{"id":71676,"date":"2021-04-16T16:59:41","date_gmt":"2021-04-16T14:59:41","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=71676"},"modified":"2021-04-17T09:14:38","modified_gmt":"2021-04-17T07:14:38","slug":"hinweise-des-tages-ii-485","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=71676","title":{"rendered":"Hinweise des Tages II"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=71676#h01\">Zielgenaue Pandemiebek&auml;mpfung statt autorit&auml;rer Symbolpolitik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=71676#h02\">Jetzt erst recht!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=71676#h03\">Milliardenkosten f&uuml;r Gratis-FFP2-Masken: Leicht zu &uuml;berzeugen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=71676#h04\">50 Jahre Baf&ouml;g &ndash; feiert bitte ohne mich!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=71676#h05\">Ein starker Sozialstaat &ndash; unentbehrlich in Wirtschaftskrisen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=71676#h06\">Wie prek&auml;r ist digitale Plattformarbeit? Einblicke in strukturelle Prekarisierung durch private Regulierung, finanzielle Ausbeutung und soziale Kontrolle auf Online-Plattformen.<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=71676#h07\">Globale Mindeststeuer: Konzerne endlich in die Pflicht nehmen!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=71676#h08\">Wegen Corona: F&uuml;hrende Wirtschaftsinstitute fordern h&ouml;heres Rentenalter<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=71676#h09\">Corona-Aufbaufonds der EU: Europa will sich schuldig machen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=71676#h10\">Kammergericht zu Corona-Schlie&szlig;ungen: Gewerbemiete wird halbiert<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=71676#h11\">Brief an einen Denunzianten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=71676#h12\">Nur ein Bruchteil der Landoberfl&auml;che ist &ouml;kologisch intakt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=71676#h13\">Neues B&uuml;ndnis zur Mobilit&auml;tswende: Das Auto bleibt der Knackpunkt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=71676#h14\">Scheuer muss keine Mails offenlegen: Union und SPD lehnen Antrag im Mautausschuss ab<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=71676#h15\">Demoskopie und Politik: Was die Zahlen auch verraten<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Verantwortlich f&uuml;r die Richtigkeit der zitierten Texte sind die jeweiligen Quellen und nicht die NachDenkSeiten. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Bundesnotbremse<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Zielgenaue Pandemiebek&auml;mpfung statt autorit&auml;rer Symbolpolitik<\/strong><br>\n1) Grunds&auml;tzlich zu begr&uuml;&szlig;en ist, dass der Bundestag per Gesetz konkrete Ma&szlig;nahmen beschlie&szlig;t, statt diese Entscheidungen pauschal auf die Exekutive (Ministerpr&auml;sidentenkonferenz und Landesregierungen) zu &uuml;bertragen wie bisher. Allerdings enth&auml;lt auch die vierte Novelle eine weitreichende Verordnungserm&auml;chtigung f&uuml;r die Bundesregierung mit der auch weitere Grundrechte eingeschr&auml;nkt werden k&ouml;nnen. Diese Erm&auml;chtigung ist durch die Zustimmungspflicht des Bundesrates nur unzureichend demokratisch legitimiert. Dies lehne ich ab.<br>\n2) Die vorgesehenen n&auml;chtlichen Ausgangssperren stellen einen massiven und verfassungsrechtlich h&ouml;chst bedenklichen Eingriff in die Grundrechte dar, w&auml;hrend die epidemiologische Wirksamkeit dieser Ma&szlig;nahme &auml;u&szlig;erst fragw&uuml;rdig ist. Eine solche autorit&auml;re Symbolpolitik, die auch dem Prinzip der Verh&auml;ltnism&auml;&szlig;igkeit widerspricht, lehne ich entschieden ab. Dar&uuml;ber hinaus sendet eine Ausgangssperre auch die v&ouml;llig falsche Nachricht. Denn wie j&uuml;ngst noch einmal die Gesellschaft f&uuml;r Aerosolforschung (GAeF) klargestellt hat, findet die &Uuml;bertragung der SARS-CoV-2-Viren fast ausnahmslos in Innenr&auml;umen statt. Die Nachricht m&uuml;sste also eigentlich sein, m&ouml;glichst viele Aktivit&auml;ten an die frische Luft zu verlegen und nicht das Verlassen der Wohnung unter Strafe zu stellen.<br>\n3) Der gesamte Bereich des Arbeitsschutzes (Verpflichtung der Arbeitgeber:innen zu kostenlosen Tests und zur Absicherung von Abstands- und Hygienema&szlig;nahmen, Homeoffice, Pflicht von Testungen) soll in dem Gesetzentwurf v&ouml;llig ausgespart bleiben. F&uuml;r den privaten Bereich, Schulen und Kitas, den Sport und den Einzelhandel sieht die &bdquo;Notbremse&ldquo; drastische Regelungen vor, f&uuml;r Gro&szlig;unternehmen hingegen nicht. Die Last zur Bew&auml;ltigung der Pandemie darf nicht weiter &uuml;berwiegend dem privaten Bereich, den Schulen und einzelnen Branchen auferlegt werden. Bestehende Regelungen zum Arbeitsschutz m&uuml;ssen endlich konsequent kontrolliert und durchgesetzt werden. Die Bundesregierung zieht hier aber Samthandschuhe an, w&auml;hrend das Leben in anderen Bereichen immer h&auml;rter eingeschr&auml;nkt werden soll.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/andrej-hunko.de\/start\/aktuelles\/5182-zielgenaue-pandemiebekaempfung-statt-autoritaerer-symbolpolitik\">Andrej Hunko<\/a><\/li>\n<li><strong>Wer st&uuml;rzt den Inzidenzwert?<\/strong><br>\nKritik an Abstellen auf den Schwellenwert wird lauter. Sogenannte Bundesnotbremse k&ouml;nnte dadurch angefochten werden. Debatte im Bundestag<br>\nParallel zu den ersten Debatten im Bundestag &uuml;ber eine erneute &Auml;nderung des Infektionsschutzgesetzes (IfSG) wird die Kritik an der darin vorgesehenen &ldquo;Corona-Notbremse&rdquo; lauter. Die Abgeordneten haben im Plenum am heutigen Freitag erstmals einen entsprechenden Kabinettsentwurf behandelt. Die Regierungsparteien wollen demnach im IfSG sch&auml;rfere Regeln erlassen und zugleich ein gerichtliches Vorgehen gegen die Einschr&auml;nkung von Grundrechten erschweren. Das Vorhaben provoziert gleichsam Widerspruch aus Fachkreisen, der Opposition und den Regierungen der L&auml;nder.<br>\nDie &ldquo;Bundesnotbremse&rdquo; sieht eine Reihe sch&auml;rferer Regelungen vor, unter anderem Ausgangsbeschr&auml;nkungen zwischen 21 Uhr und f&uuml;nf Uhr morgens, wenn binnen drei aufeinanderfolgender Tage 100 Neuinfektionen mit dem neuartigen Corona-Virus Sars-CoV-2 pro 100.000 Einwohner verzeichnet werden. Ab einem Inzidenzwert von 200 Neuinfektionen sollen auch Schulen wieder geschlossen werden.<br>\nVor allem die alleine Begr&uuml;ndung der Ma&szlig;nahmen mit einem mutma&szlig;lich willk&uuml;rlich festgelegten und mehrfach ge&auml;nderten Inzidenzwert trifft auf Kritik und d&uuml;rfte das Vorhaben in seiner jetzigen Form rechtlich angreifbar machen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Wer-stuerzt-den-Inzidenzwert-6018044.html\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><strong>Steuerung der Einschr&auml;nkung von Grundrechten mit methodisch fragw&uuml;rdig berechneten 7-Tage-Inzidenzen?<\/strong><br>\nDie Anzahl der gemeldeten COVID-19-F&auml;lle, die den vom RKI ver&ouml;ffentlichten 7-Tage-Inzidenzen (pro 100.000 EW) zugrunde liegen, ist in der Freien und Hansestadt Hamburg immer wesentlich kleiner als die (sp&auml;ter festgestellte) tats&auml;chliche Anzahl der COVID-19-F&auml;lle. Faktisch wird bei der Berechnung der 7-Tage-Inzidenz in Hamburg nur eine 6- bis 6,5-Tage-Summe gemeldeter COVID-19-F&auml;lle zugrunde gelegt. Kurz: Sp&auml;tes melden wird mit niedrigeren Inzidenzen &bdquo;belohnt&ldquo;.<br>\nGanz anders stellt sich dies im zeitnah meldenden Land Bremen dar! (siehe Abbildung unten)<br>\nVon &bdquo;bundeseinheitlich geltenden Standards&ldquo; (Bundestagsdrucksache 19\/28444) kann schon allein wegen der methodisch fragw&uuml;rdigen Inzidenzberechnung nicht die Rede sein. Nicht einmal bei der Berechnung der t&auml;glich gemeldeten Inzidenzen ist es nach &uuml;ber einem Jahr gelungen, &bdquo;einheitliche Standards&ldquo; zu schaffen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/biaj.de\/archiv-materialien\/1517-steuerung-der-einschraenkung-von-grundrechten-mit-methodisch-fragwuerdig-berechneten-7-tage-inzidenzen.html\">BIAJ<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Jetzt erst recht!<\/strong><br>\nDas Ende des Berliner Mietendeckels bedeutet nicht das Ende einer sozialen Wohnungspolitik. Vergesellschaftung, &ouml;ffentlicher Wohnungsbau und eine progressive Agenda auf Bundesebene stehen jetzt auf der Tagesordnung.<br>\nDas Bundesverfassungsgericht hat den Berliner Mietendeckel gekippt. Die Begr&uuml;ndung lautet: Die Bundesl&auml;nder haben nicht die Gesetzgebungskompetenz. Demnach darf der Berliner Senat keine Regelungen f&uuml;r Mieth&ouml;hen auf dem frei finanzierbaren Wohnungsmarkt treffen. F&uuml;r viele Berliner Mieterinnen und Mieter bedeutet diese Gerichtsentscheidung massive Mietsteigerungen und m&ouml;glicherweise auch erhebliche Mietr&uuml;ckzahlungen, die durch den Deckel eingespart wurden. Trotzdem muss dies nicht das Ende einer sozial gerechten Wohnungspolitik bedeuten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/jacobin.de\/artikel\/mietendeckel-berlin-enteignung-vergesellschaftung-deutsche-wohnen-enteignen-dwe-bundesdeckel-karlsruhe-bundesverfassungsgericht\/\">Jacobin<\/a>\n<p><strong>dazu: Immobilienwirtschaft ist gr&ouml;&szlig;ter CDU-Spender<\/strong><br>\nDas Spendenaufkommen aus der Immobilienwirtschaft wird immer gr&ouml;&szlig;er. Nach Berechnungen der Linksfraktion profitieren vor allem Union und FDP von gro&szlig;z&uuml;gigen Spenden der Unternehmen aus diesem Sektor.<br>\nDie Immobilienwirtschaft hat im Jahr 2020 mehr als 1,25 Millionen Euro an die CDU gespendet. Dies ergeben Berechnungen der Bundestagsfraktion der Linken, die die Rechenschaftsberichte und angezeigten Gro&szlig;spenden der Parteien ausgewertet hat.<br>\nDemnach kommen fast 80 Prozent der ver&ouml;ffentlichten Parteispenden an die CDU inzwischen von Bau- und Immobilienunternehmern. Erstmals machten sie den gr&ouml;&szlig;ten Anteil aus. Zu den Einnahmen z&auml;hlen mehrere Gro&szlig;spenden von Bauunternehmern und Immobilienh&auml;ndlern zwischen 70.000 Euro und 800.000 Euro. Die Berechnungen lagen dem SPIEGEL vorab vor.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/politik\/deutschland\/lobbyismus-immobilienwirtschaft-ist-groesster-cdu-spender-a-e7fb0d5d-28a0-4532-b4a4-a3a8bbab75f4\">DER SPIEGEL <\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Eine Hand w&auml;scht die andere. Deshalb hat die Unionsfraktion im Bundestag auch die Normenkontrollklage vor dem BVerfG gegen den Mietendeckel angestrengt. Warum werden die eigentlich von normalen Menschen, Arbeitnehmern, Mietern gew&auml;hlt, *gegen* deren Interessen sie aktiv und bewusst arbeiten?<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu auch: Formlos verfassungs&auml;ndernde &lsquo;Staatspraxis&rsquo; und Gesetzesauslegung nach Parlamentsrede: Zum Mietendeckel-Beschluss des Bundesverfassungsgerichts<\/strong><br>\nDer Zweite Senat des Bundesverfassungsgerichts hat heute &uuml;ber die Normenkontrollen gegen das Gesetz zur Mietenbegrenzung im Wohnungswesen in Berlin (MietenWoG Bln, sog. Mietendeckel) entschieden. Das Gesetz ist nicht mit Wirkung f&uuml;r die Zukunft f&uuml;r unvereinbar mit dem Grundgesetz erkl&auml;rt worden, sondern r&uuml;ckwirkend f&uuml;r nichtig.<br>\nDer Senat ist der Auffassung, dass dem Land Berlin keine Gesetzgebungskompetenz f&uuml;r den Erlass von &ouml;ffentlich-rechtlichen Mietpreisgrenzen zusteht. Er begr&uuml;ndet diese Auffassung in zwei Schritten: Erstens handele es sich bei jedweden Regelungen zur Mieth&ouml;he f&uuml;r frei finanzierten Wohnraum um b&uuml;rgerliches Recht, das bekanntlich der konkurrierenden Gesetzgebung unterf&auml;llt (Art. 74 Abs. 1 Nr. 1 GG). Im Kompetenztitel des Wohnungswesens, das bekanntlich der ausschlie&szlig;lichen Gesetzgebung der L&auml;nder unterf&auml;llt (Art. 70 Abs. 1 GG), seien Mietpreisgrenzen darum nicht mehr enthalten. Mit Bezug auf die Mieth&ouml;he habe der Bund, zweitens, mit der sog. Mietpreisbremse (&sect;&sect; 556d ff. BGB) von seiner Kompetenz abschlie&szlig;end Gebrauch gemacht.<br>\nDamit hat das Gericht die ung&uuml;nstigste, verfassungspolitisch sowie praktisch folgenreichste Entscheidung getroffen, die in der Sache denkbar war.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/verfassungsblog.de\/formlos-verfassungsandernde-staatspraxis-und-gesetzesauslegung-nach-parlamentsrede\/\">Verfassungsblog<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Milliardenkosten f&uuml;r Gratis-FFP2-Masken: Leicht zu &uuml;berzeugen<\/strong><br>\nStolze 6 Euro pro Maske bekamen Apotheken vom Staat. Jens Spahn steht daf&uuml;r in der Kritik. Beteiligt war aber auch das Ministerium von Olaf Scholz.<br>\nDas Geschenk an die Apotheken ist f&uuml;r Jens Spahn in den letzten Monaten ein echtes Problem geworden. 6 Euro hat der Gesundheitsminister den Apotheker*innen im Dezember f&uuml;r jede FFP2-Maske versprochen, die sie im Auftrag des Staats an Angeh&ouml;rige von Risikogruppen ausgeben. 2,5 Milliarden Euro lie&szlig; er im Haushalt reservieren. Ein stolzer Preis, der dem CDU-Politiker bis heute Kritik einbringt. H&auml;tte der Staat die Masken den Betroffenen einfach direkt geschickt, h&auml;tte man &bdquo;mehr Leute erreicht und es w&auml;re nicht teurer gewesen&ldquo;, sagte etwa der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach dem NDR.<br>\nAllerdings: An der Preisgestaltung waren in der Bundesregierung auch die Sozialdemokrat*innen beteiligt. Laut Unterlagen, die der taz vorliegen, kam dem SPD-gef&uuml;hrten Finanzministerium die Gewinnmarge f&uuml;r die Apotheken zun&auml;chst zwar erstaunlich hoch vor. Eine vierzeilige E-Mail des Gesundheitsministeriums reichte dann aber, um das Haus von Finanzminister und SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz umzustimmen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/taz.de\/Milliardenkosten-fuer-Gratis-FFP2-Masken\/!5760616\/\">taz<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>50 Jahre Baf&ouml;g &ndash; feiert bitte ohne mich!<\/strong><br>\n&bdquo;Liebes BAf&ouml;G, alles Gute zu 50 Jahren Chancengerechtigkeit!&ldquo;, schreibt das Ministerium auf der Titelseite ihrer Brosch&uuml;re, dazu gibt es ein Foto von drei gl&uuml;cklichen, adrett gekleideten Studierenden in einer schnieken K&uuml;che. Meiner WG und mir ist da beim Sonntagsfr&uuml;hst&uuml;ck fast das Marmeladenbr&ouml;tchen aus der Hand gefallen. &bdquo;W&uuml;rden die Baf&ouml;g bekommen, k&ouml;nnten die sich eine so sch&ouml;ne K&uuml;che gar nicht leisten&ldquo;, sagt meine Mitbewohnerin Laura. Ich schaue derweil auf unseren wackeligen K&uuml;chentisch mit Brandl&ouml;chern. Stolz sein darf man ja, aber bitte nicht sich selbst beweihr&auml;uchern! Das Baf&ouml;g ist ein tolles Instrument, aber es gibt noch viel zu tun. Statt Luftschlangen zu pusten, sollten die Zust&auml;ndigen lieber anpacken.<br>\nDenn auf dem Papier h&ouml;rt sich Baf&ouml;g fein an: Je nach Einkommen der Eltern erhalten Studierende bis zu 861 Euro pro Monat, davon m&uuml;ssen maximal 10.010 Euro als zinsfreies Darlehen zur&uuml;ckgezahlt werden. Aber bereits der Blick auf die Statistik l&auml;sst Schw&auml;chen erkennen, denn immer weniger Studierende erhalten die F&ouml;rderung.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/karriere-hochschule\/bafoeg-foerderung-geht-an-beduerfnissen-der-jungen-menschen-vorbei-17290965.html\">FAZ<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Ein starker Sozialstaat &ndash; unentbehrlich in Wirtschaftskrisen<\/strong><br>\nDie Finanzkrise 2009 wurde in Deutschland vorbildlich gemeistert. Das Bruttosozialprodukt ging damals um 4,9% zur&uuml;ck, ohne dass im Unterschied zu fast allen anderen L&auml;ndern die Arbeitslosigkeit stieg. Dieses &bdquo;Besch&auml;ftigungswunder&ldquo; wurde m&ouml;glich, da die Unternehmen Stunden und nicht Besch&auml;ftigte entlie&szlig;en. Schon im Herbst 2008 wurden die Inanspruchnahme von Kurzarbeit erleichtert und ihre Dauer auf bis zu zwei Jahre verl&auml;ngert. Die Sozialpartner hatten zudem in den Jahren zuvor &ndash; sozusagen auf Vorrat &ndash; ein breites Spektrum arbeitszeitpolitischer Krisenma&szlig;nahmen vereinbart. Entlassungen konnten damals durch eine Kombination von Kurzarbeit mit betrieblichen Ma&szlig;nahmen, wie der Aufl&ouml;sung von Guthaben auf Arbeitszeitkonten, &Uuml;berstundenabbau oder auch der vor&uuml;bergehenden Absenkung der Regelarbeitszeit, vermieden werden. (&hellip;)<br>\nEine neue Dimension in der Coronakrise ist sicherlich ihre Verkn&uuml;pfung mit einem beschleunigten Strukturwandel infolge der Digitalisierung und der De-Karbonisierung der Wirtschaft. Anders als 2009 wird man nicht erwarten k&ouml;nnen, an alte Wachstumsmuster ankn&uuml;pfen zu k&ouml;nnen. Der Arbeitsmarktpolitik f&auml;llt die Aufgabe zu, nicht nur diese Krise sondern gleichzeitig auch einen langgestreckten Strukturwandel abzufedern und ihn gleichzeitig aber durch eine aktive Qualifizierungspolitik zu erm&ouml;glichen.<br>\nMit drei neuen Gesetzen aus dem Arbeitsministerium, dem Weiterbildungsst&auml;rkungs-, dem Qualifizierungschancen- und dem Arbeit-von-Morgen-Gesetz, wurden die M&ouml;glichkeiten einer investiven Arbeitsmarktpolitik erheblich verbessert.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.blog-bpoe.com\/2021\/04\/12\/bosch\/\">Gerhard Bosch in blog politische &ouml;konomie<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Wie prek&auml;r ist digitale Plattformarbeit? Einblicke in strukturelle Prekarisierung durch private Regulierung, finanzielle Ausbeutung und soziale Kontrolle auf Online-Plattformen.<\/strong><br>\nBei der Plattformarbeit vermittelt eine digitale Plattform zwischen Auftraggebern und den meist selbstst&auml;ndigen AuftragnehmerInnen. Sie kann ortsgebunden sein, wie im Falle von Uber-Taxifahrerdiensten oder Foodora-Lieferdiensten. Sie kann aber auch ortsungebunden und &bdquo;remote&ldquo; verrichtet werden und reicht von niedrig qualifizierten T&auml;tigkeiten auf Amazon Mechanical Turk oder Clickworker, wie die Verschlagwortung von Bildern oder Sprach- und Bewegungsaufnahmen zur Optimierung von k&uuml;nstlicher Intelligenz, bis hin zu hoch qualifizierten T&auml;tigkeiten auf Upwork oder Fiverr, wie zum Beispiel Softwareprogrammierung oder Grafikdesign. Entscheidend ist, dass Plattformarbeit die Online-Auslagerung von Dienstleistungsarbeit f&uuml;r auftraggebende Unternehmen nicht nur m&ouml;glich, sondern auch &auml;u&szlig;erst lukrativ macht. (&hellip;)<br>\nWenn prek&auml;re Arbeit eine Form der Arbeit ist, die von Ungewissheit, Instabilit&auml;t und Unsicherheit gepr&auml;gt ist und in der ArbeiterInnen und nicht Unternehmen die damit verbundenen Risiken tragen, ohne rechtlichen Schutz oder eine angemessene Verg&uuml;tung zu erhalten, dann trifft diese Definition weitestgehend auf Plattformarbeit zu. Jedoch handelt es sich bei Plattformarbeit nicht um eine neue Form der prek&auml;ren Arbeit in dem Sinne, sondern um eine Wiederkehr der prek&auml;ren Arbeit unter digitalem Deckmantel.<br>\nAktuell sind nur ungef&auml;hr 2 bis 4 Prozent der europ&auml;ischen Bev&ouml;lkerung auf Plattformen t&auml;tig, dennoch handelt es sich um eine Entwicklung mit weitreichender Bedeutung.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/awblog.at\/wie-prekaer-ist-digitale-plattformarbeit\/\">A&amp;W blog<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Globale Mindeststeuer: Konzerne endlich in die Pflicht nehmen!<\/strong><br>\nGro&szlig;konzerne verschieben rund 40 Prozent ihrer Gewinne in Steueroasen. Den betroffenen Staaten entgehen so Hunderte von Milliarden Euro pro Jahr. Um diese Steuerflucht zu begrenzen, haben die USA eine weltweite Mindeststeuer vorgeschlagen. Gut so, sagt der DGB-klartext: Es kann nicht sein, dass diese Konzerne sich weiter vor dem Steuerzahlen dr&uuml;cken!<br>\nMit dem neuen Pr&auml;sidenten in den USA kommt Schwung in weltwirtschaftliche Debatten. Zuerst setzte Joe Biden mit Billionenschweren Konjunktur- und Investitionspaketen neue Standards, von denen sich Europa etwas abgucken kann. Dann k&uuml;ndigte er Steuererh&ouml;hungen f&uuml;r Unternehmen und Reiche an.<br>\nJetzt hat US-Finanzministerin Janet Yellen eine weltweite Mindessteuer ins Spiel gebracht, um das globale Problem der Steuerflucht von multinationalen Gro&szlig;konzernen zu begrenzen. Die internationale Diskussion um eine solche Mindeststeuer war zuletzt ins Stocken geraten. Es ist gut, dass jetzt neue Bewegung aufkommt. [&hellip;]<br>\nDie Corona-Krise hat weltweit nicht nur riesige L&ouml;cher in die &ouml;ffentlichen Haushalte gerissen. Sie hat auch klar gemacht, dass es eine St&auml;rkung der finanziellen Handlungsf&auml;higkeit der Staaten braucht &ndash; f&uuml;r bessere Gesundheitssysteme und mehr Investitionen. Gleichzeitig haben viele multinationale Unternehmen trotz, oder gar wegen der Pandemie, dicke Profite eingefahren. Es kann nicht sein, dass diese Konzerne sich weiter vor dem Steuerzahlen dr&uuml;cken!<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.dgb.de\/themen\/++co++8b833416-9ddf-11eb-bae1-001a4a160123\">DGB klartext<\/a>\n<p><strong>dazu: Lockdown f&uuml;r Dividenden: Keine Staatshilfe f&uuml;r Aktion&auml;re<\/strong><br>\nDie Bundesregierung hat in der Corona-Pandemie Milliardenhilfen f&uuml;r Unternehmen mobilisiert. Jetzt planen zahlreiche Unternehmen, die Hilfen angenommen haben, Gewinne in Milliardenh&ouml;he an ihre Aktion&auml;re auszusch&uuml;tten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/13-2021\/lockdown-fuer-dividenden-keine-staatshilfe-fuer-aktionaere\/%20\">Makroskop<\/a><\/p>\n<p><strong>dazu auch: Gr&ouml;&szlig;te US-Bank verf&uuml;nffacht Nettogewinn mitten in Pandemie<\/strong><br>\nDie Gro&szlig;bank JP Morgan hat zum Jahresauftakt einen Gewinnsprung hingelegt und dabei besser abgeschnitten als erwartet. Wie die JP Morgan Chase &amp; Co. mitteilte, verdiente sie von Januar bis M&auml;rz mit 14,3 Milliarden US-Dollar f&uuml;nfmal mehr als im ersten Quartal des Vorjahres mit damals 2,87 Milliarden Dollar. Je Aktie belief sich der Nettogewinn auf 4,50 Dollar nach 78 Cent vor einem Jahr.<br>\nDabei profitierte die US-Bank nicht zuletzt von der Aufl&ouml;sung von R&uuml;ckstellungen f&uuml;r Kreditausf&auml;lle in H&ouml;he von 5,2 Milliarden Dollar. Bereinigt um diese und andere Sonderfaktoren lag der bereinigte Gewinn je Aktie bei 3,31 Dollar und damit &uuml;ber dem Factset-Konsens von 3,09 Dollar je Aktie. Die Einnahmen kletterten um 14 Prozent auf 33,1 Milliarden Dollar und &uuml;bertrafen damit ebenfalls die Konsenssch&auml;tzung, die auf 30,5 Milliarden Dollar gelautet hatte. Auch dieErholung der US-Wirtschaft spielte der gr&ouml;&szlig;ten Bank des Landes in die Karten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/wirtschaft\/der_boersen_tag\/Der-Boersen-Tag-am-Mittwoch-14-April-2021-article22488452.html\">n-tv<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Wegen Corona: F&uuml;hrende Wirtschaftsinstitute fordern h&ouml;heres Rentenalter<\/strong><br>\nEs werde eine Herausforderung, die Staatsfinanzen nach der Pandemie wieder auf eine solide Basis zu stellen, hei&szlig;t es in der am Donnerstag vorgelegten Fr&uuml;hjahrsprognose. Vor allem die perspektivisch steigenden Ausgaben f&uuml;r die Rentenversicherung spielten dabei eine gro&szlig;e Rolle.<br>\n&ldquo;Die eleganteste L&ouml;sung w&auml;re eine langsame, schrittweise Erh&ouml;hung des Renteneintrittsalters&rdquo;, sagte Oliver Holtem&ouml;ller vom Institut f&uuml;r Wirtschaftsforschung (IWH). Ein h&ouml;heres Rentenalter k&ouml;nne die Staatsfinanzen st&uuml;tzen, ohne bei wichtigen Zukunfts-Investitionen auf die Bremse treten zu m&uuml;ssen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nordbayern.de\/wirtschaft\/wegen-corona-fuhrende-wirtschaftsinstitute-fordern-hoheres-rentenalter-eleganteste-losung-1.10999588\">Nordbayern<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Nun, das war zu erwarten, dass die Corona-Krise als Vehikel f&uuml;r weitere Sozialk&uuml;rzungen herhalten muss. Selbstverst&auml;ndlich sind weitere Rentenk&uuml;rzungen die eleganteste L&ouml;sung daf&uuml;r, die deutsche Oligarchie vor einer Beteiligung an den Kosten zur Bew&auml;ltigung der &ouml;konomischen Folgen der Pandemie zu bewahren. Eine zu erwartende schwarz-gr&uuml;ne Koalition nach der Bundestagswahl ist daf&uuml;r dann die beste Voraussetzung.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Corona-Aufbaufonds der EU: Europa will sich schuldig machen<\/strong><br>\nDie EU-Kommission ist zuversichtlich, dass der Corona-Aufbaufonds bald starten kann. Er umfasst 750 Milliarden Euro. Doch noch ist vieles unklar. [&hellip;]<br>\nEtwas weniger als ein Drittel davon, n&auml;mlich 250 Milliarden Euro, soll in &bdquo;Green Bonds&ldquo; &ndash; also gr&uuml;nen Anleihen &ndash; begeben werden. Damit will Br&uuml;ssel umweltvertr&auml;gliche Technologien f&ouml;rdern und den Umbau zu einer klimaneutralen Wirtschaft vorantreiben. Wie das genau funktionieren soll, lie&szlig; Hahn jedoch offen.<br>\nUnklar ist auch, wie die EU die Anleihen zur&uuml;ckzahlen will. Ein fertiges Konzept gibt es nicht; erst Ende Juni will die EU-Kommission erste Vorschl&auml;ge f&uuml;r neue Eigenmittel, also Steuern und Abgaben, vorlegen. Klar ist nur, dass alle Anleihen bis 2058 zur&uuml;ckgezahlt werden sollen &ndash; aus dem EU-Haushalt.<br>\nKritiker f&uuml;rchten, dass dies zu massiven K&uuml;rzungen f&uuml;hren d&uuml;rfte. Die EU werden den G&uuml;rtel nach der Coronakrise enger schnallen und gro&szlig;e Ausgabenposten k&uuml;rzen m&uuml;ssen, so die Sorge. Optimisten halten dagegen, dass Br&uuml;ssel neue Einnahmen durch die Digitalsteuer oder die langdiskutierte Finanztransaktionssteuer erschlie&szlig;en werde. Diese eigenen Abgaben w&auml;ren auch eine Premiere f&uuml;r Europa.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/taz.de\/Corona-Aufbaufonds-der-EU\/!5761122\/%20\">taz<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Kammergericht zu Corona-Schlie&szlig;ungen: Gewerbemiete wird halbiert<\/strong><br>\nEine Existenzbedrohung f&uuml;r gewerbliche Mieter durch Corona-bedingte Schlie&szlig;ungen m&uuml;sse nicht im Einzefall festgestellt werden, so das KG. Die Nachteile seien vielmehr solidarisch von beiden Parteien zu tragen.<br>\nIn einem Berufungsverfahren hat der 8. Zivilsenat des Kammergerichts (KG) entschieden, dass die Gewerbemiete f&uuml;r die Zeit w&auml;hrend staatlich angeordneter Schlie&szlig;ungen herabzusetzen ist (Urt. v. 01.04.2021, Az. 8 U 1099\/20). Das gelte generell, eine konkrete Existenzbedrohung des Mieters im Einzelfall m&uuml;sse nicht nachgewiesen werden.<br>\nDer Fall vor dem Berliner Gericht: Der Eigent&uuml;mer einer Spielhalle forderte von seinem Mieter, der die Gewerbemiete nur teilweise &uuml;berwiesen hatte, die Zahlung des restlichen Betrags f&uuml;r die Monate April und Mai 2020. Hiergegen wehrte sich der Mieter im Wege der Widerklage. Nachdem das erstinstanzliche Landgericht (LG) Berlin diese noch abgewiesen hatte (Urt. v. 14.08.2020, Az. 34 O 107\/20), hat das KG jetzt zugunsten des Mieters entschieden: Die vertraglich vereinbarte Miete zwischen Halleneigent&uuml;mer und gewerblichen Mieter sei um 50 Prozent zu reduzieren.<br>\nGrund hierf&uuml;r sieht das Gericht in der St&ouml;rung der Gesch&auml;ftsgrundlage, &sect; 313 B&uuml;rgerliches Gesetzbuch (BGB).<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.lto.de\/recht\/nachrichten\/n\/kammergericht-kg-berlin-mietrecht-gewerbemiete-8u109920\/\">LTO<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Brief an einen Denunzianten<\/strong><br>\nEs wird wieder flei&szlig;ig bespitzelt und denunziert in Deutschland. Es gibt kein noch so absurdes oder menschenfeindliches Verbot, das nicht von eifrigen B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rgern, die sich als Hilfspolizisten verstehen, &bdquo;bewacht&ldquo; w&uuml;rde. Die Autorin, die nicht namentlich genannt werden m&ouml;chte, dokumentiert in diesem Brief einen realen Fall. Eine Frau, die in einem kleinen Friseurladen Menschen zum Haare Schneiden empfangen hatte, nachdem ihr ihre Berufsaus&uuml;bung &uuml;ber Monate verboten worden war, wurde von einem Hausbewohner oder einer Bewohnerin angezeigt. Das bedeutet das Ende ihrer Nebent&auml;tigkeit und ist mit einer saftigen Geldstrafe verbunden. Warum tut jemand so etwas? Die Autorin trat f&uuml;r besagte Friseurin ein und verfasste f&uuml;r sie einen Brief an alle Mitbewohner*innen. Dieser enth&auml;lt auch einiges an Informationen zu Corona, die man in der Tagesschau oder bei Maybrit Illner nicht h&ouml;ren kann.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/hinter-den-schlagzeilen.de\/brief-an-einen-denunzianten\">Hinter den Schlagzeilen<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Nur ein Bruchteil der Landoberfl&auml;che ist &ouml;kologisch intakt<\/strong><br>\nDie Artenvielfalt ist in den letzten 500 Jahren stark geschrumpft. Nur wenige Gebiete auf der Erde sind heute noch intakt. Die Anzahl lie&szlig;e sich aber erh&ouml;hen.<br>\nWeniger als drei Prozent der Erdoberfl&auml;che sind noch &ouml;kologisch intakt. Dazu z&auml;hlen Teile des Kongobeckens, des Amazonas, der russischen Tundra oder einige W&uuml;sten wie die Sahara. Und nur ein Zehntel davon sind Naturschutzgebiete. Zu diesem Ergebnis kommen Forscherinnen und Forscher um Andrew Plumptre von der Cambridge University im Fachjournal &raquo;Frontiers in Forests and Global Change&laquo;. Zuvor hatten viele Wissenschaftler gesch&auml;tzt, dass 20 bis 40 Prozent der Landoberfl&auml;che ein weitgehend unber&uuml;hrtes &Ouml;kosystem enthalten.<br>\nLaut den Kriterien, die die Forscherinnen und Forscher um Plumptre anlegten, sind es jedoch wesentlich weniger. Sie betrachteten mindestens 10 000 Quadratkilometer gro&szlig;e Gebiete und ermittelten, wie viele Arten dort seit dem Jahr 1500 verschwunden sind. Damit orientierten sie sich am 2016 eingef&uuml;hrten Konzept der &raquo;Key Biodiversity Areas&laquo; &ndash; Regionen, die f&uuml;r die Artenvielfalt eine Schl&uuml;sselrolle einnehmen. Eine allgemein akzeptierte Definition von Unber&uuml;hrtheit gibt es nicht: Wer auf Satellitenbildern nach sichtbaren Folgen menschlichen Einflusses sucht, kommt dadurch zu einem anderen Ergebnis wie jemand, der die Zusammensetzung des &Ouml;kosystems betrachtet.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spektrum.de\/news\/intakte-natur-ein-bruchteil-der-erdoberflaeche-ist-oekologisch-intakt\/1859626\">Spektrum<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Neues B&uuml;ndnis zur Mobilit&auml;tswende: Das Auto bleibt der Knackpunkt<\/strong><br>\nEin B&uuml;ndnis aus Gewerkschaften, Umwelt- und Sozialverb&auml;nden und evangelischer Kirche fordert eine sozial- und klimavertr&auml;gliche Mobilit&auml;tswende. Um die Positionen zum privaten Autoverkehr wird weiter hart gerungen.<br>\nDank Pandemie hat der Verkehr in Deutschland 2020 sein Klimabudget eingehalten. Dies sei ein Grund daf&uuml;r, dass sich in der Verkehrspolitik jetzt eine gewisse &ldquo;Gem&uuml;tlichkeit&rdquo; breitmache, diagnostizierte heute der Pr&auml;sident des Naturschutzbundes Nabu, J&ouml;rg-Andreas Kr&uuml;ger. F&uuml;r die n&auml;chste Zeit erwarte er &ldquo;keine gro&szlig;en Impulse&rdquo;.<br>\nDabei d&uuml;rfe es aber nicht bleiben, mahnte Kr&uuml;ger &ndash; und stellte ein vom Nabu initiiertes B&uuml;ndnis f&uuml;r eine sozialvertr&auml;gliche Mobilit&auml;tswende vor, sicher nicht zuf&auml;llig zum Beginn der zweit&auml;gigen Verkehrsministerkonferenz von Bund und L&auml;ndern am heutigen Donnerstag.<br>\nDem B&uuml;ndnis geh&ouml;ren der Gewerkschaftsdachverband DGB, die Einzelgewerkschaften IG Metall und Verdi sowie die Sozialverb&auml;nde VdK, SoVD und Awo an, au&szlig;erdem die Umweltverb&auml;nde BUND, Nabu und VCD sowie die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD). Unterst&uuml;tzt wird das B&uuml;ndnis von der Stiftung Mercator, die ihre Mittel von der deutschen Unternehmerfamilie Schmidt erh&auml;lt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.klimareporter.de\/verkehr\/das-auto-bleibt-der-knackpunkt\">Klimareporter<\/a>\n<p><strong>dazu: Expertenrat f&uuml;r Klimafragen: Eigentlich m&uuml;sste Verkehrsminister Scheuer beim Klima nachliefern<\/strong><br>\nOffiziell hat der Verkehr seine Klima-Vorgabe f&uuml;r 2020 geschafft. Anders als der Bauminister muss der Verkehrsminister deshalb kein Sofortprogramm f&uuml;r einen klimapolitischen Kurswechsel erarbeiten. In einem pandemielosen Jahr w&auml;re es wohl andersherum gewesen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.klimareporter.de\/verkehr\/eigentlich-muesste-verkehrsminister-scheuer-beim-klima-nachliefern\">Klimareporter<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Scheuer muss keine Mails offenlegen: Union und SPD lehnen Antrag im Mautausschuss ab<\/strong><br>\nDie Regierungsfraktionen haben in einer Sondersitzung des Maut-Untersuchungsausschusses einen Beweisantrag von FDP, Linken und Gr&uuml;nen abgelehnt, der Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) dazu zwingen sollte, m&ouml;glicherweise belastende E-Mails &uuml;ber seinen Abgeordneten-Account offenzulegen. Zu diesem Zweck war der Ausschuss, der die Hintergr&uuml;nde der gescheiterten Pkw-Maut aufkl&auml;ren soll, am Donnerstag zu einer Sondersitzung zusammengekommen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.rnd.de\/politik\/maut-ausschuss-scheuer-muss-keine-mails-offenlegen-union-und-spd-lehnen-antrag-ab-WOHBAVKNM47CUJRQTAJBL3ABKI.html\">RND<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Demoskopie und Politik: Was die Zahlen auch verraten<\/strong><br>\nMarkus S&ouml;der oder Armin Laschet &ndash; soll sich die Union bei der Auswahl ihres Kanzlerkandidaten von Beliebtheit leiten lassen? Umfragewerte d&uuml;rfen jedenfalls nicht die einzigen Werte sein, die etwas bedeuten. [&hellip;]<br>\nBei der Union aber dient die Umfrage-Diskussion dieser Tage weniger der Erleuchtung, sondern dem Kampf. Sie muss ein eilbed&uuml;rftiges Problem l&ouml;sen, mithilfe von Umfrage-Argumenten soll kompensiert werden, was in den Monaten zuvor vers&auml;umt worden ist: CDU und CSU haben kein geordnetes Verfahren f&uuml;r die K-Frage, deshalb dieses Hauen und Stechen mit Zahlen. Die sind nun scheinbar eindeutig &ndash; mit der Betonung aber auf scheinbar. Denn die Demoskopen haben ja noch weitere Angaben geliefert. Zu den 44 Prozent S&ouml;der- und 15 Prozent Laschet-Anh&auml;ngern bei Infratest kommen ja noch 33 weitere Prozent hinzu. Sie halten keinen der beiden f&uuml;r geeignet.<br>\nUnd das Kennzeichnende der Debatte ist ja ohnehin der Aspekt, unter dem sie seit Langem gef&uuml;hrt wird: nicht, wer von beiden Aspiranten der bessere, sondern wer der weniger schlechte w&auml;re.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/meinung\/union-kanzlerkandidat-umfragen-kommentar-1.5264705\">S&uuml;ddeutsche<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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