{"id":71433,"date":"2021-04-11T09:00:34","date_gmt":"2021-04-11T07:00:34","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=71433"},"modified":"2021-04-09T09:27:40","modified_gmt":"2021-04-09T07:27:40","slug":"hinweise-der-woche-202","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=71433","title":{"rendered":"Hinweise der Woche"},"content":{"rendered":"<p>Am Wochenende pr&auml;sentieren wir Ihnen einen &Uuml;berblick &uuml;ber die lesenswertesten Beitr&auml;ge, die wir im Laufe der vergangenen Woche in unseren Hinweisen des Tages f&uuml;r Sie gesammelt haben. Nehmen Sie sich ruhig auch die Zeit, unsere werkt&auml;gliche Auswahl der <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?cat=19\">Hinweise des Tages<\/a> anzuschauen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CW)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=71433#h01\">Corona<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=71433#h02\">Bewegungsmangel ist ein globaler Killer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=71433#h03\">Steuerparadiese und Kapitalflucht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=71433#h04\">Korruption, Ausbeutung und Arbeitsunrecht &ndash; die Profiteure der Corona-Krise<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=71433#h05\">Arbeitnehmerrechte sind keine Jobkiller<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=71433#h06\">Erntehelfer:innen ohne Krankenversicherung?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=71433#h07\">Groko ignoriert eigene Berater*innen: Kein gesundes Essen mit Hartz IV<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=71433#h08\">Olaf Scholz senkt Renten bei Riester, R&uuml;rup und Co.<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=71433#h09\">Wie die Nebengesch&auml;fte der Union gerade die Energiewende bremsen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=71433#h10\">&ldquo;Ich w&uuml;rde Andi Scheuer nicht mal zum Kaffeekochen einstellen&rdquo;<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Urspr&uuml;nglich hatten wir geplant, in unserer Wochen&uuml;bersicht auch auf die lohnendsten redaktionellen Beitr&auml;ge der NachDenkSeiten zu verweisen. Wir haben jedoch schnell festgestellt, dass eine daf&uuml;r n&ouml;tige Vorauswahl immer damit verbunden ist, Ihnen wichtige Beitr&auml;ge vorzuenthalten. Daher m&ouml;chten wir Ihnen raten, am Wochenende doch einfach die Zeit zu nutzen, um sich unsere Beitr&auml;ge der letzten Wochen (noch einmal) anzuschauen. Vielleicht finden Sie dabei ja noch den einen oder anderen Artikel, den es sich zu lesen lohnt. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Corona<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Spahn spricht sich f&uuml;r h&auml;rteren Lockdown aus<\/strong><br>\nBundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat einen h&auml;rteren Lockdown gefordert, um die dritte Corona-Welle zu brechen. Erst wenn die Inzidenzzahlen wieder deutlich niedriger seien, k&ouml;nne man mit Testen und Impfen aus der Pandemie herauskommen, sagte Spahn im WDR. Vor allem sei es wichtig, private Kontakte weiter zu reduzieren. In Regionen mit Wocheninzidenz von &uuml;ber 100 solle es deshalb Ausgangsbeschr&auml;nkungen geben, so der Gesundheitsminister. &ldquo;Ausgangsbeschr&auml;nkungen haben ja vor allem ein Ziel: Dass abends nicht alle privat sich treffen, so schwer das f&auml;llt&rdquo;, sagte Spahn. &ldquo;Gerade die privaten Kontakte &ndash; nicht nur, aber auch am Abend &ndash; f&uuml;hren eben zu Infektionen.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/corona-aktuell-spahn-lockdown-1.5255184\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Das einfach niemand die unversch&auml;mten Unterstellungen in Spahns Aussagen bemerken will. Nur die angebliche private Disziplinlosigkeit der B&uuml;rger, die sich offensichtlich alle in den Abendstunden zu ausgelassenen Gelagen treffen, treibt das Infektionsgeschehen an. In den &uuml;berf&uuml;llten Transportmitteln des &ouml;ffentlichen Nahverkehrs und in den B&uuml;ros und Fabrikhallen in denen nach wie vor Millionen Menschen arbeiten geht das Infektionsrisiko nat&uuml;rlich gegen Null.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Der Bundesgesundheitsminister ist mal wieder nicht auf der H&ouml;he der Gewaltenteilung. Statt erneut die Ausgangsbeschr&auml;nkungen ins Spiel zu bringen, w&auml;re es hilfreich, auch einmal die Entscheidungen der Gerichte <a href=\"https:\/\/oberverwaltungsgericht.niedersachsen.de\/aktuelles\/presseinformationen\/ausgangsbeschrankung-der-region-hannover-voraussichtlich-rechtswidrig-199221.html\">zur Kenntnis zu nehmen<\/a>. Da wird mittlerweile erkl&auml;rt, dass der Verdacht allein nach &uuml;ber einem Jahr Pandemie nicht mehr ausreicht, um solch einschneidende Ma&szlig;nahmen zu rechtfertigen. W&uuml;sste der Minister nun aber genau, wo sich die Menschen am Abend treffen und anstecken, k&ouml;nnte er wiederum zum milderen Mittel der Betretungsverbote greifen. Der nieders&auml;chsische Ministerpr&auml;sident scheint den Wink aus L&uuml;neburg verstanden zu haben, auch wenn er dieses Mal nicht direkt <a href=\"https:\/\/www.zdf.de\/nachrichten\/politik\/corona-niedersachsen-lockdown-lockerungen-weil-moma-100.html\">Bezug darauf nimmt<\/a>. Er lehnt jedenfalls die Forderung nach einem h&auml;rteren Lockdown ab. <\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Der Traum vom internierten B&uuml;rger: Warum man autorit&auml;ren Politikern wie Markus S&ouml;der widersprechen muss<\/strong><br>\nDer bayrische Ministerpr&auml;sident w&uuml;rde am liebsten in ganz Deutschland eine n&auml;chtliche Ausgangssperre verh&auml;ngen. Dabei gibt es keinen Beleg daf&uuml;r, dass diese Form der Freiheitsberaubung etwas bringt. Wenn &uuml;berhaupt, dann dient sie seinem Inszenierungsfuror.<br>\nEs gibt ein einziges Argument f&uuml;r Ausgangssperren, und es ist kein gutes: Wer sich als Politiker als besonders entschlossener K&auml;mpfer gegen die Pandemie inszenieren will, der wirkt als Bef&uuml;rworter dieser Massnahme noch ein bisschen entschlossener. Der bayrische Ministerpr&auml;sident Markus S&ouml;der etwa drohte den Bewohnern seines Freistaats schon im M&auml;rz: Wenn sie sich nicht freiwillig beschr&auml;nkten, dann bleibe nur die landesweite Ausgangssperre. Und obwohl Deutschland ein f&ouml;deraler Staat ist und S&ouml;ders Exekutivmacht kurz hinter Aschaffenburg und Memmingen endet, l&auml;sst er seither keine Gelegenheit aus, auch f&uuml;r den Rest der Republik eine Ausgangssperre zu fordern. Die Kanzlerin und ein grosser Teil der ver&ouml;ffentlichten Meinung sind dabei auf seiner Seite. [&hellip;]<br>\nDie staatliche Ahnungslosigkeit ist nicht auf ein einzelnes Bundesland beschr&auml;nkt. Nicht nur wissen sie bei der obersten deutschen Seuchenschutzbeh&ouml;rde bis heute ziemlich wenig dar&uuml;ber, wo sich die Menschen anstecken. Sie wissen sogar noch weniger als fr&uuml;her. Das zeigt ein Diagramm im neuen &laquo;Lagebericht&raquo; des Robert-Koch-Instituts, welches die Sars-CoV-2-F&auml;lle konkreten Ansteckungsorten zuordnet, etwa Privathaushalten, Kinderg&auml;rten oder Krankenh&auml;usern. Der Anteil mit der Aufschrift &laquo;Nicht in Ausbruch erfasst&raquo; ist so gross wie nie.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nzz.ch\/meinung\/corona-ausgangssperren-in-deutschland-autoritaer-und-unbegruendet-ld.1610386\">NZZ<\/a><\/p>\n<p><strong>und: Ausgangssperren: Nicht von der Verfassung gedeckt<\/strong><br>\nDemokratien k&ouml;nnen Ausgangssperren nicht mit allen Mitteln durchsetzen. Gleichzeitig sagt die aktuelle Studienlage: Nur ganz konsequent umgesetzte Ausgangssperren k&ouml;nnen die Verbreitung des Virus einschr&auml;nken. Die verfassungsrechtliche Folgerung: Ausgangssperren sind kein geeignetes Mittel &ndash; und damit verfassungswidrig. Ob sie erforderlich sind, ist genauso zweifelhaft. Gibt es denn keine anderen Ma&szlig;nahmen, die ebenso wirksam sind &ndash; und weniger tief in Grundrechte eingreifen? Doch, die gibt es. Die Politik ignoriert sie allerdings.<br>\nPrivate Kontakte sind ein Urbed&uuml;rfnis der Menschen. Gleichzeitig sind sie &ndash; und das ist tragisch &ndash; ein aktueller Treiber der Pandemie. So schwer es f&auml;llt, wir m&uuml;ssen Kontakte reduzieren. Wie geht das in einer Demokratie? Die Politik muss die B&uuml;rgerinnen daf&uuml;r gewinnen, die Kontakte eigenverantwortlich, aus eigenem Antrieb zu beschr&auml;nken. Die Regierung kann nicht die Bev&ouml;lkerung disziplinieren. Die Bek&auml;mpfung der Pandemie funktioniert nur, wenn sich die B&uuml;rger selbst disziplinieren. &Uuml;berzeugen, mitnehmen und motivieren &ndash; das ist der demokratische Weg, auch in einer bedrohlichen Pandemie. Das ist schwierig, gerade in der gegenw&auml;rtig weit verbreiteten und ungeheuer verst&auml;ndlichen Corona-M&uuml;digkeit. Trotzdem gibt es keine Alternative, die mit der Demokratie kompatibel w&auml;re. [&hellip;]<br>\nIn der Demokratie muss das Parlament der Ort der Kommunikation sein. Hier m&uuml;ssen die unterschiedlichen Interessen aufeinanderprallen, L&ouml;sungsans&auml;tze diskutiert werden und die wichtigen Weichenstellungen vorgenommen werden. Das schafft Transparenz und Vertrauen. Diese Kommunikationsfunktion erf&uuml;llt der Bundestag in der Pandemie nicht. Er tr&auml;gt fast nichts zum &ouml;ffentlichen Diskurs bei.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/deutschland\/2021-04\/ausgangssperren-deutschland-verfassung-corona-neuinkfektionen-demokratie\/komplettansicht\">Zeit Online<\/a><\/p>\n<p><strong>dazu: Medien bauen ein Narrativ auf: &ldquo;Mehrheit der Deutschen&rdquo; f&uuml;r weitere Einschr&auml;nkungen<\/strong><br>\nSeit Anfang April wird von der deutschen Medienlandschaft die Nachricht verbreitet, die &ldquo;Mehrheit der Deutschen&rdquo; sei f&uuml;r einen h&auml;rteren Lockdown, f&uuml;r Ausgangssperren und f&uuml;r Reiseverbote. Die Grundlage der zigfachen Meldungen der vergangenen Tage ist eine Online-Umfrage mit 2.073 Teilnehmern.<br>\nSeit Anfang April h&auml;ufen sich die Meldungen in den deutschen Medien, dass sich die deutsche Bev&ouml;lkerung mehrheitlich f&uuml;r einen h&auml;rteren Lockdown aussprechen w&uuml;rde. Die Deutsche Presse-Agentur (dpa) ver&ouml;ffentlichte zwischen dem 2. und 4. April f&uuml;nf Umfrageergebnisse, die jeweils von zahlreichen Medienanbietern aufgegriffen wurden. Demnach spr&auml;chen sich jeweils Mehrheiten f&uuml;r einen h&auml;rteren Lockdown, f&uuml;r n&auml;chtliche Ausgangssperren, f&uuml;r eine &Uuml;bergabe von mehr Kompetenzen an die Bundesregierung, f&uuml;r ein Verbot von Auslandsreisen und f&uuml;r das Zuhausebleiben an Ostern aus.<br>\nEs entsteht dabei ein Bild, ein gro&szlig;er Teil der Bev&ouml;lkerung &ndash; eine &ldquo;Mehrheit der Deutschen&rdquo; &ndash; w&uuml;rde in zahlreichen Umfragen seine Zustimmung zu versch&auml;rften Corona-Ma&szlig;nahmen geben. Tats&auml;chlich beruhen die f&uuml;nf Ergebnisse allesamt auf einer Online-Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov, an der zwischen dem 30. M&auml;rz und 1. April 2.073 Personen teilnahmen. Die dpa schreibt: &ldquo;Die Ergebnisse wurden gewichtet&rdquo; und sollen &ldquo;repr&auml;sentativ f&uuml;r die deutsche Bev&ouml;lkerung ab 18 Jahren&rdquo; sein. Wird hier auf einer d&uuml;nnen Faktenbasis Meinungsmache betrieben?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/de.rt.com\/meinung\/115403-medien-bauen-narrativ-auf-mehrheit\/\">Mark Hadyniak in RT DE<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Das unerreichbare Ziel<\/strong><br>\nDie Unf&auml;higkeit der Regierung bestand also nicht darin, dass sie keine &bdquo;Osterruhe&ldquo; durchsetzen konnte, sondern darin, dass sie es &uuml;berhaupt versucht hat. Merkel und ihre Virusj&auml;ger haben im vergangenen Jahr unheimlich viel Zeit und Glaubw&uuml;rdigkeit damit vergeudet, etwas zu versuchen, was sie nicht k&ouml;nnen und auch nicht k&ouml;nnen sollen: ein &uuml;ber die Atemwege &uuml;bertragbares Virus in einer freien Gesellschaft auszurotten. Und viel zu wenig Zeit damit, das zu tun, was sie eigentlich k&ouml;nnen m&uuml;ssten: Impfstoff und Coronatests besorgen, das Gesundheitssystem besser ausstatten, die Schulen schneller digitalisieren, die Alten und Schwachen besser sch&uuml;tzen.<br>\nAngela Merkel h&auml;lt sich zugute &ndash; und wird von ihren Huldigern daf&uuml;r gelobt &ndash;, dass sie die ganze Zeit auf die Wissenschaft geh&ouml;rt habe. Aber das allein bedeutet gar nichts.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/jaugstein\/das-unerreichbare-ziel\">Jakob Augstein in der Freitag<\/a><\/li>\n<li><strong>Jens Wendehals Spahn will nun Privilegien f&uuml;r Geimpfte, die er vorher so entschieden abzulehnen vorgegeben hat<\/strong><br>\nWer noch nicht zum Vollzyniker geworden ist, dem muss es den Magen umdrehen. Unser Bundesgesundheitsminister, der noch vor vier Monaten betont hatte, gegenseitige R&uuml;cksicht verbiete Privilegien f&uuml;r Geimpfte, will diese nun. Wo sind die Beteuerungen geblieben, es werde keine Impflicht geben, auch nicht durch die Hintert&uuml;r? Was sagen die &ldquo;Faktenchecker&rdquo; dazu, die das &ldquo;Geraune&rdquo; von Impfpflicht als Verschw&ouml;rungsglauben entlarvt hatten?<br>\nAm 4. April war in der Zeit zu lesen, dass, wer gegen das Coronavirus geimpft ist, nach Pl&auml;nen von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn in den n&auml;chsten Wochen bestimmte Freiheiten zur&uuml;ckbekommen soll. Der CDU-Politiker und langj&auml;hrige, ausweislich seines Immobilienbesitzes wohl erfolgreiche Pharma-Lobbyist sagte der Bild am Sonntag.<br>\n&ldquo;Wer geimpft ist, kann ohne weiteren Test ins Gesch&auml;ft oder zum Friseur. Zudem m&uuml;ssen nach Einsch&auml;tzung des RKI vollst&auml;ndig Geimpfte auch nicht mehr in Quarant&auml;ne.&rdquo;<br>\nAm 28.12.2020 war dagegen auf ZDF-Online zu lesen gewesen, Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) lehne Sonderrechte f&uuml;r Geimpfte ab:<br>\n&ldquo;Viele warten solidarisch, damit einige als Erste geimpft werden k&ouml;nnen. Und die Noch-Nicht-Geimpften erwarten umgekehrt, dass sich die Geimpften solidarisch gedulden&rdquo;, sagte Spahn den Zeitungen der &ldquo;Funke-Mediengruppe&rdquo; laut Vorabbericht. &ldquo;Keiner sollte Sonderrechte einfordern, bis alle die Chance zur Impfung hatten.&rdquo;<br>\nSpahn wurde weiter zitiert mit den sch&ouml;nen Worten, es sei gegenseitige R&uuml;cksicht, die die Nation zusammenhalte. Zuvor h&auml;tten sich schon Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) und der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach gegen Privilegien f&uuml;r Geimpfte ausgesprochen. (&hellip;)<br>\nMenschen mit einem Mindestmisstrauen in die Obrigkeit wussten schon vor einem Jahr wohin der Hase laufen soll. (&hellip;)<br>\nWas Spahn jetzt vorschl&auml;gt, ist ohne die von der Regierung und der EU ohnehin schon geplanten standardisierten Impfp&auml;sse nicht umzusetzen. Wie und warum Spahn schon lange an diesen Impfpass-Pl&auml;nen arbeiten und trotzdem noch Ende Dezember so tun konnte, als wolle er keine Privilegien f&uuml;r Geimpfte, bleibt sein Geheimnis.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/norberthaering.de\/die-regenten-der-welt\/jens-wendehals-spahn\/\">Norbert H&auml;ring<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Neben Bundesminister Scheuer bekommt auch Herr Spahn zunehmend ein Glaubw&uuml;rdigkeitsproblem. Hat der <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=42606\">Pharmalobbyist<\/a> im Bundesministerium f&uuml;r Gesundheit gelogen?<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Initiative f&uuml;r Corona-Impfpass ohne belastbare Daten?<\/strong><br>\nVorsto&szlig; von Gesundheitsminister Spahn basierte offenbar nur auf Kurzinfo des RKI. Institut best&auml;tigt: &ldquo;Keine weiteren Untersuchungen&rdquo;<br>\nBundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat seine Initiative f&uuml;r mehr Rechte f&uuml;r Geimpfte in der Corona-Pandemie offenbar ohne belastbare wissenschaftliche Daten ergriffen. Ein entsprechender Vorsto&szlig;, den Spahn in der Bild am Sonntag &ouml;ffentlich gemacht hat, basiert nach Recherchen von Telepolis offenbar lediglich auf einer Kurzinformation des Pr&auml;sidenten des Robert-Koch-Instituts (RKI), Lothar Wieler, vom 31. M&auml;rz. Das Dokument f&uuml;hrt keine belastbaren Daten oder gar neuen Erkenntnisse an.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Initiative-fuer-Corona-Impfpass-ohne-belastbare-Daten-6008061.html\">Telepolis<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>EMA-Direktorin war jahrelang Lobbyistin der gr&ouml;&szlig;ten europ&auml;ischen Pharmaorganisation<\/strong><br>\nBis 1998 vertrat Emer Cooke die Interessen von Konzernen wie AstraZeneca und Pfizer in dem europ&auml;ischen Dachverband der Pharmaindustrie. Im November 2020 wurde sie EMA-Direktorin. Einen Monat sp&auml;ter erhielt der Corona-Impfstoff von Pfizer die EU-Zulassung, wenig sp&auml;ter der von AstraZeneca. Sie gilt zudem als vehemente Verteidigerin von AstraZeneca trotz zahlreich gemeldeter Nebenwirkungen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/de.rt.com\/europa\/115540-ema-direktorin-jahrelang-lobbyistin-pharmaindustrie\/\">RT DE<\/a><\/li>\n<li><strong>Wiener Verwaltungsgericht stellt sich gegen das Corona-Regime &ndash; und keinen interessiert es<\/strong><br>\nDieses sensationelle Urteil, das die zentrale Argumentationskette des gesamten, &uuml;ber ein Jahr bestehenden &ouml;sterreichischen Corona-Regimes kippt, ergibt sich aus einem Schiedsspruch, den die Freiheitliche Partei &Ouml;sterreichs (FP&Ouml;) gegen die Landespolizeidirektion Wien erstritten hat. Dabei ging es um die polizeiliche Untersagung einer f&uuml;r den 31. Januar 2021 angemeldeten Demonstration, die sich unter anderem gegen Ausgangssperren wandte. Dem Demo-Verbot zum Trotz waren damals Zehntausende in die Wiener Innenstadt gestr&ouml;mt, um ihrem Unmut in Form von &ldquo;Spazierg&auml;ngen&rdquo; Ausdruck zu verleihen. Die FP&Ouml; klagte gegen das Verbot und bekam nun, drei Monate sp&auml;ter, Recht.<br>\nDie Urteilsbegr&uuml;ndung hat es in sich. Folgt man ihr, was in einem Rechtsstaat eigentlich selbstverst&auml;ndlich w&auml;re, dann m&uuml;sste das gesamte Corona-Regime der Regierung zusammenbrechen und die politisch Verantwortlichen m&uuml;ssten zur Rechenschaft gezogen werden. Diese Sprengkraft des Urteils vor Augen wird die Polizeidirektion versuchen, beim Verfassungsgerichtshof Revision einzulegen; Politik und f&uuml;hrende Medien des Landes &uuml;ben sich in der Zwischenzeit im Totschweigen des Urteils. Auch in Deutschland. (&hellip;)<br>\nDas Wiener Verwaltungsgericht geht noch einen Schritt weiter und nimmt dem PCR-Test und mithin der kr&auml;ftigsten S&auml;ule der Regierungspolitik seine Beweiskraft. Dazu zitiert es mehrere Studien, die zeigen, dass &ldquo;der PCR-Test nicht zur Diagnostik geeignet ist und daher f&uuml;r sich alleine nichts zur Krankheit oder einer Infektion eines Menschen aussagt&rdquo;. Dem gr&uuml;nen Gesundheitsminister Rudolf Anschober und dessen Falldefinition COVID-19 fehlen mithin die Erfordernisse, Menschen als &ldquo;krank&rdquo; bzw. als &ldquo;infiziert&rdquo; zu bezeichnen. Das Gericht scheut nicht davor zur&uuml;ck, das ganze Getue um Testen und Inzidenzen, mit dem t&auml;glich Angst verbreitet wird, klar zu benennen: &ldquo;Sollte die Corona-Kommission die Fallzahlen des Gesundheitsministers zugrunde gelegt haben, und nicht jene der WHO, so ist jegliche Feststellung der Zahlen f&uuml;r &lsquo;Kranke\/Infizierte&rsquo; falsch.&rdquo;<br>\nAuf der letzten Seite des Urteilsspruches wird dann die ganze Misere der kopflosen Corona-Politik schonungslos angesprochen: &ldquo;Insgesamt ist bez&uuml;glich &lsquo;Information&rsquo; des Gesundheitsdienstes der Stadt Wien und der darauf fu&szlig;enden Begr&uuml;ndung des Untersagungsbescheides (der Demo, d. A.) festzuhalten, dass zum Seuchengeschehen keine validen und evidenzbasierten Aussagen und Feststellungen vorliegen.&rdquo; Ein politischer Offenbarungseid nach mehr als zw&ouml;lf Monaten!<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/de.rt.com\/meinung\/115492-wiener-verwaltungsgericht-stellt-sich-gegen-das-corona-regime-und-keinen-interessiert-es\/\">Hannes Hofbauer in RT DE<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Was wohl geschehen w&uuml;rde, wenn ein vergleichbares Urteil hierzulande gef&auml;llt werden w&uuml;rde?<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Mangelhafte Schutzmasken: Immer mehr Produkte m&uuml;ssen zur&uuml;ckgerufen werden<\/strong><br>\nTausende Atemschutzmasken d&uuml;rfen an Schulen, in Pflegeheimen und anderen Einrichtungen nicht mehr verwendet werden, da sie nach &Uuml;berpr&uuml;fung als nicht verkehrsf&auml;hig beurteilt wurden. Unter den betroffenen Herstellern fallen Unternehmen auf, die vorher keine Erfahrung mit Schutzmaskenproduktion hatten, sondern branchenfremd eingestiegen sind. Experten sehen die Schuld auch beim Bund, der die Anforderungen an die Maskenproduktion in der Ausschreibung unzureichend definiert hat.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.daserste.de\/information\/wirtschaft-boerse\/plusminus\/sendung\/swr\/masken-mangelhaft-100.html\">plusminus<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers R.D.:<\/strong> Was Plusminus da aufzeigt, ist, wenn man sich gedanklich versucht n&auml;her mit dem Ablauf zu besch&auml;ftigen, ein ungeheuerlicher Skandal. Da reicht es aus meiner Sicht nicht mehr aus, zu sagen, man habe sich nach der Pandemie vermutlich viel zu verzeihen, wie Herr Spahn damals meinte. Ein solches Versagen auf ganzer Linie ist nicht mehr zu verzeihen. Herr Spahn will wohl Herrn Scheuer &uuml;berbieten.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Bewegungsmangel ist ein globaler Killer<\/strong><br>\nDas Coronavirus t&ouml;tet weltweit Millionen Menschen. Das Gleiche l&auml;sst sich &uuml;ber k&ouml;rperliche Inaktivit&auml;t sagen, wobei es grosse regionale Unterschiede gibt.<br>\nWir alle starren wie gebannt auf die t&auml;glich ansteigende Zahl der Corona-bedingten Todesf&auml;lle. Sie liegt mittlerweile bei knapp 2,9 Millionen. Eine andere Pandemie macht weniger Schlagzeilen, f&uuml;hrt aber nicht weniger h&auml;ufig zum Tod: die k&ouml;rperliche Inaktivit&auml;t. Sie beg&uuml;nstigt eine Vielzahl von Krankheiten, die Menschen fr&uuml;hzeitig sterben lassen. Nach einer neuen Sch&auml;tzung von amerikanisch-kanadischen Forschern d&uuml;rften 2016 weltweit knapp 4 Millionen Personen an den Folgen von Bewegungsmangel gestorben sein.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nzz.ch\/wissenschaft\/bewegungsmangel-fast-jeder-zehnte-todesfall-haengt-damit-zusammen-ld.1609594\">NZZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Sehr interessant, um einmal eine Verh&auml;ltniszahl zu Corona zu bekommen und zum Geschwurbel, dass der Schutz der Gesundheit der kategorische Imperativ allen staatlichen Handelns sein soll. Die weltweit 4 Millionen Personen, die an den Folgen von Bewegungsmangel gestorben sind, haben bisher niemanden gro&szlig; gest&ouml;rt und das k&ouml;nnte man weiter fortsetzen mit den j&auml;hrlich 1,2 Millionen Menschen, die laut dem WHO Global tuberculosis report an Tuberkulose sterben, wobei diese Krankheit behandelbar und vollst&auml;ndig heilbar ist. Die durch das HIV-Virus verursachte und seit 40 Jahren grassierende Pandemie, mit weltweit bisher 32 Millionen Todesopfern l&auml;uft sogar v&ouml;llig unter dem Horizont &ouml;ffentlicher Aufmerksamkeit. Was wohl daran liegt, dass die meisten Infizierten und die meisten Toten in Afrika zu verzeichnen sind. Was erstaunt, wo doch inzwischen die radikalsten Lockdownanh&auml;nger auf der Seite der Linken zu finden sind.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Steuerparadiese und Kapitalflucht<\/strong><br>\n&ldquo;Ich glaube, dass Banken gef&auml;hrlicher sind als Armeen&rdquo; (ehemaliger US-Pr&auml;sident Thomas Jefferson)<br>\nDie Macht und der Reichtum der gr&ouml;&szlig;ten Banken und Finanzinstitute ist eines der am wenigsten beachteten Themen in der Gesellschaft. Sie sind Teil eines ausbeuterischen Finanzsystems, dessen Folgen genauso schlimm sind wie Kriege und das zu Tod, Hunger, Armut, Unterern&auml;hrung und Krankheit in gro&szlig;em Ausma&szlig; beitr&auml;gt. Obwohl wir seit der Krise von 2007 ein gr&ouml;&szlig;eres Verst&auml;ndnis f&uuml;r die Probleme haben, die unethische Finanziers verursachen k&ouml;nnen, wird immer noch wenig dar&uuml;ber gesprochen, wie Banken riesige Mengen an Reichtum aus armen L&auml;ndern herausziehen.<br>\n(&hellip;) Der Diebstahl des Reichtums einer Nation ist eine &auml;u&szlig;erst bedeutende Quelle f&uuml;r Armut. Anf&uuml;hrer aus armen L&auml;ndern transferieren Geld auf Bankkonten anderswo. Dies ist als Kapitalflucht bekannt. In diesem Zusammenhang ist Kapital nur ein anderes Wort f&uuml;r Geld. Als 1979 Inspektoren untersuchten, was aus dem Geld geworden war, das Nicaragua geliehen worden war, stellten sie fest, dass drei Viertel davon schnell gestohlen und vom herrschenden Diktator im Ausland deponiert worden waren. Es wird angenommen, dass ein &auml;hnlicher Anteil aller Kredite an S&uuml;damerika gestohlen wird.<br>\n(&hellip;) In einer leicht ironischen Wendung sagte eine der Personen, die gro&szlig;e Mengen an Geld aus ihrem Land gestohlen haben, Imelda Marcos, die Frau des ehemaligen Pr&auml;sidenten der Philippinen, einmal &uuml;ber Schweizer Banken: &ldquo;Es war sehr einfach, dort Geld anzulegen. Aber es war unm&ouml;glich, es herauszunehmen.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/medium.com\/elephantsintheroom\/31-tax-havens-and-capital-flight-f2becf059504\">ElephantsInTheRoom<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Marco Wenzel:<\/strong> Originaltitel: Tax havens and Capital Flight, eigene &Uuml;bersetzung.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Korruption, Ausbeutung und Arbeitsunrecht &ndash; die Profiteure der Corona-Krise<\/strong><br>\nDer Publizist und Sozialphilosoph Dr. Werner R&uuml;gemer berichtet im RT DE-Interview &uuml;ber die Hintergr&uuml;nde der Profitmaximierung in Corona-Zeiten. Was sind die Vorausetzungen daf&uuml;r und wie werden Profiteure aktuell beg&uuml;nstigt?<br>\n(&hellip;) Die &ldquo;Maskendeals&rdquo; sind nur das medieng&auml;ngige Gekr&auml;usel an der Oberfl&auml;che. Aber nach den geltenden Gesetzen sind solche Gesch&auml;fte und solche Formen der Selbstbereicherung zul&auml;ssig: Deutsche Abgeordnete d&uuml;rfen ganz legal gleichzeitig Unternehmer, Unternehmenslobbyisten, hochverdienende Wirtschaftsanw&auml;lte und auch gleichzeitig Mitglieder mehrerer Unternehmens-Aufsichtsr&auml;te sein, d&uuml;rfen Briefkastenfirmen in Finanzoasen gr&uuml;nden, d&uuml;rfen &ldquo;Nebeneink&uuml;nfte&rdquo; haben, die ein Mehrfaches der hohen Abgeordneten-Di&auml;ten betragen. Daf&uuml;r haben im Bundestag vor allem die Parteien CDU, CSU und FDP gesorgt: Sie werden seit Gr&uuml;ndung der Bundesrepublik Deutschland ganz legal von gro&szlig;en privaten Unternehmen wie BMW und Siemens und der Deutschen Bank dauerfinanziert. Insbesondere CDU, CSU und FDP sind legalisierte Unternehmer-Parteien.<br>\nDeshalb: Die paar Milli&ouml;nchen, die das schmutzige halbe Dutzend CDU- und CSU-Abgeordneter jetzt bei den Maskendeals verdient haben, sind nur Peanuts im Vergleich zu den Dauer-Gewinnern der von der Unternehmerlobby bestimmten Politik &ndash; CDU, CSU und FDP sind ihr wichtigster parlamentarischer Arm. Aber auch SPD und Gr&uuml;ne, wenn sie in der Regierung sind, trugen und tragen das mit.<br>\nKommen wir zum Gesundheitsbereich: Diese Parteien haben ihn seit den 1990er Jahren privaten Investoren ausgeliefert. Die Investoren haben &ouml;ffentliche Krankenh&auml;user aufgekauft und daraus private Ketten gebildet: Rh&ouml;n-Kliniken, Fresenius, Asklepios sind die gr&ouml;&szlig;ten. Zehntausende Arbeitspl&auml;tze von Pflegern wurden abgebaut, die verbliebenen Pfleger werden schlecht bezahlt, teilweise sind es Leiharbeiter.<br>\nGleichzeitig wird die teure Apparatemedizin gef&ouml;rdert, die von Privatunternehmen geliefert wird. M&ouml;glichst viele Dienste wie Reinigung, Essensversorgung, innerh&auml;usige Transporte, W&auml;sche, Dokumentation, Reparaturen, Sicherheit sind an Subunternehmer mit Niedrigl&ouml;hnen ausgelagert. Auch Altenheime, Pflege- und Labordienste wurden in private Ketten integriert. So hat etwa der &ldquo;Heuschrecken&rdquo;-Investor Waterland im letzten Jahrzehnt 120 Reha-Kliniken zusammengekauft, mithilfe von McKinsey die Median-Kette gebildet und wirbt Billigpfleger aus Osteuropa an.<br>\nInsgesamt werden die privaten Gewinne gnadenlos abgesch&ouml;pft. In diesem unhygienischen Normalbetrieb sterben j&auml;hrlich mindestens 20.000 Patienten durch Infektionen, die erst im Krankenhaus verursacht werden &ndash; aber das hat die Corona-Gesundheitsapostel wie Merkel, Spahn, S&ouml;der, Laschet und Chef-Virologen wie Drosten nie gest&ouml;rt.<br>\n(&hellip;) Ungleich mehr als die Maskendealer verdienen die von der Bundesregierung beauftragten privaten Beratungskonzerne. F&uuml;r sie haben Merkel &amp; Co im Pandemie-Jahr die Ausgaben verdoppelt, auf 433 Millionen Euro. Ein Profiteur war etwa die bekannte Wirtschaftspr&uuml;fungsfirma Ernst &amp; Young (EY)&hellip;<br>\n(&hellip;) Die EU-Oberen wie die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Pr&auml;sidentin der Europ&auml;ischen Kommission Ursula von der Leyen spielen sich gegen&uuml;ber Russland und China als Menschenrechtler auf, aber f&ouml;rdern selbst millionenfache, ausbeuterische Verletzungen von Menschenrechten &ndash; schon vor und verst&auml;rkt mit Corona.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/de.rt.com\/gesellschaft\/115434-korruption-ausbeutung-und-arbeitsunrecht-profiteure\/\">RT<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Arbeitnehmerrechte sind keine Jobkiller<\/strong><br>\nDie vom kapitalnahen Mainstream der &Ouml;konomie gern verbreitete These, dass eine Deregulierung des Arbeitsmarktes gegen Arbeitslosigkeit helfe, l&auml;sst sich mit wissenschaftlichen Erkenntnissen nicht belegen, zeigt Philipp Heimberger in diesem Gastkommentar.<br>\n(&hellip;) Entlassungsh&uuml;rden erh&ouml;hen Arbeitslosigkeit nicht<br>\nIn einer Studie, die ich im November ver&ouml;ffentlicht habe, zeige ich, dass die Fokussierung auf Besch&auml;ftigungsschutz als Ursache f&uuml;r gestiegene Arbeitslosenquoten durch die praktische Erfahrung nicht gedeckt ist. Die wissenschaftliche Literatur liefert mehr als 850 Untersuchungsergebnisse zur Wirkung von Schutzbestimmungen auf Arbeitslosenquoten. Nur wenige Studien legen den Schluss nahe, dass strikterer Besch&auml;ftigungsschutz zu h&ouml;herer Arbeitslosigkeit f&uuml;hrt.<br>\nDer Gro&szlig;teil der Sch&auml;tzungen best&auml;tigt das jedoch nicht: Die pr&auml;zisesten empirischen Ergebnisse liegen nahe bei null, und auch der gesch&auml;tzte Durchschnittseffekt von strikterem Besch&auml;ftigungsschutz auf die Arbeitslosigkeit &uuml;ber alle Studien hinweg ist null.<br>\nWenn wirtschaftspolitische Initiativen in der Zeit nach Corona darauf abzielen sollten, durch eine Lockerung des Besch&auml;ftigungsschutzes die Arbeitslosigkeit zu bek&auml;mpfen, ist deshalb eine kritische Haltung angezeigt. Ein Abbau von Schutzvorschriften bei Arbeitsvertr&auml;gen mag zu sinkenden Kosten f&uuml;r Unternehmen f&uuml;hren und in eine politische Agenda der zunehmenden Prekarisierung von arbeitenden Menschen passen. Er ist jedoch kein Mittel zur Senkung von Arbeitslosigkeit.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/norberthaering.de\/gastbeitrag\/arbeitnehmerrechte-hemberger\/\">Norbert H&auml;ring<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Erntehelfer:innen ohne Krankenversicherung?<\/strong><br>\nVon Jessica Reisner &ndash;<br>\nLandwirtschaftsministerium bejubelt Ausweitung der Besch&auml;ftigung ohne Sozialversicherung &ndash; Agentur f&uuml;r Arbeit beschafft billige Arbeitskr&auml;fte aus Georgien<br>\nGibt es in Deutschland eigentlich eine erfolgreichere Lobbyistin als Julia Kl&ouml;ckner? Als Sprechpuppe des Deutschen Bauernverbandes leistet sie f&uuml;r ihr Klientel enormes und pfeift dabei auf Klimaschutz, Tierwohl und Menschenrechte&hellip;<br>\n(&hellip;) Eben diese Versorgungssicherheit sei aber gef&auml;hrdet, weil man pandemiebedingt nicht gen&uuml;gend Erntehelfer f&auml;nde, klagen Bauern. Dabei ist der Befund laut Tagesschau ein anderer: Polen arbeiten jetzt eher als Vorarbeiter und unter Rum&auml;nen und Bulgaren haben sich die lausigen Bedingungen f&uuml;r Saisonarbeiter in Deutschland wohl herumgesprochen. Es ist gar nicht mehr so leicht, Wanderarbeiter:innen zu finden, die die schwere k&ouml;rperliche Arbeit f&uuml;r 9,50 Euro auf sich nehmen wollen.<br>\nDoch statt Abhilfe zu schaffen und h&ouml;here L&ouml;hne zu zahlen, werden jetzt Georgier &bdquo;ausprobiert&ldquo;&hellip; Und das Beste: Landwirte brauchen, um Georgier:innen f&uuml;r sich arbeiten zu lassen nicht einmal selbst aktiv werden. Die Bundesagentur f&uuml;r Arbeit wirbt stattdessen f&uuml;r sie 5.000 Menschen aus Georgien an und k&uuml;mmert sich laut Tagesschau nicht nur um deren Arbeitsvertr&auml;ge, sondern auch ihre Anreise.<br>\n(&hellip;) Insbesondere, da die Dauer von 102 Tage sich nicht auf die Dauer des Aufenthaltes bezieht, sondern reine Arbeitstage meint. Selbst bei einer 6-Tage-Woche kommt man so auf eine verischerungsfreie Zeit von rund 17 Wochen, also gute vier Monate&hellip;<br>\n(&hellip;) Die Einreise aus Hochindzidenz- oder Risikogebieten ist keineswegs verboten. F&uuml;r diesen Fall ist eine Arbeitsquarant&auml;ne vorgesehen:<br>\n&bdquo;Das Verlassen der Unterbringung ist nur zur Aus&uuml;bung der T&auml;tigkeit gestattet. Nach diesem Regelungsvorschlag des Bundes ist ein Arbeiten unter strengen Schutzma&szlig;nahmen unmittelbar nach Einreise m&ouml;glich.&ldquo; Damit w&auml;re der f&uuml;r die Landwirte vermutlich wichtigste Punkt ja gekl&auml;rt: die Billigl&ouml;hner d&uuml;rfen nach der Anreise sofort auf das Feld geschickt werden&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/arbeitsunrecht.de\/erntehelferinnen-ohne-krankenversicherung\/\">Arbeitsunrecht<\/a>\n<p><strong>dazu: Erntehelfer besser sch&uuml;tzen!<\/strong><br>\nAuf Betreiben des Landwirtschaftsministeriums hat die Bundesregierung erneut die sozialversicherungsfreie Zeit f&uuml;r Erntehelfer*innen ausgeweitet. Bereits im vergangenen Jahr wurde die Regelung von M&auml;rz bis Oktober von 70 auf 115 Tage ausgedehnt; nunmehr sollen es 102 Tage werden. DGB-Vorstandsmitglied Anja Piel warnt vor unverantwortbaren Zust&auml;nden bei der Ernte:<br>\n&bdquo;Eine urspr&uuml;ngliche Ausnahmeregelung f&uuml;r Ferienjobs soll nun offenbar Standard f&uuml;r die Einstellung von Erntehelfer*innen werden, wenn es nach Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Kl&ouml;ckner geht. Die Erweiterung der sozialversicherungsfreien Zeit von 50 auf &uuml;ber hundert Tage geht voll zu Lasten der Erntehelfer. Wieder einmal wird deutlich, was f&uuml;r Julia Kl&ouml;ckner Vorrang hat: eben nicht das Wohl derer, die f&uuml;r uns die Erntearbeit erledigen, sondern vor allem die Interessen der Agrarlobby. Wenn wir hier nicht nachbessern, bekommen wir in der Landwirtschaft die gleichen katastrophalen Zust&auml;nde wie in der Fleischbranche. Wir fordern, dass der Bundestag diese Regelung noch abwendet. Es darf keinen Freifahrtschein geben, der die Rechte der vielfach prek&auml;r Besch&auml;ftigten Erntehelfer*innen weiter aush&ouml;hlt. Arbeitsbedingungen mit Mindestlohnbetrug, miesen Unterk&uuml;nften und schlechtem Hygieneschutz sind menschenunw&uuml;rdig und in der Pandemie brandgef&auml;hrlich.<br>\nDie Versicherung in einer Krankenkasse darf nicht nur ein Feigenblatt der Arbeitgeber werden. Es darf keine weiteren Ausnahmen geben: Wer hier arbeitet, muss auch sozialversichert werden. Dass in Deutschland das Lohngef&auml;lle in Europa auch in dieser Erntesaison wieder ausgenutzt werden kann, ist eine sozialpolitische Bankrotterkl&auml;rung der Ministerin.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.dgb.de\/presse\/++co++e9af7186-920d-11eb-b761-001a4a160123\">DGB<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Groko ignoriert eigene Berater*innen: Kein gesundes Essen mit Hartz IV<\/strong><br>\nHartz IV reiche nicht aus f&uuml;r eine ausgewogene Ern&auml;hrung, sagen Berate&shy;r*innen im Agrarministerium. Das Arbeitsministerium sieht das anders. [&hellip;]<br>\nDer Regelsatz liegt aktuell f&uuml;r Alleinstehende bei 446 Euro im Monat. Neben Erwerbslosen m&uuml;ssen auch Kinder, Menschen mit Behinderung oder altersarme Menschen ihr Leben von der Grundsicherung bestreiten. F&uuml;r Lebensmittel und Getr&auml;nke sind f&uuml;r Singles dabei aktuell rund 5,09 Euro t&auml;glich als Ausgabenposten vorgesehen. F&uuml;r Kinder und Jugendliche sowie Menschen in Paarhaushalten liegt der Betrag noch niedriger.<br>\nDamit k&ouml;nne man sich nicht gesund ern&auml;hren, betont die Soziologieprofessorin Sabine Pfeiffer von der Universit&auml;t Erlangen-N&uuml;rnberg, wo sie zu Ern&auml;hrungsarmut in Deutschland forscht. &bdquo;Gerade wenn Menschen l&auml;nger im Bezug sind, stellt das f&uuml;r sie ein manifestes Problem dar. Eine kurze Zeit kann man mit so wenig Geld &uuml;ber die Runden kommen, aber umso l&auml;nger man die Grundsicherung bezieht, desto weniger leicht lassen sich anfallende Posten ausgleichen.&ldquo;<br>\nPfeiffer fordert entsprechend eine Erh&ouml;hung der Regels&auml;tze. &bdquo;Dass wir sagen, hier muss keine oder keiner verhungern, kann in einem Land wie Deutschland nicht der Ma&szlig;stab sein.&ldquo; Ern&auml;hrung sei kein Luxusthema, betont die Forscherin.<br>\nDie SPD hat sich der Regelsatzermittlung in ihrem Wahlprogramm-Entwurf angenommen. Dort hei&szlig;t es jedoch nur vage: &bdquo;Die Kriterien zur Regelsatzermittlung werden wir weiterentwickeln und Betroffene und Sozialverb&auml;nde miteinbeziehen.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/taz.de\/Groko-ignoriert-eigene-Beraterinnen\/!5759046\/\">taz<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Olaf Scholz senkt Renten bei Riester, R&uuml;rup und Co.<\/strong><br>\nErneut sinkt der Zins f&uuml;r Lebensversicherungen. Wer lange in eine Riester- oder R&uuml;rup-Rente eingezahlt hat, ist schlecht dran. Denn angespartes Kapital muss er verrenten lassen, und diese Zwangsrente wird deutlich sinken.<br>\nSparen Sie f&uuml;r eine Riester- oder R&uuml;rup-Rente? Zahlen Sie brav regelm&auml;&szlig;ig in eine Direktversicherung beim Arbeitgeber oder einfach in einen privaten Rentenversicherungsvertrag ein? Dann gilt Ihnen an dieser Stelle mein ausdr&uuml;ckliches Bedauern. Bei sehr vielen Vertr&auml;gen werden demn&auml;chst die garantierten Renten gesenkt. Die Verordnung, die daran schuld ist, kommt aus dem Bundesfinanzministerium von Olaf Scholz und wird in brachialer Geschwindigkeit, ohne Einbezug von Parlament oder Bundesl&auml;ndern, durchgepeitscht. Ein vermutlich erw&uuml;nschter Nebeneffekt: F&uuml;r neue Rentenversicherungsvertr&auml;ge gehen die Provisionen f&uuml;r die Vertreter in ungeahnte H&ouml;hen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.manager-magazin.de\/finanzen\/versicherungen\/riester-und-ruerup-rente-durch-zwangsversicherung-zur-rentenkuerzung-a-d897dac4-f273-41d9-81a3-f2a6286489f2\">manager magazin<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Wie die Nebengesch&auml;fte der Union gerade die Energiewende bremsen<\/strong><br>\nSchon im vergangenen Dezember w&auml;re eine Einigung auf neue Ausbauziele &uuml;berf&auml;llig gewesen. Doch statt zu Potte zu kommen, verst&auml;ndigten sich SPD und CDU nur darauf, sich sp&auml;testens drei Monate sp&auml;ter einigen zu wollen.<br>\nJetzt ruhen die Verhandlungen wieder. Und zwar &ndash; das muss man wohl leider so sagen &ndash; aus einem guten Grund: Die Nebengesch&auml;fte des CDU-Bundestagsabgeordneten Joachim Pfeiffer. Er betreibt neben seinem Bundestagsmandat zwei Beratungsfirmen. F&uuml;r wen die t&auml;tig sind? Dar&uuml;ber gibt Pfeiffer keine Auskunft.<br>\nPfeiffer ist seit 2014 wirtschafts- und energiepolitischer Sprecher der Unionsfraktion im Parlament und hat sich als solcher immer wieder kritisch zum Ausbau der Erneuerbaren ge&auml;u&szlig;ert. (Wie &uuml;brigens auch andere Unionspolitiker, die gute Beziehungen zur fossilen Lobby pflegen. Christian St&ouml;cker gibt hier beim Spiegel einen lesenswerten &Uuml;berblick.)<br>\nSeit &uuml;ber Pfeiffers Nebent&auml;tigkeiten berichtet wird, zweifelt die SPD an seiner energiepolitischen Unabh&auml;ngigkeit. Mitte M&auml;rz legten die Sozialdemokraten die Gespr&auml;che zu den Erneuerbaren deshalb auf Eis.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.piqd.de\/klimawandel\/wie-die-nebengeschafte-der-union-gerade-die-energiewende-bremsen\">piqd<\/a>\n<p><strong>dazu: Kraftwerke vor Quecksilber-Grenzwerten gesch&uuml;tzt<\/strong><br>\nKurz vor ihrer endg&uuml;ltigen Verabschiedung scheitern sch&auml;rfere Grenzwerte f&uuml;r Kraftwerksemissionen im Bundesrat &ndash; trotz eines fast vierj&auml;hrigen Anlaufs. Wie es nun mit der Verordnung f&uuml;r Gro&szlig;feuerungsanlagen weitergeht, ist unklar.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.klimareporter.de\/strom\/kraftwerke-vor-quecksilber-grenzwerten-geschuetzt\">Klimareporter<\/a><\/p>\n<p><strong>dazu auch: 100 Dinge, die bei der CO2-Wende schieflaufen<\/strong><br>\nErst wollte die GroKo bis Ende 2020 die &Ouml;kostromziele erh&ouml;hen, dann bis Ende M&auml;rz. Beide Male scheiterte sie. Auch sonst l&auml;uft reichlich viel schief auf dem Weg in die Klimaneutralit&auml;t. 100 Beispiele.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/co2-wende-100-dinge-die-schieflaufen-eine-maengelliste-a-cccd07e2-1daa-4825-b2e0-b5cd2795065a\">DER SPIEGEL<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>&ldquo;Ich w&uuml;rde Andi Scheuer nicht mal zum Kaffeekochen einstellen&rdquo;<\/strong><br>\nDer Linken-Politiker Fabio de Masi ist &uuml;ber Parteigrenzen hinweg als Finanzexperte und Korruptionsaufkl&auml;rer angesehen. Bald verl&auml;sst er den Bundestag. Mit einigen Kollegen geht er hart ins Gericht.<br>\n(&hellip;) Es soll nicht generell verboten werden, sich in einem Bereich zu engagieren, wo man sich auskennt. Wir brauchen aber klare Regeln, um Interessenkonflikte zu vermeiden. Dazu z&auml;hlen auch hinreichende Abk&uuml;hlphasen f&uuml;r ehemalige Politiker, die in der Privatwirtschaft t&auml;tig werden.<br>\nWelche Ma&szlig;st&auml;be sind es denn, die Sie an sich und andere anlegen?<br>\nIch besitze etwa keine Aktien. Nicht weil ich gegen Aktienbesitz bin. Aber Abgeordnete wie ich erhalten Insider-Informationen. Und f&uuml;r Abgeordnete und Mitarbeiter von Ministerien gibt es keine hinreichenden Regeln, Insider-Handel zu unterbinden.<br>\nAlso m&uuml;ssten Abgeordnete aus Ihrer Sicht auch Aktienbesitz offenlegen?<br>\nJa, Abgeordnete m&uuml;ssen derzeit nur gr&ouml;&szlig;ere Unternehmensbeteiligungen anzeigen. Sie d&uuml;rfen sogar Spenden von Dritten annehmen. Der Bundestag wird unter anderem deswegen immer wieder vom Europarat ger&uuml;gt.<br>\nWie verbreitet sind denn solche Investments im Bundestag?<br>\nWir sehen ja, was zu den Maskendeals herausgekommen ist. Ich vermute deswegen, dass es ein paar Leute im Parlament gibt, die versuchen mit Aktien politische Entscheidungen zu vergolden&hellip;<br>\nDie Di&auml;t als Abgeordneter darf aber nicht das Taschengeld obendrauf sein. Nebeneink&uuml;nfte sollten auf Heller und Cent offengelegt werden. Derzeit sind Abgeordnete eine Black Box!&hellip;<br>\nW&auml;re Ihre Idealvorstellung also der gl&auml;serne Abgeordnete?<br>\nAuch Abgeordnete haben nat&uuml;rlich Anspruch auf Privatsph&auml;re. Das Ziel ist Transparenz hinsichtlich der Finanzen. Das h&auml;ngt mit der besonderen Vertrauensstellung f&uuml;r Abgeordnete zusammen&hellip;<br>\n(&hellip;) Im Untersuchungsausschuss zu Wirecard haben sie es mit milliardenschwerem Bilanzbetrug zu tun. Welche Rolle spielten die Kontakte in die Politik?<br>\nWirecard war eine Illusionsfabrik. Gewinne und Ums&auml;tze wurden erfunden&hellip; Etliche fr&uuml;here Politiker wie Herr Guttenberg, Herr von Beust und Herr Carstensen haben f&uuml;r Wirecard Klinken geputzt &ndash; etwa bei der Liberalisierung des in Deutschland au&szlig;erhalb von Schleswig-Holstein illegalen Online-Gl&uuml;cksspiels. In diesem Hochrisikobereich f&uuml;r Geldw&auml;sche und Organisierte Kriminalit&auml;t hat Wirecard Zahlungen abgewickelt.<br>\nDer Wirtschaftsrat der CDU wurde von Wirecard gesponsert. Und in &Ouml;sterreich soll Ex-Chef Markus Braun die &Ouml;VP finanziert und der fl&uuml;chtige Manager Jan Marsalek enge Kontakte zur FP&Ouml; gehabt haben.<br>\nWir erhalten sehr viele Zuschriften von Lesern, die sehr entt&auml;uscht sind von den Vorg&auml;ngen, die derzeit &ouml;ffentlich werden. Ist man sich im Bundestag bewusst, wie viel Vertrauen verloren geht?<br>\nIch glaube, es gibt viele Abgeordnete, die das Problem sehen. Es gibt aber auch einige, die glauben, Politik sei ein Investment in den pers&ouml;nlichen Aufstieg. Denn wir sind ja t&auml;glich umgeben von Leuten, die noch viel mehr als wir verdienen.<br>\nWie meinen Sie das?<br>\nIn der Politik ist es wie im Fu&szlig;ball. Wer Erfolg hat ist schnell auch von dubiosen Gestalten umgeben&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.t-online.de\/nachrichten\/id_89770658\/korruption-und-lobbyismus-diaet-darf-nicht-das-taschengeld-sein-interview.html\">t-online<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am Wochenende pr&auml;sentieren wir Ihnen einen &Uuml;berblick &uuml;ber die lesenswertesten Beitr&auml;ge, die wir im Laufe der vergangenen Woche in unseren Hinweisen des Tages f&uuml;r Sie gesammelt haben. Nehmen Sie sich ruhig auch die Zeit, unsere werkt&auml;gliche Auswahl der <a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?cat=19\">Hinweise des Tages<\/a> anzuschauen. 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