{"id":71599,"date":"2021-04-15T08:36:40","date_gmt":"2021-04-15T06:36:40","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=71599"},"modified":"2021-04-15T08:36:40","modified_gmt":"2021-04-15T06:36:40","slug":"hinweise-des-tages-3840","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=71599","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=71599#h01\">Kopf oder Bauch<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=71599#h02\">Sahra Wagenknecht: &bdquo;Die wirklich Reichen haben auch durch Corona gewonnen&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=71599#h03\">Bundesnotbremse<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=71599#h04\">Steigende Eigenanteile: Koalitionspolitiker fordern Pflegereform noch in dieser Wahlperiode<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=71599#h05\">Eine Knieprothese f&uuml;r den Wettbewerb<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=71599#h06\">So klappt gute Arbeit im Homeoffice: freiwillig und mit fairen Regeln &ndash; Betriebsvereinbarungen schaffen Verbindlichkeit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=71599#h07\">Papier des Bundesfinanzministeriums: Steuerpr&uuml;fungen bei Reichen sinken um mehr als 50 Prozent<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=71599#h08\">Koalition reformiert Grunderwerbsteuer: Immobilienhaie prellen Staat weiter<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=71599#h09\">Autobahn GmbH: Scheuers n&auml;chste Baustelle<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=71599#h10\">Hat Daimler eine &bdquo;Mitarbeiter-Resterampe&ldquo;? Angestellte klagen &uuml;ber internes Jobportal<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=71599#h11\">Umstrittene Agrarreform in Indien: Angst reibt Farmer auf<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=71599#h12\">Nicht-Meldungen und Staatsr&auml;son<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=71599#h13\">Zu guter Letzt: Modellierer zu Infektionsschutzgesetz: &bdquo;Ausgangssperren bringen mittelfristig nicht sehr viel&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=71599#h14\">Das Letzte: Hartz-IV-Empf&auml;nger w&auml;ren mit 600 Euro im Monat &bdquo;nicht deutlich zufriedener&ldquo;<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Verantwortlich f&uuml;r die Richtigkeit der zitierten Texte sind die jeweiligen Quellen und nicht die NachDenkSeiten. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Kopf oder Bauch<\/strong><br>\nUnion Die CDU ist f&uuml;nf Monate vor der Bundestagswahl in einer aufreizend desolaten Lage. Sie agiert aber nicht ohne Kalk&uuml;l<br>\nDas oberste personelle und inhaltliche Ziel der CDU war und ist der Machterhalt, sprich: die Besetzung des Kanzleramts. In den 72 Jahren, die seit Gr&uuml;ndung der Bundesrepublik vergangen sind, war das in 52 Jahren der Fall. Das soll auch nach der Bundestagswahl am 26. September so bleiben.<br>\nDoch der Zustand der CDU f&uuml;nf Monate vor der Wahl ist alles andere als rosig. Keiner ihrer Minister macht einen guten Job. Die Corona-Krise legt schonungslos offen, wie verbraucht, konzeptlos und korrupt die Partei nach 16 Regierungsjahren ist. Erstmals seit den 1960er Jahren fiel die Zahl ihrer Mitglieder 2020 wieder unter 400.000, was einer Halbierung seit 1990 gleichkommt. Das Durchschnittsalter stieg auf 61 Jahre, der Frauenanteil verharrt bei 26 Prozent. Fast alle Landtagswahlen der vergangenen Jahre bescherten der CDU enorme Verluste, die Kernw&auml;hlerschaft schrumpft, in vielen Gro&szlig;st&auml;dten sowie bei gut ausgebildeten W&auml;hlern schmiert sie regelrecht ab. Auf der einen Seite verliert sie an die Gr&uuml;nen, auf der anderen an FDP und AfD.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/wolfgangmichal\/kopf-oder-bauch\">Wolfgang Michal im Freitag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Sahra Wagenknecht: &bdquo;Die wirklich Reichen haben auch durch Corona gewonnen&ldquo;<\/strong><br>\nOffenkundig hilft uns die Fokussierung auf die Zielgruppe der Lifestyle-Linken und ihre Debatten um Denk- und Sprachverbote sowie Identit&auml;tspolitik nicht. Solche Diskussionen werden von einem Gro&szlig;teil der Bev&ouml;lkerung als abgehoben wahrgenommen und gehen an den Problemen vorbei, die ein normaler Arbeitnehmer in seinem Alltag hat. Das macht die linken Parteien nicht attraktiver.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/app.handelsblatt.com\/politik\/deutschland\/linken-politikerin-im-interview-sahra-wagenknecht-die-wirklich-reichen-haben-auch-durch-corona-gewonnen\/27090894.html\">Handelsblatt<\/a>\n<p><strong>dazu auch: Sahra Wagenknecht: &laquo;In einer Demokratie muss man zur Grundlage nehmen, was die Menschen wollen, und nicht, was einige hippe Weltb&uuml;rger sch&ouml;n finden&raquo;<\/strong><br>\nIdentit&auml;tspolitik h&auml;lt sie f&uuml;r kontraproduktiv, offene Grenzen f&uuml;r gef&auml;hrlich und den Nationalstaat f&uuml;r unentbehrlich. Mit ihrem neuen Buch schreckt die deutsche Linken-Politikerin ihre Parteikollegen auf. Sie richte ihre &Uuml;berzeugung nicht danach aus, was ihr Umfeld von ihr erwarte, sagt Wagenknecht im Gespr&auml;ch.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nzz.ch\/international\/deutschland\/sahra-wagenknecht-identitaetspolitik-will-ungleichheit-ld.1611631\">NZZ<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Bundesnotbremse<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Warum die &bdquo;Bundesnotbremse&ldquo; verfassungswidrig ist<\/strong><br>\nDie &bdquo;Bundesnotbremse&ldquo; wird scheitern. Denn es gibt keine schl&uuml;ssige Begr&uuml;ndung, weshalb es einer solchen &bdquo;Notbremse&ldquo; tats&auml;chlich bedarf. Alle 16 Bundesl&auml;nder haben detaillierte Rechtsverordnungen zur Bek&auml;mpfung der Corona-Pandemie erlassen. Dass es dennoch erforderlich und angemessen sein soll, per Bundesgesetz zus&auml;tzliche Bestimmungen zu erlassen, ist nicht ersichtlich. Der entscheidende Webfehler der &bdquo;Bundesnotbremse&ldquo; findet sich in &sect; 28b Abs. 5 InfSG-E. Danach sollen &bdquo;weitergehende Schutzma&szlig;nahmen&ldquo; bestehen bleiben, die die Bundesl&auml;nder bereits erlassen haben. [&hellip;]<br>\nDie Erforderlichkeit der &bdquo;Notbremse&ldquo; wird sich bei vielen Ma&szlig;nahmen schon deshalb nicht begr&uuml;nden lassen, weil die vorgeschlagenen Verbote bereits landesrechtlich geregelt sind und &sect; 28b IfSG-E vorsieht, dass die landesrechtlichen Verbote bestehen bleiben. Welchen Nutzen soll ein bundesweites Verbot des Betriebs von Clubs und Freizeitparks haben, wenn sich ein solches Verbot bereits aus Landesrecht ergibt? Und warum sollen private Zusammenk&uuml;nfte streng reglementiert werden, wenn es entsprechende Beschr&auml;nkungen bereits in den Corona-Verordnungen zahlreicher Bundesl&auml;nder gibt? Ginge es dem Bund darum, im Bereich der konkurrierenden Gesetzgebung Zust&auml;ndigkeiten an sich zu ziehen (vgl. Art. 74 Abs. 1 Nr. 19 GG), st&uuml;nde ihm dies gewiss frei. Diesen Weg m&ouml;chte der Bund jedoch nicht gehen. Der Bund entzieht den L&auml;ndern die Verbotsbefugnisse nicht, sondern erg&auml;nzt die landesrechtlichen Verbote um weitere Verbote, die es &ndash; wie etwa bei Clubs, Freizeitparks oder auch Schulen &ndash; in den allermeisten Bundesl&auml;ndern bereits gibt.<br>\nAls einziges verfassungsrechtlich beachtliches Argument f&uuml;r die &bdquo;Bundesnotbremse&ldquo; bleibt dem Bund die immer wieder betonte Einheitlichkeit von Regelungen im gesamten Bundesgebiet. Aber warum soll es angemessen sein, Intensivkapazit&auml;ten in Berlin zu schonen, indem man auf der Nordseeinsel Sylt per Bundesgesetz strenge Regeln in Kraft setzt? Warum soll man die &bdquo;Nachverfolgung&ldquo; von Kontaktpersonen durch bayerische Gesundheits&auml;mter sichern, indem man per Bundesgesetz f&uuml;r Niedersachsen Regelungen schafft, die sich von Bayern nicht unterscheiden?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.cr-online.de\/blog\/2021\/04\/14\/warum-die-bundesnotbremse-verfassungswidrig-ist\/%20\">Nico H&auml;rting auf CR Online<\/a><\/li>\n<li><strong>Anw&auml;ltin: Entwurf zur &Auml;nderung des Infektionsschutzgesetzes verfassungswidrig<\/strong><br>\nAusgangssperren und Kontaktbeschr&auml;nkungen per Bundesgesetz &ndash; wie konnte es dazu kommen? Eine Analyse der Anw&auml;ltin Jessica Hamed.<br>\nDer Gesetzesentwurf der Bundesregierung zur erneuten &Auml;nderung des Infektionsschutzgesetzes ist verfassungswidrig. Darin ist vorgesehen, per formellem Gesetz eine direkt geltende &bdquo;Notbremse&ldquo; zu etablieren. [&hellip;]<br>\nNoch im letzten April war ich mir sicher, so etwas wie den Lockdown wird es in Deutschland nie wieder geben. Das Gegenteil ist eingetreten. Der Staat ordnet immer hemmungsloser und leichtfertiger die schwerwiegendsten Grundrechtseingriffe an.<br>\nLetzten Fr&uuml;hling war es in meinem Heimatbundesland Rheinland-Pfalz wie in den meisten anderen Bundesl&auml;ndern geradezu verp&ouml;nt, &uuml;ber eine Ausgangssperre auch nur n&auml;her nachzudenken. Inzwischen wurden zwei Landkreise in Rheinland-Pfalz aber genau dazu per Erlass gezwungen. Ein gro&szlig;er Teil der Verantwortung daf&uuml;r ist bei den Parlamenten zu verorten. Fr&uuml;h haben die Abgeordneten gemerkt, dass sie in der Pandemie nichts zu gewinnen haben. Daher lie&szlig;en und lassen sie die Regierenden im Wesentlichen schalten und walten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/politik-gesellschaft\/anwaeltin-entwurf-zur-aenderung-des-infektionsschutzgesetzes-verfassungswidrig-li.152338\">Berliner Zeitung<\/a><\/li>\n<li><strong>So sieht die Bundes-Corona-Notbremse aus<\/strong><br>\nGro&szlig;e Auswirkungen hat die Bundes-Notbremse auf den Rechtsschutz der Betroffenen. Wer Ma&szlig;nahmen wie die Ausgangssperre f&uuml;r unverh&auml;ltnism&auml;&szlig;ig h&auml;lt, kann gegen die gesetzliche Regelung nur noch per Verfassungsbeschwerde das Bundesverfassungsgericht anrufen. Eine Anrufung der Oberverwaltungsgerichte bzw. Verwaltungsgerichtsh&ouml;fe ist nicht mehr m&ouml;glich, denn eine Normenkontrolle gem. &sect; 47 VwGO, die gegen die Verordnungen der Landesregierungen m&ouml;glich war, steht hier nicht zur Verf&uuml;gung.<br>\nSollte die Bundesregierung von ihrer Verordnungserm&auml;chtigung Gebrauch machen, w&auml;re dennoch keine Normenkontrolle m&ouml;glich, da es dieses Instrument im Land Berlin nicht gibt. Hier k&ouml;nnten sich Betroffene nur per Feststellungsklage an das Verwaltungsgericht Berlin wenden. Die Feststellung h&auml;tte dann aber nur Wirkung zwischen den Prozessbeteiligten (inter partes) und k&ouml;nnte nicht die Verordnung als Ganzes zu Fall bringen.<br>\nDer neue Notbremsen-Paragraph 28b IfSG soll nicht dauerhaft in Kraft bleiben. Wie der im November 2020 eingef&uuml;gte &sect; 28a ist er an das Bestehen einer &ldquo;epidemischen Lage nationaler Tragweite&rdquo; gebunden. Ob diese vorliegt, entscheidet gem. &sect; 5 Abs. 1 IfSG der Bundestag. Er muss seit der letzten IfSG-&Auml;nderung im M&auml;rz mindestens alle drei Monate den Beschluss erneuern.<br>\nWenn der Inzidenzwert unter 100 bleibt, sind weiterhin die Verordnungen der Landesregierungen gem. &sect; 28a i.V.m. &sect; 32 IfSG ma&szlig;geblich. Die L&auml;nder k&ouml;nnen unterhalb der 100er-Schwelle also weiterhin selbst entscheiden, welche Beschr&auml;nkungen sie einf&uuml;hren und welche Lockerungen sie zulassen wollen. Unterhalb der Schwelle d&uuml;rfte die Flexibilit&auml;t der L&auml;nder sogar steigen, weil hier keine koordinierenden Bund-L&auml;nder-Konferenzen mehr vorgesehen sind. (&hellip;)<br>\nUrspr&uuml;nglich strebte die Bundesregierung an, dieses Gesetz noch in dieser Woche durch Bundesrat und Bundestag zu bringen. F&uuml;r die notwendigen Fristverk&uuml;rzungen w&auml;re eine Zwei-Drittel-Mehrheit der Abgeordneten erforderlich gewesen. Doch AfD, FDP und die Linke wollten dieses Eilverfahren nicht mittragen.<br>\nVorgesehen ist nun folgendes Verfahren: Am Freitag wird im Bundestag die erste Lesung stattfinden. Ebenfalls am Freitag k&ouml;nnte es zu einer Experten-Anh&ouml;rung im Gesundheitsausschuss kommen. Der federf&uuml;hrende Gesundheitsausschuss w&uuml;rde dann am Montag in einer Sondersitzung seine Beschlussempfehlung treffen, so dass der Bundestag das Gesetz am Mittwoch n&auml;chster Woche beschlie&szlig;en k&ouml;nnte.<br>\nNach wie vor geht die Bundesregierung davon aus, dass die &Auml;nderung des Infektionsschutzgesetzes keine Zustimmung des Bundesrats erfordert. Doch auch bei einem Einspruchgesetz muss der Bundesrat zu einer Sondersitzung zusammenkommen, was die Bundesregierung aber verlangen kann. Vermutlich werden die L&auml;nder aber noch die Zustimmungsbed&uuml;rftigkeit durchsetzen. Dann gelten Enthaltungen als faktische Ablehnung, was nicht zuletzt den Gr&uuml;nen, die in elf L&auml;ndern mitregieren, doch noch starkes Gewicht geben w&uuml;rde.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.lto.de\/recht\/hintergruende\/h\/bundesnotbremse-corona-infektionsschutzgesetz-aenderung-kein-eilverfahren-bundestag\/\">Legal Tribune Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Es k&ouml;nnte gefragt werden, ob diese &bdquo;Bundes-Corona-Notbremse&ldquo; eher der Verhinderung von Neuinfektionen oder vielmehr der Einf&uuml;hrung und Durchsetzung von Sonder- bzw. Notma&szlig;nahmen dienen soll. Sie entbehrt jedenfalls der medizinischen Evidenz. John Ioannidis hat fr&uuml;hzeitig vor einem <a href=\"https:\/\/www.statnews.com\/2020\/03\/17\/a-fiasco-in-the-making-as-the-coronavirus-pandemic-takes-hold-we-are-making-decisions-without-reliable-data\/\">&bdquo;Evidenzfiasko&ldquo;<\/a> gewarnt. Der drohende (z.B. p&auml;dagogische, psychologische und &ouml;konomische) Schaden k&ouml;nnte hierzulande noch heftiger werden, weil insbesondere die Bundesregierung <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=67465#h04\">weiterhin beratungsresistent<\/a> ist bzw. sogar <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=71525#h01\">&bdquo;den Bezug zur Wirklichkeit verloren&ldquo;<\/a> hat. Und das nun in einem Jahr mit Bundestagswahl.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Zweifel an Verh&auml;ltnism&auml;&szlig;igkeit der Ausgangssperre: Juristen im Kanzleramt haben Bedenken gegen bundesweite Notbremse<\/strong><br>\nKommende Woche sollen Bundestag und Bundesrat &Auml;nderungen am Infektionsschutzgesetz beschlie&szlig;en. Bedenken haben der &bdquo;Bild&ldquo; zufolge selbst Merkels Experten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/zweifel-an-verhaeltnismaessigkeit-der-ausgangssperre-juristen-im-kanzleramt-haben-bedenken-gegen-bundesweite-notbremse\/27097210.html\">Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Steigende Eigenanteile: Koalitionspolitiker fordern Pflegereform noch in dieser Wahlperiode<\/strong><br>\nHohe Zuzahlungen, fehlendes Personal: Die Ungeduld in der Koalition ob der ausstehenden Pflegereform w&auml;chst. Gestritten wird vor allem um die Gegenfinanzierung.<br>\nMit Blick auf die noch ausstehende Pflegereform werden einzelne Koalitionspolitiker ungeduldig.<br>\n&bdquo;Wir brauchen z&uuml;gig eine Entlastung f&uuml;r jene Pflegebed&uuml;rftigen und deren Ehepartner, die seit Jahren pflegebed&uuml;rftig sind und denen die Heimkosten &uuml;ber den Kopf wachsen&ldquo;, sagte der CDU-Gesundheitspolitiker Alexander Krau&szlig; am Mittwoch in Berlin.<br>\nWerde die Pflegereform nicht in den &bdquo;kommenden Wochen&ldquo; auf die Spur gesetzt, verschiebe sich eine L&ouml;sung um mindestens ein Jahr, gab Krau&szlig; zu bedenken. Das sei den Betroffenen nicht zuzumuten. Der Eigenanteil an den Heimkosten liege mittlerweile bei 2068 Euro im Monat.<br>\nBundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) habe bereits einen &bdquo;guten Diskussionsentwurf&ldquo; zur Reform der Pflege vorgelegt. Finanzminister Olaf Scholz (SPD) m&uuml;sse das n&ouml;tige Geld daf&uuml;r einplanen, forderte Krau&szlig;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.aerztezeitung.de\/Politik\/Koalitionspolitiker-fordern-Pflegereform-noch-in-dieser-Wahlperiode-418767.html\">&Auml;rztezeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Eine Knieprothese f&uuml;r den Wettbewerb<\/strong><br>\nPatientInnen, die zur Unzeit entlassen werden, Milliardeninvestitionen in Spitalneubauten, eine wuchernde B&uuml;rokratie und frustriertes Personal: Knapp zehn Jahre nach Einf&uuml;hrung der Fallpauschalen sind deren negative Folgen in den Spit&auml;lern un&uuml;bersehbar.<br>\nAuf Palliativstationen liegen unheilbar kranke Menschen. Die Idee ist, dass sie dort bis zu ihrem Tod begleitet werden, dass ihre letzte Lebensphase m&ouml;glichst ertr&auml;glich ausf&auml;llt. Doch die Realit&auml;t sieht manchmal ganz anders aus: Immer wieder werden PalliativpatientInnen kurz vor ihrem Ableben noch einmal in eine Ambulanz verladen und in ein Heim verlegt. &laquo;F&uuml;r die Betroffenen und ihre Angeh&ouml;rigen ist das h&ouml;chst traumatisch&raquo;, sagt Monika Obrist, Gesch&auml;ftsf&uuml;hrerin des Vereins Palliative zh+sh.<br>\nDer Grund f&uuml;r diese Verlegungen ist kein medizinischer, sondern ein finanzieller: Wenn PalliativpatientInnen l&auml;nger leben als erwartet, wird ihre Behandlung ab einem gewissen Zeitpunkt zu einem Minusgesch&auml;ft f&uuml;r das Spital. &laquo;Defizite durch Langlieger&raquo; nennt man das in der Branche. Monika Obrist betont, dass das Personal und oft auch die Spit&auml;ler ihr M&ouml;glichstes t&auml;ten, um Verlegungen am Lebensende zu vermeiden. Doch Palliativstationen k&ouml;nnten sich defizit&auml;re Behandlungen nicht immer leisten, weil sie grunds&auml;tzlich kaum profitabel und deshalb latent von einer Schliessung bedroht seien. &laquo;Ein Anreizsystem ist in der Palliative Care h&ouml;chst unethisch&raquo;, sagt Obrist.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.woz.ch\/2115\/spitalmarkt\/eine-knieprothese-fuer-den-wettbewerb\">WOZ<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>So klappt gute Arbeit im Homeoffice: freiwillig und mit fairen Regeln &ndash; Betriebsvereinbarungen schaffen Verbindlichkeit<\/strong><br>\nIn den letzten Wochen und Monaten wurde vermehrt &uuml;ber die Belastung von Besch&auml;ftigten bei mobiler Arbeit, derzeit also vor allem im Homeoffice, berichtet. Tats&auml;chlich birgt die Arbeit zu Hause erhebliche Gefahren, etwa durch psychische &Uuml;berlastung, Vereinsamung oder Karrierenachteile. Allerdings k&ouml;nnen diese Risiken abgewendet werden, wenn klare betriebliche Regeln geschaffen und die notwendigen Rahmenbedingungen eingehalten werden. Das ergibt eine neue Studie von Forscherinnen des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) und des Instituts f&uuml;r Mitbestimmung und Unternehmensf&uuml;hrung (I.M.U.) der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung.<br>\nVor der Coronakrise arbeiteten nur 17 Prozent der Erwerbst&auml;tigen in Deutschland gelegentlich, &uuml;berwiegend oder ausschlie&szlig;lich von zu Hause aus. In der Pandemie, da mobile Arbeit und Homeoffice helfen, Kontakte und Infektionen zu vermeiden, ist dieser Anteil deutlich gestiegen: Ende Januar 2021 waren es 38 Prozent, im April 2020 lag die Quote mit 44 Prozent sogar noch ein wenig h&ouml;her. Das zeigt die Erwerbspersonenbefragung der Hans-B&ouml;ckler-Stiftung. Die Forscherinnen aus WSI und I.M.U. haben die Angaben der Interviewten im Detail ausgewertet. Ihre neue Studie liefert Antworten auf eine Reihe von Fragen: Wer arbeitet im Homeoffice? Wie zufrieden sind die Besch&auml;ftigten damit? Welches sind die Vorteile und was die Probleme? Daraus l&auml;sst sich ein Katalog mit den Kriterien ableiten, die f&uuml;r Gute Arbeit am heimischen Schreibtisch auch jenseits der Corona-Ausnahmesituation erf&uuml;llt sein m&uuml;ssen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.boeckler.de\/de\/pressemitteilungen-2675-so-klappt-gute-arbeit-im-homeoffice-freiwillig-und-mit-fairen-regeln-32175.htm\">Hans B&ouml;ckler Stiftung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Papier des Bundesfinanzministeriums: Steuerpr&uuml;fungen bei Reichen sinken um mehr als 50 Prozent<\/strong><br>\nWer reich ist und &uuml;ber 500.000 Euro pro Jahr verdient, wird von den Finanzbeh&ouml;rden immer seltener durchleuchtet. Die Zahl der so genannten Betriebspr&uuml;fungen der Finanz&auml;mter bei Steuerzahlern mit Eink&uuml;nften von &uuml;ber einer halben Million Euro ist von 1628 im Jahr 2009 auf aktuell nur noch 909 im Jahr 2020 deutlich zur&uuml;ckgegangen &ndash; ein Minus von fast 56 Prozent.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/wirtschaft\/finanzen\/steuerpruefungen-bei-reichen-sinken-um-mehr-als-50-prozent_aid-57330571\">RP Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Koalition reformiert Grunderwerbsteuer: Immobilienhaie prellen Staat weiter<\/strong><br>\nMit &bdquo;Share Deals&ldquo; sparen sich Konzerne die Grunderwerbsteuer. CDU\/CSU und SPD schr&auml;nken diese M&ouml;glichkeit jetzt ein &ndash; aber nur ein wenig.<br>\nDie Gro&szlig;e Koalition will die Umgehung der Grunderwerbssteuer durch sogenannte Share Deals etwas erschweren. Die Mehrheit des Bundestagsfinanzausschusses beschloss am Mittwoch nach jahrelangem Streit zwischen CDU\/CSU und SPD einen entsprechenden Gesetzentwurf. Er l&auml;sst dieses Steuerschlupfloch beim Verkauf von Geb&auml;uden und Grundst&uuml;cken aber auch weiterhin offen.<br>\nGerade Konzerne erwerben Immobilien oft nicht direkt, sondern sie kaufen Anteile (&bdquo;Shares&ldquo;) an einer Firma, der die Immobilie geh&ouml;rt. Solange sie binnen f&uuml;nf Jahren weniger als 95 Prozent der Anteile &uuml;bernehmen, m&uuml;ssen sie nach aktueller Rechtslage keine Grunderwerbsteuer zahlen. Den Rest h&auml;lt in der Regel ein Strohmann des neuen Eigent&uuml;mers. Auch Vorkaufsrechte etwa von durch Wohnungsnot geplagte Kommunen oder &ndash; bei Agrarfl&auml;chen &ndash; von Landwirten gelten dann nicht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/taz.de\/Koalition-reformiert-Grunderwerbsteuer\/!5761124\/\">taz<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Autobahn GmbH: Scheuers n&auml;chste Baustelle<\/strong><br>\nMit einer Bundesgesellschaft soll der Bau von Autobahnen effizienter ablaufen. Doch 100 Tage nach dem Start der Autobahn GmbH kommt Verkehrsminister Scheuer nicht aus den negativen Schlagzeilen.<br>\nAndreas Scheuer mag seine Worte gerne gro&szlig;: &ldquo;Nat&uuml;rlich sprechen wir von der gr&ouml;&szlig;ten Reform in der Geschichte der Autobahn&rdquo;, erkl&auml;rt der Verkehrsminister. In diesem Fall hat er recht. Als Folge der F&ouml;deralismusreform 2017 soll nun der Bund zentral die deutschen Autobahnen planen, sanieren und betreiben, nicht mehr die Bundesl&auml;nder. Die Umstellung ist eine Mammutaufgabe. Mehr als 10.000 Besch&auml;ftigte wechselten von den L&auml;ndern zur neuen Bundesgesellschaft, der Autobahn GmbH. 1500 verschiedene IT-Systeme mussten synchronisiert werden. Im Januar ging sie an den Start.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/innenpolitik\/scheuer-autobahn-101.html\">Tagesschau<\/a>\n<p><strong>dazu: Chaos bei der Autobahn GmbH: Unternehmen stoppen Arbeiten auf Baustellen<\/strong><br>\nDie Autobahngesellschaft bezahlt ihre Rechnungen weiterhin nicht. Nun ziehen die beauftragten Firmen Konsequenzen &ndash; und legen die Baustellen still.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/deutschland\/grossprojekte-unterbrochen-chaos-bei-der-autobahn-gmbh-unternehmen-stoppen-arbeiten-auf-baustellen\/27090710.html\">Handelsblatt<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Hat Daimler eine &bdquo;Mitarbeiter-Resterampe&ldquo;? Angestellte klagen &uuml;ber internes Jobportal<\/strong><br>\nIm Zuge einer Konzernreform verfolgt Daimlers Vorstandschef Ola K&auml;llenius das Ziel, bis 2025 die Kosten bei Daimler im Vergleich zu 2019 um ein F&uuml;nftel zu senken. F&uuml;r die geplanten Einsparnisse von etwa sechs Milliarden Euro sollen Sch&auml;tzungen zufolge mehr als 20.000 Arbeitspl&auml;tze gek&uuml;rzt werden, viele davon durch freiwillige Abfindungsprogramme. Nun steht aber die interne Plattform JobForum in der Kritik als &bdquo;Resterampe&ldquo; f&uuml;r Besch&auml;ftigte zu dienen, wie die &bdquo;Wirtschaftswoche&ldquo; berichtet.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.businessinsider.de\/wirtschaft\/daimler-angestellte-klagen-ueber-internes-jobportal-a\/\">Business Insider<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Umstrittene Agrarreform in Indien: Angst reibt Farmer auf<\/strong><br>\nSeit Monaten protestieren indische Bauern gegen Privatisierungsgesetze. Mehr als 360 sind bereits gestorben. Ein Blog will ihre Namen ehren.<br>\nDie Unruhen ebben nicht ab &ndash; und sie fordert ihren Tribut. W&auml;hrend B&auml;ue&shy;r:in&shy;nen in der indischen Hauptstadtregion um Delhi am Samstag erneut Stra&szlig;en blockierten, schrieben die Angeh&ouml;rigen von Jaspal Singh seinen Namen als 363. in eine Liste ein. Es ist eine Liste der Menschen, die seit dem 24. November 2020 im Zusammenhang mit den geplanten neuen Agrargesetzen gestorben sind.<br>\nDie indische Regierung will die Privatisierung im landwirtschaftlichen Sektor vorantreiben. Vor allem Klein&shy;b&auml;ue&shy;r:in&shy;nen f&uuml;rchten deshalb um ihre Existenz. Sie haben sich in mehreren Protestcamps formiert und starten von dort aus immer wieder Proteste.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/taz.de\/Umstrittene-Agrarreform-in-Indien\/!5760999\/\">taz<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Nicht-Meldungen und Staatsr&auml;son<\/strong><br>\nDas Bild der Realit&auml;t wird durch Medien vermittelt &ndash; selektiv und manchmal retuschiert und mit Bildbearbeitungsprogrammen gesch&ouml;nt. Zur Selektion geh&ouml;rt auch, wor&uuml;ber nicht berichtet wird. Dass manche Ereignisse eine Meldung wert sind, andere nicht, ist oftmals nur schwer nachzuvollziehen. Da eine Nicht-Meldung naturgem&auml;&szlig; nicht begr&uuml;ndet wird &ndash; sonst w&auml;re es ja eine Meldung &ndash;, entsteht zwangsl&auml;ufig ein Manipulationsverdacht. Am 20.2. berichtete die Tageszeitung junge Welt &uuml;ber Recherchen der UN-Sonderberichterstatterin und Menschenrechtsbeauftragten Alena Douhan in Venezuela. Danach haben Sanktionen der USA und der EU gegen das Land &raquo;verheerende Auswirkungen auf die Bev&ouml;lkerung&laquo;; sie erschwerten &raquo;den Zugang des Landes zu Nahrungsmitteln und Medikamenten&laquo;. Die humanit&auml;re Krise in dem Land sei eine direkte Auswirkung der Sanktionen. Der einzige Weg zum Schutz der Menschenrechte sei &raquo;die Aufhebung der Sanktionen und die Wiederherstellung von normalen Beziehungen zwischen den Nationen&laquo;, sagte Duohan. Diese Stellungnahme war sonst nur der Welt eine Meldung wert. Sie verkehrte allerdings die Ergebnisse der UN-Beauftragten ins Gegenteil: &raquo;Europa wird mit UN-Hilfe von Venezuelas Diktator Nicolas Maduro an den Pranger gestellt.&laquo; (&hellip;)<br>\nAuf der anderen Seite gibt sich die Bundesregierung sehr wortkarg, wenn sie kritische Fragen zum Fall Nawalny beantworten soll (vgl. Telepolis, 19.2.). Sie beruft sich auf &raquo;berechtigte Geheimhaltungsinteressen&laquo; und behauptet: &raquo;Der Bundesregierung liegen hierzu keine Erkenntnisse vor.&laquo; Warum begn&uuml;gen sich die gro&szlig;en Medien mit der Behauptung, Informationen w&uuml;rden das Staatswohl gef&auml;hrden?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.ossietzky.net\/artikel\/nicht-meldungen-und-staatsraeson\/#\">Ossietzky 07\/2021<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Zu guter Letzt: Modellierer zu Infektionsschutzgesetz: &bdquo;Ausgangssperren bringen mittelfristig nicht sehr viel&ldquo;<\/strong><br>\nKai Nagel ist Physiker und Corona-Modellierer an der TU Berlin. Eine n&auml;chtliche Ausgangssperre wirke nur kurzfristig, sagte er im Deutschlandfunk. Sie bringe aber mittelfristig nicht sehr viel, da die Menschen ihre privaten Verabredungs-Routinen dann eben entsprechend anpassen w&uuml;rden, um die Regelungen zu umgehen. Effektiver sei ein vollst&auml;ndiges Verbot privater Kontakte in Innenr&auml;umen, auch wenn das sehr hart klinge.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/modellierer-zu-infektionsschutzgesetz-ausgangssperren.676.de.html?dram:article_id=495684\">Deutschlandfunk<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Ein vollst&auml;ndiges Verbot privater Kontakte in Innenr&auml;umen w&uuml;rde nat&uuml;rlich nicht umgangen, weil Kai Nagel pers&ouml;nlich in jedem Haushalt die Einhaltung dieser Regel &uuml;berpr&uuml;fen wird.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Das Letzte: Hartz-IV-Empf&auml;nger w&auml;ren mit 600 Euro im Monat &bdquo;nicht deutlich zufriedener&ldquo;<\/strong><br>\nDetlef Scheele, Chef der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit, h&auml;lt eine Erh&ouml;hung des Hartz-IV-Regelsatzes auf monatlich 600 Euro f&uuml;r nicht zielf&uuml;hrend. &bdquo;Ich bezweifle, dass jemand mit 600 Euro deutlich zufriedener w&auml;re&ldquo;, sagte Scheele im Gespr&auml;ch mit der &bdquo;ZEIT&ldquo;. &bdquo;Wer sorgenlos leben m&ouml;chte, der muss sich berappeln und m&ouml;glichst gut entlohnte Arbeit finden&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article230307385\/Hartz-IV-Detlef-Scheele-lehnt-hoehere-Grundsicherung-ab.html\">Welt Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Wenn man, wie ich, die Bundesagentur f&uuml;r Arbeit so versteht, dass sie die Interessen von (arbeitslosen) Arbeitnehmern vertritt, sowohl die materiellen Interessen als auch das Interesse an einem neuen Arbeitsplatz, dann ist Scheele als Chef dieser Beh&ouml;rde eine v&ouml;llige Fehlbesetzung. 600 Euro (anstelle von aktuell 446 Euro) im Monat k&ouml;nnen f&uuml;r einen Hartz-IV-Betroffenen den Unterschied zwischen einem Leben am oder eher unterhalb des Existenzminimums und einem Leben mit wenigstens nicht permanenter Geldnot und ein bisschen sozialer Teilhabe aus. Mit den aktuell klein gerechneten S&auml;tzen ist oft genug der Besuch bei einer &ldquo;Tafel&rdquo; notwendig, kann man sich kaum oder gar keine neue Kleidung kaufen und darf blo&szlig; kein Haushaltsger&auml;t kaputtgehen. Dass man von 600 Euro (plus Kosten der Unterkunft) &ldquo;sorgenlos&rdquo; leben k&ouml;nnte, phantasiert Scheele in bester neoliberaler Manier zusammen &ndash; und dass er dann noch versucht, Niedrigl&ouml;hner (hier: &ldquo;die Kassiererin bei Aldi&rdquo;), die das scheinbare Lotterleben angeblich finanzieren m&uuml;ssen, gegen die Alg-II-Empf&auml;nger in Stellung zu bringen, ist unter aller Sau. Nat&uuml;rlich sind die Lohnabst&auml;nde zwischen Niedrigl&ouml;hnern und Alg-II-Empf&auml;ngern zu klein, aber weil die L&ouml;hne insgesamt viel zu niedrig sind. In der gegenw&auml;rtigen Situation ist Scheeles Argumentation besonders infam, denn die Zunahme der Arbeitslosenzahlen &ndash; auch bei den Langzeitarbeitslosen &ndash; ist alleine das Ergebnis von Corona und der Anti-Corona-Politik. Niemand von denen wollte es sich in der &ldquo;sozialen H&auml;ngematte&rdquo; bequem machen, aber Scheele beleidigt, ohne nachzudenken, auch diese Arbeitslosen.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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