{"id":71700,"date":"2021-04-19T11:43:25","date_gmt":"2021-04-19T09:43:25","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=71700"},"modified":"2021-04-19T13:43:32","modified_gmt":"2021-04-19T11:43:32","slug":"verraten-und-verkauft-ein-weckruf-von-wolfgang-bittner","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=71700","title":{"rendered":"Verraten und verkauft \u2013 ein Weckruf von Wolfgang Bittner"},"content":{"rendered":"<p>&bdquo;Deutschland, verraten und verkauft&ldquo; &ndash; das ist der Titel des <a href=\"https:\/\/www.buchkomplizen.de\/buecher-mehr\/deutschland-verraten-und-verkauft.html\">gerade erschienenen Buches<\/a> von Wolfgang Bittner. Anfangs erschreckte mich diese unverbl&uuml;mte Benennung eines bedenklichen und eigentlich inakzeptablen Zustandes. Konnte man so etwas &uuml;ber ein Land sagen, das zu den m&auml;chtigsten Industriestaaten der Welt geh&ouml;rt, das zu den f&uuml;hrenden L&auml;ndern der westlichen Wertegemeinschaft z&auml;hlt und von einer Frau regiert wird, die vom US-Magazin &raquo;Forbes&laquo; gerade zum zehnten Mal zur &bdquo;m&auml;chtigsten Frau der Welt&ldquo; gek&uuml;rt worden war?  Von <strong>Winfried Wolk<\/strong>.<br>\n<!--more--><br>\nNun mag das Letztere nicht wirklich etwas bedeuten, hatte doch genau zu dem Zeitpunkt, als Bittners Buch auf den Markt kam, diese &bdquo;M&auml;chtigste&ldquo; mit ihrer Bitte um Verzeihung f&uuml;r eine getroffene Entscheidung das offensichtlich dilettantische Agieren der politischen Eliten unseres Landes offenbart und damit selbst die Notwendigkeit einer solch kritischen Auseinandersetzung mit den politischen und gesellschaftlichen Zust&auml;nden im Lande gerechtfertigt, genauso, wie Wolfgang Bittner das in seinem neuesten Buch getan hat.<\/p><p>Was ist das f&uuml;r ein Land, dieses Deutschland, fragt sich Bittner, gr&auml;bt in der Geschichte und f&ouml;rdert Fakten zutage, die ganz aktuelle und weltgeschichtliche Dimensionen besitzen. Schon der im Titel gew&auml;hlte Begriff &bdquo;Deutschland&ldquo; offenbart einen Teil des Dilemmas. Offiziell hei&szlig;t das Land &bdquo;Bundesrepublik Deutschland&ldquo;, wobei der zweite Teil des Namens umgangssprachlich gern weggelassen wird. Auch das nach dem infolge der Kriegsniederlage untergegangene Kaiserreich durch den Versailler Vertrag enorm geschw&auml;chte, neu gebildete deutsche Staatsgef&uuml;ge wird ebenfalls bis heute nicht &bdquo;Deutschland&ldquo; genannt, sondern &bdquo;die Weimarer Republik&ldquo;. Die heutige Situation in der Gesellschaft erscheint irgendwie mit der damaligen vergleichbar, auch wenn viele Komponenten anders sind. Damals erzeugte die gewollte totale, nationale und wirtschaftliche Schw&auml;chung eine brachial-nationalistische Entwicklung, f&uuml;hrte zur faschistischen Diktatur, in eine zweite gro&szlig;e Weltkatastrophe, zur Teilung Deutschlands und der gesamten Welt.<\/p><p>Die politischen Akteure wissen zwar, dass aggressive Aktionen immer auch aggressive Reaktionen erzeugen, lassen aber dennoch nicht von ihrem verderblichen Tun. Sie glauben, dass es den von ihnen abh&auml;ngigen Medien gelingt, die provozierten Reaktionen als b&ouml;sartige Aktionen darzustellen, die weitere Handlungen begr&uuml;nden. Die Historie ist voller solcher Geschichten, auch wenn die M&auml;chtigen bem&uuml;ht sind, diese unsch&ouml;nen Dinge unter den Teppich zu kehren, alternative Informationsmedien zu manipulieren und mit entsprechenden Zensurma&szlig;nahmen zu disziplinieren und die, die Wahrheiten verk&uuml;nden, mit allen Mitteln mundtot zu machen. Die Schicksale von Julian Assange, Edward Snowden und Chelsea Manning sind ersch&uuml;tternde Beispiele. Im Moment sieht Deutschland und die Welt nicht wirklich gut aus. Wolfgang Bittner f&uuml;hrt uns das in seinem neuen Buch sehr eindringlich vor Augen, benennt die Umbr&uuml;che und Verwerfungen, aber auch die Drahtzieher der Konzepte und deren Strategien.<\/p><p>Ich war noch ein Kind, damals, als die au&szlig;erordentlich schwierige Kriegsfolge- und Umbruchszeit Deutschland in Agonie versetzte. Sp&auml;ter erst erfuhr ich, dass vieles nicht so war, wie ich es von meinen Eltern geh&ouml;rt hatte, und begriff, nicht wir Deutschen waren die Opfer, wir waren zuerst brutale T&auml;ter, hatten nicht nur Polen, sondern auch die Sowjetunion vertragsbr&uuml;chig &uuml;berfallen, dort unglaubliche Zerst&ouml;rungen angerichtet und 27 Millionen Tote hinterlassen. Das Leid, das wir nun ertragen mussten, war die Folge des Leids, das wir Anderen zuvor zugef&uuml;gt hatten.<\/p><p>Der Ostteil Deutschlands, in dem ich aufwuchs und mehr als die H&auml;lfte meines Lebens zugebracht habe, war nach dem Krieg die sowjetische Besatzungszone, sp&auml;ter die DDR. Dieser Landesteil hatte die berechtigten Reparationsforderungen der &ouml;stlichen Siegermacht, die das darniederliegende Land noch mehr schw&auml;chten, zu erbringen. So glaubte ich immer, dass die Attributierung &bdquo;verraten und verkauft&ldquo; eigentlich immer nur diesem Landesteil zugeordnet werden konnte, auch weil die westlichen Br&uuml;der und Schwestern, die von ihren Besatzungsm&auml;chten weitgehend von Reparationsleistungen befreit worden waren, nun die im ostdeutschen Teilland lebenden Landsleute diese Last allein schultern lie&szlig;en. Und nicht nur das, mit den auf Gehei&szlig; ihrer Besatzungsm&auml;chte verh&auml;ngten Embargos und Boykotten erschwerten sie zus&auml;tzlich das Leben der Menschen in diesem wirtschaftlich viel schw&auml;cheren Teil Deutschlands, das nun die westdeutschen Politiker herablassend &bdquo;Zone&ldquo; nannten. Dabei sollte nach den Beschl&uuml;ssen der Siegerm&auml;chte in Jalta das besiegte Deutschland als wirtschaftliches Ganzes erhalten bleiben. Dass getroffene Vereinbarungen von der westlichen F&uuml;hrungsmacht einfach ignoriert werden, wenn das die aktuelle Strategie erfordert, geh&ouml;rt leider zu den &uuml;blichen politischen Praktiken und ist und war immer auch die Ursache aller Spannungen.<\/p><p>Wolfgang Bittner listet in seinem Buch pr&auml;zise die eigentlich Jedem zug&auml;nglichen Fakten auf, mit denen die f&uuml;hrende Macht der &bdquo;westlichen Wertegemeinschaft&ldquo; seit &uuml;ber einem Jahrhundert die gesamte Welt unter ihre Herrschaft zu bringen versucht. Das seit der Oktoberrevolution als Erzfeind betrachtete &ouml;stliche russische Riesenreich stand und steht dabei wegen seiner &uuml;berreichen Ressourcen im Zentrum der Begehrlichkeiten. Bereits unmittelbar nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges planten sowohl England (Operation Unthinkable) als auch die USA (Operation Totality, Operation Dropshot) einen neuen gro&szlig;en Krieg gegen den ehemaligen Verb&uuml;ndeten im Osten, da die Hoffnung nicht aufgegangen war, dass sich Deutschland und die Sowjetunion im Krieg gegenseitig neutralisieren w&uuml;rden. <\/p><p>Da diese Vorhaben aus verschiedenen Gr&uuml;nden nicht umzusetzen waren, wurde eine langfristige Strategie permanenter Konfrontation entwickelt, um trotzdem irgendwie zum Ziel zu kommen. Ohne Absprache mit dem &ouml;stlichen Vertragspartner konstruierten die westlichen Siegerm&auml;chte 1948 auf der Londoner Sechsm&auml;chtekonferenz deshalb ein separates staatliches Gebilde aus den drei westlichen Besatzungszonen, um es als Frontstaat und &bdquo;unsinkbaren Flugzeugtr&auml;ger&ldquo; im l&auml;ngst entfachten Kalten Krieg einsetzen zu k&ouml;nnen. Mit weiteren Ma&szlig;nahmen, wie der separaten W&auml;hrungsreform und der Gr&uuml;ndung der NATO 1949, die sich zwar heuchlerisch &bdquo;Verteidigungsb&uuml;ndnis&ldquo; nannte, dessen konfrontative Ausrichtung aber eindeutig auf die &ouml;stliche Gro&szlig;macht zielte, wurde die Spannung weiter versch&auml;rft, wobei die folgerichtige Reaktion der Gegenseite schon damals als die eigentliche, sch&auml;ndliche Aktion verteufelt wurde. Dabei vollzogen die ausgew&auml;hlten deutschen Politiker &uuml;ber vierzig Jahre der Teilung gleicherma&szlig;en gehorsam die Vorgaben ihrer Besatzungsm&auml;chte in Ost- und Westdeutschland. Allerdings m&ouml;chte ich nicht unerw&auml;hnt lassen, dass die &ouml;stliche Siegermacht Sowjetunion 1952 mit der &bdquo;Stalin-Note&ldquo; den Westm&auml;chten ein Angebot unterbreitete, mit freien Wahlen die Teilung Deutschlands zu beenden, was aber als blo&szlig;e Propagandama&szlig;nahme abgetan wurde. 1955 wurde die Bundesrepublik Mitglied der NATO, womit das westliche Milit&auml;rb&uuml;ndnis direkt an der Nahtstelle der Einflussbereiche postiert wurde. Als Reaktion darauf rief die so provozierte Sowjetunion den Warschauer Pakt ins Leben. <\/p><p>Die friedliche Revolution der Ostdeutschen im Herbst 1989 schien die weltpolitische Situation grundlegend zu ver&auml;ndern, da die &ouml;stliche Weltmacht darauf verzichtete, die sich abzeichnende Entwicklung zu unterbinden. So ergab sich nicht nur die Chance, die deutsche Teilung zu beenden und ein einheitliches deutsches Staatsgef&uuml;ge zu schaffen, sondern endlich auch eine neue, ganz andere und friedliche Weltordnung. Der westlichen Zusage, die NATO &bdquo;nicht einen Inch&ldquo; Richtung Osten auszuweiten, glaubten die f&uuml;hrenden Politiker der Sowjetunion, gaben ihr Einverst&auml;ndnis zur deutschen Einheit, l&ouml;sten das &ouml;stliche Milit&auml;rb&uuml;ndnis auf und entlie&szlig;en die &ouml;stlichen Satellitenstaaten in die nationale Selbst&auml;ndigkeit. Damit waren die Voraussetzungen gegeben, dass jetzt endlich das lange herbeigesehnte, friedliche Zeitalter seinen Anfang nehmen w&uuml;rde. Das Wunder war geschehen, nirgends und f&uuml;r niemanden mehr war ein zu bek&auml;mpfender Feind in Sicht. Ich tr&auml;umte davon, wie die unglaublichen, in R&uuml;stung fehlinvestierten Ressourcen jetzt zum Wohle aller Menschen eingesetzt werden und Hunger und Not f&uuml;r immer aus der Welt verbannt sein w&uuml;rden. <\/p><p>Doch das war leider nur eine naive Hoffnung, die Wolfowitz-Doktrin &bdquo;Defense Planning Guidance&ldquo; von 1992, die von Senator Edward M. Kennedy als &bdquo;Aufruf zum amerikanischen Imperialismus des 21. Jahrhunderts&ldquo; beschrieben wurde, setzte ganz andere Ziele. Auch machten die West-Alliierten ihre Zustimmung zur deutschen Wiedervereinigung davon abh&auml;ngig, dass auch weiterhin das nun wiedervereinigte Deutschland auf bestimmte Souver&auml;nit&auml;tsrechte verzichtet. <\/p><p>Damit war das neue, eigenst&auml;ndige, souver&auml;ne Deutschland nichts weiter als die alte, nun mit der aufgel&ouml;sten DDR vergr&ouml;&szlig;erte Bundesrepublik. Die vierzigj&auml;hrigen Erfahrungen der Ostdeutschen wurden und werden weitgehend ausgeblendet und konnten so nicht zu einer Ost und West verbindenden neuen Qualit&auml;t werden. So blieb es bei der nachkriegsbedingten Anbindung des Landes an die westlichen Siegerm&auml;chte, und viele ostdeutsche Landsleute f&uuml;hlten sich bald trotz der verhei&szlig;ungsvollen Verk&uuml;ndigung &bdquo;bl&uuml;hender Landschaften&ldquo; und dem wundersch&ouml;n klingenden Aufruf im Nationalhymnen-Vers, gemeinsam und br&uuml;derlich mit Herz und Hand nach Einigkeit und Recht und Freiheit zu streben, wieder verraten und verkauft. Dabei waren es doch sie, die die Entmachtung der SED-Bonzokratie zuwege gebracht und die Voraussetzungen f&uuml;r die Entflechtung der Machtbl&ouml;cke und ein k&uuml;nftiges friedliches Miteinander erreicht hatten. Dass es bei der Vereinigung der beiden deutschen Staaten vor allem um eine Vereinnahmung mit m&ouml;glichst optimalen Gewinnaussichten f&uuml;r einige Wenige ging, beweisen die Vorg&auml;nge um Minol, Kali+Salz und die Deutsche Seereederei, um nur einige gravierende Beispiele zu nennen.<\/p><p>Mittlerweile sind alle Staaten des ehemaligen Ostblocks in den westlichen Einflussbereich vereinnahmt, in Afghanistan herrscht seit 20 Jahren ein von den USA angezettelter &bdquo;Krieg gegen den Terror&ldquo;, der das Land v&ouml;llig ruiniert, der Irak wurde in zwei Kriegen vollst&auml;ndig destabilisiert und damit zur Quelle des Terrorb&uuml;ndnisses IS gemacht, Jugoslawien durch von au&szlig;en angeheizte ethnische und religi&ouml;se Spannungen zerschlagen, Libyen zu einem &bdquo;failed state&ldquo; und Syrien in einen mittlerweile zehnj&auml;hrigen, von einer von den USA angef&uuml;hrten Staatengemeinschaft arrangierten Krieg verstrickt. Bei fast all diesen Unternehmungen spielte und spielt das von US-amerikanischen NGO&acute;s gegr&uuml;ndete und finanzierte Organisationskonstrukt &raquo;Otpor!&laquo; eine dargestellt positiv-revolution&auml;re, aber in Wirklichkeit die Staatsstruktur der ausgew&auml;hlten L&auml;nder zerst&ouml;rende Rolle, deren Einvernahme damit erm&ouml;glicht werden soll. In &uuml;ber 30 L&auml;ndern wurden solch umst&uuml;rzlerische Aktionen angezettelt, z.B. in Serbien, Georgien, Libanon, der Ukraine, den Malediven, &Auml;gypten, Tunesien und Syrien. Zwar klingen die gew&auml;hlten Namen, mit denen die zu Gewaltorgien eskalierenden Regime-Change-Bem&uuml;hungen versehen werden, au&szlig;erordentlich freundlich, wie &bdquo;arabischer Fr&uuml;hling&ldquo; und diverse Farb- und Blumenrevolutionen. Doch sind das nicht mehr als PR-Etiketten, die das dabei vergossene Blut verdecken sollen, um eine gnadenlose Geopolitik durchzusetzen, die der nunmehr einzigen Weltmacht die unangefochtene Herrschaft sichern soll. Deshalb greift die USA nun auch nach Teilstaaten der ehemaligen Sowjetunion, installiert auf Linie gebrachte Politikermarionetten, in Georgien Micheil Saakaschwili, in der Ukraine Arsenij Jazenjuk, in Kirgisien Rosa Otunbajewa, in Litauen Dalia Grybauskaite. Auch f&uuml;r in anderen L&auml;ndern geplante Regimewechsel zauberte man solche Figuren aus dem Hut: f&uuml;r Venezuela Juan Guaido, f&uuml;r Russland Alexej Navalny und f&uuml;r Wei&szlig;russland, das jetzt Belarus hei&szlig;en muss, Swetlana Tichanowskaja.<\/p><p>Die &bdquo;souver&auml;nen&ldquo; europ&auml;ischen Staaten engagierten sich bei diesem Tun gern und willig, obwohl sie nach Brzezinski nichts weiter waren als &bdquo;<em>weitgehend ein amerikanisches Protektorat&hellip;, dessen alliierte Staaten an Vasallen und Tributpflichtige von einst erinnern<\/em>&ldquo;, weshalb die westliche F&uuml;hrungsmacht die EU-Vertretungen abh&ouml;rt und das Mittun und das unbedingte, linientreue Verhalten mit ihren Geheimdiensten kontrolliert. Das ungeheure Ausma&szlig; der Spionageaktionen sorgte f&uuml;r weltweites Entsetzen, f&uuml;hrte aber zu keinen Konsequenzen, im Gegenteil. Auch die deutsche Bundeskanzlerin blieb bei ihrer Zusicherung der &bdquo;unverbr&uuml;chlichen Freundschaft&ldquo;, obwohl die USA das vereinte Deutschland Geheimdokumenten zufolge als Angriffsziel deklariert und ihm lediglich den Status &bdquo;eines Verb&uuml;ndeten dritten Grades&ldquo; zugesteht (Spiegel.online am 30. Juni 2013). Dabei halfen doch lange schon deutsche Soldaten in Afghanistan, Sudan, Mali, im Kosovo und Syrien, das westliche Wertesystem durchzusetzen.<\/p><p>Alle diese Vorg&auml;nge analysiert Wolfgang Bittner in seinem Buch sehr genau, benennt Ursache und Wirkung und legt die historischen Wurzeln vieler der uns heute belastenden Umst&auml;nde offen. Er besch&auml;ftigt sich vor allem intensiv mit der immer weiter wachsenden Kriegsgefahr durch provokative Aktionen. Nun stehen bereits NATO-Truppen an Russlands Westgrenze und f&uuml;hren ein Gro&szlig;man&ouml;ver nach dem anderen durch. Im Schwarzen Meer, das nicht zu den Territorialgew&auml;ssern der USA geh&ouml;rt, kreuzen US-amerikanische Schlachtschiffe, &auml;u&szlig;erst dubiose Vergiftungsaktionen werden initiiert oder vorget&auml;uscht und harsche Sanktionen verh&auml;ngt, die Ukraine-Krise wird weiter und weiter versch&auml;rft und die Schuld Russland angelastet. <\/p><p>Dabei &uuml;berbieten sich die politische Elite Deutschlands und die deutschen Medien unterst&uuml;tzend in vorauseilender Ergebenheit, wie das auch in der Kommentierung der beiden zur&uuml;ckliegenden US-Wahlk&auml;mpfe &uuml;beraus deutlich wurde. Von dieser Politik ist somit leider keine Ver&auml;nderung zu erwarten, obwohl doch das vom ersten Generalsekret&auml;r der NATO, Lord Ismay, gepr&auml;gte Leitmotto des NATO-B&uuml;ndnisses &bdquo;to keep the Russians out, the Americans in, and the Germans down&ldquo; bei den deutschen Politikern eigentlich nicht vergessen sein d&uuml;rfte.<\/p><p>Der be&auml;ngstigende politische Dilettantismus deutschland- und weltweit wird jetzt in der Corona-Krise erschreckend offenbar. Mit durch k&uuml;hne Rechenoperationen erzeugten &bdquo;Infektionszahlen&ldquo; wird vors&auml;tzlich Panik ausgel&ouml;st, der logisch unverst&auml;ndliche, nicht durch Fakten begr&uuml;ndete Ma&szlig;nahmen folgen. Das gesellschaftliche Leben wird stranguliert und der Motor der kapitalistischen Wirtschaft mit unabsehbaren Folgen lahmgelegt.Wir sind verraten und verkauft, wir alle!<\/p><p>Wir haben es nicht gewusst, wird man irgendwann sp&auml;ter sagen, wenn es irgendwann tats&auml;chlich dieses Sp&auml;ter geben wird. Was h&auml;tten wir denn tun k&ouml;nnen, wenn wir doch nichts gewusst hatten? So wird es hei&szlig;en, wenn es denn sp&auml;ter tats&auml;chlich ein Sp&auml;ter gibt. Wolfgang Bittner allerdings sendet mit seinem neuen Buch einen notwendigen, sehr ernst zu nehmenden Weckruf. Ich hoffe, dass er von vielen geh&ouml;rt wird.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&bdquo;Deutschland, verraten und verkauft&ldquo; &ndash; das ist der Titel des <a href=\"https:\/\/www.buchkomplizen.de\/buecher-mehr\/deutschland-verraten-und-verkauft.html\">gerade erschienenen Buches<\/a> von Wolfgang Bittner. 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Konnte man so etwas &uuml;ber ein Land sagen, das zu den m&auml;chtigsten Industriestaaten der Welt geh&ouml;rt, das zu den f&uuml;hrenden L&auml;ndern der westlichen Wertegemeinschaft z&auml;hlt und<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=71700\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":71702,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[169,165,208],"tags":[797,1543,1426,1268,2301,2250,466,575,1418,259,2147,1556],"class_list":["post-71700","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-aussen-und-sicherheitspolitik","category-innen-und-gesellschaftspolitik","category-rezensionen","tag-bittner-wolfgang","tag-deutsche-einheit","tag-hegemonie","tag-kalter-krieg","tag-konfrontationspolitik","tag-nachkriegszeit","tag-nato","tag-ostdeutschland","tag-regime-change","tag-russland","tag-sowjetunion","tag-usa"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/210419_bittner.jpg","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/71700","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=71700"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/71700\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":71712,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/71700\/revisions\/71712"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/71702"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=71700"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=71700"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=71700"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}