{"id":71924,"date":"2021-04-27T08:38:36","date_gmt":"2021-04-27T06:38:36","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=71924"},"modified":"2021-04-27T08:38:36","modified_gmt":"2021-04-27T06:38:36","slug":"hinweise-des-tages-3848","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=71924","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=71924#h01\">Prantls Blick: Ein infiziertes Gesetz<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=71924#h02\">&ldquo;Theater werden nicht f&uuml;r Geimpfte ge&ouml;ffnet&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=71924#h03\">#allesdichtmachen und das Selberdenken <\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=71924#h04\">Sauerstoffger&auml;te statt Impfstoffpatente<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=71924#h05\">Sahra Wagenknecht: &ldquo;Was wir einfordern m&uuml;ssen, ist echte Gleichbehandlung&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=71924#h06\">Cum-Ex-Skandal: Verschleppte die BaFin die Aufdeckung?<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=71924#h07\">Wirecard-Skandal: Bertelsmann Stiftung meint, Finanzbranche sollte sich selbst beaufsichtigen d&uuml;rfen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=71924#h08\">Die Psychotricks der Ergo-Vertreter<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=71924#h09\">Langzeitarbeitslose in Deutschland: Gefangen im System<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=71924#h10\">&Ouml;sterreichische Millionenerbin spendet 90 Prozent ihres Verm&ouml;gens und fordert Reichensteuer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=71924#h11\">Jessica Bruder: &ldquo;Immer wieder sterben Leute auf dem Weg zum n&auml;chsten Job&rdquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=71924#h12\">Globale R&uuml;stungsausgaben klettern im Corona-Jahr auf fast zwei Billionen Dollar<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=71924#h13\">Gewalt gegen Aktivisten weltweit: &raquo;Firmen beauftragen M&ouml;rder, um Umweltsch&uuml;tzer t&ouml;ten zu lassen&laquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=71924#h14\">Einflussarbeit in der Ex-Kolonie<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=71924#h15\">35 Jahre nach Tschernobyl gibt es noch strahlende Wildschweine in Bayern<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=71924#h16\">Wegen Verbreitung nicht genehmigter Denkweisen: Youtube zensiert RT<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=71924#h17\">Der Massenselbstmord der deutschen Volksparteien schreitet voran<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Verantwortlich f&uuml;r die Richtigkeit der zitierten Texte sind die jeweiligen Quellen und nicht die NachDenkSeiten. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Prantls Blick: Ein infiziertes Gesetz<\/strong><br>\nDie Corona-Bek&auml;mpfung hat ein besseres Recht verdient als das neue Infektionsschutzgesetz. Darf man ein ganzes Land nachts einsperren? [&hellip;]<br>\nBedeutsam aber sind die Rechtsfolgen dieser gew&auml;hlten Rechtskonstruktion: Gegen die Eingriffe unmittelbar durch Gesetz besteht kein klassischer Rechtsschutz. Man kann gegen die quasi auf Knopfdruck ausgel&ouml;sten Ma&szlig;nahmen nicht klagen &ndash; jedenfalls nicht vor den Verwaltungsgerichten. Art. 19 Abs. 4 GG, der den Rechtsweg gegen Rechtsverletzungen durch die &ouml;ffentliche Gewalt garantiert, wird auf diese Weise quasi ausgehebelt. Es bleibt einzig und allein die Verfassungsbeschwerde in Karlsruhe (und die in letzter Minute ins Gesetz eingef&uuml;gte, aber wenig aussichtsreiche M&ouml;glichkeit einer Klage auf Feststellung, nicht von der Regelung erfasst zu werden). Der Staats- und Verfassungsrechtler Christoph M&ouml;llers von der Berliner Humboldt-Uni bemerkte dazu als Sachverst&auml;ndiger im Gesundheitsausschuss des Bundestages ebenso trocken wie richtig, der Gesetzgeber bringe damit das Bundesverfassungsgericht in eine problematische Situation: &ldquo;Es ist nun erste und einzige Instanz und muss die Gesamtverantwortung f&uuml;r die gerichtliche Kontrolle &uuml;bernehmen. Institutionell kann es dabei nur verlieren.&rdquo; Was der Gesetzgeber dem Verfassungsgericht zumutet &ndash; es geht &uuml;ber dessen Kr&auml;fte; quasi ultra vires. Und es verschenkt und missachtet die kl&auml;rende wie befriedende Wirkung, die die klassischen Fachgerichtsverfahren haben.<br>\nRegul&auml;r klagen kann man nach der neuen Rechtslage erst dann, wenn man gegen die gesetzliche Vorgabe verst&ouml;&szlig;t &ndash; wenn man sich also nicht an sie h&auml;lt und wenn deswegen eine Sanktion, ein Bu&szlig;geld oder eine Strafe verh&auml;ngt wird. Das Gesetz mutet den B&uuml;rgerinnen und B&uuml;rger zu, das Gesetz erst zu brechen, um sich dann gegen die Sanktion ordentlich wehren zu k&ouml;nnen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/prantls-blick-coronavirus-infektionsschutzgesetz-ausgnagssperren-1.5275601%20\">Heribert Prantl in der S&uuml;ddeutschen<\/a>\n<p><strong>dazu auch: Die &lsquo;Bundesnotbremse&rsquo; ist nicht zustande gekommen<\/strong><br>\nDer Reform des Infektionsschutzgesetzes fehlt die Zustimmung des Bundesrates<br>\nDie fein ziselierte Unterscheidung von Einspruchs- und Zustimmungsgesetzen wird gemeinhin nicht zu den aufregendsten Gegenst&auml;nden des Verfassungsrechts gez&auml;hlt. Zu Unrecht, wie sich in diesen Tagen einmal mehr zeigt. Sie ist nichts weniger als das Herzst&uuml;ck der f&ouml;deralen Gewaltenteilung. Aller Orten war in den letzten Tagen von der mutma&szlig;lichen materiellen Verfassungswidrigkeit des neuen &sect; 28b IfSG, der &bdquo;Bundesnotbremse&ldquo;, und insbesondere der dort vorgesehen n&auml;chtlichen Ausgangssperre zu lesen und zu h&ouml;ren. Angesichts der gro&szlig;en Aufmerksamkeit muss verwundern, dass die offenkundige formelle Verfassungswidrigkeit der Norm bislang nicht thematisiert wurde. Bei der &bdquo;Bundesnotbremse&ldquo; handelt es sich um ein gleich in zweifacher Hinsicht zustimmungsbed&uuml;rftiges Gesetz, dem die Zustimmung des Bundesrats fehlt und das daher nicht gem&auml;&szlig; Art. 78 GG zustande gekommen ist. Eine Umdeutung der Nichtanrufung des Vermittlungsausschusses in eine Zustimmung scheidet aus.<br>\nEntgegen der urspr&uuml;nglichen Rechtsauffassung insbesondere des Bundesrates (sog. Mitverantwortungstheorie) ist es zwar inzwischen gefestigte Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts, dass nicht jede &Auml;nderung eines urspr&uuml;nglich zustimmungsbed&uuml;rftigen Gesetzes zustimmungsbed&uuml;rftig ist, doch d&uuml;rfen inzwischen vier Fallgruppen der Zustimmungsbed&uuml;rftigkeit von &Auml;nderungsgesetzen als gesichert gelten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/verfassungsblog.de\/die-bundesnotbremse-ist-nicht-zustande-gekommen\/\">Verfassungsblog<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>&ldquo;Theater werden nicht f&uuml;r Geimpfte ge&ouml;ffnet&rdquo;<\/strong><br>\nVor dem Impfgipfel am heutigen Montag hat Berlins Regierender B&uuml;rgermeister Michael M&uuml;ller gefordert, dass Geimpfte nicht weiter in ihren Grundrechten eingeschr&auml;nkt werden d&uuml;rften. Zugleich warnte er vor zu hohen Erwartungen. &ldquo;Es geht nicht darum, dass wir f&uuml;r die Geimpften wieder die Theater aufmachen&rdquo;, sagte der SPD-Politiker im &ldquo;Fr&uuml;hstart&rdquo; von ntv. &ldquo;Es geht darum, dass diejenigen, die keine gesundheitliche Gefahr mehr darstellen, nicht mehr zus&auml;tzlich belastet werden, indem sie ein Testergebnis vorzeigen m&uuml;ssen. Das Impfbuch reicht dann.&rdquo;<br>\nM&uuml;ller geht es demnach vor allem darum, dass Geimpfte wieder mehr M&ouml;glichkeiten beim Einkauf und beim Friseurbesuch haben sollen. Dass es durch die Aufhebung der Beschr&auml;nkungen zu einer Neid-Debatte zwischen Geimpften und Nichtgeimpften kommen k&ouml;nnte, glaubt er nicht: &ldquo;Wir kommen ja gut voran mit dem Impfen. Wir sollten es nach den schweren letzten Monaten auch allen g&ouml;nnen, dass sich so viele Menschen wie m&ouml;glich wieder normal in der Stadt bewegen k&ouml;nnen.&rdquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/politik\/Theater-werden-nicht-fuer-Geimpfte-geoeffnet-article22514324.html\">n-tv<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Es ist leider so, dass in der allgemeinen Hysterie, Angst und Panik keiner mehr die sich t&auml;glich manifestierende &Uuml;berheblichkeit der politischen Elite bemerkt. M&uuml;ller formulierte wie folgt: &ldquo;Es geht darum, dass diejenigen, die keine gesundheitliche Gefahr mehr darstellen, nicht mehr zus&auml;tzlich belastet werden, &hellip; .&ldquo; Denkt M&uuml;ller &uuml;berhaupt nach, bevor er irgendwelche Worte in ein Mikrofon spricht? M&uuml;ller sieht also, mit der &uuml;blichen Verachtung der politischen Elite gegen&uuml;ber allen B&uuml;rgern, jene die nicht geimpft sind, nur als eine anonyme &bdquo;gesundheitliche Gefahr&ldquo;. Auf welchen belastbaren Fakten basiert M&uuml;llers Erkenntnis? Entscheidend ist aber die politische Skrupellosigkeit, die sich in M&uuml;llers Aussagen zeigt. Nat&uuml;rlich soll mit den angek&uuml;ndigten Privilegien f&uuml;r Geimpfte der Druck auf die B&uuml;rger erh&ouml;ht werden, sich impfen zu lassen. Aber niemand hatte nat&uuml;rlich die Absicht eine Impfpflicht einzuf&uuml;hren.<\/em><\/p>\n<p><em>Die fatalen psychosozialen Folgen lassen sich in ihrem ganzen Ausma&szlig; erst erahnen, aber schon erh&ouml;ht die politische Elite den sozialen Stress weiter durch die angek&uuml;ndigte Polarisierung und Spaltung der Bev&ouml;lkerung in Geimpfte und Ungeimpfte bzw. die damit verbundene Botschaft, die B&uuml;rger sollten sich gegenseitig als &bdquo;gesundheitliche Gefahr&ldquo; misstrauen. All das d&uuml;rfte dabei sehr gut in das Kalk&uuml;l der politischen Elite passen, um so vom eigenen Versagen abzulenken. Und es ist wohl sinnlos, M&uuml;ller daran zu erinnern, dass die demokratischen Grundrechte universell und unver&auml;u&szlig;erlich f&uuml;r jeden B&uuml;rger gelten, dass sie unabh&auml;ngig vom Alter, unabh&auml;ngig von Glaube und Weltanschauung, unabh&auml;ngig vom Einkommen und unabh&auml;ngig von Gesundheitszustand gelten.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>#allesdichtmachen und das Selberdenken <\/strong><br>\nVergessen wir nicht, dass die Gefahr vom Virus ausgeht. Und vergessen wir auch nicht, wie oft die regierenden Politiker schon auf dem falschen Fu&szlig; erwischt wurden: Trotz vorliegender Berichte hatte man sich nicht ausreichend vorbereitet; die Pl&auml;ne mit der Corona-App waren keine Glanzleistung; die Beschaffung von Schutzmasken f&uuml;hrte zum Debakel; und die Organisation der Schutzimpfungen ist ein europ&auml;isches Drama.<br>\nEs war vorhersehbar, dass im Superwahljahr die Schutzma&szlig;nahmen f&uuml;r politische Interessen verwendet w&uuml;rden. Es war allenfalls zu bef&uuml;rchten, dass sich einige Abgeordnete pers&ouml;nlich an der Krise bereichern werden. Das Ausma&szlig;, in dem das (bisher) ans Tageslicht kam, ist dennoch schockierend. Weder die Gef&auml;hrlichkeit des Virus noch das Versagen der Politik ist aber den Schauspielern anzulasten.<br>\nWenn jetzt, wie ebenfalls zu erwarten, Schauspielerin El Ouassil und andere der Aktion vorwerfen, &ldquo;rechte Resonanzr&auml;ume offenzulassen&rdquo;, dann kann ich mich dar&uuml;ber nur wundern. Wie ausdr&uuml;cklich muss man sich denn noch von rechten Bewegungen distanzieren, damit es auch beim letzten Kommentator ankommt?<br>\nDas Bequeme an der Verwendung von Etiketten wie &ldquo;Querdenker&rdquo;, &ldquo;Troll&rdquo; oder &ldquo;Verschw&ouml;rungstheoretiker&rdquo; ist, dass man sich mit dem Anderen nicht mehr argumentativ auseinanderzusetzen braucht. Bedeutende Medienmacher scheinen zudem erfahrungsresistent zu sein: Als die Linkspartei neu war, hat man sie jahrelang als &ldquo;Verfassungsfeinde&rdquo; dargestellt. Was ist passiert? Sie wurde st&auml;rkste Oppositionsfraktion. Jahre sp&auml;ter wurden AfD-W&auml;hler kategorisch als Rechte oder Neonazis dargestellt. Was ist passiert? Sie ist st&auml;rkste Oppositionsfraktion.<br>\nAls gebildeter Mensch muss man doch irgendwann einmal begreifen, dass Demokratie so nicht funktioniert: Man kann gro&szlig;e Bev&ouml;lkerungsgruppen nicht auf Dauer verh&ouml;hnen und ausgrenzen. Und das ausgerechnet von denen, die sich sonst gerne den Anschein der Meinungsvielfalt geben. Wer setzt sich denn heute noch daf&uuml;r ein, dass Europas Demokratien nicht bald eine Mischung aus George Orwells &ldquo;Animal Farm&rdquo;, &ldquo;1984&rdquo; und Juli Zehs &ldquo;Corpus Delicti&rdquo; werden?<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/allesdichtmachen-und-das-Selberdenken-6028945.html?seite=all\">Telepolis<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers W.K.:<\/strong> Ein wunderbar unaufgeregter und differenzierter Beitrag zu dem Thema.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Sauerstoffger&auml;te statt Impfstoffpatente<\/strong><br>\nAngesichts der dramatischen Eskalation der Covid-19-Pandemie in Indien nimmt der Druck auf die wohlhabenden westlichen Staaten, darunter auch Deutschland, zur Freigabe der Impfstoffpatente zu. Anders k&ouml;nne die dringend erforderliche Produktionssteigerung bei den Vakzinen nicht erreicht werden, hei&szlig;t es in einem aktuellen Aufruf von Amnesty International und rund 30 weiteren Hilfs- und Menschenrechtsorganisationen: Der Kampf gegen die Pandemie drohe zu scheitern. Indien und S&uuml;dafrika setzen unterdessen ihre Bem&uuml;hungen fort, die Patentfreigabe in der WTO zu erreichen, werden dabei allerdings weiterhin von den EU-Staaten, darunter Deutschland, und den USA ausgebremst. Berlin kann sich aktuell Hoffnungen machen, dass BioNTech mit der neuen mRNA-Technologie zu einem m&auml;chtigen Pharmakonzern aufsteigt &ndash; &ldquo;eine gro&szlig;e Chance f&uuml;r den Biotech-Standort Deutschland&rdquo;, hei&szlig;t es in Branchenkreisen. Aufstiegsf&ouml;rderlich ist, dass die EU mittlerweile fast ausschlie&szlig;lich auf den Milliardenprofite erzielenden BioNTech\/Pfizer-Impfstoff setzt. Indien wird mit Sauerstoffanlagen statt mRNA-Patenten abgespeist.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/8581\/\">German Foreign Policy <\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Sahra Wagenknecht: &ldquo;Was wir einfordern m&uuml;ssen, ist echte Gleichbehandlung&rdquo;<\/strong><br>\nEin Gespr&auml;ch mit Sahra Wagenknecht &uuml;ber Identit&auml;ten, Wir-Gef&uuml;hle, soziale Benachteiligung, den Begriff &ldquo;Heimat&rdquo; sowie Umweltpolitik und Fridays for Future (Teil 1) [&hellip;]<br>\nLebt Zusammenhalt nicht auch von Generationengerechtigkeit in dem Sinn, dass die Angst von Jugendlichen vor der Klimakatastrophe sehr ernst genommen werden muss? Sie erwarten von Fridays for Future mehr Empathie f&uuml;r Leute, die Angst vor hohen Spritpreisen haben, verstehen aber Aggressionen gegen diese Jugendlichen. Sollten nicht beide Seiten Empathie zeigen?<br>\nSahra Wagenknecht: Ja. Aber ich halte schon das Gerede von der sogenannten Generationengerechtigkeit f&uuml;r ziemlich daneben. Es gibt nicht &ldquo;die&rdquo; junge Generation, ein Handwerker-Azubi aus einer Arbeiterfamilie hat andere Interessen als der Sohn eines h&ouml;heren Beamten, der gerade sein Auslandssemester in den USA beendet. Nat&uuml;rlich muss f&uuml;r beide unser Planet bewohnbar und das Leben auf ihm lebenswert bleiben, der Klimawandel also gestoppt werden.<br>\nAber die Frage ist, mit welchen Ma&szlig;nahmen. Wenn die Forderungen in erster Linie darauf hinauslaufen, dass man denen, die sowieso schon k&auml;mpfen m&uuml;ssen, das Leben noch schwerer macht, indem man ihr Heiz&ouml;l und ihren Sprit verteuert, obwohl sie zum Beispiel auf dem Land gar keine Alternative zum Auto haben und sich den schmucken E-Wagen trotz Subvention nicht leisten k&ouml;nnen, dann sind das Forderungen, die die soziale Lage auch junger Menschen ignorieren. Die Verteuerung n&uuml;tzt &uuml;brigens auch dem Klima nichts. Wo kein Zug und kein Bus f&auml;hrt, wird auch mit teurem Sprit weiter das Auto benutzt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Sahra-Wagenknecht-Was-wir-einfordern-muessen-ist-echte-Gleichbehandlung-6028198.html\">Telepolis<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Cum-Ex-Skandal: Verschleppte die BaFin die Aufdeckung?<\/strong><br>\nDie Bankenaufsicht BaFin erfuhr schon 2007 von mutma&szlig;lichen Cum-Ex-Steuerbetr&uuml;gereien. Das zeigen Recherchen von WDR und SZ. Doch sie gab Hinweise nicht weiter. Der Staat verlor in den Folgejahren Milliarden an Steuergeldern.<br>\nDie E-Mail, die am 7. Mai 2007 um 10.07 Uhr auf dem Bildschirm eines Mitarbeiters der Bankenaufsicht BaFin aufploppte, entstammte der Welt des gro&szlig;en Geldes. Es meldete sich ein Whistleblower mit vertraulichen Informationen, offensichtlich aus dem Inneren der Finanzindustrie. Der Hinweisgeber schickte der BaFin ein f&uuml;nfseitiges Dokument. M&ouml;glicherweise, schrieb der Whistleblower, bestehe bei der Bankenaufsicht ja Interesse. Schlie&szlig;lich gehe es um riesige Aktiengesch&auml;fte, die den deutschen Staat in den Jahren zuvor bereits Hunderte Millionen Euros gekostet h&auml;tten.<br>\nViele Jahre lang lagerte diese Eingabe in den Best&auml;nden der BaFin als Geheimsache. Sie leitete den Hinweis weder an Strafverfolger noch Steuerfahnder weiter. WDR, &ldquo;S&uuml;ddeutsche Zeitung&rdquo; (SZ) und die niederl&auml;ndische Investigativplattform &ldquo;Follow The Money&rdquo; (FTM) konnten die entsprechenden BaFin-Unterlagen nun einsehen. Zutage kommt das Bild einer Bankenaufsicht, die sich offenbar mit den Angaben eines betroffenen Geldhauses abspeisen lie&szlig;. Die Finanzaufseher, mittlerweile wegen des Wirecard-Skandals in der Kritik, spielen demnach auch im Cum-Ex-Steuerskandal eine zweifelhafte Rolle.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/investigativ\/wdr\/bafin-cum-ex-101.html\">Tagesschau<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Wirecard-Skandal: Bertelsmann Stiftung meint, Finanzbranche sollte sich selbst beaufsichtigen d&uuml;rfen<\/strong><br>\nDie staatliche Finanzaufsicht hat im Betrugsfall Wirecard versagt, ebenso wie die Wirtschaftspr&uuml;fungsgesellschaften. Die Bertelsmann Stiftung schl&auml;gt deshalb in einer aktuellen Studie vor, die Finanzaufsicht vom Staat zu l&ouml;sen und v&ouml;llig unabh&auml;ngig zu machen. Das k&auml;me einer Auslieferung an die Finanzbranche gleich.<br>\nDas Gesch&auml;ftsmodell der Firma Wirecard war Geldw&auml;sche und Bilanzbetrug. Von der Politik wurde das vermeintliche Vorzeige-Erfolgsunternehmen trotzdem hofiert. Die Finanzaufsicht Bafin, die dem Finanzminister untersteht, sah ihre Rolle darin, das Unternehmen gegen Kritiker zu verteidigen. Alles andere als ein Erfolgsausweis f&uuml;r die staatlich organisierte Finanzaufsicht.<br>\nDas kommt Institutionen wie der Bertelsmann Stiftung und dem Jacques Delors Centre an der Privatuniversit&auml;t Hertie School, wie gerufen. Sie fordern nun, dass man dem Staat die Finanzaufsicht wegnehmen sollte. Die Bertelsm&auml;nner sind notorisch f&uuml;r Privatisierung. Das Jacques Delors Institut ist generell f&uuml;r die Entmachtung der nationalen Regierungen zugunsten europ&auml;ischer Regeln und Institutionen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/norberthaering.de\/news\/wirecard-bertelsmann\/\">Norbert H&auml;ring<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Die Psychotricks der Ergo-Vertreter<\/strong><br>\nDie Ergo Pro sucht junge Menschen, damit sie Versicherungen via Strukturvertrieb verkaufen. Interne Unterlagen zeigen die Tricks, wie Vertreter die Leute anwerben &ndash; und aus schwachen K&uuml;ken starke Adler machen wollen.<br>\nDas Telefon klingelt. &bdquo;Wir kennen uns nicht pers&ouml;nlich&ldquo;, sagt die Stimme am anderen Ende der Leitung, &bdquo;aber wir haben einen gemeinsamen Bekannten.&ldquo; Der Anrufer stellt sich als &bdquo;Headhunter&ldquo; vor, der f&uuml;r die Tochter eines Dax-Konzerns Leute suche. F&uuml;r eine Gesch&auml;ftsstelle in der schicksten Gegend in M&uuml;nchen mit einem Team junger Mitarbeiter. Es gehe um den Verkauf von Produkten und eine &bdquo;absolute Sondersituation durch einen gewaltigen Boom am Markt&ldquo;, sagt er dann, ein &bdquo;All-Time-High&ldquo;. Daf&uuml;r brauche er Verst&auml;rkung f&uuml;r den Vertrieb: &bdquo;Egal wie lecker die Sahnetorte ist&ldquo;, sagt er, er k&ouml;nne sie schlie&szlig;lich &bdquo;nicht alleine schaffen&ldquo;.<br>\nDie Szene ist fiktiv, aber sie k&ouml;nnte sich jeden Tag so oder so &auml;hnlich abspielen &ndash; denn eine gro&szlig;e Gesch&auml;ftsstelle des Versicherungskonzerns Ergo will es so.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.wiwo.de\/unternehmen\/versicherer\/personalsuche-fuer-den-strukturvertrieb-die-psychotricks-der-ergo-vertreter\/27121754.html\">WirtschaftsWoche<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Langzeitarbeitslose in Deutschland: Gefangen im System<\/strong><br>\nVier Jahre und l&auml;nger Hartz-IV: Mehr als 750.000 Langzeitarbeitslose haben kaum Perspektiven. Corona versch&auml;rft die Situation.<br>\nEndstation Hartz IV? Knapp die H&auml;lfte aller arbeitslosen, erwerbsf&auml;higen Hartz-IV-Bezieher*innen ist seit 4 Jahren und l&auml;nger im Leistungsbezug. Das ergibt die Antwort des Bundesministeriums f&uuml;r Arbeit und Soziales auf eine Anfrage der Linken-Politikerin Sabine Zimmermann an die Bundesregierung. Besonders dramatisch sind die Zahlen f&uuml;r Ostdeutschland: Die vier am st&auml;rksten betroffenen Regionen sind s&auml;mtlich brandenburgische oder s&auml;chsische St&auml;dte und Kreise. Hier liegt der Anteil der Lang&shy;zeit&shy;be&shy;zie&shy;he&shy;r*in&shy;nen bei bis zu 64,7 Prozent. &bdquo;Insgesamt reden wir von 762.000 Menschen, die seit Jahren abgeh&auml;ngt und gefangen im Hartz-IV-System sind&ldquo;, sagte Zimmermann, arbeitsmarktpolitische Sprecherin der Linksfraktion im Bundestag, der taz.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/taz.de\/Langzeitarbeitslose-in-Deutschland\/!5762581\/%20\">taz<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Wenn die taz schreibt, dass die Entwicklung bis 2019 &ldquo;von positiven Meldungen gepr&auml;gt&rdquo; war, dann schaut sie nur mit dem einen Auge und ist auf dem anderen aber v&ouml;llig blind: ja, die Anzahl der Arbeitslosen ist gesunken, aber die L&ouml;hne und die Qualit&auml;t der Arbeit ebenfalls. Was ist an einem Mindestlohn von unw&uuml;rdigen 9,50 Euro pro Stunde, der ausufernden Leiharbeit, missbr&auml;uchlichen Werkvertr&auml;gen und befristeten Jobs positiv? Das waren und sind genau die Jobs, die boomen.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>&Ouml;sterreichische Millionenerbin spendet 90 Prozent ihres Verm&ouml;gens und fordert Reichensteuer<\/strong><br>\nMarlene Engelhorn wird bald zu den reichsten Menschen &Ouml;sterreichs geh&ouml;ren. Allerdings nicht lange. Denn die Millionen-Erbin hat vor, einen Gro&szlig;teil ihres Erbes zu spenden. Im ORF-Gespr&auml;ch erkl&auml;rt sie, warum sie sich dazu entschieden hat &ndash; und warum sie findet, dass sie stattdessen eigentlich mehr Steuern zahlen sollte.<br>\nDie Entscheidung, bis zu 90 Prozent ihres Erbes zu spenden, traf die Germanistikstudentin und angehende Multimillion&auml;rin, sobald ihr angek&uuml;ndigt wurde, dass sie von ihrer Gro&szlig;mutter erben w&uuml;rde. &bdquo;Weil in &Ouml;sterreich Macht und Lebenschancen wahnsinnig ungleich verteilt sind,&ldquo; erkl&auml;rt Marlene Engelhorn im ORF-Gespr&auml;ch. 1 Prozent der Bev&ouml;lkerung h&auml;lt 40 Prozent des Verm&ouml;gens. Zu diesem einen Prozent wird Engelhorn geh&ouml;ren &ndash; &bdquo;und ich musste daf&uuml;r nicht arbeiten&ldquo;, sagt sie. Durch das &bdquo;Geburtengl&uuml;ck&ldquo;, reich zu erben, ergebe sich f&uuml;r sie die Verantwortung, ihr Verm&ouml;gen &bdquo;radikal zu teilen und einen sinnvollen Beitrag zu leisten&ldquo;.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/kontrast.at\/marlene-engelhorn-millionaires-for-humanity\/\">Kontrast.at<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Jessica Bruder: &ldquo;Immer wieder sterben Leute auf dem Weg zum n&auml;chsten Job&rdquo;<\/strong><br>\nDie Verfilmung ihres Buchs &ldquo;Nomadland&rdquo; ist mit einem Oscar ausgezeichnet worden. Im Interview beschreibt Jessica Bruder das harte Leben der Arbeitsnomaden in ihren Vans.<br>\nF&uuml;r einen Ruhestand fehlt das Geld, also ziehen Tausende Rentner in den USA in ausgebaute Vans und fahren quer durchs Land &ndash; auf der Suche nach Arbeit. Die Journalistin Jessica Bruder hat diese Leute mehrere Monate lang begleitet und dar&uuml;ber ein Buch geschrieben. Die Verfilmung ihres Buchs &ldquo;Nomadland&rdquo; ist bei den Academy Awards als bester Film ausgezeichnet worden.<br>\nZEIT ONLINE: Sie fuhren mehrere Monate lang mit einem Wohnmobil durch die USA, um sogenannte Arbeitsnomaden zu begleiten. Wer sind diese Leute?<br>\nJessica Bruder: Es sind vor allem wei&szlig;e Rentner. Sie haben ihre Wohnungen oder H&auml;usern aufgegeben und leben das ganze Jahr &uuml;ber in Autos oder Wohnw&auml;gen, weil sie sich den Ruhestand ohne Arbeit nicht leisten k&ouml;nnen. Sie reisen in einer Art dauerndem Road-Trip von Job zu Job, warten Fahrgesch&auml;fte in Vergn&uuml;gungsparks, f&auml;llen Weihnachtsb&auml;ume, um sie an einer Stra&szlig;enkreuzung zu verkaufen oder stehen hinter Theken von W&uuml;rstchengrills oder Fastfoodrestaurants. Viele sind Saisonarbeiter, sie helfen als Platzwart von Campingpl&auml;tzen oder unterst&uuml;tzen bei der Zuckerr&uuml;benernte, obwohl viele von ihnen einen Beruf gelernt oder sogar einen Uniabschluss haben<br>\nZEIT ONLINE: Was brachte diese Menschen in so eine Situation?<br>\nBruder: Die Leute haben mir alle m&ouml;glichen Gr&uuml;nde erz&auml;hlt. Viele waren beruflich an ihren Heimatort gebunden. Die L&ouml;hne blieben gleich niedrig, w&auml;hrend die Mieten immer weiter stiegen. Der Mindestlohn in den USA betr&auml;gt 7,40 Dollar die Stunde &ndash; von diesem Geld kann man landesweit nur in etwa einem Dutzend St&auml;dten seine Miete bezahlen. Das amerikanische Rentensystem liefert nur Zusch&uuml;sse f&uuml;r den Lebensabend, es setzt darauf, dass man w&auml;hrend des Arbeitslebens genug anspart f&uuml;r den Ruhestand. Das funktioniert nicht l&auml;nger, die Miete frisst bereits den Gro&szlig;teil der Einnahmen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/gesellschaft\/2021-04\/jessica-bruder-nomadland-buch-film-usa-arbeitsnomaden\">Zeit Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>Globale R&uuml;stungsausgaben klettern im Corona-Jahr auf fast zwei Billionen Dollar<\/strong><br>\nTrotz schrumpfender Weltkonjunktur wegen der Corona-Krise haben zahlreiche Staaten ihre Milit&auml;rbudgets im vergangenen Jahr erh&ouml;ht. Das zeigen aktuelle Berechnungen. In einem Land sind die Ausgaben gegen&uuml;ber 2011 um gewaltige 76 Prozent gewachsen.<br>\nDer Betrag ist kaum fassbar: Im vergangenen Jahr sind die weltweiten Milit&auml;rausgaben nach Berechnungen des Friedensforschungsinstituts Sipri auf gewaltige 1981 Milliarden Dollar (1637 Milliarden Euro), also fast zwei Billionen Dollar, gestiegen. Das ist die h&ouml;chste Summe, seit das schwedische Institut 1988 mit der Aufzeichnung der R&uuml;stungsausgaben begann.<br>\nDie Forscher verweisen in ihrem j&uuml;ngsten Report auf einen einmaligen und besonderen Effekt: Die R&uuml;stungsausgaben legten 2020 um real 2,6 Prozent zu, w&auml;hrend die Weltkonjunktur durch die Corona-Pandemie voraussichtlich um 4,4 Prozent beim Bruttoinlandsprodukt schrumpfte.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article230647791\/Sipri-Weltweite-Ruestungsausgaben-klettern-auf-fast-zwei-Billionen-Dollar.html\">Welt Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Der deutsche Zuwachs bei den Milit&auml;rausgaben war weltweit der prozentual h&ouml;chste &ndash; das ist doch ein toller Erfolg, zumal im Corona-Jahr 2020.<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Aufr&uuml;sten trotz Pandemie<\/strong><br>\nDeutschland belegt den siebten Platz, die USA den ersten: Die globalen Milit&auml;rausgaben haben 2020 einen Rekordwert erreicht. Mit einer &ldquo;schwarz-gr&uuml;nen&rdquo; oder &ldquo;gr&uuml;n-schwarzen&rdquo; Bundesregierung d&uuml;rfte dieser Trend hierzulande weitergehen<br>\nMehrfach hatte UN-Generalsekret&auml;r Ant&oacute;nio Guterres im vergangenen Jahr zu einer globalen Waffenruhe aufgerufen, damit sich die Weltgemeinschaft auf die Bek&auml;mpfung der Corona-Pandemie konzentrieren k&ouml;nne. Erstmals am 23. M&auml;rz 2020 und bekanntlich mit wenig Erfolg. Die Gesch&auml;fte der R&uuml;stungsindustrie hat es offenbar auch nicht gest&ouml;rt, denn die globalen R&uuml;stungsausgaben haben einen neuen H&ouml;chststand erreicht. Weltweit investierten die Staaten im Jahr 2020 insgesamt 1.981 Milliarden US-Dollar (rund 1.644 Milliarden Euro) in ihre jeweiligen Streitkr&auml;fte, wie das schwedische Sipri-Institut (Stockholm International Peace Research Institute) am Montag mitteilte. Im Vergleich zu 2019 war damit ein Anstieg um 2,6 Prozent zu verzeichnen. Damit sind die Ausgaben das sechste Jahr in Folge gewachsen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.heise.de\/tp\/features\/Aufruesten-trotz-Pandemie-6028751.html\">Telepolis<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Gewalt gegen Aktivisten weltweit: &raquo;Firmen beauftragen M&ouml;rder, um Umweltsch&uuml;tzer t&ouml;ten zu lassen&laquo;<\/strong><br>\nUmweltsch&uuml;tzer in L&auml;ndern wie Kolumbien, Brasilien und den Philippinen k&auml;mpfen gegen illegale Abholzung, Bergbau und andere Megaprojekte, die ihr Land zerst&ouml;ren. Ihren Einsatz bezahlen sie oft mit dem Leben.<br>\nDer Tag, an dem David Machado sterben sollte, begann mit einer Limonade im Garten seiner Mutter, umgeben von Blumen, Obstb&auml;umen und Bienen. Danach k&uuml;mmerte der Kolumbianer sich um die Gem&uuml;sefelder, am Nachmittag traf er seine Freundin zu einem Spaziergang. Gegen 18 Uhr tauchte pl&ouml;tzlich ein Lkw auf der Stra&szlig;e auf und M&auml;nner mit Motorr&auml;dern. Sie hetzten Hunde auf die beiden, schossen auf Machado, so erz&auml;hlt er es.<br>\nDer 26-J&auml;hrige rannte mit seiner Freundin in den Wald, immer weiter. Sie h&ouml;rten die Sch&uuml;sse und das Bellen. Sie rannten um ihr Leben, Machado weinte, w&auml;hrend er lief. Es wurde dunkel. Als sie nicht mehr konnten, versteckten sie sich, versuchten per Handy Hilfe zu rufen. Dann rannten sie weiter. Mehr als f&uuml;nf Stunden sp&auml;ter wurde es pl&ouml;tzlich still, die Verfolger verschwanden. &raquo;Als seien sie gewarnt worden&laquo;, sagt Machado. Kurze Zeit sp&auml;ter tauchte die Polizei auf, da war es fast Mitternacht.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/politik\/ausland\/gewalt-gegen-umweltschuetzer-weltweit-firmen-beauftragen-moerder-um-umweltschuetzer-toeten-zu-lassen-a-5571dd65-322f-4b57-b54f-4c4d710514fd\">DER SPIEGEL<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>Einflussarbeit in der Ex-Kolonie<\/strong><br>\nIm Einflusskampf mit China st&auml;rkt die Bundesrepublik ihre Stellung im strategisch wichtig gelegenen Papua-Neuguinea mit Hilfen im Kampf gegen die Covid-19-Pandemie. Die Johanniter-Unfall-Hilfe, ein Partner der deutschen Au&szlig;enpolitik, hat unl&auml;ngst eine Gruppe von Medizinern und Krankenschwestern in das ozeanische Land entsandt, um das dortige Gesundheitssystem, das aktuell unter einem Anstieg schwerer Verl&auml;ufe bei Covid-19-Erkrankungen &auml;chzt, zu unterst&uuml;tzen. Die Ma&szlig;nahme geht mit weiteren Einflussbem&uuml;hungen Deutschlands und anderer westlicher Staaten einher, die den wachsenden wirtschaftlichen Einfluss Chinas auszuhebeln suchen. Die USA etwa wollen die Marinebasis Lombrum auf der zu Papua-Neuguinea geh&ouml;renden Insel Manus ausbauen. Papua-Neuguinea liegt strategisch wichtig an Seehandelswegen aus Australien in den Pazifik. Der Norden des Landes war bis zum Ersten Weltkrieg eine deutsche Kolonie. Die Aktivit&auml;ten der deutschen Kolonialmacht wirken bis in die Gegenwart fort; die Bundesregierung kn&uuml;pft an koloniale Traditionen, etwa die Missionsarbeit, an.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/8579\/\">German Foreign Policy<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>35 Jahre nach Tschernobyl gibt es noch strahlende Wildschweine in Bayern<\/strong><br>\nObwohl Wild in Bayern als Delikatesse gilt, werden gro&szlig;e Mengen an Fleisch entsorgt. Denn viele Wildschweine sind noch immer radioaktiv belastet &ndash; auch 35 Jahre nach dem Reaktorungl&uuml;ck von Tschernobyl.<br>\nManchmal ist die Strahlung sogar f&uuml;r das Messger&auml;t zu viel. &bdquo;Das Messger&auml;t kann Werte bis zu 9999 Becquerel pro Kilogramm anzeigen&ldquo;, sagt Jagdwirt J&ouml;rg Richter, der die Belastung von Schwarzwild im Landkreis Augsburg nach der Katastrophe von Tschernobyl untersucht hat. Dann aber ist einfach Schluss. Doch bei der hohen Strahlung ist das auch schon egal &ndash; das Fleisch des Wildschweins ist dann absolut ungenie&szlig;bar.<br>\n35 Jahre ist der Super-GAU jetzt her. In der Nacht auf den 26. April 1986 verloren sowjetische Ingenieure die Kontrolle &uuml;ber ihre Meiler im Atomkraftwerk Tschernobyl. Ein Reaktor explodierte, radioaktive Stoffe wurden in die Atmosph&auml;re geschleudert. Eine sch&auml;dliche Wolke zog &uuml;ber Europa hinweg &ndash; erst Richtung Schweden, dann nach &Ouml;sterreich und Bayern.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.welt.de\/wissenschaft\/article230648425\/35-Jahre-nach-Tschernobyl-Ungeniessbares-Wildfleisch-in-Bayern.html\">Welt Online<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>Wegen Verbreitung nicht genehmigter Denkweisen: Youtube zensiert RT<\/strong><br>\nYoutube hat den russischen Nachrichtensender RT f&uuml;r eine Woche von seiner Plattform gebannt. RT DE als deutscher Ableger des Senders erhielt j&uuml;ngst gar eine zweiw&ouml;chige Sperre &ndash; mit Aussicht auf eine komplette Verbannung. Insbesondere zum Thema Corona-Pandemie verhindert Youtube einen freien Diskurs, wie er in einer Demokratie eigentlich zu erwarten w&auml;re.<br>\nEs ist schon schlimm genug, dass die j&uuml;ngste Zensur von YouTube gegen RT die Missachtung der Redefreiheit und der wissenschaftlichen Prinzipien widerspiegelt. Es ist auch eine schreckliche Strategie, wenn Big Tech damit versucht, das Vertrauen der &Ouml;ffentlichkeit in seine bevorzugten Wahrheiten zu st&auml;rken.<br>\nYouTube hat am vergangenen Freitag vier Videos aus dem RT-Kanal entfernt und mit einer Strafe bewertet, der die Nachrichtenagentur f&uuml;r eine Woche von der Videoplattform aussperrt. Wenn erneut eine Strafe verh&auml;ngt werden sollte, wird die n&auml;chste Runde der Aussperrung zwei Wochen dauern (wie gerade bei RT DE der Fall). Ein dritter mutma&szlig;licher Versto&szlig; gegen die Community-Richtlinien w&uuml;rde dann dazu f&uuml;hren, dass dieser Nachrichtensender dauerhaft von Youtube verbannt wird. Und YouTube kann das anscheinend so gut wie jederzeit tun.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/de.rt.com\/meinung\/116606-wegen-verbreitung-nicht-genehmigter-denkweisen\/\">RT DE<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Der Massenselbstmord der deutschen Volksparteien schreitet voran<\/strong><br>\nEin in parteiinternen Dauerwahlkampf verstrickter CDU-Spitzenkandidat, ein SPD-Kanzleranw&auml;rter als quasi geborener Merkel-Erbe und eine Gr&uuml;nen-Spitzenkandidatin f&uuml;r abgesprungene CDU-W&auml;hler: Der Auftakt zum deutschen Superwahljahr zeigt den ganzen Schaden am politischen System.<br>\nAus der Feder des finnischen Autors Arto Paasilinna stammt ein Roman mit dem bemerkenswerten Titel &laquo;Der wunderbare Massenselbstmord&raquo;. An dieses Buch kann man sich erinnert f&uuml;hlen, wenn man beobachtet, was gerade mit den beiden ehemaligen deutschen Volksparteien passiert. Oder vielmehr: was sie sich selbst antun.<br>\nBeginnen wir aus aktuellem Anlass mit den Christlichdemokraten. Die sind dabei, den jahrelangen Abstiegskampf der SPD im Zeitraffer nachzuvollziehen. Nach der Nominierung des nordrhein-westf&auml;lischen Ministerpr&auml;sidenten Armin Laschet zum Kanzlerkandidaten st&uuml;rzte die CDU in der vergangenen Woche in einer Umfrage von 32 auf 21 Prozent ab. Gewiss: Das war eine Momentaufnahme angesichts des zerst&ouml;rerischen Kampfs um die Spitzenkandidatur zwischen den beiden christlichen Parteien. Aber sie zeigt, dass die Partei in einem schauderhaften Zustand ist. Sie muss sich ernsthaft vor den demonstrativ friedfertigen Gr&uuml;nen f&uuml;rchten, die in derselben Blitzumfrage 28 Prozent erreichten, nachdem sie ihren neuen Star Annalena Baerbock zur ersten gr&uuml;nen Kanzlerkandidatin gek&uuml;rt hatten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.nzz.ch\/meinung\/der-massenselbstmord-der-deutschen-volksparteien-schreitet-voran-ld.1613341\">Susanne Gaschke in der NZZ<\/a>\n<p><strong>dazu auch: Wegner und Giffey gleichen sich bis aufs Wort<\/strong><br>\nDie Berliner Spitzenkandidaten zur Abgeordnetenhauswahl sind erstmals aufeinander getroffen. Deutlich wurde die neue N&auml;he von SPD und CDU.<br>\nF&uuml;nf Monate vor der Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus nimmt der Wahlkampf in der Hauptstadt langsam Fahrt auf. Den endg&uuml;ltigen Auftakt zum Rennen um das Rote Rathaus markierte am Donnerstagabend das erste direkte Aufeinandertreffen der Spitzenkandidat:innen.<br>\nAuf Einladung des Wissenschaftszentrums Berlin f&uuml;r Sozialforschung (WZB) diskutierten Franziska Giffey (SPD), Bettina Jarasch (Gr&uuml;ne), Kai Wegner (CDU) sowie die Berliner Linke-Vorsitzende Katina Schubert in Vertretung f&uuml;r den kurz davor terminlich verhinderten Klaus Lederer &uuml;ber die dr&auml;ngendsten Probleme der Stadt. Eine Veranstaltung, die eine Idee vermittelte, wer mit wem nach der Wahl koalieren k&ouml;nnte.<br>\nDie Marschrichtung f&uuml;r eine harte Auseinandersetzung unter den aktuellen Koalitionsparteien hatte Franziska Giffey bereits zuvor vorgegeben. In einem am Donnerstag ver&ouml;ffentlichten Interview mit der &bdquo;Berliner Morgenpost&ldquo; griff die SPD-Spitzenkandidatin Linke und Gr&uuml;ne indirekt scharf an.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/berlin\/erste-runde-der-berliner-spitzenkandidaten-wegner-und-giffey-gleichen-sich-bis-aufs-wort\/27123306.html\">Tagesspiegel<\/a><\/p><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<\/p>\n","protected":false},"author":11,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"spay_email":"","footnotes":""},"categories":[19],"tags":[],"class_list":["post-71924","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-hinweise-des-tages"],"jetpack_featured_media_url":"","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/71924","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/11"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=71924"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/71924\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":71927,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/71924\/revisions\/71927"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=71924"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=71924"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=71924"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}