{"id":71728,"date":"2021-04-20T11:56:44","date_gmt":"2021-04-20T09:56:44","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=71728"},"modified":"2021-04-22T07:45:39","modified_gmt":"2021-04-22T05:45:39","slug":"null-covid-initiativen-realitaetsferne-strategien-mit-illusionen-in-einen-autoritaeren-corona-staat","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=71728","title":{"rendered":"\u201eNull Covid\u201c-Initiativen \u2012 realit\u00e4tsferne Strategien mit Illusionen in einen autorit\u00e4ren Corona-Staat"},"content":{"rendered":"<p>Seit einiger Zeit geistern Vorstellungen, die sich &bdquo;NoCovid&ldquo; oder &bdquo;ZeroCovid&ldquo; nennen, durch Politik und Medien und es hat sich auch eine Initiative gegr&uuml;ndet, deren Webseite technisch gut gemacht ist und so aussieht, als k&ouml;nne sie auf Ressourcen zur&uuml;ckgreifen. Albrecht M&uuml;ller hat sich am 25. Februar mit diesem <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=70186\">Ph&auml;nomen<\/a> besch&auml;ftigt und der folgende Text von <strong><a href=\"https:\/\/jg-nachgetragen.blog\/\">Joachim Guilliard<\/a><\/strong> untersucht nun etwas detaillierter, worum es bei diesem Ansatz geht.<\/p><p><em>Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verf&uuml;gbar.<\/em><br>\n<!--more--><br>\n<\/p><div class=\"powerpress_player\" id=\"powerpress_player_896\"><!--[if lt IE 9]><script>document.createElement('audio');<\/script><![endif]-->\n<audio class=\"wp-audio-shortcode\" id=\"audio-71728-1\" preload=\"none\" style=\"width: 100%;\" controls=\"controls\"><source type=\"audio\/mpeg\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/210421_Null_Covid_Initiativen_realitaetsferne_Strategien_NDS.mp3?_=1\"><\/source><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/210421_Null_Covid_Initiativen_realitaetsferne_Strategien_NDS.mp3\">https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/210421_Null_Covid_Initiativen_realitaetsferne_Strategien_NDS.mp3<\/a><\/audio><\/div><p class=\"powerpress_links powerpress_links_mp3\">Podcast: <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/210421_Null_Covid_Initiativen_realitaetsferne_Strategien_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_pinw\" target=\"_blank\" title=\"Play in new window\" onclick=\"return powerpress_pinw('https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?powerpress_pinw=71728-podcast');\" rel=\"nofollow\">Play in new window<\/a> | <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/podcast\/210421_Null_Covid_Initiativen_realitaetsferne_Strategien_NDS.mp3\" class=\"powerpress_link_d\" title=\"Download\" rel=\"nofollow\" download=\"210421_Null_Covid_Initiativen_realitaetsferne_Strategien_NDS.mp3\">Download<\/a><\/p><p><strong>&bdquo;Null Covid&ldquo;-Initiativen &#8210; realit&auml;tsferne Strategien mit Illusionen in einen autorit&auml;ren Corona-Staat<\/strong><\/p><p><strong>Forderungen, mit strikteren Shutdowns die Infektionsraten auf null zu dr&uuml;cken, sind realit&auml;tsfern, haben autorit&auml;re Z&uuml;ge und missachten die gravierenden Folgen. Beispiele von L&auml;ndern mit wenigen Infektionen sind auf unsere Verh&auml;ltnisse nicht &uuml;bertragbar.<\/strong><\/p><p>Mit steigenden Corona-Fallzahlen, nicht zuletzt durch den massenhaften Einsatz von Schnelltests,[<a href=\"#foot_1\" name=\"note_1\">1<\/a>] bekommen auch die &ldquo;ZeroCovid&ldquo;- und &bdquo;NoCovid&ldquo;-Initiativen wieder R&uuml;ckenwind, die sich f&uuml;r einen noch strengeren Lockdown engagieren. Die Initiatoren des &bdquo;NoCovid&ldquo;-Appells sitzen dabei bereits im wissenschaftlichen Beraterstab der Bundesregierung und kommen in den Mainstreammedien h&auml;ufig zu Wort. Die ZeroCovid-Aktivisten bem&uuml;hen sich, ihr Anliegen kampagnenartig weiterzuverbreiten. Sie haben Ortsgruppen gebildet, verteilen eine Zeitung und organisierten am 10. April einen <a href=\"https:\/\/zero-covid.org\/actionday\/\">&bdquo;ZeroCovid ActionDay&ldquo;<\/a>. Sie st&uuml;tzen so die Bestrebungen der Corona-Hardliner in Bund und L&auml;ndern nach Fortsetzung des seit &uuml;ber vier Monaten andauernden Lockdowns, der nun &uuml;ber eine Versch&auml;rfung des Infektionsschutzgesetzes bundesweit festgezurrt werden soll.<\/p><p><strong>&bdquo;ZeroCovid&ldquo; &#8210; die Idee eines &bdquo;solidarischen&ldquo; Shutdowns &hellip;<\/strong><\/p><p>Die <a href=\"https:\/\/zero-covid.org\/blog\/\">ZeroCovid-Kampagne<\/a> fordert, die Covid-19-Neuinfektionen nicht nur unter eine bestimmte Grenze zu dr&uuml;cken, sondern durch einen vollst&auml;ndigen Shutdown faktisch auszumerzen. Um Neuinfektionen vollst&auml;ndig zu unterbinden, sollen gleichzeitig in allen europ&auml;ischen L&auml;ndern alle Kontakte zwischen Menschen einige Wochen lang auf ein Minimum reduziert werden &#8210; auch am Arbeitsplatz.<\/p><p>Die bisherige Strategie, die Pandemie durch Lockdowns zu kontrollieren, sei gescheitert. Sie habe &bdquo;<em>das Leben dauerhaft eingeschr&auml;nkt und dennoch Millionen Infektionen und Zehntausende Tote gebracht.<\/em>&ldquo; R&uuml;cksicht auf Wirtschaftsinteressen h&auml;tten wirksamere Ma&szlig;nahmen verhindert. Manche Protagonisten reduzieren dabei die Debatte &uuml;ber die massivsten Grundrechtseingriffe der bundesdeutschen Geschichte auf die Parole <a href=\"https:\/\/www.derfunke.de\/rubriken\/deutschland\/2795-fuer-einen-harten-lockdown-menschenleben-retten-statt-profite\">&bdquo;Menschenleben retten statt Profit&ldquo;<\/a>. &Uuml;bersehen wird dabei, so der Sozialwissenschaftler Alex Demirovi&#263;, dass die &bdquo;<em>Kapitalinteressen wesentlich vielschichtiger sind<\/em>&ldquo;.[<a href=\"#foot_2\" name=\"note_2\">2<\/a>] Zudem zeigen bisherige Erfahrungen, dass gro&szlig;e Konzerne &#8210; im Gegensatz zu kleinen Gewerbetreibenden wie Freiberuflern oder Gastwirten &#8210; auch durch sch&auml;rfere Ma&szlig;nahmen wenig zu bef&uuml;rchten h&auml;tten.<\/p><p>Zum attraktiven antikapitalistischen Touch kommt eine Reihe unstrittig sinnvoller Forderungen, die den relativ gro&szlig;en Zuspruch von linker Seite erkl&auml;ren. Wer w&auml;re hier nicht f&uuml;r einen Ausbau der sozialen Gesundheitsinfrastruktur oder eine &bdquo;solidarische Finanzierung&ldquo; der Ma&szlig;nahmen durch eine europaweite Covid-Solidarit&auml;tsabgabe auf hohe Verm&ouml;gen und Gewinne?<\/p><p>Und nat&uuml;rlich w&auml;re es sinnvoll, Lockdown-Ma&szlig;nahmen st&auml;rker auf die Wirtschaft auszudehnen, statt vorwiegend private Kontakte, Kultur, Sport und Freizeit einzuschr&auml;nken oder gar &#8210; wie bei Aufst&auml;nden oder Krieg &#8210; n&auml;chtliche Ausgangssperren zu verh&auml;ngen. W&auml;hrend Ordnungsh&uuml;ter sogar <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=69734\">Jagd auf Schlittenfahrer ohne Masken<\/a> machten, werden Schutzma&szlig;nahmen in Betrieben kaum kontrolliert.[<a href=\"#foot_3\" name=\"note_3\">3<\/a>] Da zu Hause und am Arbeitsplatz die Ansteckungsgefahr am gr&ouml;&szlig;ten ist, w&auml;re es sicherlich effektiver, gr&ouml;&szlig;ere Firmen oder Abteilungen in &bdquo;nicht dringend erforderlichen Bereichen der Wirtschaft&ldquo; f&uuml;r ein paar Wochen zu schlie&szlig;en, als Museen, kleine L&auml;den oder Fitnessstudios. Allerdings w&uuml;rde auch dies vor allem auf Kosten derer gehen, die in diesen Bereichen ihren Lebensunterhalt verdienen.<\/p><p><strong>&hellip; soziale Hoffnungen in einen &bdquo;autorit&auml;ren Covid-19-Staat&ldquo;<\/strong><\/p><p>Um die sozialen Folgen abzufedern, fordert der Aufruf daher eine vollst&auml;ndige soziale Absicherung gegen die Shutdown-Folgen. Ein &bdquo;umfassendes Rettungspaket f&uuml;r alle&ldquo; sei n&ouml;tig. Die Menschen, die von den Auswirkungen besonders hart betroffen w&uuml;rden, &bdquo;wie Menschen mit niedrigen Einkommen, in beengten Wohnverh&auml;ltnissen, in einem gewaltt&auml;tigen Umfeld, Obdachlose&ldquo;, sollen besonders unterst&uuml;tzt werden. Wer im Shutdown &bdquo;besonders viel Betreuungs- und Sorgearbeit&ldquo; leiste, &bdquo;soll durch gemeinschaftliche Einrichtungen entlastet werden.&ldquo;<\/p><p>Das Forderungspaket f&uuml;r den &bdquo;solidarischen Shutdown&ldquo; l&auml;sst kaum etwas aus, was schon lange w&uuml;nschenswert w&auml;re. Der Aufruf zeuge damit &bdquo;<em>von gutgl&auml;ubigem Vertrauen, dass die Regierenden es schon richten werden, wenn wir ihnen nur die richtigen Ratschl&auml;ge erteilen<\/em>&ldquo;, so der Soziologe Rudolf Bauer in seiner <a href=\"http:\/\/www.heinrichplatz.tv\/?p=34894\">Kritik an dem Aufruf<\/a>. Doch warum sollte nun pl&ouml;tzlich durchsetzbar sein, was in einem ganzen Pandemie-Jahr nicht gelungen ist? Viel wahrscheinlicher ist doch, dass die Corona-Hardliner in Bund und L&auml;ndern die Unterst&uuml;tzung f&uuml;r einen l&auml;ngeren und strengeren Lockdown gerne annehmen, die sonstigen Forderungen aber weiterhin ignorieren und sich die Lage der ohnehin schon Gebeutelten noch weiter versch&auml;rfen w&uuml;rde.<\/p><p>Unber&uuml;cksichtigt bleibt ohnehin eine Vielzahl weiterer Probleme, die Shutdowns mit sich bringen k&ouml;nnen, darunter schwerwiegende soziologische, psychologische und verfassungsrechtliche Folgen. Letztlich erh&auml;lt &bdquo;der autorit&auml;re Covid-19-Staat&ldquo;, wie Karl Reitter in Telepolis feststellte, auf diese Weise nur eine &bdquo;linke Flankendeckung&ldquo;. Schleierhaft ist auch, woher die Initiatoren die Illusion nehmen, es k&ouml;nnte &bdquo;eine gemeinsame Strategie in Europa&ldquo; &#8210; bzw. in der hier wohl gemeinten Europ&auml;ischen Union &#8210; geben. Dies geht schlie&szlig;lich v&ouml;llig an der realen Verfassung des Staatenb&uuml;ndnisses vorbei.<\/p><p><strong>Regierungsberater dr&auml;ngen auf &bdquo;NoCovid&ldquo;-Strategie<\/strong><\/p><p>ZeroCovid orientiert sich an der europaweiten Initiative &bdquo;Contain COVID-19&ldquo;. Zu deren Unterst&uuml;tzerkreis geh&ouml;rt das Gros der Wissenschaftler, die die Bundesregierung als Berater ausgew&auml;hlt hat. Ihr Aufruf zu einer &bdquo;europ&auml;ischen Strategie zur raschen und nachhaltigen Reduktion der COVID-19-Fallzahlen&ldquo;, der am 18.12.2020 in der medizinischen Fachzeitschrift The Lancet erschien, wurde u.a. von den Virologinnen Melanie Brinkmann und Sandra Ciesek und den Physikern Viola Priesemann und Michael Meyer-Hermann verfasst.[<a href=\"#foot_4\" name=\"note_4\">4<\/a>] Christian Drosten war einer der ersten Unterzeichner. Einen Monat sp&auml;ter legten die deutschen Autoren noch eine &bdquo;No-Covid-Strategie&ldquo; nach.[<a href=\"#foot_5\" name=\"note_5\">5<\/a>]<\/p><p>Im Unterschied zu ZeroCovid wollen die Autoren, zu denen mit Clemens Fuest auch der Chef des wirtschaftsnahen &bdquo;ifo Instituts f&uuml;r Wirtschaftsforschung&ldquo; z&auml;hlt, die Wirtschaft m&ouml;glichst wenig belasten. Sofern Schutzma&szlig;nahmen getroffen werden k&ouml;nnen, sollen Unternehmen des produzierenden Gewerbes ge&ouml;ffnet bleiben. &bdquo;<em>Wegen der hohen volkswirtschaftlichen Kosten von Lockdown-Ma&szlig;nahmen d&uuml;rfen Schlie&szlig;ungen von industriellen Produktionsst&auml;tten nur als letztes Mittel dienen<\/em>&ldquo;, hei&szlig;t es in Teil 2 des Strategiepapiers zu &bdquo;Handlungsoptionen&ldquo;.[<a href=\"#foot_6\" name=\"note_6\">6<\/a>] <\/p><p>Durch einen rigiden, fl&auml;chendeckenden Lockdown m&uuml;sse die Zahl der w&ouml;chentlichen &bdquo;Neuinfektionen&ldquo; zun&auml;chst auf weniger als 10 pro 100.000 Einwohner gedr&uuml;ckt werden. Ab dann k&ouml;nne ein Zonenkonzept greifen, wonach in einzelnen Zonen bei weiterem Sinken der Infektionszahlen die Restriktionen stufenweise entfallen w&uuml;rden. Nach 14 Tagen ohne einen neuen Fall d&uuml;rfte in diesen, dann als &bdquo;Gr&uuml;ne Zonen&ldquo; geltenden Gebieten der Lockdown vollst&auml;ndig aufgehoben werden. Durch konsequente &bdquo;Mobilit&auml;tskontrollen, Tests und Quarant&auml;neregelungen&ldquo; m&uuml;sse vermieden werden, dass wieder neue Infektionen in bereits virusfreie Gebiete eingeschleppt werden. Die &bdquo;Gr&uuml;nen Zonen&ldquo; w&uuml;rden sich dadurch, so die Theorie, immer weiter ausbreiten.<\/p><p>Die Pandemie k&ouml;nne viel leichter mit &bdquo;Testen, Kontaktnachverfolgung und Quarant&auml;nisierung&ldquo; unter Kontrolle gehalten werden, so das zentrale Argument der &bdquo;NoCovid&ldquo;-Protagonisten, wenn es nur noch sehr wenige Infektionen g&auml;be. Es habe &bdquo;klare Vorteile, wenn man das Virus komplett los&ldquo; sei. Dem w&uuml;rde wohl niemand widersprechen. Die Frage ist nur, wie man dies in L&auml;ndern, in denen sich der neue Erreger l&auml;ngst fl&auml;chendeckend ausgebreitet hat, erreichen kann. Der &uuml;berwiegende Teil von Fachleuten geht davon aus, dass das neuartige Coronavirus endemisch wird, wir also dauerhaft mit ihm leben m&uuml;ssen.[<a href=\"#foot_7\" name=\"note_7\">7<\/a>]<\/p><p><strong>&bdquo;NoCovid&ldquo;-Illusion: Infektionen in wenigen Wochen auf null<\/strong><\/p><p>Den Autoren zufolge scheint &bdquo;NoCovid&ldquo; jedoch nur eine Frage des Willens zu sein. Die politischen Verantwortlichen wie auch die Bev&ouml;lkerung m&uuml;ssten sich nur dazu verpflichten.[<a href=\"#foot_8\" name=\"note_8\">8<\/a>] Mit &bdquo;<em>verst&auml;rkten und v.a. konsequenter umgesetzten Ma&szlig;nahmen<\/em>&ldquo; k&ouml;nne man, so ihre mutige Prognose, &bdquo;in wenigen Wochen auf 10 pro 100.000&ldquo; kommen.[<a href=\"#foot_9\" name=\"note_9\">9<\/a>] Im australischen Melbourne z.B. seien es von da ab nur noch weitere vier Wochen bis zu einer &bdquo;<em>stabilen &bdquo;Inzidenz von 0<\/em>&ldquo; gewesen.<\/p><p>Ihre Strategie sei daher letztlich verh&auml;ltnism&auml;&szlig;iger und schonender als dauernd wiederkehrende oder verl&auml;ngerte Lockdowns. Sie w&uuml;rde zwar noch sch&auml;rfere Restriktionen erfordern, jedoch nur f&uuml;r kurze Zeit. Dass so etwas in auch Deutschland m&ouml;glich w&auml;re, habe sich im Sommer gezeigt, wo ja auch &bdquo;<em>bereits eine Inzidenz von 2,5 erreicht<\/em>&ldquo; worden sei. Die aktivistischen Wissenschaftler &uuml;bersehen dabei aber geflissentlich, dass die niedrige Zahl im Wesentlichen der warmen Jahreszeit zu verdanken war. Im Herbst konnte sie trotz Kontaktnachverfolgung, Quarant&auml;ne etc. nicht gehalten werden.<\/p><p>Nicht vergessen sollte man auch, dass Brinkmann, Priesemann &amp; Co. Anfang Dezember letzten Jahres in der <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Fortwaehrender-Lockdown-und-die-Evidenz-Merkelscher-Wissenschaft-5031448.html\">Leopoldina-Stellungnahme prognostiziert hatten<\/a>, ein dreiw&ouml;chiger Lockdown w&uuml;rde die Infektionsrate wieder auf ein handhabbares Niveau dr&uuml;cken. Viele renommierte, praxis-bezogene Fachleute hatten es damals bereits f&uuml;r illusorisch gehalten, im Winter dauerhaft unter die von der Regierung anvisierte Rate von 50 corona-positiven F&auml;llen pro Woche zu kommen.[<a href=\"#foot_10\" name=\"note_10\">10<\/a>] Sie mitten in Europa sogar unter 10 zu dr&uuml;cken, w&auml;re selbst mit den strengsten vertretbaren Kontaktbeschr&auml;nkungen nicht zu schaffen. Man kann die zwischenmenschlichen Kontakte einfach nicht so stark minimieren &#8210; nicht zu Hause und auch nicht bei der Arbeit. Dazu bleiben in einem modernen Staat zu viele Bereiche f&uuml;r die Grundversorgung zwingend n&ouml;tig.[<a href=\"#foot_11\" name=\"note_11\">11<\/a>]<\/p><p><strong>Wirkung strenger Lockdowns gering<\/strong><\/p><p>Der geringe Einfluss der bisherigen, teilweise schon sehr rigiden und lange anhaltenden Lockdowns auf das Infektionsgeschehen in den europ&auml;ischen L&auml;ndern spricht ebenfalls nicht daf&uuml;r, dass eine weitere Versch&auml;rfung die erhoffte Wirkung zeigen w&uuml;rde. Vergleiche zwischen Regionen einzelner L&auml;nder mit nahezu gleichen Ma&szlig;nahmen oder zwischen L&auml;ndern mit unterschiedlichen lassen mehreren Studien zufolge kaum einen Zusammenhang zwischen der Verh&auml;ngung strenger Lockdowns und der Entwicklung der Fallzahlen erkennen. Staatlich verordnete rigide Ma&szlig;nahmen wie Kontaktbeschr&auml;nkungen, Ausgangssperren und Schlie&szlig;ungen haben offenbar keine Wirkung, die nennenswert &uuml;ber die g&auml;ngigen milderen hinausgeht, die fast &uuml;berall angewandt werden: Verbot gro&szlig;er Veranstaltungen, Kontaktnachverfolgung und mehr Homeoffice sowie freiwillige Regeln, wie bei ersten Anzeichen einer Krankheit zuhause bleiben, ggf. Selbstisolierung und Verst&auml;ndigung eigener Kontakte.[<a href=\"#foot_12\" name=\"note_12\">12<\/a>] Tats&auml;chlich hat Schweden ohne Lockdown seit langem prozentual weniger Corona-Tote pro Woche zu beklagen als Italien, Frankreich oder Deutschland. <a href=\"https:\/\/www.zerohedge.com\/covid-19\/dr-fauci-cant-explain-why-texas-covid-cases-keep-dropping-despite-reopening\">In Texas<\/a> sind die Zahlen der Neuerkrankungen, Todesf&auml;lle, Krankenhausaufenthalte und Belegung der Intensivstationen unter die der meisten anderen US-Bundesstaaten gefallen, obwohl dort Anfang M&auml;rz alle Corona-Anordnungen aufgehoben wurden.<\/p><p><strong>Infektionsschutz durch rigides Kontrollsystem<\/strong><\/p><p>Auch die Prognose, die Infektionsraten k&ouml;nnten, sobald sie nahe null gedr&uuml;ckt wurden, problemlos und ohne gr&ouml;&szlig;ere Einschr&auml;nkungen f&uuml;r die Bev&ouml;lkerung unten gehalten werden &#8210; ungeachtet sonstiger Umst&auml;nde wie saisonale Einfl&uuml;sse &#8210; ist ziemlich gewagt. Sorgf&auml;ltige Kontaktverfolgung w&uuml;rde daf&uuml;r nicht reichen. N&ouml;tig w&auml;ren auch rigide Kontrollen an den Zonengrenzen. Die Menschen in &bdquo;Gr&uuml;nen Zonen&ldquo; k&ouml;nnten zwar vor Ort wieder weitgehend in die Normalit&auml;t zur&uuml;ck, d&uuml;rften diese aber kaum verlassen. Besuche von au&szlig;erhalb w&uuml;rden dann wohl, wie Andreas Rosenfelde in <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/kultur\/plus224757875\/Corona-Strategie-Die-No-Covid-Dystopie.html\">&bdquo;Die No-Covid-Dystopie&ldquo;<\/a> (Welt, 21.01.2021) ausf&uuml;hrt, von einer Art Grenzpolizei abgefangen, die an den Ausfallstra&szlig;en Kontrollpunkte errichten m&uuml;sste. Au&szlig;engrenzen, H&auml;fen und Flugh&auml;fen m&uuml;ssten weitgehend geschlossen bleiben, Polizei und Kontrollbeh&ouml;rden massiv ausgebaut werden.<\/p><p>&bdquo;<em>#ZeroCovid k&ouml;nnte nur mit einem gnadenlosen Polizeistaat durchgesetzt werden<\/em>&ldquo;, so Karl Reitter auf Telepolis[<a href=\"#foot_13\" name=\"note_13\">13<\/a>] und Thomas Gerlach spricht in der taz daher auch von einer &bdquo;halbtotalit&auml;ren Fantasie&ldquo;. &bdquo;<em>Der Big Brother, also der Pr&auml;ventionsstaat, der sich zuvor mit Video- und Kommunikations&uuml;berwachung, Vorratsdatenspeicherung und Gen-Dateien bei vielen verd&auml;chtig gemacht hatte<\/em>&ldquo;, werde nun, wie <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/kultur\/plus226584357\/Heribert-Prantl-ueber-Corona-Autoritaer-alternativlos.html\">Heribert Prantl feststellte<\/a>, von den Null-Covid-Protagonisten als &bdquo;<em>Freund und Partner<\/em>&ldquo; gesehen und viele &bdquo;<em>schauen mit sehns&uuml;chtigen Augen nach Fernost<\/em>&ldquo;, wo er &bdquo;<em>noch viel bigger ist<\/em>&ldquo;. <\/p><p><strong>Beispiele von Null-Covid-L&auml;ndern nicht &uuml;bertragbar<\/strong><\/p><p>Als Beleg f&uuml;r die Richtigkeit ihrer &bdquo;No-Covid&ldquo;-Strategie berufen sich ihre Autoren darauf, dass sie schon in einer Reihe von L&auml;ndern erfolgreich angewandt worden sei. Neben den asiatischen L&auml;ndern Taiwan, Vietnam und S&uuml;dkorea werden vor allem Neuseeland und Australien ins Feld gef&uuml;hrt. Die Behauptung, die beiden L&auml;nder seien, da ebenfalls parlamentarische Demokratien, mit den europ&auml;ischen sehr gut vergleichbar, entbehrt jedoch jeglicher Grundlage. In der gegen&uuml;berliegenden Hemisph&auml;re liegend haben sie nicht nur andere Jahreszeiten und klimatische Verh&auml;ltnisse, sie sind auch sehr viel d&uuml;nner besiedelt und haben keine Landgrenzen.[<a href=\"#foot_14\" name=\"note_14\">14<\/a>]<\/p><p>Es ist sicherlich richtig, dass eine Reihe von L&auml;ndern auf eine neue Pandemie besser vorbereitet war als die europ&auml;ischen, und kl&uuml;ger reagierte. Alle, die eine gr&ouml;&szlig;ere Ausbreitung des Virus weitgehend verhindern konnten &#8210; neben den aufgez&auml;hlten auch Kuba &#8210; verdankten dies in erster Linie der schnellen Schlie&szlig;ung ihrer Grenzen. Die meisten von ihnen waren Inseln und hatten es daher dabei relativ leicht.[<a href=\"#foot_15\" name=\"note_15\">15<\/a>]<\/p><p>Dazu kam bei allen noch das Gl&uuml;ck, von einer fr&uuml;hen Ausbreitung des Virus verschont geblieben zu sein. In den europ&auml;ischen L&auml;ndern, die im Fr&uuml;hjahr besonders hart getroffen worden waren, wie Italien, Spanien, Frankreich oder Schweden, hatte sich der Erreger schon sehr fr&uuml;h ausgebreitet, noch bevor die Gefahr &uuml;berhaupt bekannt war, in manchen Regionen wahrscheinlich schon ab November 2019.[<a href=\"#foot_16\" name=\"note_16\">16<\/a>]<\/p><p>In Neuseeland wurde der erste Fall hingegen erst am 28. Februar 2020 registriert. Als die dortige Regierung Mitte M&auml;rz &#8210; gleichzeitig mit den meisten europ&auml;ischen L&auml;ndern &#8210; einen <a href=\"https:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/COVID-19_pandemic_in_New_Zealand#Responses\">strikten Lockdown verh&auml;ngte<\/a>, waren nur 3 Wochen vergangen. Bis dahin waren in der abgelegenen Pazifikinsel mit ihren f&uuml;nf Millionen Einwohnern nur 50 Corona-F&auml;lle, d.h. einer pro 100.000 registriert worden und noch kein Todesfall. &Auml;hnlich war die Situation in Australien, wo die Zahl der gemeldeten F&auml;lle pro Einwohner nur wenig h&ouml;her war. In Italien hingegen waren zu diesem Zeitpunkt bereits 900 F&auml;lle und 80 Tote pro 100.000 Menschen gemeldet worden und in Spanien 550 F&auml;lle und 30 Tote. Die weitere Ausbreitung des Virus war hier mit vertretbaren Mitteln kaum noch zu stoppen.<\/p><p>In Neuseeland identifizierten Forscher zwar in den ersten Monaten Hunderte von separaten Virus-Einschleppungen. Die meisten hatten aber h&ouml;chstens eine weitere Ansteckung ausgel&ouml;st. In anderen L&auml;ndern initiierten oft einige wenige sogenannte &bdquo;Superspreader&ldquo; massenhafte Ausbr&uuml;che mit Hunderten von Infizierten. Neuseeland hatte Gl&uuml;ck und blieb davon verschont.[<a href=\"#foot_17\" name=\"note_17\">17<\/a>]<\/p><p>Wer auf die niedrigen Infektionszahlen in Neuseeland verweist, sollte nicht unerw&auml;hnt lassen, dass die Regierung in Wellington zur Durchsetzung der strengen Beschr&auml;nkungen ein ziemlich umstrittenes Gesundheitsma&szlig;nahmen-Gesetz verabschiedete. Es erm&auml;chtigt die Strafverfolgungsbeh&ouml;rden u.a., Wohnungen jederzeit auch ohne Durchsuchungsbeschluss zu betreten. Die Lockdown-Einschr&auml;nkungen sind zwar seit September au&szlig;er Kraft, die Grenzen aber immer noch geschlossen. Auch in Australien gilt noch immer ein Einreiseverbot f&uuml;r Ausl&auml;nder. (Anmerkung der Redaktion: Am gestrigen 19. April startete der seit Pandemiebeginn erstmalige quarant&auml;nefreie Reiseverkehr zwischen Neuseeland und Australien.)<\/p><p>Sehr deutlich zeigt sich dieses grunds&auml;tzliche &bdquo;Null Covid&ldquo;-Dilemma am Beispiel Kuba. Die Insel konnte durch strikte Einreisebeschr&auml;nkungen die Zahl der Corona-F&auml;lle bis November letzten Jahres ebenfalls sehr niedrig halten. Es musste sich aber wegen dringend ben&ouml;tigter Devisen wieder vorsichtig f&uuml;r den Tourismus &ouml;ffnen. Seitdem sind die Neuinfektionen, trotz <a href=\"https:\/\/cubadirect.co.uk\/covid-19-advice-for-cuba\">strenger Schutzma&szlig;nahmen bei der Einreise<\/a>, deutlich gestiegen.<\/p><p><strong>Fehlender Blick auf Verh&auml;ltnism&auml;&szlig;igkeit<\/strong><\/p><p>Null-Covid-Aktivisten untermauern ihre Forderung nach einem strengeren Lockdown moralisch mit dem Verweis auf die hohe Zahl von Corona-Toten, die die bisherige, zu lasche Politik gefordert habe. Weitere Tote m&uuml;ssten durch rasche Senkung der Infektionszahlen auf null verhindert werden. Mit dem ausschlie&szlig;lichen Fokus auf diese Toten wird dem alles andere faktisch untergeordnet.<\/p><p>In ihrer Fixierung auf die Opfer von Covid-19 verkennen sie das volle Ausma&szlig; gesundheitlicher, psychischer und sozialer Folgen der bisherigen Lockdown-Ma&szlig;nahmen und Panikmache, die ebenfalls viele Todesopfer und den Verlust von Lebensjahren fordern k&ouml;nnen &#8210; u.a. durch Zunahme von Armut, Depressionen, Drogenkonsum und h&auml;usliche Gewalt oder Angst vor Arztbesuchen.[<a href=\"#foot_18\" name=\"note_18\">18<\/a>]<\/p><p>Dabei m&uuml;sste, so die &bdquo;COVID-19 Data Analysis Group&ldquo; (CoDAG) an der Uni M&uuml;nchen in ihrer <a href=\"https:\/\/www.covid19.statistik.uni-muenchen.de\/pdfs\/leserbrief.pdf\">kritischen Stellungnahme zur NO-COVID-Strategie<\/a>, bei jeder Ma&szlig;nahme an allererster Stelle sichergestellt werden, dass sie zumindest nicht mehr schadet als n&uuml;tzt. Doch auch die ZeroCovid-Kampagne &uuml;bernimmt v&ouml;llig unkritisch das offizielle Narrativ &uuml;ber die Covid-19-Gefahren und unterl&auml;sst eine Absch&auml;tzung der Verh&auml;ltnism&auml;&szlig;igkeit von Ma&szlig;nahmen.<\/p><p>Selbstverst&auml;ndlich ist Covid-19 eine gef&auml;hrliche Krankheit, die in einigen europ&auml;ischen L&auml;ndern zu &Uuml;bersterblichkeiten im letzten Jahr von &uuml;ber 12 Prozent beitrug. Der neue Erreger ist andererseits aber auch kein Killervirus. In vielen L&auml;ndern blieb die &Uuml;bersterblichkeit gl&uuml;cklicherweise, trotz hoher Corona-Fallzahlen, moderat &#8210; zum guten Teil sicherlich aufgrund wirksamer Schutzma&szlig;nahmen. Dem Zentrum f&uuml;r evidenzbasierte Medizin der Universit&auml;t Oxford zufolge betrug die altersadjustierte &Uuml;bersterblichkeit im Jahr 2020 in Deutschland 3,3 Prozent, in Schweden, dessen Verzicht auf Lockdowns st&auml;ndig als verantwortungslos angeprangert wird, sogar nur 1,5%.[<a href=\"#foot_19\" name=\"note_19\">19<\/a>] In absoluten Zahlen waren es in Deutschland ca. 27.400 zus&auml;tzliche Sterbef&auml;lle, d.h. etwas mehr als die 25.000, die f&uuml;r die schwere Grippesaison 2017\/2018 gesch&auml;tzt wurden. Sie k&ouml;nnen keineswegs allein auf Covid-19 zur&uuml;ckgef&uuml;hrt werden. U.a. k&ouml;nnen auch Lockdown-Ma&szlig;nahmen und Hysterie dazu beigetragen haben. Die &Uuml;bersterblichkeit von August bis Oktober, als wenige Corona-Tote gez&auml;hlt wurden, k&ouml;nnte z.B., so die <a href=\"https:\/\/www.initiative-qualitaetsmedizin.de\/covid-19-pandemie\">Initiative Qualit&auml;tsmedizin<\/a>, auf versp&auml;tete Behandlungen w&auml;hrend der vorhergehenden Monate zur&uuml;ckzuf&uuml;hren sein.<\/p><p>Forscher des RKI kommen in einer neuen Studie &uuml;ber die &bdquo;<em>durch Tod und Krankheit verlorenen Lebensjahre im Verlauf der Pandemie<\/em>&ldquo; zum Schluss, dass der Verlust an Lebensjahren durch COVID-19 &bdquo;<em>im Jahr 2020 unterhalb des &uuml;blichen Verlusts an Lebenszeit durch weitere wichtige Todesursachen<\/em>&ldquo; blieb. &bdquo;Die Analyse der &Uuml;bersterblichkeit legt aber nahe, dass die COVID-19-Pandemie am Ende des Jahres 2020 etwa das Niveau schwerer Influenzawellen erreicht hat.&ldquo; [<a href=\"#foot_20\" name=\"note_20\">20<\/a>]<\/p><p><strong>Zum Mythos erkl&auml;rt: Schutz von Risikogruppen<\/strong><\/p><p>In Deutschland geht die leichte &Uuml;bersterblichkeit vor allem auf eine starke Zunahme von Todesf&auml;llen bei den &uuml;ber 80-J&auml;hrigen zur&uuml;ck.[<a href=\"#foot_21\" name=\"note_21\">21<\/a>] Im ZeroCovid-Aufruf ist vom Schutz der Menschen mit einem besonders hohen Risiko, an Covid-19 zu sterben, keine Rede. Im Strategiepapier von Brinkmann, Priesemann &amp; Co. wird er einfach f&uuml;r nicht praktikabel erkl&auml;rt, indem sie den Umfang der Risikogruppen gro&szlig;z&uuml;gig auf 40 Prozent der Gesamtbev&ouml;lkerung sch&auml;tzen. Die Vorstellung, man k&ouml;nne, wie von vielen Fachleuten seit Monaten gefordert, die vulnerablen Gruppen sch&uuml;tzen, sei ein &bdquo;Mythos&ldquo;. Der einzig wirksame Schutz k&ouml;nne nur darin bestehen, die Infektionszahlen in der gesamten Bev&ouml;lkerung gegen Null zu dr&uuml;cken.<\/p><p>Tats&auml;chlich kommen aber fast 70 Prozent aller Covid-19-assoziierten Todesf&auml;lle aus der Altersgruppe der &uuml;ber 80-J&auml;hrigen.[<a href=\"#foot_22\" name=\"note_22\">22<\/a>] Diese umfasst mit 5,7 Millionen Menschen nur 6,8 Prozent der Bev&ouml;lkerung. Allein 28 Prozent aller Corona-Toten stammen aus dem kleinen Kreis von 850.000 Senioren und Seniorinnen, die in Alten- und Pflegeheimen wohnen. [<a href=\"#foot_23\" name=\"note_23\">23<\/a>] Ihr Anteil hatte im Laufe des letzten Jahres sogar noch stark zugenommen und lag im November bei zwei Drittel, in Schleswig-Holstein sogar bei fast 90 Prozent.[<a href=\"#foot_24\" name=\"note_24\">24<\/a>] <\/p><div class=\"imagewrap\"><a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/210419-Null-Covid-Initiativen-01.png\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/upload\/bilder\/210419-Null-Covid-Initiativen-01.png\" alt=\"\" title=\"\"><span><\/span><\/a><\/div><p><em>Melderaten pro 100.000 Personen in der jeweiligen Alterskohorte in den Kalenderwochen 10-53 2020 &#8210; Quelle RKI-Berichte\/Schrappe et. al, <a href=\"http:\/\/www.matthias.schrappe.com\/index_htm_files\/Thesenpap7_210110_endfass.pdf\">Thesenpapier 7.0<\/a><\/em><\/p><p>Dies l&auml;sst sich nicht einfach auf ihre h&ouml;here Sterblichkeit durch das Virus zur&uuml;ckf&uuml;hren. Wenn ausgerechnet die &uuml;ber 80-J&auml;hrigen Ende letzten Jahres den h&ouml;chsten Anstieg an Infektionen verzeichneten, so weist dies eindeutig auf eine str&auml;fliche Vernachl&auml;ssigung ihres Schutzes hin. Die Lockdown-Ma&szlig;nahmen n&uuml;tzen den &Auml;lteren offensichtlich nichts, konstatierte die CoDAG bereits Anfang Dezember.[<a href=\"#foot_25\" name=\"note_25\">25<\/a>] <\/p><p>Dabei zeigt die Priorisierung bei der Impfreihenfolge, dass durchaus bekannt war, wie begrenzt der Kreis der vulnerabelsten Menschen ist. Und Beispiele wie in T&uuml;bingen zeigen, dass ihr Infektionsrisiko sehr wohl durch <a href=\"https:\/\/www.dw.com\/de\/wie-t%C3%BCbingen-seine-alten-vor-corona-sch%C3%BCtzt\/a-55941233\">zielgerichtete Schutzma&szlig;nahmen<\/a> stark gesenkt werden kann.<\/p><p>Nachdem mittlerweile fast alle Bewohner der Alten- und Pflegeheime und die meisten &uuml;ber 80-J&auml;hrigen entweder infiziert waren oder geimpft wurden (viele gar sowohl als auch), ist die Zahl der w&ouml;chentlichen Corona-Toten unter ihnen drastisch gesunken und damit auch die gesamte Zahl &uuml;ber alle Altersgruppen. Sie stieg bisher auch ungeachtet der Warnungen vor einer &bdquo;Dritten Welle&ldquo; seit Anfang M&auml;rz nur wenig wieder an.<\/p><p>Durch den Schutz der gef&auml;hrdetsten Gruppen hat sich die Lage somit generell schon etwas entspannt. Mit der steigenden Zahl von Menschen, die durch Impfung &#8210; oder auch einer &uuml;berstandenen Infektion &#8210; vor schweren Erkrankungen gesch&uuml;tzt sind, verliert die Zahl der Neuinfektionen an Relevanz. [<a href=\"#foot_26\" name=\"note_26\">26<\/a>] Dies gilt noch mehr f&uuml;r die w&ouml;chentliche Melderate der meist symptomlos bleibenden positiv Getesteten, die irref&uuml;hrend als &bdquo;7-Tage-Inzidenz&ldquo; bezeichnet wird. Dennoch droht eine Versch&auml;rfung des Infektionsschutzgesetzes, die diese Rate zum Ma&szlig;stab macht.<\/p><p>Es w&auml;re zu w&uuml;nschen, dass die ZeroCovid-Aktivisten nicht l&auml;nger den autorit&auml;ren Tendenzen der Exekutive durch Forderungen nach sch&auml;rferem Lockdown und Pochen auf unrealistische Ziele R&uuml;ckendeckung geben, sondern sich auf ihre sozialen Forderungen konzentrieren. Sie k&ouml;nnten sich so gemeinsam mit Kritikern der Corona-Politik gegen deren soziale Schieflage engagieren, sowie gegen die Missst&auml;nde im Gesundheitswesen, in der Pflege etc., die in der Pandemie ja besonders deutlich zutage traten.<\/p><p>Titelbild: Black Salmon\/shutterstock.com<\/p><div class=\"hr_wrap\">\n<hr>\n<\/div><div class=\"footnote\">\n<p>[<a href=\"#note_1\" name=\"foot_1\">&laquo;1<\/a>] <a href=\"https:\/\/www.covid19.statistik.uni-muenchen.de\/pdfs\/codag_bericht_11.pdf\">CODAG Bericht Nr. 11<\/a>, COVID-19 Data Analysis Group (CODAG), Uni M&uuml;nchen,19.03.2021<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_2\" name=\"foot_2\">&laquo;2<\/a>] Alex Demirovi&#263;, <a href=\"https:\/\/www.akweb.de\/bewegung\/zerocovid-warum-die-forderung-nach-einem-harten-shutdown-falsch-ist\/\">Warum die Forderung nach einem harten Shutdown falsch ist<\/a>, AK, 18.1.2021, s. auch Werner R&uuml;gemer, <a href=\"https:\/\/de.rt.com\/gesellschaft\/115434-korruption-ausbeutung-und-arbeitsunrecht-profiteure\/\">Korruption, Ausbeutung und Arbeitsunrecht &ndash; die Profiteure der Corona-Krise<\/a>, RT, 6.4.2021<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_3\" name=\"foot_3\">&laquo;3<\/a>] <a href=\"https:\/\/de.rt.com\/gesellschaft\/115434-korruption-ausbeutung-und-arbeitsunrecht-profiteure\/\">Korruption, Ausbeutung und Arbeitsunrecht &ndash; die Profiteure der Corona-Krise<\/a>, Interview mit Werner R&uuml;gemer, RT, 6.4.2021<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_4\" name=\"foot_4\">&laquo;4<\/a>] Melanie Brinkmann, Sandra Ciesek, Viola Priesemann, <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/2020\/52\/corona-lockdown-weihnachten-europa-reisen-soziale-kontakte-aha-l\/komplettansicht\">Wir m&uuml;ssen das Spiel drehen!,<\/a> DIE ZEIT, Nr. 52\/2020, 10.12.2020<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_5\" name=\"foot_5\">&laquo;5<\/a>] <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/wissen\/gesundheit\/2021-01\/coronavirus-strategie-no-covid-positionspapier-neuinfektionen-lockdown\/komplettansicht\">Null-F&auml;lle-Strategie soll Deutschland aus der Corona-Krise f&uuml;hren<\/a>, Die Zeit, 18.1.2021<br>\n<a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/wissen\/gesundheit\/2021-01\/no-covid-strategie-coronavirus-initiative-lockdown\/komplettansicht\">No-Covid-Strategie: Ohne das Virus leben ist das Ziel<\/a>, Die Zeit, 20.1.2021<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_6\" name=\"foot_6\">&laquo;6<\/a>] Fuest, Clemens et al., <a href=\"https:\/\/www.ifo.de\/publikationen\/2021\/monographie-autorenschaft\/proaktive-zielsetzung-bekaempfung-sars-cov-2-handlungsoptionen\">Eine neue proaktive Zielsetzung f&uuml;r Deutschland zur Bek&auml;mpfung von SARS-CoV-2 2. Teil: Handlungsoptionen<\/a>, ifo-Institut, 10.2.2021<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_7\" name=\"foot_7\">&laquo;7<\/a>] s. Umfrageergebnis unter 119 Immunologen, Epidemiologen und Virologen aus 23 L&auml;ndern in <a href=\"https:\/\/media.nature.com\/original\/magazine-assets\/d41586-021-00396-2\/d41586-021-00396-2.pdf\">The Coronavirus will become Endemic<\/a>, Nature | Vol 590 | 18.2. 2021<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_8\" name=\"foot_8\">&laquo;8<\/a>] Heinz Bude, <a href=\"https:\/\/taz.de\/Initiative-No-Covid\/!5743427\/\">Ja zum Nein zum Virus<\/a>, taz, 21.1.2021<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_9\" name=\"foot_9\">&laquo;9<\/a>] <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/wissen\/gesundheit\/2021-01\/no-covid-strategie.pdf\">No-Covid-Strategie: Eine neue proaktive Zielsetzung f&uuml;r Deutschland zur Bek&auml;mpfung von SARS-CoV-2<\/a>, Version 1.0, 18.1.2021, <\/p>\n<p>[<a href=\"#note_10\" name=\"foot_10\">&laquo;10<\/a>] <a href=\"https:\/\/www.merkur.de\/politik\/angela-merkel-corona-kritik-virologe-klaus-stoehr-deutschland-regeln-strategie-strategie-90175458.html\">Coronavirus: Angela Merkel erntet scharfe Kritik von Virologe Klaus St&ouml;hr &ndash; &bdquo;Zielwert illusorisch&ldquo;<\/a>, Merkur, 25.01.2021<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_11\" name=\"foot_11\">&laquo;11<\/a>] <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/gesundheit\/plus224743309\/No-Covid-Epidemiologe-erklaert-warum-diese-Strategie-in-Deutschland-nicht-funktioniert.html\">No-Covid: Epidemiologe G&eacute;rard Krause, erkl&auml;rt, warum diese Strategie in Deutschland nicht funktioniert<\/a>, Welt, 21.01.2021<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_12\" name=\"foot_12\">&laquo;12<\/a>] <a href=\"https:\/\/www.covid19.statistik.uni-muenchen.de\/pdfs\/codag_bericht_7.pdf\">CODAG Bericht Nr. 7<\/a>, 21.1.2021, J. Guilliard, <a href=\"https:\/\/jg-nachgetragen.blog\/2021\/01\/18\/studie-von-ioannidis-und-kollegen-sieht-keine-wirkung-von-lockdowns\/\">Studie von Ioannidis und Kollegen sieht keine Wirkung von Lockdowns<\/a>, Nachgetragen, 18.1.2021<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_13\" name=\"foot_13\">&laquo;13<\/a>] Karl Reitter , <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/ZeroCovid-und-der-autoritaere-Corona-Staat-5055823.html?seite=all\">#ZeroCovid und der autorit&auml;re Corona-Staat<\/a>, Telepolis, 16.2.2021<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_14\" name=\"foot_14\">&laquo;14<\/a>] G. Kauermann, H. K&uuml;chenhoff, A. Hoyer, R. Brinks, U. Berger, <a href=\"https:\/\/www.covid19.statistik.uni-muenchen.de\/pdfs\/leserbrief.pdf\">Stellungnahme zur NO-COVID Strategie<\/a>, COVID-19 Data Analysis Group, 26.01.2021 <\/p>\n<p>[<a href=\"#note_15\" name=\"foot_15\">&laquo;15<\/a>] The Zero Covid Countries , Swiss Policy Research, 7.12.2020<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_16\" name=\"foot_16\">&laquo;16<\/a>] J. Guilliard, <a href=\"https:\/\/jg-nachgetragen.blog\/2021\/01\/08\/corona-sterblichkeit-unterschiede-zwischen-laendern-ueberwiegend-zufall\/\">Corona-Sterblichkeit: Unterschiede zwischen L&auml;ndern zum guten Teil Zufall<\/a>, Nachgetragen, 8.1.2020<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_17\" name=\"foot_17\">&laquo;17<\/a>] s. K: The Overlooked Variable That&rsquo;s Driving the Pandemic, The Atlantic, 30.9.2020<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_18\" name=\"foot_18\">&laquo;18<\/a>] s. u.a. Christof Kuhbandner, <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Ueber-die-ignorierten-Kollateralschaeden-von-Lockdowns-4993947.html\">&Uuml;ber die ignorierten Kollateralsch&auml;den von Lockdowns<\/a> , Telepolis, 21.12.2020<br>\nEiner Studie von Ari Joffe , klinischer Professor f&uuml;r p&auml;diatrische Intensivmedizin, sind die Sch&auml;den 5-10 Mal h&ouml;her, <a href=\"https:\/\/doi.org\/10.3389\/fpubh.2021.625778\">COVID-19: Rethinking the Lockdown Groupthink<\/a>, Frontiers in Public Health, 26.2.2021 <\/p>\n<p>[<a href=\"#note_19\" name=\"foot_19\">&laquo;19<\/a>] Excess Mortality across Countries in 2020, Centre for Evidence-Based Medicine CEBM, 3.3.2021<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_20\" name=\"foot_20\">&laquo;20<\/a>] <a href=\"https:\/\/www.aerzteblatt.de\/archiv\/217880\">COVID-19-Krankheitslast in Deutschland im Jahr 2020<\/a>, Deutsches &Auml;rzteblatt 9\/2021, 5.3.2021 <\/p>\n<p>[<a href=\"#note_21\" name=\"foot_21\">&laquo;21<\/a>] <a href=\"https:\/\/www.covid19.statistik.uni-muenchen.de\/pdfs\/codag_bericht_8.pdf\">CODAG Bericht Nr 8<\/a>, 05.02.20211<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_22\" name=\"foot_22\">&laquo;22<\/a>] <a href=\"https:\/\/www.rki.de\/DE\/Content\/InfAZ\/N\/Neuartiges_Coronavirus\/Projekte_RKI\/COVID-19_Todesfaelle.html\">Todesf&auml;lle nach Sterbedatum<\/a>, RKI, Stand 26.3.2021<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_23\" name=\"foot_23\">&laquo;23<\/a>] Matthias Schrappe et. al, <a href=\"http:\/\/www.matthias.schrappe.com\/index_htm_files\/Thesenpap7_210110_endfass.pdf\">Thesenpapier 7.0 zur Pandemie durch SARS-CoV-2\/Covid-19<\/a>, 10.1.2021<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_24\" name=\"foot_24\">&laquo;24<\/a>] <a href=\"https:\/\/www.hessenschau.de\/gesellschaft\/zwei-drittel-der-corona-toten-im-november-betreffen-altenheime,corona-altenheim-tote-100.html\">Zwei Drittel der Corona-Toten im November betreffen Altenheime<\/a>, Hessenschau, 20.11.20 , <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/panorama\/Fast-90-Prozent-der-Corona-Toten-aus-Heimen-article22245741.html\">Zahlen aus Schleswig-Holstein Fast 90 Prozent der Corona-Toten aus Heimen<\/a>, n-tv, , 18.12.2020<\/p>\n<p>[<a href=\"#note_25\" name=\"foot_25\">&laquo;25<\/a>] s. Marc Schneble, Goeran Kauermann, Problematische Entwicklung der Fallzahlen bei den Hochbetagten &ndash; Die bisherigen Corona-Ma&szlig;nahmen verfehlen notwendigen Schutz der &Auml;ltesten, in <a href=\"https:\/\/www.covid19.statistik.uni-muenchen.de\/pdfs\/bericht-4.pdf\">CoDAG Bericht 4<\/a>, 11.12.2020 <\/p>\n<p>[<a href=\"#note_26\" name=\"foot_26\">&laquo;26<\/a>] s. Schrappe et. al., <a href=\"https:\/\/corona-netzwerk.info\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/thesenpapier_adhoc2_210414.pdf\">Zentralisierte Willk&uuml;r: &Uuml;ber den Entwurf eines 4. Bev&ouml;lkerungsschutzgesetzes<\/a>, 2. Ad hoc-Stellungnahme zum 4. Bev&ouml;lkerungsschutzgesetz, 14.4.2021<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Seit einiger Zeit geistern Vorstellungen, die sich &bdquo;NoCovid&ldquo; oder &bdquo;ZeroCovid&ldquo; nennen, durch Politik und Medien und es hat sich auch eine Initiative gegr&uuml;ndet, deren Webseite technisch gut gemacht ist und so aussieht, als k&ouml;nne sie auf Ressourcen zur&uuml;ckgreifen. Albrecht M&uuml;ller hat sich am 25. Februar mit diesem <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=70186\">Ph&auml;nomen<\/a> besch&auml;ftigt und der folgende Text von<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=71728\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":71731,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[107,126,149,165],"tags":[2870,2857,2855,2453,1293,3056,1554,1222,2834,3012],"class_list":["post-71728","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-audio-podcast","category-erosion-der-demokratie","category-gesundheitspolitik","category-innen-und-gesellschaftspolitik","tag-grenzschliessungen","tag-lockdown","tag-morbiditaet","tag-mortalitaet","tag-neuseeland","tag-nocovid","tag-orwell-2-0","tag-pandemie","tag-virenerkrankung","tag-zerocovid"],"jetpack_featured_media_url":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/shutterstock_1806343258.jpg","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/71728","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=71728"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/71728\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":71780,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/71728\/revisions\/71780"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/71731"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=71728"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=71728"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=71728"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}