{"id":71371,"date":"2021-04-07T08:22:31","date_gmt":"2021-04-07T06:22:31","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=71371"},"modified":"2021-04-07T08:23:29","modified_gmt":"2021-04-07T06:23:29","slug":"hinweise-des-tages-3834","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=71371","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WM\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=71371#h01\">&ldquo;Ich w&uuml;rde Andi Scheuer nicht mal zum Kaffeekochen einstellen&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=71371#h02\">Die Stagnation<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=71371#h03\">Erfolg f&uuml;r Friedensbewegte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=71371#h04\">Korruption, Ausbeutung und Arbeitsunrecht &ndash; die Profiteure der Corona-Krise<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=71371#h05\">Steuerparadiese und Kapitalflucht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=71371#h06\">Yellen wirbt f&uuml;r globale Mindeststeuer auf Unternehmensgewinne<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=71371#h07\">Kohle nur noch f&uuml;r die Pflege<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=71371#h08\">Arbeitnehmerrechte sind keine Jobkiller<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=71371#h09\">Erntehelfer:innen ohne Krankenversicherung?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=71371#h10\">Spahns Pflegepl&auml;ne bescheren Deutschland eine 90-Milliarden-Euro-L&uuml;cke<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=71371#h11\">Wiener Verwaltungsgericht stellt sich gegen das Corona-Regime &ndash; und keinen interessiert es<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=71371#h12\">Maas will mit der US-Regierung eine Zensurallianz f&uuml;r soziale Medien schmieden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=71371#h13\">&raquo;Das ist eine Art Zwei-Klassen-Justiz&laquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=71371#h14\">Leise Hoffnung auf Deeskalation zwischen USA und Iran<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=71371#h15\">Mitte-Links-Opposition in Chile b&uuml;ndelt Kr&auml;fte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=71371#h16\">Menschenrechtslage stark verschlechtert<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=71371#h17\">Stuttgart und der &ldquo;Angriff auf die Pressefreiheit&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=71371#h18\">Deutschland &ndash; verraten und verkauft<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>&ldquo;Ich w&uuml;rde Andi Scheuer nicht mal zum Kaffeekochen einstellen&rdquo;<\/strong><br>\nDer Linken-Politiker Fabio de Masi ist &uuml;ber Parteigrenzen hinweg als Finanzexperte und Korruptionsaufkl&auml;rer angesehen. Bald verl&auml;sst er den Bundestag. Mit einigen Kollegen geht er hart ins Gericht.<br>\n(&hellip;) Es soll nicht generell verboten werden, sich in einem Bereich zu engagieren, wo man sich auskennt. Wir brauchen aber klare Regeln, um Interessenkonflikte zu vermeiden. Dazu z&auml;hlen auch hinreichende Abk&uuml;hlphasen f&uuml;r ehemalige Politiker, die in der Privatwirtschaft t&auml;tig werden.<br>\nWelche Ma&szlig;st&auml;be sind es denn, die Sie an sich und andere anlegen?<br>\nIch besitze etwa keine Aktien. Nicht weil ich gegen Aktienbesitz bin. Aber Abgeordnete wie ich erhalten Insider-Informationen. Und f&uuml;r Abgeordnete und Mitarbeiter von Ministerien gibt es keine hinreichenden Regeln, Insider-Handel zu unterbinden.<br>\nAlso m&uuml;ssten Abgeordnete aus Ihrer Sicht auch Aktienbesitz offenlegen?<br>\nJa, Abgeordnete m&uuml;ssen derzeit nur gr&ouml;&szlig;ere Unternehmensbeteiligungen anzeigen. Sie d&uuml;rfen sogar Spenden von Dritten annehmen. Der Bundestag wird unter anderem deswegen immer wieder vom Europarat ger&uuml;gt.<br>\nWie verbreitet sind denn solche Investments im Bundestag?<br>\nWir sehen ja, was zu den Maskendeals herausgekommen ist. Ich vermute deswegen, dass es ein paar Leute im Parlament gibt, die versuchen mit Aktien politische Entscheidungen zu vergolden&hellip;<br>\nDie Di&auml;t als Abgeordneter darf aber nicht das Taschengeld obendrauf sein. Nebeneink&uuml;nfte sollten auf Heller und Cent offengelegt werden. Derzeit sind Abgeordnete eine Black Box!&hellip;<br>\nW&auml;re Ihre Idealvorstellung also der gl&auml;serne Abgeordnete?<br>\nAuch Abgeordnete haben nat&uuml;rlich Anspruch auf Privatsph&auml;re. Das Ziel ist Transparenz hinsichtlich der Finanzen. Das h&auml;ngt mit der besonderen Vertrauensstellung f&uuml;r Abgeordnete zusammen&hellip;<br>\n(&hellip;) Im Untersuchungsausschuss zu Wirecard haben sie es mit milliardenschwerem Bilanzbetrug zu tun. Welche Rolle spielten die Kontakte in die Politik?<br>\nWirecard war eine Illusionsfabrik. Gewinne und Ums&auml;tze wurden erfunden&hellip; Etliche fr&uuml;here Politiker wie Herr Guttenberg, Herr von Beust und Herr Carstensen haben f&uuml;r Wirecard Klinken geputzt &ndash; etwa bei der Liberalisierung des in Deutschland au&szlig;erhalb von Schleswig-Holstein illegalen Online-Gl&uuml;cksspiels. In diesem Hochrisikobereich f&uuml;r Geldw&auml;sche und Organisierte Kriminalit&auml;t hat Wirecard Zahlungen abgewickelt.<br>\nDer Wirtschaftsrat der CDU wurde von Wirecard gesponsert. Und in &Ouml;sterreich soll Ex-Chef Markus Braun die &Ouml;VP finanziert und der fl&uuml;chtige Manager Jan Marsalek enge Kontakte zur FP&Ouml; gehabt haben.<br>\nWir erhalten sehr viele Zuschriften von Lesern, die sehr entt&auml;uscht sind von den Vorg&auml;ngen, die derzeit &ouml;ffentlich werden. Ist man sich im Bundestag bewusst, wie viel Vertrauen verloren geht?<br>\nIch glaube, es gibt viele Abgeordnete, die das Problem sehen. Es gibt aber auch einige, die glauben, Politik sei ein Investment in den pers&ouml;nlichen Aufstieg. Denn wir sind ja t&auml;glich umgeben von Leuten, die noch viel mehr als wir verdienen.<br>\nWie meinen Sie das?<br>\nIn der Politik ist es wie im Fu&szlig;ball. Wer Erfolg hat ist schnell auch von dubiosen Gestalten umgeben&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.t-online.de\/nachrichten\/id_89770658\/korruption-und-lobbyismus-diaet-darf-nicht-das-taschengeld-sein-interview.html\">t-online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Die Stagnation<\/strong><br>\nDeutschland ist ein ungleiches Land &ndash; das bezweifelt heute niemand mehr. Dass DIE LINKE daran etwas &auml;ndern k&ouml;nnte, wird ihr allerdings kaum zugetraut. &Uuml;ber eine Partei auf Identit&auml;tssuche.<br>\nOb die Probleme der LINKEN sich durch die j&uuml;ngst gew&auml;hlte F&uuml;hrung aus Susanne Hennig-Wellsow und Janine Wissler l&ouml;sen lassen, ist noch offen. Sie &uuml;bernehmen die Partei in schwieriger Lage und haben in jedem Fall eine Chance verdient. Weder die mangelnde Kompetenz ihrer bisherigen F&uuml;hrung noch der Niedergang der industriellen Arbeiterklasse k&ouml;nnen die Probleme der LINKEN zu gen&uuml;ge erkl&auml;ren. Vielmehr kristallisiert sich die Ersch&ouml;pfung des politisch-geschichtlichen Moments heraus, der die Partei ihre Entstehung verdankt.<br>\nDIE LINKE ist als erste gesamtdeutsche Partei links von Sozialdemokratie und B&uuml;ndnisgr&uuml;nen eine Sp&auml;tfolge der Umbr&uuml;che von 1989. In den neuen Bundesl&auml;ndern entstand und hielt sich die PDS unter anderem auch, weil die SPD sich entschied, keine vormaligen SED-Mitglieder aufzunehmen. Sie stand gegen den Radikalumbau und -abbau von Strukturen des Staatssozialismus, die Privatisierungspolitik der Treuhandanstalt und die Missachtung vieler ostdeutscher Biographien. Mit dem Ende des Staatssozialismus fielen gleichzeitig die letzten H&uuml;rden gegen die Verwandlung der SPD in eine Partei des &raquo;Dritten Weges&laquo;, die ihren H&ouml;hepunkt 2003 mit Gerhard Schr&ouml;ders &raquo;Agenda 2010&laquo; erreichte. Die Gr&uuml;ndung der LINKEN entstand daraufhin als Reaktion. Sie hatte dabei auch die in den 2000er Jahren aufgebl&uuml;hten globalisierungskritischen Bewegungen, die Montagsdemonstrationen gegen Hartz IV und weitere anti-neoliberale Proteste, etwa gegen Studiengeb&uuml;hren, im R&uuml;cken.<br>\nDie heutige Konstellation wird aber schon eine ganze Weile nicht mehr vom weltpolitischen Einschnitt, der sich nach 1989 vollzogen hat, gepr&auml;gt, sondern von den Umbr&uuml;chen ab dem Jahr 2008. Seitdem in Folge der globalen Finanzkrise der neoliberale politische Block in Deutschland auseinanderbrach, taugt der Kampf gegen Sozialabbau, Privatisierungen und R&uuml;ckbau an Arbeitnehmerrechten nicht mehr als einigende Klammer f&uuml;r ansonsten durchaus heterogene politische Gruppierungen, die zusammen die Mitgliederschaft der LINKEN stellen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/jacobin.de\/artikel\/die-linke-linkspartei-doppelspitze-wissler-hennig-wellsow-bewegungslinke-strategie-identitaetspolitik-klassenpolitik-aufbruch\/\">Alban Werner auf Jacobin.de<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Erfolg f&uuml;r Friedensbewegte<\/strong><br>\nBundesweite Osterm&auml;rsche bringen Zehntausende gegen Krieg und Aufr&uuml;stung auf die Stra&szlig;e. Organisatoren ziehen positive Bilanz<br>\nMit einem vehementen Aufruf f&uuml;r Abr&uuml;stung und Frieden sind die diesj&auml;hrigen Osterm&auml;rsche zu Ende gegangen. Die traditionellen Proteste der Friedensbewegung standen zum zweiten Mal in Folge unter dem Eindruck der Coronapandemie. Trotz der Beschr&auml;nkungen des Versammlungsrechtes, zu dem es mancherorts aufgrund steigender Infektionszahlen mit dem gef&auml;hrlichen Virus gekommen war, zog das &raquo;Netzwerk Friedenskooperative&laquo; in einer am Montag ver&ouml;ffentlichten ersten Stellungnahme &raquo;eine positive Bilanz&laquo; der Osterm&auml;rsche. In mehr als 100 St&auml;dten h&auml;tten &uuml;ber Ostern Aktionen f&uuml;r Frieden, Abr&uuml;stung und Gerechtigkeit stattgefunden. Inhaltlich dominiert worden seien die Proteste in diesem Jahr von Forderungen nach der Senkung der R&uuml;stungsausgaben, dem Beitritt zum UN-Atomwaffenverbot, dem Stopp von R&uuml;stungsexporten sowie einer Umverteilung staatlicher Mittel in zivile Bereiche, f&uuml;r bessere medizinische Versorgung, Bildung und soziale Gerechtigkeit.<br>\n(&hellip;) Auch die vielen regionalen und lokalen Veranstalter der Osterm&auml;rsche berichten von &uuml;berraschend hohen Teilnehmerzahlen&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/399910.osterm%C3%A4rsche-in-der-pandemie-erfolg-f%C3%BCr-friedensbewegte.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Korruption, Ausbeutung und Arbeitsunrecht &ndash; die Profiteure der Corona-Krise<\/strong><br>\nDer Publizist und Sozialphilosoph Dr. Werner R&uuml;gemer berichtet im RT DE-Interview &uuml;ber die Hintergr&uuml;nde der Profitmaximierung in Corona-Zeiten. Was sind die Vorausetzungen daf&uuml;r und wie werden Profiteure aktuell beg&uuml;nstigt?<br>\n(&hellip;) Die &ldquo;Maskendeals&rdquo; sind nur das medieng&auml;ngige Gekr&auml;usel an der Oberfl&auml;che. Aber nach den geltenden Gesetzen sind solche Gesch&auml;fte und solche Formen der Selbstbereicherung zul&auml;ssig: Deutsche Abgeordnete d&uuml;rfen ganz legal gleichzeitig Unternehmer, Unternehmenslobbyisten, hochverdienende Wirtschaftsanw&auml;lte und auch gleichzeitig Mitglieder mehrerer Unternehmens-Aufsichtsr&auml;te sein, d&uuml;rfen Briefkastenfirmen in Finanzoasen gr&uuml;nden, d&uuml;rfen &ldquo;Nebeneink&uuml;nfte&rdquo; haben, die ein Mehrfaches der hohen Abgeordneten-Di&auml;ten betragen. Daf&uuml;r haben im Bundestag vor allem die Parteien CDU, CSU und FDP gesorgt: Sie werden seit Gr&uuml;ndung der Bundesrepublik Deutschland ganz legal von gro&szlig;en privaten Unternehmen wie BMW und Siemens und der Deutschen Bank dauerfinanziert. Insbesondere CDU, CSU und FDP sind legalisierte Unternehmer-Parteien.<br>\nDeshalb: Die paar Milli&ouml;nchen, die das schmutzige halbe Dutzend CDU- und CSU-Abgeordneter jetzt bei den Maskendeals verdient haben, sind nur Peanuts im Vergleich zu den Dauer-Gewinnern der von der Unternehmerlobby bestimmten Politik &ndash; CDU, CSU und FDP sind ihr wichtigster parlamentarischer Arm. Aber auch SPD und Gr&uuml;ne, wenn sie in der Regierung sind, trugen und tragen das mit.<br>\nKommen wir zum Gesundheitsbereich: Diese Parteien haben ihn seit den 1990er Jahren privaten Investoren ausgeliefert. Die Investoren haben &ouml;ffentliche Krankenh&auml;user aufgekauft und daraus private Ketten gebildet: Rh&ouml;n-Kliniken, Fresenius, Asklepios sind die gr&ouml;&szlig;ten. Zehntausende Arbeitspl&auml;tze von Pflegern wurden abgebaut, die verbliebenen Pfleger werden schlecht bezahlt, teilweise sind es Leiharbeiter.<br>\nGleichzeitig wird die teure Apparatemedizin gef&ouml;rdert, die von Privatunternehmen geliefert wird. M&ouml;glichst viele Dienste wie Reinigung, Essensversorgung, innerh&auml;usige Transporte, W&auml;sche, Dokumentation, Reparaturen, Sicherheit sind an Subunternehmer mit Niedrigl&ouml;hnen ausgelagert. Auch Altenheime, Pflege- und Labordienste wurden in private Ketten integriert. So hat etwa der &ldquo;Heuschrecken&rdquo;-Investor Waterland im letzten Jahrzehnt 120 Reha-Kliniken zusammengekauft, mithilfe von McKinsey die Median-Kette gebildet und wirbt Billigpfleger aus Osteuropa an.<br>\nInsgesamt werden die privaten Gewinne gnadenlos abgesch&ouml;pft. In diesem unhygienischen Normalbetrieb sterben j&auml;hrlich mindestens 20.000 Patienten durch Infektionen, die erst im Krankenhaus verursacht werden &ndash; aber das hat die Corona-Gesundheitsapostel wie Merkel, Spahn, S&ouml;der, Laschet und Chef-Virologen wie Drosten nie gest&ouml;rt.<br>\n(&hellip;) Ungleich mehr als die Maskendealer verdienen die von der Bundesregierung beauftragten privaten Beratungskonzerne. F&uuml;r sie haben Merkel &amp; Co im Pandemie-Jahr die Ausgaben verdoppelt, auf 433 Millionen Euro. Ein Profiteur war etwa die bekannte Wirtschaftspr&uuml;fungsfirma Ernst &amp; Young (EY)&hellip;<br>\n(&hellip;) Die EU-Oberen wie die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Pr&auml;sidentin der Europ&auml;ischen Kommission Ursula von der Leyen spielen sich gegen&uuml;ber Russland und China als Menschenrechtler auf, aber f&ouml;rdern selbst millionenfache, ausbeuterische Verletzungen von Menschenrechten &ndash; schon vor und verst&auml;rkt mit Corona.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/de.rt.com\/gesellschaft\/115434-korruption-ausbeutung-und-arbeitsunrecht-profiteure\/\">RT<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Steuerparadiese und Kapitalflucht<\/strong><br>\n&ldquo;Ich glaube, dass Banken gef&auml;hrlicher sind als Armeen&rdquo; (ehemaliger US-Pr&auml;sident Thomas Jefferson)<br>\nDie Macht und der Reichtum der gr&ouml;&szlig;ten Banken und Finanzinstitute ist eines der am wenigsten beachteten Themen in der Gesellschaft. Sie sind Teil eines ausbeuterischen Finanzsystems, dessen Folgen genauso schlimm sind wie Kriege und das zu Tod, Hunger, Armut, Unterern&auml;hrung und Krankheit in gro&szlig;em Ausma&szlig; beitr&auml;gt. Obwohl wir seit der Krise von 2007 ein gr&ouml;&szlig;eres Verst&auml;ndnis f&uuml;r die Probleme haben, die unethische Finanziers verursachen k&ouml;nnen, wird immer noch wenig dar&uuml;ber gesprochen, wie Banken riesige Mengen an Reichtum aus armen L&auml;ndern herausziehen.<br>\n(&hellip;)  Der Diebstahl des Reichtums einer Nation ist eine &auml;u&szlig;erst bedeutende Quelle f&uuml;r Armut. Anf&uuml;hrer aus armen L&auml;ndern transferieren Geld auf Bankkonten anderswo. Dies ist als Kapitalflucht bekannt. In diesem Zusammenhang ist Kapital nur ein anderes Wort f&uuml;r Geld. Als 1979 Inspektoren untersuchten, was aus dem Geld geworden war, das Nicaragua geliehen worden war, stellten sie fest, dass drei Viertel davon schnell gestohlen und vom herrschenden Diktator im Ausland deponiert worden waren. Es wird angenommen, dass ein &auml;hnlicher Anteil aller Kredite an S&uuml;damerika gestohlen wird.<br>\n(&hellip;) In einer leicht ironischen Wendung sagte eine der Personen, die gro&szlig;e Mengen an Geld aus ihrem Land gestohlen haben, Imelda Marcos, die Frau des ehemaligen Pr&auml;sidenten der Philippinen, einmal &uuml;ber Schweizer Banken: &ldquo;Es war sehr einfach, dort Geld anzulegen. Aber es war unm&ouml;glich, es herauszunehmen.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/medium.com\/elephantsintheroom\/31-tax-havens-and-capital-flight-f2becf059504%20\">ElephantsInTheRoom <\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Marco Wenzel:<\/strong> Originaltitel: Tax havens and Capital Flight, eigene &Uuml;bersetzung<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Yellen wirbt f&uuml;r globale Mindeststeuer auf Unternehmensgewinne<\/strong><br>\nUm einen internationalen Unterbietungswettbewerb zu verhindern, will die fr&uuml;here Fed-Chefin eine globale Mindeststeuer auf Unternehmensgewinne erheben. Zudem m&ouml;chte sie verst&auml;rkt &auml;rmere L&auml;nder unterst&uuml;tzen.<br>\nDie Finanzministerin der Vereinigten Staaten, Janet Yellen, wirbt unter ihren Amtskollegen der G-20-L&auml;nder f&uuml;r eine globale Mindeststeuer auf Unternehmensgewinne. Multinationale Konzerne nutzen die M&ouml;glichkeiten, einen Teil ihrer Gewinne in L&auml;nder mit niedrigen Unternehmenssteuern zu verlagern. Dem will die Ministerin ein Ende setzen: &bdquo;Wir arbeiten mit den G-20-L&auml;ndern an der Zustimmung f&uuml;r eine globale Mindeststeuer f&uuml;r Unternehmen, die den 30 Jahre w&auml;hrenden Unterbietungswettbewerb beendet&ldquo;, sagte Yellen auf einer virtuellen Veranstaltung des Chicago Council on Global Affairs. Sie strebt fr&uuml;heren Meldungen zufolge eine Mindeststeuer von 21 Prozent an.<br>\nDer Vorsto&szlig; f&uuml;gt sich in ein gr&ouml;&szlig;eres Bild: Die amerikanische Regierung plant, die Steuer auf Unternehmensgewinne von 21 Prozent auf 28 Prozent zu erh&ouml;hen, um Ausgaben f&uuml;r das j&uuml;ngst verk&uuml;ndete Infrastrukturprogramm im Umfang von rund zwei Billionen Dollar zumindest zum Teil decken zu k&ouml;nnen. Sie f&uuml;rchtet, dass Konzerne ihre Bem&uuml;hungen verst&auml;rken, Gewinne in Steueroasen und Niedrigsteuer-L&auml;nder zu verlagern. Unter Pr&auml;sident Joe Bidens Vorg&auml;nger Donald Trump war der Unternehmenssteuersatz von 35 Prozent auf 21 Prozent gesenkt worden. In den G-20-L&auml;ndern herrscht im Schnitt ein Steuersatz von 27 Prozent, wie die amerikanische Tax Foundation ermittelt hat.<br>\nSteuers&auml;tze geben aber nur die halbe Wahrheit wieder. Nach Berechnungen des amerikanischen Finanzministeriums haben die Vereinigten Staaten vor Trumps Reform Unternehmenssteuereinnahmen in H&ouml;he von zwei Prozent der amerikanischen Wirtschaftsleistung (BIP) erzielt, danach nur noch ein Prozent. OECD-L&auml;nder, zu denen die meisten G-20-L&auml;nder geh&ouml;ren, erzielten dagegen rund drei Prozent des Bruttoinlandsproduktes (BIP) aus der Besteuerung von Unternehmensgewinnen. Die Steuersenkung in Amerika hat Konzerne nach einer Analyse des Finanzministeriums nicht davon abgehalten, ihre Gewinne zu verlagern.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wirtschaft\/usa-janet-yellen-wirbt-fuer-globale-mindeststeuer-auf-unternehmensgewinne-17279118.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Es w&auml;re wirklich erfreulich, wenn sich gerade die seit 1980 durchneoliberalisierten USA zu einer Kehrtwende entschl&ouml;ssen &ndash; und noch andere L&auml;nder zum selben Schritt animieren k&ouml;nnten. Etwas widerspr&uuml;chlich ist die Rolle ihres Chefs, der seine sch&uuml;tzende Hand &uuml;ber die Steuervermeidungsindustrie in Delaware h&auml;lt; Yellens Vorstellungen dagegen klingen durch und durch sozialdemokratisch. Wahrscheinlich werden sich in diesem Fall die EU-L&auml;nder als gro&szlig;e Bremser erweisen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Kohle nur noch f&uuml;r die Pflege<\/strong><br>\nAm Weltgesundheitstag kooperieren Klimaaktivsten und Pflegekr&auml;fte. Eine die unterschiedlichen Gruppen verbindende Losung lautet: Der Markt wird es nicht richten<br>\n&ldquo;Der Markt wird es nicht richten &ndash; Gesundheit ist keine Ware&rdquo;, lautet das Motto beim Berliner Aktionstag f&uuml;r eine bessere Gesundheit am 7. April. Wie in vielen St&auml;dten nutzen auch in Berlin Besch&auml;ftigte aus dem Medizin- und Pflegebereich gemeinsam mit Unterst&uuml;tzern den Weltgesundheitstag, um f&uuml;r ihre Forderungen nach besseren Arbeitsbedingungen und mehr finanziellen Mitteln im Care-Bereich, wie der Gesundheits- und Pflegesektor genannt wird, an die &Ouml;ffentlichkeit zu tragen.<br>\nDurch die Corona-Pandemie ist das Thema Gesundheit st&auml;rker in das Blickfeld der Gesellschaft ger&uuml;ckt. Das wollen B&uuml;ndnisse in verschiedenen St&auml;dten nutzen, um Druck f&uuml;r konkrete Verbesserungen zu machen. Eine zentrale Forderung ist die tarifliche Bezahlung f&uuml;r alle Besch&auml;ftigten im Gesundheitswesen und ein am Bedarf orientierter Personalschl&uuml;ssel in den Krankenh&auml;usern. Dar&uuml;ber hinaus fordert das B&uuml;ndnis eine Abkehr von der Profitlogik im Gesundheitssystem.<br>\nAuch die Vergesellschaftung des Gesundheitssystems geh&ouml;rt zu den Forderungen&hellip;<br>\nGesundheit steht weder im Pflegebereich noch in der Klimapolitik im Mittelpunkt<br>\n&ldquo;Obwohl seit einem Jahr der Corona-Pandemie viel &uuml;ber Krankheit und Gesundheit die Rede ist, steht Gesundheit l&auml;ngst nicht im Fokus, wenn es um die Ausstattung der Krankenh&auml;user geht&rdquo;, moniert eine Berliner Pflegekraft gegen&uuml;ber Telepolis. Sie ist aktiv im Berliner B&uuml;ndnis &ldquo;Gesundheit statt Profite&rdquo;. Dort vertreten sind die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi, zahlreiche weitere Organisationen von Besch&auml;ftigten im Care-Bereich, der Berliner Landesverband der Linken, aber auch au&szlig;erparlamentarische Gruppen wie die Interventionistische Linke.<br>\n&ldquo;Gesundheit steht nat&uuml;rlich auch nicht im Fokus beim Klimaschutz, wenn etwa Autos mit krankmachendem Co2-Gehalt nicht von der Stra&szlig;e verschwinden&rdquo;, kritisieren Aktivistinnen und Aktivisten der Klima- und Umweltbewegung, die den Aktionstag am 7. April unter dem Motto &ldquo;Kohle nur noch f&uuml;r die Pflege&rdquo; unterst&uuml;tzen. &ldquo;Soziale Ungerechtigkeit und die Klimakrise versch&auml;rfen sich gegenseitig&rdquo;, begr&uuml;ndet Jan von der Berliner Gruppe Fridays for Klimajustice, die Kooperation zwischen Umweltaktivisten und Besch&auml;ftigten im Gesundheits- und Pflegebereich&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Kohle-nur-noch-fuer-die-Pflege-6006878.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Arbeitnehmerrechte sind keine Jobkiller<\/strong><br>\nDie vom kapitalnahen Mainstream der &Ouml;konomie gern verbreitete These, dass eine Deregulierung des Arbeitsmarktes gegen Arbeitslosigkeit helfe, l&auml;sst sich mit wissenschaftlichen Erkenntnissen nicht belegen, zeigt Philipp Heimberger in diesem Gastkommentar.<br>\n(&hellip;) Entlassungsh&uuml;rden erh&ouml;hen Arbeitslosigkeit nicht<br>\nIn einer Studie, die ich im November ver&ouml;ffentlicht habe, zeige ich, dass die Fokussierung auf Besch&auml;ftigungsschutz als Ursache f&uuml;r gestiegene Arbeitslosenquoten durch die praktische Erfahrung nicht gedeckt ist. Die wissenschaftliche Literatur liefert mehr als 850 Untersuchungsergebnisse zur Wirkung von Schutzbestimmungen auf Arbeitslosenquoten. Nur wenige Studien legen den Schluss nahe, dass strikterer Besch&auml;ftigungsschutz zu h&ouml;herer Arbeitslosigkeit f&uuml;hrt.<br>\nDer Gro&szlig;teil der Sch&auml;tzungen best&auml;tigt das jedoch nicht: Die pr&auml;zisesten empirischen Ergebnisse liegen nahe bei null, und auch der gesch&auml;tzte Durchschnittseffekt von strikterem Besch&auml;ftigungsschutz auf die Arbeitslosigkeit &uuml;ber alle Studien hinweg ist null.<br>\nWenn wirtschaftspolitische Initiativen in der Zeit nach Corona darauf abzielen sollten, durch eine Lockerung des Besch&auml;ftigungsschutzes die Arbeitslosigkeit zu bek&auml;mpfen, ist deshalb eine kritische Haltung angezeigt. Ein Abbau von Schutzvorschriften bei Arbeitsvertr&auml;gen mag zu sinkenden Kosten f&uuml;r Unternehmen f&uuml;hren und in eine politische Agenda der zunehmenden Prekarisierung von arbeitenden Menschen passen. Er ist jedoch kein Mittel zur Senkung von Arbeitslosigkeit.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/norberthaering.de\/gastbeitrag\/arbeitnehmerrechte-hemberger\/\">Norbert H&auml;ring<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Erntehelfer:innen ohne Krankenversicherung?<\/strong><br>\nVon Jessica Reisner &ndash;<br>\nLandwirtschaftsministerium bejubelt Ausweitung der Besch&auml;ftigung ohne Sozialversicherung &ndash; Agentur f&uuml;r Arbeit beschafft billige Arbeitskr&auml;fte aus Georgien<br>\nGibt es in Deutschland eigentlich eine erfolgreichere Lobbyistin als Julia Kl&ouml;ckner? Als Sprechpuppe des Deutschen Bauernverbandes leistet sie f&uuml;r ihr Klientel enormes und pfeift dabei auf Klimaschutz, Tierwohl und Menschenrechte&hellip;<br>\n(&hellip;) Eben diese Versorgungssicherheit sei aber gef&auml;hrdet, weil man pandemiebedingt nicht gen&uuml;gend Erntehelfer f&auml;nde, klagen Bauern. Dabei ist der Befund laut Tagesschau ein anderer: Polen arbeiten jetzt eher als Vorarbeiter und unter Rum&auml;nen und Bulgaren haben sich die lausigen Bedingungen f&uuml;r Saisonarbeiter in Deutschland wohl herumgesprochen. Es ist gar nicht mehr so leicht, Wanderarbeiter:innen zu finden, die die schwere k&ouml;rperliche Arbeit f&uuml;r 9,50 Euro auf sich nehmen wollen.<br>\nDoch statt Abhilfe zu schaffen und h&ouml;here L&ouml;hne zu zahlen, werden jetzt Georgier &bdquo;ausprobiert&ldquo;&hellip; Und das Beste: Landwirte brauchen, um Georgier:innen f&uuml;r sich arbeiten  zu lassen nicht einmal selbst aktiv werden. Die Bundesagentur f&uuml;r Arbeit wirbt stattdessen f&uuml;r sie 5.000 Menschen aus Georgien an und k&uuml;mmert sich laut Tagesschau nicht nur um deren Arbeitsvertr&auml;ge, sondern auch ihre Anreise.<br>\n(&hellip;) Insbesondere, da die Dauer von 102 Tage sich nicht auf die Dauer des Aufenthaltes bezieht, sondern reine Arbeitstage meint. Selbst bei einer 6-Tage-Woche kommt man so auf eine verischerungsfreie Zeit von rund 17 Wochen, also gute vier Monate&hellip;<br>\n(&hellip;) Die Einreise aus Hochindzidenz- oder Risikogebieten ist keineswegs verboten. F&uuml;r diesen Fall ist eine Arbeitsquarant&auml;ne vorgesehen:<br>\n&bdquo;Das Verlassen der Unterbringung ist nur zur Aus&uuml;bung der T&auml;tigkeit gestattet. Nach diesem Regelungsvorschlag des Bundes ist ein Arbeiten unter strengen Schutzma&szlig;nahmen unmittelbar nach Einreise m&ouml;glich.&ldquo; Damit w&auml;re der f&uuml;r die Landwirte vermutlich wichtigste Punkt ja gekl&auml;rt: die Billigl&ouml;hner d&uuml;rfen nach der Anreise sofort auf das Feld geschickt werden&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/arbeitsunrecht.de\/erntehelferinnen-ohne-krankenversicherung\/\">Arbeitsunrecht<\/a>\n<p><strong>Dazu: Erntehelfer besser sch&uuml;tzen!<\/strong><br>\nAuf Betreiben des Landwirtschaftsministeriums hat die Bundesregierung erneut die sozialversicherungsfreie Zeit f&uuml;r Erntehelfer*innen ausgeweitet. Bereits im vergangenen Jahr wurde die Regelung von M&auml;rz bis Oktober von 70 auf 115 Tage ausgedehnt; nunmehr sollen es 102 Tage werden. DGB-Vorstandsmitglied Anja Piel warnt vor unverantwortbaren Zust&auml;nden bei der Ernte:<br>\n&bdquo;Eine urspr&uuml;ngliche Ausnahmeregelung f&uuml;r Ferienjobs soll nun offenbar Standard f&uuml;r die Einstellung von Erntehelfer*innen werden, wenn es nach Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Kl&ouml;ckner geht. Die Erweiterung der sozialversicherungsfreien Zeit von 50 auf &uuml;ber hundert Tage geht voll zu Lasten der Erntehelfer. Wieder einmal wird deutlich, was f&uuml;r Julia Kl&ouml;ckner Vorrang hat: eben nicht das Wohl derer, die f&uuml;r uns die Erntearbeit erledigen, sondern vor allem die Interessen der Agrarlobby. Wenn wir hier nicht nachbessern, bekommen wir in der Landwirtschaft die gleichen katastrophalen Zust&auml;nde wie in der Fleischbranche. Wir fordern, dass der Bundestag diese Regelung noch abwendet. Es darf keinen Freifahrtschein geben, der die Rechte der vielfach prek&auml;r Besch&auml;ftigten Erntehelfer*innen weiter aush&ouml;hlt. Arbeitsbedingungen mit Mindestlohnbetrug, miesen Unterk&uuml;nften und schlechtem Hygieneschutz sind menschenunw&uuml;rdig und in der Pandemie brandgef&auml;hrlich.<br>\nDie Versicherung in einer Krankenkasse darf nicht nur ein Feigenblatt der Arbeitgeber werden. Es darf keine weiteren Ausnahmen geben: Wer hier arbeitet, muss auch sozialversichert werden. Dass in Deutschland das Lohngef&auml;lle in Europa auch in dieser Erntesaison wieder ausgenutzt werden kann, ist eine sozialpolitische Bankrotterkl&auml;rung der Ministerin.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.dgb.de\/presse\/++co++e9af7186-920d-11eb-b761-001a4a160123\">DGB<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Spahns Pflegepl&auml;ne bescheren Deutschland eine 90-Milliarden-Euro-L&uuml;cke<\/strong><br>\nDer Gesundheitsminister hat &uuml;ppige Verbesserungen bei der Pflege versprochen &ndash; finanziert mit Steuergeldern. Doch Berechnungen zeigen: Die Pl&auml;ne d&uuml;rften schon bald viel teurer werden als von Spahn kalkuliert. L&auml;uft es schlecht, k&ouml;nnte sich die L&uuml;cke sogar verdoppeln.<br>\nDie Pflege ist f&uuml;r Bundesgesundheitsminister Jens Spahn &bdquo;die soziale Frage der 20er-Jahre&ldquo;. Und der CDU-Politiker treibt &ndash; trotz der zahlreichen Probleme im Kampf gegen die Corona-Pandemie &ndash; seine Pl&auml;ne f&uuml;r eine Pflegereform mit Hochdruck voran. Einen Arbeitsentwurf legte Spahn im M&auml;rz bereits vor. Er sieht finanzielle Verbesserungen f&uuml;r Pflegebed&uuml;rftige, deren Angeh&ouml;rige sowie f&uuml;r die Besch&auml;ftigten in den Einrichtungen vor. Der wichtigste Punkt ist eine Reduzierung des Eigenanteils f&uuml;r Heimbewohner.<br>\nUm die zus&auml;tzlichen Kosten ohne eine deutliche Beitragsanhebung stemmen zu k&ouml;nnen, fordert Spahn f&uuml;r die gesetzliche Pflegeversicherung einen dauerhaften Zuschuss aus dem Staatshaushalt. Dieser soll anfangs 5,1 Milliarden Euro im Jahr betragen. Denn ohne wachsende Steuerzusch&uuml;sse w&uuml;rden die Kosten der geplanten Reform dazu f&uuml;hren, dass schon 2022 die von der gro&szlig;en Koalition als Obergrenze gezogene 40-Prozent-Marke bei den Sozialabgaben gerissen wird.<br>\nBerechnungen des Wissenschaftlichen Instituts der Privaten Krankenversicherung (WIP), die WELT exklusiv vorliegen, zeigen allerdings, dass Spahns Pflegereformpl&auml;ne schon mittelfristig f&uuml;r die Steuerzahler viel teurer zu werden drohen, als vom Minister kalkuliert. Danach m&uuml;sste der Bundeszuschuss im Startjahr schon 5,8 Milliarden Euro betragen und dann bis 2030 auf 14,2 Milliarden Euro im Jahr steigen. Insgesamt erg&auml;ben sich somit f&uuml;r den Steuerzahler &uuml;ber acht Jahre gerechnet Zusatzkosten von rund 90 Milliarden Euro, wie das WIP in seiner Analyse feststellt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article229777673\/Teure-Reform-Spahns-Pflegeplaene-kosten-90-Milliarden-Euro.html\">WELT <\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Die Sozialstaats- und Arbeitnehmerfeindin Siems rechnet mal einfach alle Zahlen &uuml;ber die n&auml;chsten 10 Jahre zusammen, weil die Summe &ldquo;90 Milliarden Euro&rdquo; so viel alarmistischer klingt als 6 Milliarden Euro mehr pro Jahr, in etwa die geplante Anhebung des Bundes&rdquo;verteidigungs&rdquo;haushalts. Sachlich ist zu erwarten, dass die Pflegekosten wegen der alternden Bev&ouml;lkerung weiter etwas &uuml;berproportional steigen; aber schlimm ist das nicht, wenn man bspw. die Pflegeversicherungsbeitr&auml;ge jedes Jahr um z. B. 0,2% ansteigen l&auml;sst. Die aus der Luft gegriffene Obergrenze von 40% f&uuml;r die Sozialabgaben ist genauso sinnlos und falsch wie die Schwarze Null und k&ouml;nnte im &Uuml;brigen leicht durch Aufhebung der Beitragsbemessungsgrenze bei den Sozialversicherungen sogar gesenkt werden, indem Besserverdienende einen h&ouml;heren Anteil zahlen &ndash; auch das m&ouml;chte Siems nat&uuml;rlich verhindern. Da die zugrunde liegende Studie aber vom &ldquo;Wissenschaftlichen Instituts der Privaten Krankenversicherung&rdquo; (WIP) kommt, ist sie eh interessengeleitet und die marginale Verbesserung der Pflege durchaus bezahlbar.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Wiener Verwaltungsgericht stellt sich gegen das Corona-Regime &ndash; und keinen interessiert es<\/strong><br>\nDieses sensationelle Urteil, das die zentrale Argumentationskette des gesamten, &uuml;ber ein Jahr bestehenden &ouml;sterreichischen Corona-Regimes kippt, ergibt sich aus einem Schiedsspruch, den die Freiheitliche Partei &Ouml;sterreichs (FP&Ouml;) gegen die Landespolizeidirektion Wien erstritten hat. Dabei ging es um die polizeiliche Untersagung einer f&uuml;r den 31. Januar 2021 angemeldeten Demonstration, die sich unter anderem gegen Ausgangssperren wandte. Dem Demo-Verbot zum Trotz waren damals Zehntausende in die Wiener Innenstadt gestr&ouml;mt, um ihrem Unmut in Form von &ldquo;Spazierg&auml;ngen&rdquo; Ausdruck zu verleihen. Die FP&Ouml; klagte gegen das Verbot und bekam nun, drei Monate sp&auml;ter, Recht.<br>\nDie Urteilsbegr&uuml;ndung hat es in sich. Folgt man ihr, was in einem Rechtsstaat eigentlich selbstverst&auml;ndlich w&auml;re, dann m&uuml;sste das gesamte Corona-Regime der Regierung zusammenbrechen und die politisch Verantwortlichen m&uuml;ssten zur Rechenschaft gezogen werden. Diese Sprengkraft des Urteils vor Augen wird die Polizeidirektion versuchen, beim Verfassungsgerichtshof Revision einzulegen; Politik und f&uuml;hrende Medien des Landes &uuml;ben sich in der Zwischenzeit im Totschweigen des Urteils. Auch in Deutschland. (&hellip;)<br>\nDas Wiener Verwaltungsgericht geht noch einen Schritt weiter und nimmt dem PCR-Test und mithin der kr&auml;ftigsten S&auml;ule der Regierungspolitik seine Beweiskraft. Dazu zitiert es mehrere Studien, die zeigen, dass &ldquo;der PCR-Test nicht zur Diagnostik geeignet ist und daher f&uuml;r sich alleine nichts zur Krankheit oder einer Infektion eines Menschen aussagt&rdquo;. Dem gr&uuml;nen Gesundheitsminister Rudolf Anschober und dessen Falldefinition COVID-19 fehlen mithin die Erfordernisse, Menschen als &ldquo;krank&rdquo; bzw. als &ldquo;infiziert&rdquo; zu bezeichnen. Das Gericht scheut nicht davor zur&uuml;ck, das ganze Getue um Testen und Inzidenzen, mit dem t&auml;glich Angst verbreitet wird, klar zu benennen: &ldquo;Sollte die Corona-Kommission die Fallzahlen des Gesundheitsministers zugrunde gelegt haben, und nicht jene der WHO, so ist jegliche Feststellung der Zahlen f&uuml;r &lsquo;Kranke\/Infizierte&rsquo; falsch.&rdquo;<br>\nAuf der letzten Seite des Urteilsspruches wird dann die ganze Misere der kopflosen Corona-Politik schonungslos angesprochen: &ldquo;Insgesamt ist bez&uuml;glich &lsquo;Information&rsquo; des Gesundheitsdienstes der Stadt Wien und der darauf fu&szlig;enden Begr&uuml;ndung des Untersagungsbescheides (der Demo, d. A.) festzuhalten, dass zum Seuchengeschehen keine validen und evidenzbasierten Aussagen und Feststellungen vorliegen.&rdquo; Ein politischer Offenbarungseid nach mehr als zw&ouml;lf Monaten!<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/de.rt.com\/meinung\/115492-wiener-verwaltungsgericht-stellt-sich-gegen-das-corona-regime-und-keinen-interessiert-es\/\">Hannes Hofbauer in RT DE<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Was wohl geschehen w&uuml;rde, wenn ein vergleichbares Urteil hierzulande gef&auml;llt werden w&uuml;rde?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Maas will mit der US-Regierung eine Zensurallianz f&uuml;r soziale Medien schmieden<\/strong><br>\n(&hellip;) Daf&uuml;r hat das Ausw&auml;rtige Amt zusammen mit dem Institute for Strategic Dialogue (ISD) das &bdquo;Digital Policy Lab&ldquo; gegr&uuml;ndet, das Entscheider aus der EU, den USA und anderen L&auml;ndern zusammenbringt. Ziel sei es, sich auf grunds&auml;tzliche Regeln zu verst&auml;ndigen, die im Internet gelten sollen. Das in London ans&auml;ssige Institute for Strategic Dialogue hat sich der Recherche und Analyse zu Extremismus sowie der Konzeption und Durchf&uuml;hrung von Pr&auml;ventiv- und Gegenma&szlig;nahmen verschrieben&hellip;<br>\nIn Dokumenten des Digital Policy Lab wird dem Handelsblatt zufolge vorgeschlagen, nicht mehr nur die Legalit&auml;t von Nutzerbeitr&auml;gen zu &uuml;berpr&uuml;fen. Stattdessen sollten Staaten direkt in die Algorithmen eingreifen, die entscheiden, was ein Nutzer in seinem Newsfeed sieht und was nicht.<br>\nDie Regierungen sollen also nicht mehr nur in der Lage sein, Zensur einzelner Beitr&auml;ge zu verf&uuml;gen, sondern gleich die Algorithmen mitzugestalten, die dar&uuml;ber entscheiden, welche Meinungen und Informationen einer breiten &Ouml;ffentlichkeit bekannt werden d&uuml;rfen, und welche auf kleine Zirkel beschr&auml;nkt bleiben m&uuml;ssen&hellip;.<br>\nParallel zu diesen neuen Bestrebungen zur Koordinierung der Zensur der sozialen Medien will das BMI Medienberichten zufolge auch die Kommunikation &uuml;ber Messenger Dienste st&auml;rker kontrollieren. Dazu habe sie bei den Verhandlungen zur Novelle des Telekommunikationsgesetzes (TKG) kurzfristig noch &Auml;nderungen mit weitreichenden Folgen f&uuml;r alle Internetnutzer vorgeschlagen, wie Medien berichten. Posteo berichtet, dass das BMI fordere, dass die B&uuml;rger ihren Namen, Anschrift sowie Geburtsdatum zwingend bei den Anbietern hinterlegen, die diese Angaben (z.B. mit Personalausweis oder Ident-Diensten) verifizieren m&uuml;ssten. In dem Bericht hei&szlig;t es: &bdquo;Die Identifizierungspflicht w&uuml;rde die Art und Weise, wie Menschen hierzulande Online-Dienste nutzen, grundlegend &auml;ndern.&ldquo;<br>\nDie Daten der Nutzer sollen demnach zum Zweck einer m&ouml;glichen k&uuml;nftigen Strafverfolgung fl&auml;chendeckend gespeichert werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/norberthaering.de\/medienversagen\/maas-zensurallianz\/\">Norbert H&auml;ring<\/a>\n<p><strong>Dazu: Zensur: Anti-Terrorismus-Verordnung &laquo;bedroht Grundrechte&raquo;<\/strong><br>\nTobias Tscherrig<br>\nDie EU will gegen terroristische Inhalte im Internet vorgehen. Gegnerinnen und Gegner warnen vor Zensur.<br>\nAm 25. M&auml;rz forderten insgesamt 61 Organisationen und Verb&auml;nde die Europa-Abgeordneten in einem offenen Brief zur Ablehnung eines Verordnungsentwurfs auf, der Webhoster zuk&uuml;nftig verpflichten w&uuml;rde, terroristische Inhalte im Internet innerhalb einer Stunde zu l&ouml;schen. Die Organisationen aus dem Bereich der Menschenrechte und der digitalen Freiheiten sind der Meinung, dass die Verordnung zu einer pr&auml;ventiven und automatisierten Zensur f&uuml;hren w&uuml;rde. Die Organisationen bezeichnen die Anti-Terrorismus-Verordnung der EU als &laquo;ernste Bedrohung&raquo; f&uuml;r die Freiheiten der B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger&hellip;<br>\nSeit knapp zweieinhalb Jahren warnen vor allem Menschenrechtsgruppen und Gruppen, die sich f&uuml;r digitale Freiheiten einsetzen, vor dem Entwurf der europ&auml;ischen Verordnung &laquo;zur Verhinderung der Verbreitung terroristischer Inhalte im Internet&raquo;. Die Verordnung wurde von der Kommission urspr&uuml;nglich am 12. September 2018 vorgeschlagen, im vergangenen Dezember wurde ein Kompromiss erarbeitet, dieser soll am 28. April endg&uuml;ltig verabschiedet werden&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/freiheit-recht\/zensur-anti-terrorismus-verordnung-bedroht-grundrechte\/\">infosperber<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>&raquo;Das ist eine Art Zwei-Klassen-Justiz&laquo;<\/strong><br>\nBGH-Urteil best&auml;tigt Strafe f&uuml;r Waffenschmiede Heckler &amp; Koch. Freispr&uuml;che f&uuml;r oberste F&uuml;hrungsebene. Ein Gespr&auml;ch mit J&uuml;rgen Gr&auml;sslin<br>\nIm Fall der illegalen R&uuml;stungsexporte von Heckler &amp; Koch, H &amp; K, nach Mexiko hatten Sie Strafanzeige gestellt. Dem Konzern wurden nun nach dem Urteil des Bundesgerichtshofs, BGH, in Karlsruhe am Dienstag (siehe jW vom 31.3.) mehr als drei Millionen Euro aus dem Gesch&auml;ft eingezogen. Aber wurden auch die Entscheider im R&uuml;stungskonzern und im Wirtschaftsministerium zur Verantwortung gezogen?<br>\nErstmalig in der mehr als 70j&auml;hrigen Konzerngeschichte des gr&ouml;&szlig;ten Exporteurs sogenannter Kleinwaffen konnten wir eine Verurteilung wegen widerrechtlichen Waffenhandels erreichen. Dass H &amp; K aufgrund der illegalen Exporte nicht nur den Gewinn, sondern den gesamten Umsatz des Gesch&auml;ftes verliert, signalisiert: Diese Vergehen k&ouml;nnen teuer werden. Ein Schritt in die richtige Richtung ist auch die Verurteilung der beiden Mitverantwortlichen, einer ehemaligen Sachbearbeiterin und eines Exvertriebsleiters. In diesem Sinne haben sich die immensen Recherchen und die Strafanzeige gelohnt. Wir kritisieren aber, dass das uns&auml;gliche Urteil des Landgerichts Stuttgart teilweise Bestand hat. Die oberste F&uuml;hrungsebene kam mit Freispr&uuml;chen davon, so auch der damalige H-&amp;-K-Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer Peter Beyerle, ehemals Pr&auml;sident des Landgerichts Rottweil. Das ist eine Art Zwei-Klassen-Justiz&hellip;.<br>\nSeit 2006 wird in mexikanischen Unruheprovinzen mit &raquo;G 36&laquo;-Sturmgewehren von H &amp; K geschossen und gemordet.<br>\nWir dr&auml;ngen darauf, dass Heckler &amp; Koch einen Opferfonds gr&uuml;ndet und die Firma zumindest versucht, Betroffenen zu helfen &ndash; schlie&szlig;lich hat das Unternehmen weltweit Millionen Kleinwaffen in Umlauf gebracht. T&auml;glich werden durchschnittlich mehr als 100 Menschen mit H-&amp;-K-Waffen get&ouml;tet. Der Vorsitzende Richter des BGH, J&uuml;rgen Sch&auml;fer, insistierte, dass es Aufgabe des Gesetzgebers sei, die Rechtslage zu &auml;ndern. Waffenexporte an menschenrechtsverletzende und kriegf&uuml;hrende Staaten m&uuml;ssen sofort verboten werden. Bis jetzt gelten Waffenexporte an NATO-Mitglieder wie die T&uuml;rkei als positiv, obgleich deren Streitkr&auml;fte Kurdinnen und Kurden im eigenen Land ermorden und exterritorial im Irak und Syrien intervenierten. Wir fordern seitens unserer Kampagne &raquo;Aktion Aufschrei&laquo; ein extrem striktes R&uuml;stungsexport-Kontrollgesetz.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/399930.illegale-waffenexporte-nach-mexiko-das-ist-eine-art-zwei-klassen-justiz.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Leise Hoffnung auf Deeskalation zwischen USA und Iran<\/strong><br>\nAndreas Zumach<br>\nIn Wien beraten ab Dienstag die Vertragsstaaten des Nuklearabkommens mit Iran &uuml;ber dessen Rettung.<br>\nGibt es einen Weg zur Deeskalation der seit drei Jahren gef&auml;hrlich wachsenden Konfrontation zwischen den USA und Iran und damit eine Chance f&uuml;r die R&uuml;ckkehr beider Staaten in das Abkommen zur Begrenzung von Teherans Nuklearprogramm auf nichtmilit&auml;rische Zwecke? Leise Hoffnung macht das f&uuml;r Dienstag in Wien geplante erste Treffen von RegierungsvertreterInnen aller sieben urspr&uuml;nglichen Vertragsstaaten.<br>\n(&hellip;) Beide Seiten wollen Vorleistungen<br>\nJoe Biden verk&uuml;ndete gleich nach seinem Wahlsieg im November letzten Jahres die grunds&auml;tzliche Bereitschaft seiner Regierung zur R&uuml;ckkehr in das Abkommen. Allerdings nur unter der Bedingung, dass Iran &laquo;zuvor s&auml;mtliche Vertragsverst&ouml;&szlig;e r&uuml;ckg&auml;ngig macht&raquo;. Vertreter der iranischen F&uuml;hrung forderten hingegen, dass die USA zun&auml;chst &laquo;s&auml;mtliche Sanktionen&raquo; aufheben. Sonst werde es &laquo;keine Verhandlungen mit den USA geben&raquo;. Das Treffen in Wien ist nun ein Indiz daf&uuml;r, dass beide Seiten ihre Maximalpositionen aufgegeben haben, und dass die Frage, wer den ersten Schritt macht, nicht mehr als Blockade im Raum steht. Die Biden-Administration sei bereit zu Gespr&auml;chen &uuml;ber eine &laquo;gegenseitige R&uuml;ckkehr&raquo; der USA und Irans in das Nuklearabkommen, erkl&auml;rte das Wei&szlig;e Haus am Freitag. Es gibt bereits Ideen f&uuml;r parallele, beziehungsweise in ihrer Abfolge miteinander abgesprochene Schritte.<br>\n(&hellip;) Nicht nur Nuklearprogramm, auch Raketenr&uuml;stung soll verhandelt werden<br>\nDoch selbst wenn durch derartige Schritte der USA und des Irans schlie&szlig;lich die vollst&auml;ndige R&uuml;ckkehr beider Seiten zu dem bestehenden Nuklearabkommen erreicht werden sollte, bleibt ein Problem: die Biden-Administration will auch ein Abkommen mit Teheran zur Begrenzung der konventionellen Raketenr&uuml;stung des Landes sowie zur Eind&auml;mmung der in Washington als &laquo;destabilisierend&raquo; kritisierten Rolle Teherans in der Region. Angesprochen sind damit die Unterst&uuml;tzung des syrischen Regimes, der Hisbollah im Libanon oder der Hamas im Gazastreifen. Unterst&uuml;tzung finden diese Forderungen bei den Regierungen in Berlin, Paris und London. Zwar besteht Pr&auml;sident Joe Biden im Unterschied zu seinem Vorg&auml;nger Donald Trump nicht mehr darauf, entsprechende Vereinbarungen in das bestehende Nuklearabkommen aufzunehmen. Aber auch zu Verhandlungen &uuml;ber neue, separate Vereinbarungen mit Restriktionen, die lediglich f&uuml;r Iran gelten w&uuml;rden, gibt es in Teheran bislang keine Bereitschaft. Zu Begrenzungen der eigenen Raketenr&uuml;stung w&auml;re man durchaus bereit, erkl&auml;ren iranische Diplomaten &ndash; allerdings nur im Rahmen einer multilateralen R&uuml;stungskontrollvereinbarung, an der auch andere Staaten der Region &ndash; wie Saudi-Arabien, Israel, die T&uuml;rkei oder &Auml;gypten &ndash; beteiligt sein m&uuml;ssten&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/politik\/welt\/leise-hoffnung-auf-deeskalation-zwischen-usa-und-iran\/\">Infosperber<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Mitte-Links-Opposition in Chile b&uuml;ndelt Kr&auml;fte<\/strong><br>\nSantiago. Die Pr&auml;sidentschaftskandidat:innen der Mitte-links-Oppositionsparteien planen ein breites gemeinsames B&uuml;ndnis in Hinblick auf die Wahlen am 21. November 2021.<br>\nIn der vergangenen Woche trafen sie nach einem Aufruf von Carlos Maldonado, Kandidat der Radikalen Partei, zum ersten Mal zusammen. Dabei waren alle neun Mitte-links-Parteien vertreten.<br>\nDie Runde beschloss, zusammenzuarbeiten und inhaltliche Vereinbarungen zu finden, die es erm&ouml;glichen, die oppositionellen Kr&auml;fte zu b&uuml;ndeln, um eine progressive Mehrheit erreichen und die rechten Kr&auml;fte von der Macht verdr&auml;ngen zu k&ouml;nnen.<br>\nMaldonado betonte gegen&uuml;ber CNN Chile: &bdquo;Es gibt ein gemeinsames Bewusstsein dar&uuml;ber, dass Chile sich in einem historischen Prozess befindet und echte Ver&auml;nderungen notwendig sind.&ldquo; Paula Narv&aacute;ez von der Sozialistischen Partei betonte, dass das Land &bdquo;ein m&ouml;glichst breites B&uuml;ndnis braucht, um tiefgreifende soziale Transformationen zu verwirklichen&ldquo;.<br>\nEin:e gemeinsame Kandidat:in f&uuml;r die Pr&auml;sidentschaftsvorwahl soll gefunden werden. Die beteiligten Parteien treffen sich nun, um inhaltliche Debatten &uuml;ber geteilte Programmpunkte zu f&uuml;hren und die verschiedenen politischen Positionen in zentralen Themen zusammenzubringen. Diese sind vor allem: gerechtere Verteilung von Einkommen, Ausbau demokratischer Strukturen, Gleichstellung der Geschlechter und ein neues Rentensystem. Laut Maldonado sind dies Aspekte, &bdquo;auf denen wir als Opposition aufbauen k&ouml;nnen und in denen die gro&szlig;en Unterschiede zu den rechten Kr&auml;ften liegen&ldquo;.<br>\nIm Kontext rechter Wahlerfolge in den Jahren 2009 und 2017, der derzeitigen Regierung unter Sebastian Pi&ntilde;era und dem sozialen Aufstand seit Oktober 2019 sieht sich die Mitte-links-Opposition in der Verantwortung, gemeinsam eine Mehrheit bei den Pr&auml;sidentschaftswahlen und zentrale Ver&auml;nderungen in der n&auml;chsten Legislaturperiode zu erreichen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/amerika21.de\/2021\/04\/249377\/mitte-links-opposition-chile\">Amerika 21<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Menschenrechtslage stark verschlechtert<\/strong><br>\nLaut der Menschenrechtsorganisation Amnesty International hat sich die weltweite Menschenrechtslage in der Corona-Pandemie deutlich verschlechtert. Besonders Frauen leiden unter den Folgen. Auch in Deutschland gibt es Probleme.<br>\nDie Organisation Amnesty International beklagt eine deutliche Verschlechterung der Menschenrechtslage f&uuml;r Millionen Menschen im Zuge der Corona-Krise. In vielen Teilen der Welt habe die Pandemie Ungleichheit, Diskriminierung und Unterdr&uuml;ckung verst&auml;rkt, erkl&auml;rte Amnesty International anl&auml;sslich der Ver&ouml;ffentlichung ihres Jahresberichts.<br>\n&ldquo;Zahlreiche Staaten missbrauchten die Gesundheitskrise um weiter rechtsstaatliche Prinzipien aufzul&ouml;sen und Rechte einzuschr&auml;nken oder nahmen billigend den Tod von Menschen aus Risikogruppen oder dem Gesundheitssektor in Kauf&rdquo;, sagte der Generalsekret&auml;r von Amnesty-Deutschland, Markus Beeko.<br>\nDie globale Pandemie habe schonungslos die Schw&auml;chen der internationalen Zusammenarbeit offenbart, kritisiert Amnesty. Die Covax-Initiative der Weltgesundheitsorganisation WHO zur Verteilung von Impfstoff auch an &auml;rmere L&auml;nder sei von Russland, den USA und anderen L&auml;ndern unterminiert worden, hei&szlig;t es in dem Bericht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/amnesty-international-menschenrechtslage-101.html\">Tagesschau<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Stuttgart und der &ldquo;Angriff auf die Pressefreiheit&rdquo;<\/strong><br>\nIn Stuttgart kam es w&auml;hrend einer Demonstration der &ldquo;Querdenker&rdquo; zu &Uuml;bergriffen auf Pressevertreter. Das mediale Echo ist gewaltig! Doch die deutschen Mainstream-Medien sind selbst nicht ganz unschuldig&hellip;<br>\nDie Tagesschau berichtete zu diesem Zeitpunkt von einer massiven Auseinandersetzung. Wir befanden uns offenbar &ldquo;mittendrin&rdquo;, auch wenn wir nichts dergleichen beobachtet hatten. Sicherlich gab es hier und da vereinzelt Rempeleien, insgesamt aber war es ein wirklich friedlicher Tag. Nichts deutete auf Gewalt oder Unruhe hin. Die Tagesschau bleibt den Beweis f&uuml;r die berichtete &ldquo;massive Auseinandersetzung&rdquo; &uuml;brigens bis zum heutigen Tage schuldig.<br>\nMediale Diskrepanzen dieser Art sind leider keine Ausnahmen mehr. Insbesondere wer sich auf Demonstrationen der sogenannten &ldquo;Querdenker&rdquo; begibt, wird die sp&auml;tere Berichterstattung h&auml;ufig nicht mit den eigenen Erfahrungen in Einklang bringen k&ouml;nnen. Sei es bez&uuml;glich der Anzahl der Demonstrationsteilnehmer, der Zusammensetzung der Demonstranten oder bez&uuml;glich der Gewalt, die es dort angeblich gegeben hat.<br>\nDen Journalisten &ldquo;L&uuml;gen&rdquo; vorzuwerfen, w&auml;re jedoch zu einfach. Tats&auml;chlich st&uuml;tzen sich die Berichte stets auf einen wahren Kern. Ob dieser wahre Kern aber auch tats&auml;chlich die Natur der Ereignisse insgesamt repr&auml;sentiert, das sei einmal dahingestellt. Wer Randerscheinungen weit &uuml;ber Proportion in den Fokus r&uuml;ckt, mag vielleicht kein &ldquo;L&uuml;gner&rdquo; sein. Mit der &ldquo;Wahrheit&rdquo; haben solche Berichte dennoch nur sehr wenig zu tun&hellip;<br>\n(&hellip;) Eines sollte trotzdem absolut klar sein: Jeder Angriff auf jeden Journalisten ist inakzeptabel und selbstverst&auml;ndlich ein Angriff auf die Pressefreiheit! Das gilt f&uuml;r Querdenker, Antifa und &uuml;berhaupt alle, die ihrem Unmut auf der Stra&szlig;e Luft machen.<br>\nEtwas anderes sollte allerdings auch klar sein: Jede bewusste Falschmeldung, jeder Spin, jedes Hetzvideo im Stile des Spiegel ist ebenfalls ein Angriff auf die Pressefreiheit! An sie sind n&auml;mlich auch &ldquo;Pflichten&rdquo; gebunden und diese Pflichten werden ganz besonders im Umgang mit den Querdenkern immer wieder verletzt&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/de.rt.com\/meinung\/115501-stuttgart-und-angriff-auf-pressefreiheit\/\">RT<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Deutschland &ndash; verraten und verkauft<\/strong><br>\nWer die heutige politische Situation Europas verstehen will, kommt nicht darum herum, auch B&uuml;cher zu lesen. Vor allem auch dieses.<br>\nNoch im Zweiten Weltkrieg geboren, war er immer einer der aufmerksamsten und genauesten Beobachter der internationalen Beziehungen Deutschlands: Wolfgang Bittner. Und er ist es geblieben. Eben hat er ein neues Buch ver&ouml;ffentlicht: &laquo;Deutschland: verraten und verkauft. Hintergr&uuml;nde und Analysen&raquo;. Einmal mehr ein geschichtlich-politisches Meisterwerk. Man muss es lesen, wenn man die gegenw&auml;rtige politische &ndash; mittlerweile schon ziemlich dramatische &ndash; Situation Deutschlands verstehen will. [&hellip;]<br>\nWolfgang Bittner stellt sich genau dieser Aufgabe: aufzuzeichnen, wie es so gekommen ist. Wer hat agiert. Wer agiert heute. Wer agitiert. Und wer &ndash; &laquo;der Not gehorchend, nicht dem eignen Trieb&raquo;, wie es trefflich heisst &ndash; dann eben reagiert, reagieren muss.<br>\nOft geht es um kleinste Details. Wer etwa hat in den deutschen oder Schweizer Medien gelesen, was die verantwortlichen deutschen Politiker an der M&uuml;nchner Sicherheitskonferenz 2020 gesagt haben, als US-Aussenminister Mike Pompeo unmissverst&auml;ndlich die USA erneut als gewollt f&uuml;hrende Weltmacht vorgestellt hat, der sich alle anderen Staaten unterzuordnen haben? Was sagte dazu Deutschlands Bundespr&auml;sident Frank-Walter Steinmeier? Was sagte Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer dazu? Wolfgang Bittner hat genau hingeh&ouml;rt.<br>\nBittner erz&auml;hlt nicht nur, er belegt seine Aussagen auch mit genauen Hinweisen und Quellenangaben &ndash; interessant und eine gute Faktensammlung also auch f&uuml;r Journalisten und Historiker. Das 310 Seiten starke Buch hat &uuml;ber 500 Fussnoten mit Quellenverweisen!<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/politik\/europa\/deutschland-verraten-und-verkauft\/\">Infosperber<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (WM\/JB)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-71371","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/71371","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=71371"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/71371\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":71374,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/71371\/revisions\/71374"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=71371"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=71371"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=71371"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}