{"id":7146,"date":"2010-10-21T09:11:30","date_gmt":"2010-10-21T07:11:30","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=7146"},"modified":"2010-10-21T09:11:30","modified_gmt":"2010-10-21T07:11:30","slug":"hinweise-des-tages-1253","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=7146","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante aktuelle Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen. Heute u. a. zu folgenden Themen: .Hartz-IV-Regelsatz, Heute hier, morgen dort, Arbeitsmigration in der Krise, Wenn Leistung nicht lohnt, Solidarit&auml;tsdumping, W&auml;hrungsstreit: Lohnkosten werden zur Waffe, Wer profitiert wirklich vom Milliarden-Bau &ldquo;Stuttgart21&rdquo;?, Gewerkschafter &uuml;ber WM in S&uuml;dafrika: &ldquo;Ein nachhaltiger Fehlschlag&rdquo;, Milliardengewinne der Stromoligopole durch Marktmacht, Fahrenschon und die BayernLB, Forscher entlarven L&uuml;genmuster von Managern, Kohlendioxid-Bilanz von Elektroautos, Rechtspopulismus in Europa, Hau den Muslim!, Leitantrag zur Leitkultur, Merkels Hetze gegen Zuwanderer, Seehofer vs. Merkel, Roland Koch und Bilfinger Berger, Rangliste der Pressefreiheit, Journalismus im Wandel, Arbeitsbedingungen bei &bdquo;Forsa&ldquo;, T&uuml;rkischst&auml;mmiger Deutscher oder ein in Deutschland lebender T&uuml;rk, Vormachtstellung der USA. (RS\/WL)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert: <\/p><ol>\n<li><a href=\"#h01\">Hartz-IV-Regelsatz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h02\">Heute hier, morgen dort<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h03\">Arbeitsmigration in der Krise<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h04\">Wenn Leistung nicht lohnt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h05\">Solidarit&auml;tsdumping<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h06\">W&auml;hrungsstreit: Lohnkosten werden zur Waffe<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h07\">Gro&szlig;e Baustelle, gute Gesch&auml;fte? Wer profitiert wirklich vom Milliarden-Bau &ldquo;Stuttgart21&rdquo;?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h08\">Gewerkschafter &uuml;ber WM in S&uuml;dafrika: &ldquo;Ein nachhaltiger Fehlschlag&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h09\">Milliardengewinne der Stromoligopole durch Marktmacht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h10\">Fahrenschon und die BayernLB &ndash; Fr&uuml;herer Vorstand soll verklagt werden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h11\">Gesch&ouml;nte Unternehmensberichte: Forscher entlarven L&uuml;genmuster von Managern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h12\">Kohlendioxid-Bilanz von Elektroautos nur geringf&uuml;gig g&uuml;nstiger als Diesel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h13\">Rechtspopulismus in Europa:  Verg&auml;ngliches Ph&auml;nomen oder auf dem Weg zum politischen Mainstream?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h14\">Hau den Muslim!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h15\">CDU-Papier zum Parteitag &ndash; Leitantrag zur Leitkultur<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h16\">Merkels Hetze gegen Zuwanderer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h17\">Seehofer vs. Merkel &ndash; Bayerns Wink mit der Rentenkeule<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h18\">Baukonzern Bilfinger Berger Roland Koch &ndash; &uuml;bernehmen Sie!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h19\">Rangliste der Pressefreiheit: Europ&auml;ische Staaten fallen weiter zur&uuml;ck<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h20\">Journalismus im Wandel &ndash; Die Gretchenfrage<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h21\">Die Arbeitsbedingungen bei &bdquo;Forsa&ldquo; sind katastrophal. Besch&auml;ftigte gehen dagegen vor<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h22\">T&uuml;rkischst&auml;mmiger Deutscher oder ein in Deutschland lebender T&uuml;rk<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h23\">Noam Chomsky: Sicherheit und Kontrolle &ndash; Die Vormachtstellung der USA <\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung: <\/strong>Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=7146&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/a><\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Hartz-IV-Regelsatz<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Holdger Platta: Neuer Regelsatz verst&ouml;&szlig;t vielfach gegen Urteil des Bundesverfassungsgerichts<\/strong><br>\nDie Ermittler der neuen &bdquo;Grundsicherung&ldquo; (haben) gleich gegen zwei Gebote aus dem Bundesverfassungsgerichtsurteil vom Februar dieses Jahres versto&szlig;en:\n<p><strong>erstens<\/strong> gegen das so genannte <strong>&bdquo;Zirkelschlussverbot&ldquo;<\/strong> und <strong>zweitens<\/strong> gegen die Auflage, dass die Einkommenssituation der Referenzgruppe <strong>eindeutig &uuml;ber Sozialhilfeniveau<\/strong> zu liegen habe&hellip; Entscheidend ist: nichtmal die beiden <strong>Minimalforderungen<\/strong> des obersten deutschen Gerichts sind bei der Kleinrechnerei des neuen Regelsatzes eingehalten worden: <strong>einschr&auml;nkungslos jedes Zirkelschlussverfahren<\/strong> zu vermeiden und auf keinen Fall irgendwelche BezieherInnen von Transferleistungen in die Ermittlung des neuen Regelsatzes miteinzubeziehen. Ein Doppelversto&szlig; gegen die Vorgaben des Bundesverfassungsgerichts! Was die mittlere <strong>Inflationsentwicklung<\/strong> w&auml;hrend des Zeitraums 1. Januar 2005 bis jetzt, Ende September 2010, betrifft, stiegen die Preise um <strong>11,18 Prozent<\/strong>. Hei&szlig;t: der damaligen H&ouml;he des Regelsatzes von <strong>345,- Euro<\/strong> entspr&auml;che heute ein Betrag von <strong>383,57 Euro<\/strong>. Herausgekommen ist jedoch bei der Herumrechnerei der schwarzgelben Koalition eine <strong>Reduktion<\/strong> des Regelsatzes um <strong>5 Prozent<\/strong> beziehungsweise &ndash; in Euro und Cent ausgedr&uuml;ckt &ndash; eine K&uuml;rzung des Regelsatzbetrages <strong>real<\/strong> um fast <strong>20,- Euro, n&auml;mlich<\/strong> um pr&auml;zise 19,57 Euro!<\/p>\n<p><strong>Kurz:<\/strong> wenn die Oppositionsparteien diese dramatischen Verfassungsverst&ouml;&szlig;e nicht aufgreifen sollten, wenn sie diesen weiteren Verelendungsfortschritt von Millionen von Menschen hinnehmen sollten, ohne Widerstand und ohne Beschwerde beim Bundesverfassungsgericht, dann wird die soziale Spaltung in diesem Lande noch gr&ouml;&szlig;er werden, als sie es ohnehin schon ist, dann wird noch mehr Angst aufkommen bei Prek&auml;r-Besch&auml;ftigten vor dem Absturz in Hartz-IV, dann wird noch mehr Duckm&auml;usertum bei den vielen Noch-Erwerbst&auml;tigen entstehen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.weltderarbeit.de\/\">Welt der Arbeit<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><strong>Parit&auml;tischer fordert Regelsatz von 416 Euro und Wiedereinf&uuml;hrung einmaliger Leistungen<\/strong><br>\nAls v&ouml;llig unzureichend kritisiert der Parit&auml;tische Wohlfahrtsverband die heute vom Bundeskabinett beschlossene Hartz IV-Reform. Der Verband warnt die Bundesregierung vor einem erneuten Verfassungsbruch und fordert eine sach- und realit&auml;tsgerechte Neuberechnung der Regels&auml;tze f&uuml;r Erwachsene und Kinder. Alle punktuellen Nachbesserungen k&ouml;nnten nicht dar&uuml;ber hinwegt&auml;uschen, dass die Gesamtleistungen f&uuml;r Familien im Hartz IV-Bezug weder wirklichkeits- noch bedarfsgerecht seien.<br>\nDie Berechnungen der Bundesregierung zu den Regels&auml;tzen f&uuml;r Kinder und Jugendliche seien statistisch kaum haltbar und im Ergebnis absolut realit&auml;tsfremd.<br>\nDas geplante Bildungspaket kritisiert der Parit&auml;tische als unzureichend. &bdquo;Eine pauschale F&ouml;rderleistung, die monatlich auf zehn Euro pro Kind gedeckelt ist, kann man nicht ernsthaft als F&ouml;rderoffensive verkaufen. Was wir brauchen sind bedarfsgerechte Regels&auml;tze und ein einklagbarer Rechtsanspruch auf individuelle F&ouml;rderleistungen statt gedeckelter Pauschalen, die zwar f&uuml;r den Vereinsbeitrag aber nicht f&uuml;rs Mannschaftstrikot reichen&ldquo;, so Schneider.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.der-paritaetische.de\/242\/?tx_ttnews[tt_news]=4076&amp;cHash=ef77552202\">Der Parit&auml;tische<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Unter diesem Link finden Sie auch eine Zusammenfassung der wesentlichen Kritikpunkte des Parit&auml;tischen an den Berechnungen der Bundesregierung sowie Details zur Berechnung des Parit&auml;tischen als PDF.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><strong>Kontrapunkt Bildungsferne Schichten? Bildungsferne Republik!<\/strong><br>\nHeute hat das Kabinett die neuen Hartz-IV-Regelungen beschlossen und zelebriert sie als einen gro&szlig;en Schritt. Doch Bildungspakete, die &uuml;berwiegend Leistungen enthalten, die es entweder schon gibt oder nicht geben wird, sind lediglich Trostpflaster und Selbstbetrug.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/meinung\/bildungsferne-schichten-bildungsferne-republik\/1962156.html;jsessionid=FDF3BD97143D46B5D607482E17691E76\">Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Heute hier, morgen dort<\/strong><br>\nBewerbungen, Aushilfsjobs und Unsicherheit, damit musste Marta Dzierzynska jeden Tag zurechtkommen. Nun bekommt sie als Leiharbeitern die unterschiedlichsten Jobs. Ihre Situation ist aber nicht besser geworden. Und Martas Geschichte ist kein Einzelfall. Zwischen 2005 und 2008 hatte sich die Zahl der Leiharbeitnehmer von 351 000 auf 702 000 verdoppelt. Politik und Wirtschaft sprachen von einem &ldquo;Jobmotor&rdquo;, meinten wohl aber eher &ldquo;Jobrotation&rdquo;. In der Krise waren Leiharbeitnehmer dann die Ersten, die ihren Job verloren. \n<p><img decoding=\"async\" src=\"upload\/bilder\/heute_hier_morgen_dort.jpg\" alt=\"Heute hier Morgen dort\"><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.igmetall.de\/cps\/rde\/xchg\/internet\/style.xsl\/gutes_leben.htm\">IG Metall, Gutes Leben<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Arbeitsmigration in der Krise<\/strong><br>\nEin &Uuml;berblick &uuml;ber die Auswirkungen der Wirtschaftskrise auf die Migrationsstr&ouml;me innerhalb der Europ&auml;ischen Union.<br>\nArbeitskr&auml;fte bilden schon seit dem 19. Jahrhundert den wichtigsten &bdquo;Exportschlager&ldquo; Polens. Die letzte gro&szlig;e Wanderungsbewegung zwischen Oder und Bug fand nach dem Beitritt des Landes zur Europ&auml;ischen Union in 2004 statt. Dabei d&uuml;rfte bald eine erneute Migrationswelle einsetzen, wenn Deutschland und &Ouml;sterreich ihre Arbeitsm&auml;rkte im Mai 2011 f&uuml;r die B&uuml;rger der mittelosteurop&auml;ischen EU-L&auml;nder &ouml;ffnen werden. Ersten Sch&auml;tzungen zufolge d&uuml;rften dann an die 500.000 Polen ihre Koffer packen und sich auf Arbeitssuche nach Westen begeben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.konicz.info\/?p=1451\">Tomasz Konicz<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Wenn Leistung nicht lohnt<\/strong><br>\nIn Deutschland wird &uuml;ber den sozialen Aufstieg diskutiert. Wie durchl&auml;ssig ist unsere Gesellschaft?<br>\nIst Deutschland sozial mobil?<br>\nNein, jedenfalls nicht im internationalen Vergleich: In keinem anderen Land, &uuml;ber das es Untersuchungen gibt, schreibt Pollak, blieben die Menschen so stark in der Position h&auml;ngen, die schon ihre Eltern hatten, wie in Deutschland. Daran habe sich &uuml;ber Jahrzehnte auch nichts ver&auml;ndert &ndash; was &uuml;brigens auch f&uuml;r sozialen Abstieg gilt. Interessant ist aber, dass die Gesellschaft schon mobiler war: In Ost- wie in Westdeutschland &ndash; die Studie hat die Geburtsjahrg&auml;nge 1920 bis 1978 ausgewertet &ndash; stieg mehr als ein Drittel der M&auml;nner, die heute 70 bis 80 Jahre alt sind, sozial auf<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/zeitung\/wenn-leistung-nicht-lohnt\/1962674.html\">Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Solidarit&auml;tsdumping<\/strong><br>\nSoziale Arbeit wird verst&auml;rkt in Pseudoehren&auml;mter ausgelagert. Diese Billigjobs werden vor allem von Frauen &uuml;bernommen : ein fataler Trend.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/print-archiv\/printressorts\/digi-artikel\/?ressort=me&amp;dig=2010%2F10%2F19%2Fa0091&amp;cHash=8144dc4109\">TAZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>W&auml;hrungsstreit: Lohnkosten werden zur Waffe<\/strong><br>\nDeutschland f&auml;hrt seit Jahren genau die Strategie, die die Europ&auml;ische Union den Chinesen vorwirft: Es verschafft sich mit einer unterbewerteten W&auml;hrung Handelsvorteile auf den Weltm&auml;rkten. Die Unterbewertung erzeugt die deutsche Wirtschaft, indem sie das Wachstum der Lohnst&uuml;ckkosten &uuml;ber Jahre hinweg unterhalb der zwei Prozent h&auml;lt, die sich die EZB als Zielinflationsrate gesetzt hat &ndash; und vor allem auch unterhalb der tats&auml;chlichen Inflationsraten der Euro-Partnerl&auml;nder. Das gelingt ihr durch Lohnabschl&uuml;sse unterhalb des deutschen Produktivit&auml;tswachstums &ndash; ein von Wirtschaftswissenschaftlern und Wirtschaftspolitikern seit vielen Jahren gefordertes, gef&ouml;rdertes und bei Umsetzung hochgelobtes Vorgehen der alles andere als autonomen deutschen Tarifparteien.<br>\nAn den Devisenm&auml;rkten f&auml;llt die deutsche Strategie nicht direkt auf, weil die &uuml;brigen Euro-L&auml;nder die deutschen Handels&uuml;bersch&uuml;sse ausgleichen &ndash; mit enormen Handelsdefiziten gegen&uuml;ber Deutschland und Marktanteilsverlusten auf den Weltm&auml;rkten. Das f&uuml;hrt dazu, dass die Leistungsbilanz der Euro-Zone &ndash; anders als die Chinas &ndash; ungef&auml;hr ausgeglichen ist. Nicht der Euro insgesamt ist unterbewertet, sondern nur die in Euro angebotenen deutschen Waren. Nebenbei erzeugt die deutsche Strategie zwar die Spannungen innerhalb der Euro-Zone, an denen der Euro zerbrechen wird. Aber bis dahin hat es noch ein bisschen Zeit. N&auml;mlich genau so lang, bis die Strategieempfehlung des EZB-Chefs, die anderen Euro-L&auml;nder sollten es Deutschland in Sachen Lohnbremse einfach gleich tun, an der chinesischen, japanischen und amerikanischen Devisenmauer zerschellt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/europa\/:waehrungsstreit-lohnkosten-werden-zur-waffe\/50184347.html\">FTD<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Gro&szlig;e Baustelle, gute Gesch&auml;fte? Wer profitiert wirklich vom Milliarden-Bau &ldquo;Stuttgart21&rdquo;?<\/strong><br>\nStuttgart 21 muss kommen, sagen die Bef&uuml;rworter des Projekts. Es geht um die Zukunft Baden-W&uuml;rttembergs, ja Deutschlands. Stuttgart 21 muss verhindert werden sagen die Gegner, weil das Projekt nur wenigen n&uuml;tzt und den meisten schadet. Tats&auml;chlich geht es bei Stuttgart 21 offenbar weniger um eine bessere Bahn und vielmehr um ganz andere Interessen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.daserste.de\/plusminus\/beitrag_dyn~uid,u2gmsbw2c2eboc6i~cm.asp\">DasErste.de<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Gewerkschafter &uuml;ber WM in S&uuml;dafrika: &ldquo;Ein nachhaltiger Fehlschlag&rdquo;<\/strong><br>\nGewerkschaftsfunktion&auml;r Eddie Cottle meint: Der Fifa bleibt nach der Fu&szlig;ball-WM ein Milliardengewinn, dem Gastgeberland der Titelk&auml;mpfe dagegen ein Millionenverlust.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/sport\/artikel\/1\/ein-nachhaltiger-fehlschlag\/\">TAZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Milliardengewinne der Stromoligopole durch Marktmacht<\/strong><br>\nAuf dem deutschen Energiemarkt herrschen nach wie vor paradiesische Zust&auml;nde &ndash; f&uuml;r die gro&szlig;en Energiekonzerne. Durch mangelnden Wettbewerb sind im Bereich Stromerzeugung enorme Renditen m&ouml;glich. Die deutschen Stromkonzerne erwirtschaften trotz Krise Rekordgewinne, die weit &uuml;ber den in anderen Branchen &uuml;blichen Profiten liegen. Dies geht aus einer Studie der Hochschule f&uuml;r Technik und Wirtschaft des Saarlandes hervor, die der FR vorliegt.<br>\nDie Autoren Uwe Leprich und Andy Junker werteten im Auftrag der Gr&uuml;nen die Gesch&auml;ftsberichte der drei Konzerne Eon, RWE und EnBW aus und stellten einen enormen Gewinnanstieg fest: Allein 2009 fuhren sie zusammen 23 Milliarden Euro Profit ein. Seit 2002 wurden &uuml;ber 100 Milliarden Euro Gewinn erzielt, in diesem Zeitraum versiebenfachten sich die Ertr&auml;ge.<br>\nDie Rendite auf das eingesetzte Kapital liegt bei rund 25 Prozent, hei&szlig;t es in der Studie. Damit lassen die Energiekonzerne fast alle anderen Dax-Unternehmen weit hinter sich. Experten und Wettbewerbsh&uuml;ter f&uuml;hren das auf die marktbeherrschende Stellung weniger Firmen zur&uuml;ck. Zusammen mit Vattenfall, das nicht untersucht wurde, kontrollieren die Konzerne mehr als 80 Prozent der deutschen Kraftwerke.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/wirtschaft\/strom-oligopol-scheffelt-geld\/-\/1472780\/4757782\/-\/index.html\">FR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> &bdquo;In der Summe k&ouml;nnten die drei Energiekonzerne bei moderat steigenden Stromb&ouml;rsenpreisen damit rechnen, durch eine im Schnitt zw&ouml;lfj&auml;hrige Atomlaufzeitverl&auml;ngerung einen (Netto-)Vorteil von &uuml;ber 70 Milliarden Euro einzustreichen, bei dem schon die Atomsteuer und die Zahlungen in den &Ouml;koenergiefonds abgezogen sind&ldquo;, <a href=\"http:\/\/newsticker.sueddeutsche.de\/list\/id\/1055977\">berichtet die SZ<\/a>.<br>\nRWE lie&szlig; dies nicht auf sich sitzen und  betonte, die Bundesregierung sch&ouml;pfe bei den AKW-Betreibern insgesamt 30 Milliarden Euro ab. Die hohe Belastung, werde durch den Kapitalmarkt best&auml;tigt. Die Aktien der gro&szlig;en Versorger seien seit Mitte 2010 daher erheblich unter Druck geraten, <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/wirtschaft\/stromrechnungen-nicht-ueberhoeht\/-\/1472780\/4760184\/-\/index.html\">schreibt die FR<\/a>.<br>\nDer Chef der Monopolkommission, Justus Haucap, sagte der &laquo;Frankfurter Rundschau&raquo; hingegen: &laquo;Es gibt keinen funktionsf&auml;higen Wettbewerb bei der Energieerzeugung in Deutschland, das wurde durch die Laufzeitverl&auml;ngerung f&uuml;r die Kernkraft noch einmal verfestigt.&raquo; Der Bundestag will l&auml;ngere Laufzeiten am 28. Oktober verabschieden. <\/em><\/p>\n<p>Siehe auch eine <a href=\"http:\/\/www.htw-saarland.de\/wiwi\/fakultaet\/personen\/professoren\/dozenten-h-o\/junker\/publikationen\/Leprich%20Kurzstudie%20EVU%20Gewinne%20Mitarbeit%20JUNKER%202009_02.pdf\">Vorl&auml;ufer-Studie vom Februar 2009 mit ganz &auml;hnlichen Ergebnissen [PDF &ndash; 604 KB]<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Fahrenschon und die BayernLB &ndash; Fr&uuml;herer Vorstand soll verklagt werden<\/strong><br>\nFinanzminister Fahrenschon steht unter Druck : Die Opposition im Landtag erwartet von ihm, dass er auch gegen prominente CSU-Mitglieder vorgeht. Doch fahrenschon und seehofer haben ihren Schuldspruch schon gef&auml;llt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/bayern\/bayernlb-frueherer-vorstand-soll-verklagt-werden-1.1013742\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Gesch&ouml;nte Unternehmensberichte: Forscher entlarven L&uuml;genmuster von Managern<\/strong><br>\nWer &ldquo;Wir&rdquo; sagt, l&uuml;gt &ouml;fter &ndash; zumindest, wenn er gerade seine Unternehmenszahlen vorstellt. US-Forscher haben Pr&auml;sentationen gef&auml;lschter Gesch&auml;ftsberichte analysiert und so verd&auml;chtige Manager-Floskeln entlarvt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/0,1518,724179,00.html\">Spiegel-Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> 1:1 &uuml;bertragbar auf die L&uuml;gensprache einer Frau Merkel und eines Herrn Westerwelle. &ldquo;Wir m&uuml;ssen zu Ver&auml;nderungen bereit sein, um den gewohnte Wohlstand zu erhalten&rdquo; (&uuml;ber die H&auml;lfte der Menschen in Deutschland kann mit &ldquo;Wohlstand&rdquo; sowieso nicht mehr gemeint sein) &ndash; statt &ldquo;akzeptieren Sie doch endlich Lohnsenkungen und Rentenk&uuml;rzungen, damit die Profite der Unternehmen jede Grenze sprengen&rdquo; &ndash; naja, die ungeschminkte Wahrheit w&uuml;rde wirklich keiner akzeptieren.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Kohlendioxid-Bilanz von Elektroautos nur geringf&uuml;gig g&uuml;nstiger als Diesel<\/strong><br>\nAutos mit Elektromotoren schneiden in ihrer Kohlendioxid-Bilanz kaum g&uuml;nstiger ab als neuartige Dieselfahrzeuge. Die Bundesregierung teilt in ihrer Antwort (17\/3106) auf eine Gro&szlig;e Anfrage der SPD-Fraktion (17\/931) mit: &rdquo;Die CO2-Emissionen im elektrischen Fahrbetrieb liegen bei Ansetzen des aktuellen deutschen Strommixes deutlich unterhalb derjenigen von der in 2009 in Deutschland zugelassenen Neuwagenflotte, jedoch nur unwesentlich unterhalb der Emissionen von heute verf&uuml;gbaren, hoch effizienten Diesel-Pkw.&ldquo; Die Kohlendioxid-Bilanzen w&uuml;rden bei Elektro- und Hybrid-Fahrzeugen stark von den Kohlendioxid-Emissionen bei der Stromerzeugung abh&auml;ngen. Bei konventionellen Fahrzeugen h&auml;nge viel vom Anteil der Biokraftstoffe im Treibstoff ab. Die verst&auml;rkte Nutzung von erneuerbarer Energie bei Elektrofahrzeugen wirke sich auf die Kohlendioxid-Bilanz positiv aus. Weiter hei&szlig;t es: &rdquo;<strong>Bei Betrieb mit Strom aus Wind-, Solar- oder Wasserkraft liegen die Emissionen von Elektrofahrzeugen bei nahezu 0 g Co2 je km.<\/strong>&ldquo;<br>\nDie Bundesregierung weist darauf hin, dass sie aus Mitteln des Konjunkturpakets II bis Ende des n&auml;chsten Jahres 500 Millionen Euro zur F&ouml;rderung von Forschung und Entwicklung im Bereich der Elektromobilit&auml;t bereitstelle. Au&szlig;erdem werde die Forschung f&uuml;r Stromspeicher gef&ouml;rdert. Die Automobilindustrie habe zugesagt, in den n&auml;chsten Jahren 20 Milliarden Euro in Forschung und Entwicklung zu investieren. In Sachen Elektromobilit&auml;t sei Deutschland gut aufgestellt, allerdings bestehe in Einzelsegmenten wie der Batterietechnologie noch Nachholbedarf. Um eine CO2-aussto&szlig;arme Mobilit&auml;t zu erm&ouml;glichen, sei jedoch die Entwicklung innovativer und leistungsf&auml;higer Energiespeicher essenziell.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bundestag.de\/presse\/hib\/2010_10\/2010_334\/06.html\">Deutscher Bundestag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Rechtspopulismus in Europa:  Verg&auml;ngliches Ph&auml;nomen oder auf dem Weg zum politischen Mainstream?<\/strong><br>\nW&auml;hrend fr&uuml;her der Erfolg rechtspopulistischer Bewegungen r&auml;umlich und zeitlich begrenzt erschien, hat der Rechtspopulismus heute in Europa eine neue Qualit&auml;t erreicht. Sind wir auf dem Weg zu einem &raquo;populistischen Mainstream&laquo; in Europa und vor welcher Herausforderung stehen damit unsere liberalen Demokratien? Rechtspopulistische Parteien sind ihrem Wesen nach negatorisch und oppositionell. Daher werden sie bei der Einbindung in Macht und Verantwortung regelm&auml;&szlig;ig und rasch entzaubert. Doch was bleibt, ist das vergiftete gesellschaftliche Klima, sind die Tabubr&uuml;che, die von immer neuen Akteuren immer noch weiter ausgedehnt werden k&ouml;nnen. Der einmal angerichtete Schaden, eine Rechtsverschiebung des politischen Spektrums, ist nicht so einfach reparabel.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/library.fes.de\/pdf-files\/id\/ipa\/07293.pdf\">Friedrich-Ebert-Stiftung [PDF &ndash; 528 KB]<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Die Studie von Werner T. Bauer stammt vom Juni dieses Jahres &ndash; also noch bevor Sarrazin von Bild und Spiegel als Bauchrednerpuppe daf&uuml;r eingesetzt wurde, das endlich herauszulassen, was man sich bis dato nicht traute. Schon jetzt kann man sagen, dass die Beschreibung zutrifft: Was nach der Welle des Rechtspopulismus auch bei uns festzustellen ist:<br>\nDas gesellschaftliche Klima ist vergiftet, die Tabubr&uuml;che gehen weiter, eine Rechtsverschiebung des politischen Spektrums ist eingetreten. <\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Hau den Muslim!<\/strong><br>\nGeh&ouml;rt denn der Islam nun zu Deutschland?, und wenn ja: ganz genauso oder doch lieber nur ein kleines bisschen? (&hellip;) Gleichzeitig kommen derzeit die unwahrscheinlichsten Partner zusammen, siehe nur Alice Schwarzer, die schon Anfang der Neunziger mit ihrem Dschihad gegen den Islam angefangen hat, was ungef&auml;hr der Zeitpunkt war, als sie einsehen musste, dass sie sich mit der PorNOKampagne beim hiesigen Medien- und Parlamentspatriarchat keine Freunde machen w&uuml;rde. (&hellip;) Gut, denkt sich die Schwarzer, was ist denn unsere auflagenst&auml;rkste Zeitung, aha, die Bild, und dort macht sie jetzt halt nicht PorNO, sondern KopftuchNO, das passt nat&uuml;rlich super in die Bild. Oben k&auml;mpft die Schwarzer gegen das Kopftuch, unten das t&auml;gliche Tittenwunder f&uuml;r die Fernfahrer.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/debatte\/kolumnen\/artikel\/1\/hau-den-muslim\/\">TAZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>CDU-Papier zum Parteitag &ndash; Leitantrag zur Leitkultur<\/strong><br>\n&ldquo;Christlich-j&uuml;dische Union&rdquo; ? Die CDU weist auf ihre religi&ouml;sen Wurzeln hin. In dem Entwurf wimmelt es nur so von Integrationsverweigerern und Parallelgesellschaften.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/cdu-papier-zum-parteitag-leitantrag-zur-leitkultur-1.101381\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Merkels Hetze gegen Zuwanderer<\/strong><br>\nAls Bundesbanker Thilo Sarrazin vor zwei Monaten sein Buch &bdquo;Deutschland schafft sich ab&ldquo; ver&ouml;ffentlichte, hatte sich Angela Merkel noch von seinen &uuml;belsten rassistischen Thesen distanziert. Sie seien &bdquo;wenig hilfreich und kontraproduktiv&ldquo;, sagte damals die CDU-Vorsitzende und Bundeskanzlerin.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.hintergrund.de\/201010201198\/politik\/inland\/merkels-hetze-gegen-zuwanderer.html\">Hintergrund.de<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Seehofer vs. Merkel &ndash; Bayerns Wink mit der Rentenkeule<\/strong><br>\nDer CSU-Chef droht der Kanzlerin mit dem Ausstieg&nbsp;aus der Rente mit 67. Die Wirtschaft m&uuml;sse mitspielen und &auml;ltere Mitarbeiter einstellen. Dar&uuml;ber freut sich erwartbar der SPD-Voritzende Gabriel.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/rente-mit-seehofer-stellt-sich-gegen-merkel-1.1013750\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Baukonzern Bilfinger Berger Roland Koch &ndash; &uuml;bernehmen Sie!<\/strong><br>\nHeuert Hessens ehemaliger Ministerpr&auml;sident Roland Koch beim Baukonzern Bilfinger Berger an? Das Angebot steht &ndash; und er &uuml;berlegt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/2.220\/baukonzern-bilfinger-berger-roland-koch-uebernehmen-sie-1.1013744\">S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>Rangliste der Pressefreiheit: Europ&auml;ische Staaten fallen weiter zur&uuml;ck<\/strong><br>\nDie Lage der Medienfreiheit in Europa hat sich weiter verschlechtert. Dies zeigt die heute ver&ouml;ffentlichte Rangliste der Pressefreiheit 2010 von Reporter ohne Grenzen (ROG). Der bereits bei der Rangliste 2009 festgestellte Abw&auml;rtstrend einiger s&uuml;d- und s&uuml;dosteurop&auml;ischer Staaten setzt sich im aktuellen ROG-Ranking fort.<br>\nAuch bei den EU-Gr&uuml;ndungsstaaten Frankreich und Italien hat sich diese Entwicklung bisher nicht umgekehrt. Gleichzeitig beobachtet ROG bei der Lage der Pressefreiheit wachsende Unterschiede zwischen den EU-Mitgliedsl&auml;ndern. Zwischen den drei am besten platzierten EU-L&auml;ndern an der Spitze des Rankings &ndash; Finnland, die Niederlande und Schweden &ndash; und den am schlechtesten platzierten &ndash; Bulgarien, Griechenland &ndash; liegen rund 70 Positionen. Die Situation auf den untersten Positionen der Rangliste ist fast unver&auml;ndert: Birma, Iran, Turkmenistan, Nordkorea und Eritrea sind erneut die Schlusslichter. Neu hinzugekommen zu der Gruppe der zehn repressivsten Staaten der Welt sind in diesem Jahr der Sudan und Ruanda.<br>\nMit der Rangliste 2010 wird die Situation der Pressefreiheit in 178 Staaten und Regionen weltweit verglichen. In die Bewertung wurden Verst&ouml;&szlig;e gegen dieses Menschenrecht im Zeitraum von September 2009 bis August 2010 einbezogen.<br>\nRund die H&auml;lfte der 27 EU-Mitgliedsstaaten sind unter den 20 f&uuml;hrenden L&auml;ndern der aktuellen Rangliste. Die Schere innerhalb der Staatengemeinschaft geht jedoch stark auseinander. So liegen zw&ouml;lf EU-L&auml;nder, also fast die H&auml;lfte, zwischen dem 30. und 70. Rang. Am st&auml;rksten gefallen ist Griechenland (2009: Platz 35, 2010: Platz 70). Damit bildet das s&uuml;deurop&auml;ische Land gemeinsam mit Bulgarien (2009: Platz 68, 2010: Platz 70) das Schlusslicht unter den EU-Staaten. In Griechenland waren k&ouml;rperliche Angriffe bei Demonstrationen und Drohungen gegen Journalisten ein Grund f&uuml;r die Abw&auml;rtsbewegung.<br>\nAuch bei den EU-Gr&uuml;ndungsstaaten Frankreich (2009: Platz 43, 2010: Platz 44) und Italien (2009 und 2010: Platz 49) gibt es keine Indizien f&uuml;r eine Verbesserung der Situation: Grundlegende Probleme wie die Verletzung des Quellenschutzes, die zunehmende Konzentration von Medieneigentum sowie gerichtliche Vorladungen von Journalisten dauern an.<br>\nDeutschland steht in diesem Jahr &ndash; fast unver&auml;ndert &ndash; auf Platz 17 (2009: Platz 18): Wie auch in anderen EU-Staaten wurden Redaktionszusammenlegungen und Stellenstreichungen negativ bewertet. Der Zugang zu Beh&ouml;rdeninformationen bleibt ebenfalls unzureichend. Zu weiteren Kritikpunkten geh&ouml;rten unter anderem das Strafverfahren gegen zwei Leipziger Journalisten in der so genannten Sachsensumpf-Aff&auml;re.<br>\nAnlass zur Sorge bietet dar&uuml;ber hinaus die Entwicklung der T&uuml;rkei. Nachdem sich der EU-Anw&auml;rter schon im Index 2009 um 20 Pl&auml;tze verschlechtert hatte, folgt in diesem Jahr ein weiterer R&uuml;ckfall um 16 R&auml;nge.\n<p><a href=\"upload\/bilder\/rangliste_der_pressefreiheit_big.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"upload\/bilder\/rangliste_der_pressefreiheit.jpg\" alt=\"Rangliste der Pressefreiheit\"><\/a><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.reporter-ohne-grenzen.de\/presse\/pressemitteilungen\/news-nachrichten-single\/article\/1\/europaeische-staaten-fallen-weiter-zurueck-wachsende-gegensaetze-innerhalb-der-eu-keine-bewegung-au.html\">Reporter ohne Grenzen<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Reporter ohne Grenzen messen nicht die Qualit&auml;t der Medien, sie weisen auf die Verschlechterung oder Einschr&auml;nkungen journalistischer Arbeitsbedingungen hin. Redaktionszusammenlegungen und Stellenstreichungen und die Konzentration der Medien haben jedoch auch negative Auswirkungen auf und die Qualit&auml;t und vor allem auch auf die Vielfalt der Medien.<\/em><\/p>\n<p><em>Siehe dazu:<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h20\"><\/a><strong>Journalismus im Wandel &ndash; Die Gretchenfrage<\/strong><br>\nWenn nun allerdings weiter an Qualit&auml;t &ndash; sprich: an Inhalten und Personal &ndash; gespart wird, wie es sich derzeit abzeichnet, berauben sich die Zeitungen ihrer wichtigsten Grundlage, wegen derer sie &uuml;berhaupt noch gekauft werden. Oder sie kannibalisieren sich selbst, wenn sie auf gut gemachten, teuren Journalismus verzichten. Wenn sich die professionellen Medien keine hochwertigen Recherchen und Auslandskorrespondenzen, keine aufw&auml;ndigen Reportagen und Analysen mehr leisten k&ouml;nnen oder wollen, l&ouml;st sich die Presse als Vierte Gewalt in ihre molekularen Bestandteile auf &ndash; und das w&uuml;rde l&auml;ngst nicht nur dem Image der Verlage schaden, sondern auf lange Sicht auch dem Kitt unserer demokratischen &Ouml;ffentlichkeit, wie wir ihn derzeit kennen(&hellip;)<br>\nZu Beginn des 21. Jahrhunderts geht es dem Journalismus allerdings aufgrund der aktuellen kapitalistischen Wende sprichw&ouml;rtlich an den Kragen: Er verliert das strukturelle und personelle R&uuml;ckgrat, mit dessen Hilfe er zum unabh&auml;ngigen Kontrolleur staatlicher Macht und zur gesellschaftlichen Kontrollinstanz der Moderne aufsteigen konnte. Das wachsende Ungleichgewicht von Markt und Macht, ausgel&ouml;st durch den W&uuml;rgegriff der &Ouml;konomisierung fast aller Medienbereiche, r&uuml;ttelt heute an den Grundfesten des Journalismus &ndash; oder anders gesagt: Die Medien unterwerfen sich mehr denn je einer Marktlogik, als ihnen gut tut. Das journalistische System b&uuml;&szlig;t durch den Verlust seiner &ouml;konomischen Autonomie vor allem seine publizistische Unabh&auml;ngigkeit ein.<br>\nEs gibt kein Recht auf Journalismus, soviel steht fest. Aber es gibt in unserem Land ebenfalls keines, das den Journalismus verbieten w&uuml;rde. Und vielleicht ist ja gerade das der Casus Knacksus, warum auch die Politik daran interessiert sein m&uuml;sste, die Unabh&auml;ngigkeit, Vielfalt und &Uuml;berparteilichkeit unserer Presse zu erhalten: Wenn sich ein Marktversagen im Pressesektor weiter ausbreitet, muss sich eine Demokratie ernsthaft &uuml;berlegen, in welchem Ausma&szlig; sie sich das &uuml;berhaupt leisten kann(&hellip;)<br>\nWeiterhin steht au&szlig;er Frage, dass unsere Demokratie auch in Zukunft noch professionellen Journalismus brauchen wird: um Orientierung und &Uuml;bersichtlichkeit zu schaffen, um zu verdeutlichen, was relevant und wichtig, aber auch was unwichtig ist, um zur politischen Meinungsbildung beizutragen, um Werte und Normen zu vermitteln, um die Mitglieder unserer Kultur und Gesellschaft zu integrieren &ndash; und um im g&uuml;nstigsten Fall ein verl&auml;ssliches Fr&uuml;hwarnsystem f&uuml;r gesellschaftliche und politische Krisen zu bilden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/mmm.verdi.de\/archiv\/2010\/10\/titelthema-journalismus-im-wandel\/die-gretchenfrage\">ver.di<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Der Schlussfolgerung von Stephan Weichert m&ouml;chte man ja gerne zustimmen, das setzte allerdings voraus, dass der Journalismus &bdquo;professionell&ldquo; ist, dass er Orientierung und &Uuml;bersichtlichkeit geben kann, dass er wirklich zur politischen Meinungsbildung und nicht zur Anpassung an die Meinung der Eliten beitr&auml;gt und dass er ein verl&auml;ssliches Fr&uuml;hwarnsystem f&uuml;r gesellschaftliche und politische Krisen darstellt. Und wo war der Journalismus, der vor der Finanzkrise fr&uuml;hzeitig gewarnt h&auml;tte? <\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h21\"><\/a><strong>Die Arbeitsbedingungen bei &bdquo;Forsa&ldquo; sind katastrophal. Besch&auml;ftigte gehen dagegen vor<\/strong><br>\nF&uuml;r Forsa arbeiten 60 Festangestellte und mehr als 1000 Interviewer\/innen in Berlin und Dortmund. Die Interviewer haben einen Vertrag als freie Mitarbeiter mit der Firma Monitel GmbH Gesellschaft f&uuml;r Datenservice und -organisation, die unweit von Forsa in Berlin-Mitte ihre Gesch&auml;ftsr&auml;ume hat. Die freien Mitarbeiter erhalten ein Stundenhonorar von acht Euro. Davon m&uuml;ssen sie einen Euro gleich wieder abgeben, als Miete f&uuml;r die Technik und ihren Arbeitsplatz in den Gesch&auml;ftsr&auml;umen von Forsa. Urlaubsgeld, Lohnfortzahlung im Krankheitsfall und Betriebsrat gibt es nicht. Selbst wenn die Besch&auml;ftigten auf die Toilette gehen, m&uuml;ssen sie sich abmelden und werden f&uuml;r diese Zeit nicht bezahlt.<br>\nNicht nur &uuml;ber die schlechte Bezahlung, auch &uuml;ber die Arbeitsbedingungen beklagen sich zahlreiche Interviewer bei ver.di: Die Kopfh&ouml;rer seien schmutzig und es sei unklar, wann sie desinfiziert w&uuml;rden, neu angeschaffte St&uuml;hle f&uuml;hrten zu R&uuml;ckenschmerzen. Sie w&uuml;rden so dicht aufeinandersitzen, dass es oft zu laut sei, um den Gespr&auml;chspartner gut zu verstehen.<br>\nUm ihre Situation zu verbessern, haben Studierende eine Arbeitsgruppe bei ver.di gebildet. Ihre Forderungen: Zehn Euro Stundenlohn minus ein Euro f&uuml;r die Nutzung von Computer und Arbeitsplatz, zehn Minuten pro Schicht bezahlte Pause, bessere St&uuml;hle und saubere Kopfh&ouml;rer. Zwei &auml;ltere Interviewer erkl&auml;rten sich bereit, das Gespr&auml;ch mit dem Forsa-Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer Manfred G&uuml;llner zu f&uuml;hren. Doch sie drangen nie bis zu ihm vor, mehrere Termine wurden von Forsa abgesagt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/publik.verdi.de\/2010\/ausgabe-10\/gewerkschaft\/gewerkschaft\/seiten-4-5\/A3\">ver.di Publik <\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Die Verh&auml;ltnisse d&uuml;rften bei anderen Meinungsforschungsinstituten nicht wesentlich besser sein, nur Forsa ist einer der &bdquo;Billiganbieter&ldquo; auf dem Umfragemarkt. Forsa-Chef G&uuml;llner hat erkannt, das man mit Umfragen Meinung machen kann, deswegen macht er Interessierten entsprechende Billig- und aktualit&auml;tsbezogene Angebote. Es w&auml;re auch &uuml;bertrieben, wenn man Forsa noch wirklich als ein Meinungs-&bdquo;Forschungs&ldquo;-Institut bezeichnete.<br>\nNat&uuml;rlich sind die Preise f&uuml;r solche Umfragen viel zu billig, um Mitarbeiter ordentlich zu bezahlen. Es w&auml;re nur besser wir h&auml;tten weniger solcher Billig-Umfragen, dann h&auml;tten wir auch weniger Meinungsmache mit Umfragen. <\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h22\"><\/a><strong>T&uuml;rkischst&auml;mmiger Deutscher oder ein in Deutschland lebender T&uuml;rk<\/strong><br>\nZweierlei T&uuml;rken pr&auml;sentierte Springer am Wochenende. Zwei Migrantenexemplare, die aus dem N&auml;hk&auml;stchen plaudern &ndash; aus ihrem oder aus dem der Redaktion: man wei&szlig; es nicht so genau. &ldquo;Wenn T&uuml;rken Deutsche werden&hellip;&rdquo;, titelte man; darunter ein Foto eines t&uuml;rkischen Anzugtr&auml;gers, den man mit Top &uuml;berschreibt, noch weiter unten dann das Lichtbild eines t&uuml;rkischen Jedermanns, der mit Flop &uuml;bertitelt wird. Wer sich als T&uuml;rke Deutscher nennen darf, ist damit beantwortet; der T&uuml;rke &Ouml;zcan, Bezieher von Transferleistungen, ist jedenfalls gefloppt &ndash; Mission: Deutschwerden gescheitert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/ad-sinistram.blogspot.com\/2010\/10\/turkischstammiger-deutscher-oder-ein-in.html\">ad sinistram<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h23\"><\/a><strong>Noam Chomsky: Sicherheit und Kontrolle &ndash; Die Vormachtstellung der USA <\/strong><br>\nWenn es um internationale Angelegenheiten geht, ist der Begriff &lsquo;Stabilit&auml;t&rsquo; rein technisch gemeint und bedeutet &lsquo;US-Herrschaft&rsquo;. Dieser Gebrauch ist mittlerweile so sehr&nbsp;Routine geworden, dass er gar&nbsp;nicht mehr auff&auml;llt. So runzelte niemand die Stirn, als ein anerkannter Analyst und fr&uuml;herer Redakteur der &lsquo;Foreign Affairs&rsquo; erkl&auml;rte, um in Chile (1973) &ldquo;Stabilit&auml;t&rdquo; zu erzielen, habe man das Land &ldquo;destabilisieren&rdquo; m&uuml;ssen &ndash; indem man die gew&auml;hlte Regierung, unter Salvador Allende, st&uuml;rzte und die Pinochet-Diktatur an die Macht brachte &ndash; ein Regime, das fortgesetzt folterte und t&ouml;tete und ein internationales Terrornetzwerk aufbaute, das es erm&ouml;glichte, &auml;hnliche Regime auch in andern L&auml;ndern zu installieren. Nat&uuml;rlich geschah dies alles mit R&uuml;ckendeckung der USA und im Interesse von Stabilit&auml;t und Sicherheit.<br>\nEbenso ist es Routine geworden&nbsp;anzunehmen, absolute Kontrolle&nbsp;sei die Voraussetzung f&uuml;r Amerikas Sicherheit. Diese Pr&auml;misse wurde sozusagen&nbsp;akademisch abgesegnet, als John Lewis Gaddis, ein anerkannter Historiker der Universit&auml;t Yale, ein entsprechendes Buch ver&ouml;ffentlichte. Es war das erste Buch, das sich auf George W. Bushs Doktrin vom Pr&auml;ventivkrieg st&uuml;tzte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zmag.de\/themen\/Lateinamerika\/artikel\/sicherheit-und-kontrolle-teil-1\">znet<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante aktuelle Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen. Heute u. a. zu folgenden Themen: .Hartz-IV-Regelsatz, Heute hier, morgen dort, Arbeitsmigration in der Krise, Wenn Leistung nicht lohnt, Solidarit&auml;tsdumping, W&auml;hrungsstreit: Lohnkosten werden zur Waffe, Wer profitiert wirklich vom Milliarden-Bau &ldquo;Stuttgart21&rdquo;?, Gewerkschafter &uuml;ber WM in S&uuml;dafrika: &ldquo;Ein<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=7146\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-7146","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/7146","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=7146"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/7146\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":7151,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/7146\/revisions\/7151"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=7146"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=7146"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=7146"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}