;<\/p><p>Ich habe aus dieser fortdauernden Hetze den Schlu&szlig; gezogen: Wer  nicht selber &Ouml;ffentlichkeit herstellt, wird heutzutage einfach verhetzt. Seitdem betreibe ich mit Hilfe anderer Menschen einen eigenen Blog namens leben und leben lassen in Regensburg, mit dem Anspruch, sachlich fundiert zu argumentieren  . Denn in Regensburg sind seit M&auml;rz 2020 bis heute nur 66 Menschen wegen\/mit Covid 19 gestorben, bei &uuml;ber 142000 Einwohnern. Gleichwohl  h&auml;lt eine SPD\/CSU-Koalition mit Unterst&uuml;tzung der Gr&uuml;nen und der Ortspresse die Stadt fest im W&uuml;rgegriff.  <\/p><p>3. Pers&ouml;nlich: Meine Kreise haben sich gespalten in Menschen ohne Angst und in Menschen mit Angstst&ouml;rungen und Unterw&uuml;rfigkeit. Ich empfinde da keinen Verlust, ehrlich gesagt. <\/p><p>Diese Menschen ohne Angst sind eine gro&szlig;e Kraftquelle&hellip;.<\/p><p>Danke f&uuml;r Eure Engagement !<\/p><p>Otmar Spirk<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>4. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrte Redaktion,<\/p><p>ich habe mich von Ihrem Aufruf sehr angesprochen gef&uuml;hlt.<\/p><p>Seit einem Jahr verhaftet, h&ouml;re ich auf Nachfrage &ldquo;Mir fehlt es ja an nichts.&rdquo;<\/p><p>Also sende ich Ihnen CORONALES &ndash; EIN JAHR LOCKDOWN.[&hellip;]ICH MELDE MICH ZU WORT<\/p><p>Begegnungen &ndash; Entgegnungen<\/p><p>Die K&uuml;nstlerschaft, zu der ich mich als Grenzg&auml;ngerin zwischen angewandter und freier Kunst z&auml;hle, schweigt vorwiegend laut. Sie nimmt in meinem Bekanntenkreis gr&ouml;ssten Teils solch angepasste Positionen ein, die ich vor der SARS-CoViD-2-Krise lediglich schwerst beamt&ouml;sem Denken und Handeln zugeordnet h&auml;tte. Nach einigen Reaktionen auf meinen ersten und zweiten Text im Januar und Februar 2021 ist f&uuml;r mich klar: Schweigen geht gar nicht mehr. Ich habe fast ein Jahr lang erstaunt, verwundert, ersch&uuml;ttert, emp&ouml;rt und gleicherma&szlig;en benommen zugeh&ouml;rt und zugesehen. Habe beobachtet, auf der Stra&szlig;e, im Supermarkt, am Arbeitsort als freiberufliche Dozentin, im Freundes-, im Familienkreis. Mein Schweigen und meine Benommenheit geh&ouml;rten der sozial-politischen Entwicklung, dem Sterbeprozess, der Begleitung meiner Schwester, der Anerkennung der Anwesenheit des Todes, mitten in meinem Leben. Ich wollte nicht wahr haben was ich sah. Ver&auml;nderungen an mir, im Habitus, in den Gespr&auml;chen mit Freunden und Verwandten, ebenso mit mir v&ouml;llig fremden Menschen. Anfangs habe ich die seltsamen Ver&auml;nderungen als bitteres Spiel gesehen. Ich konnte, wollte nicht wahrhaben, dass es so sein solle. Sehr schnell, Anfang April 2020, die gesellschaftspolitischen Entwicklungen betrachtend, wurde klar: zur&uuml;ckrudern geht nicht. Die eingeschr&auml;nkte oder beschr&auml;nkte oder beschr&auml;nkende Regierung kann sich diesen Schritt nicht erlauben. Sie muss, sie will auf Linie bleiben. Vorw&auml;rts. Vorw&auml;rts! Zur&uuml;ck, das geht nicht. Das ist kein bitteres Spiel, das ist bitterster Ernst. Ein Albtraum, aus dem es kein Erwachen zu geben scheint. Ich habe im Januar 2021 meinen ersten Text an &uuml;ber 100 ausgew&auml;hlte Menschen per email gesandt. Die Resonanz war prozentual der einer Kaltakquise mit 10% im gr&uuml;nen Bereich. Von daher h&auml;tte ich behaupten k&ouml;nnen, ich sei zu frieden. Aber ich bin ersch&uuml;ttert. Ich will nichts verkaufen. Ich m&ouml;chte mit Menschen aus meinem Leben in Kontakt und im Austausch bleiben. Auch wenn sich Menschen aus meinem Freundeskreis sehr vor den Kopf gestossen f&uuml;hlen. &bdquo;Gepackt oder dahingerafft&ldquo;, diese Worte wurden mir u.a. als zynische &Auml;u&szlig;erung vorgeworfen. Die Worte habe ich bewu&szlig;t gew&auml;hlt. &bdquo;Packen&ldquo; oder &bdquo;dahinraffen&ldquo;. Ich bleibe dabei. Im kurzen Ablauf von drei Jahren sind drei Menschen meiner engsten Familie an Krebs gestorben. Ja, da rafft Gevatter Tod. Eine Viruserkrankung mit grippalem Verlauf oder schlimmsten Falls mit t&ouml;dlichem Ende ist keinem Menschen zu w&uuml;nschen. Und doch steht der Tod uns allen immer zur Seite. Von Beginn an: Es geht um das Leben! Im zweiten Text, im Februar 2021 beschreibe ich meine Teilnahme an einer Demonstration in Hamburg, am Jungfernstieg. Ich beschreibe meine Anreise per Rad, meine Gef&uuml;hle in unterschiedlichen Augenblicken. Dieser Text f&uuml;hrte zu meinem ersten &bdquo;Shitstorm&ldquo;. Es ist eine &auml;usserst unangenehme Erfahrung. Einige haben mich aufgefordert sie aus meinem Verteiler zu nehmen. Die meisten von ihnen sind Kulturschaffende.Und noch mehr von ihnen schweigen. Ich bleibe verunsichert zur&uuml;ck, bis zum n&auml;chsten Text und zur n&auml;chsten Reaktion. Denn: Schweigen geht nicht mehr! Und ich danke all denen sehr herzlich, die sich positiv ge&auml;ussert haben.<\/p><p>Mit besten Gr&uuml;&szlig;en<\/p><p>Juliane Pl&ouml;ger<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>5. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebes Nachdenkseiten-Team,<\/p><p>auch wenn Sie diese Zuschrift vielleicht ein wenig zu sp&auml;t erreicht, m&ouml;chte ich trotz allem eine sehr einschneidende pers&ouml;nliche Erfahrung mit Ihnen teilen. <\/p><p>Zun&auml;chst m&ouml;chte ich meinem Leidensgenossen C.R. aus dem ersten Schwung der Leserbriefe vorbehaltlos zustimmen, treffender h&auml;tte ich meine Lebenssituation nicht beschreiben k&ouml;nnen. Als Masterstudierender nach Umzug in eine fremde Stadt ist es in kompletter Isolation wirklich nicht leicht. Unsere vielleicht besten Lebensjahre, in denen man Land und Leute erkunden will, werden uns ersatzlos gestrichen. Ich habe Freunde, bei denen diese niederschmetternde Lage Depressionen hervorgerufen hat &ndash; sie werden mittlerweile psychologisch betreut. <\/p><p>Jedoch ist mir eine Sache in den vergangenen zw&ouml;lf Monaten besonders aufgefallen, die ich Ihnen nicht vorenthalten m&ouml;chte. Ich bewege mich viel in sehr weltoffenen akademischen Kreisen, die sich stark machen gegen Diskriminierung, die sich f&uuml;r Minderheiten und sexuelle Vielfalt einsetzen. In meinen Augen alles sehr wichtige Aspekte, die Toleranz steht hierbei &uuml;ber allem. Allerdings vermisst man ebendiese Toleranz, die jene Personen unerm&uuml;dlich gegen&uuml;ber den genannten Gruppen einfordern, im Meinungsaustausch &uuml;ber kontroversere Themen &ndash; wie die Corona-Politik. Unter allen Gesellschaftsschichten scheint mir diese &bdquo;akademische Elite&ldquo; besonders kr&auml;ftig und voreilig mit der Moralkeule zuzuschlagen und jegliches kritische Hinterfragen an den beschlossenen Ma&szlig;nahmen vorzuverurteilen. Man wiegt sich in moralischer &Uuml;berlegenheit und macht sich innerhalb der neunmalklugen Blase permanent &uuml;ber &bdquo;Corona-Leugner&ldquo; und &bdquo;Aluh&uuml;te&ldquo; lustig. Ein konstruktiver Austausch ist oft gar nicht m&ouml;glich, maximal wird man von oben herabschauend bel&auml;chelt und fragt sich, wo die Weltoffenheit eigentlich diesbez&uuml;glich bleibt. Das kritische Hinterfragen scheint vielen in ihrer schulischen und akademischen Laufbahn vollst&auml;ndig abtrainiert worden zu sein. Ich will es mir nicht ausmalen, was dieser Umstand auf lange Sicht f&uuml;r Folgen mit sich bringt.<\/p><p>Vielen Dank f&uuml;r Ihre unerm&uuml;dlich friedens- und gerechtigkeitsstiftende Arbeit!<br>\nF <\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>6. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Guten Tag,<\/p><p>ich finde es eine super Idee, die Menschen mal zu Wort kommen zu lassen.&nbsp; Ein&nbsp; Jahr ist eine lange Zeit, es ist wie ein nie endender&nbsp; Alptraum.<\/p><p>Ich habe vier Kinder. Eins davon hat ein Belastungsasthma entwickelt, fr&uuml;her sehr sportlich und an vielen Wettbewerben teilgenommen. Ein Kind hat eine Angstst&ouml;rung entwickelt und hat sehr viel zugenommen. Und die Politik und Medien schweigen dar&uuml;ber, was alles passiert. Mittlerweile ist es ja mehr geworden. Im letzten Jahr habe ich ein Buch geschrieben, weil ich es wichtig fand und finde die Kollateralsch&auml;den &ouml;ffentlich zu machen, die Menschen zu Wort kommen zu lassen &ndash; so wie Sie hier. Das Buchformat halte ich noch f&uuml;r besser, digital kann schnell gel&ouml;scht werden.&nbsp;<\/p><p>Es hei&szlig;t passend &ldquo;Pandemie des Leids &ndash; sie wollten Corona bek&auml;mpfen und trafen das Volk&rdquo;<\/p><p>Ein Jahr politisches Versagen. Die Risikogruppen sterben immer noch, alle anderen werden ihren Grundrechte beraubt . Ich w&uuml;nschte, es w&auml;re endlich vorbei, die L&uuml;gerei, Zahlenverdreherei h&auml;tte ein Ende.<\/p><p>Liebe Gr&uuml;&szlig;e<br>\nAmsa Hope<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>7. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Hallo liebes Nachdenkseitenteam,<\/p><p>Ein Jahr Spie&szlig;rutenlaufen f&uuml;r Leute die unter der Maske Beklemmungen kriegen.<\/p><p>Der gesunde Menschenverstand ist bei vielen Menschen abhandengekommen, von welcher Seite auch immer betrachtet<\/p><p>Im Anhang m&ouml;chte ich Ihnen ein Schreiben des Kirchenvorstandes, das meine Mutter bekommen hat &uuml;bersenden.<\/p><p>Sie ist eine regelm&auml;&szlig;ige Kirchg&auml;ngerin, 80 Jahre alt und hat gewagt die Maske beim Beten abzunehmen. Es wurde Abstand zu anderen gehalten (ist ja in den schlecht besuchten Kirchen auch gut m&ouml;glich) und sie hat ihrer Meinung nach nimanden gef&auml;rdet. <\/p><p>Sie hat sich nur nicht an jede obskure Regel gehalten.<\/p><p>Hausverbot in allen Kirchen der Gemeinde, das nicht mal der Papst, sondern nur der Gemeindevorstand aufheben kann.<\/p><p>In zwanzig Jahren glaubt einem das kein Mensch mehr&hellip;hoffentlich.<\/p><p>Mit Freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nM.H.<\/p><ul>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/210401-Hausverbot.pdf\">Hausverbot<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/pdf\/210401-Hausverbot2.pdf\">Hausverbot2<\/a><\/li>\n<\/ul><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>8. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Guten Tag das Team von den Nachdenkseiten,<\/p><p>vielen Dank f&uuml;r Ihren hervorragenden Einsatz mittels einer konstruktiven und kritischen Berichterstattung zum Thema SARS-COV-2 sowie zu den vielen anderen Themen, die das Team jeden Tag akribisch verfasst.<\/p><p>Zuerst gibt es drei Punkte, die mir seit Anfang der SARS-COV-2-&ldquo;Schein&ldquo;krise aufgefallen sind und mir sehr gut gefallen. Erstens wegen dem reduzierten Auto- und LKW-Verkehr ist die Luftqualit&auml;t in K&ouml;ln etwas besser geworden. Zweitens fast Mitten in der Stadt die Stille am Abend und Nachts genie&szlig;en und drittens das Fehlen gro&szlig;er Menschenversammlungen.<\/p><p>Aber die bitteren Krisenpunkte, die ich selber auf meine Zunge zergehen lassen muss, sind unendlich. Starken Eingriff in das pers&ouml;nlichen Freiheitsrecht, erheblichen Eingriff im Patientenrecht, Abschaffung aller Arten von Demonstrationen, die totale Rodung und Abschaffung unserer Pseudodemokratie, oder das, was noch davon &uuml;brig bleiben k&ouml;nnte, Eingriff in das Familienrecht und und und&hellip; die Liste ist unendlich bitter.<\/p><p>Seit mehr als einem Jahr muss man sich Ma&szlig;nahmen unterwerfen, die ich noch vor ein Paar Jahren f&uuml;r undenkbar gehalten h&auml;tte. Um Klartext zu schreiben: Ich lebe in einem Einpersonenhaushalt, bin im EDV-Bereich gem&uuml;tlich von Zuhause aus berufst&auml;tig, muss keine finanzielle Einschr&auml;nkung im Kauf nehmen, verf&uuml;ge &uuml;ber einen kleinen Garten, kann mich sehr gesund ern&auml;hren und nicht zuletzt wegen meinen Interessen bin ich fast immer mit etwas wie lesen, schreiben, malen, fotografieren, kochen usw. t&auml;tig. Und am wichtigsten weder lese oder h&ouml;re ich nach der &ouml;ffentlichen rechtlichen Propaganda. An sich: Obwohl ich theoretisch zur Risikogruppe geh&ouml;ren k&ouml;nnte, mir geht es gut. Und bis heute habe ich pers&ouml;nlich keine*n SARS-COV-2-Erkrankte*n gesichtet.<\/p><p>Jetzt komme ich auf eine Familie mit zwei Kindern. Beide Elternteil von Zuhause aus berufst&auml;tig. Die Wohnung ist 80 qm gro&szlig;. Viel Spa&szlig;! Durch diese Art von Situation sind die verursachten psychischen Schaden weit h&ouml;her als die m&ouml;glichen SARS-COV-2-Schaden, die dieser Familie sich mal zuziehen k&ouml;nnte . Diese Regierung hat kein Konzept oder folgt vielleicht einen vorgegebenen Plan der Elite. Dennoch, wenn man in einem anarchistischen Zustand kommt, d. h., wenn man nicht mehr das wei&szlig;t, was man von einer Sache halten kann, dann kommt man sehr schnell in einer Panikzustand (Siehe Fr&eacute;d&eacute;ric Lordon, La condition anarchique, Seuil). Und genau dieser Panikzustand kann beim Betroffenen zu suizidalem Gedankenablauf hinf&uuml;hren.<\/p><p>Zum Schluss gibt es drei Hoffnungsans&auml;tze, die mir eine positive Stimmung geben. Und zwar der erste: Die Mehrheit wird sehr bald die Lunte riechen und anfangen die SARS-COV-2-L&uuml;gen auf dem Kopf zu stellen. Der Zweite: Ein Verantwortungsselbstbewusstsein (mehr Selbstinitiative in und mit der Gruppe zeigen) wird geboren und die Menschen kommen mehr denn je wieder zusammen. Der Dritte: Die Mehrheit ruft ein neues Gesellschaftssystem ins Leben. Kapitalismus in seiner jetzigen Form wird abgeschafft.<\/p><p>Hoffentlich werden meine Hoffnungen sehr bald Realit&auml;t. Und kommt bitte zahlreich zu unseren Gespr&auml;chskreisen, denn nur, wenn wir zusammen kommen,&nbsp; k&ouml;nnen wir vielleicht die Menschen aus ihrem Dornr&ouml;schenschlaf schneller bewegen (aus dem Latein movere, motivieren).<\/p><p>Sch&ouml;ne Gr&uuml;&szlig;e von Thierry Vandries<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>9. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Hallo NachDenkSeiten Redaktion,<\/p><p>Wenn man alleine ist, ist es ganz schwer.<\/p><p>Mein Kind ist 250 km entfernt. Meine Eltern sind 150 km entfernt. Meine Eltern sind f&uuml;r die Ma&szlig;nahmen der Regierung. Besuchen kann ich sie nicht, da alle und jeder sagt &ldquo;Maske&rdquo; obwohl ich auf Grund meiner Erkrankungen &ldquo;maskenbefreit&rdquo; sogar mit Attest. Da dann ab. ca. 09.2020 auch noch die M&ouml;glichkeit sich mit Bekannten z.B. im Cafe sich auszutauschen von der Regierung genommen ist, und die &ldquo;Maskenpflicht&rdquo; kontroliert wird wie in der &ldquo;DDR&rdquo; oder &ldquo;1933&rdquo; mache ich immer mehr zu. Vielleicht ist es wirklich besser wieder einen Schaganfall zu bekommen und zu sterben.<\/p><p>Hoffnung habe ich nur noch wenig.<\/p><p>Viele Gr&uuml;&szlig;e<br>\nR.B.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>10. Leserbrief<\/strong><\/p><p>1 Jahr Lockdown &ndash; 1 Jahr mit vielen neuen Erfahrungen.<\/p><p>Heute am 27.3. vor genau einem Jahr verstarb der beste Freund meines Sohnes, 20 Jahre alt. <\/p><p>Ohne Lockdown w&uuml;rde er meiner Meinung nach noch leben.Ich hoffe so sehr, dass die heutige Gedenktrauerfeier nicht denunziert wird.<\/p><p>Mein Sohn versuchte damals seinen toten Freund zu reanimieren und bekam anschlie&szlig;end eine Posttraumatische Belastungsst&ouml;rung plus Psychose. Er wurde eingewiesen, aber erst, nachdem er sich fast selber umbrachte, denn die Kliniken sind &uuml;bervoll und weisen m&ouml;glichst erstmal alles ab, was da eigentlich noch rein muss. Bei der Erstvorstellung zur Einweisung lie&szlig; der Arzt meinen Sohn, trotz Kenntnis der Gefahrenlage, laufen. Der Polizei verdanke ich, dass mein Sohn noch lebt, sie brachten ihn zwei Stunden nachdem er dort nicht aufgenommen wurde, in Sicherheit.<\/p><p>Man behandelte dort in der Psychiatrie seine Diabetes falsch, lie&szlig; mich nicht mehr zu ihm und nur durch f&uuml;rchterlichsten Kampf, inklusive Anwalt , konnte letztendlich sein Leben vor weiteren Unheil gesch&uuml;tzt werden. <\/p><p>Denn trotz Bescheinigung seines Diabetologen, dass ich jederzeit aufgrund der Diabetes meines Sohnes Zugang zu ihm haben muss(!), verwehrte man mir den Zutritt &ndash; ich kann keine Maske tragen, nicht mal eine Minute und mein Faceshield wurde nur am Anfang toleriert, dann wurde willk&uuml;rlich anders entschieden. Ein Diabetiker in Psychose ist ein Gau, dazu unf&auml;higes medizinisches Personal, es wurde ein Supergau.<\/p><p>Ich werde nie vergessen, was ich in dieser Psychiatrie zu sehen und zu h&ouml;ren bekam. <\/p><p>Es gibt keine Pl&auml;tze mehr f&uuml;r Therapien, Pr&auml;ventionen, etc., die Psychiatrien platzen aus allen N&auml;hten. Chance auf Heilung kann man nur noch haben, wenn man private Therapeuten bezahlen kann.<\/p><p>Wir hatten unfassbares Gl&uuml;ck, durch Beziehungen, dass wir nach den 8 Wochen Klinik, bereits nach 4 Monaten einen Termin bei einer Psychiaterin bekommen haben. Es war eine unvorstellbare Tortur bis dahin, da die Sorgen uns alle m&uuml;rbe gemacht haben.<\/p><p>Die Genesung ist noch nicht abgeschlossen; nach der Tagesklinik hoffen wir auf weitere heilende Ma&szlig;nahmen. Pl&auml;tze, Angebote gibt es so gut wie gar nicht.<\/p><p>Mein maskenfreies Dasein f&uuml;hrte zu vielen Neuem in meinem Leben: <\/p><p>Mein Hausarzt warf mich schreiend raus, mein Orthop&auml;de setzte mich leise vor die T&uuml;r, mein Physiotherapeut k&uuml;ndigte mir nach 12 Jahren Dauerbehandlung im 2. Lockdown die Termine. Meine empfohlene engmaschige Mammographie die mir vor 1 1\/2 Jahren aufgelegt wurde, konnte ich bisher nicht einmal wahrnehmen.<\/p><p>In Wurmstorf wurde mir das Essen auf einer Terrasse im Freien verweigert, ich war &uuml;berrascht, wie sehr mich diese Abfuhr getroffen hatte, ich f&uuml;hlte mich wie eine Auss&auml;tzige. In Einkaufsl&auml;den wurde ich beschimpft und regelm&auml;&szlig;ig von Blockwarten genervt. Ich war seit Monaten nicht mehr selber einkaufen, nun war ich vor Corona keine Shoppingqueen, aber mal selber einkaufen zu gehen fehlt mir sehr. Von einem Fris&ouml;rtermin tr&auml;umte ich tats&auml;chlich auch schon- so weit ist es gekommen. Reisen sind f&uuml;r jemanden wie mich komplett gestrichen.<\/p><p>Dazu kommen die Geschichten von meinen Kindern: mein gro&szlig;er Sohn wurde von seinem Chef als &bdquo;Reichsb&uuml;rger&ldquo; beleidigt, weil er wegen Asthma und einem angeborenen Herzfehler die Maske nicht tragen kann. Rauswerfen k&ouml;nnen sie ihn nicht, da er systemrelevant ist, aber er sollte regelrecht gen&ouml;tigt werden, diese Virenschleuder aufzusetzen.<\/p><p>Meine Tochter hat schlimmste Beleidigungen hinnehmen m&uuml;ssen, weil auch sie die Maske nicht tragen kann. Als &bdquo;Genschrott&rdquo;, betitelte uns eine &Auml;rztin und ihre Berufsschule ist an Armut nicht zu &uuml;berbieten&hellip;<\/p><p>Die vielen kleinen Nebengeschichten die ich mit meiner Familie in einem Jahr Lockdown erlebt habe, w&uuml;rden ein Buch f&uuml;llen, welches niemand freiwillig lesen m&ouml;chte &ndash; ich auch nicht.<\/p><p>(Meinen 83 j&auml;hrigen Vater haben sie gerade mit schwersten Vorerkrankungen geimpft; da f&auml;llt mir nichts mehr, absolut gar nichts mehr zu ein.)<\/p><p>Wir erleben versuchte N&ouml;tigungen, versuchte Dem&uuml;tigungen, Lebensgefahr durch Coronaextremisten, aber unsere Familie h&auml;lt sch&ouml;n zusammen, das lindert vieles.<\/p><p>Ich denke jeden Tag an die Mutter, die heute ihren Sohn betrauert und vor Schmerz kaum leben kann und ich w&uuml;nschte, es w&auml;re nicht passiert. Das wird von uns allen nie vergessen sein, egal wann dieser Irrsinn aufh&ouml;rt.<\/p><p>S.B.<\/p><p>Gestern habe ich &uuml;brigens zum ersten Mal in meinem Leben die Videofunktion meines Handys benutzt: Ich sa&szlig; im Auto auf dem Baumarktparkplatz, w&auml;hrend mein Sohn mir von drinnen Klob&uuml;rsten am Handy vorf&uuml;hrte&hellip;wir haben Tr&auml;nen gelacht&hellip;<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>11. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebes Nachdenkseiten-Team<\/p><p>Nachdem ich vorhin die erste Ver&ouml;ffentlichung von Leserbriefen zum Thema durchgelesen hatte, musste ich nun auch noch schreiben.<\/p><p>Ich hatte letztes Jahr, noch im Januar, als man von Corona nur auf der dritten Seite der Tageszeitung gelesen hatte, das grosse Gl&uuml;ck, einen Aufenthalt auf der Traumastation einer psychiatrischen Klinik zu verbringen.<\/p><p>Vermutlich hat mich dieser Umstand in der kurz nach meiner R&uuml;ckkehr zusammenbrechenden Welt am Leben erhalten.<\/p><p>Als der Lockdown &uuml;ber uns hereinbrach, offenbarte mir meine Frau, dass sie eine heimliche Aff&auml;re hat und kurz danach auch noch, dass sie bereits schwanger sei. Ihr Freund lebte in Frankreich, die Grenzen waren dicht, das &ouml;ffentliche Leben stand still, Hilfsangebote fielen weg. Die meisten Stellen, an die man sich in einer solchen Ehekrise h&auml;tte wenden k&ouml;nnen, wurden schlicht geschlossen. Meine ambulante Psychotherapie fiel entweder ganz aus, oder wurde gegen meinen Widerstand auf Whatsapp ausgelagert (ein Datenschutzalbtraum, aber in der Non frisst der Teufel bekanntlich Fliegen).<\/p><p>&Uuml;ber Monate sass ich also mit meiner schwangeren Frau im Haus fest, ohne Plan, wie es weitergehen soll. Dass es in solchen Situation zur schon fast euphemistisch genannten &lsquo;h&auml;uslichen Gewalt&rsquo; kommen kann, verwundert mich nach dieser Erfahrung nicht mehr. Ich hingegen habe alles schon fast stoisch ausgehalten und dem Treiben der Welt um mich nur noch verwundert zugeschaut. Der Kindsvater ist dann irgendwann aus der Aff&auml;re mit meiner Frau abgesprungen, so dass ich dann &lsquo;Vater&rsquo; geworden bin, wobei es mir trotz allem Effort nicht mehr gelungen ist, unsere Ehe zu retten. Wir sind mittlerweilen getrennt; meine Frau hat, wen mag es verwundern, nach der Schwangerschaft keine Arbeit mehr gefunden, die Jobabsagen t&uuml;rmen sich, eine Zusage, ob sie Sozialhilfe erhalten wird, steht nach wie vor aus. Ich selbst wollte meine Ausbildung wieder aufnehmen, erhlelt aber nach 4 Monaten Warten und Vertr&ouml;stet werden, weil ja alle im Homeoffice feststecken und die Beh&ouml;rden offenbar noch mehr als sonst mit sich selbst besch&auml;ftigt sind, gerade erst eine Absage, was bedeutet, weiterhin in der Arbeitsunf&auml;higkeit festzuh&auml;ngen.<\/p><p>Da ich schon vorher ein sehr isoliertes Leben gef&uuml;hrt habe, betrifft mich der Lockdown pers&ouml;nlich nicht so sehr, da ich selten an Konzerte oder in ein Kino gehe. Allerdings mache ich mich Sorgen um meinen Sohn, der jetzt mitten in dieser Krise geboren wurde, und ich frage mich mehr als je zuvor, was soll denn noch werden? Ich lehne es grunds&auml;tzlich ab, wie oft in unserer Gesellschaft die Wirtschaft von der Politik gepampert wird, aber gleich weite Teil der Wirtschaft platt zu machen, kann es ja nicht sein. Insofern tue ich mich als genuin Linker schwer mit der Position gewisser exponierter Linker, die Zero-Covid und einem totalen Lockdown das Wort reden. Schon als chronisch kranker Psychiatriepatient kann ich sowas nicht unterst&uuml;tzen, weil viele andere Betroffene auf Angebote wie Tageskliniken und Besch&auml;ftigungsprogramme angewiesen sind.<br>\nIch selbst habe nach mehr als 20 Jahren Invalidit&auml;t meinen eigenen stringenten Tagesablauf aufgebaut und komme mit dem Lockdown klar, aber ich weiss von anderen Betroffenen, dass ich damit die grosse Ausnahme bin; viele treiben im luftleeren Raum vor sich hin, wenn ihnen von aussen keine Angebote zur Strukturierung des Tages geboten werden. Aber das scheint kein Politiker wirklich zu k&uuml;mmern; und dass dabei auch namhafte Linke in dieselbe Kerbe hauen wie die &uuml;brigen neoliberal gepr&auml;gten Dummschw&auml;tzer, finde ich erb&auml;rmlich.<\/p><p>Dass es mich nat&uuml;rlich vorderhand belastet zu sehen, wie unsere Grundrechte pl&ouml;tzlich zu &lsquo;Privilegien&rsquo; umdefiniert werden, brauche ich ja kaum noch zu erw&auml;hnen. Erdr&uuml;ckend dabei ist allerdings prim&auml;r die Tatsache, dass die Bev&ouml;lkerung das einfach so hinzunehmen bereit ist. Es scheint heute keinerlei Bewusstsein mehr f&uuml;r die Grundfeste unserer Demokratien mehr zu geben. Es ist ein starker, und historisch vorbelasteter Begriff, das ist mir bewusst, aber immer mehr sehe ich bei meinen Mitmenschen einen Hang zum Kadavergehorsam. Die Obrigkeit ordnet an, die Untertanen gehorchen. F&uuml;r mich hat dieser Eindruck zur Folge, dass ich mich heute noch viel mehr (wohl zu viel als wirklich gut f&uuml;r mich w&auml;re) vor meinen Mitmenschen zur&uuml;ckziehe und Schutz im eigenen Haus suchen, welches zum Gl&uuml;ck gross genug ist. Aber ich bedaure all diejenigen, die unter beengten Verh&auml;ltnissen, mit wenig Geld, mit psychischen Leiden in dieser Lockdown-Odyssee aushalten m&uuml;ssen. Und ich bedaure die Kinder, die entweder vor den digitalen Medien noch weiter isoliert werden, als sie ohnehin schon durch die Omnipr&auml;senz dieser Ger&auml;te sind, oder dann mit Masken den ganzen Tag in kalten Schulzimmer sitzen m&uuml;ssen, weil es offenbar auch ein Jahr seit Ausbruch der Pandemie keinerlei Schlussfolgerungen gibt, um wieder zur Vernunft zur&uuml;ckzukehren.<\/p><p>Liebe Gr&uuml;sse<\/p><p>Pascal Spring <\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>12. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebes NDS team,<\/p><p>ich wei&szlig;&lsquo; gar nicht, wo ich an fangen soll, mit meiner Reflexion nach einem Jahr Lockdown.<br>\nDas Wichtigste: Mein Weltbild hat sich komplett ge&auml;ndert.<\/p><ul>\n<li>Wenn ich Politiker sehe, denke ich an&nbsp;Raffgier, Unf&auml;higkeit und die &lsquo;Alternativlosigkeit&rsquo;<\/li>\n<li>Wenn ich Polizisten sehe, denke ich an Einsatz von Wasserwerfern, Tr&auml;nengas, Schikanen gegen die &sbquo;normalen&lsquo; B&uuml;rger<\/li>\n<li>Wenn ich an die Medien (Massenmedien) denke, denke ich an Indoktrination und einseitiger Berichterstattung<\/li>\n<li>Wenn ich eine andere Meinung habe, werde ich sofort in eine Ecke gestellt<\/li>\n<li>Wenn ich an Amerika (USA) denke, denke ich an die gr&ouml;&szlig;te derzeitige Pein der Gegenwart<\/li>\n<li>Wenn ich an die EU denke, sehe ich ein abgehobenes, gescheitertes B&uuml;rokratenmonster<\/li>\n<li>Wenn ich an die obsz&ouml;n Superreichen, denke ich an die verst&auml;rkte Armut in der Welt<\/li>\n<li>Wenn ich an die Pandemie denke, frage ich mich, wie man ernsthaft die B&uuml;rgerrechte dauerhaft au&szlig;er Kraft setzen kann<\/li>\n<li>Wenn ich an Deutschland denke, frage ich mich, was aus dem freien, offenen Land mit selbstbestimmten B&uuml;rgern geworden ist<\/li>\n<li>&hellip;.<\/li>\n<\/ul><p>Absolut &sbquo;verdammenswert&lsquo; ist das Au&szlig;erachtlassen, der durch den &sbquo;alternativlosen&lsquo; Lockdown, verursachten ungeheuren Kollateralsch&auml;den, insbesondere an unseren Kindern und unseren Alten &ndash; das ist unverzeihlich! <\/p><p>Danke, dass es sie (NDS Team) gibt &ndash; sch&auml;tze dieses sehr breite, offene, Meinungsspektrum!<br>\nWir brauchen Sie!<\/p><p>Bg<br>\nPeter Stark <\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>13. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Ein Jahr Lockdown: Meine Erfahrungen<\/p><p>Also wenn ich zusammenfassen sollte, wie ich dieses eine Jahr sehe, dann f&auml;llt mir folgendes ein: Es war ein historischer Einschnitt, der meine Wahrnehmung sehr ver&auml;ndert hat. W&auml;hrend ich &uuml;berall Leute herumlaufen sehe, die Masken tragen bei jeder m&ouml;glichen und unm&ouml;glichen Gelegenheit, habe ich doch den Eindruck, dass zumindest f&uuml;r mich pers&ouml;nlich und auch f&uuml;r andere Leute die Masken gefallen sind. Nicht nur die Masken der Politiker und der meisten Journalisten sondern auch die der ganz normalen Leute, zu denen ich mich selber auch z&auml;hle. Man kann uns offenbar den allerletzten Bl&ouml;dsinn erz&auml;hlen und uns dazu zwingen unsere eigene materielle Situation durch Gehorsam so zu verschlechtern, dass wir einfach nicht mehr wissen wo oben und unten ist und links und rechts. Alles was dazu n&ouml;tig ist, ist eine gleichgeschaltete Presse und eine Regierungspolitik, deren Grundlage schwarze P&auml;dagogik ist. Und nat&uuml;rlich der wei&szlig;e Kittel von Wissenschaftlern, die ganze offensichtlich den Verstand verloren haben, denen man aber bei jeder sich bietenden Gelegenheit das Mikrofon vor die Nase h&auml;lt. W&auml;hrend alle anderen einen Tritt in den Hintern erhalten. Jetzt wird endlich deutlich, zu was unser Bildungssystem und die Institutionen wirtschaftlicher, kultureller oder gesellschaftlicher Art eigentlich gut sind. Sie erzeugen eine Art Homunkulus, der auf betreutes Denken angewiesen und hochgradig gef&auml;hrdet ist, seine eigenen Metzger zu w&auml;hlen.&nbsp;<\/p><p>Ich habe das alles schon fr&uuml;her geahnt, aber jetzt wurde mir der Sachverhalt in einer Deutlichkeit klar die ich noch ein Jahr vorher nicht f&uuml;r m&ouml;glich gehalten h&auml;tte. Die ganze menschliche Gesellschaft ist buchst&auml;blich auf Sand gebaut.<\/p><p>Es erf&uuml;llt mich mit gro&szlig;em Schmerz, zu sehen, wie Leute um mich herum dazu verf&uuml;hrt oder sogar gezwungen werden, die Verantwortung f&uuml;r ihre eigene Gesundheit in fremde H&auml;nde zu legen. Ich kenne genau f&uuml;nf Leute die sich letzte Woche haben impfen lassen. Alle zwischen 25 und 35, eine davon freiwillig den anderen wurde gedroht, dass wenn sie sich nicht impfen lassen sie ihren Arbeitsplatz verlieren w&uuml;rden. Das, was ich bei allen wenige Stunden nach der Impfung ereignet hat, d&uuml;rfte die Mediziner vom RKI ins Frohlocken versetzt haben: Kopfschmerzen, Schmerzen an der Einstichstelle, Mattigkeit, &Uuml;belkeit mit mehrmaligem Erbrechen und Fieber. Alle haben sich f&uuml;r eine Woche krank gemeldet. Das Immunsystem arbeitet offensichtlich, so denkt man in Berlin. Meine eigene Meinung dazu sieht so aus: Ich wei&szlig; nicht wie deren Immunsystem in einem halben Jahr oder einem Jahr oder erst in 5 Jahren aussieht. Das kann ja definitiv keiner sagen zum jetzigen Zeitpunkt. Ich wei&szlig; aber, dass keiner von den f&uuml;nf Impflingen in der Lage war, eine rationale Entscheidung f&uuml;r oder gegen die Impfung zu treffen. Das gab schon deren Bildungshintergrund einfach nicht her. Was hier wirklich gut funktioniert hat, ist Desinformation, die Erzeugung von Angst und Erpressung.&nbsp;<br>\nTom P.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>14. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Wie viele andere f&uuml;rchte auch ich Stigmatisierungen und w&auml;re Ihnen dankbar f&uuml;r Anonymisierung.<\/p><p>Liebe Redaktion der Nachdenkseiten, liebe andere LeserInnnen,<\/p><p>kennen Sie das? Sie denken st&auml;ndig an diese irren Ma&szlig;nahmen, &auml;rgern sich, f&uuml;hlen sich ohnm&auml;chtig, recherchieren Studien, die die offizielle Berichterstattung widerlegen? Sie sprechen mit Freunden &uuml;ber fast nichts Anderes? Sie denken noch beim Einschlafen daran, wie menschenfeindlich diese Ma&szlig;nahmen sind, wie gro&szlig; das Leid, was sie &uuml;ber alle bringen, wie bizarr die Berichterstattung? Sie ecken regelm&auml;&szlig;ig mit Menschen an, die der offiziellen Meinung der Regierung folgen? Mir ging es oft so&hellip; und dann liege ich manchmal schlaflos wach neben meinem neugeborenen Baby und&hellip; und denke seit einigen Wochen: So will ich nicht leben. Ich m&ouml;chte nicht, dass Politik eine so gro&szlig;e Macht &uuml;ber mein Wohlbefinden hat.<\/p><p>Ich bin Psychotherapeutin, 36J., in einer Kleinstadt und beobachte seit einiger Zeit meine eigenen niedergeschlagenen Gedankeng&auml;nge wie auch die meiner Freunde und Bekannten. Egal ob sie die Ma&szlig;nahmen begr&uuml;&szlig;en oder ablehnen (Mehrheit), gut geht es keinem von ihnen. Meine Familie (mein Mann, meine gro&szlig;e Tochter 3J., mein kleiner Sohn 3 Mon.) trifft die Ma&szlig;nahmen ebenso hart. Hier nur einige Beispiele: Kita auf, Kita zu. Meine Tochter sieht ihre Freunde nicht. Mein Bruder muss die H&auml;lfte seiner Hochzeitsg&auml;ste im Sommer 2020 ausladen. Mein Gro&szlig;vater erleidet einen Schlaganfall und niemand darf ihn in der Klinik besuchen. Geburt meines Sohns unter Coronabedingungen, Wochenbett ohne Kinderbetreuung, denn f&uuml;r Frauen in Elternzeit ist der Kitaplatz als erstes weg, was mich vier stressbedingte Brustentz&uuml;ndungen mit Fieber gekostet hat. Wir sind finanziell ins Straucheln geraten, weil in unserer Stadt Elterngeld monatelang nicht ausgezahlt wird, da das Personal ins Gesundheitsamt abgezogen worden ist. Drei befreundete Familien von uns sind inzwischen das vierte Mal in Quarant&auml;ne, weil ein Kind Kontakt mit einem anderen Kind hatte, das positiv getestet wurde in Schule oder Kita, alle symptomlos. Immer wieder soziale Isolation und Dr&auml;ngen in die Kriminalit&auml;t, da schon ich mit einem Baby in Begleitung in meinem Bundesland gleich als zwei Personen z&auml;hle und eigentlich niemanden besuchen darf. Keine M&ouml;glichkeiten mehr mein Baby unterwegs zu stillen oder zu wickeln, denn alles hat zu (wir sind tapfere Winterdrau&szlig;enstiller geworden). Kein Sportverein mehr, keine Museen und immer wieder erschwerte Bedingungen meine Eltern in einem anderen Bundesland zu besuchen, was uns schon so einige Autopolizeikontrollen eingehandelt hat. Lauter so Irrsinn und noch viel mehr, wie wir ihn alle t&auml;glich erleben. <\/p><p>Vor dem Beginn meiner Elternzeit habe ich als Psychotherapeutin bei vielen meiner PatientInnen eine massive psychische Belastung erlebt. Die &uuml;berwiegende Mehrheit war belastet durch die Ma&szlig;nahmen und ihre Folgen, einige auch durch die Angst vor Corona. <\/p><p>Aber ich wollte meine Zeilen hier daf&uuml;r nutzen, von meinem Entschluss zu berichten, mich nicht mehr zu sehr mit Corona zu besch&auml;ftigen. Ich bin es leid, denn es f&uuml;hrt zu den oben beschrieben schlaflosen N&auml;chten. Ich habe entschieden, dass es keinen Sinn mehr macht, weitere Studien zu recherchieren, da mein Urteil feststeht und ich muss auch nicht mit meinem Mann st&auml;ndig &uuml;ber das Thema sprechen oder meinen Freunden, denn wir sind uns ohnehin einig, wie bizarr und gef&auml;hrlich wir alles finden. Wir drehen uns sonst in einem wirkungslosen Kreis, der krank macht. Ich frage mich nun regelm&auml;&szlig;ig, was ich tun kann, um meine Kinder vor der Politik zu sch&uuml;tzen. Wir versuchen, so gut es geht, ein normales Familienleben zu f&uuml;hren. Ich habe beschlossen mich auf andere Art gegen den Irrsinn zu wehren: mit Lebensfreude! Und Lebendigkeit und Humor! Wir umgehen das Thema C. so weit wie m&ouml;glich, haben uns darauf geeinigt h&ouml;chstens einmal t&auml;glich kurz Wichtiges dar&uuml;ber auszutauschen und f&uuml;hren einen witzigen Wettkampf dar&uuml;ber, wer doch versehentlich &bdquo;Corona&ldquo; sagt und 50 Cent in das Sinnlosschwein stecken muss. Wir treffen heimlich Freunde mit anderen Kindern, helfen einander, wenn wir an der Belastungsgrenze sind, machen Sport, trotzen der Isolation und der Tristesse. Wir lachen mit unseren Kindern, basteln, sind viel drau&szlig;en und erfinden immer wieder Besch&auml;ftigungen, die Schwimmhalle, Verein etc. ersetzt. <\/p><p>Ich m&ouml;chte meine Lebensweise aber nicht verstanden wissen, als resignierten R&uuml;ckzug ins Private oder aus der Politik. Nein, ich erlebe uns als sehr politisch im lebensbejahendem, friedlichen Widerstand. Wir diskutieren nicht mehr mit Menschen, die den Leitmedien folgen, sondern wir setzen ihnen handelnd etwas entgegen und das macht auch noch Freude und unser Leben sinnvoll und, was vielleicht das Wichtigste f&uuml;r mich ist: es sch&uuml;tzt unsere Kinder. Wenn mal eine Demo nicht abgesagt wird, nehmen wir teil, nat&uuml;rlich. Und danach trotzen wir wieder dem Wahnsinn da drau&szlig;en mit Lebensfreude und Normalit&auml;t, so gut es uns gelingt. Probieren Sie es auch einmal, es tut der Seele ungemein gut, steckt andere an und ist zugleich eine wunderbare Form des Widerstands. Finden Sie daf&uuml;r die R&auml;ume in Ihrem Alltag!&nbsp;Ich glaube fest daran, dass es das sein wird, was uns alle am Ende wieder aus dieser politischen Situation herausf&uuml;hren wird: der Wunsch nach Lebensfreude der Menschen, das tiefe Bed&uuml;rfnis nach N&auml;he und Kontakt, der nicht unterdr&uuml;ckbare Spieltrieb aller Kinder, die Lebendigkeit in uns allen.&nbsp;<\/p><p>Mit hoffnungsvollen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nS.V.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>15. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebes Nachdenkseitenteam,<\/p><p>[&hellip;]Am Anfang stand ich voll hinter unserer Regierung, ohne wenn und aber.<\/p><p>Nach einem Jahr hat sich das v&ouml;llig ge&auml;ndert. <\/p><p>Mein Vertrauen in die Regierung ist zerst&ouml;rt. <\/p><p>Guten Abend an das Team der Nachdenkseiten,<\/p><p>ich sch&auml;tze ihre Arbeit sehr und bin hoch erfreut dar&uuml;ber, dass sie uns Menschen, die wir selten &ouml;ffentlich geh&ouml;rt werden, sprechen lassen. <\/p><p>Ich pers&ouml;nlich kann nicht &uuml;ber Probleme materieller Art berichten. Ich bin 60+ und nicht mehr im aktiven Besch&auml;ftigungsverh&auml;ltnis. Obwohl ich zu der &bdquo;Risikogruppe&ldquo; geh&ouml;re, habe und hatte ich keine Angst vor diesem Virus, die mich gel&auml;hmt h&auml;tte. <\/p><p>Ich verhalte mich so, dass ich  weder mich noch andere willentlich gef&auml;hrde. Das geht. Alles andere &ndash; ob ich krank werde, egal, woran oder womit, steht nicht vollumf&auml;nglich nur in meiner eigenen Macht.<\/p><p>Ich f&uuml;hle mich psychisch besch&auml;digt. Die Distanz zu anderen Menschen macht mir sehr zu schaffen. Was ich noch weit aus belastender bis unertr&auml;glich finde, ist die gesamte politische Situation, die immer gr&ouml;&szlig;er werdende Spaltung dieser Gesellschaft.<\/p><p>Ganz schlimm finde ich die Sprache, die viele Politiker und Medien benutzen.<\/p><p>Es herrscht eine durchg&auml;ngige emotionale Erpressersprache vor, die ich brandgef&auml;hrlich finde.<\/p><p>St&auml;ndig werden Feindbilder geschaffen, Schuldige, jedes normale Bed&uuml;rfnis, das sich Freiheiten w&uuml;nscht und vor noch nicht allzu langer Zeit &bdquo;normal&ldquo; war, wird gebrandmarkt als Gef&auml;hrlich, egoistisch, r&uuml;cksichtslos,,, wir sind mittendrin in einer Sprach&ldquo;kultur&ldquo;, die uns zur&uuml;ckf&uuml;hrt in Zeiten der &bdquo;Schwarzen P&auml;dagogik.&ldquo; Jeder Mensch, der kritische Gedanken &auml;u&szlig;ert, wird schnell und &ouml;ffentlichwirksam in die Schublade der &bdquo;Coronaleugner, Covidioten, Egoisten, &hellip; gesteckt. Und muss viel Zeit damit verbringen, sich zu erkl&auml;ren, zu rechtfertigen, egal, wer er ist, wie er gelebt hat, ob er klug ist oder weniger klug, differenziert denkt, oder was auch immer. Es lohnt sich nicht mehr, zu argumentieren, man wird &bdquo;niedergekn&uuml;ppelt&ldquo; mit Moral, Argumente z&auml;hlen nicht&hellip; Kritik scheint unerw&uuml;nscht und gef&auml;hrlich zu sein. Mal sind es &bdquo;feierw&uuml;tige&ldquo; Jugendliche, Urlauber, Gl&uuml;hweintrinker, die Liste l&auml;sst sich beliebig fortsetzen. Das ist unertr&auml;glich. Diese meine Sprache ist nicht in der Lage, meine Gef&uuml;hle wirklich wiederzuspiegeln. Ich empfinde eine gro&szlig;e Ohnmacht, mich einer Willk&uuml;r ausgesetzt, die ich nicht mehr be- greifen kann. Ich f&uuml;hle mich wie ein Kind behandelt, das &bdquo;&Uuml;bermenschen&ldquo; ausgeliefert ist, die mein Leben bestimmen. Einfach so&hellip; sie beschlie&szlig;en und ich muss schlucken. Das macht mich w&uuml;tend. Zum Gl&uuml;ck. Sonst w&auml;re ich wahrscheinlich l&auml;ngst depressiv geworden. Dieses von oben herab, oft arrogant und &uuml;berheblich und irgendwie &bdquo;alternativlos&ldquo; empfinde ich als eine zunehmend traumatisierende  staatliche Allmacht, die mich fragen l&auml;sst: Wo f&uuml;hrt das alles hin? Was kommt da noch? Wozu wird das in Zukunft benutzt? Was geschieht da mit unseren Grundrechten, mit der Demokratie?<\/p><p>Ich habe noch nie so viel Angst um unsere Demokratie gehabt wie jetzt. <\/p><p>Wer bezahlt den Preis daf&uuml;r- materiell und seelisch? Nicht die, die bestimmen. Es sind &ndash; wie so oft &ndash; die ganz normalen Menschen ohne Lobby. Mein Leben geh&ouml;rt mir. Auch das ist alternativlos!<\/p><p>Herzlichen Gru&szlig; M. O.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>16. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Phase 1 bis 3 im Jahr des Wahnsinns<\/p><p>Ich spreche mittlerweile von meinen drei Corona-Phasen. Man k&ouml;nnte sie auch Wellen nennen, da der Begriff jedoch aktuell inflation&auml;r verwendet wird, m&ouml;chte ich gerne bei Phasen bleiben.<\/p><p>Gestartet bin ich mit Angst. Angst um meine Mutter, um meine Familie und mein Umfeld. Verfestigt hat sich diese Sorge, als mir jemand im April 2020 erkl&auml;rte mit wie vielen Sterbef&auml;llen er in seinem Umfeld in n&auml;chster Zeit in etwa rechnen w&uuml;rde. Oh mein Gott. So schlimm wird es werden? Zwei Monate blieb diese Starre mein stiller Begleiter. Dann kamen Fragen. Erst wenige, dann immer mehr. Die Angst wich durch die Antworten, die ich fand, als ich anfing meinen Blickfeld zu erweitern.<\/p><p>Ich verwettete noch im September meinen Allerwertesten darauf, dass es niemals zu einem zweiten Lockdown kommen w&uuml;rde. Das w&auml;re wirtschaftlich und mit den Erfahrungen, die wir gesammelt haben, definitiv nicht tragbar verargumentierte ich meine Prognosen. Doch es kam anders. <\/p><p>Obwohl Antworten und Fakten f&uuml;r mich so klar auf der Hand lagen und ich mir sicher war, dass sie jeder das sehen muss &ndash; so denn er denn sehen will &ndash; kam das Unfassbare. Wieder Lockdown. Anschlie&szlig;end Start von Phase zwei: pure Wut und das dringende Bed&uuml;rfnis rausgehen zu wollen und einfach nur schreien zu m&uuml;ssen. Und immer wieder die Worte um mich herum: &bdquo;Uns geht es doch gut, wir haben einen Job, wir haben keinen Grund zu jammern.&ldquo; Und ja, nat&uuml;rlich taten allen die vielen Menschen um sie herum, die hart k&auml;mpften, Leid und sicherlich sind auch die Kollateralsch&auml;den schlimm, aber eigentlich, eigentlich geht es uns doch gut und wichtig ist, dass wir alle gesund sind. &bdquo;Gesundheit geht vor. Die Inzidenzen steigen wieder, was soll man anderes machen, sie m&uuml;ssen die L&auml;den doch schlie&szlig;en.&ldquo;<\/p><p>Ich verordnete mir, eingewiss dessen, dass sich die leisen Schreie in mir, bald in ein lautes orkanartiges Br&uuml;llen verwandeln w&uuml;rden, ein paar Tage C-Abstinenz. Keine Medien, keine Diskussionsrunden im Umfeld, kein Nachdenken.<\/p><p>&Uuml;bergang in Phase drei: Ruhig und bestimmt zeigen, dass ich mit dem, was hier, was in der Welt passiert, nicht einverstanden bin. Ohne wahlloses &bdquo;Ummichschlagen&ldquo; und trotzdem eindringlich und klar. <\/p><p>Ich war auf Demonstrationen. Die erste wird mir f&uuml;r immer im Ged&auml;chtnis bleiben: Wurde mir medial doch monatelag vorgebetet, dass Demos momentan eine bunte Mischung aus rechter Szene und Verschw&ouml;rungstheoretikern seien, ging ich erst als Beobachterin neben dem Tross von vermeintlich &bdquo;rechten Theoretikern&ldquo; her, um mir ein Bild von der Lage zu machen. Vergeblich suchte ich Aluh&uuml;te und Nazis, &uuml;berall Menschen wie Du und ich. Eine bunte Mischung? Ja, klar. Aber mehr auch nicht. Also rein und mitlaufen. Mit Abstand, mit Maske und mit Polizisten, die gut sortiert und freundlich waren. Aber nat&uuml;rlich auch mit Gegendemonstranten, die ihre Schilder mit der Aufschrift: &bdquo;Nazis raus&ldquo; schnell wieder einwickelten, als sie feststellten, dass keine Nazis an Board waren. Ein bewegender Zug, eine bewegte Menge, die mir den Glauben daran zur&uuml;ck gab, dass viele bereit sind, selber zu denken und ihre eigene Wahrheit zu finden. Was am kommenden Tag in den gro&szlig;en Medien &uuml;ber die Veranstaltung berichtet wurde, steht auf einem anderen Blatt.<\/p><p>Ich wei&szlig;, dass Demonstrationen zum polititschen &bdquo;Bild&ldquo; dazugeh&ouml;ren. Dass ich damit nichts Gro&szlig;es ausrichte. Aber nur daheim sitzen und in gr&ouml;&szlig;ter Sorge um unser aller Zukunft mit anzusehen, was geschieht, dass kann und will ich nicht. Das machen schon gen&uuml;gend Meckerer um mich herum.<\/p><p>Das zweite, was ich aktiv tue ist den Mikrokosmos, der mich umgibt, aktiv dazu zu motivieren, immer alles zu hinterfragen und den Blick f&uuml;r alle Richtungen offen zu halten. Ganz besonders meine Kinder, die gerade ihren Weg ins Leben finden oder zumindest finden sollten, wenn sie nicht durch die gegenw&auml;rtige Situation daran gehindert werden w&uuml;rden.<\/p><p>Vermehrt fragen mich nun auch Freunde nach der&nbsp;&bdquo;wirklichen&rdquo; Wahrheit, sie sind auf der Suche nach etwas, dass es nicht gibt und w&uuml;nschen sich es doch so unendlich herbei. Wir reden, diskutieren und suchen gemeinsam, finden m&uuml;ssen sie ihre eigene Wahrheit jedoch alleine. Manchmal bin ich in diesen Gespr&auml;chen ruhig und ganz bei mir, manchmal aufgew&uuml;hlt und ungest&uuml;m und manchmal fehlt mir auch die Kraft, die zu&nbsp;motivieren, die Kraft und Sicherheit gerade so dringend ben&ouml;tigen.&nbsp;<\/p><p>Vor allen Dingen versuche ich&nbsp;mich&nbsp;in meiner aktuellen Phase drei in Toleranz zu &uuml;ben, denn die ben&ouml;tigen wir in dieser Zeit einmal mehr denn je.&nbsp;<\/p><p>Summa summarum ist das alles nicht viel. Aber wenn viele ein wenig tun, wird es irgendwann etwas gro&szlig;es Ganzes.<\/p><p>Das ist mein Stand heute, hier und jetzt nach einem Jahr Wahnsinn, gesellschaftlicher Spaltung und Sch&auml;den in einer Breite, die wir uns hier, jetzt und heute noch nicht einmal im Ansatz vorstellen k&ouml;nnen.&nbsp;<\/p><p>Hochachtungsvolle Gr&uuml;&szlig;e sendet<br>\nS.G.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>17. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Samstag, 13.3.2020, zog ich nach 55 Berliner Jahren nach Bonn. Nachdem keines meiner Kinder und Enkelkinder mehr in Berlin lebte, wollte ich nicht im Alter (79 Jahre) auf famili&auml;re N&auml;he und eventuell notwendig werdende Hilfe verzichten und zog in die N&auml;he meines Sohnes. Die Freitags verladenen M&ouml;beln sollten Dienstags ausgeladen werden. Nachdem mein Sohn die &bdquo;Corona-Paniknachrichten&ldquo; im Autoradio h&ouml;rte, hielt er die famili&auml;ren Kontakte in seinem Haus, wo ich wie geplant die Tage bis zur M&ouml;belankunft &uuml;berbr&uuml;cken sollte, zu gef&auml;hrlich f&uuml;r mich und Frau und Kind. Er lud mich also in meiner leeren neuen Wohnung ab und brachte mir das n&ouml;tige Bettzeug. Ich f&uuml;hlte mich wie bet&auml;ubt&hellip;<\/p><p>In den ersten Wochen nach meiner Ankunft war meine Aufmerksamkeit &nbsp;konzentriert &nbsp;auf die Bew&auml;ltigung des Umzugschaos: Der &bdquo;Lockdown&ldquo; im &ouml;ffentlichen Leben realisierte sich f&uuml;r mich erst danach als eine einzige deprimierende Katastrophe der verschlossenen T&uuml;ren: Die Suche nach der dringend ben&ouml;tigten Gymnastikgruppe f&uuml;r Senioren? Fehlanzeige: &ldquo;coronabedingt&ldquo; vorl&auml;ufig nicht durchf&uuml;hrbar. Wandern mit Senioren? Interessengruppen bei Volkshochschule, Arbeiterwohlfahrt, kirchlichen Gemeinden? Nicht durchf&uuml;hrbar, keine Aufnahme! Stadtf&uuml;hrungen? Eingestellt. Museums-, Galerien-Konzert-,Theater-, Kinobesuche? Doch, 1 mal Kino, 1 mal Museum, ansonsten verschlossene T&uuml;ren! Dann wenigstens nach Alleinstadterkundungen &nbsp;gem&uuml;tliche Restaurant-, Cafebesuche? Nichts da, stattdessen Umstellung auf Wegebank &nbsp;und Thermoskanne.<\/p><p>Am meisten vermi&szlig;te ich meine NDS-Gespr&auml;chsgruppe in Berlin, deren langj&auml;hriges Mitglied ich war. Ich vermi&szlig;te die &bdquo;alternativen&ldquo; Diskussionsbeitr&auml;ge der Teilnehmer sehr, zumal das offiziell zugelassene Meinungsspektrum in Politik, Wissenschaft und Mainstreammedien und die daraus resultierenden Entscheidungen h&ouml;chst &bdquo;alternativlos&ldquo; waren und sind (&bdquo;alternativlos&ldquo;, ein Lieblingswort der Kanzlerin). Entsprechend totalit&auml;r wirken sich die Ma&szlig;nahmen des &bdquo;Corona-Menagements&ldquo; im gesellschaftlichen Leben aus. <\/p><p>Die Bonner NDS-Gespr&auml;chsgruppe, deren Koordinator ich lt. &nbsp;&nbsp;Adressliste der Nachdenkseiten tel. und per email kontaktierte, stellte sich als nicht mehr &bdquo;vital&ldquo; heraus, angeblich mangels &bdquo;Obdach&ldquo; und auch wegen &bdquo;Corona&ldquo;.<\/p><p>Schlimmer noch: Enkelbesuche? Erst einmal nicht, aber dann doch&hellip;die berufst&auml;tigen Eltern hatten nicht immer eine Betreuungsl&ouml;sung f&uuml;r ihren &nbsp;vom Schulbesuch in die virtuelle Schule verbannten Erstkl&auml;ssler&hellip;<\/p><p>Dabei hatte ich noch Gl&uuml;ck: Zu meiner Wohnung geh&ouml;rt eine kleine Gartenparzelle direkt am Haus. Hier, im Garten, konnte ich wenigstens &nbsp;meine neuen Nachbarn, Eigent&uuml;mer- und Mieter der 6 H&auml;user umfassenden Neubauanlage, bei Gartenarbeiten kennenlernen (teilweise selbst von weit her zugezogen), &nbsp;Erfahrungen austauschen und wertvolle Tips zur Erschlie&szlig;ung meiner unmittelbaren Wohnumgebung und Infrastruktur erhalten. Kann eine Hausarzt-,Zahnarzt-,Orthop&auml;den-, &nbsp;Physiotherapie-Podologiepraxis empfohlen werden, wie kommt man dahin? <\/p><p>Was liegt unter solchen Umst&auml;nden n&auml;her, als krank zu werden? N&auml;chtliche heftige Brustschmerzen Ende Mai zwangen mich, die n&auml;chstbeste Arztpraxis aufzusuchen, die mich &nbsp;nach einem besorgniserregenden &nbsp;Laborbefund ins n&auml;chste Krankenhaus einwies, wo man mich schlie&szlig;lich von meiner Galle befreite&hellip; <\/p><p>Der Fabrikbetrieb Krankenhaus (seit Jahren nicht von innen erlebt) war ein Schockerlebnis f&uuml;r mich; auf meine schriftlich ge&auml;u&szlig;erte Beschwerde an die Krankenhausverwaltung erhielt ich keine Antwort.<\/p><p>Im Sommer war noch gemeinsames &bdquo;Singen&ldquo; im weitl&auml;ufigen Naturgarten der Naturfreunde m&ouml;glich, sogar ohne Maskenzwang! &nbsp;Winterliche K&auml;lte, Regen und fr&uuml;he Dunkelheit beendeten diese von depressiven Gef&uuml;hlen und aufgestauten Aggressionen befreienden Outdoor-Treffen. <\/p><p>Im November dann der &bdquo;Durchbruch&ldquo;: Vor dem K&ouml;lner Dom besuchte ich eine Mahnwache f&uuml;r Assange und wurde aufgenommen in den aktiven K&ouml;lner NDS-Gespr&auml;chskreis. Hier treffe ich die wachen und kritischen Menschen, die ich brauche, um in &nbsp;dieser Gesellschaft nicht mutlos zu werden und zu vereinsamen&hellip; Die &bdquo;alternatvlose&ldquo;, irrationale Panik und Angst erzeugende Ma&szlig;nahmendiktatur der Politik gegen das &bdquo;Pandemiemonster&ldquo; bedroht zunehmend auch diese M&ouml;glichkeit mitmenschlicher Kommunikation in face to face &ndash; Pr&auml;senz. <\/p><p>Danke, da&szlig; es die Nachdenkseiten gibt! Dem NDS-Team w&uuml;nsche ich von Herzen alles Gute und Mut und Beharrlichkeit zur Weiterarbeit.<br>\nUrsula Br&uuml;mann<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>18. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebe Redaktion der NachDenkSeiten,<\/p><p>bis Mitte M&auml;rz 2020 lebte ich, seitdem existiere und funktioniere ich nur noch. <\/p><p>Einst konnte ich meiner Leidenschaft f&uuml;r Opern-, Kammerkonzert- und Theaterbesuche regelm&auml;&szlig;ig folgen, konnte aktiv in einer Laientheatergruppe mitwirken, konnte Stadtbesichtigungen mit kunsthistorischem Interesse verbinden, konnte mit meiner Freizeitpartnerin Museumsausstellungen besuchen. Einst geh&ouml;rten an jedem Sonntag und an den meisten Feiertagen Gottesdienstbesuche zu meinem Lebensinhalt. Einst konnte ich immer mal wieder mit interessanten Menschen ins Gespr&auml;ch kommen und zudem monatlich an meinem Stammtisch f&uuml;r Singles teilnehmen. Einst war ich Nutzer der &ouml;ffentlichen Verkehrsmittel, denn sie waren nicht nur ein entspanntes Fortbewegungsmittel, sondern ein Ort, in dem Begegnungen m&ouml;glich waren, in dem sich Leben abspielte. Einst gab es in meinem Betrieb regelm&auml;&szlig;ige Treffen und Feierlichkeiten f&uuml;r alle Mitarbeitenden und im Arbeitsalltag generell viel unmittelbare pers&ouml;nliche Kommunikation. Das alles war einmal. Der Lockdown und speziell die Abstands- und Maskenpflicht haben dies alles f&uuml;r mich unm&ouml;glich gemacht. Auch zeitweise praktizierte Konzepte wie z. B. Abstands- und Maskenpflicht bei wegen des Verzichts auf Pausen auf jeweils eine Stunde beschr&auml;nkte Opernauff&uuml;hrungen waren f&uuml;r mich nie eine Alternative, denn dabei kann f&uuml;r mich kein Kunstgenuss aufkommen. Gottesdienstbesuche mit Abstand, ohne Singen, mit dem Empfangen der Kommunion hinter eine Glaswand etc. sind beispielsweise ebenfalls f&uuml;r mich nicht denkbar. <\/p><p>Ich lese sehr gerne sowohl klassische als auch moderne Belletristik und schaue mir gerne interessante Filme an. Aber auch dies ist auf Dauer keine wirkliche Ablenkung, denn es l&auml;sst immer wieder in mir das Bewusstsein entstehen, dass einst ein vergleichsweise normales menschliches Zusammenleben m&ouml;glich war.<\/p><p>Der Zweite Weltkrieg dauerte rund sechs Jahre und das Beseitigen der gr&ouml;bsten Tr&uuml;mmer und ein gewichtiger Teil des Wiederaufbaus umfasste bis zur Gr&uuml;ndung der beiden deutschen Staaten rund vier Jahre. Als Summe ergibt dies zehn Jahre und die gleiche Dauer setze ich schon seit Monaten f&uuml;r die Dauer des Lockdowns an, denn der Lockdown bedeutet nicht nur beispielsweise das Schlie&szlig;en wichtiger Einrichtungen und Gesch&auml;fte, sondern auch das Vertiefen zwischenmenschlicher Entfremdung. Lockdown bedeutet &ldquo;Herunterfahren&rdquo; und damit wird auch die Menschlichkeit heruntergefahren, denn das Bed&uuml;rfnis nach menschlicher N&auml;he ist ein Grundbed&uuml;rfnis. Digitale Angebote, gleich welcher Art, stellen f&uuml;r mich nicht im Entferntesten eine Alternative zur unmittelbaren Begegnung eines Menschen, zum unmittelbaren Zugang zu einem Kunstwerk oder zu einem nachhaltigen Zugang zu Bildungsinhalten dar.<\/p><p>Ich verstehe diese Mehrheitsgesellschaft, diese Mehrheitskultur immer weniger. Je l&auml;nger ich auch &uuml;ber die Argumente der Lockdown-Bef&uuml;rwortenden nachdenke, desto weniger verstehe ich sie. Auf mich wirkt der Anblick der maskierten Menschen immer noch verst&ouml;rend, an die Ma&szlig;nahmen des Lockdowns werde ich mich nie gew&ouml;hnen k&ouml;nnen. Ich wei&szlig; nicht, wie lange ich noch durchhalte, f&uuml;r mich schwindet immer mehr der Sinn meiner gegenw&auml;rtigen Existenz. <\/p><p>Ein Jahr durchlittener Lockdown betrachte ich als verlorenes Jahr f&uuml;r alle Menschen. Niemand kann dieses verlorene Lebensjahr ersetzen. Und durch das Leiden verringert sich nach meiner Auffassung zus&auml;tzlich die Lebenserwartung.<\/p><p>Ein f&uuml;r mich wichtiger Trost bleibt mir in dieser Situation: Ich bin froh, keine Kinder zu haben, denn es w&uuml;rde mir das Herz brechen, wenn ich ihr Leiden in dieser elenden Gegenwart mit meiner eigenen gl&uuml;cklichen Kindheit vergleichen w&uuml;rde. <\/p><p>Einmal mehr sende ich Ihnen meinen herzlichen Dank f&uuml;r Ihre Arbeit.<\/p><p>Eduard Wiesenfeld<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>19. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Hallo liebe NachDenkenSeiten-Redaktion,<\/p><p>Ein Jahr Ma&szlig;nahmen, Einschr&auml;nkungen und immer noch Single. Was f&uuml;r ein Gl&uuml;ck f&uuml;r alle, die vorher in einer Beziehung waren und diese besondere Zeit zusammen durchleben d&uuml;rfen! Nein, ich bin nicht mehr Mitte zwanzig, sondern &uuml;ber drei&szlig;ig und finde mich echt okay,&nbsp; bin gro&szlig;, schlank, ziemlich selbstreflektiert, habe einen kreativen Beruf. Und ich hatte vor Corona einige, fast zu viele Hobbys wie z.B. Tanzsport. Mir gelang kurz vor der Pandemie keine feste, lange Beziehung. Scheint irgendwie out zu sein? Obwohl ich keine Angst davor habe im Alltag, in der Offline-Welt, nach Signalen von Frauen zu handeln und die Dame anzusprechen. Oder im Supermarkt gekonnt flirte. Pastens: Vergangenheit. All das ist seit M&auml;rz 2020 nicht mehr m&ouml;glich. Auf einmal haben immer mehr Menschen Masken getragen. In den Superm&auml;rkten und &ouml;ffentlichem Nahverkehr wird dezent auf Abstand und die Gesundheit hingewiesen. Die Angst ist sichtbar und sp&uuml;rbar. Alles absolute Killer f&uuml;r&rsquo;s flirten und kennenlernen. Pr&auml;sent ist die Hoffnung, dass das alles nur ein zeitlich tempor&auml;rer Zustand ist. Es wird ja bald w&auml;rmer, dann machen die Caf&eacute;s wieder auf und alles wird wieder normal &ndash; das Verhalten der Menschen inklusive. Im Sommer 2020 war es dann nur bedingt so: Die Angst vor N&auml;he ist geblieben. Die Regeln vom ersten Lockdown waren fest eingebrannt. Die Gewohnheit f&uuml;r Abstand halten war sichtbar. Der Kontakt offline, nicht unm&ouml;glich aber mit vielen Hemmungen verbunden.<\/p><p>Also doch die Online-Kennenlernb&ouml;rsen ausprobieren. Ein One-Night-Stand und drei Dates in der die Angst vor einer m&ouml;glichen Infektion omnipr&auml;sent ist. Die Zur&uuml;ckhaltung bleibt. Irgendwie ergibt es kein Sinn wenn Intimit&auml;t und N&auml;he tabu sind und die Virusgefahr nicht richtig greifbar ist. Im November 2020 ist dann erstmal das letzte Date f&uuml;r mich. Es endete mit einer Umarmung. Das war schon was besonderes. Als ich als zweites Date gemeinsames Kochen bei mir oder bei ihr vorschlug, habe ich wohl eine rote Linie &uuml;berschritten. Alle Caf&eacute;s und Restaurants hatten ja zu! Dann kam Weihnachten, das Jahr war rum und ich vermisste Ber&uuml;hrungen und N&auml;he, selbst in der Familie an Weihnachten verzichteten wir alle darauf. Zum Jahresende bin ich dann aufgewacht. Vielleicht war der springende Punkt, dass ich bei meinen Eltern wieder zwangsl&auml;ufig mit der tagesschau und dem heute journal in Kontakt kam. Und ich habe Superm&auml;rkte erlebt, die v&ouml;llig &uuml;berf&uuml;llt waren. Der Gedanke, dass die Angst vor dem Virus geringer sei, als die Angst vorm nicht-perfekten Weihnachts- und Sylvesterfest(essen) dr&auml;ngte sich mir auf. Dieser Gedanke wurde auf der Heimreise mit dem ICE verst&auml;rkt: Es gab Zugwagen die nahezu Menschenleer waren und der n&auml;chste Wagen war fast voll besetzt! Dank der NachDenkSeiten konnte ich mir endlich ein vollst&auml;ndiges Bild machen und wurde kritischer, alles andere w&auml;re ja viel zu gef&auml;hrlich! Die st&auml;ndigen Lockdown-Verl&auml;ngerungen auf unbestimmte Zeit sind das eine Hindernis wieder in Kontakt zu kommen. Masken verhindern Emotionen, Signale wie ein L&auml;cheln. Masken sind total unsexy und verdecken ein Drittel des Gesichts. Subjektiv ist die Akzeptanz f&uuml;r das Tragen der Masken eher gestiegen. Leider keine guten Aussichten f&uuml;r Kontakte in der realen Welt. Es kommt noch hinzu, dass die Pandemie-Meinung an Relevanz zugenommen hat. Die Spaltung macht bei der Partnerwahl nicht halt. Zuerst &ldquo;muss&rdquo; abgecheckt werden, wie der Andere zum Virus und der Gefahr steht bevor Gef&uuml;hle entstehen &ldquo;d&uuml;rfen&rdquo; oder sich &uuml;berhaupt erst getroffen wird. Online-Kennenlernb&ouml;rsen kompensieren nach meiner Meinung das Problem der Angst und Distanz nicht. Sie verlagern es nur und forcieren eine Suggestion: Bald wird der offizielle Startschuss kommen und dann ist alles wieder normal! Daran glaube ich nicht. Ich bin trotzdem gespannt auf die warmen Fr&uuml;hjahrs- und Sommermonate 2021. In der Hoffnung Frauen zu treffen, die wenig Angst vor dem Virus haben und stattdessen an die Liebe glauben! Eine Krise ist immer auch eine Chance!<\/p><p>Das waren die Worte eines Singles in Coronazeiten! Viel Gl&uuml;ck und Zuversicht allen Singles da drau&szlig;en!<\/p><p>BestenDank,beste Gr&uuml;&szlig;e &hellip; weiter so!<br>\nT.K.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>20. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebes Team der Nachdenkseiten,<\/p><p>schon bei &ldquo;die im Dunkeln sieht man nicht&rdquo; war ich begeistert von Ihrer Idee! Auch jetzt finde ich es toll, dass Sie wieder die Schattenseiten sichtbarer machen m&ouml;chten. Ich bin bei solchen Fragen oft erinnert an die zweite Strophe des Liedes &ldquo;Der Mond ist aufgegangen&rdquo;: &ldquo;Seht ihr den Mond dort stehen, er ist nur halb zu sehen und ist doch(!) rund und sch&ouml;n. So sind wohl manche Sachen, die wir getrost verlachen weil unsre Augen sie nicht sehen.&rdquo; In diesem Sinne auch ein Beitrag zur aktuellen Aktion:<\/p><p>Hoffnungsvolle Gr&uuml;&szlig;e sendet<br>\nM.M.<\/p><p>Beitrag:<br>\nHabe ich Angst? (Ohne zu irgendeiner Risikogruppe zu geh&ouml;ren&hellip;)<br>\nMuss ich mich schon wieder rechtfertigen? (Ohne den Sinn der Regel, gegen die ich scheinbar versto&szlig;e, zu verstehen&hellip;)<br>\nBin ich eigentlich gesund? (Ohne irgendwelche Symptome zu haben&hellip;)<br>\nKann ich eine Gefahr f&uuml;r andere sein? (Ohne mit 180km\/h durch Spielstra&szlig;e oder Baustelle zu brettern&hellip;)<br>\nIst es wahrscheinlich einem Infizierten zu begegnen, der mich anstecken k&ouml;nnte? (Ohne eine relative Verteilung der dauernden absoluten Zahlen zu kennen&hellip;)<br>\nBleibt mein Kind zufrieden und gesund? (Ohne richtig spielen zu d&uuml;rfen&hellip;)<br>\nSch&uuml;tzen Masken tats&auml;chlich meine Gesundheit? (Ohne mir durch Schadstoffe, Atemwiderstand, Pilze oder Schimmelsporen oder durch what-ever eher noch zu schaden&hellip;)<br>\nHabe ich Existenz&auml;ngste? (Ohne gro&szlig;e finanzielle Einbussen erlitten zu haben&hellip;)<br>\nHabe ich mich in der Situation bequem eingerichtet und ducke mich weg? (Ohne aus Not oder Betroffenheit zum Handeln gezwungen zu werden&hellip;)<br>\nM&ouml;chte ich lieber im Kollektiv mitlaufen? (Ohne meine eigene Meinung zu vertreten und damit mein R&uuml;ckgrat endg&uuml;ltig zu verlieren&hellip;)<br>\nWenden sich meine Freunde von mir ab, wenn ich mich kritisch &auml;u&szlig;ere? (Ohne eine Chance auf ein neues Einvernehmen&hellip;)<br>\nLasse ich mich Impfen? (Ohne darin einen Vorteil im Sinne von Selbst- und Fremdschutz zu haben&hellip;)<br>\nW&uuml;rde ich jemandem beispringen, der wegen einer Krankheit keine Maske tragen darf und deswegen von anderen angep&ouml;belt wird? (Ohne wieder und wieder den Schwanz einzukneifen&hellip;)<br>\nBrauche ich einen Test, der mir sagt, dass ich krank bin? (Ohne das selbst zu sp&uuml;ren&hellip;)<br>\nVerweigere ich mich dem Schnelltestwahn? (Ohne die Einschr&auml;nkungen nicht mehr ertragen zu wollen&hellip;)<br>\nErtrage ich die Gespr&auml;che &uuml;ber Impftermine noch l&auml;nger? (Ohne durch die Furcht vor einem sozialen Impfzwang oder sozialer &Auml;chtung auf Grund meiner Kritik gel&auml;hmt zu werden&hellip;)<br>\nWerden wir die Sp&auml;tfolgen und adversen Effekte der bereits Geimpften noch lange bedauern? (Ohne die Warnungen jetzt ernst genug zu nehmen&hellip;)<br>\nWird es bald ein ganz arges Erwachen geben? (Ohne jetzt sicher sein zu k&ouml;nnen, ob das wegen des Virus oder seiner Mutationen, wegen der Folgen der Ma&szlig;nahmen oder wegen einer der vielen noch nicht eingetretenen Verschw&ouml;rungstheorien sein wird&hellip;)<br>\nM&ouml;chte ich in einem technik-basierten Impffaschismus leben, der sich als Gesundheitsf&uuml;rsorge tarnt? (Ohne meine Ideale von weniger Stress, &Ouml;kologie, positivem Miteinander und Mitbestimmung aufzugeben&hellip;)<br>\nWird die Menge an Zensur noch zunehmen? (Ohne dass dabei berechtigte kritische Stimmen auf der Strecke bleiben&hellip;)<br>\nWas passiert mit den Kindern, die jetzt in der Schule auf der Strecke bleiben? (Ohne dass sich jemand wirklich um sie k&uuml;mmert&hellip;)<br>\nHat sich eigentlich irgend ein Aspekt unserer Lebensumst&auml;nde im letzten Jahr wirklich zum positiven ver&auml;ndert? (Ohne den Luxus des k&uuml;rzeren Arbeitswegs und des mehr an Zeit mit der Familie schm&auml;lern zu wollen&hellip;)<\/p><p>Wenn alles vorbei ist: K&ouml;nnte ich eingestehen, dass ich falsch lag? (Ohne mir aktuell irgendetwas vorwerfen zu m&uuml;ssen&hellip;)<br>\nWenn alles vorbei ist: K&ouml;nnte ich den jetzt v&ouml;llig regierungs- und regeltreuen Menschen verzeihen, wenn sie falsch lagen und es trotzdem nicht eingestehen wollen? (Ohne dass mir meine Arroganz zu Kopf steigt&hellip;)<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>21. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebes Nachdenkseiten-Team, liebe kritische LeserInnen,<br>\ndanke f&uuml;r die Chance meine Gedanken mit Ihnen teilen zu d&uuml;rfen.<\/p><p>Wir bestehen aus einer f&uuml;nfk&ouml;pfigen Familie mit Haus\/ Garten\/Elektroauto und viel Idealismus. &Ouml;konomisch hat uns die Krise nicht getroffen.<\/p><p>Wir geh&ouml;ren zum Teil sogar zu den finanziellen Profiteuren der Krise. Ich traue mich das kaum zu sagen. Wir haben das so nicht gewollt. Unsere Fachh&auml;ndlerkunden k&auml;mpfen ums &Uuml;berleben, unsere Discounterkunden befinden sich in einem gigantischen Plus, werden immer gieriger und auch ihren Zwischenh&auml;ndlern gegen&uuml;ber immer r&uuml;der und unversch&auml;mter. Anstatt sich &uuml;ber den Zugewinn zu freuen, bef&uuml;rchten sie m&ouml;gliche entgangene Geldsummen durch nicht nachgef&uuml;llte Regale und machen Druck.<\/p><p>Emotional bewegt uns dies und anderes t&auml;glich sehr. Ich kann Ihnen unz&auml;hlige Geschichten aus unserem Alltag erz&auml;hlen, die innerhalb des letzten Jahres zusammengekommen sind. Von missg&uuml;nstigen Blicken oder Worten unseren drei kleinen Kjndern gegen&uuml;ber, die es als sogenannte &ldquo;Superspreader&rdquo; wagen mit uns gemeinsam Lebensmittel einkaufen zu gehen oder kurz Ihre Maske l&uuml;ften. Und das sind Szenen, bevor sie eine Maskenbefreiung bekamen. Ich kann Ihnen erz&auml;hlen von Menschen, die mein Mann auf der Rolltreppe (mit Maske!!) einfach nur anl&auml;chelte und diejenigen in Folge erschrocken zur&uuml;ckwichen mit den Worten: &ldquo;Abstand halten!&rdquo;. Ich k&ouml;nnte Ihnen von unz&auml;hligen Telefonaten mit geliebten Menschen berichten, mit denen jede noch so wohlwollend begonnene Diskussion &uuml;ber die Corona Strategie der Politik ausartete in laustarke Debatten ohne Aussicht darauf, auch nur im Ansatz den anderen verstehen zu k&ouml;nnen.<\/p><p>Ich liege Nachts in letzter Zeit manchmal lange wach und gr&uuml;bele. Dabei &uuml;berrascht mich das Handeln der politischen M&auml;chte nicht. Seit Jahren regieren Sie weltweit an den wirklich existentiellen Menschen-Themen vorbei. Der Staatsmann und die Staatsfrau zeigen sich nun jeweils in Ihrer wahren Gesinnung versteckt hinter angeblichen Sorgenfalten.<\/p><p>Es ist schon lange nicht mehr so, dass ich mich in diesem Land per se sicher w&auml;gte. Ein Land, ein Europa, welches fast tatenlos zuschaut, wie Mitmenschen in Lagern wie Moria den westlichen kapitalistischen Ideologien &ldquo;zum Fra&szlig;&rdquo; vorgeworfen werden, scheint nicht wirklich zu den &ldquo;Guten&rdquo; zu geh&ouml;ren.<\/p><p>Es war niemals so, dass ich auch nur im Ansatz davon ausging, dass es einem Gesundheitsminister um die Gesunderhaltung von Menschen ginge: Das Schlie&szlig;en unz&auml;hliger kleiner Kliniken, das &ldquo;Wegekeln&rdquo; der so wichtigen Hebammen in unserem Land durch aberwitzige Versicherungsbeitr&auml;ge, das Unterlassen von Aufkl&auml;rung und das mangelnde Handlungsbild zugunsten des Erhaltens von Gesundheit durch Lebensumst&auml;nde, Ern&auml;hrung, Umwelt,&hellip;das entspringt nicht einem Gesundheitsgedanken.<\/p><p>Schon lange ging ich nicht davon aus, dass das Gro der Bev&ouml;lkerung verst&uuml;nde, was wir mit unserer Art zu leben aufs Spiel setzen, wie zivilisatorisch physisch und psychisch krank viele von uns eigentlich bereits sind und uns an ein Leben in Inkoh&auml;renz gew&ouml;hnt haben.<\/p><p>Und doch: Nach einem Jahr Corona bin ich tats&auml;chlich &uuml;berrascht. Eine m&ouml;glicherweise drohende Impfplicht durch die Hintert&uuml;r durch rigides Einteilen der Menschen in Geimpfte und Ungeimpfte &ndash; davor habe ich tats&auml;chlich Angst. Ein Denunzieren durch Nachbarn, weil man mit Menschen beisammensitzen m&ouml;chte &ndash; das &auml;ngstigt mich. Kleinkinder, welche &ldquo;Corona&rdquo; spielen erschreckt mich. Frauen, die von Geburten in Krankenh&auml;usern berichten, allein gelassen, ohne Ehemann, daf&uuml;r mit Maske(!!!) &ndash; das l&auml;sst mich fassungslos und wortlos zur&uuml;ck. Ich verstehe nicht, warum Menschen sich das gefallen lassen und nicht wenigstens im R&uuml;ckblick auf das Geschehene aufbegehren. Ich werde mich dem nicht unterordnen k&ouml;nnen.<\/p><p>Eher verzichte ich auf Annehmlichkeiten. Oder ich klage. Oder ich gehe woanders hin. Hier geht es ums Prinzip und eine Position.<\/p><p>Und um das Vorbild der Mutter ihren Kindern gegen&uuml;ber. A propos Kinder:<\/p><p>Wir f&uuml;hlen uns hier als Familie mehr und mehr fremdbestimmt (nicht nur seit Corona) und dabei trotzdem nicht ernst genommen &ndash; obwohl wir seit jeher Eigenverantwortung &uuml;ben. Wir haben vieles stemmen k&ouml;nnen, aber an folgender Stelle endet unsere Akzeptanz von Beeintr&auml;chtigungen definitiv: Bei unseren Kindern. Die Art und Weise wie dieser uns Erwachsenen anvertraute Teil der Gesellschaft erst ignoriert und nun (nicht nur) an den Schulen durch Masken und-Testpflicht geg&auml;ngelt wird, entbehrt jeglicher sinnhaften Grundlage und Ethik. Kinder und Jugendliche werden bewusst einer fragw&uuml;rdigen Strategie untergeordnet. Unsere Mittel und Wege- wie auch immer sie sein m&ouml;gen- d&uuml;rfen nicht die Belange der Schw&auml;chsten einer Gesellschaft verletzen. Und dies passiert jetzt tagt&auml;glich in umfassendem Ma&szlig;e. Wir als Eltern konnten bis jetzt viele Absurdit&auml;ten von unseren Kindern fernhalten, da wir keine Fremdbetreuung in Anspruch nehmen und den Gro&szlig;en in der Schule bis jetzt erfolgreich davor sch&uuml;tzen konnten. Anderen Kindern ergeht es nicht so gut. Sie m&uuml;ssen eine Welt erleben, welche sie bis in die privatesten Belange konditioniert und in Form presst und ihnen abtrainiert in den Diskurs zu gehen. Die Neurowissenschaft lehrt uns, dass Pr&auml;gungen tiefer und langfristiger im kindlichen Gehirn verankert werden und Entwicklung geschieht beim Kind schneller und effektiver &ndash; ein Jahr Corona stellt hiermit ein immenses Zeitfenster dar.<\/p><p>Zu was f&uuml;r einen Erwachsenen entwickelt sich m&ouml;glicherweise ein solches Kind, wenn es auch sonst wenig positive &nbsp;&ldquo;Oasen&rdquo; in seinem Umfeld hat? Dystopisch denkende Menschen w&auml;hnen nichts Gutes..<\/p><p>Mich verwundert das zustimmende Abnicken vieler -durchaus in anderen Belangen engagierten- Eltern sehr, es herrscht im Allgemeinen eine breite Kritiklosigkeit. Den meisten Eltern geht es priorit&auml;r darum, dass ihre Kinder in der Leistung bleiben &ndash; bereits zwei Tage nach dem ersten Lockdown vor einem Jahr bekundeten besorgte Eltern, wo denn die Arbeitsunterlagen blieben&hellip;<\/p><p>Wir ziehen nun noch mehr in Erw&auml;gung Deutschland in Naher Zukunft zu verlassen und nach Schweden &uuml;berzusiedeln. Nicht weil wir grunds&auml;tzlich vor Problemen fliehen wollen, auch Schweden hat seine Themen. Wir m&ouml;chten unserer Verantwortung als Eltern gerecht werden k&ouml;nnen.<\/p><p>Wir bevorzugen es, unsere Energie einem Staat zu geben, welcher zumindest in Ans&auml;tzen seinen B&uuml;rgern ein Mindestma&szlig; an Eigenverantwortung zuspricht und in dem aufgrund der Grundgesinnung der dort lebenden Menschen zumindest einige der oben beschriebenen Szenarien im Alltag so hoffentlich nicht erwartbar sind. Aus dieser Kraft heraus wollen wir weiterhin versuchen, das Leben &ldquo;richtig&rdquo; und lebenswert zu gestalten.<\/p><p>Ob wir hierin Deutschland eine Demonstration besucht haben mit den Kids von &ldquo;Fridays for Future&rdquo; oder w&auml;hlen gehen, Unmengen an Geld ausgeben f&uuml;r &ouml;kologisch hergestelltes Essen oder Waren, ob wir Diskussionen f&uuml;hren oder Boykottieren: Wenn die Institution Staat ein Umdenken nicht will, k&ouml;nnen wir uns hier offensichtlich auf den Kopf stellen &ndash; es interessiert ihn nicht! Unsere Kinder werden jetzt gepr&auml;gt, wir k&ouml;nnen nicht mehr ewig warten auf Erleuchtung der Politik, auch hier gilt die Eigenverantwortung. Louisa Neubauer beschreibt in ihrem Buch, dass es sehr schwer f&auml;llt in einem nicht nachhaltig gef&uuml;hrten Land nachhaltig zu leben. Das k&ouml;nnen wir nur best&auml;tigen und erweitern dies: In einem sehr tief durch Kapitalismus und Lobbyismus durchwurzelten Staat ist es sehr schwer idealistisch und nicht auf Kosten anderer zu leben.<\/p><p>Seit einigen Jahren bereiten wir unsere berufliche Neuausrichtung vor. Wir m&ouml;chten zu mehr Achtsamkeit beitragen und das jetzige System nicht noch unterf&uuml;ttern.<\/p><p>Ich denke es wird die Zeit kommen, in der wir alle auf diese &Auml;ra zur&uuml;ckblicken als Beginn des gro&szlig;en Paradigmenwechsels.<\/p><p>Ob die Paradigmen uns Menschen wohlgesonnen sein werden? Ich hoffe es inst&auml;ndig und dass uns diese Zeit aufr&uuml;ttelt.<\/p><p>Wir werden es alle gemeinsam sicher bald entscheiden.<\/p><p>Liebe positive Gr&uuml;&szlig;e,<br>\nNadine W. <\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>22. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrtes NDS-Team,<\/p><p>ich melde mich auf Ihren Aufruf und m&ouml;chte erneut von meinen Erfahrungen berichten. Ich habe Ihnen schon einmal einen Brief zu diesem Thema geschrieben und darin geschildert, wie sehr mich die Hygienema&szlig;nahmen, besonders die Maskenpflicht, in einer ambulanten Reha belastet und retraumatisiert hat, so dass ich keinen anderen Ausweg als den Abbruch sah. Dieser Brief wurde auch in Ihrem Buch &bdquo;Die im Dunkeln sieht man nicht&ldquo; ver&ouml;ffentlicht.<\/p><p>Aus gesundheitlichen Gr&uuml;nden bin ich nicht berufst&auml;tig und lebe von Hartz IV. Darunter habe ich lange Zeit gelitten aber jetzt bin ich sehr froh dar&uuml;ber. Denn dadurch kann ich mich dem Alltagswahnsinn gr&ouml;&szlig;tenteils entziehen. Besonders belastend empfinde ich die Maskenpflicht. Diese halb vermummten Gesichter machen mir gro&szlig;e Angst. Aus diesem Grund habe ich von meinem Hausarzt eine Befreiung bekommen. Aber ich traue mich nicht, ohne Maske in ein Gesch&auml;ft zu gehen, weil ich die Reaktionen f&uuml;rchte. Anfangs habe ich es noch getan, aber nachdem ich mehrfach angemacht wurde, dass ich gef&auml;lligst eine Maske zu tragen h&auml;tte, traue ich mich nicht mehr. Ich habe nicht die innere Kraft dar&uuml;ber hinwegzuh&ouml;ren aber ich m&ouml;chte auch nicht jedem Fremden erkl&auml;ren, dass ich eine Befreiung habe, da mein Gesundheitszustand niemanden etwas angeht. Gleichzeitig &auml;rgere ich mich aber auch &uuml;ber meine Mutlosigkeit. Einkaufen gehe ich nur noch selten und &ouml;ffentliche Verkehrsmittel benutze ich gar nicht mehr.<\/p><p>Aber auch die st&auml;ndigen G&auml;ngelungen &uuml;berall belasten mich stark. Zum Gl&uuml;ck sind diese nicht mehr so stark wie im ersten Lockdown. Trotzdem bin ich als erwachsene Frau in der Lage eine Treppe so zu benutzen, dass ich nicht st&auml;ndig in entgegenkommende Mitmenschen reinrenne. Ich brauche keine Schilder, die mir sagen, wie ich die Treppe zu benutzen habe. Ich brauche auch keine Hinweisschilder an Gesch&auml;ften, die mir sagen, wie ich zu husten und niesen habe. Auch vor Corona habe ich niemanden angehustet und angenie&szlig;t. Ich will nicht von jedem behandelt werden, als sei ich der wandelnde Tod.<\/p><p>Ich lebe in NRW. Montag kam die Nachricht, dass das Oberverwaltungsgericht in NRW die Regelungen f&uuml;r den Einzelhandel gekippt h&auml;tte. Zuerst habe ich mich gefreut aber dann dachte ich mir, dass wird die Regierung nicht auf sich sitzen lassen und so kam es ja auch. Nach k&uuml;rzester Zeit wurde beschlossen, dass dann eben alle wieder schlie&szlig;en m&uuml;ssten. Kann eine Regierung deutlicher sagen, dass sie die Entscheidungen eines Gerichts einen Sch&hellip; interessiert? Das ist ein weiterer Punkt, der mir gro&szlig;e Angst bereitet. Ich sehe, wie unser Land immer mehr Richtung Totalitarismus abdriftet und bin dieser Entwicklung hilflos ausgeliefert. Zum Gl&uuml;ck habe ich Freunde und Verwandte, die meine Bef&uuml;rchtungen verstehen und teilen. So habe ich zumindest Menschen, mit denen ich dar&uuml;ber reden kann. Aber ich frage mich auch, was eigentlich noch passieren muss, damit die Menschen in diesem Land endlich aufwachen. Dann denke ich wieder, dass es vielleicht vielen geht wie mir. Man sieht die Entwicklung, wei&szlig; aber nicht, wie man sich wehren kann, wenn Demonstrationen verboten sind und man m&ouml;glicherweise um seinen Job bangen muss, weil man trotzdem auf einer Demo war. Und wenn man sich allzu kritisch im Netz &auml;u&szlig;ert, riskiert man die Ausl&ouml;schung der digitalen Identit&auml;t. Ist meine Angst vor einem totalit&auml;ren Regime wirklich so unberechtigt? Warum soll ich Verst&auml;ndnis f&uuml;r die Angst der Menschen vor dem Tod haben, wenn genau diese Menschen mir sagen ich soll mich nicht so anstellen und endlich meine Manske anziehen.<\/p><p>Mittwoch war ich noch einmal mit meiner Schwester in der n&auml;chsten gr&ouml;&szlig;eren Stadt. Wir wollten in ein oder zwei Gesch&auml;fte rein. &Uuml;berall mussten wir einen Termin vereinbaren und dann unsere Adresse hinterlassen. Das will ich so nicht! Ich will anonym einkaufen k&ouml;nnen, ohne die ganzen &bdquo;Hygienema&szlig;nahmen&ldquo;.<\/p><p>Ich w&uuml;rde meine &Auml;ngste und Gef&uuml;hle gerne in einer Therapie aufarbeiten. Leider war es vor der Krise schon sehr schwer einen Platz zu bekommen. Mittlerweile ist es fast unm&ouml;glich. Au&szlig;erdem h&auml;tte ich dann vermutlich wieder genau dasselbe Problem wie in der Reha. Ich kann meine Angst vor den vermummten Gesichtern nicht aufarbeiten, wenn ich gleichzeitig gezwungen werde, eine Maske zu tragen.<\/p><p>Wie ich schon sagte, bin ich froh, dass ich durch meine Arbeitslosigkeit dem Wahnsinn gr&ouml;&szlig;tenteils entkommen kann. Ich habe zum Gl&uuml;ck auch einige Bekannte, denen es egal ist, mit wie vielen Leuten man sich gerade treffen darf und deshalb treffen wir uns auch mit mehr als einer Person, die nicht zum Haushalt geh&ouml;rt. Ich traue mich fast gar nicht das hier zu schreiben. Aber diese kleine Form des Ungehorsams hilft mir zus&auml;tzlich den Wahnsinn zu ertragen. Ich h&auml;tte vor einem Jahr nicht gedacht, wie schnell die Menschen in unserem Land bereit sind, alle Grundrechte &uuml;ber Bord zu werfen und sich bedingungslos dem Regime zu unterwerfen. Sollte irgendwann alles hoffentlich wieder normal sein, wird es sehr lange dauern, bis ich das Vertrauen in die Menschen zur&uuml;ckgewinne.<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nNH<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>23. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Guten Tag, wertes Nachdenkseiten-Team,<br>\n&nbsp;<br>\nwas hat der Lockdown mit mir angestellt?<br>\n&nbsp;<br>\nEr hat mich noch weiter entmenschlicht, als ohnehin schon. Und so scheint es allen zu gehen. Denn egal in welches &ldquo;Lager&rdquo; man f&auml;llt, alle werden wie Objekte behandelt.<\/p><ul>\n<li>Bestimmte Menschen d&uuml;rfen nicht mehr arbeiten, m&uuml;ssen aber Miete zahlen.<\/li>\n<li>Kinder werden in den Fernunterricht geschickt, d&uuml;rfen dort aber au&szlig;er Schule nichts tun.<\/li>\n<li>&ldquo;Risikogruppen&rdquo; werden durch Abschottung &ldquo;gesch&uuml;tzt&rdquo;, d&uuml;rfen dort aber nur vegetieren.<\/li>\n<li>Pflegepersonal rettet vielen Menschen das Hinterteil, wird aber verheitzt und erh&auml;lt genau 0&euro; mehr Geld und keine besseren Arbeitsbedingungen oder Verst&auml;rkung.<\/li>\n<\/ul><p>&nbsp;<br>\nEs gibt keinerlei Kompensation f&uuml;r diese Schwerstbelastungen. Gleichfalls geht es momentan bei mir an der Uni zu. Es wird wie selbstverst&auml;ndlich erwartet, dass alle Studenten innerhalb normaler Fristen Arbeiten leisten. Ohne ordentlichen Zugang zur Bibliothek. Ohne M&ouml;glichkeit, Lerngruppen zu bilden. Ohne Sprechstunden bei der B&uuml;rokratie usw.<\/p><p>Wenn man sich mal alle Arbeit im Land anschaut, geht es wahrscheinlich allen so. Es werden einfach ersatzlos Dinge weggek&uuml;rzt, ganz so als seien die Menschen Maschinen.<br>\n&nbsp;<br>\nDer Gedanke, dass es Zust&auml;nde gibt, in denen man nicht leben sondern nur &uuml;berleben oder verk&uuml;mmern kann, scheint nicht oft gedacht zu werden. Sicher, man kann auch Corona mit Lockdowns &uuml;berleben, aber ob man danach noch ein Mensch ist, das bezweifle ich. Veteranen haben oft &auml;hnliche Probleme. Oder Kriegskinder.<br>\n&nbsp;<br>\nSchon zu meinen Schulzeiten wusste ich, dass ich sterbe. Und ich bin gestorben. Heute bin ich ein teilnahmsloser Sack Fleisch der tr&uuml;b&auml;ugig auf die Welt blickt, da meine Gef&uuml;hle zerst&ouml;rt wurden.<\/p><p>Was wir heute sehen, ist Gef&uuml;hlszerst&ouml;rung im ganz gro&szlig;en Stil. Egal, ob man konform geht oder ob man sich demonstrativ irgendwogegen auflehnt. Beides ist Symptom vom Falschem Selbst (Konzept geklaut von Arno Gruen: Wahnsinn der Normalit&auml;t).<\/p><p>Beide Vorgehen sind ein fortdauernder Beweis von St&auml;rke nach dem Muster: &ldquo;ich bin stark, weil ich mich (nicht) an die (schwachsinnigen) Regeln halte.&rdquo; (Auf Ebene der Bev&ouml;lkerung, Politclowns haben da andere Illusionen.)<br>\n&nbsp;<br>\nMenschlich w&auml;re es, wenn alle, auf die es zutrifft, gesagt h&auml;tten: ich habe Angst, ich kann nicht mehr, ich verstehe nicht was geschieht. Es ist kurios: Von irgendwoher ist ein Druck zur Parteinahme zu vernehmen. Entweder konform oder rebellisch, aber nie hilflos oder verwirrt oder schwach darf man sein.<br>\n&nbsp;<br>\nUnd wenn man das bzgl. Corona einmal erkannt hat, dann sieht man es auch in der wahnsinnigen Normalit&auml;t: Schw&auml;che ist nicht vorgesehen. Die allermeisten scheinen Schw&auml;che nicht einmal aushalten zu k&ouml;nnen. Sie m&uuml;ssen sie leugnen und, fatalerweise, in sich und der Welt bek&auml;mpfen.<br>\n&nbsp;<br>\nMithin wird alles Krieg. Corona und Lockdownerei passen ins Schema.<br>\n&nbsp;<br>\nEin anderer Weg, eine Welt in der Gef&uuml;hle nicht zerst&ouml;rt werden, bleibt so undenkbar. Und deswegen &auml;ndert sich in der Welt auch nichts. Egal welches Land oder welches System, immer basiert es auf Macht und &ldquo;St&auml;rke&rdquo; und zerst&ouml;rt Gef&uuml;hle. Da kann es keine Besserung geben.<br>\nEin Weilchen noch ist Substanz da zum Verzehren. Dann jedoch werden die Menschen so ausgebrannt sein, dass sie einander verzehren.<br>\n&nbsp;<br>\nIn diesem Lockdown bin ich noch mehr Einsiedler geworden als ohnehin schon. Ich treibe im Strom des Wahnsinns dahin. Ich kann nicht einmal Emp&ouml;rung oder dgl. aufbringen. Vielleicht nicht so schlimm, denn das w&uuml;rde den Machtmechanismus eher anfeuern.<br>\n&nbsp;<br>\nIch w&uuml;nsche mir nach einem Jahr Lockdown einen tiefen Urwald, in dem ich mitsamt der Familie verschwinden kann.<br>\n&nbsp;<br>\nMfG,<br>\nG.C.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>24. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Hallo Team der Nachdenkseiten,<\/p><p>danke f&uuml;r den Aufruf zu den Lockdown-Erfahrungen. Danke an die Leser, die bisher so wertvolle Antworten gesendet haben!<\/p><p>Ich arbeite seit M&auml;rz 2020 im Home Office, habe zum Gl&uuml;ck keine Existenzsorgen, bin gesund, aber durchaus besorgt.<\/p><p>Sorgen machen mir die vielen neuen Schulden, die der Staat aufnimmt. War fr&uuml;her immer kein Geld da, um die schwarze Null zu erfreuen, so wird es jetzt nur so herausgeschleudert. Wer soll jemals f&uuml;r diese Schulden aufkommen? Von welchen Gl&auml;ubigern machen wir uns da abh&auml;ngig? Schon aufgrund dieser Schulden wird es kein Zur&uuml;ck zum alten Normal geben.<\/p><p>Ich vermisse die Verh&auml;ltnism&auml;&szlig;igkeit bei all den Ma&szlig;nahmen. Ich kann nicht erkennen, dass hier eine Abw&auml;gung stattfindet, eher ist es ein &Uuml;berbietungswettbewerb, um sich zu profilieren.<\/p><p>Grundrechte hielt ich immer f&uuml;r universell. Dass diese so lange und massiv eingeschr&auml;nkt werden, konnte ich mir nicht vorstellen. Noch weniger vorstellen konnte ich mir, dass es diese jetzt nur bei wohlwollendem Verhalten zur&uuml;ckgibt. Eine Pandemie erfordert sicherlich pers&ouml;nliche Einschr&auml;nkungen, diese sollten jedoch auf Evidenz beruhen und demokratisch legitimiert sein.<\/p><p>Schon im Mai 2020 kamen mir die ersten Zweifel am Verhalten einzelner Akteure. Davor war ich v&ouml;llig ver&auml;ngstigt. Ich hatte per Livestream die ersten gro&szlig;en Demonstrationen verfolgt und anschlie&szlig;end mit den Berichten in den Medien verglichen. Da gab es eine erhebliche Diskrepanz, Vorverurteilung und Pauschalisierung.<\/p><p>Selbst meine Gewerkschaft Ver.di machte da mit. Zusammen mit der Antifa schrie man gegen Demonstrationen f&uuml;r das Grundgesetz an. Sicherlich waren da die verschiedensten Gruppen auf der Stra&szlig;e. Es wurden jedoch h&auml;ufig auch die Schicksale und das Leid von Kindern, alten Menschen, kleinen Unternehmern, K&uuml;nstlern usw. thematisiert. Hatte sich eine Gewerkschaft bisher f&uuml;r finanziell Schwache und Gruppen ohne gro&szlig;e Lobby eingesetzt, so war und ist ihr dieses Klientel jetzt offensichtlich v&ouml;llig egal.<\/p><p>Zu Erntedank habe ich einen Gottesdienst besucht. Die Pastorin sagte, sie h&auml;tte keine Lust eine eigene Predigt zu schreiben. Deshalb hat sie sich eine aus dem Internet herunter geladen. Die Predigt, die sicherlich in mehreren Hundert Gemeinden verwendet wurde, enthielt u. a. folgenden Inhalt: &ldquo;Und ja, ich wei&szlig;, es sind schwierige Zeiten. Erntedank ganz anders. Coronazeiten und eine ganz andere Bibelgeschichte als sonst. Und es gibt die Protestler, die sowieso alles bl&ouml;d finden, und noch schlimmer sind die Hasser und Hetzer. Letztere haben garnichts mit Jesus zu tun. Die sehen nur auch ihr Eigenes. Man k&ouml;nnte die Plakate auf ihren Demos mit einem einzigen Wort beschriften: &raquo;Ich&laquo;. Und &raquo;Ich&laquo;. Und &raquo;Ich&laquo;. Die Bedachteren darunter sollten nachdenken, mit wem sie da marschieren.&rdquo;<\/p><p>Ich war entsetzt! Was ist aus der Kirche geworden? Bisher hat sich diese doch immer f&uuml;r Minderheiten, Benachteiligte und auch die Opposition (R&uuml;ckzugsort in der DDR) eingesetzt. Und jetzt? Es wird wie zu Kaisers Zeiten die Regierungsmeinung kund getan und anders Denkende werden in die Ecke von (rechten) Hetzern gestellt. Die eigenen Werte wurden offensichtlich &uuml;ber Bord geworfen.<\/p><p>Ich hoffe, dass all die kritisierenswerten Dinge, die im letzten Jahr passiert oder unterblieben sind, bald rechtlich aufgearbeitet werden. Ich m&ouml;chte keine Rache, das bringt nichts. Jedoch m&uuml;ssen sich Strukturen &auml;ndern und Verantwortliche pers&ouml;nlich zu Verantwortung gezogen werden. Es darf nicht sein, dass es anschlie&szlig;end keiner gewesen sein will. Es gibt immer Schuldige, Belastete und Mitl&auml;ufer. Ohne die vielen Mitl&auml;ufer, h&auml;tten sich manche Dinge anders entwickelt.<\/p><p>Zu meinen Freunden habe ich Anfang November 2020 gesagt &ndash; der Lockdown dauert bis Ostern. Daf&uuml;r wurde ich ausgelacht. Jetzt sage ich &ndash; seht, meine Prognose war korrekt und bez&uuml;glich des Jahres habe ich mich ja nicht festgelegt.<\/p><p>Ich hoffe, dass es doch nicht so weit kommt und immer mehr Menschen nicht alles glauben, Dinge hinterfragen und selbst denken.<\/p><p>Gr&uuml;&szlig;e aus Hessen<br>\nJ&ouml;rg Schmidt <\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>25. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrtes Team der Nachdenkseiten,<\/p><p>hiermit m&ouml;chte ich Ihrem Aufruf folgen und Ihnen meine Erfahrungen des letzten Jahres schildern.<\/p><p>F&uuml;r mich pers&ouml;nlich war wohl der Verlust meines Arbeitsplatzes die bis dato weitreichendste Folge des LockDowns. Ich war in einer amerikanischen Firma besch&auml;ftig, die mich letzten August betriebsbedingt gek&uuml;ndigt hat, da meine Stelle Corona bedingt umorganisiert werden mu&szlig;te und mein Job ohne Reiset&auml;tigkeit eh nicht sinnvoll zu erf&uuml;llen ist. Hat mich jedoch nicht sonderlich ersch&uuml;ttert da ich langsam das Alter habe aufzuh&ouml;ren und ich auf Grund der vielen interkontinental Reisen eh ein permanent schlechtes Gewissen gegen&uuml;ber meinen Enkeln hatte (Flugscham). <\/p><p>Psychisch hat die &bdquo;Pandemie&rdquo;, die dadurch erlassenen &nbsp;LDs mit sinnfreien Begr&uuml;ndungen der Ma&szlig;nahmen, mich viel mehr belastet. Ich wache jeden Morgen auf und hoffe der Albtraum ist endlich vorbei&hellip;, aber dann h&ouml;re ich Nachrichten und die Corona Realit&auml;t wird mir bewusst. Nahezu unertr&auml;glich finde ich die Panikmache durch Regierung und RKI und am schlimmsten seitens der sog. Qualit&auml;tsmedien mit ihrer Dauerpropaganda. Statt kritischem Journalismus, nur noch gleichgeschaltete Regierungspropaganda und Diffamierung anderer Meinungen. Ein ausgewiesener Versager (Schweinegrippe) wie &nbsp;C. Drosten erh&auml;lt einen gottgleichen Status dessen Erkenntnisse &nbsp;&ldquo;niemals hinterfragt werden d&uuml;rfen &ldquo;(O-Ton Wieler). Am Anfang hat man ja den LD mitgemacht, man wusste ja nichts &uuml;ber das Virus. Ein Jahr sp&auml;ter und 3 LD sp&auml;ter weis man immer noch nichts&hellip; ausser dass hier irgendwas nicht stimmen kann. Ich will hier nicht all die Vers&auml;umnisse aufz&auml;hlen die gemacht wurden, auch nicht die ungeeigneten PCR Tests die einfach nur als F&auml;lle gelistet werden, ohne Bezug zur Testzahlen usw, und so fort. Es wurde schlicht nichts getan um die ach so gef&auml;hrliche Pandemie zu bek&auml;mpfen oder sich schlau zu machen wie wir mit dem Virus umgehen oder wie wir die Gefahr des Virus mit den Folgen der LD abw&auml;gen, Nichts !!!! in Summe f&uuml;hrt das f&uuml;r mich zu dem Schluss, dass hier ganz andere Dinge laufen. Am allerwenigsten geht es um die Gesundheit der Menschen. <\/p><p>Was mich zunehmend depressiv macht, ist dass wir uns wehrlos die Grundrechte nehmen liessen, ein seltsames Gremium das sich MPK [Ministerpr&auml;sidentenkonferenz,Anm.d.Red.] nennt, noch seltsamere Beschl&uuml;sse fasst und sich wenig Widerstand regt. Der Mittelstand wird regelrecht abgeschlachtet, Kunst und Kultur ausgeknipst und einige Zeitgenossen kommen auf die Idee mit Zero oder No Covid noch mehr Schaden einzufordern. Opposition der Nichtregierungs-Parteien findet nicht statt (die AFD z&auml;hlt f&uuml;r mich eh nicht zu den demokratischen Parteien), die Medien haben sich gleichgeschaltet und &uuml;ben Gesinnungsjournalismus, die Internetkonzerne f&uuml;hlen sich zur Zensur autorisiert &nbsp;(fr&uuml;her waren es B&uuml;cher- Verbrennungen, das geht im Internet Zeitalter eleganter und effektiver) &nbsp;&ndash; ich denke wir sind de facto in einer Diktatur gelandet und (fast) alle machen mit. Man hat ja schon Einiges erlebt, die schleichende Zersetzung der Demokratie durch die neoliberale Ideologie. Der obsz&ouml;ne Kapitalismus, der eine neue Kaste von superreichen Feudalherren erschafft und dabei die Lebensgrundlagen der Menschheit vernichtet, aber man hatte sich mit dieser Entwicklung irgendwie arrangiert, versucht ein wenig Sand im Getriebe zu spielen und vor allem die Hoffnung auf Einsicht der Menschen nicht zu verlieren. Man dachte gar die Jungen werden es evtl. richten (F4F)&hellip; Aber dann findet man sich pl&ouml;tzlich in der Gesundheits- Diktatur, &nbsp;ich wei&szlig;, es wird niemand ins Lager gebracht, aber auch das geht heute eleganter und die totale Kontrolle ist in Sichtweite, die Menschen werden isoliert und zu gl&auml;sernen Konsumenten dressiert und vor allem in st&auml;ndiger Angst gehalten und verdummt (siehe # wir bleiben zu Hause). &nbsp;Ich dachte, dass nach der Erfahrung mit dem 3. Reich, wenigstens wir Deutsche die Lektion gelernt h&auml;tten, aber weit gefehlt, die alten deutschen &ldquo;Tugenden&rdquo; wie Denunziantentum, Duckm&auml;userei, Gehorsamkeit, blinde Gefolgschaft usw. werden wieder gelebt als w&auml;re nichts gewesen. <\/p><p>Am meisten Angst (dagegen ist das Virus echt nicht der Rede wert), machen mir aber meine Mitmenschen. Als ich den Sinn der Masken hinterfragt habe wurden mir von den Kollegen erstmal verbal der Aluhut verpasst (nicht so schlimm ich mag die lieben Kollegen weiterhin gut leiden), aber ich bin schon erschrocken &uuml;ber das generelle &nbsp;Blockieren, die haben noch nicht mal zugeh&ouml;rt als ich sagte dass Masken ja sch&ouml;n und gut sind aber die Art und Weise wie die meisten &nbsp;Menschen sie handhaben kontraproduktiv ist und sie deshalb nicht vor dem Virus sch&uuml;tzen. Selbst darauf wollte sich keiner einlassen. Maske auf und durch, scheint das Motto zu sein. Auswirkungen auf Kinder, Menschen mit Atemproblemen u.v.a mehr werden, wie auch generell seitens der Regierung und der angepassten Gesundheitsindustrie, ausgeblendet. Ersch&uuml;ttert hat mich auch der Umgang mit den Alten. Anstatt sie zu sch&uuml;tzen lassen wir sie buchst&auml;blich allein verrecken und unsere. Politiker verkaufen uns dass als Akt der Solidarit&auml;t (wirklich?) Was soll daran solidarisch sein wenn ein alter Mensch, der nicht mehr lange zu leben hat seine Lieben nicht mehr sehen darf. Wen sch&uuml;tzen wir hier vor was? Noch eine pers&ouml;nlicher Erfahrung die mir zu schaffen macht war die Beerdigung einer alten Freundin. Es durften nur 15 Menschen in den Kirchenraum, die Beisetzung fand mit Abstand im Freien statt. Man durfte die Hinterbliebenen nicht umarmen (wir haben&rsquo;s dennoch gemacht, irgendwo hat der Irrsinn den man mitmacht ja Grenzen). Wenn wir uns selbst in den dunkelsten Stunden nicht mehr gegenseitig die einfachsten Gesten der Menschlichkeit versagen, dann k&ouml;nnen wir alle einpacken. <\/p><p>Geradezu gespenstisch finde ich auch die Angst in den Augen mancher Menschen bei Begegnungen im Supermarkt oder in der Stadt. Ich kann diese Angst verstehen aber nicht nachvollziehen, versuche aber wenigstens diese Angst zu respektieren. <\/p><p>Ebenfalls erschreckend sind die Reaktionen von z. B. Nachbarn, die, aufgehetzt von den Medien, den Querdenkern Krankheit und Tod w&uuml;nschen. Soweit sind wir schon. Andere fragen mich besorgt ob ich jetzt auch zu den Querdenkern geh&ouml;re, nur weil ich den offensichtlichen Betrug des Sturmes der Reichsb&uuml;rger auf den Reichstag benenne und nicht mit Protest friedlicher Menschen vermischen m&ouml;chte. Es k&ouml;nnen sich halt nicht Alle damit abfinden ihre Grundrechte an einen Herrn Spahn abzugeben. Wer solche Meinungen &auml;ussert wird sofort als Querdenker eingeordnet und man geht besser auf Abstand. Andere finden man sollte sich nicht mit Nazis gemein machen und solche Demos vermeiden, auf mein Argument dass ich erstens von mir selber weis, dass ich kein Nazi bin und das Hinnehmen von faschistoiden Verh&auml;ltnissen eben Niemanden mehr gef&auml;llt als den Nazis &nbsp;und dass ich, wenn ich in der U Bahn fahre und es f&auml;hrt zuf&auml;llig &nbsp;auch ein Nazi mit, ich deshalb nicht auf das U-Bahn fahren verzichten werde, regieren die meisten mit Kopfsch&uuml;tteln . Das wird leider nicht verstanden. <\/p><p>Zum Gl&uuml;ck versteht mich meine Familie, einige alte Freunde und einige neue Freunde und Bekannte, die meine Einstellung teilen und verstehen. Oft treffen wir auf fremde Leute und nach kurzem Austausch wird klar, dass das Gegen&uuml;ber in etwa. genauso denkt wie wir. Diese. Begegnungen machen Mut und ich kann nur alle Menschen auffordern, schaltet Facebook, WhatsApp etc einfach mal ab und redet direkt und von Angesicht zu Angesicht mit euren Mitmenschen. Nehmt dazu die Masken ab &nbsp;(haltet Abstand wenn ihr euch dann besser f&uuml;hlt), damit ihr die ganze Vielfalt der menschlichen Kommunikation nutzen k&ouml;nnt. H&ouml;rt einander zu und verurteilt nicht voreilig Menschen die euch nichts B&ouml;ses wollen nur weil sie eine andere Meinung haben und diese vertreten. Und vor Allem: lasst euch die Menschlichkeit nicht ausreden. Angst essen Seele auf, hie&szlig; mal ein alter Film von R.M. Fassbinder, also achtet auf eure Seelen und lasst euch nicht Bange machen. &nbsp;&nbsp;<\/p><p>Danke an die Nachdenkseiten f&uuml;r die gute Arbeit und die Perspektiven die ihr euren Lesern bietet.. Danke auch f&uuml;r die Anregung, sich die eigenen Erfahrung im LD bewusst zu machen und das Jahr zu reflektieren. Als ich diesen Leserbrief nochmal durchlas merkte ich, dass ich ihn vor allem f&uuml;r mich geschrieben habe. Ich habe viel &uuml;ber mich gelernt. <\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nPeter F. <\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>26. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebes Nachdenkseiten-Team,<\/p><p>nach einem Jahr Lockdown schildere ich Ihnen gerne meine Erfahrungen, die sich sicherlich mit denen vieler anderer Menschen decken.<\/p><p>Innerhalb meines Freundeskreises sah ich mich gleich zu Anfang als &ldquo;alleinige Ruferin in der W&uuml;ste&rdquo;, die den meisten Ma&szlig;nahmen&nbsp; zumindest skeptisch gegen&uuml;bersteht bzw. sie ablehnt, mit heftigen Vorw&uuml;rfen und massiven &ldquo;Bekehrungsversuchen&rdquo; konfrontiert. was bis heute&nbsp; einen unguten Nachgeschmack hinterlassen hat. Deshalb vermeide ich dieses Thema in Gesellschaft tunlichst.<\/p><p>Die mit dem Lockdown einhergehenden Einschr&auml;nkungen machen mein Leben um einiges &auml;rmer, als da sind:<\/p><ul>\n<li>Theater- und Konzertbesuch &ndash; verboten<\/li>\n<li>Restaurantbesuche, wie sie regelm&auml;&szlig;ig w&ouml;chentlich im Freundeskreis stattfanden &ndash; verboten;&nbsp;<\/li>\n<li>ein geplanter Sprachkurs, der z.B. im Alter die Gehirnzellen frisch halten soll &ndash; verboten;<\/li>\n<li>ein Ged&auml;chtniskurs, den ich bis zum Lockdown besuchte &ndash; verboten<\/li>\n<li>Fitnessstudio, wo ich bis vor dem Lockdown regelm&auml;&szlig;ig meine Muskeln trainieren konnte &ndash; geschlossen<\/li>\n<li>Schwimmen im st&auml;dtischen Schwimmbad &ndash; unm&ouml;glich, weil geschlossen;<\/li>\n<li>Besuch&nbsp;eines Malkurses in einer Nachbarstadt &ndash; seit dem Lockdown verboten;<\/li>\n<li>Einkaufen beim Metzger oder im Fischgesch&auml;ft &ndash; in der K&auml;lte drau&szlig;en warten, bis man eintreten darf (max.2-3 Personen).<\/li>\n<li>Die Liste lie&szlig;e sich beliebig fortsetzen.&nbsp;<\/li>\n<\/ul><p>Trotz zweier Corona-Impfungen (erhalten wegen der &ldquo;Gnade der fr&uuml;hen Geburt&rdquo; &ndash; die zweite fand vor 6 Wochen statt)), darf ich ohne Maske kein Gesch&auml;ft, kein &ouml;ffentliches Verkehrsmittel betreten und muss seit kurzem die Maske wieder in der Innenstadt tragen, wo die Polizei mit strenger Miene patrouilliert, um die Einhaltung dieser unsinnigen Ma&szlig;nahme zu kontrollieren.<\/p><p>Der Gedanke&nbsp;an Geschichten aus dem Dritten Reich dr&auml;ngt sich mir auf, und ich hoffe sehr, dass dieser unw&uuml;rdige Spuk bald ein Ende haben wird.<\/p><p>Mit bestem Gru&szlig;<br>\nG. Fernekes<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>27. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Hallo Nachdenkseiten-Team,<br>\n&nbsp;<br>\nzu Beginn des letzten Jahres haben wir mir unseren zwei erwachsenen Kindern (23 und 21) zu viert im selben Haushalt in der N&auml;he von M&uuml;nchen gelebt. Die Kinder sind gerade dabei, sich von zu Hause zu entkoppeln.<br>\n&nbsp;<br>\nSo ist unsere Tochter am letzen Februarwochendende nach Wien umgezogen, sie hat sich dort ganz allein eine neue Arbeitsstelle und eine eigene kleine Wohnung gesucht. Gerade mal nach zwei Wochen in der neuen Arbeitsstelle kam in &Ouml;sterreich der erste Lockdown. Zum Gl&uuml;ck hat sie ihre Arbeit nicht verloren. Aber f&uuml;r eine Eingew&ouml;hnung und den Aufbau neuer Kontakte in Wien war das letzte Jahr eine Katastrophe. Zumal f&uuml;r einen so jungen Menschen. Sie wird bereits seit einigen Monaten w&ouml;chentlich am Arbeitsplatz getestet und konnte uns zumindest zu Weihnachten besuchen. Seitdem sitzt sie wieder allein in ihrer Bude und kann nur zwischen Arbeitsplatz und Supermarkt zum Rausgehen w&auml;hlen. Ihr Arbeitsplatz liegt genau am Ende der Schwedenbr&uuml;cke und sie war auch am Tag des Amoklaufs am Wiener Schwedenplatz in der Arbeit (Rezeption eines gro&szlig;en Hotels). Das hat uns schon einige Nerven gekosten. Jeder vereinbarte Besuch in Wien unsererseits wurde durch irgendwelche Restriktionen zu Fall gebracht.<br>\n&nbsp;<br>\nUnser Sohn ist ebenfalls von den Auswirkungen betroffen. Er hat im September eine Ausbildung zum Techniker f&uuml;r Elektrotechnik begonnen (die Lehre und die Praxis als Geselle hat er bereits hinter sich). Diese schulische Weiterbildung erfolgt in Vollzeit und dauert zwei Jahre. Anschlie&szlig;end wollte er beruflich durchstarten und auch eine eigene Wohnung suchen. Nun, die Schule war f&uuml;r den Lockdown und den Online-Unterricht ab November &uuml;berhaupt nicht vorbereitet. Da ich im Homeoffice arbeite, hatte ich das zweifelhafte Vergn&uuml;gen, einige Unterrichtseinheiten mitzubekommen. Im Februar dieses Jahres zog er nun die Rei&szlig;leine, wie auch viele Mitsch&uuml;ler seiner Klasse. Er sagte, er kann nicht riskieren, nach zwei Jahren ohne Abschluss von der Technikerschule zu gehen. Lieber wartet er noch ab und steigt evtl. sp&auml;ter noch mal ein. Als Fachkraft f&uuml;r Brandmeldeanlagen hat er innerhalb von zwei Tagen einen Job bekommen, zum Gl&uuml;ck. Ob die weitere Planung so auch eintritt? Zumindest auf seine berufliche Laufbahn hat Corona deutliche Auswirkungen.<br>\n&nbsp;<br>\nIch selbst sehe die direkten Auswirkungen ebenfalls. Als ehrenamtlicher Jugendleiter und Trainer in einem Sportverein (Motocross) bin ich im Bereich Nachwuchsarbeit t&auml;tig. Wir versuchen in unserem Verein den Kindern und den Eltern den Einstieg in den Sport zu erleichtern. Im Gegensatz zu anderen Sportarten ist im Motocross ein deutlich gr&ouml;&szlig;erer Einsatz der Eltern n&ouml;tig. Doch die Auflagen f&uuml;r unsere Arbeit wurden so hoch, dass wir im Bereich Neueinsteiger nun fast zwei komplette Jahrg&auml;nge verlieren. Gerade in dieser Sportart ist die Einhaltung von Abstandsregeln und die Bewegung an frischer Luft von selbst gegeben. Auf einer Motocrossstrecke gibt es sicher keinen Aerosolaustausch. Zu diesem Thema hat sich &uuml;brigens vor wenigen Tagen auch Felix Neureuther im Fernsehen ge&auml;u&szlig;ert und uns, die sich im Jugendsport engagieren, aus der Seele gesprochen.<br>\n&nbsp;<br>\nAuch meine Frau kann die Auswirkungen unmittelbar beobachten. Sie ist in der Kulturf&ouml;rderung t&auml;tig und sieht t&auml;glich, wie die jungen K&uuml;nstler, die gerade von den Akademien abgehen, um ihre berufliche Kariere f&uuml;rchten m&uuml;ssen. Fast alle M&ouml;glichkeiten, sich dem potentiellen Publikum zu pr&auml;sentieren, sind weggefallen.<br>\n&nbsp;<br>\nBitte, bleiben Sie weiter am Ball bei diesen Themen. Ich bin ein flei&szlig;iger Leser der Nachdenkseiten und Ihnen f&uuml;r die aufkl&auml;rende Arbeit dankbar. Leider habe ich immer weniger ein gutes Gef&uuml;hl, wenn ich an die kommende Bundestagswahl denke. Die einzige noch verbleibende Partei, die sich gegen die Ma&szlig;nahmen stemmt oder diese hinterfragt, ist f&uuml;r mich ein no go. Leider ist meine politische Heimat (deutlich links der SPD, also ur-sozialdemokratisch) in dieser Hinsicht ein Totalausfall. Einzig die Wochenberichte Sahra Wagenknechts kann man hervorheben.<br>\n&nbsp;<br>\nMit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nFranz Kopecky<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>28. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebes Nachdenkseiten-Team,<\/p><p>wenn Sie erlauben, m&ouml;chte ich Ihnen keine R&uuml;ckschau auf das vergangene Jahr, sondern ganz aktuelle Beobachtungen nach einem Jahr Corona schildern.<\/p><p>Meine Mutter (Witwe, 74) war seit Anfang an durch Corona ver&auml;ngstigt und hat aus Angst vor Infektion mehrere Monate lang notwendige Zahnarzttermine &bdquo;geschw&auml;nzt&ldquo;. Nach langem Zureden hat sie sich vergangenen Dienstag von mir zum Zahnarzt fahren lassen, auch weil sie immer st&auml;rkere Schmerzen im Mund versp&uuml;rte.<\/p><p>Der Zahnarzt hat uns noch am selben Tag an das Klinikum S&uuml;d in N&uuml;rnberg verwiesen, da der dringende Verdacht einer b&ouml;sartigen Tumorerkrankung best&uuml;nde, die sofortiger Behandlung bed&uuml;rfe. Diese Behandlung w&auml;re absolut &uuml;berf&auml;llig und h&auml;tte schon lange begonnen werden m&uuml;ssen. <\/p><p>In der Klinik angekommen, wurde nur ihr der Zugang ins Geb&auml;ude gew&auml;hrt (das Klinikum S&uuml;d in N&uuml;rnberg ist ein un&uuml;bersichtliches Monstergeb&auml;ude, da verirrt man sich als Unkundiger schnell). Mir wurde vom Sicherheitsdienst der Zutritt verweigert. Auch eine negative Testung und die Einhaltung aller Hygieneregeln hat\/h&auml;tte nicht ausgereicht.<\/p><p>Gestern nun musste meine Mutter zu einer weiteren Untersuchung erneut in die Klinik. Da sie sehr unsicher und ver&auml;ngstigt war, bat ich die anwesende Securitykraft (eine andere als zwei Tage zuvor), sich um meine Mutter zu k&uuml;mmern. Das tat sie sehr r&uuml;hrend und sie h&auml;tte mir sogar erlaubt, meine Mutter auf die Station zu bringen. Bei dem anstehenden Arztgespr&auml;ch h&auml;tte ich aber nicht anwesend sein d&uuml;rfen, sondern umgehend das Geb&auml;ude wieder verlassen m&uuml;ssen. Da meine Mutter nur ihre Alltagsmaske trug, erhielt sie von der Security eine OP-Maske.<\/p><p>Ich frage: Wie kann es sein, dass ein Jahr nach Ausbruch der Pandemie in der Klinik noch kein Konzept erstellt und umgesetzt wurde, das es Angeh&ouml;rigen erm&ouml;glicht, bei derart schwerwiegenden Arzt-Patienten-Gespr&auml;chen anwesend zu sein (und sei es nur virtuell)?<\/p><p>Wie kann es sein, dass eine Patientin ungetestet mit einer OP-Maske in die Klinik gelassen wird und Angeh&ouml;rige trotz Testung und FFP2-Maske nicht?<\/p><p>Wie kann es sein, dass die M&ouml;glichkeit einer Schnelltestung vor der Klinik &uuml;berhaupt nicht existiert?<\/p><p>Ist der Tod meiner Mutter ggf. eigentlich auch irgendwo eine Schweigeminute wert? Wird er in eine Statistik einflie&szlig;en, die von unseren Regierenden Beachtung findet?<\/p><p>Sind wir eigentlich noch ganz bei Trost, dieses ganze &bdquo;Schauspiel&ldquo; der letzten Monate weitgehend klag- und widerspruchslos hinzunehmen?<\/p><p>Ab Montag wird sie station&auml;r behandelt. Ab dann sehe ich sie tagelang gar nicht mehr. Ich gebe zu, es ist grad zum Verzweifeln&hellip;<\/p><p>Besten Dank f&uuml;r Ihre Arbeit. Sie sind ein Leuchtturm in dunkler Zeit.<\/p><p>Herzlichst,<br>\nM. V.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>29. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Guten Tag zusammen,<\/p><p>meine Erfahrungen mit Corona und Lockdown usw. sind nicht besonders unterschiedlich zu den Erfahrungen, die hier in den NDS schon oft besprochen und berichtet wurden. Ich bin auch fassungslos &uuml;ber den politischen Umgang mit der Pandemie und wirklich ersch&uuml;ttert dar&uuml;ber, wie viele meiner Mitb&uuml;rger sich trotzdem mit dem Management dieser Regierung einverstanden erkl&auml;ren bzw. erkl&auml;rt haben, zur Zeit geht die Stimmung etwas in die andere Richtung. Die Massenmedien leiten die &ldquo;Sch&auml;fchen&rdquo; auf die mittlerweile karge, kaum noch gr&uuml;ne Wiese (Gr&uuml;&szlig;e an Professor Mausfeld!) und die meisten sind damit einverstanden und finden das gut.<\/p><p>Was mich zornig macht, hat nur indirekt mit den Ma&szlig;nahmen zu Corona zu tun. Als ich 2007 arbeitslos wurde, kam das, was mittlerweile viele ebenfalls erfahren haben, der Sturz in die Hartz-4-Falle. Als Single musste ich pl&ouml;tzlich mit sowenig Geld auskommen, wie noch nie in meinem Leben. Dies wird bis heute ja u.a. damit begr&uuml;ndet, dass der Staat finanziell nicht mehr in der Lage (gewesen) sei, die bisherige H&ouml;he der Arbeitslosenversicherung zu tragen. F&uuml;r mich hatte dies z.B. auch zur Folge, dass ich alle meine Sparvertr&auml;ge u.&auml;. zwangsaufl&ouml;sen musste. Das war nicht viel, sollte aber eine kleine R&uuml;cklage f&uuml;r Zeiten wie diese &ndash; ich bin jetzt Rentner auf Hartz4-Niveau &ndash; und f&uuml;r Notf&auml;lle sein.<\/p><p>Als 2015 die sogenannte Fl&uuml;chtlingskrise in Deutschland war, habe ich mich Anfangs sehr gefreut, wie positiv in der &Ouml;ffentlichkeit die Politik und die Gesellschaft in Deutschland darauf reagiert hat. Meine Eltern h&auml;tten sich gefreut, wenn sie damals aus dem Osten kommend &auml;hnlich positive Reaktionen erfahren h&auml;tten. Es war f&uuml;r mich auch logisch, dass die Regierung pl&ouml;tzlich viel Geld brauchte und ausgab, um die Situation zu beherrschen. Von den Verwerfungen und dubiosen Vertr&auml;gen mit Hotelbetreibern will ich jetzt mal nicht reden. Ich war &uuml;berrascht, wie pl&ouml;tzlich doch relativ viel Geld locker gemacht wurde und fand dies richtig.<br>\nAber dennoch f&uuml;hlte ich mich als Arbeitsloser das erste Mal so richtig massiv betrogen und hintergangen! Ich lebte seit Jahren vom Staat gewollt von der Hand in den Mund. Meine m&uuml;hsam ersparten R&uuml;cklagen waren zwangsweise per Gesetz alle weg, sp&auml;testens am 20. des Monats war bei mir fast immer geldm&auml;&szlig;g Monatsende. Ich konnte kaum mit anderen Menschen dar&uuml;ber sprechen, weil ich Angst hatte, sie w&uuml;rden mich in die rechte Ecke dr&auml;ngen und glauben, ich h&auml;tte etwas gegen Fl&uuml;chtlinge. Das Gegenteil ist der Fall, ich bin selbst Mitglied einer Fl&uuml;chtlingsinitiative! Aber alle Argumente, mit denen man mir und Millionen andere Arbeitslosen staatlicherseits das &uuml;berleben bewusst erschwerte, erwiesen sich jetzt endg&uuml;ltig nur noch als Betrug.&nbsp;<\/p><p>In der aktuellen Corona-Pandemie ist mein Zorn dann noch einmal gewachsen. &Auml;hnlich wie 2015 haut der Staat diesmal sogar mehrere hundert Milliarden Euro raus als w&auml;re das alles kein Problem. Selbst verordnete &ndash; aus meiner Sicht unsinnige &ndash; Schuldenbremsen werden locker wieder aufgehoben, weil es gerade mal nicht passt und offiziell auch als aktuell nicht hilfreich angesehen wird.&nbsp;Auch hier geht es mir nicht um Subventionsbetrug und &auml;hnliche Betr&uuml;gereien auf Kosten der Steuerzahler. Es ist ja nicht so, dass ich die finanzielle Unterst&uuml;tzung durch den Staat mit Zahlungen an die Wirtschaft und an die B&uuml;rger ablehne oder grunds&auml;tzlich als falsch empfinde!&nbsp;<\/p><p>Aber die Leichtigkeit, mit der die politisch verantwortlichen heute Geld ausgeben ist f&uuml;r mich pers&ouml;nlich vergleichbar mit der Leichtigkeit, wie sie mir und Millionen anderen Arbeitslosen das Geld verweigert haben oder in meiner Notlage sogar abgenommen haben! Was meinen Zorn noch steigert, ist nicht nur die Planlosigkeit, mit der sich die Politiker in der aktuellen Corona-Pandemie pr&auml;sentieren, sondern das in den meisten F&auml;llen die hunderte von Milliarden falsch bzw. an der falschen Stelle ausgegeben werden.&nbsp;<\/p><p>F&uuml;r die Pandemie kann&nbsp; niemand etwas, aber wie damit umgegangen wird ist unverantwortlich. L&uuml;ften und Schal und M&uuml;tze in den Schulen als staatliches Hygienekonzept und sonst nichts ist mehr als armselig! In 2020 wurden mindestens 20 Krankenh&auml;user wegen Unrentabilit&auml;t geschlossen, warum hat man dies nicht finanziell aufgefangen, zumal angeblich die Intensivstationen schon wieder am Limit arbeiten sollen?<\/p><p>Warum l&auml;sst der Staat den Pflegenotstand zu, wobei in 2020 ca. 9.000 Pflegekr&auml;fte den Beruf verlassen haben? Warum k&uuml;mmert sich der Staat nicht um finanziell lukrative L&ouml;hne im Pflegebereich und finanziert lieber die Arbeitslosigkeit? Die Borniertheit mit denen manche Politiker sich gerade in der Krisenzeit selbst darstellen und ihre Inkompetenz durch andauernde Panikverbreitung in den Medien von ihrem politischen Versagen ablenken wollen ist zum Himmel schreiend. Wir werden wahrscheinlich erst in 10 oder mehr Jahren erfahren, wer auf Grund der &ldquo;Pandemie&rdquo; und des aus meiner Sicht hilflosen Umgangs davon profitiert hat.<\/p><p>Es gibt aktuell kaum noch Politiker, die ich ernst nehmen oder gar vertrauen kann. Gemessen am relativ planlosen Politikversagen in der Coronakrise macht mir das zielgerichtete Hetzen gegen Russland &ndash; verbunden mit weiteren Milliarden f&uuml;r die R&uuml;stung-&nbsp; unseres Au&szlig;enministers zus&auml;tzlich Angst. Der irritierend plan- und hilflose Umgang in der Coronakrise hat brutal die Unf&auml;higkeit unserer aktuellen Politiker und den mehr als zerbrechlichen Zustand unserer Gesellschaftsstruktur incl. Demokratiegef&auml;hrdung aufgedeckt. F&uuml;r mich ist die politische Glaubw&uuml;rdigkeit leider endg&uuml;ltig gestorben!<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nC.H.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>30. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Nachdenkseiten,<\/p><p>gerne komme ich Ihrer Anfrage nach, meine pers&ouml;nlichen Eindr&uuml;cke nach einem Jahr Lockdown aufzuschreiben.<\/p><p>Insgesamt f&uuml;hle ich mich von den Corona-Ma&szlig;nahmen weiterhin nicht allzu stark eingeschr&auml;nkt. Ich habe auch vor Corona schon eine Art &ldquo;social distancing&rdquo; praktiziert. Ich bin gerne daheim, brauche nicht dauernd andere Menschen um mich herum. Massenveranstaltungen wie z.B. dem Oktoberfest, kann ich nicht viel abgewinnen.<br>\nIch habe das Gl&uuml;ck, in einem Beruf zu arbeiten, wo Homeoffice gut machbar ist. Und einen Arbeitgeber zu haben, der das auch erm&ouml;glicht. Es war daher kein Problem, letztes Jahr ab M&auml;rz und dann wieder ab Dezember f&uuml;r mehrere Monate nur von zu Hause aus zu arbeiten.<\/p><p>Die Schule meines Sohnes ist auch sehr gut organisiert, und Ende M&auml;rz 2020 gab es schon ersten Fernunterricht. Es hat von Anfang an sehr gut funktioniert, gibt meinem Sohn eine Tagesstruktur, und die Wissensl&uuml;cken werden hoffentlich nich zu gro&szlig;. Er geht in die 6. Klasse.<br>\nInsgesamt l&auml;sst sich feststellen, dass ich noch nie so viel Zeit zusammen mit meinem Kind hatte, wie jetzt. Er ist schon mit einem Jahr in die Kinderkrippe gekommen, und auch in der Schule ist er den ganzen Tag.<\/p><p>Gut finde ich auch, dass es viel mehr Online-Veranstaltungen gibt. Dadurch ist es f&uuml;r mich einfacher, an Sportkursen oder Vortr&auml;gen teilzunehmen. Die Anfahrt entf&auml;llt, und ich kann es mir auf der Couch gem&uuml;tlich machen (au&szlig;er beim Sportkurs nat&uuml;rlich).<\/p><p>Nur bei Konzerten ist ein Livestream kein so richtiger Ersatz. Wobei ich auch da das Gl&uuml;ck hatte, zwischen Juli und September 2020 drei sch&ouml;ne Konzerte besuchen zu k&ouml;nnen, die die Veranstalter mit den entsprechenden Hygienema&szlig;nahmen auf die Beine gestellt haben.<\/p><p>Ge&auml;rgert habe ich mich das erste Mal, als die FFP2-Maskenpflicht in Bayern f&uuml;r L&auml;den und &ouml;ffentliche Verkehrsmittel eingef&uuml;hrt wurde. Das war f&uuml;r mich nicht nachvollziehbar, warum das Virus in Bayern gef&auml;hrlicher sein soll als in anderen Bundesl&auml;ndern, wo die Verwendung von medizinischen Masken ausreichend ist. Aber zwischenzeitlich ist ja herausgekommen, dass einige Politiker gut an Maskendeals verdient haben, vielleicht war das der Grund?<\/p><p>Insgesamt finde ich die Stimmung in der Gesellschaft schlimm. Die Angstmache durch Medien und Politik ist seit einem Jahr ungebrochen. Wo ist die Vernunft? Und wo sind langfristige Konzepte? Dass manche Mitmenschen sich als Blockwarte aufspielen (zum Gl&uuml;ck nicht in meinem n&auml;heren Umfeld), finde ich mehr als bedenklich.<\/p><p>Daher auch ein gro&szlig;es Dankesch&ouml;n an die Nachdenkseiten. Euer Beitr&auml;ge helfen mir, die Situation (nicht nur, was die Corona-Politik betrifft) besser einzusch&auml;tzen und nicht alles zu glauben, was in den &ldquo;Mainstream&rdquo;-Medien berichtet wird.<\/p><p>Mit besten Gr&uuml;&szlig;en,<br>\nJohanna Wiesheu <\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>31. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Guten Tag zusammen,<\/p><p>meine Erfahrungen mit Corona und Lockdown usw. sind nicht besonders unterschiedlich zu den Erfahrungen, die hier in den NDS schon oft besprochen und berichtet wurden. Ich bin auch fassungslos &uuml;ber den politischen Umgang mit der Pandemie und wirklich ersch&uuml;ttert dar&uuml;ber, wie viele meiner Mitb&uuml;rger sich trotzdem mit dem Management dieser Regierung einverstanden erkl&auml;ren bzw. erkl&auml;rt haben, zur Zeit geht die Stimmung etwas in die andere Richtung. Die Massenmedien leiten die &ldquo;Sch&auml;fchen&rdquo; auf die mittlerweile karge, kaum noch gr&uuml;ne Wiese (Gr&uuml;&szlig;e an Professor Mausfeld!) und die meisten sind damit einverstanden und finden das gut.<\/p><p>Was mich zornig macht, hat nur indirekt mit den Ma&szlig;nahmen zu Corona zu tun. Als ich 2007 arbeitslos wurde, kam das, was mittlerweile viele ebenfalls erfahren haben, der Sturz in die Hartz-4-Falle. Als Single musste ich pl&ouml;tzlich mit sowenig Geld auskommen, wie noch nie in meinem Leben. Dies wird bis heute ja u.a. damit begr&uuml;ndet, dass der Staat finanziell nicht mehr in der Lage (gewesen) sei, die bisherige H&ouml;he der Arbeitslosenversicherung zu tragen. F&uuml;r mich hatte dies z.B. auch zur Folge, dass ich alle meine Sparvertr&auml;ge u.&auml;. zwangsaufl&ouml;sen musste. Das war nicht viel, sollte aber eine kleine R&uuml;cklage f&uuml;r Zeiten wie diese &ndash; ich bin jetzt Rentner auf Hartz4-Niveau &ndash; und f&uuml;r Notf&auml;lle sein.<\/p><p>Als 2015 die sogenannte Fl&uuml;chtlingskrise in Deutschland war, habe ich mich Anfangs sehr gefreut, wie positiv in der &Ouml;ffentlichkeit die Politik und die Gesellschaft in Deutschland darauf reagiert hat. Meine Eltern h&auml;tten sich gefreut, wenn sie damals aus dem Osten kommend &auml;hnlich positive Reaktionen erfahren h&auml;tten. Es war f&uuml;r mich auch logisch, dass die Regierung pl&ouml;tzlich viel Geld brauchte und ausgab, um die Situation zu beherrschen. Von den Verwerfungen und dubiosen Vertr&auml;gen mit Hotelbetreibern will ich jetzt mal nicht reden. Ich war &uuml;berrascht, wie pl&ouml;tzlich doch relativ viel Geld locker gemacht wurde und fand dies richtig.<br>\nAber dennoch f&uuml;hlte ich mich als Arbeitsloser das erste Mal so richtig massiv betrogen und hintergangen! Ich lebte seit Jahren vom Staat gewollt von der Hand in den Mund. Meine m&uuml;hsam ersparten R&uuml;cklagen waren zwangsweise per Gesetz alle weg, sp&auml;testens am 20. des Monats war bei mir fast immer geldm&auml;&szlig;g Monatsende. Ich konnte kaum mit anderen Menschen dar&uuml;ber sprechen, weil ich Angst hatte, sie w&uuml;rden mich in die rechte Ecke dr&auml;ngen und glauben, ich h&auml;tte etwas gegen Fl&uuml;chtlinge. Das Gegenteil ist der Fall, ich bin selbst Mitglied einer Fl&uuml;chtlingsinitiative! Aber alle Argumente, mit denen man mir und Millionen andere Arbeitslosen staatlicherseits das &uuml;berleben bewusst erschwerte, erwiesen sich jetzt endg&uuml;ltig nur noch als Betrug.&nbsp;<\/p><p>In der aktuellen Corona-Pandemie ist mein Zorn dann noch einmal gewachsen. &Auml;hnlich wie 2015 haut der Staat diesmal sogar mehrere hundert Milliarden Euro raus als w&auml;re das alles kein Problem. Selbst verordnete &ndash; aus meiner Sicht unsinnige &ndash; Schuldenbremsen werden locker wieder aufgehoben, weil es gerade mal nicht passt und offiziell auch als aktuell nicht hilfreich angesehen wird.&nbsp;Auch hier geht es mir nicht um Subventionsbetrug und &auml;hnliche Betr&uuml;gereien auf Kosten der Steuerzahler. Es ist ja nicht so, dass ich die finanzielle Unterst&uuml;tzung durch den Staat mit Zahlungen an die Wirtschaft und an die B&uuml;rger ablehne oder grunds&auml;tzlich als falsch empfinde!&nbsp;<\/p><p>Aber die Leichtigkeit, mit der die politisch verantwortlichen heute Geld ausgeben ist f&uuml;r mich pers&ouml;nlich vergleichbar mit der Leichtigkeit, wie sie mir und Millionen anderen Arbeitslosen das Geld verweigert haben oder in meiner Notlage sogar abgenommen haben! Was meinen Zorn noch steigert, ist nicht nur die Planlosigkeit, mit der sich die Politiker in der aktuellen Corona-Pandemie pr&auml;sentieren, sondern das in den meisten F&auml;llen die hunderte von Milliarden falsch bzw. an der falschen Stelle ausgegeben werden.&nbsp;<br>\nF&uuml;r die Pandemie kann&nbsp; niemand etwas, aber wie damit umgegangen wird ist unverantwortlich. L&uuml;ften und Schal und M&uuml;tze in den Schulen als staatliches Hygienekonzept und sonst nichts ist mehr als armselig! In 2020 wurden mindestens 20 Krankenh&auml;user wegen Unrentabilit&auml;t geschlossen, warum hat man dies nicht finanziell aufgefangen, zumal angeblich die Intensivstationen schon wieder am Limit arbeiten sollen?<br>\nWarum l&auml;sst der Staat den Pflegenotstand zu, wobei in 2020 ca. 9.000 Pflegekr&auml;fte den Beruf verlassen haben? Warum k&uuml;mmert sich der Staat nicht um finanziell lukrative L&ouml;hne im Pflegebereich und finanziert lieber die Arbeitslosigkeit? Die Borniertheit mit denen manche Politiker sich gerade in der Krisenzeit selbst darstellen und ihre Inkompetenz durch andauernde Panikverbreitung in den Medien von ihrem politischen Versagen ablenken wollen ist zum Himmel schreiend. Wir werden wahrscheinlich erst in 10 oder mehr Jahren erfahren, wer auf Grund der &ldquo;Pandemie&rdquo; und des aus meiner Sicht hilflosen Umgangs davon profitiert hat.<\/p><p>Es gibt aktuell kaum noch Politiker, die ich ernst nehmen oder gar vertrauen kann. Gemessen am relativ planlosen Politikversagen in der Coronakrise macht mir das zielgerichtete Hetzen gegen Russland &ndash; verbunden mit weiteren Milliarden f&uuml;r die R&uuml;stung-&nbsp; unseres Au&szlig;enministers zus&auml;tzlich Angst. Der irritierend plan- und hilflose Umgang in der Coronakrise hat brutal die Unf&auml;higkeit unserer aktuellen Politiker und den mehr als zerbrechlichen Zustand unserer Gesellschaftsstruktur incl. Demokratiegef&auml;hrdung aufgedeckt. F&uuml;r mich ist die politische Glaubw&uuml;rdigkeit leider endg&uuml;ltig gestorben!<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nC.H.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>32. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebes NDS-Team, <\/p><p>meine Erfahrungen nach einem Jahr Corona: <\/p><p>Meine von Anfang an vorhandene Skepsis hat sich leider vollumf&auml;nglich bewahrheitet. Schien sogar bis zum Schluss des ersten &ldquo;Lockdowns&rdquo; noch gr&ouml;sstenteils Vernunft und Optimismus in meinem Umfeld zu herrschen, hat sich diese zumindest in meinem Umfeld bei Vielen danach verfl&uuml;chtigt und wurde gegen w&uuml;tende Frustration und Intoleranz getauscht. Leider kann ich eine Spaltung in meinem Umfeld nur best&auml;tigen. <\/p><p>Es hat m.M.n. eine unvers&ouml;hnliche Frontenbildung stattgefunden &ndash; und ich pers&ouml;nlich habe nicht den Eindruck, dass das &ldquo;nach der Pandemie&rdquo; vergessen sein wird. <\/p><p>Wir sind d&uuml;nnh&auml;utig geworden, weil diese ewigen Anfeindungen, dieses Sich-erkl&auml;ren und immer in die Ecke gedr&auml;ngt werden auf Dauer einfach an die Substanz geht. <\/p><p>Freundschaften sind kaputtgegangen, Kontakte verlorengegangen bzw. beendet. Man f&uuml;hlt sich als Aussenseiter &ndash; teilweise tats&auml;chlich als &ldquo;Alien&rdquo;. <\/p><p>Unsere Kinder leiden unter den Kontaktsperren, die von manchen Eltern m.E. geradezu pathologisch eingehalten werden. Nat&uuml;rlich ist mir klar, dass dahinter nur Panik und nicht etwa Vernunft und Erkenntnis steckt. Oft habe ich den Eindruck, dass Leute sich geradezu gehirngewaschen benehmen und alleine diese Erkenntnis ist frustrierend. Aber ich empfinde es teilweise als so extrem &ndash; das hat f&uuml;r mich schon etwas von Autosuggestion, von pathologischer Ignoranz. Meisst kann ich den Wortlaut vorhersagen, wie die Leute argumentieren werden. Ein Jahr mediales Dauerfeuer kombiniert mit #wirbleibenzuhause hat gereicht, um viele zu Zombies zu machen. Dagegen kommt man nicht an, das ist sinnlos. Das Schlimmste ist, dass das alles *trotz* Internet stattfindet. Aber leider versteht der Grossteil der Nutzer darunter wohl &ldquo;soziale Medien&rdquo;. <\/p><p>Mich pers&ouml;nlich hat der Lockdown nicht unmittelbar geschert &ndash; ganz einfach deswegen, weil ich mich nicht daran halte. Nat&uuml;rlich trage ich gezwungenermassen eine Maske in Gesch&auml;ften &ndash; aber nicht auf dem Parkplatz. Und an Ausgangssperre &amp; Co. habe ich mich nicht gehalten, hier gilt das 11. Gebot (&ldquo;Du sollst dich nicht erwischen lassen&rdquo;). Auch beruflich habe ich keine Verluste zu beklagen &ndash; ich bin in einer privilegierten Situation und arbeite schon seit Jahren von zuhause, neudeutsch &ldquo;Home-Office&rdquo;. Aber Live-Musik &amp; Kulturveranstaltungen sowie Kneipen, Bierg&auml;rten etc. fehlen mir sehr &ndash; und auch meinen Sport kann ich nicht mehr aus&uuml;ben, genauso wie meine Kinder. Leider glaube ich nicht, dass es je wieder so sein wird wie vor Corona. Auch meine Kinder sehen die Zukunft sehr d&uuml;ster und leiden unter der Situation. Und mein ohnehin fast nicht vorhandenes Vertrauen in &ldquo;die Politik&rdquo; ist in den Minusbereich gerutscht. Ganz ehrlich: h&auml;tte ich nicht hier Frau und Kinder &ndash; ich w&auml;re l&auml;ngst weg. Der ganze Sermon k&ouml;nnte in einen Satz gegossen werden: Corona hat mein schon vorher eher negatives, allgemeines Menschenbild weiter verschlechter und mich in einen zynischen, missgelaunten alten Sack verwandelt. Meine ehemals unbeschwerten Kinder sind viel zu ernst und zeigen depressive Neigungen. Und das alles in einem Landkreis, der 2020 genausoviel Verkehrstote wie Corona-Opfer zu beklagen hatte. Die Corona-Toten stammen &uuml;brigens zu mehr als 3\/4 aus Pflegeheimen, in denen offenbar grauenvolle Zust&auml;nde herrschen &ndash; seit Jahren schon. Das selbe LRA, welches Bussgelder gegen jugendliche &ldquo;Maskenmuffel&rdquo; im Freien verh&auml;ngt, k&uuml;mmert das nicht. Habe ich vor Corona Angst? Nein &ndash; viel eher vor den Menschen, die mit den W&ouml;lfen heulen. <\/p><p>freundliche Gr&uuml;sse aus dem Alpenvorland und danke f&uuml;r eure Arbeit<br>\nThomas Bernoecker <\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>33. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrte Nachdenkseitler,<\/p><p>leider musste meine Schwiegermutter im November letzten Jahres zur Behandlung in ein Krankenhaus.Nach ihrer Entlassung-ca. 1Woche sp&auml;ter -erkrankte sie erneut und wurde umgehend in eine zweite Klinik gebracht,in der sich die ohnehin schon lange Verweildauer nochmals um 10Tage verl&auml;ngerte,weil die gesamte Solinger Klinik -angeblich wg.Coronaf&auml;llen unter den Bediensteten-vom Gesundheitsamt unter Quarant&auml;ne gestellt wurde.In diesen zus&auml;tzlichen Tagen wurde ihr untersagt das Zimmer zu verlassen,auf dem sie alleine lag,wir durften sie nicht besuchen.Am 9.Januar folgte dann ein weiterer Krankenhausaufenthalt in einer dritten Klinik mit 2OPs im Abstand von 3 Wochen.Dort durften wir die 82-j&auml;hrige zun&auml;chst nur einzeln f&uuml;r 0.5St. besuchen,sp&auml;ter wurde sie per Rollstuhl vor den Ausgang der Klinik geschoben und wir konnten einen Spaziergang mit ihr machen und sie anschliessend wieder am Eingang`abgeben&acute;.Nach einiger Zeit bekamen wir die Nachricht,sie werde jetzt auf die Coronastation verlegt da ihr PCRtest positiv sei.Wir waren zun&auml;chst sehr besorgt ,da wir angesichts ihrer sehr schlechten Gesundheit mit ihrem baldigen Tod durch dieses Virus rechneten und wir waren auch erstaunt ,dass sie mit 2 anderen positiv Getesteten auf einem Zimmer lag.Noch erstaunter waren wir allerdings,als wir&nbsp; erfuhren,dass auch die Zimmernachbarinnen-allesamt positiv getestet und immer wieder in neuer Zusammensetzung-ebenso wie meine Schwiegermutter keinerlei der angeblich coronatypischen Symptome zeigten.Auch dort durfte sie das Zimmer nicht verlassen.In dieser Zeit konnten&nbsp;wir sie selbstverst&auml;ndlich auch wieder nicht besuchen,hielten aber regelm&auml;ssig telefonischen Kontakt und mussten auf diesem Wege miterleben,wie ihre sonst recht stabile Psyche arg ins Wanken geriet und ihr Lebensmut schwand.Nach 3!weiteren positiven Pcrtests und 3Wochen Coronastation wurde sie auf die Normalstation zur&uuml;ckverlegt.Durch die endlose Liegedauer bekam sie dort eine durch Krankenhauskeime verursachte Lungenentz&uuml;ndung,die wiederum antibiotisch behandelt wurde.Am 6.3wurdesie endlich -k&ouml;rperlich und vor allen Dingen psychisch-schwer angeschlagen nach Hause entlassen.Ganz langsam kehrt jetzt das Leben in sie zur&uuml;ck.Diese Art des Umgangs mit der angeblich sch&uuml;tzenswerten Personengruppe ist menschenverachtend und konterkariert in eklatanter Weise die Lippenbekenntnisse der Politiker.Ich schreibe Ihnen um anhand dieses Beispiels aufzuzeigen,dass man die politischen Entscheidungen in dieser Zeit auf keinen Fall ausschliesslich an den Aussagen von Virologen oder&acute;&nbsp;Modellierern&acute;festmachen darf,denn die Kollateralsch&auml;den in allen Bereichen unserer Gesellschaft(von den finanziellen mal ganz abgesehen)sind gewaltig.Liebe Gr&uuml;&szlig;e I.W.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>34. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr verehrtes Nachdenkseiten Team,<\/p><p>wenn ich das letzte Jahr Lockdown mit einem Wort beschreiben soll dann ist es das Wort:<\/p><p>Dystopie!<\/p><p>Seit einem Jahr fahren meine Gedanken und Gef&uuml;hle Achterbahn.<\/p><p>Ich weiss nicht was ich machen soll. St&auml;ndig schwanke ich zwischen passiv unsichtbaren Mitschwimmen, so lange es noch geht, oder es muss sich etwas radikal &auml;ndern und zwar sofort. <\/p><p>Das zerrei&szlig;t mich.<\/p><p>Ich bin zutiefst entsetz und geschockt wenn ich sehe wie leicht und mit welchen st&uuml;mperhaften und plumpen Mittel die Menschen(massen) zu manipulieren und zu steuern sind.<\/p><p>Es schockiert mich wie, sinnentleert und wahnhaft die Handlungen und Reaktionen der Menschen um mich herum sind. Das sie dabei ihre Menschlichkeit, ja ihr eigenes ich verlieren und das schlimmste ist, sie merken es nicht ein mal. <\/p><p>Sie schm&uuml;cken die ihnen eingeimpfte pers&ouml;nlichen Pseudorealit&auml;t kuschelig aus und machen weiter wie bisher. Egal was man ihnen erz&auml;hlt, sie glauben nur das was alle machen und noch dazu einfach ist. Die Wahrheit suchen sie nicht, da sie instinktiv wissen das sich dann f&uuml;r sie einiges &auml;ndern w&uuml;rde und das wollen sie nicht. Sie haben regelrecht Angst davor. <\/p><p>Ich begreife jetzt wie es Hitler schaffte an die Macht zu kommen und wie leicht es eigentlich war, das ihm das Deutsche Volk bis in den Untergang folgte. Erschreckend!<\/p><p>Unser Grundrechte werden missachtet und ignoriert und die Mehrheit scheint es nicht zu interessieren. Vor zwei Jahren hat es diese Humanistische Gesellschaft nicht interessiert wie viele Menschen an der Grippe gestorben sind. Jetzt ist jede noch so hirnrissige Aktion gerade gut genug. <\/p><p>Das Menschsein, Menschlichkeit, Empathie, Freiheit, Kindheit, Bildung, Kultur usw. das alles kann und wird der totalen Gesundheit geopfert. <\/p><p>Die Masken rauben den Mensch ihre Freiheit, Gesichter und ihr Menschsein, nur zwei Angsterf&uuml;llte Augen sind noch zu sehen. Wo sind die Menschen die hinter Masken sind nur hin verschwunden?<\/p><p>Alles ist verdreht. Der Tod muss besiegt werden. Das Virus ausgerottet werden. Sozialdistanzing. Der Gesunde muss beweisen das der nicht Krank oder der Tod ist.<\/p><p>Und nur die Experten wissen noch was f&uuml;r mich Gut ist. Die totale Entm&uuml;ndigung.<\/p><p>Ich verstehe die Welt um mich herum nicht mehr. <\/p><p>All diese Prozesse waren schon davor da und sind durch die Corona Ma&szlig;nahmen extrem beschleunigt worden. Aber diese Geschwindigkeit h&auml;tte ich nie f&uuml;r m&ouml;glich gehalten? <\/p><p>Ich weiss nicht wie ich\/wir es &auml;ndern k&ouml;nnen.<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nAdrian Hinz <\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>35. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Sehr geehrtes Nachdenkseiten-Team,<\/p><p>seit &uuml;ber 10 Jahren bin ich unauff&auml;lliger Leser der Nachdenkseiten. Nachdem ich Ihren Aufruf, &uuml;ber pers&ouml;nliche Corona-Erfahrungen zu sprechen, gesehen und einige der jetzt ver&ouml;ffentlichten Berichte gelesen habe, habe ich den Entschluss gefasst, auch &uuml;ber meine Erfahrungen und Eindr&uuml;cke zu sprechen.<\/p><p>Bisher habe ich die Coronaverordnungen, sei es im privaten oder Arbeitsumfeld, eher wenig zu sp&uuml;ren bekommen. Ich bin 31 Jahre alt, kinderlos und arbeite im &ouml;ffentlichen Dienst. Ende des Coronajahres 2020 ist mein Arbeitsvertrag sogar entfristet worden. Damit kann ich mich vermutlich zu den z&auml;hlen, die das Gl&uuml;ck haben, gut durch die bisherige Situation gekommen zu sein und daf&uuml;r bin ich dankbar.<\/p><p>Mir war immer bewusst, dass viele Menschen in Deutschland und auf der Welt nicht dieses Gl&uuml;ck haben, ich kenne jedoch niemanden pers&ouml;nlich, den es besonders schwer getroffen hat. Umso wichtiger sind f&uuml;r mich Seiten wie die Nachdenkseiten, die immer wieder auf Missst&auml;nde aufmerksam machen. Gerade in Zeiten wie jetzt, wo uns durch Angst und Panikmache immer wieder nahegelegt wird, jedwede Art von zwischenmenschlichen Kontakten zu reduzieren oder gar ganz zu beenden, kann es nach &uuml;ber einem Jahr Corona schnell dazu f&uuml;hren, dass wir &bdquo;die im Dunkeln&ldquo;, nicht mehr wahrnehmen, gerade dann, wenn wir nicht in dieser Schwere betroffen sind.<\/p><p>Auch wenn mich das Thema Corona mittlerweile nur noch nervt, weil es fast kein anderes Thema mehr gibt, flammt es gerade auf Arbeit doch immer wieder auf. Ich stehe der aktuellen Coronapolitik kritisch gegen&uuml;ber und vertrete diesen Standpunkt auch unter meinen Kollegen als auch privat unter Freunden. Gerade im Arbeitsumfeld gibt es den ein oder anderen Kollegen mit einer ganz anderen Sichtweise, doch der Argumenteaustausch funktioniert und man zerstreitet sich nicht. Ich denke, dass das das wichtigste in einer Diskussion ist. Mir sind jedoch auch schon Menschen begegnet, mit denen ein Dialog gar nicht mehr m&ouml;glich war, weil der Standpunkt, den Lockdown und die Regeln noch zu versch&auml;rfen schon zu stark verankert war.<\/p><p>Ich kann best&auml;tigen, dass noch kein Thema eine Gesellschaft so polarisieren konnte, wie es Corona tut. Diese Polarisierung in &bdquo;Richtige Meinung&ldquo; und &bdquo;Falsche Meinung&ldquo; l&auml;sst doch die Sprache untereinander auch sehr verrohen und da spielt das Alter oder der Bildungsstand der Person keine Rolle. Besonders aufgefallen ist mir das k&uuml;rzlich in einem Live Chat w&auml;hrend eines RT DE Streams zu den Osterma&szlig;nahmen des letzten Coronagipfels. Man muss unsere Bundeskanzlerin nicht m&ouml;gen und ich geh&ouml;re auch zu diesen Menschen, aber sind mutwillige oder pers&ouml;nliche Beleidigungen hier ebenso wie sonst wo fehl am Platz. Ich habe Verst&auml;ndnis f&uuml;r den Frust und die Wut der Menschen nach einem Jahr meiner Meinung nach fehlgeschlagener Politik. Die Ausw&uuml;chse im sprachlichen Ausdruck sind allerdings meines Erachtens nach auch ein wesentlicher Grund daf&uuml;r, warum gerade Coronakritiker medial so angreifbar sind und diffamiert werden.<\/p><p>Am Ende habe ich die Hoffnung auf eine Zukunft, in der ein sozialeres Miteinander wieder m&ouml;glich ist, noch nicht aufgegeben. Auch ich ertappe mich dabei, aufgrund der Corona-Berichterstattung mich an Dinge wie das Maskentragen oder andere &bdquo;Coronaregeln&ldquo; zu gew&ouml;hnen. Auch wenn man &uuml;berzeugt ist, eine gewisse Resistenz gegen das mediale Dauerfeuer zu besitzen, so ist man eben nicht immun.<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en und machen Sie weiter so<br>\nK. B.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>36. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Guten Tag,<\/p><p>Heute morgen habe ich die Serie Erfahrungsberichte &uuml;berflogen und mich entschlossen meinen am Montag spontan entstandenen Text fertig zu machen und doch abzusenden.<\/p><p>Ich sitze grade in der Musikschule und warte auf den ersten Sch&uuml;ler, den ich aber online unterrichten werde, da er noch keinen Pr&auml;senzunterricht machen m&ouml;chte. Zum Gl&uuml;ck habe ich seit einem Jahr in Zusammenhang mit Corona keine Abmeldungen gehabt &ndash; aber auch keine Neuanmeldungen, weil es so viel hin und her mit online oder Pr&auml;senzunterricht gibt und neue Sch&uuml;ler\/Eltern erstmal abwarten. Obwohl ich tendenziell zuwenig Sch&uuml;ler habe, gibt es zum Gl&uuml;ck keine Corona bedingten Einnahmeausf&auml;lle.<\/p><p>Im Onlineunterricht vermissen die Sch&uuml;ler sehr das pers&ouml;nliche Zusammenspiel &ndash; und ich auch &ndash; und die, die wieder in die Musikschule kommen, sind heilfroh, da&szlig; es wieder geht. Trotz online Unterricht haben aber doch die Meisten erstaunliche Fortschritte gemacht.<\/p><p>Sie sind froh, da&szlig; sie, wenn auch phasenweise nur online, wenigstens noch ihren Instrumentalunterricht haben, wo vieles andere nicht stattfindet. <\/p><p>Eine meiner Musikschulen war noch vorsichtiger und hatte noch l&auml;nger als andere geschlossen, auf diese Weise habe ich diese Sch&uuml;ler innerhalb eines Jahres ca. 4 bis 6 Mal gesehen (also vor Ort, sonst online). Das ist schon irre, wenn man sich das genau &uuml;berlegt.<\/p><p>Ich bin also schon froh, da&szlig; das soweit ganz gut l&auml;uft, aber mir fehlen meine eigenen Energiequellen: mit anderen zusammen Musik machen, besonders im Orchester, und Konzerte besuchen. Ich unterlaufe die Coronaregeln, indem ich mich privat mit zwei Orchesterfreunden zum Trio spielen treffe &nbsp;&ndash; mit b&ouml;sen Blasinstrumenten, die die Luft mit Aerosolen verpesten. Seit einem Jahr kein Orchester, Proben- und Konzertplanungen, die immer wieder verschoben werden m&uuml;ssen (grade eine Absage und eine Verschiebung in 2022!), also: null Perspektive &ndash; das ist absolute H&ouml;chststrafe und f&uuml;hrt zu seelischer Auszehrung. <\/p><p>Online-Proben oder Streaming-Konzerte sind kein Ersatz, das ist nur Attrappe. <\/p><p>Das Fehlen von Gemeinschaftserlebnissen (Musik, Konzert, Kneipe usw.) macht sich sehr schmerzhaft bemerkbar.<\/p><p>Ich empfinde es als extrem paradox, da&szlig; uns Abstand halten als Solidarit&auml;t und Zusammenhalt verkauft wird. Eigentlich braucht man menschliche N&auml;he (mit Freunden, Familie usw.), vor allem in Krisen. Und jetzt soll man N&auml;he mit Abstand pflegen? Das mag rational richtig sein, aber es f&uuml;hlt sich falsch an. Also trifft man sich mit einzelnen Freunden, die man dann auch mal bei gegenseitigem Einverst&auml;ndnis umarmt. <\/p><p>Es ist schon angenehm, wenn die Frau hinter mir an der Supermarktkasse mir nicht ihren Busen in den R&uuml;cken dr&uuml;ckt, aber wenn jemand auf dem Gehweg die Stra&szlig;enseite wechselt, wenn man aneinander vorbei muss, f&uuml;hlt sich das sehr sehr seltsam an.<br>\nAuch da&szlig; ich mich meinen Mitmenschen gegen&uuml;ber und sie sich mir gegen&uuml;ber als potenzielle Gef&auml;hrdung betrachten soll, ist schrecklich.<\/p><p>Zerm&uuml;rbend finde ich die widerspr&uuml;chlichen Botschaften aus der Politik (ich gebe da nicht viel drauf, aber trotzdem wirkt es&hellip;): die Einen machen Hoffnung auf dies und jenes, die Anderen waren vor diesem und jenem. Manchmal habe ich sogar den Eindruck, als g&auml;be es daf&uuml;r klar verteilte Rollen.<\/p><p>Streit oder gar Zerw&uuml;rfnisse wegen entgegengesetzter Coronama&szlig;nahmenmeinungen habe ich nicht. Ich respektiere es, wenn jemand das anders sieht, solang ich nicht missioniert werde wie ich auch nicht missioniere. Ich tausche gern mit Anderen unterschiedliche Ansichten aus. Schwierig wird es, wenn jemand kein Verst&auml;ndnis f&uuml;r meine Situation hat und meine Verzweiflung kleinreden will, dann wird es emotional. Allerdings hat mein Mann einen Freund verloren, der in eine sehr extreme Richtung ging und dabei missionarisch wurde. <\/p><p>Jemand, der schwer an Covid19 erkrankt war oder Todesf&auml;lle im Familien- oder Freundeskreis zu beklagen hatte, oder beruflich &nbsp;im Krankenhaus mit den schweren F&auml;llen zu tun hat, findet eventuell, da&szlig; die Regeln nicht streng genug sind. Kann ich dann auch nachvollziehen. Aber ich habe Angst, da&szlig; Ma&szlig;nahmen, Einschr&auml;nkungen, Repressionen, wie auch immer man das nennen mag, &nbsp;nicht mehr aufh&ouml;ren, und Impfpass und Zwangstests kommen um Veranstaltungen, Restaurants usw. zu besuchen.<\/p><p>Meine Motti: 1.: Pessimisten werden nie entt&auml;uscht, sondern nur angenehm &uuml;berrascht; 2.: Keiner wei&szlig;, was morgen sein wird, deshalb darf man heute nicht aufgeben.<br>\nAnsonsten ertrage ich das alles mit Abstumpfung und halte mich an meinem Musikinstrument fest, das kann mir (hoffentlich) keiner nehmen.<\/p><p>Freundliche Gr&uuml;&szlig;e<br>\nM.H. <\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>37. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Gesch&auml;tztes NachDenkSeiten-Team, <\/p><p>mittlerweile f&uuml;hle ich mich als Zombie, da ich Maskenpflicht (&ldquo;Maskenpflicht &ndash; Gift im Gesicht&rdquo;) [&hellip;]<\/p><p>Corona-Zwangs-Impfung, v&ouml;llig sinn-entleerte Zwangstests und s&auml;mtliche Lockdown-Ma&szlig;nahmen ablehne, wodurch ich Bekannte, Freunde und eben auch Familienangeh&ouml;rige verloren habe &ndash; sie halten mich schlicht f&uuml;r verr&uuml;ckt, zumal ich auch zur Hochrisiko-Gruppe z&auml;hle.<\/p><p>Das ist Einsamkeit pur, die ich auch nur ertrage, weil einzig mein Sohn meine linken, politischen Einstellungen nicht nur akzeptiert, sondern mit mir &uuml;bereinstimmt.<\/p><p>Warnen &ndash; drohen &ndash; bestrafen: So funktioniert, minimiert ausgedr&uuml;ckt, das t&auml;gliche Regierungsgesch&auml;ft, welches unsere Grundrechte auf kriminelle Art und Weise abschafft.<\/p><p>Diese Situation halte ich f&uuml;r unumkehrbar, denn die politisch gewollte Panikmache mit einer angeblichen Jahrhundert-Pandemie, die durch nichts bewiesen ist, wirkt: Die Menschen sind dem kollektiven Wahn-Sinn verfallen &ndash; wir befinden uns in einer nie dagewesenen Geiselhaft, die bekannterma&szlig;en in das &bdquo;Stockholm-Syndrom&ldquo; m&uuml;ndet&hellip;<\/p><p>Mich macht es zudem immer w&uuml;tender, dass Eltern ihre Kinder dem staatlich verordneten Trauma protestlos &uuml;berlassen, dadurch mithelfen, deren k&ouml;rperliche Gesundheit und ihre kleinen Seelen systematisch zu zerst&ouml;ren &ndash; mit Maskenpflicht, Zwangs-Tests, permanentem Schul- und Kitaverbot, Verbot von sozialen Kontakten, perfide Behauptungen, sie &ndash; die Kinder &ndash; k&ouml;nnten den Tod ihrer Gro&szlig;eltern verschulden usw.usf. &ndash; ein t&auml;glicher Horror![&hellip;]<\/p><p>Den Kindern hat man bereits ein ganzes Lebensjahr gestohlen! Wer kann so etwas nur verantworten&hellip; In den 1980er-Jahren h&auml;tten wir Eltern uns das definitiv nicht gefallen lassen! <\/p><p>&ldquo;Nichts ist schwerer und erfordert mehr Charakter, als sich in offenem Gegensatz zu seiner Zeit zu befinden und laut zu sagen: Nein!&rdquo; Kurt Tucholsky <\/p><p>Ihre treue und dankbare Leserin,<\/p><p>Brigitte Breidenbach<\/p><p>&ldquo;Das ist die Seuche unserer Zeit: Verr&uuml;ckte f&uuml;hren Blinde.&rdquo; William Shakespeare (1564-1616)<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>38. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Lieber Jens Berger,<\/p><p>ihre Frage gibt mir die Chance, hier einen kleinen Hilferuf loszuwerden. Doch dazu sp&auml;ter. Meine n&auml;chsten Zeilen m&ouml;gen banal erscheinen, bestimmt nicht dramatisch. Trotzdem habe ich mich entschlossen, einige Details zu schildern, bevor ich hier zu meinem eigentlichen Anliegen komme. Ich nehme die Corona-Pandemie ernst &ndash; aber bitte nicht so!  Vermutlich bin ich bisher nicht infiziert,  bisher gesund, betreibe auch kein Restaurant oder Gesch&auml;ft, das geschlossen werden musste. Gl&uuml;cklicher Weise darf ich trotz Corona unser erstes Enkelkind (ein s&uuml;&szlig;es M&auml;dchen, ein Jahr alt) besuchen und auf den Arm nehmen; die Eltern sehen mich nicht als potentielle Gefahr. Unsere Nachbarn haben uns aber auch schon einmal erstaunt gefragt, ob wir das tats&auml;chlich verantworten k&ouml;nnen (mit dem Besuch). Mein Lieblingssport fehlt mir schon, ich w&uuml;rde mich gerne mal wieder an der Tischtennisplatte bewegen (im Lockdown aber verboten, zu riskant!?), es w&uuml;rde mir gut tun in meinem fortgeschrittenen Alter. In den n&auml;chsten Wochen werden wir uns wohl impfen lassen (2. Gruppe), unsere anf&auml;ngliche Skepsis hat sich etwas gelegt. Wir haben die Einschr&auml;nkungen wegen Corona bisher verkraftet, f&uuml;r viele Mitb&uuml;rger ist es bestimmt deutlich schwieriger.<\/p><p>Allerdings schlafe ich seit Monaten ganz schlecht. Die Corona-Misere l&auml;sst mich nicht ruhen. Ich kann es nicht richtig verarbeiten, was um mich herum so alles passiert. Ich schaffe es auch nicht mehr,  10 Minuten lang die Tagesschau anzuschauen (Tagesthemen genauso), Talk-Shows zur &bdquo;Corona-Pandemie&ldquo; halte ich keine 2 Minuten aus. Seit einem Jahr versuche ich &ndash; viel mehr als ich sollte &ndash; mir Antworten auf die vielen Fragen zu geben. Ich habe auch Antworten gefunden, relativ fr&uuml;h schon, habe zu vielen Dingen eine klare Meinung und Position. Und trotzdem habe noch viel dazu gelernt, mittels YouTube, verschiedenen Investigativen Medien, in einigen wenigen &ndash; leider viel zu seltenen &ndash; Gespr&auml;chen. Ich bin wach geworden, kann mich einfach nicht damit abfinden, dass wir an der Situation nichts Wesentliches &auml;ndern k&ouml;nnen. Irgendwie wollte ich etwas bewegen, ver&auml;ndern, zum Besseren wenden. Ziemlich naiv, aber ich kann einfach nicht nur zuschauen und beobachten, das ist wohl mein Charakter. Meine Frau hat mich schon bel&auml;chelt, oft verst&auml;ndnisvoll, manchmal auch weniger; schlie&szlig;lich habe ich unz&auml;hlige Stunden vor dem Bildschirm verbracht. Ich habe ca. 30 Mails geschrieben (oder waren es mehr?) an Politiker, das Fernsehen, einige Zeitungen, zuletzt an investigative Medien, auch an die NDS. Ich habe ca. 10 Leserbriefe verfasst; einige wurden ver&ouml;ffentlicht (bei den Investigativen), die an die Badischen Neuesten Nachrichten (BNN) nicht. Ich habe sogar einige Antworten auf meine Mails bekommen, durchweg  beschwichtigende.<\/p><p>Zwischenzeitlich hatte ich schon zweimal resigniert, wollte Abstand gewinnen, mich aber nach 3 Tagen wieder aufgerafft. Das kann doch nicht so bleiben! So k&ouml;nnen wir doch nicht weiter machen, in einigen Monaten wieder zur Tagesordnung &uuml;bergehen wollen!? In den letzten Wochen wurde mir auch noch bewusst, dass sich die vielen Unzufriedenen (und ich dabei) immer mehr im Kreise drehen. So zumindest mein Eindruck.<\/p><p>Nun zu meinem Hilferuf, Vorschlag, Impuls, meiner Frage an die Leser und an die Redaktion der NDS:<\/p><p>In den investigativen Medien finde jede Menge Beispiele was schlecht l&auml;uft, teils unfassbar schlecht.  Was ich vermisse, sind die Wege aus dem Chaos, Wege zur Aufarbeitung. Oder wenigstens eine Diskussion dar&uuml;ber.<\/p><p>Diesen Wunsch habe ich auch in einigen Leserbriefen an die NDS entdeckt. Ich habe sogar einige Ideen\/Vorschl&auml;ge dazu, die ich vor einigen Tagen an die Redaktion der NDS geschickt habe. Sicher nicht das Gelbe vom Ei, ein Versuch eben. Klar, es ist schwierig derzeit. Unsere Kontaktm&ouml;glichkeiten sind sehr eingeschr&auml;nkt, auf Demos zu gehen ist ein zweifelhaftes Unterfangen (mache ich nicht, aus meiner Sicht derzeit kontraproduktiv), die Leitmedien helfen kaum, obwohl die ersten kritischen Stimmen auftauchen. Ob sich die Luft von alleine reinigt? Ich habe da erhebliche Zweifel. Daher lieber Jens Berger, liebes Team der NDS: Lasst euch etwas einfallen! Ich bin &uuml;berzeugt, dass viele Leser (ich geh&ouml;re dazu) gute Ideen haben. Vielleicht k&ouml;nnen wir Leser helfen, f&uuml;r uns alle.<\/p><p>PS: Wahrscheinlich habe ich meine Naivit&auml;t noch nicht ganz abgelegt.       <\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<br>\nG&uuml;nther Oberbeck<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>39. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebe Nachdenkseiten, sehr geehrter Herr Berger,<\/p><p>Ich finde es eine klasse Idee, zu ausgew&auml;hlten Themen gezielt zu Leserbriefen aufzurufen. Die erste Serie zu &ldquo;Ein Jahr Lockdown &hellip;&rdquo; habe ich mit gro&szlig;em Interesse gelesen.<\/p><p>Wir Deutschen verstehen das Wort &ldquo;Lockdown&rdquo; sehr unterschiedlich. Das spiegelt sich auch in den bisherigen Leserbriefen wider. Ich musste erst im W&ouml;rterbuch nachschauen, ob es das im Englischen &uuml;berhaupt gibt. Ja gibt es, und es hei&szlig;t &ldquo;Sperrung&rdquo;, z.B. die Sperrung einer Einrichtung, einer Zone, einer Stra&szlig;e. Oder die abendliche Sperrstunde im Gef&auml;ngnis, wenn alle H&auml;ftlinge in ihre Zellen gebracht werden.<\/p><p>F&uuml;r mich definiere ich &ldquo;Lockdown&rdquo; als die Summe dessen, womit Beh&ouml;rden unsere Bewegungsfreiheit einschr&auml;nken.<\/p><p>Unsere massenhafte Verbl&ouml;dung durch die mediale Dauerberieselung, die mir pers&ouml;nlich die gr&ouml;&szlig;ten Schmerzen bereitet (und die selbstverst&auml;ndlich auch vor mir nicht halt macht), oder auch die Maskenpflicht sind f&uuml;r mich kein &ldquo;Lockdown&rdquo;.<\/p><p>Meine Lockdownbilanz f&auml;llt gemischt aus.<\/p><p>Mein Arbeitgeber hat meine teilweise Aussperrung von meinem Arbeitsplatz intelligent, im Sinne eines Infektionsschutzes effektiv und sehr menschlich gel&ouml;st. Jeder Kollege kann an individuell vorgegebenen Tagen freiwillig ins B&uuml;ro gehen. An den anderen Tagen ist Home-Office Pflicht. Seit Weihnachten bin ich zu Hause und warte auf warmes Wetter, um wieder ins B&uuml;ro zu radeln, da ich &ouml;ffentliche Verkehrsmittel derzeit meide. Unsere Branche steht unter hohem Digitalisierungsdruck, so habe ich als IT-Mensch gen&uuml;gend Arbeit. Die durch das Wegfallen der Pendlerei gewonnene Zeit genie&szlig;e ich und merke gleichzeitig, wie ich ineffizienter werde. Man wird tr&auml;ge und verliert Motivation. Teilweise sa&szlig; ich bis mittags im Schlafanzug im Home Office. Seit ein paar Wochen zwinge ich mich dazu, mich auch zu Hause so anzuziehen, wie ich in der Arbeit erscheinen w&uuml;rde. Das hilft ein bisschen.<\/p><p>Ich wei&szlig; nicht, wie meine Kollegen das stemmen, die mit ihren Kindern zu Hause sitzen und auch noch arbeiten sollen. In einer Telefonkonferenz waren im Hintergrund Stimmen. &ldquo;Home Schooling&rdquo;. Irgendwann h&ouml;rte man eine erwachsene Person vernehmlich &ldquo;Schei&szlig;e&rdquo; sagen.<\/p><p>Meine Ern&auml;hrung wird einseitiger. Mangels Kantine hatte ich zun&auml;chst viel in der eigenen K&uuml;che experimentiert. Mittlerweile gibt es auch mal 3 Tage hintereinander Nudeln mit K&auml;seso&szlig;e.<\/p><p>In der Freizeit fehlen mir die gemeinsamen Aktivit&auml;ten. Viele meiner Hobbies lassen sich zwar gut alleine praktizieren, aber auch hier l&auml;sst bar jeglicher Gruppendynamik die Motivation massiv nach. Auch meinen Kumpels merke ich dies deutlich an.<\/p><p>Reisen vermisse ich nicht. Meine Tagesausfl&uuml;ge kann ich weiterhin machen. Nur schade, dass es keine Cafes mehr gibt. Das mitgebrachte Picknick ist einfach kein frischer Cappuccino. Und Pappbecher? Dann lieber mitgebrachtes Picknick.<\/p><p>Seit die Fitnessstudios geschlossen haben, nimmt meine k&ouml;rperliche Fitness ab und damit wahrscheinlich auch meine Abwehrkraft, obwohl auch ich wie andere Leserbriefeschreiber das ganze Jahr nicht krank war.<\/p><p>Meine Tochter wird dieses Jahr Abitur machen. Mit dem Fernunterricht kommt sie gut klar. Sie sagt aber deutlich, dass sie lieber zur Schule geht. Ihre Lieblingsf&auml;cher (Orchester, Sport) fallen regelm&auml;&szlig;ig aus. Ihren 18. Geburtstag hat sie wie viele ihrer Freunde nicht gefeiert. Ihr Abitur wird sie auch nicht feiern. F&uuml;r die Zeit danach plant sie &Uuml;berbr&uuml;ckungen, bis bessere Zeiten kommen. Vollzeit-Fernstudium liegt ihr nicht. Dass ich an bessere Zeiten nicht glaube, klammere ich in unseren Gespr&auml;chen aus.<\/p><p>Genossen habe ich, dass 2020 ein gro&szlig;es Volksfest in meiner N&auml;he ausgefallen ist samt den Vor- und Nachgl&uuml;hparties, die unsere Nachbarschaft sonst regelm&auml;&szlig;ig f&uuml;r 2 Wochen in ein Scherbenmeer verwandeln.<\/p><p>Auch die n&auml;chtliche Ausgangssperre war wunderbar. Ich achtete darauf, um 20:30 zu Hause zu sein, wenn die Sp&auml;theimkehrer anfingen, wie von der Tarantel gestochen auch durch die engsten Gassen zu brettern. Punkt 21:00 war Ruhe. Mitten in der Stadt. Herrlich und gerne wieder.<\/p><p>Der Lockdown vergr&ouml;&szlig;ert meine Angst vor dem Virus. Dieselben Leute, die sich panisch auf die andere Stra&szlig;enseite st&uuml;rzen, wenn ich sie nur gr&uuml;&szlig;e, verwandeln sich in Kuschelb&auml;ren, sobald sie einen Supermarkt betreten. So mancher K&ouml;rperkontakt wurde mir angediehen, auf den ich gerne verzichtet h&auml;tte. Und au&szlig;er Superm&auml;rkten ist nichts offen. Wer immer sich langweilt, geht dort hin. Dazu kommt die Scheinsicherheit. Lockdownversch&auml;rfungen als Allheilmittel. Ich kann das ganze Obst angrabschen, denn danach gehe ich brav nach Hause. Dass so viele daran glauben, macht mir Angst, gerade auch Angst, mich anzustecken. Da es keine Kneipen und Konzerte mehr gibt, spare ich Geld. Das erlaubt es mir, auf kleine, teurere Lebensmittelgesch&auml;fte in der Peripherie auszuweichen, wo weniger Gedr&auml;nge ist.<\/p><p>Zum Gl&uuml;ck wohne ich in guter Nachbarschaft. Im Bekanntenkreis bekomme ich mit, dass Nachbarn wegen Kleinigkeiten verbal massiv aufr&uuml;sten. Zum Gl&uuml;ck bin ich geschieden. Mit meiner (Ex-)Frau in einer Wohnung h&auml;tte es Mord und Totschlag gegeben.<\/p><p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en, Ihr Leser T.E.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>40. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebe NDS und alle Leserinnen und Leser,<\/p><p>1 Jahr Lockdown, meine Erfahrungen und meine Empfindungen:<\/p><p>Zorn &ndash; weil keine wissenschaftlich logisch durchdachten Massnahmen zum Gemeinwohl von eigentlich als intelligent erachteten Politikern getroffen wurden und werden, und diese nur von Macht und Geldgier und Egoismus getrieben sind.<\/p><p>Ohnmacht -weil ich als B&uuml;rgerin &uuml;berhaupt keine Chance habe, dass ich von irgendeiner Partei auch nur minimal vertreten werde, geschweige denn meine Gedanken und Ideen irgendwo einmal ankommen k&ouml;nnten, wo sie Geh&ouml;r finden. Ich als m&uuml;ndige Mitb&uuml;rgerin dieses Landes habe nirgends eine Plattform. Derzeit gibt es in unserem Staat nicht eine(n) Politiker\/in, der mich als Teil des Volkes auch nur ann&auml;hernd vertritt.<\/p><p>Angst &ndash; meine und unsere Freiheit komplett und f&uuml;r immer zu verlieren, die W&uuml;rde ist ja schon weg.<\/p><p>Erschrockenheit &ndash; &uuml;ber den &ldquo;weisen&rdquo; Menschen (homo sapiens), der alles ohne selber nachzudenken und die Unlogik von ganz vielen Dingen zu hinterfragen, akzeptiert und mitmacht.<\/p><p>Traurigkeit &ndash; Es interessiert niemand, wie bei vielen die Nerven blank liegen und in ehemals harmonischen Familien und Partnerschaften nur noch Diskussionen und schlechte Stimmung und Angst voreinander herrscht.<\/p><p>Entsetzen &ndash; weil wir schon soweit sind, dass die Menschen, die nicht- regierungskonforme Leserbriefe schreiben, nur noch ihre Initialien nennen trauen, aus Angst vor Represalien<\/p><p>Zuversicht &ndash; weil ich vor 1 Woche dieBasis.de entdeckt habe, wo man sich als Einzelne(r) direkt und aktiv in die Politik einbringen kann und Demokratie von der Basis aus gestalten kann zum Wohl f&uuml;r alle, zu einem guten Leben f&uuml;r alle, und unter Achtung und respektvollem Umgang mit unserer Mutter Erde, die die Basis f&uuml;r unser aller Leben ist.<\/p><p>Ich freue mich, dass es auch noch andre gibt, die das alles nicht so einfach mittragen und die mich sp&uuml;ren lassen, dass ich nicht alleine noch denkend ticke.<\/p><p>Hoffnungsvolle Gr&uuml;&szlig;e<br>\nMaria Kunzelmann<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>41. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Hallo, hier mein Beitrag zum genannten Thema. Es musste irgendwie raus.<\/p><p>Vielen Dank f&uuml;r Eure lesenswerte Seiten.<\/p><p>Ich sitze im Flugzeug nach Hurghada. Von Medien umringt und mit einer Dusche der Flughafenfeuerwehr wurde der Flug als erster Urlauberflieger von Leipzig in diesem Jahr (25.03.21!)&bdquo;gefeiert&ldquo;. Was mir auff&auml;llt, dass sich alle an die Maskenpflicht halten und keiner wie sonst erk&auml;ltungsbedingt hustet.<\/p><p>Mir geht kurz durch den Kopf &ndash; dass ich nun zu denen geh&ouml;re, die das b&ouml;se Virus wieder in die Heimat zur&uuml;ck bringen werden &ndash; so ich dem Mediengetrommel der letzten 12 Monate Glauben schenke. Aber ist es wirklich so? Sind die Zahlen in Deutschland gegen&uuml;ber &Auml;gypten nicht wesentlich h&ouml;her?<\/p><p>Dienstlich unterwegs, geh&ouml;re ich zwar nicht zu den Urlaubern, kann aber alle verstehen, die sich auf einen sch&ouml;nen sonnigen Urlaub am roten Meer freuen.<\/p><p>Wie habe ich die letzten 12 Monate erlebt bzw. was ist meinerseits erw&auml;hnenswert? <\/p><p>Im Fr&uuml;hjahr 2020 war ich nach dem Hickhack zur Notwendigkeit der Masken &uuml;berrascht. Mit Verwunderung habe ich auch zur Kenntnis genommen, dass pl&ouml;tzlich (und auch heute noch) die allj&auml;hrliche Grippe- oder Erk&auml;ltungswelle ausfielen. Die Ma&szlig;nahmen der Regierenden habe ich notgedrungen hingenommen aber dennoch versp&uuml;rt, dass vieles &uuml;berzogen, unlogisch und nicht nachvollziehbar war. Auch fragte ich mich, wozu braucht die Regierung ein zentrales Melderegime der John Hopkins Universit&auml;t in den USA und eine ma&szlig;nahmenbegleitende PR Agentur um Corona zu managen. <\/p><p>F&uuml;r mich war damals schon klar, ein &bdquo;Lockdown&ldquo; l&auml;sst sich leicht verk&uuml;nden, ein Zur&uuml;ck ist umso schwerer.<\/p><p>Ich habe erlebt, dass sich Nachbarn freuen, wenn einer aus den Querdenkerreihen an &bdquo;Corona&ldquo; verstirbt &ndash; so die Meldungen der Medien; eine vorhandene widerspr&uuml;chliche Meldung seitens der Querdenker wird nie ver&ouml;ffentlicht.<\/p><p>Ich habe erlebt, dass junge Menschen (30-40 Jahre) mit Maske mit einem Abstand von mindestens 2 Metern an mir vorbeigehen, weil ich keine Maske trage.<\/p><p>Ich habe erlebt, dass ich mit den Worten von irgend so einem Dahergekommenen der noch nach 30 Jahren meint etwas Besseres zu sein &ndash; mit &bdquo;danke an die Sachsen f&uuml;r die hohen Inzidenzzahlen&ldquo; angemacht werde, weil ich einem v&ouml;llig offenen Gel&auml;nde keine Maske trage.<\/p><p>Ich habe erlebt, dass man mich als Verschw&ouml;rungstheoretiker einordnet, nur weil ich ein Buch &uuml;ber Corona von Dr. Bhakdi lese.<\/p><p>Ich habe erlebt, wenn man versucht Zahlen und Fakten zu interpretieren, die alle &ouml;ffentlich zug&auml;nglich sind (RKI, statistisches Bundesamt, &hellip;), in der Verwandtschaft oder im Freundeskreis keinen interessieren.<\/p><p>Ich habe erlebt, dass die zur objektiven Berichterstattung verpflichteten &bdquo;&ouml;ffentlich rechtlichen Medien&ldquo; ohne Kritik, Sinn oder einer Hinterfragung die von der Politik verk&uuml;ndete Meinung wiedergeben und alle verunglimpft werden, die Fragen stellen oder sogar eine eigene Meinung haben.<\/p><p>Das Niveau der &ouml;ffentlich-rechtlichen Medien in den letzten Jahren ist nie besser geworden; mittlerweile unterbietet es sogar die Medien des Bezahlsystems. Ich unterstelle, dass man keine aufgekl&auml;rten, denkenden und sogar noch mit einer Meinung versehenen B&uuml;rger haben m&ouml;chte. Vor den Wahlen reicht ein Wahlomat, um zu erfahren welche Partei man w&auml;hlen soll. <\/p><p>Was sollen die ewigen Spielshows und die immer gleich aufgesetzten Krimis. Was sollen die immer mehr werdenden Filme &uuml;ber und aus dem dritten Reich, die sogar noch nachcoloriert werden und das sicher auf Kosten der Zwangsmedienbeitr&auml;ge. <\/p><p>Warum werden in den Medien immer mehr Begriffe durch welche, die ich zumindest immer mit Krieg in Verbindung bringe, ersetzt? Ein Gegner im Fu&szlig;ball wird neuerdings geschlagen oder besiegt- fr&uuml;her reichte es aus, wenn das Spiel gewonnen wurde. <\/p><p>Warum wird &uuml;ber Russland einseitig, verdreht, aggressiv und falsch sowie oft im Konjunktiv berichtet? Wie bl&ouml;d, naiv oder auch desinteressiert muss man sein, um die Geschichte &uuml;ber Navalnys &bdquo;Vergiftung&ldquo;, den Abschuss von MH17 oder die Geschichte &uuml;ber die Vergiftung der Skripals zu glauben. Durch solche Beitr&auml;ge wird die Meinung einer &bdquo;L&uuml;genpresse&ldquo; geboren.<\/p><p>Dass im Fr&uuml;hjahr 2020 viele Ma&szlig;nahmen &uuml;berzogen waren, hat unser Ministerpr&auml;sident in Sachsen vor einiger Zeit auch als Fehler eingestanden. Insofern kann man oft feststellen, dass das was er heute so meint, oft morgen nicht mehr gilt. Die Politik wird immer beliebiger oder diejenigen die im Vordergrund stehen, m&uuml;ssen wohl erst einmal nachfragen, ob das Gesagte genehm ist, bei wem auch immer.<\/p><p>Ich geh&ouml;re zu denen die auch die Impfungen hinterfragen. Bisher habe ich mir keine Gedanken gemacht, wenn ich mich gegen Wundstarrkrampf oder Hepatitis habe impfen lasse. Impfungen gegen Influenza habe ich stets abgelehnt, da ich eine Wirksamkeit von ca. 50% nicht als wirksam betrachte.<\/p><p>Bei Corona hinterfrage ich, die Schnelligkeit der Entwicklung der Impfstoffe, die Haftungsfreiheit der Impfstoffhersteller, die Nebenwirkungen aber auch die Wirksamkeit. Was bringt es, wenn man bis heute nicht wei&szlig;, ob ein Geimpfter weiter ansteckend ist, ob der Impfstoff bei all den neuen Corona-Varianten weiter hilft und ganz besonders wie sich die Impfung langj&auml;hrig auf meine Gesundheit auswirkt.<\/p><p>Ich wei&szlig; nur, dass die Impfstoffhersteller viel Geld verdienen. Deshalb &uuml;berrascht es mich nicht, wenn schon von einer dritten Impfung oder einer j&auml;hrlichen Impfung gesprochen wird.<\/p><p>Was ich bisher in der gesamten Corona-Debatte wenig vernommen habe, sind Ma&szlig;nahmen die neben dem normalen H&auml;ndewaschen auch helfen. Was ist mit Nasenspray, Vitamin D und C, Zink und den sonstigen Ma&szlig;nahmen, die man bisher bei Erk&auml;ltungen ergreift bzw. genommen hat? Hier w&auml;re eine Aufkl&auml;rung wirklich n&ouml;tig!<\/p><p>Fr&uuml;her bin ich regelm&auml;&szlig;ig in die Sauna gegangen, um die Wintermonate gut ohne Erk&auml;ltung und Husten zu &uuml;berstehen. Warum sind Saunen geschlossen, wenn bekannt ist, dass ein Virus 80 &deg;C nicht &uuml;bersteht? In meiner Sauna gab es bis zum Herbst geeignete Ma&szlig;nahmen (geringe Zahl von G&auml;sten, gro&szlig;e Abst&auml;nde in den Saunen, regelm&auml;&szlig;ige S&auml;uberung) um diese zu betreiben. Warum hat man dazu keine Tests oder Versuche durchgef&uuml;hrt?<\/p><p>Ich glaube es gebe viele geeignete M&ouml;glichkeiten, um den Menschen wenigstens ein St&uuml;ck entgegen zu kommen. Stattdessen l&auml;uft alles nur mit Mediendruck durch eine PR- Kampagne gesteuert, wo oftmals die anderen Wahrheiten auf der Strecke bleiben. Stattdessen wird die Anzahl der &bdquo;Infektionen&ldquo; und der Gestorbenen zu bestimmten Anl&auml;ssen nach oben gerechnet. <\/p><p>Wer sich die offiziellen Zahlen der Gestorbenen des statistischen Bundesamtes f&uuml;r 2020 ansieht, wird feststellen, dass in den Jahrg&auml;ngen bis 70 Jahre die Sterberate durchschnittlich die der Vorjahre war. <\/p><p>Bei den &uuml;ber 80 J&auml;hrigen gab es mehr Tote. Ber&uuml;cksichtigt man aber, wie im Lebensbaum ersichtlich, die gr&ouml;&szlig;ere Anzahl der B&uuml;rger die &uuml;ber 80 Jahre geworden sind, sowie die durchschnittlich zu erwartenden Lebenszeit von ca. 78 Jahre f&uuml;r M&auml;nner und ca. 82 Jahre f&uuml;r Frauen, dann ist zumindest f&uuml;r mich ersichtlich, dass ab 2020 die Anzahl der Gestorbenen &uuml;ber 80 Jahre gr&ouml;&szlig;er werden musste<\/p><p>Laut Statistik (siehe auch Lebensbaum) gab es 2019\/ 2020 einen Zuwachs von ca. 450.000 mehr Menschen &uuml;ber 80 Jahre in Deutschland. <\/p><p>Entsprechen des zu erwartenden durchschnittlichen Lebensalters kann man wohl davon ausgehen, dass von den mehr als 450 T neu &uuml;ber 80 j&auml;hrigen in den n&auml;chsten 10 Jahren fast 30T. bis 40T. Menschen j&auml;hrlich mehr sterben. Und wie &uuml;blich sterben diese Menschen meist nicht an Altersschw&auml;che sondern an sonstig bekannten Krankheiten und Gebrechen. Im &Uuml;brigen gab es &uuml;ber all die Jahre immer Spr&uuml;nge bei der Anzahl der Toten, oft begr&uuml;ndet durch die gr&ouml;&szlig;ere Zahl der &auml;lteren Menschen; man brauch sich nur die Entwicklung des Lebensbaues nach 1990 anzusehen.<\/p><p>Warum Sachsen nun so betroffen ist, l&auml;sst sich zum gro&szlig;en Teil ebenfalls mit dem gr&ouml;&szlig;eren Altersdurchschnitt, insbesondere durch die Abwanderung der j&uuml;ngeren Jahrg&auml;nge nach 1990 erkl&auml;ren. <\/p><p>So wird wohl auch dem Ministerpr&auml;sidenten in Sachsen nicht entgangen sein, dass z.B. im Voigtlandkreis mit auff&auml;llig vielen Corona-Toten wesentlich mehr 80 j&auml;hrige Menschen leben.<\/p><p>Warum hat sich die Zahl der gestorbenen in den Krankenh&auml;usern 2020 gegen&uuml;ber der fr&uuml;heren Jahre nicht erh&ouml;ht? Warum sind ca. 40 Prozent der Corona-Toten in den Altersheimen selbst und nicht im Krankenhaus gestorben? Wollte man diese nicht behandeln oder bekamen diese nur den Corona Stempel? Warum?<\/p><p>Die &bdquo;dritte Welle&ldquo; beobachte ich t&auml;glich auf den Seiten der Helioskliniken. Die Vorgesetzten hatten sich im Herbst 2020 dazu entschieden t&auml;glich die Fallzahlen in ihren fast 50 Krankenh&auml;usern &ouml;ffentlich darzustellen; gut so und danke! Leider sind die Betreiber anderer Kliniken dem Aufruf der Helioskliniken nicht gefolgt. Warum nur?<\/p><p>Aus den Unterlagen ist ersichtlich, dass mit Beginn der Testorgie durch Schnelltests nach &Ouml;ffnung der Schulen 14 Tage vor Ostern (Termin wurde mal wieder gut gew&auml;hlt), die Zahl der &bdquo;Infizierten&ldquo; (das RKI spricht von Fallzahlen) stark gestiegen ist, der Anstieg der &bdquo;Corona-Kranken&ldquo; auf den Normalstationen und auch auf den Intensivstationen ist dagegen kaum auff&auml;llig! <\/p><p>Das gesamte politische Management f&uuml;r die Corona-Zeit ist aus meiner Sicht eine absolute Katastrophe. Wo sind die Spezialisten in den Regierungen und deren St&auml;ben, die so etwas wirklich leiten und f&uuml;hren k&ouml;nnen? <\/p><p>Wonach werden die Angestellten bis hin zu den Staatssekret&auml;ren eigentlich ausgew&auml;hlt? Warum braucht man immer mehr Berater von au&szlig;en? Erfolgt die Auswahl der Angestellten wohl eher nicht nach Sachverstand, sondern nach anderen Kriterien?<\/p><p>In dem Zusammenhang kann ich das gerade erschienene spannende Buch &bdquo;Bad Company&ldquo; nur empfehlen. Ich habe dabei viele Parallelen zu Deutschland wieder gefunden. <\/p><p>Ja Deutschland wird nicht von au&szlig;en durch Zuwanderung abgeschafft (wie ein vielleicht bekanntes Buch suggerieren will), sondern schafft sich mit den vielen unqualifiziert Handelnden selbst ab!<\/p><p>Beispiele dazu gibt es gen&uuml;gend: wie- das Mautdebakel, -der Bau des Flughafens BER, &ndash; die &bdquo;Unwissenheit&ldquo; &uuml;ber Mastercard oder -der Umgang mit den Cum-Ex-Gesch&auml;ften und Steuerbetr&uuml;gern im Ausland und &hellip;.<\/p><p>Auch soll ja mal wieder &bdquo;brutalst aufgekl&auml;rt werden&ldquo;, nach den Korruptionsf&auml;llen bei der Beschaffung der Schutzmasken. Wie oft hat man das schon geh&ouml;rt und was wurde wirklich getan? Wieso betrifft es meist immer unsere &bdquo;christ-sozialen-demokratischen Parteien&ldquo;?<\/p><p>Ich bleibe weiterhin aufmerksam und hinterfrage meist alles, lasse mir das Denken nicht verbieten und bilde mir selbst (m)eine Meinung. Auf meine Gesundheit achte ich auch selbst. Das kann ich allen nur empfehlen, auch wenn es manchen schwer f&auml;llt.<\/p><p>Zum Schluss noch folgende Worte, wor&uuml;ber ich mich heute noch sch&uuml;tteln k&ouml;nnte:<\/p><p>&bdquo;Wir haben das Virus noch nicht besiegt, es l&auml;sst nicht locker&ldquo; &ndash; Wof&uuml;r h&auml;lt diese Person mit der Einkaufstasche mich (uns) eigentlich?<\/p><p>F. R.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>42. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Was hat dieses eine Jahr Lockdown mit uns gemacht? Denken, handeln, f&uuml;hlen wir heute anders? Welche Auswirkungen haben Sie bei sich festgestellt?<\/p><p>Liebes Team der Nachdenkseiten, liebe Mitmenschen,<\/p><p>zun&auml;chst einmal: Danke, dass es dieses Medium gibt, danke f&uuml;r die Transparenz der unterschiedlichen Meinungen und der offenen &ldquo;Meinungsentwicklung&rdquo;!<\/p><p>F&uuml;r mich ist dieses vergangene Jahr eine wertvolle, aber schmerzhafte Erfahrung, eine Offenlegung, eine Zuspitzung. Nichts Neues, aber das auf die Spitze getrieben, ins Groteske gesteigert. Und das ist, trotz allem, gut so. Notwendig.<\/p><p>Ich bin Psychologin, Historikerin, Methodikerin, Klinikerin, Mutter &ndash; und, wie mir dieses Jahr imme mehr wieder bewusst wurde, insbesondere ein f&uuml;hlender, denkender, atmender &hellip; lebendiger Mensch, nicht getrennt von der Natur, nicht &ldquo;dar&uuml;ber stehend&rdquo;, sondern Teil davon.<\/p><p>Vor einem Jahr sa&szlig; ich an meiner Masterarbeit und besch&auml;ftigte mich gerade damit, welche Kriterien angewendet werden m&uuml;ssen, um Studien und ihre Ergebnisse kritisch hinterfragen zu k&ouml;nnen. Nun ja, das hatte dann ja auch gepasst. Leider musste ich im gleichen Zuge zusehen, wie sich ein ganzes Wissenschaftssystem entlarvt: leere Phrasen, Aufkl&auml;rung ad&eacute;&hellip; Ich hatte mich zuvor zwei Jahrzehnte in verschiedenen F&auml;chern im akademischen Bereich &ldquo;ausgetobt&rdquo; und an hehre Werte geglaubt. Und jetzt? Kein Unterschied mehr zum tiefsten Mittelalter. Masslose Entt&auml;uschung &uuml;ber Kollegen, &uuml;ber die Manipulierbarkeit der Massen (Gistave le Bon), den willf&auml;hrigen Gehorsam, eine Art Unterwerfungs-Sehnsucht. Ich hatte aufgrund meiner Kenntnisse als Psychologin schon vor einem jahr Ideen dar&uuml;ber, wie sich &ldquo;die Sache&rdquo; gesellschaftlich, medial, &ouml;konomisch im schlimmsten Fall (wenn die sozialpsychologischen Erkl&auml;rungsmodelle f&uuml;r die Schrecken des 20. Jh. richtig liegen) entwickeln k&ouml;nnte &ndash; leider haben sich die schlimmsten Bef&uuml;rchtungen bewahrheitet.<\/p><p>Und wundern wir uns nicht &uuml;ber das Schweigen, das angepasste Agieren von &Auml;rzten, Richtern, Journalisten, Kirchenvertretern, Musikern, Wissenschaftern: es sind keine &ldquo;besseren&rdquo; Menschen. Das hier hat nichts zu tun mit Bildungsgrad, Wissen, auch nicht mit dem vormaligen wortreichen Vertreten sozial erw&uuml;nschter, gesellschaftlich und moralisch akzeptierter Werte. Die Bewahrung derselben im Angesicht der tats&auml;chlichen Herausforderung, &ldquo;im Krieg&rdquo;, nicht in der Komfortzone, ist eine Frage der Selbstreflexion, des Gewissens, der autonomen moralischen Verpflichtung.<\/p><p>Seit nun schon &uuml;ber einem Jahr konsumieren wir kein Fernsehen mehr und kein Radio, Facebook ist gek&uuml;ndigt. Ich versuche, meine Lebenszeit bewusst nicht in der digitalen Scheinwelt zu vergeuden, sondern im &ldquo;Echten&rdquo;. Und es scheint, als lebte ich dieses Jahr sehr viel bewusster, intensiver. Auch die Frage, was will ich meinen Kindern weitergeben, hat einen neuen, dr&auml;ngenden Stellenwert bekommen. Ich beantworte diese Frage anders als 2019.<\/p><p>Ich sehe das durch die Massnahmen hervorgebrachte Leid, die Zerst&ouml;rung &ndash; psychisch, physisch, &ouml;konomisch, gesellschaftlich, politisch, den Wahn, die Angst, und das, was die Angst mit den Menschen macht. Dieses Verbrechen an den Schwachen, den Alten (die doch gesch&uuml;tzt werden sollen &ndash; die Urgro&szlig;mutter meiner Kinder, zu der wir eine innige Beziehung und regelm&auml;&szlig;ig Kontakt hatten, ist vor bald einem Jahr mit 96 Jahren bei klarem Verstand alleine im Pflegeheim gestroben und wir durften sie, die &ldquo;um die Ecke lebte&rdquo;, nicht mehr besuchen&hellip;). Isolierte alte, demente und nicht-demente Menschen in den Pflegeheimen. Oder zuhause. Unsere r&uuml;stige Nachbarin (&uuml;ber 80 J.) erz&auml;hlt uns (aus sicherem Abstand aus ihrem Garten hin&uuml;ber), sie vermisse ihren Enkel so, habe ihn nun ein Jahr lang nicht mehr gesehen (er wohnt im Nachbarort). Sie bek&auml;men jetzt zwar ihre zweite Impfung &ndash; aber das sei ja immer noch zu gef&auml;hrlich. Aber vielleicht k&auml;me er ja doch mal zu Besuch, nat&uuml;rlich nur mit Maske und Abstand&hellip; Der Enkel ist 6 Jahre alt.<\/p><p>Die Kinder. In den Kinderg&auml;rten, den Schulen. Keine Vereinst&auml;tigkeiten mehr. Sie lernen: du bist eine Gefahr, weil du atmest, deine N&auml;he bringt den Tod. Die Gefahr ist unsichtbar, omnipr&auml;sent, kann nicht aus dir selber heraus wahrgenommen werden. Die Technik wei&szlig; es besser, das digitale Leben sei dein Lebens- und Erfahrungsumfeld, sicher und steril, nicht infekti&ouml;s. Die Obrigkeit, die Lehrer, haben Recht, immer. Also: Denke das Richtige, denke nicht zuviel nach, sei ein braves, ein gehorsames, ein ruhiges, ein stilles Kind. Psychisches Leid z&auml;hlt nicht mehr, stell dich nicht so an. Das Ordnungsamt patrouilliert morgens den Schulweg: tragen die Schulkinder die Maske richtig? Stehen sie zu eng beisammen? Melde, wenn ein Kind sich nicht an die neuen Regeln h&auml;lt, du tr&auml;gst so zur Gesundheit Aller bei!<\/p><p>Sei ein braves, ein f&uuml;rsorgliches, ein aufmerksames, ein gutes Kind.<\/p><p>Unsere Gemeinde hat f&uuml;r die Grundschule f&uuml;r &uuml;ber 120.000 Euro eine L&uuml;ftungsanlage gekauft: dennoch l&uuml;ftet die Lehrerin alle 20 Minuten, die Kinder tragen dauerhaft die Maske im Unterricht, auch in der Pause, m&uuml;ssen dennoch Abstand halten (1,5 m), d&uuml;rfen nicht singen, keine Gegenst&auml;nde teilen, nicht miteinander spielen (sie sollen sich &ldquo;Einzelspielsachen&rdquo; mitbringen&hellip;). Maske im Sportunterricht. 1. Klasse. Und nat&uuml;rlich die Testungen der symptomlosen Kinder: Halleluja. Die Kinder, die zur Testung gehen, bekommen einen Lolli, die anderen schreiben vom &ldquo;Whiteboard&rdquo; einen Text ab. Der Schulleiter bedankt sich bei den Eltern und Kindern, die bei der ganz und gar freiwilligen Massentestung mitmachen (auf dass doch endlich der Inzidenzwert steigen m&ouml;ge, allein schon inzidentiell&hellip;), leider sind es nur 50%, er appeliert in seinem Monatsbrief an die &uuml;brigen Eltern&hellip; denn nur so k&ouml;nnen wir der Pandemie Einhalt gebieten! &ndash; also durch das Testen gesunder Kinder. Wobei, das wei&szlig; man ja nie &ndash; allein der Umstand, dass ich atme, macht mich zu einer potentiell t&ouml;dlichen Bedrohung. Schande und sozialer Ausschluss dem, der nicht mitmacht.<\/p><p>Ich habe versucht, konstruktiv mit anderen Menschen, welche die Dinge weniger kritisch sehen, ins Gespr&auml;ch zu kommen. Es ist nicht m&ouml;glich. Eine neue Religion? Ich m&ouml;chte meine Lebensenergie nicht mehr f&uuml;r einen erm&uuml;denden Kampf einsetzen. Nicht mehr wie fixiert auf den n&auml;chsten Schrecken starren, bereit zur Verteidigung. Reagiern statt Agieren.<\/p><p>Es gibt so viele Grausamkeiten, Problemfelder: Aussenpolitik, Kriegspropaganda, Umweltzerst&ouml;rung, Ausbeutung, soziale Ungerechtigkeit, ausufernder Lobbyismus, Meinungsmache, Zensur, Datenschutz, Fassadendemokratie, die ganzen Minenfelder im Gesundheitswesen (weg von einem ganzheitlichen Menschenbild und Gesundheitsbegriff)&hellip; und sie greifen alle ineinander. Wer hinterfragt und kritisch wird, darf nicht an einem einzelnen Thema h&auml;ngen bleiben.<\/p><p>Ich glaube, der Irrsinn wird noch an Fahrt aufnehmen, da ist noch &ldquo;Luft nach oben&rdquo;. Es tut noch nicht genug weh. Es beruhigt mich, dass dieser Krieg insbesondere ein Krieg mit Worten ist, ausgetragen in den sozialen Netzen, der digitalen Welt, sonst&hellip;<\/p><p>Wie w&auml;re es, sich einfach abzuwenden, und sich f&uuml;r die eigenen Werte, deren Umsetzung im Jetzt, einsetzen? Und dabei Freude zu empfinden. Miteinander lachen, tanzen, sich austauschen. Samen ausbringen, denn es ist Fr&uuml;hling.<\/p><p>Es ist an uns, uns nicht in die Angst hinein ziehen zu lassen, das Leben im Analogen zu pflegen und zu n&auml;hren. Diese &ldquo;Offenlegung&rdquo; ist die Chance, ein krankes System zu ver&auml;ndern, aber wir m&uuml;ssen uns aktiv einsetzen, die Ver&auml;nderung gestalten. Bei uns selber anfangen.<\/p><p>Ich w&uuml;nsche uns allen Kraft, Durchhalteverm&ouml;gen, R&uuml;ckgrat. Und vor allem etwas ganz &ldquo;Altmodisches&rdquo;: das Gewahrwerden der eigenen Werte, Eigenverantwortlichkeit, Selbstwahrnehmung. Und der Selbstwertsch&auml;tzung und -Liebe, als Basis f&uuml;r den wertsch&auml;tzenden Zugang zum Gegen&uuml;ber.<\/p><p>Unterst&uuml;tzen wir uns gegenseitig, h&ouml;ren einander zu, sind f&uuml;reinander da. Im echten Leben.<\/p><p>Danke all Jenen, die nicht schweigen.<br>\nAndrea Wolf-Schuler<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>43. Leserbrief<\/strong><\/p><p>Liebes Team der Nachdenkseiten,<\/p><p>vielleicht hatte mich trotz aufmerksamen Lesens Ihrer tollen, eine m. E. sehr breite Meinungsvielfalt spiegelnden Seiten schon jene Resignation und Hoffnungslosigkeit im Griff, von der ich in meinem Beitrag schreibe. Denn eigentlich las ich zwar die aus Ihrem Aufruf &bdquo;Ein Jahr Lockdown. Was sind Ihre Erfahrungen?&ldquo; und auch die bei Ihnen eingereichten Leserstimmen mit gro&szlig;em Interesse, dachte aber gleichzeitig dabei &bdquo;ach, wen interessiert es schon, was du zum Thema denkst&ldquo;.<\/p><p>Dann kam der  Artikel &bdquo;Danke Nena!&ldquo; unseres Autors Markus Kl&ouml;ckner heraus, und in der Folge &bdquo;Reaktionen auf den Artikel &bdquo;Danke Nena!&ldquo; &ndash; vergifteter Diskurs statt Dialog&ldquo; von Jens Berger.<\/p><p>Das war die Initialz&uuml;ndung f&uuml;r meinen Leserbeitrag an Sie.<\/p><p>Sie d&uuml;rfen ihn gerne mit meinen Initialen ver&ouml;ffentlichen, wenngleich ich mir denken kann, dass Sie &ndash; hoffentlich &ndash; von einer Flut an Leserreaktionen &uuml;berschwemmt werden, die Ihnen best&auml;tigen und zeigen, wie wichtig Ihre Seiten heutzutage sind.<\/p><p>Sollte also f&uuml;r eine Ver&ouml;ffentlichung kein Platz und Zeit vorhanden sein, dann nehmen Sie ihn bitte genauso wahr: Als Dankesch&ouml;n und Aufforderung, genauso weiterzumachen wie bisher!<\/p><p>Es l&auml;uft etwas geh&ouml;rig falsch &hellip;<\/p><p>Man kann es als ganz einfacher, schon l&auml;nger hier wohnender, friedlicher und unbescholtener B&uuml;rger und Steuerzahler drehen und wenden, wie man m&ouml;chte:<\/p><p>Noch nie wurde ganz bewusst und provokant der Souver&auml;n, also das &bdquo;gemeine Volk&ldquo; und die W&auml;hlerschaft in Deutschland, so gespalten und gegeneinander aufgehetzt, wie in der Zeit der Regierung Merkel. Mit dieser Ausdruckweise m&ouml;chte ich bewusst dem Eindruck entgehen, ich w&uuml;rde der Regierung Merkel unterstellen, sie w&uuml;rde diese Spaltung bef&uuml;rworten und forcieren.<\/p><p>Sicher, es herrschte unter der jeweiligen politisch orientierten, und politisch-gesellschaftlich zuordenbaren &Ouml;ffentlichkeit nie Friede, Freude, Eierkuchen.<\/p><p>Aber aus meiner Sicht als &uuml;ber 60-j&auml;hriger, habe ich den politisch-gesellschaftlichen Spalt noch nie so gro&szlig;, und heute in weiten Teilen als nahezu un&uuml;berwindbar und ausgrenzend wahrgenommen, wie heute.<\/p><p>Ich mag an dieser Stelle gar keine Beispiele dazu auff&uuml;hren, weil ich wei&szlig;, dass ich damit sofort von den lautesten Wortf&uuml;hrern bestimmter politischer Str&ouml;mungen in eine Ecke gedr&uuml;ckt werden w&uuml;rde, in der ich mich politisch nicht Zuhause f&uuml;hle.<\/p><p>Inzwischen ist es aber so weit, dass ich mich, dialogbereit, diskussionsfreudig und andere Meinungen tolerierend, still und widerstandslos in diese Ecke dr&uuml;cken lasse, um gegen meine feste &Uuml;berzeugung zu sagen: &bdquo;Dann ist es halt so! Wenn Ihr mich dort haben wollt, dann bittesch&ouml;n, dann bin ich &bdquo;so Einer&ldquo;! Und jetzt? Wollt Ihr mich, den Netto-Steuerzahler und Leistungserbringer, den nie strafrechtlich aufgefallenen deutschen Staatsb&uuml;rger, der bislang einzig sein von den jeweiligen Regierungen verbrieftes Recht wahrgenommen hat, seine Zustimmung oder seinen Unmut zu den politischen Entscheidungen, die mein ganzes Volk betreffen, mittels seiner Wahlstimme auszudr&uuml;cken, in den 68ern nicht auf die Stra&szlig;e ging, um mal richtig Dampf abzulassen, um Polizisten aufs Maul zu hauen, wollte Ihr mich jetzt in ein Umerziehungslager schicken oder gleich vergasen?<\/p><p>Oder, wozu ich heute des &Ouml;fteren aufgefordert werde, soll ich &bdquo;abhauen&ldquo;, weil ich laut denen, die mich dazu auffordern, kein Recht mehr habe, hier zu leben?<\/p><p>Es geht sogar noch schlimmer: Man sollte mich mit dem ggf. t&ouml;dlichen Virus namens Sars-Cov-2 infizieren, damit ich selbst f&uuml;hlen und miterleben k&ouml;nne, wie es ist, wenn man daran erkrankt und vielleicht sogar stirbt. Auf jeden Fall aber will man mir das Recht auf meine politische und gesellschaftliche Meinung wegnehmen. Und bestimmte pseudo-orientierte politische Gruppen, oft geschichtlich und politisch mit erschreckendem Unwissen gl&auml;nzend, wollen mir mein Auto zerkratzen, die Reifen zerstechen, und mir die Bude anz&uuml;nden.<\/p><p>Kurzum: Sie wollen, dass meine Seele durch ihre Drohkulisse so zerfressen wird, dass sie stirbt, und ich nur noch ein willenloses &bdquo;Ding&ldquo; bin. Das nat&uuml;rlich weiterhin Steuer bezahlt, und hilft, den Staat, so wie sie ihn sich vorstellen, aufrechtzuerhalten.<\/p><p>Man kann sich denken, dass Menschen in meinem Alter einen gro&szlig;en Bekannten- und Freundeskreis haben, der in den Jahrzehnten gewachsen ist.<\/p><p>In fr&uuml;heren Jahren musste niemand von uns je seine politische und gesellschaftliche &Uuml;berzeugung &uuml;berzeugend in diesen Kreisen preisgeben und offenbaren. Wahlrecht war und blieb geheim. Oftmals wussten wir Kinder nicht einmal, wen unsere Eltern w&auml;hlten.<\/p><p>Es gab keine zwischenmenschlichen Probleme damit, dies zu akzeptieren und zu tolerieren. Wobei Letzteres absurd bleibt, weil es einem &bdquo;Wahl-Recht&ldquo; das Recht abspricht.<\/p><p>Und diejenigen, die mit ihrer Akzeptanz dieses Rechts Probleme haben, bekennen damit deutlich, dass ihnen eine bestimmte, diktierende Regierungsform lieber w&auml;re, in der es kein freies Wahlrecht gibt.<\/p><p>Wie ich schon l&auml;nger auf Ihren Nachdenkseiten mitlese, gibt es tats&auml;chlich noch viele Mitmenschen &bdquo;da drau&szlig;en&ldquo;, die sich genauso wie ich &uuml;ber die Meinungsvielfalt, teils argumentativ sehr nachdenkenswert und tiefgr&uuml;ndig, freuen.<\/p><p>Meine Eltern haben mich so erzogen, m&ouml;chte ich behaupten. Nimm die Meinung und Sichtweise Deiner Mitmenschen an, denke dar&uuml;ber nach, und setze dich konstruktiv, friedlich und einend damit auseinander. Das war ihr Lebensmotto. (Sie w&uuml;rden sich heute in ihren Gr&auml;bern umdrehen.)<\/p><p>Vielleicht, so sinniere ich alter-wei&szlig;er Mann inzwischen dar&uuml;ber nach, war es aber schon immer so, dass im deutschen Volk ein tiefer Riss verlief, den wir alle nur nicht wahrgenommen haben, weil es uns so gut ging? Politisch, in unseren jeweiligen Bekannten- und Freundeskreisen durften wir zwar immer mitreden, und wenn einer, weit vom herrschenden Konsens entfernt, eine Meinung vertrat, dann wurde er schlimmstenfalls als &bdquo;eigen&ldquo; wahrgenommen. Oft hie&szlig; es dann einfach &bdquo;lass uns nicht &uuml;ber Politik reden, sonst gibt es nur Streit.&ldquo;<\/p><p>Niemand war dem Anderen deswegen gram, und nie kam es deswegen zu Trennungen und Freundschaftaufk&uuml;ndigungen.<\/p><p>Heute ist das anders. Ich staune immer noch dar&uuml;ber, wie durchweg positiv diese winzige, lebensbedrohende Virus es fertigbrachte, aus einer zumeist schweigenden, hinnehmenden Gesellschaft ein geradezu exponentiell wachsendes Volk an Politikern und Wissenden gemacht hat.<\/p><p>Seit ungef&auml;hr Anfang\/Mitte der 2020er Jahre passierte genau das: Freundschaften zerbrachen ob der politisch-gesellschaftlichen Stimmung. Es wurde ausgegrenzt, teils &uuml;bel diffamiert, aggressiv und aktiv versucht Leumunde und Ruf zu ruinieren, bis hin zu regelrechten &bdquo;Rachefeldz&uuml;gen&ldquo;, um Lebensexistenzen zu vernichten.<\/p><p>So etwas kannte ich zuvor nur aus B&uuml;chern und Schilderungen meiner Verwandten und Freunde in der ehemaligen DDR, oder anderen Staaten, die nach herrschender westlicher Meinung gesellschaftlich grunds&auml;tzlich allein der Freiheit wegen abgestraft wurden.<\/p><p>Bislang sah ich die Aufgabe einer deutschen Regierung, auch die eines deutschen Bundespr&auml;sidenten, immer auch darin, die Meinungsvielfalt in meinem Volk zu sch&uuml;tzen und hochzuhalten, Nicht zuletzt, weil sie die Treibkraft f&uuml;r viele Innovationen und Weiterentwicklungen war, auf die Deutschland stets stolz sein durfte. Genauso sah ich zum Beispiel die Entwicklung und politische Einbringung der GR&Uuml;NEN, die einige gesellschaftlich-politischen Argumente ins altbekannte Geleier brachten, und Ver&auml;nderungen im Umgang mit der Natur und der Gesellschaft zugange brachten, die &ldquo;so&rdquo; wahrscheinlich noch lange &ldquo;altbacken&rdquo; geblieben w&auml;ren.<\/p><p>Gleichzeitig war es die Aufgabe dieser politischen Institutionen, trotz und\/oder gerade wegen der vielen unterschiedlichen Meinungen das Volk zu einen, und &uuml;berzeugende Argumente f&uuml;r Alle vorzutragen, warum man &bdquo;zum Wohle des Volkes&ldquo; sich schlie&szlig;lich dann zu einem Schritt und einer Vorgehensweise entschloss.<\/p><p>Auch wenn mir das oft nicht passte, es leuchtete mir ein, und ich konnte mich damit abfinden. Bei der n&auml;chsten Wahl w&uuml;rde ich sehen k&ouml;nnen, wie die Mehrheit meines Volkes dazu stand, und n&ouml;tigenfalls, wenn keine Erfolge sichtbar geworden waren, w&uuml;rde eine andere Regierung, mit anderen Entscheidungen zum Zuge kommen.<\/p><p>Heute ist das nicht mehr so.<\/p><p>Ohne von den bekannten, breit aufgestellten und dominierenden Medien gro&szlig; aufgegriffen zu werden, hat sich fast die H&auml;lfte meines Volkes von seinem Recht verabschiedet, &bdquo;mitw&auml;hlen zu d&uuml;rfen&ldquo;, und mitbestimmen zu d&uuml;rfen, wohin die Reise Deutschlands geht.<\/p><p>&bdquo;Die machen doch sowieso, was sie wollen. Egal was ich w&auml;hle&ldquo;, ist ein g&auml;ngiger Spruch geworden, mit dem man heute sein Nicht-W&auml;hlen rechtfertigt. Ein Ausdruck von unglaublicher Resignation und Hoffnungslosigkeit, der nichts anderes ausdr&uuml;ckt wie &bdquo;wir, der Souver&auml;n, das Volk, haben nichts mehr mitzureden. &bdquo;&Uuml;ber uns und unsere Leben wird nur noch von oben herab bestimmt.&ldquo;<\/p><p>Ich h&auml;tte nie geglaubt, dass es in der Bundesrepublik Deutschland einmal so weit kommen w&uuml;rde, solange ich noch lebe. Und viele meiner deutschen Br&uuml;der und Schwestern im Osten sind gegen ihre Regierung sogar aufgestanden, damit sie jetzt, bei uns im Westen, von dieser Resignation und Hoffnungslosigkeit, und diesem Diktat befreit werden.<\/p><p>Schon 2015 griff die Regierung zu einem &bdquo;Druckmittel&ldquo;, das in der Form noch nie angewendet worden ist. Sie spaltete das deutsche Volk damit, dass sie die Gesellschaft zwang, &ouml;ffentlich wirksam zu bezeugen, ob sie &bdquo;daf&uuml;r oder dagegen&ldquo; war, f&uuml;r die einsamen Entscheidungen von oben herab.<\/p><p>Der &bdquo;Wertestempel&ldquo; von oben wurde gleich mitgeliefert.<\/p><p>Wer daf&uuml;r war, geh&ouml;rt zu &bdquo;den Guten&ldquo;, zu &bdquo;den Mitmenschlichen&ldquo;, den Barmherzigen, denen mit den &bdquo;offenen Willkommensherzen&ldquo;, und zu denen, die ohne Neid und Missgunst gerne und reichlich mit jedem, der daran berechtigt oder unberechtigt teilhaben will, teilen wollen und k&ouml;nnen.<\/p><p>Und die, die dagegen waren, waren von vorneherein &bdquo;die B&ouml;sen&ldquo;. Neider, Missg&uuml;nstige, &bdquo;Unmenschliche&ldquo;, Ablehner, &bdquo;Fremden-Feindliche&ldquo;, den Weltfrieden-Bedrohende&ldquo;, und vieles andere mehr, das ich mir hier erspare, weil jeder die Ecke kennt, aus der diese &bdquo;B&ouml;sen&ldquo; herauskommen.<\/p><p>Jetzt in der Pandemiezeit, die alle Welt fest im Griff hat, nicht, weil es das Virus so bestimmt, sondern, weil selbst in absolut virenfreien und bestens gesch&uuml;tzten R&auml;umen die Regierung und dominierende Meinung bestimmt, was getan oder nicht getan werden darf, und weil man sich ansonsten buchst&auml;blich komplett &bdquo;aus der Welt ausloggen&ldquo; m&uuml;sste, um dem Bombardement der Horrormeldungen, der Panik- und Angstmache entgehen zu k&ouml;nnen, jetzt ist die Spaltung des Volkes vollends gelungen.<\/p><p>Nun hat man, weit &uuml;ber die schon immer vorhandenen Ausgrenzungsbegriffe, egal ob zu Recht oder Unrecht, &bdquo;Nazis&ldquo; und &bdquo;Rechte&ldquo;, neue, klar ausgrenzende, verunglimpfende und einen menschlichen Verstand in Abrede stellende Begrifflichkeiten zum klassifizierenden Stempel erkl&auml;rt.<\/p><p>(Wobei ich meine, dass die Namensauswahl &bdquo;Querdenker&ldquo; der Initiatoren nicht unbedingt den &bdquo;Einpr&auml;gungswert&ldquo; hervorbrachte, den sie eigentlich beabsichtigte.)<\/p><p>Jetzt gibt es Stempel f&uuml;r Andersdenkende, die ich so in meinem Umfeld noch nie wahrgenommen habe. Aber sie geh&ouml;ren genauso jetzt dazu, wie ich.<\/p><p>&bdquo;Corona-Leugner&ldquo;, obwohl nicht ein Einziger von uns jemals in Betracht gezogen hat, dass es das Virus, und die dadurch hervorgerufene Krankheiten nicht geben w&uuml;rde.<\/p><p>&bdquo;Alu-Hut&ldquo;, obwohl es durchweg Menschen sind, die mit wachem Verstand, mit tiefgr&uuml;ndigem, kritischem und durchleuchtendem Blick durchs Leben gehen.<\/p><p>Menschen, die &uuml;berhaupt nicht &bdquo;quer&ldquo;, sondern ganz einfach und gradlinig, ja geradezu analytisch akkurat denken und bewerten.<\/p><p>&bdquo;Verantwortungslose&ldquo;, die an F&uuml;rsorglichkeit, Verantwortungs&uuml;bernahme und Sorgfalt gegen&uuml;ber ihren Mitmenschen, ihren Familien und Angeh&ouml;rigen m. E. weit &uuml;ber das ansonsten gesellschaftliche Mittelma&szlig; hinausragen.<\/p><p>&bdquo;Egoisten&ldquo;, die als Allerletzte zum letzten Apfel in der Tischrunde greifen w&uuml;rden, bevor sich nicht alle anderen aus der Obstschale bedienen konnten.<\/p><p>&bdquo;Verschw&ouml;rungstheoretiker&ldquo;, die mich schon viele Male, weit meiner Zeit und meinen F&auml;higkeiten voraus, auf Vorg&auml;nge aufmerksam machten, die ich nie f&uuml;r m&ouml;glich gehalten h&auml;tte &ndash; und die dann genauso eintrafen und entschieden worden sind.<\/p><p>Menschen, die sich angeblich mit &bdquo;Rechten und Nazis&ldquo; vereinen, oder von solchen vereinnahmen lassen, die tatkr&auml;ftig, engagiert und mit enormem pers&ouml;nlichem Zeitaufwand ihre Hilfsbereitschaft gegen&uuml;ber Mitmenschen unter Beweis stellen, v&ouml;llig unabh&auml;ngig von der Hautfarbe oder Nationalit&auml;t der Hilfsbed&uuml;rftigen.<\/p><p>Fast jeden Tag kommen neue, solche unglaublichen verletzende, ehrabschneidende Begrifflichkeiten dazu. Als w&auml;re eine regelrechte &bdquo;Hetzjagd&ldquo; auf alle ausgerufen worden, die auch nur leiseste Zweifel oder Bedenken an der Richtigkeit der verordneten Ma&szlig;nahmen &auml;u&szlig;ern.<\/p><p>Ich wundere mich dar&uuml;ber, dass jetzt kein Verfassungsschutz, keine politischen Verantwortlichen, und keine NGO dem Ganzen Einhalt gebietet, oder mindestens &bdquo;mahnt&ldquo;, damit aufzuh&ouml;ren, bevor es zu sp&auml;t ist, damit aufh&ouml;ren zu k&ouml;nnen.<\/p><p>Aber eigentlich wundere ich mich &uuml;berhaupt nicht mehr, wenn ich die Regierungserkl&auml;rungen verfolge, in denen die Kanzlerin sich an einem Tag unter dem Applaus der dominierenden Massenmedien &bdquo;bei Allen&ldquo; f&uuml;r ihr pers&ouml;nliches, alleiniges Versagen entschuldigt, um am anderen Tag publikumswirksam die Schuld den Ministerpr&auml;sidenten in die Schuhe zu schieben.<\/p><p>Ich wundere mich auch nicht mehr dar&uuml;ber, dass ein Spiel zugange ist, das lautet: Nach einem Lockdown, ist vor dem n&auml;chsten, noch viel h&auml;rteren Lockdown.<\/p><p>Erst lockern die verantwortlichen Politiker aus Sorge, dass ihre W&auml;hler die Entscheidungen nicht mehr mittragen w&uuml;rden, ihre Repressalien, um dann aus F&uuml;rsorge die Testerei so auszuweiten, dass anhand der zu erwartenden Ergebnisse gleich richtig alles dicht gemacht werden muss.<\/p><p>Innerdeutsche Reisen werden verboten oder mindestens dazu abgeraten, um zeitgleich frohlockend die Reisewarnung in fremde L&auml;nder, wie nach Mallorca, aufzuheben.<\/p><p>In Autos sollen zuk&uuml;nftig je nach Verwandtschafts- bzw. Zugeh&ouml;rigkeit des Haushaltes Masken getragen werden, wenngleich die Ordnungsbeh&ouml;rden bislang selbst den schon lange bestehenden Verboten, was man in einem Auto tun und lassen darf, nicht nachgekommen sind.<\/p><p>Jeden Tag wird eine neue Sau durchs Dorf Deutschland getrieben, und Ende M&auml;rz 2021 stehen wir genau dort, wo wir im M&auml;rz 2020 auch schon waren.<\/p><p>Ich begreife allm&auml;hlich, dass die Begrifflichkeiten, die &bdquo;Stempel&ldquo;, die man von oben herab, ganz b&uuml;rokratisch (k&ouml;nnte man so sagen) herausgegeben hat, ganz typisch b&uuml;rokratisch vertauscht worden sind.<\/p><p>In Wahrheit kann man n&auml;mlich meinen, dass man &bdquo;so quer&ldquo;, wie die deutsche Politik denkt und sich gibt, gar nicht denken und sich geben kann.<\/p><p>Tats&auml;chlich marschiert &ndash; laut Medien &ndash; die Masse in die falsche, verkehrte Richtung.<\/p><p>Hoffentlich ist es noch nicht zu sp&auml;t, um umzukehren, und die richtigen Ziele wieder gemeinsam ansteuern zu k&ouml;nnen!<\/p><p>Herzliche Gr&uuml;&szlig;e<br>\nD.F.<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><p><strong>Anmerkung zur Korrespondenz mit den NachDenkSeiten<\/strong><\/p><p>Die NachDenkSeiten freuen sich &uuml;ber Ihre Zuschriften, am besten in einer angemessenen L&auml;nge und mit einem eindeutigen Betreff.<\/p><p>Es gibt die folgenden Emailadressen:<\/p><ul>\n<li><a href=\"mailto:leserbriefe@nachdenkseiten.de\">leserbriefe(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r Kommentare zum Inhalt von Beitr&auml;gen.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:hinweise@nachdenkseiten.de\">hinweise(at)nachdenkseiten.de<\/a> wenn Sie Links zu Beitr&auml;gen in anderen Medien haben.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:videohinweise@nachdenkseiten.de\">videohinweise(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r die Verlinkung von interessanten Videos.<\/li>\n<li><a href=\"mailto:redaktion@nachdenkseiten.de\">redaktion(at)nachdenkseiten.de<\/a> f&uuml;r Organisatorisches und Fragen an die Redaktion.<\/li>\n<\/ul><p>Weitere Details zu diesem Thema finden Sie in unserer &bdquo;<a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?page_id=47939\">Gebrauchsanleitung<\/a>&ldquo;.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Jens Berger hat <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=70951\">in diesem Beitrag<\/a> an den Jahrestag der Lockdown-Politik und <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=69649\">an den Appell f&uuml;r eine &Ouml;ffnung<\/a> erinnert. Zugleich ist die Leserschaft der NachDenkSeiten gebeten worden, &uuml;ber ihre Erfahrungen zu berichten. Danke f&uuml;r die vielen E-Mails mit sehr verschiedenen Erlebnissen, es d&uuml;rfte genug Lekt&uuml;re f&uuml;r die Osterfeiertage sein. 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