{"id":71689,"date":"2021-04-19T08:35:29","date_gmt":"2021-04-19T06:35:29","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=71689"},"modified":"2021-04-19T08:35:29","modified_gmt":"2021-04-19T06:35:29","slug":"hinweise-des-tages-3842","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=71689","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=71689#h01\">&ldquo;Ich w&uuml;rde mich nie als Opfer inszenieren&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=71689#h02\">Lasst die Corona-Toten ruhen!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=71689#h03\">US-Wirtschaft und Corona &ndash; Ein Aufschwung nur f&uuml;r die Wohlhabenden<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=71689#h04\">Der Krieg gegen Russland hat begonnen &ndash; an den M&auml;rkten (2)<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=71689#h05\">Krake Blackrock<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=71689#h06\">&bdquo;Zeitbombe&ldquo; steigender Kreditausf&auml;lle tickt lauter<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=71689#h07\">Ran an die Obermittelschicht!<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=71689#h08\">Eigentum verpflichtet. Nur wozu?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=71689#h09\">Ausnahmsweise ohne Grundrechte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=71689#h10\">Karlsruhe schiebt Corona-Demos Riegel vor<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=71689#h11\">Ein Geldstapel h&ouml;her als der Mount Everest<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=71689#h12\">Nord Stream 2 &ndash; Der wahre Grund f&uuml;r den Abscheu der US-Regierung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=71689#h13\">Die USA verstehen &ndash; nicht immer ist es ganz einfach<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=71689#h14\">Ukrainischer Botschafter droht mit atomarer Aufr&uuml;stung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=71689#h15\">Afghanistan-Mission kostet Milliardensumme<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=71689#h16\">Wer zu sp&auml;t schreibt, den bestrafen die Leser<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=71689#h17\">BR nimmt Satirefigur aus dem Programm<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=71689#h18\">&ldquo;Generation beleidigt&rdquo;: &Uuml;ber die Gefahr von linkem Rassismus<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>&ldquo;Ich w&uuml;rde mich nie als Opfer inszenieren&rdquo;<\/strong><br>\nSahra Wagenknecht hat eine Abrechnung mit der &ldquo;Lifestyle-Linken&rdquo; geschrieben. Ein Gespr&auml;ch &uuml;ber Identit&auml;tspolitik, die AfD und Wagenknechts Widerwillen gegen &ldquo;woke&rdquo; Bewegungen. (&hellip;)<br>\nZDFheute: Worum geht es Ihnen also in dieser Debatte?<br>\nWagenknecht: Mir geht es um die schwindende Akzeptanz der gesellschaftlichen Linken. Die aktuelle Situation muss uns doch umtreiben. Die Union zerlegt sich auf offener B&uuml;hne &ndash; sowohl in der K-Frage als auch durch ihr miserables Krisenmanagement. Und trotzdem kommen SPD und Linke in der W&auml;hlergunst zusammen kaum noch auf 25 Prozent. Daf&uuml;r gibt&rsquo;s doch Ursachen.<br>\nUnd eine Ursache ist, dass Linke dazu tendieren, Themen in den Vordergrund zu stellen, die an den wirklichen Problemen der Menschen vorbeigehen, mehr noch: die von vielen Menschen als Herabsetzung empfunden werden. Wenn sie etwa von &ldquo;woken&rdquo; Akademikern belehrt werden, wie sie zu sprechen und zu denken haben, wenn eine sehr privilegierte Lebensweise als progressiv verkl&auml;rt wird. E-Auto fahren, Bio-Produkte kaufen oder in der Innenstadt wohnen, wo man mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren kann &ndash; das sind alles Dinge, die man sich erstmal leisten k&ouml;nnen muss.<br>\nZDFheute: Sie polemisieren in Ihrem Buch gegen Protestbewegungen wie &ldquo;Fridays For Future&rdquo;. Was haben Sie gegen diese &ndash; meist jungen &ndash; Menschen, die f&uuml;r Klimaschutz auf die Stra&szlig;e gehen?<br>\nWagenknecht: Ich begr&uuml;&szlig;e es, wenn junge Menschen sich engagieren. Aber man muss zur Kenntnis nehmen, dass die Bewegung fast nur von jungen Leuten aus relativ wohlhabenden Elternh&auml;usern getragen wurde, die sich selbst der oberen Mittelschicht zurechnen. Viele der Forderungen sind dadurch gepr&auml;gt, dass die soziale Frage f&uuml;r einen Gro&szlig;teil der Aktivisten nachrangig ist. Aber wenn Menschen, denen es selbst noch nie an etwas gefehlt hat, anderen Verzicht predigen, dann kommt das bei den weniger Beg&uuml;nstigten naturgem&auml;&szlig; nicht gut an.<br>\nDie Verteuerung von Sprit und Heiz&ouml;l bedeutet gerade f&uuml;r die, die um ihr bisschen Wohlstand schon in den letzten Jahren immer h&auml;rter k&auml;mpfen mussten, eine weitere Verschlechterung. Zumal diese Menschen eher nicht in modernen Niedrigenergieh&auml;usern wohnen und es auf dem Lande &uuml;berhaupt keine Alternative zum Auto gibt. Wir brauchen eine Politik gegen den Klimawandel, aber das scheint mir kein sinnvoller Weg zu sein.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zdf.de\/nachrichten\/politik\/wagenknecht-interview-identitaetspolitik-100.html%20\">ZDF<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Lasst die Corona-Toten ruhen!<\/strong><br>\nDer Gedenkakt f&uuml;r die Verstorbenen der Pandemie hat geschmerzt. Nicht wegen der berechtigten Trauer, sondern wegen der Politisierung der Opfer [&hellip;]<br>\nDenn was als Gedenken f&uuml;r die Toten angek&uuml;ndigt worden war, bekam eine derart politische Schlagseite, dass es beim Zusehen schmerzte. Bundespr&auml;sident Frank-Walter Steinmeier machte &ndash; eingebettet in Schilderungen privater Schicksale &ndash; gar nicht erst den Versuch, das politische Momentum hinter der Inszenierung zu verbergen.<br>\nDer Sozialdemokrat hob zu einer moralinen Verteidigung &ldquo;der Politik&rdquo; an, was sich im Manuskript seiner Redenschreiber dann so klang: &ldquo;Die Politik musste schwierige, manchmal tragische Entscheidungen treffen, um eine noch gr&ouml;&szlig;ere Katastrophe zu verhindern.&rdquo; Sicherlich: Steinmeier lie&szlig; auch Fehler nicht unerw&auml;hnt. Doch um die ging es bei der Veranstaltung am Berliner Gendarmenmarkt nicht. [&hellip;]<br>\nDas staatliche Gedenken an die Corona-Toten wirft in seiner moralischen Dimension noch eine weitere zentrale Frage auf, um die man nicht umher kommt. Wessen wird hier eigentlich gedacht, wer z&auml;hlt als Opfer der Pandemie? Schon jetzt weisen Fachgesellschaften und -organisationen auf die zu erwartenden verheerenden Folgen gleicherma&szlig;en der Pandemie wie der Pandemie-Ma&szlig;nahmen hin. Die Debatte um die Entwicklung der Suizidzahlen hat gerade erst begonnen und entwickelt sich bisweilen in einer f&uuml;r die Ma&szlig;nahmenverantwortlichen unangenehme Richtung.<br>\nWie mag das Gedenken in Berlin auf jene gewirkt haben, die &ndash; noch inmitten der Seuche &ndash; Angeh&ouml;rige durch Suizid verloren haben, durch nicht behandelte onkologische Erkrankungen oder isch&auml;mische Leiden? Seit einem Jahr laufen Gesundheitswesen und Krankenh&auml;user in Notbetrieb, viele notwendige Behandlungen bleiben aus, Pr&auml;vention findet kaum mehr statt. Wer z&auml;hlt die Opfer der staatlichen Entscheidung, die zu dieser andauernden Notlage gef&uuml;hrt haben, wer steht ihren Hinterbliebenen zur Seite?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Lasst-die-Corona-Toten-ruhen-6018935.html?seite=all\">Harald Neuber auf Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>US-Wirtschaft und Corona &ndash; Ein Aufschwung nur f&uuml;r die Wohlhabenden<\/strong><br>\nDie Wall Street feiert den n&auml;chsten Boom, das abgeh&auml;ngte Amerika leidet weiter. In der Corona-Krise ist die Prekarisierung der Arbeit weiter vorangeschritten. [&hellip;]<br>\nGlaubt man den Aktienindizes, hat die US-Wirtschaft sogar schon jetzt volle Fahrt aufgenommen. Nach einem deutlichen Knick zu Beginn der Covid-Krise im vergangenen Jahr verzeichnet der S&amp;P-500-Index wieder Rekordwerte und steht aktuell bei knapp 4.170 Punkten. Doch der Aufschwung hat einen Haken: Der Boom kommt gr&ouml;&szlig;tenteils den Wohlhabenden zugute. Den reichsten zehn Prozent der US-Bev&ouml;lkerung geh&ouml;rten zu Beginn der Krise mehr als 87 Prozent der Aktien. Allein Jeff Bezos, dessen Unternehmen Amazon stark von der zunehmenden Nachfrage an gelieferten Waren profitierte, steigerte sein Verm&ouml;gen seit Ausbruch der Pandemie von 113 auf 157 Milliarden Dollar &ndash; die Zahl der Milliard&auml;re in den USA wuchs um 30 Prozent. F&uuml;r die Reichen im Land wirkt es schon jetzt, als h&auml;tte es nie eine Krise gegeben.<br>\nDas gilt auch f&uuml;r Besserverdiener, die w&auml;hrend der Pandemie kaum von Arbeitslosigkeit betroffen waren. Laut einer Datenerhebung mehrerer US-Universit&auml;ten sank die Besch&auml;ftigtenrate im Hochlohnbereich anfangs zwar um fast elf Prozent, hat sich aber mittlerweile wieder nahezu auf Vorkrisenniveau eingependelt. Viele gut bezahlte B&uuml;rojobs waren kaum betroffen: Statt in den Hochh&auml;usern der Innenstadt arbeitete man eben von zu Hause aus. Gr&ouml;&szlig;ere Entlassungswellen gab es kaum.<br>\nDoch der &uuml;berschaubaren Zahl der Krisengewinner stehen Millionen Verlierer gegen&uuml;ber. Wie so h&auml;ufig handelt es sich dabei vornehmlich um die Armen im Land. Vor allem der Stillstand im Hotel- und Gastgewerbe hat zu einem Einbruch der Besch&auml;ftigtenzahlen im Niedriglohnsektor gef&uuml;hrt, der bis heute nicht abgeklungen ist. Um zeitweise mehr als 37 Prozent sank die Besch&auml;ftigtenzahl bei den Arbeitnehmern, die weniger als 27.000 Dollar im Jahr verdienen. Und noch immer liegt sie knapp 30 Prozent unter dem Vorkrisenniveau, denn viele Bundesstaaten &ouml;ffnen ihre Wirtschaft nur langsam &ndash; zudem gingen laut Daten der National Restaurant Association mehr als 110.000 Gastronomiebetriebe w&auml;hrend der Pandemie pleite.<br>\nUnd mit der Arbeitslosigkeit kam f&uuml;r viele US-Amerikaner die Armut. Unter den Menschen, die lediglich einen High-School-Abschluss erreicht haben, stieg die Armutsrate von 16,7 Prozent im vergangenen Juni auf 21,8 Prozent im Februar. Im vergangenen Herbst gingen Bilder von langen Autoschlangen vor den Essensausgaben um die Welt, weil Millionen Menschen in den USA sich kaum mehr Lebensmittel leisten konnten. Immerhin verabschiedete der Kongress in den vergangenen 13 Monaten insgesamt drei Hilfspakete, die neben einem erh&ouml;hten Arbeitslosengeld unter anderem auch jeweils Einmalzahlungen f&uuml;r die meisten US-Haushalte, R&auml;umungsmoratorien f&uuml;r Mieter sowie einen Tilgungsstopp f&uuml;r Hausbesitzer vorsahen. Mit den entschiedenen Ma&szlig;nahmen des US-Kongresses konnten zumindest kurzfristig Massenr&auml;umungen und Obdachlosigkeit verhindert werden, die den Nachgang der Finanzkrise von 2008 gepr&auml;gt hatten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/2021-04\/us-wirtschaft-corona-krise-boom-aktienmarkt-reichtum-armut-soziale-ungleichheit\">ZEIT<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Das ist alles sehr schlimm. Allerdings ist die Lage in Deutschland nicht so viel besser und die Tendenz zur Prekarisierung genauso schlimm. Nur dar&uuml;ber wird nicht so gerne gesprochen, nicht von der Bundesregierung und nicht von den angeblichen Qualit&auml;tsmedien. Stattdessen gibt es <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/wirtschaft\/2021-04\/deutsche-bundesbank-corona-krise-geldvermoegen-haushalte-deutschland-rekordhoch\">Jubelmeldungen &uuml;ber den drastisch gestiegenen (Geld-)Reichtum in Deutschland<\/a>, aber tats&auml;chlich ohne jede Angabe zur Verteilung. Und die sieht einfach ziemlich schlecht aus.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Der Krieg gegen Russland hat begonnen &ndash; an den M&auml;rkten (2)<\/strong><br>\nDie neue US-Sanktionen gegen Russland sind nicht so harmlos, wie sie scheinen. Sie zielen auf den Markt f&uuml;r russische Staatsanleihen &ndash; und k&ouml;nnten jederzeit auch auf europ&auml;ische Firmen ausgeweitet werden. Stichtag: 14. Juni.<br>\nAb diesem Datum wird es amerikanischen Banken und Finanzfirmen verboten, neue Schuldtitel aus Russland zu kaufen. Alte Staatsanleihen sind zun&auml;chst nicht betroffen, schreibt die &ldquo;New York Times&rdquo;. Das k&ouml;nnte jedoch jederzeit kommen.<br>\nBut it does not stop American institutions from dealing in previously issued Russian bonds. And it does not, for now, apply to foreign banks or investment firms &mdash; the way the United States extended the reach of sanctions on Iran.<br>\nNew York Times<br>\nAls &ldquo;Vorbild&rdquo; gelten die Sanktionen gegen Iran. Dort haben die USA es auch europ&auml;ischen Unternehmen bei Strafandrohung untersagt, zu investieren. Die EU hat es nicht fertig gebracht, dem etwas entgegenzusetzen.<br>\nUmso erstaunlicher ist es, dass sich die EU nun den Russland&ndash;Sanktionen der EU anschlie&szlig;t. Wei&szlig; man denn nicht, dass US-Pr&auml;sident Biden mit einer weiteren Versch&auml;rfung droht &ndash; und &ldquo;extraterritioriale&rdquo; Sanktionen nicht ausschlie&szlig;t?<br>\nDiese w&uuml;rden dann auch EU-Unternehmen treffen. Bei den Sanktionen gegen die Gaspipeline Nord Stream 2 ist dies bereits der Fall.<br>\nDort wehrt sich die deutsche Bundesregierung noch &ndash; im Fall den neuen Anti-Russland&ndash;Sanktionen hat sie aber bereits jede Gegenwehr aufgegeben&hellip;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/lostineu.eu\/der-krieg-gegen-russland-hat-begonnen-an-den-maerkten-2\/%20\">Lost in Europe<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Krake Blackrock<\/strong><br>\nDie Regulierung der Banken zeigt Wirkung. Doch mittlerweile gibt es andere Finanzinstitute, die systemrelevant sind, aber kaum &uuml;berwacht werden. (&hellip;)<br>\nDer amerikanische Verm&ouml;gensverwalter Blackrock ist daf&uuml;r das bekannteste Beispiel.<br>\nEinem Kraken &auml;hnlich beeinflusst er &uuml;ber seine Beteiligungen nicht nur fast alle Aktiengesellschaften rund um den Erdball, sondern mischt auch noch als Berater bei Aufsichtsbeh&ouml;rden und Notenbanken mit. Das birgt Interessenskonflikte, ebenso das Datenbanksystem Aladdin, nach dem sich sehr viele Kapitalmarktteilnehmer ausrichten. Blackrock setzt nicht nur in der Verm&ouml;gensverwaltung dank seiner erfolgreichen ETF-Produkte Ma&szlig;st&auml;be, sondern auch an den Finanzm&auml;rkten.<br>\nEine strengere &Uuml;berwachung, wie sie die B&uuml;rgerbewegung Finanzwende fordert, ist w&uuml;nschenswert. Doch l&auml;sst sich diese nicht &uuml;ber einen nationalen Alleingang erreichen. Das Vorgehen muss international abgestimmt werden &ndash; das erfordert Geduld.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/finanzen\/mit-seiner-dominanz-gleicht-blackrock-einem-kraken-17291538.html%20\">Frankfurter Allgemeine<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Eine schl&uuml;ssige Begr&uuml;ndung f&uuml;r die Annahme, dass ein nationaler Alleingang nicht f&uuml;r strengere &Uuml;berwachung sorgen k&ouml;nne, bleibt der Kommentar schuldig. Auf den NachDenkSeiten k&ouml;nnen Sie zahlreiche Beitr&auml;ge und Hinweise &uuml;ber Blackrock finden. Hier einige Beispiele:<\/em><\/p>\n<ol type=\"a\">\n<li><em><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=59569\">Die Gewinner der Krise &ndash; BlackRock und Co. kassieren gleich doppelt<\/a><\/em><\/li>\n<li><em><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=57642\">Fr&uuml;hst&uuml;ck mit BlackRock und Co.<\/a><\/em><\/li>\n<li><em><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=60239\">BlackRock als Regelgeber f&uuml;r Banken? Wie kam die EU auf diese Schnapsidee?<\/a><\/em><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>&bdquo;Zeitbombe&ldquo; steigender Kreditausf&auml;lle tickt lauter<\/strong><br>\nErneut sollen &uuml;ber Bad Banks die Kosten f&uuml;r Bankenrettungen auf den Steuerzahler abgew&auml;lzt werden, da &bdquo;nichts gegen die strukturellen Schw&auml;chen&ldquo; unternommen wurde, gibt die Bankenaufsicht zu<br>\nEs ist eigentlich fast erstaunlich, dass ein Jahr nach dem Ausbruch der Corona-Pandemie die Kreditausfallquoten in vielen L&auml;ndern noch immer nicht deutlich angestiegen sind. Denn das Bruttoinlandsprodukt (BIP), also die j&auml;hrliche Wirtschaftsleistung, ist zum Teil sogar massiv eingebrochen. In einigen EU-L&auml;ndern war der Einbruch wie in Spanien 2020 zweistellig, die Wirtschaft ist dort sogar um fast elf Prozent in die Knie gegangen, st&auml;rker als zum Beispiel im Zweiten Weltkrieg.  Doch das ist eine tr&uuml;gerische Lage, die durch Corona-Ma&szlig;nahmen verschleiert wird.<br>\nDeshalb werden nun die Warnungen lauter, die vor faulen Krediten oder verst&auml;rkten Kreditausf&auml;llen warnen. Auch im &bdquo;Handelsblatt&ldquo; wurde k&uuml;rzlich auf &bdquo;wachsende Kreditausfallrisiken&ldquo; hingewiesen. Demnach drohen die gr&ouml;&szlig;ten Ausf&auml;lle bei den Banken ab 2022, weil sich die Folgen der Pandemie &bdquo;erst nach und nach in den Bilanzen&ldquo; niederschlagen w&uuml;rden.<br>\nAuch die Bankenaufsicht in der Europ&auml;ischen Zentralbank (EZB) hat schon die Kreditinstitute im Euro&#8209;Raum aufgefordert, sich auf einen Anstieg der faulen Kredite einzustellen, die im Fachjargon &bdquo;non performing loans&ldquo; (NPL) genannt werden.<br>\nGewarnt hat sie auch dabei vor m&ouml;glichen &bdquo;Klippeneffekten&ldquo;, wenn R&uuml;ckzahlungsmoratorien und andere staatliche Unterst&uuml;tzungsma&szlig;nahmen allm&auml;hlich auslaufen, die als Corona-Hilfsnahmen in Kraft gesetzt wurden. Deshalb m&uuml;sse sichergestellt werden, &bdquo;dass Banken sich angemessen auf die kommende Zunahme der NPLs vorbereiten&ldquo;, erkl&auml;rte der Vorsitzende des EZB-Bankenaufsichtsmechanismus Andrea Enria.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.buchkomplizen.de\/blog\/thema-der-woche\/zeitbombe-steigender-kreditausfaelle-tickt-lauter\/%20\">Ralf Streck bei den Buchkomplizen<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Ran an die Obermittelschicht!<\/strong><br>\nIn der Umverteilungspolitik fordern die Parteien viel zu wenig. Die h&ouml;here Mittelschicht muss mit ins Boot genommen werden. (&hellip;)<br>\nDie obere Mittelschicht mit ihrem erheblichen Privatbesitz wird ziemlich geschont. Die SPD will laut Wahlprogramm eine Verm&ouml;gensteuer von j&auml;hrlich 1 Prozent f&uuml;r &bdquo;sehr hohe Verm&ouml;gen&ldquo; einf&uuml;hren. Die Gr&uuml;nen sprechen sich f&uuml;r eine Verm&ouml;gensteuer von 1 Prozent aus, wobei Freibetr&auml;ge von 2&#8197;Millionen Euro pro Person gelten sollen. Die Linkspartei will Verm&ouml;gen von &uuml;ber 1&#8197;Million Euro mit einem Satz ab 1&#8197;Prozent besteuern, der dann erst bei hohen Verm&ouml;gen steigt. (&hellip;)<br>\nIn Sachen Erbschaftsteuer sind SPD und Linke lediglich daf&uuml;r, die privilegierte Freistellung f&uuml;r Erben von Betriebsverm&ouml;gen einzuschr&auml;nken. Wer etwas unter 1 bis 2 Millionen Euro besitzt, pro Person wohlgemerkt, gilt also noch als &shy;schonungsbed&uuml;rftig. Fr&uuml;her war man weniger zimperlich im Umgang mit Wohlhabenden. Wer ein langes politisches Ged&auml;chtnis hat, erinnert sich noch an die Ideen der Gr&uuml;nen in den 90er Jahren, die Erbschaftsteuer auf 30 Prozent anzuheben. Bis 1996 gab es die Verm&ouml;gensteuer:<br>\nSie betrug j&auml;hrlich 1 Prozent auf ein Verm&ouml;gen, das die Freigrenze von pro Person 120.000 Mark, also umgerechnet etwa 60.000 Euro, &uuml;berstieg (inklusive Immobilien). Die historische Inflation ber&uuml;cksichtigt, m&uuml;sste ein entsprechender Freibetrag heute bei 84.000 Euro liegen. Doch die Forderung nach einer Verm&ouml;gensteuer von 1 Prozent auf alle Verm&ouml;gen &uuml;ber 84.000 Euro k&auml;me heute einem politischen Selbstmord gleich.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/taz.de\/Umverteilung-der-Steuerlast\/!5764229\/%20\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Sehr richtige Punkte: auch Verm&ouml;gen von ein paar Hunderttausend Euro sind hoch genug, um von der Erbschaftsteuer getroffen zu werden, und vor allem sollten die Millionen Euro hohen Betriebsverm&ouml;gen beim Erben wieder ordentlich besteuert werden. (Wer hat die Erbschaftsteuer auf Betriebsverm&ouml;gen &uuml;berhaupt abgeschafft? Richtig, SPD und Union zusammen, 2008.) Es fehlt aber trotzdem die Wiedererh&ouml;hung der Kapitalertragsteuer vom heute unm&ouml;glich niedrigen Satz (15 Prozent) auf wenigstens 40 Prozent, wenn man ordentliche Umverteilung will. Und ganz am Anfang muss die Forderung nach deutlich h&ouml;heren L&ouml;hnen stehen: es geht zuerst um eine richtige Verteilung und erst anschlie&szlig;end um Umverteilung von oben nach unten. Man sieht an den Wahlprogrammen der sich angeblich als halblinks oder links verstehenden Parteien, wie gro&szlig; in den letzten Jahrzehnten die Gew&ouml;hnung an die neoliberalen Zust&auml;nde geworden ist. <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Eigentum verpflichtet. Nur wozu?<\/strong><br>\nZum Beispiel dazu, den Mietendeckel nicht einfach zu entsorgen. Die Wohnungsnot in den Gro&szlig;st&auml;dten sollte dem Bundesverfassungsgericht nicht egal sein.<br>\nWas hilft das Grundrecht auf Unverletzlichkeit der Wohnung, wenn man keine hat und keine findet? Und was hilft dieses Grundrecht, wenn das Wohnen so teuer ist, dass man es sich nicht leisten kann? Das Bundesverfassungsgericht hat sich diese Fragen bei seiner Entscheidung &uuml;ber den Mietpreisdeckel in Berlin nicht gestellt. Es hat den Berliner Mietpreisdeckel einfach weggeworfen, ohne sich um dessen Sinn und Zweck und um dessen Grundanliegen zu k&uuml;mmern. (&hellip;)<br>\nDas Eigentum wird gew&auml;hrleistet. Das ist der eine Satz des Grundgesetzes. Der zweite: Eigentum verpflichtet. Das Verfassungsgericht h&auml;tte dem Wohl der Allgemeinheit dienen k&ouml;nnen, wenn es ein paar Wegweiser aufgestellt h&auml;tte, wie dieses Allgemeinwohl im Wohnungswesen und im Mietrecht verwirklicht werden kann. Eigentum verpflichtet: Wenn dieser Satz in den vergangenen zwanzig Jahren geachtet worden w&auml;re, w&auml;ren Wut und Zorn der Mieter nicht so gro&szlig;. In einer fr&uuml;heren Entscheidung hat das Bundesverfassungsgericht festgestellt: &ldquo;Die Privatwohnung ist als letztes Refugium ein Mittel zur Wahrung der Menschenw&uuml;rde.&rdquo; Dies zeigt das Gewicht der Fragen, um die es geht &ndash; und die das Verfassungsgericht diesmal nicht beantworten, ja nicht einmal ansprechen wollte.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/prantl-berlin-miete-mietendeckel-1.5268261\">Heribert Prantl in S&uuml;ddeutsche Zeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Ausnahmsweise ohne Grundrechte<\/strong><br>\nSo ein bisschen Ausnahmezustand kann unsere Demokratie doch wohl verkraften, oder? Dass man nach dem Notstand wieder zur&uuml;ckswitcht in die Normalit&auml;t, so lehrt uns die Geschichte, ist eher ein Ausnahmezustand.<br>\nWas hat sich der gute Heribert Prantl doch aufgeregt vor einigen Wochen: Bei &raquo;Talk im Hanger&laquo;, einer Sendung auf dem &ouml;sterreichischen Sender Servus TV. Da der Sender Dietrich Mateschitz geh&ouml;rt, Miteigent&uuml;mer von Red Bull, dem man immer wieder mal nachsagt, er sei rechtsoffen, bekam Prantl &uuml;berhaupt schon seine Anwesenheit vorgeworfen. Dabei hat er dort ganz richtige Sachen gesagt. Er fand es fatal, dass Grundrechte so lange ausgesetzt sind, sprach vom Langzeitschaden &ndash; Long Covid? &ndash; f&uuml;r die Demokratie. Z&uuml;rnte, weil er sich noch an die RAF-Zeit erinnern k&ouml;nne: Damals war auch Ausnahmezustand &ndash; viele Gesetze der damaligen Zeit seien uns erhalten geblieben, obgleich sie weg k&ouml;nnten.<br>\nSein Zorn f&uuml;r die Werte der Demokratie, strahlte dann ironischerweise also ein Sender aus, den man als rechtsoffen deklariert. Man muss grunds&auml;tzlich &uuml;berdenken, welche Label man austeilt. Dass Rechtsoffene demokratiefeindlich w&auml;ren, l&auml;sst sich so doch nur noch schwerlich halten. Es war ja auch nicht die AfD, die die Grundrechte ausknipste, die die B&uuml;rger in jeder Lebenslage analysiert und bewertet. Unsere Meinungsmacher befinden sich offenbar auch im Ausnahmezustand. Aber das ist eine andere Geschichte, und nicht die, die wir heute durchexerzieren wollen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.neulandrebellen.de\/2021\/04\/ausnahmsweise-ohne-grundrechte\/\">Roberto J. De Lapuente auf den Neulandrebellen<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Karlsruhe schiebt Corona-Demos Riegel vor<\/strong><br>\nIn Stuttgart sind Demonstrationen gegen die Corona-Ma&szlig;nahmen heute nicht erlaubt. Das Bundesverfassungsgericht best&auml;tigte im Eilverfahren entsprechende Verbote. Auch in Dresden will die Stadt tumultartige Szenen wie am Karsamstag unbedingt verhindern. Die Polizei bereitet sich dennoch auf Probleme vor. (&hellip;)<br>\nBundesjustizministerin Christine Lambrecht rief in einem Zeitungsinterview die Polizei zu einem harten Vorgehen bei Corona-Demonstrationen auf. Wenn es zu strafbaren Handlungen oder massiven Verst&ouml;&szlig;en gegen den Infektionsschutz komme, m&uuml;sse &ldquo;glasklar eine rote Linie gezogen&rdquo; werden, sagte die Politikerin den Zeitungen der Funke Mediengruppe. &ldquo;Neben der strafrechtlichen Verfolgung geh&ouml;rt dazu auch, dass Demonstrationen als letzte Konsequenz durch die Polizei aufgel&ouml;st werden m&uuml;ssen&rdquo;, sagte sie.<br>\nDas Verhalten einiger Teilnehmer bei Protesten gegen die von der Regierung verh&auml;ngten Corona-Ma&szlig;nahmen bezeichnete Lambert als &ldquo;absolut nicht hinnehmbar&rdquo;. &ldquo;Wir k&ouml;nnen nicht von den Menschen erwarten, dass sie sich in ihrem Privatleben sehr stark einschr&auml;nken, w&auml;hrend sich zugleich andere bei Corona-Demonstrationen &uuml;ber alle Regeln hinwegsetzen&rdquo;, betonte sie. Bei Protesten der sogenannten Querdenker-Bewegung habe es Grenz&uuml;berschreitungen gegeben, die &ldquo;eine Gefahr f&uuml;r die Meinungsfreiheit und f&uuml;r unsere Demokratie&rdquo; seien. Die Ministerin verwies unter anderem auf die Bedrohung von Wissenschaftlern und Politikern sowie gewaltsame Angriffe auf Journalisten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/politik\/Karlsruhe-schiebt-Corona-Demos-Riegel-vor-article22496768.html%20\">n-tv<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung J.K.:<\/strong> Die Bundesjustizministerin, die eigentlich dem Schutz der Grundrechte verpflichtet sein sollte, pl&auml;diert daf&uuml;r, jede Kritik an der Coronapolitik der Bundesregierung mit Polizeigewalt zu unterdr&uuml;cken. <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Ein Geldstapel h&ouml;her als der Mount Everest<\/strong><br>\nAm heutigen Montag findet im Innenausschuss des Bundestags eine Anh&ouml;rung &uuml;ber den Gesetzentwurf zur Abl&ouml;sung der Staatsleistungen an die Kirchen statt. Die dazu eingeladenen Sachverst&auml;ndigen stehen entweder in enger Beziehung zu den Kirchen oder pl&auml;dieren f&uuml;r hohe Entsch&auml;digungsleistungen des Staates. Dagegen richtet sich nun der Protest s&auml;kularer Organisationen. (&hellip;)<br>\nDas (von der gbs gegr&uuml;ndete) Institut f&uuml;r Weltanschauungsrecht (ifw) hatte bereits im vergangenen Dezember einen &Auml;nderungsantrag zum aktuellen Gesetzentwurf vorgelegt. Au&szlig;erdem hat ifw-Koordinatorin Jacqueline Neumann nun einen juristischen &Uuml;berblicksartikel zum &ldquo;Verfassungsauftrag: Grunds&auml;tzegesetz zur Abl&ouml;sung der Staatsleistungen an die Kirchen&rdquo; in der ersten Ausgabe der Online-Zeitschrift &ldquo;Weltanschauungsrecht Aktuell&rdquo; ver&ouml;ffentlicht.<br>\nAls die Kirchen 2016 erstmals mehr als eine halbe Milliarde Euro an j&auml;hrlichen Staatsleistungen erhielten, fand gbs-Vorstandssprecher Michael Schmidt-Salomon f&uuml;r diesen Sachverhalt deutliche Worte, die auch f&uuml;nf Jahre sp&auml;ter aktuell geblieben sind: &ldquo;Angesichts der Milliardenbetr&auml;ge, die in den letzten Jahrzehnten verfassungswidrig vom Staat an die Kirchen geflossen sind, ist die Abl&ouml;sesumme f&uuml;r die Staatsleistungen l&auml;ngst beglichen. Tats&auml;chlich hat der Staat ein Vielfaches von dem gezahlt, was den Kirchen im Jahr 1919 zugestanden h&auml;tte.&rdquo; Kritikern, die meinen, der Staat m&uuml;sse die Kirchen weiterhin f&uuml;r Territoriumsverluste vor 200 Jahren entsch&auml;digen, empfahl Schmidt-Salomon, &ldquo;sich bewusst machen, auf welchen Wegen die Kirchen dereinst zu ihren Besitzt&uuml;mern gelangt sind&rdquo;: &ldquo;H&auml;tten die Kirchen die Opfer ihrer Kriminalgeschichte &auml;hnlich gro&szlig;z&uuml;gig entsch&auml;digt, wie sie selbst vom deutschen Staat entsch&auml;digt wurden, h&auml;tten sie l&auml;ngst Konkurs anmelden m&uuml;ssen.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.giordano-bruno-stiftung.de\/meldung\/staatsleistungen-mount-everest\">giordano bruno stiftung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Nord Stream 2 &ndash; Der wahre Grund f&uuml;r den Abscheu der US-Regierung<\/strong><br>\nDie USA wollen einen negativen Einfluss der Nord-Stream-2-Kontroverse auf die Beziehungen zu Deutschland nicht zulassen, ernennen aber zeitgleich einen Sonderbeauftragten, um das Pipeline-Projekt noch zu stoppen. Der Grund daf&uuml;r hat nichts mit dem Schutz Europas zu tun.<br>\nRT DE hat diese Woche einen Bericht ver&ouml;ffentlicht, in dem es hei&szlig;t, dass die Administration von US-Pr&auml;sident Joe Biden derzeit in Gespr&auml;chen ist, Amos Hochstein auf eine Position als &ldquo;Sonderbeauftragter f&uuml;r Nord Stream 2&rdquo; zu berufen. Hochstein war bis letztes Jahr Vorstandsmitglied des ukrainischen Gasunternehmens Naftogaz. Er ist auf beiden Seiten des Atlantiks sehr gut vernetzt, und sein Hauptziel wird es sein, alle ihm zur Verf&uuml;gung stehenden Mittel zu nutzen, um dem Gaspipeline-Projekt zu schaden. (&hellip;&hellip;)<br>\nVergessen Sie alles, was Sie bisher von den westlichen Quasselstrippen &uuml;ber Nord Stream 2 geh&ouml;rt haben. Die Regierung der Vereinigten Staaten ist nicht an Menschenrechten, der Umwelt oder daran interessiert, dass US-amerikanische Produzenten ihr Fracking-Gas nach Europa verkaufen k&ouml;nnen. Die Regierung der Vereinigten Staaten ist als Emittent der Weltreservew&auml;hrung nur an einer Sache interessiert: der Proliferation des US-Dollars. Diese einzige Tatsache ist alles, was man begreifen muss, um die Au&szlig;enpolitik der USA wirklich zu verstehen.<br>\nWas bedeutet das in der Praxis? Es bedeutet einfach, dass die US-Regierung, in Absprache mit der US-Notenbank, die F&auml;higkeit hat, ihre W&auml;hrung nach Belieben zu drucken, einfach weil sie der Emittent der Weltreservew&auml;hrung ist und ihre Inflation in die &uuml;brigen Nationen der Welt exportieren kann. Jede Nation, die sich im internationalen Handel engagieren m&ouml;chte, einschlie&szlig;lich des Kaufs von Rohstoffen wie Erdgas oder &Ouml;l, muss riesige Dollarreserven vorhalten, um ihre K&auml;ufe zu erm&ouml;glichen. (&hellip;)<br>\nWas jede Nation betrifft, die sich vom US-Dollar befreien will, so wissen wir nur zu gut, was USA f&uuml;r sie bereith&auml;lt. Zur Erinnerung hier einige Beispiele f&uuml;r Nationen, die sich weigerten, die Dollar-Hegemonie zu akzeptieren: Irak, Libyen, Iran, Venezuela, Ukraine, Syrien. Das ist der Punkt, an dem die Russische F&ouml;deration ins Spiel kommt. Wer wirklich verstehen will, warum das US-Establishment Russland unter Wladimir Putin hasst, muss nur die Rolle des Dollars auf der Welt verstehen. Russland ist eine direkte Bedrohung f&uuml;r die Proliferation des US-Dollars. (&hellip;)<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/de.rt.com\/meinung\/115941-nord-stream-2-der-wahre-grund-fuer-den-abscheu-der-us-regierung\/\">RT DE<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Die USA verstehen &ndash; nicht immer ist es ganz einfach<\/strong><br>\nEin Blick hinter die Kulissen zeigt: Der neue Aussenminister Antony Blinken will die globale F&uuml;hrungsrolle der USA sogar ausbauen.<br>\n&laquo;Tout comprendre c&rsquo;est tout pardonner&raquo; &ndash; Alles verstehen heisst alles entschuldigen &ndash; so ein franz&ouml;sisches Sprichwort. Doch auch sogenannte Volksweisheiten k&ouml;nnen gef&auml;hrlich sein. Um k&uuml;nftige Kriege zu vermeiden, m&uuml;ssen wir versuchen, die Anderen zu verstehen &ndash; ohne damit zu signalisieren, dass wir f&uuml;r Alles und Jedes Verst&auml;ndnis haben oder es gar entschuldigen. Im Gegenteil: Auch um uns gegen etwas zu wehren, m&uuml;ssen wir es zuerst verstehen.<br>\nVerstehen wir die USA? Ihre Politik unter Donald Trump und jetzt unter Joe Biden?<br>\n&laquo;Kaum einen Monat im Amt, lie&szlig; der neue US-Pr&auml;sident Joe Biden am 26. Februar Stellungen proiranischer Milizen in Syrien bombardieren; auch er startete damit wie bereits andere Pr&auml;sidenten vor ihm mit einer v&ouml;lkerrechtlich nicht gedeckten Milit&auml;raktion. Es folgten klare Kampfansagen gegen&uuml;ber China und Russland (Putin sei ein &bdquo;Killer&ldquo;, so der US-Pr&auml;sident). Amerikas R&uuml;ckkehr auf die Weltb&uuml;hne, die Biden am 19. Februar in seiner Rede auf der virtuellen M&uuml;nchner Sicherheitskonferenz angek&uuml;ndigt hatte, besitzt also erhebliches Eskalationspotential. Umso dringlicher stellt sich die Frage, welches au&szlig;enpolitische Denken die neue US-Regierung bei ihrer Politik leitet. Kaum jemand k&ouml;nnte f&uuml;r einen Einblick in die strategische Rationalit&auml;t Washingtons geeigneter sein als Robert Kagan. Der Historiker, verheiratet mit der fr&uuml;heren Assistant Secretary of State Victoria Nuland (bekannt f&uuml;r ihr &bdquo;Fuck the EU&ldquo; in der Ukraine-Krise 2014), beriet schon die Regierung George W. Bushs und geh&ouml;rte in den vergangenen Jahren zu den sch&auml;rfsten konservativen Kritikern Donald Trumps. Gemeinsam mit dem heutigen US-Au&szlig;enminister Anthony Blinken pl&auml;dierte Kagan im Januar 2019 in der &lsaquo;Washington Post&rsaquo; f&uuml;r eine Abkehr von der &lsaquo;America First&rsaquo;-Politik und f&uuml;r eine erneuerte globale F&uuml;hrungsrolle der Vereinigten Staaten.&raquo;<br>\nMit diesem redaktionellen Vorspann publizieren die &laquo;Bl&auml;tter f&uuml;r deutsche und internationale Politik&raquo; in ihrer neusten Ausgabe einen zuerst in der US-Zeitschrift &laquo;Foreign Affairs&raquo; erschienenen Artikel des US-amerikanischen Opinionleaders Robert Kagan, jetzt auch in deutscher Sprache. (&hellip;)<br>\nDem Historiker kann es die Sprache verschlagen, zu sehen, wie diese beiden prominenten und h&ouml;chst einflussreichen US-Amerikaner mit den historischen Fakten umgehen. Es waren nicht die USA, es war die damalige F&uuml;hrung der Sowjetunion, die den Weg zur Beendigung des Kalten Krieges freimachte. Es waren nicht die Amerikaner, es waren der Russe Michail Gorbatschow und der Deutsche Helmut Kohl, die die Wiedervereinigung Deutschlands vereinbarten, die USA mussten nur noch ja dazu sagen. In Georgien war es nicht Russland, es war der damalige georgische Staatspr&auml;sident Mikheil Saakashvili, der den Kaukasus-Krieg 2008 mit einem Angriff auf S&uuml;dossetien er&ouml;ffnete, wie eine grossangelegte internationale Untersuchung unter der Leitung der Schweizer Diplomatin Heidi Tagliavini es aufgezeigt hat. In der Ukraine waren es ukrainische Separatisten, die nach dem von den USA unterst&uuml;tzten Putsch gegen Wiktor Janukowytch 2014 auf dem Kiever Maidan die Unabh&auml;ngigkeit von Donezk und Luhansk ausgerufen haben. Und haben die USA &laquo;mit ihrer US-Diplomatie&raquo;, wie Kagan schreibt, Jugoslawien den Frieden gebracht, wo sie doch massiv bombardiert haben und wo das Kosovo heute, mehr als zwanzig Jahre sp&auml;ter, immer noch von der der NATO unterstellten Ordnungstruppe KFOR unter Kontrolle gehalten werden muss, mit &ndash; Stand 2021 &ndash; 3300 Soldaten aus 26 L&auml;ndern?<br>\nUnd und und.<br>\nUm die USA zu verstehen, m&uuml;ssen wir genau solche Texte der US-amerikanischen Opinionleader lesen und ernst nehmen. Dann verstehen wir auch, warum der Direktor des &ndash; nicht vom Kreml, sondern aus den USA bezahlten &ndash; &laquo;Carnegie Moskow Center&raquo; Dmitri Trenin uns Europ&auml;ern vor ein paar Wochen den dringlichen Rat gab: &laquo;Fasten your Seatbelt&raquo;. Oder in unserer deutschen Sprache: Wenn der Aussenminister der milit&auml;rischen Grossmacht USA argumentativ so daf&uuml;r eintritt, die globale F&uuml;hrungsrolle der USA nicht nur wiederherzustellen, sondern sogar auszubauen, gilt es, Klimawandel hin oder her, sich f&uuml;r die n&auml;chsten Monate und Jahre warm anzuziehen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.infosperber.ch\/politik\/die-usa-verstehen-nicht-immer-ist-es-ganz-einfach\/%20\">Infosperber<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Ukrainischer Botschafter droht mit atomarer Aufr&uuml;stung<\/strong><br>\nDie Ukraine erw&auml;gt den Aufbau eines Atomwaffenarsenals, sollte das Land nicht Mitglied des Verteidigungsb&uuml;ndnisses Nato werden. &raquo;Entweder sind wir Teil eines B&uuml;ndnisses wie der Nato und tragen auch dazu bei, dass dieses Europa st&auml;rker wird, (&hellip;) oder wir haben eine einzige Option, dann selbst aufzur&uuml;sten&laquo;, sagte der ukrainische Botschafter in Deutschland, Andrij Melnyk, im Deutschlandfunk.<br>\nKiew werde dann &raquo;vielleicht auch &uuml;ber einen nuklearen Status&laquo; nachdenken. &raquo;Wie sonst k&ouml;nnen wir unsere Verteidigung garantieren?&laquo;, sagte Melnyk. 1994 hatte das Land den Verzicht auf das auf ukrainischem Territorium lagernde drittgr&ouml;&szlig;te Atomwaffenarsenal der Welt aus sowjetischen Zeiten erkl&auml;rt. Im Gegenzug verpflichteten sich die USA, Gro&szlig;britannien und Russland, die Grenzen der Ukraine zu achten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/ukraine-botschafter-droht-mit-atomarer-aufruestung-a-de71361f-d7f6-40fb-a62c-99b8aaa172da\">Spiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Es sollen u.a. &ldquo;Truppenaufm&auml;rschen auf russischem und ukrainischem Gebiet&rdquo; stattfinden. Die F&uuml;hrung der Ukraine f&uuml;hlt sich dem Vernehmen nach bedroht und m&ouml;chte Russland verbieten, seine eigenen Truppen &uuml;berall auf dem russischen Staatsgebiet verlegen zu d&uuml;rfen. Diese Drohung soll offensichtlich dazu dienen, die NATO-Mitgliedstaaten dazu zu bewegen, die Ukraine in das Milit&auml;rb&uuml;ndnis aufzunehmen. Das w&uuml;rde vor allem die Spannungen zwischen den EU-Staaten in der NATO und Russland weiter vergr&ouml;&szlig;ern und insbesondere den (&ouml;konomischen und politischen) Eliten\/Oligarchen in den USA n&uuml;tzen. <\/em><\/p>\n<p><strong>Dazu: Auf welcher Basis fordert die Kanzlerin das Ende von russischer Truppenpr&auml;senz auf russischem Boden?<\/strong><br>\nBundeskanzlerin Merkel hatte Russland aufgefordert, Truppenbewegungen abzusagen, die es auf seinem eigenen Territorium durchf&uuml;hren will. Die Bundesregierung begr&uuml;ndet dies mit angeblichen Verpflichtungen und Grunds&auml;tzen im Rahmen der OSZE.<br>\nFrage Warweg:<br>\nHerr Seibert, Sie haben Russland gerade noch einmal aufgefordert, die Truppenbewegungen auf seinem eigenen Territorium zu unterlassen. Ebenso hat ja bereits Frau Merkel Russland in ihrem Gespr&auml;ch mit Herrn Biden aufgefordert, die Truppenverst&auml;rkungen aufzuheben. Mich w&uuml;rde interessieren, auf welcher Grundlage man von einem souver&auml;nen Staat fordert, Milit&auml;rman&ouml;ver auf dem eigenen Territorium zu unterlassen.<br>\nRegierungssprecher Steffen Seibert:<br>\nDiese Grundlage wird zum Beispiel in der gemeinsamen Au&szlig;enministererkl&auml;rung der G7 genannt. Darin wird auf die Grunds&auml;tze und Verpflichtungen der OSZE Bezug genommen, zu denen sich Russland hinsichtlich der Transparenz milit&auml;rischer Bewegungen bekannt hat, sowie auf das Verfahren nach Kapitel III. des Wiener Dokuments. Das ist ein Beispiel.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/de.rt.com\/europa\/116117-kanzlerin-fordert-ende-von-russischer\/%20\">RT DE<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Afghanistan-Mission kostet Milliardensumme<\/strong><br>\nDer Bundeswehreinsatz in Afghanistan hat in den vergangenen fast zwei Jahrzehnten mehr als 12 Milliarden Euro gekostet. Das geht laut Medienberichten aus einer Antwort des Ausw&auml;rtigen Amts auf eine Anfrage der Linksfraktion im Bundestag hervor. Von 2001 bis 2020 lagen demnach die &ldquo;einsatzbedingten Zusatzausgaben&rdquo; bei 12,156 Milliarden Euro.<br>\nAm h&ouml;chsten waren sie in den Jahren 2010 bis 2012 mit jeweils mehr einer Milliarde Euro. Diese drei Jahre waren die gef&auml;hrlichste Zeit des Einsatzes, als zeitweise mehr als 5000 deutsche Soldaten in Afghanistan stationiert waren und sich Gefechte mit den aufst&auml;ndischen Taliban lieferten. Die Linken-Politikerin Heike H&auml;nsel sagte der ARD, die Ausgaben f&uuml;r den Einsatz seien &ldquo;eine politische und moralische Bankrotterkl&auml;rung&rdquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/politik\/Afghanistan-Mission-kostet-Milliardensumme-article22496203.html%20\">n-tv<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Wer zu sp&auml;t schreibt, den bestrafen die Leser<\/strong><br>\nEin erkennbar engagierter Journalist eines Leitmediums schreibt einen kritischen Meinungsbeitrag &uuml;ber die Aussagekraft von PCR-Tests, auf denen seit Monaten die gesamte Lockdown-Politik der Regierung beruht. Doch leider viel zu sp&auml;t, wie ihn l&auml;ngst informierte Leser per Kommentar wissen lassen. Der Blick in den Kommentarbereich offenbart eine gro&szlig;e L&uuml;cke zwischen Journalisten und Lesern.<br>\nWer dem Volk aufs Maul schaut, erf&auml;hrt aus erster Hand, was in einer Gesellschaft schief l&auml;uft. Man muss daf&uuml;r nicht mal vor die T&uuml;r gehen, es reicht ein Blick in die Kommentarspalten der Online-Medien.<br>\nWELT.de ver&ouml;ffentlichte am 15.4.2021 einen kritischen Meinungsartikel &ldquo;Wir m&uuml;ssen die Ergebnisse der PCR-Tests genauer auswerten&ldquo;:<br>\nSeit Tagen wird &uuml;ber die Kopplung von Ma&szlig;nahmen an Inzidenzwerte debattiert. Dabei liegt das Problem viel tiefer: bei den PCR-Tests selbst. Mehr als ein Jahr nach Beginn der Pandemie sollte sich die &Ouml;ffentlichkeit dar&uuml;ber im Klaren sein, dass ein positiver PCR-Test weder gleichbedeutend sein muss mit einer Erkrankung noch mit Infekti&ouml;sit&auml;t. Um dar&uuml;ber Aufschluss zu bekommen, m&uuml;sste nach der Testung eine Anamnese durchgef&uuml;hrt werden. Helfen w&uuml;rde es auch schon, den Ct-Wert des Testergebnisses in Augenschein zu nehmen &ndash; so, wie es im Ausland teilweise schon gemacht wird. [&hellip;]<br>\nFakt ist: In Deutschland spielt der Ct-Wert kaum eine Rolle &ndash; und die Politik macht keine Anstalten, daran etwas zu &auml;ndern.&rdquo;<br>\nDer Autor Tim R&ouml;hn verweist f&uuml;r einen kritischeren Umgang mit PCR-Testergebnissen auf einen Harvard-Epidemiologen und die seinen Empfehlungen folgende Testpraxis in Madrid. Au&szlig;erdem hinterfragt er widerspr&uuml;chliche Positionen des Virologen Christian Drosten zum PCR-Test von 2014 und heute. Richtlinien der WHO und j&uuml;ngste Gerichtsentscheide zur fragw&uuml;rdigen Bewertung von PCR-Testergebnissen bleiben leider unerw&auml;hnt, denn der Artikel erscheint entgegen seiner grunds&auml;tzlichen Bedeutung seltsamerweise nur als ein in Umfang begrenzter Meinungs- und nicht als ausf&uuml;hrlicher Recherchebeitrag. Die fehlenden Informationen und weitere Recherchetipps reichen deshalb gut informierte Leser in ihren Kommentaren nach.<br>\nIn diesen zeigt sich, mit welch erschreckender Versp&auml;tung zum Wissenstand der kritischen Leserschaft wichtige Grundsatzfragen von Qualit&auml;tsjournalisten aufgegriffen werden. Es bleibt die Frage, ob Autor R&ouml;hn erst jetzt das Problem der richtigen Bewertung von PCR-Testergebnissen entdeckte oder erst jetzt ver&ouml;ffentlichen durfte? Beides w&auml;re furchtbar. Selbst wenn R&ouml;hn ein Vorreiter in seiner Redaktion sein sollte, so schreibt er seiner bereits informierten Leserschaft doch hoffnungslos hinterher. Wo Journalisten mit ihren kritischen Lesern nicht zumindest Schritt halten k&ouml;nnen, werden sie f&uuml;r diese &uuml;berfl&uuml;ssig. Es geht um die Glaubw&uuml;rdigkeit eines Berufsstandes.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/norberthaering.de\/news\/welt-pcr-test-leserkommentare\/%20\">Henry Matthe&szlig; in Norbert H&auml;ring<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>BR nimmt Satirefigur aus dem Programm<\/strong><br>\nIm &raquo;SchleichFernsehen&laquo; des Bayerischen Rundfunks malte sich Satiriker Helmut Schleich das Gesicht schwarz an. Trotz Rassismusvorw&uuml;rfen verteidigte der Sender zun&auml;chst den Beitrag &ndash; nun reagierte er doch. (&hellip;)<br>\nIn der Sendung &raquo;SchleichFernsehen&laquo; war Kabarettist Helmut Schleich Anfang April in die Rolle eines in Afrika lebenden Sohnes des fr&uuml;heren bayerischen Ministerpr&auml;sidenten Strau&szlig; (CSU) geschl&uuml;pft &ndash; und hatte dabei das Mittel des Blackfacings genutzt. Mit schwarz geschminktem Gesicht machte er Witze &uuml;ber die aktuelle bayerische Politik.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/kultur\/tv\/nach-blackfacing-sketch-br-nimmt-satire-figur-aus-dem-programm-a-0096f31a-c4a7-44b6-802e-0fdfbe2f0d97%20\">Spiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung J.K.:<\/strong> Bravo! Ein Hoch auf die Cancel Culture! Ist die Welt dadurch nun besser geworden? Sicher nicht. Aber es ist ein weiterer Sieg der Sprach- und Gedankenpolizei. Dass Schleich damit den korrupten Charakter der Unionsparteien (Die Schwarzen) persifliert, Franz Josef Strau&szlig; steht sicher wie kein anderer f&uuml;r politische Korruption und skrupellose Bereicherung, f&auml;llt den Daueremp&ouml;rten aus dem Juste Milieu in ihrer moralischen Arroganz gar nicht auf. Schleich zu unterstellen, seine Intention h&auml;tte darin bestanden, schwarze Menschen zu beleidigen ist grotesk. Erfolg hat dies aber nur auf Grund der Feigheit und des Opportunismus der Entscheidungstr&auml;ger nicht nur beim Bayerischen Rundfunk.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>&ldquo;Generation beleidigt&rdquo;: &Uuml;ber die Gefahr von linkem Rassismus<\/strong><br>\n[&hellip;] Darf eine wei&szlig;e Frau Dreadlocks tragen? Oder darf eine Heterosexuelle einen Trans-Mann spielen? Manche sagen; nein. Das w&auml;re f&uuml;r sie eine heikle kullturelle Aneignung. Da startet eine Debatte, die gef&auml;hrliche Tendenzen aufweist &ndash; eine andere Art der Ausgrenzung, eine Form von linkem Rassismus.<br>\nDarf ich diesen Text &uuml;berhaupt schreiben? Als &auml;lterer wei&szlig;er Mann? Kann ich mich da &auml;u&szlig;ern &uuml;ber die Gef&uuml;hle und Befindlichkeiten von Menschen mit anderer Hautfarbe und Herkunft? Die Frage ist durchaus berechtigt. Erinnern Sie sich an die k&uuml;rzlich erst sehr erbittert gef&uuml;hrte Debatte dar&uuml;ber, ob wei&szlig;e Autorinnen die Gedichte von Amanda Gormann &uuml;bersetzen d&uuml;rfen, jener jungen farbigen Poetin, die bei der Inaugurationsfeier von Joe Biden viele begeistert hatte? Nein, das geht nicht, wurde da befunden. Und es gibt viele weitere Beispiele daf&uuml;r, was nicht geht &ndash; weil Moralw&auml;chterinnen und -w&auml;chter dies sehr vehement einfordern.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nordbayern.de\/kultur\/generation-beleidigt-uber-die-gefahr-von-linkem-rassismus-1.10999710?fbclid=IwAR1vn8oRKLFlPM31AkHVuLvuo7cpG1ATuwdJgM78OJ66zkAS37xJTQS4OZs\">nordbayern.de<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. 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