{"id":71403,"date":"2021-04-08T08:33:44","date_gmt":"2021-04-08T06:33:44","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=71403"},"modified":"2021-04-08T08:33:44","modified_gmt":"2021-04-08T06:33:44","slug":"hinweise-des-tages-3835","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=71403","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=71403#h01\">Jens Wendehals Spahn will nun Privilegien f&uuml;r Geimpfte, die er vorher so entschieden abzulehnen vorgegeben hat<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=71403#h02\">Maut-Aff&auml;re: Scheuer schweigt die Ermittler an<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=71403#h03\">189,2 Milliarden Euro &ouml;ffentliches Finanzierungsdefizit im Jahr 2020<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=71403#h04\">Auch in der Krise steigen die Gewinne<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=71403#h05\">Trotz Nullrunde im Westen: Corona-Krise und Neuabgrenzung beitragspflichtiger Entgelte lassen amtliches Rentenniveau deutlich steigen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=71403#h06\">Auch in Corona-Zeiten sind vier von zehn Neueinstellungen befristet &ndash; aktuelle Daten f&uuml;r alle St&auml;dte und Landkreise<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=71403#h07\">Fachkr&auml;ftemangel: &Ouml;konomen fordern mehr Zuwanderung und h&ouml;heres Rentenalter<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=71403#h08\">Groko ignoriert eigene Berater*innen: Kein gesundes Essen mit Hartz IV<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=71403#h09\">Bewegungsmangel ist ein globaler Killer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=71403#h10\">Identit&auml;tspolitik: Wenn das eigene Selbstverst&auml;ndnis spaltet<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=71403#h11\">Die gr&uuml;ne Welle<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=71403#h12\">Nach Drohungen muss Pestizid-Forscherin Brasilien verlassen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=71403#h13\">Haiti am Abgrund: Ein Land in Gangsterhand<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=71403#h14\">EMA-Direktorin war jahrelang Lobbyistin der gr&ouml;&szlig;ten europ&auml;ischen Pharmaorganisation<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=71403#h15\">Keir Starmer zerst&ouml;rt Labour<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Verantwortlich f&uuml;r die Richtigkeit der zitierten Texte sind die jeweiligen Quellen und nicht die NachDenkSeiten. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Jens Wendehals Spahn will nun Privilegien f&uuml;r Geimpfte, die er vorher so entschieden abzulehnen vorgegeben hat<\/strong><br>\nWer noch nicht zum Vollzyniker geworden ist, dem muss es den Magen umdrehen. Unser Bundesgesundheitsminister, der noch vor vier Monaten betont hatte, gegenseitige R&uuml;cksicht verbiete Privilegien f&uuml;r Geimpfte, will diese nun. Wo sind die Beteuerungen geblieben, es werde keine Impflicht geben, auch nicht durch die Hintert&uuml;r? Was sagen die &ldquo;Faktenchecker&rdquo; dazu, die das &ldquo;Geraune&rdquo; von Impfpflicht als Verschw&ouml;rungsglauben entlarvt hatten?<br>\nAm 4. April war in der Zeit zu lesen, dass, wer gegen das Coronavirus geimpft ist, nach Pl&auml;nen von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn in den n&auml;chsten Wochen bestimmte Freiheiten zur&uuml;ckbekommen soll. Der CDU-Politiker und langj&auml;hrige, ausweislich seines Immobilienbesitzes wohl erfolgreiche Pharma-Lobbyist sagte der Bild am Sonntag.<br>\n&ldquo;Wer geimpft ist, kann ohne weiteren Test ins Gesch&auml;ft oder zum Friseur. Zudem m&uuml;ssen nach Einsch&auml;tzung des RKI vollst&auml;ndig Geimpfte auch nicht mehr in Quarant&auml;ne.&rdquo;<br>\nAm 28.12.2020 war dagegen auf ZDF-Online zu lesen gewesen, Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) lehne Sonderrechte f&uuml;r Geimpfte ab:<br>\n&ldquo;Viele warten solidarisch, damit einige als Erste geimpft werden k&ouml;nnen. Und die Noch-Nicht-Geimpften erwarten umgekehrt, dass sich die Geimpften solidarisch gedulden&rdquo;, sagte Spahn den Zeitungen der &ldquo;Funke-Mediengruppe&rdquo; laut Vorabbericht. &ldquo;Keiner sollte Sonderrechte einfordern, bis alle die Chance zur Impfung hatten.&rdquo;<br>\nSpahn wurde weiter zitiert mit den sch&ouml;nen Worten, es sei gegenseitige R&uuml;cksicht, die die Nation zusammenhalte. Zuvor h&auml;tten sich schon Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) und der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach gegen Privilegien f&uuml;r Geimpfte ausgesprochen. (&hellip;)<br>\nMenschen mit einem Mindestmisstrauen in die Obrigkeit wussten schon vor einem Jahr wohin der Hase laufen soll. (&hellip;)<br>\nWas Spahn jetzt vorschl&auml;gt, ist ohne die von der Regierung und der EU ohnehin schon geplanten standardisierten Impfp&auml;sse nicht umzusetzen. Wie und warum Spahn schon lange an diesen Impfpass-Pl&auml;nen arbeiten und trotzdem noch Ende Dezember so tun konnte, als wolle er keine Privilegien f&uuml;r Geimpfte, bleibt sein Geheimnis.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/norberthaering.de\/die-regenten-der-welt\/jens-wendehals-spahn\/\">Norbert H&auml;ring<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Neben Bundesminister Scheuer bekommt auch Herr Spahn zunehmend ein Glaubw&uuml;rdigkeitsproblem. Hat der <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42606\">Pharmalobbyist<\/a> im Bundesministerium f&uuml;r Gesundheit gelogen?<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Initiative f&uuml;r Corona-Impfpass ohne belastbare Daten?<\/strong><br>\nVorsto&szlig; von Gesundheitsminister Spahn basierte offenbar nur auf Kurzinfo des RKI. Institut best&auml;tigt: &ldquo;Keine weiteren Untersuchungen&rdquo;<br>\nBundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat seine Initiative f&uuml;r mehr Rechte f&uuml;r Geimpfte in der Corona-Pandemie offenbar ohne belastbare wissenschaftliche Daten ergriffen. Ein entsprechender Vorsto&szlig;, den Spahn in der Bild am Sonntag &ouml;ffentlich gemacht hat, basiert nach Recherchen von Telepolis offenbar lediglich auf einer Kurzinformation des Pr&auml;sidenten des Robert-Koch-Instituts (RKI), Lothar Wieler, vom 31. M&auml;rz. Das Dokument f&uuml;hrt keine belastbaren Daten oder gar neuen Erkenntnisse an.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Initiative-fuer-Corona-Impfpass-ohne-belastbare-Daten-6008061.html\">Telepolis<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Maut-Aff&auml;re: Scheuer schweigt die Ermittler an<\/strong><br>\nWenn ein Verkehrsminister die Zusammenarbeit mit Ermittlungsbeauftragten ablehnt, hat das f&uuml;r die Opposition etwas Skandal&ouml;ses zu bedeuten. Es ist der Brief seines Anwalts, der die Ermittler und die Opposition im Bundestag erz&uuml;rnt. Dabei geht es um die Aufarbeitung der gescheiterten Pkw-Maut. Scheuer verheimliche etwas, so der Vorwurf. Und in der Tat: Der Verkehrsminister ist nicht gerade hochkooperativ.<br>\nNachdem Scheuers Modell f&uuml;r eine Pkw-Maut im Sommer 2019 vor dem Europ&auml;ischen Gerichtshof scheiterte, stand der Vorwurf im Raum, Scheuer habe Vertr&auml;ge abgeschlossen, bevor Rechtssicherheit bestand. Dann forderten seine Betreiber-Partner 560 Millionen Euro Schadenersatz, nachdem der Bund die Vertr&auml;ge direkt nach dem Urteil gek&uuml;ndigt hatte.<br>\nF&uuml;r Scheuer gilt die Unschuldsvermutung. Ein Untersuchungsausschuss soll nun Weiteres um den gl&uuml;cklosen Minister kl&auml;ren. Doch die Zusammenarbeit mit dem Ermittler Jerzy Montag bei der Sichtung seiner E-Mail-Postf&auml;cher, die ihm als Bundestagsabgeordneter zur Verf&uuml;gung stehen, stockt.<br>\nMontag beschwerte sich beim Vorsitzenden des Untersuchungsausschusses. Er sehe keine M&ouml;glichkeit mehr, seinen Auftrag als Ermittlungsbeauftragter zu erf&uuml;llen.<br>\nScheuers Anwalt hingegen setzt noch einen drauf: Er verweist auf eine bereits erfolgte Herausgabe der Korrespondenz aus dem Abgeordnetenpostfach an den Untersuchungsausschusses. Scheuer stimmt dem &ldquo;umf&auml;nglichen Eingriff in seine verfassungsrechtlich garantieren Rechte als Bundesabgeordneter&rdquo; nicht zu. FDP-Verkehrspolitiker Oliver Luksic kritisierte:<br>\n&ldquo;Herr Scheuer mauert in Sachen E-Mails weiterhin mit allen Mitteln, scheinbar hat er etwas zu verbergen. Er hat kein Recht, dem Ermittlungsbeauftragten generell die Zusammenarbeit zu verweigern. Ein solches Verhalten ist eines Ministers unw&uuml;rdig, er bricht damit auch sein eigenes Wort.&rdquo;<br>\nDer Gr&uuml;nen-Abgeordnete Oliver Krischer sagte:<br>\n&ldquo;Nur wer etwas zu verheimlichen hat, arbeitet nicht mit dem Ermittlungsbeauftragten zusammen.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/de.rt.com\/inland\/115522-maut-affare-scheuer-schweigt-ermittler\/\">RT DE<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Die NachDenkSeiten weisen seit langer Zeit auf die Fehlleistungen dieses Bundesministers hin. Bitte lesen Sie dazu z.B.:<\/em><\/p>\n<ol type=\"a\">\n<li><em><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57983#h11\">Tempolimit: Scheuer kritisiert neue Haltung des ADAC<\/a> mit einer Anmerkung<\/em><\/li>\n<li><em><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=71371#h01\">&ldquo;<\/a><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=71371#h01\">Ich w&uuml;rde Andi Scheuer nicht mal zum Kaffeekochen einstellen<\/a>&rdquo;<\/em><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>189,2 Milliarden Euro &ouml;ffentliches Finanzierungsdefizit im Jahr 2020<\/strong><br>\nDie Ausgaben des &Ouml;ffentlichen Gesamthaushalts sind im Jahr 2020 gegen&uuml;ber 2019 um 12,1 % auf 1 678,6 Milliarden Euro gestiegen. Gleichzeitig sanken die Einnahmen um 3,5 % auf 1 489,4 Milliarden Euro. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, errechnet sich daraus in Abgrenzung der Finanzstatistiken ein kassenm&auml;&szlig;iges Finanzierungsdefizit von 189,2 Milliarden Euro. Dieses Ergebnis zeigt deutlich die Folgen der Corona-Krise f&uuml;r die &ouml;ffentlichen Haushalte. Es handelt sich um das erste Defizit seit 2013 und das h&ouml;chste seit der deutschen Vereinigung. 2019 war noch ein Finanzierungs&uuml;berschuss von 45,2 Milliarden Euro erzielt worden. Die Angaben beziehen sich auf vorl&auml;ufige Ergebnisse der Kern- und Extrahaushalte von Bund, L&auml;ndern, Gemeinden und Gemeindeverb&auml;nden, der Sozialversicherung sowie der EU-Anteile im Rahmen der viertelj&auml;hrlichen Kassenstatistik. (&hellip;)<br>\nDie gestiegenen Ausgaben des &Ouml;ffentlichen Gesamthaushalts lassen sich haupts&auml;chlich durch die gestiegenen Zuweisungen und Zusch&uuml;sse infolge der Corona-Pandemie erkl&auml;ren. So gingen vom Bund an die L&auml;nder rund 17,8 Milliarden Euro, die als Corona-Hilfen an kleine Unternehmen und Soloselbstst&auml;ndige weitergeleitet werden (davon 14,1 Milliarden Euro Soforthilfen und 3,7 Milliarden Euro &Uuml;berbr&uuml;ckungshilfen). Rund 13 Milliarden Euro gingen als Zuweisungen an den Gesundheitsfonds, aus dem die Krankenkassen Mittel erhalten, um Leistungen f&uuml;r ihre Versicherten zu finanzieren. (&hellip;)<br>\nDer R&uuml;ckgang der Einnahmen des &Ouml;ffentlichen Gesamthaushalts begr&uuml;ndet sich im Wesentlichen durch die geringeren Einnahmen aus Steuern und steuer&auml;hnlichen Abgaben. Diese sind im Jahr 2020 gegen&uuml;ber 2019 um 3,8 % auf 1 308,4 Milliarden Euro gesunken. Allein beim Bund sanken die Einnahmen aus Steuern und steuer&auml;hnlichen Abgaben im Jahr 2020 im Vorjahresvergleich um 11,5 % auf 315,8 Milliarden Euro.<br>\nDer Bund glich dieses Einnahmendefizit im Wesentlichen durch Schuldenaufnahme aus. Die starken Einnahmenausf&auml;lle der L&auml;nder sowie Gemeinden und Gemeindeverb&auml;nde infolge der Corona-Pandemie konnten zum gro&szlig;en Teil durch Zuweisungen vom Bund an die L&auml;nder und von den L&auml;ndern an die Gemeindeebene ausgeglichen werden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.destatis.de\/DE\/Presse\/Pressemitteilungen\/2021\/04\/PD21_169_711.html;jsessionid=0528D9DCC362C5CD217475E9FD21E9CE.live712\">Statistisches Bundesamt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Auch in der Krise steigen die Gewinne<\/strong><br>\nErst kassiert der Konzern Hilfen, dann zahlt er &uuml;ppige Dividenden aus. Das ist die Logik dieses Systems<br>\nWie kann ein Unternehmen, das wegen der Corona-Pandemie Milliarden an Staatshilfen erhalten hat &ndash; welche es ja offenbar ben&ouml;tigt haben muss, um Engp&auml;sse, Verdienstausf&auml;lle, Profiteinbr&uuml;che und Absatzschwierigkeiten abzufedern &ndash;, seine Dividendenaussch&uuml;ttung erh&ouml;hen?<br>\nDaimler hat genau das vorgemacht. Kurzarbeit erm&ouml;glichte, dass der Konzern Besch&auml;ftigte gehalten hat, obwohl die B&auml;nder wegen Corona still standen. Daf&uuml;r floss viel Geld, rund 700 Millionen Euro sparte man so. Die Konzern-bilanz wurde entlastet, die Krisenkosten wurden f&uuml;r das Unternehmen gesenkt. Was nicht zuletzt dazu f&uuml;hrte, dass 2020 der Gewinn stieg. Also in der Konsequenz auch die Dividenden. Diese legten um beachtliche 50 Prozent gegen&uuml;ber dem Vorjahr zu. Die Aktienkurse setzen zu immer neuen H&ouml;henfl&uuml;gen an. Alle haben verstanden: Kurzarbeitergeld und hohe Gewinne &ndash; das schlie&szlig;t sich nicht aus.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/der-freitag\/auch-in-der-krise-steigen-die-gewinne\">der Freitag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Trotz Nullrunde im Westen: Corona-Krise und Neuabgrenzung beitragspflichtiger Entgelte lassen amtliches Rentenniveau deutlich steigen<\/strong><br>\nZum 1. Juli 2021 steht f&uuml;r die Renten der rund 21 Millionen Rentnerinnen und Rentner eine formelbedingte Nullrunde an. Ohne die allgemeine Schutzklausel (&raquo;Rentengarantie&laquo;) w&uuml;rden die Bruttorenten sinken. Die Faktoren der Anpassungsformel tragen in unterschiedlicher Weise zu diesem Ergebnis bei. Alleine aufgrund der gesetzlich vorgegebenen Angleichungsschritte wird der aktuelle Rentenwert (Ost) um 0,72 Prozent angehoben. Schlie&szlig;lich ist bei den Anpassungen der Jahre 2019 bis 2025 sicherzustellen, dass das Sicherungsniveau vor Steuern (SvS) den Wert von 48 Prozent nicht unterschreitet (Niveau-Haltelinie). Im Ergebnis betr&auml;gt der aktuelle Rentenwert ab Juli 2021 unver&auml;ndert 34,19 Euro; der aktuelle Rentenwert (Ost) wird von 33,23 Euro auf 33,47 Euro erh&ouml;ht.<br>\nDie H&ouml;he der j&auml;hrlichen Rentenanpassung wird von insgesamt drei Faktoren bestimmt:\n<ul>\n<li>der Entwicklung der beitragspflichtigen Entgelte,<\/li>\n<li>der Belastungsver&auml;nderung bei den Altersvorsorgeaufwendungen der Aktiven (Beitragssatz zur Rentenversicherung sowie privater Altersvorsorgeanteil) und<\/li>\n<li>dem sogenannten Nachhaltigkeitsfaktor.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Ma&szlig;gebend ist die Ver&auml;nderung der diese Faktoren bestimmenden Werte im Vorjahr zum vorvergangenen Jahr &ndash; f&uuml;r die Anpassung 2021 wird also Bezug genommen auf die Ver&auml;nderungen in 2020 gegen&uuml;ber 2019. Angepasst werden der aktueller Rentenwert (AR) bzw. der aktuelle Rentenwert (Ost) (AR(O)); der aktuelle Rentenwert entspricht dem Monatsbetrag der Rente f&uuml;r ein Jahr Beitragszahlung auf Basis des Durchschnittsentgelts und einem Zugangsfaktor von 1,000 &ndash; also ohne Rentenabschl&auml;ge oder Rentenzuschl&auml;ge.<br>\nDie Anpassung erfolgt getrennt f&uuml;r die alten und die neuen L&auml;nder; die Entgeltentwicklung des Vorjahres basiert auf dem vorl&auml;ufigen Datenstand zu Beginn des Anpassungsjahres. Die regionale Entgeltwicklung in den neuen L&auml;ndern ist seit der Anpassung 2018 nur noch f&uuml;r die sogenannte Vergleichsrechnung ma&szlig;gebend: F&uuml;hrt die ostdeutsche Lohnentwicklung seit 2018 zu einem h&ouml;heren Wert als er durch die Angleichungstreppe des  &sect; 255a Abs. 1 SGB VI vorgegeben ist, so gilt der auf Basis der Lohnentwicklung Ost ermittelte Vergleichswert als neuer AR(O). &ndash; Bei den Ver&auml;nderungsraten des durchschnittlichen Beitragssatzes sowie den Belastungsver&auml;nderungen bei den Altersvorsorgeaufwendungen der Aktiven und des Rentnerquotienten im Rahmen des Nachhaltigkeitsfaktors handelt es sich um bundeseinheitliche Werte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.portal-sozialpolitik.de\/index.php?page=rentenanpassung-2021\">Portal Sozialpolitik<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Auch in Corona-Zeiten sind vier von zehn Neueinstellungen befristet &ndash; aktuelle Daten f&uuml;r alle St&auml;dte und Landkreise<\/strong><br>\nUnternehmen und &ouml;ffentliche Arbeitgeber haben ihre Neueinstellungen im Zuge der Corona-Krise dramatisch zur&uuml;ckgefahren. So lag die Zahl der Menschen, die eine neue Besch&auml;ftigung aufnahmen, im zweiten Quartal 2020 um 29 Prozent niedriger als ein Jahr zuvor. Obwohl sich Arbeitgeber bei Einstellungen also offensichtlich auf das &bdquo;N&ouml;tigste&ldquo; beschr&auml;nken, ist der Anteil der Befristungen weiterhin hoch: 39,4 Prozent der neu Eingestellten erhielten im Fr&uuml;hjahr 2020 einen befristeten Arbeitsvertrag. Gegen&uuml;ber dem Vergleichszeitraum 2019 ging diese Quote aber moderat um 2,5 Prozentpunkte zur&uuml;ck. Das zeigt eine neue Untersuchung von Forschern des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung, die auch aktuelle Daten f&uuml;r alle kreisfreien St&auml;dte und Landkreise in Deutschland liefert. Die regionalen Daten lassen sich auch &uuml;ber eine interaktive Karte und Datenbl&auml;tter in der digitalen Datenbank &bdquo;Arbeitsmarkt im Wandel&ldquo; (AIWA) der Stiftung abrufen (Links unten).<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.boeckler.de\/de\/pressemitteilungen-2675-auch-in-corona-zeiten-sind-vier-von-zehn-neueinstellungen-befristet-31993.htm\">Hans B&ouml;ckler Stiftung <\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Fachkr&auml;ftemangel: &Ouml;konomen fordern mehr Zuwanderung und h&ouml;heres Rentenalter<\/strong><br>\nDer Fachkr&auml;ftemangel droht sich laut einer Studie des arbeitgebernahen IW K&ouml;ln bis 2040 drastisch zu versch&auml;rfen. Der Staat m&uuml;sse schon jetzt gegensteuern, verlangen die &Ouml;konomen.<br>\nIn Deutschland droht in den n&auml;chsten Jahrzehnten eine weitere Versch&auml;rfung des Fachkr&auml;ftemangels. Laut einer Studie des arbeitgebernahen Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) k&ouml;nnten die Unternehmen bis 2040 ohne gezielte Zuwanderung und ein h&ouml;heres Rentenalter jede achte Fachkraft verlieren. Dabei seien die Auswirkungen der Coronapandemie noch nicht ber&uuml;cksichtigt, hie&szlig; es.<br>\nDie Forscher haben drei Szenarien zu den Folgen des bevorstehenden Ausscheidens der Babyboomer-Generation aus dem Arbeitsleben untersucht: [&hellip;]<br>\nAuf jeden Fall m&uuml;sse sich die Wirtschaft darauf einstellen, dass sich das Fachkr&auml;fteangebot in den kommenden Jahrzehnten strukturell stark ver&auml;ndern werde. Denn immer mehr junge Menschen strebten eine akademische Ausbildung an. W&auml;hrend die Zahl der beruflich qualifizierten Fachkr&auml;fte sinke, werde die Zahl der Akademiker in den n&auml;chsten zwei Jahrzehnten steigen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/oekonomen-fordern-mehr-zuwanderung-und-hoeheres-rentenalter-a-991f79fc-c024-43f2-a162-0387c533fc04%20\">DER SPIEGEL <\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Und t&auml;glich gr&uuml;&szlig;t das Murmeltier. Seit 40 Jahren herrscht in Deutschland <a href=\"https:\/\/www.bpb.de\/nachschlagen\/zahlen-und-fakten\/soziale-situation-in-deutschland\/61718\/arbeitslose-und-arbeitslosenquote\">Massenarbeitslosigkeit<\/a>, seit 30 Jahren sind trotz Fr&uuml;hverrentung, Exportstrategie und Statistik-Tricks die (tats&auml;chlichen) Arbeitslosenzahlen nicht unter 3 Millionen gesunken, aktuell stecken wir in einem Zwischenhoch (Zwischentief?) mit 3,6 Millionen <a href=\"https:\/\/www.die-linke.de\/themen\/arbeit\/tatsaechliche-arbeitslosigkeit\/2021\/\">Arbeitslosen<\/a>, das w&auml;re das hei&szlig;este Thema f&uuml;r vern&uuml;nftige Politiker; aber hey: da wird der seit 20 Jahren untote Propaganda-Bl&ouml;dsinn von jetzt aber bald wirklich drohendem Fachkr&auml;ftemangel wieder ausgegraben. Bei aktuell weit &uuml;ber 3 Millionen Arbeitslosen finden sich Millionen Fachkr&auml;fte, die verzweifelt eine Stelle suchen; &ldquo;die Wirtschaft&rdquo; entl&auml;sst Zehntausende Fachkr&auml;fte in der Automobil- und der Zulieferindustrie und in den Banken; aber alle die z&auml;hlen nat&uuml;rlich nicht. Im <a href=\"https:\/\/www.iwkoeln.de\/studien\/iw-reports\/beitrag\/wido-geis-thoene-moegliche-entwicklungen-des-fachkraefteangebots-bis-zum-jahr-2040.html\">Originalartikel des IW<\/a> werden die Untersuchungsergebnisse und die Szenarien &uuml;brigens viel vorsichtiger bewertet, aber der SPIEGEL bet&auml;tigt sich einmal mehr als neoliberaler Einpeitscher. Denn nat&uuml;rlich gibt es f&uuml;r den behaupteten Fachkr&auml;ftemangel &uuml;berhaupt keinen Beleg: weder steigende L&ouml;hne noch irgendwelche ernsthaften L&uuml;cken. Und wer ist &uuml;berhaupt &ldquo;Fachkraft&rdquo;, und um welche Bereiche geht es (Handwerk, Industrie, Gesundheit; gewerbliche Arbeitnehmer, Krankenschwestern, Ingenieure???). Zweitens k&ouml;nnten sich die Unternehmen ja selber bem&uuml;hen, eine angeblich existierende &ldquo;Fachkr&auml;ftel&uuml;cke&rdquo; zu schlie&szlig;en: durch die Bereitstellung von mehr (und nicht, wie aktuell, weniger) Ausbildungspl&auml;tzen, durch bessere Arbeitsbedingungen und h&ouml;here Geh&auml;lter (statt aktuell Nullrunden oder sogar unbezahlte Mehrarbeit zu fordern). Gefordert wird nat&uuml;rlich wieder das krasse Gegenteil: noch niedrigere Renten, indem das gesetzliche Renteneintrittsalter nach Forderung &ldquo;der Wirtschaft&rdquo; mal eben um drei Jahre nach oben auf dann 70 Jahre angehoben werden soll. Eine solche Erh&ouml;hung des Renteneintrittsalters entspricht einer Rentenk&uuml;rzung um ca. 12%. Laut aktueller Gesetzgebung gilt das gesetzliche Rentenalter von 67 Jahren zuerst ab 2031. Soll dann innerhalb von 9 Jahren das Renteneintrittsalter um weitere drei Jahre steigen? Und seit wann geht es der Wirtschaft darum, alte Arbeitnehmer zu halten, wenn doch heutzutage jeder mit 55, sp&auml;testens 60 auf der Abschussliste steht und umgekehrt viele Arbeitnehmer gesundheitlich kaum bis 65 durchhalten? Und nat&uuml;rlich wird wieder nach noch mehr Einwanderung gerufen: irgendwie m&uuml;ssen die zartesten Ans&auml;tze von Lohnerh&ouml;hungen durch ein Reserveheer von Millionen Arbeitslosen erstickt werden. <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Groko ignoriert eigene Berater*innen: Kein gesundes Essen mit Hartz IV<\/strong><br>\nHartz IV reiche nicht aus f&uuml;r eine ausgewogene Ern&auml;hrung, sagen Berate&shy;r*innen im Agrarministerium. Das Arbeitsministerium sieht das anders. [&hellip;]<br>\nDer Regelsatz liegt aktuell f&uuml;r Alleinstehende bei 446 Euro im Monat. Neben Erwerbslosen m&uuml;ssen auch Kinder, Menschen mit Behinderung oder altersarme Menschen ihr Leben von der Grundsicherung bestreiten. F&uuml;r Lebensmittel und Getr&auml;nke sind f&uuml;r Singles dabei aktuell rund 5,09 Euro t&auml;glich als Ausgabenposten vorgesehen. F&uuml;r Kinder und Jugendliche sowie Menschen in Paarhaushalten liegt der Betrag noch niedriger.<br>\nDamit k&ouml;nne man sich nicht gesund ern&auml;hren, betont die Soziologieprofessorin Sabine Pfeiffer von der Universit&auml;t Erlangen-N&uuml;rnberg, wo sie zu Ern&auml;hrungsarmut in Deutschland forscht. &bdquo;Gerade wenn Menschen l&auml;nger im Bezug sind, stellt das f&uuml;r sie ein manifestes Problem dar. Eine kurze Zeit kann man mit so wenig Geld &uuml;ber die Runden kommen, aber umso l&auml;nger man die Grundsicherung bezieht, desto weniger leicht lassen sich anfallende Posten ausgleichen.&ldquo;<br>\nPfeiffer fordert entsprechend eine Erh&ouml;hung der Regels&auml;tze. &bdquo;Dass wir sagen, hier muss keine oder keiner verhungern, kann in einem Land wie Deutschland nicht der Ma&szlig;stab sein.&ldquo; Ern&auml;hrung sei kein Luxusthema, betont die Forscherin.<br>\nDie SPD hat sich der Regelsatzermittlung in ihrem Wahlprogramm-Entwurf angenommen. Dort hei&szlig;t es jedoch nur vage: &bdquo;Die Kriterien zur Regelsatzermittlung werden wir weiterentwickeln und Betroffene und Sozialverb&auml;nde miteinbeziehen.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/taz.de\/Groko-ignoriert-eigene-Beraterinnen\/!5759046\/%20\">taz<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Bewegungsmangel ist ein globaler Killer<\/strong><br>\nDas Coronavirus t&ouml;tet weltweit Millionen Menschen. Das Gleiche l&auml;sst sich &uuml;ber k&ouml;rperliche Inaktivit&auml;t sagen, wobei es grosse regionale Unterschiede gibt.<br>\nWir alle starren wie gebannt auf die t&auml;glich ansteigende Zahl der Corona-bedingten Todesf&auml;lle. Sie liegt mittlerweile bei knapp 2,9 Millionen. Eine andere Pandemie macht weniger Schlagzeilen, f&uuml;hrt aber nicht weniger h&auml;ufig zum Tod: die k&ouml;rperliche Inaktivit&auml;t. Sie beg&uuml;nstigt eine Vielzahl von Krankheiten, die Menschen fr&uuml;hzeitig sterben lassen. Nach einer neuen Sch&auml;tzung von amerikanisch-kanadischen Forschern d&uuml;rften 2016 weltweit knapp 4 Millionen Personen an den Folgen von Bewegungsmangel gestorben sein.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nzz.ch\/wissenschaft\/bewegungsmangel-fast-jeder-zehnte-todesfall-haengt-damit-zusammen-ld.1609594\">NZZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Sehr interessant, um einmal eine Verh&auml;ltniszahl zu Corona zu bekommen und zum Geschwurbel, dass der Schutz der Gesundheit der kategorische Imperativ allen staatlichen Handelns sein soll. Die weltweit 4 Millionen Personen, die an den Folgen von Bewegungsmangel gestorben sind, haben bisher niemanden gro&szlig; gest&ouml;rt und das k&ouml;nnte man weiter fortsetzen mit den j&auml;hrlich 1,2 Millionen Menschen, die laut dem WHO Global tuberculosis report an Tuberkulose sterben, wobei diese Krankheit behandelbar und vollst&auml;ndig heilbar ist. Die durch das HIV-Virus verursachte und seit 40 Jahren grassierende Pandemie, mit weltweit bisher 32 Millionen Todesopfern l&auml;uft sogar v&ouml;llig unter dem Horizont &ouml;ffentlicher Aufmerksamkeit. Was wohl daran liegt, dass die meisten Infizierten und die meisten Toten in Afrika zu verzeichnen sind. Was erstaunt, wo doch inzwischen die radikalsten Lockdownanh&auml;nger auf der Seite der Linken zu finden sind.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Identit&auml;tspolitik: Wenn das eigene Selbstverst&auml;ndnis spaltet<\/strong><br>\nDie aktuelle Identit&auml;tspolitik bietet keine L&ouml;sung, um gesellschaftliche Missst&auml;nde zu beseitigen, meint der Politologe Ramon Schack. Im Gegenteil: Statt Zugeh&ouml;rigkeit zu schaffen, versch&auml;rfe sie Konflikte ohne Probleme der Diskriminierung zu l&ouml;sen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunkkultur.de\/indentitaetspolitik-wenn-das-eigene-selbstverstaendnis.1005.de.html?dram:article_id=495302%20\">Deutschlandfunk Kultur<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Die gr&uuml;ne Welle<\/strong><br>\nWo &ldquo;gr&uuml;n&rdquo; draufsteht, muss kein Gr&uuml;n drin sein. Das gilt f&uuml;r Anleihen von Containerreedereien genauso wie f&uuml;r die Papiere von Finanzinstituten. Eine Studie r&auml;umt mit der &ldquo;naiven Erwartung&rdquo; auf, wirkliche Nachhaltigkeit gehe gut mit hohen Renditen zusammen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.klimareporter.de\/finanzen-wirtschaft\/die-gruene-welle\">Klimareporter<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Nach Drohungen muss Pestizid-Forscherin Brasilien verlassen<\/strong><br>\nLarissa Mies Bombardi, Professorin der Abteilung f&uuml;r Geographie der Universidade de S&atilde;o Paulo, wird nach eigenen Angaben verfolgt und ins Exil gezwungen.<br>\nIn einem Brief an die Kolleg:innen ihrer Fakult&auml;t berichtet Bombardi, die zum Pestizideinsatz in Brasilien forscht, dass sie seit der Ver&ouml;ffentlichung ihres Atlas &ldquo;Geographie des Pestizideinsatzes in Brasilien und Verbindungen mit der Europ&auml;ischen Union&rdquo; im Jahr 2017 unter Druck gesetzt und eingesch&uuml;chtert wird.<br>\nIhre Forschungsergebnisse hatten dazu gef&uuml;hrt, dass Skandinaviens gr&ouml;&szlig;tes Netzwerk f&uuml;r Bioprodukte den Kauf von Lebensmitteln aus Brasilien aussetzte und damit die wirtschaftlichen Interessen des Agrobusiness tangierte.<br>\nSeit dem Amtsantritt von Pr&auml;sident Jair Bolsonaro hat die Regierung weit &uuml;ber 800 neue Pestizide zugelassen &#8210; viele davon hoch toxisch (amerika21 berichtete).<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/amerika21.de\/2021\/04\/249345\/brasilien-pestizid-forscherin-bedroht\">amerika 21<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Haiti am Abgrund: Ein Land in Gangsterhand<\/strong><br>\nHaiti steht vor dem Abgrund. Hunderte H&auml;ftlinge entkommen aus einem Hochsicherheitsgef&auml;ngnis, Bandenkriminalit&auml;t geh&ouml;rt zum Alltag, die Regierung scheint machtlos.<br>\nDie Bilder wirken vertraut, obwohl sie das Ausma&szlig; des Horrors &uuml;bertreffen, an den Haiti sich notgedrungen gew&ouml;hnen musste: Kinder in Schuluniformen gehen mit abgewandten Gesichtern an auf der Stra&szlig;e liegenden Toten vorbei, von denen es hei&szlig;t, die Polizei habe sie auf der Flucht erschossen. Ein Beamter mit Helm und kugelsicherer Weste setzt seinen Fu&szlig; auf den R&uuml;cken eines wie George Floyd mit Handschellen geknebelten, auf dem Bauch liegenden Mannes. Und vermummte Polizisten treiben einen Trupp mit Stricken gefesselter Gef&auml;ngnisausbrecher vor sich her, als handle es sich um eine Viehherde oder eine Sklavenkarawane. Was ist passiert?<br>\nCroix-des-Bouquets ist kein Vorort von Port-au-Prince, wie die Medien behaupten, sondern eine Kleinstadt auf halbem Weg nach Malpasse an der Grenze zur Dominikanischen Republik. Fr&uuml;her, als Touristen sich hierher verirrten, kauften sie Kunsthandwerk aus Fer Forg&eacute;, &Ouml;ltonnenblech als Rohstoff f&uuml;r schmiedeeiserne Skulpturen. Doch das ist lange her. Heute macht Croix-des-Bouquets nur noch Schlagzeilen durch im Blut erstickte Gefangenenmeutereien, denn anders als die aus der Kolonialzeit stammenden Verliese, in denen Haitis H&auml;ftlinge sonst vegetieren, verf&uuml;gt Croix-des-Bouquets &uuml;ber eine moderne Haftanstalt mit Hochsicherheitstrakt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/feuilleton\/debatten\/haiti-vor-dem-abgrund-gangster-korruption-und-drogenkrieg-17222322.html\">FAZ<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>EMA-Direktorin war jahrelang Lobbyistin der gr&ouml;&szlig;ten europ&auml;ischen Pharmaorganisation<\/strong><br>\nBis 1998 vertrat Emer Cooke die Interessen von Konzernen wie AstraZeneca und Pfizer in dem europ&auml;ischen Dachverband der Pharmaindustrie. Im November 2020 wurde sie EMA-Direktorin. Einen Monat sp&auml;ter erhielt der Corona-Impfstoff von Pfizer die EU-Zulassung, wenig sp&auml;ter der von AstraZeneca. Sie gilt zudem als vehemente Verteidigerin von AstraZeneca trotz zahlreich gemeldeter Nebenwirkungen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/de.rt.com\/europa\/115540-ema-direktorin-jahrelang-lobbyistin-pharmaindustrie\/\">RT DE<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Keir Starmer zerst&ouml;rt Labour<\/strong><br>\nVor einem Jahr versprach Keir Starmer, die Labour Party zu einer starken Opposition zu machen. Tats&auml;chlich l&auml;sst er seither Boris Johnson alles durchgehen &ndash; den h&auml;rtesten Kurs f&auml;hrt er gegen den linken Fl&uuml;gel seiner eigenen Partei.<br>\nIm ersten Jahr seiner Amtszeit als Vorsitzender der britischen Labour Party ist es Keir Starmer gelungen, selbst die Erwartungen seiner sch&auml;rfsten Kritikerinnen zu unterbieten. Laut Umfragen geno&szlig; er unmittelbar nach seiner Wahl breite Unterst&uuml;tzung innerhalb der Bev&ouml;lkerung &ndash; nach kurzer Zeit lag seine Labour Party in den Umfragen Kopf-an-Kopf mit den Tories. Ein Jahr sp&auml;ter hat jeder f&uuml;nfte Labour-W&auml;hler eine negative Haltung zu Starmer. Derzeit liegt die Zufriedenheit mit seiner Regierungsarbeit in der Bev&ouml;lkerung bei -9 Prozent.<br>\nStarmer-Anh&auml;nger deuten diese Zahlen als Indiz f&uuml;r die Nachwirkungen der Corbyn-&Auml;ra. Doch die j&uuml;ngsten Umfragewerte deuten auf etwas anderes hin. Wenn die Labour Party unter Corbyn die W&auml;hlerinnen und W&auml;hler wirklich so nachhaltig verschreckt h&auml;tte, dann w&auml;re Starmer in den Umfragen anfangs nicht so erfolgreich gewesen. Vielmehr h&auml;tte das Gegenteil passieren sollen: Die Menschen, die Starmer glaubten, als er behauptete, seine Politik stehe in Kontinuit&auml;t mit Corbyn, h&auml;tten ihn zun&auml;chst in einem ung&uuml;nstigen Licht gesehen, ihre Meinung dann aber mit der Zeit ge&auml;ndert.<br>\nIn Wirklichkeit ist Starmer selbst f&uuml;r die Bilanz seines ersten Jahres als Oppositionsf&uuml;hrer verantwortlich. Er hat einerseits Sozialistinnen und Sozialisten entfremdet, indem er eine Kampagne gegen die Linke f&uuml;hrte und Jeremy Corbyn aus der Partei ausschloss, und andererseits Liberale verloren, indem er einer der korruptesten und autorit&auml;rsten Regierungen Gro&szlig;britanniens keinen Widerstand leistete.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/jacobin.de\/artikel\/keir-starmer-labour-party-grossbritannien-boris-johnson-corona-jeremy-corbyn\/\">Jacobin<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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