{"id":71876,"date":"2021-04-26T08:18:41","date_gmt":"2021-04-26T06:18:41","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=71876"},"modified":"2021-04-26T14:57:44","modified_gmt":"2021-04-26T12:57:44","slug":"hinweise-des-tages-3847","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=71876","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (CR\/JB)<br>\n<!--more--><br>\nHier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=71876#h01\">#allesdichtmachen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=71876#h02\">Mehr als eine Million Menschen verloren wegen Corona den Job<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=71876#h03\">Postdemokratischer Kapitalismus<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=71876#h04\">Das &bdquo;Projekt Bernanke&ldquo; entlarvt Googles wahre Macht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=71876#h05\">Wohnkosten und Inflationsrate<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=71876#h06\">Mit Bildung gegen den Fachkr&auml;ftemangel<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=71876#h07\">Laschet unterst&uuml;tzt l&auml;ngere Lebensarbeitszeit<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=71876#h08\">Warum im Voraus bezahlte Lizenzen eine schlechte Idee sind<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=71876#h09\">B&uuml;rger beurteilen Pandemie-Politik zunehmend kritisch<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=71876#h10\">Ein bisschen dicht<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=71876#h11\">EU-Kommission zweifelt bei Entsch&auml;digungen f&uuml;r RWE und Leag<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=71876#h12\">Ein Fanal?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=71876#h13\">Gewaltenteilung und Demokratie: Die Geschichte einer Problembeziehung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=71876#h14\">Baerbock fordert h&auml;rteren Kurs gegen Moskau<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=71876#h15\">&ldquo;Medizinische Fehlinformation&rdquo; &ndash; YouTube-Kanal von RT DE gesperrt<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=71876#h16\">&raquo;Ich will mutig sein&laquo;<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>#allesdichtmachen<\/strong>\n<ol type=\"a\">\n<li><strong>Gu&eacute;rot: &bdquo;Es gibt keinen Raum mehr f&uuml;r legitime Kritik&ldquo;<\/strong><br>\nMit der umstrittenen Aktion #allesdichtmachen h&auml;tten die beteiligten Schauspieler auf die gesellschaftlichen Gefahren der Coronapolitik aufmerksam machen wollen, sagte die Politikwissenschaftlerin Ulrike Gu&eacute;rot im Dlf. Das sei legitim. Doch in der stark polarisierten Debatte gebe es daf&uuml;r keinen Raum. [&hellip;]<br>\nIn diesem Zusammenhang sprach Gu&eacute;rot im Interview auch von einer &bdquo;homogenisierten Medienlandschaft&ldquo; im Hinblick auf die Corona-Berichterstattung. Sie habe das Gef&uuml;hl, &bdquo;die ganze Diskussion ist vermint. Man kann sich eigentlich nur vertun in dem Moment, wo man versucht, begr&uuml;ndet legitime Kritik an den Ma&szlig;nahmen zu machen. So hat man sofort die Vereinnahmung von rechts, und deswegen trauen sich wenige &uuml;berhaupt noch in die &Ouml;ffentlichkeit.&ldquo; Die Politikwissenschaftlerin r&auml;umte allerdings ein, dass es in den Medien mittlerweile einen &bdquo;viel aufgef&auml;cherteren Diskurs&ldquo; gebe als noch vor einem Jahr; es k&auml;men nicht nur Virologen zu Wort, sondern auch P&auml;dagogen und Psychologen. Auch die Meinung von Corona-Kritikern w&uuml;rden abgebildet, aber das spiegele sich nicht in den Ma&szlig;nahmen der Politik wider.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/debatte-um-allesdichtmachen-guerot-es-gibt-keinen-raum-mehr.694.de.html?dram:article_id=496222\">Deutschlandfunk<\/a><\/li>\n<li><strong>Ulrich Tukur<\/strong><br>\nKunst kann kein Arzneimittel sein, sie muss schmerzen. Es ist seit alters her das Privileg des Gauklers, dem Herrscher einen Spiegel vorzuhalten und in seiner (&uuml;berspitzten) Art auf Missst&auml;nde aufmerksam zu machen. Man muss das nicht kommentieren. Meine Kollegen und ich wollten lediglich ein Fenster in diesem tr&auml;gen Haus aufreissen und frische Luft hereinlassen. Und jetzt gehen sich alle gegenseitig an die Gurgel. Schade. Ich h&auml;tte mir eine offene Diskussion um diese erratische und kontraproduktive Corona-Politik gew&uuml;nscht, die ohne Not so viele Existenzen ruiniert. Dass eine Pandemie existiert und Menschen Not leiden und Angst haben und keiner der politisch Verantwortlichen B&ouml;ses will, steht f&uuml;r mich ausser Frage. Es steht f&uuml;r mich allerdings auch ausser Frage, dass es besser ist, sich zur&uuml;ckzuziehen, wenn eine vern&uuml;nftige Auseinandersetzung, von mir aus auch ein z&uuml;nftiger Streit, nicht mehr m&ouml;glich sind.<br>\nSo haben wir immerhin gezeigt, dass sich unsere Gesellschaft in einer erschreckenden Schieflage befindet und politische Inkompetenz wie ein Spaltkeil wirken kann. Darf die Satire nicht mehr alles, und schlimmer noch, wird sie &uuml;berhaupt nicht mehr verstanden, muss der Hofnarr schweigen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/nzzas.nzz.ch\/international\/tatort-schauspieler-ulrich-tukur-zu-allesdichtmachen-jetzt-gehen-sie-sich-alle-an-die-gurgel-schade-ld.1613824?reduced=true\">NZZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Ein fantastisches Statement, das leider ungeh&ouml;rt bleiben wird.<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Dietrich Br&uuml;ggemann von Allesdichtmachen: &bdquo;Ihr seid ein Lynchmob&ldquo;<\/strong><br>\nBr&uuml;ggemann ist Regisseur und Mitinitiator von Allesdichtmachen. In einer w&uuml;tenden Stellungnahme verteidigt er die Aktion. Sie sei &bdquo;offenbar notwendig&ldquo; gewesen. [&hellip;]<br>\nSo schreibt Br&uuml;ggemann: &bdquo;Es hat eingeschlagen. An alle, die jetzt von &sbquo;Verh&ouml;hnung&lsquo; schwurbeln: Ich schwurble jetzt auch mal. Ihr verh&ouml;hnt die Opfer. Ihr trampelt auf denen herum, die jetzt selbstmordgef&auml;hrdet sind. Ihr spuckt auf all die, die ihre Existenz verloren haben.&ldquo; Die Menschen, die ihn und seine Kollegen nun angingen, seien &bdquo;zynisch und menschenverachtend&ldquo;. Wenig sp&auml;ter hei&szlig;t es in dem w&uuml;tenden Tweet: &bdquo;Ihr seid ein Teil des Schlimmsten, was die Menschheit hervorgebracht hat: Ihr seid ein Lynchmob. Ganz einfach.&ldquo; [&hellip;]<br>\nBr&uuml;ggemann schreibt weiter: &bdquo;Ihr merkt gar nicht, was f&uuml;r Reflexen ihr hier nachgebt, aber das ist Teil des Problems. An einer Medienelite, die den immer h&auml;rteren Lockdown fordert und jeden Kritiker mit Verweis auf volle Intensivstationen zum Abschuss freigibt, gibt es jede Menge zu kritisieren&ldquo;. [&hellip;]<br>\nDer Pr&auml;sident der Deutschen Filmakademie, der Schauspieler Ulrich Matthes, lehnt die Videoaktion unterdessen ab. Er unterstelle zwar eine gute Absicht. &bdquo;Diese gute Absicht ist nur ordentlich schiefgegangen&ldquo;, sagte Matthes. Er habe sich sehr gewundert &uuml;ber die Unterstellung in den meisten der Videos, dass es keinen Diskurs dar&uuml;ber gebe, ob die Ma&szlig;nahmen in der Pandemie berechtigt seien.<br>\n&bdquo;Dieser Diskurs wird seit einem Jahr medial gef&uuml;hrt. Der wird im Bundestag gef&uuml;hrt, den f&uuml;hren die Stammtische, den f&uuml;hren wir permanent alle&ldquo;, sagte Matthes. &bdquo;Und die Kolleginnen und Kollegen beklagen mittels dieser vermeintlichen Satire, dass dieser Diskurs nicht stattf&auml;nde und geben damit &ndash; und das ist meine Hauptkritik &ndash; indirekt Sch&uuml;tzenhilfe f&uuml;r die Querdenkerszene und die AfD.&ldquo;<br>\nQuelle 1: <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/news\/dietrich-brueggemann-von-allesdichtmachen-ihr-seid-ein-lynchmob-li.155072\">Berliner Zeitung<\/a><br>\nQuelle 2: <a href=\"https:\/\/mobile.twitter.com\/dtrickb\/status\/1385482312138166272\">Dietrich Br&uuml;ggemann auf Twitter<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Tobias Riegel:<\/strong> Dietrich Br&uuml;ggemann bringt den Charakter einiger der Reaktionen auf <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/channel\/UC3_dHQpx8O9JT2LW1U2Beuw\/videos\">die wichtige Aktion #allesdichtmachen<\/a> (zugespitzt) auf den Punkt. Zum &uuml;berstrapazierten &bdquo;Argument&ldquo;, ein Applaus auch vonseiten einiger Rechter w&uuml;rde die mutige Intervention der Schauspieler &bdquo;entlarven&rdquo;, k&ouml;nnte man noch ein Zitat von G&uuml;nter Grass anf&uuml;gen: &ldquo;Wer sich von der Furcht vor Beifall von der falschen Seite abh&auml;ngig macht, der beginnt in wichtigen Augenblicken zu schweigen und dann auch zu l&uuml;gen.&rdquo;<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Ulrich Matthes scheint in einem Paralleluniversum zu leben. Wo wird seit einem Jahr ein offener Diskurs &uuml;ber die Notwendigkeit und Wirksamkeit der Ma&szlig;nahmen gegen die Pandemie gef&uuml;hrt? Dietrich Br&uuml;ggemann hat doch v&ouml;llig recht, wer die Coronapolitik der Bundesregierung auch nur ansatzweise anzweifelt wird dem Lynchmob der Berufsemp&ouml;rten und moralischen Besserwisser &uuml;berantwortet. Die Reaktion der Mainstreammedien auf #allesdichtmachen belegt dies mehr als deutlich. Wo will Matthes zudem eine kontroverse Diskussion im Bundestag entdeckt haben wenn auch die letzte Versch&auml;rfung des Infektionsschutzgestzes mit den Stimmen der gro&szlig;en Koalition einfach abgenickt und in vier Tagen durch alle Instanzen gepr&uuml;gelt wurde?<\/em><\/p><\/li>\n<li><strong>Eine wunderbar mutige Aktion<\/strong><br>\nDer Streit wegen der satirischen Corona-Videos deutscher Schauspieler wird immer unvers&ouml;hnlicher. Dabei ber&uuml;hrt die Aktion durchaus mehrere wunde Punkte, schreibt der Pianist Martin Stadtfeld. [&hellip;]<br>\nEiner parlamentarischen Demokratie sollte es Aufgabe sein, diese Dinge abzuw&auml;gen. Die Entscheidungen, zu denen man gelangt, werden nie jedem gefallen k&ouml;nnen. Aber wenn man nicht mehr abw&auml;gen, nachdenken, sinnieren, darf? Dann hat nicht nur ein einziges Thema die Oberhand gewonnen, sondern tats&auml;chlich eine einzige zul&auml;ssige Betrachtung. Es ist aber dann keine Demokratie mehr, sondern eine Gesellschaft ohne jede M&ouml;glichkeit.<br>\nAus der Kultur kritisiert man die Aktion von Liefers &amp; Co. auch. Die muss wohl erst endg&uuml;ltig abgeschafft sein, bis man dort zu der Ansicht gelangt, sich etwas kritischer &auml;u&szlig;ern zu d&uuml;rfen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.cicero.de\/kultur\/allesdichtmachen-martin-stadtfeld-mutige-aktion\">Cicero<\/a><\/li>\n<li><strong>&bdquo;Ich habe in dieser &ouml;ffentlichen Figur, die ich auch bin, irgendwann nichts mehr verloren, wenn ich nicht sagen darf, was ich denke.&ldquo;<\/strong><br>\nWas passieren kann, wenn man sich als Person des &ouml;ffentlichen Lebens kritisch &auml;u&szlig;ert? Dass man keine Jobs mehr bekommt, dass man nicht mehr angestellt wird, dass man diskreditiert wird. Dass man in irgendwelche Ecken geschoben wird, rechts oder Aluhut. Und auf einmal steht das in Wikipedia. Und selbst wenn man es zur&uuml;ckverfolgt und es revidiert wird, hat man es trotzdem an sich kleben und wird es auch nicht mehr los. Davor haben sicher viele erschreckenderweise sogar berechtigte Angst. Aber wenn ich zu lange nichts sage, habe ich das Gef&uuml;hl, dass ich dem zustimme, was aktuell der Konsens ist&hellip;&rdquo;<br>\nVolker Bruch ist deutsch-&ouml;sterreichischer Schauspieler. Er studierte am Kunst am Max-Reinhardt-Seminar in Wien und konzentrierte sich danach fast ausschlie&szlig;lich auf die Filmbranche. Mit Rollen wie in &ldquo;Der Baader Meinhof Komplex&rdquo; und &ldquo;Unsere M&uuml;tter, unsere V&auml;ter&rdquo; wurde er bekannt. In der Fernsehserie &ldquo;Babylon Berlin&rdquo;, die auf den historischen Kriminalromanen von Volker Kutscher basiert, spielt er die Hauptrolle des Kommissars Gereon Rath und erhielt daf&uuml;r 2018 die Goldene Kamera als bester deutscher Schauspieler.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/1bis19.de\/gesellschaft\/ich-habe-in-dieser-oeffentlichen-figur-die-ich-auch-bin-irgendwann-nichts-mehr-verloren-wenn-ich-nicht-sagen-darf-was-ich-denke\/?fbclid=IwAR2XLhYddn75ZBCsXnKhZNKrN4cvAm5d--M38xhZ2ucDdTJq10b2Xj1IuN0%20\">1bis19<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Mehr als eine Million Menschen verloren wegen Corona den Job<\/strong><br>\nWie sehr die Pandemie soziale Unterschiede versch&auml;rft, zeigen Zahlen der Bundesregierung. Demnach sind mehr als eine Million Menschen wegen Corona arbeitslos geworden. Eine Gruppe von Arbeitnehmern trifft es besonders hart.<br>\nIm Zuge der Corona-Krise haben im vergangenen Jahr mehr als eine Million Menschen ihre Arbeit verloren. Mehr als die H&auml;lfte davon waren Minijobber, wie aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linken im Bundestag hervorgeht, die der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vorliegt.<br>\n477.000 sozialversicherungspflichtig Besch&auml;ftigte verloren demnach ihren Job. F&uuml;r die geringf&uuml;gige Besch&auml;ftigung schlug Corona im vergangenen Jahr mit einem Minus von 526.000 Jobs zu Buche.<br>\nBesonders betroffen sind diese Branchen<br>\nDemnach waren besonders Arbeitskr&auml;fte aus dem Gastgewerbe betroffen, also etwa aus den Bereichen der Hotellerie und der Gastronomie. Das waren bei Minijobs und regul&auml;ren Jobs rund 398.000 Menschen.<br>\nMit etwa 128.000 entlassenen regul&auml;r Besch&auml;ftigten machte das verarbeitende Gewerbe einen weiteren gro&szlig;en Block aus. Die meisten der hier Betroffenen arbeiteten in der Metall- und Elektroindustrie. Dabei m&uuml;sse aber beachtet werden, dass diese Branche bereits vor der Corona-Pandemie von einem strukturellen Wandel gezeichnet gewesen sei, hie&szlig; es in dem Schreiben.<br>\nAuch viele Menschen aus der Kunst-, Unterhaltungs- und Erholungsbranche sind arbeitslos geworden: Betroffen waren hier etwa 78.000 Minijobber.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article230629109\/Neue-Zahlen-Ueber-eine-Million-Menschen-verloren-wegen-Corona-den-Job.html\">WELT<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Jens Berger:<\/strong> Die Menschen verloren ihren Job nat&uuml;rlich nicht &bdquo;wegen Corona&ldquo;, sondern wegen der Corona-Ma&szlig;nahmen; auch wenn es banal ist, diese Unterscheidung sollte man machen. <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>Postdemokratischer Kapitalismus<\/strong><br>\nZum Zusammenhang von Korruption und Ungleichheit<br>\nDass man sich mit Geld politischen Einfluss kaufen kann, ist ein zentrales Problem f&uuml;r die Demokratie. Hinsichtlich ihres Stimmrechts sind alle B&uuml;rger gleich, nicht aber hinsichtlich ihres Verm&ouml;gens &ndash; das ist eine der gro&szlig;en ungel&ouml;sten Herausforderungen liberaler Regierungssysteme. Solange sich die &ouml;konomische Ungleichheit im Rahmen h&auml;lt oder gar zur&uuml;ckgeht &ndash; und solange sie in politischen Prozessen keine gro&szlig;e Rolle spielt &ndash;, ist die Spannung, die sich daraus ergibt, ertr&auml;glich. Doch der Neoliberalismus, der heute in den meisten Volkswirtschaften dominiert, hat das Problem in zweierlei Hinsicht versch&auml;rft: Zum einen ist er f&uuml;r den signifikanten Anstieg der materiellen Ungleichheit verantwortlich, zum anderen hat er den Einsatz von Reichtum zur politischen Einflussnahme legitimiert. Und mit Letzterem geht ein weiteres gro&szlig;es Problem einher: das der Korruption.<br>\nGrunds&auml;tzlich ist kein politisches und kein Wirtschaftssystem gegen Korruption immun. In nichtdemokratischen Systemen, in denen eine Regierung weitgehend hinter verschlossenen T&uuml;ren agieren kann und Kritiker verfolgt werden, ist Korruption sogar an der Tagesordnung. Wenn man ohne jedes Risiko die Macht der Staatsorgane nutzen kann, um f&uuml;r sich selbst, seine Freunde und Verwandten Geld herauszuschlagen, warum sollte man es dann nicht tun? Das Verfahren funktioniert in jedem diktatorischen Regime, ob es wie eine Monarchie von einer herrschenden Familie, von Milit&auml;rs oder von einer kommunistischen Partei angef&uuml;hrt wird, deren Vorsitzendem s&auml;mtliche Ressourcen eines allm&auml;chtigen Staatsapparats zur Verf&uuml;gung stehen. (&hellip;)<br>\nDer postdemokratische Kapitalismus bedarf also ebenso wenig einer formellen Abkehr von der Demokratie wie der konzernaffine Neoliberalismus einer Verdammung des Marktes. Tats&auml;chlich dienen Marktwirtschaft und Demokratie nach wie vor zur Legitimation des entstehenden politischen Systems einer Vorherrschaft der Konzerne, da Letztere von sich aus &uuml;ber keinerlei Legitimation verf&uuml;gen. Die Elemente f&uuml;r eine solche Legitimation sind zwar vorhanden, werden aber derzeit nur auf Nebenschaupl&auml;tzen verwendet.[5] So haben die konzernfreundlichen Neoliberalen eine Rechtfertigung daf&uuml;r entwickelt, dass marktbeherrschende Unternehmen von den Einschr&auml;nkungen des Wettbewerbs- und Kartellrechts ausgenommen sind. Die Theorie des NPM wiederum rechtfertigt die Aufhebung der f&uuml;r eine liberale Wirtschaftspolitik einst unverzichtbaren Barrieren zwischen Beh&ouml;rdenmitarbeitern und Firmenvertretern.<br>\nWeitet man den Blick &uuml;ber das bisher Diskutierte hinaus, so verleiht das Konzept der &bdquo;Corporate Social Responsibility&ldquo;, also der gesellschaftlichen Verantwortung eines Unternehmens, den Unternehmensf&uuml;hrungen nicht nur eine &uuml;ber ihre Aufgabe der Profitmaximierung hinausreichende soziale Legitimation, sondern suggeriert auch, dass es zur Bek&auml;mpfung von Marktversagen der Politik letztlich gar nicht mehr bed&uuml;rfe. Und da eine keynesianische Nachfragesteuerung weithin abgelehnt wird, genie&szlig;en die Konzerninteressen aufgrund des allgemeinen Wunschs nach hohen Besch&auml;ftigungszahlen in der Politik uneingeschr&auml;nkten Vorrang.<br>\nGewiss, bislang ist es noch nicht so weit, dass die Konzerne die Politik vollst&auml;ndig dominieren; ansonsten w&auml;ren Verbraucherschutz und Arbeitnehmerrechte schon auf ein Minimum reduziert. Das allerdings ist die Richtung, in die die Reise geht &ndash; und die massiv bef&ouml;rdert wird durch die stete Zunahme der Ungleichheit und die wechselseitige Verst&auml;rkung politischer und wirtschaftlicher Macht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.blaetter.de\/ausgabe\/2021\/april\/postdemokratischer-kapitalismus%20\">Colin Crouch in Bl&auml;tter<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Das &bdquo;Projekt Bernanke&ldquo; entlarvt Googles wahre Macht<\/strong><br>\nGoogle ist ein m&auml;chtiger Player bei der Internetwerbung. Jetzt kommt heraus, mit welchen Spezialprojekten der Konzern noch mehr Einfluss auf die Preise nehmen will. Der eigene Browser Chrome spielt dabei eine wichtige Rolle. (&hellip;)<br>\nDoch wie genau Google die Auktionen manipuliert haben soll, verriet Paxton im Dezember nicht. Das &uuml;bernahm Google nun selbst &ndash; unfreiwillig. Der Konzern reichte versehentlich Dokumente bei Gericht ein, die komplett ungeschw&auml;rzt waren &ndash; und die erstmals Googles &bdquo;Projekt Bernanke&ldquo; &ouml;ffentlich machten. Google zog die Dokumente zwar wenige Stunden sp&auml;ter wieder zur&uuml;ck, doch da hatten bereits Gerichtsreporter des Jura-Nachrichtenportals Mlex den Fehler entdeckt und &ouml;ffentlich gemacht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article230613523\/Projekt-Bernanke-und-FloC-So-trickst-Google-im-Werbemarkt.html%20\">Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Wohnkosten und Inflationsrate<\/strong><br>\nDiskutiert man gegenw&auml;rtig in Deutschland &uuml;ber Preise und Inflationsraten, so sieht man sich sofort mit zwei Problemen konfrontiert: Erstens mit der Tatsache, dass die offiziell ausgewiesenen Daten h&auml;ufig nicht mit der Wahrnehmung in der Bev&ouml;lkerung &uuml;bereinstimmen. Zweitens mit dem Faktum, dass sich die Preisentwicklung seit Jahresbeginn sp&uuml;rbar beschleunigt hat, was so nicht erwartet worden ist und daher einer Erkl&auml;rung bedarf. [&hellip;]<br>\nObwohl die zuletzt ver&ouml;ffentlichten Daten eine Zunahme der Preisdynamik signalisieren, d&uuml;rfte diese noch um einiges h&ouml;her liegen, w&uuml;rde man bei ihrer Berechnung die Wohnkosten angemessen ber&uuml;cksichtigen. Denn diese sind im zur&uuml;ckliegenden Jahrzehnt geradezu explodiert. Da sie jedoch nur partiell und unterproportional in die Berechnung des Preisindex eingehen, wirkt sich dies auf die offiziell ermittelte Inflationsrate kaum aus. So gehen zum Beispiel die Wohnungsmieten in den HVPI-Warenkorb nur mit einer Gewichtung von gerade einmal 6,5 Prozent ein. Das bedeutet: Nur 6,5 Prozent des Index bilden &uuml;berhaupt unmittelbar Wohnkosten ab. Dabei machen Wohnausgaben (ohne Nebenkosten) im Schnitt rund 17 Prozent der Gesamtausgaben von Europas Haushalten aus. Entscheidend f&uuml;r diese Differenz ist, dass als Wohnkosten nur Mieten erfasst werden, nicht aber auch die Kosten f&uuml;r den Erwerb und den Unterhalt von selbstgenutztem Wohneigentum. Die fehlende Ber&uuml;cksichtigung dieser Kosten verf&auml;lscht das Bild ganz erheblich, zumal gerade hier die h&ouml;chsten Kostensteigerungen zu verzeichnen sind. So stiegen in 127 deutschen St&auml;dten die Preise f&uuml;r Wohnimmobilien innerhalb der letzten zehn Jahre um mehr als 100 Prozent, in sieben Gro&szlig;st&auml;dten sogar um 125 Prozent. Der Preisindex f&uuml;r selbstgenutztes Wohneigentum erh&ouml;hte sich seit 2010 insgesamt um rund 70 Prozent. Ebenso der H&auml;userpreisindex. &Ouml;konomen sprechen von einer regelrechten Wohnkosteninflation, welche sowohl die Kaufpreise f&uuml;r Immobilien als auch die Mieten erfasst.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/das-blaettchen.de\/2021\/04\/wohnkosten-und-inflationsrate-56785.html\">Das Bl&auml;ttchen<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Mit Bildung gegen den Fachkr&auml;ftemangel<\/strong><br>\nDie Alterung der Gesellschaft stellt den Arbeitsmarkt vor gro&szlig;e Herausforderungen. Bildung und Gesundheit k&ouml;nnen wirksame Hebel sein, um dem Mangel an Arbeitskr&auml;ften entgegenzuwirken, zeigt eine neue Studie.<br>\nDurch den demographischen Wandel stehen der deutschen Wirtschaft in den n&auml;chsten Jahrzehnten deutlich weniger Arbeitskr&auml;fte zur Verf&uuml;gung. Investitionen in Bildung und eine bessere Integration von Menschen mit gesundheitlichen Problemen in den Arbeitsmarkt k&ouml;nnen diese Entwicklung jedoch abmildern. Zu diesem Ergebnis kommt eine am Freitag ver&ouml;ffentlichte Studie des &Ouml;sterreichischen Instituts f&uuml;r Wirtschaftsforschung (WIFO) im Auftrag der Bertelsmann Stiftung. Als L&ouml;sungen wurden bisher vor allem mehr Zuwanderung aus dem Ausland und mehr Integration von Frauen in den Arbeitsmarkt diskutiert.<br>\nBasierend auf der Bev&ouml;lkerungsprojektion des europ&auml;ischen Statistikamtes Eurostat, erwarten die Autoren bis 2050 einen R&uuml;ckgang der Erwerbst&auml;tigen in Deutschland um 5,1 Millionen Menschen, bis 2080 um 5,9 Millionen.<br>\nW&uuml;rde sich die deutsche Bildungsexpansion, ausgehend von der Bildung der Eltern, fortsetzen, k&ouml;nnte die Schrumpfung bis 2050 um etwa 745.000 Arbeitskr&auml;fte abgefedert werden. Durch weitere Investitionen in Bildung k&ouml;nnte die Zahl auf mehr als 800.000 steigen, bis 2080 sogar auf 1,3 Millionen. &bdquo;Der demographische Wandel erfordert mehr Investitionen in Bildung&ldquo;, sagte J&ouml;rg Dr&auml;ger, Vorstandsmitglied der Bertelsmann Stiftung. Menschen mit einem h&ouml;heren Bildungsniveau seien seltener arbeitslos, bek&auml;men sie ein h&ouml;heres Gehalt und arbeiteten mehr Stunden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/karriere-hochschule\/buero-co\/mit-bildung-gegen-den-fachkraeftemangel-17309032.html\">FAZ<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Wer macht, und wer finanziert solche sinnlosen &ldquo;Studien&rdquo;? Sowohl die Bev&ouml;lkerungsentwicklung als auch die Entwicklung des Arbeitskr&auml;fteangebots und -bedarfs f&uuml;r 2031 (in 10 Jahren) vorherzusehen, ist einigerma&szlig;en m&ouml;glich, aber nicht einfach &ndash; bei jeder Zahl kann man sich leicht um 2 bis 3 Millionen nach unten oder oben vertun. F&uuml;r 2050, in fast 30 Jahren, oder gar f&uuml;r 2080 solche Prognosen aufzustellen, gleicht aber Stochern im Nebel. Ich glaube z. B. nicht, dass irgendein Arbeitsmarktforscher im Jahr 1961 f&uuml;r 2020 Webdesigner oder App-Entwickler als wichtige Berufe vorhergesehen hat, oder die deutsche Wiedervereinigung und die Entwicklung EU, die beide zig Millionen Arbeitskr&auml;fte nach Westdeutschland gebracht haben&hellip; Mit anderen Worten: niemand wei&szlig;, wie viele Menschen 2050 (oder gar 2080) in Deutschland leben werden, wie viele davon arbeiten k&ouml;nnen und welche Berufe gefragt sind, oder ob nicht drei Viertel der heutigen T&auml;tigkeiten automatisiert sind&hellip; Warum sollte ein Land, in dem z. B. 10 Millionen Menschen weniger leben als heute, nicht problemlos mit 5 Millionen Arbeitskr&auml;ften weniger auskommen, denn auch heute arbeitet nur ungef&auml;hr jeder zweite? Ist nicht das viel dr&auml;ngendere Problem &ndash; und zwar leider seit geschlagenen 40 Jahren &ndash; die Massenarbeitslosigkeit (aktuell 3,5 Millionen Arbeitslose zuz&uuml;glich 2,7 Millionen Kurzarbeiter)? Kann man nicht aus der Vergangenheit extrapolieren, dass auch in 30 Jahren noch (gewollte) Massenarbeitslosigkeit das beherrschende Arbeitsmarktproblem sein wird und der angebliche Fachkr&auml;ftemangel, genau wie heute, ein herbeiphantasiertes angebliches Problem, f&uuml;r das es keinerlei Evidenz (z. B. steigende L&ouml;hne) gibt? Aber wenn man den Autoren folgt und tats&auml;chlich einen Fachkr&auml;ftemangel heraufziehen sieht (in 30 bzw. 60 Jahren!!!), dann werden nur Trivialit&auml;ten berichtet: wenn die Menschen l&auml;nger gesund bleiben und besser gebildet (oder ausgebildet?) sind, dann werden sie l&auml;nger und produktiver arbeiten k&ouml;nnen. Wer h&auml;tte solche Selbstverst&auml;ndlichkeiten geahnt? Und w&uuml;rde aus den Studienergebnissen nicht direkt folgen, dass mehr Lehrer eingestellt, die Universit&auml;ten besser ausgestattet und finanziert werden m&uuml;ssen und die Gesundheit der Menschen in der Arbeitswelt erhalten und gef&ouml;rdert werden m&uuml;sste? Alles auf Kosten der &ldquo;Wirtschaft&rdquo;, die das finanzieren muss?<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Laschet unterst&uuml;tzt l&auml;ngere Lebensarbeitszeit<\/strong><br>\nDer nordrhein-westf&auml;lische Ministerpr&auml;sident und CDU-Parteichef Armin Laschet h&auml;lt weitere Reformen in der Rentenpolitik auf Dauer f&uuml;r notwendig. Die Rente mit 63 habe er immer f&uuml;r falsch gehalten, sagte der Kanzlerkandidat der Union am Freitag auf den Familienunternehmertagen 2021 in Berlin.<br>\nDiese setze ein falsches Signal. Eigentlich m&uuml;ssten die Menschen, wenn sie l&auml;nger lebten, auch l&auml;nger arbeiten. &ldquo;Ich glaube, wir brauchen danach eine neue Perspektive &uuml;ber das Jahr 2030 hinweg. Dabei wird man dann auch &uuml;ber die Lebensarbeitszeit sprechen m&uuml;ssen. Ich w&uuml;rde allerdings nicht heute sagen, es muss 70 sein.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.t-online.de\/finanzen\/news\/unternehmen-verbraucher\/id_89902200\/rente-steigt-mit-laschet-das-rentenalter-auf-70-jahre-.html%20\">t-online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Warum im Voraus bezahlte Lizenzen eine schlechte Idee sind<\/strong><br>\nDie meisten Bundesl&auml;nder haben bereits Vertr&auml;ge mit Luca unterschrieben. Der IT-Unternehmer Ralf Rottmann fragt sich, warum sie f&uuml;r eine Jahreslizenz der App bereits vorab und pauschal Millionen von Euro an das junge Unternehmen zahlen &ndash; statt auf nutzungsabh&auml;ngige Preismodelle zu bestehen, wie sie in der Branche &uuml;blich sind. [&hellip;]<br>\nBeim Einkauf von IT-Dienstleistungen setzt Luca konsequent auf nutzungsabh&auml;ngige Preismodelle, die entlang der Strategie des &bdquo;pay as you grow&ldquo; als Software-as-a-Service (SaaS) bezeichnet werden. Die Kundin wird erst dann zur Kasse gebeten, wenn der Service auch wirklich nennenswert genutzt wird.<br>\nVerwunderliches Preismodell<br>\nUmso verwunderlicher ist es, dass Luca die Vorteile aus dem eigenen, bedarfsgerechten Einkauf von Ressourcen und Dienstleistungen nicht an die Steuerzahler weitergibt. Nicht nur verwunderlich, sondern in h&ouml;chstem Ma&szlig;e &auml;rgerlich ist, dass die Eink&auml;ufer in den Bundesl&auml;ndern dieses Modell nicht hart eingefordert haben.<br>\nDie Sorglosigkeit, mit der Steuergelder in der Causa Luca zum Kauf von Lizenzen verwendet werden, erkl&auml;rt die immer lauter werdenden Zweifel an der Einhaltung von Vergaberichtlinien.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/netzpolitik.org\/2021\/luca-app-warum-im-voraus-bezahlte-lizenzen-eine-schlechte-idee-sind\/\">Netzpolitik<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>B&uuml;rger beurteilen Pandemie-Politik zunehmend kritisch<\/strong><br>\nDie Umfrage des Hamburg Center for Health Economics deutet eine Trendumkehr in der Stimmung an. Immerhin: Die Bereitschaft, sich gegen SARS-CoV-2 impfen zu lassen, ist seit November gestiegen. (&hellip;)<br>\nDie Bev&ouml;lkerung in Deutschland bewertet das Corona-Management zunehmend kritisch. 59 Prozent halten die aktuellen Ma&szlig;nahmen f&uuml;r ineffektiv und 49 Prozent sind mit dem Corona-Management in diesem Jahr nicht einverstanden.<br>\nDas bedeutet im Vergleich zum vergangenen Jahr, als ein Gro&szlig;teil der Bev&ouml;lkerung noch hinter den Ma&szlig;nahmen stand, eine Trendumkehr. Die repr&auml;sentative Befragung des Hamburg Center for Health Economics (HCHE) zeigt zudem, dass andere europ&auml;ische Regierungen derzeit mehr R&uuml;ckhalt f&uuml;r ihr Corona-Management erhalten. (&hellip;)<br>\nStarke Ver&auml;nderungen gab es innerhalb eines Vierteljahres bei der Frage nach der Impfstoff-Pr&auml;ferenz. Der Anteil der Menschen ohne Pr&auml;ferenz f&uuml;r einen bestimmten Impfstoff sank in diesem Zeitraum von 48 auf 26 Prozent. War im Januar erst ein Drittel der Befragten auf den Impfstoff von BioNTech\/Pfizer festgelegt, ist dies aktuell die H&auml;lfte.<br>\nDen Impfstoff von AstraZeneca pr&auml;ferieren unver&auml;ndert zwei Prozent, der neu hinzugekommene Impfstoff von Johnson &amp; Johnson kommt auf eine Pr&auml;ferenz von sieben Prozent. Unsicher zeigen sich in dieser Frage statt neun nur noch sechs Prozent. 23 Prozent der Befragten gaben an, dass sie eine Impfung mit keinem dieser Impfstoffe ablehnen w&uuml;rden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.aerztezeitung.de\/Panorama\/Buerger-beurteilen-Pandemie-Politik-zunehmend-kritisch-419046.html%20\">&Auml;rzteZeitung<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Ein bisschen dicht<\/strong><br>\nIn der Region Hannover gab es vor einigen Wochen die lustige Irritation mit den drei Inzidenzwerten. Das wurde relevant, als es um die Frage ging, welche Gesch&auml;fte ein Terminshopping anbieten d&uuml;rfen. Unter 100 bedeutete ja, &uuml;ber 100 nein. Der Wert der Region sagte damals kurzfristig ja, die beiden vom Land und dem RKI nein. Nach einer kurzen Phase der Unsicherheit war klar, dass nur die Angaben des Landesgesundheitsamtes ma&szlig;geblich sind, obwohl dort eher hochgerechnet, statt genau gez&auml;hlt wird. Aber das ist auch egal.<br>\nNach dem in dieser Woche ge&auml;nderten Infektionsschutzgesetz (IfSG) gilt nur noch der Wert des RKI (siehe angepasste Corona-Verordnung, &sect;1a Inzidenzwerte). Das sind &uuml;brigens die Schnarchnasen am Ende des Faxger&auml;tes. Aber das Ganze hat nat&uuml;rlich noch eine Pointe. Die Gesch&auml;fte in der sogenannten Hochinzidenzkommune Region Hannover (weil &uuml;ber 100) d&uuml;rfen nun trotzdem zum Terminshopping einladen, da nach IfSG nun nicht mehr die 100, sondern die 150 ma&szlig;geblich ist. Daf&uuml;r gibt es ab morgen wieder eine Ausgangssperre am Abend, die das Oberverwaltungsgericht in L&uuml;neburg vor kurzem noch als voraussichtlich rechtswidrig bezeichnete.<br>\nUnd da regt sich das Internet &uuml;ber ein paar Schauspieler auf, die diese Corona-Ma&szlig;nahmen auf k&uuml;nstlerischer Art und Weise infrage stellen. Da muss man ja gar nicht mehr so viel Alkohol trinken, um komplett dicht zu sein.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.taublog.de\/210423ein-bisschen-dicht%20\">TauBlog<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>EU-Kommission zweifelt bei Entsch&auml;digungen f&uuml;r RWE und Leag<\/strong><br>\nDie Europ&auml;ische Kommission &auml;u&szlig;ert Zweifel an den Berechnungen der Bundesregierung zu den Milliarden-Entsch&auml;digungen f&uuml;r die Kohlekonzerne RWE und Leag. Rechtsexperten sehen deshalb den Deal zum Braunkohleausstieg gef&auml;hrdet. Das Wirtschaftsministerium widerspricht.<br>\nIm Streit um die 4,35 Milliarden Euro, mit denen die Stromkonzerne RWE und Leag f&uuml;r das zeitigere Abschalten ihrer Kraftwerke entsch&auml;digt werden sollen, beginnt offenbar ein neues Kapitel.<br>\nAm Mittwoch ver&ouml;ffentlichte die EU-Kommission die Begr&uuml;ndung zum Pr&uuml;fverfahren betreffend die staatliche Unterst&uuml;tzung (&ldquo;support&rdquo;) der beiden Unternehmen f&uuml;r den Ausstieg aus der Braunkohleverstromung.<br>\nDer entsprechende &ouml;ffentlich-rechtliche Vertrag war im Februar von Bundesregierung und Betreibern unterzeichnet worden. Die vertraglichen Regelungen und die Entsch&auml;digungszahlungen st&uuml;nden noch unter dem beihilferechtlichen Vorbehalt der EU-Kommission, schrieb damals das Bundeswirtschaftsministerium.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.klimareporter.de\/energiewende\/eu-kommission-zweifelt-bei-entschaedigungen-fuer-rwe-und-leag\">Klimareporter<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Ein Fanal?<\/strong><br>\nNachher ist man immer kl&uuml;ger, oder zumindest betroffen, oder wenigstens tut man so. Zumal in einem Wahljahr. Also sprach Till Backhaus von der SPD, der Landwirtschaftsminister Mecklenburg-Vorpommerns, &uuml;ber den Brand in einer der gr&ouml;&szlig;ten Ferkelzuchtanlagen Europas, bei dem kurz vor Ostern &uuml;ber 55.000 Tiere umkamen: &bdquo;Der verheerende Brand in Alt Tellin war ein Fanal f&uuml;r die gescheiterte Idee der Tierproduktion.&ldquo;<br>\nNach einer Demo von Tiersch&uuml;tzern vor dem Schweriner Schloss sagte der Minister: &bdquo;Ich habe Verst&auml;ndnis f&uuml;r die Emotionen der Menschen, die gegen gro&szlig;e Tierhaltungsanlagen demonstrieren.&ldquo; Seit Karfreitag wird nun neu &uuml;ber die &bdquo;Tierproduktion&ldquo; diskutiert, auf der Stra&szlig;e, im Landtag, in den Medien, in Internetforen. Auch Patrick M&uuml;ller, Hauptstadtreferent der Tierschutzorganisation PROVIEH hofft, dass der Brand in der riesigen Stallanlage der LFD Holding ein Fanal war: &bdquo;Wir haben jetzt die Chance, in der Tierhaltung etwas Grunds&auml;tzliches zu &auml;ndern!&ldquo; (&hellip;)<br>\nWas bei den Anlagen der LFD Holding gewisserma&szlig;en Tradition hat, denn sie sind &uuml;bernommen worden vom ber&uuml;chtigten niederl&auml;ndischen Schweinebaron Adrianus Straathof, der wegen fortgesetzter Verst&ouml;&szlig;e gegen den Tierschutz 2015 zu einem Tierhaltungsverbot in Deutschland verurteilt wurde, das letztinstanzlich 2019 best&auml;tigt wurde. Auch die LFD Holding ist mehrfach wegen Verst&ouml;&szlig;en gegen Brand- und Tierschutz mit den Beh&ouml;rden in Konflikt geraten. In Alt Tellin sind schon einmal tausend Schweine erstickt, als 2019 eine L&uuml;ftungsanlage nicht funktionierte. Auch auf den neuerlichen Brand in der LFD-Anlage in Sachsen-Anhalt weist PROVIEH-Sprecher Patrick M&uuml;ller hin: &bdquo;Ausgerechnet mit denen will der Minister nun etwas Neues, etwas Zukunftsf&auml;higes entwickeln. Das ist aus unserer Sicht v&ouml;llig unm&ouml;glich. Da macht er den Bock zum G&auml;rtner!&ldquo; (&hellip;)<br>\nSelbst wenn sich die Betreiberfirma so grunds&auml;tzlich wandelt, wie es der Minister getan zu haben scheint, l&auml;sst die von ihm geforderte Bindung einer zuk&uuml;nftigen und zukunftsf&auml;higen Schweinezucht in Alt Tellin an Ackerland f&uuml;r den Futteranbau wieder das Bild von der Schweinestadt aufkommen. (&hellip;)<br>\nTill Backhaus allerdings will eine Bundesratsinitiative starten, die Obergrenzen f&uuml;r Tierhaltungsbetriebe gesetzlich festlegen soll. Am Ende meint es der gewendete Minister doch ernst. Till Backhaus ist der dienst&auml;lteste Minister Deutschlands; seit 1998 ist er in inzwischen sieben Regierungen Mecklenburg-Vorpommerns Landwirtschaftsminister. Die Wende w&auml;re sp&auml;t gekommen, aber sp&auml;t ist ja bekanntlich besser als nie. &bdquo;Ich bin gespannt,&ldquo; sagt auch Patrick M&uuml;ller von PROVIEH.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.buchkomplizen.de\/blog\/autoren\/fuehrerschein-fuer-einkaufswagen\/ein-fanal\/%20\">buchkomplizen<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Gewaltenteilung und Demokratie: Die Geschichte einer Problembeziehung<\/strong><br>\nGewaltenteilung ist nur dann ein demokratisches Prinzip, wenn auch alle staatlichen Gewalten demokratisch verfasst sind. Eine demokratisch nicht hinreichend legitimierte und kontrollierte Exekutive mit einer als ihr blo&szlig;es Anh&auml;ngsel agierenden Judikative wird die Demokratie in der Krise nicht sch&uuml;tzen, sondern sich als Werkzeug zu deren Abschaffung erweisen. Deshalb ist dringender denn je ein kollektives Bewusstsein f&uuml;r die Notwendigkeit der Demokratisierung aller staatlichen Gewalten gefordert. Die Erinnerung an die Zerschlagung der zentralen Anliegen der Deutschen Revolution von 1918\/19 kann dabei helfen, dieses Bewusstsein zu sch&auml;rfen. (&hellip;)<br>\nWas also sind die Handlungsoptionen f&uuml;r die n&auml;chsten Wochen und Monate? Mit der Mistgabel vor das Kanzleramt ziehen und die Einrichtung eines B&uuml;rgerrates zur Kontrolle der Kanzlerin fordern? Das w&auml;re sicher keine gute Idee. Die Hauptaufgabe liegt gegenw&auml;rtig darin, sich so weit wie m&ouml;glich den Ma&szlig;nahmen zu entziehen und schlichtweg nicht mehr mitzumachen. Macht gr&uuml;ndet allein auf dem Glauben der Unterworfenen, sie k&ouml;nnten nichts ausrichten. Eine kritische Masse, die angstfrei sagt: &bdquo;Ohne mich!&ldquo; kann in k&uuml;rzester Zeit die Macht implodieren lassen. Der Herbst 1989 hat gezeigt, wie schnell es gehen kann und alle, die diese Zeit live erlebten, k&ouml;nnen diese Erfahrung der Hoffnung und Befreiung an ihr Umfeld weitergeben und so den um sich greifenden autorit&auml;ren und totalit&auml;ren Machtgel&uuml;sten den Boden entziehen.<br>\nWelches Ereignis letztlich den Ausschlag geben wird und wann konkret der Zeitpunkt gekommen sein wird, dass die Masse ihren Glauben an die eigene Machtlosigkeit abstreift, l&auml;sst sich nat&uuml;rlich nicht vorhersehen. Am 4. November 1918 war es der Mut der Matrosen, f&uuml;r ihre inhaftierten Kameraden auf die Stra&szlig;e zu gehen, der eine lokale Demonstration in Kiel zu einem landesweiten Tsunami anschwellen lie&szlig;. Am 9. Oktober 1989 waren es die unerschrockenen und unerm&uuml;dlichen Demonstranten, die es erstmals um den kompletten Leipziger Innenstadtring geschafft hatten und so der Bev&ouml;lkerung der DDR die l&auml;hmende Angst vor der vermeintlichen Allmacht der Partei- und Staatsf&uuml;hrung nahmen.<br>\nAuch wenn sich keine genauen Zeitpunkte vorhersehen lassen, wird das Handeln eines jeden Einzelnen zum Heranreifen dieses Zeitpunktes beitragen. Das ist keine Vertr&ouml;stung ins Ungef&auml;hre, sondern die konsequente Vermeidung eben jenes monokausalen Beherrschungsdenkens, welches die gegenw&auml;rtige Krise pr&auml;gt. Bis dahin ist jeder aufgefordert, seinen Geist f&uuml;r eine demokratischere Gesellschaft jenseits des Parlamentarismus zu &ouml;ffnen. Es gilt, die Souver&auml;nit&auml;t &uuml;ber unseren Staat zu erlangen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/multipolar-magazin.de\/artikel\/gewaltenteilung-demokratie%20\">Carsten Forberger in Multipolar<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Baerbock fordert h&auml;rteren Kurs gegen Moskau<\/strong><br>\nAngesichts der j&uuml;ngsten Drohgeb&auml;rden des russischen Milit&auml;rs an der ukrainischen Grenze spricht sich Annalena Baerbock (Gr&uuml;ne) f&uuml;r ein klares politisches Signal gegen&uuml;ber Russland aus. Auch in der Beziehung zu China sei aus Sicht des Westens eine Mischung aus &ldquo;Dialog und H&auml;rte&rdquo; gefordert. Das &auml;u&szlig;erte Baerbock gegen&uuml;ber der &ldquo;Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung&rdquo;. (&hellip;)<br>\nZum Wunsch der Ukraine nach einer engeren Bindung an den Westen sagte die Co-Vorsitzende der Gr&uuml;nen, souver&auml;ne Staaten k&ouml;nnten &uuml;ber ihre B&uuml;ndnisse selbst entscheiden.<br>\nDazu z&auml;hlt auch die Perspektive einer Ukraine in der EU und in der Nato.<br>\nAnnalena Baerbock (&hellip;)<br>\nDie liberalen Demokratien m&uuml;ssten im Verh&auml;ltnis zu Peking ihre Werte hochhalten, mahnte Baerbock. So k&ouml;nne die EU beispielsweise &ldquo;definieren, welche Produkte auf unseren Markt kommen, und wir k&ouml;nnen sagen: Produkte aus Zwangsarbeit kommen nicht auf unseren Markt&rdquo;.<br>\nIm Falle von Sicherheitsbedenken k&ouml;nne die EU auch die Zusammenarbeit mit chinesischen Elektronikunternehmen eingrenzen, legte die gr&uuml;ne Kanzlerkandidatin dar.<br>\nWenn die chinesische Regierung von chinesischen Konzernen [&hellip;] verlangt, europ&auml;ische Daten und Informationen weiterzugeben, k&ouml;nnen wir Produkte von solchen Herstellern nicht in europ&auml;ische Infrastruktur einbauen.<br>\nAnnalena Baerbock<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zdf.de\/nachrichten\/politik\/baerbock-russland-china-aussenpolitik-100.html#xtor=CS5-62\">ZDF<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Die gr&uuml;ne Kanzlerkandidatin best&auml;tigt mal wieder, dass sie auf dem politischen Feld der Au&szlig;en- und Sicherheitspolitik &bdquo;eine neue kalte Kriegerin&ldquo; ist und &bdquo;wie ein junger weiblicher Wiederg&auml;nger von Joschka Fischer&ldquo; <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=71720\">wirkt<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>&ldquo;Medizinische Fehlinformation&rdquo; &ndash; YouTube-Kanal von RT DE gesperrt<\/strong><br>\nRT DE wurde auf YouTube erneut gesperrt und kann zwei Wochen keine Videos auf seinem Kanal hochladen. Auch die anderen RT-Ableger sind von der US-Videoplattform mit Einschr&auml;nkungen belegt worden. Der Grund ist angebliche Desinformation zu COVID-19. [&hellip;]<br>\nYouTube begr&uuml;ndet die Sperrung damit, dass RT DE &ldquo;medizinische Fehlinformation&rdquo; verbreite, in diesem Fall in einem Kurzvideo &uuml;ber die Anti-Lockdown-Proteste in Melbourne im Oktober 2020.<br>\nSeit YouTube seine Richtlinien am 20. Mai 2020 ge&auml;ndert hat, werden keine Inhalte &uuml;ber COVID-19 mehr zugelassen, &ldquo;die ein ernsthaftes Risiko von unerh&ouml;rtem Schaden darstellen&rdquo;. Somit werden s&auml;mtliche &ldquo;Inhalte, die den Hinweisen der WHO oder der lokalen Gesundheitsbeh&ouml;rden widersprechen&rdquo;, gel&ouml;scht. Auch das Video aus Melbourne wurde gel&ouml;scht, und der Kanal bekommt daf&uuml;r eine Strafe. [&hellip;]<br>\nEs gab allerdings keine Erkl&auml;rung von YouTube, an welcher Stelle das Filmmaterial gegen die Auflagen versto&szlig;en sollte. Die Chefredakteurin von RT DE Dinara Toktosunova hat hierzu eine Vermutung: &ldquo;Als einer der Demonstranten von der Polizei weggeschleppt wurde, rief er: &lsquo;COVID gibt es nicht!&rsquo; YouTube meint offenbar, wir h&auml;tten uns zu dem skeptischen Protagonisten hochbeamen sollen und Zeit gehabt, ihm &uuml;berzeugend zu widersprechen&rdquo;, schreibt sie auf ihrem Telegram-Kanal. [&hellip;]<br>\nDie Regeln der Plattform besagen, dass &ldquo;drei Strikes im gleichen Zeitraum von 90 Tagen dazu f&uuml;hren, dass Ihr Kanal dauerhaft von YouTube entfernt wird&rdquo;. Damit droht dem Kanal von RT DE mit derzeit 547.000 Abonnenten bereits beim n&auml;chsten Strike das endg&uuml;ltige Aus.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/de.rt.com\/international\/116527-rt-de-darf-zwei-wochen-youtube-veroeffentlichen-loeschung-droht\/\">RT DE<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>&raquo;Ich will mutig sein&laquo;<\/strong><br>\n&Uuml;ber die Folgen der Pandemie f&uuml;r den etablierten Kulturbetrieb und die alternative Szene, &uuml;ber neue Sendeformate und alte Feinde. Ein Gespr&auml;ch mit Serdar Somuncu (&hellip;)<br>\n15 Jahre lang haben viele Menschen, inklusive Teile der parlamentarischen Opposition, festgestellt, dass die Regierungen unter Merkel eine absolut r&uuml;cksichtslose Gesundheitspolitik durchgezogen haben. Seit 2020 fahren sie bereitwillig mit der Kanzlerin &raquo;auf Sicht&laquo;. Pl&ouml;tzlich z&auml;hlt jeder Tote, auch f&uuml;r die Schlagzeilen der Boulevardzeitungen.<br>\nEs gibt gro&szlig;e Vers&auml;umnisse auch bei der Presse, die Medien gehen h&ouml;chst unverantwortlich mit der Situation um. Vor allem Bild und Spiegel online, die jetzt alles hinter eine Paywall stellen und Tag f&uuml;r Tag ein Ungleichgewicht bei den Menschen erzeugen &ndash; zwischen &raquo;Es wird schon alles wieder gut!&laquo; und &raquo;Es wird noch alles viel schlimmer, als wir dachten!&laquo; Haupts&auml;chlich geht es um darum, als Profiteure der Krise Abozahlen zu steigern. Tagt&auml;glich &uuml;berlegt man, welche n&auml;chste gro&szlig;e Angst noch stimuliert werden k&ouml;nnte. Aktuell geht es beispielsweise um die Wirksamkeit des Impfstoffs oder die Gef&auml;hrlichkeit von Mutanten. Irgendein Institut, irgendwo, hat dann anhand irgendeiner Studie angeblich herausgefunden, dass der Impfstoff zu soundsoviel Prozent nicht wirkt oder dass man danach noch kr&auml;nker ist als zuvor. Das zieht, die Leute lesen das und merken dabei zugleich, dass es sich nur um einen Clickbait handelt, weil dieser n&auml;mliche Wissenschaftler gleichzeitig sagt, dass die Wahrscheinlichkeit eigentlich nur sehr gering ist. Dieses perfekte Ungleichgewicht aus Hoffnung und Verzweiflung zur Grundlage von Entscheidungen zu machen ist der Fehler der Politik. Sie l&auml;sst sich viel zu sehr darauf ein, anhand verbreiteter Zahlen und &Auml;ngste &uuml;ber Entscheidungen nachzudenken. Wenn das die &raquo;gr&ouml;&szlig;te Krise seit dem Zweiten Weltkrieg&laquo; ist, wieso gibt es dann keinen nationalen Krisenstab? Da muss dann nicht nur ein Wissenschaftler sitzen, sondern die besten Wissenschaftler der Republik, gemeinsam mit Kulturschaffenden und Presseleuten. Dann kann vielleicht der eine zum anderen sagen: &raquo;Halt mal den Ball flach und mach nicht noch einen NDR-Infopodcast, in dem du sagst, wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, dass die britische oder s&uuml;dafrikanische Variante zu uns gelangt, sondern informiere die Leute so, dass sie auch beruhigt sind und eine Perspektive haben!&laquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/401194.kabarett-ich-will-mutig-sein.html%20\">junge Welt<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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