{"id":7169,"date":"2010-10-22T18:20:41","date_gmt":"2010-10-22T16:20:41","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=7169"},"modified":"2010-10-22T18:20:41","modified_gmt":"2010-10-22T16:20:41","slug":"hinweise-des-tages-2-151","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=7169","title":{"rendered":"Hinweise des Tages (2)"},"content":{"rendered":"<p>Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante aktuelle Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen. Heute u. a. zu folgenden Themen: Wirtschaft und Minister wohlauf, Dem Euro sei Dank, Oskar Lafontaines sp&auml;ter Sieg, Die Bundesfinanzheuchler,Rente mit 67 ist ein Irrweg, Privatversicherte m&uuml;ssen bluten, Olaf Scholz: Seehofers Phantomdebatte, &ldquo;Der Staat ist autistisch&rdquo;, Deutsche Bahn und Stuttgart 21: Der Irrsinn deutscher Verkehrspolitik, Kaum Widerstand gegen Sparkurs: Gro&szlig;britanniens Arme saufen ab, China. (KR)<br>\n<!--more--><\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"#h01\">Wirtschaft und Minister wohlauf<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h02\">Das Ende der Integration<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h03\">Dem Euro sei Dank<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h04\">Oskar Lafontaines sp&auml;ter Sieg<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h05\">Die Bundesfinanzheuchler<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h06\">Hartz IV: Klare Kritik, unklare Vorschl&auml;ge<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h07\">Rente mit 67 ist ein Irrweg<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h08\">Privatversicherte m&uuml;ssen bluten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h09\">Olaf Scholz: Seehofers Phantomdebatte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h10\">&ldquo;Der Staat ist autistisch&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h11\">Deutsche Bahn und Stuttgart 21: Der Irrsinn deutscher Verkehrspolitik<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h12\">Warum fehlt H&auml;ussler im offiziellen Lebenslauf von Bahn-Chef Grube?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h13\">Soziale Stadt &ndash; warum die Koalition jetzt Gelder f&uuml;r Integration streichen wird<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h14\">Die L&uuml;ge von teuren &Ouml;kostrom &ndash; warum die Stromrechnung wirklich so hoch ist<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h15\">Airlines luden Politiker ein: Mit der Lobby nach Mallorca <\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h16\">Kaum Widerstand gegen Sparkurs: Gro&szlig;britanniens Arme saufen ab<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h17\">China<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=7169&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/a><br>\n<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Wirtschaft und Minister wohlauf<\/strong><br>\nDie Bundesregierung erh&ouml;ht ihre Wachstumsprognose f&uuml;r 2010 auf 3,4 Prozent und will trotzdem weiter sparen &ndash; wohl um sp&auml;ter doch noch die Steuern senken zu k&ouml;nnen. Bislang ging die Regierung davon aus, dass sie in diesem Jahr ein strukturelles Defizit im Bundeshaushalt von rund 53 Milliarden Euro durch neue Kredite finanzieren muss. Weil die im Grundgesetz verankerte Schuldenbremse zur Reduzierung der Neuverschuldung zwingt, muss dieses Defizit aber pro Jahr um rund 8 Milliarden Euro sinken &ndash; deshalb das Sparpaket. Die bessere Wirtschaftslage ver&auml;ndert die Rechnung nun jedoch. Weil die Steuereinnahmen stark zunehmen, sinkt das Defizit, und die notwendigen Reduzierungsschritte bis zur Einhaltung der Schuldenbremse verkleinern sich auf rund 5 Milliarden Euro pro Jahr. &ndash; Wozu, so fragt sich nicht der Deutsche Gewerkschaftsbund, soll man dann noch 11 Milliarden Euro bis 2011 und weitere 8 Milliarden bis 2012 einsparen? Minister Br&uuml;derle deutete die Antwort selbst an: Die FDP habe ihren Plan, die Einkommensteuer zu senken, nicht aufgegeben, sondern nur verschoben. Daf&uuml;r will zumindest der liberale Teil der Bundesregierung den neuen finanziellen Spielraum nutzen &ndash; nicht f&uuml;r Sozialpolitik oder zus&auml;tzliche<br>\n&ouml;ffentliche Investitionen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=wu&amp;dig=2010%2F10%2F22%2Fa0082&amp;cHash=cea8fb9b38\">TAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Die Behauptung der Vollbesch&auml;ftigung durch Br&uuml;derle ist nicht nur Geschw&auml;tz, sondern auch gef&auml;hrlich. Suggeriert er doch, dass im Bereich der Arbeitsmarktpolitik alles bestens st&uuml;nde &ndash; und die Medien bringen das noch, unkommentiert. Herbert Schui kommt da <a href=\"?p=7113#h03\">auf ganz andere Zahlen<\/a>: &ldquo;Die &raquo;Stille Reserve&laquo;, die Leute im Ein-Euro-Job, sind &uuml;berhaupt nicht besch&auml;ftigt und suchen nach Arbeit, die anderen haben zwar eine Arbeit, so Teilzeit, k&ouml;nnen davon aber nicht leben. Auf der Suche nach Arbeit sind also, wenngleich aus recht unterschiedlichen Ausgangslagen, insgesamt 9,7 Millionen Menschen.&rdquo;<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Das Ende der Integration<\/strong><br>\nEs wirtschaftswundert wieder. Deutschland hat sich in der Krise wacker geschlagen und die Arbeitslosenquote ist auf den niedrigsten Wert seit 1993 gesunken. Doch hinter den sch&ouml;nen Zahlen verbirgt sich ein epochaler Wandel der Arbeitsgesellschaft. Denn die neu geschaffenen Jobs entpuppen sich zumeist als prek&auml;re Arbeitspl&auml;tze: ob als Leiharbeiter, befristet Besch&auml;ftigter oder Werkvertragsnehmer. Dramatisch ver&auml;ndert haben sich die Verh&auml;ltnisse, in denen wir arbeiten und arbeiten werden: sie sind heute ungesch&uuml;tzter, unsicherer und schlechter bezahlt. Noch ist die unbefristete Stelle, die dem K&uuml;ndigungsschutz unterliegt und ein gewisses Ma&szlig; an sozialer Sicherheit gew&auml;hrt, die Regel. Doch diese Normalit&auml;t schwindet. 2008 waren nur noch 66 Prozent der Erwerbst&auml;tigen so angestellt &ndash; vor zehn Jahren waren es noch fast 73 Prozent. Dass die Krise durch Kurzarbeit und flexible Besch&auml;ftigung erfolgreich bew&auml;ltigt wurde, f&uuml;hrt bei vielen Unternehmen dazu, noch kr&auml;ftiger auf das Flexibilisierungsinstrument prek&auml;re Besch&auml;ftigung zu setzen. Mittlerweile sind 47 Prozent (!) aller Neueinstellungen befristet, in Betrieben mit mehr als 250 Besch&auml;ftigten sogar 67 Prozent. Genauso in der Leiharbeit, die bereits jetzt den alten H&ouml;chststand von 2008 wieder &uuml;berschritten hat. Deutschland fragt, ob es sich abschafft. Doch die aktuelle Debatte um Migration, Demografie und kulturelle Integration verdeckt, was tats&auml;chlich verloren zu gehen droht: das Normalarbeitsverh&auml;ltnis als Modell sozialer Integration. Noch ist prek&auml;re Besch&auml;ftigung nicht der Normalfall. Aber sie bedroht den Gesellschaftsvertrag der fr&uuml;hen Bundesrepublik, weil sie die Erwerbsarbeit von sozialer Sicherheit und Integration l&ouml;st. Die wirtschaftlichen B&uuml;rgerrechte haben an Geltung verloren. Die Mittelschicht plagen Abstiegssorgen, im sozialen Unten f&uuml;hlt man sich abgeh&auml;ngt. Die hitzige Debatte um die Integration von Migranten spiegelt, wie gro&szlig; die Sorge um die eigene soziale Integration bei vielen B&uuml;rgern ist. Das neue deutsche Wirtschaftswunder wird diese Sorgen nicht lindern, im Gegenteil.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=me&amp;dig=2010%2F10%2F22%2Fa0096&amp;cHash=81b36ea303\">TAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Man k&ouml;nnte noch erg&auml;nzen: Die von der Politik am Laufen gehaltene Debatte um die Integration von Migranten soll von der durch kapitalh&ouml;rige Politiker betriebenen Desintegration der Gesellschaft ablenken.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Dem Euro sei Dank<\/strong><br>\nMan hat den Spa&szlig; sehen k&ouml;nnen, den Rainer Br&uuml;derle versp&uuml;rte, als er vom Aufschwung XXL schw&auml;rmte. Es ist ja auch schon fast 20 Jahre, eine ganze Wiedervereinigung her, dass ein deutscher Wirtschaftsminister solch stolze Wachstumsprognosen verk&uuml;nden konnte: 3,4 Prozent f&uuml;r das laufende Jahr. Und auch die knapp zwei Prozent f&uuml;r 2011 sind deutlich mehr als der Schnitt der vergangenen zehn Jahre. Was Br&uuml;derle besonderen Spa&szlig; bereiten d&uuml;rfte: Er heimst den Lorbeer ein f&uuml;r Entscheidungen, die er nicht getroffen, geschweige denn unterst&uuml;tzt hat. Der Aufschwung geh&ouml;rt vielen, am wenigsten indes Br&uuml;derle.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/politik\/meinung\/dem-euro-sei-dank\/-\/1472602\/4764090\/-\/index.html\">FR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers G. K.:<\/strong> Robert von Heusinger irrt, wenn er schreibt: &ldquo;Es ist ja auch schon fast 20 Jahre, eine ganze Wiedervereinigung her, dass ein deutscher Wirtschaftsminister solch stolze Wachstumsprognosen verk&uuml;nden konnte: 3,4 Prozent f&uuml;r das laufende Jahr.&rdquo; Denn im Jahre 2000 erh&ouml;hte sich das Bruttoinlandsprodukt um 3,5%, 2006 um 3,6%.<\/em><\/p>\n<p>In Sachen Lohnpolitik geht die Verantwortung Br&uuml;derles &uuml;ber die von Robert von Heusinger angesprochenen Themenfelder Steuer- und Abgabenpolitik hinaus. So schrieb die Financial Times Deutschland k&uuml;rzlich unter der &Uuml;berschrift <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/deutschland\/:lohnpolitik-bruederle-nichts-als-wohlfeile-rhetorik\/50179951.html\">&ldquo;Br&uuml;derle &ndash; nichts als wohlfeile Rhetorik&rdquo;<\/a>: <\/p>\n<blockquote><p>\nDer FDP-Minister hat ein gewaltiges Glaubw&uuml;rdigkeitsproblem, wenn er sich pl&ouml;tzlich im Lichte des Aufschwungs sonnt und sich zum Anwalt der Lohn- und Gehaltsempf&auml;nger macht. Denn jenseits solch wohlfeiler Rhetorik sind es gerade Br&uuml;derle und seine Parteifreunde, die arbeitsmarktpolitische Vorhaben torpedieren. Das gilt zum einen f&uuml;r die Gleichbehandlung von Leiharbeitern, wo die FDP so lange Wartefristen fordert, dass kaum ein Leiharbeiter in den Genuss der Gleichbehandlung k&auml;me. Zum anderen, und das ist ein Fehler, bremst die FDP seit jeher beim Thema Mindestlohn. Eine fl&auml;chendeckende gesetzliche Untergrenze ist mit ihr gleich gar nicht zu machen. Und selbst wenn in einzelnen Branchen wie der Zeitarbeit Gewerkschaften und Arbeitgeber gemeinsam darum bitten, tarifliche Mindestl&ouml;hne f&uuml;r allgemein verbindlich zu erkl&auml;ren, lehnt Br&uuml;derle das ab. Dabei w&auml;re dies immerhin ein Bereich, in dem der Wirtschaftsminister &uuml;ber sch&ouml;ne Worte hinaus tats&auml;chlich etwas f&uuml;r ordentliche L&ouml;hne tun k&ouml;nnte. Doch das scheint ihm nicht so zu liegen.<\/p><\/blockquote>\n<p>Das vom Herbstgutachten der Wirtschaftsforschungsinstitute ausgel&ouml;ste Medien-Gerede von angeblich &ldquo;kr&auml;ftigen Lohnerh&ouml;hungen&rdquo; entpuppt sich bei n&auml;herer Betrachtung als Lachnummer: F&uuml;r das Jahr 2011 prognostizieren die Institute einen Anstieg der realen Nettol&ouml;hne und -geh&auml;lter je Arbeitnehmer um gerade einmal 0,4%. Und: Die deutschen Lohnst&uuml;ckkosten verfehlen das Zielniveau einer produktivit&auml;tsorientierten Lohnpolitik um 1,0% (prognostizierter Anstieg: 0,9%; produktivit&auml;tsorientierter Sollwert auf Basis der Zielinflationsrate der EZB: 1,9%). Und dies, obwohl das zunehmende Auseinanderdriften der Wettbewerbsf&auml;higkeit der europ&auml;ischen Staaten sogar einen Anstieg der deutschen Lohnst&uuml;ckkosten leicht oberhalb des produktivit&auml;tsorientierten Sollwertes erfordern w&uuml;rde.<\/p>\n<p>Der Pr&auml;sident des Bundesverbandes Gro&szlig;handel, Au&szlig;enhandel, Dienstleistungen (BGA), Anton F. B&ouml;rner, predigte diese Woche wieder einmal die Litanei von der &ldquo;zur&uuml;ckhaltenden&rdquo; Lohnpolitik: &ldquo;Wenn wir die L&ouml;hne &uuml;ber das ertr&auml;gliche Ma&szlig; hinaus erh&ouml;hen, dann erh&ouml;hen wir die Lohnst&uuml;ckkosten. Durch Steigerung der Lohnst&uuml;ckkosten werden wir unsere Wettbewerbsf&auml;higkeit gef&auml;hrden.&rdquo; Merkw&uuml;rdig: Unsere &ldquo;Wirtschaftsexperten&rdquo; und Mainstreammedien werden f&uuml;r gew&ouml;hnlich nicht m&uuml;de zu behaupten, das starke Wachstum der deutschen Exportindustrie seit der Einf&uuml;hrung des Euro sei keine Folge des Lohn- und Sozialdumping, sondern das Resultat &ldquo;innovativer Produkte&rdquo;. Ganz so, als h&auml;tte Deutschland zu DM-Zeiten nicht ebenfalls &uuml;ber innovative Produkte (z.B. im Maschinenbau und der Automobilindustrie) verf&uuml;gt. Der Arbeitgeberfunktion&auml;r Anton F. B&ouml;rner r&auml;umt nun indirekt und wohl eher unfreiwillig ein, da&szlig; das seit der Euro-Einf&uuml;hrung zu verzeichnende drastische Exportwachstum sehr wohl auf dem hiesigen Lohndumping basiert.<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Oskar Lafontaines sp&auml;ter Sieg<\/strong><br>\nDie USA fordern Regeln f&uuml;r die Wechselkurspolitik und Zielwerte f&uuml;r die Leistungsbilanzen, auf dass sowohl &Uuml;berschuss- als auch Defizitl&auml;nder am Ausgleich der globalen Ungleichgewichte beteiligt werden.<br>\nGenau das also, was Keynes anno 1944 bei der gro&szlig;en Konferenz von Bretton Woods forderte &ndash; und womit er sich damals nicht durchsetzen konnte, weil die Amerikaner, damals noch ein &Uuml;berschussland, nicht mitmachten. Und auch das, wof&uuml;r Oskar Lafontaine damals verlacht wurde.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/blog.zeit.de\/herdentrieb\/2010\/10\/21\/oskar-lafontaines-spater-sieg_2397\">Herdentrieb<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Die Bundesfinanzheuchler<\/strong><br>\nDie Finanztransaktionssteuer sollte die Akteure an den M&auml;rkten belasten, die mit dem milliardenfachen Handel riskanter Wertpapiere wesentlich zur Unsicherheit des Finanzsystems beitragen. Der Rat der EU-Finanzminister hat das Projekt aber auf Eis gelegt &ndash; und Merkel und Sch&auml;uble halten still.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/meinung\/die-bundesfinanzheuchler\/1964024.html\">Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Hartz IV: Klare Kritik, unklare Vorschl&auml;ge<\/strong><br>\nDie Regierung braucht eine Mehrheit im Bundesrat. Neben der SPD k&ouml;nnten auch die Gr&uuml;nen entscheidend sein. Trotzdem ist offen, ob der Hartz-IV-Satz noch steigt. Die SPD will sich noch nicht festlegen, welchen Regelsatz sie f&uuml;r Hartz-IV-Empf&auml;nger fordert. &ldquo;Wir m&uuml;ssen erst Berechnungen veranlassen&rdquo;, sagt die stellvertretende Fraktionsvorsitzende und Sozialexpertin Elke Ferner. Theoretisch stehen die Chancen also gut, dass die Opposition die Regierung zu Zugest&auml;ndnissen zwingen kann. Allerdings zeigt sich bei Verhandlungen im Bundesrat immer wieder, dass die L&auml;nder oft ihre eigenen Priorit&auml;ten haben. &ldquo;Die H&ouml;he der Hartz-IV-S&auml;tze ist den L&auml;ndern nicht so wichtig, weil es sie weniger betrifft&rdquo;, stellt Ferner fest.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=in&amp;dig=2010%2F10%2F22%2Fa0051&amp;cHash=3a76e5f768\">TAZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Rente mit 67 ist ein Irrweg<\/strong><br>\nF&uuml;r die Politik ist die Rente mit 67 l&auml;ngst beschlossene Sache &ndash; eigentlich. W&auml;re da nicht die vom Gesetzgeber eingebaute automatische Wiedervorlage. Ohne das Zugest&auml;ndnis w&auml;re 2007 die Rente ab 67 kaum durchsetzbar gewesen. Heute droht sich genau das als simpler Trick zu entpuppen. Weder die wirtschaftliche und soziale Lage noch die Besch&auml;ftigungssituation &auml;lterer Arbeitnehmer haben sich nachhaltig verbessert. Kein Wunder, dass eine &uuml;berw&auml;ltigende Mehrheit der Menschen diesen rentenpolitischen Schritt ablehnt. Die Regierung Merkel aber bleibt stur. Doch es gibt Misskl&auml;nge im Regierungschor. Mit der Sp&uuml;rnase f&uuml;r Stimmungen hat Ministerpr&auml;sident Horst Seehofer erkannt, dass eine solche Basta-Politik nicht durchzuhalten ist. Aber sein Appell an die Arbeitgeber, mehr f&uuml;r &auml;ltere Arbeitnehmer zu tun, wirkt geradezu naiv.<br>\nWarum nehmen die Regierenden die Realit&auml;t nicht zur Kenntnis, daf&uuml;r aber den Unmut einer wachsenden Zahl in der Bev&ouml;lkerung in Kauf?  Bei der Rente ab 67 geht es nicht nur um den Zeitpunkt des Ruhestands. Sie ist Symbol eines ordnungspolitischen Paradigmenwechsel in der Rentenpolitik, der von der Schr&ouml;der-Regierung eingeleitet und von der gro&szlig;en Koalition weiter vorangetrieben wurde. Renten, die nicht mehr als das Existenzminimum sichern, sind kein Anlass mehr, gegenzusteuern, sondern einkalkulierte Folge staatlicher Rentenpolitik. Renten, die vorne und hinten nicht reichen, sollen der Anreiz f&uuml;r die nachwachsenden Generationen sein, betr&auml;chtliche Anteile ihres Einkommens der Finanz- und Versicherungswirtschaft zur Altersvorsorge zu &uuml;berlassen. Nicht zuf&auml;llig gingen die K&uuml;rzungen der gesetzlichen Rente und die staatliche F&ouml;rderung der privaten Versicherungsunternehmen Hand in Hand. Mit milliardenschweren Subventionen soll der br&ouml;ckelnden &ouml;ffentlichen eine private S&auml;ule zur Seite gestellt werden.<br>\nSp&auml;testens nach der gro&szlig;en Finanzmarktkrise steht diese Politik vor einem Scherbenhaufen. Die kapitalgedeckten Systeme weisen durchweg eine miserable Performance auf. Viele k&ouml;nnen ihre Renditezusagen nicht einl&ouml;sen, es drohen erhebliche Versorgungsl&uuml;cken im Alter. Nicht nur in Deutschland.Angesichts dieser Bilanz steht mehr als ein Abschied von der Rente ab 67 an. Es geht um einen Richtungswechsel in der Rentenpolitik.<br>\nNotwendig w&auml;re der Abschied von der Illusion, der Sozialstaat k&ouml;nne sich in Sachen Alterssicherung aus seiner Verantwortung stehlen. Viele junge Menschen sorgen sich um ihr Einkommen im Alter. Sie erwarten von den politischen Eliten ein Konzept f&uuml;r eine soziale und sichere Altersversorgung. Gerade die Generation Prek&auml;r muss den wohlfeilen Verweis auf Eigenverantwortung und das Festhalten an einem Renteneintrittsalter, das kaum erreichbar ist, als Ignoranz gegen&uuml;ber der sozialen Wirklichkeit empfinden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/politik\/meinung\/rente-mit-67-ist-ein-irrweg\/-\/1472602\/4764218\/-\/index.html\">FR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Hans-J&uuml;rgen Urban von der IG Metall ist durchaus zuzustimmen, gerade deshalb ist es aber unverst&auml;ndlich, dass die Gewerkschaften angesichts des franz&ouml;sischen Protests gegen die Rente mit 67, darum geht es n&auml;mlich, diesen nicht aufgreifen und parallel zu den Franzosen diese Zumutung auch hierzulande nicht st&auml;rker, d.h. &ouml;ffentlichkeitswirksam, problematisieren.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Privatversicherte m&uuml;ssen bluten<\/strong><br>\nNicht nur die Kostensteigerungen im Gesundheitswesen verteuern die private Krankenversicherung. Weil ihre R&uuml;cklagen derzeit so niedrig verzinst werden, wollen die Anbieter die Versicherungsbeitr&auml;ge um bis zu acht Prozent anheben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/unternehmen\/versicherungen\/:folge-der-finanzkrise-privatversicherte-muessen-bluten\/50185442.html\">FTD<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Wenn man nicht w&uuml;sste, dass die schwarz\/gelbe Gesundheitspolitik interessengeleitet ist, so k&ouml;nnte man &uuml;ber dieses absurde Theater lachen. Schwarz\/Gelb trifft eine Ma&szlig;nahme nach der anderen, um die Position der privaten Krankenversicherung zu starken, dabei war noch nie so klar, wie unsicher das Gesch&auml;ftsmodell der privaten Versicherer ist. Denn bei niedrigen Zinsen, wie sie jetzt aufgrund der Finanzmarktkrise herrschen, ist das Modell nicht &uuml;berlebensf&auml;hig. Angesichts dieser Tatsache ist es noch schwerer nachzuvollziehen, dass es den Besserverdienenden unserer Gesellschaft erlaubt ist, aus der Solidargemeinschaft auszusteigen und den Normalverdiener so &uuml;berm&auml;&szlig;ig zu belasten. Die private Krankenversicherung geh&ouml;rt abgeschafft und das System insgesamt auf eine neue Basis gestellt.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Olaf Scholz: Seehofers Phantomdebatte<\/strong><br>\nSchwarz-Gelb will von den wirklichen Problemen der Integrationspolitik ablenken &ndash; und diskutiert deshalb lieber &uuml;ber die Zuwanderung von Fachkr&auml;ften. Dabei ist die bereits ausreichend geregelt. Deutschland hat seit Anfang des Jahres 2009 den offensten Arbeitsmarkt f&uuml;r akademisch qualifizierte Arbeitskr&auml;fte auf der ganzen Welt. Das haben wir gemeinsam in der Gro&szlig;en Koalition geschafft. Sowohl Union als auch SPD haben seinerzeit erkannt, dass eine weiter gehende &Ouml;ffnung des deutschen Arbeitsmarkts sinnvoll ist. Hoch qualifizierte Arbeitskr&auml;fte aus der Europ&auml;ischen Union k&ouml;nnen seither uneingeschr&auml;nkt in Deutschland Arbeit suchen und ihr nachgehen. Sie m&uuml;ssen nicht auf die Freiz&uuml;gigkeit f&uuml;r Arbeitskr&auml;fte in der EU ab Mai 2011 warten. Auch akademisch Qualifizierte aus allen anderen L&auml;ndern k&ouml;nnen kommen. Sie m&uuml;ssen nur akzeptieren, dass zuvor gepr&uuml;ft wird, ob das f&uuml;r sie vorgesehene Gehalt dem entspricht, was sonst in Deutschland gezahlt wird, und ob es einen inl&auml;ndischen Bewerber oder EU-B&uuml;rger gibt, der diese T&auml;tigkeit auch verrichten kann. Wenn das nicht der Fall ist, steht ihrer Zuwanderung in den deutschen Arbeitsmarkt nichts entgegen. Zur Klarstellung: Es reicht bereits ein Jahreseinkommen von beispielsweise 31.000 Euro, wenn es eben das &uuml;bliche Gehalt ist.<br>\nNat&uuml;rlich kann man sich eine geringere Gehaltsgrenze f&uuml;r diese sehr einfache Zuwanderungsm&ouml;glichkeit vorstellen. Man muss allerdings wissen, dass sich dies auf den Arbeitsmarkt f&uuml;r akademisch qualifizierte Arbeitskr&auml;fte auswirken w&uuml;rde, insbesondere auf den Einstiegsarbeitsmarkt f&uuml;r junge Ingenieure und andere Spitzenkr&auml;fte. Es besteht die Gefahr, dass deren Geh&auml;lter sinken, wenn eine preiswertere Konkurrenz aus anderen L&auml;ndern m&ouml;glich ist. Aus diesem Grund darf die Schwelle nicht zu weit nach unten gesenkt werden &ndash; Lohndumping kann nicht unser Ziel sein. Der Austausch von Managern innerhalb eines Konzerns ist ohne Einschr&auml;nkung m&ouml;glich. Das hei&szlig;t: Auch leitende Angestellte und Personen, die unternehmensspezifische Kenntnisse haben, k&ouml;nnen bei einer konzerninternen Versetzung nach Deutschland ohne Vorrangpr&uuml;fung hier arbeiten. Das Gleiche gilt f&uuml;r ihre Familienangeh&ouml;rigen. Der in Deutschland einen Universit&auml;tsabschluss erworben hat, kann auch in Deutschland einen Arbeitsplatz suchen und ohne Vorabpr&uuml;fung eine Arbeit aufnehmen. Es wird lediglich &uuml;berpr&uuml;ft, ob das Gehalt vorgesehen ist, das &uuml;blicherweise gezahlt wird, und ob das etwas mit der Ausbildung zu tun hat, die man an einer deutschen Universit&auml;t absolviert hat. &Uuml;brigens besteht diese M&ouml;glichkeit auch noch Jahre sp&auml;ter. Und wer das Abitur an einer deutschen Auslandsschule gemacht hat, kann ebenfalls ohne Vorabpr&uuml;fung leicht in Deutschland arbeiten. Gemessen an diesen Fakten kommt einem die aktuelle Debatte ziemlich bizarr vor. Ein Fachkr&auml;ftemangel bei Berufen, die eine klassische Lehre voraussetzen, existiert nur, weil die Unternehmen ihrer Verantwortung im Bereich der Ausbildung nicht nachkommen. So werden in den Pflegeberufen nicht nur zu geringe L&ouml;hne gezahlt, es wird auch zu wenig ausgebildet. Wenn dieses Problem aber &uuml;ber Zuwanderung gel&ouml;st w&uuml;rde, dann kann es in Deutschland nicht gelingen, die Arbeitslosigkeit zu reduzieren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.ftd.de\/politik\/konjunktur\/:arbeitsmarkt-seehofers-phantomdebatte\/50185217.html\">FTD<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Man mag manches an Olaf Scholz zu kritisieren haben, so an seiner Rolle als SPD-Generalsekret&auml;r und an seiner Mitwirkung bei Schwarz\/Rot, dennoch w&auml;re es interessant zu sehen, wie Schwarz\/Gelb die in diesem Text genannten vorgebrachten Argumente entkr&auml;ften m&ouml;chte.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>&ldquo;Der Staat ist autistisch&rdquo;<\/strong><br>\nDie franz&ouml;sische Historikerin Danielle Tartakowsky &uuml;ber die Wut der Franzosen und Franz&ouml;sinnen und die Substanz ihrer Proteste: &bdquo;Die Altersversicherung der S&eacute;curit&eacute; Sociale gilt als eine der gro&szlig;en Errungenschaften, die die Franzosen und Franz&ouml;sinnen verteidigen wollen. Sie halten umso mehr daran fest, als sie als erk&auml;mpfte Errungenschaft gilt. Es gibt dazu einen Slogan in den Demonstrationen, der besagt: &ldquo;Wir haben gek&auml;mpft, um die Rente zu erobern, wir werden k&auml;mpfen, um sie zu verteidigen.&rdquo; Hinzu kommen auch noch die Provokationen der Staatsf&uuml;hrung. Wenn der Staatspr&auml;sident Nicolas Sarkozy sagt, er bemerke die Streiks gar nicht, oder wenn ein Premierminister erkl&auml;rt, es sei nicht die Stra&szlig;e, die regiere, f&uuml;hlen sich die B&uuml;rger bei der herrschenden Spannung dadurch noch mehr herausgefordert. Wir leben in einem Land, in dem die sozialen K&auml;mpfe ma&szlig;geblich das kollektive Bewusstsein gepr&auml;gt haben.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=sw&amp;dig=2010%2F10%2F20%2Fa0085&amp;cHash=07eb991a52\">TAZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Deutsche Bahn und Stuttgart 21: Der Irrsinn deutscher Verkehrspolitik<\/strong><br>\nDie Schlichtung zu Stuttgart 21 beginnt, und eine Frage lautet: Wie viele solch unsinniger Gro&szlig;projekte kann sich der Wirtschaftsstandort Deutschland noch leisten? Viel wichtiger w&auml;re der Ausbau gro&szlig;er G&uuml;terverkehrsstrecken &ndash; doch die in Stuttgart verschleuderten Milliarden werden daf&uuml;r fehlen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/deutsche-bahn-und-stuttgart-der-irrsinn-deutscher-verkehrspolitik-1.1014749\">SZ<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Warum fehlt H&auml;ussler im offiziellen Lebenslauf von Bahn-Chef Grube?<\/strong><br>\nIn Stuttgart geh&ouml;rte der Immobilienentwickler Rudolf H&auml;ussler zu den Gro&szlig;en im Gesch&auml;ft. Der Stern nennt ihn &ldquo;Lieblings-Projektentwickler&rdquo; von Stuttgarts Oberb&uuml;rgermeister Schuster. Vor gut zehn Jahren arbeitete der heutige Bahnchef R&uuml;diger Grube zeitweise f&uuml;r ihn und sollte sein Nachfolger werden. Doch in seinem offiziellen Lebenslauf auf der Bahn-Webseite klafft f&uuml;r diese Zeit eine L&uuml;cke. Warum?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.lobbycontrol.de\/blog\/index.php\/2010\/10\/warum-fehlt-haussler-im-offiziellen-lebenslauf-von-bahn-chef-grube\/\">LobbyControl<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Soziale Stadt &ndash; warum die Koalition jetzt Gelder f&uuml;r Integration streichen wird<\/strong><br>\nStadtteile k&ouml;nnen &bdquo;kippen&ldquo;, wenn es &uuml;berdurchschnittlich viel Gewalt, Armut und Arbeitslosigkeit gibt. H&auml;user verfallen, Handwerk und Mittelschicht ziehen weg, Einwanderer bleiben unter sich, ein Getto entsteht. Um genau das aufzuhalten, hat das Bundesbauministerium schon 1999 das Programm &bdquo;soziale Stadt&ldquo; aufgelegt, das Geld f&uuml;r Sanierungen bereit stellt und soziale Angebote finanziert. Das Modell Integration durch gute Stadtplanung war bislang ein Erfolg. Doch die Koalition will jetzt, dass nur noch Geld in Geb&auml;ude investiert wird, das soziale Programm soll gestrichen werden. Entspricht das dem neuen Integrationsverst&auml;ndnis der Koalition?<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wdr.de\/tv\/monitor\/sendungen\/2010\/1021\/stadt.php5\">ARD Monitor<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Die L&uuml;ge von teuren &Ouml;kostrom &ndash; warum die Stromrechnung wirklich so hoch ist<\/strong><br>\n&bdquo;Solarstrom l&auml;sst Strompreise explodieren&ldquo;, so titeln die Zeitungen in diesen Tagen. Den Konzernen kommen diese Alarmrufe gerade recht, suggerieren sie doch, dass der &Ouml;kostrom an den seit Jahren steigenden Preisen schuld sei. Dabei k&ouml;nnte Strom viel billiger sein &ndash; seit Jahren sinkt der Einkaufspreis an der Leipziger Stromb&ouml;rse &ndash; auch dank &Ouml;kostrom. Doch diesen Preisvorteil geben die Stromkonzerne nicht an die Kunden weiter, sondern stecken ihn als Zusatzgewinn in die eigene Tasche, so MONITOR-Recherchen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.wdr.de\/tv\/monitor\/sendungen\/2010\/1021\/strom.php5\">Monitor<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung:<\/strong> Die betreffende Studie, &uuml;ber die in den Zeitungen berichtet wird, wurde &uuml;ber Umwege von der US-Energielobby bezahlt. Der Autor der Studie, der das angeblich nicht wusste, wird damit konfrontiert und ist durchaus am&uuml;sant, zu sehen, wie er herumeiert.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Airlines luden Politiker ein: Mit der Lobby nach Mallorca <\/strong><br>\nDrei Bundestagsabgeordnete lie&szlig;en sich von der Luftfahrtlobby nach Mallorca einladen &ndash; und der Steuerzahler trug die Rechnung.<br>\nEs war eine Reise ins Paradies &ndash; glaubt man der Selbstdarstellung des Hotels. Im F&uuml;nf-Sterne-Haus Valparaiso Palace Spa hoch &uuml;ber Palma de Mallorca empfing die vier Abgeordneten &ldquo;eine Welt aus Luxus und Charme&rdquo;: gro&szlig;z&uuml;gige Zimmer, spektakul&auml;re Panoramablicke &uuml;ber Meer und Insel und die exzellente K&uuml;che von drei Restaurants. Auf die Ferieninsel geladen hatte der Bundesverband der Deutschen Fluggesellschaften (BDF), zu einem knapp dreit&auml;gigen so genannten Luftverkehrsseminar vom 8. bis 11.Oktober. Gekommen waren die Bundestagabgeordneten Patrick D&ouml;ring (FDP), Dirk Fischer (CDU), Hans-Joachim Hacker (SPD) sowie die FDP-Europaparlamentarierin Gesine Meissner. Der Trip wirft ein Schlaglicht auf eine Einladungspraxis von Firmen und Lobbyverb&auml;nden, von der normalerweise nur wenig nach drau&szlig;en dringt &ndash; obwohl sie auch innerhalb des Bundestages durchaus umstritten ist.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.stern.de\/politik\/deutschland\/airlines-luden-politiker-ein-mit-der-lobby-nach-mallorca-1615858-print.html\">Stern<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Kaum Widerstand gegen Sparkurs: Gro&szlig;britanniens Arme saufen ab<\/strong><br>\nAnders als die Franzosen wehren sich die Briten bislang kaum gegen den brutalen Sparkurs ihrer Regierung. Dabei r&auml;umt diese ein, dass die &auml;rmsten 10 Prozent am meisten verlieren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/politik\/europa\/artikel\/1\/grossbritanniens-arme-saufen-ab\/\">TAZ<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>China<\/strong><br>\nChina hat 2009 den langj&auml;hrigen Exportweltmeister Deutschland auf den zweiten Platz verwiesen und Japan als zweitgr&ouml;&szlig;te Volkswirtschaft &uuml;berholt. In diesem Jahr kann es mit einem Wirtschaftswachstum von etwa zehn Prozent rechnen. Eine immer st&auml;rkere Professionalisierung in Wirtschaft, Politik, Verwaltung und Forschung tr&auml;gt dazu bei, die &ldquo;enormen Potenziale&rdquo; des riesigen Landes besser zu nutzen. Doch zeigen sich hier auch die Schattenseiten der raschen Modernisierung.<br>\nIndividuelle Freiheiten und der Zugang zu staatlichen Ressourcen sind bislang nur einer exklusiven Gruppe vorbehalten. Der Gro&szlig;teil der Gesellschaft, insbesondere die Landbev&ouml;lkerung, lebt am Existenzminimum. Viele Stimmen rufen nach einer Neudefinition des Verh&auml;ltnisses zwischen individuellen Freiheiten und kollektiver Stabilit&auml;t und Wohlstand &mdash; zuletzt deutlich geworden bei den Arbeitsk&auml;mpfen von Besch&auml;ftigten in der Industrie im Sommer 2010.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bpb.de\/publikationen\/JS34XN\">Bundeszentrale f&uuml;r politische Bildung<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Die Zeitschrift &ldquo;Das Parlament&rdquo; bietet in seiner Beilage &ldquo;Aus Politik und Zeitgeschichte&rdquo; ein Schwerpunktheft zu China. Darin wird zum Beispiel auf die extreme Ungleichheit in China hingewiesen. Neueren Sch&auml;tzungen zufolge verf&uuml;gen 0,4 Prozent der Haushalte &uuml;ber 70 Prozent des Reichtums. Der Lohnanteil am BIP ist von 53 Prozent im Jahr 1992 auf etwa 40 Prozent im Jahr 2006 gesunken. Was weiter nicht Wunder nimmt, wenn man erf&auml;hrt, dass etwa 90 Prozent der reichsten 20000 Chinesen &uuml;ber sehr gute, h&auml;ufig verwandtschaftliche Beziehungen zu hohen Regierungs- oder Parteifunktion&auml;ren verf&uuml;gen.<\/em><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante aktuelle Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen. Heute u. a. zu folgenden Themen: Wirtschaft und Minister wohlauf, Dem Euro sei Dank, Oskar Lafontaines sp&auml;ter Sieg, Die Bundesfinanzheuchler,Rente mit 67 ist ein Irrweg, Privatversicherte m&uuml;ssen bluten, Olaf Scholz: Seehofers Phantomdebatte, &ldquo;Der Staat ist autistisch&rdquo;, Deutsche<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=7169\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-7169","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/7169","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=7169"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/7169\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":7172,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/7169\/revisions\/7172"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=7169"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=7169"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=7169"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}