{"id":71985,"date":"2021-04-29T08:22:00","date_gmt":"2021-04-29T06:22:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=71985"},"modified":"2021-04-29T08:22:00","modified_gmt":"2021-04-29T06:22:00","slug":"hinweise-des-tages-3850","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=71985","title":{"rendered":"Hinweise des Tages"},"content":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. (AT)<br>\n<!--more--><br>\nWir weisen darauf hin, dass die jeweiligen Anbieter f&uuml;r die Barrierefreiheit ihrer Angebote selbst verantwortlich sind und es durchaus sein kann, dass der Zugang von zun&auml;chst freien Inhalten nach einer Zeit beschr&auml;nkt wird.<\/p><p>Hier die &Uuml;bersicht; Sie k&ouml;nnen mit einem Klick aufrufen, was Sie interessiert:<\/p><ol>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=71985#h01\">Die gro&szlig;e Ungeduld<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=71985#h02\">Infektionsschutzma&szlig;nahmen in der Schnittmenge von Verwaltungsanordnung und Gesetzesbefehl<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=71985#h03\">&ldquo;Grob fahrl&auml;ssig&rdquo;: Vom RKI prognostizierte Schreckens-Inzidenz ist ausgeblieben<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=71985#h04\">Corona-Fallzahlen in St&auml;dten: Wie Geld bestimmt, wer sich infiziert<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=71985#h05\">Keine Daten &uuml;ber Durchschnittsalter von Intensivpatienten<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=71985#h06\">Gesundheitswesen: Entlassungswelle rollt an<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=71985#h07\">Brief f&uuml;r Verteilungsgerechtigkeit: K&uuml;nstlerInnen f&uuml;r Verm&ouml;gensteuer<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=71985#h08\">Studienfinanzierung: Hochschulen fordern dringende Baf&ouml;g-Reform<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=71985#h09\">Wie internationale Investments den Wohnungsmarkt umw&auml;lzen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=71985#h10\">Gr&uuml;ne m&uuml;ssen zu Klimaschulden bereit sein<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=71985#h11\">Friedrich Merz in der Falle<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=71985#h12\">USA: Joe Biden will Steuererh&ouml;hungen f&uuml;r Familienhilfen in Billionenh&ouml;he<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=71985#h13\">Global Britain und die EU (II)<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=71985#h14\">AKK will bewaffnete Drohnen zum Koalitionsziel machen<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=71985#h15\">Der Staat und sein &raquo;Wohl&laquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=71985#h16\">VVN-BdA wieder voll gemeinn&uuml;tzig: &bdquo;Die Erleichterung ist riesig&ldquo;<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=71985#h17\">Berichterstattung zu Spahn-Villa zul&auml;ssig<\/a><\/li>\n<\/ol><p><em><strong>Vorbemerkung:<\/strong> Wir kommentieren, wenn wir das f&uuml;r n&ouml;tig halten. Selbstverst&auml;ndlich bedeutet die Aufnahme in unsere &Uuml;bersicht nicht in jedem Fall, dass wir mit allen Aussagen der jeweiligen Texte einverstanden sind. Verantwortlich f&uuml;r die Richtigkeit der zitierten Texte sind die jeweiligen Quellen und nicht die NachDenkSeiten. Wenn Sie diese &Uuml;bersicht f&uuml;r hilfreich halten, dann weisen Sie doch bitte Ihre Bekannten auf diese M&ouml;glichkeit der schnellen Information hin.<\/em><\/p><ol>\n<li><a name=\"h01\"><\/a><strong>Die gro&szlig;e Ungeduld<\/strong><br>\nWir leben in einer Gesellschaft, die stets um den besten Weg ringen sollte. Da ist Gehorsam keine Tugend, sondern eine Gefahr<br>\nHier ein &Uuml;berblick &uuml;ber die neuen Corona-Verordnungen: &bdquo;Ab null Uhr herrscht Maskenpflicht f&uuml;r die Sternzeichen Jungfrau, Waage und Wassermann und f&uuml;r alle Volvo-Fahrer, au&szlig;er wenn sie gr&uuml;ne Socken tragen. Die Ma&szlig;nahme gilt nur von 18.00 Uhr bis 21.30 Uhr, vorausgesetzt, Sie fahren einen Audi mit einer 17 im Kennzeichen. Wenn Ihre Hausfarbe gelb ist, dann d&uuml;rfen Sie nicht aus dem Haus, au&szlig;er es steht auf der rechten Stra&szlig;enseite. Die Ausnahme entf&auml;llt jedoch, wenn ein Parkplatz davor ist.&ldquo;<br>\nDer &ouml;sterreichische TV-Journalist Ferdinand Wegscheider hat die Lage im vergangenen Oktober so zusammengefasst. Man sieht, sehr viel weiter sind wir seitdem nicht gekommen &ndash; abgesehen davon, dass wir nun in weiten Teilen des Landes zwischen 22 Uhr abends und 5 Uhr morgens nicht mehr aus dem Haus d&uuml;rfen, es sei denn, man ist allein, dann darf man bis Mitternacht drau&szlig;en sein, aber nur, wenn man spazieren geht oder joggt. Wer noch sp&auml;ter rauswill, braucht einen Hund. Wer das nicht lustig findet, ist selber schuld.<br>\nSo wie die 53 SchauspielerInnen, die die &Ouml;ffentlichkeit unter dem Hashtag #allesdichtmachen auf den Humorpr&uuml;fstand gestellt haben, wo dann alle durchgefallen sind &ndash; Schauspieler und Publikum. Die einen waren nicht lustig, den anderen war nicht zum Lachen. Dabei f&auml;ngt Humor doch da an, wo der Spa&szlig; aufh&ouml;rt. Zum Beispiel bei der Corona-Politik. Hilflos und &uuml;berfordert zeigt sich die Kanzlerin am Ende ihrer Amtszeit. Aber so widerspr&uuml;chlich die von ihr favorisierten Ma&szlig;nahmen auch sind &ndash; die meisten Medien halten zu ihr.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/jaugstein\/die-grosse-ungeduld\">Jakob Augstein in der Freitag<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h02\"><\/a><strong>Infektionsschutzma&szlig;nahmen in der Schnittmenge von Verwaltungsanordnung und Gesetzesbefehl<\/strong><br>\nDem rechtswissenschaftlichen Beobachter bietet sich bei infektionsschutzrechtlichen Ma&szlig;nahmen mittlerweile das Bild einer v&ouml;lligen Austauschbarkeit der Handlungsformen Verwaltungsakt (Allgemeinverf&uuml;gung), Rechtsverordnung und Parlamentsgesetz. Anordnungen, die als (konkret-generelle) Einzelfallregelungen beurteilt werden, wenn sie in einer Allgemeinverf&uuml;gung stehen, finden sich inhaltlich identisch in Rechtsverordnungen und nunmehr auch im IfSG. (&hellip;)<br>\nVerfassungsrechtlich liegt mit &sect; 28b IfSG kein unzul&auml;ssiger &Uuml;bergriff des Bundesgesetzgebers in reservierte Exekutiv- oder L&auml;nderkompetenzen vor. Der zweifelhafte Ansatz, den f&uuml;r eine Allgemeinverf&uuml;gung erforderlichen Einzelfall auszudehnen (vgl. auch Lehner, Verfassungsblog v. 27.3.2020), f&uuml;hrt nicht dazu, dass es sich bei der &bdquo;Bundesnotbremse&ldquo; um ein Einzelfallgesetz im verfassungsrechtlichen Sinne handelt.<br>\nH&ouml;chst fraglich ist dagegen, ob die mit &sect; 28b IfSG verbundenen Grundrechtseingriffe einer (in diesem Beitrag ausgeklammerten) &Uuml;berpr&uuml;fung standhalten: Schwere Grundrechtseingriffe ohne messbaren Nutzeffekt, wie namentlich die Ausgangssperre, lassen sich kaum rechtfertigen (vgl. dazu auch das Gutachten von Mangold). Hinzu kommt, dass der Erlass bundeseinheitlicher Bek&auml;mpfungsma&szlig;nahmen aufgrund des Verh&auml;ltnism&auml;&szlig;igkeitsgebots nicht immer m&ouml;glich ist (vgl. Kluckert, in: ders., Das neue Infektionsschutzrecht, 2. Aufl. 2021, &sect; 2 Rn. 111b f.). So kommt es beim Infektionsschutz auf passgenaue, situations- und ortsbezogene Reaktionen an. Ob dem das wenig komplexe Tatbestandsmerkmal der 100er-Inzidenz gerecht wird, erscheint zweifelhaft. Auch der Wesentlichkeitsvorbehalt kann nicht vom Bundesgesetzgeber etwas verlangen, woran ihn Verh&auml;ltnism&auml;&szlig;igkeitsgebot und allgemeiner Gleichheitssatz hindern. Problematisch ist mit Blick auf die Schranken des Grundrechts der Freiheit der Person, inwiefern speziell Eingriffe in dieses Grundrecht durch ein Gesetz (und nicht aufgrund eines Gesetzes) erfolgen d&uuml;rfen (vgl. dazu Wi&szlig;gott, Verfassungsblog v. 24.4.2021).<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/verfassungsblog.de\/infektionsschutzmasnahmen-in-der-schnittmenge-von-verwaltungsanordnung-und-gesetzesbefehl\/\">Sebastian Kluckert in Verfassungsblog<\/a>\n<p><strong>dazu: Neue Lockdown-Studie &ndash; Mehr Schaden als Nutzen<\/strong><br>\nIm Kampf gegen die Corona-Pandemie setzen viele L&auml;nder auf strikte Freiheitsbeschr&auml;nkungen. Ein kanadischer &Ouml;konom hat 80 Studien zum Nutzen dieser Lockdown-Politik ausgewertet &ndash; und kommt zu einem vernichtenden Ergebnis.<br>\nAusgangssperren, Kontaktverbote, geschlossene Schulen, L&auml;den und Restaurants: Um die Verbreitung des Coronavirus einzud&auml;mmen, setzen westliche Regierungen Freiheitsbeschr&auml;nkungen durch, wie sie vor Beginn der Pandemie unvorstellbar schienen.<br>\nDer kanadische &Ouml;konom Douglas Allen z&auml;hlt zu den Kritikern der Lockdown-Strategie. Er sch&auml;tzt den Schaden, den diese strikten Ma&szlig;nahmen anrichten, deutlich h&ouml;her ein als deren Nutzen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.cicero.de\/wirtschaft\/neue-lockdown-studie-mehr-schaden-als-nutzen\">Cicero<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h03\"><\/a><strong>&ldquo;Grob fahrl&auml;ssig&rdquo;: Vom RKI prognostizierte Schreckens-Inzidenz ist ausgeblieben<\/strong><br>\nEs sind vor allem Modellierungen und Prognosen, die die Grundlage f&uuml;r die von der Bundesregierung verh&auml;ngten Corona-Ma&szlig;nahmen bilden &ndash; und mitunter die Bev&ouml;lkerung in Angst versetzen. So etwa die Inzidenzwert-Prognosen des Robert Koch-Instituts f&uuml;r die vergangenen Wochen, die ein Vielfaches &uuml;ber der tats&auml;chlich eingetroffenen Realit&auml;t lagen und nun f&uuml;r Kritik sorgen. (&hellip;)<br>\nGegen&uuml;ber dem Bild gew&auml;hrte das RKI nun Einblick in das Zustandekommen der hauseigenen, d&uuml;steren Prognosen: &ldquo;Bei der Prognose wurde der Trend in die Zukunft fortgeschrieben, den wir zuvor &uuml;ber acht Wochen stabil beobachtet haben &ndash; und der sich zun&auml;chst auch fortsetzte wie vorhergesagt.&rdquo;<br>\nBereits vor einigen Tagen erkl&auml;rte der an den RKI-Modellierungen beteiligte Statistiker Matthias an der Heiden, dass es sich bei der Tatsache, dass der selbst vorhergesagte Trend nicht eingetreten sei, um ein &ldquo;wichtiges Signal&rdquo; handele, &ldquo;dessen Gr&uuml;nde wir noch nicht genau kennen&rdquo;.  Im Konjunktiv f&auml;hrt an der Heiden fort:<br>\n&ldquo;Es k&ouml;nnte mit der eingeschr&auml;nkten Mobilit&auml;t der Menschen sowie mit geschlossenen Betrieben und Schulen &uuml;ber Ostern oder mit einer Verhaltensanpassung der Bev&ouml;lkerung zu tun haben.&rdquo;<br>\nZudem sei &ldquo;im Vergleich zu den Vorwochen eine geringere Anzahl von Tests durchgef&uuml;hrt&rdquo; worden. Ob sich &ldquo;die aktuelle Seitw&auml;rtsbewegung&rdquo; fortsetze, bleibe &ldquo;abzuwarten&rdquo;. Es sei dem RKI Mitte M&auml;rz darum gegangen, davor zu warnen, dass sich ein stetiges exponentielles Wachstum der ansteckenderen britischen Variante B.1.1.7 hinter den Gesamtzahlen verberge.<br>\nGegen&uuml;ber Bild meldete sich auch der Medizinstatistiker Gerd Antes zu Wort. Entwicklungen einfach fortzuschreiben, wird Antes zitiert, sei &ldquo;geradezu ein fachlicher Fehler&rdquo;. &ldquo;Es ist ein chronischer Fehler der Modellbildung, einen Trend fortzuschreiben und naiv in die Zukunft zu schauen.&rdquo; Als Statistiker wendet sich Antes nicht grunds&auml;tzlich gegen Modellierungen. Es gebe jedoch Entscheidendes zu bedenken.<br>\n&ldquo;Sie zur Grundlage f&uuml;r politische Entscheidungen zu machen, halte ich f&uuml;r grob fahrl&auml;ssig. Sowohl von wissenschaftlicher Seite, diese Zahlen ohne deutliche Warnungen in den Raum zu stellen, wie auf der anderen Seite von der Politik, sie ohne kompetente Beratung zur Grundlage von weitreichenden Entscheidungen zu machen&rdquo;.<br>\nDieses Ph&auml;nomen sei &ldquo;leider seit vielen Monaten&rdquo; zu beobachten. Die Voraussagen f&uuml;r den Mai h&auml;lt der Wissenschaftler f&uuml;r &ldquo;geradezu atemberaubend&rdquo;.<br>\nBereits Ende M&auml;rz sprach Antes angesichts der auf t&ouml;nernen F&uuml;&szlig;en stehenden Corona-Ma&szlig;nahmen der Regierung von einem &ldquo;Pandemie-Bingo&rdquo;. Dass etwa Urlaub im Schwarzwald verboten und in Malle erlaubt sei, gleiche einer Abschaffung der Logik. Gegen&uuml;ber dem S&uuml;dkurier erkl&auml;rte Antes: &ldquo;Mir kommt das vor wie Pandemie-Bingo und Malle hat den Hauptgewinn gezogen.&rdquo;<br>\nZugleich sprach er von desastr&ouml;sen Daten-M&auml;ngeln. Die Inzidenz als Richtwert sei der denkbar gr&ouml;bste Indikator, den man f&uuml;r eine Beschreibung des &ldquo;Infektionsgeschehens&rdquo; nutzen k&ouml;nne. Ermittelte Mittelwerte w&uuml;rden Unterschiede vertuschen. &ldquo;Bei Altersgruppen und Mortalit&auml;ten muss ich auf die Details dieser Gruppen blicken&rdquo;, so Antes.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/de.rt.com\/inland\/116655-grob-fahrlassig-vom-rki-prognostizierte\/\">RT DE<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung Christian Reimann:<\/strong> Bitte lesen Sie dazu auch <a href=\"https:\/\/www.nachdenkseiten.de\/?p=71008\">Es ist t&ouml;richt, die Corona-Politik an Inzidenzwerten auszurichten<\/a>.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h04\"><\/a><strong>Corona-Fallzahlen in St&auml;dten: Wie Geld bestimmt, wer sich infiziert<\/strong><br>\n&ldquo;Armut macht krank&rdquo; &ndash; das gilt bereits f&uuml;r viele Krankheiten in Deutschland. Vor einer hohen Gef&auml;hrdung von Menschen mit niedrigem Einkommen warnen Experten auch in der Corona-Krise seit Langem. Doch die Datenlage ist bisher schwach, die zu untersuchenden Faktoren sind divers, Langzeitbetrachtungen vonn&ouml;ten. Jetzt liegen in mehreren St&auml;dten Daten vor, die einen Zusammenhang zwischen Wohnort, sozio&ouml;konomischen Einfl&uuml;ssen und der Infektionsrate belegen oder zumindest nahelegen. &hellip;<br>\nBesonders aussagekr&auml;ftig sind die Zahlen aus Hamburg. Hier hat die zust&auml;ndige Sozialbeh&ouml;rde auf Anfrage des NDR die Corona-F&auml;lle in der gesamten Corona-Krise von Februar 2020 bis M&auml;rz 2021 in Bezug auf die unterschiedlichen Stadtteile geliefert. Das Ergebnis: Wirtschaftlich schw&auml;chere Stadtteile verbuchen besonders hohe Infektionszahlen, die Villenviertel bleiben im Vergleich st&auml;rker verschont. Wo sich die Menschen anstecken, l&auml;sst sich dabei nicht sagen. Die Zahlen richten sich nach den Wohnorten der Infizierten. [&hellip;]<br>\nAnders sehen die Infektionszahlen in den Vierteln aus, wo man wesentlich besser verdient: Im Villenviertel Blankenese (Jahreseinkommen pro Kopf: 117.000 Euro) liegt die Jahresinzidenz nur bei 1.460. Hamburgs reichstes Viertel Nienstedten (Einkommen pro Kopf: 120.000 Euro) verzeichnet 2.479 Infektionen gerechnet auf 100.000 Einwohner. &hellip;<br>\n&ldquo;Menschen, die wenig Geld haben, leben oft mit mehreren Leuten in kleineren Wohnungen in engeren Stadtvierteln. Das erh&ouml;ht das Infektionsrisiko&rdquo;, erkl&auml;rt Dragano im Gespr&auml;ch mit t-online. &ldquo;Sie arbeiten au&szlig;erdem &ouml;fters in einfachen, schlecht bezahlten Jobs, in denen sie h&auml;ufiger in Pr&auml;senz arbeiten und viele Kontakte haben m&uuml;ssen.&rdquo; Das sei beispielsweise bei Produktionshelfern in den Werkhallen so, bei Busfahrern, aber auch bei Altenpflegekr&auml;ften. Das Homeoffice stehe hingegen vor allem den akademischen Berufen offen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.t-online.de\/nachrichten\/deutschland\/id_89929168\/corona-fallzahlen-in-staedten-wie-geld-bestimmt-wer-sich-infiziert-.html\">T-Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung JK:<\/strong> Wie bereits angemerkt, aus der Doppelhaush&auml;lfte im gem&uuml;tlichen Home Office sitzend, l&auml;sst es sich wunderbar &uuml;ber &bdquo;Solidarit&auml;t&ldquo; schwadronieren und gleichzeitig ein &bdquo;harter Lockdown&ldquo; fordern. Es zeigt sich aber insbesondere, dass starke soziale Ungleichheit einer der Infektionstreiber ist. Dar&uuml;ber schweigen aber gerade die Medien, die bisher die Durchsetzung der neoliberalen Agenda publizistisch vorangetrieben haben.<\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h05\"><\/a><strong>Keine Daten &uuml;ber Durchschnittsalter von Intensivpatienten<\/strong><br>\nDie Bundesregierung hat nach eigenen Angaben keine Kenntnis vom Durchschnittsalter der Covid-19-Patienten auf deutschen Intensivstationen. Das teilte das Bundesgesundheitsministerium auf Anfrage der FDP mit. Demnach m&uuml;ssen die Krankenh&auml;user zwar t&auml;glich ihre Behandlungskapazit&auml;ten sowie etwa die Zahl der entlassenen Patienten und Patientinnen &uuml;bermitteln. &ldquo;Daten &uuml;ber das (Durchschnitts-)Alter von Covid-19-Patientinnen und Covid-19-Patienten mit intensivmedizinischem Behandlungsbedarf&rdquo; fallen aber nicht darunter.<br>\nDie FDP-Abgeordnete Judith Skudelny, die die Anfrage gestellt hatte, kritisierte, dass die Regierung &ldquo;in Zeiten, in denen Politik und Ethikkommission &uuml;ber eine Impf-Priorisierung diskutieren&rdquo;, die Erhebung von simplen Zahlen mit hoher Bedeutung vernachl&auml;ssige. Dazu geh&ouml;re auch das Alter der Intensivpatienten. &ldquo;Das ist haneb&uuml;chen und wird dem erforderlichen Weitblick zur Pandemiebek&auml;mpfung nicht gerecht.&rdquo; In ihrer Antwort schreibt die Regierung indes, dass die Altersangaben der Patientinnen und Patienten mit intensivmedizinischem Versorgungsbedarf &ldquo;in K&uuml;rze erhoben&rdquo; werden sollen, da das Alter nunmehr als relevant f&uuml;r die Aufrechterhaltung der Gesundheitsversorgung in Krankenh&auml;usern angesehen werde.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/newsticker\/liveblog-coronavirus-donnerstag-209.html#Keine-Daten-ueber-Durchschnittsalter-von-Intensivpatienten\">Tagesschau Ticker<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers R.H.:<\/strong> Die vergangene Zeit hat der DIVI-Pr&auml;sident Gernot Marx immer wieder mitgeteilt, <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/inland\/corona-intensivstationen-101.html\">dass die Patienten j&uuml;nger werden<\/a>. Ich habe schon mehrmals beim RKI und anderen Seiten nach einer konkreten Angabe gesucht, jedoch nichts gefunden. Und heute meldet der Tagesschau Corona-Ticker die Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der FDP, dass keine Daten &uuml;ber Durchschnittsalter von Intensivpatienten vorhanden sind. Und auch wenn diese Daten evtl. zuk&uuml;nftig erhoben werden, kann doch keine Aussage getroffen werden, dass sie im Verh&auml;ltnis zum z.B. Januar j&uuml;nger werden. Die ganze Zahlenbasis bei Corona ist wirklich entt&auml;uschend.<\/em><\/p>\n<p><em><strong>Erg&auml;nzende Anmerkung Andr&eacute; Tautenhahn:<\/strong> Unser Leser hat recht. Die Aussagen des DIVI-Pr&auml;sidenten sind fragw&uuml;rdig. Gestern teilte er <a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=IguW9nn7JTs\">im Tagesupdate mit<\/a>, dass der Blick auf die Zahlen vermuten lasse, dass die Ma&szlig;nahmen der Notbremse langsam zu greifen scheinen. So schnell pl&ouml;tzlich? Eine Erkl&auml;rung ist das nat&uuml;rlich nicht, sondern lediglich eine Anpassung der Sprache an jene Kurven, die sich nun nicht so entwickeln wie vorhergesagt. <\/em>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h06\"><\/a><strong>Gesundheitswesen: Entlassungswelle rollt an<\/strong><br>\nBei Tochtergesellschaft des Klinikkonzerns Sana werden &uuml;ber 1.000 Besch&auml;ftigte auf die Stra&szlig;e gesetzt &ndash; mehr als ein Drittel des Personals<br>\nAlle Gesch&auml;ftsbereiche der DGS Pro-Service GmbH, mit Ausnahme des Reinigungssektors, sollen bis zum Jahresende geschlossen werden. Von derzeit rund 3.000 Besch&auml;ftigten des Tochterunternehmens des Krankenhauskonzerns Sana verlieren mehr als 1.000 ihren Job. Die Massenentlassungen betreffen Menschen, die in der Stationsassistenz, im Hol- und Bringdienst, an den Eingangspforten sowie im Sicherheitsdienst arbeiten. Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi reagierte auf diese Ank&uuml;ndigung mit heftiger Kritik.<br>\n&raquo;Besch&auml;ftigten im Gesundheitswesen zu k&uuml;ndigen ist f&uuml;r sich genommen schon ein Unding.<br>\nDas auch noch mitten in der dritten Welle der Coronapandemie zu tun, schl&auml;gt dem Fass den Boden aus&laquo;, sagte Sylvia B&uuml;hler, Mitglied im Verdi-Bundesvorstand. Ein profitabler Klinikkonzern w&uuml;rde Menschen vor die T&uuml;r setzen, die &raquo;in den letzten Monaten tatkr&auml;ftig mitgeholfen haben, den Krankenhausbetrieb am Laufen zu halten&laquo;. Dabei geh&ouml;re Teamarbeit zum Klinikalltag, denn dort arbeiteten mehr Besch&auml;ftigtengruppen als &Auml;rzte und Pflegefachkr&auml;fte.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/401378.gesundheitswesen-entlassungswelle-rollt-an.html\">junge Welt<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h07\"><\/a><strong>Brief f&uuml;r Verteilungsgerechtigkeit: K&uuml;nstlerInnen f&uuml;r Verm&ouml;gensteuer<\/strong><br>\n&Uuml;ber 100 Intellektuelle und Organisationen fordern die Regierung auf, Verm&ouml;gende st&auml;rker zu belasten. Mit dabei: Annette Humpe und Maren Kroymann.<br>\nKanzlerin Angela Merkel redete im Dezember im Bundestag Tacheles. Als die Linkspartei-Abgeordnete Gesine L&ouml;tzsch sie fragte, wie sie den Vorschlag einer Verm&ouml;gensabgabe bewerte, antwortete sie, dass sie selbst und ihre Fraktion nicht daran d&auml;chten. Die strikte Weigerung ist nichts Neues. CDU und CSU stemmen sich seit Jahren gegen Versuche, sehr reiche Menschen st&auml;rker zu besteuern.<br>\nDoch jetzt k&ouml;nnte eine breit getragene gesellschaftliche Initiative frischen Wind in die Debatte bringen. Mehr als 100 K&uuml;nstlerInnen, Intellektuelle und zivilgesellschaftliche Organisationen fordern angesichts der Coronakosten und der sozial-&ouml;kologischen Herausforderungen eine st&auml;rkere Besteuerung von Reichtum und mehr Verteilungsgerechtigkeit.<br>\nIn einem offenen Brief an die Bundesregierung, der der taz exklusiv vorliegt, schlagen sie die effektive Besteuerung gro&szlig;er Erbschaften und Schenkungen und eine einmalige Verm&ouml;gensabgabe vor. Au&szlig;erdem fordern sie, eine Verm&ouml;gensteuer mit einem hohen Steuersatz und ausreichendem Freibetrag einzuf&uuml;hren. Gleichzeitig warnen sie davor, &ouml;ffentliche oder soziale Ausgaben zu k&uuml;rzen.<br>\nMerkels Nein zur Verm&ouml;gensabgabe zur Finanzierung der milliardenschweren Coronakosten &bdquo;hat uns best&uuml;rzt&ldquo;, hei&szlig;t es in dem Brief w&ouml;rtlich.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/taz.de\/Brief-fuer-Verteilungsgerechtigkeit\/!5762868\/\">taz<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h08\"><\/a><strong>Studienfinanzierung: Hochschulen fordern dringende Baf&ouml;g-Reform<\/strong><br>\nMehr Geld f&uuml;r mehr Studierende: Weil sich das Baf&ouml;g in der Krise nur teilweise als tauglich erwiesen hat, dr&auml;ngen Unis und Fachhochschulen auf eine Ausweitung der Studienf&ouml;rderung.<br>\nDie Spitzen der Unis und Fachhochschulen in Deutschland wollen die Studienfinanzierung neu ordnen. Sie fordern eine grundlegende Reform der Ausbildungsf&ouml;rderung. Nicht erst die Corona-Pandemie habe &raquo;L&uuml;cken in der F&ouml;rderung sichtbar gemacht&laquo;, sagte Peter-Andr&eacute; Alt, Pr&auml;sident der Hochschulrektorenkonferenz (HRK), am Mittwoch in Berlin.<br>\n&raquo;Die heutige F&ouml;rderung wird der Preisentwicklung bei Mieten und Lebenshaltungskosten und den viel diverser gewordenen Bildungsbiografien nicht mehr gerecht&laquo;, sagte Alt mit Blick auf das Baf&ouml;g. Auch sei die Zahl derjenigen, die unterst&uuml;tzt werden, viel zu gering. Die HRK nannte als Ziel eine F&ouml;rderquote von mehr 44,6 Prozent wie vor 50 Jahren. Damals wurde das Baf&ouml;g eingef&uuml;hrt. Heute erhalten nur noch zw&ouml;lf Prozent die F&ouml;rderung.<br>\nDie Einkommens- und Verm&ouml;gensfreibetr&auml;ge der Eltern m&uuml;ssten so bemessen sein, dass wieder eine &raquo;angemessene F&ouml;rderquote&laquo; erreicht werde, sagte Alt. Au&szlig;erdem m&uuml;sse die F&ouml;rderung verl&auml;ngert werden, auf die Regelstudienzeit plus zwei Semester. Denn nur 33,6 Prozent der Studierenden h&auml;tte 2019 ihr Studium in der Regelstudienzeit abgeschlossen, aber 77 Prozent innerhalb der Regelstudienzeit zuz&uuml;glich zwei Semestern.<br>\nZus&auml;tzlich dringen die Hochschulen darauf, dass die bisherige Altersgrenze entfalle, &raquo;um das gesellschaftlich erw&uuml;nschte und notwendige lebenslange Lernen zu f&ouml;rdern und den ver&auml;nderten Bildungs- und Erwerbsbiografien gerecht zu werden&laquo;.<br>\nEin Aktionsb&uuml;ndnis, dem unter anderem der studentische Dachverband fzs und zahlreiche Initiativen aus dem Hochschul- und dem Gewerkschaftsmilieu angeh&ouml;ren, teilt die Kritik der HRK. Die staatliche Studienf&ouml;rderung sei &raquo;nicht gut gealtert&laquo;, hei&szlig;t es in einer Erkl&auml;rung der Gruppe zum 50. Jahrestag der Baf&ouml;g-Einf&uuml;hrung. Die Studierendenvertreter fordern, b&uuml;rokratische H&uuml;rden abzubauen sowie die Frei- und F&ouml;rderbetr&auml;ge zu erh&ouml;hen. &raquo;Es braucht ein Baf&ouml;g, das zum Leben reicht&laquo;, sagt Nathalie Sch&auml;fer von der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft, &raquo;zus&auml;tzlich fordern wir eine F&ouml;rderung, die sich nicht so strikt an Semesterzahl oder dem Alter orientiert. Bildungsverl&auml;ufe sind nicht gradlinig.&laquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.spiegel.de\/panorama\/bildung\/bafoeg-hochschulen-fordern-dringende-reform-a-6f36fa26-c2d5-47a4-a0be-aa8c82793de3%20\">DER SPIEGEL <\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h09\"><\/a><strong>Wie internationale Investments den Wohnungsmarkt umw&auml;lzen<\/strong><br>\nDie Wohnungskrise steht erst am Anfang. Sieben Monate haben Journalistinnen und Journalisten in 16 europ&auml;ischen Gro&szlig;st&auml;dten gemeinsam recherchiert. Das Ergebnis: Die Ursachen der Krise sind gewaltig, die neuen Akteure auch &ndash; und die Folgen f&uuml;r die Menschen kaum absehbar.<br>\nIn London ist seit einigen Jahren ein seltsames Ph&auml;nomen zu beobachten. Wenn es dunkel wird, gehen in besonders begehrten Wohnlagen in Covent Garden oder Chelsea nur noch vereinzelte Lichter in den Fenstern an. Die Wohnungen geh&ouml;ren einer kosmopolitischen Elite, die in mehreren St&auml;dten Immobilien besitzt und sie nur bei ihren seltenen London-Aufenthalten braucht. Finanziell lohnt sich das trotzdem. Denn es sind gute Anlageobjekte &ndash; selbst unbewohnt.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/interaktiv.tagesspiegel.de\/lab\/mietmarktlabor-berlin-wie-internationales-investment-den-mietmarkt-veraendert\/\">Tagesspiegel<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h10\"><\/a><strong>Gr&uuml;ne m&uuml;ssen zu Klimaschulden bereit sein<\/strong><br>\nWollen &ldquo;Die Gr&uuml;nen&rdquo; keine faulen Kompromisse zwischen Staatsschulden und Klimaschutz riskieren, m&uuml;ssen sie ihre finanzpolitischen Positionen nachsch&auml;rfen.<br>\nDie Gr&uuml;nen haben Konjunktur. Die n&auml;chste Regierungsbildung wird an ihnen wohl kaum vorbeif&uuml;hren. Die offene Frage ist eher: Mit wem machen sie es? Schaut man in den Entwurf zum Wahlprogramm, bekommt man den Eindruck, dass konservative Kompromisse gleich mitgedacht werden. Das gilt besonders f&uuml;r den Finanzteil. Doch genau das k&ouml;nnte den Gr&uuml;nen gerade bei ihrem wichtigsten Thema &ndash; dem Klimaschutz &ndash; auf die F&uuml;&szlig;e fallen.<br>\n1,5 Grad hei&szlig;t die &ouml;kologische Zielmarke. Wenn man die Wirtschaft &ouml;kologisch umbauen m&ouml;chte, muss man bereit sein, Geld auszugeben. Viel Geld auszugeben. Mehr Geld auszugeben, als man &uuml;ber Steuern einziehen kann. Das hei&szlig;t: Die Staatsschulden m&uuml;ssen steigen, deutlich steigen. Es braucht eine &ouml;ffentliche Investitionsoffensive, einen gro&szlig;angelegten Strukturwandel. Braune Wirtschaftsbereiche m&uuml;ssen gr&uuml;n werden. Der Kern der Herausforderung dabei ist, den Strukturwandel m&ouml;glichst schnell zu schaffen, ohne Arbeitslosigkeit, Inflation und soziale H&auml;rten zu produzieren.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/makroskop.eu\/15-2021\/gruene-muessen-zu-klimaschulden-bereit-sein\/\">Maurice H&ouml;fgen auf Makroskop<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h11\"><\/a><strong>Friedrich Merz in der Falle<\/strong><br>\nDer CDU-Wirtschaftsexperte erntet zu Recht Spott: Er wollte seine Kompetenz in der &ouml;konomischen Theorie demonstrieren, bewirkte aber das Gegenteil &ndash; zur Unzeit. [&hellip;]<br>\nDie Frage ist: Haben wir heute eine Liquidit&auml;tsfalle? So wie Keynes und Hicks sich das vorgestellt hatten, sicher nicht. Allerdings liegen die Zinsen in den USA und in Europa schon lange nahe null oder nur leicht dar&uuml;ber, weshalb die Europ&auml;ische Zentralbank und die Federal Reserve praktisch nichts mehr zus&auml;tzlich tun k&ouml;nnen, um der Wirtschaft zu helfen. Das k&ouml;nnte man als eine Form der Liquidit&auml;tsfalle interpretieren. Nur: Wenn man das tut, dann ist, anders als Merz nahelegt, die Verschuldung Deutschlands nicht das Problem, sondern Teil der L&ouml;sung, weil mit ihrer Hilfe ein schlimmerer Einbruch verhindert wurde.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/wirtschaft\/friedrich-merz-wirtschaftskompetenz-armin-laschet-1.5279286%20\">S&uuml;ddeutsche<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h12\"><\/a><strong>USA: Joe Biden will Steuererh&ouml;hungen f&uuml;r Familienhilfen in Billionenh&ouml;he<\/strong><br>\nKostenlose Vorschule, Mutterschutz, mehr Geld f&uuml;rs College: Die US-Regierung plant mehr Hilfen f&uuml;r Eltern und Kindern. Das Geld soll von Reichen und Superreichen kommen.<br>\nUS-Pr&auml;sident Joe Biden will mehr als eine Billion Dollar in die Zukunft der US-amerikanischen Kinder investieren. Dies gab das Wei&szlig;e Haus als Vorgriff auf Bidens erste Rede zur Lage der Nation vor dem Kongress an diesem Mittwoch bekannt. Demnach plant die Regierung kostenlose Vorschulen f&uuml;r die Kleinsten, Finanzierungen in Kindergeld und in h&ouml;here Bildung. Gedeckt werden sollen die Kosten von 1,8 Billionen Dollar durch Steuererh&ouml;hungen f&uuml;r die Wohlhabenden.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2021-04\/usa-joe-biden-steuererhoehungen-corona-hilfe-bildung-sozialleistungen%20\">ZEIT Online<\/a>\n<p><em><strong>Anmerkung unseres Lesers J.A.:<\/strong> Ein sch&ouml;nes Programm zum Ausbau des Sozialstaats, f&uuml;r US-Verh&auml;ltnisse geradezu revolution&auml;r. Zahlen m&uuml;ssen die allerreichsten 0,3 Prozent, unsinnige Steuergeschenke f&uuml;r Kapitalertr&auml;ge werden r&uuml;ckg&auml;ngig gemacht, alle (anderen) profitieren. Warum gibt es so etwas nicht in Deutschland?<\/em><\/p>\n<p><strong>dazu: Fu&szlig; von der Bremse<\/strong><br>\nStaatsausgaben Joe Biden zeigt, wie alle davon profitieren k&ouml;nnen, dass man hohe Schulden macht<br>\nEs war eine typisch deutsche Szene: Die einen steckten sie regungslos weg, die anderen sahen mal wieder ihre Zukunft in Tr&uuml;mmern. Zwanzig Minuten lang pr&auml;sentierten die Parteivorsitzenden der Gr&uuml;nen, Annalena Baerbock und Robert Habeck, im M&auml;rz ihr Wahlprogramm f&uuml;r den Herbst. Dann stellte die erste Journalistin ihre Frage. Sie war zweigeteilt: &bdquo;K&ouml;nnen Sie da noch was drauflegen?&ldquo;, fragte sie zum Klimaschutz. Und: &bdquo;Vielleicht k&ouml;nnen Sie das mal ein bisschen gegenrechnen, wie Sie da auf eine vern&uuml;nftige Gegenfinanzierung kommen wollen?&ldquo; Es ging um &ndash; lediglich &ndash; 50 Milliarden Euro. Die Partei will also zu wenig, aber selbst f&uuml;r das Wenige soll sie erst auf Geldsuche gehen. Findet sie keines, bleibt die Kasse geschlossen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.freitag.de\/autoren\/der-freitag\/fuss-von-der-bremse\">der Freitag<\/a>\n<\/p><\/li>\n<li><a name=\"h13\"><\/a><strong>Global Britain und die EU (II)<\/strong><br>\nHeftige Attacken deutscher Politiker und Medien gegen Gro&szlig;britannien begleiten die Ratifizierung des Handels- und Kooperationsabkommens der EU mit dem Vereinigten K&ouml;nigreich. EU-Kommissionspr&auml;sidentin Ursula von der Leyen droht mit Strafma&szlig;nahmen, sollte London das Abkommen nicht penibel einhalten; in Br&uuml;ssel sind Strafz&ouml;lle im Gespr&auml;ch. Deutsche Leitmedien sch&uuml;ren das &uuml;berkommene Ressentiment vom &ldquo;hinterlistigen&rdquo; Gro&szlig;britannien (&ldquo;perfides Albion&rdquo;). Berliner Regierungsberater warnen, die schwer &ldquo;belasteten&rdquo; Beziehungen setzten der dringend erw&uuml;nschten au&szlig;en- und milit&auml;rpolitischen Kooperation der EU mit dem Vereinigten K&ouml;nigreich &ldquo;Grenzen&rdquo;; es gelte daher, &ldquo;in bi- und minilateralen Formaten&rdquo;, zum Beispiel im Rahmen der &ldquo;E3&rdquo; (Deutschland, Frankreich, Gro&szlig;britannien), &ldquo;Vertrauen&rdquo; aufzubauen, um &ldquo;die Basis f&uuml;r eine langfristige institutionalisierte Kooperation&rdquo; zu legen. Dabei wachsen die Spannungen in den Auseinandersetzungen um die Zusammenarbeit auf dem Finanzsektor weiter und drohen die Gr&auml;ben zwischen beiden Seiten zu vertiefen.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.german-foreign-policy.com\/news\/detail\/8583\/\">German Foreign Policy <\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h14\"><\/a><strong>AKK will bewaffnete Drohnen zum Koalitionsziel machen<\/strong><br>\nBei einem Wahlsieg der Union im September will Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer die Bewaffnung von Drohnen als klares Ziel einer k&uuml;nftigen Koalition festschreiben. &ldquo;Eines habe ich in dieser Legislaturperiode gelernt: Wenn die Union an den n&auml;chsten Koalitionsverhandlungen beteiligt sein sollte, und falls ich da ein Wort mitzureden habe, werde ich sehr genau darauf achten, dass das Thema Bewaffnung von Drohnen im Vertrag so formuliert ist, dass nicht wieder ein Koalitionspartner w&auml;hrend der Legislaturperiode ausbrechen kann&rdquo;, sagte die CDU-Politikerin der Zeitschrift &ldquo;Internationale Politik&rdquo;.<br>\nDas Vorhaben scheitert bisher am Koalitionspartner SPD, der auf der Zielgeraden pl&ouml;tzlich weiteren Gespr&auml;chsbedarf angemeldet hatte. Das Thema sei, so AKK, inzwischen l&auml;ngst ausdiskutiert.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/der_tag\/AKK-will-bewaffnete-Drohnen-zum-Koalitionsziel-machen-article22518765.html\">n-tv<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h15\"><\/a><strong>Der Staat und sein &raquo;Wohl&laquo;<\/strong><br>\nDer Bundestagsabgeordnete Konstantin von Notz (Gr&uuml;ne) hat Erfahrung in der Arbeit von parlamentarischen Kontrollgremien. Er beklagt die Praxis der Bundesregierung, unter Verweis auf das &raquo;Staatswohl&laquo; Ausk&uuml;nfte zu verweigern: &raquo;Die Offenlegung der erfragten Informationen w&uuml;rde das Staatswohl in besonders hohem Ma&szlig; beeintr&auml;chtigen.&laquo; So verhindern von der Bev&ouml;lkerung bezahlte Funktion&auml;re der Exekutive die Aufkl&auml;rung von Staatsaff&auml;ren. Den Abgeordneten wird so eine wirksame Kontrolle von Regierung und Geheimdiensten unm&ouml;glich gemacht.<br>\nIn aller Klarheit hatte der damalige Staatssekret&auml;r im Bundesinnenministerium, Klaus-Dieter Fritsche, die Grundlage dieser Praxis formuliert: &raquo;Es d&uuml;rfen keine Staatsgeheimnisse bekannt werden, die ein Regierungshandeln unterminieren.&laquo; Nach diesem Verst&auml;ndnis legen die Geheimdienste selbst fest, was dem Staatswohl dient &ndash; und etablieren damit hinter einer formaldemokratischen Fassade einen &raquo;tiefen Staat&laquo;. Untersucht man weitere klandestine Aktionen staatlicher Institutionen, l&auml;sst sich der Verdacht erh&auml;rten.<br>\nBundesnachrichtendienst, Bundesamt und Landes&auml;mter f&uuml;r Verfassungsschutz k&ouml;nnen nicht kontrolliert werden. Sie stellen sich &uuml;ber Verfassung und Gesetze und werden dabei von staatlichen Institutionen gedeckt. Die Liste allein ihrer aufgedeckten Taten ist einer kriminellen Vereinigung w&uuml;rdig: Anstiftung zu Straftaten, Geheimnisverrat, Strafvereitelung, Unterdr&uuml;ckung von Beweismitteln; sie missachten Menschenrechte, t&auml;uschen und bel&uuml;gen die &Ouml;ffentlichkeit und das Parlament. Sie behindern die Aufdeckung, vernichten und schw&auml;rzen massenweise Akten. Die Bundesanwaltschaft hilft beim Vertuschen, das Bundesinnenministerium blockt die Aufkl&auml;rung von Morden, und das BfV gibt Politikern Handreichungen, um das &raquo;Hochkochen der Thematik&laquo; (Skandale) zu unterbinden.<br>\nIn einem System aber, in dem Geheimdienste das Staatswohl bestimmen und sich gegen Kontrolle und Kritik abschirmen, ist nicht der Staat f&uuml;r die Menschen da, sondern diese f&uuml;r den Staat, dessen Machtelite und deren Interessen. Und auch die Kritik an den Vorg&auml;ngen f&uuml;hrte nicht zu einer Demokratisierung, im Gegenteil. Nach allen gro&szlig;en Skandalen folgte eine Ausweitung des Personals und der Befugnisse der Geheimdienste, ihre Straftaten wurden teilweise legalisiert. Dagegen muss aus einem demokratischen Verst&auml;ndnis die Abschaffung der Geheimdienste gefordert werden. Wenn enthemmte Geheimdienste Feinde ins Visier nehmen und f&uuml;r ein selbst definiertes Staatswohl arbeiten, wird es f&uuml;r die Menschen gef&auml;hrlich.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.ossietzky.net\/artikel\/der-staat-und-sein-wohl\/%20\">Ossietzky 08\/2021<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h16\"><\/a><strong>VVN-BdA wieder voll gemeinn&uuml;tzig: &bdquo;Die Erleichterung ist riesig&ldquo;<\/strong><br>\nDer antifaschistischen VVN-BdA wurde 2019 die Gemeinn&uuml;tzigkeit entzogen. Nun erh&auml;lt sie diese vollst&auml;ndig wieder zur&uuml;ck. Der Verband jubelt.<br>\nDer Vorgang sorgte f&uuml;r breite Emp&ouml;rung: Ende 2019 entzog das Berliner Finanzamt f&uuml;r K&ouml;rperschaften der &bdquo;Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes &ndash; Bund der Antifaschisten&ldquo; (VVN-BdA) die Gemeinn&uuml;tzigkeit.<br>\nGedenkst&auml;tten, Gewerkschaften, Sozialverb&auml;nde, j&uuml;dische Gemeinden, Gr&uuml;ne, Linke und SPD protestierten. Nun, anderthalb Jahre sp&auml;ter, erfolgt die Kehrtwende: Das Finanzamt erkennt die Gemeinn&uuml;tzigkeit vollst&auml;ndig wieder an.<br>\nDas geht aus einem Schreiben hervor, das die VVN-BdA &ndash; 1947 von Holocaust&uuml;berlebenden gegr&uuml;ndet &ndash; am Dienstag von der Beh&ouml;rde erhielt. Der fr&uuml;here Bescheid vom November 2019 mit dem Entzug der Gemeinn&uuml;tzigkeit sei aufgehoben, alle Steuernachforderungen seien nichtig, hei&szlig;t es darin. Die VVN-BdA sei &bdquo;ab sofort wieder berechtigt, f&uuml;r Mitgliedsbeitr&auml;ge und Spenden Zuwendungsbest&auml;tigungen (&hellip;) auszustellen.&ldquo;<br>\nCornelia Kerth, Vorsitzende der VVN-BdA, reagierte gel&ouml;st auf die Nachricht. &bdquo;Die Erleichterung ist riesig.&ldquo; Dass alle Steuernachzahlungen entfielen, sei &bdquo;gro&szlig;artig&ldquo;. &bdquo;Die Entscheidung ist nicht nur f&uuml;r die VVN-BdA, sondern den Antifaschismus im Ganzen von gro&szlig;er Bedeutung. Die j&uuml;ngste Stigmatisierung hat nun hoffentlich ein Ende.&ldquo;<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/taz.de\/VVN-BdA-wieder-voll-gemeinnuetzig\/!5768978\/\">taz<\/a>\n<\/li>\n<li><a name=\"h17\"><\/a><strong>Berichterstattung zu Spahn-Villa zul&auml;ssig<\/strong><br>\nJuristische Schlappe f&uuml;r den Bundesgesundheitsminister: Die mediale Berichterstattung &uuml;ber den Kauf einer Villa in Berlin-Dahlem im Sommer 2020 durch Jens Spahn und seinen Ehemann Daniel Funke war von vornherein rechtm&auml;&szlig;ig. Auch die Nennung des Kaufpreises von 4,125 Millionen Euro, gegen die die beiden unter anderem in einen Rechtsstreit mit junge Welt traten, war legitim. Das berichtete der Tagesspiegel am Dienstag &uuml;ber das Urteil zu einem Verfahren, das die Zeitung mit Spahn und Funke vor dem Oberlandesgericht Hamburg gef&uuml;hrt hatte (Az.: 7 U 16\/21). Die Berichterstattung h&auml;tte nicht unterbunden werden d&uuml;rfen. Das Verm&ouml;gen von Politikern wie Spahn, der einige weitere Immobilien besitzt, sei f&uuml;r die politische Meinungsbildung von &raquo;ganz erheblichem Interesse&laquo;, es erlaube Folgerungen &raquo;auf ihre politische Unabh&auml;ngigkeit, auf ihren Gesch&auml;ftssinn, aber auch auf ihre politische Ausrichtung&laquo;.<br>\nDas Landgericht Hamburg hatte zuvor Spahns Privatsph&auml;re h&ouml;her gewichtet und einen &raquo;Blick ins Portemonnaie&laquo; per einstweiliger Verf&uuml;gung untersagt. Die h&ouml;here Instanz widersprach nun diesem Beschluss, die Kosten des Rechtsstreits sollen gr&ouml;&szlig;tenteils Spahn und Funke tragen. Der Erwerb der selbst f&uuml;r einen Bundesminister &raquo;ungew&ouml;hnlich teuren Immobilie&laquo; k&ouml;nne zudem &raquo;Anlass zu Diskussionen &uuml;ber das generelle Preisgef&uuml;ge am Immobilienmarkt geben&laquo;, zitierte der Tagesspiegel die Richter.<br>\nWie Mitte April laut Recherchen der Zeitung bekannt wurde, haben Spahn und Funke den Kauf der Villa offenbar weitgehend vollst&auml;ndig aus Krediten der Sparkasse Westm&uuml;nsterland finanziert. Dies gehe aus Grundbuchdokumenten des Amtsgerichts Berlin-Sch&ouml;neberg hervor. Zwischen 2009 und 2015 sa&szlig; der CDU-Politiker im Verwaltungsrat der Sparkasse, dem ein CDU-Parteikollege vorsteht. Spahns Verst&auml;ndnis von Pressefreiheit ist noch aus einem weiteren Grund zweifelhaft: Er verlangte &uuml;ber seine Anw&auml;lte vom Grundbuchamt, Namen und Anfragen von Journalisten herauszugeben, die zu seinen Immobiliengesch&auml;ften recherchiert hatten.<br>\nQuelle: <a href=\"https:\/\/www.jungewelt.de\/artikel\/401379.immobiliendeals-berichterstattung-zu-spahn-villa-zul%C3%A4ssig.html\">junge Welt<\/a><\/li>\n<\/ol>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier finden Sie einen &Uuml;berblick &uuml;ber interessante Beitr&auml;ge aus anderen Medien und Ver&ouml;ffentlichungen. Wenn Sie auf &ldquo;weiterlesen&rdquo; klicken, &ouml;ffnet sich das Angebot und Sie k&ouml;nnen sich aussuchen, was Sie lesen wollen. 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