{"id":7152,"date":"2010-10-22T09:11:16","date_gmt":"2010-10-22T07:11:16","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=7152"},"modified":"2010-10-22T09:11:16","modified_gmt":"2010-10-22T07:11:16","slug":"hinweise-des-tages-1254","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=7152","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Befl&uuml;gelter Br&uuml;derle; angeblich befl&uuml;gelte Steuerkasse; angeblich befl&uuml;gelter Arbeitsmarkt; Lohnkosten als Waffe; Perspektiven der europ&auml;ischen W&auml;hrungsunion; Steinmeier zur&uuml;ck an der Macht; Einwanderer als Ware; Aufwertung des Alters als Farce; Stuttgart 21; frisch auf den M&uuml;ll; auch Frankreichs Polizisten setzen Tr&auml;nengas ein; Krugman wettert gegen die Deutschen; Studienplatzkosten im Vergleich; Petition Nukleare Ver- und Entsorgung; zu guter Letzt. (WL)<br>\n<!--more--><\/p><p>Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante aktuelle Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen. Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"#h01\">Wirtschaftsboom befl&uuml;gelt Br&uuml;derle<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h02\">Konjunkturboom f&uuml;llt die Steuerkasse<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h03\">Jobrotation statt Jobwunder?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h04\">Friederike Spiecker: Lohnkosten werden zur Waffe<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h05\">Werner Schieder: Perspektiven der europ&auml;ischen W&auml;hrungsunion<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h06\">Steinmeier prescht zur&uuml;ck an die Macht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h07\">Einwanderer als Ware<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h08\">Die &raquo;Aufwertung&laquo; des Alters &ndash; Eine gesellschaftliche Farce<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h09\">Stuttgart 21<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h10\">Frisch auf den M&uuml;ll<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h11\">Frankreich: Polizei mit Tr&auml;nengas gegen Sch&uuml;ler<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h12\">Krisenorakel Krugman wettert gegen die Deutschen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h13\">Studienplatzkosten im Vergleich<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h14\">Verm&ouml;gensteuer jetzt! Initiative gestartet<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h15\">Petition: Nukleare Ver- und Entsorgung. Eilt!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h16\">Zu guter Letzt: Jochen Malmsheimer im ICE &ndash; Und neues aus der Anstalt<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"\/?p=7152&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/a><\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Wirtschaftsboom befl&uuml;gelt Br&uuml;derle <\/strong><br>\nDie Bundesregierung hat ihre Prognose f&uuml;r das Wirtschaftswachstum im laufenden Jahr mehr als verdoppelt. Sie hob ihre Sch&auml;tzung aus dem Fr&uuml;hjahr von 1,4 Prozent auf nun 3,4 Prozent an. F&uuml;r 2011 wird ein Zuwachs beim Bruttoinlandsprodukt von 1,8 Prozent erwartet. Die deutsche Wirtschaft fahre auf der &Uuml;berholspur: &ldquo;Ein Wachstum wie dieses Jahr hat es seit dem Wiedervereinigungsboom bisher nur einmal gegeben&rdquo;, sagte Wirtschaftsminister Rainer Br&uuml;derle (FDP) am Donnerstag bei der Vorstellung der Herbstsch&auml;tzung in Berlin. Der Aufschwung stehe inzwischen solide auf zwei Beinen. Nach wichtigen Impulsen aus dem Au&szlig;enhandel habe auch die Binnenkonjunktur Fahrt aufgenommen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stern.de\/wirtschaft\/news\/konjunktur-wirtschaftsboom-befluegelt-bruederle-1616037.html\">stern<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers G.K.:<\/strong> Wirtschaftsminister Br&uuml;derle irrt, wenn er im &Uuml;berschwang des Jubels behauptet, ein Wirtschaftswachstum in H&ouml;he von 3,4% habe &ldquo;es seit dem Wiedervereinigungsboom nur einmal gegeben&rdquo;. Denn diese Marke wurde zweimal &uuml;bertroffen: 2000 mit 3,5% und 2006 mit 3,6%. Zudem &ldquo;vergisst&rdquo; Br&uuml;derle zu erw&auml;hnen, dass das BIP seit dem Jahre 1949 mit -4,7% noch nie so stark gesunken war wie im vergangenen Jahr.<br>\nDer von Br&uuml;derle und nahezu allen Medien penetrant wiederholte Hinweis auf das lt. Herbstgutachten der Forschungsinstitute zu erwartende Wachstum der Binnenkonjunktur soll wohl vor allem die von anderen Wirtschaftsnationen ge&auml;u&szlig;erte Kritik an der extremen Exportlastigkeit der deutschen Wirtschaft sowie dem damit in Verbindung stehenden Lohn- und Sozialdumping entkr&auml;ften.<br>\nBez&uuml;glich der Entwicklung des Privaten Verbrauchs ist f&uuml;r das Jahr 2011 jedoch festzuhalten:<\/em><\/p>\n<ul>\n<li>Die realen Verf&uuml;gbaren Einkommen werden im kommenden Jahr zwar um 1,4% ansteigen.<\/li>\n<li>Die den breiten Schichten der Bev&ouml;lkerung zur Verf&uuml;gung stehenden Masseneinkommen (Nettol&ouml;hne und -geh&auml;lter, Transfereinkommen) werden lt. Herbstgutachten<br>\ninflationsbereinigt jedoch stagnieren. Die Einzelkomponenten entwickeln sich lt. Herbstgutachten wie folgt:\n<ul>\n<li>reale Nettol&ouml;hne und -geh&auml;lter Gesamt: +1,1% \/ je Arbeitnehmer: +0,4%,<\/li>\n<li>reale Transfereinkommen (Renten, Arbeitslosenunterst&uuml;tzung etc.): -2,1%.<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li>Der  komplette Zuwachs des im Herbstgutachten prognostizierten Verf&uuml;gbaren Einkommens k&auml;me somit den Beziehern von Gewinn- und Verm&ouml;genseinkommen zu Gute.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Der von den Forschungsinstituten prognostizierte Anstieg des inflationsbereinigten Privaten Verbrauchs um 1,4% entfiele somit in G&auml;nze auf die Bezieher von Gewinn- und Verm&ouml;genseinkommen. Die Prognose der Wirtschaftsforschungsinstitute steht somit auf wackeligem Fundament, denn die Bezieher von Gewinn- und Verm&ouml;genseinkommen weisen eine sehr deutlich &uuml;ber dem Durchschnitt liegende Sparquote auf. Es ist daher zu bef&uuml;rchten, dass die nochmalige Einkommenskonzentration dem hiesigen Binnenmarkt Kaufkraft entzieht und diese stattdessen  als neues Spekulationskapital dem &ldquo;internationalen Spielkasino&rdquo; zuflie&szlig;en wird.<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Konjunkturboom f&uuml;llt die Steuerkasse<\/strong><br>\nDie Steuereinnahmen des deutschen Fiskus entwickeln sich unter dem Einfluss der unerwartet lebhaften Konjunktur weiterhin g&uuml;nstiger als urspr&uuml;nglich erwartet. Im September nahmen Bund, L&auml;nder und Gemeinden mit 45,4 Mrd. Euro &ndash; ohne reine Gemeindesteuern &ndash; ein halbes Prozent mehr Steuern ein als vor einem Jahr. Fr&uuml;here Sch&auml;tzungen sahen ein deutliches Minus vorher.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/deutschland\/finanzministerium-konjunkturboom-fuellt-die-steuerkasse;2677034\">Handelsblatt<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> &bdquo;Steuern sprudeln&ldquo;, &bdquo;Milliarden Mehreinnahmen&ldquo;, so lauteten gestern die Nachrichtenschlagzeilen. Tats&auml;chlich ist es gerade ein halbes Prozent mehr an Steuern, als vor einem Jahr. F&uuml;r den Zeitraum von Januar bis September ergibt sich sogar ein Minus von 0,3 Prozent. Dem Bund flossen sogar 3,3 Prozent weniger Steuern zu als im Vorjahr.<br>\nDa wir also eine Jubelmeldung &bdquo;Konjunkturboom f&uuml;llt die Steuerkasse&ldquo; aus der Banalit&auml;t, dass die Sch&auml;tzungen deutlich niedriger lagen als die Wirklichkeit.<br>\nViel Interessanter ist was <a href=\"http:\/\/de.reuters.com\/article\/economicsNews\/idDEBEE69K06O20101021\">Reuters<\/a> zus&auml;tzliche berichtet:<br>\n&bdquo;Deutlich r&uuml;ckl&auml;ufig mit Einbu&szlig;en von jeweils &uuml;ber f&uuml;nf Prozent entwickelte sich zuletzt die Lohnsteuer. Dagegen wies die veranlagte Einkommenssteuer f&uuml;r den September ein Plus von 6,5 Prozent und f&uuml;r die ersten drei Quartale sogar einen Zuwachs von 22,9 Prozent auf. Auch die K&ouml;rperschaftsteuer, die die meisten gro&szlig;en Unternehmen aus dem Gewinn zu zahlen haben, verzeichnete mit 6,3 Prozent im September und 38,2 Prozent in den ersten neun Monaten gro&szlig;e Steigerungen. Darin kommt offensichtlich die bessere Gewinnlage vieler Gro&szlig;unternehmen im Zuge der Konjunkturerholung zum Ausdruck.&ldquo;<br>\nFazit: Die zu versteuernden L&ouml;hne sind gesunken, die Betriebs- und Verm&ouml;genseinnahmen sind erheblich gestiegen.<br>\nDiese Tatsache hat es nat&uuml;rlich nicht in die Schlagzeile geschafft.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Jobrotation statt Jobwunder?<\/strong><br>\nDer Wirtschaftsminister sieht den deutschen Arbeitsmarkt dank XL-Aufschwung auf dem Weg vom Sorgenkind zum Mustersch&uuml;ler. Wie der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) erwartet auch Br&uuml;derle 290.000 neue Arbeitspl&auml;tze f&uuml;r 2011. Wachstumsprognosen von 3,4 Prozent f&uuml;r dieses und 1,8 Prozent f&uuml;r n&auml;chstes Jahr wecken bei ihm Erinnerungen an den Wiedervereinigungsboom.<br>\nDas viel gelobte deutsche Jobwunder wurde m&ouml;glich, weil Arbeitszeitkonten, Kurzarbeit und die aktive Arbeitsmarktpolitik intensiv genutzt wurden. Oft wurden erhebliche Einkommenseinbu&szlig;en hingenommen. Da kommt Unmut auf, wenn der Niedriglohnsektor wieder w&auml;chst. 300.000 neue Jobs sind schon seit Mai 2009 entstanden, aber fast nur in der Leiharbeit. Wenn gerade jungen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern nur der prek&auml;re Einstieg in die Arbeitswelt &uuml;ber Praktika, Leiharbeit oder befristete Jobs bleibt &ndash;&nbsp; wenn also aus dem Jobwunder die Jobrotation wird &ndash; dann k&ouml;nnen Jobprognosen aus Unmut Zorn machen.<br>\nQuelle: <a href=\"\/upload\/pdf\/101022_jobrotation.pdf\">DGB Klartext<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Friederike Spiecker: Lohnkosten werden zur Waffe<\/strong><br>\nDie Euro-Staaten sollten in Sachen W&auml;hrung nicht st&auml;ndig auf China einpr&uuml;geln. Glaubw&uuml;rdiger w&auml;re, sich zuerst die Deutschen vorzunehmen. Die treiben ein &auml;hnliches Spiel.<br>\nDeutschland f&auml;hrt seit Jahren genau die Strategie, die die Europ&auml;ische Union den Chinesen vorwirft: Es verschafft sich mit einer unterbewerteten W&auml;hrung Handelsvorteile auf den Weltm&auml;rkten. Die Unterbewertung erzeugt die deutsche Wirtschaft, indem sie das Wachstum der Lohnst&uuml;ckkosten &uuml;ber Jahre hinweg unterhalb der zwei Prozent h&auml;lt, die sich die EZB als Zielinflationsrate gesetzt hat &ndash; und vor allem auch unterhalb der tats&auml;chlichen Inflationsraten der Euro-Partnerl&auml;nder. Das gelingt ihr durch Lohnabschl&uuml;sse unterhalb des deutschen Produktivit&auml;tswachstums &ndash; ein von Wirtschaftswissenschaftlern und Wirtschaftspolitikern seit vielen Jahren gefordertes, gef&ouml;rdertes und bei Umsetzung hochgelobtes Vorgehen der alles andere als autonomen deutschen Tarifparteien.<br>\nAn den Devisenm&auml;rkten f&auml;llt die deutsche Strategie nicht direkt auf, weil die &uuml;brigen Euro-L&auml;nder die deutschen Handels&uuml;bersch&uuml;sse ausgleichen &ndash; mit enormen Handelsdefiziten gegen&uuml;ber Deutschland und Marktanteilsverlusten auf den Weltm&auml;rkten. Das f&uuml;hrt dazu, dass die Leistungsbilanz der Euro-Zone &ndash; anders als die Chinas &ndash; ungef&auml;hr ausgeglichen ist. Nicht der Euro insgesamt ist unterbewertet, sondern nur die in Euro angebotenen deutschen Waren.<br>\nIrgendwann spricht sich die Logik doch herum, dass nicht alle gleichzeitig Export&uuml;bersch&uuml;sse erzielen und sich auf diesem Weg Wachstumsimpulse von den Handelspartnern holen k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/europa\/:waehrungsstreit-lohnkosten-werden-zur-waffe\/50184347.html%20\">FTD<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Werner Schieder: Perspektiven der europ&auml;ischen W&auml;hrungsunion<\/strong><br>\nIn seinem Beitrag &uuml;bt Werner Schieder grundlegende Kritik am Stabilit&auml;ts- und Wachstumspakt der EU. Die sterile Fixierung auf das Staatsdefizit und der Steuersenkungswettbewerb unter den EU-Mitgliedsstaaten verhinderten eine Revitalisierung der Eurozone. Aus der Analyse der Defizite werden Reformvorschl&auml;ge f&uuml;r eine europ&auml;ische Stabilit&auml;ts- und Wachstumspolitik abgeleitet: Eine engere makro&ouml;konomische Koordinierung innerhalb der EU und die Einf&uuml;hrung von festen Obergrenzen f&uuml;r<br>\nLeistungsbilanz&uuml;bersch&uuml;sse &ndash; und nicht nur f&uuml;r Defizite.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.solidarische-moderne.de\/de\/article\/114.perspektiven-der-europaeischen-waehrungsunion.html%20\">Institut f&uuml;r solidarische Moderne<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Steinmeier prescht zur&uuml;ck an die Macht<\/strong><br>\nSchon in der ersten Woche jagt ein Termin den anderen: SPD-Fraktionschef Steinmeier meldet sich zur&uuml;ck &ndash; nach der Nierenspende f&uuml;r seine Frau f&uuml;hlt er sich fit, will seinen Machtanspruch unterstreichen. Viele in seiner Partei hoffen, dass er ein Korrektiv bildet zum Aus-der-H&uuml;fte-Schie&szlig;er Sigmar Gabriel.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/0,1518,724225,00.html\">Spiegel Online<br>\n<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers S.P.:<\/strong> ein Beispiel f&uuml;r Meinungsmache im sch&ouml;nsten Spiegel-Stil. Alle sind froh, dass der im Duell mit der Kanzlerin seinerzeit angeschlagene Steinmeier, der inzwischen Vertrauen und menschlich Profil gewonnen habe, wieder da sei &ndash; denn Gabriel sei erratisch und Po&szlig; &uuml;berfordert.<br>\n Was tut der Spiegel nicht alles, um die Leute in der SPD zu st&uuml;tzen, die f&uuml;r den Agenda-Kurs stehen (man denke nur an das Steinbr&uuml;ck-Gejubel). Das Ziel erscheint klar: die SPD auf Agenda-Kurs zu halten und somit eine R&uuml;cknahme der &ldquo;Reformen&rdquo; politisch unm&ouml;glich zu machen, auch wenn der Preis daf&uuml;r die Marginalisierung der Partei ist.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Einwanderer als Ware<\/strong><br>\nWelchen Nerv hat Sarrazin dort getroffen?<br>\nDie Suche nach einer Erkl&auml;rung f&uuml;r diesen Sachverhalt f&uuml;hrt genau in den Mainstream der aktuellen Einwanderungsdebatte, aus dem sich Sarrazin mit seinen kruden biologistischen Hypothesen unwiderruflich entfernt zu haben scheint. Diese gleicherma&szlig;en dominante wie (vermeintlich) progressive Interpretation beurteilt Immigranten fast ausschlie&szlig;lich unter dem Gesichtspunkt des volkswirtschaftlichen Nutzenkalk&uuml;ls. Wenn aber staatlich gesteuerte Einwanderung allein durch marktkonforme Nutzenabw&auml;gung legitimiert wird, ist stets die M&ouml;glichkeit des Ausschlusses derer mitgedacht, die unter dieser utilitaristischen Logik als untauglich erscheinen. In einer Weltsicht, in der Migranten vorrangig als Ware auf dem globalisierten Arbeitsmarkt wahrgenommen werden, ist die Aversion gegen&uuml;ber den vermeintlich &bdquo;Unproduktiven&ldquo; somit immer schon angelegt.<br>\nTats&auml;chlich lautet das zentrale Argument, mit dem f&uuml;r eine liberale Einwanderungspolitik geworben wird, dass europ&auml;ische Gesellschaften aufgrund dringender demographischer und sozial&ouml;konomischer Herausforderungen die geregelte Zuwanderung br&auml;uchten. Die ideologischen Fronten in der bundesdeutschen Einwanderungsdebatte scheinen insofern quer zu der formulierten Hypothese zu verlaufen. Stark vereinfacht: Hier die &ndash; von den Gr&uuml;nen bis zu Daimler-Benz reichenden &ndash; Bef&uuml;rworter einer liberalen Einwanderungspolitik, die die Notwendigkeit staatlich gesteuerter Zuwanderung mit dem wirtschaftlichen Nutzen begr&uuml;nden; dort diejenigen, die eine Ausweitung der Zuwanderung als genuine Bedrohung f&uuml;r das Gemeinwesen durch ein &Uuml;berma&szlig; an ethnisch-kultureller Differenz betrachten. Somit scheint die &ouml;ffentliche Diskussion um Einwanderung vor allem gepr&auml;gt durch die Spannung zwischen rationalem &ouml;konomischem Denken und einer von Angst getriebenen nationalistischen Schlie&szlig;ung.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.blaetter.de\/archiv\/jahrgaenge\/2010\/oktober\/einwanderer-als-ware\">Bl&auml;tter f&uuml;r deutsche und internationale Politik<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Die &raquo;Aufwertung&laquo; des Alters &ndash; Eine gesellschaftliche Farce<\/strong><br>\nEin genauerer Blick in die vergangenen zwei Jahrzehnte des Diskurses &uuml;ber die Alterung l&auml;sst an den politischen Versprechen zweifeln, dass einen Win-Win-Situation entstehen wird in der die Gesellschaft &auml;ltere Menschen als eine Ressource einsetzt aber gleichzeitig die Aberkennung ihres individuellen Wertes f&ouml;rdert.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.his-online.de\/fileadmin\/verlag\/leseproben\/978-3-86854-704-7_01.pdf\">Mittelweg [PDF &ndash; 153 KB]<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers C.V.:<\/strong> Mit feiner und, wenn n&ouml;tig,&nbsp;auch versch&auml;rfter Ironie, doch nie den Pfad der Wissenschaftlichkeit verlassend, gelingt es den Autoren, den feststellbar merkw&uuml;rdigen (und auch von den Nachdenkseiten immer wieder aufgegriffenen) Altersdiskurs in Politik und Medien der letzten 25 Jahre zielsicher aufzuspie&szlig;en und die darin zum Teil &ldquo;auf geradezu penetrant anmutende Art und Weise&rdquo; gebetsm&uuml;hlenhaft runtergeleierten Plattheiten,&nbsp;Absurdit&auml;ten und Manipulationen&nbsp;deutlich werden zu&nbsp;lassen.<br>\n&nbsp;In den Verlautbarungen von Politik und Medien besonders beliebt seien der Analyse zufolge&nbsp; immer &ldquo;ressourcen&ouml;konomische Argumente&rdquo; mit der selten fehlenden Aufforderung zum ehrenamtlichen Engagement. Einer &ldquo;behaupteten Aufwertung (&rsquo;55-J&auml;hrige sind so erfahren&rsquo;)&rdquo; sei aber die gleich darauf folgende &ldquo;in hohem Ma&szlig;e nach wie vor altersstereotype Abwertung (&lsquo;Erfahrung kompensiert Abbau&rsquo;) inh&auml;rent.&rdquo;&nbsp; Eine &ldquo;ausschlie&szlig;lich ethisch-humanit&auml;re Argumentation f&uuml;r einen neuen Umgang mit dem Alter (sei) an keiner Stelle zu finden&rdquo;. Das Diskriminierungsproblem werde in diesem Diskurs schlichtweg ausgeblendet.<br>\n&nbsp;Wer ist bei diesem Altersdiskurs eigentlich gemeint, fragen die Autoren und stellen fest, dass es &ldquo;faktisch die Nicht-Alten&rdquo; sind: &ldquo;im Kern die 50- bis 65-J&auml;hrigen&rdquo;: &ldquo;einerseits noch im &lsquo;besten Alter&rsquo;&hellip; andererseits doch &hellip; irgendwie gestrig.&rdquo;&nbsp;Und wer kein Teil mehr dieser trotzdem sch&ouml;ngeredeten&nbsp;&ldquo;Jungbrunnendynamik&rdquo; ist, f&auml;llt halt hinten runter. Daf&uuml;r gibt es Pflegeheime und Pflegedienste usw.&nbsp;und au&szlig;erdem ist das sowieso eine andere Baustelle, m&ouml;chte man erg&auml;nzend feststellen.<br>\n&nbsp;Als ein (vorl&auml;ufiges) Ergebnis der von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gef&ouml;rderten (&ldquo;einstweilen noch nicht abgeschlossenen&rdquo;) Studie nimmt der Leser die Aussage mit, &ldquo;dass die allseits und allerorten politisch, medial wie wissenschaftlich propagierte und gepriesene Aufwertung des Alters eine gesellschaftliche Farce darstellt &ndash; eine Farce mit vielen Darsteller\/innen und einem gro&szlig;en Publikum.&rdquo;&nbsp;<br>\n&nbsp;Die Autoren lassen die Frage nach dem &lsquo;Warum?&rsquo; dieses auf gro&szlig;er B&uuml;hne stattfindenden Diskurses noch&nbsp;offen und wagen, da es noch &ldquo;weiterer diskursanalytisch fundierter Materialanalysen bed&uuml;rfe&rdquo;, einstweilen nur&nbsp;ein paar vorl&auml;ufige Vermutungen, die man jedoch&nbsp;in Ruhe nachlesen und sich aufgrund der gew&auml;hlten Formulierungen durchaus auf der Zunge zergehen lassen kann:<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Stuttgart 21<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Warum die Polizei wirklich so hart zuschlug<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/wdr.de\/tv\/monitor\/sendungen\/2010\/1021\/stuttgart.php5%20\">Das Erste Monitor<br>\n<\/a>\n<p><strong>Siehe dazu auch das Interview mit Thomas Mohr von der Gewerkschaft der Polizei:<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/wdr.de\/tv\/monitor\/extra\/interviews\/mohr_101021.php5\">Das Erste Monitor<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>OB Schuster spricht zu S21-Bef&uuml;rwortern <\/strong><br>\nAuch die Bef&uuml;rworter von Stuttgart 21 machen auf sich aufmerksam: Am Donnerstagabend liefen sie bereits zum siebten Mal f&uuml;r das Projekt. Im Anschluss sprach Stuttgarts Oberb&uuml;rgermeister Wolfgang Schuster (CDU) bei einer Kundgebung zu ihnen. Nach &uuml;bereinstimmenden Angaben von Polizei und Veranstaltern versammelten sich vor dem Rathaus rund 5.000 Menschen, um f&uuml;r das Milliarden-Bauvorhaben zu werben. Zuvor hatten etwa 300 L&auml;ufer und 50 Radfahrer an einem Lauf f&uuml;r Stuttgart 21 teilgenommen. Die Aktion unter dem Motto &ldquo;Zeit zu reden&rdquo; verlief ohne Zwischenf&auml;lle.<br>\n(,,,)Schuster dankte den Teilnehmern f&uuml;r ihr Engagement. Es mache deutlich, dass die Bef&uuml;rworter in der Mehrheit seien, sagte er. Er begr&uuml;&szlig;te die am Freitag beginnenden Schlichtungsgespr&auml;che. &ldquo;Ich hoffe, dass wir dann mehr Klarheit &uuml;ber die Fakten haben und das Vertrauen bei den B&uuml;rgern in das Projekt w&auml;chst&rdquo;, sagte er. (&hellip;)<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.swr.de\/nachrichten\/bw\/-\/id=1622\/nid=1622\/did=7052476\/5xmktp\/index.html\">SWR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers B.S.:<\/strong><\/em><\/p>\n<ol>\n<li><em>OB Schuster will Klarheit &uuml;ber die Fakten: Wer hat denn eigentlich daf&uuml;r gesorgt, dass Informationen zur&uuml;ckgehalten und verschleiert wurden? Etwa die Projektgegner?<\/em><\/li>\n<li><em>Schlichtung hei&szlig;t f&uuml;r OB Schuster, die &ouml;ffentliche Meinung zu drehen und nicht etwa, einen Kompromiss zu erzielen. Was sonst kann er mit der Rede vom wachsenden Vertrauen der B&uuml;rger meinen?<\/em><\/li>\n<li><em>Es ist schon eine verbl&uuml;ffende Logik, von den 5.000 Menschen auf eine Mehrheit zu schlie&szlig;en. Zur Erinnerung: bei den Veranstaltungen der Gegner waren bis zu 150.000 dabei&hellip;<\/em>\n<\/li>\n<\/ol>\n<p><em>Davon abgesehen: Einmal angenommen, es st&uuml;nde wirklich eine Mehrheit der Bev&ouml;lkerung hinter Stuttgart21. W&auml;re es angesichts der Vielzahl von Gegner des Projekts aus allen Bev&ouml;lkerungsschichten und Altersgruppen nicht dennoch angebracht, das Projekt noch einmal g&auml;nzlich neu zu &uuml;berdenken? Um welchen Preis w&uuml;rde sich die vermeintliche Mehrheit hier durchsetzen? Um den Preis des inneren Friedens?<br>\nWas mich bei Stuttgart21 und anderen Gro&szlig;projekten in diesem Zusammenhang sehr nachdenklich stimmt, ist die Art und Weise, wie Demokratie auf Seiten der Entscheidungstr&auml;ger verstanden und praktiziert wird. In Planungsverfahren und Entscheidungsabl&auml;ufen spiegeln sich nur allzu oft die Grundz&uuml;ge des wilhelminischen Obrigkeitsstaates wider. Politik und Verwaltung sind heute kraft einer Wahl direkt (Politik) oder mittelbar (Verwaltung) durchs Volk legitimiert. Das war im Kaiserreich noch anders &ndash; hier kam die Macht von Gottes Gnaden (plus ein wenig Mitsprache durchs Parlament). Die Legitimationsbasis ist der eigentliche Unterschied zwischen damals und heute. Das ist sicher nicht zu untersch&auml;tzen, wirkt sich in der Praxis aber oft kaum aus, wenn die Belange der Betroffenen von den Entscheidern nicht angemessen ber&uuml;cksichtigt werden.<br>\nBei Projekten dieser Gr&ouml;&szlig;enordnung wird es immer eine gro&szlig;e Zahl von Betroffenen (Individuen oder Interessengruppen) geben, die berechtigte oder unberechtigte (wer entscheidet das?) Einw&auml;nde haben. Das ist in der modernen und vernetzten Gesellschaft von heute der Normalfall und nicht etwa die Ausnahme. Sich dann wie bei Stuttgart21 von den Bef&uuml;rwortern praktiziert auf die Legitimit&auml;t der gew&auml;hlten Entscheidungstr&auml;ger zu berufen, um sich mit Gegenargumenten nicht auseinandersetzen zu m&uuml;ssen und Widerst&auml;nde abzuw&uuml;rgen, f&uuml;hrt zu noch mehr Widerstand und Politik(er)verdruss. Ein Wahlsieg ist eben kein Freibrief f&uuml;r alles (Un)M&ouml;gliche. Vor diesem Hintergrund sehe ich &uuml;brigens auch einen Volksentscheid nicht als alleinige L&ouml;sung der Probleme. Auch hierbei werden Gewinner und Verlierer produziert.<br>\nWenn es Politik und Verwaltung ernst ist mit der Demokratie und sie an einem guten Miteinander in der Gesellschaft auch nach der Umsetzung von Entscheidungen interessiert sind, binden sie die Betroffenen von Anfang an in die Planung mit ein. Und zwar m&ouml;glichst ergebnisoffen. &ldquo;Kooperative Planungsverfahren&rdquo; nennt man das dann. Als ein Beispiel sei hier das Modell &ldquo;Planungszelle&rdquo; bzw. &ldquo;B&uuml;rgergutachten&rdquo; genannt. Anhand solcher kooperativen Verfahren lassen sich echte &ldquo;Win-win-Situationen&rdquo; schaffen. Das setzt nat&uuml;rlich voraus, dass Politik und Verwaltung an einem echten Dialog interessiert sind &ndash; der Kl&uuml;ngel in Hinterzimmern hat dann n&auml;mlich schlechte Karten.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Frisch auf den M&uuml;ll<\/strong><br>\nDie globale Lebensmittelverschwendung.<br>\nMehr als die H&auml;lfte unserer Lebensmittel landen auf dem M&uuml;ll.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/mediathek.daserste.de\/daserste\/servlet\/content\/5652488?pageId=487910&amp;moduleId=799280&amp;categoryId=&amp;goto=&amp;show%20\">Das Erste Mediathek<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Polizei mit Tr&auml;nengas gegen Sch&uuml;ler<\/strong><br>\nDie Proteste gegen die Rentenreform in Frankreich werden rauer: Eine Schule brannte ab, Sch&uuml;ler warfen Steine, die Polizei setze Tr&auml;nengas ein. Angela Merkel st&auml;rkt Nicolas Sarkozy den R&uuml;cken.<br>\nIn Frankreich haben die Gewerkschaften bereits zwei Mal &ndash; in den Jahren 1995 und 2006 &ndash; mit langwierigen Protesten eine Rentenreform verhindert. Den derzeitigen Pl&auml;nen zufolge sollen die Franzosen k&uuml;nftig fr&uuml;hestens mit 62 Jahren statt bisher mit 60 Jahren in Rente gehen k&ouml;nnen. Die volle Rente k&ouml;nnen Franzosen dann erst mit 67 statt wie bisher mit 65 beziehen. Die Mehrheit der Franzosen unterst&uuml;tzt die Proteste gegen die Reform.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/politik\/europa\/artikel\/1\/polizei-mit-traenengas-gegen-schueler\/%20\">taz<\/a>\n<p>\t<em><strong>Anmerkung T.K.:<\/strong> Ich muss gestehen, dass ich in diesem taz-Beitrag zum ersten mal (bewusst) erfahren habe, dass es bei den allseits kolportierten Meldungen &uuml;ber die Rentenalteranhebung in Frankreich auf 62 Jahre um das fr&uuml;hestm&ouml;gliche Renteneintrittsalter geht  und der volle Rentenbezug (auch) erst ab 67 Jahre m&ouml;glich sein soll.<br>\nDagegen entsteht doch pauschal der Eindruck, die (faulen) Franzosen w&uuml;rden sich einen seit Jahren einen sch&ouml;nen Lenz machen und wehren sich nun gewaltt&auml;tigst gegen eine moderate Rentenalteranhebung&hellip;<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Krisenorakel Krugman wettert gegen die Deutschen<\/strong><br>\nEigentlich will Krugman &uuml;ber die Finanzpolitik der USA sprechen. Doch immer wieder warnt der 57-J&auml;hrige Europa und die Deutschen, dass man aus dem Gr&ouml;bsten noch lange nicht raus sei. Wenn die Deutschen von einem Aufschwung sprechen, &ldquo;dann ist das v&ouml;llig voreilig&rdquo;, sagt Krugman.<br>\nKrugman passt es &uuml;berhaupt nicht, dass hier schon ein Aufschwung gefeiert wird. Ja, Deutschland habe einige gute Quartalsbilanzen gehabt. Und ja, mit der Arbeitslosigkeit sehe es gut aus. Aber: Das Bruttoinlandsprodukt sei immer noch unter Vor-Krisen-Niveau. &ldquo;Ich wei&szlig; nicht, woher das Wachstum langfristig kommen soll&rdquo;, sagt Krugman. Die Binnennachfrage werde vernachl&auml;ssigt. Und damit es dem exportabh&auml;ngigen Deutschland nachhaltig gutgehe, m&uuml;sse es Europa gut gehen. Wer behaupte, Deutschland sei raus aus der Krise, sei &ldquo;v&ouml;llig voreilig&rdquo;.<br>\nDeutschland konzentriere sich nur auf die St&auml;rkung seines Exports, lasse die Nachbarn nicht genug teilhaben. Die Bundesregierung spare zu viel, und Bundesbank-Pr&auml;sident Axel Weber denke nur an die Gefahr der Inflation &ndash; auch im H&ouml;rsaal der Freien Universit&auml;t kriegt Weber seine Breitseite ab. Weber sehe nur die Gefahr einer Inflation, die aber gar nicht bestehe.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/0,1518,724366,00.html\">Spiegel Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Schon an der &Uuml;berschrift kann man erkennen, wie Krugman l&auml;cherlich gemacht werden soll, ein renommierter Wirtschaftsprofessor dar auch nicht mit einen Rucksack vor der Mensa umher &bdquo;schleichen&ldquo;, nein, er muss Schlips und Kragen tragen, wie die Sinns oder Straubhaars. Das macht ihre Aussagen auch so richtig. Daf&uuml;r betet der Spiegel lieber respektvoll Br&uuml;derles Jubel &uuml;ber den <a href=\"http:\/\/www.spiegel.de\/wirtschaft\/soziales\/0,1518,724367,00.html\">&bdquo;Rekordboom&ldquo; nach<\/a>. Br&uuml;derle tr&auml;gt ja auch Krawatte und man hat ihn in Berlin auch nie mit einem Rucksack gesehen. Das belegt ausreichend, wie viel seri&ouml;ser er ist als Krugman. <\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Studienplatzkosten im Vergleich<\/strong><br>\nEs zeigt sich, dass in allen F&auml;chergruppen die j&auml;hrlichen Kosten f&uuml;r einen Studienplatz in den Bachelorstudieng&auml;ngen am h&ouml;chsten sind, gefolgt von den Masterstudieng&auml;ngen. Die Studienplatzkosten f&uuml;r die weiteren Abschl&uuml;sse wie Magister, Diplom, Staatsexamen und Kirchliches Examen liegen zum Teil deutlich darunter (s. Abb.). &bdquo;In diesen Ergebnissen spiegelt sich der h&ouml;here Betreuungsaufwand in den Bachelor- und Masterstudieng&auml;ngen im Vergleich zu den traditionellen Abschl&uuml;ssen wider&ldquo;, erl&auml;utert Projektleiter Frank D&ouml;lle die Befunde.<br>\nIm Vergleich der F&auml;chergruppen wird deutlich, dass die Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften f&uuml;r alle Abschlusstypen die niedrigsten Studienplatzkosten aufweisen. Es folgen die Sprach- und Kulturwissenschaften einschlie&szlig;lich der Kunst und Kunstwissenschaften. Bei den neuen Abschl&uuml;ssen ist der Abstand zwischen den beiden F&auml;chergruppen allerdings deutlich geringer als bei den traditionellen Abschl&uuml;ssen. Anders ausgedr&uuml;ckt: Es findet eine Ann&auml;herung der studienplatzbezogenen Lehrkosten statt. &Auml;hnliches l&auml;sst sich f&uuml;r die F&auml;chergruppe Mathematik, Naturwissenschaften beobachten, die bei den Lehrkosten je Bachelorstudienplatz mittlerweile fast das Niveau der F&auml;chergruppen Ingenieur- und Agrarwissenschaften erreicht.\n<p><a href=\"\/upload\/bilder\/101022_lehrkosten_2008.jpg\"><img decoding=\"async\" src=\"\/upload\/bilder\/101022_lehrkosten_2008_small.jpg\" alt=\"Lehrkosten 2008\"><\/a><\/p>\n<p>Abb.: Lehrkosten im Jahr 2008 je Studienplatz (nach Abschlusstyp und F&auml;chergruppe)<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.his.de\/pdf\/pub_fh\/fh-201012.pdf\">HIS [PDF &ndash; 5.1 MB]<\/a> <\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Verm&ouml;gensteuer jetzt! Initiative gestartet<\/strong><br>\nSehr geehrte Damen und Herren, Kolleginnen und Kollegen, Freundinnen und Freunde,<br>\nam 21.10.2010 setzen wir den &ouml;ffentlichen Startschuss f&uuml;r die Initiative &bdquo;Verm&ouml;gensteuer jetzt!&ldquo;. Gemeinsam mit etwa 100 Erstunterzeichnenden aus verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen, Politik, Wissenschaft und Kultur fordern wir und bitten dazu um m&ouml;glichst massenhafte Unterst&uuml;tzung:<br>\n&bdquo;Verm&ouml;gensteuer jetzt! Ich fordere, schnellstm&ouml;glich wieder eine Steuer auf gro&szlig;e Verm&ouml;gen in Deutschland einzuf&uuml;hren.&ldquo;<br>\nDie Initiative soll einen stetig wachsenden politischen Druck f&uuml;r die Einf&uuml;hrung einer Verm&ouml;gensteuer entwickeln. Wir wollen den einseitigen Leistungsk&uuml;rzungen in Bund, L&auml;ndern und Gemeinden eine klare und sozial gerechte Alternative entgegensetzen. Die Kampagne startet jetzt, aber wir wollen diese Forderung auch in die kommenden Wahlk&auml;mpfe in L&auml;ndern und im Bund einbringen und um politische Mehrheiten daf&uuml;r ringen.<br>\nEine Steuer von einem Prozent auf das Nettoverm&ouml;gen (nach Abzug von Schulden) oberhalb eines Freibetrags von 500.000 Euro f&uuml;r einen Familienhaushalt w&uuml;rde etwa 20 Milliarden Euro im Jahr einbringen. Das ist weit mehr als die jetzt geplanten K&uuml;rzungen im Sozialbereich. Sie w&uuml;rde zus&auml;tzliche Mittel bringen, um notwendige &ouml;ffentliche Leistungen in den St&auml;dten und Gemeinden, f&uuml;r Bildung, Gesundheitswesen und den &ouml;kologischen Umbau zu finanzieren.<br>\nPrivater Reichtum ist in den vergangenen Jahren massiv gewachsen und hat trotz Krise schon wieder neue Rekordst&auml;nde erreicht. &bdquo;Eigentum verpflichtet&ldquo; &ndash; steht im Grundgesetz. Eine Besteuerung des Verm&ouml;gens nach Leistungsf&auml;higkeit beteiligt Verm&ouml;gende in gerechter Weise an der Finanzierung der Krisenkosten und des Gemeinwesens.<br>\nWir bitten alle Personen, Organisationen, Gruppen, Initiativen, diese Forderung und Initiative m&ouml;glichst weit und auf allen m&ouml;glichen Wegen zu verbreiten und zu unterst&uuml;tzen, diese Mail weiterzuleiten, auf die Internetseite <a href=\"http:\/\/www.vermoegensteuerjetzt.de\">www.vermoegensteuerjetzt.de<\/a> hinzuweisen und zu verlinken (dazu k&ouml;nnen dort &bdquo;Werbebanner&ldquo; heruntergeladen werden). Eine Erkl&auml;rung der Unterst&uuml;tzung ist dort online m&ouml;glich auf sowie durch Unterschriftensammlung auf Listen, die dort heruntergeladen werden k&ouml;nnen. Auf der Webseite k&ouml;nnen auch die Erstunterzeichnenden sowie weitere Online-Unterst&uuml;tzende eingesehen werden. In den kommenden Wochen sollen weitere Informationen und Argumente zur Forderung und den Aktivit&auml;ten der Initiative eingestellt werden.\n<p>Mit freundlichen Gr&uuml;&szlig;en<\/p>\n<p>Prof. Dr. Friedhelm Hengsbach SJ (Nell-Breuning-Institut), Prof. Dr. Rudolf Hickel (Arbeitsgruppe Alternative Wirtschaftspolitik), Detlev von Larcher (Attac), Wolfgang Lieb (<a href=\"\/\">Nachdenkseiten<\/a>), Nicola Liebert (Tax Justice Network), Wolfgang Pieper (ver.di Leiter Grundsatz und Vorstandssekret&auml;r), Ernst Prost (Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer der Liqui Moly GmbH)<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Petition: Nukleare Ver- und Entsorgung &ndash; Einhaltung der Vertr&auml;ge zur Abschaltung der Atomkraftwerke bis zum Jahr 2023<\/strong> vom 17.08.2010<br>\n<strong>Abgabefrist heute!!!<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/epetitionen.bundestag.de\/index.php?action=petition;sa=details;petition=13587%20\">epeditionen-bundestag<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: Jochen Malmsheimer im ICE<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.youtube.com\/watch?v=V4Muc-04UpA\">YouTube<\/a>\n<p><strong>F&uuml;r alle, die es vers&auml;umt haben: Neues aus der Anstalt vom 19.10. 2010<\/strong><br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.zdf.de\/ZDFmediathek\/beitrag\/video\/1167976\/Neues-aus-der-Anstalt-vom-19.10.2010#\/beitrag\/video\/1167976\/Neues-aus-der-Anstalt-vom-19.10.2010%20\">ZDF<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Mal sehen, ob die &bdquo;Umarmungsstrategie&ldquo; des &bdquo;fr&auml;nkischen Konsonantensch&auml;ders&ldquo; Erwin Pelzigs besser funktioniert, als der Zorn von Georg Schramm.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute unter anderem zu folgenden Themen: Befl&uuml;gelter Br&uuml;derle; angeblich befl&uuml;gelte Steuerkasse; angeblich befl&uuml;gelter Arbeitsmarkt; Lohnkosten als Waffe; Perspektiven der europ&auml;ischen W&auml;hrungsunion; Steinmeier zur&uuml;ck an der Macht; Einwanderer als Ware; Aufwertung des Alters als Farce; Stuttgart 21; frisch auf den M&uuml;ll; auch Frankreichs Polizisten setzen Tr&auml;nengas ein; Krugman wettert gegen die Deutschen; Studienplatzkosten im Vergleich; Petition<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=7152\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-7152","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/7152","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=7152"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/7152\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":7159,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/7152\/revisions\/7159"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=7152"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=7152"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=7152"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}