{"id":71455,"date":"2021-04-11T11:45:34","date_gmt":"2021-04-11T09:45:34","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=71455"},"modified":"2021-04-11T13:43:22","modified_gmt":"2021-04-11T11:43:22","slug":"wenn-schon-nicht-reisen-wenigstens-dran-denken-ein-politischer-blick-auf-die-ruinen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=71455","title":{"rendered":"Wenn schon nicht reisen &#8211; wenigstens dran denken.  Ein politischer Blick auf die Ruinen"},"content":{"rendered":"<p>Wenige Bauwerke auf dieser Welt genie&szlig;en so viel Bewunderung wie die geheimnisumwitterte H&ouml;hensiedlung Machu Picchu aus der Zeit der Inka in Peru. Trotzdem sind sich Arch&auml;ologen und Historiker nicht ganz dar&uuml;ber im Klaren, warum Machu Picchu &uuml;berhaupt gebaut wurde.  Warum gerade dort &ndash; 80 km von der damaligen Hauptstadt Cusco entfernt &ndash; und weshalb so hoch oben? Wer hat dort gewohnt und was haben die Bewohner getan? Und warum konnte es eines Tages unzerst&ouml;rt verlassen und vom Tropenwald &uuml;berwuchert werden? Zur Beantwortung dieser Fragen gibt es sehr unterschiedliche Thesen &ndash; restlos &uuml;berzeugend ist keine. <strong>Gerhard Fulda<\/strong> ist f&uuml;r die NachDenkSeiten diesen Fragen und Thesen nachgegangen.<br>\n<!--more--><br>\nMutma&szlig;ungen &uuml;ber Sinn und Zweck von Machu Picchu<\/p><ol>\n<li><strong>Viele Theorien<\/strong>\n<p>Wenige Bauwerke auf dieser Welt genie&szlig;en so viel Bewunderung wie die geheimnisumwitterte H&ouml;hensiedlung Machu Picchu aus der Zeit der Inka in Peru. Trotzdem sind sich Arch&auml;ologen und Historiker nicht ganz dar&uuml;ber im Klaren, warum Machu Picchu &uuml;berhaupt gebaut wurde. <\/p>\n<p>Warum gerade dort &ndash; 80 km von der damaligen Hauptstadt Cusco entfernt &ndash; und weshalb so hoch oben? Wer hat dort gewohnt und was haben die Bewohner getan? Und warum konnte es eines Tages unzerst&ouml;rt verlassen und vom Tropenwald &uuml;berwuchert werden?<\/p>\n<p>Zur Beantwortung dieser Fragen gibt es sehr unterschiedliche Thesen &ndash; restlos &uuml;berzeugend ist keine. Auch deshalb nicht, weil sie so gut in die Machtphantasien &agrave; la Trump oder Bolsonaro passen. Viele der Antworten bleiben im Umlauf, weil ohne neue Funde niemand neue Fragen stellen muss. Auch nicht diejenige, ob heutige politische Ideologien vielleicht ganz gut damit zurechtkommen, dass die verschiedenen Mutma&szlig;ungen so harmlos &uuml;berdecken, wie hier ein Volk in Angst gehalten, unterdr&uuml;ckt und ausgebeutet wurde.<\/p>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Eine landwirtschaftliche Versuchsanstalt?<\/strong>\n<p>Ja, die Terrassen von Machu Picchu dienten ganz offenbar auch landwirtschaftlicher Nutzung. Von den kleinen Feldern konnten jedoch nur sehr begrenzte Ertr&auml;ge erwartet werden. Zum Experimentieren gab es fruchtbare Gebiete sehr viel n&auml;her bei der Hauptstadt Cusco und viel leichter zug&auml;ngliche. Landwirtschaftliche Testanpflanzungen mit verschiedenem Saatgut und unterschiedlichen Anbau- und Erntezeiten mussten in dem ganzen gro&szlig;en Reich angelegt werden. Ein abgeschotteter H&ouml;henkamm zwischen zwei Berggipfeln konnte da kaum als erste Wahl gelten.<\/p>\n<p>Im Gegenteil: Die Macht der K&ouml;nige hing auch davon ab, dass Heerscharen von Kriegern ern&auml;hrt wurden. Also mussten alle Erkenntnisse &uuml;ber effizientere Anbaumethoden so schnell wie m&ouml;glich auf gro&szlig;en Anbaufl&auml;chen unterschiedlicher Qualit&auml;t Anwendung finden. Die hohen Kosten und Anstrengungen, die zum Bau auf den Steilh&auml;ngen von Machu Picchu erforderlich waren, h&auml;tten bei dieser Zweckbestimmung anderswo sehr viel wirkungsvoller eingesetzt werden k&ouml;nnen. Es ist schwer, sich dieser Logik zu entziehen. Und trotzdem verschwindet diese These nicht im Papierkorb. Sollte man nicht auf den Gedanken kommen, ob mit der These &lt;landwirtschaftliche Versuchsanstalt&gt; den Schreckensherrschern von damals heute ganz gern der Mantel des f&uuml;rsorglichen Landesvaters um die Schultern gelegt wird?<\/p><\/li>\n<li><strong>Eine sichere Grenzbefestigung?<\/strong>\n<p>Es hei&szlig;t, &uuml;ber die hochgelegenen, engen Inkapfade h&auml;tten Wachtposten von Machu Picchu nach Cusco in der Tat in 24 Stunden Kunde von fremden Eindringlingen in das Tal des Flusses Urubamba &uuml;bermitteln k&ouml;nnen. <\/p>\n<p>Auch dagegen spricht der gesunde (und das hei&szlig;t &lt;kritische&gt;) Menschenverstand. Der dichte Urwald unten am Fluss h&auml;tte es unm&ouml;glich gemacht, Feinde von der Bergh&ouml;he aus zu erkennen. Milit&auml;rische W&auml;chter h&auml;tten also unten am Fu&szlig; der Berge leben m&uuml;ssen, dort, wo heute der Ort Aguas Calientes liegt. Wenn es sicherer und schneller gewesen sein sollte, milit&auml;rische Nachrichten statt durch das rei&szlig;ende Flusstal oben &uuml;ber die Berge zu &uuml;bermitteln, dann h&auml;tte dies nicht die Ansiedlung von etwa 1000 Menschen in einer kleinen Stadt auf dem Berghang erforderlich gemacht.<\/p>\n<p>Auch zur k&auml;mpfenden Grenzsicherung h&auml;tten die Krieger direkt am Fluss schneller eingreifen und leichter versorgt werden k&ouml;nnen. Wenn an dieser Stelle &uuml;berhaupt etwas lag, was man heute als &bdquo;Grenze&ldquo; bezeichnen w&uuml;rde. <\/p>\n<p>Warum wird also die &bdquo;Grenzsicherung&ldquo; nicht ad acta gelegt? Weil auch dies heute manchem als eine Verharmlosung willkommen ist. Der absolute Herrscher scheute keine Kosten, sein Volk vor den b&ouml;sen Fremden zu sch&uuml;tzen. Grenzsicherung ist immer legitim und, ja, es ist auch wirklich nett von dem Inka.<\/p>\n<p>Der Erfinder dieser Interpretation sollte mit einem Orden ausgezeichnet werden, von einem heutigen Herrscher, der treuherzig versichern kann: Sicherheit und Ern&auml;hrung f&uuml;r alle, das seien auch seine wichtigsten Sorgen.<\/p><\/li>\n<li><strong>Machu Picchu als Sommerresidenz der K&ouml;nige?<\/strong>\n<p>Reisef&uuml;hrer in Machu Picchu erz&auml;hlen, amerikanische Wissenschaftler h&auml;tten zuletzt den Gedanken einer Sommerresidenz als die wahrscheinlichste Funktion der Anlage bezeichnet. <\/p>\n<p>Das ist wiederum aus mehreren Gr&uuml;nden nicht &uuml;berzeugend. Schon die Tatsache, dass die Hauptstadt Cusco noch 800 Meter h&ouml;her liegt als Machu Picchu, wirft bereits die Frage auf, warum sie sich im tropischen Sommer weiter abw&auml;rts h&auml;tten begeben sollen. <\/p>\n<p>Noch gewichtiger sind zwei andere Einw&auml;nde: Die Ruinen der kleinen Stadt sind so gut erhalten, dass der gesamte Grundriss der Anlage eindeutig erkennbar ist. Von einem irgendwie als k&ouml;niglicher Palast herausgehobenen gr&ouml;&szlig;eren Geb&auml;ude ist keine Spur zu sehen. Das weitgehende Gleichma&szlig; der H&auml;user l&auml;sst vielmehr eine egalit&auml;re Gesellschaftsordnung der dort lebenden Gemeinschaft vermuten, ohne irgendeine in der Architektur ausgedr&uuml;ckte Hierarchisierung.<\/p>\n<p>Dar&uuml;ber hinaus sollte man sich vergegenw&auml;rtigen, dass Inkaherrscher gef&auml;hrlich lebten. Rivalen gerade aus dem eigenen Familienkreis oder aus dem h&ouml;fischen Umfeld w&auml;ren gern selbst K&ouml;nig geworden. Die an den steilen Bergh&auml;ngen entlangf&uuml;hrenden sogenannten Inkawege zwischen Cusco und Machu Picchu sind aber f&uuml;r unerwartete &Uuml;berf&auml;lle wie geschaffen. Ein K&ouml;nigsm&ouml;rder h&auml;tte nur im richtigen Moment einige gr&ouml;&szlig;ere Felsbrocken ins Rollen bringen m&uuml;ssen. F&uuml;r einen sicherheitsbewussten Herrscher mussten diese schmalen Wege also ein No-Go-Gebiet sein. <\/p>\n<p>Wem k&ouml;nnte nun 500 Jahre sp&auml;ter daran gelegen sein, den damals sich selbst als Gott sehenden Inka heute als erholungsbed&uuml;rftigen Menschen zu stilisieren? Wahrhaft ein Meister der Fake-News-Verbreitung! Merke: Auch G&ouml;tter sind nur Menschen. Oder: Gegen Trump muss niemand k&auml;mpfen; irgendwann stirbt der arme Kerl von ganz allein.<\/p><\/li>\n<li><strong>Ein religi&ouml;ses Kultzentrum?<\/strong>\n<p>Auch f&uuml;r diese These gibt es Anhaltspunkte. In den letzten Jahren wurde gern auf die geografische Morphologie des Ortes hingewiesen: Das am Fu&szlig; des Berges in einer engen Schlucht sich &uuml;berst&uuml;rzende  Wasser des Urubambaflusses, die gewaltige Berggipfellandschaft, die Kraft des Sonnenlichts und der weite Blick auf den Sternenhimmel &ndash; das alles steht nicht nur f&uuml;r Ehrfurcht einfl&ouml;&szlig;ende Landschaftsszenerien, sondern zugleich f&uuml;r die drei wichtigsten damals als heilig verehrten Naturwunder, konzentriert an einem Ort: <strong>Wasser<\/strong> in rei&szlig;enden Fl&uuml;ssen &ndash; steile <strong>Berggipfel<\/strong> &ndash; die <strong>Sonne<\/strong> und der gestirnte Himmel.<\/p>\n<p>Doch bleibt andererseits die Frage: Welche Funktion hat eine Stadt an einem solchen Ort f&uuml;r das gro&szlig;e Inkareich, wenn au&szlig;er den wenigen Bewohnern niemand etwas merkt von solchen Heiligt&uuml;mern? F&uuml;r Pilgerscharen w&auml;re dort kein Platz gewesen.<\/p>\n<p>Und wem ist warum heute daran gelegen, religi&ouml;se Rituale als moralische Reinigung zu preisen? In diesem Zusammenhang muss daran erinnert werden, dass der Machtwechsel von den heimischen Peruanern zu den fremden Spaniern bezogen auf die Rituale kein gro&szlig;er Bruch gewesen ist. In der Inkamystik wie in der katholischen Kirche waren Gesten der Unterwerfung gefragt. In Mexiko gibt es an einem beliebten Wallfahrtsziel vor der Kirche einen gro&szlig;en Platz, dessen Steinbelag immer gl&auml;nzend glatt gescheuert spiegelt. Das liegt an den Pilgern, die die letzte Strecke vor dem Heiligtum am Kreuz barfu&szlig; und auf allen Vieren kriechen. <\/p>\n<p>Wer immer im Peru der Gegenwart katholische Politik betreiben will, tut gut daran, den Wert solcher Demutsgesten als nationales kulturelles Erbe herauszustellen.<\/p><\/li>\n<li><strong>Oder ein Observatorium?<\/strong>\n<p>Die Theorie, es habe sich um ein Zentrum der Himmelsforschung gehandelt, ist die einzige, die sich unmittelbar auf einen erhaltenen Bau und auf steinerne Skulpturen berufen kann:<\/p>\n<ul>\n<li>ein kleiner, aber aus au&szlig;erordentlich sorgf&auml;ltig behauenen Steinen gebauter Tempel enth&auml;lt Fenster&ouml;ffnungen, die auf die j&auml;hrlichen Zeitenwenden ausgerichtet sind;<\/li>\n<li>eine steinerne Skulptur symbolisiert das als Kreuz des S&uuml;dens bekannte Sternzeichen;<\/li>\n<li>eine gro&szlig;e Sonnenuhr, ebenfalls aus massivem Stein geschlagen, l&auml;sst die Bedeutung der Zeitmessung f&uuml;r die Funktion der ganzen Anlage erahnen.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Trotzdem hat sich diese These nicht wirklich durchsetzen k&ouml;nnen. Um Jahreszeiten und Erntezyklen, vielleicht auch um optimale Bedingungen f&uuml;r Kriegsz&uuml;ge erkennen und planen zu k&ouml;nnen, w&auml;re kaum eine so aufw&auml;ndige und zugleich abgelegene Infrastruktur n&ouml;tig gewesen. In Machu Picchu deutet nichts auf Vorhersage des kommenden Wetters.<\/p>\n<p>Also: Letztlich sind all diese Theorien nur Mutma&szlig;ungen aus d&uuml;rftigen Quellen. Ermutigt das nicht, weiter zu denken?<\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><strong>Wissen und Nicht-Wissen &ndash; Geheimhaltung als Herrschaftsinstrument<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Religion und Macht<\/strong>\n<p>Um auf die vielen offenen Fragen plausible Antworten zu finden, soll im Folgenden der Versuch gemacht werden, die bisher am ehesten &uuml;berzeugende Theorie (Observatorium) zu erg&auml;nzen mit &Uuml;berlegungen &uuml;ber die politische Rolle der systematischen Naturbeobachtung und &uuml;ber die Bedeutung der Geheimhaltung f&uuml;r die Gewinnung und Erhaltung der Macht im Inkareich. <\/p>\n<p>Dessen Herrschaftssystem war eine religi&ouml;s &uuml;berh&ouml;hte absolute Macht &uuml;ber eine Bev&ouml;lkerung, deren wichtigste Rolle darin bestand, sich beherrschen zu lassen. Wie so oft in der Geschichte der Menschheit spiegelte die Architektur von Pal&auml;sten und Tempeln, von H&auml;usern und St&auml;dten genau diese Machtverh&auml;ltnisse. Das galt f&uuml;r die Hauptstadt Cusco und das gilt, dies soll hier gezeigt werden, auch f&uuml;r ein Observatorium f&uuml;r eine langfristige Erforschung der Himmelsk&ouml;rper in Machu Picchu.<\/p>\n<p>Zun&auml;chst zu Cusco: Der dem Sonnengott gewidmete Tempel Coricancha in Cusco war die heiligste St&auml;tte des Inkareichs. Er wurde von den Spaniern weitgehend zerst&ouml;rt und durch das Kloster Santo Domingo &uuml;berbaut. Inzwischen sind aus den Tempelruinen einige Mauerreste wieder freigelegt und vermitteln einen Eindruck von R&auml;umlichkeiten und Gr&ouml;&szlig;enverh&auml;ltnissen.<\/p>\n<p>Was es in Cusco  n i c h t  gibt, sind riesige Tempelhallen, die der Ausdehnung des Inkareichs, der Macht und dem Reichtum seiner K&ouml;nige entsprochen h&auml;tten. Die massiven (und trotz des harten Steins geradezu fein ziselierten) Mauern lassen eher die Vermutung aufkommen, dass hier das Volk drau&szlig;en gehalten werden sollte. Die Untertanen mussten ihre Opfergaben vor den Toren des Tempels ablegen. Was im Inneren vorging, blieb dem einfachen Volk verborgen. Die Kenntnis der Rituale war Herrschaftswissen. Nur so konnten gezielt Informationen nach drau&szlig;en transportiert werden, mit denen die Ehrfurcht, wohl auch die Angst der Menschen wachgehalten werden sollten.<\/p><\/li>\n<li><strong>Ein Blick in andere Kulturen<\/strong>\n<p>Ihr spezifisches Herrschaftssystem m&ouml;gen die Inkas selbst geschaffen haben, vielleicht auch, ohne viel &auml;ltere, &auml;hnliche Muster gekannt zu haben. Wahrscheinlich ist aber die &Uuml;berh&ouml;hung irdischer Macht in die Transzendenz mehrfach in verschiedenen Kulturen &bdquo;erfunden&ldquo; worden. <\/p>\n<p>Die Pharaonen in &Auml;gypten haben so geherrscht. Der Pharao war heilig und musste nach dem Tod einbalsamiert werden, damit er in menschlicher Gestalt auch f&uuml;r sein Volk den Weg ins Jenseits bereiten konnte.<\/p>\n<p>Im Judentum ist die Absonderung des &bdquo;Heiligsten&ldquo;, der Bundeslade, durch einen Vorhang im Tempel augenf&auml;llig beschrieben worden. Verborgen wurde ein Ort, den auch der oberste Priester nur einmal im Jahr betreten durfte, weil Gott dort &bdquo;sichtbar&ldquo; wurde.<\/p>\n<p>Selbst das Christentum hat seine &Uuml;berzeugungskraft mit dem &bdquo;Stern von Bethlehem&ldquo; zu st&auml;rken versucht, dem die Hirten und die &bdquo;Weisen aus dem Morgenland&ldquo; bis zur Krippe folgten. Die Angereisten wurden in fr&uuml;hen Schriften als &bdquo;Sterndeuter&ldquo;, seit dem Mittelalter als &bdquo;K&ouml;nige&ldquo; bezeichnet.<\/p><\/li>\n<li><strong>Architektur neu interpretieren<\/strong>\n<p>Angesichts solcher Parallelen sollte man sich die Baustruktur von Machu Picchu noch einmal genauer ansehen:<\/p>\n<p>Dort haben die Inkas eine relativ schwer zug&auml;ngliche Kleinstadt auf einem Bergsattel in 2400 m H&ouml;he f&uuml;r etwa 1000 Menschen gebaut, mit eigener Terrassenlandwirtschaft auf steilen H&auml;ngen, eigener Wasser- und Abwasserversorgung. <\/p>\n<p>Die Geb&auml;ude des St&auml;dtchens unterscheiden sich in den Grundrissen und Gr&ouml;&szlig;en nicht sehr auff&auml;llig. Bemerkenswert ist das Fehlen eines als Palast zu erkennenden Geb&auml;udes, es gibt nicht einmal eine Art h&ouml;fischen Hotels &ndash; die Architektur der Anlage gibt keinen Anlass zu der Vermutung, der Herrscher und seine Entourage h&auml;tten sich in Machu Picchu l&auml;ngere oder auch nur k&uuml;rzere Zeit aufhalten wollen. Ebenso fehlen gr&ouml;&szlig;ere Versammlungsr&auml;ume oder Pl&auml;tze. <\/p>\n<p>Es scheint, die Inkas haben den riesigen Aufwand, in schwierigstem Gel&auml;nde eine raffinierte Infrastruktur zu erstellen, nicht f&uuml;r die Nutzung durch den dorthin reisenden Herrscher selbst betrieben.<\/p>\n<p>Wenn man nach Sinn und Zweck fragt, dann muss man auch Funktionen in Betracht ziehen, die auf lange Dauer angelegt waren und dies nur f&uuml;r eine niemals wachsende Zahl von Einwohnern &ndash; das Gel&auml;nde war nicht erweiterungsf&auml;hig. Was sollten die Bewohner dort tun? Und was haben sie getan, au&szlig;er zu leben? Und warum haben sie den Ort schlie&szlig;lich verlassen, ohne von den Spaniern vertrieben worden zu sein, die den Platz nie gefunden hatten?<\/p>\n<p>Der kleine Tempel im Zentrum von Machu Picchu umschlie&szlig;t (wie beim Felsendom in Jerusalem!) einen offenbar heiligen, wuchtigen Stein. Der im Tempel verehrte Gott-K&ouml;nig wird damit &ndash; in Machtkategorien ausgedr&uuml;ckt &ndash; als derjenige apostrophiert, dem die gewaltigen Bergspitzen geh&ouml;ren. Die Ausrichtung des Tempels auf die wichtigsten Jahresdaten (Sommer- und Winter-Sonnenwende, Tag- und Nachtgleiche im Fr&uuml;hjahr und Herbst) setzte ein gefestigtes Kalendersystem voraus. Auch die steinerne Skulptur des Sternbildes &lt;Kreuz des S&uuml;dens&gt; verweist auf die Astronomie und deren kultische Bedeutung.<\/p>\n<p>Hinter der &ndash; wo anders als in Cusco &ndash; getroffenen Entscheidung, Machu Picchu zu bauen, stand also der Erfahrungshintergrund einer Kultur, die &uuml;ber Jahrzehnte, bei der Beobachtung der Himmelsk&ouml;rper eher &uuml;ber Jahrhunderte, Wissen akkumuliert hatte. In vielen heutigen Ver&ouml;ffentlichungen wird vor allem die praktische Bedeutung dieser Kenntnisse hervorgehoben, zum Beispiel bei den Entscheidungen &uuml;ber den Zeitpunkt von Aussaat und Ernte. Dies sollte aber f&uuml;r ein tropisches Land mit relativ geringen jahreszeitlichen Ver&auml;nderungen und mehreren Ernten im Jahr nicht &uuml;berbewertet werden. <\/p>\n<p>Sehr viel wichtiger war in der ganzen Kulturgeschichte der Menschheit die <strong>Vorhersehbarkeit kosmischer Ereignisse<\/strong>. Wer Sonnen- und Mondfinsternisse vorhersagen, einen Kometen ank&uuml;ndigen und die Konstellation besonders heller Sterne im Voraus beschreiben konnte, war offenbar im Besitz &uuml;bernat&uuml;rlicher Kr&auml;fte und zum Schamanen geboren.<\/p>\n<p>Herrscher taten gut daran, sich solches Wissen anzueignen, die Erforscher an sich zu binden und die Erkenntnisse geheimzuhalten. Viele Regierungen und alle Logen &uuml;berleben noch heute nach dem gleichen Prinzip. Nur ein kleiner Kreis von Eingeweihten kennt die Geheimnisse; alle anderen werden gezielt davon ausgeschlossen. Denn Wissen ist Macht und Nicht-Wissen ist Ohnmacht.<\/p>\n<p>Schon 1500 Jahre vor den Inkas entstand ein Text, der diesen klassischen Herrschaftsmechanismus sehr deutlich zum Ausdruck brachte. In dem apokryphen (d.h., nicht in die Bibel aufgenommenen) &bdquo;Buch der Weisheit&ldquo; (Kapitel 7, 17-19), das dem j&uuml;dischen K&ouml;nig Salomon zugerechnet, aber wohl erst ca. 50 vor Christus geschrieben wurde, r&uuml;hmt sich der Herrscher:<\/p>\n<blockquote><p>\n&bdquo;Gott hat mir gegeben, weislich zu reden &hellip;&hellip; <\/p>\n<p>Denn er hat mir gegeben gewisse Erkenntnis alles Dinges, dass ich wei&szlig;, wie die Welt gemacht ist, und die Kraft der Elemente &hellip;.. <\/p>\n<p>Der Zeit Anfang, Ende und Mittel; wie der Tag zu- und abnimmt, wie die Zeit des Jahres sich &auml;ndert &hellip;&hellip; <\/p>\n<p>Und wie das Jahr heruml&auml;uft; wie die Sterne stehen &hellip;&hellip; <\/p>\n<p>Ich wei&szlig; alles, was heimlich und verborgen ist, denn die Weisheit, so aller Kunst Meister ist, lehret mich&lsquo;s&ldquo;\n<\/p><\/blockquote>\n<p>Verschwiegen hat das Buch der Weisheit nur, dass es nicht &bdquo;die Weisheit&ldquo; war, aus der die Forschungsergebnisse stammten, sondern die jahrzehntelange Arbeit vieler geduldiger Forscher, die Tag f&uuml;r Tag und vor allem Nacht f&uuml;r Nacht den Lauf der Sonne, des Mondes und der Sterne beobachtet hatten.<\/p><\/li>\n<li><strong>Eine Schrift, um Wissen &uuml;ber Generationen zu tragen<\/strong>\n<p>F&uuml;r Machu Picchu fehlt noch ein weiterer Mosaikstein, um eine Theorie vorzulegen, die Erkl&auml;rungen f&uuml;r viele offene Fragen anbieten k&ouml;nnte. F&uuml;r diesen letzten Theoriebaustein lohnt es, das Thema &lt;Schrift der Inkas&gt; anzusprechen. Eine Schrift, die es vielleicht niemals gab, die aber m&ouml;glicherweise verborgen ist in dem komplizierten System der Schnurknoten, der Quipus. Mit der L&auml;nge der Schn&uuml;re, ihrer Farbe, der Zahl und Anordnung der Knoten konnte &uuml;ber ein komplexes, semiotisches Zeichensystem kommuniziert werden. Es ging um Mathematik, Statistik, Buchhaltung und Steuern.<\/p>\n<p>Es sind zu wenige der Schn&uuml;re erhalten, um diese Zeichen ganz entziffern zu k&ouml;nnen. Aber es bestehen keine Zweifel, dass es sich um eine Mnemotechnik handelte, um das Festhalten von Daten, die &uuml;ber die Erinnerungsf&auml;higkeit des menschlichen Ged&auml;chtnisses hinaus reichten. Mit besonderer Ausbildung entwickelten sich wahrscheinlich Spezialisten &ndash; zum Kn&uuml;pfen und zum Lesen oder Deuten dieser &bdquo;Bibliotheken&ldquo; aus Wolle, Baumwolle oder Haaren. Man kann sich kaum vorstellen, wie ohne ein solches System, nur durch m&uuml;ndliche &Uuml;berlieferung, die Ergebnisse der Erforschung der Himmelsk&ouml;rper &uuml;ber viele Generationen h&auml;tten weitergetragen werden k&ouml;nnen.<\/p>\n<p>Es muss Spezialisten f&uuml;r jeden Himmelsk&ouml;rper, f&uuml;r die Sonne, den Mond und die Sterne gegeben haben. Deren Erkenntnisse waren f&uuml;r den Inka-K&ouml;nig noch sehr viel wichtiger als die in Schn&uuml;ren und Knoten festgehaltenen Ernteertr&auml;ge. Nur mit Hilfe der beobachtenden Wissenschaftler konnte sich der K&ouml;nig als allm&auml;chtiger Inhaber transzendenter Wahrheiten darstellen. Die Experten waren deshalb zur Begr&uuml;ndung und Festigung seiner Macht unentbehrlich. Und sie waren zur Geheimhaltung verpflichtet. Sie durften nicht nach getaner Arbeit in den Stra&szlig;en der Hauptstadt Cusco spazieren gehen und irgend jemandem andeuten k&ouml;nnen, wann die n&auml;chste Sonnenfinsternis erwartet werde.<\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><strong>Die Planung, die Praxis und das Ende<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Bis ins Kleinste geplant<\/strong>\n<p>Ausgeschlossen ist es nicht, dass das Observatorium schon im ersten Drittel der Herrschaftsperiode der Inkas gebaut worden ist. Es ist keine Quelle bekannt, die verl&auml;sslich Auskunft gibt, wer den Auftrag zum Bau von Machu Picchu erteilt hat. Manches deutet auf den Inka Pachac&uacute;tec, der von 1438 bis 1471 (also relativ sp&auml;t) von Cusco aus regierte. Er hatte die Verwaltungseinheiten des Imperiums nach den vier Himmelsrichtungen aufgeteilt und st&auml;dtische Bew&auml;sserungsstrukturen eingef&uuml;hrt. Wer auch immer &ndash; man kann dem spiritus rector von Machu Picchu unterstellen, einen klaren Befehl erteilt zu haben, der sich in seinem Wortlaut erahnen l&auml;sst: <\/p>\n<blockquote><p>\n&bdquo;Wir errichten ein Forschungszentrum f&uuml;r die langfristige Beobachtung der Himmelsk&ouml;rper. Dort sollen alle Spezialisten f&uuml;r jedes Teilgebiet der Astronomie zusammen mit den Experten f&uuml;r die Schnurknoten-Dokumentation untergebracht werden. Forschungsergebnisse unterliegen strenger Geheimhaltung und werden nur an mich pers&ouml;nlich und an den von mir geleiteten Vorhersagerat im Palast von Cusco berichtet. Der zu errichtende Ort soll weit genug von Cusco entfernt sein, um unerw&uuml;nschte Kontakte mit der Bev&ouml;lkerung zu unterbinden. Aber nahe genug, um mich innerhalb eines Tages unterrichten zu k&ouml;nnen (weniger als 100 km). Der Ort soll sich einbetten in die Hierarchie unserer gr&ouml;&szlig;ten Heiligt&uuml;mer zur Verehrung der G&ouml;tter &ndash; der Sonne, der Steine und des Wassers. Der ungehinderte Ausblick auf alles, was sich am Himmel bewegt, muss sichergestellt sein. Der Ort soll in der Lage sein, sich landwirtschaftlich selbst zu versorgen.&ldquo;\n<\/p><\/blockquote>\n<\/li>\n<li><strong>Die Kommunikation<\/strong>\n<p>Der Zeitpunkt des Arbeitsbeginns im Gro&szlig;forschungsinstitut Machu Picchu ist ebenfalls nicht dokumentiert. Forschungsergebnisse sind nicht &uuml;berliefert. Aber man kann sich vorstellen, was Pachac&uacute;tec sich erhofft hat. Also: Boten aus Machu Picchu treffen ein mit versiegelten P&auml;ckchen f&uuml;r den Herrscher h&ouml;chstpers&ouml;nlich. Der quipuskundige K&ouml;nig und die drei\/vier Vorhersageexperten aus dem engsten Familienkreis des Inka lesen die in den geknoteten Schn&uuml;ren enthaltenen astronomischen Rohdaten. Hier werden die abschlie&szlig;enden Berechnungen und pr&auml;zisen Datierungen bevorstehender Naturereignisse vorgenommen. Dann werden Boten in das ganze Reich geschickt, um zu verk&uuml;nden:<\/p>\n<blockquote><p>\n&bdquo;Der heilige Gott-K&ouml;nig Pachac&uacute;tec, der Herrscher &uuml;ber den Himmel und die Erde, hat dem Mond befohlen, sich in der von heute an f&uuml;nften Nacht halb zu verschleiern. Dies als Zeichen der Trauer &uuml;ber eure Nachl&auml;ssigkeit bei der Erntearbeit.&ldquo;\n<\/p><\/blockquote>\n<p>Oder die Ansage lautete:<\/p>\n<blockquote><p>\n&bdquo;Der heilige Gott-K&ouml;nig Pachac&uacute;tec, der Herrscher &uuml;ber den Himmel und die Erde, z&uuml;rnt &uuml;ber gewaltt&auml;tige Widerst&auml;nde gegen seine Befehle. Er wird in sieben Tagen die Sonne verdunkeln und alle Aufst&auml;ndischen mit Blitz und Donner vernichten. Nur die Krieger seiner eigenen Armee werden verschont bleiben.&ldquo;\n<\/p><\/blockquote>\n<p>F&uuml;r Kometen, Sternschnuppenschauer oder ungew&ouml;hnliche Sternkonstellationen lie&szlig;en sich entsprechende Abl&auml;ufe beschreiben. <\/p>\n<p>Wer jemals eine totale Sonnenfinsternis erlebt hat, wei&szlig;, dass der mit ausbleibender Strahlung verbundene schnelle Temperatursturz in der Atmosph&auml;re zu elektrischen Aufladungen und zu gewaltigem Blitz und Donner, zu heftigem Regen bei pl&ouml;tzlicher Dunkelheit f&uuml;hrt. Das Zwitschern der V&ouml;gel verstummt wie das Bellen der Hunde. Alle Menschen im engen Pulk atmen durch den weit ge&ouml;ffneten Mund &ndash; ein kollektiv ungl&auml;ubiges Staunen. Das ist heute selbst f&uuml;r physikalisch hinreichend belehrte Beobachter ein G&auml;nsehauterlebnis.<\/p>\n<p>Im 15. Jahrhundert aber, als in Peru nur ganz wenige wussten, dass eine solche Bedrohung mit dem Weltuntergang vorhersehbar sein k&ouml;nnte, d&uuml;rften sich selbst fest entschlossene Revolution&auml;re schnellstens in die Armee des Herrschers haben rekrutieren lassen, der ja auch die erschreckendsten Naturgewalten befehligte.<\/p>\n<p>Lebensnahe Fragen aus der Praxis bleiben dennoch auch mit dieser These ohne Antwort. Das Sonderforschungsgel&auml;nde war zwar kein Gef&auml;ngnis f&uuml;r hoch qualifizierte und gut entlohnte Forscher, aber doch sehr abgesondert. Konnte das auf Dauer gut gehen? Waren sie dort mit Familie? Was geschah mit den heranwachsenden Kindern? H&auml;tte sich nicht mancher Spezialist vielleicht doch das gro&szlig;e Ganze zusammenreimen und im Land alles verraten k&ouml;nnen?<\/p>\n<p>Wahrscheinlich bleibt die Faszination von Machu Picchu weiterhin darin begr&uuml;ndet, dass wir wie am Ende manchen Films nicht wissen, wie die Geschichte weiter h&auml;tte gehen k&ouml;nnen.<\/p><\/li>\n<li><strong>Das Ende<\/strong>\n<p>Auch &uuml;ber das Ende des Sonderforschungsprogramms Machu Picchu gibt es bisher lediglich Vermutungen. Sicher ist nur: Die Spanier haben den geheimnisvollen Ort nicht entdeckt. Er w&auml;re sonst, wie alle Herrschaftsst&auml;tten der Inkas, gr&uuml;ndlich zerst&ouml;rt worden. Die Inkas haben offenbar selbst die Arbeiten eingestellt. Warum?<\/p>\n<p>Den g&ouml;ttlichen Inkaherrschern musste mit der Ankunft der Spanier sehr schnell bewusst geworden sein, dass sie nun mit einer &uuml;berlegenen Macht konfrontiert waren. Deren Religion kam mit Feuerwaffen, f&uuml;r deren Erfindung man keine astronomischen Erkenntnisse gebraucht hatte. Vielleicht m&uuml;ssen wir uns die Entscheidung der Inkas so vorstellen wie den Ideologiewechsel Gorbatschows. Als die Religion des Marxismus\/Leninismus nicht mehr die technologische und milit&auml;rische &Uuml;berlegenheit seines Machtsystems gew&auml;hrleisten konnte, hat er den marxistischen &Uuml;berbau fallengelassen. <\/p>\n<p>Die Inkas konnten sich nicht l&auml;nger als die allm&auml;chtigen G&ouml;tter stilisieren. Mit der spanischen Eroberung von Cusco endete dann die Herrschaft der Inkas. Damit kam den Himmelsforschern in Machu Picchu der Auftraggeber abhanden. Unterhaltszahlungen und Berichterstattung wurden eingestellt. Das heutige Weltkulturerbe geriet in Vergessenheit.<\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<\/ol><p><strong>Fazit<\/strong><\/p><p>Alles nur Mutma&szlig;ungen? Ja, wie die anderen Theorien auch. Es lohnt sich dennoch, mit all diesen Fragen dorthin zu reisen. Auch f&uuml;r die Leser, die ich nicht habe &uuml;berzeugen k&ouml;nnen. <\/p><p>Und was bewegt den Autor? Hat auch seine These einen ideologischen Hintergrund?<\/p><p>Wie man&rsquo;s nimmt. Die erste Absicht war, der scheinbar absichtslosen Diskussion &uuml;ber die verschiedenen Thesen eine inh&auml;rente politische Dimension zu verleihen. Es handelt sich nicht nur um Fragen nach der Vergangenheit, sondern auch um gegenw&auml;rtige politische Positionen, die transparent werden sollten. <\/p><p>Und meine eigene Schlussfolgerung: Keine Demutsgesten, die als Hinnahme der Unterwerfung verstanden werden k&ouml;nnen.<\/p><p>Nicht zu Kreuze kriechen!<\/p><p>Titelbild: Anton_Ivanov\/shutterstock.com<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wenige Bauwerke auf dieser Welt genie&szlig;en so viel Bewunderung wie die geheimnisumwitterte H&ouml;hensiedlung Machu Picchu aus der Zeit der Inka in Peru. Trotzdem sind sich Arch&auml;ologen und Historiker nicht ganz dar&uuml;ber im Klaren, warum Machu Picchu &uuml;berhaupt gebaut wurde. Warum gerade dort &ndash; 80 km von der damaligen Hauptstadt Cusco entfernt &ndash; und weshalb so<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=71455\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":71456,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[20,11],"tags":[2196,2047],"class_list":["post-71455","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-landerberichte","category-strategien-der-meinungsmache","tag-indigene-voelker","tag-peru"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/shutterstock_168497345.jpg","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/71455","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=71455"}],"version-history":[{"count":8,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/71455\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":71491,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/71455\/revisions\/71491"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/71456"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=71455"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=71455"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=71455"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}