{"id":7173,"date":"2010-10-25T09:28:58","date_gmt":"2010-10-25T07:28:58","guid":{"rendered":"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=7173"},"modified":"2010-10-25T09:28:58","modified_gmt":"2010-10-25T07:28:58","slug":"hinweise-des-tages-1255","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=7173","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante aktuelle Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen. Heute u. a. zu folgenden Themen: Tabak- statt &Ouml;kosteuer; tausche Hartz-IV-Gesetz gegen Mindestlohn; Guttenbergs Ressort halbieren; Aufschwung statt h&ouml;herer L&ouml;hne; 45-Stunden-Woche; Ingenieur als Teilzeit-Sekret&auml;rin; Integrationsdebatte; Stuttgart 21; CO-Pipeline: NRW-Minister will B&uuml;rger mitentscheiden lassen; Energiedebatte; Schock f&uuml;r privat Krankenversicherte; Autobauer verkaufen mehr in China als im eigenen Land; Gleichheit macht gl&uuml;cklich; die H&auml;lfte der Menschheit hat einen Anteil von 2 Prozent am globalen Verm&ouml;gen; Steuerreform oder steuerliche Konter-Reform in Frankreich; Irak: Mehr Gewalt durch S&ouml;ldner; chinesisches Blutbad in afrikanischer Skandalmine; Studienanf&auml;ngerzahlen; NS-Verstrickung des Ausw&auml;rtigen Amtes; Rezensionen: Nachdenken &uuml;ber Deutschland und Einsichten eines Pharmakritikers; Meinungsmache. (KR\/WL)<br>\n<!--more--><\/p><ol>\n<li><a href=\"#h01\">Tabaksteuer soll Industrie st&uuml;tzen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h02\">Ursula von der Leyen: Tausche Hartz-IV-Gesetz gegen Mindestlohn<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h03\">Kommission: Guttenbergs Ressort halbieren<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h04\">Aufschwung XL? Jetzt h&ouml;here L&ouml;hne<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h05\">Experten erwarten die 45-Stunden-Woche<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h06\">Ingenieur als Teilzeit-Sekret&auml;rin<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h07\">Integrationsdebatte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h08\">Stuttgart 21<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h09\">CO-Pipeline: NRW-Minister will B&uuml;rger mitentscheiden lassen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h10\">Energiedebatte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h11\">Schock f&uuml;r privat Krankenversicherte<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h12\">Autobauer verkaufen mehr in China als im eigenen Land<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h13\">Gleichheit macht gl&uuml;cklich<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h14\">Die H&auml;lfte der Menschheit hat einen Anteil von 2 Prozent am globalen Verm&ouml;gen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h15\">Steuerreform oder steuerliche Konter-Reform in Frankreich?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h16\">Irak: Mehr Gewalt durch S&ouml;ldner<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h17\">Chinesisches Blutbad in afrikanischer Skandalmine<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h18\">Studienanf&auml;ngerzahlen: H&ouml;chstst&auml;nde in fast allen L&auml;ndern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h19\">NS-Verstrickung des Ausw&auml;rtigen Amtes: Die Zielmarke &bdquo;Endl&ouml;sung&ldquo; war sehr fr&uuml;h erkennbar<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h20\">Rezensionen: Nachdenken &uuml;ber Deutschland und Einsichten eines Pharmakritikers<\/a><\/li>\n<li><a href=\"#h21\">Meinungsmache<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, <a href=\"?p=7173&amp;email=1\">dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin<\/a>.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Tabaksteuer soll Industrie st&uuml;tzen<\/strong><br>\nDie Koalition einigte sich am Sonntagabend darauf, energieintensive Unternehmen bei der &Ouml;kosteuer nun doch weniger stark zur Kasse zu bitten als urspr&uuml;nglich geplant. Das teilten Bundesfinanzminister Wolfgang Sch&auml;uble (CDU) und Wirtschaftsminister Rainer Br&uuml;derle (FDP) nach einer Spitzenrunde im Kanzleramt mit. Im Gegenzug soll die Tabaksteuer angehoben werden. Da die Erh&ouml;hung mehr Geld einbringt als f&uuml;r die Gegenfinanzierung n&ouml;tig ist, soll nach Angaben von Sch&auml;uble auch eine Steuervereinfachung mit Entlastungseffekten im Volumen von 500 Millionen Euro beschlossen werden. Dies werde sich im Haushalt im wesentlichen ab 2012 auswirken.&ldquo;<br>\nDie h&ouml;here Tabaksteuer soll im kommenden Jahr Mehreinnahmen von 200 Millionen Euro bringen, die dann in den Folgejahren auf 500, 700 bis auf 800 Millionen Euro im Jahr 2014 steigen sollen. Im kommenden Jahr werde die Tabaksteuer damit die geringere Anhebung bei der &Ouml;kosteuer nicht ganz gegenfinanzieren, sagte Sch&auml;uble.<br>\nBei der &Ouml;kosteuer werden die energieintensiven Firmen an drei Punkten weniger stark belastet als geplant. So soll der Sockelbetrag, ab dem Verg&uuml;nstigungen bei der Stromsteuer gew&auml;hrt werden, von derzeit 500 Euro auf 1000 Euro und nicht wie geplant auf 2500 Euro angehoben werde. Dies entlaste vor allem kleinere Betriebe, sagte Sch&auml;uble. Beim sogenannten Spitzenausgleich wird der Steuerrabatt nicht so stark abgesenkt wie geplant. Drittens wird der erm&auml;&szlig;igte Steuersatz f&uuml;r die energieintensiven Wirtschaftsbetriebe von 60 auf 75 und nicht auf 90 Prozent erh&ouml;ht.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.focus.de\/politik\/deutschland\/sparpaket-tabaksteuer-soll-industrie-stuetzen_aid_565301.html\">Focus Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Von einem &bdquo;fairen Ausgleich&ldquo; zwischen Sozialk&uuml;rzungen und Belastungen &bdquo;der Wirtschaft&ldquo; sprach die Kanzlerin bei der <a href=\"?p=6631\">Vorstellung des &bdquo;Sparpakets&ldquo;<\/a>. Von den vier Positionen der &bdquo;Wirtschaft&ldquo; im Sparpaket, der Luftverkehrssteuer, der Brennelementesteuer, der Finanztransaktionssteuer und der Kappung der Ausnahmen von der &Ouml;kosteuer f&uuml;r stromintensive Betriebe (eigentlich m&uuml;sste man genauer von einer Kappung der bisherigen Steuersubventionen in einem Volumen von 8 bis 9 Milliarden sprechen) ist kaum noch etwas &uuml;brig:<\/em><\/p>\n<ul>\n<li><em>Die Finanztransaktionssteuer ist ohne erkennbaren Widerstand der Bundesregierung auf EU-Ebene schon <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/geld\/streit-um-bankenabgabe-schwere-kost-aus-bruessel-1.1009530\">abgeblitzt<\/a>.<\/em><\/li>\n<li><em>Die Brennelementesteuer f&auml;llt niedriger aus als urspr&uuml;nglich angegeben. Anstelle des angepeilten Einnahmenaufkommens von 2,3 Milliarden Euro pro Jahr ist mit h&ouml;chstens 1,5 bis 2 Milliarden <a href=\"http:\/\/www.finanznachrichten.de\/nachrichten-2010-09\/18103835-zeitung-atomsteuer-faellt-niedriger-aus-009.htm\">Euro zu rechnen<\/a>. Zudem sollen die Beitr&auml;ge f&uuml;r den Fonds, mit dem die Gewinne f&uuml;r die Laufzeitverl&auml;ngerung der Atomkraftwerke bis 2016 mit insgesamt 1,4 Milliarden Euro und 2017 nochmals mit bis zu 15 Milliarden Euro abgesch&ouml;pft werden sollen, mit der Brennelementesteuer verrechnet werden. Eine Laufzeitverl&auml;ngerung von zw&ouml;lf Jahren kann den Stromkonzernen einer Gr&uuml;nen-Studie zufolge jedoch weitere 70 Milliarden Euro bescheren.<\/em><\/li>\n<li><em>Die Luftverkehrssteuer tragen ohnehin wiederum die Passagiere und zwar alle gleich, ob sie eine Pauschalreise buchen, Economy-Class oder Business- bzw. First-Class fliegen.<\/em><\/li>\n<li><em>Und jetzt werden auch noch bei der &Ouml;kosteuer die Subventionen f&uuml;r die energieintensiven Betriebe erheblich weniger gekappt als angek&uuml;ndigt. Die Kompensation d&uuml;rfen mal wieder die Verbraucher leisten. Geschickterweise werden daf&uuml;r die Raucher zur Kasse gebeten, da hat man die Mehrheit ohnehin auf seiner Seite.<br>\nDas &bdquo;Sparpaket&ldquo; wird also noch sozial unausgewogener, als es schon bei seiner Vorstellung war. Zur Erinnerung:<br>\n11 Milliarden pro Jahr oder knapp 30 Milliarden der insgesamt geplanten &uuml;ber 80 Milliarden werden von denjenigen &bdquo;ausgepresst&ldquo;, wo eigentlich ohnehin nichts mehr zu holen ist.<\/em><\/li>\n<li><em>Die Zuschl&auml;ge beim &Uuml;bergang vom Arbeitslosengeld I in Hartz IV f&uuml;r Arbeitslose werden gestrichen. Bisher erhielten &uuml;ber 155.000 Haushalte durchschnittlich einen Zuschlag von 110 Euro &uuml;ber 2 Jahre, wenn sie zuvor &uuml;ber lange Zeit erwerbst&auml;tig waren.<\/em><\/li>\n<li><em>Die monatliche Pauschale von d&uuml;rftigen 40,80 Euro, die die Bundesagentur f&uuml;r Arbeitslose an die Rentenversicherung bezahlte, wird gestrichen. Dadurch erh&ouml;hte sich bisher die Rente der Betroffenen zwar nur um den &bdquo;stolzen&ldquo; Betrag von 2,09 Euro, aber damit fehlt der gesetzlichen Rentenkasse insgesamt j&auml;hrlich ein Betrag von 1,8 Milliarden, die entweder durch Rentenk&uuml;rzungen oder durch Erh&ouml;hung der Beitr&auml;ge ausgeglichen werden k&ouml;nnten. F&uuml;r die Grundsicherung der dadurch in Armut fallenden Rentner d&uuml;rfen die Kommunen gerade stehen.<\/em><\/li>\n<li><em>Der Heizungskostenzuschuss beim Wohngeld f&uuml;r Geringverdiener entf&auml;llt.<\/em><\/li>\n<li><em>Das Elterngeld f&uuml;r Hartz-IV-Empf&auml;nger von 300 Euro im Monat wird gestrichen. Schon bei seiner Einf&uuml;hrung ging das Elterngeld zu Lasten der Hartz-IV-Empf&auml;nger. Sie bekamen vorher &uuml;ber zwei Jahre hinweg insgesamt 7.200 Euro und danach monatlich 300 Euro f&uuml;r nur noch ein Jahr.<\/em><\/li>\n<li><em>Die Arbeitslosenversicherung soll k&uuml;nftig ohne Zusch&uuml;sse vom Bund auskommen. Das zwingt die Bundesagentur f&uuml;r Arbeit zu weiteren drastischen Einschr&auml;nkungen.<\/em><\/li>\n<li><em>Bis 2014 sollen bei Hartz-IV-Zahlungen zus&auml;tzlich 3 Milliarden &bdquo;eingespart&ldquo; werden.<\/em><\/li>\n<\/ul>\n<p><em>Und w&auml;hrend man bei der &bdquo;Wirtschaft&ldquo; mit Samthandschuhen vorgeht, packt man bei den Hartz IV-Beziehern schon pr&auml;ventiv zu. Noch bevor das Gesetz verabschiedet ist, setzt die Bundesagentur f&uuml;r Arbeit (BA) bereits jetzt die von der Bundesregierung geplante <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/wirtschaft\/bundesagentur-kuerzt-bereits-elterngeld\/-\/1472780\/4728196\/-\/index.html\">K&uuml;rzung des Elterngelds bei Hartz-IV-Empf&auml;ngern<\/a> um.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Ursula von der Leyen: Tausche Hartz-IV-Gesetz gegen Mindestlohn<\/strong><br>\nArbeitsministerin von der Leyen l&auml;sst bei der Ausweitung der Mindestl&ouml;hne Kompromissbereitschaft erkennen &ndash; und erhofft sich von der Opposition Unterst&uuml;tzung f&uuml;r ihre Hartz-IV-Pl&auml;ne. Einen fl&auml;chendeckenden gesetzlichen Mindestlohn sehe die Ministerin allerdings skeptisch, f&uuml;gte der Sprecher hinzu. Der SPD-Parteivorsitzende Sigmar Gabriel k&uuml;ndigte am Sonntag im Deutschlandfunk an, seine Partei wolle mit der Forderung nach fl&auml;chendeckenden gesetzlichen Mindestl&ouml;hnen in die Gespr&auml;che mit von der Leyen gehen, die im November parallel zu den parlamentarischen Beratungen &uuml;ber die Hartz-Leistungen stattfinden sollen. In SPD-Kreisen hie&szlig; es jedoch, man habe intern noch keine Festlegungen getroffen, Ziel sei zumindest ein Mindestlohn f&uuml;r Leiharbeiter. Daf&uuml;r hat auch Ursula von der Leyen Sympathie, allerdings str&auml;ubt sich ihr Koalitionspartner FDP dagegen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/ursula-von-der-leyen-tausche-hartz-iv-gesetz-gegen-mindestlohn-1.1015502\">SZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Wahrscheinlich ist es naiv zu erwarten, dass den Parteien, die Hartz IV erfunden haben, in der Opposition zu Hartz IV&nbsp; mehr einfallen w&uuml;rde als ein wenig &ouml;ffentlichkeitswirksame Kritik an den f&uuml;nf Euro f&uuml;r Erwachsene. Kinder erhalten keine f&uuml;nf Euro, sollen aber in den Genuss eines Bildungspakets kommen, &uuml;ber dessen &ldquo;Wie&rdquo; viel gestritten wird, dabei reichen 620 Millionen Euro hinten und vorne nicht. Kaum diskutiert wird, dass sozial benachteiligte Kinder aus Armut, Perspektivlosigkeit, schlie&szlig;lich aus Schulabbruch und Arbeitslosigkeit herauszuf&uuml;hren, etliches mehr kostet als Nachhilfeunterricht, Sport im Verein und Schulmittagessen. Man braucht nur regelm&auml;&szlig;ige Nachhilfe f&uuml;r 1,6&nbsp; Mio. Kinder aus Familien von Hartz-IV-Beziehern zusammenzurechnen, um zu merken, dass dieses Bildungspaket l&auml;cherlich ist. Aber die SPD m&ouml;chte lieber &uuml;ber den Mindestlohn verhandeln. Nat&uuml;rlich ist der fl&auml;chendeckende gesetzliche Mindestlohn eine Forderung, die in jede Agenda geh&ouml;rt, zumal dadurch auch die Berechnung von Hartz IV beeinflusst w&uuml;rde. Dann signalisiert man aber nicht, dass ein Mindestlohn f&uuml;r Leiharbeit ein akzeptabler Kompromiss w&auml;re. Hier w&uuml;rde schon die Realisierung der Gleichbehandlung von Leiharbeitern und Kernbelegschaften etliche Probleme l&ouml;sen. &ndash; Aber das Signal an die jetzigen Hartz IV-Bezieher ist verheerend, denn die Annahme der Vorschl&auml;ge der Arbeitsministerin hei&szlig;t u.a. Streichung des Elterngeldes, Streichung des Rentenbeitrags f&uuml;r Hartz-IV-Bezieher zu akzeptieren.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Kommission: Guttenbergs Ressort halbieren<\/strong><br>\nDie Bundeswehr muss einem Expertengutachten zufolge radikal neu organisiert werden, weil das Verteidigungsministerium aufgebl&auml;ht sei und ineffizient arbeite. In dem Bericht stellt die von Minister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) eingesetzte Strukturkommission eine &bdquo;allgemeine Verantwortungsdiffusion&ldquo; fest, die eine &bdquo;stringente Steuerung unm&ouml;glich&ldquo; mache. Die Experten unter Leitung des Chefs der Bundesagentur f&uuml;r Arbeit, Frank-J&uuml;rgen Weise, wollen ihr Gutachten, das dem Tagesspiegel in Teilen vorliegt, am Dienstag pr&auml;sentieren. Darin hei&szlig;t es: &bdquo;Gut ausgebildete und hoch motivierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter behindern sich gegenseitig in Strukturen, die nicht erfolgsf&auml;hig sind.&ldquo; Und weiter: &bdquo;In der derzeitigen Vielfalt von Zust&auml;ndigkeiten ist weder eine durchg&auml;ngige F&uuml;hrung mit klaren Zust&auml;ndigkeiten gegeben, noch werden Erfolge und Misserfolge pers&ouml;nlich verantwortet.&ldquo; Die Kommission empfiehlt, das Ministerium &bdquo;von Grund auf neu zu konzipieren&ldquo;. Es solle so schnell wie m&ouml;glich in Berlin zusammengef&uuml;hrt werden. Zudem solle die F&uuml;hrung unterhalb des Ministers auf einen Staatssekret&auml;r und den Generalinspekteur konzentriert werden. Derzeit gibt es f&uuml;r jede Teilstreitkraft einen Inspekteur, und das Ministerium unterh&auml;lt zwei Dienstsitze &ndash; in Berlin und Bonn. Im ARD-Interview sagte Weise am Sonntag, ein Ministerium m&uuml;sse der Logik folgen, dass es den politischen Willen artikuliere. &bdquo;Und aus meiner Sicht braucht man h&ouml;chstens die H&auml;lfte der Menschen dazu.&ldquo; Statt derzeit 3300 w&auml;ren dann noch 1600 Mitarbeiter im Ministerium &ndash; konzentriert in Berlin. In Bonn w&uuml;rde es nur noch eine nachgeordnete Beh&ouml;rde geben.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/zeitung\/kommission-guttenbergs-ressort-halbieren-experten-halten-das-verteidigungsministerium\/1965754.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Es ist schon bemerkenswert, wie bedenkenlos die de-facto- Abschaffung der Wehrpflicht von den Unionsparteien&nbsp; geschluckt wurde. Die Halbierung des Verteidigungsministeriums d&uuml;rfte allerdings, so sinnvoll das aus Gr&uuml;nden der Effizienz oder der Sparsamkeit (man kann die Worte inzwischen synonym verwenden) sein mag, allerdings den politischen Selbstmord des Ministers einleiten. Das wird ihm das Ministerium nie verzeihen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Aufschwung XL? Jetzt h&ouml;here L&ouml;hne<\/strong><br>\nBemerkenswert ist, dass Br&uuml;derle und Merkel scheinbar die Bedeutung der Binnenwirtschaft und der L&ouml;hne entdeckt haben. Aber es reicht &uuml;berhaupt nicht die Gewerkschaften zu ermuntern deutliche Lohnsteigerungen durch zusetzen. Das ist so, als wenn man einem Menschen mit einem Bein auffordert mal richtig schnell zu laufen.<br>\nNur noch die H&auml;lfte der Besch&auml;ftigten stehen heute unter dem Schutz gewerkschaftlicher Fl&auml;chentarifvertr&auml;ge. Die Tarifbindung ist in den letzten 15 Jahren deutlich erodiert. Besonders verheerend sind die Auswirkungen der Agenda 2010. Immer mehr Menschen arbeiten nur noch befristet, in Leiharbeit oder haben einen Minijob. Gleichzeitig f&uuml;hrt das massive Lohndumping in den ungesch&uuml;tzten Bereichen zu einem erheblichen Druck auf den Tarifbereich. Zum Teil werden sogar Tariflohnsenkungen erzwungen &ndash; auch mit der Androhung von Massenentlassungen.<br>\nWenn Merkel und Br&uuml;derle es ernst meinten mit ihrem Pl&auml;doyer f&uuml;r h&ouml;here L&ouml;hne, dann m&uuml;ssten sie vor allem den gesetzlichen Mindestlohn mit 10 Euro einf&uuml;hren. Und bei der Leiharbeit den Grundsatz der gleichen Bezahlung durchsetzen ebenso wie Befristungen wieder eng regulieren. Wenn die Regierung den privaten Konsum st&auml;rken wollte, dann m&uuml;sste sie das Arbeitslosengeld II auf 500 Euro erh&ouml;hen.<br>\nVon Michael Schlecht, Chefvolkswirt der Bundestagsfraktion DIE LINKE.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.michael-schlecht-mdb.de\/kommentar-aufschwung-xl-jetzt-hohere-lohne.html\">Homepage von Michael Schlecht<\/a>\n<p><em>Dazu:<\/em><\/p>\n<p><strong>Steuersenkung statt Lohnerh&ouml;hung f&uuml;r Arbeitnehmer<\/strong><br>\nDie Koalition will den Aufschwung f&uuml;r die Mittelschicht sichtbar machen. Doch die Wirtschaft bremst bei Tarifabschl&uuml;ssen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article10475136\/Steuersenkung-statt-Lohnerhoehung-fuer-Arbeitnehmer.html\">WELT<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung des NDS-Lesers J.A.:<\/strong> Der hochverschuldete deutsche Staat soll anstelle der hochprofitablen Konzernen die Lohnerh&ouml;hungen zahlen &hellip; sehr logisch &hellip;<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Experten erwarten die 45-Stunden-Woche<\/strong><br>\nAngesichts des zunehmenden Fachkr&auml;ftemangels gehe es mittelfristig nicht ohne l&auml;ngere Arbeitszeiten, sagte der Pr&auml;sident des Deutschen Instituts f&uuml;r Wirtschaftsforschung (DIW), Klaus Zimmermann, der &bdquo;Bild&bdquo;-Zeitung vom Samstag. &bdquo;37,5 oder 38-Stunden-Wochen sind in jedem Fall vorbei.&ldquo; Vor allem in exportorientierten Branchen wie Maschinen- und Anlagenbau, aber auch in der Gesundheits- und der Pflegebranche, wird es nach Einsch&auml;tzung Zimmermanns Bedarf nach l&auml;ngeren Arbeitszeiten geben.<br>\n&ldquo;Mittelfristig werden wir um l&auml;ngere Arbeitszeiten nicht herumkommen&ldquo;, sagte auch der Pr&auml;sident des Instituts f&uuml;r Wirtschaftsforschung Halle (IWH), Ulrich Blum, der Zeitung. Der Wohlstand sei nur zu halten, &bdquo;wenn Unternehmen mehr Freiheiten bei der Gestaltung der Arbeitszeiten bekommen&ldquo;. In der &bdquo;Welt&ldquo; verwies er zudem darauf, dass schon heute in einzelnen Branchen extrem viel gearbeitet werde. In Zukunft werde die 43- bis 45-Stunden-Woche aber f&uuml;r immer mehr Menschen zur Normalit&auml;t werden. Der Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) in K&ouml;ln, Michael H&uuml;ther, verwies laut &bdquo;Bild&ldquo; darauf, dass laut Gesetz sogar eine Wochenarbeitszeit von bis zu 48 Stunden erlaubt sei.<br>\nAuch der CDU\/CSU-Wirtschaftsfl&uuml;gel erwartet deutlich l&auml;ngere Arbeitszeiten. Der Vorsitzende der Mittelstandsvereinigung (MIT), Josef Schlarmann, sagte der &bdquo;Bild&ldquo;, der Fachkr&auml;ftemangel m&uuml;sse auch durch Zuwanderung ausgeglichen werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/wirtschaft\/experten-erwarten-die-45-stunden-woche\/-\/1472780\/4769924\/-\/index.html\">FR<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers G.K.:<\/strong> Nun starten unsere neoliberalen &ldquo;Experten&rdquo; also erneut den Versuch, die hiesigen Arbeitnehmer &uuml;ber l&auml;ngere Arbeitszeiten f&uuml;r die Interessen der Profiteure der neoliberalen Ideologie und f&uuml;r die Interessen der deutschen Exportindustrie bluten zu lassen. Ganz &ldquo;nebenbei&rdquo; w&uuml;rde damit der schon seit der Euro-Einf&uuml;hrung aufgebaute Wettbewerbsdruck auf die &uuml;brigen EU-Staaten und deren Arbeitnehmer nochmals massiv ausgeweitet.<br>\nUnserer Bev&ouml;lkerung wird von nahezu s&auml;mtlichen Mainstreammedien, den neoliberalen &ldquo;Wirtschaftsexperten&rdquo; und der schwarz-gelben Bundesregierung mit Permanenz das M&auml;rchen vom &ldquo;Jobwunder&rdquo; und vom &ldquo;Wirtschaftswunder&rdquo; eingebl&auml;ut. So auch in einem heutigen SWR 1-Radiobeitrag: &ldquo;Deutschland ist wieder wer&rdquo;, wird den Radioh&ouml;rern einleitend mitgeteilt. Die Welt beneide uns um &ldquo;unseren&rdquo; Aufschwung. Das besondere Augenmerk des SWR 1-Beitrages lag auf dem Thema Arbeitslosigkeit: Diese sinke auf unter drei Millionen, Deutschland steuere auf Vollbesch&auml;ftigung zu. Kritische Anmerkungen etwa zu der massiven Sch&ouml;nf&auml;rbung der Arbeitslosendaten durch die Bundesagentur f&uuml;r Arbeit: Fehlanzeige! Kritische Hinweise zu den drastischen Negativfolgen des auch im kommenden Jahr von Deutschland betriebenen Lohn- und Sozialdumping auf die Stabilit&auml;t (bzw. Instabilit&auml;t) v.a. innerhalb der Eurozone: auch hier Fehlanzeige!<br>\nSiehe hierzu  auch die NachDenkSeiten-Beitr&auml;ge <a href=\"?p=7113#h03\">&ldquo;Falsche Prognose&rdquo;<\/a> sowie <a href=\"?p=7169#h03\">&ldquo;Dem Euro sei Dank&rdquo;<\/a>.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Ingenieur als Teilzeit-Sekret&auml;rin<\/strong><br>\nAlle klagen &uuml;ber den Fachkr&auml;ftemangel. Jetzt haben sich Hochqualifizierte selbst zu Wort gemeldet. Ihr Befund: Industrieunternehmen verschenken jede Menge Know-how ihrer Fachleute.<br>\nUnternehmen klagen seit Wochen &uuml;ber einen Fachkr&auml;ftemangel. Jetzt haben sich Hochqualifizierte selbst zu Wort gemeldet und in einem Thesenpapier ihre Lage geschildert. Ein zentraler Befund lautet: Industrieunternehmen verschenken jede Menge Know-how ihrer Fachleute. Denn Ingenieure oder Physiker m&uuml;ssten immer mehr Aufgaben &uuml;bernehmen, die mit ihrer Qualifikation herzlich wenig zu tun haben: Sie m&uuml;ssen ihre Dienstreisen selbst organisieren, st&auml;ndig schicke Powerpoint-Pr&auml;sentationen erstellen und Arbeitsabl&auml;ufe kontrollieren. Forscher und Entwickler &bdquo;werden immer &ouml;fter und &uuml;ber Geb&uuml;hr mit fachfremden Aufgaben wie Marketing und Administration belastet&ldquo;, hei&szlig;t es in dem Papier. Verfasst wurde es von Betriebsr&auml;ten in der Metall- und Elektroindustrie, die nach eigenen Angaben &uuml;ber 50.000 Besch&auml;ftigte in Forschungs- und Entwicklungszentren vertreten.<br>\nIn den letzten Jahren wurden Abteilungsleiter in vielen Unternehmen gezwungen, Personal abzubauen, erz&auml;hlt Hans Lawitzke, der selbst mal Abteilungsleiter war und jetzt Betriebsrat im Entwicklungszentrum von Ford in K&ouml;ln ist. Meist h&auml;tten die Chefs versucht, ihre Ingenieure zu halten und eher Stellen von Sekret&auml;rinnen oder Technikern preisgegeben. Jetzt m&uuml;ssten eben Ingenieure Testaufbauten selbst machen oder B&uuml;romaterial besorgen. Daf&uuml;r seien sie eigentlich &uuml;berbezahlt. Gleichzeitig verschenken die Firmen &bdquo;relativ viel Know-how&ldquo;, res&uuml;miert der Informatiker.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.fr-online.de\/wirtschaft\/arbeit---soziales\/ingenieur-als-teilzeit-sekretaerin\/-\/1473632\/4651652\/-\/index.html\">FR<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Integrationsdebatte<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Auswanderung: Und der Verlierer ist: Deutschland!<\/strong><br>\nSie sind in Deutschland aufgewachsen, haben hier studiert und besitzen den deutschen Pass &ndash; trotzdem wandern immer mehr deutsch-t&uuml;rkische Akademiker aus. Sie haben genug von den Integrationsdebatten.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.sueddeutsche.de\/karriere\/auswanderung-deutsch-tuerkischer-akademiker-und-der-verlierer-ist-deutschland-1.1014005\">SZ<\/a><\/li>\n<li><strong>Von wegen Verweigerer<\/strong><br>\nDie Zahl der Menschen, die einen Integrationskurs nicht antreten, zu dem sie verpflichtet sind, ist in den vergangenen Jahren drastisch zur&uuml;ckgegangen. Das geht aus einer noch unver&ouml;ffentlichten Antwort des Bundesinnenministeriums auf eine kleine Anfrage der Linksparteiabgeordneten Sevim Dagdelen hervor. Die Zahlen stehen im krassen Widerspruch zur aktuellen Debatte, in der vor allem Unionspolitiker nach sch&auml;rferen Sanktionen f&uuml;r vermeintliche &ldquo;Integrationsverweigerer&rdquo; rufen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=in&amp;dig=2010%2F10%2F23%2Fa0148&amp;cHash=d3f5e7a92d\">taz<\/a><\/li>\n<li><strong>&hellip; Orient und Okzident, sind nicht mehr zu trennen<\/strong><br>\nGerade an der Geistesgeschichte Europas l&auml;&szlig;t sich der Unsinn von einem etwaigen Reinheitsgebot fast schon bildlich nachzeichnen. Das heutige Europa w&auml;re ohne arabische Einflussnahme gar nicht denkbar; oder wie Hunke es sagt: &ldquo;In der Tat waren die Str&ouml;me der Erkenntnisse aus orientalischer Mittlerrolle und eigener Sch&ouml;pfung die Geburt einer neuen Weltsicht.&rdquo; Aristoteles Werke, die dazu f&uuml;hren sollten, dem abergl&auml;ubischen Europa des Mittelalters philosophische Grundlagen zu erteilen, auf denen sp&auml;ter Humanismus und Aufkl&auml;rung gedeihen konnten, gelangten &uuml;ber arabische Kontakte zur&uuml;ck nach Europa. Die allgemeine Stimmung des Kulturkampfes aber leugnet die Koexistenz, tut so, als habe stets strikte Trennung geherrscht. Die Koexistenz der Kulturen war nat&uuml;rlich nicht immer friedlich, aber nichtsdestotrotz fand sie statt. Leitkulturen sind Hirngespinste; zu lange lebte man nebeneinander, um fein s&auml;uberlich in christliche oder j&uuml;dische oder islamische Reinheiten unterteilen zu k&ouml;nnen &ndash; oder mit den Worten Goethes: &ldquo;Wer sich selbst und andere kennt; wird auch hier erkennen: Orient und Okzident; sind nicht mehr zu trennen.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/ad-sinistram.blogspot.com\/2010\/10\/orient-und-okzident-sind-nicht-mehr-zu_22.html\">ad sinistram<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Stuttgart 21<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>&Uuml;bler Verdacht: Agents Provocateurs beim Polizeieinsatz in Stuttgart?<\/strong><br>\nSetzte die Polizei vor der gewaltsamen R&auml;umung des Stuttgarter Schlossgartens am 30. September Provokateure ein? Das Video, welches die Polizei nach dem umstrittenen Einsatz gegen die Gegner des Bahnprojekts &ldquo;Stuttgart 21&rdquo; verbreitete, sollte der &Ouml;ffentlichkeit beweisen, dass die Polizisten zuvor hart von den Demonstranten angegriffen wurden. Bei genauerer Betrachtung des Polizei-Videos kommen nun Zweifel auf. W&uuml;rde sich der Verdacht best&auml;tigen, w&auml;re das ein innenpolitischer Skandal.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.antimanifest.de\/ararlock.htm\">Antimanifest<\/a>\n<p><em>Siehe dazu auch:<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Monitor erhebt schwere Vorw&uuml;rfe gegen Ministerpr&auml;sident Mappus<\/strong><br>\nDas ARD-Magazin st&uuml;tzt sich in seinem Verdacht, dass bei den S21-Demonstrationen absichtlich eine Konfrontation herbeigef&uuml;hrt werden sollte, unter anderem auf einen Polizei-Whistleblower&nbsp;<br>\nAm 30. September kam es w&auml;hrend einer Demonstration gegen die teure Tieferlegung des Stuttgarter Bahnhofs zu einem Polizeieinsatz, bei dem es unter den Teilnehmern zahlreiche Verletzte gab. Ein Rentner verlor dabei auf mindestens einem Auge die Sehf&auml;higkeit. Die baden-w&uuml;rttembergische Landesregierung versuchte die Vorf&auml;lle damit zu erkl&auml;ren, dass die Demonstranten mit den Gewaltt&auml;tigkeiten angefangen h&auml;tten, indem sie Pflastersteine warfen.<br>\nSp&auml;ter musste sie allerdings zugeben, dass dies nicht der Wahrheit entsprach und verwies stattdessen auf Videoaufnahmen eines Mannes, der aus den Reihen der Demonstranten Pfefferspray auf einen Polizisten-Brustpanzer spr&uuml;hte, und eines nicht n&auml;her erkennbaren Gegenstandes, der gegen einen Wasserwerfer flog. Den Timecode hatte die Polizei auf den auf ihrer Website zur Verf&uuml;gung gestellten Aufnahmen geschw&auml;rzt. Bei der Pressekonferenz am 5. Oktober, bei der diese Aufnahmen gezeigt wurden, war diese Schw&auml;rzung allerdings noch nicht erfolgt. Hier, so stellte Monitor fest, zeigte der Timecode bei den Ereignissen 14 Uhr und 15 Uhr 50. Das ist insofern bemerkenswert, als das gewaltsame Vorgehen der Polizei bereits um 12 Uhr 48 begann &ndash; also deutlich vor den Ereignissen, die sie nachher zur Rechtfertigung auff&uuml;hrte.<br>\nAuf die Frage, warum man die am 30. September vorgenommene Absperrung der Fl&auml;chen nicht fr&uuml;hmorgens ansetzte, wo keine Sch&uuml;lerdemonstration angek&uuml;ndigt war, meinte Polizeipr&auml;sident Siegfried Stumpf auf der Pressekonferenz, zu dieser Zeit h&auml;tte man den Berufsverkehr gest&ouml;rt. Monitor filmte darauf hin die Stra&szlig;e um 6 Uhr morgens und stellte fest, dass um diese Zeit kaum ein Auto dort f&auml;hrt.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/blogs\/8\/148616\">Telepolis<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>CO-Pipeline: NRW-Minister will B&uuml;rger mitentscheiden lassen<\/strong><br>\nDie Diskussion &uuml;ber das umstrittene Bahnhofsprojekt Stuttgart 21 hat nun auch Auswirkungen auf die Landespolitik von Nordrhein-Westfalen. Nach&nbsp;Ansicht&nbsp;von NRW-Wirtschaftsminister Harry Voigtsberger&nbsp;(SPD) gebe es auch bei der CO-Pipeline die M&ouml;glichkeit, die B&uuml;rger&nbsp;mitentscheiden zu lassen.<br>\nVoigtsberger sagte unserer Redaktion: &ldquo;Wenn es gegen ein Industrieprojekt wie die CO-Pipeline 65.000 Unterschriften wie bei Stuttgart 21 gibt, dann m&uuml;ssen wir die B&uuml;rger mitentscheiden lassen.&rdquo; So k&ouml;nne am Ende ein Ergebnis erreicht werden, das breite Akzeptanz finde, sagte der SPD-Politiker bei einer Konferenz der Gewerkschaft IG Bergbau Chemie Energie.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.rp-online.de\/landtagswahl\/nachrichten\/NRW-Minister-will-Buerger-mitentscheiden-lassen_aid_921966.html\">Rheinische Post<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Energiedebatte<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Atomkraft teurer als Solarenergie<\/strong><br>\nTrotz der k&uuml;nftig h&ouml;heren Umlage durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz ist &Ouml;kostrom immer noch g&uuml;nstig. Denn die Subventionen f&uuml;r Atom und Kohle sind gr&ouml;&szlig;er. Atomkraft hat in den letzten 60 Jahren 204 Milliarden Euro staatlichen Subventionen erhalten. Das sind 3,4 Milliarden pro Jahr oder gut 3 Euro je Monat pro Kopf. Wie das Forum &Ouml;kologisch-Soziale Marktwirtschaft (F&Ouml;S) in einer aktuellen Studie ermittelte, zahlt damit ein Vier-Personen-Haushalt f&uuml;r Atomstrom mehr als f&uuml;r die Erneuerbaren Energien, hinzu kommen die Subventionen f&uuml;r Braun- und Steinkohle.<br>\nDas F&Ouml;S listete Finanzhilfen des Bundes auf wie Forschungsf&ouml;rderung, Steuerverg&uuml;nstigungen in der Energiebesteuerung oder bei der sogenannten Entsorgungsr&uuml;ckstellung. Die Konzernen m&uuml;ssen Geld ansparen, um die Sanierung stillgelegter Atomkraftwerke bewerkstelligen zu k&ouml;nnen &ndash; steuerfrei. Au&szlig;erdem ber&uuml;cksichtigten die F&Ouml;S-Experten Kosten f&uuml;r die Atomm&uuml;lllager Asse II und Morsleben und die Stilllegung der ostdeutschen Reaktoren. Ergebnis: Selbst wenn es nicht zu der von der schwarz-gelben Bundesregierung geplanten Laufzeitverl&auml;ngerung kommt, zahlen wir in den kommenden Jahren weitere 100 Milliarden Euro zur Subventionierung der Atomkraft. Greenpeace kommt zu &auml;hnlichen Zahlen. Demnach wird jede Kilowattstunde Atomstrom mit mindestens 4,3 Cent subventioniert. Die EEG-Umlage macht k&uuml;nftig dagegen nur rund 3,5 Cent aus. &ldquo;Atomkraft ist nicht nur die gef&auml;hrlichste, sondern auch die teuerste Form der Stromerzeugung&rdquo;, sagte Andree B&ouml;hling von Greenpeace.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/zukunft\/umwelt\/artikel\/1\/atomkraft-teurer-als-solarenergie\/\">TAZ<\/a><\/li>\n<li><strong>Kommunale Unternehmen kritisieren Laufzeitverl&auml;ngerungen f&uuml;r Atomkraftwerke<\/strong><br>\nBei der &ouml;ffentlichen Anh&ouml;rung des Wirtschaftsausschusses am Donnerstagnachmittag haben mehrere Experten die &rdquo;Wettbewerbsverzerrungen&ldquo; kritisiert, die durch die Laufzeitverl&auml;ngerung von Atomkraftwerken entst&uuml;nden. Zur Diskussion stand das Energiekonzept der Bundesregierung und das dazu geh&ouml;rige 10-Punkte-Sofortprogramm (17\/3049) sowie ein Antrag der Koalitionsfraktionen (17\/3050).<br>\nHans-Joachim Reck, Gesch&auml;ftsf&uuml;hrer des Verbands kommunaler Unternehmen, sagte, dass den Mitgliedern seiner Verbandes Sch&auml;tzungen zufolge Einbu&szlig;en von 4 bis 4,5 Milliarden Euro durch den l&auml;ngeren Betrieb von Kernkraftwerken entst&uuml;nden. Die Entscheidung der Bundesregierung beeinflusse die &bdquo;unbefriedigende Wettbewerbssituation auf dem Erzeugungsmarkt negativ&ldquo; und beg&uuml;nstige &rdquo;dauerhaft die Oligopolstellung der Energiekonzerne&ldquo;, hei&szlig;t es in der schriftlichen Stellungnahme des Verbandes. Reck forderte deshalb, Unternehmen mit einem Marktanteil von unter 5 Prozent vorrangig aus den Mitteln des neu einzurichtenden Energie- und Klimafonds zu unterst&uuml;tzen. Diese Forderung unterst&uuml;tzte auch Hildegard M&uuml;ller, Chefin des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft: Die Mittel aus dem Fonds, der aus Sonderabgaben der Kernkraftbetreiber gespeist wird, sollten &bdquo;vorrangig Unternehmen zu Gute kommen, die insbesondere im lokalen und regionalen Energieversorgungsbereich t&auml;tig sind&ldquo;.<br>\nAuch Hermann Albers, Pr&auml;sident des Bundesverbands Windenergie, kritisierte den &bdquo;unzureichenden Wettbewerb&ldquo; auf dem deutschen Energiemarkt. Folgekosten der Erzeugung von Atom- und Kohlestrom w&uuml;rden ihren Erzeugern nicht aufgeb&uuml;rdet, was eine Benachteiligung der Erzeuger erneuerbarer Energie darstelle. Vor diesem Hintergrund pl&auml;dierte Albers daf&uuml;r, die F&ouml;rderung von Wind- und Sonnenenergie nicht st&auml;rker als bislang geplant zu k&uuml;rzen.<br>\nDie Bedeutung von mehr Wettbewerb auf dem Energiemarkt unterstrich auch Andreas Mundt, Pr&auml;sident des Bundeskartellamts: Laufzeitverl&auml;ngerungen w&uuml;rden das Risiko bergen, &bdquo;dass die herrschende Struktur der Stromm&auml;rkte zugunsten der gro&szlig;en vier Erzeuger RWE, E.ON, Vattenfall und EnBW zementiert wird&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.bundestag.de\/presse\/hib\/2010_10\/2010_336\/01.html\">Deutscher Bundestag<\/a><\/li>\n<li><strong>Sp&auml;tes Interview mit Hermann Scheer<\/strong><br>\nLeser A.G. schrieb uns: &bdquo; &ldquo;Democracy Now&rdquo; hat Hermann Scheer am 15.10. mit der Ausstrahlung eines seiner letzten Interviews gew&uuml;rdigt. Das von Amy Goodman gef&uuml;hrte Interview fasst die &Uuml;berzeugungen und Visionen Scheers gut zusammen und ist daher sehr sehenswert. Inhalte des Interviews sind u.a. Aussagen zu der &ldquo;Machbarkeit&rdquo; einer Energiewende&nbsp;hin zu&nbsp;100% erneuerbaren Energien, der Erfolg des Erneuerbare-Energien-Gesetzes in Deutschland, die Schwierigkeiten Obamas mit einer Energiewende in den USA, die Macht der Energiekonzerne, die Abh&auml;ngigkeit&nbsp;der Politik&nbsp;von denselben, die Gefahren der Abh&auml;ngigkeit demokratischer Staaten von &ouml;lexportierenden &ldquo;Schurkenstaaten&rdquo;, die wirtschaftlichen Folgen fehlender energetischer Unabh&auml;ngigkeit f&uuml;r Dritte-Welt-Staaten&nbsp;sowie das systematische Versagen&nbsp;der Weltklimagipfel.&ldquo;&nbsp;<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.democracynow.org\/2010\/10\/15\/hermann_scheer_1944_2010_german_lawmaker\">democracynow.org<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Schock f&uuml;r privat Krankenversicherte<\/strong><br>\n(&hellip;) Damit zeigt sich, dass die private Krankenversicherung &ndash; anders als oft behauptet &ndash; nicht krisenresistenter ist als die gesetzliche Krankenversicherung. Bei den Krankenkassen brechen die Einnahmen in der Krise durch steigende Arbeitslosigkeit und sinkende L&ouml;hne (Kurzarbeit) ein. Der privaten Krankenversicherung fallen die niedrigen Zinss&auml;tze auf die F&uuml;&szlig;e. Es zeigt sich somit, dass die Privaten der gesetzlichen Krankenversicherung praktisch in keinem Punkt &uuml;berlegen sind. Ihre Pr&auml;mien sind in den vergangenen Jahren deutlich st&auml;rker angestiegen, ihr Leistungsversprechen bleibt &ndash; mit Ausnahme der &auml;rztlichen Versorgung &ndash; bei manchen Gesellschaften oft deutlich hinter dem der gesetzlichen Krankenversicherung zur&uuml;ck. Gerade letzteres ist der breiten &Ouml;ffentlichkeit aber kaum bekannt.<br>\nDas alles zeigt, dass es f&uuml;r die schwarz-gelbe Koalition objektiv keinen fundierten Grund gibt, Gesetze zugunsten der privaten und zulasten der gesetzlichen Krankenversicherung zu machen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.berlinonline.de\/berliner-zeitung\/archiv\/.bin\/dump.fcgi\/2010\/1023\/wirtschaft\/0070\/index.html\">Berliner Zeitung<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Autobauer verkaufen mehr in China als im eigenen Land<\/strong><br>\nDie deutschen Autohersteller k&ouml;nnten in diesem Jahr mehr Neuwagen in China verkaufen als im eigenen Land. &bdquo;Der Markt Deutschland wird f&uuml;r die Autoindustrie zusehends unbedeutender&ldquo;, teilte CAR-Direktor Ferdinand Dudenh&ouml;ffer mit. Bis 2025 k&ouml;nnte nach seinen Sch&auml;tzungen der Absatz in China auf insgesamt auf 30 Millionen Neuwagen anwachsen, w&auml;hrend es in Deutschland nur drei Millionen seien. &bdquo;China wird das neue Zentrum der weltweiten Autoindustrie&ldquo;, so Dudenh&ouml;ffer. Dies bedeute, dass auch immer mehr Arbeitspl&auml;tze in das Land verlagert w&uuml;rden. Volkswagen, Europas gr&ouml;&szlig;ter Autoproduzent, verkauft schon heute mehr in China als in Deutschland. Der Konzern plane etwa bis 2015 drei neue Werke in China und habe dann in der zweitgr&ouml;&szlig;ten Volkswirtschaft der Welt genauso viele Fabriken wie in Deutschland, analysiert CAR. Es sei auch m&ouml;glich, dass bereits in den n&auml;chsten zehn Jahren &bdquo;deutsche&ldquo; Autos in China gebaut und dann im Heimatland verkauft werden, meint Dudenh&ouml;ffer.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/wirtschaft\/autobauer-verkaufen-mehr-in-china-als-im-eigenen-land\/1965702.html\">Tagesspiegel<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Bereits 2003 hat der damalige VW-Vorstand Robert B&uuml;chelhofer vom Export von in China produzierten Volkswagen getr&auml;umt. Einige dort hergestellte Teile werden bereits nach Deutschland geliefert. &ldquo;China wird zu einem integralen Teil der weltweiten VW-Operationen werden&rdquo;, sagte damals&nbsp; B&uuml;chelhofer. &ndash; Die Vorstellung von &ldquo;footloose&rdquo; agierenden global players wird allm&auml;hlich Realit&auml;t.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Gleichheit macht gl&uuml;cklich<\/strong><br>\nGesellschaftliche Gleichheit ist in den vergangenen Jahrzehnten geh&ouml;rig aus der Mode gekommen. Mainstream-&Ouml;konomen haben uns erkl&auml;rt, man habe Ungleichheiten in Kauf zu nehmen. M&ouml;gen sie auch unser ethisches Empfinden verst&ouml;ren &ndash; sie seien nun einmal funktional f&uuml;r eine prosperierende &Ouml;konomie, von der letztlich alle etwas h&auml;tten, auch die Armen. Gesellschaftsanalytiker haben darauf hingewiesen, dass die Welt nun einmal bunt und das doch sch&ouml;n sei und Gleichmacherei doch niemand w&uuml;nsche. Wer sich f&uuml;r mehr materielle Egalit&auml;t eingesetzt hat, und sei es nur eine kleine Prise mehr Egalit&auml;t, wurde mindestens als naiver Tr&auml;umer, wenn nicht gar als gef&auml;hrlicher Kommunist abgekanzelt.- Die Finanz- und Wirtschaftskrise hat daran nichts Fundamentales ge&auml;ndert. Wer sich also f&uuml;r progressive Reformen einsetzen will, der muss zweierlei klarmachen. Erstens: dass egalit&auml;rere Gesellschaften auch &ouml;konomisch funktionst&uuml;chtiger sind als die mit groben Ungleichheiten. Zweitens: dass egalit&auml;rere Gesellschaften im Allgemeinen besser funktionieren.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=me&amp;dig=2010%2F10%2F23%2Fa0183&amp;cHash=c68eef7623\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Die NDS haben schon darauf hingewiesen, dass seit l&auml;ngerem zum Verh&auml;ltnis von Ungleichverteilung und Lebensstandard geforscht wird. Lange vor Richard Wilkinson und Kate Pickett hat beispielsweise Anthony Atkinson herausgearbeitet, dass sogar ein geringeres Bruttoinlandsprodukt bei einer Verringerung der Ungleichverteilung einen h&ouml;heren Lebensstandard erm&ouml;glicht. Richard Wilkinson und Kate Pickett d&uuml;rfte &auml;hnlich wie Atkinson Opfer der Ignoranz des wissenschaftlichen und politischen Mainstreams werden. Wann immer Studien z.B. zur Polarisierung der Einkommen (zuletzt DIW) erscheinen, halten Leitmedien wie Welt oder FAZ dagegen &ndash; auch wenn z. B <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/RubC17179D529AB4E2BBEDB095D7C41F468\/Doc~E2E5BBA6046D345D4AAA1D01481545212~ATpl~Ecommon~Scontent.html\">die FAZ Wilkinson\/Pickett positiv rezensiert<\/a>.<br>\nWer m&ouml;chte, kann <a href=\"http:\/\/www.wzb.eu\/wzb\/pdf\/rede_atkinson.de.pdf\">hier [PDF &ndash; 40 KB]<\/a> Atkins Rede (Ungleichheit aus wirtschaftswissenschaftlicher Perspektive) als Preistr&auml;ger des A.SK Social Science Award nachlesen.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Die H&auml;lfte der Menschheit hat einen Anteil von 2 Prozent am globalen Verm&ouml;gen<\/strong><br>\nIn den letzten 10 Jahren ist nach einem Bericht von Credit Suisse das weltweite Privatverm&ouml;gen um 72 Prozent gestiegen auf 195 Billionen Dollar gestiegen<br>\nDer globale Reichtum ist sehr unterschiedlich verteilt. Das ist bekannt. Aber Credit Suisse hat im ersten Global Wealth Report nicht nur erfasst, wie viel Verm&ouml;gen die Reichen und Superreichen haben, sondern das ganze Spektrum von Reich bis Arm &ndash; und dies angeblich mit ziemlich aktuellen Zahlen von Mitte 2010 von 200 L&auml;ndern.<br>\nNach dem Bericht, der Anfang Oktober ver&ouml;ffentlicht wurde, aber kaum Resonanz gefunden hat, scheint es der Menschheit besser zu gehen. Immerhin soll der globale Reichtum von allen 4,4 Milliarden erwachsenen Menschen seit 2000 trotz der Finanzkrise um 72 Prozent auf 195 Billionen USD zugelegt haben. Dagegen w&uuml;rden die Staatsschulden gerade einmal bei 45 Billionen liegen. W&uuml;rde man das Privatverm&ouml;gen unter allen 4,4 Milliarden Erwachsenen aufteilen, w&uuml;rde jeder einen Anteil von immerhin 43.800 USD erhalten. Aber wie man wei&szlig;, verbreitert sich nur die Alterspyramide jetzt nach oben, w&auml;hrend die Verm&ouml;genspyramide von einem sehr breiten Fundament ausgeht und in einer absolut d&uuml;nnen Spitze endet.<br>\nDie Mehrzahl der Menschen, die sich unten an der Pyramide des Reichtums befinden, gehen praktisch leer. &Uuml;ber 3 Milliarden Erwachsene, das sind 68,4, haben gerade einmal einen Anteil von 4,2 Prozent am globalen Verm&ouml;gen, die H&auml;lfte der Erwachsenen hat einen Anteil von 2 Prozent. 1,1 Milliarden besitzen weniger als 1000 USD, 2,5 Milliarden haben kein Geldverm&ouml;gen.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/blogs\/8\/148621\">Telepolis<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Steuerreform oder steuerliche Konter-Reform in Frankreich?<\/strong><br>\nInhalt eines in der Pariser Tageszeitung Le Monde vom 21.10.2010 erschienenen Debatten-Beitrags von Vincent Drezet, Sprecher der frz. Steuergewerkschaft SNUI und Pierre Khalfa Sprecher der Gewerkschafts-Union Solidaires und Mitglied im wissenschafltichen Beirat von Attac-France. &Uuml;bertragen von Gerhard Kilper.<br>\nSeit rund einem Vierteljahrhundert wird die Steuerbelastung der reichsten franz&ouml;sischen Privat-Haushalte und die Steuerbelastungen der franz&ouml;sischen Unternehmen, besonders der Gro&szlig;unternehmen, durch steuerliche Konter-Reformen gesenkt.<br>\nSo betrug der H&ouml;chstsatz der Einkommensteuer in Frankreich im Jahr 1982 noch 65%, im Jahr 2007 wurde er auf 40% abgesenkt und die Besteuerung der Kapitalgesellschaften sank im gleichen Zeitraum von 50% auf 33,3%. Dabei sind das nur theoretische Steuers&auml;tze, die faktische Steuerbelastung der gr&ouml;&szlig;ten b&ouml;rsennotierten Unternehmen CAC 40 liegt bei 8%, die der kleineren Unternehmen bei 28%. Durch verschiedene Spezial-Ausnahmeregelungen ist es sehr oft m&ouml;glich, v&ouml;llig legal der Besteuerung zu entgehen. Der franz&ouml;sische Fiskus verliert so Jahr f&uuml;r Jahr rund 75 Milliarden Euro!<br>\nIm Kontrast dazu ist die Entlastung der Reichen durch Sarkozys Steuerpaket um 700 Mio Euro im Jahr 2009 eher ein knauseriges Almosen (Sarkozys Steuerpaket begrenzte die Maximalbelastung der Steuerzahler durch Einkommen-, Verm&ouml;gen- und andere direkte Steuern ab dem 1.1.2007 auf 60% und ab dem 1.1.2008 auf 50% des zu versteuernden Einkommens).<br>\nAuch der Zusammenhang zwischen Mittelk&uuml;rzungen f&uuml;r die Steuerkontrolle und der Entwicklung des Steuerbetrugs sollte hervorgehoben und diskutiert werden. Vor dem Hintergrund der Globalisierung konnte der Steuerbetrug vielf&auml;ltige neue Wege beschreiten und sich besonders der Steuerparadiese bedienen.<br>\nDie steuerlichen Konter-Reformen f&uuml;hrten in Frankreich nicht nur zu einem immer weniger umverteilenden bzw. immer mehr inegalit&auml;ren Steuersystem, sondern auch zu einer relativen Absenkung der Staatseinnahmen. Diese betrugen im Jahr 1982 noch 22,5% des Bruttosozialprodukts, im Jahr 2009 jedoch nur noch 15,1%. Durch die damit bewirkte &bdquo;Verschlankung&ldquo; ist der Staat immer weniger in der Lage, seinen Aufgaben gerecht werden zu k&ouml;nnen.<br>\nDie aktuelle, von der Finanzkrise ausgel&ouml;ste Staats-Schulden-Explosion ist umso gravierender, als sie f&uuml;r eine K&uuml;rzungsrunde der &ouml;ffentlichen Haushalte herhalten muss, die zu erneuter Rezession und zu einer Versch&auml;rfung der Haushaltsdefizite f&uuml;hren wird, wenn die Steuereinnahmen schneller zur&uuml;ckgehen als die Staatsausgaben gesenkt werden k&ouml;nnen.<br>\nAllgemeiner Konsens scheint dar&uuml;ber zu bestehen, dass die aktuelle Situation der &ouml;ffentlichen Haushalte so nicht aufrechterhalten werden kann. Die vorgeschlagenen Ma&szlig;nahmenkataloge zeigen allerdings einige Unterschiede.<br>\nEin Teil der franz&ouml;sischen Rechten pl&auml;diert f&uuml;r die R&uuml;cknahme des 2006 verabschiedeten Sarkozyschen Steuerpakets &ndash; bei gleichzeitiger Abschaffung der Verm&ouml;gensteuer, eine Ma&szlig;nahme, die f&uuml;r die 1,5% reichsten Franzosen ein Steuergeschenk von 3 Milliarden Euro br&auml;chte. Die franz&ouml;sische Rechte schl&auml;gt zwar auch vor, den Spitzensteuersatz von 40% auf 45% oder 46% zu erh&ouml;hen, was jedoch zu weniger als eine Milliarde Euro zus&auml;tzlicher Steuereinahmen f&uuml;hren w&uuml;rde. Die Ma&szlig;nahme tr&auml;fe zudem nicht die wirklich Verm&ouml;genden, sondern eher die Spitzenverdiener der oberen Mittelklasse, die bisher nicht unter die Verm&ouml;gensteuer fallen.<br>\nEin Teil der franz&ouml;sischen Linken will Einkommensteuer und allgemeine Sozialabgaben zusammenlegen, um auch bei Sozialabgaben zur Progression zu kommen. Eine an sich gute Idee, doch besteht die Gefahr, dass aufgrund dringenden Mittelbedarfs der Sozialhaushalt im allgemeinen Staatshaushalt aufgeht und am Ende f&uuml;r Sozialausgaben mangels Budget das Geld fehlt. Die gleichen Leute und andere Linke wollen &uuml;ber die Steuerpolitik die &bdquo;Belastung&ldquo; der Arbeit verringern und daf&uuml;r die Belastung des Konsums erh&ouml;hen. Sie schlagen vor, die Arbeitgeber-Sozialbeitr&auml;ge durch eine &bdquo;soziale&ldquo; Umsatzsteuer zu ersetzen. Aber: Arbeitgeber-Sozialbeitr&auml;ge sind keine Besteuerung der Arbeit, sondern Teil der Arbeitnehmer-L&ouml;hne und f&uuml;r die allermeisten franz&ouml;sischen Privat-Haushalte sind Arbeits-Einkommen die einzige Einkommensquelle. Da mit den Arbeits-Einkommen Konsumausgaben finanziert werden, bedeutet eine Belastung des Konsums durch eine h&ouml;here Umsatzsteuer indirekt auch eine Belastung der Arbeits-Einkommen bzw. am Ende eine relativ h&ouml;here Steuerlast f&uuml;r die niedrigen Einkommen. Faktisch zielt dieser Vorschlag darauf ab, die soziale Verantwortung der Unternehmen auf die Privat-Haushalte abzuw&auml;lzen &ndash; anscheinend kann heute (auch auf der Linken) alles mit der angeblichen Notwendigkeit der Absenkung der Lohnkosten gerechtfertigt werden.<br>\nBei der Verteilung des franz&ouml;sischen Volkseinkommens ist der Anteil der L&ouml;hne (inklusive Arbeitgeber-Sozialbeitr&auml;ge) im Vergleich zum Jahr 1982 um fast 9% gesunken (um 5% gemessen am Durchschnitt der &bdquo;30 glorreichen Jahre&ldquo;). In der gleichen Zeit ist in Frankreich die Arbeitsproduktivit&auml;t um 50% gestiegen und die Dividendenauszahlungen an die Aktion&auml;re sind explosionsartig in die H&ouml;he geschnellt. Wer daher die Arbeitskosten weiter senken will, setzt einfach die seit einem Vierteljahrhundert in Gang befindliche neoliberale Politik ohne Abstriche fort. Linke Politik?<br>\nWir schlagen einen Neuanfang bei der Verteilung des Sozialprodukts vor, einen &bdquo;steuerlichen big bang&ldquo;, der die notwendigen Lehren aus der Krise zieht und sich an einigen fundamentalen Prinzipien orientiert:\n<ul>\n<li>Die Steuerbemessungsgrundlagen werden erweitert<\/li>\n<li>Die Einkommensteuerprogression wird bei gleichzeitiger Vermehrung der Steuerstufenschritte angehoben<\/li>\n<li>Zur Eind&auml;mmung extrem hoher Einkommen (insbesondere der Finanzbranche) wird ein abschreckend hoher Grenzsteuersatz eingef&uuml;hrt (eine Rooseveltsche New Deal-Ma&szlig;nahme)<\/li>\n<li>Die Verm&ouml;gensteuer wird mit dem Ziel &uuml;berarbeitet, Milliard&auml;re auch tats&auml;chlich zu belasten<\/li>\n<li>Die Lokalsteuern werden mit einer Orientierung an der Leistungsf&auml;higkeit der Privat-Haushalte neu konzipiert und<\/li>\n<li>Einzuf&uuml;hrende &Ouml;ko-Steuern d&uuml;rfen keine den Konsum belastende oder Sozialabgaben ersetzende Steuern sein.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Jenseits unserer &Uuml;berlegungen sollte die franz&ouml;sische Regierung eine Steuerdebatte auf europ&auml;ischer Ebene initiieren, da nicht hingenommen werden kann, dass der Aufbau einer Wirtschafts- und W&auml;hrungsunion von Steuer- und Sozialdumping begleitet wird.<br>\nZudem sollten neue steuerliche Instrumente zur ausreichenden Beschaffung von Mitteln f&uuml;r einen EU-Haushalt entwickelt werden. Mit diesen Mitteln k&ouml;nnten EU-&ouml;ffentliche Ausgaben gegen die Krise und f&uuml;r eine &ouml;kologische Transformation der europ&auml;ischen Wirtschaft finanziert werden.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.lemonde.fr\/idees\/article\/2010\/10\/20\/reforme-ou-contre-reforme-fiscale_1428759_3232.html\">Le Monde<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Irak: Mehr Gewalt durch S&ouml;ldner<\/strong><br>\nDer Einsatz privater Sicherheitsfirmen im Irak hat das Kriegschaos und die Gewalt erheblich versch&auml;rft. Das geht laut &bdquo;New York Times&ldquo; aus den geheimen Milit&auml;rakten hervor, die die Internetplattform Wikileaks ver&ouml;ffentlichte.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/politik\/mehr-gewalt-durch-soeldner\/1965582.html\">Tagesspiegel<\/a><\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Chinesisches Blutbad in afrikanischer Skandalmine<\/strong><br>\nIn einer Kohlemine er&ouml;ffneten chinesische Manager das Feuer auf unzufriedene Bergleute. Sambia besitzt gigantische Vorkommen an Kupfer und anderen Bodensch&auml;tzen und ist eines der gr&ouml;&szlig;ten Investitionsziele chinesischer Bergbaufirmen in Afrika. Die Kohlemine Collum im s&uuml;dsambischen Sinazongwe ist umstritten. Die Bergleute leben direkt auf dem Bergwerksgel&auml;nde, nach schweren Regenf&auml;llen zu Jahresanfang brach Cholera aus, und die Mine wurde vom Staat f&uuml;r drei Wochen geschlossen. Im Juni wurden 22 Bergleute unter Tage bei einem Unfall schwer verletzt, im Juli beschwerte sich der traditionelle Chief von Sinazongwe, chinesische Vorarbeiter w&uuml;rden die sambischen Bergleute w&auml;hrend der Arbeit misshandeln und verpr&uuml;geln wie zu Kolonialzeiten.<br>\nChinas Pr&auml;senz in Sambia ist umstritten. Sie war eine Hauptkontroverse bei den Wahlen 2006 und 2008, die der militant antichinesische Gewerkschafts- und Oppositionsf&uuml;hrer Michael Sata jeweils nur ganz knapp verlor. Der amtierende Pr&auml;sident Rupiah Banda ist ein Freund Pekings und erkl&auml;rte in Reaktion auf die Schie&szlig;erei von Collum, es sei unfair, die Chinesen zu kritisieren, andere Arbeitgeber w&uuml;rden schlie&szlig;lich auch ihre Angestellten erschie&szlig;en, und in Sambia w&uuml;rden jeden Tag Menschen angeschossen. Zugleich reiste Sambias Verteidigungsminister nach Peking und holte sich dort Versprechungen einer intensivierten milit&auml;rischen Zusammenarbeit ab.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/archiv\/digitaz\/artikel\/?ressort=au&amp;dig=2010%2F10%2F23%2Fa0166&amp;cHash=3a2e162273\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Orlando Pascheit:<\/strong> Aber wir feiern China als Retter der abendl&auml;ndischen Konjunktur.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h18\"><\/a><strong>Studienanf&auml;ngerzahlen: H&ouml;chstst&auml;nde in fast allen L&auml;ndern<\/strong><br>\nF&uuml;r eine aktuelle Prognose der in diesem Jahr zu erwartenden Studienanf&auml;ngerzahlen ver&ouml;ffentlicht das Forschungsinstitut f&uuml;r Bildungs- und Sozial&ouml;konomie (FiBS) erstmals auch die Werte auf Ebene der Bundesl&auml;nder. Dabei zeigen sich insbesondere in den westdeutschen L&auml;ndern neue H&ouml;chstst&auml;nde. Da zugleich die Zuwanderung aus Westdeutschland an die ostdeutschen Hochschulen deutlich zugenommen hat, ist nicht auszuschlie&szlig;en, dass die bisherige Prognose auf Bundesebene, die von knapp 430.000 Erstsemestern ausgeht, noch &uuml;bertroffen wird. Auf Bundesebene sind nach den Berechnungen f&uuml;r 2010 sogar rund 440.000 Studienanf&auml;nger und -anf&auml;ngerinnen m&ouml;glich.\n<p><img decoding=\"async\" src=\"http:\/\/idw-online.de\/pages\/de\/newsimage?id=127472&amp;size=screen\" width=\"470\" alt=\"Bild zu: FiBS-Studienanf&auml;ngerzahlen: H&ouml;chstst&auml;nde in fast allen L&auml;ndern\" title=\"Bild zu: FiBS-Studienanf&auml;ngerzahlen: H&ouml;chstst&auml;nde in fast allen L&auml;ndern\"><\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/idw-online.de\/pages\/de\/news393156\">idw<\/a><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung WL:<\/strong> Schon derzeit sind zwei Drittel aller BA\/MA-Studieng&auml;nge zulassungsbeschr&auml;nkt. Man darf gespannt sein, wie viele der Studienanf&auml;nger einen Studienplatz finden werden.<\/em><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h19\"><\/a><strong>NS-Verstrickung des Ausw&auml;rtigen Amtes: Die Zielmarke &bdquo;Endl&ouml;sung&ldquo; war sehr fr&uuml;h erkennbar<\/strong><br>\nDas schiere Ausma&szlig;, in dem die angeblich sauber gebliebenen Diplomaten beim V&ouml;lkermord kollaborierten, ist schockierend: Ein Gespr&auml;ch mit den Historikern Eckart Conze und Thomas Karlauf &uuml;ber den Bericht der Historikerkommission zum Ausw&auml;rtigen Amt:\n<blockquote><p>&ldquo;Das schiere Ausma&szlig;, in dem die nationalkonservative Oberschicht kooperierte und kollaborierte. Wie sie nach 1945, im Bewusstsein der historischen Schuld, mit allen Mitteln versuchte, sich reinzuwaschen &ndash; publizistisch, vor Gericht und politisch. Das ist in dieser Gesamtschau tats&auml;chlich schockierend. Das alles in einem gro&szlig;en Zusammenhang zu sehen, die Zeit vor 1945, nach 1945 und nach 1951, nach der Wiedergr&uuml;ndung des Amtes, und die Systematik der Mitt&auml;terschaft sowohl an einzelnen Figuren als auch an ganzen Netzwerken zu erkennen, ist in seinem Ergebnis erschreckend, selbst f&uuml;r erfahrene Historiker, die sich mit dem Nationalsozialismus und dem Holocaust besch&auml;ftigt haben.<br>\nDas Ausw&auml;rtige Amt war an allen Ma&szlig;nahmen der Verfolgung, Entrechtung, Vertreibung und Vernichtung der Juden von Anfang an aktiv beteiligt. Ehemalige Diplomaten wiesen die alleinige Schuld sp&auml;ter gern den Ribbentrop-Leuten zu, insbesondere dem &bdquo;Judenreferat&ldquo;, das als eine Art Schaltstelle zwischen Ausw&auml;rtigem Amt und Reichssicherheitshauptamt fungierte und die Ma&szlig;nahmen zur &bdquo;Endl&ouml;sung&ldquo; in die entsprechenden diplomatischen Kan&auml;le leitete. Dass die Vernichtung der Juden das gro&szlig;e Projekt erst von 1941\/42 an war, stimmt aber nicht. Schon seit dem 30. Januar 1933 gab es eine unglaubliche Dynamik antisemitischer Politik, die sich beschleunigte, radikalisierte &ndash; ein Prozess, den kluge Beobachter und Akteure deutlich erkannten und an dem sie sich dennoch beteiligten. Das gilt besonders f&uuml;r die Spitzendiplomaten. Die Zielmarke &bdquo;Endl&ouml;sung&ldquo; war schon sehr fr&uuml;h erkennbar. Auch wenn das zun&auml;chst nicht notwendigerweise physische Vernichtung bedeutete, sondern bis 1940\/41 noch genauso gut Vertreibung nach Madagaskar meinen konnte.<br>\nMeiner Auffassung nach enth&auml;lt die dauernde Selbstrechtfertigung gewisser Kreise nach 1945 durchaus ein Schuldbekenntnis, wenn nat&uuml;rlich auch ein unfreiwilliges. Erst im Zusammenhang mit dem Wilhelmstra&szlig;enprozess 1948\/49 beginnen sie allm&auml;hlich zu ihrem alten Selbstverst&auml;ndnis zur&uuml;ckzufinden und die Geschichte in ihrem Sinne umzudeuten. Mit Hilfe der N&uuml;rnberger Netzwerke rund um Weizs&auml;cker werden dann jene Legenden in die Welt gesetzt, die zum Teil bis heute existieren. Demnach war der Kern des alten Amtes, also jene Elite, die dann auch im neuen Staat wieder F&uuml;hrungsanspr&uuml;che anmeldete, &bdquo;gesund&ldquo;. Alle Verbrechen wurden den Leuten angelastet, die 1938 mit Ribbentrop ins Amt gelangt waren, oder dem &bdquo;Judenreferat&ldquo;, dessen Leiter Schumburg, Rademacher und von Thadden freilich allesamt vor 1938 in den Ausw&auml;rtigen Dienst eingetreten waren, zum Teil sogar vor 1933.&rdquo;<\/p><\/blockquote>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.faz.net\/s\/RubB8A1F85C9BA549618318CE82246337B9\/Doc~E8BEFFDFE47F74ABBB576EEB144EB257E~ATpl~Ecommon~Scontent.html\">FAZ<\/a><\/p><\/li>\n<li><a name=\"h20\"><\/a><strong>Rezensionen<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Nachdenken &uuml;ber Deutschland<\/strong><br>\nIn Ihrem Buch &ldquo;Nachdenken &uuml;ber Deutschland &ndash; Das kritische Jahrbuch 2010\/2011&rdquo; erl&auml;utern Albrecht M&uuml;ller und Wolfgang Lieb die Denkfehler des vergangenen Jahres. So wurde der Euro-Raum mit einem 750-Milliarden-Euro-Gesamtpaket gerettet. Deutschland beteiligte sich daran mit 148 Milliarden Euro. Dieses Geld h&auml;tte Deutschland theoretisch auch in den Binnenmarkt durch h&ouml;here L&ouml;hne und Geh&auml;lter investieren k&ouml;nnen (S. 85). Deutschland hat die Euro-Staaten durch seine Niedriglohnpolitik n&auml;mlich herunterkonkurriert und sich so selbst Vorteile als Exportnation verschafft. Es lebte unter seinen Verh&auml;ltnissen (S. 118). W&uuml;rde die Binnenkonjunktur endlich durch h&ouml;here L&ouml;hne und Geh&auml;lter angekurbelt, w&uuml;rden 1. keine Exportschwankungen eintreten, wenn andere Staaten die Wirtschaftskrise auskurieren und somit weniger deutsche Produkte kaufen k&ouml;nnen und 2. w&uuml;rden die deutschen Produkte dann mehr Abnehmer im eigenen Land finden. Der Export schw&auml;cht so die Leitungsbilanzen anderer Staaten wie Griechenland und hat wesentlich zu deren Krise beigetragen, die die deutschen Steuerzahler nun bezahlen m&uuml;ssen, um nicht selbst an einer Bankenkrise zu erkranken. Deutsche Banken hatten massiv in Griechenland und den anderen PIIGS-Staaten investiert. Die Autoren pl&auml;dieren auch f&uuml;r die R&uuml;ckf&uuml;hrung des allgemeinen B&ouml;rsenwertes auf das f&uuml;r die Investition in Produktionsg&uuml;ter notwendige Niveau. Jeder Aktie steht auch ein Geber oder Schuldner gegen&uuml;ber. Der Verlust des Einen ist letztlich nur der Gewinn des Anderen und umgekehrt (S. 95). Die B&ouml;rse &uuml;bernimmt somit keine produktive Rolle und muss auf ihre reale Funktion zur&uuml;ckgef&uuml;hrt werden (S. 106). Zur Vorbeugung einer neuen Krise raten die Autoren die Banken in Investment- und Kreditsparte aufzuspalten, wie dies US-Pr&auml;sident Obama gemacht hat (S. 110)und der Europ&auml;ischen Zentralbank (EZB) die M&ouml;glichkeit zu geben Staatsanleihen direkt aufzukaufen, was in den USA und Gro&szlig;britannien bereits funktioniert hat (S. 111). Auch die Umst&auml;nde der Rettungen um die Hypo Real Estate und der Hypo Group Alpe Adria in Verbindung mit der Bayern LB und die Verwicklungen von Politikern wie Edmund Stoiber werden n&auml;her beleuchtet (ab Seite 48). Noch immer gibt es keine demokratische Kontrolle des Sonderfonds Finanzmarktstabilisierung (SoFFin), der &uuml;ber eine halbe Billion an Steuergeldern frei verf&uuml;ge (S.69 f.). Auch Straftatbest&auml;nde wie Untreue, Betrug, Hehlerei und Erpressung w&uuml;rden in Folge der Finanzkrise nicht weiter verfolgt, weil Staatsanwaltschaften und Gerichte damit &uuml;berlastet sind, ein &ldquo;unvermeidbarer Verbotsirrtum&rdquo; vorliegen kann wie im Fall Ackermann (S. 73), die Rechtslage zu schwammig sei und letztlich nicht damit zu rechnen ist, dass sich die Schuldigen selbst in die Pfanne hauen. Die Autoren verweisen auch darauf, dass in der &Ouml;ffentlichkeit eher eine international nicht durchsetzbare Finanztransaktionssteuer diskutiert wird statt einer realistischeren Streichung der Steuerbefreiung beim Verkauf von Unternehmen und Unternehmensteilen (S. 55). Selbst das arbeitgebernahe Institut der deutschen Wirtschaft geht davon aus, dass die aktuellen Steuersenkungen nur zu einem Drittel wieder eingeholt werden (S.20). Die Reservearmee-Politik der Schaffung eines Niedriglohnsektors tr&auml;gt wesentlich zur Erpressung der Gewerkschaften und Arbeitnehmer bei (S. 81). Die Autoren hinterfragen auch, ob das BIP-Wachstum wirklich mit 2,8 % so hoch war, wenn man bedenkt, dass damit nur ein Viertel der Produktionsverluste wettgemacht wurde, die Deutschland in der Rezession zwischen 2008 und 2009 wegen seiner Exportabh&auml;ngigkeit erlitten hat (S. 123 und 131). Zur Einwanderungsdiskussion meinen die Autoren, dass damals vor allem gut ausgebildete Fremdarbeiter (S. 143) geholt wurden, die sich dann auch mit der Kommerzialisierung und Verbl&ouml;dung des TV&rsquo;s konfrontiert sahen (S. 144). Auch die Rente wird kommentiert. So m&uuml;ssen die Privatversicherten ein Alter von &uuml;ber 90 Jahren erreichen, um in die Gewinnzone zu kommen &ndash; von der Gefahr eines B&ouml;rsencrashs mal abgesehen (S. 160). Au&szlig;erdem bedeutet die staatliche Rente immer noch alles andere als Armut (S. 162). Schon im Buch &ldquo;Meinungsmache&rdquo; von Albrecht M&uuml;ller wurde damit argumentiert, dass nach dem 2. Weltkrieg vor allem Alte und vom Krieg gezeichnete Arbeitsunf&auml;hige gut mit Sozialleistungen versorgt werden konnten (S. 322 Meinungsmache). Im Gro&szlig;en und Ganzen ein lesenswertes Buch.<br>\nQuelle: Dominique Voigt<\/li>\n<li><strong>Einsichten eines Pharmakritikers<\/strong><br>\nUrsel Sieber: &ldquo;Gesunder Zweifel. Einsichten eines Pharmakritikers &ndash; Peter Sawicki und sein Kampf f&uuml;r eine unabh&auml;ngige Medizin&rdquo;. Berlin Verlag<br>\nDieses Buch ist ein Tatsachenbericht, doch es liest sich wie ein Krimi. Die Journalistin Ursel Sieber erz&auml;hlt darin die Geschichte des ehemaligen Leiters des Instituts f&uuml;r Qualit&auml;t und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) Peter Sawicki, der als Hoffnungstr&auml;ger anfing und zum Ende hin aus dem Amt gedr&auml;ngt wurde, weil er der Pharmalobby zu sehr auf die F&uuml;&szlig;e trat.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dkultur\/sendungen\/kritik\/1301960\/\">Deutschlandradio<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h21\"><\/a><strong>Meinungsmache<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Aufkl&auml;rung statt Medienhype<\/strong><br>\nDoch die meinungsbildenden Medien haben in den letzten Jahren Vielfalt und Unabh&auml;ngigkeit vermissen lassen und selbst Politik betrieben. Zum Beispiel im Bundestagswahlkampf 2005. Als der damalige Bundeskanzler Gerhard Schr&ouml;der Neuwahlen ank&uuml;ndigte, starteten die Leitmedien eine Kampagne. Ob Spiegel, Focus oder Stern: Angela Merkel wurde von der Presse zur Favoritin und Hoffnungstr&auml;gerin erkoren, sie war der neue Garant f&uuml;r eine wirtschaftsfreundliche Politik. Die rot-gr&uuml;ne Bundesregierung galt schon vor der Wahl als Verlierer &hellip;<br>\nSeit 2004 ist Schumann &ldquo;Redakteur f&uuml;r besondere Aufgaben&rdquo; beim Berliner Tagesspiegel. Sein Job: Zusammenh&auml;nge erkl&auml;ren, hinter die Kulissen schauen. Es sei schon ein Luxus, als Journalist w&auml;hrend der Arbeitszeit Sachb&uuml;cher lesen zu d&uuml;rfen. Doch das sei notwendig, um der Wissens-&Uuml;bermacht und Deutungshoheit von Interessengruppen in Politik, Wirtschaft und Finanzwelt gewachsen zu sein &hellip;<br>\nDie N&auml;he zur Politik f&uuml;hre im Einzelfall bis zur Korruption von Journalisten. So etwa, als die Regierung mit Josef Ackermann dar&uuml;ber verhandelte, inwieweit sich die Privatbanken an der Rettung der Hypo Real Estate beteiligen:\n<blockquote><p>&ldquo;Und in den allermeisten Zeitungen, in den gro&szlig;en Medien dieses Landes, wurde immer nur berichtet: Der Privatsektor hat sich an der Rettung der Hypo Real Estate beteiligt. Obwohl, ich wei&szlig; es, viele Kollegen wussten, dass es nicht stimmt. Daran kann man sehen, das Spinning, wie das so sch&ouml;n hei&szlig;t, also die Verbindungen von SPD-Minister Steinbr&uuml;ck und seinem Staatssekret&auml;r und ihren Helfern im Parlament zu den Journalisten, waren so gut, dass es ihnen lieber war, sie unterlassen die Berichterstattung &uuml;ber die Wahrheit und kriegen daf&uuml;r exklusiv Papiere zugesteckt.&rdquo;<\/p><\/blockquote>\n<p>Als die deutschen Medien den neoliberalen Kurs der Politik unterst&uuml;tzten, mahnte Schumann, verwies auf die Folgen, lieferte Argumente und Zusammenh&auml;nge. Sein damaliger Arbeitgeber, der Spiegel, wollte diese Geschichten nicht mehr im Blatt haben.<br>\nHeute sind kritische Stimmen zum Neoliberalismus wieder &ouml;fter zu h&ouml;ren. Das liegt auch daran, dass die Wirkung marktradikaler Politik sichtbarer geworden ist. Es k&ouml;nnte der Beginn einer heilsamen Entfremdung zwischen Politik und Journalismus sein. K&ouml;nnte.<br>\nEin Schlagabtausch auf offener B&uuml;hne. Auf der einen Seite Hans-Ulrich J&ouml;rges, Mitglied der Chefredaktion des Stern und einflussreicher Alpha-Journalist, auf der anderen Albrecht M&uuml;ller, radikaler Medienkritiker und ehemaliger Leiter der Planungsabteilung im Bundeskanzleramt unter Willy Brandt und Helmut Schmidt.<br>\nF&uuml;r Albrecht M&uuml;ller steht fest: Die Medien haben bei der Durchsetzung neoliberaler Politik nicht Aufkl&auml;rung, sondern systematisch Vernebelung betrieben. In seinem Buch &ldquo;Meinungsmache&rdquo; listet er rund hundert Beispiele neoliberaler Kampagnen auf: Die Privatisierung der Altersvorsorge, Steuererleichterungen f&uuml;r Unternehmen, die Alternativlosigkeit von Deregulierung und Sozialabbau. Nichts davon halte der sachlichen &Uuml;berpr&uuml;fung stand, sagt der Gr&uuml;nder des Nachdenkseiten-Blogs und wirft den Mainstream-Medien vor, das Vertrauen der B&uuml;rger missbraucht zu haben.<br>\n&ldquo;Meinungsmache ist ganz eindeutig ganz massiv gemacht worden bei der Behandlung der Finanzkrise. Das ist das eklatanteste und teuerste Beispiel. Da hat man erst behauptet, die Finanzkrise sei aus den USA ganz pl&ouml;tzlich &uuml;ber uns gekommen. Und dann hat Frau Merkel behauptet und Herr Steinbr&uuml;ck, jede Bank sei systemrelevant. Auch wenn die Industriekreditbank in D&uuml;sseldorf eingeht, dann w&uuml;rde hier das System zusammen klappen. Das ist alles Kappes, aber hat dazu gef&uuml;hrt, dass wir Steuerzahler und unsere Kinder und Enkel noch Milliarden zahlen m&uuml;ssen.&rdquo;<br>\nEs habe Fehlentwicklungen gegeben, sagt Hans-Ulrich J&ouml;rges fast ein wenig trotzig. Der Stern-Macher, einer der prominenten Wortf&uuml;hrer im politischen Medienbetrieb, regelm&auml;&szlig;iger Gast in Polit-Talkshows und streitbarer Kommentator, machte schon mal Stimmung gegen Hartz-IV-Empf&auml;nger und hofierte Angela Merkel als Kanzlerin. Von neoliberaler Meinungsmache zu sprechen, sei aber schlicht absurd.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.dradio.de\/dlf\/sendungen\/hintergrundpolitik\/1302883\/\">DLF<\/a><\/p><\/li>\n<li><strong>Rezension: Pascal Beucker, Anja Kr&uuml;ger: &bdquo;Die verlogene Politik. Macht um jeden Preis&ldquo;, Knaur, M&uuml;nchen, 301 Seiten, 8,90 Euro, ISBN 978-3426783450<\/strong><br>\nOb die CDU-Parteispendenaff&auml;re um Kanzler Kohl oder das Linken-Verwirrspiel von Ypsilanti, stets greifen Politiker zu Unwahrheiten, um zuvor Gesagtes r&uuml;ckg&auml;ngig zu machen. Nur selten reagieren die Belogenen &ndash; also in diesem Fall die W&auml;hler &ndash; indem sie den L&uuml;gner abstrafen. Beucker\/Kr&uuml;ger fordern aber: &bdquo;Politische Akteure m&uuml;ssen sich an ihren Ank&uuml;ndigungen messen lassen, selbst und gerade wenn die Umst&auml;nde aus ihrer Sicht eine Kurskorrektur erforderlich machen.&ldquo; Doch das scheint f&uuml;r Politiker nur schwer m&ouml;glich zu sein, so die Autoren.<br>\nAuch auf internationalem Parkett wird gelogen und betrogen: So stellte sich der von der&nbsp; &bdquo;Koalition der Willigen&ldquo; um George W. Bush und Tony Blair angef&uuml;hrte Kriegsgrund, das Regime von Saddam Hussein verf&uuml;ge &uuml;ber Massenvernichtungswaffen, bereits kurz nach der &bdquo;Besetzung&ldquo; des Landes als L&uuml;ge heraus. Eine perfide Behauptung, um einem v&ouml;lkerrechtswidrigen Einmarsch die notwendige Legitimation zu geben. Noch im Dezember 2009 stritt der ehemalige britische Premierminister seine fehlerhafte Einsch&auml;tzung der Lage ab. Die heutige Bundeskanzlerin Angela Merkel, 2003 noch Oppositionsf&uuml;hrerin im Bundestag, bewertete die Situation so: &bdquo;Die Bedrohung durch Saddam Hussein und seine Massenvernichtungswaffen ist real.&ldquo;<br>\nDie elf aufgedeckten L&uuml;gen sind Teil eines riesigen L&uuml;gengeflechts. Sie machen klar: Politiker sind selten unabh&auml;ngig, daf&uuml;r oft abh&auml;ngig von Lobbyisten. Wer Begriffe umdeutet, kann L&uuml;gen besser verschleiern. Viel zu oft f&auml;llt Otto-Normalb&uuml;rger dies gar nicht weiter auf.&nbsp; L&uuml;gen haben kurze Beine, hei&szlig;t das Sprichwort. Besser w&auml;re es allerdings, wenn Politiker nach ihrem Ausscheiden aus Parlament oder Kabinett ihre Beine nicht dazu nutzen w&uuml;rden, gleich weiterzumarschieren und umgehend lukrativ bezahlte Aufsichtsratsmandate wahrzunehmen. Sonst k&ouml;nnte Otto-Normalb&uuml;rger im Nachhinein noch an der Glaubw&uuml;rdigkeit der Herren zweifeln.<br>\nQuelle: <a href=\"http:\/\/www.vorwaerts.de\/artikel\/die-luege-ae-machtinstrument-der-maechtigen-und-meinungsfuehrer\">Vorw&auml;rts<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dieser Service der NachDenkSeiten soll Ihnen einen schnellen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante aktuelle Artikel und Sendungen verschiedener Medien verschaffen. Heute u. a. zu folgenden Themen: Tabak- statt &Ouml;kosteuer; tausche Hartz-IV-Gesetz gegen Mindestlohn; Guttenbergs Ressort halbieren; Aufschwung statt h&ouml;herer L&ouml;hne; 45-Stunden-Woche; Ingenieur als Teilzeit-Sekret&auml;rin; Integrationsdebatte; Stuttgart 21; CO-Pipeline: NRW-Minister will B&uuml;rger mitentscheiden lassen; Energiedebatte; Schock f&uuml;r privat<\/p>\n<div class=\"readMore\"><a class=\"moretag\" href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=7173\">Weiterlesen<\/a><\/div>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-7173","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/7173","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=7173"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/7173\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":7176,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/7173\/revisions\/7176"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=7173"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=7173"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=7173"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}